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00:08Spannende Musik
00:36Spannende Musik
01:08Spannende Musik
01:10Spannende Musik
01:18Spannende Musik
01:19Spannende Musik
01:34Was ist das?
01:59Ich bin im Kleiderschrank, Schatz, oben, bitte, komm.
02:27Wo ist Jakob?
02:29Ich bin im Kleiderschrank.
03:12Also es gibt keine Leiche.
03:15Warum sind wir dann hier?
03:16Der Sohn der Besitzerin ist verschwunden und sie hat den Verdacht, dass er ermordet wurde.
03:21Also klären wir mal kurz den Sachverhalt.
03:25Er ist eigentlich aus dem guten alten Gartenzwerg geworden.
03:29Da ist einer.
03:32Herr Petric?
03:34Guten Tag, wir sind von der Kriminalpolizei.
03:40Sie sind nur wegen gestern Nacht hier, oder?
03:41Dass Jakob weg ist, das interessiert Sie überhaupt nicht.
03:45Ihnen wird ein Anbusdelikt vorgeworfen, das ist erstmal das, was wir haben.
03:50Ich müsste da nicht einbrechen.
03:52Ich kenne das Haus in- und auswendig.
03:54Die meisten Renovierungsarbeiten habe ich selbst gemacht.
03:56Guten Tag.
03:58Schön, dass Sie endlich da sind.
04:01Ich bin Jakobs Mutter.
04:03Frau Berkel, guten Tag.
04:05Mein Name ist Zimmermann, das ist mein Kollege Brenner.
04:08Sie haben sicher eine Menge Fragen.
04:10Kommen Sie?
04:17Wenn es kein Einbruch war, was war es denn dann?
04:19Ich wollte mich dann nur mal in Ruhe umsehen.
04:24Während Tara Berkel oben schläft.
04:27Am Donnerstagabend ist sie um diese Zeit meistens noch bis spät beim Sport.
04:32Vicky, also die Mutter von Jakob, die ist total am Ende.
04:37Ihre Kollegen sagen, dass Jakob wieder auftauchen wird, aber ich glaube da nicht dran.
04:45Was macht Sie da so sicher?
04:50Deine Schwiegertochter Tara hat ihn umgebracht.
04:55Ich habe das gespürt, gewusst, als er nicht zu unserem wöchentlichen Meeting erschienen ist und auch danach nicht erreichbar war.
05:03Da wusste ich, es ist etwas Schreckliches passiert.
05:07Es gibt keine andere Möglichkeit.
05:23Laut meiner Schwiegermutter führe ich seit der Hochzeit einen perfiden Plan durch.
05:28Ja, erstens suche ich meinen reichen Mann, den finde ich nicht.
05:32Also nehme ich Jakob, der ist zumindest wohlhabend.
05:36Zweitens suche ich mir einen Mann, der ein möglichst enges Verhältnis seiner Mutter hat.
05:43Drittens reiße ich mir sein Elternhaus in den Nagel.
05:47Achso, und viertens ermorde ich Jakob auch noch.
05:52Ihr Sohn ist 38 Jahre alt.
05:54Er lebt in geordneten Verhältnissen.
05:57Vielleicht gibt es doch mal ein anderes...
05:58Der Sohn ist ein sehr empathischer Mensch.
06:00Er würde sich niemals, unter keinen Umständen, mehrere Tage nicht bei mir melden.
06:06Mein Mann liebt die Natur.
06:08Er liebt den Wald.
06:10Immer wenn er den ganzen Stress loswerden will oder neue Ideen sucht, dann geht er wandern.
06:14Manchmal tagelang.
06:18Ist er nicht erreichbar?
06:20Ja.
06:21Nicht einfach hier.
06:23Wieso atmen wir nicht hier?
06:25Wieso essen und trinken wir nicht hier?
06:29Genetisch sind wir Naturbewohner.
06:32Irgendwann haben wir das leider vergessen.
06:37Mir ist es wieder eingefallen.
06:43Warum sollte man irgendwo anders sein wollen?
06:55Gut, ich kenne Ihren Sohn natürlich nicht.
06:57Und ich kann auch nicht Ihr Verhältnis zueinander...
06:59Ja, das ist richtig.
06:59Sie kennen ihn nicht.
07:01Sie haben überhaupt keine Ahnung.
07:14Frau Berkel, unter den gegebenen Umständen können wir im Moment leider nur sehr wenig für Sie tun.
07:20Überlegen Sie doch nochmal.
07:23Gibt es nicht vielleicht doch noch einen anderen Grund, warum er verschwunden sein könnte?
07:27Okay, und warum glaubt seine Mutter dann gerade jetzt, dass was passiert ist?
07:32Weil er den schon fix mit seiner Mutter nicht vergessen würde?
07:35Ja, weil Vicky da keinen Spaß versteht?
07:38Seine Ehe ist am Ende.
07:41Es geht ihm nicht gut.
07:45Warum sind Sie dann überhaupt nicht beunruhigt, Frau Berkel?
07:48Ich bin beunruhigt, ja?
07:50Dass Sie sich auf das Narrativ meiner Schwiegermutter einlassen.
07:52Und dass ich mich hier rechtfertigen muss, nachdem ich das Opfer eines Einbruchs geworden bin.
07:57Welches Motiv sollte Ihre Schwiegertochter denn haben?
07:59Geld?
08:01Sie hat sich doch überhaupt nur an Jakob rangemacht, weil er vermögend ist, weil er gut verdient.
08:07Dann das wundervolle Haus.
08:13Dass Jakob Berkel am Montag das Haus verlassen hat, wissen wir, wo er da hinwollte.
08:18Das ist ein erwachsener Mann, er hat sich jedenfalls nicht abgemeldet.
08:21Weder bei seiner Frau, Tara, die war zu dem Zeitpunkt, arbeiten noch bei seiner Mami.
08:26Aber seine Frau sagt, es wäre wohl relativ normal, dass er oft tagelang alleine im Wald wandern war.
08:31Und zwar immer in diesem Gebiet hier.
08:35Das ist ja einfach ein weirder Eigenbrötler, der keinen Bock auf Menschen hat, der lieber alleine ist.
08:39So ähnlich hat ihn seine Frau jedenfalls beschrieben, als jemand, der lieber am Wald als im Club und auch gerne
08:44mal offline ist.
08:45Okay, aber es gibt überhaupt keinen Hinweis darauf, dass Jakob Berkel ermordet wurde.
08:49Das einzige Verbrechen, das wir haben, ist der Einbruch von Uwe Petric.
08:53Petric meint es, er hat es aus Verzweiflung getan, um Jakob zu finden oder wenigstens eine Spur auf Ihren Klang
08:57glaubwürdig.
09:03Und Einbruch ist nicht unsere Baustelle, also.
09:06Natürlich hoffen wir, dass Jakob Berkel irgendwann unversehrt wieder auftaucht.
09:10Gegen ein Happy End hätte ich nichts anzuwenden.
09:13Aber du glaubst auch nicht, dass es eins gibt.
09:15Ach, Nina, was ich glaube, ich weiß nur, dass wir wieder einen Vermisstenfall haben werden,
09:19wenn wir nicht nachweisen können, dass es sich um ein Verbrechen handelt.
09:22Gut, es ist ja nicht so, dass wir gar nichts haben.
09:24Wir haben eine Übersicht seiner Konten von der Bafin bekommen.
09:28Da wurden in den letzten Wochen ziemlich große Summen hin und her geschoben.
09:33Unter anderem 60.000 Euro auf sein Girokonto.
09:35Sieht aus wie ein Aktiendepot oder so aufgelöst, oder?
09:37Ja.
09:39Da ist die Frage, was wollte er mit so viel Geld?
09:46Du siehst müde aus.
09:51Ich mache mir Sorgen um Lotte.
09:53Die ist so wütend.
09:57Ich verstehe diese Integralrechnung einfach nicht.
10:00Ich kapiere es auch nicht, tut mir leid.
10:04Ich könnte mal Rettich anrufen, der weiß mit Sicherheit...
10:07Nee, Nina, weil es ist eh alles sinnlos.
10:08Es macht keinen Sinn.
10:16Ich vermisse ihn auch unendlich.
10:21Ich verstehe einfach nicht, wie Papa mich genau jetzt alleine lassen konnte.
10:26Ich...
10:26Ich hasse ihn so sehr dafür, dass er tot ist.
10:34Weißt du was?
10:35Sag ihm das mal.
10:40Sag ihm mal, wie du dich fühlst.
10:44Sag es ihm ganz laut.
10:48Ich hasse es, dass du nicht mehr da bist.
10:50Ich hasse dich dafür.
10:52Ich hasse es, dass du mich alleine gelassen hast.
10:54Ganz laut.
10:55Ich hasse dich dafür, dass du mich alleine gelassen hast.
10:58Und ich vermisse dich.
10:59Und ich finde es so unfällig.
11:08Ich habe keine.
11:11Alles gut.
11:15Alles gut.
11:30Das Mobiltelefon von Jakob Berkel wurde exakt vor 98 Stunden ausgeschaltet. Und zwar bei ihm zu Hause.
11:36Wenn er wirklich noch irgendwo im Wald ist, würde das ja sogar Sinn ergeben.
11:39Ja, aber vier Tage klingt eher noch Survival-Training als nach Wandern. Ein Mensch braucht pro Tag mindestens 1500 Kilokalorien
11:48zum Überleben.
11:48Plus 1,5 Liter Wasser. Und ein Zelt oder zumindest ein Biwak wäre auch sehr sinnvoll.
11:55Dazu Schlafsack, Regenkleidung, festes Schuhwerk, Zahnpasta, Desinfektionsspray, Seife, Mückenspray, Wechselwäsche, Proteinriegel, Müsliriegel.
12:07Okay, er müsste also einiges an Gepäck dabei haben.
12:09Klar ist nur, dass er pro Tag ca. 20 Kilometer schaffen kann. Aber dafür ist der Wald nicht groß genug.
12:16Heißt?
12:16Ja, entweder lagert er irgendwo oder er läuft die ganze Zeit im Kreis.
12:26Was hat die Mann an der Ausrüstung dabei? Wie viel Proviant?
12:29Also er hat immer einen großen Sportrucksack.
12:33Etwa so groß, blau.
12:36Ist das der blaue Rucksack, der auch auf dem Video zu sehen ist?
12:39Ja.
12:40Gibt es auch Bilder von dem Zelt?
12:42Kein Zelt.
12:44Können wir uns kurz im Haus umsehen?
12:47Nein. Also ich habe ein Recht auf meine Privatsphäre.
12:52Das stimmt natürlich, aber...
12:55Also ihr Mann ist immerhin verschwunden.
12:59Jakob ist nicht verschwunden.
13:02Und trotzdem müssen wir derzeit davon ausgehen und durchsuchen den gesamten Wald.
13:05Ja, da können Sie sich bei meiner Schwiegermutter bedanken.
13:10Gut, dann vielen Dank erstmal.
13:13Ähm, könnte ich ganz kurz noch Ihre Toilette benutzen?
13:17Ja, gleich oben links.
13:21Danke.
13:30Musik
13:30Musik
13:30Musik
13:32Das war's.
14:03Das war's.
14:52Das war's.
14:57Das war's.
15:24Das war's.
15:27Das war's hier aufgebaut.
15:29Ich hab auch das Haus gebaut, in dem Jakob jetzt lebt.
15:35Sie sind aus Ihrem Haus ausgezogen, damit Ihr Sohn da einziehen kann?
15:40Sagen wir so, Tara und ich wissen, dass wir nicht unter einem Dach leben können.
15:46Auch wenn genug Platz ist.
15:48Ich verstehe.
15:51Ich hab eine Kopie des notariellen Ehevertrages.
15:58Ich möchte, was nötig war, um das Familienerbe vor dieser Person zu schützen.
16:08Wie würden Sie denn die Ehe Ihres Sohnes beschreiben?
16:11Schlecht.
16:13Ich hab Jakob immer gewünscht, dass er eine Frau findet, die ihn um seiner Selbstwillen heiratet und nicht wegen des
16:19Geldes.
16:21Aber wenn im Ehevertrag doch festgelegt ist, dass Ihre Schwiegertochter sowieso nichts bekommt, wieso sollte Geld dann noch ein Motiv
16:27sein?
16:29Sie bekommt nur im Falle einer Scheidung nichts.
16:35Achso, im Todesfall aber schon.
17:01Also der Rucksack gehört zweifellos, Jakob Berkel. Seine DNA ist an der Trinkflasche.
17:05Handy und Portemonnaie fehlen allerdings.
17:09Na dann.
17:12Du glaubst, dass er noch lebt?
17:15Ich glaub, dass er gerade sogar eine ziemlich gute Zeit hat.
17:22Wer ist das?
17:24Ich würd nur sagen, Jakob Berkels Geliebte.
17:27Vielleicht ist er mit ihr auf und davon.
17:29Würde auch das aufgelöste Aktiendepot erklären.
17:33Warum liegen seine Sachen dann im Wald?
17:36Und warum hat er das Geld nicht abgehoben und mitgenommen?
17:39Wir müssen diese Frau so schnell wie möglich identifizieren.
17:42Wir haben von Jakob Berkels Mobilfunkanbieter das Bewegungsprofil der letzten Woche bekommen.
17:47Ich bringe das beides mal zu Rettich.
17:49Vielleicht fällt dem da was auf.
17:50Okay.
17:57Ich kann das auch machen.
18:00Das schaff ich schon allein.
18:02Kim.
18:05Findest du nicht, wir sollten nochmal reden?
18:09Worüber denn, Moritz?
18:11Worüber willst du reden?
18:15Moritz?
18:17Kommst du nochmal bitte?
18:28Frau Berkel hat euch diese Fotos also freiwillig gezeigt, ja?
18:32Nachdem sie euch ohne Durchsuchungsbeschluss nicht mal ins Haus lassen wollte.
18:37Ja, deswegen habe ich sie ja abfotografiert und nicht die Kamera mitgenommen.
18:40Sag mal, bist du bescheuert?
18:42Du weißt ganz genau, dass illegal beschaffte Beweise vor Gericht nicht zugelassen werden.
18:46Ist doch scheißegal!
18:49Was soll das hier denn alles?
18:50Wir haben keine Leiche.
18:51Wahrscheinlich ist das nicht mal ein Fall.
18:52Hey!
18:54Das hier ist für uns alle nicht einfach.
18:56Vergiss das mal nicht.
19:21Tim, redet nicht mit mir.
19:24Geht mir die ganze Zeit aus dem Weg.
19:28Ich komme überhaupt nicht an sie ran.
19:31Ja, ich weiß.
20:02In seinem Portemonnaie war noch alles drin.
20:04Ausweis, Führerschein, Karten.
20:06Bloß kein Bargeld.
20:08Klingt nach Raubüberfall.
20:09Gab es Spuren?
20:10Ja, ist alles schon im Labor.
20:13Der Rucksack und auch die Brieftasche wurden ja ganz nah an einem Waldweg gefunden.
20:17Also da, wo ständig Leute vorbeilaufen.
20:20Vielleicht sollten wir die Sachen finden.
20:22Vielleicht.
20:23Es ist mir gelungen, mit Hilfe des Bewegungsprofil von Jakob Berkel eine Adresse ausfindig zu machen.
20:28Sie gehört zur Internistin Sonja Wiele.
20:32Da war Jakob am Vormittag, bevor er verschwunden ist.
20:36Und anhand dieses Bildes und anhand des Abgleichs mit den Post- oder präcoitalen Fotos ist das Ergebnis eindeutig.
20:47Jakob Berkel hat sich mit der Internistin Sonja Wiele getroffen.
20:50Und diese Fotos sollen ja nicht gerade nach Ratsbesuch aus.
20:57Ja, ich habe regelmäßig Sex mit ihm und das ist ziemlich gut.
21:03Toll.
21:04Und wie lange geht das schon?
21:07Ein Jahr ungefähr.
21:09Und wann hatten Sie das letzte Mal Kontakt zu ihm?
21:12Das war am Montag vor meiner Sprechstunde, so gegen 10 Uhr vielleicht.
21:17Hat er erwähnt, ob er an dem Tag noch was vorhat oder ob er verabredet war?
21:20Also er wollte noch einen Käufer treffen.
21:24Ich hatte ihm einen Patienten vermittelt, der für seine Tochter ein Haus sucht.
21:29Einen Käufer für das Haus, das er gerade bewohnt?
21:32Ja.
21:33Jakob hat erst neulich einen Makler mit einem Gutachten beauftragt.
21:37Also um zu wissen, wie viel das Haus noch wert ist.
21:39Also ich meine, der Zustand des Hauses ist ja noch ziemlich gut.
21:42Und warum will er das Haus loswerden?
21:44Jakob wird seine Gründe haben.
21:48Äh, ist er in Schwierigkeiten oder?
21:58Seit wann genau will er das Haus verkaufen?
22:01Naja, das Aktiendepot wurde ja vor einer Woche aufgelöst.
22:04Und das Wertgutachten wurde auch jetzt vor kurzem in Auftrag gegeben.
22:08Bleibt also immer noch die Frage, wofür brauchte Berkel kurzfristig so viel Geld?
22:14Heimlich.
22:15Naja, ich denke mal, er wollte einfach neu anfangen.
22:18Klassischerweise wäre die Geliebte dafür ja der Grund.
22:21Und die Ehefrau, die das verhindern will, wäre die Mörderin.
22:24Klassischerweise.
22:26Ich muss auflegen.
22:28Okay, danke.
22:30So, ich denke, das reicht für einen Durchsuchungsbeschluss.
22:34Äh, Ina.
22:37Tut mir leid, hängen da Fotos.
22:39Es kommt nicht wieder vor.
22:41Andererseits werden wir ohne die...
22:43Moritz, wir werden jetzt diese Kamera und die Speicherkarte ganz offiziell sicherstellen,
22:48damit wir sie dann gegebenenfalls im Prozess legal, legal benutzen können.
22:54Okay?
22:56Danke.
22:58Wenn ich die nächste S-Bahn kriege, dann komme ich noch pünktlich auf Arbeit.
23:00Jacob wird seit vier Tagen vermisst.
23:06Warum sagen Sie das denn nicht gleich?
23:08Glauben Sie etwa, ihm ist was passiert und ich habe was damit zu tun?
23:12Wie sind Sie am Montag auseinandergegangen?
23:16Er hat gesagt, wir werden uns nicht wiedersehen.
23:21Wir waren nie ein Paar, okay?
23:23Also hat es auch kein Drama gegeben.
23:25Ich kann Ihnen nur so viel sagen, Jacob hatte die Nase voll.
23:28Er wollte weg.
23:29Von seiner Mutter, von seinem Job, von seiner Frau.
23:32Und wohin?
23:34Slowenien oder Finnland.
23:37Weite braucht er, hat er immer gesagt.
23:38Natur, Ruhe.
23:40Für den Traum hat er das Geld vom Haus gebraucht.
23:54Tara, es tut mir wirklich leid, dass ich dich erschreckt habe.
23:59Aus Liebe tun Leute manchmal Sachen, die nicht okay sind.
24:07Ist okay, Uwe.
24:09Ja, wir sind da beide oft nur Zuschauer, wenn die beiden ihr komisches Mutter-Sohn-Ding durchziehen.
24:15Stimmt.
24:16Vicky hat mich gezwungen, diesen Ehevertrag zu unterschreiben.
24:19Ja?
24:20Und ich heiratet sie nicht.
24:23Alles nur, um ihr heiliges Garten-Imperium zusammenzuhalten.
24:27Nur für die engste Familie.
24:32Verzeihst du mir, dass ich hier eingestiegen bin?
24:35Soll ich kurz reingehen?
24:38Frau Berkel?
24:40Guten Tag, Zimmermann, Kriminalpolizei.
24:43Ist ja alles in Ordnung?
24:45Äh, ja, alles okay.
24:48Vielleicht verschieben wir das lieber, okay?
24:51Ja, vielleicht besser.
24:52Herr Petric?
24:55Ich habe hier einen Durchsuchungsbeschluss.
24:57Wir brauchen das Material ihrer Überwachungskameras.
25:06Das sind alle Aufzeichnungen von den Kameras.
25:08Kommen Sie unbeschädigt zurück.
25:14Was soll darauf zu sehen sein?
25:17Frau Berkel, Sie und Ihr Mann haben offenbar eine ernste Ehekrise, stimmt das?
25:21Das kommt alles von meiner Schwiegermutter.
25:23Ja, die spielt sowieso jedes kleinste ihr Problem hoch und wünscht sich nichts mehr als das von scheiden lassen.
25:28Wollen Sie sich dann scheiden lassen?
25:30Ich meine, finanziell wäre das ja eher ungünstig für Sie.
25:33Entschuldigung, was, worauf läuft das hier hinaus?
25:36Äh, dass ich meinen Mann umgebracht habe wegen des Geldes?
25:39Haben Sie?
25:45Das ist die Geliebte Ihres Mannes. Kennen Sie sie?
25:50Sie trägt Jakobshemd.
25:53Frau Berkel, wir haben Hinweise, dass Ihr Mann vorhatte, in Leipzig alle Zelte abzubrechen.
26:00Hat er mit Ihnen darüber geredet oder irgendwelche Andeutungen gemacht?
26:04Mit ihr?
26:06Es sind acht verschiedene Kameras rund um das Haus, die nonstop Material aufzeichnen.
26:11Okay.
26:12Ja, das bedeutet, allein für einen einzigen Tag sind es achtmal 24 Stunden.
26:16Also insgesamt 192 Stunden.
26:18Und selbst bei doppelter Abspielgeschwindigkeit...
26:20Herr Rettich, eigentlich haben wir gar keine Zeit.
26:26Okay, gut.
26:29Ich kriege das irgendwie hin.
26:31Für Sie, Frau Zimmermann, kriege ich das hin.
26:34Danke.
26:49Sie wissen, dass Ihr Mann am Vormittag noch bei seiner Geliebten war?
26:54Ja.
26:56Ihre Kollegin hat mich informiert.
26:58Unmittelbar, bevor er zu Ihnen nach Hause gekommen ist.
27:03Sie waren kurz davor, alles zu verlieren.
27:06Vermögen, Haus und Jakob.
27:12Ist nicht wahr, dass mir egal war, wenn er einfach verschwunden ist.
27:18In Wirklichkeit bin ich fast gestorben, Frau Sorge.
27:21Jedes Mal.
27:24Aber Jakob hat das eingefordert.
27:27Und diese Ausflüge, nach denen Sie keine Fragen gestellt haben, gehörten die zu Ihrer Ehe dazu?
27:34Also, ich will nicht übertreiben, aber das...
27:37Das war die Grundlage.
27:40Diese Freiheit machte unsere Liebe aus.
27:44Verstehe ich.
27:47Deswegen hat er sich für mich entschieden.
27:49Obwohl seine Mutter immer gegen mich war.
27:53Von ihr bekommt er Kontrolle und Druck.
27:56Ja, sie will, dass er Karriere macht.
27:58Jakob hat versucht, sich von ihr zu lösen.
28:02Aber sie hat es irgendwie immer geschafft, die Abhängigkeit größer zu machen.
28:06Deswegen hat sie ihm auch das Haus überschrieben.
28:08Wie extrem war denn die Beziehung zwischen ihrem Mann und seiner Mutter?
28:12Ich meine, wie hätte sie darauf reagiert, wenn sie erfahren hätte, dass er das Haus verkaufen würde?
28:17Wie wäre durchgedreht?
28:24Das nimmt kein gutes Ende.
28:28Das spüre ich.
28:30Du darfst die Hoffnung nicht aufgeben.
28:33Vicky, du weißt, ich bin immer für dich da.
28:36Ich beschütze dich.
28:38Was hattest du überhaupt bei Tara zu suchen?
28:42Ich wollte sprechen.
28:45Mit ihr.
28:49Über mich?
28:51Ja, ich muss die Sachen doch für dich klären.
28:55Das ist meine Aufgabe.
28:57Frau Barke?
28:59Entschuldigung, ich habe noch eine kurze Frage.
29:01Ich bin in der Nähe.
29:06Ich bin in der Nähe.
29:10Ich höre, es tut sich endlich was.
29:13Es wurde auch Zeit.
29:15Warum hat mein Sohn eigentlich so gar keine Priorität bei Ihnen?
29:21Ich wollte wissen, da Sie und Ihr Sohn ja so ein vertrauensvolles Verhältnis haben.
29:26Ja.
29:29Und?
29:30Da hat er Ihnen ja sicherlich andere Sachen erzählt als beispielsweise seiner Frau.
29:35Ja.
29:36Davon gehe ich aus.
29:39Sie wussten also davon und waren damit einverstanden, dass er das Haus verkaufen will?
29:43Hat sie das wieder behauptet?
29:49Sie, meinen Sie jetzt seine Frau oder seine Geliebte?
29:55Es gibt keine anderen Frauen.
29:59Alles fing damit an, dass er für ein paar Tage wegging.
30:02Ja, zum Wandern.
30:06Dann wurde es eine Woche.
30:09Und jetzt, vor ein paar Monaten, wollte er für ein ganzes Jahr weg.
30:15Ein Jahr.
30:17Eine Trennung auf Zeit.
30:19Ja.
30:20So hat Jakob sich das vorgestellt.
30:23Er wollte ein Jahr ins Ausland.
30:25Er wollte unser Erspartes benutzen.
30:29Wollte es hauslos werden.
30:31Und so eine Trennung auf Zeit kam für Sie aber unter diesen Umständen nicht in Frage.
30:35Für ein ganzes Jahr.
30:38Ja, und ich sitze da und warte auf ihn zwischen all den Möbeln und dem ganzen Kram von seiner Mutter.
30:42Darauf hatten Sie keinen Bock und es gab Streit.
30:48Wenn Jakob wirklich was passiert ist, dann war dieses Gespräch unser Letztes.
31:09Ich habe Jakob sein Elternhaus aus steuerlichen Gründen überschrieben.
31:13Das macht es für ihn später einfacher und günstiger als eine Erbschaft.
31:20Wenn er im Grundbuch steht, kann er mit dem Haus ja tun und lassen, was er will.
31:23Nein, es gibt eine Vereinbarung, wonach Uwe und ich später in die Ein-Diger-Wohnung ziehen.
31:29Also, wenn wir alt sind.
31:31Mehr-Generationen-Haus.
31:34Ja.
31:36Jung und alt, die füreinander da sind.
31:41Verstehen Sie jetzt, dass Jakob das Haus niemals verkauft hätte?
31:45Gibt es diese Vereinbarung schriftlich?
31:48Als ob das nötig wäre. Ich bin seine Mutter.
31:53Was hätten Sie gemacht, wenn Jakob es sich anders überlegt hätte?
31:57Da wären Sie doch sicherlich sehr wütend geworden, oder?
32:00So, jetzt machen Sie sich mal nicht lächerlich.
32:11Hier drüben, Lisa.
32:25Im Waldstück wurde heute eine Akkusäbelsäge mit einem Ladenverkaufswert von 250 Euro gefunden.
32:32Inklusive Gewebeanhaftung und Blut.
32:34Dann brauchen wir dringend einen Abgleich mit Jakob Berkels DNA.
32:37Moment mal, gehen wir jetzt davon aus, dass Jakob Berkel in diesem Wald ermordet wurde?
32:42Oder dass seine Leiche dort zerlegt wurde? Oder beides?
32:46Also, ich hätte da so eine Theorie.
32:50Nämlich?
32:51Ich habe auf dem Kameramaterial gesehen, wie die Zielperson Jakob Berkel das Haus betreten hat.
32:57Gemeinsam mit Uwe Petric.
32:59Zuletzt, nachdem er mit den Regalteilen aus dem Möbelhaus gekommen ist.
33:02Ja, das wissen wir. Und?
33:05Ja, also, was wäre denn, wenn er danach nie wieder das Haus verlassen hätte?
33:27Jetzt treten Sie zurück, Frau Berkel.
33:30Entschuldigung, aber Sie können...
33:55Ich bin mittlerweile einfach fertig.
33:58Es wäre eine Erleichterung, wenn Sie endlich was finden würden.
34:01Und was könnte das sein?
34:02Keine Ahnung.
34:04Ich bin einfach müde.
34:10Haben Sie diese Säge schon mal gesehen?
34:13Ja, was weiß ich.
34:14Uwe hat so eine Säge letztens benutzt.
34:16Genau diese?
34:18Oder eine, die so ähnlich aussieht?
34:20Weiß ich nicht. Die sehen alle gleich aus.
34:22Ja, was soll das überhaupt?
34:29Soll das die Tatwaffe sein?
34:46Wieso leben wir nicht einfach hier?
34:48Wieso atmen wir nicht hier?
34:53Warum sollte man irgendwo anders sein wollen?
35:11Solche Geräte werden registriert.
35:13Wir haben eine Herstellergarantie.
35:16Ja, das ist meine.
35:21Und warum haben wir die im Wald gefunden?
35:24Ausgerechnet da, wo auch die anderen Gegenstände von Jakob Berkel lagen?
35:29Keine Ahnung.
35:31Jemand hat die da hingelegt.
35:34An dieser Säge befinden sich Blut- und Gewebespuren von Jakob Berkel.
35:39Das heißt, es geht ihr um Mord.
35:41Und in diesem Zusammenhang befrage ich Sie als Beschuldigten.
35:45Möchten Sie sich dazu äußern?
35:49Das letzte Mal habe ich Sie vor ein paar Wochen gesehen.
35:53Tara wollte mit irgendwas hinten am Schuppen basteln.
35:58Heißt das, Sie beschuldigen Tara Berkel des Mordes?
36:11Wo ist mein Sohn?
36:12Was hast du gemacht?
36:14Hör endlich auf.
36:15Ja, ich habe nichts getan.
36:15Du hast dich zwischen uns gestellt.
36:17Du hast uns auseinandergebracht.
36:18Du hast verhindert, dass wir zusammen arbeiten.
36:21Du hast alle meine Träume zerstört.
36:23Was willst du mir eigentlich erzählen, ja?
36:25Du hast ihm deine Karriere aufgedrängt.
36:26Und ich?
36:27Ich habe immer versucht, ihm zu helfen.
36:31Du hast versucht, ihn einzusperren.
36:34Aus Liebe.
36:36Ich habe versucht, ihn freizulassen.
36:38Aus Liebe.
36:43Habt ihr da irgendeinen Blutsprung gefunden?
36:45Bis jetzt noch nicht.
36:47Wir machen im Keller weiter.
36:59Kann ich dich was fragen?
37:06Dienstlich?
37:08Nein.
37:11Dann nicht.
37:15Nicht jetzt und nicht hier.
37:17Okay, dann probiere es in der Woche nochmal.
37:20Malin.
37:25Hier, Malin.
37:31Oh.
37:33Hier ist es für selber.
37:35Malin.
37:46Okay.
37:52Achtung.
38:03Mhm.
38:06Ja.
38:07Alles klar, danke.
38:16Ich bin mir sicher, dass wir Spuren von Ihnen an der Säge und an der Leiche finden werden.
38:22Und auch an der Trockenbauwand, die Sie am Tag der Tat noch eben schnell hochgezogen haben.
38:29Sie wussten, dass da überall Kameras sind und dass Sie die Leiche nicht unauffällig daraus schaffen können.
38:38Also haben Sie sie erst mal zwischengelagert. Im Haus. Hinter der Wand.
38:45Und dann wollten Sie sie daraus schaffen. Schön Stück für Stück. Richtig?
38:58Dann ist es jetzt vorbei, ja?
39:05Das Beste, was Sie für sich tun können, wäre ein Geständnis abzulegen.
39:30Es fing ganz harmlos an. Wir haben die Regale aufgebaut und...
39:36Es fing ganz harmlos an. Wir haben die Regale aufgebaut und...
39:38Dann habe ich zufällig dieses Gutachten gesehen. Von dem Makler.
39:45Ich habe Jakob gefragt, was das soll.
39:51Wie er sich das vorstellte.
39:54Dann hat er geredet.
40:08Wie unmöglich er die Idee findet, dass wir irgendwann mit ins Haus einziehen.
40:16Ich dachte, er ist, ich habe mich verhört.
40:21Ein Wort gab das andere.
40:23Und ich bin sauer geworden.
40:26Weniger, weil er sich nicht mehr an sein Versprechen erinnern wollte,
40:29sondern weil er absolut keinen Respekt vor seiner Mutter hatte.
40:44Ich wollte ihm klarmachen, was das bedeutet.
40:51Die Enttäuschung.
40:54All ihre Hoffnung.
40:57Alles, was sie besitzt, hat sie ihm gegeben.
41:00Und er darauf...
41:04Sorry.
41:06Geschissen.
41:10Ich war so sauer.
41:32Er hat mir ins Gesicht gelacht und gesagt, ich soll ihm munter halten.
41:37Ich gehöre ja nicht zur Familie.
41:40Ich soll mich nicht so aufspielen.
41:49Als Beschützer.
41:57Du bist gibst immer bei uns.
42:08Alles, was du in der Golfst�ke für Parents.
42:14Das ist ein sehr wichtiger Punkt.
42:14Du bist, wie du in der Golfst�ke für distortion.
42:14Das ist ein sehr wichtiger Punkt.
42:15Du bist, wie du in der Golfst�ke für die Aufschraße und die Aufschrauben.
42:15Du bist, wie du in der Golfst�ke für 70erF устрой.
42:18Du bist.
42:26Wenn du einen Menschen wirklich liebst,
42:30dann beschützt du ihn.
42:33Um jeden Preis.
42:38Aber glauben Sie wirklich,
42:40Sie haben ihrer Lebensgefährtin damit einen Gefallen getan?
42:46Ja.
42:50Auch wenn Vicky das vielleicht niemals begreifen wird.
42:55Vicky das vielleicht niemals begreifen wird.
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43:29Vicky das vielleicht nicht begreifen wird.
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43:30Vicky das vielleicht nicht begreifen wird.
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