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KurzfilmeTranskript
00:00:00Musik
00:00:37Musik
00:00:40Bonjour
00:00:41Bonjour
00:00:45Ça va ?
00:00:46Oui
00:00:47Tu peux dormir ?
00:00:49Ah
00:00:58Sollte ich mir Sorgen machen ?
00:01:01Wieso ?
00:01:02Ein kleines rotes Herzchen von einem anderen Mann ?
00:01:06Zeig
00:01:10Tatvorwurf haltlos Herr Anwalt
00:01:12Das ist von Cerna und meiner Mutter aus Japan
00:01:15Oh
00:01:33Deine Mutter hat das Handy weiter geschafft als bis nach Österreich und jetzt in Japan
00:01:37Sie bien ?
00:01:39Karine lässt das Leben noch einmal so richtig krachen
00:01:41Sie kam zur Kondino
00:01:42Ja, so sagt man das, ja
00:01:44Ich finde es ja total süß, dass sie jetzt die Welt erobert
00:01:46Und dann auch noch zusammen mit einem ehemaligen Chef
00:01:49Wer weiß, vielleicht bleibt sie ja auch noch dort
00:01:51Das kann ich mir nicht vorstellen
00:01:53Nee
00:01:54Das wäre ja auch schade
00:01:55Jetzt verstehen wir uns ja endlich mal
00:01:57Zebra
00:01:58Das serait dommage
00:02:00Was ?
00:02:02Ich müsste mir auch so ein Fromage geben
00:02:03Das serait dommage
00:02:05Dommage
00:02:08Das wäre dommage
00:02:19Was was echt ?
00:02:22Ja!
00:02:42Japan.
00:02:45Meine Mutter hasst Rotenfisch.
00:02:48Wollen Sie eigentlich bei Zerner?
00:02:50Nein.
00:02:50Also mit ihm zusammen?
00:02:51In Tokio ist meine Mutter in einem Hotel.
00:02:55Aber danach fahren die beiden zusammen nach Kyoto.
00:03:01Kyoto?
00:03:04Ah, ah.
00:03:06Da will ich nicht mal drüber nachdenken, Allah.
00:03:08Qua?
00:03:20Mit dem gleich schönsten Tee, ja?
00:03:33Morgen.
00:03:34Morgen.
00:03:35Morgen!
00:03:37Wir beide jetzt bei einem Fahrradunfall?
00:03:39Ja, die Kollegen von der Streif haben uns angefordert, weil womöglich Fremdverschulden vorliegt.
00:03:43Das Opfer liegt im Krankenhaus. Benjamin Goethe, 42 Jahre alt.
00:03:47Auf den ersten Blick war keine zweite Person direkt im Unfall beteiligt, aber Lena ist was aufgefallen. Guck mal.
00:03:51Morgen, Lena.
00:03:52Hi, schau dir das mal an.
00:03:55Bremsen kaputt?
00:03:56Hm.
00:03:57Dass zwei Bremsen auf einmal nicht funktionieren, ist schon echt ungewöhnlich.
00:04:00Zumal das Rad wie neu aussieht.
00:04:03Also meinst du, hat sich jemand an den Bremsen zu schaffen gemacht?
00:04:06Seht ihr die kleinen Dellen hier?
00:04:08Da sind kleine rote Farbpartikel. Die sind nicht vom Aufprall. Hier ist nichts rotes.
00:04:13Sie hat bestimmt 50 oder 60 Sachen drauf gehabt. Mit Glück hat der Fahrradhelm das Schlimmste verhindert.
00:04:20Hier, guck mal, lag im Graben.
00:04:21Benjamin Goethe, Rechtsanwalt.
00:04:25Na klar, auf den Nachhaltigkeitskongress muss man definitiv prilett sein.
00:04:31Ich ruf dich nachher nochmal an, ja?
00:04:33Tschüss.
00:04:35Ja komm, du kommst zu spät.
00:04:39Hallo.
00:04:40Hallo.
00:04:41Mein Name ist Mon. Das ist mein Kollege Breyer. Wir sind von der Polizei.
00:04:46Sind Sie Frau Goethe?
00:04:48Ja.
00:04:50Tut mir leid, aber ihr Mann hatte einen Unfall. Er liegt im Krankenhaus.
00:04:54Was für ein Unfall?
00:04:56Mit dem Fahrrad.
00:04:57In welchem Krankenhaus liegt er? Ich fahr sofort hin.
00:05:00Er liegt im Marienkrankenhaus, aber er wird sicher gerade operiert.
00:05:04Wir fahren Sie hin, wenn Sie wollen.
00:05:09Was ist los Mama?
00:05:14Ich verstehe das nicht. Das Fahrrad ist nagelneu. Da war nichts an den Bremsen.
00:05:20Fährt Ihr Mann denn immer mit dem Rad zur Arbeit?
00:05:22Ja. Außer bei Schnee.
00:05:25Ist so ganz leise, ist ungefähr eine halbe Stunde. So hält er sich fit.
00:05:28Und das Fahrrad steht immer draußen in der Garage, ja?
00:05:31Also das Garagentor ist kaputt, aber das Rad hat zwei Schlösser.
00:05:34Und er hat nichts dazu gesagt, dass was wäre mit den Bremsen oder so?
00:05:37Nee.
00:05:38Er hatte ja mal in letzter Zeit irgendwelche Schwierigkeiten.
00:05:40Vielleicht Streit im Ort oder in der Kanzlei.
00:05:44Sie meinen, dass das jemand mit Absicht gemacht haben könnte?
00:05:46Wir gehen erstmal nur alle Möglichkeiten durch.
00:05:48Weißt du denn irgendwas?
00:05:50Nee.
00:05:51Und darf der Kanzlei nie was erzählen?
00:05:52Also ehrlich gesagt fällt mir da wirklich niemand ein.
00:05:55Alle mögen Benjamin.
00:05:57Wer sollte sowas denn machen?
00:06:06Alles Gute.
00:06:08Wir melden uns bei Ihnen, ja?
00:06:10Danke.
00:06:46Das wird schon.
00:07:00Danke.
00:07:02Haben Sie einen Termin?
00:07:03Ja.
00:07:04Kanzler Gute.
00:07:17Ich hatte mich schon gefragt, warum er nicht kommt.
00:07:22Arbeiten Sie schon lange für Herrn Gute?
00:07:25Ja.
00:07:27Seit er die Kanzlei eröffnet hat.
00:07:29Wir arbeiten gut zusammen.
00:07:32Hat er ein Spezialgebiet?
00:07:34Er macht alles.
00:07:36Zivilrecht, Arbeitsrecht, Strafrecht.
00:07:39Frau Thalant war in letzter Zeit irgendetwas ungewöhnlich hier.
00:07:44Herr Gute war in letzter Zeit stiller als sonst.
00:07:48Als würde ihn etwas sehr beschäftigen.
00:07:52Seit wann war er so?
00:07:53Seit letzter Woche Freitag.
00:07:55Und haben Sie ihn darauf angesprochen?
00:07:57Ja.
00:07:59Er sagte, es wäre dieses Mandat.
00:08:02Welches Mandat?
00:08:03Es ging nicht um unseren Mandanten, sondern um den Prozessgegner.
00:08:07Und mit dem gab es Ärger?
00:08:09Naja, diese Person hat oft ziemlich wütend hier angerufen.
00:08:14Wurde Herr Gute bedroht?
00:08:15Wurde Herr Gute bedroht?
00:08:16Davon weiß ich nicht.
00:08:17Wie heißt denn dieser Prozessgegner?
00:08:19Ich habe als Kanzleimitarbeiterin eine Verschwiegenheitspflicht.
00:08:22Ansonsten mache ich mich strafbar.
00:08:24Gut.
00:08:26Ich geh mal eben ran.
00:08:29Entschuldige, bitte.
00:08:41Wie geht's ihm?
00:08:42Wir konnten ihn erstmal stabilisieren.
00:08:44Aber Ihren Mann hat ein schweres Schädelhintrauma.
00:08:48Können wir mit ihm sprechen?
00:08:49Wir haben ihn jetzt in ein künstliches Koma versetzt.
00:08:53Was? Koma?
00:08:54Ja, das ist üblich bei so schweren Verletzungen,
00:08:56um das Gehirn, also Ihren Mann, während der Heilung zu entlasten.
00:08:59Wie lange?
00:09:00Erstmal ein paar Tage.
00:09:03Kommen Sie, ich bringe Sie zu ihm.
00:09:18Dürfen wir ihn anfassen?
00:09:19Ja, bitte unbedingt.
00:09:29Okay, aber wenn er aufwacht, dann wird er doch wieder richtig gesund, oder?
00:09:33Ob und welche Folgeschäden er erlitten hat, können wir noch nicht abschätzen.
00:09:39Es ist leider sehr ernst.
00:09:42Es tut mir leid.
00:09:49Okay.
00:09:56Frau Zahnert, wir brauchen den Namen des Prozessgegners,
00:09:58und am besten auch eine Liste von all Ihren Mandaten.
00:10:01Dafür brauchen Sie einen richterlichen Beschluss.
00:10:03Das wissen Sie doch.
00:10:05Das ist mir klar.
00:10:06Aber allem, was wir wissen, ist auf Herrn Goethe ein Anschlag verübt worden.
00:10:09Da bekommen wir den Beschluss sowieso, und Sie würden uns wirklich helfen,
00:10:11wenn Sie das alles schon mal vorbereiten.
00:10:15Gute.
00:10:17Danke.
00:10:21Benjamin Goethe wurde in ein künstliches Koma versetzt.
00:10:27Scheiße.
00:10:29Kann also dauern, bis wir mit ihm sprechen können.
00:10:31Ja, wenn überhaupt.
00:10:35Ich hatte vorhin außerdem KTU am Telefon.
00:10:37Die Vorderbremse ist definitiv mit Gewalt bestätigt worden.
00:10:40Die ist gebrochen.
00:10:42Also konnte die Bremse gar nicht mehr greifen?
00:10:44Mhm.
00:10:45Die Beschädigung ist mit großer Kraft verursacht worden
00:10:47und ganz sicher nicht erst durch den Sturz entstanden.
00:10:49Das Seil der Hinterradbremse ist dann durch die extreme Belastung beim Bremsen rausgerutscht.
00:10:53Bergab bei wahrscheinlich 60 Stundenkilometern.
00:10:57Und die roten Fahrpartikel?
00:10:59Die klassische Lackfarbe, schwer zu spezifizieren.
00:11:01Aber die Lackfarbe, also die Partikel und die Dellen sind genau da zu finden, wo die Vorderradbremse beschädigt wurde.
00:11:09Also eine Bremse zu manipulieren, das ist ja schnell im Tücke.
00:11:13Das ist was ganz anderes, als jemanden mal eben den Fahrradreifen aufzustechen.
00:11:16Wer das macht, der nimmt ja einen Unfall, wenn nicht sogar einen Todesfall wenigstens in Kauf.
00:11:20Das könnte aber auch bedeuten, dass Gote immer noch in Gefahr ist.
00:11:23Dann brauchen wir einen Beamtenbein im Krankenhaus.
00:11:25Ja, dann mach ich mich drum.
00:11:50Hey.
00:11:52Bei der Befragung der Nachbarn war nichts Auffälliges.
00:11:55Gote engagiert sich in der Kirchengemeinde, die Ehe der beiden ist wohl ganz gut.
00:11:59Die verreisen gerne und sind mit einem Pärchen aus der Nachbarschaft enger befreundet.
00:12:03Zwei Ärzte, die waren aber nicht zu Hause.
00:12:04Die Kollegen haben ihnen eine Nachricht hinterlassen, dass sie sich melden sollen.
00:12:08Was ist denn?
00:12:09Das ist Gote's Handy.
00:12:12Sie haben eine neue Nachricht.
00:12:14Erste neue Nachricht.
00:12:16Salut Ben, c'est Alain.
00:12:18Ich habe mir was einfallen lassen.
00:12:20Morgen bei mir, okay?
00:12:21Aber écout, absolut wichtig.
00:12:23Nicht auf die Drohung eingehen, d'accord?
00:12:25Bloß nicht. Au revoir, mon ami.
00:12:29Was hat denn dein Freund mit Gote zu tun?
00:12:34Weiß ich nicht.
00:12:35Vielleicht waren die mal Kollegen oder sowas.
00:12:38Okay.
00:12:39Und was kann er mit Drohung gemeint haben?
00:12:42Woher soll ich das wissen?
00:12:45Was wird das jetzt?
00:12:47Ich fahr da jetzt hin?
00:12:49Du? Nee, bestimmt nicht.
00:12:51Doch, ich klär das.
00:12:53Befangenheit, schon mal gehört?
00:12:55Ach, komm on, Freddy.
00:12:57Okay, wie würdest du das denn nennen, wenn die Ermittlerin eben gerade noch mit dem Zeugen im Bett lag?
00:13:02Genau.
00:13:03Ich fahr kurz zu ihm und du bleibst hier, ja?
00:13:26Aber dann halte ich wenigstens zurück, ja?
00:13:41Aber dann halte ich wenigstens zurück, ja?
00:13:59Ja, wir sind beruflich hier.
00:14:07Es geht um Benjamin Gote.
00:14:10Ist das der Anwaltsfreund, von dem du immer mal erzählt hast?
00:14:14Ja, wo war?
00:14:18Er hatte einen Unfall.
00:14:21Und liegt im Koma.
00:14:27Im Koma?
00:14:30Also, wir haben deine Mailbox-Nachricht auf Gottes Handy abgehört.
00:14:34Von wem wurde er bedroht?
00:14:37Und vor allem, warum? Worum ging's denn?
00:14:54Ich kann es euch nicht sagen.
00:14:58Er wurde bedroht.
00:14:59Hatte einen Unfall, liegt im Koma. Wir wissen nicht, ob er wieder wach wird. Wer war das?
00:15:02Natürlich, das unterliegt der anwaltlichen Verschwiegenheitspflicht.
00:15:11Du bist doch gar kein Anwalt mehr.
00:15:15Okay, das heißt, die Drohung hängt im weitesten Sinne mit deinem Mann da zusammen, aus der Zeit, als du noch
00:15:22gut als Anwalt warst.
00:15:23Das ist doch ewig her.
00:15:24Oui, die Verschwiegenheitspflicht ändert nicht.
00:15:29Auf den Mann ist ein Anschlag verübt worden.
00:15:31Genau, ich weiß, dass er selbst in diesem Fall mich nicht von der Verschwiegenheitspflicht entbinden würde.
00:15:39Warte, ich verstehe es nur einfach nicht.
00:15:42Das muss doch auch in seinem Interesse sein, dass wir hier ermitteln.
00:15:47Wir stehen doch auf derselben Seite, oder?
00:15:50Nein.
00:15:51Ist bei der Kistung.
00:15:53Okay, dann anders.
00:15:54Du hast Grote ja kürzlich gesprochen, richtig?
00:16:00Er hat mich Montag angerufen und ist dann vorbeigekommen.
00:16:05Und?
00:16:08Okay, würdest du uns wenigstens sagen, ob er deinen freundschaftlichen Rat wollte oder deine juristische Hilfe gebraucht hat?
00:16:13Das ist in diesem Fall das Gleiche.
00:16:16Ich kann euch nicht sagen, okay?
00:16:19Wenn ich euch was sagen würde, das wäre Mandantenverrat.
00:16:23Und, und, und, wie ihr wisst, könnte ich dafür ins Gefängnis kommen.
00:16:27Okay, trotzdem danke, ja?
00:16:37Also geht es hier um ein aktuelles Mandat, ja?
00:16:41Komm.
00:16:45Salut.
00:16:52Pst.
00:17:02Wenn du bei Gute Mandantin wärst, hättest du auch keine Lust, dass jeder in deinen Akten rumwühlen kann und sehen
00:17:06kann, warum du vor Gericht stehst.
00:17:07Wir sind doch nicht jeder.
00:17:08Nein, aber letztlich ist Alain ja nicht nur seinen Mandanten gegenüber verpflichtet, sondern auch sie selber gegenüber.
00:17:13Erzähl das mal, Familie Gute.
00:17:16Außerdem habe ich echt keinen Bock mehr, dein Gejammer anzuhören, wenn du alle am Knast besuchen musst, nur weil der
00:17:19gegen seine Schweigepflicht verstoßen hat.
00:17:23Und ich finde wirklich, wir sind einen Schritt weitergekommen.
00:17:25Wir wissen jetzt, dass die Drohung etwas mit einem der Mandate zu tun hat.
00:17:29Moen?
00:17:32Ah, ja, danke.
00:17:36Der Beschluss ist da.
00:18:03Der Beschluss ist da.
00:18:04Nein.
00:18:09Meinst du, dass es was damit zu tun hat?
00:18:15No.
00:18:17Ich glaube nicht.
00:18:19Du darfst nichts sagen. Versprich mir das.
00:18:22Ja, sure.
00:18:30Das ging ja schnell.
00:18:33Bitte.
00:18:34Dankeschön.
00:18:35Das sind alle aktuellen Mandate für Herrn Goethe?
00:18:38Mhm.
00:18:39Gut, danke. Tschüss.
00:18:41Schönen Abend.
00:18:50Okay. Wer hat Goethe gedroht und womit?
00:18:53Was kann man überhaupt erreichen, wenn man den unter Druck setzt?
00:18:56Naja, dass er der Gegenseite in die Karten spielt, ne?
00:19:00Wenn man Zeugen nicht benennt oder beeinflusst, den Prozess aktiv verliert.
00:19:05Pass auf, ich schlag vor, wir machen Feierabend. Ich guck mir das später nochmal an und du fährst zu aller,
00:19:10hm?
00:19:11Und wenn ich dir einen Tipp geben darf, den du eh nicht hören willst, fahr mal als Freundin hin.
00:19:15Und nicht als Ermittlerin, ja?
00:19:18Gut. Tschüss.
00:19:20Tschau.
00:19:41Hallo.
00:19:42Hallo.
00:19:42Hallo.
00:19:42Das ist Monika.
00:19:45Oh Gott.
00:19:46Vielen Dank, du Süßkumpel.
00:19:47Was ist denn überhaupt passiert? War es ein Unfall?
00:19:50Ich geh mal eben zu Jakob.
00:19:52Ja, danke.
00:19:55Wir haben eben eine Nachricht von der Polizei im Briefkasten, dass sie uns melden sollen.
00:20:00Die ermitteln.
00:20:02Die stellen Leute Fragen.
00:20:05Können wir irgendwas machen?
00:20:07Irgendwie helfen?
00:20:09Ich will einfach nur, dass er wieder aufwacht.
00:20:11Jakob, bist du fertig?
00:20:20Hallo?
00:20:23Dein Zustand ist sehr schlecht.
00:20:26Tut mir leid.
00:20:34Und ihr, habt ihr schon was Neues?
00:20:37Nee, wie denn? Mit uns redet ja niemand.
00:20:42Ihr habt einen Beamten vor seiner Zür auf der Intensivstation gesetzt. Warum?
00:20:47Schutzmaßnahme.
00:20:49Du warst im Krankenhaus.
00:20:51Ja.
00:20:53Monika hat mich angerufen.
00:20:56Wenn wir auch sie und ihren Sohn schützen müssten.
00:21:00Das würdest du uns sagen, oder?
00:21:08Also.
00:21:26Ich weiß nicht, wie das ist.
00:21:27Ich bin abhängen jemals.
00:21:27Ich bin abhängig.
00:21:27Ich bin auch ein Eines.
00:21:28Ich bin abhängig.
00:21:53Die Sekretärin ihres Mannes hat uns gesagt, dass er in letzter Zeit verändert wird.
00:21:56Sie haben davon gar nichts erwähnt.
00:21:58Es gibt wohl Ärger mit einem Prozessgegner. Hat Ihr Mann davon nichts erzählt?
00:22:02Mein Mann darf nichts von seiner Arbeit erzählen. Ich akzeptiere das. Ich frage da nicht weiter nach.
00:22:06Frau Gute, was ich nicht verstehe, ist, Sie haben gesagt, Ihre Ehe wäre sehr gut.
00:22:10Ihr Mann wird bedroht und Sie wissen davon nichts?
00:22:14Ist er deshalb zu Allah? Hat er seinen Rat gesucht?
00:22:16Keine Ahnung. Ich will jetzt los. Ins Krankenhaus.
00:22:19Werden Sie auch bedroht?
00:22:20Nein. Warum schweigen Sie?
00:22:22Sie wissen doch irgendetwas.
00:22:25Haben Sie Angst?
00:22:26Ja, ich habe Angst. Ich habe eine scheiß Angst.
00:22:28Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen, weil ich dachte, vielleicht ruft die Ärztin und sagt mir, dass Benjamin gestorben
00:22:32ist.
00:22:33Ich habe Angst und ich weiß nichts von Benjamins Mandaten.
00:22:39Ich bin die Anruflisten nochmal weiter durchgegangen.
00:22:42Gute scheint das Handy nur privat zu nutzen und auf den ersten Blick gibt es keinerlei Hinweise auf irgendwelche Drogen.
00:22:48Und die Mandantenlisten?
00:22:51Gute hätte in den nächsten drei Wochen zwei Gerichtstermine gehabt, jeweils als Verteidiger in Strafprozessen.
00:22:56Ein Termin ist ganz interessant. Da ist der Mandant gleichzeitig auch ein Nachbar. Robert Sibelius heißt der.
00:23:02Wer ist der Prozessgegner?
00:23:03Ja, mein Gott. Ein Daniel Bergmann.
00:23:08Sibelius, Sibelius. Irgendwie klingelt es da. Worum geht es denn in dem Prozess?
00:23:14Sibelius ist wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Anklage wurde vor sechs Monaten erhoben. Ich habe mir die Unterlage beizkommen lassen.
00:23:23Sibelius. Ach, das ist einer von den Nachbarn, die sich noch nicht zurückgemeldet haben. Von diesem befreundeten Ärzte-Ehepaar.
00:23:30Ja, genau. Er ist ein Narkosearzt und arbeitet in der Zahnarztpraxis seiner Frau.
00:23:36Ja?
00:23:37Hey.
00:23:39Was weinst du?
00:23:40Na und, du bist doch auch nicht in der Schule.
00:23:42Nee, scheiße, man geht zwischen euch. Was?
00:23:45Ey, benutzt mal bitte Kondome. Eure Kinder werden safe hässlich.
00:23:47Lass uns in Ruhe.
00:23:50Was loszulappen?
00:23:52Warte, Jakob.
00:23:55Hör auf!
00:23:57Dein Ernst? Musst du zu Mami oder zum Arzt wegen Chlamydien?
00:24:01Verpiss dich.
00:24:03Du bist ein Wichser.
00:24:04Gehen wir zu mir im Film gucken?
00:24:07Nee, ich fahr ins Krankenhaus.
00:24:09Kann ich mitkommen?
00:24:10Nee, ist schon okay.
00:24:13Schade.
00:24:17Die Zahnarztpraxis von Sarah Sibelius ist hier in St. Louis.
00:24:21Er hat sich auf Kinder, Jugendliche und Angstpatienten spezialisiert.
00:24:25Ihr Mann, Robert Sibelius, arbeitet hier als Anästhesist.
00:24:30Guck mal hier, ich glaube, ich habe auch was.
00:24:32Anklage gegen Narkosearzt Dr. Robert S.
00:24:37Das wird er sein, oder?
00:24:40Die 13-jährige Luisa B. starb nach einer Zahnbehandlung in einer schweren Blutvergiftung.
00:25:07Jakob, wo bist du denn?
00:25:09Wir wollten uns doch im Krankenhaus treffen.
00:25:11Guck mal bitte an.
00:25:19Ich muss noch ein paar Sachen vor ihm holen, aus dem Schreibtisch.
00:25:22Da muss ich ja ein paar Akten wegräumen.
00:25:26Die sind vertraulich.
00:25:28Das weißt du doch.
00:25:34Das weißt du doch.
00:25:36Das weißt du doch.
00:26:08Fuck.
00:26:28Haben Sie einen Termin? Wir wollten eigentlich gleich schliefen.
00:26:30Wir sind von der Polizei. Mein Name ist Mon, das ist mein Kollege Breyer, Kripo Saarlouis.
00:26:34Wir hatten Sie gebeten, sich bei uns zu melden.
00:26:38Ach, Entschuldigung, wir waren gestern den ganzen Abend bei Monika.
00:26:42Ist das so schlimm? Geht es um Benjamin?
00:26:45Benjamin Goethe, ja. Aber auch um Luisa Bergmann, eine junge Patientin von Ihnen, die letztes Jahr verstorben ist.
00:26:51Hallo.
00:26:52Tag.
00:26:54Ja, scheiße, ich dachte, ich wäre schon weit, aber...
00:26:59Der Prozess nächste Woche, da kommt alles wieder hoch.
00:27:07Diese Bilder, wie...
00:27:10Entschuldigt.
00:27:13Wie wir Luisa abends ins Krankenhaus gebracht haben.
00:27:17Und in der Nacht, wie sie da lag, in den ganzen Schläuchen.
00:27:24Blutvergiftung, haben Sie gesagt.
00:27:26Von der Larkose.
00:27:28Und sie ist tot und der arbeitet immer noch.
00:27:33Jetzt hat er sich einen Anwalt genommen,
00:27:36der mit dem Tod meiner Tochter auch noch Geld macht.
00:27:40Jetzt versuchen Sie mir, die Verantwortung für Luisas Tod in die Schuhe zu schieben.
00:27:45Mache mich dafür verantwortlich.
00:27:50Sie sagen...
00:27:51Robert hat alle hygienischen Standards eingehalten.
00:27:53Das werde ich auch vor Gericht bezeugen.
00:27:55Und mit dem Prozess ist dann hoffentlich endlich alles aufgeklärt und...
00:28:00...vorbei.
00:28:02Denken Sie nicht, dass uns das nicht nahe geht.
00:28:04Wir verstehen auch den Vater des Mädchens, so wie verzweifelt er ist.
00:28:07Und dass er für sich selbst nach einem anderen Schuldigen sucht.
00:28:11Herr Bergmann ist Nebenkläger im Prozess gegen Sie, richtig?
00:28:14Ja.
00:28:16Wie ist es denn dann aus Ihrer Sicht zu der Blutvergiftung gekommen?
00:28:19Nicht bei uns.
00:28:21Ich habe die Spritze aus einer versiegelten Packung genommen,
00:28:24dann die einmal Ampulle des Narkotikums aufgezogen
00:28:27und die Einstichstelle für den Zugang ordnungsgemäß desinfiziert.
00:28:30Und das ist absolute Routine.
00:28:33Gut, aber es wurde ja Anklage gegen Sie auch.
00:28:36Herr Bergmann ist direkt nach dem Eingriff mit Luisa an dem Badesee.
00:28:41Und wir alle wissen, was da im Hochsommer ein Keim im Wasser ist.
00:28:45Luisa muss sich an der Einstichstelle mit einem Erreger infiziert haben.
00:28:49Haben Sie denn nicht mit Herrn Bergmann mal darüber gesprochen?
00:28:54Mehrfach.
00:28:55Ähm, aber...
00:28:57Moment.
00:29:01Er hat seinen ganzen Mist vor die Praxis gekippt.
00:29:04Tagelang hat das gestunken.
00:29:06Und immer wieder hat er unsere Patienten vor der Türe abgefangen und sie vor uns gewarnt.
00:29:10Wir müssen immer wieder die Polizei rufen.
00:29:12Und er will uns auch nicht zuhören, geschweige denn mit dem Terror aufhören.
00:29:15Wir haben Bergmann jedes Mal angezeigt, so wie es uns Benjamin geraten hat.
00:29:19Und hat er Herrn Goethe auch bedroht?
00:29:23Nicht, dass wir wüssten.
00:29:25Könnte Herr Bergmann irgendetwas gegen ihn gehabt haben?
00:29:29Naja, Benjamin ist sich ganz sicher, dass mein Mann im Prozess freigesprochen wird.
00:29:33Das hat er immer wieder gesagt.
00:29:34Ja, und jetzt liegt er im Koma.
00:29:43Ich habe keine Ahnung, wie nächste Woche der Prozess stattfinden soll.
00:29:47Ohne Anwalt.
00:30:15Ich habe keine Ahnung, wie nächste Woche der Prozess stattfinden soll.
00:30:46Herr Bergmann?
00:30:48Tag.
00:30:50Kennen Sie den Anwalt Benjamin Goethe?
00:30:53Aus dem Gemeinderat.
00:30:56Haben Sie Herrn Goethe gedroht?
00:30:59Womit?
00:31:01Noch zu?
00:31:03Ah ja.
00:31:06Ich war ziemlich sauer auf ihn, dass er ausgerechnet diesen Sibelius verteidigt.
00:31:11Wir wissen, dass Sie mit Herrn Sibelius öfter mal aneinandergeraten sind.
00:31:15Das bisschen Gülle.
00:31:16Dann zeigt er mich gleich an.
00:31:18Aber für den Tod meiner Tochter, da will er keine Verantwortung übernehmen, oder wie?
00:31:24Was ist denn damals eigentlich passiert?
00:31:28Na.
00:31:32Na ja.
00:31:35Er hatte ziemliche Schmerzen, aber da war eine Riesenangst vor dem Zahnarzt.
00:31:40Nächsten Tag wollten wir in den Urlaub fliegen nach Ägypten.
00:31:44Deshalb musste dieser Eingriff ja unbedingt sein.
00:31:51Aber seit einem Flughafen stehe ich am nächsten Morgen vor meinem toten Kind.
00:32:03Wann haben Sie denn bemerkt, dass es Luisa nach dem Eingriff schlechter geht?
00:32:07Hm?
00:32:08Ja.
00:32:10Ja, zu Hause.
00:32:16War ganz schlapp und der Kopf war heiß und die Einstichtstelle von der Narkose war ganz rot.
00:32:23Sie waren ja an dem Tag am See, richtig?
00:32:25Ja.
00:32:26War Luisa im Wasser?
00:32:27Ja, nur bis zum Oberschenkel.
00:32:29Mein Gott, ich bin ja nicht bescheuert, dass mein Kind nach so einer Narkose dann zum Schwimmen gehen, oder?
00:32:33Gibt es dafür Zeugen?
00:32:35Nein, das ist ja das Problem.
00:32:37Ich wünsche wenigstens meine Frau wäre dabei gewesen, oder was?
00:32:40Aber so gehe ich wieder mit.
00:32:42Wie ist Ihre Frau eigentlich?
00:32:44Ich bin von Frankfurt, ein bisschen getrennt.
00:32:47Herr Sibelius hat nicht nur mein Kind, sondern auch meine Ehe auf dem Gewissen.
00:32:52Noch mal einen Schritt zurück, Herr Bergmann.
00:32:54Wann waren Sie genau mit Luisa im Krankenhaus?
00:32:58Ähm, naja, sie hatte erst Schüttelfrost.
00:33:03Später habe ich dann bemerkt, wie sich an ihrem Arm so eine rote Linie bildet, bis hoch zur Schulter.
00:33:08Und dann sind wir direkt in die Klinik.
00:33:11Herr Bergmann, auf Herrn Goethe ist ein Anschlag verübt worden.
00:33:14Er liegt im Koma.
00:33:16Bitte was?
00:33:18Zu wüten, wie Sie auf ihn waren.
00:33:20Haben Sie sich ein gutes Fahrrad zu schaffen gemacht?
00:33:22Nein, aber was heißt denn Koma?
00:33:24Stirbt er vielleicht?
00:33:26Was heißt das für den Prozess?
00:33:27Findet er statt oder nicht?
00:33:28Das werden Sie Ihren Anwalt fragen müssen, aber kann schon sein, dass er verschoben wird, ja?
00:33:31Das war Sibelius, damit der Prozess nicht stattfindet.
00:33:33Er weiß genau, dass er schuldig ist.
00:33:35Jetzt brauchen die wieder Monate, um einen neuen Termin zu finden.
00:33:38Herr Bergmann, bitte.
00:33:39Nicht, Herr Bergmann!
00:33:42Halten Sie sich von Herrn Sibelius fern und bleiben Sie für uns erreichbar.
00:33:46Herr Bergmann, bitte.
00:34:19Sag doch was, bitte.
00:34:22Ich habe das Gefühl, alles falsch zu machen.
00:34:26Du bist mein einziger Freund.
00:34:31Rede doch mit mir.
00:34:45Jakob!
00:34:50Jakob!
00:34:51Jakob!
00:34:56Scheiße!
00:34:57Au, scheiße!
00:34:59Also, was passiert?
00:35:02Wer war das?
00:35:05Mama?
00:35:07Der Bergmann ist ja schon ganz schön wütend, ne?
00:35:10Aber der hat doch überhaupt gar kein Motiv, dem Goethe was anzutun.
00:35:14Nee, überhaupt nicht.
00:35:15Der will ja, dass der Prozess so schnell wie möglich stattfindet und die man schuldigen liefert.
00:35:19Der wirft ja sogar dem Sibelius vor, dass er den Anschlag auf Goethe verübt hat, um seinerseits den Prozess zu
00:35:24verzögern.
00:35:25Was ja überhaupt keinen Sinn macht.
00:35:26Der Sibelius will doch auch, dass der Prozess so schnell wie möglich stattfindet, weil er von einem Freispruch ausgeht.
00:35:30Ja, die haben offensichtlich beide kein Interesse daran, dass wegen Goethe der Prozess verschoben wird.
00:35:34Und wenn Bergmann wegen der Sache mit seiner Tochter ein Motiv hätte, jemand umzubringen, dann doch gleich den Arzt.
00:35:39Dann doch Sibelius.
00:35:42Hat Frau Goethe nicht gesagt, dass die Garage immer offen steht?
00:35:45Mhm.
00:35:47Dann hätte sich doch theoretisch jeder an seinem Fahrrad zu schaffen machen können.
00:35:54Moen?
00:35:58Wo ist denn das Arbeitszimmer Ihres Mannes?
00:36:00Das ist oben.
00:36:02Hallo.
00:36:03Herr Jakob.
00:36:04Danke.
00:36:08Ähm, deine Mutter hat gesagt, du und Ella, ihr habt den Einbrecher nicht erkannt, oder?
00:36:13Nee, das ging viel zu schnell.
00:36:14Der hatte einen schwarzen Hulli an und ich hab sein Gesicht nicht erkannt.
00:36:18Okay.
00:36:19Und ist dir sonst irgendetwas aufgefallen an ihm?
00:36:24Nee.
00:36:26Sorry.
00:36:27Fehlt denn irgendwas?
00:36:30Ich weiß es nicht.
00:36:32Hat Ihr Mann seine beruflichen Unterlagen hier im Haus?
00:36:35Nee, die sind eigentlich in der Kanzlei.
00:36:39Okay, ich würde mal meinen Kollegen Bescheid geben, dass Sie den Einbruch hier aufnehmen.
00:36:43Stein, fassen Sie bitte nichts an.
00:36:44Danach schauen Sie mal, ob irgendwas fehlt.
00:36:46Ja?
00:36:47Sind Sie in Ordnung?
00:36:49Mhm.
00:37:07Hallo?
00:37:09Hallo?
00:37:11Hallo?
00:37:14Hallo?
00:37:15Hey, Ella.
00:37:17Wie geht's?
00:37:18Es tut weh.
00:37:19Es ist zum Glück nichts gebrochen.
00:37:21Nur gestaucht.
00:37:23Guck mal, könntest du vielleicht den Einbrecher beschreiben?
00:37:29Ich glaub, es ist ein bisschen viel jetzt.
00:37:30Außerdem sollst du das Bein hochlegen.
00:37:31Das ist doch alles deine Schuld.
00:37:35Wie meinst du das?
00:37:36Die machen uns fertig in der Schule.
00:37:37Jeden Tag.
00:37:38Wegen Papa.
00:37:40Wen genau meinst du mit die?
00:37:42Na, alle.
00:37:43Warum kriegen wir das ab?
00:37:44Tut mir leid.
00:37:45Ella, ich dachte, das Mobbing hätte aufgehört.
00:37:47Also deine Mitschüler mobben dich.
00:37:49Wegen Luisa Bergmann.
00:37:51Machen sie das mit Jakob auch?
00:37:52Was denken Sie denn?
00:37:53Sein Vater ist der Anwalt.
00:37:55War denn vielleicht einer von denen bei Godes im Haus?
00:37:57Also wegen Jakob?
00:37:59Das weiß ich nicht.
00:38:02Würdest du es denn einem zutrauen?
00:38:06Ja, das wäre wirklich wichtig, wenn du uns das sagst.
00:38:10Dann wird es doch nur noch schlimmer.
00:38:11Na ja, so ein Polizeiausweis kann schon Respekt einflüssen.
00:38:14Manchmal hilft das.
00:38:18Michael Schneider.
00:38:20Okay.
00:38:21Okay. Und hast du da vielleicht eine Nummer oder eine Adresse für mich?
00:38:38Ein großer Luis.
00:38:39Ein Michael Schneider.
00:38:40Das ist der an dem künnweißen Scherf.
00:38:42Wer?
00:38:43Ja.
00:38:44Ein neues.
00:38:49Michael Schneider!
00:38:58Du bist da, Louis.
00:39:01Und?
00:39:02Mobbing kann strafbar sein.
00:39:04Wusstest du das?
00:39:05Kein Plan.
00:39:08Luisa Bergmann.
00:39:09Kanntest du die näher?
00:39:18Anna, ich will doch auch nicht, dass dieser Fall unsere Beziehung belastet.
00:39:21Aber wir müssen miteinander reden, bitte.
00:39:25Bei Goethe gab es einen Einbruch.
00:39:28Ja, ich weiß.
00:39:31Und Ika hat mich angerufen.
00:39:36Mehr kannst du nicht sagen?
00:39:38Ein Einbruch?
00:39:40Ein ziviltes Zimmer?
00:39:41Ein verletztes Mädchen?
00:39:44Was willst du denn?
00:39:46Was willst du denn?
00:39:47Ich will wissen, was da noch auf mich zukommt.
00:39:49Habe ich bald noch jemanden auf der Intensivstation?
00:39:52Das kann doch nicht der Wille von Benjamin Goethe sein, dass seine Frau und seinen Sohn in Angst und Schrecken
00:39:55leben.
00:39:55Aber auch er hatte keine Antworten auf deine Fragen.
00:40:13Anna, was ist mit dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit?
00:40:17Ja, ich weiß, du würdest dich strafbar machen, aber auf der anderen Seite deckst du damit einen brutalen und radikalen
00:40:22Täter.
00:40:25So, Cher, hier laufen keine Kameras, kein Aufnahmegerät.
00:40:29Ich schreibe kein Protokoll.
00:40:31Ich will doch einfach nur wissen, ob ich meine Zeit verschwende und in die falsche Richtung ermittle.
00:40:35En fait, c'est comme ça t'arrange.
00:40:37Es ist so, wie du es brauchst.
00:40:38Wenn keine Kameras laufen, wenn niemand zusieht, muss man sich nicht an die Gesetze halten.
00:40:41Nein!
00:40:42Merci, un peu quand même.
00:40:45Tu crois que ça te rône?
00:40:46Glaubst du, ich finde das lustig?
00:40:48Mir geht das nicht gut dabei, ok?
00:40:49Mir geht das beschissen.
00:40:52Und ich bin allein in der Situation.
00:40:53Wo ist sie, meine Freundin?
00:40:56Verschlägt sich hinter ihrer Polizeiuniform, voilà.
00:40:57Na, tu dich doch hinter deiner Anmaltrube genauso.
00:41:02Serio, ça?
00:41:02Ja, c'est quoi ça?
00:41:06Scheiße!
00:41:16Luisa und ich, wir werden zusammen.
00:41:21Ok.
00:41:25Dann kann ich natürlich verstehen, dass du wahrscheinlich immer noch unfassbar traurig
00:41:31bist und wütend natürlich.
00:41:34Aber dass Luisa gestorben ist, dafür kann weder Jakob noch Ella etwas.
00:41:37Ellas Vater aber!
00:41:39Und Jakobs Vater verteidigt diesen Arsch auch noch!
00:41:43Wo warst du heute Nachmittag?
00:41:46Über das Training.
00:41:47Ok.
00:41:48Dann schreib mir mal bitte den Namen von dem Trainer auf und die Adresse.
00:41:51Und bescheiß mich nicht, ja?
00:41:52Kriege ich sowieso raus.
00:42:01Was ist denn los?
00:42:03Hast du dich am Fahrrad von Jakobs Vater zu schaffen gemacht?
00:42:06Nein!
00:42:07Boah, ehrenlos ist, wenn sowas die Bullen ruft.
00:42:09Hat er nicht gemacht.
00:42:10Der liegt nämlich im Koma, weißt du?
00:42:13Der stirbt vielleicht.
00:42:16Ich frage dich das jetzt noch genau einmal, ja?
00:42:20Warst du an seinem Fahrrad?
00:42:21Nein.
00:42:22Und warst du heute in Jakobs Haus und hast Ella die Treppe runtergeschossen?
00:42:25What?
00:42:26Nein!
00:42:26Ich habe damit nichts zu tun.
00:42:29Ich habe Jakob geschubst.
00:42:30Ein paar Mal.
00:42:31Ich habe Ella und ihn angemacht, ja.
00:42:33Aber ich habe Jakobs Vater noch nie gesehen und ich habe keinen Plan, wo der sein Haus hat.
00:42:41Ok.
00:42:45Und was machen wir jetzt wegen dem Mobbing?
00:42:48Ich entschuldige mich.
00:42:49Was?
00:42:50Das habe ich jetzt ganz schlecht verstanden, Salomon.
00:42:55Ich entschuldige mich.
00:42:57Cool.
00:43:00Sonst muss ich nämlich wiederkommen.
00:43:03Tschüss.
00:43:28Ich weiß nicht.
00:43:41Ja, ich fühle mich nicht mehr.
00:43:51Vielleicht ist es besser, wir sehen uns nicht mehr.
00:43:55Bis das alles vorbei ist.
00:44:03Ja.
00:44:11Ja.
00:44:52War der Heimbrecher nur hier, im Arbeitszimmer?
00:44:56Ist hier was gestohlen worden?
00:44:58Ich weiß nicht genau, was er hier hatte, aber ich glaube nicht.
00:45:03Hat er hier vielleicht einen Ersatzschlüssel für die Kanzlei?
00:45:20Ich bin bei Monika. Wir wissen, dass was gestohlen wurde.
00:45:29Ach, du grüne Neune.
00:45:33Also war der Einbruch bei Grote, um an den Schlüssel zu kommen.
00:45:38Was könnte denn der Einbrecher in den Akten gesucht haben?
00:45:45Frau Tannert, fehlt denn hier irgendwas?
00:45:48Das weiß ich noch nicht.
00:45:54War das Bergmann?
00:45:56Vielleicht um zu wissen, was die Verteidigung von Sibilius so ein petto hat.
00:46:00Aber der hätte doch in den Monaten vorher schon hier einbrechen können, wenn er das gewollt hätte.
00:46:04Ja, das stimmt auch wieder.
00:46:08Frau Tannert, was ist?
00:46:11Es ist nur...
00:46:14Gestern war Jakob hier.
00:46:20Hallo, Jakob.
00:46:29Ich bin jetzt zur Schule.
00:46:30Warte mal.
00:46:31Du warst gestern in der Kanzlei deines Vaters.
00:46:33Was?
00:46:33Frau Tannert hat gesagt, du warst an seinem Schreibtisch.
00:46:37Jakob, auf deinen Vater wurde ein Anschlag verübt.
00:46:39Kurz darauf durchsuchst du sein Büro.
00:46:41Heute Nacht wurde in die Kanzlei eingebrochen.
00:46:42Was ist hier los?
00:46:44Warst du das?
00:46:45Nein.
00:46:46Das war ich nicht.
00:46:48Hast du gestern aus dem Schreibtisch deines Vaters irgendwas mitgenommen?
00:46:52Ich habe da nichts gefunden.
00:46:53Und was wolltest du finden?
00:46:58Einen Beweis.
00:47:00Einen Beweis?
00:47:02Wofür?
00:47:04Dass sie sich trennen wollen.
00:47:06Oh, wow.
00:47:07Wie kommst du denn darauf?
00:47:09Gab es Streit zwischen deinen Eltern?
00:47:11Ja.
00:47:13Wann?
00:47:14Montag.
00:47:15Das war echt heftig.
00:47:17Ich habe es bis oben gehört.
00:47:20Worum ging es denn?
00:47:21Keine Ahnung.
00:47:25Danach waren die echt weird.
00:47:26Und du glaubst, deine Mutter könnte was damit zu tun haben?
00:47:28Was?
00:47:30Nein, natürlich nicht.
00:47:32Okay.
00:47:37Na dann.
00:47:39Hau vorsichtig.
00:47:40Tschüss.
00:47:48Gibt es was Neues?
00:47:51Sie und Ihr Mann hatten am vergangenen Montag einen größeren Streit?
00:47:57Ähm, wir haben diskutiert.
00:48:04Jakob wird in der Schule gemobbt.
00:48:05Und Benjamin und ich haben unterschiedliche Ansätze, wie wir damit umgehen sollen.
00:48:10Und Ihr Ansatz war, dass Ihr Mann das Mandat von Sibelius niederlegen soll, ja?
00:48:14Weil Jakob deswegen in der Schule gemobbt wird?
00:48:16Nein.
00:48:17Nein, das hätte ich nie von ihm verlangt.
00:48:19Ihr Sohn hat den Streit mitbekommen.
00:48:21Für ihn war das wohl sehr heftig.
00:48:22Er hat Angst, dass Sie beide sich trennen wollen.
00:48:25Was sagen Sie denn dazu?
00:48:28Wir wollen uns nicht trennen.
00:48:31Warum haben Sie denn ausgerechnet am Montag gestritten?
00:48:33Das Mobbing läuft ja schon eine ganze Weile.
00:48:36Frau Guter, was war in den Tagen davor?
00:48:37Freitag, Samstag, Sonntag, Montag.
00:48:39Was haben Sie und Ihr Mann da genau gemacht?
00:48:40Gearbeitet.
00:48:41Benjamin in der Kanzlei, ich im Office.
00:48:43Am Wochenende auch.
00:48:44Ja, Samstag, Sonntag, was war da?
00:48:46Ähm, wir waren in Frankreich.
00:48:48In Frankreich, ach so, okay.
00:48:50Und wohnt, warum?
00:48:51Sagen Sie, verdächtigen Sie mich gerade?
00:48:56Sie waren also in Frankreich?
00:48:58Ja, es war nichts Besonderes.
00:49:00Wir waren, wann dann, sind schön essen gegangen?
00:49:03Ohne Ihren Sohn.
00:49:04Ja, das ist nichts für Jakob.
00:49:06Er ist hier geblieben.
00:49:07Die Nachbarn waren ja da.
00:49:07Also, Robert und Sarah.
00:49:10Okay, Frau Gute, was ist am vergangenen Wochenende in Frankreich vorgefallen?
00:49:14Nichts.
00:49:20Gut, dann brauchen wir bitte den Namen und die Adresse des Hotels.
00:49:29Nach der Rückkehr aus Frankreich ist alles ziemlich Schlag auf Schlag gegangen.
00:49:32Der Streit, die Drohung, der Anschlag und der Einbruch.
00:49:37Das Frau Gute die ganze Zeit so rumdruckst und uns vormachen will, es gäbe keine Probleme.
00:49:42Dann wird sie auch noch nervös, dass der Sohn den Streit mitbekommen hat.
00:49:45Wir fragen nach Frankreich.
00:49:47Klingt doch alles danach, dass sie sich belasten würde, wenn sie mit uns spricht.
00:49:51Ja, absolut.
00:49:51Klingt doch alles.
00:50:04Klingt doch alles.
00:50:07Klingt doch alles.
00:50:07Hallo, Frau Gute.
00:50:08Hallo.
00:50:08Wir haben eine Frage.
00:50:10Ja, was geht's?
00:50:11Ich bin Judith Mund.
00:50:12Das ist mein Kollege Freddy Bryan.
00:50:14Habt ihr noch mal?
00:50:15Ja.
00:50:16Das war einfach die Sache.
00:50:19Diese Dame, war sie vergangenes Wochenende Gast bei Ihnen?
00:50:22Ja.
00:50:23Und ist Ihnen da in dem Zusammenhang vielleicht irgendwas Ungewöhnliches aufgefallen?
00:50:28Nee.
00:50:29Vielleicht ein kleiner Konflikt mit ihrem Mann.
00:50:36Sie war doch mit ihrem Mann hier, oder?
00:50:39Naja, also eigentlich war sie mit ihrer Freundin hier.
00:50:42Also mit einer Freundin, oder?
00:50:45Oder meinen Sie mit ihrer Freundin?
00:50:48Und sie ist sehr gut.
00:50:49Verstehe.
00:50:51Okay.
00:50:52Haben Sie dann bitte mal den Namen von der Freundin für uns.
00:50:55Oh.
00:50:56Wir müssen Ihre Gäste kein Anmeldeformular ausfüllen?
00:50:59Ja, doch, klar.
00:51:00Aber nur eine pro Ferienhausen, das war Frau Gute.
00:51:03Vielleicht hat die Freundin von Frau Gute ja irgendwo was bezahlt oder gekauft ihr.
00:51:06Ja, klar.
00:51:08Ich schaue mal nach.
00:51:09Vielleicht hat sie ja eine Rechnung für den Room Service unterschrieben.
00:51:12Ja.
00:51:12Also gezahlt hat am Ende alles zusammen Frau Gute.
00:51:15Ach ja doch, Tatsache.
00:51:17Hier.
00:51:19Voila.
00:51:21Céline.
00:51:22Könnte auch ein Nachnamen sein, oder?
00:51:26Können Sie die Dame, die mit Frau Gute hier war, beschreiben?
00:51:29Ich habe sie nur von Weitem gesehen.
00:51:31Sie war groß, schlank, lange, offene, blonde Haare.
00:51:35Sehr schick.
00:51:36Und haben Sie zufällig mitbekommen, was die beiden Damen vorhatten oder worüber Sie sich unterhalten haben?
00:51:41Ja, Sie wollten auf jeden Fall gleich bei uns Mittagessen im Garten.
00:51:44Wer ist sie, Madame?
00:51:45Dorea.
00:51:46Wir schauen uns bei Ihnen noch mal ein bisschen um.
00:51:47Na klar.
00:51:56Da hatte Frau Gute also eine Affäre mit einer Frau.
00:51:59Das wäre auf jeden Fall schon mal ein Trennungsgrund.
00:52:03Guck mal an.
00:52:08Merci.
00:52:14Merci, Monsieur.
00:52:16J'ai rien.
00:52:18Okay, das heißt, die sind morgens von St. Louis aus losgefahren.
00:52:21Das dauert locker anderthalb Stunden.
00:52:22Das heißt, wir können bis hier in Vorsprung, oder?
00:52:25Mhm.
00:52:26Da vielleicht von mir.
00:52:31Das ist ja eine lausige Qualität.
00:52:32Geht das irgendwie schärfer?
00:52:34Nee, ich glaube nicht.
00:52:37Aber guck mal da.
00:52:39Das ist sie doch, oder?
00:52:44Ja.
00:52:57Vielleicht wurden die beiden ja gesehen und die Affäre ist aufgeflogen.
00:53:00Ja, aber wer hat die beiden gesehen?
00:53:01Benjamin Gute selber?
00:53:03Oder jemand ganz anders?
00:53:04Und der hat diese Beobachtung praktisch als Grundlage für eine Erpressung gegenüber Benjamin Gute benutzt.
00:53:09Unter dem Motto, ich oute deine Frau, wenn du nicht auf meine Forderung einhierst.
00:53:12Aber sag mal, der Streit von Gute, da hat sie doch gesagt, es ging um das Mobbing von Jakob.
00:53:19Wie kommt denn der Junge dann auf die Idee, dass seine Eltern sich trennen wollten?
00:53:24Ging es also vielleicht doch um eine andere Frau?
00:53:27Ja.
00:53:28Und vielleicht hat diese unbekannte Frau, diese Celine, auch den Anschlag auf Benjamin Gute verübt,
00:53:33weil sie eben Monika Gute für sich allein haben wollte.
00:53:36Naja, ist jedenfalls möglich, oder?
00:53:42Du, oder es war Monika Gute selbst und sie will sich schützen.
00:53:47Frau Gute, wer ist das?
00:53:49Wer ist diese Frau?
00:53:54Celine.
00:53:58Wir hatten den Eindruck, dass Sie und die Frau in Frankreich beobachtet werden.
00:54:02Hier, genau in diesem Augenblick.
00:54:04Stimmt das?
00:54:08Von wem wurden Sie beobachtet?
00:54:12Frau Gute, an dem Wochenende, vor dem Anschlag auf Ihren Mann.
00:54:14Was ist da in Frankreich passiert?
00:54:17Hängt die Drohung mit Ihrer Affäre zusammen?
00:54:24Okay, ich erzähle Ihnen alles.
00:54:27Aber ich will, dass erlernd dabei ist.
00:54:30Der ist doch gar kein Anwalt mehr.
00:54:31Aber ein Freund.
00:54:33Okay.
00:54:33Weiß er von dieser Frau?
00:54:41Gut.
00:54:49Geht's dir besser?
00:54:51Und dir?
00:54:58Irgendwas Neues?
00:55:00Nee.
00:55:05Ja, aber meine Mutter, die ist irgendwie komisch.
00:55:10Irgendwie anders.
00:55:25Es tut mir echt leid, Leute.
00:55:27Also, ich wusste nicht, das mit deinem Vater ist echt scheiße.
00:55:34Was soll das?
00:55:36Findest du es lustig?
00:55:39Findest du es lustig, habe ich gefragt.
00:55:41Nein, das ist mein Ernst.
00:55:44Ja klar.
00:55:45Du Wichser, willst du es doch nur fertig machen, oder?
00:55:49Warum eigentlich nicht?
00:55:50Komm her.
00:55:52Ja, komm.
00:55:55Ja, komm.
00:55:57Hör auf.
00:56:00Hör auf.
00:56:02Komm jetzt.
00:56:03Los.
00:56:04Los.
00:56:13Wir müssen das Gespräch aufzeichnen.
00:56:15Ja?
00:56:20Okay.
00:56:22Ehrlich gesagt, wusste ich nicht, wie ich anfangen soll.
00:56:25Deswegen dachte ich, vielleicht zeige ich Ihnen einfach das hier.
00:56:31Ihr Mann wollte also nicht, dass jemand davon erfährt?
00:56:35Nein.
00:56:39Jetzt habe ich das Versprechen gebrochen.
00:56:45Sie beide haben das also im Geheimen ausgelebt.
00:56:47Wollten Sie das jetzt ändern?
00:56:48Wollten Sie sich damit zeigen?
00:56:50Oh nein.
00:56:50Gegen der Streit neulich darum.
00:56:52Nein, nein.
00:56:53Vor zwei Jahren habe ich Benjamin zufällig dabei gesehen, wie er sich schminkt.
00:56:58Das war irgendwie erst mal hart, ihn so zu sehen.
00:57:02Aber wir konnten dann gut und offen darüber sprechen, nach einer Weile.
00:57:07Wir sind dann auch zusammen.
00:57:08Also, ich kann Ihnen noch ein Video zeigen.
00:57:11Hier.
00:57:13Das ist das erste Mal, dass wir zusammen raus sind.
00:57:18Bonjour.
00:57:19Bonjour.
00:57:20Bonjour.
00:57:40Ich weiß, dass es für dich nicht einfach ist.
00:57:45Du bist mein Mann.
00:57:46Auch wenn du gerne Frauenpferde trägst.
00:57:50Das ändert nichts in meinen Gefühlen für dich.
00:58:03Ich habe nur Angst, dass Jakob es nicht versteht.
00:58:12Irgendwann schon.
00:58:34Warum bist du eigentlich immer so auf Abstand zu mir?
00:58:38Und wie kannst du Mama sowas antun?
00:58:43Ich verstehe das nicht.
00:58:45Benjamin hatte wahnsinnige Angst, dass ich ihn verlassen könnte.
00:58:48Kannst du bitte aufwachen?
00:58:50Und auch Frau Jakobs Reaktion.
00:58:55Seine Mutter hat ihn mal als Kind dabei erwischt, wie er ihren BH angezogen hat.
00:59:00Dann hat sie ihn grün und blau geprügelt.
00:59:03Benjamin ist dann zu den Messdienern gegangen.
00:59:05Diese ballenden Gewänder hatten sie ihm angetan.
00:59:09Aber natürlich war er für die Kirche auch falsch.
00:59:13Hat also seit seiner Kindheit mit dieser Scham gelebt, nicht richtig zu sein.
00:59:18Und als Erwachsener hat er dann seinen Wunsch ignoriert.
00:59:23So gut es ihm geht.
00:59:24Wie war das denn für Sie?
00:59:26Wie sind Sie denn damit zurechtgekommen?
00:59:29Also, ich war schon sehr irritiert am Anfang, muss ich sagen.
00:59:32Einfach auch, weil wir so viele Jahre miteinander gelebt hatten und ich nichts davon wusste.
00:59:38Aber ich lieb Benjamin.
00:59:42Ich wollte keine Trennung.
00:59:47Nur in unserem Dorf einen Mann mit Frauenkleidern, das ist natürlich unmöglich.
00:59:53Und auch wegen Jakob, der ist in der Pubertät.
00:59:58Und deshalb dann auch die Idee, das in Frankreich auszuleben.
01:00:01Das war so schön.
01:00:01Ich habe ihn da so befreit, so glücklich erlebt.
01:00:06In diesen Momenten, ohne Scham, ohne Verstecken.
01:00:10Wo er einfach nur sein durfte.
01:00:14Ihr Sohn Jakob, der weiß also gar nichts davon.
01:00:17Wir wollten es ihm nicht sagen, aber erst wenn er ein bisschen älter ist, wenn er das besser einordnen kann.
01:00:23Ich glaube, Benjamins größte Angst ist, dass Jakob sich von ihm entfernt.
01:00:29Wir beiden haben jetzt sowieso nicht gerade die entspannteste Beziehung.
01:00:34Verstehe.
01:00:35Das heißt also, du warst der Einzige, der eingeweiht war.
01:00:41Benjamin kam vor sieben Jahren zu mir in die Kanzlei.
01:00:45Er hatte einen Autounfall verursacht.
01:00:48Und als die Polizei kam, saß er am Steuer.
01:00:53Als Frau gekleidet.
01:00:57Voilà.
01:00:59Okay.
01:01:00Wer hat Sie beide den vergangenen Samstag in der Ferienanlage in Frankreich gesehen?
01:01:05Das weiß ich nicht.
01:01:07Benjamin hatte das Gefühl, dass ihn jemand entdeckt hat, aber ich...
01:01:11Er wollte einfach nicht mit mir darüber reden.
01:01:13Und daraufhin kam dann die Drohung, ja?
01:01:15Es war wohl eher eine Erpressung.
01:01:17Frau Grote, wer könnte Ihren Mann erpresst haben?
01:01:20Und vor allem, was sollte er tun, damit sein Geheimnis keinbleiben kann?
01:01:23Ich weiß es, wie gesagt, nicht.
01:01:26Er wollte partout nicht mit mir darüber sprechen.
01:01:29Haben Sie deshalb bestritten, war das der Grund?
01:01:32Ja.
01:01:34Alain, hat er vielleicht dir gegenüber den Namen des Erpressers erwähnt?
01:01:37Nein.
01:01:38Er hat nur angedeutet, dass es jemand ist, mit dem er in einem Strafprozess zu tun hatte.
01:01:44Und hat er vielleicht gesagt, wozu er gezwungen werden sollte?
01:01:46Also ganz konkret, was sollte er tun oder lassen?
01:01:49Ja.
01:01:54Er hat es dir auch nicht gesagt.
01:01:55Weil er nicht durfte.
01:01:57Weil er sonst seine Verschwiegenheit vielleicht verletzt hätte.
01:02:00War er.
01:02:01Das heißt, es war einer seiner eigenen Mandanten.
01:02:03Frau Grote, wer genau wusste, dass Sie in Frankreich sind?
01:02:07Das wusste niemand.
01:02:08Also gut, die Nachbarn, weil Jakob bei denen.
01:02:14Robert.
01:02:15Das kann nicht sein.
01:02:17Die Sibeliusen sind unsere Freunde.
01:02:19Das kann nicht sein.
01:02:20Frau Grote, das ist jetzt erst mal nur eine Vermutung.
01:02:22Ich würde Sie bitten, weder mit Robert Sibelius noch mit seiner Frau darüber zu schweigen.
01:02:25Wie soll ich einfach, dass Sie schweigen oder was?
01:02:27Ja, vorerst.
01:02:29Auf jeden Fall.
01:02:36Okay.
01:02:37Angenommen, Sibelius war wirklich in Frankreich und hat Guter erpresst.
01:02:40Warum?
01:02:42Also was wollte er erreichen?
01:02:45Der geht doch fest von einem Freispruch aus, oder?
01:02:47Mhm.
01:02:50Aber was, wenn das...
01:02:51Du meinst, wenn das gar nicht so sicher war, wie er behauptet?
01:02:52Ja.
01:02:54Meine Erpressung macht doch nur dann Sinn, wenn Grote einen Beweis dafür hat, dass Sibelius schuldig ist.
01:02:59Ja.
01:02:59Und erinnerst du dich, was die Sekretärin gesagt hat?
01:03:01Sie sagte, dass Grote bereits freitag extrem belastet gewirkt hat.
01:03:05Vielleicht hat er da den Beweis dafür gefunden, dass Sibelius schuldig ist und hat seinen Freund damit konfrontiert.
01:03:15Tschüss, Papa.
01:03:16Ich komme morgen wieder, okay?
01:03:36Robert, komm schnell!
01:03:44Scheiße.
01:03:45Wo ist die Polizei?
01:03:47Bergmann!
01:03:49Sind Sie wahnsinnig?
01:03:50Ha?
01:03:50Sie kriegen wieder eine Anzeige!
01:03:52Elender Kindermörder.
01:03:53Mörder!
01:03:55Mörder!
01:03:56Nimmst du es auf?
01:03:59Sie werden für Luisas Tod büßen.
01:04:01Und bis dahin mache ich Ihnen das Leben zur Hölle.
01:04:03Und wenn es Jahre dauert.
01:04:08Immerhin guck dir das an.
01:04:11Hast du es?
01:04:12Ja.
01:04:13Okay, aber Fakt ist, Sibelius braucht diesen Freispruch, weil er sonst seine Approbation verliert.
01:04:18Und der Ruf der Praxis seiner Frau geht auch den Bach runter.
01:04:20Ich glaube, das Problem könnte sein, dass wir nur die Akten der Staatsanwaltschaft haben.
01:04:23Vielleicht hat Grote in seinen eigenen Akten irgendwas gefunden, irgendwas Belastendes gegen Sibelius.
01:04:28Und deshalb der Einbruch in der Kanzlei.
01:04:30Um genau diesen Beweis zu vernichten.
01:04:33Ja, genau.
01:04:34Lass uns trotzdem einfach nochmal unsere Akten kuchen.
01:04:36Vielleicht steht da irgendein Hinweis darauf drin, was Grote gefunden haben könnte.
01:04:39Alain, schön, dass du anrufst.
01:04:48Auch eine halbe Stunde.
01:04:54Oh Gott, nein.
01:04:55Alain, das tut mir leid.
01:04:58Ich...
01:05:01Gut, ich muss mich schon um Monika kümmern, okay?
01:05:05Ja, okay.
01:05:05Bis später.
01:05:10Was?
01:05:14Wir ermitteln jetzt in einem Mordfall.
01:05:21Ich...
01:05:39Wvate 여러분.
01:05:40Oh, oh, oh.
01:06:10Die Staatsanwaltschaft hat doch geprüft, ob das Bakterium auch anders in die Einstichstelle hätte geraten können, oder?
01:06:16Und alle Spritzen aus der Praxis waren aus einer Charge. Keine Waffe unreinigt.
01:06:21Welchen Beweis hätte es denn sonst noch dafür geben können, dass die Blutvergiftung in der Praxis ihre Ursache hatte?
01:06:26Was ist denn zum Beispiel mit dem Narkosemittel? Steht dazu was?
01:06:29Nee, jedenfalls nichts von einer Überprüfung.
01:06:32An dem Tag gab es zwei Eingriffe, die eine Narkose brauchten. Einmal um 16.05 Uhr.
01:06:37Da hat Sibelius Luisa Bergmann die Spritze gesetzt mit der Chargennummer B3347 und so weiter und so fort.
01:06:42Und um 8 Uhr morgens bei einem anderen Patienten logischerweise mit anderer Chargennummer.
01:06:47Ich sehe hier absolut nichts, womit man jemanden hätte erpressen können.
01:06:51Nee. Vielleicht war das Narkosemittel abgelaufen, oder es war schlicht das Falsche.
01:06:56Was sagt denn der Lieferschein?
01:07:01Da ist gar keiner in der Akte.
01:07:04Und wer ist der Hersteller?
01:07:18Ah, schon wieder.
01:07:19Wie schon wieder? Hat da schon mal jemand nachgefragt?
01:07:21Mhm. Letzten Freitag.
01:07:24Ein Anwalt?
01:07:25Mhm. Gott, Gott oder so ähnlich.
01:07:28Goethe vielleicht?
01:07:29Ja, Goethe.
01:07:30Okay, und was wollte dieser Herr Goethe genau?
01:07:32Der wollte eine Kopie vom Lieferschein für diese Charge, die an den Arzt ging.
01:07:35Das brauchen wir bitte auch. Also die Kopie von dem Lieferschein.
01:07:38Gerne. Kleinen Moment.
01:07:39Du musst zu dem Schein nämlich erst raussuchen.
01:07:44Ich habe ihm den Schein dann gemailt.
01:07:48So. Ja.
01:07:51Danke.
01:07:53Guck mal, Sibelius hat an demselben Tag geordert, an dem er auch Luisa behandelt hat.
01:07:57Ja, um 8.04 Uhr und zwar geordert per Express.
01:08:01Lieferung um 16.32 Uhr. Könnten Sie das an mich weiterleiten?
01:08:07Gerne.
01:08:08Aber Narkoseeinleitung war ja schon um 16.05 Uhr.
01:08:11Da war das doch noch irgendwo auf dem Transportweg.
01:08:14Entschuldigen Sie bitte, noch eine Frage.
01:08:16Diese Einmalampullen, kann man die auch für mehrere Patienten verwenden?
01:08:20Also das heißt ja eigentlich nicht umsonst Einmalampullen.
01:08:24Eine Mehrfachentnahme, das wäre eigentlich ein hygienischer Super-GAU.
01:08:26Dieses Mittel ist ja ein ganz sensibler Nährboden für Keine.
01:08:31Ich meine nur theoretisch. Also von der Menge könnte man das für zwei Patienten verwenden.
01:08:35Ja, es gab auch manchmal Fälle, dass die Ärzte sowas gemacht haben, aber das geht eigentlich gar nicht.
01:08:40Also der Rest ist zu entsorgen. Fachgerecht für medizinischen Sondermüll.
01:08:46Das heißt also, Sibelius merkt in der Früh, dass das Narkosemittel nicht für zwei Patienten reicht.
01:08:50Bestellt neu, aber die Expresslieferung kommt zu spät.
01:08:53Also nehmt ihr den Rest aus der ersten Ampfulle.
01:08:55Die seit über acht Stunden geöffnet ist.
01:08:56Und wahrscheinlich sogar schon im Mülleimer lag, weil so lange dauert ja ne Expresslieferung normalerweise nicht.
01:09:02Okay, das heißt damit ist klar, dass Sibelius mit einem verunreinigten Narkosemittel die Blutvergiftung von Luisa verursacht hat.
01:09:07Und Goethe hat den Beweis hier dafür gefunden.
01:09:10Wird wahrscheinlich geschockt gewesen sein, was sein Freund da verursacht hat,
01:09:13auch weil sein eigener Sohn wegen Luisas Tod seit einem Jahr an der Schule gemobbt wird.
01:09:16Aber wenn Goethe ihm das gesagt hat, also dass er von der Ampulle weiß, damit also auch von seiner Schuld,
01:09:23dann konnte er mit niemandem darüber reden, wegen seiner Verschwiegenheitspflicht.
01:09:27Ja, das wäre der Mandantenverrat gewesen.
01:09:30Ja, Sibelius will doch, dass der Prozess so schnell wie möglich stattfindet.
01:09:34Vielleicht wollte Goethe da aussteigen, das Mandat niederlegen.
01:09:38Und was wäre das denn egal?
01:09:39Das weiß ich gar nicht.
01:10:02Was kann ich für dich tun?
01:10:05Das ist immer alles zu viel.
01:10:08Du willst gar nicht, wo mir der Kopf steht.
01:10:12Soll ich ja nun einen Anzug für die Beerdigung raussuchen, das kann ich nicht.
01:10:34Und diese?
01:10:38Entschuldigung.
01:10:56Du musst mit Jakob sprechen.
01:11:00Ja, ist soweit.
01:11:02Dann wird er verstehen.
01:11:05Pardon.
01:11:09Hallo, Freddy.
01:11:12Nein, nein, ich kann jetzt nicht weg.
01:11:13Ich bin bei Monika.
01:11:15Okay, d'accord.
01:11:17Ich komme runter, ja.
01:11:20Es sind die Kommissare, die sind gleich hier.
01:11:23Die wollen zu Sibelius und mich was fragen.
01:11:26Ich gehe kurz runter, da.
01:11:37Anna, nur ganz kurz eine Frage.
01:11:40Kann ein Anwalt sein Mandat kurz vor Prozessbeginn noch niederlegen?
01:11:45Nein, das wäre zur sogenannten Unzeit.
01:11:48Der Mandant hätte einen erheblichen Nachteil und der Rechtsanwalt könnte von der Rechtsanwaltskammer
01:11:53Ärger bekommen.
01:11:56Und macht sich vielleicht sogar schadensersatzpflichtig.
01:11:59Okay, aber angenommen, dieser Anwalt kann seinen Mandanten wirklich unter gar keinen Umständen
01:12:02mehr vertreten.
01:12:03Weil er persönliche Gründe hat.
01:12:05Große moralische Bedenken.
01:12:07Was würdest du in diesem Fall dem Anwalt dann raten?
01:12:10Er könnte sich krankschreiben lassen.
01:12:12Der Prozess würde dann vertagt und bis zum neuen Termin könnte er das Mandat niederlegen.
01:12:18Danke.
01:12:23Ich muss.
01:12:24Danke.
01:12:47Herr Sibyllus, Ihr Freund Benjamin Goethe hat den Beweis dafür gefunden, dass Sie schuld
01:12:52sind am Tod von Luisa Bergmann.
01:12:54Er hat Sie damit konfrontiert und wollte das Mandat niederlegen.
01:12:56War es so?
01:12:57Ich dachte, Sie sind wegen Bergmann hier.
01:12:59Leider nein.
01:13:00Sie sind dem Goethe nach Frankreich gefolgt, um ihn umzustimmen, richtig?
01:13:03Und dann haben Sie zufällig sein Geheimnis entdeckt und haben ihn dann damit erpresst.
01:13:07Was für ein Geheimnis.
01:13:10Dann sind Sie also bei Godes eingebrochen und auch in die Kanzlei, um diesen Beweis zu
01:13:14finden und zu vernichten.
01:13:18Du hast Ella die Treppe runtergestoßen?
01:13:21Und sie einfach da liegen lassen?
01:13:23Das wollte ich nicht.
01:13:26Du hast Luisa.
01:13:29Du bist schuld?
01:13:32Ja, Koko.
01:13:34Dein Vater hat sehr oft von dir gesprochen.
01:13:41Er war sehr stolz auf dich.
01:13:45Weißt du?
01:13:48Er hat dich sehr geliebt.
01:13:50Das musst du wissen.
01:13:53Okay.
01:13:54Okay.
01:13:56Okay.
01:13:57Okay.
01:13:58Okay.
01:14:13Papa hat so ein Geheimnis.
01:14:15Er hat sich gern auch mal anders angezogen.
01:14:19Cross-Dressing nennt man das.
01:14:23Er hat es geliebt, auch mal Frauenkleider zu tragen.
01:14:25Verstehst du?
01:14:30Auch das war dein Vater.
01:14:38Die Seite von sich muss da wahnsinnig lange verstecken.
01:14:41Und war wahnsinnig froh drin.
01:14:47Das hat aber nichts in unserer Beziehung geändert.
01:14:48Wir haben weiter als Mann und Frau zusammen gelebt.
01:14:52Willst du vielleicht mal ein Foto sehen?
01:14:56Jetzt habt ihr mir davon nichts erzählt.
01:14:59Wir wollten es dir sagen, wenn du ein bisschen älter bist.
01:15:01Aber ich schau.
01:15:02Ja, komm, bitte bleiben.
01:15:03Ja, komm, bitte.
01:15:10Das Narkotikum stand im Kühlschrank.
01:15:13Es war nur ein paar Stunden.
01:15:14Acht Stunden.
01:15:16Haben Sie das öfter gemacht, eine Einmalampule für mehrere Patienten zu verbringen?
01:15:19Nein.
01:15:20Ich meine, zweimal vielleicht oder drei.
01:15:22Es ist immer gut gegangen und ich habe es nur in absoluten Notfällen gemacht.
01:15:27An diesem Tag ist der Arzthelferin die Stiege mit dem Narkotikum runtergefallen.
01:15:32Bis 10 Uhr sollte die...
01:15:34Bist du wahnsinnig?
01:15:37Die Bergmanns wollten am nächsten Tag nach Ägypten und ich weiß, wie das klingt.
01:15:41Aber ich wollte nicht, dass Luisa dort eine Wurzelbehandlung machen lassen muss.
01:15:46Das soll deine Rechtfertigung sein?
01:15:48Du bist schuld an ihrem Tod und du lügst mich die ganze Zeit an?
01:15:52Ja, aber nur um dich und Ella zu schützen.
01:15:54Doch, wohl eher um sie selbst zu schützen, oder nicht?
01:15:57Herr Goethe ist also nicht weiter auf ihre Erpressung eingegangen.
01:16:00Haben Sie deshalb das Fahrrad beschädigt?
01:16:01Also, mit Benjamins Unfall habe ich nichts zu tun.
01:16:04Ich habe ihn gedroht, ja, also damit er mich weiter vertritt.
01:16:07Aber sonst nichts, das müssen Sie mir glauben.
01:16:09Womit hast du Benjamin erpresst?
01:16:25Das Gespräch zwischen Ihnen und Herrn Goethe, hat das hier stattgefunden?
01:16:30Ja, hier.
01:16:32Sarah war beim Yoga.
01:16:34Okay, und wer könnte noch von dem Gespräch gewusst haben?
01:16:36Niemand.
01:16:37Und ich bin mir sicher, dass Benjamin auch niemand was erzählt hat.
01:16:43Ihre Tochter Ella, wo waren denn die zu dem Zeitpunkt, als Sie hier mit Goethe gesprochen haben?
01:16:49Oben, in ihrem Zimmer.
01:16:52Ist es möglich, dass Ella das Gespräch mitbekommen hat und also weiß, dass Sie schuld sind?
01:16:57Das weiß ich nicht.
01:16:58Und als Sie Ella die Treppe runtergestoßen haben, könnte Sie sie da erkannt haben?
01:17:06Okay.
01:17:08Wo ist Ella jetzt?
01:17:10Eigentlich müsste sie schon hier sein.
01:17:14Sie wollen doch nicht sagen, dass Ella schuld an dem Unfall hat.
01:17:17Wo ist sie?
01:17:21Vielleicht ist sie noch mit Jakob zum Skaterpark?
01:17:26Okay, danke.
01:17:48Was ist los?
01:17:52Mein Vater war es.
01:17:56Was denn?
01:17:58Das mit Luisa.
01:17:59Was?
01:18:01Seit wann weißt du das?
01:18:22Es tut mir so leid.
01:18:27Ich wusste nichts.
01:18:43Ich fühle mich so.
01:18:53Dein Vater baut so eine Scheiße, mein Leben ist deshalb seit einem Jahr in die Hölle.
01:18:56Ich kann doch nichts dafür, Jakob.
01:18:58Klar.
01:19:05Hast du dich deshalb so an dich rangemacht, weil du es die ganze Zeit schon reißt?
01:19:08Nein, ich habe es doch auch erst jetzt gecheckt.
01:19:13Ihr seid schuld!
01:19:17Meine Eltern hätten sich da nie gestritten und ich hätte nie gedacht, dass er eine andere Frau hat, Mann.
01:19:20Wie, dein Vater hatte doch keine Affäre?
01:19:23Ich dachte, dass sie sich deswegen trennen.
01:19:34Hallo, Jakob.
01:19:43Was?
01:19:55Du dachtest, bei dem Streit deiner Eltern ging es um eine andere Frau, oder?
01:20:02Mann, am nächsten Tag habe ich irgendwelche Frauenklamotten gefunden, die nicht von meiner Mutter waren.
01:20:08Was soll ich denn erdenken?
01:20:12Ich war so sauer, dass er meine Mutter verarscht.
01:20:18Deshalb hast du dich dann an dem Fahrrad deines Vaters zu schaffen gemacht, ja?
01:20:23Ja, ich bin meinem Westboschleger gegengeschlagen.
01:20:29Ich war so wütend.
01:20:38Ich wollte nur, dass er mit diesem Scheißrad nicht mehr zu seiner Neuen fahren kann.
01:20:45Da habe ich nicht gewollt, dass ihm was passiert.
01:21:24Ich habe es nicht gewollt, Mama.
01:21:25Was hast du nicht gewollt?
01:21:29Ich war alles mit dem Fahrrad.
01:21:32Was?
01:21:33Ich habe es kaputt gemacht, Mama.
01:21:34Das war nicht mit Absicht.
01:21:36Ich dachte, dass Mama in der Affäre anwohlen war, dann war ich sauer.
01:21:38Dann habe ich das gerade kaputt gemacht.
01:21:39Ich wusste nicht, dass es kaputt war.
01:21:41Ich wusste nicht, dass er wird.
01:21:42Mama.
01:21:46Mama.
01:21:46Mama.
01:21:47Mama.
01:21:59Mama.
01:22:00Ja, bitte.
01:22:35Herr Wertmann, ich wollte nur kurz vorbeikommen, um Ihnen zu sagen, dass die Staatsanwaltschaft im Fall ihrer Tochter noch einmal
01:22:42ermitteln wird.
01:22:46Okay.
01:22:47Robert Sibelius wird sich wegen fahrlässiger Tötung, wenn nicht sogar wegen Totschlags, verantworten müssen.
01:22:52Ich bin jetzt kein Richter, aber ich denke, dieses Mal sollten die Beweise für eine Verurteilung ausreichen.
01:23:01Danke.
01:23:33Jakob unterliegt ja immer noch dem Jugendstrafrecht.
01:23:36Bei fahrlässiger Tötung wird das höchstens eine Freiheitsstrafe aufbewehren.
01:23:41Hm.
01:23:45Hi.
01:23:47Sehr.
01:23:53Aber was ist mit ihm persönlich machen wert?
01:24:03Allah, ich war so in meiner Arbeit vertieft, ich habe überhaupt nicht mitbekommen, was das alles mit dir macht.
01:24:08Und wie es dir dabei geht.
01:24:14Das tut mir wirklich leid.
01:24:17Nein.
01:24:18Tschüss.
01:24:22Aber ich weiß auch, dass...
01:24:27...dass ich mein Herz an...
01:24:30...eine taffe Polizistin verloren habe.
01:24:35Hm?
01:24:38Annen, sehr hart da, Polizistin.
01:24:40...
01:24:43...
01:24:44...
01:24:45...
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01:24:48Untertitelung des ZDF, 2020
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