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Kategorie

🎥
Kurzfilme
Transkript
00:06Musik
00:21In den von der Hitler Wehrmacht besetzten Gebieten greifen sowjetische Partisanen Eisenbahnlinien und andere Nachschubverbindungen an.
00:30Und sorgen durch Agitation mit allen ihnen nur möglichen Mitteln dafür, dass die Wahrheit über die Schlacht bei Moskau bekannt
00:37wird.
00:38Unter ihnen ist Vinze Lang, der aus einem ungarischen Strafbataillon befreit wurde und nun wieder auf der richtigen Seite kämpft.
00:45Wenn auch wie bei diesem Einsatz hier manchmal noch in der alten Uniform.
00:51Melogorsams und Offizier Notch von der Versorgungskompanie. Aber das mit so einem wieder anbringen, diese Vogelscheuche kann man doch zu
00:57gar nichts gebrauchen.
00:57Ihr da drüben, helft mal!
01:00Wo brennt es, dein Hund, Offizier? Ist was kaputt?
01:03Genau.
01:03Ich würde es schaffen, wenn der Wagen nicht so schwer wäre.
01:06Du und du, traf mal hier an.
01:07Zu viel!
01:09Heb den Wagen hoch und steck das Rad drauf, dass die da weiter können.
01:15Oh, ruck! Ja, ja, da steckt Dampf dahinter.
01:19Erklär mir lieber, was ein Regenwurm wie du überhaupt im Krieg sucht.
01:22Ganz ehrlich gesagt gar nichts. Ich wäre lieber zu Hause.
01:25Oh, da bleibt doch dort.
01:26Ging leider nicht.
01:26Ihr fahrt zum Lager?
01:27Und wieder zurück. Hin und her wie die Straßenbahn. Dazu auch noch mit Gäulen im Zotteltrab.
01:32Dabei sind wir eine motorisierte Einheit.
01:34Aber die meisten LKWs sind vorne und für den Rest gibt's manchmal Benzin und manchmal auch nicht.
01:38Öfter gibt's keins.
01:40Mit dem guten alten Haferantrieb kann einem sowas gar nicht passieren.
01:43Die Bieste sind mit einem einfachen Bündel Stroh zufrieden.
01:45Ese, das heißt, du brauchtest auch noch Stroh zu fressen.
01:48Danke für die Hilfe.
01:52Geht's weiter?
01:53Klar, gib Gas.
01:58Höher!
02:03Höher! Lauf dir, Ludern!
02:06Wir haben schon viel Zeit verloren.
02:08Ach, du lieber im Labir, ist aber ehrlich.
02:10Na ja, hier fast wenigstens noch Futurage.
02:12Wird dagegen irgendwelche neuen Zielgeräte für die Artillerie sein sein?
02:14Was geht's mich an?
02:15Was hab ich davon? Nur Ärger hab ich davon.
02:17Papiere!
02:17Im Stab sind sie wie wild, dass nichts passiert.
02:19Verdammt nochmal.
02:21Ihr tut gerade so, als ob wir noch nie hier waren.
02:28Na, bitteschön.
02:30Schlagbaum öffnen.
02:31Zu Befehl.
02:35Weiter geht's, Leute.
02:37Hier!
02:37Los, vorwärts!
02:38Gut, ich!
02:39Hier!
02:40Los!
02:42Hier!
02:44Hier!
02:48Hier!
02:50Hier!
02:53Hier!
02:55Hier!
02:56Hier!
02:56Hier!
02:57Hier!
02:58Hier!
03:03Haltet euch bereit.
03:05Und wenn die hundertmal hin und her fahren, mich interessiert das nicht.
03:08Aber Herr Oberleut, wir können...
03:09Weitermachen.
03:10Na jetzt.
03:11Aber vorsichtig.
03:16Was steht ihr denn hier im Weg rum, hä?
03:18Wir haben Befehl, hier heranzufahren, Herr Feldwebe.
03:20Das Offizierscasino braucht neue Verpflegung und die sollen wir hier abholen.
03:23Auf euer Casino? Scheißig!
03:24Hier ist der Teufel los, weil wir Instrumente verladen, die militärisch wichtig sind.
03:27Ja, aber das Abendessen, wir müssen uns beeilen.
03:29Dann gib's mal los, Karo, einfach. Erst werden mal Instrumente verladen.
03:34Da haben Sie einen typischen Feldwebe. Brüllt durch die Gegend, aber nach den Papieren fragt er nicht.
03:38Und das ist unser Glück.
03:40Aufpassen, das sind optische Geräte.
03:44Feldwebe!
03:45Zu Befehl!
03:47Nochmal mit den Leuten reden. Die Zielgeräte müssen schleunigst an die Front gehen.
03:50Der Russe drückt mit seinen Panzern und damit kriegen wir sie besser ins Visier. Verstanden?
03:54Zu Befehl!
03:55Melen, spaßen Sie doch auf! Das ist doch kein Dreck, den Sie rumschweißen können!
04:05Jetzt bringe ich die Ladung an.
04:09Viel Glück!
04:13Und vorsichtig!
04:19Schlafft nicht ein!
04:21Ich hab euch gesagt, die Front braucht das Zeug!
04:26Ich hab jetzt erst mal Sendepause.
04:28Trinkwasser, das ist leider nur Wodka für die Pferde.
04:30Schnaps, nicht ab Wodka, wär besser für mich.
04:34Haben Sie denn überhaupt nichts zu tun?
04:36Zu Befehl, nein.
04:37Muss das jetzt sein, dass Sie den Pferden Wasser bringen?
04:40Ich dachte...
04:40Das brauchen Sie nicht.
04:41Helfen Sie beim Verladen!
04:42Zu Befehl!
04:42Na, also.
04:46Schinder, wie im Buch steht, dieser Feldwebel.
04:48Aber wenn ich schon mit dran bin, dann du auch.
04:51Das wäre erledigt. Gleich geht alles vor.
04:53Augenblick, da läuft was quer.
04:55Schön, Sie mal arbeiten zu sehen.
04:56Ich arbeite, aber die Vogelscheuche dort...
04:58Hey, du Halbirrer!
04:59Gerade die Kiste sollst du nicht wegtragen!
05:01Sagst du zu mir?
05:02Halbirrer, sage ich!
05:03Jawohl, halbirrer!
05:04Wenn ich die Hände frei hätte, würden Sie eine gewischt kriegen, die sich gedrascht.
05:07Also, jetzt reicht mir die Geduld, du Miststück, du!
05:26Los, schnell in den Wald!
05:42Achtung!
05:44Ach, wie sahen wirst du dir Abschauen?
05:53Du vergisst dabei bloß eins, dass nicht der Kerl das Leben gerettet hat.
05:56Verdammt!
06:10Dann lassen wir gehen zurück in den Wald.
06:34Soweit sich's auf mich bezieht, betone ich, dass wir alle Vorsichtsmaßregeln getroffen hatten, die nach den bisherigen Erfahrungen notwendig waren.
06:41Gut, nur möchte ich Sie fragen, wie das trotz Ihrer Vorsichtsmaßregeln hat passieren können.
06:45Der Offizier hat es persönlich übernommen, die Untersuchungen zu leiten.
06:49Ich hoffe, dass er bald alles ermittelt.
06:51Davon werden die wertvollen Zielgeräte auch nicht wieder funktionsfähig.
06:53Dabei sollten Sie noch heute an die Front, wo man sie so notwendig braucht.
06:57Lena, Sie müssen unbedingt diesen ungarischen Feldwebel vernehmen.
06:59Noch ist er nicht vernehmungsfähig.
07:01Tja, Herr Major, und außerdem ist das wohl eine Angelegenheit unserer Spionageabwehr.
07:05Von Ihrer Abwehr halte ich noch nicht sehr viel.
07:08Wir haben bisher nie etwas herausgefunden.
07:11Die gehen viel zu lahm ran.
07:13Lena, wenn die Ungarn mit dem Feldwebel fertig sind, nehmen Sie ihn sich vor.
07:16Wird erledigt, Herr Major.
07:17Das entspricht durchaus dem, was abgemacht ist, Herr Hauptmann.
07:22Nun, in erster Linie müssten die Flugblätter das beinhalten, was die Soldaten beschäftigt.
07:27Wir müssen auf Fragen, die sie offen nicht stellen können, Antwort geben.
07:31Über die Front und über Nachschubprobleme, über zu Hause, über die Lage hier, dass sie hier ausgenutzt und betrogen werden.
07:39Nur müssen wir dazu Anknüpfungspunkte finden.
07:42Wenn wir nicht wissen, worüber sie insgeheim reden, stoßen wir ins Leere.
07:46Aber um dieses Ziel zu erreichen, müsste schon einer von uns ständig unter Ihnen leben.
07:52Nein.
07:59Es war noch vor der Besetzung, da wurde hier in der Stadt ein alter Barbier beerdigt.
08:05Ich habe ihn schon gekannt, als ich noch ein Junge war.
08:08Er hat mir kurz vor seinem Tod von seinem Sohn erzählt.
08:12Der ist, nachdem er geheiratet hatte, von hier in die Karpaten-Ukraine gezogen.
08:17Er arbeitete dort in einem Frisiersalon.
08:20Wie ich erfuhr, gilt er seit einem Luftangriff als verschollen.
08:24Ich übernehme das.
08:26Nein, ich.
08:27Hm?
08:28Was hältst du davon, Schatanow?
08:30Voronow könnte die Gewerbegenehmigung beschaffen, Genosse Kommandeur.
08:33Wie es in der letzten Meldung an Evgeny Stepanich heißt,
08:37will der Polizeichef Geschäfte zulassen, damit die Garnison etwas besser versorgt wird.
08:43Wie viele Buchstaben hat das ungarische ABC, Jungs?
08:47Also, wenn ich mir so überlege, das ABC im Ungarischen hat ABC, D, E...
08:52Ah, genau, 38 sind es, wobei das Ö und Ü besonders häufig vorkommen.
08:56Wobei das Ö und Ü besonders häufig vorkommen.
09:0038 Buchstaben hat das ungarische ABC.
09:03Na?
09:05Tja, das tschechische ABC ist schwerer.
09:09Aus Gummi könnte es in einer Nacht fertig sein.
09:13Na wunderbar.
09:14Die Gewerbegenehmigung können wir besorgen.
09:16Eine Druckerei bekommen wir.
09:19Barbiere haben wir sogar zwei.
09:20So weit, so gut.
09:23Nur ist da noch die wichtige Frage, ob ihr auch all das könnt.
09:26Haare schneiden, Bärtestutzen, ondulieren.
09:28Wie der Kunde dann aussieht.
09:29Na was ist?
09:30Könnt ihr das, hä?
09:31Nein, das, das nicht.
09:33Das ist weiter kein Problem, Genosse Kommandeur.
09:35Da ich das Friseurhandwerk gelernt habe.
09:37Und denen könntest du das beibringen?
09:40Der, das sieht nicht ungeschickt aus.
09:44Sehr gut.
09:44Dann mach aus ihm meinen Friseur.
10:02So müssen wir einen Kunden bedienen.
10:08Nachdem wir ihn aufmerksam gekämmt haben, kürzen wir ihm die Haare, indem wir dabei auf die Fasson aufpassen.
10:17Immer Acht geben, dass wir ihm dabei nicht etwa Stufen schneiden.
10:22Ja, ja.
10:26Hoffentlich kann ich es.
10:26Mach es nur so wie ich.
10:28Versuche es.
10:30Weiter, weiter.
10:32Du musst den Kamm umgekehrt halten.
10:35Hier brauchst du noch keine Angst haben.
10:37Keine Angst, ich bin vorsichtig.
10:38Versuche es.
10:38Aber wie gebe ich ihm die richtige Fasson?
10:39Wir können ihn ja immer noch karscheren, wenn es nichts wird.
10:42Pass auf, dass du ihm nicht die Nase abschneidest.
10:47Damit seifst du ihm den Warten.
10:48Aha.
10:49Ich schleife inzwischen die Messer.
10:57Ist das nicht scharf genug?
10:59Ein stumpfes Messer ist noch gefährlicher.
11:02Den Schnurrbart einseifen, nicht die Hüte.
11:04Jawohl.
11:05So reicht es.
11:07Und was wird nun?
11:08Jetzt aufpassen.
11:09Ja, jawohl.
11:10Das Messer ganz leicht führen.
11:14Und lang der Haut ziehen.
11:16Schön glatt, sanft und weich.
11:18Nicht mit den Händen zittert.
11:19Nicht mit den Händen.
11:20Die Haut straff ziehen.
11:22Vorsichtig.
11:25Siehst du es?
11:26So muss es sein.
11:26Du trinkst mir zu, wenn ich dich schneide, ja?
11:28So.
11:30Und jetzt wirst du es.
11:31Du machst ja nichts.
11:32Ich bin ja dabei.
11:33Ja, ja.
11:36Also los, na?
11:37Nur mutig drauf los, dann wird es auch was.
11:39Aber nimm den Daumen von seinem Auge.
11:41Mal sehen.
11:43Oh, du hast mich geschnitten.
11:44Ja, ich bin eben ein bisschen aufgeregt.
11:47Genau so musst du es machen.
11:49Ich möchte mich so.
11:50Siehst du?
11:51Soll ich wirklich mal?
11:52Jawohl.
11:53Jetzt sieht es noch gut aus.
11:54Also, zuerst mal das Haar gründlich durchkämmen.
11:58Jawohl.
11:59Und dann muss es eingeträgt werden.
12:02Stimmt das?
12:03Du bist schon auf dem richtigen Weg.
12:04Das bin ich nicht, überhaupt nicht.
12:05Ich verhunze die Friseur.
12:07Dir fehlt nur Selbstvertrauen.
12:08Jetzt kriege ich es gerade wieder und komme zurecht.
12:10So, ich wickle.
12:11Oh, ich hab her.
12:13Na bitte.
12:14Du hast nicht so gut durchgekämmt.
12:15Das scheint ich...
12:16Ja, fest.
12:17Na, was ist denn das nur?
12:18Ach, du hast nur aus Versehen deinen Finger mit eingewickelt.
12:22Die zweite Variante wäre...
12:23Die zweite Variante wäre...
12:24Potweiss verbleibt einstweilen in seiner Position.
12:26Er muss allerdings verwarnt werden.
12:29Der Oberleutnant Uyashi aber ist unbedingt aus seiner Dienststellung abzuberufen.
12:34Ist abzuberufen.
12:35Na, Buhovka braucht einen fähigeren Spionageabwehroffizier.
12:39Fähigeren Spionageabwehroffizier.
12:41Dazu in Klammern.
12:42In Klammern.
12:43Erfolgreiche Arbeit auf diesem Posten würde der auch Ihnen bekannte Hauptmann Oedan Keschmarki garantieren.
12:48Damit Klammer wieder zu.
12:49Klammer zu.
12:50Ich bitte Sie unverzüglich Schritte beim ungarischen Generalstab zu unternehmen, da die Sache sehr eilig ist.
12:55Datum, Unterschrift mit Kurierpost.
13:07Das war kein schöner Anblick.
13:09Auf die Dauer gewöhnt sich der Mensch auch daran.
13:11Jetzt erst mal die von gestern sehen sollen.
13:14Die Sankas, mit denen sie gebracht wurden, alles voller Blut.
13:17Das Lazarett kann es bald nicht mehr schaffen.
13:20Das heißt, langsam wird es schon der Verbandsstoff alle.
13:23Und die Deutschen, habe ich gehört, würden dort vor unseren Leuten bevorzugt.
13:26Die werden nicht nur dort bevorzugt.
13:28Deutsche Feldpost, grünes Licht.
13:30Deutsche Fressalien, grünes Licht.
13:31Deutsche Munition, grünes Licht.
13:34Wir wollten einen Waggon mit Post von der Heimat an einen deutschen Zug anhängen.
13:37Da war nichts drin.
13:38Und die Lebensmittelpakete.
13:40Es war eine Menge, alles verdorben.
13:42Ich habe den letzten Brief von zu Hause vor zwei Monaten bekommen.
13:45Mein Alter, schreibt die Frau, ist recht klapprig geworden.
13:47Es sieht gar nicht gut aus.
13:49Aus welcher Gegend kommst du?
13:50Aus Zollnock.
13:51Da habe ich dem Leutnant gesagt, was Sache ist und hoffte, er würde mich in die Urlaubsliste einfragen.
13:56Darauf hat er geantwortet, den wird man dort auch ohne sie in die Erde legen und jetzt verschwinden sie.
14:01Gott Vater mich.
14:02Wie verstehen Sie uns, einen zur Sau zu machen?
14:05Ich hatte da einen Kumpel.
14:07Der hat unseren Oberleutnant bloß gefragt, warum die Offiziere so sehr viel besser verpflegt werden als die Mannschaften.
14:13Der Oberleutnant hat ihm dafür drei Tage Bau verpasst.
14:15Da hat mein Kumpel dann die große Wut gekriegt und ihm eine Fuhre Salz in die Suppe gefeuert.
14:20Das Dumme war bloß, dass der Putzer vom Oberleutnant die Sache beobachtet hat.
14:24Da kam mein Kumpel wegen bisschen Salz vor das Kriegsgericht.
14:27Und man kann über die Sache noch nicht mal offen reden, sonst ist man auch gleich dran.
14:34Na, was ist?
14:35Wir sind fertig.
14:37Naja, die Buchstaben sind gut.
14:40Hoffentlich ist der Text genauso.
14:43Ungarische Soldaten, der harte Winter ist fast vorbei, aber ihr habt eure warmen Sachen immer noch nicht bekommen.
14:47Die Post aus der Heimat wird nicht zu euch gefördert und mit guter Verpflegung werden nur eure Offiziere versorgt.
14:52Aha.
14:53Wenn auch die ungarischen Soldaten davon nicht gerade satt werden, vielleicht hilft es, dass manchen von ihnen ein Licht aufgeht.
15:01Frisch geröstete Sonnenblumenkerne gefällig.
15:04Hier gibt's frische Sonnenblumenkerne.
15:06Bitte schön.
15:07Ja, schön.
15:07Bitte schön.
15:08Bitte, Herr Soldat.
15:09Bitte.
15:10Danke.
15:11Danke.
15:11Das sind gute Sonnenblumenkerne, frisch.
15:14Bitte schön.
15:15Wohlbekommst.
15:15Das sind frisch geröstete Sonnenblumenkerne.
15:18Frisch geröstete Sonnenblumenkerne.
15:19Ich wünsche guten Appetit.
15:20Meine Herren.
15:21Danke.
15:21Bitte sehr.
15:22Frisch geröstete heiße Sonnenblumenkerne.
15:23Nein.
15:23Nein, Sie nicht rollen.
15:25Frisch geröstet.
15:26Frisch geröstete heiße Sonnenblumenkerne.
15:28Sonnenblumenkerne.
15:28Bitte sehr.
15:29Danke sehr.
15:31Heiße Sonnenblumenkerne.
15:33Frisch geröstete heiße Sonnenblumenkerne.
15:36Halten Sie zu.
15:38Ich kaufe eine Tüte.
15:40Bitte sehr.
15:43Ich kaufe sogar zwei.
16:01Was zum Teufel ist das?
16:08Leute, das müsst ihr hören.
16:13Ungarische Soldaten, der harte Winter ist fast vorbei, aber ihr habt eure warmen Sachen immer noch nicht bekommen.
16:20Die Post aus der Heimat wird nicht mehr zu euch befördert.
16:23Und mit guter Verpflegung werden nur die Offiziere versorgt, während die Mannschaften immer mehr hungern müssen.
16:30Es gibt bei euch keine Gerechtigkeit.
16:32In welcher Zeitung steht denn so?
16:33Das ist ein Flugblatt.
16:34Aber es sagt die Wahrheit.
16:36Es kann auch keine geben, denn ihr seid nur Kanonenfutter.
16:48Denken Sie mich bitte zu, Schwester.
16:51Ich bitte Sie, denken Sie mich zu.
16:54Wir haben keine Decken mehr.
16:55Ich kann Ihnen nicht helfen.
16:56Bloß keine, weil er alles den Deutschen gibt und uns einen kann der Teufel holen.
17:01Sie können ihm meine Decke geben.
17:06Ich habe dem, mein Chef, als gesagt, wir brauchen unsere Decken.
17:09Doch er meint, da ist nichts zu machen.
17:11Aber wie kommen Sie ohne Decke zurück?
17:12Ich komme raus, kriege heute noch den Entlassungsschein.
17:15Er kann noch mein Bett haben.
17:17Ihr Arm ist noch gar nicht in Ordnung.
17:19Für die Etappe reicht es.
17:20Ich wünsche den Herren einen guten Tag.
17:22Da geht's lang.
17:32Ich melde Herrn Oberstabsarzt Gehorsams.
17:34Dieser Mann ist der neue Friseur.
17:37Ergebenste Hochachtung, Herr Oberstabsarzt.
17:39Scheren Sie alle die Männer, die von der Schwester bezeichnet werden.
17:42Jawohl.
17:44Den Lohn für Ihre Arbeit holen Sie sich hinterher im Büro.
17:46Selbstverständlich, danke sehr.
17:49Schwesterchen, mit welchem sollen wir anfangen?
17:52Nehmen Sie den da.
17:53Dann mal los.
17:57Guten Tag, Herr Soldat.
17:58Guten Tag.
18:00Keine Angst, der Kopf kommt nicht runter.
18:01Nur die Haare sind dran.
18:02So.
18:03Ich sehe, wir verstehen uns ohne, dass viele Worte nötig sind.
18:06Ist ja auch eine Erleichterung, wenn die Wolle mal runterkommt.
18:08Habe ich nicht recht?
18:11Solange Ihr Kopf eine Spielwiese für die Läuse ist,
18:13können Sie ja doch nicht ruhig liegen.
18:17Es gibt Dinge nicht wahr, die einem viel mehr wehtun,
18:20als mal eine Weile Glatze.
18:21Und bis Sie wieder gesund sind, ist das Haar nachgewachsen.
18:43Wohin wollen Sie?
18:44Ich muss dem Herrn Oberstabsarzt etwas melden.
18:46Er ist nicht da.
18:47Es ist wichtig.
18:49Zu Befehl.
18:51Jawohl, ist klar.
18:52Es wird sofort ausgeführt.
18:54Herr Unterarzt, ich melde Gehorsams...
18:55Was zum Teufel suchen Sie, Herr Kovac?
18:57Ich muss den Herrn Oberst sprechen.
18:59Ich melde Gehorsams, dass es ungewöhnlich wichtig ist,
19:02betreffend den Friseur, der jetzt eben im Karten sein...
19:04Darüber reden Sie ein andermal.
19:05Jetzt packen Sie Ihre sieben Sachen und traben im Alltempo zum Stadtkommandanten.
19:08Sie werden sein Fahrer sein.
19:09Ich melde Gehorsams, der Arm, wie er ist, der schafft das noch nicht.
19:12Lassen Sie das simulieren, Kovac.
19:13Sie werden mit so einer schäbigen Verwundung nicht monatelang hier herumlungern.
19:16Ich melde Herrn Unterarzt, dass ich nie simuliere.
19:19Es lässt sich einrichten, Kovac, dass Sie gleich morgen mit dem nächsten Transport an die Front gehen,
19:23wenn Ihnen sowas lieber ist, Kovac?
19:24Ich verstehe.
19:25Und wenn schon unterwegs.
19:29Na gut.
19:31Ganz wie ihr wollt.
19:38Ich bitte Sie, ohne Scheu einzutreten und inzwischen schon mal Platz zu nehmen.
19:46Winze.
19:47Winze.
19:49Vera.
19:51Hier, bitte schön, das Waller.
19:52Was sehe ich da schön zu lesen, Lazarett?
19:54Guten Tag, Herr Oberleutnant.
19:56Ich freue mich unendlich, Sie zu sehen.
19:58Hochverehrtes Fräulein, womit kann ich dienen?
20:00Ich habe mir gedacht, wenn ich schon mal in dieser Gegend bin, könnte ich gleich fragen, ob Sie auch Damenfriseur
20:05sind.
20:05Ich meinte immer, so eine Stadt müsste Herr Narben, nirgendwo war einer zu finden.
20:08Na, Ruski.
20:09Wäre ich eine Dame zu frisieren?
20:11Gewiss, Herr Oberleutnant.
20:12Ich beherrsche mein Fach und bediene sowohl Herren als auch Damen.
20:15Wobei ich sagen möchte, dass die Fräuleins heutzutage ihre Haarkronen leider sehr vernachlässigen.
20:21Statt zum Fachmann zu gehen, versuchen Sie lieber zu Hause Ihre Frisur zu behandeln.
20:26Das Haarkalt kämmen, das Haar warm kämmen.
20:28Kaltwelle oder Warmwelle, bitte nehmen Sie zunächst einmal Platz.
20:31Ich weiß selber nicht, was gut wäre.
20:36In dem Fall empfiehlt es sich, es mit einem Eisen zu brennen.
20:40Hochverehrtes Fräulein, nämlich...
20:41Ist recht, aber geben Sie sich Mühe.
20:43Ich möchte mich für den anderen nicht blamieren, wie Sie verstehen werden.
20:46Dabei fällt mir ein, Ihre Kollegin müssten Ihnen eigentlich erzählt haben, dass ich Sie unlängst im Casino vermisst habe.
20:51und offengestanden enttäuscht war.
20:54Sie als Frau und Kenner sollten wissen, dass einem so etwas nicht erzählt wird, Herr Oberleutnant.
20:59In dieser Beziehung sind wir aufeinander neidisch.
21:01Naja, jetzt wissen Sie es.
21:02An diesem Abend quillten mich leider sehr starke Kopfschmerzen.
21:07Es ist ein harter Tag gewesen.
21:10Acht Todesfälle.
21:11Ein Transport, Schwerverwundeter, war direkt von der Front gekommen.
21:15Aber ich will doch hoffen, der Abend wurde trotz der Enttäuschung für Sie noch recht angenehm.
21:20Mein verehrtes Fräulein, für mich sind Sie die schönste aller Frauen.
21:25Ich gebe Ihnen mein Offiziers Ehrenwort.
21:27Sie sagen das nur, weil hier akuter Frauenmangel herrscht.
21:29Nein, nein, nein, nein, da ehren Sie sich.
21:31Wären wir in Budapest, ich würde nicht anders sprechen.
21:34Das glaube ich Ihnen nicht.
21:35Ich wäre jetzt gern mit Ihnen dort, hier zwei, auf der Fischerbastei.
21:41Sonnenschein, ein blauer Himmel.
21:44Tja, das wäre schön.
21:47Oh, kannst du denn nicht aufpassen, Herr Oberleutnant?
21:50Ah, es ist mir nur passiert, weil Sie so wunderschön erzählt haben über den blauen Himmel und den Sonnenschein.
21:54Ach, dann halt deinen Mund.
21:55Jawohl, ich halte meinen Mund.
21:58Aber es ist wahr, in diesen Kriegszeiten hört man nicht mehr so oft sowas Schönes.
22:02Der quatscht und quatscht, dieser Halbidiot.
22:04Falls man Sie mit Brandwunden bei uns einliefern sollte,
22:08dann verspreche ich, dass ich Sie gut pflege.
22:10Oh, ich würde sehr gern bei Ihnen Patient sein.
22:14Es würde mir aber vorerst genügen, wenn Sie heute Abend mit mir ins Casino kommen.
22:18Das sage ich Ihnen erst, wenn ich weiß, wie meine Frisur ausfällt.
22:21Ich verspreche Ihnen, dass ich mir die größte Mühe gebe.
22:24Die größte Mühe, mein Fräulein.
22:26Schon um das kleine Missgeschick von vorhin gut zu machen.
22:28Bitte, Ödehn.
22:30Da hause ich nun.
22:35Tja, also was ich sagen wollte, ich freue mich, dass du gesund hier eingetroffen bist.
22:39Und vor allem gratuliere ich dir zu deiner Beförderung, Herr Major.
22:45Gesund bin ich eingetroffen, ja, aber sehr langsam.
22:49Jeder Konservenwaggon ist uns vorgezogen worden.
22:53Du kennst die Kriegslage und wirst zustimmen,
22:54dass das Wichtigste für den Erfolg eines Feldzugs der Nachschub ist.
22:59Nachschub nennst du das?
23:02In Richtung Heimat?
23:07Wenn man die Lazarettzüge zählt, kann man den Eindruck haben, es gibt nur noch Verwundete.
23:18Unsere Verluste sind ungewöhnlich hoch.
23:23Ich habe Berichte gehört,
23:25wonach die Russen ziemlich in Schwung gekommen sind.
23:28Was aus uns werden soll, weiß man nicht.
23:31Es gibt nur den schönen Ausdruck, der da planmäßige Frontbegradigung heißt.
23:39Was gibt's Neues zu Hause?
23:42Alles noch so, wie es sein soll.
23:45Ganz im Gegensatz zu hier, Alec, wo es zu zivilmäßig zugeht.
23:51Diese gewissen Flugblätter, du weißt, sind sogar schon bei der Deutschen Botschaft in Budapest gelandet.
23:56Von Grollstein wartet nur noch darauf, aus Berlin entsprechende Anweisungen zu bekommen.
24:00Gott verdammt!
24:02Die Abwehr versucht mich mit allen Mitteln unmöglich zu machen.
24:10Wenigstens ein Glück ist, dass man dich nach Nabuhovka geschickt hat.
24:16Als die Mitteilung darüber bei uns hier ankam,
24:19Ehrenwort Oedendar war mir so zumute, dass ich einen Freudentanz hätte aufführen können.
24:23Mein Lieber, du wirst es den Herren aus Deutschland schon zeigen, wie man den großen Fisch zu fangen hat.
24:29Kovac, was fummeln Sie denn da mit dem Wodka rum? Gießen Sie ein!
24:32Herr Hauptmann, ich melde gehorsamst diese Russkis.
24:35Nicht mal einen Korken können Sie richtig in die Flasche holen.
24:37Aber gleich habe ich's.
24:41Und wie geht's deiner Mutter? Ich will doch hoffen, es herrscht wieder Friede zwischen euch.
24:46Da ist immer Krieg.
24:48Nein.
24:49Sie wartet mit Sehnsucht darauf, dass in der Zeitung schwarz umrandet die Anzeige erscheint.
24:53Unser einziger Sohn, der tapfer für unsere Heimat gekämpft hat.
24:57Major Oedden Keschmarki ist auf dem Feld der Ehre gefallen.
25:01Du bist unverbesserlich, Oedden.
25:07Ich hoffe, dass der Herr zufrieden mit mir war.
25:17Was ist er denn? Gibt's hier eine liebe Bekannte?
25:20Ja.
25:23So schnell?
25:24Genau gesagt ist es ein lieber Bekanter, der dir auch bekannt ist.
25:30Dieser Friseur von dort drüben.
25:34Er hat mal als Chauffeur bei dir gearbeitet und heißt Winze Lang.
25:40Es ist gefährlich, Lovasch.
25:42Trotzdem halte ich sein Rendezvous mit seiner Frau für gut.
25:45Ich denke, dass sie uns noch sehr nützlich sein könnte bei der Verteilung der Flugblätter.
25:50Winze wird mich ihr vorstellen und ich werde dann die Verbindung halten.
25:53Die Frau von Winze kann wirklich viel für uns tun.
25:56Schließlich ist sie Krankenschwester und die kann man im Krieg überall hinschicken, ohne dass es auffällt.
26:02Nicht wahr?
26:02Psst, da kommt jemand.
26:05Sie ist es.
26:07Und dieser Esel.
26:08Endlich habe ich sie eingeholt.
26:10Ich dachte schon, wir würden uns niemals mehr begegnen.
26:12Sie hier, Herr Oberleutnant.
26:14Das ist aber eine Überraschung.
26:18Was suchen Sie denn in dieser Gegend?
26:20Und noch zu solcher Nachtzeit?
26:21Das Gleiche könnte ich auch Sie fragen, Schwesterchen, oder meinen Sie nicht?
26:25Ich führe hier ein Befehl aus.
26:26Was haben wir für Kommandanten?
26:28Das ist doch verantwortungslos.
26:29Man kann doch nicht eine junge Aufwand, hübsche Frau an solch einen gottverlassenen Ort schicken.
26:33Hätte ich nicht jeden Ihrer Schritte bis hierher verfolgt, weiß Gott, was dann passiert wäre.
26:39Ich hoffe doch, Sie wissen es zu schätzen, dass jemand da ist, der Sie beschützt.
26:44Sie müssen sich meinetwegen keine Sorgen machen.
26:47Es gibt keine Gefahr, die mich hier bedrohen würde.
26:49Davon wäre ich nicht so überzeugt.
26:50Zum Beispiel ich bin ich nicht auch eine Gefahr für Sie.
26:52Werden Sie, werden Sie die meine.
26:54Lassen Sie mich los.
26:56Lassen Sie mich los.
26:57Lass doch den Unsinn.
26:58Eure Sorte kenne ich doch genau über die Spreite.
27:00Sie sollen mich loslassen.
27:01Garnitionen weg und bei mir wirst du auf einmal Schwierigkeiten machen.
27:03Hilfe!
27:04Zurück.
27:05Lass mich los.
27:06Du sollst hierbleiben.
27:07Herr Oberleutnant.
27:10Mein Gott, Vincent.
27:12Ihr müsst verschwinden.
27:13Eins, zwei, drei, los.
27:14Verschwindet.
27:15Du gehst in deinen Laden, Yanshi.
27:16Und du zum Kommandeur, um Meldung zu machen.
27:18Das ist doch Wahnsinn, Warren.
27:19Wir müssen alle verschwinden.
27:20Wir müssen jetzt diskutieren.
27:21Geh jetzt in deinen Laden.
27:21Los, beil dich in deinen Laden.
27:31Nehmen Sie.
27:31Und schießen Sie damit in die Luft.
27:34Na, in die Luft schießen.
27:35Los doch.
27:44Herr Oberleutnant, was um Himmels Willen haben Sie in einer so öden Vorstadtgegend zu suchen,
27:48um diese Zeit?
27:49Und Sie hatten nicht einmal eine Streife bei sich.
27:51Wenn Sie gestatten, Herr Ausmann.
27:52Was heißt denn hier gestatten?
27:54Ich verlange von Ihnen einen schriftlichen Bericht, der das kleinste Detail enthalten muss,
27:57verehrter Herr Polizist.
28:03Nun zu Ihnen, Schwester.
28:05Wenn wir schon dabei sind, dann möchte ich auch Sie fragen, was Sie gestern Abend dort draußen in der Vorstadt
28:09gesucht haben.
28:11Unser Lazarett ist zur Zeit total überfüllt.
28:13Deshalb sollten wir, und zwar auf Ihre persönliche Anweisung, Herr Stadtkommandant, leere Zimmer ausfindig machen.
28:19Ja, das ist richtig.
28:21Allerdings dachte ich, dass dies die Ortspolizei in Ihre Hände nimmt.
28:23Als erstes haben wir dem Lazarett eine Adressenliste übermittelt.
28:27Und anhand der Liste haben wir Schwestern an Aufträge bekommen.
28:29Ich war gestern Abend nicht als Einzige vom Sanitätspersonal unterwegs.
28:33Da können Sie nachfragen.
28:35Und der Herr Oberleutnant?
28:39Sollte der junge Herr etwa auch nach einem Leerzimmer gesucht haben?
28:43Verzeihung, Herr Hauptmann.
28:44Eigentlich ist es nichts, worüber man reden sollte.
28:47Doch wie die Dinge jetzt liegen, muss ich es wahrscheinlich doch sagen.
28:51Der Herr Oberleutnant hat mich oft um ein Rendezvous gebeten, aber leider fehlte mir immer die Zeit.
28:56Gestern wurde er an, mich zu begleiten, und ich war darüber sehr froh.
28:59Ich bin in der Vorstadt nicht gern allein.
29:01Da weiß man nie, wer hinter den Häusern lauert, noch dazu, wenn es dunkle Nacht ist.
29:04Wir gingen so, haben uns unterhalten.
29:07Da sprang, es war in einer Ecke, auf einmal irgend so ein Kerl hervor.
29:10Er stieß mich beiseite und schlug den Herrn Oberleutnant nieder.
29:12Als ich nun um Hilfe rief, bekam der Kerl so Angst, dass er weggelaufen ist.
29:15Da riss ich den Revolver des Herrn Oberleutnant heraus und schoss hinter dem Mann her.
29:20Als ich das Fräulein rufen und den Schuss hörte, bin ich dann unverzüglich zu Hilfe gekommen.
29:24Sie hatte noch die Pistole in der Hand.
29:26Es hat sie sicher Überwindung gekostet.
29:29Das kleine Fräulein hat sich meiner Meinung nach sehr tapfer verhalten.
29:32Unsere Fahndung läuft bereits auf vollen Touren.
29:36Ich wage zu hoffen, dass wir den Angreifer in kürzester Zeit auftreiben werden.
29:39Sie müssen ihn finden.
29:41Also, ich begreife es immer noch nicht.
29:43Sie laufen durchs Feindgebiet, als ob Sie zu Hause spazieren gehen würden.
29:47Seien Sie allen Engeln im Himmel dankbar, vor allem diesen Engeln dort, dass Sie noch einmal davon gekommen sind.
29:53Mein verehrtes Fräulein,
29:56für das tapfere Verhalten, das Sie heute zeigt, möchte ich als Stadtkommandant und als Mensch meine Bewunderung aussprechen und Sie
30:03für eine Medaille vorschlagen.
30:05Ich danke Ihnen. Vielen Dank, Herr Stadtkommandant.
30:13Gratulation.
30:24Bitte sehr, bitte sehr, womit kann ich dem Herrn dienen?
30:27Haare schneiden, Haare waschen oder vielleicht eine Rasur?
30:30Eine Kiste Dynamit würde ich gerne mitnehmen.
30:32Oder meinetwegen auch ein Flugblatt, wenn auch was übrig ist.
30:35Eins von denen aus dem Lazarett.
30:37Und du hast dem hübschen Schwesterchen einen schönen Schreck eingejagt, dass du da plötzlich durch die Tür kamst.
30:42Das war wohl nicht klar abgesprochen mit ihr.
30:45Du denkst, hätte ich den Kerl doch auf dem Lagerplatz lieber krepieren lassen.
30:49Dann wäre er jetzt nicht hier und du hättest Ruhe, nicht wahr?
30:51Er könnte dir keine Fragen mehr stellen.
30:53Habe ich recht?
30:54Vor allem möchte ich wissen, warum er fragt.
30:56Damit du schnellstens von hier verschwindest.
30:58Das müsste ich nur, wenn du nicht den Mund hältst.
31:02Nicht bloß ich kenne dich.
31:03Ein Bekannter von dir ist hier, aus Budapest.
31:05Ein Abwehroffizier.
31:07Er hat dich sofort erkannt und dich bloß nicht verhaften lassen, weil er denkt, er kommt über dich an deine
31:11Freunde ran.
31:12Er ist von der Südfront gekommen und soll dem Stadtkommandanten auf die Finger sehen.
31:17Woher weißt du das so genau?
31:18Durch den Zirkus, den ihr dort veranstaltet habt, bin ich verwundet worden.
31:22Also kam ich auf einen Pkw und wurde Fahrer des Stadtkommandanten.
31:26Ist es ein Haupt...
31:27Ein Major.
31:28Er ist aber erst vor kurzem befördert worden.
31:30Die Sterne glänzen wie mit Sidol geputzt.
31:33Wie groß ist er?
31:34Und der ist etwa einen halben Kopf größer als du.
31:36Haarfarbe?
31:37Bräunlich.
31:40Kischmarki.
31:40So heißt er.
31:43Und jetzt sag mir, wie du heißt.
31:46Das ist unwichtig.
31:48Keine Angst, wir verraten nicht, dass du mir geholfen hast.
31:50Ich möchte mir deinen Namen nur einprägen, damit ich ihn niemals wieder vergesse.
32:03Janosch Kovac.
32:05Ich war Fahrer bei der Maschinenfabrik in Onyolfeld.
32:08Ich war auch Kraftfahrer.
32:11Würdest du mir einen Gefallen tun?
32:13Kommt drauf an welchen.
32:32Küss die Hand, Schwesterchen.
32:33Das ist dir der Janosch Kovac.
32:35Wie geht es ihr im Arm?
32:35Ach, Unkord vergeht nicht.
32:37Darf ich Sie ein Stück begleiten?
32:39Im Moment wollte ich eigentlich...
32:40Das ist vielleicht sehr wichtig für mich.
32:42Na gut, bis zum Friseur können Sie mitkommen.
32:44In die Richtung wollte ich sowieso.
32:46Aber viel Zeit habe ich nicht.
32:49Danke sehr.
32:51Helft, gute Leute.
32:52Helft einem Unglücklichen, dem das Schicksal geschlagen hat.
32:57Bitte helft doch, helft.
32:59Seid barmherzig mit einem Unglücklichen.
33:02Seid gütig.
33:03Seid gütig.
33:07Mein Mann war auch Kraftfahrer, bevor er eingezogen wurde.
33:10Er hat mir immer versprochen, mich einmal mit dem Wagen mitzunehmen.
33:13Aber es ist nie etwas daraus geworden.
33:15Wenn Sie wollen, dass jemals etwas daraus wird, dürfen Sie jetzt nicht zum Friseur gehen.
33:33Nein!
33:34Nein!
33:36Nein!
33:49Halt!
33:50Gehen bleiben!
33:50Ja, los!
34:08Wenn Sie uns umstellen, ist es aus.
34:10Dann müssten wir schon fliegen können, um noch wegzukommen.
34:30Wie viele Patronen hast du noch?
34:31Ganze drei Stück.
34:32Hebe sie für später auf.
34:36Ja, bitte.
34:59Ja, bitte.
35:04Warten Sie.
35:05Unser ukrainischer Agent wurde erstochen.
35:07Lang und einer seiner Freunde sind in der Ziegelfabrik verschwunden.
35:11Wisst ihr, wo sie stecken?
35:13Ihr müsst die Kerle ausräuchern.
35:16Sämtliche Öfen werden angezündet.
35:19Aber darauf achten, dass wir sie lebend bekommen.
35:21Verdammte Scheiße!
35:23Ergibt euch!
35:24Ihr steckt da drin.
35:25Kommt raus!
35:35Der Luftzug ist so stark, dass es gar nichts angeht.
35:37Die versuchen uns auszuräuchern, die Schweinehunde.
35:40Nimm dein Taschentuch vor den Mund, dann wird es besser.
35:42Ich hab gar nichts mit.
35:43Dann versuch, den Atem anzuhalten.
35:46Weiter, weiter!
35:47Wir müssen schmoren.
36:09Hier geht es in den Schornstein hoch.
36:17Siehst du, wie er die Luft ansaugt?
36:19Na los, wir kriechen nach oben.
36:21Da halten wir es noch eine Weile aus.
36:24Sinnlos.
36:25Wir brauchen nur die Nase rauszustecken.
36:27Und schon veranstalten die Gendarmen ein Zielschießen auf uns.
36:32Da oben wäre für uns der sicher tot.
36:34Aber weißt du, was mir jetzt wieder einfällt?
36:37Ich hab mal gehört, es gibt einen Gang, der zum Fluss führt.
36:43Herr Major, ich melde gehorsams, dass es uns noch nicht gelungen ist, die Flüchtlinge zu fassen.
36:48Kennen Sie die Fabrik?
36:49Herr Major, ich melde gehorsams, nicht besonders.
36:52Dieses Ofensystem, das ist ein wahres Labyrinth.
36:55Und im Moment ist es ein herrliches Versteck für diese Kommunistenschweine.
36:58Sehr geehrter Polizeimeister,
37:00bewachen Sie diese Ausgänge sehr gut, denn sollten die Kerle entkommen.
37:03Dann lass ich Sie aufhängen.
37:05Zu Befehl, wir bemühen uns.
37:08Ich halte es für wahrscheinlich, dass Sie durch den Schornstein fliehen wollen.
37:11Ich habe deshalb alle Kräfte hier konzentriert.
37:37Ich kann nicht mehr weiter.
37:39Dieser verfluchte Qualm macht mich fertig.
37:41Ich kehre wieder um.
37:42Dreh jetzt nicht durch, reiß dich zusammen.
37:53Hier muss es gewesen sein.
37:56Sie haben den Ausgang zum Fluss zugemauert.
37:58Es ist aus.
37:59Dann müssen wir eben doch in den Schornstein hoch.
38:01Zu spät, da schaffen wir nichts mehr.
38:04Daniel, und ich bitte dich, erledige mich zuerst.
38:14So schnell gehen wir nicht auf.
38:16Warte noch.
38:17Vielleicht ist die Wand nur dünn.
38:19Vielleicht, wir müssen es versuchen.
38:21Der Mörtel, der ist noch feucht.
38:22Merkst du es?
38:23Der Mörtel ist noch feucht.
38:29Für dich.
38:56Was gibt es Neues?
38:57Aber ist das Feuer so kümmerlich?
39:00Herr Major, ich melde gehorsam, das Stroh ist alles.
39:01Dann lassen Sie welches ran.
39:02Bringen Sie, Rindvieh.
39:04Hol frisches Stroh, du Rindvieh.
39:05Zu Befehl.
39:09Na, eh schon.
39:21Hier runter.
39:42Komm.
39:43Komm.
39:45Komm.
39:46Komm.
39:48Komm.
39:59Wie ich all den Rauch wieder rausgehustet habe, bin ich längst Großvater.
40:03Es wird schon wieder.
40:04Du bist ja ganz nass geschwitzt.
40:05Ja?
40:06Ich gebe dir mein Taschentuch.
40:10Mein Taschentuch.
40:11Da war doch der Luftzug.
40:13Erinnerst du dich?
40:15Dort am Schornstein.
40:16Was ist mit dem Luftzug?
40:17Hat's hochgezogen, dass es fliegt.
40:19Und wenn das mit dem Taschentuch geht, dann muss es auch mit Papier gehen.
40:23Los, komm.
40:28Ja.
40:30Das mit dem Schornstein ist ein guter Einfall.
40:33Aber wie kommt ihr da wieder rein?
40:35Alles ist von Gendarmen umstellt.
40:39Und vor allem mit was für Material.
40:43Alle Informationen, die du bis jetzt geschickt hast, sind schon verwendet.
40:46Das ist kein Problem.
40:48Inzwischen gibt's wieder neue Informationen, Genosse Kommandeur.
40:51Navradil muss nur mit dem Drucken nachkommen.
40:53Der kommt nach.
40:56Meines Erachtens sind die beiden inzwischen längst gestorben.
40:59Gute 48 Stunden räuchern wir sie jetzt.
41:01Ich habe gesagt, dass ich sie sehen will.
41:03Entweder tot oder lebendig.
41:04Schaffen Sie mir Ihre Leichen her.
41:06Jawohl.
41:07Ich schaff's hier an.
41:08Um das zu ermöglichen, habe ich zwei Schornsteinfeger aus dem Ort her bestellt,
41:12die die Gänge des Schornsteins wie ihr eigenes Hemd kennen.
41:15Major Schulzer erwartet Sie bereits ungeduldig, Herr Major.
41:19Also beginnen Sie mit der Aktion, aber schnell.
41:21Wie gesagt, ich will die beiden Gauner, tot oder lebendig.
41:24Zu Befehl.
41:26Voronoff, Sie haben den Befehl gehört.
41:28Fangen Sie mit der Arbeit an.
41:29Zu Befehl.
41:30Schuhoff, Ojenko, zu mir.
41:33Zu Befehl.
41:34Zu Befehl.
41:35Jetzt hört mal gut zu.
41:35Ich ziehe euch das Fell über die Ohren, wie der es wagt, ohne sie zu kommen.
41:39Es stimmt doch, dass ihr den Schornstein genau kennt, ja?
41:42Selbstverständlich kennen wir den genau.
41:45Ihr habt gehört, was der Herr Major gesagt hat.
41:47Er will die Kerle tot oder lebendig.
41:50Vorwärts.
41:50Rauf jetzt in den Schornstein.
41:52Und das hier ist gut, Mann.
41:53Zu Befehl.
41:54Ja, zu Befehl.
42:12Bitte einzusteigen, Herr Major.
42:13Danke sehr.
42:26Na, jetzt werden wir es gleich haben.
42:28Bei den Zugängen zum Schornstein die Wachen verstärken.
42:31Zu Befehl.
42:32Los.
42:38Die Zonen.
42:46Das war's für heute.
43:10Ungarische Soldaten, neulich ist bei euch ein neuer Offizier, ein getroffener Major Keschmarki.
43:15Er ist der Sohn einer Schuhfabrikantin und ein Verräter an unserer Heimat.
43:19Obwohl er Ungar ist, hat er lange Zeit eine deutsche Uniform getragen und an der Südfront viele unschuldige Menschen ermorden
43:24lassen.
43:25Nehmt euch in Acht vor ihm.
43:27Ich verstehe nicht, wo die Flugblätter herkommen.
43:29So wie Sie die Spionageabwehr betreiben, kann ich mir vorstellen, dass Sie mit Flugzeugen oder Zeppelinen über uns kreisen.
43:34Eine Riesenschweinerei. Wie konnte das passieren?
43:36In einer Stunde erwarte ich Ihre Meldung.
44:07Untertitelung des ZDF, 2020
44:38Untertitelung des ZDF, 2020
45:07Untertitelung des ZDF, 2020
45:09Untertitelung des ZDF, 2020
45:10Untertitelung des ZDF, 2020
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