#ddr #ddrarchiv #ddrfilme #ddrsendung #ddrserie #ddrdoku #deutschedemokratischerepublik #ddrmusik #ddrkinderfilm #ddrcomics #ddrkino #ddrfernsehen #ddrgeschichte #ostalgie #ostdeutschefilme #ostdeutschland #ossi #defa #defafilm #defadoku #deutschefilme #deutscherfilm #deutschland #deutschegeschichte #kommunismus #sozialismus #marxismusleninismus
Kategorie
🎥
KurzfilmeTranskript
00:10Musik
00:22Ungarn in den letzten Monaten des Zweiten Weltkrieges.
00:25Die Politik des Staatsoberhauptes Admiral Horthy und seiner Clique hat das Land an der Seite des faschistischen Hitler-Deutschlands in
00:34den Krieg gegen die Sowjetunion geführt.
00:36Von Anfang an haben ungarische Patrioten an ihrer Spitze die illegale kommunistische Partei mit allen Mitteln der Agitation gegen diese
00:45Politik gekämpft.
00:47Jetzt, da die Rote Armee unaufhaltsam vorwärts stürmt und die völlige Niederlage der Hitler-Armeen immer näher rückt, bereiten sie
00:55auch den bewaffneten Widerstand im Lande vor.
00:59Viele ungarische Soldaten von den Horthy-Behörden zwangsrekrutiert und gegen die Sowjetunion aufs Schlachtfeld geschickt, kämpfen zu dieser Zeit schon
01:08auf der richtigen Seite.
01:10Einer von ihnen ist der junge Kommunist Vinze Lang.
01:14Unter dem Kommandeur einer sowjetischen Partisaneneinheit, Oberst Sokolow, hat er sich schon in schwierigen Situationen bewährt.
01:23In einem neuen Spezialauftrag gelingt es Vinze Lang, eine ganze ungarische Einheit davon zu überzeugen, dass es vernünftiger ist, die
01:31Waffen niederzulegen.
01:33Ein Mann, den er schon oft zum Gegner hatte, der Geheimdienstoffizier Erden Keschmarki, findet dabei den Tod.
01:43Schaltet die anderen Lampen auch wieder an.
01:45Zu Befehl.
01:49Wie der erbeutete Film gezeigt hat, Genossen, und es waren dokumentarische Aufnahmen, klammern sich die ungarischen Faschisten an jedem Stück
01:57Boden fest, dass sie noch verteidigen.
02:00Das letzte Aufgebot an militärischen Einheiten sowie die nicht im Kampf stehende Zivilbevölkerung werden dabei mit allen nur möglichen Mitteln
02:07der psychologischen Beeinflussung gegen uns aufgewiegelt.
02:11Dieser Situation ist Rechnung zu tragen.
02:15All das, was sie über uns an Lügen verbreiten, muss widerlegt werden.
02:19Aber um eine wirksame Informationsarbeit leisten zu können, sind so detaillierte Informationen über den Feind notwendig, wie man sie nur
02:26bekommt, wenn man sich bei ihm selbst umsieht.
02:29Wer übernimmt das?
02:30Wie wär's mit Ihnen, Genosse Lang?
02:32Zu Befehl.
02:33Wir machen mit dem Genossenleutnant Lang einen Anfang.
02:37Er soll aber nicht allein bleiben. Andere Kundschafter werden ihm nachfolgen.
02:42Sonderausgabe des Morgenboten von Budapest!
02:45Danke, Herr Graf Christian!
02:47Die deutschen Nachrichten!
02:49Sonderausgabe des Morgenboten!
02:52Lesen Sie das aktuellste, meine Damen und Herren!
02:55Der Morgenbot von Budapest!
02:57Lesen Sie das aktuellste!
03:03Ich habe was für dich.
03:08Diesmal haben wir Glück. Der stellvertretende Chef des Bezirks hat in Irmers Haus eine Wohnung belegt.
03:13Wie könnten wir an ihn rankommen?
03:15Vielleicht mit dem Luftschutztrick. Die Genossen haben schon einige Erfahrungen darin.
03:38Bitte alle mal herhören!
03:40Wir haben jetzt keinen echten Fliegeralarm.
03:41Das ist nur eine Übung.
03:43Diese Herren sind von der Luftschutzkommandantur geschickt worden und haben die Aufgabe, die Luftschutzeinrichtungen unseres Hauses zu überprüfen.
03:50Bitte tun Sie alles, um Ihnen Ihre schwere Arbeit zu erleichtern.
03:56Sie werden jetzt eine Reihe von Wohnungen aufsuchen, um darin Stichproben vorzunehmen.
04:02Es geschieht im Interesse der Verteidigung unseres Heimatlandes.
04:05Wie unsere heldenhaften Soldaten an der Front wollen auch wir zeigen, dass wir bis zum Letzten durchhalten.
04:11Ich denke, jeder zeigt dafür Verständnis.
04:14Und jetzt bitte ich die Herren zunächst, mit mir mitzukommen, damit ich Ihnen unseren Luftschutzraum zeigen kann
04:19und damit Sie sich überzeugen können, dass er auch absolut bombensicher ist.
04:23Sieh mal in den ersten Stock hoch.
04:33Fluch, das ist dieser Ketzerling.
04:35Ja, aber habt ihr denn das nicht gewusst?
04:36Nicht, dass es sich um ihn handelt. Er kennt mich nämlich.
04:38Hey! Frau Hausmeisterin!
04:42Du hast nichts gehört.
04:43Warten Sie einen Moment!
04:45Frau Hausmeisterin! Sie sollen auf mich warten!
04:50Schnell!
04:52Nee, warten Sie doch, Frau Hausmeisterin! Ich komme so schnell nicht nach!
04:59Jetzt Achtung!
05:00Ach, Herr Ketzeli!
05:03Verzeihung, bitte!
05:04Ähm, Herr Ketzeli, ich müsste Sie unbedingt einen Moment sprechen.
05:10In einer Wohnungsangelegenheit geht dabei um eine jüdische Wohnung.
05:15Ich bedauere, so gern ich helfen würde.
05:17Ich bin nur stellvertretender Bezirkschef.
05:20Oh!
05:22Hey! Hallo! Frau Hausmeisterin! Hey!
05:25Wo sind Sie hingegangen?
05:27Ruhig sein!
05:28Ja, es ist besser, wenn du ruhig bist.
05:30Für dich jedenfalls ist das besser.
05:32Bring ihn nach hinten!
05:34Hilfe! Hilfe!
05:34Immer, Sie oben nach!
05:36Hilfe! Hilfe!
05:39Hilfe!
05:45Was ist denn da passiert in Lutschka?
05:47Ja, aber wieso? Wo soll was passiert sein?
05:49Ich habe mit Herrn Ketzeli sprechen wollen.
05:51Er ist Ihnen wie wild nachgerannt und jetzt kommt er nicht wieder.
05:54Ach so!
05:55Es war bloß, weil er die Herren nicht kennt und dann müsste er Ihre Ausweise ansehen, hat er gemeint.
05:59Oh, es ist gut, dass wir Herrn Ketzeli haben.
06:01In solchen Zeiten braucht man so einen Menschen im Haus.
06:04Na, dann werde ich hier auf ihn warten.
06:05Es ist wegen einer Wohnungssache, denn diese Missgute, die habe ich satt.
06:09Wissen Sie, ich bin nämlich scharf auf eine schöne Judenwohnung.
06:13Ich habe hier schließlich sehr oft Herren besucht.
06:15Verlassen Sie sich ruhig auf mich.
06:17Sie wissen, auf mich hört er. Ich bringe das schon in Ordnung.
06:19Das ist sehr freundlich.
06:22Auf Wiedersehen.
06:26Tschüss.
06:31Ich weiß doch nichts, bitteschön. Wirklich, ich weiß nichts. Überhaupt nichts weiß ich, bitte.
06:35Denk dir ja nicht, du könntest uns was vormachen, Ketzeli.
06:38Und dass du dich ausgerechnet in dem Viertel einquartiert hast, das bindest du uns auch nicht als reinen Zufall auf.
06:43Denk gut nach. Er kam immer mit einem Motorrad, das ich noch auf dem Müllabladderplatz die Bude hatte.
06:48Von dir ist er angezeigt worden. Du weißt es noch ganz genau.
06:51Aber was ist nun?
06:53Beresch hieß er.
06:55Beresch.
06:56Anstatt sich richtig um Ihre Arbeit zu kümmern, Sie sind da, um auf Kommunistenjagd zu machen.
07:03Statt also korrekt Ihre Pflicht zu erfüllen, denken Sie nur daran, ohne mein Wissen Eingaben an Hinz und Kunst zu
07:08verschicken.
07:09Sie kompromittieren damit die gesamte Polizei.
07:12Und mich.
07:14Mich ganz persönlich, hochverehrter Herr.
07:19Ihr Papierkrieg ist ein direkter Angriff auf die deutschen Frontsoldaten, denen unsere Heimat so viel zu verdanken hat.
07:25Zurzeit plündern viele von Ihnen. Diese Armee ist so demoralisiert, dass sie raubt und folgt hat.
07:29Hören Sie auf!
07:35Dass Sie plötzlich so empfindlich sind, kann nur einen Grund haben.
07:40Das Ganze ist doch nur eine Rückversicherung.
07:43Die Briefe sollen beweisen, Inspektor Brenner war gar nicht so schlimm.
07:47Und ich weiß auch ganz genau warum. Weil Sie nicht mehr an den Endsieg glauben.
07:53Glauben Sie etwa noch daran, Herr Polizeirat?
07:57Das Boot, in dem wir sitzen, ist im Sinken begriffen.
08:00Jetzt kann man nur noch sagen, rette sich wer kann.
08:05Tja dann, wir trennen uns von ihm. Nehmen Sie ihm die Waffe ab.
08:11Bitte, Herr Polizeirat.
08:14Das kann mir nur nützen.
08:17Wenn wir stolz marschieren, folge mir dem Hauptmann in den Tod.
08:25Doch wer will es kapieren, wenn das Wetter frei wird?
08:29Hey, gib mir auch ein Wunsch.
08:30Wenn Sie zu Herrn Kätzchen wollen, der ist im Moment leider nicht da.
08:33Aber ich habe mit ihm gesprochen.
08:35Er wird sich um Ihre Sonne kümmern.
08:36Sie sind wie eine Märchenfee.
08:37Ein Aschenbrüttel, das allen helfen möchte.
08:40Hey, wer ist denn die alte Knubs bei Hexen?
08:43Du willst doch nicht etwa mit ihr, du Sauhiebe.
08:44Ne, mein Schatz, das will ich nicht, solange ich noch mit dir ins Bett steigen kann.
08:48Aber die Flasche trage ich überhebe.
08:49Ne, mein Schätzchen, dann lässt es sie mir bloß noch fallen.
08:51Aber ich will einen Schluck draus trinken.
08:56Und wenn ich in guter Laune bin, dann wird gleich gar nichts.
09:02Aber zum Glück bin ich in guter Laune.
09:04Und wie ich in guter Laune bin, du bist ja ein Ganswilder.
09:08Dann gib mir ein Buss hier, du Goldkind.
09:09Und dann renn in den Nahkopf, da bist du völlig, mein Stern.
09:16Nun komm endlich rein, mein Held, wo das Haierbettchen steht.
09:20Mach schon.
09:34Niemand kann draußen hören, dass geschossen wird.
09:36Beeil dich!
09:36Und was ist, wenn ich rede?
09:38Das kommt ganz darauf an, worüber.
09:41Ich, ich sag, wie es war.
09:43Wir haben die zwei wirklich erwischt.
09:45Hier im Bitzvirk ist es gewesen.
09:46Ich hatte sie genau beobachtet.
09:48Und dann wurden sie von uns ins Margit-Gefängnis geschaut.
09:54So war es.
09:56Gestern sagt mir also der Wachtmeister Schattmoor, ein sehr aufmerksamer Beobachter,
10:02der sagt mir also, sehen Sie sich doch mal diese Nutte an.
10:06Es heißt, sie würde sich mit Zivilisten nicht abgeben.
10:09Sie wäre nur nach Uniformen verrückt.
10:15Aber was für eine Überraschung erlebe ich, als ich mir das ansehen will.
10:20Du bist gar nicht wild nach Uniformen.
10:22Aus Soldaten machst du Zivilisten.
10:29Dabei ist das offenbar nicht mal der Erste, dem du zu einer solchen Verwandlung verholfen hast.
10:36Fein sieht er jetzt aus.
10:43Wie viel von der miesen Sorte hast du schon verarztet?
10:47Hä?
10:51Ich bring dir die Zähne schon auseinander, du elende Schlampe!
10:55Bleib ruhig, oder du wirst es bereuen!
10:56Es macht mir gar nichts aus, dir auch gleich eine zu verpassen!
10:59Eine Schlampe ist deine hochverehrte Großtante, du faschistische Schweindot!
11:11Das passt zu euch, ihr Tiere!
11:19Das war ein Vorgeschmack von dem, was dich im Margit-Gefängnis erwartet,
11:22bevor sie die Strieße aufhängen.
11:25Bestelle einen Leichenwagen und hol Verstärkung heran.
11:27Und beeil dich, wenn ich mit diesem Landesverräter lange allein bin,
11:30könnte es leicht sein, dass ich mich vergesse.
11:32Na los, traf schon an!
11:33Zu Befehl!
11:40Sie haben einen Desserteur verhaftet!
11:41Einer bewacht ihn, ihr müsst helfen!
11:44Dieser Verräter kann uns keinen Schaden mehr zufügen!
11:46Sperrte ihn ein, und dann kommt mir nach!
11:47Nein, nein, nein!
11:48Oh!
11:57Was ist hier los?
12:03Geheimpolizei!
12:05Der Herr Wittes war gerade dabei, zu desertieren.
12:08Und dieses Weibstück wollte ihm helfen.
12:11Sie hatte mich angegriffen, Kamerad.
12:14Das hier sollte meinen Kopf treffen.
12:16Ich verstehe.
12:18Der Mistkerl wollte sich umkleiden und verschwinden, weil er in den Kampf sollte.
12:23Das hatte er bei sich, Kamerad.
12:25Offener Befehl, er trägt das Datum von heute und ist ausgefertigt 5 Uhr nachmittags.
12:29Der erste, zweite und dritte Zug haben sich am Margitring um 8 Uhr zum Fronteinsatz bereitzustellen.
12:35Solche Drückeberger, die nicht kämpfen wollen, die habe ich sehr gern.
12:38Ihr seid von Horthy nicht in den Waffenrock gesteckt worden, um unsere Heimat zu verraten.
12:43Er hatte zu euch Vertrauen!
12:45Aber was rede ich da viel?
12:47Dieser Kerl braucht eine Kur, wie er sie genau von uns bekommt.
12:50Ich verspreche Ihnen, dass er heute Abend in der Donau schwimmt.
12:58Eine Frage, Kamerad. Sind wir uns schon mal begegnet?
13:01Sie kommen mir bekannt vor.
13:03Na sicher.
13:05Wir haben uns im Herbst des Jahres 1939 im Zimmer von Inspektor Brenner getroffen.
13:09Und dann auf dem Müllplatz, den ich besaß.
13:11Und dann nochmal, als die Hochzeit meiner Tochter gefeiert wurde.
13:15Ähm, demnach sind Sie der Herr.
13:18Warten Sie.
13:20Walco ist Ihr Name.
13:21So ist es.
13:23Ich bin Antol Walco.
13:25Und der junge Mann, der Ihre Tochter heiratete, war ein gewisser Winzelang.
13:32Der ein berüchtigter Kommunist ist.
13:34Ich kenne seinen Namen nicht mehr, seitdem ich das bin.
13:37Ich möchte Sie nicht tränken.
13:38Aber ich würde gern Ihre Papiere sehen.
13:40Und ich möchte Ihre sehen.
13:42Bitte, Geheimpolizei.
13:43Das ist nur eine Blechmarke.
13:44Ich hatte nach den Papieren gefragt.
13:48Na schön, wie Sie wünschen.
13:52Was soll das?
13:53Das ist eine Fälschung und nicht mal gut gemacht.
13:55Nehmen Sie die Hände hoch.
13:57Sind Sie wahnsinnig.
13:58Ich verlange, dass Sie sofort bei der Polizei anrufen.
14:00In Ihrer Lage sollte man nicht zu brüllen.
14:02Das werden Sie bereuen, Walco.
14:04Die Bereitschaftspolizei ist gleich hier.
14:07Dann werden Sie wie alle Staatsverbrecher im Markeldgefängnis landen.
14:24Bitte den Inspektor, aber dringend.
14:27Na los doch.
14:28Meine Kameraden hatten sich in eine leere Schule zurückgezogen.
14:31Aber ohne Zivil kommen Sie da nicht weg.
14:33Da mussten Sie wieder raus.
14:34Aber nur unter Zwang haben Sie den Eid auf Salaschi geleistet.
14:37Wenn du uns helfen willst, dann musst du deine Uniforme der Armbände jetzt wieder anziehen.
14:42Wo hast du das Mädchen eigentlich kennengelernt?
14:46Ich hatte einen guten Freund.
14:48Inzwischen haben ihn diese Schweine hingerichtet, weil er ein Kommunist war.
14:52Der hat mir gesagt, ich sollte mich an Gisike wenden.
15:12Das arme Mädchen war sicher ein Verbindungsmann.
15:15Wir sind sehr viele.
15:16Die Konspiration trennt uns aber auch wieder.
15:18Eine harte Notwendigkeit, die oft zu solchen Tragödien führt.
15:22Diesen offenen Befehl werde ich zunächst bei mir behalten.
15:25Irma, du musst sofort von hier verschwinden.
15:27Geh zu Vera, sie wird die schon verstecken.
15:29Und wir müssen auch weg sein, bevor die Polizei hier eintrifft.
15:39Ist es wahr, dass die russische Vorhut schon in den Budaer Bergen ist?
15:42Es gibt viele Gerüchte, die sich wie ein Lauffeuer verbreiten.
15:46Mehr weiß ich nicht.
15:47Und die Regierung?
15:48Ist das auch ein Gerücht, dass sie bereits die Hauptstadt verlässt?
15:50Die Nationalführer sollen schon unterwegs sein.
15:53Ihre Wagenkolonne vor Richtung Westen.
15:54Das ist absolut richtig.
15:55Das muss sein.
15:56Auf dem Schlachtfeld kann man nicht das Ganze im Auge behalten.
16:00Also Gruppen einteilen.
16:01Zu je 100 Mann.
16:02Und dann im Fußmarsch nach Pili-Schwörder-Schwart, Dorok, Komarom, Jörn.
16:07Sind Sie abmarschbereit?
16:08Es sind zu wenig Leute.
16:10Abgesehen davon, Herr Oberstleutland, könnten wir aber sofort aufbrechen.
16:12Ich will aber doch wenigstens hoffen, diese Männer sind zuverlässig.
16:16Soweit ich das beurteilen kann, schon.
16:18Soll ich antreten lassen?
16:19So eine Eile ist nicht notwendig.
16:21Sie marschieren morgen früh, da können Sie alles besser überwachen.
16:23Zu Befehl.
16:24Der bringt ja noch welche an.
16:26Es ist ein weiterer Transport aus dem Polizeipräsidium.
16:35Herr Oberstleutnant.
16:37Brenner.
16:38Treten Sie vor.
16:43Wie kommen denn Sie hierher?
16:44Er wurde wegen Zersetzung der Widerstandskraft verhaftet.
16:47Großer Gott.
16:50Ich glaube, da hat mich eine Ähnlichkeit getäuscht.
16:53Diesen Mann kenne ich nicht.
16:54Zurück ins Glied.
16:56Na los doch.
17:06Aufhören mit dem Singen.
17:07Schau mal.
17:08Zu Befehl.
17:09Wir fahren keinen Meter weiter, bevor ich nicht rausbekomme, wo wir eingesetzt werden.
17:13Zu Befehl.
17:13Ja, es ist alles klar.
17:14Inzwischen weiter singen.
17:21Ja, Sie sind gemein.
17:25Alle in Kolonne antreten.
17:27Mit Beeilung.
17:28Alle Wehrmacht-Angehörigen am Rathaus sammeln.
17:34Verdammt nochmal, was zum Teufel machen Sie noch hier?
17:36Wollen Sie eine Parade veranstalten?
17:38Sie wissen wohl nicht, dass die Russen schon am Friedhof sind.
17:40Die Bevölkerung in die Keller.
17:42Und Sie, meine Herren, galoppieren jetzt ab zum Friedhof.
17:44Aber mit Tempo.
17:46Eins, zwei.
17:46Eins, zwei.
17:47Eins, zwei.
17:48Eins, zwei.
17:48Eins, zwei.
17:49Eins, zwei.
17:49Aber nicht so lahm.
17:51Auf dem Friedhof, da gehören Sie auch hin, diese Schweine.
17:54Bravo.
17:54So langsam machen Sie sich's, Billerchen.
17:56Dann wissen Sie was, Herr Lang, jetzt habe ich Stiche im linken Ohr und das bedeutet bei mir Glück.
17:59Sie werden übermütig.
18:00Ich kneife Sie gleich ins rechte Ohr.
18:02Übrigens können wir nicht mehr lange in der Uniform rumlaufen.
18:04Wir müssen uns einen Wagen besorgen.
18:11Worauf wartet ihr hier?
18:12Ich melde Gehorsams auf unseren Einsatz.
18:13Junger Mann, erst stramm stehend, dann melden.
18:15Ich melde Gehorsams, wir warten auf den Einsatz.
18:17Aha.
18:17Und der Leutnant hat gesagt...
18:18So, so, wo ist denn euer Leutnant?
18:20In der Stadtkommandatur melde Gehorsams.
18:21Hinsetzen!
18:22Habe ich Ihnen nicht gesagt, dass man sich aus taktischen Gründen zurückziehen muss?
18:25Aber gewiss doch!
18:26Kamerad Spiller, zu Befehl, steigen Sie ins Fahrerhaus.
18:29Zu Befehl!
18:52Stecken Sie sofort Ihren Arm in eine Binde, Spiller.
18:55Warum denn?
18:55Weil sonst Sie fahren müssten und nicht ich, der deutsche Oberleutnant.
18:58Das verstehe ich, nur am Arm fehlt mir nichts.
18:59Sie sind verwundet, in Ihrem Arm steckt ein Splitter.
19:01Deshalb ist er verbunden und Sie haben Blut auf der Uniform.
19:04Lieber Herr Lang, woher soll ich denn das Blut nehmen?
19:05Indem Sie einfach die Augen zumachen und mir kräftig auf die Nase hauen.
19:08Tschau, ich kann nicht mal sehen, wie ein Huhn geschlachtet wird.
19:10Es ist besser, als wenn ich Ihnen auf die Nase haue, denn da würden Sie noch bluten,
19:13bis wir in Budapest sind, Spiller.
19:15Herr Lang, ich bitte Sie.
19:16Na schön, wie Sie wollen.
19:17Helfen Sie mir, helfen Sie mir.
19:19Geil dich ziehen.
19:21Na bitte, jetzt haben wir Blut.
19:24Es kommt keins.
19:25Ach, Hege, es kommt keins.
19:26Übrigens sollten wir lieber darüber nachdenken, wie wir die Jungs los wären.
19:29Vor allem müssen wir abfahren.
19:42Schau mal, wo fahrt ihr denn hin?
19:45Anhalten!
19:46Anhalten!
20:12Absteigen, hier ist Endstation.
20:13Aber die Panzerfäuste oben lassen.
20:16Und dann will ich sehen, ob ihr auch ordentlich antreten könnt.
20:19Na, hoch dich, hoch dich.
20:20Ich will Bewegung sehen.
20:21Das muss gehen wie geschmiert.
20:23Hey du, schreib alle Namen auf.
20:25Der neue Einbürgerungsbefehl wird an jedem zu Hause zugestellt.
20:27Zum Beispiel, wie heißt du, mein Junge?
20:29Barga Janosch.
20:30Barga Janosch.
20:31In meinem Fall bitte den Befehl lieber nicht nach Hause schicken.
20:35Warum?
20:35Weil mein Vater mich totschlägt.
20:37Wieso hat er dich denn dann überhaupt gehen lassen?
20:39Zum Bäcker rüber hat er mich gehen lassen.
20:41Und auf der Straße traf ich dann den Gerendasch.
20:43Und der sagte, komm mit.
20:46Weil jetzt jeder gebraucht wird.
20:47Wir müssen in dieser Zeit zusammenstehen.
20:49Mälde gehorsamst.
20:50Die Heimat ist in Gefahr.
20:52Gerendasch.
20:53Wo wohnst du?
20:54Levelder Platz 2.
20:56Levelder Platz 2.
20:59Haben alle ihre Adressen angegeben?
21:01Noch nicht.
21:01Warum nicht?
21:02Na, weil sich der Janosch Schwager vor seinem Vater fürchtet.
21:05Herr Oberleutnant, sollen wir ihn verprügeln oder in der Donau schwimmen lassen?
21:09Der fürchtet sich vor seinem Vater?
21:10Na, dich werde ich mir vorknöpfen.
21:12Komm her.
21:13Du bleibst bei uns.
21:14Alle anderen gehen in Bereitschaft für den nächsten Einsatz.
21:18Die Befehle dazu werden euch rechtzeitig zugeschickt.
21:22Deshalb darf keiner von euch seine Wohnung verlassen.
21:24Kehrt!
21:25Ihm, Laufschritt!
21:27Nach Hause!
21:27Marsch!
21:291, 2, 3!
21:301, 2, 3!
21:301, 2, 3!
21:39Was für eine Art von Hosenriemen hat denn dein Vater?
21:41So ein dickes Ding.
21:42Der ist vielleicht...
21:43Wie ist er?
21:43Mit einer Metallschnalle.
21:44Mit einer Metallschnalle.
21:45Der flucht, Dick.
21:46Na ja, mein Sohn.
21:48So schlimm, denke ich, wird's schon nicht werden.
21:50Warte.
21:51Hier, nimm.
21:51Dafür kaufst du vorher irgendwo Brot ein.
21:53Wenn du ihm gleich ein bisschen was mitbringst, wird er dich vielleicht nicht so durchhalten.
21:57Wir halten durch.
21:58Hochleben unser Salaschi.
21:59Hochleben unser Salaschi.
22:01Sagen Sie, woher haben Sie auf einmal so viel Geldspielerchen?
22:04In der Uniform drin.
22:06Übrigens, was wird jetzt mit uns, Herr Lach?
22:08Mit uns?
22:09Zuerst mal, Sie müssen jetzt nicht mehr simulieren.
22:11Das muss ich nicht mehr.
22:12Nein, nun nicht mehr.
22:14Stattdessen bringen Sie das Funkgerät, damit ich den Genossen mitteilen kann, alles läuft
22:17wie vorgesehen.
22:19Und anschließend suchen Sie nach einer Telefonzelle.
22:22Die Adresse einer gewissen Krankenschwester würde mich schon sehr interessieren, Spiller.
23:01Hallo, die Chirurgie?
23:04Ich möchte gern Frau Lahn sprechen.
23:07Und wann ist sie wieder im Dienst?
23:09Erst morgen früh?
23:10Das ist zu spät.
23:12Könnten Sie mir bitte Ihre Adresse geben?
23:16Danke sehr.
23:17Ich danke Ihnen vielmals.
23:18Dynamit und Zündkapseln sind in der Grube.
23:20Nur die nötigen Waffen, die fehlen uns leider noch.
23:23Und dabei, was auf der Wiener Straße los ist.
23:26Eine Menge großer Tiere laufen wir unserem Haus hin und her.
23:29Und Kolonnen von Militärfahrzeugen sind nach Pest unterwegs.
23:32Hätten wir Waffen gehabt, wir hätten uns schon so viele schnappen können, wie wir ihn
23:35irgend brauchen.
23:47Ein paar Pistolen und wir könnten eine Aktion starten.
23:50Wir sind jetzt gut versorgt.
23:52Gott sei Dank, so schwer das auch war.
23:54Seit einem Monat bin ich damit beschäftigt, Maschinenpistolen und Handgranaten und was
23:58dann noch alles ist, nach Hause zu tragen.
24:01Aber Sie müssen auf meinen Vater warten.
24:02Das muss er entscheiden.
24:21Kommt, ihr geht von der anderen Seite ran.
24:23Das kriegen wir hin.
24:28Ein Deutscher und ein Pfeilkreuzler.
24:31Geben Sie mir eine Pistole.
24:58Keine Muckser.
24:59Kommt, steh, sei schnell oder du bist erledigt.
25:01Hallo?
25:02Hier ist das Nationale Rechenschaftsgericht.
25:06Regierungskanzlei.
25:08Zu Befehl.
25:09Der Innenminister.
25:14Ja, hallo?
25:15Ja, am Apparat.
25:17Wir hätten schon begonnen.
25:19Die meisten sind aber am Abend abmarschiert.
25:21Und wir können die Akten nicht mehr finden.
25:23Jawohl.
25:24Jawohl.
25:25Jawohl, selbstverständlich.
25:27Wird ausgeführt.
25:30Was will der denn?
25:31Es geht darum, dass wir schnellstens anfangen sollen mit unseren Urteilsverkündungen wegen der Pfeiße.
25:36Es soll eine abschreckende Wirkung haben.
25:38Mehr als arbeiten kann doch niemand.
25:53Wir müssen uns nicht übel.
25:54Wie sollten wir euch erkennen?
25:56Dass du das Auto mitgebracht hast, passt sehr gut.
25:58Weißt du, wir wollen verhindern, dass wir noch mehr Gefangene in die Mine bringen.
26:01Ihr seid schon aktiver, als ich dachte.
26:04Und bei einer Gefangenenbefreiung könnte ich euch vielleicht helfen.
26:07Aber dazu brauche ich eine Genehmigung.
26:10Eigentlich bin ich ja als Kundschafter hergeschickt worden.
26:15Sobald ich kann, funke ich.
26:18Eins, zwei, drei.
26:20Eins, zwei, drei.
26:22Eins, zwei, drei.
26:24Eins, zwei, drei.
26:29Eins, zwei, drei.
26:31Nichts weg, Arsch!
26:42Abteilung, halb!
26:44Rechts um!
26:46Wie das aussieht!
26:48Ihr wollt Soldaten sein!
26:49Ein Sauhaufen seid ihr!
26:52Riecht euch!
26:56Also ich gehe.
26:57Gehe und gehe und marschiere immer weiter über Land und Feld.
27:01Plötzlich zwei Feld-Gandarmen.
27:03Woher, wohin?
27:03So ganz allein, Herr Hauptmann, fragen Sie.
27:06Ich antworte.
27:06Das geht Sie nichts an.
27:07Führen Sie mich sofort zu Ihrem Kommandanten.
27:09Das lässt sich machen, grinst der unverschämte Karl.
27:11Er war wirklich ungeheuer frech.
27:13Nach einer Viertelstunde stehe ich vor einem grünen Schnabel von Oberleutnant,
27:16der interessiert in meinen Papieren rumstöbert.
27:18Bis er dann sagt, wo ist denn Ihr Bataillon geblieben, verehrter Herr Hauptmann?
27:22Das weiß ich nicht, erwidere ich.
27:23Haben Sie ihm gesagt, dass Sie zu den Russen rüber wollten?
27:26Oder etwa nicht?
27:27Dazu kam's nicht, denn er schnitt mir genauso das Wort ab wie Sie, Herr Oberst.
27:31Ich wollte ihn eigentlich bitten, mich einem ranghöheren Offizier vorzuführen.
27:34Und dem hätte ich meine Gewissensgründe dargelegt,
27:36dass ich nicht mehr an Sie glaube und nie recht für die Deutschen war.
27:39Jedoch, ich kam nicht dazu und war bald weder Hauptmann noch Herr Hauptmann.
27:43Für ihn war ich nur, du Mistsau.
27:45Mistsau.
27:46Und das muss man sich bieten lassen als Graf, der von Uraltem geblüht ist.
27:50Und trotzdem zu den Russen überlaufen will.
27:54Wohin hätte ich denn sonst gehen können?
27:57Denken Sie, da hätten Sie Freunde gefunden?
28:02So wie es jetzt steht, sucht man selbst beim Teufel Zuflucht.
28:06Jawohl, wie Sie befehlen.
28:08Aha, noch ein paar.
28:1020?
28:11Zu Befehl.
28:14Wo ist denn hier die Kommandantur?
28:17Jawohl.
28:19Selbstverständlich.
28:22Wie Sie befehlen.
28:23Zu Befehl.
28:26Wo ist die Kommandantur?
28:27Da entlang, bitte.
28:29Aber das nationale Rechenschaftsgericht ist hier.
28:31Ich lasse soeben die zurückbehaltenen Gefangenen antreten.
28:34Da sind wir hier richtig, der Herr Oberleutnant soll sie abholen.
28:36Zu Befehl.
28:37Aber Beeilung erwartet nicht.
28:38Jawohl.
28:38Zu Befehl.
28:39Da bitte sind die Zellen.
28:57Die Kommunisten und die Juden müssen auf jeden Fall weggeschafft werden.
29:00Haben Sie eine Namensliste?
29:06Das ist ja nur ein offener Befehl.
29:08Auch wenn er auf den Namen des Herrn Feldlebels ausgestellt ist, berechtigt er Sie nur, sich
29:12mit Ihrer Abteilung dem Begleitpersonal anzuschließen.
29:14Und nicht nur, dass Sie das mit der Liste verträudelt haben.
29:17Schlimmer noch ist, dass Sie schon vor mindestens zwei Stunden hier sein sollten.
29:20Meldige Horsamst, unsere Kompanie hat bis Mitternacht Schützengräben ausgehoben.
29:23Und etwas Schlaf musste ich den Männern ja schließlich auch geben.
29:27Auf die zurückgelassenen Gefangenen erheben auch wir das nationale Rechenschaftsgericht.
29:31In gewissem Maße Anspruch.
29:33Übrigens muss ich auch Ihre Papiere kontrollieren.
29:43Also auf Befehl des nationalen Rechenschaftsgerichts.
29:48Jawohl, Herr Oberleutnant.
29:49Auf Befehl des nationalen Rechenschaftsgerichts.
29:50Na, ich werde es mit denen besprechen.
29:52Machen Sie alles so, wie ich es Ihnen gesagt habe.
29:54Haben Sie verstanden?
29:56Zu Befehl.
30:23Schuss, du Fenster.
30:26Weißt du, wo Holborn ist?
30:28Der ist schon abtransportiert.
30:31Was stehen Sie da noch rum?
30:33Führen Sie endlich meine Befehle aus.
30:34Verstanden?
30:35Er hat Zubefehl.
30:40In einer Reihe aufstellen.
30:42Aber ordentlich.
30:43Sie auch.
30:44Ihr schlaft fast ein.
30:45Muss ich höchst Beine machen.
30:48Los, los, los.
30:53Kätzeli.
30:55Kätzeli?
30:56Jawohl.
30:56Doch nicht etwa der aus dem Bezirk am Wazziweg.
31:00Aber genau.
31:00Also doch.
31:02Den Kätzeli aus diesem Bezirk.
31:05Den kenne ich.
31:07Und der da vor uns steht.
31:10Sie meinen sicher meinen Onkel.
31:12Das lässt sich überprüfen, denke ich.
31:16Und ich werde es auch überprüfen, mein Herr.
31:26Soll ich hier vielleicht Wurzeln schlagen?
31:37Warum geht das nicht vorwärts, Kätzeli?
31:39Wir sollten unverzüglich von hier aufbrechen.
31:41Ist nicht meine Schuld, Herr Oberleutnant.
31:43Würden Sie mir bitte erklären, wie ich das verstehen soll?
31:46Auf die Gefangenen erheben die Herren selber Anspruch.
31:49Und des Weiteren meint man, es würden Zweifel an meiner Person bestehen.
31:52Ich persönlich zweifle nicht.
31:54Und die Urteilsvollstreckung geschieht auf höhere Anweisung.
31:56Gott verdammt, das ist eine unerträgliche Scheiße.
31:59Menschenskind, wo leben Sie denn?
32:00Was glauben Sie, wer hier bestimmt?
32:01Na schön, wie Sie wollen.
32:12Hallo?
32:14Gestapo?
32:16Verbinden Sie mich bitte mit KE2, Kamerad Kätzeli.
32:20Sie bleiben hier, die anderen raus.
32:23Heil Hitler!
32:24Heil Hitler!
32:25Einen Moment.
32:27Darf ich um einen Ausweis bitten?
32:31Na los.
32:39Hast du alle gefunden?
32:42Birrisch haben sie gründlich fertig gemacht.
32:44Und Dalwan?
32:45Der ist schon abtransportiert.
32:48Die nächste Gruppe!
32:51Umdrehen, Hände in den Nacken!
32:54Feuer!
32:58Die nächste Gruppe, los, los, los!
33:10Hände in den Nacken und Stegelstangen!
33:13Umdrehen!
33:14Feuer!
33:17Das zerrt an den Nerven, Herr Inspektor.
33:20Natürlich.
33:22Es ist tragisch und zugleich komisch.
33:26Gerade mit denen werde ich in einem Grab liegen.
33:31Wissen Sie, wer dort zum Beispiel läuft?
33:35Ich bin ihm seit 1937 nachgejagt.
33:40Er war einer der gefährlichsten.
33:42Hände in den Nacken!
33:44Holwan.
33:45Umdrehen!
33:45Holwan!
33:46Feuer!
33:47Feuer!
34:05Das war's.
34:18Vollbahn! Vollbahn!
34:20Niederher!
34:53Und nicht nur, dass wir in dieser schändlichen Lage sind, gnädige Frau. Ich habe auch Anlass zu befürchten, die lange
34:58Haft hat meinen Augen geschadet.
35:00Wer blind ist, muss nicht mehr sehen, was mit uns geschieht.
35:03Gewiss, aber ich bin nicht blind. Ich sehe etwas, das nicht sein kann. Dass nämlich dieser deutsche Oberleutnant ein bekannter
35:08unkarischer Kommunist ist.
35:09Sind Sie sicher, Herr Hauptmann, dass wir mit dem langen Haftaufenthalt wirklich nur Ihre Augen gelitten haben?
35:14Lassen Sie das!
35:15Vollhalten! Und ein bisschen mehr Tempo!
35:19Ich gehe ja schon schneller.
35:21Unverschämtheit! Ich bin Offizier!
35:22Alle da aufstellen!
35:24Wie die Ersten mit dem Gesicht zum Wartner!
35:26In die Reihe!
35:27Jawohl, zu Befehl!
35:28Na, sind die Damen und Herren endlich soweit?
35:30Wir können anfangen!
35:32Alle wieder umdrehen!
35:38Wir haben Sie an diesen versteckten Ort gebracht, um Ihnen Ihre Freiheit wiederzugeben.
35:44Wozu auch noch Zynismus?
35:45Wundert Sie das? Von denen bin ich das gewöhnt.
35:48Wir sind keine Faschisten, meine Herren, auch wenn wir faschistische Uniformen tragen.
35:53Sie werden jetzt gleich von uns Ihre Papiere bekommen.
35:55Das ist aber alles, was wir vorerst für Sie tun können.
35:58Ich empfehle Ihnen, sich in kleinen Gruppen im Wald zu verstecken.
36:01Sie können dann heute Nacht oder morgen früh weitergehen.
36:05Aber seien Sie sehr vorsichtig.
36:07Der Krieg ist noch nicht zu Ende.
36:08Sie könnten schnell wieder verhaftet werden.
36:14So sehen wir uns wieder, Herr Beresch.
36:16Ihr Motorrad ist freilich verschwunden, aber wir werden ein anderes beschaffen.
36:19Ich will bloß hoffen, ein genauso gutes, Herr Walkow.
36:24Hierher, bitte.
36:25Ich werde Ihnen jetzt die Ausweise aushändigen.
36:27Na, kommen Sie nur, alles ist wahr.
36:30Ja, das ist Ihrer, der Nächste, bitte.
36:32Ja, der ist richtig.
36:34Ein Moment.
36:35Ach ja, da ist er.
36:36Der Nächste.
36:37Der Nächste.
36:40Wo kommst du denn schon wieder her?
36:42Ich bin als Deserteur festgenommen worden,
36:45als sie mich nach Hause geschickt hatten, mit dem Geld für das Brot.
36:48Da stand plötzlich eine Streife auf der Straße
36:50und einer hat mich angeschrien, Hände hoch.
36:52Und danach haben sie mich auf einen Wagen geladen
36:54und in das Gefängnis gesperrt, weil ich ein Landesverräter wäre.
36:58Sie haben mich furchtbar verdroschen.
37:00Und was am meisten weh getan hat,
37:01das war, als sie mir mit dem Lineal auf die Finger hauten.
37:04Und zu Hause bist du noch gar nicht gewesen?
37:06So weit kam ich doch nicht.
37:10Und wo wohnst du?
37:11Ich wohne am Zeglerplatz.
37:13Und was wird, wenn sie dich wieder erwischen?
37:16Du musst doch endlich wieder heimkommen, hm?
37:18Denk bloß an den dicken Hosenriemen.
37:21Sie begleiten den jungen Helden, Kamerad Spiller.
37:23Und dann kommen sie mir nach.
37:25Die Adresse ist bekannt.
37:26Na, freilich kenne ich die Adresse, Herr Lang.
37:27Auf geht's.
37:38Erinnern Sie sich noch an mich, Ihre Frau?
37:41Haben Sie etwa in meiner Schuhfabrik gearbeitet?
37:43Sehr richtig.
37:45Entlassen wurde ich damals von Ihnen durch Aussperrung
37:47im Jahr 1937 am 10. September.
37:51Elf Uhr vormittags.
37:54Ein bewundernswertes Gedächtnis.
37:56Und gerade so einem Mann verdanken Sie die Freiheit.
38:00Seht langsam zu, dass wir fertig werden.
38:02Die Zeit wird knapp.
38:03Herr Graf!
38:06Oder gibt's noch Unklarheiten?
38:11Bitte, wer sind Sie?
38:13Äh, wir haben doch auch einen Namen, junger Mann, hm?
38:16Sie sollten etwas weniger sprechen und dafür schneller fahren.
38:19Hoffentlich haben Sie überhaupt das Autofahren gelernt, hm?
38:23Lang.
38:25Der Winzel Lang.
38:27Also, das ist eine große Freude für mich.
38:29Tja, meine neue Uniform überrascht Sie wohl.
38:31Ehrlich gesagt, ich kann da nicht widersprechen.
38:33Ich hatte viele Uniformen, verehrter Herr Graf.
38:36Unter anderem hatte ich auch einmal eine sehr schicke Chauffeursuniform, Herr Graf,
38:40mit goldenen Tressen.
38:41Ich weiß, die hat Ihnen mein Kammerdiener im Krankenhaus abgenommen,
38:44als diese unglückselige Karambolage passiert war.
38:47Ist lange her, Herr Graf, fast vergessen.
38:49Und ich konnte mir auch immer andere Kleidung besorgen.
38:52Irgendwas hat sich jedes Mal gefunden.
38:54Mal eine Hose und eine Jacke und stets hat's gepasst, was es auch immer war.
38:58Seltsamerweise war es häufig eine Uniform.
39:01So bewahrheitet sich, was Ihr Kammerdiener, der Herr Jenö, zu mir gesagt hat,
39:05Uniform ist Pflicht für Sie.
39:07Diese Uniform trägt sich noch ganz wunderbar dagegen Ihre, wenn man die so ansieht.
39:12Na, die hat schon eine Menge mitgemacht.
39:13Auch wenn Sie sich wundern, ich bin nicht rein zufällig hier, Herr Lang, wirklich nicht.
39:16Nein, nein, nein, nein.
39:16Ganz ehrlich, ich bin immer gegen die Nazis gewesen.
39:19Im Herzen, Herr Lang, habe ich mich immer als Ungar gefühlt.
39:21Ich bin Ungar in der Ukraine gewesen, an der slowakischen Grenze.
39:24Ich war es als der Fahnenflucht bezichtigte Offizier.
39:27Das diktierte mir mein Gewissen und der edle Geist meiner Ahnen.
39:29Der Geist Ihrer Ahnen war das.
39:32Sehen Sie, Herr Graf, wann und wo Ihnen etwas von Ihrem Gewissen diktiert wurde,
39:37darüber können wir jetzt kein längeres Gespräch führen.
39:40Eines aber würde ich doch gern von Ihnen erfahren.
39:43Vorausgesetzt, Sie wollen ehrlich antworten.
39:46Meinen Sie immer noch, wir wurden rein zufällig von der Straße abgedrängt,
39:49sodass wir gegen den Baum prallten und uns beinahe unsere Schädel zertrümmerten?
39:53Für mich, Herr Lang, ist längst erwiesen, dass dieser deutsche Diplomat schuld war.
39:58Tja, dann, Herr Graf, lassen Sie sich Ihre Ausweispapiere geben
40:03und dann können Sie von mir aus gehen, wohin Sie wollen.
40:07Ich danke vielmals, lieber Herr Lang.
40:11Übrigens, Herr Lang, wie sich das Schicksal der Welt auch wenden mag, auf mich,
40:17da können Sie immer zählen.
40:19Ich hoffe, ich muss auf Ihr Angebot nie zurückkommen, lieber Herr Graf.
40:26Servus.
40:41Doch.
40:43Genau.
40:44Doch, was das aus.
40:48Komm, meine Jonge.
40:52Okay.
41:26Sie kamen immer wieder. Jäger und Bombenflugzeuge. Wann wird das einmal ein Ende haben?
41:38Wissen Sie was über seine Eltern?
41:41Alle, die während des Alarms in den Keller gegangen sind, wir sind auch dort unten geblieben.
41:48Vorher hatte ich deinen Vater noch gesucht. Das ganze Viertel hat er nach dir abgesucht.
41:54Aber dann ist er auch in den Keller gegangen. Die anderen von euch waren schon dort.
42:07So genau weiß er es bestimmt nicht. Vielleicht waren sie gar nicht im Keller.
42:11Hör auf zu weinen. Siehst du, ich war schon als ganz kleines Kinderleim.
42:16Und bin dann doch groß geworden.
42:21Was meinst du dazu?
42:23Wenn wir beide zusammenbleiben würden, dann wäre ich auch nicht mehr so allein.
42:30Ich konnte dich von Anfang an gut leiden.
42:39Na, sag schon einverstanden. Wir machen es so, ja?
42:43Ja?
42:46Eines Tages ist dieser Elendbezirkus zu Ende.
42:50Und dann wird uns der Herr Lang eine Wohnung besorgen.
42:53Wir haben sie uns verdient, nicht wahr?
42:57Und dann wirst du auf ein Gymnasium gehen.
43:01Du, da sorge ich dafür.
43:03Und wenn du dann gut lernst, kannst du ein Doktor werden oder ein Ingenieur.
43:07Alles, was du willst, kannst du da werden.
43:11Zum Teufel, das wird doch dann eine ganz andere Welt sein.
43:16Na, nicht mehr weinen, mein Junge.
43:22Komm, wir gehen jetzt.
43:24Komm.
43:36Hier, L1. Hier, L1. Geh auf Empfang.
43:41Kommen.
43:51Es war der Plan der Roten Armee, die ungarische Hauptstadt und ihre friedliche Bevölkerung zu schonen.
43:57Zu diesem Zweck sind auf verschiedenen Wegen Parlamentäre nach Budapest entsandt worden.
44:02Sie sollten den von allen Seiten eingeschlossenen Feind zur Einstellung der Kampfhandlungen auffordern.
44:08Meinen ursprünglichen Auftrag verändernd, befehle ich Ihnen,
44:22hier, L1. Hier, L1. Sendung empfangen, ich habe verstanden.
44:27Hier, L1. Hier, L1. Sendung empfangen, ich habe verstanden. Ende. Ende.
44:35Na, was gibt's Neues, Herr Lang?
44:37Wie viel Zeit brauchst du, bis du deine Leute gesammelt hast?
44:40Ein bis zwei Stunden.
44:41Aha.
44:42Ich hoffe, du bist einverstanden, dass ich sie einsetze. Es kann noch sehr, sehr wichtig werden.
44:46Was ist passiert?
44:47Ich habe einen neuen Auftrag erhalten.
44:48Wir sollen kontinuierlich melden, an welchen Stellen der Stadt die Faschisten größere Einheiten konzentrieren.
44:53Insbesondere interessiert sich der Kommandeur für die Stellung der Artillerie und der Minenwerfer.
44:58Budapest ist eingeschlossen.
45:00In Kürze wird der Angriff der Roten Armee beginnen.
45:03Na, endlich. Wir warten schon lange darauf.
45:05Komm, meine Kleine, wir müssen die Gnäste verständigen.
45:07Noch was zu besprechen.
45:08Gut, bleib noch.
45:10Ich werde inzwischen auf die Straße gehen.
45:12Spiller, kommen Sie.
45:13Spiller wird von mir hier gebraucht.
45:14Ja, was denn nun?
45:15Soll ich, soll ich gehen oder soll ich bleiben, wenn die Frage erlaubt ist?
45:18Ich meine, Sie sollen gehen und zugleich bleiben.
45:19Ja, und wie macht man das?
45:21Als erstes werden Sie dem Jungen was zu essen geben und als zweites ziehen Sie mit ihm in den Kerl.
45:25Jawohl.
45:26Verstehe vollkommen, Herr Lang.
45:28Einmal oben, einmal unten.
45:31Hochachtungsvoll.
45:44Ich habe so große Angst um dich, Winze.
45:46Sag mir, dass dir jetzt nicht was passiert.
45:49Mir wird ganz bestimmt nichts passieren, Diratschka.
45:52Worüber denkst du nach?
45:56Mir fiel ein, dass Weihnachten schon wieder vorbei ist.
45:59Erinnerst du dich an unser erstes Weihnachten?
46:01Hm, ich werde das nie vergessen.
46:04Du hast mir eine Halskette gekauft und dich kaum getraut, sie mir zu geben.
46:09Ja, eine Halskette.
46:12Ich traute mich kaum, sie dir zu geben.
46:15Aber jetzt traue ich mich.
46:18Auch wenn es sich nicht gehört,
46:20ein Geschenk, das man schon gemacht hat, noch einmal zu verschenken.
46:23Meine Halskette.
46:26Mein Gott, welchen langen Weg sie zurückgelegt hat.
46:30Kein längeren Weg als wir beide, Wiratschka.
46:34Wiratmen.
46:37Wiratmen.
46:42Wie?
46:52Was?
46:53Wiratmen.
46:54Wiratmen.
46:56Wiratmen.
46:57Wiratmen.
47:08Musik
47:36Musik
47:58Musik
Kommentare