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Kurzfilme
Transkript
00:09Musik
00:21Sowjetisches Territorium nahe der polnischen Grenze im Zweiten Weltkrieg.
00:26Noch ist es Hinterland der faschistischen deutschen Wehrmacht.
00:30Aber seit der Stalingrader Schlacht treibt die Rote Armee die Okkupanten immer weiter zurück.
00:36Unterstützt von Partisaneneinheiten, die hier im Hinterland ihre schwere Arbeit leisten.
00:41Einer von ihnen gehört Winzelang an.
00:46Genossen, geht in Deckung.
00:51Das sind ja Ungarn.
01:18Und wo lang geht's, Herr Oberleutnant?
01:21Da hin.
01:22Wir dürfen den Sumpf nicht verlassen.
01:25Dort im Wald könnten Partisanen sein.
01:27Denen würde ich jetzt jedenfalls lieber als den Deutschen begegnen.
01:30Wir sind doch sowieso längst am Ende.
01:31Schweigen Sie!
01:33Ich müsste Ihnen sonst eine Kugel durch den Kopf jagen, bevor es einer von der Truppe hört.
01:38Wir müssen hier unbedingt rauskommen.
01:40Eine andere Chance gibt es nicht mehr für uns.
01:42Hier ist es nicht mehr, wie es vorne an der Front war.
01:44Ja, da haben Sie vielleicht noch Gefangene gemacht.
01:47Aber hier hinten im Partisanengebiet, die würden uns ohne viele Worte sofort aufhängen.
01:52Meiner Ansicht nach ist das Nazi-Propaganda.
01:54Es scheint, Sie sind schon ziemlich verseucht.
01:58Ich will bloß hoffen, die Stimmung geht wieder vorüber.
02:02Oder denken der Herr etwa gar schon ans Desertieren.
02:06Nur noch ein bisschen durchhalten.
02:08Wenn wir erst wieder Anschluss haben, dann kommt alles in Ordnung.
02:13Eins wird uns die Heimat für alles danken.
02:16Wir dürfen nur nicht knieweich werden.
02:21Was heißt da knieweich werden?
02:23Wir sind einfach fertig, das ist es.
02:25Und die in der Heimat haben davon keine Ahnung.
02:29Ja, der Herr Feldbischof hat gesagt, als wir weggefahren sind, mutig sein, Leute, vorwärts.
02:35Weil der Herr Reichsverweser mit uns den Eid auf die Krone geschworen hat.
02:39Hat er gesagt.
02:40Ja, und deshalb würden wir siegen.
02:41Und Not müssten wir niemals leiden.
02:44Ja, und wo immer wir sind, da würde die Heimat für uns sorgen.
02:47Und wie hat sie für uns gesorgt?
02:50Schlecht.
02:50Oder besser gesagt, gar nicht.
02:52Wie ein Apfel, der wurmschig ist, haben sie uns fallen gelassen.
02:55Und dann sollen wir doch die Knie durchdrücken wie zum Parademarsche.
02:59Das ist ein bisschen viel verlangt, Herr Oberleutnant.
03:01Ihr müsstet mich doch nun wirklich kennen, Leute.
03:03Ich bin genau wie ihr immer durch die dickste Scheiße marschiert.
03:06Naja.
03:07Und ich bin nicht blöd, ich weiß auch, dass im Moment irgendwas hinkt.
03:10Aber trotzdem werden wir durchhalten.
03:13Und wer nicht spurt, dem sag ich.
03:15Noch haben wir Krieg, noch ist er nicht vorbei.
03:17Oh doch, Herr Oberleutnant.
03:18Für Sie ist er vorbei.
03:20Waffen wegwerfen und Hände hinter den Kopf.
03:22Und dann nach rechts gehen.
03:24Nach rechts?
03:24Diese feige Bande.
03:28Halt!
03:29Hände hoch!
03:31Und die Waffe weg!
03:41Erschießen Sie uns bitte nicht.
03:42Wir sind doch keine Faschisten.
03:43Wir haben das alles nicht so gewollt.
03:44Er hat bloß mitgemacht.
03:46Aber nur seine Durchlauch.
03:47Der Herr Reichsverweser ist schuld.
03:48Und vielleicht noch der Herr Feldbischof, nicht wahr?
03:51Sie benutzen Begriffe, als ob Sie selber Ungarn wären.
03:53Nimmt man unsere Nationalität, sind wir Ungarn, Herr Fenrich.
03:56Aber doch ziemlich andere als Sie.
03:58Vor allem andere als Ihr Oberleutnant.
04:00Genauer, Ihr gewesener Oberleutnant.
04:02Ich schwöre Ihnen, wir wollten Schluss machen.
04:05Nur diese Feigheit und die Gewohnheit immer zu gehorchen.
04:08Und vielleicht, dass er schon so lange unser Kommandeur war.
04:12Bei Kharkov war die Kompanie noch beisammen.
04:14Dann aber hatten wir starke Verluste und Deutsche nahmen uns unser letztes Pferd weg.
04:18Sie haben uns vor der Straße gejagt.
04:19Und sogar auf uns geschossen.
04:21Viele von uns sind später auch im Schnee geblieben.
04:24Seitdem marschieren wir nun Tag und Nacht.
04:27Ich lüge nicht, wenn ich sage, wir haben diesen Krieg schon lange verflucht.
04:31Wirklich, wir wollten nicht mehr.
04:32Sagen Sie, warum sind Sie da trotzdem weitermarschiert?
04:35Ein einzelner Mann gegen eine ganze Gruppe?
04:38Er hatte eine Art, Befehle zu geben.
04:40Da kann man erst gar nicht auf die Idee zu widersprechen.
04:42Und das ging jedem von uns.
04:43Ja, das ist wahr.
04:45Er hat erst vorhin noch einen Soldaten ins Moor gejagt.
04:48Und der arme Teufel marschierte gehorsamlos.
04:50Und das war glatter Mord.
04:51Ihr hättet ihm doch helfen müssen.
04:52Sicher.
04:53Ja, sicher, sicher.
04:55Hättet ihr doch euren Arschaufreißer ins Moor gejagt.
04:58Vorhin hat wirklich nicht mehr viel dran gefehlt.
05:00Das ist das Schlimme bei den Ungarn, Onkel.
05:02Dass sie immer nur über das reden, was zu guter Letzt gerade noch gefehlt hat.
05:07Ihr könnt jetzt die Hände wieder runternehmen.
05:10Will jemand rauchen?
05:11Ich.
05:12Vielen Dank.
05:13Auf Ruhm?
05:14Jawohl.
05:15Na, dann werde ich dir mal eine drehen.
05:16Hilfe!
05:20Herr Gottsegen, unser Lahand.
05:23Ich bin ein ungerischer Hornwirt, der gern kämpfen will.
05:27Herr Oberleutnant, ich war immer gottesfürchtig und voller Liebe für die Heimat, die ich gern verteidigen will.
05:34Lasst mich bitte nicht hier.
05:36Kameraden, hört mich.
05:38Spiller?
05:39Das kann nicht wahr sein.
05:40Spiller?
05:41Oh, oh, oh.
05:42Lasst mich nicht hier, Kameraden.
05:44Lasst mich nicht hier.
05:45Ich diene treu der Heimat.
05:46Immer da.
05:47Oh, ich bin selber erschrocken.
05:48Spiller, was treibt Sie hierher?
05:50Spiller!
05:53So ein Wiedersehen hätte ich nicht für möglich gehalten, Spillerchen.
05:58Was haben Sie denn da am Hals zu hängen?
06:00Das ist mein Militärschuhwerk.
06:01Für ihn.
06:02Kein.
06:03Und womit laufe ich jetzt herum?
06:05Spiller.
06:06Ich freue Sie zu sehen, ja, Herr Lang.
06:09Oh, pardon.
06:11Ich will sagen, Sabo.
06:13Kunstschmied von Beruf, wie ich immer sagen sollte.
06:15Wo kommen Sie denn hierher, Herr Lang?
06:16Es war wohl nicht sehr schön da im Zumpfwasser.
06:18Kein was fürchterlich.
06:19Auf der Müllkutsche, auf der wir damals gefahren sind, da hat es nicht so gestunken wie hier.
06:23Ja, gestunken hat es.
06:25So wären Sie ganz bestimmt nicht in die gute Stube eingeladen.
06:28Und nun zur Sache, Spillerchen.
06:30Soweit ich mich erinnere, sind Sie doch ins Gefangenenlager gebracht worden.
06:33Jawohl.
06:33Wie kommt es denn da, dass Sie auf einmal wieder hier auftauchen, Spillerchen?
06:38Der Herr Oberleutnant.
06:39Mit dem ist es vorbei.
06:40Sie brauchen keine Angst mehr zu haben, Spillerchen.
06:42Und jetzt kommen Sie.
06:43Ich will endlich wissen, was los war.
06:46Herr Lang, sind das denn unsere?
06:48Tun die mir auch nichts?
06:49Da ist keinerlei Gefahr.
06:50Und ich darf Herr Lang sagen?
06:51Sie dürfen Herr Lang sagen.
06:52Herr Lang, hochachtungsvoll.
06:53Aber darf ich es auch wirklich...
06:54Gewiss doch, Sie dürfen es, ja.
06:55Also das war so bitte schön, dass ich dort abgehauen bin.
06:58Abgehauen?
06:58Jawohl.
07:03Erinnerst du dich noch an ihn?
07:07Nein, überhaupt nicht.
07:09Und du?
07:10Sind das bestimmt die unseren, Herr Lang?
07:11Ja, freilich, Sie können es mir glauben, Spiller.
07:13Ja.
07:14Kennst du ihn auch nicht mehr?
07:16Dem habt ihr doch damals am Bahndamm eins über den Schädel gehauen.
07:20Ach ja, am Bahndamm, freilich.
07:22Heller geworden ist er dadurch nicht.
07:23Es wirkt aber noch, meldegehorsamst.
07:25Ich spüre die Folgen davon noch immer.
07:28Spiller, wenn es erlaubt ist.
07:30Spiller aus Budapest.
07:32Angenehm.
07:33Spiller.
07:34Hochachtungsvoll.
07:35Jener Spiller, der, wie mir Herr Lang erzählt hat, ich darf doch Herr Lang sagen.
07:39Aber selbstverständlich, Spiller.
07:40Den man in Abwesenheit zum Tode verurteilt hat.
07:43Hochachtungsvoll.
07:44Hier die Birke.
07:45Hier die Birke.
07:46Befehl verstanden.
07:47Ich werde ihn ausführen.
07:49Ende.
07:54Kommt.
08:02Sind wir jetzt alle zusammen?
08:04Es ist folgendes, Genossen.
08:06Der ukrainische Partisanenstab hat uns mit einer schweren, aber auch sehr ehrenvollen Aufgabe betraut.
08:11Verschiedene Abteilungen des Stabes, unsere mit inbegriffen, ziehen sich noch viel weiter hinter die feindlichen Linien zurück als bisher.
08:18Denn auf der anderen Seite des Flusses operieren polnische Partisanen, deren Kampfe unterstützen werden.
08:26Die Ausarbeitung aller Einzelheiten der Aktion sowie der weiteren Aufgaben wird von polnischer Seite ein Oberst durchführen.
08:32Und für unsere Seite werde ich das übernehmen.
08:35Der erste Standort, an dem wir uns treffen, wird hier sein, in einem verlassenen Holzlager.
08:41Das ist von unserer gegenwärtigen Basis noch ziemlich weit entfernt.
08:45Schätzungsweise etwa 60 Kilometer.
08:49Von hier aus werden uns anschließend polnische Kommunisten mit der Parole Birke weiterbringen.
08:56Da von den Deutschen der Fluss außerordentlich streng überwacht wird, insbesondere halten sie die Übergänge unter Kontrolle,
09:01kann von einem Übersetzen größerer Einheiten gar nicht die Rede sein.
09:05Wir werden die Aufgabe nur in kleineren Gruppen ausführen können.
09:10Vielleicht sollte ich zuerst sogar allein rübergehen. Ich muss mir das nochmal gründlich überlegen.
09:37Heil Hitler!
09:39Bitte, Oetting, für so viele Männer Krankenbetten, Medikamente und Lebensmittel zu sichern, das ist unmöglich, ganz einfach unmöglich.
09:44Herr Künstler, was nicht zu machen ist, ist nicht zu machen und das ist einfach nicht zu machen.
09:48Das werden Sie noch einmal bereuen!
09:49Damit schüchtern Sie mich nicht ein.
09:50Was soll das, meine Herren, was gibt es?
09:52Herr Major, ich melde gehorsams, dieses Lazarett ist für unsere Verwundeten reserviert worden.
09:57Und es ist schon bis unter das Dach voll.
09:58Ich bin beauftragt, unsere Verwundeten unterzubringen und sie brauchen sofortige Versorgung.
10:02Es sind Offiziere dabei, die so oder so bevorzugt werden.
10:04Soll ich dafür meine Verwundeten auf die Straße werfen?
10:14Der Wunsch des deutschen Kameraden ist zu berücksichtigen, Herr Hauptmann.
10:18Auch Sie, Herr Oberstabsarzt, haben sich daran zu halten.
10:22Heil Hitler!
10:24Du, Paul, komm mal mit.
10:27Das ist eine gute Idee.
10:30Nur brauchen wir dazu einen Lastkraftwagen und nicht irgendeinen Lastkraftwagen, sondern es müsste ein deutscher LKW sein, nicht wahr?
10:36Natürlich.
10:37Die Frage ist auch, was wir damit transportieren.
10:40Ich darf der Munition, Genosse Kommandeur.
10:43Munition, denkst du?
10:44Genosse Kommandeur.
10:45Moment.
10:45Wenn du noch ein paar solche Gedanken hast, dann muss ich es bereuen, dass ich unsere Abteilung mit dir allein
10:49lassen muss.
10:52Siegmund!
10:55Zu Befehl?
10:57Ich hätte einen Sonderauftrag für dich.
10:59Du sollst mich begleiten.
11:00Über den Fluss rüber nach Polen.
11:03In meine Heimat?
11:04Du kennst dich dort sicher entschieden besser aus als ich, ne?
11:07Aber es ist natürlich nur, wenn du mitkommen willst.
11:09Und ob ich da mitkommen will?
11:11Schon seit Jahren will ich meiner Hause...
11:12Wunderbar, dann trifft sich das ja gut.
11:14Also, es kommen mit.
11:17Roswiak, Lovasz.
11:18Zu Befehl.
11:19Lang.
11:20Zu Befehl.
11:21Und Schatanov übernimmt hier das Kommando.
11:23Ist er inzwischen eingetroffen?
11:24Bis jetzt noch nicht, Genosse Kommandeur.
11:26Und Schabrov kommt auch mit.
11:27Zu Befehl.
11:28Genosse Kommandeur, ich glaube, ich habe die richtige Idee, was wir auf dem LKW mitnehmen könnten.
11:32Ich bin der Meinung, um es kurz zu sagen...
11:33In Ordnung, wenn Schatanov hier ist, dann werden wir gemeinsam über die Sache sprechen.
11:35Zu Befehl.
11:36Und jetzt ruht euch aus, ihr werdet eure Kräfte brauchen.
11:38Ich hoffe, dass Schatanov bald da sein wird.
11:48Ich hoffe, dass Schatanov bald da sein wird.
11:58Herr Dottner, helfen Sie doch mal.
12:01Sie können dabei weiterberichten.
12:02Der nächste Punkt wäre, dass unsere Funkortung einen feindlichen Sender festgestellt hat.
12:06Wo?
12:06Das war noch nicht richtig auszumachen.
12:07Sie hatten zwar seinen Standort bereits angepeilt,
12:10aber genauso plötzlich, wie die Sendung begonnen hatte, hat man drüben wieder aufgehört.
12:14Es könnte sein, ich meine, es wäre...
12:15Warum stoppen Sie so rum? Können Sie nicht anständig sprechen?
12:17Zu viel, das kann ich, Herr Major.
12:18Nach der Stärke der Sendung könnten Sie westlich der Sümpfe sein,
12:20aber offenbar noch in unserem Gebiet.
12:22Die Funkordnung ist ganz fest davon überzeugt.
12:24Wenn Sie mir gestatten, Herr Major...
12:25Ja.
12:26Ich habe den Eindruck, dass es sich schon wieder um die gleiche Bande handelt,
12:29die uns im vergangenen Jahr durch die Finger rutschte.
12:31Sie marschiert jetzt nur noch mit einer geringen Richtungsänderung.
12:35Wenn der Fliegeralarm vorbei ist, soll unverzügliche Major Kerschmarke zu mir kommen.
12:38Ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja wohl, Herr Major.
12:39Statt auf dem Boden herumzuhucken, nehmen Sie die Papiere, Landkarte auch
12:42und bringen Sie alles in den Luftschutzkeller und...
12:43Zu befehl, Herr Major, zu befehl.
12:56Rein jetzt!
13:03Ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja.
13:33Endlich seid ihr da.
13:36Beginnt gleich mit dem Verladen.
13:37Jawohl, na macht schon, Jungs.
13:38In der Viertelstunde haben wir das geschafft.
13:40Ja, ja, das müssen wir auch.
13:42Herr Hitler.
13:43Herr Hitler.
13:44Herr Oberleutnant, wir befördern eine äußerst wertvolle Kunstsammlung,
13:48die in die Bestände des Reichsmarschalls aufgenommen werden soll.
13:51Drüben auf dem polnischen Bahnhof steht schon ein Zug bereit,
13:53um sie unverzüglich wegzubringen,
13:55damit sie nicht noch durch Bomben zerstört werden.
13:57Ehrlich gesagt, ich werde sehr froh sein,
13:59wenn ich diese Verantwortung endlich los bin.
14:01Wir haben seit Tagen deshalb nicht mehr die Augen zumachen können.
14:04Sie werden verstehen, der Herr Reichsmarschall Göring ist ein großer Mann.
14:07Da bekommt man leicht Ärger.
14:09Gerade unter diesen Umständen hätten Sie aber auf alle Formalitäten achten,
14:12Ihren Marschbefehl in Ordnung bringen lassen müssen.
14:14Jawohl.
14:15Aber bitte sehen Sie doch, die Liste ist perfekt.
14:17Herr Oberleutnant, der Herr Major Schulze möchte mit Ihnen sprechen.
14:20In der Kontrollstelle war, unter und drüber ging es in der Stadt.
14:25Die kamen im Tiefflug und dann ratatata.
14:27Nichts wie weg, haben wir gedacht.
14:29Und da Sie dann hier weiterflogen, hatten wir schon Angst, dass es die Fähre auch noch erwischt.
14:32Zum Glück ist die wenigstens hergeblieben und wir kamen rüber.
14:37Oberleutnant Vogel ist hier.
14:40Jawohl, ich habe verstanden, Herr Major.
14:43Jawohl, ich glaube auch, dass Sie sind.
14:45Zu Befehl nach Ausführung mache ich Meldung.
14:47Heil Hitler.
14:50Ich habe schon eine Menge Fliegerangriffe mitgemacht, aber so einen weiß Gott nicht.
14:53Gehen Sie rüber, zu Befehl.
14:58Also, wie war denn das dort mit diesem Fliegeralarm?
15:02Nun?
15:04Wie gesagt, als wir angekommen waren und zum Kontrollpunkt wollten,
15:08da fingen Sie mit Ihrem Angriff an.
15:11Na ja, und da...
15:11Genau in der Zeit ist vor dem Feldnazarett ein Wehrmachts-Lkw gestohlen worden.
15:17Hände hoch!
15:24Und jetzt die Waffen wegwerfen!
15:32Oh!
15:41Schau, boff!
15:42Geh zurück zur Abteilung und melde, was geschehen ist.
15:44Aber ich kann mich...
15:45Keine Diskussion!
15:45Stich, geh!
15:46Dann!
15:47Großes, hol!
15:48Auf den Ball!
15:50Das Holzlager am Stadtrat!
15:52Der Verbindungsmann ist der Wächter des Holzlagers.
15:54Die Parole, die ihr nennen müsst, kennt ihr.
15:56Also dann los jetzt!
15:57Ab mit Vollgas!
15:59Ich komme raus und hole sie!
16:00Ihr sollt gefahren, habe ich gesagt.
16:02Rass doch!
16:19Hier ist die Zwei.
16:20Hier ist die Übergangsstelle Nummer Zwei.
16:22Gebt sofort weiter, dass eine feindliche Einheit durchgebro...
16:251.3, Töne drin!
16:44Vielen Dank.
17:27Vielen Dank.
17:38Jetzt bin ich sicher, dass der verschwundene LKW etwas mit dem geordneten Sender zu tun hat.
17:42Ich ahnte es schon vor dem Durchbruch am Fluss, aber jetzt ist es offensichtlich.
17:46Jetzt ist dieser Zusammenhang wirklich ganz offensichtlich, Rainer.
17:49Das nächste Mal sagen Sie mir aber gleich, wenn Sie wieder so eine Ahnung haben.
17:52Jawohl, Herr Major.
17:53Das war's.
17:54Das war's.
18:34Ich melde, Herr Major, der Überfall auf die...
18:37Wie viel Verluste?
18:38Herr Oberleutnant, drei Unteroffiziere und fünf Soldaten.
18:41Es waren vier Mann.
18:42Das weiß ich inzwischen selber. Wo sind Sie hin?
18:43Ich melde. Drei sind mit dem LKW entkommen. Diesen haben wir gefangen.
18:52Der Herr trägt eine sehr gut aussehende Uniform. Habe ich recht, Rainer?
18:56Oh ja, sieht sehr gut aus.
19:02Ich möchte sagen, die sieht sogar fast so gut aus wie Ihre Uniform, Herr Major Schulze.
19:09Soviel ich weiß, hatten wir noch nicht die Ehre miteinander. Oder irre ich mich, Rainer?
19:14Ich bin nicht eben in der Lage, mich hier groß aufspielen zu können.
19:18Aber gestatten Sie mir doch die Bemerkung, Herr Major Schulze.
19:23Ihre Untergebenen verfügen offenbar über kein allzu starkes Erinnerungsvermögen.
19:29Im vergangenen Jahr etwa hat einer Ihrer Untergebenen, der uns in einer Ruine aufsuchen sollte,
19:34die Existenz unserer gesamten Abteilung offenbar ganz und gar vergessen.
19:39Sagen Sie mal, wollen Sie mir jetzt das Märchen aufwischen?
19:41Herr Major, wenn wir schon beim Märchen erzählen sind,
19:44dann bleiben wir doch bitte zuerst bei einem gewissen Thurin.
19:47Alexej Nikolajewitsch Thurin.
19:50Er hat zu uns oft über seine Zusammenkünfte mit einem Herrn Major gesprochen.
19:54Einem einflussreichen Mann. Wir sollten viel Geld bekommen.
19:57Wir werden ihn wieder herausfinden unter allen Majoren der deutschen Wehrmacht.
20:00Und er dürfte genauso aussehen wie Sie, schätze ich.
20:03Und nun zu dem Märchen, an das wir geglaubt hatten.
20:06Da gab's Zauberei.
20:08Das Geld, das uns versprochen war, wurde weggezaubert.
20:11Ich hab nichts genommen.
20:12Und diese Thurinbande, die Sie offensichtlich meinen, wurde von Partisanen völlig vernichtet.
20:17Oh, Herr Major, da muss ich widersprechen.
20:19Vernichtet wurden nur jene, die die Post überfallen hatten.
20:24Ich hab mit eigenen Augen gesehen, wie die Leichen bestattet wurden.
20:28Wenn das auch stimmen mag, so ist es doch nicht die ganze Wahrheit.
20:32Weil doch ich zum Beispiel hier vor Ihnen stehe.
20:35Und Thurin fährt mit zwei seiner Leute in einem Lastkraftwagen.
20:40In jenem nämlich, der Ihnen eben gerade entkommen ist.
20:43Und ohne die Verwundung wäre ich auch dabei.
20:48So, aber haben diese Schweine mich im Stich gelassen.
20:54Das ist typisch. Na, kommen Sie.
21:02Sie dürfen sich setzen.
21:04Danke sehr.
21:09Im Grunde passt zwar alles recht gut zusammen, aber was sagt er schon?
21:14Dass Thurins Räuber in unserem Auftrag Partisanen dargestellt haben, das wissen viele.
21:20Wir können ja auch über die Einzelheiten sprechen.
21:23Der ganze Mist hat damit angefangen, dass der Herr Major sein Versprechen nicht eingehalten hat.
21:28Da wären wir also glücklich wieder einmal bei dem Geld.
21:31Na schön.
21:32Sagen Sie mir, wann und wo hat Thurin darauf gewartet, dass er es von mir bekommt?
21:38Dieses Geld sollte einer Patrouille von uns an einem Fluss übergeben werden.
21:43Versprochen war es uns schon lange, aber als es dann immer und ewig nicht kam, wir kriegten schon die Wut.
21:47Da haben wir Thurin gesagt, frag nach.
21:50Was er auch tat.
21:52Bei Ihnen, Herr Major, hat er aber nur erfahren, ein Herr Lehner, irgendein Offizier aus Ihrem Stab,
21:58sollte uns das Geld bringen und er sei schon unterwegs.
22:01Er ist bloß nie angekommen.
22:02Wann soll denn Thurin zu mir gegangen sein?
22:05Na, war es noch hell.
22:06Etwas genauer, bitte.
22:07Am Nachmittag war es so, gegen drei.
22:10Zurück kam er erst sehr spät.
22:12Er wirkte ziemlich niedergeschlagen.
22:14Er glaubte wohl selbst nicht mehr, dass wir das Geld noch bekommen.
22:19Wenn auch.
22:20Na?
22:22Wir sollten dafür nach Sir Colnaia kommen.
22:25Na also.
22:26Was heißt das?
22:28Dass ich mein Wort halten wollte, aber Ihr wart ja nicht dort.
22:30Haben Sie zufällig eine Zigarette, Herr Major?
22:36Bitte sehr.
22:38Danke vielmals.
22:39Und jetzt erzählen Sie weiter.
22:41Ich weiß auch nicht mehr.
22:42Wir waren total durcheinander.
22:44Und dann, da hat dieser Idiot, Krölov, der hat sich da ausgedacht,
22:49dass wir lieber in Tschernichovka die Post ausplündern.
22:52Thurin gab sich nicht sehr viel Mühe, die Männer aufzuhalten.
22:56Mir erschien es darum, besser bei ihm zu bleiben.
22:58Und zwei andere dachten ebenso wie ich.
22:59Warum erschien Ihnen das besser?
23:02Ich dachte mir, wenn er da nicht mitgeht,
23:05hofft er vielleicht doch ein bisschen,
23:06dass es was wird aus dem Geld und will allein abkassieren.
23:09Und da wollten wir doch ganz gern mit dabei sein.
23:14Aber nachher...
23:15Na?
23:17Ich weiß nicht recht. Ich weiß nicht recht.
23:19Was wissen Sie nicht?
23:22Als wir da so rumsaßen, hat der Thurin was gesagt,
23:25was vielleicht stimmte, obwohl wir es zuerst überhaupt nicht glauben wollten.
23:28Was?
23:28Er hat gesagt, dass Sie von uns gründlich die Nase voll hätten.
23:32Und Sie würden uns loswerden wollen, uns notfalls sogar selber abknallen.
23:38Es gab aber leider nur eine Stelle, an der wir vor Ihnen einigermaßen sicher waren.
23:43Jetzt mal ganz im Ernst, mein Herr.
23:44Wollen Sie mir nach all dem wirklich weismachen,
23:46dass Sie den Mut hatten, bei den echten Partisanen unterzukriechen?
23:49Das war unter uns gesagt nicht einmal so schwer.
23:53Wir haben gesagt, wir sind Rote und hätten unsere Abteilung verloren.
23:57Und um unsere Ehrlichkeit zu beweisen, haben wir gemeldet,
24:00dass wir im Dorf Tschernichowka verdächtige Gestalten gesehen hätten.
24:04Das heißt, um Ihre Haut zu retten, haben Sie Ihre Kameraden ans Messer geliefert.
24:08Das waren keine Kameraden.
24:10Die Bande bestand fast nur aus Verbrechern.
24:12Politische waren nur wir drei und Thurin.
24:15Naja, und jetzt, wie Sie wissen, weil Sie zu uns Vertrauen gewonnen hatten,
24:19da hatten wir den Auftrag, mit dem Lkw den Fluss zu überqueren.
24:22Was ja auch für die anderen gut geklappt hat.
24:24Nur für mich leider nicht.
24:27Na, kommen Sie schon.
24:33Bitte sehr.
24:39Vielen Dank, Herr Major.
24:40Was anderes.
24:42Wohin wollten Sie denn diese Meisterwerke der slawischen Kunst eigentlich hintransportieren,
24:47wenn meine Frage nicht zu indiskret ist?
24:50Sie werden jetzt hoffentlich nicht versuchen, mir einzureden,
24:52dass die Partisanen sich neuerdings mit Kunsthandel beschäftigen.
24:56Herr Major, ich bin mir über meine Lage völlig im Klaren
24:59und weiß, dass mir nur absolute Aufrichtigkeit helfen kann.
25:01Sehr richtig. Also?
25:04Der Transport von Ikonen ist gewissermaßen, wie Sie das hier auch selber kennen,
25:08nur eine Tarnung.
25:10Aber in Wirklichkeit, Herr Major, hat der Kommandeur der Partisaneneinheit,
25:14in die wir reingeraten sind,
25:16für den ihm übergeordneten Stab einen Sonderauftrag auszuführen.
25:20Verbindungsaufnahme zu einem polnischen Oberst.
25:22Unsere kleine Truppe war das Vorkommandeur dafür.
25:25Und wie heißt Ihr Kommandeur?
25:27Sein Name?
25:30Sokolow.
25:32Ivan Vasiljevic Sokolow.
25:34Sobald dem Turin meldet, dass alles in Ordnung ist, wird er nachkommen.
25:38Genau wie wir wird er die Uniform eines Hilfspolizisten tragen.
25:42Ein Ausweis für ihn ist schon angefertigt worden.
25:44Und Petrov haben wir eingetragen.
25:46Und worüber soll er mit dem polnischen Obersten sprechen?
25:50Solche Dinge hat man uns nie auf die Nase gebunden.
25:52Aber Sie wissen doch wenigstens, wo der Anlaufpunkt ist.
25:56Wenn ich seine Worte richtig verstanden habe, ist hier bei der polnischen Stadt ein kleiner Holzplatz,
26:01wo wir auch erst mal hin sollten.
26:02Ich glaube, so war es.
26:04Und dort, so hat man uns gesagt, würde dann irgendein polnischer Verbindungsmann warten.
26:10Aber ich habe das alles natürlich nur so am Rande mitbekommen.
26:13Wenn Sie das genauer wissen wollen, dann muss ich passen.
26:15Nun, wir werden uns mal gründlich umsehen.
26:31Heil.
26:33Gibt es besondere Vorkommnisse?
26:35An für sich sollte noch eine Ladung ankommen, aber bis jetzt sehe ich nichts davon.
26:40Von einem Holzstoß solltest du nicht wie ein Idiot qualmen.
26:42Die können uns von oben wunderschön eindecken, wenn es hier brennt.
26:45Und lass dir es ja nicht einfallen, wenn es nach der Nacht ist, gemütlich einzupennen.
26:48Sonst wirst du gefeuert wie dein Vorgänger.
26:50Ach, ich bin ein gewissenhafter Nachtwächter.
26:52Ich schlafe bei Tage.
26:53Na, ich will es hoffen.
26:55Heil.
26:55Heil, Hitler.
27:18Wer bist du?
27:20Was willst du hier?
27:21Ich komme wegen der Ladung.
27:22Was für eine Ladung meinst du?
27:24Birken.
27:25Wir könnten nur Birken anliefern.
27:28Aha.
27:30Geh neben dem Lager 300 Meter die Schienen entlang.
27:33Das ist, bis du an der Weiche bist.
27:35Dort steht doch eine Handresine.
27:38Du versteckst dich dort und wartest auf mich.
27:41Später nehme ich dich dann in die Stadt mit.
27:43Also los, bitte vorsichtig.
27:45Was ist da los?
27:47Lauf weg, schnell.
28:13Na, jetzt wären wir in diesem Holzlager.
28:16Bloß den, den wir suchen, den sehe ich leider nicht.
28:18Was nun weiter?
28:35Sie müssen woanders sein.
28:37Da.
28:39Da ist ja der Kommandeur.
28:43Na ja, ihr passt jedenfalls auf.
28:56Heil Hitler!
29:02Schnell weg!
29:09Alle hinter den Holz stößen in volle Deckung, aber mit Beeilung!
29:20In den Klamotten können wir nicht mehr länger rumlaufen.
29:23Wenn sie pass auf, da kommt jemand.
29:26Wenn es sich um Deutsche handelt, dann gibst du mir Feuerschutz.
29:28In Ordnung, aber sehr vorsichtig.
29:29Ist gut.
29:32Achtung!
29:33Halt!
29:35Aussteigen!
29:37Und jetzt herkommen!
29:39Los, schneller!
29:41Aussteigen!
29:42Bitte, wir sind Zivilpersonen.
29:44Ich bin Zauberkünstler.
29:56Ruhig bleiben.
30:04Gäste für dich.
30:05Bitte sehr.
30:08Ich grüße dich.
30:09Willkommen Sie.
30:13Birke, gut, dass Sie endlich hier sind.
30:15Das ist mein Gast, der Herr Oberst.
30:23Heil Hitler!
30:24Der Herr Major Schulzer.
30:28Henrik!
30:29Du glaubst gar nicht, wie ich mich freue, dass wir uns auch einmal wiedersehen.
30:32Na, such dir einen bequemen Platz.
30:35Ich freue mich, mein Alter, obwohl ich weiß, dass du nicht ausdrücklich mir zuliebe gekommen bist.
30:39Ich bin über alles informiert worden.
30:40Wie ich sehe, hast du dich kein bisschen verändert, Schmuck.
30:43Dabei hieß es schon, du hättest dich kaputt gesoffen und wärst monatelang wegen deiner Galle behandelt worden.
30:47Ach, da siehst du, was geredet wird.
30:50Kein Wort davon ist wahr.
30:57Wie wär's mit einem echten Wodka?
30:59Hm?
31:00Na?
31:00Und was dich sonst so betrifft, außer, dass ich in der Stadt und in ihrer Umgebung ein paar messerscharfe Razzien
31:07durchführe, womit kann ich dir noch dienen?
31:09Ich möchte, dass in diesem Falle in der Stadt keinerlei Razzia stattfindet, weil nämlich dort, wo man das Wasser auffüllt,
31:15das wird dir jeder Angler bestätigen, der Fisch davon zieht.
31:18Und ich möchte auch noch die Angel nach einem Fisch auswerfen, der besonders raffiniert ist.
31:23Anders gesagt, nur wenn wir besonders vorsichtig und behutsam vorgehen, sichert uns das den Erfolg.
31:30Soweit, so gut, Herr Oberst.
31:32Die Frage lautet nun nur noch, wann und wo ich den zentralen Partisanenstab benachrichtigen kann, damit die genaueren Dispositionen getroffen
31:39werden können.
31:40Ja.
31:47Ist was nicht in Ordnung?
31:48Nichts von Bedeutung.
31:50Trotzdem wär's besser, Sie gehen in die Requisitenkammer rüber.
31:53Und du schließt hinter mir die Tür ab.
31:55Um schnell noch Ihre Frage zu beantworten, unser Funkgerät steht Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.
32:00Bedienen Sie sich nach Belieben.
32:02Vielen Dank.
32:05Ich komme schon, ich komme schon, meine Herren.
32:08Ich bitte um Nachsicht, dass ich Sie so lange warten liest, lieber Herr Boleschowski.
32:11Einen schönen guten Tag.
32:12Ja, das ist nur zu wahr. Wir haben Sie schon mit Sehnsucht erwartet.
32:14Der Auftritt eines so berühmten Zauberkünstlers wird eine wahre Delikatesse in dieser gottverlassenen kleinen politischen Stadt sein.
32:20Ich wage aber auch zu hoffen, dass Sie mit uns zufrieden sein werden.
32:23Wenngleich unsere Gäste vor allem deutsche Offiziere sind.
32:26Aber Sie sind alles am Gentleman und ein sachverständiges Publikum.
32:29Oh, das ist für einen Künstler sehr beruhigend, Herr.
32:32Wie war denn das?
32:33Ja, freilich, ich habe mich noch gar nicht vorgestellt.
32:35Entschuldigen Sie, Boleslaw Gorski.
32:36Sehr erfreut.
32:36Ich bin der Direktor des Nachtkabarets.
32:38Ich freue mich auch.
32:38Ich auch.
32:39Tja, mein Herren, ich muss noch um ein paar Minuten Geduld bitten.
32:41Es handelt sich um Ihre Garderobe, die erst freigemacht werden muss.
32:44Ach so, selbstverständlich.
32:44Jetzt werde sofort wieder zurück sein.
32:48Der denkt, dass wir heute gleich auftreten.
32:50Ich habe dir doch gesagt, ich habe mich aus Liebhaberei mit Zaubern beschäftigt.
32:54Das reicht wie den Notfall und untergetaucht sind wir hier prima.
32:57Das brauchen wir nicht. Ziehen Sie in die Jacke.
33:15Sehr gut. So wirkt er unauffällig.
33:20Also sehen Sie sich um, mein Herr.
33:23Und falls Sie irgendwo diesen Thurin entdecken
33:26oder diesen Partisanenführer, diesen gewissen Petroff,
33:29oder auf welchen Namen er jetzt hört,
33:31dann geben Sie uns ein Zeichen.
33:32Herr Oberleutnant, Sie wissen vielleicht nicht,
33:34was bei uns für Gesetze gelten.
33:35Ich habe für diesen Menschen immer ehrlich gearbeitet,
33:37habe sogar Leute umgebracht.
33:39Und dafür hat er mich im Dreck sitzen lassen.
33:41Sie brauchen keine Angst zu haben,
33:43den packe ich sofort an der Gornel.
33:44Ich warne Sie vor Überheifer.
33:46Wir wollen ihn nicht allein haben.
33:48Uns interessiert mehr der andere.
33:49Thurin soll uns nur an ihn heranführen.
33:51Ich habe es Ihnen gesagt.
33:53Wenn beide geschnappt sind,
33:54dann können Sie mit Thurin anfangen, was Sie wollen.
33:57Und es gibt Geld.
33:59Wobei Voraussetzung ist, dass Sie sich klug benehmen.
34:01Wir werden jeden Ihre Schritte beobachten.
34:04Denken Sie daran.
34:07Auch die winzigste falsche Bewegung würde uns auffallen.
34:11Jeweils vier meiner Leute werden überall Ihre Schatten sein.
34:15Das bedeutet folglich,
34:17falls Sie auf unüberlegte Dummheiten kommen,
34:19wären es gleich vier Kugeln auf einmal,
34:21die Ihre wertvolle Haut durchlöchern.
34:24Und möglicherweise wären es sogar fünf.
34:26Meist bin ich auch mit da.
34:29Das ist ja fast schon zu viel, Herr Ehre, Herr Urleutnant.
34:34Mein lieber Mann, wenn sich die echten Zauberer...
34:35Herr Umfeld kommt.
34:37So, meine Herren, da bin ich wieder.
34:39Und nun kann ich Ihnen auch die beste Garderobe des Hauses anziehen.
34:42Oh, das muss doch nicht sein.
34:45Tja, bedauerlicherweise bin ich verpflichtet,
34:46Ihre Ausweispapiere zu überprüfen,
34:48aber es ist nur eine Formalität.
34:49Die Polizei verlangt das nun mal von mir.
34:51So etwas verstehen wir doch vollkommen.
34:53Danke vielmals.
34:54Danke vielmals.
34:55Danke vielmals.
34:57Sehr schön.
34:58Oh ja, es ist fantastisch.
35:00Es ist wirklich fantastisch.
35:02Der berühmte Stjernik Boleschowski,
35:04der international bekannte Editionist,
35:06ich danke vielmals,
35:07erweist meinem bescheidenen Etablissement die Ehre.
35:10Wie ich weiß, arbeiten Sie mit ernsthaften...
35:12Ich wollte vielmals sagen,
35:13mit voluminösen Requisiten.
35:14Ja, gewiss, es sind zwar große,
35:15aber Sie sind zusammenklappbar, die Requisiten, Herr Direktor.
35:18Das Ganze hat in einem ziemlich kleinen LKW-Platz.
35:21Und Sie?
35:22Ich, Herr MacLevich, ist mein Assistent.
35:24Ja, ja.
35:25Ja, selbstverständlich.
35:26Obwohl ich weiß nicht warum,
35:28aber ich war fest überzeugt,
35:29dass Sie nur mit einer hübschen kleinen Partnerin auftreten würden.
35:32Im Allgemeinen ist das so.
35:34Das gibt Zusatzeffekte nicht wahr.
35:36Er kann man gleich,
35:37dass Sie wirklich ein Mann vom Bau sind, Herr Direktor.
35:40Ich trete normalerweise nie ohne meine Frau auf.
35:42Nur, als wir uns über diese Tournee unterhielten,
35:45mein Gott, erstens fühlte sie sich nicht wohl
35:47und zweitens war es ihr zu gefährlich,
35:49wenn man bedenkt, sie sich dann erfohnt.
35:51Herr MacLevich ist übrigens ein Mensch,
35:53der zu meiner Verwandtschaft gehört.
35:55Er ist mein Schwager
35:56und ich habe vor, ihn zu meinem Nachfolger zu machen.
35:58Schwager?
35:59Und sehen Sie auf so einer,
36:00verzeihen Sie, Provinztournee,
36:01da gibt es gerade für einen Anfänger
36:02die wertvollsten Erfahrungen.
36:04Es sieht ganz so aus,
36:05als ob du dich mal so wohlfühlst, hä?
36:07Bitte, meine Herren.
36:08Und ehrlich, das freut mich.
36:09Ich gebe zu, es lässt sich bei euch recht gemütlich leben
36:11und darum beneide ich dich ein wenig.
36:13Aber leider bin ich nicht wegen ein paar erholsamer Stunden hierher gekommen,
36:17so schön es hier ist.
36:18Ich kann nur hoffen, dass ich Erfolg habe
36:20und damit wirklich einen Grund zum Feiern.
36:22Also, da verlasse ich mich ganz auf deine berühmte Spürenhase.
36:28Prost.
36:30Zeig elegant auf mich,
36:31so als ob du sagen möchtest,
36:32bitte, meine Damen und Herren,
36:33das ist er,
36:34der weltberühmte Artist,
36:35ist ja wohl der große Zauberkünstler.
36:37Ich weiß bloß nicht,
36:38ob deine Tricks für unsere Lage auch ausreichen würden.
36:45Und wenn uns jemand durchschaut,
36:47dann ist es mit uns vorbei.
36:50Wir hätten besser daran getan,
36:52diesen alten Kasten irgendwo am Flussufer abzustellen.
36:54Und was dann?
36:54Irgendwie hätten wir uns schon durchgeschlagen.
36:56Wenn nicht über, dann eben unter Wasser.
36:58Aber gewiss,
37:00nur war der Befehl anders.
37:03Und wenn wir schon einen Zirkuswagen fahren,
37:07zwei Zauberkünstler direkt aus Fascha kommt,
37:10dann können wir nicht nur umherirren.
37:11Dann müssen wir was zeigen.
37:13Der Einfall von mir war genauso schlecht
37:15wie der mit den Ikonen.
37:16Na, hör auf, damit ist es zu spät.
37:18Wir können nichts mehr dran drehen.
37:21Sieh dich jetzt ja nicht um.
37:31Bitte, Fräulein,
37:33Könnten Sie mir vielleicht mal Feuer geben?
37:39Bitte sehr, mein Herr.
37:42Danke, danke vielmals.
37:56Was war denn los?
37:59Später.
38:02Wenn wir Ruhe haben.
38:05Bitte, Fräulein, ich bezahle.
38:06Danke, mein Herr.
38:14Was Neues, Hauser?
38:16Von der Baustellenbasis
38:17hat der Oberst von Kückmann angerufen.
38:21Was wollte er?
38:23Wie ich ihn kenne,
38:24hat er bestimmt wieder neue Leute angefordert.
38:26Mindestens 100, sagt er.
38:27Und es sollen ausschließlich Männer unter 50 sein.
38:30Ab morgen.
38:30Und woher denn?
38:32In diesem lausigen Nest
38:33gibt's keine Männer mehr.
38:35Und dann war noch etwas, Sturmbahnführer.
38:37Ich könnte mir denken,
38:39dass es auch Herrn Major Schulzer interessieren würde.
38:42Na los.
38:43Eine Streife hat im Abschnitt C4
38:45zwei verdächtige Personen aufgefunden.
38:50Wie waren Sie bekleidet?
38:52In Hemd und Gloria,
38:53wie man zu sagen pflegt, Herr Major.
38:55Das soll heißen, nur in Unterwäsche.
38:57Na ja, und?
38:59Auffällig machten Sie sich dadurch,
39:00dass Sie behaupteten,
39:02Zauberkünstler zu sein,
39:03die hier in der Stadt
39:04ein Gastspiel geben wollen.
39:06Unterwegs.
39:07So erklärten Sie auf Befragung,
39:08seien Sie von Banditen überfallen
39:09und dann Ihrer Kleidung beraubt worden.
39:11Sie kämen, sagten Sie, aus Warschau.
39:13Aha.
39:13Wurden wirklich Zauberkünstler aus Warschau erwartet?
39:16Die Sache stimmt, Herr Major.
39:17Sie sollen im hiesigen Nachtkabarett auftreten.
39:19Heute Abend.
39:20Dort sind Sie auch bereits am Nachmittag eingetroffen.
39:23Dann waren die im Wald offenbar
39:24nicht die richtigen Zauberer.
39:25Jawohl, Herr Major.
39:26Das meint auch der zuständige Bereichskommandant.
39:30Er ist fest davon überzeugt,
39:31es handelt sich um zwei der falschen Hilfspolizisten,
39:33die von Ihnen gesucht werden, Herr Major.
39:35Bloß, weil die Unglücksraben
39:36in Unterwäsche rumgelaufen sind?
39:38Die Uniform waren ganz in Ihrer Nähe vergraben.
39:40Und da die zwei dieses Faktum nicht erklären konnten
39:43und auch noch Schwierigkeiten machten,
39:45sind Sie leider erschossen worden.
39:47Sie sind erschossen worden?
39:55Ist denn niemand da gewesen,
39:57der daran gedacht hat,
39:58dass ich mit solchen Burschen
39:59ein persönliches Gespräch führen möchte?
40:01Es war ein Fehler, Herr Major.
40:03Der Leutnant,
40:04der die Schuld trägt,
40:05wird bestraft werden.
40:09Naja,
40:11aus und vorbei.
40:12Da ist nichts mehr zu retten.
40:14Aber für alle Fälle, Schmuck,
40:16möchte ich mir den Auftritt der Zauberer
40:17im Kabarett mal ansehen.
40:21Bitte.
40:31Das, glaub mir es doch,
40:32das war kein Gespenst.
40:34Sokolov war es.
40:35In voller Lebensgröße.
40:37Und du bist sicher, dass es stimmt?
40:39Ich könnte es beschwören.
40:41Dann war also doch alles richtig.
40:44Jetzt haben wir die Chance,
40:45ihn zu befreien.
40:45Hände hoch!
40:50Ich dumm Kopf
40:51und ich dachte,
40:51Sie wären wirklich Zauberer.
40:52Keine Bewegung!
40:54Damit das auch völlig klar ist,
40:56ich schieße sofort.
41:06Los rüber in die Requisitenkammer.
41:07Vorwärts!
41:15Dieser Nazi-Freund,
41:16der nicht nur Geschäfte mit den Lumpen macht,
41:18der uns auch noch ausliefern will,
41:19diese Schande von ganz Polen
41:20kriegt von mir die Fresse poliert.
41:22Heute Abend biederst du dich denen nicht mehr an
41:24und morgen auch nicht.
41:25Dafür garantiert er Sigmund Roswiak,
41:26der ein Pole ist
41:27und ewig einer bleiben wird.
41:29Wer ich an deiner Stelle,
41:30ich würde meine Fresse spocken.
41:31Hört damit auf, Sigmund.
41:33Zerbrechen wir uns lieber den Kopf,
41:34wie wir hier wieder rauskommen.
41:35Das schaffen wir schon,
41:36aber erst nehme ich mir den Direktor vor.
41:38Bring das Seil her.
41:46Da, der will uns was sagen, scheint mir.
41:47Ich bin nicht neugierig darauf.
41:49Birke!
41:50Birke!
41:51Birke?
41:52Das ist einer von uns.
41:54Nee.
41:58Ich weiß selber nicht,
41:59was mit Sokolow los ist.
42:00Sein Stellvertreter Schatanov
42:02hat sich gemeldet
42:02und ist bereits mit dem Obersten unterwegs.
42:06Ich nehme an,
42:07dass ihr die beiden seid,
42:08die mit dem LKW geflohen sind.
42:10Nun sagt mir noch,
42:11wo habt ihr die Papiere
42:12und den Wagen von Boleschowski her?
42:14Wir haben sie im Wald getroffen.
42:16Und da mussten sie uns alles hergeben.
42:18Nun werdet ihr auch auftreten müssen.
42:20Also macht euch fertig.
42:22Ich hoffe,
42:23ihr habt wenigstens ein Couplet drauf
42:24und ein paar Tricks.
42:25und ein paar Tricks.
42:55und ein paar Tricks.
43:25und ein paar Tricks.
43:49Ich hoffe,
43:52ich bin glücklich,
43:53ihre Aufmerksamkeit
43:54auf eine Programm-Nummer
43:55lenken zu dürfen, welche, so hoffe ich sehr, auch Ihnen gehobene Unterhaltung bieten wird.
44:00Wir bringen Spannung und Amüsement der Spitzenklasse.
44:02Es stellt sich vor, der in Europa überall bekannte Meister der Zauberkisten und Zauberschränke,
44:06Stjanec Wodoschowski, assistiert von seinem Zauberlehrling Batkiewicz, die beide aus Warschau kommen.
44:16Das Programm wird langsam besser.
44:19Ich bin auch sehr glücklich, Herr Oberleutnant, dass ich diese Artisten für mein Kabarett gewinnen konnte.
44:25Ich bin auch sehr glücklich, Herr Oberleutnant.
45:05Almanach, Basamarach, Mirabach, Basala, Allach, Abrakadabra, Zimzalabim,
45:25Gui, Gui, Gui, Chiribi, Chiriba, Voila, Vec, Voila.
45:55...
46:05Musik
46:29Musik
47:08Der Besuch des Herrn Major ist für uns eine große Ehre.
47:12Oh, bitte sehr, meine Damen und Herren.
47:17Bitte.
47:18Danke sehr.
47:20Oh, warte doch, bitte.
47:23Entkorken Sie schon.
47:26Wünsche viel Vergnügen.
47:33Oh.
47:34Oh.
47:37Ja, wohlbekommst.
47:46Und jetzt, meine hochverehrten Damen und Herren,
47:49zeigt Ihnen der Maestro, dass er mit seinem Zauberschrank imstande ist,
47:53jeden ohne Unterschied von Nationalität, Geschlecht und Rang von dieser Bühne verschwinden zu lassen.
47:58Und was noch wichtiger ist, ihn zum Lachen zu bringen.
48:02Wenn keiner von Ihnen etwas dagegen hat, werde ich mich als Erste diesem Experiment unterziehen.
48:07Darf ich?
48:12Abracadabra.
48:13Abracadabra.
48:14Bermaniela.
48:16Obbala.
48:29Prima kokana.
48:33Villa ulla ulla al.
48:40Und der Chef der Gestapo.
48:42Mit zwei Offizieren, die ich nicht kenne und Major Schulzer von der Abwehr.
48:45Wir müssten den Gestapo-Chef in den Kasten bekommen.
48:48Ein besseres Tauschobjekt können wir gar nicht finden.
48:50Wir versuchen es.
48:51Zwei meiner Leute sind unter der Bühne.
48:53Der Wagen steht am Seitenausgang, Gott.
48:56Hokus pokus präverentus mentus.
49:01Alla!
49:02Abracadabra!
49:03Simsalabim!
49:05Virmami!
49:06Chiribin!
49:07Chiriba!
49:10Holla!
49:12Holla!
49:19Es war ein erhebendes Gefühl, meine Herrschaften.
49:21Das kann ich Ihnen versichern.
49:23Es war wunderbar.
49:23Und ich habe dabei keine Sekunde Angst gehabt.
49:26Bravo!
49:27Bravo!
49:27Heil!
49:28Hoffen Sie!
49:28Ein bravore Frau!
49:29Sehr freundlich.
49:32Bitte sehr.
49:33Ich erhebe mein Glas auf den deutschen Führer und auf den Endsicht.
49:36Bravo!
49:37Heil Hitler!
49:38Sieg!
49:39Heil!
49:40Sieg!
49:40Heil!
49:41Sieg!
49:42Heil!
49:48Danke.
49:51Bitte schön.
49:52Und jetzt, meine hochverehrten Damen und Herren, wollen wir mal sehen, wer von Ihnen der Nächste
49:57sein wird, der mit Hilfe von Maestro Boleschowski und seinem fantastischen Zauberschrank als
50:02Nächster das Geheimnis der Geheimnisse erkennen wird, der wie ich die kleine Reise antritt,
50:07die auch ihm Mysterien eröffnet.
50:10Das erste Anrecht haben in einem solchen Falle selbstverständlich die rangältesten Offiziere,
50:15die anwesend sind.
50:20Herr Sturmbannführer?
50:27Ich bin hier sozusagen zu Hause.
50:29Der Herr Major ist Gast.
50:31Das ist zwar richtig, aber heute fühle auch ich mich gewissermaßen als Gastgeber.
50:35Bitte schön.
50:37Stürzen Sie sich ins Vergnügen.
50:42Danke, Herr Major.
51:03Ich weiß nicht, was ihr vorhabt.
51:06Sie denken jedenfalls, ich arbeite jetzt für Sie.
51:08Wir schalten die Versenkung ein.
51:10Hinten am Bühneneingang wartet auf Sie ein Auto.
51:11Wir kommen dann auch gleich nach.
51:16Boah!
51:20Na, bitteschön.
51:21Das Kunststück ist gelungen.
51:23Wir danken vielmals für den Applaus.
51:25Vielen Dank, meine Damen und Herren.
51:26Recht richtig guten Dank.
51:35Ach, du warst so süß, mein Junge.
51:37Komm in meine Garderobe.
51:38Bitte, bitte.
51:39Im Moment geht das nicht.
51:41Aber in einer Stunde bin ich wieder da.
51:43Es ist Garderobe Nummer 13.
51:49Wohin?
51:49Da geht's an.
51:51Da geht's an.
52:01Musik
52:32Musik
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