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Kurzfilme
Transkript
00:01Musik
00:40Musik
01:07Musik
01:46Gibt es unter Ihnen einen erfahrenen Chauffeur?
01:49Ja, ich bin einer, wenn es recht ist.
01:56Name?
01:59Lang, winzellang, küsst die Hand.
02:02Na, dann kommen Sie mal mit rein, Herr.
02:05Lang.
02:06So lang, meinetwegen, also gehen wir.
02:18Ach, du grüne Neine, was wird das schon für ein Chauffeur sein?
02:22Weiß Gott, in der nächsten Ecke hat es gebumst.
02:25Ach wo, das ist doch nur ein Pferde-Empfel-Dom-Där.
02:28Ach was, ich kenne den Schleser genau.
02:31Der schmeißt ihn hoch, kann ich wieder aus.
02:34Selbstverständlich, Herr Chef. Sie werden mit mir zufrieden sein.
02:37Mir ist alles klar, ergebensten Dank.
02:39Ja, die Adresse habe ich mir gemerkt.
02:41Auf Wiedersehen und meine Empfehlung an die Frau Gemahlin.
02:48Ich bin in Lohn- und Brotalterchen.
02:50Ich habe die Stelle.
02:52Ein Graf, verstehen Sie?
02:54Können Sie lesen?
02:55Ein richtiger Graf, wie aus dem Märchen.
02:57Und eine Luxuslimousine für vier Personen.
03:00Da sitze ich am Lenkrad.
03:08Bitte schön.
03:10Nehmen Sie es nur.
03:13Ja.
03:15Meine Hochachtung, Herrschaften.
03:18Ja, dann empfehle ich mich also.
03:19Auf Wiedersehen.
03:29So war ein Glückspilz.
03:34Kommt an und hat den Vogel abgeschossen.
03:36Ja.
03:51Nicht doch, Oedon.
03:52Lass das sein.
03:53Bist du denn verrückt geworden?
03:54Ja, bisher bin ich verrückt gewesen.
03:56Weil ich nicht bemerkt habe, dass du die schönste Frau bist.
03:58Und zugleich das gescheiteste Wesen, das mir jemals begegnet ist.
04:02Und Oliver, ich denke, sie ist dann...
04:03Aber nicht, doch tu mir bloß den Gefallen und erwähne diese alberne Tratschhennen nicht.
04:07Die war mir schon immer zuwider.
04:09Genau wie ihr Vater.
04:10Quatscht und quatscht in einer Tour und sagt im Grunde gar nichts.
04:17Ollis.
04:22Ollis.
04:26Ich möchte, dass du meine Frau wirst.
04:30Ich liebe dich.
05:01Ja, ja, der Herr Kallmann.
05:03Der sah in seiner Livree immer wie ein waschechter General aus.
05:09Aber dann hatte er die Nase voll, genau wie Terris, das Stubenmädchen und Andrasch, der Gärtner.
05:16Vielleicht kannten Sie den Andrasch zufällig?
05:18Nein, damit kann ich leider nicht.
05:20Ich hatte zufällig nicht die Ehre, ihn zu kennen.
05:22Ja, da haben Sie aber wirklich etwas versäumt.
05:24Denn das sage ich jedem, dieser Andrasch, der hatte zwei goldene Hände, weiß Gott.
05:28Schon Ende Februar, Anfang März war der Garten über und über voll mit Jahrzehnten und Tulpen.
05:33Und zum Louisentag schickte seiner Wohlgeborenen, der gnädigen Frau, regelmäßig einen Blumenstrauß.
05:38Der war so riesengroß, dass man den Herrn Kallmann im Auto kaum noch erkennen konnte.
05:44Und wie sieht's jetzt aus? Es könnte einem jammern.
05:47So schlimm ist das. Überall nur Unkraut.
05:51Der selige Graf Leopold, was der Vater war, der starb und hat alles seiner Wohlgeborenen hinterlassen, wissen Sie.
05:58Aber der, großer Gott, der hat den Leibhaftigen zum Kumpan, eine Schande.
06:02Der Erlöser möge seiner Seele gnädig sein.
06:04Der würde sogar die Heilige Schrift beim Puckern verspielen oder sie beim Rennen auf einen Gaul setzen.
06:10Ja, ja, was es nicht alles gibt, das ist schon komisch.
06:14Stellen Sie sich bloß mal vor, manchmal war es schon so weit, da haben wir keinen Heller von unserem Lohn
06:18zu sehen bekommen.
06:19Ja, ist denn so einer überhaupt noch ein Herr?
06:21Sie hätten sich eine andere Stelle suchen sollen, Herr Lang.
06:26Wenn Sie gnädigst so freundlich sein wollen, küsst die Hand.
06:29Warum sagen Sie dann so schrecklich vornehmen, Herr Lang, zu mir?
06:31So hat mich vorher noch keiner genannt, das ist ganz ungewohnt.
06:35Sagen Sie doch bitte schön ganz einfach Winze, das ist der Name, auf den ich höre.
06:38Na, dann fahren Sie mal rein in Ihre neue Kluft, Winze.
06:42Schon fertig?
06:45Ja, der Herr Kallmann hat sich immer darin wohlgefühlt und in das Automobil war er geradezu verliebt.
06:54Aber sagen Sie selbst, wer ist denn schon so verrückt, dass er diesem Bruder Leichtfuß dient, wenn er nicht mal
06:58sein bisschen Lohn dafür bekommt.
07:00Auch Sie werden uns bald wieder verlassen, hier schlägt keine Wurzeln.
07:05Ich?
07:07Wenn Sie es mir nicht verübeln wollen, ich laufe hier nicht weg.
07:13Zwei Wochen Lohn als Vorschuss soll ich kriegen, das hat mir der Herr Graf versprochen.
07:18Und ein Graf kann doch nicht einfach so daherreden.
07:21Kann er doch nicht.
07:27Küsst die Hand, aber die Uniform ist mir eine Idee zu weit.
07:30Na, macht nichts.
07:33Fürs Erste wird's auch so gehen.
07:51Euer Wohlgeboren, Herr Keschmalki möchte Sie sprechen.
07:54Er erwartet Sie am Telefon.
08:06Hallo.
08:07Servus, mein lieber Erdin.
08:10Ja, es verspricht ein großes Rennen zu werden.
08:12Mit Handicap, ganz klar.
08:14Über 3600 Meter.
08:18Aber, was ist das für eine Frage, mein lieber Freund?
08:21Wenn er auf irgendein Brauereifert sitzt, dann schicke ich dir meine Sekundanten.
08:24Mann, ein todsicherer Tipp.
08:27Du weißt doch ganz genau, was ich in Huber für das heutige Rennen hineingesteckt habe.
08:31Auf den kannst du setzen, er wird alle seine Konkurrenten total von der Bahn fegen.
08:37Wie? Hinterher?
08:38Für sowas bin ich doch immer zu haben, Ehrensache.
08:42Ach, was soll denn das?
08:43Da ist doch nichts zu danken, Alter.
08:45Also dann, Servus, lieber Erdin, Servus.
08:48Jean, mein Fernglas und meinen Wagen vorfahren lassen.
08:55Das war nicht anders zu erwarten.
08:57Graf Podweiss schwört selbstredend auf sein eigenes Pferd, auf Huber.
09:02Es gibt kaum etwas, mein lieber Sohn, worauf der Herr Graf nicht schwört.
09:06Ich werde es auf jeden Fall versuchen, Mama.
09:11Podweiss hat noch nie so ein Pferd gehabt.
09:14Das ist sein Bestes.
09:16Dieser Huber enttäuscht uns nicht.
09:20Es gibt nämlich noch eine Trumpfkarte.
09:24Schuller wird ihn reiten.
09:27Der erfolgreichste deutsche Jockey.
09:29Na bitte.
09:32Damit wären wir doch endlich wieder beim Thema.
09:35Wenn etwas deutsch ist, verspricht es gleich Sieg.
09:39Und was ist, wenn ich Sie danach fragen darf?
09:41Ihre Meinung dazu?
09:42Ja, wissen Sie, da muss ich ehrlich sagen, die Politik ist nicht mein Brot.
09:48Ich bin Lederwarenkaufmann, so wie Sie Schuhfabrikantin sind, verehrte gnädige Frau.
09:53Mich interessieren diese Dinge eigentlich nur in der Hinsicht, ob die Lederpreise steigen oder sinken.
09:57Und alles andere kümmert mich herzlich wenig.
10:00Nur wer wagt, gewinnt.
10:02Das gilt für das Geschäftsleben.
10:07Und auch für die Politik.
10:12Ich werde auf der Tribüne sitzen.
10:15Und Sie halten sich in der Nähe der Wettschalter auf.
10:19Benehmen Sie sich genauso wie alle anderen dort.
10:23Beobachten Sie die Pferde.
10:25Regen Sie sich mächtig auf.
10:26Und verlieren Sie über allem Vorreu nicht aus den Augen.
10:30Ich will genau wissen, wann, wo und mit wem er sich trifft.
10:34Zu Befehl, Herr Major.
10:35Hier bin ich Botschaftssekretär, Lena.
10:38Und Sie treten als mein Chauffeur auf.
10:40Jawohl.
10:52Guten Tag.
10:53Darf ich ergebenst bitten, euer Wohlgeboren?
10:56Wie sehen Sie denn aus, Menschenskind?
10:59Ich habe Herrn Lang persönlich darauf hingewiesen, dass bei uns das Tragen der Uniform Pflicht ist.
11:03Ja, das ist ja auch alles in Ordnung.
11:05Aber er steckt da drin wie in einem Sack, unsere Freunde.
11:08Haben Sie auch einen Vornamen, mein Sohn?
11:09Ich melde gehorsamst, ich habe einen.
11:11Winze.
11:11Aha, diese Livret ist etwas zu weit für Winze.
11:14Eine Feststellung, die ich bestätigen muss, euer Wohlgeboren.
11:17Treffen Sie Ihre Disposition und bestellen Sie morgen meinen Schneider her.
11:20Soll das ändern?
11:21Ich befürchte, euer Wohlgeboren, er wird aus eigenem Antrieb erscheinen.
11:25Jeden Vormittag kommt er mit einem ganzen Berg von Rechnungen und stößt fürchterliche Flüche aus,
11:29die immer darin gipfeln, dass er für uns keinen Hosenknopf mehr annähen wird.
11:34Ja, dann müssen Sie das Problem eben anders lösen.
11:36Bringen Sie doch Ihren Sicherheitsnadeln an.
11:38Also, in diesem lächerlichen Aufzug will ich ihn jedenfalls nicht mehr sehen.
11:40Ich werde alsbald das Nötige veranlassen.
11:42Fortuna möge Ihnen gewogen sein.
11:43Danke.
11:45Ab morgen leben wir in Saus und Braus, Jean.
11:47Der Himmel erfülle Ihren Wunsch, euer Wohlgeboren.
12:09Joi, auf dem Pferd, euer Wohlgeboren, bin ich fünf, sechs Mal wie ein Wirbelwind um die aufgescheuchte Herde herumgejagt.
12:14Eines Tages ist der Sohn vom Verwalter, der Chawboy, in ein Erdsternchen getreten
12:17und da wurde sein Beider auf einmal ganz dick.
12:20Es sah aus wie eine riesengroße Pflaume, ungelogen.
12:23Sie können sich vorstellen, dass es der Vater mit der Angst zu tun bekam
12:25und ich musste schleunigst in die Stadt einen Doktor holen.
12:28Ja, auf dem Pferderücken, da war ich König, euer Wohlgeboren.
12:31Meine Hand soll am Lenkrad kleben bleiben, wenn ich lüge.
12:34Für die zehn Kilometer brauchte ich 15 Minuten.
12:36Ja, ich habe auf keinen Strauch und auf keinen Graben geachtet
12:39und da war ein Bach, euer Wohlgeboren.
12:40Eigentlich schon ein richtiger Fluss, da bin ich durchgefegt,
12:43dass die Frösche denken mussten, der Teufel hätte sie geritten.
12:45Reden Sie wenig und geben Sie dafür mehr Gas, mein Sohn.
12:48Jawohl, Herr Graf.
13:09Du verfluchter Benzinkutscher!
13:14Na!
13:21In den Schlund der Hölle sollst du fahren!
13:45Fahren Sie doch nicht so schlafmützig, überholen Sie doch endlich!
13:51Das Mistier will mich nicht durchlassen, dieses Schwein!
14:18Schwarm-Scheißer, ich fahr dir gleich in den Hintern!
14:29Ausgottesiger Angeber, du!
14:36Lass uns doch auf, Mensch!
14:46Wir fahren ruhig weiter.
14:51Wir sind doch nicht dumm!
14:53Die Auflösung der kommunistischen Partei ist nichts als ein Täuschungsmanöver.
14:56Merken Sie sich das gefälligst, meine Herren.
14:58Die Brüder arbeiten illegal weiter, schleichen sich in die Reihen der Sozis ein,
15:02wühlen in den Gewerkschaften und weiß Gott, wo sie noch Unheil stiften.
15:05Wenn die denken, sie täuschen uns mit ihrer Malwurfs-Politik, haben sie sich geschnitten.
15:09Denn Sie, meine Herren, machen die Schlupfwinkel dieser Wühlmäuse ausfindig.
15:13Wie sie das anstellen, ist ihre Sache.
15:14Die Methoden sind mir gleichgültig.
15:18Seine Exzellenz erkundigt sich täglich bei mir, ob wir diese Sippschaft schon im Griff haben,
15:22und ich stottere herum wie ein Prämaner.
15:26Reißen Sie sich am Riemenbrenner und legen Sie Ergebnisse vor.
15:30Ich hoffe, das war deutlich genug.
15:32Ich lasse nichts unversucht, Herr Oberrat.
15:36Wenn Sie gestatten, lege ich Ihnen jetzt meine neuen Pläne vor.
15:39Ich höre.
15:41Rüttner, Sie bleiben hier.
15:42Zu Befehl.
15:43Die anderen gehen in mein Zimmer und warten.
15:50Die anderen gehen in mein Zimmer.
16:25Sie sind's, Herr Jenne.
16:27Sie sind's, Herr Jenne.
16:32Ja, ich bin's.
16:33Sie sagen es.
16:34Das sollte aber kein Anlass sein, dass Sie entgegen striktem ärztlichen Verbot den allerwertesten Kopf heben, Herr Lang.
16:42Vielen Dank für Ihren Besuch, Herr Jenne.
16:46Sie haben nicht den mindesten Grund, sich zu bedanken.
16:49Ich bedauere, dass ich mich genötigt sehe, Ihnen die Entscheidung des Grafen Pottweiss zu übermitteln.
16:53Sie sind, mein lieber junger Freund, fristlos entlassen.
17:00Was?
17:02Aber warum denn?
17:06Ich konnte doch überhaupt nichts dafür, dass es gebumst hat, Herr Jenne.
17:10Dieser Lump hat mich abgedrängt.
17:12Zu einer Erörterung des Sachverhalts bin ich nicht bevollmächtigt.
17:16Überdies stehe ich gewissermaßen unter Zeitdruck.
17:19Schließlich habe ich annähernd acht Stunden wartenderweise an Ihrem Krankenlager verbracht,
17:24um Sie über den bereits erwähnten Wunsch des Herrn Grafen ins Bild zu setzen.
17:30Die Livree erlaube ich mir jetzt wieder mitzunehmen.
17:42Na und ich?
17:44Soll ich mich denn in Unterhosen hier rausschleichen?
17:47Bei den heutigen Sittenverhältnissen, mein Herr, muss Sie diese Vorstellung nicht mit Besorgnis erfüllen.
17:52Und wenn ich mir noch eine ergänzende Bemerkung gestatten darf,
17:55Ihr Auftritt in dem vorerwähnten, zweifellos nicht salonfähigen Kleidungsstück
17:59dürfte für Sie eine erstklassige Eintrittskarte in die Klapsmühle darstellen.
18:03Und wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt,
18:06haben Sie Ihren Dienst beim Herrn Grafen nicht in Unterwäsche angetreten.
18:09Sie können die eingelagerten Bekleidungsstücke jederzeit bei der Witwe Potosch in Empfang nehmen.
18:15Wenn Sie aber kommen, mein Herr, benutzen Sie die Hintertreppe.
18:19Es wäre dem Nervenzustand des Herrn Grafen keineswegs zuträglich,
18:23wenn er sich plötzlich mit Ihrem Erscheinen konfrontiert sähe.
18:26Ich bitte Sie, was soll ich denn machen, Herr Jenne?
18:27Ich darf mich verabschieden, Herr Lang.
18:29In der Hoffnung auf Ihre baldige Genesung.
18:34Oh, pardon, mein Herr, pardon.
18:45Und wann ist der Exitus eingetreten?
18:47Um 14.40 Uhr.
18:49Sind die Angehörigen schon benachrichtigt?
18:50Er hat niemanden.
18:52Der alte Mann war Kutscher bei der städtischen Müllabfuhr.
18:54Hm.
19:01Schwesterchen.
19:03Ja, was möchten Sie bitte?
19:07Ich habe eine Frage, Schwesterchen.
19:10Hat er was zum Anziehen?
19:13Wer denn?
19:14Na er, der arme Kerl dort, der eben gestorben ist.
19:18Ja, und?
19:32Ja.
19:48Boöktoppos.
19:56Müller!
19:58Sie verdammter Saubeutel, wo sträuchen Sie herum?
20:01Ist was nicht in Ordnung?
20:03Wann haben wir heute angespannt?
20:06Das war von wegen dem Hafer.
20:08Lügen Sie mir nicht frech ins Gesicht, Sie lumpen.
20:09Ich jag Sie vom Platz, dass Ihnen die Socken quallen.
20:11Eine Sauwirtschaft ist das, die hier einreißt.
20:15Der Futterausgeber ist ab vier da, das war er heute auch.
20:18Und Sie sind erst um halb fünf bei den Pferden aufgekreuzt,
20:21weil Sie die halbe Nacht saufen wie ein Loch, statt sich auszupennen.
20:26Wie Sie den Dreck auf der Straße zusammenscharren, ist es sieben, wenn nicht neun.
20:31Der Bürgermeister hat beobachtet, dass Sie heute wieder erst um halb neun in Ihrem Revier waren.
20:35Er hat sich die Wagen-Nummer notiert, er hat den Direktor angerufen
20:37und mir zieht man die Hammelbeine lang.
20:41Was mache ich bloß mit Ihnen?
20:43Soll ich Ihnen einen Tritt in den Arsch geben?
20:45Was? Ich hab Sie was gefragt, zum toller Wetter.
20:53Ich bitte um Entschuldigung, Herr Wander.
20:56Ach, lecken Sie mich sonst wo.
20:59Onkel Wander!
21:01Guten Tag, Onkel Mischka.
21:02Wissen Sie denn nicht?
21:03Ich bin doch der Winze, Winze Lang aus Kischvalu, vom Gestüt.
21:06Sie müssen sich doch noch an mich erinnern.
21:09Scheißen muss ich aber mich nicht erinnern.
21:11Na, komm schon.
21:23Du, wie nimmt Ollis denn auf, dass dieser Serbe an Ihren Rockschößen hängt?
21:29Sie ist ein kluges Kind.
21:31Ihr Geschäftssinn ist so entwickelt wie sie selbst.
21:34Sotowitsch ist auch kein gewöhnlicher Geschäftspartner.
21:36An deiner Stelle würde ich nicht zögern, Alec.
21:40Hubo ist auch kein gewöhnliches Pferd, das weißt du am besten, Ödin.
21:43Ehrlich, ich möchte nicht für alles Geld der Welt mich von diesen Burschen trennen.
21:46Wirklich.
21:49Pferd dieses Rindfick gegen einen Baum, dadurch konnte ich nicht einmal auf Hubo setzen.
21:51Mein Wagen ist total kaputt. Ich musste laufen.
21:54Hubos Wert ist seit dem gestrigen Rennen um den großen Preis um 6000 Pengö gestiegen.
21:59Lass dich bloß nicht übers Ohr hauen, Alec.
22:02Dieser herausstaffierte Scharfsut stinkt doch vor Geld meilenweit gegen den Wind.
22:06Der soll bluten.
22:07Du machst keinen schlechten Schnitt und ich habe einen Pluspunkt bei meiner Mutter, wenn er in guter Stimmung ist, dieser
22:12Serbe.
22:18Also, meine Herren, ich sage Ihnen, sie reitet phänomenal, unsere Ollis.
22:22Im gestrecklichen Galopp hat sie mich abgehängt.
22:24Eine gebraucht ist eine Verfolger.
22:27Das prophezeie ich Ihnen.
22:28Wenn Sie mit einer solchen Begabung die Bretter besteigen, fliegt der Erfolg Ihnen zu.
22:32Sie machen eine ganz große Karriere, glauben Sie mir.
22:34Herr Sotowitsch, übertreib mich um die Hand.
22:36Nein, nein, nein, ich gratuliere auf.
22:37Du hast dich wirklich selbst übertroffen, Ollis.
22:39Was möchtest du?
22:40Obst, Zitronenlimonade?
22:41Nein, ein Whisky-Öden.
22:43Whisky, ein Whisky für die Dame.
22:44Sehr wohl, mein Herr.
22:49Na und, wie weiter?
22:51Nichts weiter. Ich bin nicht einmal hingegangen, um meinen Anzug abzuholen.
22:54Den können Sie sich sauer kochen.
22:55Die Sachen hier von dem Alten, die hat mir das Schwesterchen gegeben.
22:58Sie sagt, die wären sonst bloß ins Feuer gewandert.
23:00Und ich brauchte sie mir nur zu waschen, aber wo hätte ich denn das machen sollen?
23:03Und deine Eltern?
23:04Danke, dass Sie fragen.
23:06Bald, nachdem Sie weggezogen sind, haben sich die Pferde vor einer Schlange erschreckt.
23:09Mein Vater hat versucht, sie aufzuhalten, aber sie waren einfach nicht zu bremsen.
23:13Na und da haben sich, es war ein Jammer, sechs Pferde die Beine gebrochen.
23:17Das waren sehr schöne Tiere, weiß Gott.
23:19Und der neue Steinmeister hat Vater die Schuld zugeschoben.
23:24Ich hätte ihm dort den Hals gebrochen.
23:26Naja, vielleicht hätte man das machen sollen, ich weiß nicht.
23:29Von deinem Vater rede ich, du Hornochse.
23:33Ach so.
23:35Wir haben dann lange Zeit in Debrecen gehaust.
23:38Bald darauf ist meine Mutter gestorben
23:41und Vater ging unter die Erde weiter.
23:43Ja, eine Zeit lang buddelte ich auch in der Erde rum.
23:46Aber dann hatte ich Glück und hab aufs Chauffeur gelernt.
23:48Und warum bist du nicht in Debrecen geblieben?
23:51Hatte keinen Zweck.
23:53Dort gibt's viel zu wenig Autos, Onkel Mischko.
23:54Dort gibt's keine Autos und hier gibt's dafür keine Arbeit.
23:57Und auch wenn's anders wäre.
24:00Welcher normale Mensch würde dich danach noch an sein Auto ranlassen?
24:06Ich wär schon für eine Weile mit dem Platz des Alten zufrieden.
24:09Wirklich, Onkel Mischko?
24:10Dass du zufrieden wärst, will ich dir gern glauben.
24:14Na, Dreckarbeit, aber gut bezahlt.
24:1627, 28 Pengö die Woche, das kriegt nicht mal ein Fabrikarbeiter.
24:20Ja, auf dem Platz von dem Alten sind viele Schafe.
24:24Hab gerade einen Hundefinger abgewimmelt.
24:26Da wollte 60 Pengö die Woche geben, wenn ich ihn nehme.
24:2930 Bar auf die Hand.
24:32Und du?
24:34Wie viel würdest du für die Stelle springen lassen?
24:38Ich hab...
24:38Na, setz dich hin.
24:40Wir rechnen jetzt aus.
24:44Bis Weihnachten ist, wenn ich diesen Monat gar nicht mal dazunehme,
24:49da haben wir noch Oktober, November, Dezember.
24:52Das heißt, noch zwölf...
24:55Noch zwölf Wochen.
24:57Das macht zwölfmal, sagen wir, 27 Pengö.
25:02Zwölfmal 20 gleich 240, zehnmal sieben und zweimal sieben, 84.
25:07Zusammen genau 324 Pengö.
25:11Zehn Pengö Anzahlung.
25:15Aber ich...
25:16Aber ich habe doch keinen roten, heller Onkel Mischka.
25:19Die hast du schnell zusammengekratzt.
25:21Die zehn Pengö.
25:22Die blechst du spätestens in zwei Tagen.
25:25Die restlichen 324 kannst du abstottern.
25:27Da sind pro Woche zehn Pengö fällig.
25:28Wenn du das siebenmal gemacht hast, siebenmal zehn, das ist nach Adam Riese 70.
25:33Na, siehst du?
25:35Bis November hast du 80 Pengö und zu Weihnachten sind die Schulden weg.
25:39Ach.
25:40Hast du denn eine Bleibe?
25:42Nein.
25:43Na, bis dahin kannst du im Stall schlagen.
25:46Punkt 4 Uhr geht's hier los.
25:48Und dass du mir gar nicht jetzt mit dem Faulenzen anfängst, wie der versoffene Müller.
25:52Um 4 Uhr kriegen die Pferde Futter.
25:54Und von heute an bin ich für dich wie für alle anderen Herr Warndor.
25:58Verstanden?
25:59Jawohl, Onkel Mischka.
26:02Bitte, Onkel Mischka.
26:03Ich habe noch einen großen Wunsch.
26:06Könnte ich vielleicht auch sowas für meine Mütze kriegen.
26:08Ich meine, so ein Ding da.
26:13Meinst du das hier?
26:15Ja.
26:16Da.
26:17Ich bedanke mich schön.
26:20Um Punkt 4 bin ich da.
26:30Nur verlogene Redensarten, aber keine Arbeit.
26:34Versuch mal dein Glück in den Sandkrumen von Köbern, ja.
26:37Da zahlen sie 30 Filler Stundenlohn.
26:39Und Trinkwasser gibt's gratis dazu.
26:42Na, wie wär's?
26:43Das wär doch ein Angebot.
26:44Nimm deine Pfote weg, du krummer Hund.
26:46Nee, du weißt wohl nicht, wen du vor dir hast.
26:50Friedlich, du hässlicher Vogel.
26:51Sonst kannst du was erleben.
26:54Hast wohl Langeweile, ha?
26:55Und da suchst du Streit.
26:58Ich mach das schon.
27:00Ich mach das schon.
27:05Pass auf.
27:09Sind Sie denn Mischucke, verehrter Herr Genosse?
27:13Verbitte ich mir, ich bin nicht Ihr Genosse.
27:15Ihre schwachsinnige alte Tante vielleicht.
27:18Pfeilkreuzler, Scheißkerl.
27:20Pfeilkreuzler, Scheißkerl?
27:21Du weißt ja gar nicht, was du sagst.
27:23Wir versuchen doch wenigstens Arbeit ranzuschaffen, nicht so wie ihr Säcke.
27:28Beschissener Sozi.
27:29Mein Schwager hat gestern endlich Arbeit gekriegt.
27:32Und morgen wird er auch in der Tomperstraße sein.
27:37Was ist denn los in der Tomperstraße?
27:42Eine große Versammlung.
27:44Da könnt ihr gleich drauf warten, dass euch die Polizei die Fresse poliert.
27:47Die wollen, dass ich nicht lache.
27:50Da müssen sie erst mal wissen, was gespielt wird.
27:52Denkt ihr, die Pfeilkreuzler sind so dumm wie die Sozis?
27:55Die melden das nicht vorher an?
27:58Ich weiß es auch noch vom Hörensagen.
28:00Der Abgeordnete Bollock wird da sein.
28:02Und auch der Kieschmarquis.
28:04Der Sohn von der Schuhfabrikantin.
28:06In der Tomperstraße also?
28:08Ja.
28:10Tomperstraße Nummer 14.
28:11Nummer 14, ja.
28:12Was ist los?
28:13Arbeit kriegt man auch?
28:16Darüber kann man sich nach der Versammlung unterhalten.
28:20Wir kommen auch hin.
28:21Das können Sie Ihrem Schwager sagen.
28:23Ganz sicher.
28:25Danke für den Hinweis.
28:33Ach, haben den Köder aufgenommen.
28:36Und morgen lassen wir die Falle zuschnappen.
28:43Jetzt sind Sie dran, Lüthner.
28:45Die Geschichte ist eingefädelt, der Rest ist Ihre Sache.
28:48Ich verlasse mich voll und ganz auf Sie.
28:50Ich danke Ihnen für das Vertrauen, Herr Inspektor.
28:57Ich wünsche einen guten Abend, Don Glystwan.
28:59Na, das ist aber eine Überraschung.
29:00Nimm Platz, mein Lieber.
29:01Vielen Dank.
29:02Ja, wie hast du mich denn gefunden?
29:05Ich habe mich ein bisschen umgehört.
29:07Und da fuhr ich, dass Sie hier eine Arbeit bekommen hätten.
29:09Ja, ich hatte noch Glück im Unglück.
29:11Der alte Schuster, dem diese Bruchbude gehört, ist krank geworden.
29:14Wir haben vereinbart, dass die Hälfte der Einnahmen mir gehört.
29:16Ist viel zu tun?
29:17Ach, du siehst ja, Flickarbeit.
29:19Wer kann sich schon neue Schuhe leisten?
29:23Wie steht es mit dem Streik?
29:25Ich bin noch am selben Tag aus der Fabrik gefeuert worden.
29:28Von den anderen haben 50 gestreikt.
29:31Aber deswegen bin ich nicht hier.
29:32Sondern?
29:36Die Pfeilkreuzler wollen morgen in der Tomporstraße irgendeinen großen Rummel veranstalten.
29:41Wir haben mit den Jungs vereinbart, dass wir...
29:43Wollt ihr euch mit denen einlassen?
29:46Wir haben die Absicht, ihnen einen kleinen Besuch abzustatten.
29:49Verstehen Sie?
29:53Das muss erst gründlich beraten werden.
29:55Ich kann keinen Sinn darin sehen.
29:57Und andere werden genauso denken wie ich.
30:02Ohne Beschluss wird nichts unternommen.
30:04Wollen wir dem Treiben einfach zusehen?
30:05Lass die Finger davon, hörst du?
30:13Bitte, hören Sie mich doch an.
30:14Ich bin seit 15 Jahren in diesem Viertel.
30:16Ich kenne hier jeden Hausmeister und seine ganze Familiengeschichte.
30:20Mit ihrem Vorgänger habe ich auch zusammengearbeitet.
30:23Josef Spiller ist mein werter Name.
30:25Fragen Sie nur den Jungen, der wird es bestätigen.
30:28Jeden Morgen habe ich an der Ecke gewartet,
30:30habe für den Alten den Müll ausgekippt
30:32und die Brot drinnen rausgefischt und ihm auf den Bock gelegt.
30:34Und ich würde mich auch gern mit Ihnen einigen.
30:37Wie gesagt, ich bin der Spiller und der Müll ist mein Lebensunterhalt.
30:40Das weiß der Junge ganz genau.
30:42Ich stehe hier an der Ecke, seit ich denken kann.
30:43Ich habe schon gesagt, ich schaffe es allein.
30:45Können Sie nicht hören?
30:45Wir werden uns bestimmt einig.
30:47Es ist nicht Ihr Nachteil.
30:53Ich wünsche einen guten Morgen, Herr Hansling, meine Verehrung.
30:57Morgen.
31:01Na, was wird denn nun?
31:03Was soll denn werden?
31:05Reinschmeißen und fertig ist die Laube.
31:07Entschuldigung, ich mache es schon.
31:08Keine Sorge, Herr Hansling.
31:09Es geht alles einen Gang.
31:11Was ist los bei euch?
31:12Schon wieder eine Aushilfe?
31:13Nein, das ist der ständige Müllmann, wenn es recht ist.
31:19Psst, ein Verwandter?
31:21Ach wo?
31:22Der doch.
31:30Da, so viel habe ich Ihrem Vorgänger auch immer gegeben.
31:33Zählen Sie es nach, damit Sie nicht wiederkommen und jammern, es wäre zu wenig.
31:37Spiller, wie oft habe ich mir schon das Maul zerrissen, dass Sie nicht die Hälfte drin lassen sollen.
31:42Sie sind wirklich ein großes Dreckschwein.
31:44Schütteln Sie die Körbe richtig aus.
31:46Ich bezahle nicht dafür, dass ich den Krempel wieder mit reinnehme.
31:49Jawohl, Herr Hansling.
31:50Verehrung, Herr Hansling.
31:56Ich bin mit den vier Körben fertig.
32:01Dafür bekomme ich vier Filler.
32:05Hat der Alte auch einen Filler pro Korb gegeben?
32:08Selbstverständlich, das ist der Satz.
32:09Sie werden doch nicht glauben, Herr Lang, dass ich Sie überschwinden will.
32:12Ein Korb, ein Filler.
32:14Zum heiligen Stefan hat er mir einen Pengetrinkgeld gegeben.
32:17Weihnachten natürlich auch.
32:20Hoffentlich, Herr Lang, sind Sie genauso zufrieden mit mir wie er.
32:24Wir wollen doch beide unser Stück Brot verdienen.
32:26Ist das nicht so?
32:28Na gut.
32:29Sagen Sie mal, Siebdingsbums, haben Sie auch einen Namen, mein Sohn?
32:33Aber ja, ich bin doch der Spiller.
32:35Spiller, ergeben es der Diener.
32:37Nun mal ganz ehrlich, Spillerchen.
32:39Die anderen machen das genauso mit dem Gleick.
32:41Sie können sich wirklich drauf verlassen, Herr Lang.
32:43Ich mache Ihnen nichts vor.
32:44Das ist ein alter Brauch bei der Müllabfuhr.
32:46Wir kippen anstelle der Fahrer den Müll in den Wagen.
32:48Und dafür bekommen wir von Ihnen einen kleinen Anteil.
32:54Na, abgemacht.
32:55Den Filler pro Korb sollen Sie von mir auch kriegen.
32:58Es waren vier Körper, zwei Filler und zwei dazu.
33:01Macht vier.
33:01Vielen Dank, Herr Lang.
33:02Sie werden es nicht bereuen.
33:04Ja, dann wollen wir.
33:05Wenn ich das Ergebnis vorschlagen darf...
33:06Sehr richtig Schleierfahren hier.
33:08Spiller, mein werter Name ist Spiller.
33:09Na, das tut ja nicht zur Sache.
33:10Jedenfalls wollen wir die Kundschaft nicht vergebens warten lassen.
33:13Hü, Mann, sieh.
33:14Hü.
33:21Aha.
33:22Sieh mal an.
33:23Wieder ganz schön eingeramscht.
33:27Das gehört mir.
33:28Ausgibben.
33:31Bleibt alles hier.
33:33Abhauen, los.
33:36Na, komm.
33:37Na, guck mal.
33:38Ja, ja.
33:39Ja.
33:40Also.
33:42Wenn ich noch einmal höre,
33:44dass Sie sich über mich beklagen,
33:45dann will ich Sie hier nicht wiedersehen.
33:46Verstanden?
34:00Vorsicht, der Grundmeister ist unfreundlicher Knochen.
34:02Sind Sie der neue Kutscher?
34:04Ja, der bin ich.
34:05Na, dann sagen Sie gefälligst, wie Sie heißen.
34:07Lang, Lang, Winze ist mein Name.
34:09Winze, in Ordnung.
34:10Und das nächste Mal haben Sie spätestens viertelacht hier zu sein.
34:13Jawohl.
34:13Und jetzt fahren Sie in die Grube und entladen den Wagen,
34:15aber zügig.
34:16Jawohl, wird gemacht.
34:17Sie müssen jetzt weg sein.
34:19Ach, einen Moment.
34:21Was sehe ich denn da für einen Geigenvogel?
34:24Absteigenspiller.
34:28Ich habe Ihnen schon ein paar Mal gesagt,
34:30Sie haben hier nichts zu suchen.
34:31Und jetzt sage ich es Ihnen zum letzten Mal.
34:32Haben Sie verstanden?
34:33Jawohl, ich habe verstanden und bin schon weg.
34:39Jetzt wieder zu euch.
34:43Auszeige.
34:44Ihr Arsgeier.
34:46Los, komm.
34:47Da ist doch wieder ein Müllwagen gekommen.
34:48Der Ponscher ist so teuer.
34:50Nicht so eilig.
34:51Alleen.
34:52Warten Sie, guter Mann.
34:54Ich schlage Ihnen einen Handel vor.
34:56Es wird nicht dir schade sein.
34:57Sie, ihr Filler, gehen nicht für den rechten Behälter.
35:02Lassen Sie den, ich biete sechs Filler für die ganze Ladung.
35:05Was soll denn das?
35:05Ich habe Kupfer, mehr als ein Kilo.
35:07Prima Ware.
35:08Gehen Sie doch zum Teufel, was soll ich denn mit Ihrem lächerlichen Kupfer tragen?
35:10Recht haben Sie.
35:11Koks.
35:11Was brauchen Sie Koks?
35:13Da kann ich jeden beliebigen Posten.
35:14Der erste Lech nicht.
35:15Feinster englischer Wollsteig.
35:16Aber Brotreste, der kann ich jeden beliebigen Posten an.
35:18Soll ich denn da nicht.
35:19Das ist der feinster englischer Stoff.
35:22Bitte, Onkel, bitte sehen Sie die schöne Figur.
35:24Die gebe ich Ihnen für Brotrennen.
35:25Ich habe solchen Hunger und meine Geschwister auch.
35:29Ach, haut doch ab, du Kröte.
35:31Steck dir seinen Hut.
35:32Ab, verschwinde endlich.
35:33Du bist bloß neidisch.
35:35Hören Sie, mein Freund.
35:36Ich nehme ungesehen den Müll von morgen ab.
35:39Die ganze Flur.
35:40Und ich bezahle das auch prompt.
35:42Bar auf die Hand.
35:43Ist wahr?
35:43Ja.
35:45Was wollen Sie dafür geben?
35:53Hier.
35:55Sie werden zufrieden sein.
35:57Prima englische Ware.
35:58Nein, bleiben Sie mir bloß vom Halse damit.
36:01Dafür fischt Wollkote Altwaren hin zu einem Pinkel aus der Kasse.
36:05Einen ganzen Pinkel?
36:08Verkaufen Sie es selber.
36:10Passen Sie mal auf.
36:12Man merkt, dass Sie noch neu hier sind.
36:14Ihr Müll ist mein Geschäft.
36:15Das ist mir so viel wert.
36:16Sie fahren dabei ja nicht schlecht, oder?
36:20Also, die Fuhre von morgen ist meine.
36:23Aber nicht vergessen.
36:25Hey, warten Sie.
36:26Wo soll ich den Knaller denn losschlagen?
36:28Habe ich doch schon gesagt.
36:30Wollkote, der Trödler, der nimmt ihn mit Kusshand ab.
36:34Na?
36:34Sind wohl zins einig?
36:36Wie?
36:37Also gut.
36:38In Ordnung.
36:39Bis morgen dann.
36:48Ich verstehe das nicht.
36:50Immer entschuldigen Sie dieses Luppenpack.
36:52Die nehmen sich schon viel zu viel heraus.
36:55Er sagt doch vorhin so ein lausies Mistvieh zu mir.
36:58Lieber würde er mir getrockneten Hundedreck überlassen, als das trockene Brot.
37:02An seiner Stelle hätte ich Ihnen das auch gesagt, Kätzeli.
37:06Sie wollen doch krepieren, diese elenden Hungerleiter.
37:08Na, na, na, na, na.
37:09Na, was heißt hier na, na, na, na, na?
37:11Sind Sie der Grubenmeister oder bin ich's?
37:13Erlauben Sie den Asker, in sich hier zu weinen, oder ich?
37:16Also steht mir das trockene Brot zu.
37:19Ich will Ihnen mal was sagen, Kätzeli.
37:21Aber vorher stehen Sie von Ihrem Stuhl auf, sonst geht er noch kaputt.
37:24Ist schon gut.
37:26Was Sie noch aus den Ärmsten der Armen herauspressen, die im Abfall wühlen müssen,
37:30das halte ich für eine große Gemeinheit.
37:34Das müssen Sie ausgerechnet sagen.
37:36Ein Mann wie Sie, der noch den Rost von den Nägeln extra kauft.
37:40Ja, ich kaufe auf.
37:41Ich kaufe auf, lieber Kätzeli.
37:43Aber ich nehme keinem was weg.
37:44Und ich habe eine Konzession dafür.
37:46Ach, ich spucke auf Ihre Konzession.
37:50Jedenfalls lasse ich mich von der Bagage nicht übers Ohr hauen.
37:52Wer Brotreste findet, hat sie vorzulegen.
37:55Und daran wird nicht gerüttelt.
37:59Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Ihre Schweine dran ersticken.
38:01Das wollen wir doch mal sehen, wer hier der Herr ist.
38:04Wenn es einem nicht passt, den jage ich mit dem Stock vom Platz.
38:10Schönen guten Tag, Meister.
38:12Guten Tag.
38:14Kupfergefällig?
38:15Nehme ich.
38:15Zeigen Sie mal.
38:25Vier Filler, aber weil sie neue Kunde sind, werde ich Ihnen fünf dafür geben.
38:28Legen Sie es da hinten hin.
38:30Zu dem Übrigen.
38:43Und das hier?
38:45Ist doch drei Pengue wert.
38:51Mir sind die Knochen zerschossen worden.
38:53Ich bin damals als Kriegsinvalide zurückgekommen.
38:57Seitdem will ich mit Waffen nichts mehr zu tun haben.
38:59Ja, na gut, dann nicht.
39:01Wir haben Sie wie vereinbart, Ihre fünf Filler.
39:05Kupfer, Kupfer kannst du mir jederzeit herbringen.
39:08Aber mit solchen Zeug kommst du nicht wieder.
39:10Ergebensten Dank, Herr Wolko.
39:12Auf Wiedersehen.
39:12Wiedersehen.
39:13Nichts.
39:28Not aloe.
39:36Ich bin Marius.
39:37Sie sind bei der Knochen.
39:37Nein.
39:38Vierf.
39:42Sie sind bei der Knochen.
39:43Na nun, warten Sie schon lange hier, Spillerchen?
39:47Ach, wenn ich von allem so viel hätte wie Zeit.
39:49Ja, ja, Herr Lange, Sie haben den Vogel abgeschossen, darum wird sie mancher beneiden.
39:53So schlimm ist es auch wieder nicht.
39:54Doch, doch, Sie Glückspilz, ich arbeite schon 30 Jahre in dem Beruf und hatte noch nie so gute Straßen.
39:59Lassen Sie es gut sein, Spillerchen, ich habe Hunger, beeilen wir uns.
40:23Was ist das?
40:25Schwamm vom Donaukäh, um die Fenster damit zu putzen.
40:27Wie viel sind da?
40:28Hab nicht gezählt, ziemlich alle.
40:30Was sagt Onkel Ischwan?
40:32Sie diskutieren immer noch.
40:33Ach, die Reden und Reden, wir können uns damit nicht aufhalten.
40:45Ohlis, meine Liebe, komm, lass dich mal anschauen.
40:48Ja, du wächst ja wie ein Pilz im Wald nach dem Regen.
40:50Eine Freude, dich zu sehen.
40:52Aber mit deinem Vater bin ich böse.
40:54Er hat sich jetzt seit sage und schreibe sechs Wochen nicht mehr bei uns blicken lassen.
40:59Was treibt er denn so, der alte Landsknecht?
41:02Vater hat sehr viel zu tun, aber es geht ihm gut.
41:07Wo ist er denn?
41:10Er hält es nicht für nötig, mir zu sagen, wo er hingeht.
41:14Er hatte mir einen Kinobesuch versprochen.
41:16Wir wollten beide in den blühenden Flieder gehen.
41:19Ich habe im Café länger als eine Stunde gewartet.
41:23Er ist ein richtiger Philou.
41:25Ein Grund mehr, dass ich ihm mal gehörig die Leviten lese.
41:29Hat er mir denn nichts hinterlassen?
41:32Nein.
41:40Guten Abend.
41:41Guten Abend.
41:42Wir begrüßen ihn, Herrn Abgeordneten, auf das Herzlichste.
41:44Verehrung, Herr Keschmacki.
41:46Danke Ihnen.
41:47Danke.
41:47Wenn ich bitten darf, meine Herren.
41:49Bitte sehr.
41:49Danke.
41:49Bitte.
41:51Guten Abend.
41:51Ich bin sofort zurück.
41:52Seien Sie vorsichtig und denken Sie daran, sehen Sie sich die Leute genau an.
41:55Kommen Sie auch mit.
42:12Respektvolle Grüße, Herr Oberth.
42:14Wir möchten gern etwas essen, aber möglichst billig.
42:16Breuße, Bohnen.
42:18Mhm.
42:19Aber damit von vornherein klarer, Herr Spiller.
42:21Bezahlt wird sofort.
42:22Vier Filler.
42:23Mhm.
42:26Seitdem ich keine feste Arbeit mehr habe, behandelt mich der Gauner wie den letzten Dreck.
42:30Da war doch die dumme Geschichte mit den Decken.
42:33Damit hatte ich Pech gehabt.
42:34Und dieses Wildschein Wando hat mich rausgepfeffert.
42:37Nehmen Sie sich vor dem nur ja in acht, Herr Lang.
42:40Mit dem ist nicht gut Kirschen essen, glauben Sie mir.
42:43Der kann mir gar nichts, Spillerchen.
42:46In zwei Tagen bezahle ich ihm die zehn Pengö und dann sind wir quitt.
42:51Sehen Sie mal.
42:54Wie viel kann denn das wert sein, wenn man es mit Schmörgelpapier befummelt, hm?
43:00Vier, fünf Pengö müssten doch dafür rausspringen, was meinen Sie, hm?
43:08Um Gottes Willen, wer hat Ihnen denn das angetreten?
43:10Na, einer von den Brüdern dort, so eine Wühlmaus.
43:12Sie kennen doch die Leutchen viel besser als ich.
43:14Na, für die Fuhre von heute früh und die von morgen.
43:16Was, die auch noch?
43:17Ja.
43:18Pferdeäpfel soll er fressen.
43:20Sie haben den Bogen noch nicht richtig raus erlangt.
43:22Koks müssen Sie von denen verlangen, Brotreste.
43:24Koks.
43:24Das können Sie zentnerweise verscheuern und ganz leicht.
43:27Auf die Tour hatte ich mir den alten Heidengeld.
43:34Jetzt packst du erst mal die Mäuse auf den Tischspieler.
43:37Lassen Sie nur, Spielerchen, das geht auf meine Rechnung.
43:40Das ist intensiv, Herr Hörner.
43:41Na, Herr Lang, der neue Kutscher.
43:42Er hat die Stelle vom alten.
43:44Ja, wenn der Herr Lang eine Stelle hat, dann hat er auch Kredit bei mir.
43:48Sie heißen?
43:51Lang ist mein Name.
43:52Ergebener Diener Winze Lang.
43:54Lang?
43:54Ja, Lang.
43:55Wenig.
43:55Sehr richtig, ja.
43:57So ist es.
44:07Ein eigenes Pferd und einen Wagen müsste man haben.
44:14Dann könnte der Henker diesen Schweinefraß verschlingen.
44:17Ich würde in ein kleines stilles Dorf ziehen und dem Hand umdrehen.
44:22Das geht ja schnell.
44:23Da hätte ich ein zweites Pferdchen zusammengespart.
44:25Dann ein Häuschen.
44:28Später hätte ich dann auch eine Frau dazu.
44:33Guten Abend.
44:34Guten Abend.
44:38Guten Abend.
44:39Guten Abend.
44:42Sofort einen Stumpf unterholen.
44:44Hier ist was faul.
44:56Ich bin mir nicht mehr.
45:10Wo ist es?
45:16Ich bin mir nicht mehr.
45:18Ich bin mir so los.
45:21Ich bin mir nicht mehr.
45:29Guck mal, guck mal.
45:58Das war's.
46:37Ja.
46:39Ja.
46:40Ja.
46:42Ja.
46:44Ja.
46:46Ja.
46:48Ja.
46:49Ja.
47:01Oh!
47:03Oh!
47:07Ah!
47:11Warte doch, mein Lieber.
47:14Ach, ich bin so fein.
47:18Los, komm mal nicht zu den Hund.
47:20Los, gib sie.
47:25Mach auch noch von mir, bitte.
47:28So, jetzt.
47:29Ich will nicht gehen.
47:32Lassen Sie mich in Ruhe!
47:49Der Herr Abgeordneter.
47:50Der muss hier weg.
47:59Der Herr Abgeordneter ist verwundet.
48:06Hilfe! Hilfe!
48:08Wir holen einen Arzt!
48:10Hilfe!
48:42Hilfe!
48:45Hilfe!
48:46Hilfe!
49:12Hilfe!
49:42Hilfe!
50:03An die Wand!
50:04An die Wand!
50:05An die Wand!
50:06An die Wand!
50:08Los!
50:18Was ist mit euch? Seid ihr taub?
50:20Schert euch gefällig zu den anderen!
50:22An die Wand!
50:33An die Wand!
50:35An die Wand!
50:36An die Wand!
51:04und buddeln drinnen rum und dann brauche ich doch, ich muss die zehn Pengue auftreiben,
51:09sonst komme ich, komme ich in die Patrouille.
51:12Den Burschen nehmen wir mit.
51:13Was, was?
51:14Na.
51:15Erst soll er mal sein Essen bezahlen.
51:17Halten Sie uns nicht auf.
51:18Ich habe nichts verbrochen.
51:19Ich bin völlig entschuldig.
51:20Und in einer Stunde bin ich wieder da.
51:22Ja, wird's bald.
51:23In einer Stunde bin ich wieder da.
51:24Gib mir nun Kredit.
51:26Schluss.
51:28Der Schnorrer wird gestrichen.
51:30Einen lang kenne ich nicht mehr.
51:44So was, das ist ja unglaublich.
51:48Wie aus dem Gesicht geschnitten.
51:55Dragos, wer ist dieser Mann?
51:56Ich melde gehorsams, er arbeitet bei der Müllabfuhr.
51:59Diese Pistole hat er bei sich.
52:01Ach.
52:03Ich bitte Sie, das hat nichts zu sagen, ein reiner Zufall.
52:07Ja, ja, natürlich.
52:11Dragos, sondern Sie diesen Mann ab und bringen Sie ihn auf mein Zimmer.
52:16Zu Befehl.
52:21Das trifft sich ja großartig.
52:25Und ich habe schon eine geniale Idee.
52:28Wenn sie auch hier ein mit,
52:31wenn sie einen Aufmerksamkeit kommen.
52:33Ja, ich bin kein Mensch.
52:42Also mir passt.
52:43Du bist da.
52:43Wie ist das?
52:44Oh!
52:45Ich bin bekannt.
52:49Sch haga ich.
52:49Ich bin ein Mensch.
52:50Nein!
52:56Ich bin kein Mensch.
53:14Untertitelung des ZDF für funk, 2017
53:42Untertitelung des ZDF, 2020
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