Tal der Hoffnung (Originaltitel: Clint el solitario / international auch Clint the Stranger) ist ein klassischer Italowestern aus dem Jahr 1967, unter der Regie von Alfonso Balcázar.
Handlung (kurz & spoilerarm)
Clint Harrison (ein berüchtigter, einsamer Revolverheld) ist seit Jahren auf der Flucht vor rachsüchtigen Feinden. Vor langer Zeit hat seine Frau Julie ihn wegen seines gewalttätigen Lebensstils verlassen. Als er sie und seinen inzwischen kleinen Sohn in der Stadt Saddle Wood wiederfindet, versucht er, ein neues, friedliches Leben aufzubauen. Doch seine Vergangenheit holt ihn schnell ein: Alte Feinde (darunter ein skrupelloser Bandit und seine Leute) tauchen auf, und es kommt zu dramatischen Konfrontationen und einem klassischen Showdown. Der Film thematisiert typisch für das Genre Erlösung, Familie vs. Gewalt und den Versuch, aus dem Kreislauf der Rache auszubrechen.
Laufzeit: ca. 90–95 Minuten
Produktion: Spanien / Italien / BR Deutschland (Co-Produktion)
Drehorte u. a.: Spanien und Südtirol (Alto Adige)
Wichtige Darsteller
George Martin (Jorge Martín) → Clint Harrison (der einsame Revolverheld)
Marianne Koch → Julie Harrison (Clints Frau)
Gerhard Riedmann → Bill O'Brien
Pinkas Braun → Don Shannon
Paolo Gozlino → einer der Hauptgegner (häufig als Bandenchef / Antagonist)
Fernando Sancho → meist der fiese, fette Bösewicht-Rolle (typisch für viele Italowestern)
Walter Barnes → in einer Nebenrolle (oft als Sheriff o. Ä.)
Weitere: Xan das Bolas (Simpson), Hermann Haller u. a.
Szenenbilder / typische visuelle Eindrücke
Hier einige charakteristische Szenenbilder aus dem Film (typisch für Italowestern der 60er):
Clint reitet einsam durch karge Landschaft – Weite Wüsten- und Bergpanoramen, oft in Super Technirama 70 gedreht → sehr breites, cinematisches Bild mit dramatischem Himmel.
Showdown-Szene in der Stadt – Typische Western-Straße mit Holzgebäuden, Clint im Mantel mit tiefliegendem Colt, gegenüber mehrere Gegner.
Familien-Szene – Marianne Koch mit Kind und George Martin, oft in Innenräumen oder vor einer kleinen Farm/Haus – der Kontrast zwischen friedlichem Familienleben und drohender Gewalt.
Fernando Sancho als Bösewicht – Meist mit Sombrero, Zigarillo und fiesem Grinsen, oft umringt von Banditen.
Der Film gilt als solider, aber kein Top-Italowestern (kein Leone-Niveau), hat aber schöne Landschaftsaufnahmen und einen ordentlichen Score. In Deutschland lief er lange nur im TV oder als günstige DVD, seit 2022/23 gibt es eine restaurierte Deluxe-Edition.
Viel Spaß beim Schauen – klassischer 60er-Western mit Marianne Koch!
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