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Vonwegen "Airbus A 380" ...
... schon im Jahr 1929 konstruierten, und bauten etwa Hugo Junkers, und Luis Dornier in Deutschland Flugzeuge, die in Übersee blanken Neid auslösten.
Doch nicht nur Flugzeuge, sondern die Technik allgemein war auf einem Level, das den Rest der Welt in den Schatten stellte.
So auch die Automobil-Technik - dabei denken wir nur an den Mercedes SSK, dieser von Ferdinand Porsche entwickelt wurde.
Was aus diesem "blanken Neid" schon paar Jahre drauf folgte, beschreiben die Historiker in allen Details. Übrigens auch damals "von außen" inszeniert, und den wahnsinnigen kleinen Österreicher setzten sie an die Spitze der Macht-Hebel ...
... so wie auch heute die unfähigsten Figuren, die noch nie in der Privat-Wirtschaft für ihr Fortkommen was leisteten, in Regierungs-Funktionen setzen. Das hat nicht nur System, sondern auch Grund - denn ein Mal mehr soll es den technischen Forlschritt einstellen, und nachhaltig zerstören ...
... schon im Jahr 1929 konstruierten, und bauten etwa Hugo Junkers, und Luis Dornier in Deutschland Flugzeuge, die in Übersee blanken Neid auslösten.
Doch nicht nur Flugzeuge, sondern die Technik allgemein war auf einem Level, das den Rest der Welt in den Schatten stellte.
So auch die Automobil-Technik - dabei denken wir nur an den Mercedes SSK, dieser von Ferdinand Porsche entwickelt wurde.
Was aus diesem "blanken Neid" schon paar Jahre drauf folgte, beschreiben die Historiker in allen Details. Übrigens auch damals "von außen" inszeniert, und den wahnsinnigen kleinen Österreicher setzten sie an die Spitze der Macht-Hebel ...
... so wie auch heute die unfähigsten Figuren, die noch nie in der Privat-Wirtschaft für ihr Fortkommen was leisteten, in Regierungs-Funktionen setzen. Das hat nicht nur System, sondern auch Grund - denn ein Mal mehr soll es den technischen Forlschritt einstellen, und nachhaltig zerstören ...
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00:00Als am 6. November 1929 in Dessau ein Flugzeug erstmals abhebt, erstarren Beobachter am Boden in Staunen.
00:09Vor ihnen erhebt sich eine Maschine mit 44 Metern Spannweite, größer als die meisten Bomber, die ein Jahrzehnt später den
00:17Himmel beherrschen werden.
00:18Die Junkers G38 durchbricht an diesem Tag nicht nur die Schwerkraft, sondern auch alle Vorstellungen davon, was ein Verkehrsflugzeug sein
00:28kann.
00:28Passagiere sollen künftig nicht über, sondern direkt in den Tragflächen sitzen, mit Panoramafenstern und beheizten Kabinen, während unter ihnen Europa
00:39vorbeizieht.
00:41Hugo Junkers verfolgt eine Vision, die den meisten Ingenieuren seiner Zeit als Wahnsinn erscheint.
00:48Während die Konkurrenz kleine, einmotorige Maschinen für sechs bis zehn Personen baut, denkt Junkers in völlig anderen Dimensionen.
00:56Ende der 20er Jahre gilt Fliegen noch als exklusives Abenteuer für Wohlhabende, wetterabhängig und riskant.
01:05Fluggesellschaften operieren mit bescheidenen Kapazitäten, Flughäfen sind kaum mehr als grasbewachsene Felder mit provisorischen Hangars.
01:13In diesem Umfeld plant Junkers ein Flugzeug, das über 30 Menschen gleichzeitig transportieren soll.
01:21Seine Überlegung ist kühl kalkuliert.
01:25Massenluftverkehr braucht Masse.
01:27Ein großes Flugzeug bedeutet mehr Passagiere pro Flug, ohne proportional mehr Crew oder Infrastruktur.
01:34Die Entwicklung beginnt Mitte der 20er Jahre.
01:38Junkers baut auf Erfahrungen mit der F-13 auf, dem weltweit ersten Ganzmetallverkehrsflugzeug.
01:45Die F-13 beweist, dass Metallbauweise zuverlässig funktioniert.
01:50Doch der Sprung zur G-38 ist gewaltig.
01:54Konstrukteure müssen eine Tragfläche entwerfen, die nicht nur trägt, sondern auch bewohnbar ist.
02:00Das gewählte Dur-Aluminium, typisch für Junkers, verleiht der Struktur Festigkeit ohne externe Verstrebungen.
02:08Die Flügel werden dick genug dimensioniert, dass erwachsene Menschen darin aufrecht stehen können.
02:15In den Tragflächen entstehen vollwertige Kabinen mit gepolsterten Sitzen, Heizung und großen Fenstern.
02:22Der Lärmpegel sinkt, weil die vier Motoren weiter außen angebracht sind.
02:27Jeder der Junkers L55-Reihenmotoren leistet 550 Pferdestärken.
02:33Sie sind in Push-Pull-Anordnung montiert.
02:37Ein Zugpropeller vorne, ein Druckpropeller hinten, jeweils in zwei Gondeln unter den Tragflächen.
02:43Diese Konfiguration minimiert das Drehmoment beim Motorausfall und verbessert die Effizienz.
02:49Als die Maschine beim Erstflug abhebt, erreicht sie mühelos 200 Stundenkilometer Reisegeschwindigkeit.
02:57Die Reichweite liegt bei 800 bis 900 Kilometern, genug für Non-Stop-Verbindungen zwischen Berlin und London oder Berlin und
03:05Rom.
03:05An Bord arbeitet eine siebenköpfige Besatzung. Pilot, Co-Pilot, Navigator, Funker, Flugingenieur und Stewards.
03:15Der Flugingenieur überwacht die Triebwerke während des Fluges direkt aus dem Rumpf.
03:20Ein fliegender Mechaniker, der bei Problemen sofort reagieren kann.
03:24Die G38 ist kein Flugzeug, sondern ein fliegendes System.
03:31Mit 300 Quadratmetern Flügelfläche und 23 Tonnen Startgewicht stellt sie alles in den Schatten, was bis dahin in der zivilen
03:39Luftfahrt existiert.
03:41Junkers erschafft nicht einfach ein größeres Flugzeug.
03:44Er definiert neu, was Luftverkehr bedeuten kann.
03:48Am 27. März 1930 übernimmt das Reichsverkehrsministerium offiziell die erste Junkers G38 mit der Kennung D2000.
04:01Doch bevor die Maschine in den regulären Liniendienst geht, soll sie ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen.
04:08Testpiloten beladen das Flugzeug mit exakt 5 Tonnen Nutzlast und starten zu einer Serie von Rekordflüden.
04:15Innerhalb weniger Wochen stellt die G38 vier Weltrekorde auf.
04:21Geschwindigkeit mit dieser Zuladung, Steigrate, Flughöhe und Reichweite.
04:27Jeder dieser Rekorde sendet eine klare Botschaft an die internationale Luftfahrtindustrie.
04:33Deutschland hat das größte und leistungsfähigste Landverkehrsflugzeug der Welt gebaut.
04:39Die Konstruktion selbst ist ein Meisterwerk praktischer Ingenieurskunst.
04:43Die Passagierkabinen in den Tragflächen bieten jeweils zwei Sitze mit direkten Blick nach vorne durch großzügige Fenster.
04:52Reisende erleben den Flug aus einer Perspektive, die es vorher nicht gab und danach nie wieder geben wird.
04:59Sie sitzen buchstäblich im Herzen der Maschine, umgeben von der tragenden Struktur aus gewählten Duraluminium.
05:05Die Heizung funktioniert über Warmluft aus den Motorkühlsystemen, eine elegante Lösung, die Abwärme sinnvoll nutzt.
05:15Im zentralen Rumpf befinden sich weitere Sitzreihen, ein Gepäckraum und technische Abteile.
05:21Die Gesamtkapazität variiert je nach Konfiguration zwischen 30 und 34 Passagieren.
05:28Für 1930 ist das eine schwindelerregende Zahl.
05:33Zeitgenessische Verkehrsflugzeuge befördern selten mehr als zehn Menschen gleichzeitig.
05:39Die G38 vervierfacht diese Kapazität und bleibt dabei kontrollierbar.
05:45Das Cockpit wirkt im Vergleich zu späteren Entwicklungen spartanisch, doch für die Zeit hochmodern.
05:52Instrumente zeigen Geschwindigkeit, Höhe, Motortemperaturen und Treibstoffvorrat an.
05:58Der Pilot steuert die Maschine über mechanische Verbindungen zu Rudern und Querrudern ohne hydraulische Unterstützung.
06:06Körperkraft und Erfahrung sind gefragt, besonders bei Start und Landung.
06:11Der Co-Pilot übernimmt Navigation und Kommunikation, während der Flugingenieur permanent die vier Motoren überwacht.
06:18Jeder Motor kann einzeln gedrosselt oder abgeschaltet werden, falls Probleme auftreten.
06:25Diese Redundanz macht die G38 sicherer als viele kleinere Maschinen mit nur einem oder zwei Triebwerken.
06:34Die niedrige Flächenbelastung sorgt für sanfte Starts und Landungen.
06:39Die Maschine benötigt keine langen Betonpüsten, sondern kommt mit den bestehenden Grasflugplätzen zurecht.
06:45Startgeschwindigkeit liegt bei etwa 90 Stundenkilometern, Landegeschwindigkeit noch darunter.
06:52Für ein Flugzeug von 23 Tonnen Gewicht ist das bemerkenswert niedrig.
06:57Die Wartung hingegen ist aufwendig.
07:00Jedes der vier Triebwerke muss regelmäßig inspiziert werden, die Metallhaut auf Risse geprüft, Steuerseile nachgespannt.
07:08Spezialisiertes Personal ist nötig, denn Ersatzteile können nicht von der Stange gekauft werden.
07:14Junkers fertigt alles individuell in Dessau.
07:17Diese Komplexität macht den Betrieb teuer, doch die öffentliche Wirkung ist unbezahlbar.
07:23Die G38 wird zum Symbol deutscher Ingenieurskunst, zu einem fliegenden Botschafter, der zeigt, was technisch möglich ist, wenn man groß
07:33gängt.
07:34Am 2. Mai 1930 startet die deutsche Lufthansa den offiziellen Betrieb der G38.
07:42Die ersten Flüge sind Demonstrationstouren quer durch Europa.
07:46Berlin, Hamburg, Kopenhagen, Amsterdam, London.
07:51Überall, wo die Maschine landet, strömen Tausende auf die Flugplätze.
07:56Zeitungen überschlagen sich mit Superlativen.
07:59Das größte Landflugzeug der Welt.
08:01Ein fliegender Ozeandampfer, die Zukunft des Reisens.
08:06Passagiere berichten von einem Komfort, der alles übertrifft, was sie bisher in der Luft erlebt haben.
08:11Keine Enge, kein Lärm, stattdessen geräumige Kabinen und eine Aussicht, die ihresgleichen sucht.
08:20Wer in den Flügelkabinen sitzt, blickt direkt über die Landschaft hinweg, als würde er auf einer fliegenden Terrasse reisen.
08:27Die Lufthansa nutzt die G38 gezielt für prestigeträchtige Verbindungen.
08:33Am 1. Juli 1931 eröffnet die Fluggesellschaft die Linienstrecke Berlin nach London.
08:40Der Flug dauert etwa vier Stunden, eine erhebliche Zeitersparnis gegenüber der Eisenbahn oder dem Schiff.
08:48Geschäftsleute und Diplomaten schätzen die Direktverbindung.
08:52Tickets sind teuer, doch die Nachhage bleibt stabil.
08:56Die G38 fliegt nicht für die Masse, sondern für eine Elite, die bereit ist, für Geschwindigkeit und Exklusivität zu zahlen.
09:05Parallel dazu dient die Maschine als Versuchslabor.
09:09Ingenieure sammeln Daten über Landzeitbelastung, Treibstoffverbrauch und Passagierverhalten.
09:15Diese Erkenntnisse fließen direkt in Verbesserungen ein.
09:18Zwischen Oktober 1931 und Mitte 1932 wird die D2000 umfassend modernisiert.
09:28Techniker bauen eine zweite Passagierteckebene ein, optimieren die Motorensteuerung und erhöhen die Sitzzahl auf 30 feste Plätze.
09:37Die Maschine kehrt schwerer, aber effizienter in den Dienst zurück.
09:42Währenddessen läuft in Dessau der Bau der zweiten G38.
09:45Die D2500 wird von Anfang an mit der verbesserten Zwei-E-Tagen-Konfiguration ausgestattet.
09:53Statt der ursprünglichen L55-Motoren erhält sie vier stärkere Junkers L88A-Triebwerke mit jeweils 800 Pferdestärken.
10:04Diese Mehrleistung erlaubt höhere Zuladungen und schnellere Reisegeschwindigkeiten.
10:09Die D2500 bietet Platz für 34 Passagiere und tritt 1932 in Dienst.
10:17Mit zwei G38 in der Flotte erweitert die Lufthansa das Streckennetz.
10:23Hannover und Amsterdam werden regelmäßig angeflogen, gelegentlich auch Routen nach Süddeutschland und Österreich.
10:30Die Maschinen fliegen nicht täglich, aber regelmäßig genug, um als zuverlässig zu gelten.
10:35Pannen sind selten, schwere Zwischenfälle bleiben aus.
10:40Die Besatzungen entwickeln Routine im Umgang mit den Giganten.
10:44Piloten lernen, die träge Masse präzise zu steuern.
10:48Flugingenieure erkennen Probleme, bevor sie kritisch werden.
10:52Doch hinter den Kulissen wachsen die wirtschaftlichen Probleme.
10:56Die Weltwirtschaftskrise trifft auch die Luftfahrt hart.
11:00Passagierzahlen sinken, Ticketpreise geraten unter Druck.
11:04Die hohen Betriebskosten der G38 lassen sich kaum noch rechtfertigen.
11:10Kleinere, günstigere Maschinen erweisen sich als profitabler.
11:14Trotzdem fliegen beide Flugzeuge weiter, getragen von ihrem Symbolwert und der Hoffnung auf bessere Zeiten.
11:22Während in Deutschland zwei G38 durch europäische Himmel gleiten,
11:26beginnt auf der anderen Seite der Welt ein bemerkenswertes Parallelprojekt.
11:31Japan zeigt intensives Interesse an der deutschen Konstruktion.
11:36Das Kaiserreich sucht nach Möglichkeiten, seine eigene Luftfahrtindustrie voranzutreiben.
11:42Und die G38 erscheint als perfektes Studienobjekt.
11:471931 erwirbt Japan eine Lizenz zum Nachbau.
11:51Der Auftrag geht an Mitsubishi, einen der führenden Flugzeughersteller des Landes.
11:57Doch die Japaner kopieren nicht einfach blindlings.
12:00Sie passen das Design an eigene Anforderungen an und entwickeln eine militärische Transportvariante.
12:07Diese Maschine erhält die Bezeichnung Ki-20 und unterscheidet sich in mehreren Details vom deutschen Original.
12:15Die Konstruktion bleibt grundsätzlich identisch.
12:19Ganz metallbauweise, vier Motoren, Passagierkabinen in den Tragflächen.
12:24Doch statt ziviler Innenausstattung entsteht ein nüchterner Militärtransporter.
12:30Sitze sind einfacher, die Kabinen spartanischer.
12:33Der Fokus liegt auf Frachtkapazität und Reichweite, nicht auf Komfort.
12:39Mitsubishi baut zwischen 1931 und 1935 insgesamt sechs Exemplare der Ki-20.
12:48Diese Maschinen dienen primär als Truppentransporter und für logistische Aufgaben.
12:53Sie bewegen Soldaten, Ausrüstung und Nachschub zwischen japanischen Stützpunkten.
12:59Die enorme Ladekapazität macht sie wertvoll für militärische Operationen in abgelegenen Regionen,
13:06wo Infrastruktur fehlt und große Mengen Material schnell bewegt werden müssen.
13:12Die Ki-20 bleibt bis in die frühen 40er Jahre im Einsatz, deutlich länger als ihre deutschen Schwestern.
13:18In Deutschland hingegen verdüstern sich die Aussichten für die G-38.
13:24Die Weltwirtschaftskrise schlägt mit voller Wucht zu.
13:28Fluggesellschaften kämpfen ums Überleben, Passagierzahlen brechen ein, Investitionen werden gestrichen.
13:35Die Lufthansa muss Kosten senken und setzt verstärkt auf kleinere, wirtschaftlichere Maschinen wie die Junkers Jou-52.
13:44Diese Flugzeuge transportieren zwar weniger Passagiere, verbrauchen aber auch deutlich weniger Treibstoff und benötigen kleinere Crews.
13:52Die Betriebskosten pro Passagier sinken erheblich.
13:56Die beiden G-38 werden zu teuren Prestigeobjekten, die sich kaum noch rechnen.
14:03Hinzu kommt ein weiteres Problem, die fehlende Skalierbarkeit.
14:08Junkers hat nur zwei Maschinen gebaut, eine dritte ist nie in Auftrag gegeben worden.
14:13Ohne Serienproduktion bleiben Ersatzteile knapp und teuer.
14:17Jede größere Reparatur bedeutet Sonderanfertigungen in Dessau.
14:22Die Wartungsintervalle sind streng, denn niemand will riskieren, dass ein Flugzeug dieser Größe aufgrund technischer Mängel verunglückt.
14:31Trotz dieser Schwierigkeiten fliegen beide Maschinen weiter.
14:34Sie bleiben auf ausgewählten Prestigestrecken im Einsatz, werden für Sonderflüge gebucht und dienen weiterhin als mobile Werbeflächen für deutsche Ingenieurskunst.
14:45Doch die goldene Zeit ist vorbei. Neue Entwicklungen wie die Douglas DC-2 aus Amerika setzen andere Maßstäbe.
14:54Schneller, moderner, wirtschaftlicher.
14:57Die G38 wirkt zunehmend wie ein Relikt aus einer anderen Epoche. Ein faszinierender Koloss, dessen Zeit abläuft.
15:07Die Lufthansa hält dennoch an den Maschinen fest. Teils aus praktischen Gründen, teils aus Symbolwert.
15:14Solange sie fliegen können, werden sie geflogen. Am 17. Juni 1936 endet die Karriere der ersten G38 abrupt und unerwartet.
15:26Die D2000 kehrt von einem planmäßigen Wartungscheck in Dessau zurück und startet zu einem Testflug, um die durchgeführten Arbeiten zu
15:35überprüfen.
15:36An Bord befindet sich eine erfahrene Besatzung. Routinepiloten, die das Flugzeug in- und auswendig kennen.
15:44Alles verläuft zunächst normal. Die Maschine hebt sauber ab, gewinnt an Höhe. Die vier Motoren laufen synchron und kraftvoll.
15:53Doch während des Steigflugs treten plötzlich beunruhigende Vibrationen auf.
15:59Strukturelle Geräusche durchziehen den Rumpf. Ungewöhnlich und bedrohlich.
16:04Die Piloten reagieren sofort. Drosseln die Leistung. Leiten einen kontrollierten Sinkflug ein.
16:12Später wird man von Materialermüdung sprechen. Von Rissen in tragenden Elementen.
16:17Von der enormen Belastung, der die Konstruktion über Jahre ausgesetzt war.
16:23Jeder Flug bedeutet Stress für die Struktur. Jede Landung eine Prüfung der Festigkeit.
16:29Nach sechs intensiven Betriebsjahren zeigt das Material Schwächen.
16:34Die Besatzung schafft es, die beschädigte Maschine notdürftig zu landen.
16:38Niemand kommt ernsthaft zu Schaden.
16:41Doch das Flugzeug selbst ist schwer gezeichnet.
16:44Rumpf und Tragflächen weisen erhebliche Risse auf.
16:48Mehrere strukturelle Verstrebungen sind deformiert.
16:51Die Haut aus gewähltem Dur-Aluminium an kritischen Stellen aufgerissen.
16:56Ingenieure begutachten das Wrack tagelang, erstellen Berichte, kalkulieren Reparaturkosten.
17:04Ihr Urteil fällt eindeutig aus.
17:07Technisch wäre eine Wiederherstellung möglich, wirtschaftlich jedoch absurd.
17:12Die Kosten würden den Neubau mehrerer moderner Verkehrsflugzeuge übersteigen.
17:16Die Lufthansa steht vor einer schwierigen, aber unvermeidlichen Entscheidung.
17:22Die D2000 wird offiziell außer Dienst gestellt und ausgeschlachtet.
17:28Brauchbare Komponenten werden sorgfältig demontiert und für die verbliebene D2500 eingelagert.
17:36Motoren, Instrumente, Ersatzteile.
17:39Alles, was noch Wert besitzt, wird gerettet.
17:42Der Rest verschwindet auf dem Schrottplatz.
17:46Nach nur sechs Betriebsjahren endet die Geschichte der ersten G38 unspektakulär und still.
17:54Die zweite Maschine fliegt weiter, nun als einzige ihrer Art weltweit.
17:59Sie bleibt bis 1939 im zivilen Dienst der Lufthansa, befördert weiterhin Passagiere auf Prestigestrecken,
18:09dient als fliegende Visitenkarte deutscher Ingenieurskunst.
18:13Doch mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs im September 1939 ändern sich die Prioritäten fundamental.
18:21Die Luftwaffe benötigt dringend Transportkapazität für militärische Operationen.
18:26Zivile Flugzeuge werden requiriert, umgerüstet, in den Kriegsdienst gepresst.
18:32Die D2500 bildet keine Ausnahme.
18:36Ihre enorme Ladekapazität macht sie wertvoll für militärische Logistik.
18:41Die luxuriöse Innenausstattung wird ausgebaut, gepolsterte Sitze verschwinden,
18:47Panoramafenster werden teilweise abgedeckt.
18:49Statt Touristen und Geschäftsleuten befördert die Maschine nun Soldaten, Munition, Ausrüstung, Nachschub.
18:57Der einst stolze Passagiergigant wird zum grauen Arbeitstier der Wehrmacht.
19:03Anfang 1941 verlegt die Luftwaffe die G38 nach Griechenland.
19:10Deutsche Truppen bereiten die Balkan-Offensive vor und benötigen massive logistische Unterstützung.
19:16Schwere Ausrüstung muss schnell über weite Strecken transportiert werden
19:20und die G38 kann Lasten bewegen, die für kleinere Maschinen unerreichbar sind.
19:27Sie operiert vom Flughafen Tatoi bei Athen aus,
19:31fliegt Versorgungsmissionen zu vorgeschobenen Stellungen,
19:34bringt Verstärkung in umkämpfte Gebiete.
19:37Doch genau diese Größe wird ihr zum tödlichen Verhängnis.
19:40Am 20. Mai 1941 starten britische Bomber zu einem Angriff auf deutsche Luftwaffenstützpunkte rund um Athen.
19:51Flugplätze sind prioritäre Ziele, denn ohne funktionierende Lufttransporte
19:56bricht die Versorgung deutscher Einheiten zusammen.
19:59Die D-2500 steht an diesem Tag auf dem Rollfeld von Tatoi.
20:05Zu groß, um übersehen zu werden.
20:07Zu langsam, um rechtzeitig evakuiert zu werden.
20:11Zu wertvoll, um einfach aufgegeben zu werden.
20:14Doch es gibt keine Zeit mehr.
20:16Bomben fallen, Explosionen erschüttern das Gelände, Erde und Asphalt werden hochgerissen.
20:23Eine Detonation trifft die Maschine direkt mit Schiffs.
20:27Feuer bricht aus, Flammen fressen sich durch die Metallstruktur,
20:31Treibstofftanks explodieren in einer gewaltigen Feuerwalze.
20:35Innerhalb von Minuten verwandelt sich das einst stolzeste und modernste Verkehrsflugzeug Deutschlands
20:42in ein brennendes, zusammengesunkenes Wrack.
20:45Damit endet die Geschichte der deutschen G-38 endgültig und unwiderruflich.
20:52Keine der beiden Maschinen überlebt den Krieg.
20:55In Japan fliegen die sechs Kei-20-Transporter von Mitsubishi noch etwas länger.
21:01Doch auch sie verschwinden Anfang der 40er Jahre aus dem aktiven Dienst,
21:05verschlissen durch harte Einsätze, Materialmangel und fehlende Ersatzteile.
21:10Kein einziges Exemplar der G-38 existiert heute noch.
21:16Erhalten sind nur vergebte Fotografien, technische Konstruktionszeichnungen in Archiven
21:22und Erinnerungen jener wenigen Menschen, die das Privileg hatten,
21:27in diesem fliegenden Giganten zu reisen oder ihn majestätisch am Himmel vorbeiziehen zu sehen.
21:34Wenn dir diese Geschichte über das ambitionierteste und visionärste Passagierflugzeug
21:39der Zwischenkriegszeit gefallen hat, hinterlasse einen Daumen nach oben.
21:44Schreib in die Kommentare, welches historische Flugzeug oder welche Luftfahrtgeschichte
21:49ich als nächstes behandeln soll.
21:51Und abonniere den Kanal, um keine weiteren spannenden Geschichten
21:56aus der faszinierenden Welt der Luftfahrtgeschichte zu verpassen.
21:59Und abonniere den Kanal, um keine weiteren Geschichten zu verpassen.
21:59Bis zum nächsten Mal.
21:59Lämmer.
21:59Vielen Dank.
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