- vor 8 Stunden
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KurzfilmeTranskript
00:00Ja!
00:07Was?
00:30Du bist doch Luisa.
00:55Ja, wieso?
00:56Du fährst morgen auf Klassenfahrt.
01:00Fahr nicht.
01:06Hey!
01:07Lassen Sie die Kinder in Ruhe.
01:09Fahr nicht!
01:12Was war das denn? Spinnt der?
01:16Kommt rein. Das Essen ist fertig.
01:30Ja, Christ?
01:43Ja, Kleist?
01:56Es geht wieder los.
02:00Ihr werdet sterben.
02:02Ich habe das kleine Mädchen gesehen.
02:04Ich kann Sie kaum verstehen.
02:07Wer wird sterben?
02:08Das Mädchen.
02:09Die ist ins Eis eingebrochen.
02:11Nur noch 36 Stunden.
02:13Wer wird sterben, Gregor?
02:15Ich glaube, Sie, Sie, Sie werden sterben.
02:31Gregor, sind Sie noch da?
02:35Hallo?
02:37Hören Sie mich, Gregor?
02:39Ich bin Gott.
02:44Gehen Sie mich, Herr.
02:45Ich bin Gott.
02:46Ich bin Gott.
02:52Ich bin Gott.
02:56Gregor?
03:12Hallo, Gregor?
03:22Hallo?
03:26Gregor?
03:38Gregor?
03:56Gregor?
03:59Gregor?
04:01Gregor?
04:03Gregor?
04:05Gregor?
04:08Gregor?
04:10Gregor?
04:12Gregor?
04:14Gregor?
04:15Gregor?
04:16Gregor?
04:17Gregor?
04:18Gregor?
04:19Gregor?
04:20Gregor?
04:21Gregor?
04:22Gregor?
04:23Gregor?
04:24Gregor?
04:25Gregor?
04:26Gregor?
04:27Gregor?
04:28Gregor?
04:29Es war schon so cool.
04:56Guten Morgen.
04:57Schon so früh?
04:59Was dagegen?
05:01Okay.
05:02Kennst du so ne Tage, wo du nicht mal dein Horoskop lesen brauchst, weil du weißt, was drinsteht?
05:07Sternzeichen Fischer, herzlichen Glückwunsch, ihr Tag wird scheiße.
05:10Glaubst du an Horoskope?
05:11Hab ich da ja nicht gesagt.
05:12Das hast du doch gerade gesagt.
05:14Hab ich nicht gesagt.
05:15Das ist eine Redewendung, jetzt bitte geh mir nicht auf den Zünder.
05:18Lucy.
05:19Entschuldigung, warum bleibst du nicht einfach im Bett?
05:22Im Bett kann ich keine Kennzeichen abfragen.
05:24Kennzeichen?
05:25Hab ich was verpasst?
05:27Haben wir einen Fall?
05:29Nicht wir.
05:30Ich.
05:31Jochens Adresse, mein Vater.
05:32Da wohnt jetzt ne ukrainische Familie.
05:34In der Firma, in der er angeblich arbeitet, hat er vor drei Wochen gekündigt.
05:39Bleibt noch die Pension.
05:40Aber da hat er angeblich ausgecheckt.
05:42Deswegen werde ich jetzt erst sein Kennzeichen abfragen und sein Handy orte ich danach.
05:47Findest du nicht, dass du ein klein wenig überreagierst?
05:50Sein angebliches Firmenhandy.
05:51Warum kann nicht einer in meiner Familie kein Totalausfall sein?
06:05Entschuldige, es tut mir leid.
06:06Tut mir wirklich leid.
06:07Alles gut, alles gut.
06:08Ja.
06:09Ja, natürlich ist sie die Vermisstenstelle.
06:10Wer will das wissen?
06:12Moin.
06:13Reger Schmidt ist 60 Jahre alt.
06:14Von Beruf Briefzusteller.
06:15Heute nicht zur Arbeit erschienen.
06:16Morgen.
06:17Kein Anruf, keine Krankmeldung, gar nichts.
06:19Das erste Mal in fast 40 Jahren.
06:21Vermisst gemeldet hat ihn ein Professor Doktor Doktor Cornelius.
06:24Das ist das erste Mal in fast 40 Jahren.
06:26Vermisst gemeldet hat ihn ein Professor Doktor Doktor Cornelius.
06:29Chefarzt für Psychiatrie und Psychotherapie.
06:30Tachchen.
06:31Hey Papa.
06:32Morgen.
06:33Und was haben wir?
06:34Ist das Blut?
06:35Renau.
06:36Entspann dich mal.
06:37Ja.
06:38Ja.
06:39Ja.
06:40Ja.
06:41Ja.
06:42Ja.
06:43Ja.
06:44Ja.
06:45Ja.
06:46Ja.
06:47Ja.
06:48Ja.
06:49Ja.
06:50Ja.
06:51Ja.
06:52Ja.
06:53Ja.
06:54Ja.
06:55Ja.
06:56Ja.
06:57Ja.
06:58Ja.
06:59Schuhabdrücke führen vom Hausboot weg.
07:07Ist das beides der rechte Schuh?
07:09Ich denke schon.
07:10Beides.
07:11Definitiv zwar verschiedene Paar Schuhe.
07:14Beides Männer, würde ich sagen.
07:15Oder aber eine Frau mit Schuhgröße 45.
07:17Genau.
07:19Unten seid ihr schon durch, oder?
07:20Ja, ihr könnt reingehen.
07:21Danke.
07:29Ja.
07:30Ja.
07:31Ja.
07:32Ja.
07:33Ja.
07:34Ja.
07:35Ja.
07:36그래.
07:37Ja.
07:38Ja.
07:39Ja.
07:40Ja.
07:41Okay.
07:42Ja.
07:44Ja.
07:45Ich glaube schon.
07:46Blut auf dem Tisch, Blutlaser auf dem Boden und Fußabdruck.
07:58Was meinst du?
08:03Hey, Papa. Papa, guck doch mal.
08:06Das macht aber echt Spaß.
08:08Guck mal, wie gut ich laufe.
08:11Lucy.
08:16Hören Sie, Sie müssen ihn finden.
08:26Wenn er mir sagen kann, was er gesehen hat, dann kann ich meinen Tod vielleicht noch verhindern.
08:32Ein sehr und ein renommierter Chefarzt.
08:35Helpen Sie mir, Herr Professor.
08:37Er ist als Patient zu mir gekommen.
08:39Das war vor zwei Monaten.
08:43Sie wollen, dass ich Sie von Ihren Vorahnungen heile.
08:46Aber, aber das ist doch eine Gabe.
08:52Das ist ein Fluch.
08:55Ich kriege davon Migräne und Nasenbluten.
08:59Wo ist der Sinn?
09:00Ich, ich, ich sehe diese Dinge.
09:03Fürchterliche Dinge.
09:05Und ich kann sie nicht verhindern.
09:06Ich gebe Ihnen ein mildes Antidepressivum.
09:23Zweimal täglich.
09:24Sie glauben mir nicht.
09:31Ich sehe diese Dinge.
09:33Die geschehen.
09:35Und ich kann mich nicht verhindern.
09:41Natürlich war ich zunächst skeptisch.
09:43Ich bin Wissenschaftler.
09:45Darf ich fragen, Professor, was genau ist Ihr Fachgebiet?
09:47Also, einfach gesagt, die Erforschung von Nocebo-Effekten.
09:53Nocebo?
09:54Das Gegenteil von Placebo.
09:56Also, wie und warum können Ängste und negative Erwartungen ganz konkrete physische Symptome hervorrufen?
10:03Warum erwarten wir einen negativen Ausgang und führen ihn somit unbewusst herbei?
10:08Zum Beispiel, kann man sich zu Tode fürchten?
10:11Ja, oder ich behaupte, ich hätte hier etwas in meiner Hand, wogegen Sie allergisch sind.
10:16Und Sie?
10:18Sehen Sie?
10:20Sehr witzig.
10:20Nein, ich bin nur erkältet.
10:22Also, jemand denkt, etwas Schreckliches wird passieren und dann passiert es?
10:27Ja.
10:28Ein bisschen so wie bei Gregor Schmitz' Vorahnungen, oder?
10:31Zumindest schien es mir für beides empfänglich zu sein, ja.
10:34Womit ich auch recht hatte.
10:35Offenbar ein Suizidversuch. Der Mann hat gesagt, wir kennen Sie.
10:40Medikamenten über Dosis.
10:46Zwei, drei.
10:51Durchschnitt fällt rapide, Vitalwerte kritisch. Wir verlieren ihn.
10:56Gregor, was haben Sie genommen?
10:58Er hat selbst den Notruf gewählt. Er konnte es nicht durchziehen.
11:02Gregor, Gregor, was haben Sie genommen?
11:04Aber die Depressiva, die hat mich geholfen.
11:11Geh, Fih, schnell.
11:12Achtung, weg vom Patienten.
11:14Moins.
11:16Gregor, Sie sterben nicht.
11:18Ich habe Ihnen Plazibus gegeben.
11:20Sie haben eine Überdosis Zuckerpillen geschluckt.
11:23Ja, für alle anderen war das ein Wunder.
11:38Für mich der Beweis meiner Theorie.
11:40Und warum wollte er Sie umbringen?
11:45Warum?
11:46Oh Gott, ja. Das war vor drei Wochen.
11:52Die meisten Kinder haben Gott sei Dank überlebt.
11:54Aber ein Mädchen und der Busfahrer sind dabei gestorben.
11:57Und Gregor hat es vorausgesehen.
12:0138 Kinder werden sterben.
12:03Wenn wir nichts tun, um das zu verhindern.
12:05Was erwarten Sie von mir?
12:08Ihre Ahnungen sagen weder wo noch wann.
12:14Und dann?
12:16Drei Wochen später.
12:21Kleist.
12:22Schalten Sie den Fernseher.
12:24Schalten Sie ein!
12:25Noch können wir nichts Genaues zur Zahl der Opfer sagen.
12:34Ich höre jedoch von vielen schwer verletzten Kindern,
12:37denen die umgegenden Krankenhäuser gebracht werden.
12:39Eigentlich sollte die geplante Klassenfahrt
12:41einen Ausflug ins Grüne bedeuten.
12:43Dieser endete nun in einem tragischen Unglück.
12:48Warum wäre ich so gequält,
12:50wenn ich nichts dagegen tun kann?
12:52Ach, ja.
12:52Viele Einsatzkräfte und Polizeifahrzeuge
12:55sind hier nun im Einsatz.
12:58Weshalb genau der Bus verunglückte,
12:59ist bisher nicht bekannt.
13:04Der Busfahrer, ein 38-jähriger Berliner,
13:06erlag noch am Unfallort
13:07seine schweren Verletzungen.
13:11Am nächsten Tag hat er dann die Tabletten genommen.
13:14Was ich noch nicht verstehe, Professor Gleis,
13:1638 Kinder werden sterben.
13:19Aber gestorben ist eins.
13:20Ja, diese Dinge sind nie eindeutig.
13:26Soll was heißen?
13:28Jenny Pluk, das Mädchen, das ums Leben gekommen ist?
13:32Sie saß in diesem Bus auf Platz 38.
13:34Gregor Schmidt, 60, verschwunden spätestens 0.30 Uhr.
13:55Geschieden seit 1996,
13:57lebt seit 2007 allein auf einem Hausboot.
14:00Er hat eine Tochter, Nora Wegner.
14:02Lucy?
14:03Die habe ich noch nicht erreicht.
14:05Schmidts Ex-Frau sagt,
14:06sie hat zuletzt vor 10 Jahren von ihm gehört
14:09oder mit ihm gesprochen.
14:10Also, kein besonders guter Familienvater,
14:12aber engagiert bei der Arbeit.
14:14In 40 Jahren nicht ein einziges Mal gefehlt,
14:16bis heute.
14:17Er ist geschieden.
14:18Er wohnt allein auf einem Hausboot.
14:20Als Briefzusteller macht er einen Job,
14:22in dem er täglich allein seine Runden dreht.
14:25Offensichtlich hat er sich immer mehr zurückgezogen.
14:28Warum?
14:28Wegen seiner quälenden Visionen?
14:30Denkbar.
14:32Also, wir haben definitiv zwei verschiedene Paar Schuhe.
14:34Das heißt, es muss gestern Abend noch jemand anderes
14:36auf diesem Hausboot gewesen sein.
14:38Schaut mal.
14:39Der eine Schuh stimmt mit allen anderen Schuhen
14:42auf dem Hausboot überein.
14:43Das heißt, es ist wahrscheinlich Gregor Schmidts Schuh.
14:46Der andere ist Schuhgröße 43.
14:48Das bedeutet, wer auch immer in dieses Blut getreten ist,
14:54diese beiden Menschen haben sich entweder knapp verpasst
14:56oder gemeinsam das Boot verlassen.
14:58Wahrscheinlicher ist, dass sie zusammengegangen sind.
15:00Gregor Schmidts Schuhgröße
15:01hat also das Boot zumindest auf eigenen Beinen verlassen.
15:05Aber hat er das auch freiwillig getan?
15:08Da haben wir keine anderen Fingerabdrücke,
15:09außer die von Gregor selbst.
15:11Ach, und der blutige Handabdruck auf der Zeichnung,
15:15also das Blut, das stammt von ihm.
15:18Ich brauche seine Telefondaten.
15:19Er hat kein Handy, aber Festnetz.
15:21Macht es leichter.
15:23Ich will wissen, ob er nach Professor Kleist
15:25noch jemanden angerufen hat.
15:28Lucy?
15:29Ja.
15:30Kann ich dich kurz sprechen?
15:31Ja.
15:33Wer sind wir?
15:34Die Vermisstenstelle.
15:36Und was machen wir nicht?
15:38Wir verschwenden keine Ressourcen,
15:39um Verwandten nachzuspionieren.
15:42Keine Kennzeichenüberprüfung,
15:43keine Handyortung,
15:44keine Schleierfahndung,
15:45kein SEK-Einsatz.
15:47Verstanden.
15:50Selbst dann nicht,
15:50wenn es um einen verlogenen Mistkerl geht,
15:52der mit meinen Gefühlen gespielt hat.
15:53Selbst dann nicht.
15:56Darf ich dir einen Rat geben,
15:57den ich selbst mal bekommen habe?
15:59Reden hilft.
16:00Hast dich aber nicht dran erhalten, wa?
16:02Raus.
16:04Und gib diesem verlogenen Mistkerl
16:05noch eine Chance.
16:06Wie denn,
16:07wenn ich ihn nicht festnehmen lassen darf?
16:09Das müsst ihr euch bitte ansehen, ja?
16:13Das habe ich auf der Seite
16:14des Psychiatrischen Instituts
16:16von Kleist gefunden.
16:20Das Schreckliche ist,
16:22dass dieses Unglück hätte
16:23verhindert werden können.
16:24Er war am Unfallort?
16:26Da muss er dahingefahren sein,
16:28direkt nachdem er mit Gregor Schmidt
16:29telefoniert hat.
16:30Aber wieso hat er uns das verschrieben?
16:31Ich bin persönlich gewarnt worden,
16:33dass dieser Unfall passieren wird.
16:34Das kommt noch besser weiter.
16:36Mein Ziel ist ein Frühwarnsystem.
16:39Das ist ermöglicht,
16:39dank der Gabe
16:40einiger Auserwählter
16:41in die Zukunft zu sehen.
16:43Aber leider
16:44verweigert man uns
16:46bis heute
16:46die nötigen Fördergelder.
16:48Es kommt jetzt nicht
16:49besonders sympathisch rüber,
16:50um Fördergelder zu betteln,
16:52während sie noch
16:52verletzte Kinder
16:53aus dem Bus holen.
16:54Ich sage es noch mal
16:54ganz deutlich.
16:55Mit der nötigen Unterstützung
16:56meines Projekts
16:58hätte dieses Unglück
16:59verhindert werden können.
17:01Ich frage mich,
17:02wie das auf die
17:02Eltern des toten Mädchens
17:03gewirkt haben muss.
17:06Und das
17:07ist das Projekt.
17:11Sie haben Vorahnungen,
17:14Visionen,
17:14bitte rufen Sie uns an.
17:16Oh Gott.
17:17Ein Aufruf an alle Spinner
17:18und wichtig,
17:19Tua im Land.
17:19Die Klinik muss
17:20in Meldungen erstickt sein.
17:22Er verspricht
17:22allen Teilnehmern
17:23absolute Diskretion.
17:25Gregor Schmidt
17:26wird nicht erwähnt.
17:27Ich frage mich trotzdem,
17:28ob die Eltern
17:28des toten Kindes
17:30irgendwie von Gregor Schmidt
17:31erfahren haben können.
17:32Glaubst du,
17:33Sie geben ihm
17:34die Schuld an dem Unglück,
17:35weil er es nicht verhindert hat?
17:36Wenn etwas so Tragisches
17:38passiert wie der Tod
17:39eines Kindes,
17:39dann neigen Menschen
17:40nur mal dazu,
17:41einen Schuldigen zu suchen,
17:42egal wie irrational
17:43das sein mag.
17:44Und wieso dann
17:44nicht der Professor?
17:45Er ist doch damit
17:46an die Öffentlichkeit gegangen.
17:48Ja, wir sollten ihn fragen,
17:49ob er irgendwelche
17:49Hass-Mails bekommen hat
17:50oder Drohungen.
17:53Ich bin noch mal
17:53alle Kinder durchgegangen,
17:55die im Bus waren.
17:5650 Jungen und Mädchen,
17:57ein Todesopfer,
17:58Jenny Pluck,
17:59zwölf Jahre,
17:59das wissen wir ja alles.
18:01Es gab über 30 Verletzte,
18:02die zum Glück
18:03alle wieder zu Hause sind,
18:04bis auf ein Mädchen.
18:05Luisa Becker,
18:06sie saß auf dem Platz
18:07neben Jenny Pluck.
18:08Was ist mit dir?
18:09Sie ist immer noch
18:09im Krankenhaus
18:10und sieht gar nicht gut aus.
18:26Die Arzt schlägt noch,
18:28aber sie ist hirntot.
18:29Der Vater weiger sich,
18:30das zu akzeptieren.
18:31Hirntot?
18:33Heißt tot, oder?
18:33Ja, der Klinik will
18:36die Beatmung einstellen,
18:37aber der Vater hat
18:37eine einstweilige
18:38Verfügung gewirkt.
18:40Er will die Klinik verklagen?
18:42Trauer braucht ihrer Zeit.
18:44Speziell, wenn es um Kinder geht.
18:48Kennen Sie diesen Mann?
18:52Könnte ich das vergessen.
18:53Kam rein als Überdosis.
18:55Wir waren drauf und dran,
18:56ihn zu verlieren.
18:57Bis Professor Kleistin
18:59gesagt hat,
18:59er hätte Placebos geschluckt.
19:00Ja, sein Herz fing
19:01wieder an zu schlagen.
19:03Binnen 15 Minuten
19:03war er stabil
19:04und konnte nach Hause gehen.
19:05Aber kann das wirklich sein?
19:06Also ich meine,
19:07dass jemand so fest daran glaubt,
19:08er hätte tödliche Pillen geschluckt,
19:10dass es auch sein Körper glaubt.
19:11Wir reden ja jetzt hier
19:12nicht von ein bisschen Übelkeit.
19:14Wir reden vom Sterben.
19:16Tja,
19:17aber wenn Gregor Schmidt
19:18quasi so gut wie tot war
19:19und dann doch nicht mehr,
19:21könnte das dann nicht
19:22vielleicht bei Luisa
19:22auch passieren?
19:24Luisas Gehirn
19:24ist irreversibel beschädigt.
19:26Kein Glaube
19:26kann daran was ändern.
19:27Ach, Gregor Schmidt
19:30war übrigens bei ihr.
19:32Noch nicht lange her,
19:32ein paar Tage.
19:35Ich habe mir leid.
19:37Kann ich ihn helfen?
19:40Nein, nein,
19:40ich bin schon weg.
19:45Ja.
19:47Den anderen Mann
19:48am Fahrstuhl
19:49kannten Sie denn?
19:49Nein,
19:50aber ich bin mir sicher,
19:51dass er als Patient hier war.
19:52Wieso?
19:53Der Gesichtsausdruck.
19:54Glauben Sie mir,
19:54als Ärztin sieht man sowas.
19:55Oh,
19:58das ist übrigens Ihr Vater.
20:01Okay,
20:02danke.
20:02Professor Kleist,
20:03ja.
20:04Ich habe das Video gesehen,
20:05und?
20:06Und was haben Sie gedacht?
20:09Wenn Sie so fragen,
20:11ich war nicht glücklich,
20:12dass da einer Unsinn redet,
20:13während Luisa
20:14noch im Bus eingeklemmt ist.
20:15Er sagt,
20:16er hätte den Unfall
20:16verhindern können.
20:17Ich sehe nicht wie,
20:18weil irgendwer
20:19irgendwie schlecht geträumt hat.
20:21Sie leben alleine?
20:22Sie leben alleine?
20:23Ihre Frau,
20:24Luisas Mutter,
20:24Krebs.
20:26Sie war noch sehr jung.
20:28Wenn es
20:28irgendwas Positives daran gab,
20:30dann,
20:31dass es sehr schnell ging.
20:34Ich weiß,
20:34was Sie jetzt denken,
20:35nach dieser Erfahrung.
20:37Warum verlängere ich dann
20:38das Leiden meiner Tochter?
20:39Es muss sehr schwer sein,
20:41loszulassen.
20:43Sie wird wieder aufwachen.
20:46Sie verstehen das nicht.
20:49Luisa ist alles,
20:49wofür es sich zu leben lohnt.
20:50Was ist mit diesem Mann?
20:58Was ist mit ihm?
20:59Kennen Sie ihn?
21:02Nee.
21:05Danke für Ihre Zeit.
21:07Danke.
21:07Wiedersehen.
21:08Wiedersehen.
21:10Hey, Mina,
21:11was gibt's?
21:11Die Eltern von Jenny Ploch
21:13sind direkt nach
21:13Jennys Beerdigung
21:14zu Verwandten
21:15nach Spanien gezogen.
21:16Die scheiden also
21:17definitiv aus.
21:19Beim Vater von Luisa Becker
21:20sind wir da nicht ganz so sicher.
21:22Er behauptet,
21:22Gregor nicht zu kennen
21:23und kann sich mit
21:24Luisas Tod nicht abfinden.
21:26Würde passen,
21:26dass er nach dem Schuldigen sucht.
21:28Okay.
21:29Alex,
21:31noch was.
21:32Ich hab jetzt die Liste
21:33mit den Anrufen von
21:34Gregor Schmidt
21:34aus der Nacht
21:35seines Verschwindens.
21:36Er hat zuerst
21:36den Professor angerufen
21:37und dann hat er
21:38noch zwei Nummern gewählt.
21:40Seine Tochter Nora,
21:41die hat er aber nicht erreicht.
21:42Und die zweite Nummer?
21:45Ehrlich gesagt,
21:46ich versteh das nicht.
21:53Okay.
21:56Ja.
21:57Gut, mach ich.
21:59Dank dir.
22:01Was ist?
22:05Der letzte Anruf.
22:06den Gregor vor seinem
22:08Verschwinden gemacht hat.
22:10Der ging auf das Handy,
22:11das du heute Morgen
22:12orten lassen wolltest.
22:14Das Privathandy
22:15von deinem Vater.
22:23Hallo.
22:26Was hat Gregor Schmidt
22:27über mich gesagt?
22:30Wieso glauben Sie,
22:31dass Sie das sind?
22:36Die Skizzen sind von Gregor.
22:41Zwei und vier Wochen alt.
22:46Dieses Mädchen,
22:48wer immer das ist,
22:50das hat ihn wirklich beschäftigt.
22:55Das, was Sie da vorhaben,
22:57also selbst wenn man daran glaubt,
22:59das kann doch überhaupt
23:00gar nicht funktionieren.
23:01Ich meine,
23:04wenn man anhand von Vorahnungen
23:05Katastrophen verhindern könnte,
23:07dann dürfte es doch
23:08gar keine Vorahnungen geben.
23:10Ja.
23:10Denn wie kann es
23:11zu einer Vorahnung
23:12einer Katastrophe kommen,
23:13wenn die Katastrophe
23:14gar nicht geschieht?
23:15Genau.
23:16Dann hätte Gregor recht
23:17und seine Gabe wäre
23:18ohne Nutzen.
23:20Ich weigere mich,
23:21das zu glauben.
23:23Sie glauben also immer noch,
23:24dass Sie bis morgen Mittag
23:24tot sein werden?
23:25Ja.
23:28Finden Sie das so lächerlich?
23:30Nein.
23:31Ich frage mich nur,
23:32was Sie so sicher macht.
23:33Also Sie,
23:33als Wissenschaftler.
23:34Das ist Wissenschaft.
23:37Die Zukunft existiert bereits.
23:40Gut, dennoch behaupten Sie,
23:42dass man die Zukunft ändern kann.
23:44Das will ich ja gerade herausfinden.
23:48Wenn ich mich irre,
23:50bin ich in weniger
23:50als 24 Stunden tot.
23:53Auch das können Sie doch
23:54gar nicht so genau wissen.
23:54Sie haben doch selber gesagt,
23:56diese Dinge sind nie eindeutig.
23:58Gregor Schmidt hat 38 Todesopfer
24:00vorhergesagt und daneben gelegen.
24:02Setzen Sie sich.
24:10Wieso interessiert Sie das so sehr?
24:18Was hat das hier mit aussehen?
24:22Es gab da diesen.
24:24Tag, als ich noch klein war.
24:28Ich war mit meinem Vater
24:29Schlittschuh laufen
24:30und ich bin im Eis eingebrochen.
24:33Ich hatte das alles fast vergessen
24:35und vor ein paar Tagen
24:36taucht plötzlich mein Vater auf
24:38und hat diese ganzen Erinnerungen
24:39in mir wachgerufen.
24:41Und jetzt,
24:42jetzt möchte er schon wieder
24:43aus meinem Leben abhauen.
24:45dann sehe ich plötzlich diese Skizze
24:50auf dem Hausboot.
24:52Verstehe.
24:54Jetzt sind Sie dran.
24:57Was verbindet Gregor Schmidt
24:58mit meinem Vater?
25:00Was hat er gesagt?
25:03Er hat gar nichts gesagt, aber...
25:05Aber?
25:06Gregors Visionen
25:07haben immer
25:08mit Tod zu tun.
25:09Ich bin wegen längst ausgecheckt.
25:39Ich bin wegenürlicher
25:44in Sicherheit.
25:45Ja, ich binющiger木.
25:47Ich bin kein Geld.
25:48Oh, nein.
25:49Ich bin kein Geld.
25:49Die Briefroute
26:18die Gregor Schmidt jeden Morgen gelaufen ist
26:21haben wir jetzt durch
26:22Irgendwas übersehen wir
26:27Wart mal
26:36Fabian Becker
26:45Haus Nummer 38
26:4838 tote Kinder
26:56Sitz Nummer 38
26:59Wie hat Kleist gesagt
27:01diese Dinge sind nie so eindeutig
27:02Wir müssen reden
27:28Ein Mann der seit vielen Jahren ihr Briefträger ist
27:32und sie wollen ihn noch nie gesehen haben
27:34Es schien mir nicht wichtig
27:35Hat er versucht sie zu warnen?
27:37Vor dem Busungblick?
27:39Ein praktisch Fremder sagt Luisa
27:41sie soll nicht zur Klassenfahrt gehen
27:42Wie hätte ich denn reagieren sollen?
27:45Das ist einfach nicht richtig
27:46Eltern sollten ihre Kinder
27:48nicht begraben müssen
27:49Und trotzdem habe ich dem Mann nichts angetan
27:54Und sie haben nichts was mich mit ihm verbindet
27:57außer dass er mein Briefträger ist
27:58Entschuldigen Sie mich bitte kurz
28:00Er hat recht
28:09Die Schuhabdrücke von Brut
28:11passen nicht zu ihm
28:11Er hat ja mindestens Schuhgröße 45
28:13Und trotzdem glaube ich ihm nicht
28:16Aber wie beweisen, dass er lügt?
28:20Ja
28:20Wie lange?
28:28Ein paar Monate
28:29Das geht mir gut
28:32Wirklich
28:34Und solange ich meine Pillen nehme
28:37Da mache ich auch kaum Schmerzen
28:39Du bist Katzen
28:46Warum?
28:52Ich wollte nie, dass du es erfährst
28:54Warum taust du dann überhaupt hier auf?
29:02Warum krepierst du nicht alleine
29:03Wie du es verdient hast?
29:06Ich hätte dann irgendwann einen Anruf bekommen
29:08Oder einen Brief
29:08Tut uns leid, dass ihr Vater
29:10Den sie praktisch nicht kannten
29:11Der sich nie um sie gekümmert hat
29:13Und sich einen Scheiß für sie interessiert hat
29:14Und gestorben ist
29:15Das wäre so viel besser gewesen
29:18Ich konnte nicht gehen
29:25Ohne dich nochmal gesehen zu haben
29:26Ich weiß, dass ich kein Recht habe
29:30Mach dir keine Sorgen
29:34Ich soll sich mit dir nicht kümmern
29:37Ich werde krepieren
29:38Ganz allein
29:38Wie ich es verdient habe
29:39Doch
29:42Ich weiß nicht, ob ich das kann
29:53Ob du was kannst
29:57Damit umgehen
29:59Dass du da bist
30:02Nur um gleich wieder weg zu sein
30:05Das ist so
30:05Scheiße unfair
30:07Er hat denn gesagt, dass das Leben fair ist
30:09Ja
30:10Man kann die Zukunft genauso wenig ändern
30:25Wie die Vergangenheit
30:26Komisch
30:29Genau das hat Gregor auch gesagt
30:36Vielleicht kommt man schneller ins Gespräch mit jemandem
30:41Wenn man vorher erfahren hat, dass man bald stirbt
30:44Sie haben noch eine Tochter, oder?
30:52Ja
30:53Gregor
30:54Jochen
30:58Können Sie kurz aufhalten
31:10Ich bin nicht wieder da
31:11Wir werden danach noch ein Bier trinken
31:26Also eher zwei oder drei
31:28Gregor und Fabian Becker kennen sich
31:30Und dann hat er mich gestern spätnachts angerufen
31:33Was ist denn los?
31:59Kannst du mich wo hinfahren?
32:02Bring dich ins Raken raus
32:03Nein
32:03Nimm mich ins Raken raus
32:05Deine Tochter
32:13Geh nicht ohne ihr Lebewohl zu sagen
32:17Ich wollte ihm einfach nur helfen
32:29Wo hast du ihn hingefahren?
32:33Hallo, sind Sie Nora Wegner, Gregor Schmidts Tochter?
32:57Ja
32:58Ja
32:59Was er jetzt am genug war
33:04Ich hab mir was besseres gewünscht für dich
33:09Für uns
33:11Für unsere Familie
33:13Ich hab dir doch nie was vorgeworfen
33:16Vielleicht hättest du das mal tun sollen
33:19Papa
33:21Du stirbst doch nicht, oder?
33:26Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass er sich von mir verabschieden wollte
33:29Ich muss los
33:32Ich hab jemandem mein Wort gegeben
33:34Ich mach dir keine Sorgen mehr, Misch
33:41Ich mach dir keine Sorgen mehr, Misch
33:59Ein Mann hat ihn hergefahren
34:06Jemandem sein Wort gegeben
34:13Was kann er damit gemeint haben?
34:15Ich bin bereit
34:38Danke
34:40Danke
34:40Sie mir die Zeit gegeben haben
34:43Danke
34:44Da ist noch was
34:49Der Professor
34:53Lungenkarzino
35:01Oh Mann, das ist echt heftig
35:03Wie geht's dir denn damit?
35:07Ich weiß echt nicht, ob ich stark genug dafür bin
35:09Kaum hab ich einen Vater, wird er mir wieder entrissen
35:13Und ich soll mir das Ganze jetzt angucken, oder wie?
35:17Klar, du kannst weglaufen
35:18Oder du kannst dich dem Schmerz stellen
35:22Und vielleicht was dabei gewinnen
35:23Na komm
35:26Für mich sieht es nach einem Mann aus, der sterben will
35:36Um seine Visionen loszuwerden
35:38Die Migräne
35:39Vor allem aber die Schuldgefühle
35:41Hier sterben, aber wie?
35:44Fabian Becker
35:45Was?
35:46Er will, dass Becker ihn tötet
35:48Und ich glaub, Becker will ihn auch töten
35:51Den Mann, der den Tod seiner Tochter vorhergesehen, aber nicht verhindert hat
35:55Und die beiden haben einen Pakt geschlossen, oder was?
35:58Und warum warten sie?
36:00Warum hat Becker es nicht schon längst getan?
36:03Gregor hat doch zu seiner Tochter gesagt
36:05Ich hab jemandem mein Wort gegeben
36:07Das ist der Pakt
36:10Er lässt ihn so lange am Leben
36:12Damit er noch ein letztes Mal mit seiner Tochter reden kann
36:15Und im Gegenzug kommt Schmidt dann rechtzeitig zurück zu seiner Ermordung?
36:20Total
36:20Assistierter Selbstmord, wenn du so willst
36:23Schmidt hat es ja schon mal versucht und ist gescheitert
36:26Und jetzt braucht er jemanden, der das für ihn erledigt
36:28Ich danke
36:28Okay, ja
36:29Die Klinik
36:32Luisa Beckers lebenserhaltende Maßnahmen wurden eingestellt
36:36Und angeblich wurde ihr Vater zusammen mit Gregor Schmidt gesehen, wie sie die Klinik verlassen haben
36:43Sie schicken uns das Video
36:46Ja
36:54Ich hatte wieder eine Vorahnung
36:56Es hat mit ihrem Tod zu tun
36:58Wie schnell können sie hier sein
37:00Ich komme an
37:03Ja, endeutig, das sind sie
37:32Dankeschön
37:34Die Frage ist nur, wo sind sie hin?
37:38Kleist hat ebenfalls die Klinik verlassen
37:40Vor ungefähr zehn Minuten
37:41Becker will beide töten
37:43Beide Männer, die in seinen Augen schuld sind am Tod seiner Tochter
37:47Und Gregor hat Kleist für ihn in die Falle gelockt
37:50Sie sind beim Hausboot
37:52Alles, was geschehen wird
38:02Geschieht
38:03Ich kann doch nichts für den Tod ihrer Tochter
38:07Das war ein Unfall
38:19Sie haben gesagt, sie hätten es verhindern können
38:21Becker, nehmen Sie die Waffe runter
38:35Hier ist die Polizei
38:36Hören Sie mir zu
38:40Wenn Sie jetzt abdrücken
38:41Macht das Luisa nicht wieder lebendig
38:43Herr Becker
38:50Wir kommen jetzt runter
38:52Waffe runter
38:56Nein, Krieger
39:01Nein, mach keinen Scheiß, Mann
39:02Ich kann nicht mehr
39:03Ich will das nicht mehr sehen
39:06Was ich nicht erinnern kann
39:09Wir haben alle Probleme, vor denen wir weglaufen wollen
39:13Aber letztlich können wir uns nur unserem Schmerz stellen
39:16Und vielleicht was dabei gewinnen
39:17Oder?
39:22Das Mädchen
39:24Auf dem Eis
39:26Ihr Vater
39:29Oh Gott
39:30Es tut alles so leid
39:33Alles gut, Gräber
39:36Geben Sie mir die Waffe
39:38Nein
39:39Ja
39:40Ah
39:41Okay
39:42Ah
39:43Ah
39:43Ah
39:44Becker
39:45Hinsetzen
39:46Schmidt, Sie auch
39:47Alex
39:48RTWs
39:49Okay, okay, okay
39:50Das ist nur ein glatter Durchschuss, ja
39:52Das kriegen wir wieder hin
39:53Wir brauchen RTW in die Hausbootsiedlung
39:55Kollegin ist angeschossen
39:56Na, Gregor
39:57Was haben Sie nicht kommen sehen, wa?
39:59Lass
40:02Rufen Sie Ihre Tochter an
40:04Bis gut
40:05Bis gut
40:06Bis gut
40:07Hey
40:18Hey
40:19Das glaubt ihr nicht
40:21Also, eine Streife hat Professor Kleist nach Hause gefahren
40:25Da hat er dann einen Herzinfarkt bekommen
40:27Und ist gestorben
40:3036 Stunden
40:35Ja
40:36Wie vorhergesagt
40:37Hab ich dir mitgebracht
40:43Danke
40:44Und hier ist ein Horusbuch
40:46Du glaubst nicht dran, ich weiß
40:48Sternzeichen Fische
40:57Egal wie beschwerlich die Reise
41:00Manchmal ist sie es wert
41:02Das glaubst
41:32Untertitelung des ZDF, 2020
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