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Österreichs und Südtirols Bergdörfer | Durch den Pinzgau
2020 | Επ. 02.06 | HD
Μικροσκοπικοί κόσμοι στη μέση των βουνών της Αυστρίας και του Νότιου Τιρόλο, που γοητεύουν με την απαράμιλλη ομορφιά τους. Από τις ανατολικές προεκτάσεις των Άλπεων, περνώντας από τις μοναδικές οροσειρές του Σάλτσμπουργκ και του Τιρόλο, μέχρι τις πιο απομακρυσμένες κοιλάδες του Φόραρλμπεργκ: παντού κρύβονται συναρπαστικές ιστορίες που δίνουν μια εικόνα της ζωής των αγροτών και των ορεινών αγροτών σε αυτές τις αλπικές περιοχές. Αν και τα αγροκτήματα στα υψίπεδα μειώνονται εδώ και δεκαετίες, αυτά που εξακολουθούν να υπάρχουν είναι εξαιρετικά ζωντανά. Εδώ πολλές γενιές ζουν κάτω από την ίδια στέγη, τα εγγόνια ζουν από αυτό που έφτιαξαν οι παππούδες τους, αλλά ακολουθούν τον δικό τους δρόμο. Ένα πράγμα ενώνει τις οικογένειες των ορεινών αγροτών: η αγάπη για τη φύση, τον πολιτιστικό πλούτο και τις μοναδικές παραδόσεις που προσφέρει η πατρίδα τους. Οι κάτοικοι των ορεινών χωριών έχουν αφιερωθεί με αγάπη και πάθος στη διατήρηση των παραδοσιακών εθίμων τους, προσφέροντας έτσι μια ανεκτίμητη υπηρεσία, πάντα όμως με το βλέμμα στραμμένο στις σημερινές απαιτήσεις και με στόχο να δώσουν στις επόμενες γενιές όχι μόνο σταθερές ρίζες, αλλά και ένα ισχυρό θεμέλιο για το μέλλον.
Η κοιλάδα Ράουρις και το Χοχκόνιγκ είναι δύο παραδοσιακές περιοχές του Πιντσγκάου, όπου οι άνθρωποι έχουν μάθει να ζουν στον ρυθμό των εποχών. Μακριά από την οχλαγωγία και τους γρήγορους ρυθμούς, η ζωή εδώ κυλά μέσα σε ένα αλπικό φυσικό περιβάλλον, που μπορεί να είναι τόσο μαγευτικό όσο και σκληρό.
2020 | Επ. 02.06 | HD
Μικροσκοπικοί κόσμοι στη μέση των βουνών της Αυστρίας και του Νότιου Τιρόλο, που γοητεύουν με την απαράμιλλη ομορφιά τους. Από τις ανατολικές προεκτάσεις των Άλπεων, περνώντας από τις μοναδικές οροσειρές του Σάλτσμπουργκ και του Τιρόλο, μέχρι τις πιο απομακρυσμένες κοιλάδες του Φόραρλμπεργκ: παντού κρύβονται συναρπαστικές ιστορίες που δίνουν μια εικόνα της ζωής των αγροτών και των ορεινών αγροτών σε αυτές τις αλπικές περιοχές. Αν και τα αγροκτήματα στα υψίπεδα μειώνονται εδώ και δεκαετίες, αυτά που εξακολουθούν να υπάρχουν είναι εξαιρετικά ζωντανά. Εδώ πολλές γενιές ζουν κάτω από την ίδια στέγη, τα εγγόνια ζουν από αυτό που έφτιαξαν οι παππούδες τους, αλλά ακολουθούν τον δικό τους δρόμο. Ένα πράγμα ενώνει τις οικογένειες των ορεινών αγροτών: η αγάπη για τη φύση, τον πολιτιστικό πλούτο και τις μοναδικές παραδόσεις που προσφέρει η πατρίδα τους. Οι κάτοικοι των ορεινών χωριών έχουν αφιερωθεί με αγάπη και πάθος στη διατήρηση των παραδοσιακών εθίμων τους, προσφέροντας έτσι μια ανεκτίμητη υπηρεσία, πάντα όμως με το βλέμμα στραμμένο στις σημερινές απαιτήσεις και με στόχο να δώσουν στις επόμενες γενιές όχι μόνο σταθερές ρίζες, αλλά και ένα ισχυρό θεμέλιο για το μέλλον.
Η κοιλάδα Ράουρις και το Χοχκόνιγκ είναι δύο παραδοσιακές περιοχές του Πιντσγκάου, όπου οι άνθρωποι έχουν μάθει να ζουν στον ρυθμό των εποχών. Μακριά από την οχλαγωγία και τους γρήγορους ρυθμούς, η ζωή εδώ κυλά μέσα σε ένα αλπικό φυσικό περιβάλλον, που μπορεί να είναι τόσο μαγευτικό όσο και σκληρό.
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00:00Das Raurisatal und der Hochkönig.
00:08Zwei urtümliche Pinzgauer Regionen, in denen die Menschen gelernt haben, mit der Zeit zu gehen.
00:16Fernab von Trubel und Eile ist es ein Leben inmitten einer hochalpinen Natur,
00:22die ebenso atemberaubend wie unbarmherzig sein kann.
00:30Es ist nicht so einfach, so einen Bergbauernbetrieb zu bewirtschaften.
00:33Man muss fast arbeiten gehen, dass man sich die Maschinen da hält.
00:38Am meisten Freude habe ich in der Natur. Kräuterbrocken ist meine Meditation.
00:45Ja, ganz schöne Momente am Hof sind natürlich, wenn man bei der Geburt selber dabei sein kann.
00:51Sinn für Althergebrachtes und zugleich Offenheit für Neues prägen hier das Leben.
00:57Das Glück der Menschen ist hart erarbeitet.
01:02Wir haben ja keine Zufahrtswege gehabt. Unser Hof war total abgeschnitten.
01:09Die Zukunft vieler Höfer ist ungewiss.
01:12Es wird sicher noch Einkämpfe geben in Zukunft, wenn ich es dann nochmals sagen habe.
01:16Aber irgendeine Lösung werden wir schon finden.
01:18Rauris, die auf 950 Meter Seehöhe gelegene Ortschaft, ist der Mittelpunkt des 30 Kilometer langen Tals.
01:39Auf dem angrenzenden Steilhang bewirtschaftet Andreas Gschwandner-Wulgo-Schreffling-Bauer einen Bergbauernhof bereits in fünfter Generation.
01:49Ich habe 1995 den Hof übernommen von meinen Vottern.
02:00Ich bin 28 Jahre alt gewesen.
02:03Der Vater ist relativ früh gestorben.
02:06Das habe ich dann den Betrieb übernommen und für den so weiter.
02:11In dieser Lage kann selbst die modernste Technik nicht die traditionellen Arbeitsschritte ersetzen.
02:25Um das Heu in die Scheune zu transportieren, greifen die Gschwandners auf eine längst vergessene Arbeitsweise zurück,
02:32die nur noch von einer Handvoll Bauern angewandt wird.
02:36Das Heu ziehen.
02:37Tatkräftige Unterstützung erhalten sie dabei von ihren Nachbarn.
02:45Das Belagen der Schlitten soll gelernt sein.
02:49Ja, da musst du ja auch, dass du genug Afi bringst, weil der Schlitten ist nicht so breit.
02:53Du musst das sauber machen, dass du mit Krantik und alles, und dass du eine Form hast.
02:58Nicht gleich mal her und dann ein Dings aufhören und von Anfang an verlierst du das.
03:02Das meiste, wenn du das so zusammenhängst, oder so läuft das.
03:07Die Bauhausleute sind ein eingespieltes Team.
03:12Jeder Handgriff sitzt.
03:16Ja, seit Generationen ist das gleich geblieben.
03:19Das kannst du ja nicht ändern.
03:20Du kannst nicht anders den Werken in so eine Steilheit und alles.
03:24Das ist ja so.
03:24Wir müssen auch heute noch im Winter mit den Schlitten das Heu auftransportieren,
03:34dadurch, dass wir auch nicht die Möglichkeit haben, mit dem Traktor da hinzukommen.
03:37Ich sehe da kein Weg oder sonst irgendetwas hin.
03:54Und dadurch haben wir jetzt auch so Bodenwinden, die wir früher gehabt haben bei den Alten.
03:59Aber meine Vorfahren, die ist sicherlich schon 80 Jahre alt, und die funktioniert immer noch.
04:07Der direkte Weg ist sogar für die Winde zu steil.
04:11Um den Schlorpf, wie der Schlitten hier genannt wird, aus Spur zu bringen, muss das Zugseil umgelenkt werden.
04:17Wenn die Richtung wieder stimmt, geht es weiter.
04:34Alle helfen zusammen.
04:36Ingrid, die Frau von Andreas, steht an der Winde.
04:40Wir haben im Sommer eben nicht die Möglichkeit, dass wir mit den Maschinen hinkommen.
04:44Und das muss alles relativ schnell gehen.
04:46Das wird zusammengerechnet mit dem Rechen, kommt dann unten in den Stall rein.
04:52Und im Winter haben wir nachher eben Zeit, dass wir das dann in die Scheune bringen.
04:56Wir haben auch im Sommer nicht den Platz in der Scheune, dass wir da das ganze Heu unterbringen.
05:06Unentbehrlich ist auch Sohn Alexander, der geschickt und behutsam mit dem Schlitten umzugehen weiß.
05:12Ja, wir müssen halt ganz aufpassen auf diese Schlitten, da wo wir das Heu auftransportieren.
05:19Weil es gibt keinen mehr, der diese Schlitten erzeugen kann.
05:23Wir machen uns halt immer, wenn wieder mal irgendwas kaputt ist, richten wir uns halt so zusammen, dass das wieder funktioniert.
05:30Aber wie gesagt, es gibt keine alten Leute mehr, die das Fach verstehen.
05:34Dafür bin ich froh, dass mein Sohn auch die Tischlerei und Zimmerei gelernt hat.
05:45Und der macht halt dann im Winter, wenn wieder mal was kaputt ist oder was, schaut er, dass er das wieder instand halten kann.
05:50Ja, ich habe beruflich zimmer und nachher noch einen Tischler gelernt, weil mich das Arbeiten mit Halt schon begeistert hat.
06:07Ich mache das echt gern, dass ich jetzt auch Sachen selber entwerfe und selber baue.
06:12Trotz aller Leidenschaft für die Tischlerei ist der Bauernhof seine Berufung.
06:21Seit ich denken kann, habe ich mich schon mit der Landwirtschaft befasst.
06:25Ich bin auch mit den Eltern mitgereist, bei denen die Arbeit, die sie gemacht haben.
06:30Und da war von Anfang an klar, dass das mein Leben ist und dass ich den Weg einschlagen werde.
06:35Dass sein Sohn den Hof eines Tages übernehmen wird, ist Andreas Gschwandner ein Herzensanliegen.
06:49Selbstverständlich ist das nicht.
06:51Denn die Entlohnung für die harte Arbeit ist so gering, dass es kaum noch rentabel ist, einen Bergbauernhof zu führen.
06:57Wir da herunten, wir sind einfach eine klein strukturierte Landwirtschaft.
07:06Und wenn sie uns da vergessen, wenn da einer aufhört, der Junge, das wird nie wieder bewirtschaftet.
07:15Der Jungbauer ist sich der schwierigen Lage bewusst.
07:19Er blickt mit Zuversicht in die Zukunft und setzt dabei auf Altbewährtes.
07:27Wir können viele, jeder wartet jetzt nur mehr auf das Neueste an den Stall.
07:31Hightech, Buh und vergisst auch eigentlich, können wir mehrere Viecher.
07:36Weil ich sage, man kann in einem alten Stall genau so gute Viecher haben als in einem neuen Stall.
07:41Darum sage ich auch immer, mein Viech in meinem Stall ist genauso viel wert als ein Viech in einem neuen Stall.
07:49Die Tiere fühlen sich sichtlich wohl.
07:51Raures ist in Salzburg die flächenmäßig größte Gemeinde und in der kalten Jahreszeit ein wahres Winterparadies.
08:07Die meisten Bergbauernhöfe liegen hoch oben.
08:10Der 500 Jahre alte Erbhof der Familie Langreiter steht im Gegensatz jedoch mitten im Ort.
08:16Hier hat sich die gebürtige Steirerin Margot Langreiter aus Liebe für ein Leben als Bergbäuerin entschieden.
08:24Ich habe mir nie in meinem Leben gedacht, dass ich einmal eine Bayerin werde, aber habe auch diese Herausforderung dann gern angenommen.
08:33Wobei ich sagen muss, wie wir vor dem Altar gestanden sind und wie ich dann aus der Kirche ausgegangen bin,
08:40da ist mir schon eine Träne runtergekommen, weil ich habe gewusst, das wird ein großes Stück Arbeit und Herausforderung eben, was ich mir da zugemutet habe.
08:51Es dauert nicht lange, bis sie auf dem Hof auch ihre wahre Leidenschaft entdeckte.
08:57Die Kräuterkunst.
09:01Beigebrachte Kräuterkunst, das war in der Familie schon ein bisschen da.
09:06Und das habe ich gehört vom Schwiegervater und dessen Vater.
09:10Das war schon in der Familie so ein bisschen eine traditionelle Sache.
09:15Die haben schon Salben und Tinkturen hergestellt und wenn es um so spezielle Sachen gegangen ist, dann ist man in den Heustadelhof gegangen und da haben sie ihn dann mit so Wundertränklein versorgt.
09:31Eine ihrer Kreationen ist der hauseigene Hustentee.
09:35Hier kommen nur selbst gesammelte Kräuter zum Einsatz.
09:38Da gehört einmal dazu Minze, Huflattich, Spitzwägerich, Lindenblüten und Holla.
09:56Die tun wir jetzt noch dazu.
09:58So, das soll ich jetzt mit der Schere ein bisschen verkleinern.
10:06Dann mischen wir es einmal ein bisschen ab.
10:09Ganz wichtig ist auch, dass die Blüten schön ganz bleiben.
10:18Die diplomierte Naturheilkundlerin ist weit über das Rauhriesertal hinaus als Kräuterfee bekannt.
10:24Und hat ihre ganz eigenen Methoden entwickelt.
10:28Ich habe da so ein altes halbes Liter Gefäß.
10:33Und wenn ich das ganz fest volldruck mit Kräutern, dann sind das genau 50 Gramm.
10:44Aus dem Hobby wurde schon bald ein blühendes Geschäft.
10:48Die von Hand und mit Liebe erzeugten Produkte reichen von Großvaters Beinsalbe bis hin zu eigenen Kreationen.
10:59Im Hüttwinkeltal, am Fuß des Hohen Sonnenblick, geht es weniger beschaulich zu.
11:20Wer hier lebt, ist in Launen des Wetters gnadenlos ausgeliefert.
11:26In diesen ebenso spektakulären wie romantischen Verhältnissen hat der Hüttenwirt Hermann Maislinger auf Umwegen seinen Platz gefunden.
11:40Ich fahre jetzt runter ins Tal, ins Rauhriesertal, um meine Lieferung an Lebensmittel und Getränken zu holen.
11:53Und muss auch das österreichische Bundesheer, das jetzt da auf Übung kommt, mit aufnehmen.
11:59Und dann machen sie ja immer noch eine Survival-Camp-Übung.
12:07Durch eine tief winterliche Landschaft legt er täglich die rund 20 Kilometer lange Strecke ins Tal zurück.
12:14Im Winter sind wir oft von der Umwelt abgeschnitten und auch die Lebensmittel und alles müssen wir da extra raufbringen.
12:23Da gibt es kein Feuererlaubnis für irgendwer im Daufer.
12:26Das ist einfach ein winterliches Schongebiet, auch bedingt von den Lawinen, die rüber sind, aber auch für das Wild.
12:34Und da müssen wir jedes Drum selber raufbringen.
12:37Hier am Köln-Seigurn betreibt Hermann Maislinger auf fast 1600 Meter Seehöhe das Naturfreundehaus.
12:49Es ist ein Ort der Ruhe, fernab von Stress und Hektik.
12:54Wenn ich in der Früh aufstehe, wache ich mal das Fenster auf, schaue aussehen und versuche zu erspüren, wie der Tag draußen sich abspielt.
13:07Und das ist ein ganz wichtiges Ritual, das ich eigentlich jeden Tag mache, schon seit 15 Jahren.
13:15Das Leben im Talschluss ist herausfordernd.
13:18Und doch hat der gebürtige Innviertler genau hier seine Bestimmung gefunden.
13:26Schon klasse, wenn du ein bisschen einen Existenzkampf hast.
13:30Der ist echt lässig. Der hält dich am Leben.
13:34Das ist wie wenn du heute in einer Beziehung lebst. Der hält dich auch am Leben.
13:37Es war eigentlich, ich bin ja 57, 57 Jahre war eigentlich eine lange Reise.
13:48Aber jetzt sind wir da.
13:50Und ich habe da eigentlich angefangen, drei Jahre bleibe ich da.
13:54Aber der Köln lässt dich nicht raus. Der Köln ist was anderes.
13:57Das ist der Köln.
13:59Der Köln, das ist ein Gefühl.
14:03Da gehörst du dazu.
14:05Der nimmt dich auf mit Haut und Haar.
14:07Die einzigartigen Bedingungen am Köln sei Grün werden auch vom Bundesherr geschätzt.
14:19Wer hier sein Auskommen finden will, muss offen für Neues sein und Chancen wahrnehmen.
14:24Es war eine zufällige Begegnung, die Hermann Meislinger dazu bewegt hat,
14:28das Naturfreundehaus zum Eldorado für Eiskletterer auszubauen.
14:33Naja, das war ja so, da haben da ja doch am kleinen Anfang mal ein paar Leute gekommen, ein paar Ungarn waren das.
14:42Die wollten da eisklettern, gell.
14:44Hab ich auch eisklettern?
14:45Na, schau, das gibt's auch, gell. Interessant.
14:51Einen Eisturm zu errichten, ist jedoch schwieriger als es scheint und erfordert genaue Kenntnisse der örtlichen Gegebenheiten.
14:58Für mich ist es halt so gewesen, dass ich zwar ein günstiges Wasser hab, aber kein Heizung.
15:03Jetzt müssen wir das Wasser überlaufen lassen.
15:06Wie es einmal steht das Wasser, frierst es dann, dann hab ich gesagt, nie mehr auf.
15:10Nie mehr, keine Chance mehr, ganz und mittel nicht, gell.
15:11Und durch das haben wir da zwei, drei Jahre gebraucht, bis wir den Griff gehabt haben.
15:18Im Ernstfall müssen die Soldaten eisüberzogene Felswände und gefrorene Wasserfälle erklimmen können.
15:26Eine gefährliche Angelegenheit.
15:28Denn nicht immer ist der Untergrund dabei so stabil, wie auf dem 13 Meter hohen Eisturm des Naturfreundehauses.
15:34Es sind ja fast jetzt Wochenende voll.
15:40Also letzte Woche haben wir gehabt 90 Leute, glaube ich, die nur kommen zum Eistlettern.
15:45In der Gruppe, gell.
15:46Das kann aber ein Tagesgast auch sein, wenn der Kind der von Eistlettern kommt.
15:49Wir haben da hinten im Umkreis von 15 Minuten 13 Eistfälle.
15:53Von leicht bis schwarge hat niemand sonst.
15:56Frei von Gefahren ist das Leben inmitten der imposanten Naturkulisse nicht.
16:09Eine der Gefahren, die es sehr genau im Auge zu behalten gilt, sind Lawinen.
16:16Als Mitglied der Lawinenkommission weiß Hermann Maislinger,
16:19dass man unter den extremen Bedingungen in Kolm-Sagorn gar nicht vorsichtig genug sein kann.
16:26Das ist ein irrsinniger Aufwand, der da betrieben wird.
16:37Aber es hängt eigentlich das ganze Teil daran, weil es gibt ein paar so Lawinenstriche.
16:41Also vom Buch hinweg bis zu mir, was mich betrifft, sind das einmal acht Lawinenstriche.
16:45Also acht brutale Lawinenstriche.
16:48Und wenn da so eine Staplerwende kommt, ist es kein Spaß nicht.
16:56Tatsächlich passiert ist es nur wenige Wochen zuvor im Seidelwinkeltal, einem Seitental des Raurisertals.
17:05Nur etwa 300 Meter neben bewohntem Gebiet.
17:09Die Lawinenkommission berät, ob das Tal wieder freigegeben werden kann.
17:14Es ist anschließend noch da eine Lawine niedergegangen.
17:18Und da müssen wir uns jetzt noch befassen, wie es weiterhin ausschaut da oben.
17:22Ja, die einen Seite auch noch drum raufig.
17:24Ja, wir haben, wir sehen da auf unserer Wäderstation und einen Schnellzuwachs von 30 bis 40 Zentimeter.
17:31Das hat auch zur Auslösung von der Lawine geführt.
17:33Weil der Schnell so verfracht worden ist von Norden her, es ist noch was hingelieben.
17:38Auch Hans Brandstädter und sein Sohn Daniel sind Mitglieder der Lawinenkommission und Inhaber des örtlichen Gasthauses, wo auch die finale Abstimmung stattfindet.
17:49Mein Vorschlag einmal ist, wir lassen es noch geschlossen.
17:52Ich bitte um Abstimmung mit einem Handzeichen.
17:55Vier geschlossen.
17:57Starke Wiener und Verfrachtungen werden wir noch haben.
17:59Das ist der Grund, die Begründung, dass wir noch vorsichtig sein müssen und die Sperre weiterhin noch aufrechterhalten müssen.
18:08In den 1980er Jahren hat das Schicksal den Seniorwirt Hans Brandstädter und seine Familie selbst getroffen.
18:23Direkt hinter seinem Haus, das zu der Zeit noch eine kleine Jausenstation mit nur einem Tisch war,
18:30ist eine Lawine abgegangen, die seine damals neun und zehn Jahre alten Söhne unter sich begraben hat.
18:41An der Stelle des Unglücks hat der Gastwirt eine Kapelle errichtet, die er täglich besucht.
18:48Sehr schwer sie geschlossen.
19:09Ja, 1980 ist das passiert und dann haben wir einfach angefangen, was sie jetzt machen.
19:16Die Elternteile waren noch da im Frühjahr.
19:20Ah, jetzt haben wir den Umbau angefangen.
19:22Du musst die Arbeiten haben, weil es ist drastisch durch.
19:25Das Leben muss weitergehen.
19:26Wir haben gesagt, das muss weitergehen.
19:28Am Umbau angefangen haben die Saiten da rausgerissen und nach dem Umbau haben wir 45 Leute hergebracht.
19:34Und dann sind wir auf die Farine gekommen.
19:37Da kommen zwei alte Frauen daher, eines am Wintertag.
19:40Und sie haben gesagt, sie sind krank und sie dürfen halt nur Farine essen, ob wir sowas haben.
19:47Meine Frau hat gesagt, mein Mann ist ja nicht daheim.
19:50Und der Opa, der ist zum Teich rumgegangen, der ist rumgegangen und hat ein paar Fische gefangen.
19:57Mit dem Kescher.
19:59Ach, jetzt waren die erst so begeistert bei dem Fisch.
20:01Und dann haben sie das mal dumm gezählt und dann ist das gleich weitergegangen.
20:05Jetzt hatte ich das aber dann noch so eingeschlagen.
20:07Und nicht, das passt auch gut.
20:10Jetzt im Sommer habe ich ja auch Zeit, wenn man nach dem Goldwaschen, wenn man nach Hause nicht heigen muss,
20:15wenn ich nach Hause komme, dann habe ich mir einen Teich ausgeschoben.
20:21Aus einem wurden rasch drei Teiche.
20:24Und aus der kleinen Jausenstation ein beliebtes Ausflugsziel.
20:29Sein dritter Sohn Daniel führt inzwischen den Betrieb und züchtet Lachsforellen, Regenbogenforellen, sowie Saiblinge.
20:38Mittlerweile sind die Fischteiche eine unserer drei Standbeine, da neben der Landwirtschaft und neben dem Gasthaus.
20:43Und da können eben die Leute rumkommen, können sie eine Fischseile Wasser anbringen, im Sommer hauptsächlich.
20:47Und dann können sie es zum Umsummen bringen, aber wir machen eines.
20:50Oder sie können es mit heimnehmen, wenn sie es sich selber zubereiten wollen.
20:54Die Küchenchefin ist Daniels Frau, höchstpersönlich.
21:02Wir braten jetzt die Forelle ungefähr acht Minuten und drei Viertel vor der Zeit auf der Hautseite.
21:07Bis heute ist die Familie Brandstätte offen für Neuerungen.
21:33Wir haben dann auch die Landwirtschaft umgestellt vom Nutztier auf ein paar Exoten, weil ganz ohne Viecher geht es halt auch nicht.
21:45Jetzt haben wir ein paar Lamas da, ein paar Kameranschafe, zwei Bonnis, dass auch für die Kinder ein bisschen was da ist zum Anschauen.
21:51Und dass ein bisschen ein Leben ist in meinem Hof, weil ein paar noch ohne Viecher funktioniert halt auch nicht.
21:55Der erfinderische Geist der Familie war damit noch lange nicht erschöpft.
22:042002 ist ins Einfaden, das machen wir ein paar Reihen.
22:12Nur fünf Jahre später konnte bereits der gesamte Bedarf des Hauses aus der eigenen Produktion abgedeckt werden.
22:19Da hat es Herrn Lasker gegeben aus Österreich, der ist dann einmal da gewesen, der hat mir das mit dem Bierbrauer nochmal in groben Zügen gezeigt.
22:29Und dann haben wir einfach selber mit dem Reden mit André Bierbrauer, mit einem alten Lehrbuch, das mir ein Steirer geschenkt hat, aus seiner Lehrzeit.
22:35Der hat auch Brauer gelernt. Und da habe ich mich dann immer so ein bisschen weiterentwickelt.
22:39Bei den Zutaten setzen die Brandstädter das Ganze auf Regionalität.
22:48Die Gerste kommt aus Grieskirchen, der Hopfen aus dem Mühlviertel und das Wasser direkt aus der Seidelwinkel Ache hinterm Haus.
23:00Ich habe mich da immer näher herangearbeitet an das Ganze.
23:04Ich habe dann einfach dieses Bier, so wie ich es selber am liebsten trinke, mache ich jetzt einfach selber.
23:09Kaum zehn Kilometer weiter nördlich vom Raurisertal thront der König der Pinzgarberge, der Hochkönig.
23:23An seinem Fuß liegt das beschauliche Dorf Dernten.
23:27Das Wahrzeichen der ehemaligen Bergbaugemeinde ist die Pfarrkirche.
23:31Allem voran dreht sich in dieser malerischen Kulisse jedoch alles um den fast 3000 Meter hohen Hochkönig.
23:40Ein wahres Wintersportparadies.
23:42Die Hochkönigbergbahnen sind ein wichtiger Arbeitgeber in der Region.
23:57Auf der Bergstation der Gabühl-Seilbahn bessert sich der Landwirt Siegfried Esterbauer sein Einkommen als Liftwart auf.
24:05Das ist ja so, in der Landwirtschaft allein kann man fast nicht mehr überleben.
24:12Und im Winter haben wir die glückliche Lage, dass wir einen Tourismus haben und das Skigebiet nicht weit weg ist von mir daheim.
24:18Jetzt fahre ich fünf Minuten in die Arbeit und wenn man das Panorama und das alles sieht, da geht man ja gerne in die Arbeit daher.
24:23Die Arbeit bei den Bergbahnen ist herausfordernd.
24:33Man braucht schon einige Jahre vorher, dass man weiß, um was das geht und dass man die ganzen Feinheiten und alles kennenlernt, was beim Lift so wichtig ist.
24:42Man muss immer bei der Sache sein. Man muss immer schauen und es ist eine Verantwortung, ja.
24:47Während der Jungbauer für die Sicherheit im Skigebiet sorgt, verrichten seine Eltern die Arbeit am Hof.
24:57Meine Mama und mein Papa sind noch gut und machen die Arbeit daheim, weil ich nicht da bin.
25:03Und in der Früh und auf der Nacht helfen wir zusammen, damit das alles läuft.
25:09Nach dem langen Tag in der Gabühl-Bergstation geht es runter ins Tal.
25:14Der Arbeitstag des fleißigen Jungbauern ist nach Lichtschluss noch lange nicht vorbei.
25:21Gemeinsam mit seinen Schwestern Veronika und Gertrud Esterbauer geht es nun am Hof weiter.
25:27Hier helfen einfach alle zusammen.
25:32Wir sind eigentlich alle hier hin, schon seit knapp auf, überall mitgeweisen.
25:37Egal was es im Stall für die Arbeit gegeben hat, wir sind eigentlich mit dem aufgewachsen.
25:40Veronika ist Floristin, auch ihre Schwester Gertrud erledigt die Hofarbeit im Nebenbüro.
25:48Ich bin im Büro und Gastronomie tätig und neben Zürich ist es mir eigentlich eine gute Abwechslung.
25:54Wenn ich heimkomme und nachher mag ich steuern, mag ich im Sommer heilen, das tag mir, das brauche ich.
25:58Die Arbeit am Hof niederzulegen, daran denkt hier keiner.
26:05Dass es den Hof gar nicht mehr gibt, das können wir uns nicht vorstellen.
26:07Irgendein Viech wird sicher immer im Stall sein, wenn es auch vielleicht irgendwann mal keine Milchkriege mehr sind zum Beispiel.
26:12Aber irgendein Viech ist sicher da.
26:15Wenn das so weiterläuft mit den weiteren Standbeinen, die man sich aufbaut, dann wird es irgendwie sicher machbar sein.
26:22Neben den Nutztieren betreibt die Familie auch eine Norikazucht.
26:29Ja, ich muss sagen, wir haben eigentlich ein Hobby, alle miteinander, das sind unsere Pferde.
26:34Und oft haben wir immer Pferdeschlittenfahrten anbieten.
26:38Wenn ich von dem Lift heimkomme, auf den Ocht, um eine Fünfe, dann fahren wir mit den Pferden noch eine Runde.
26:44Beim Einspannen der Pferde packen alle mit an.
26:47Ja, wir machen das eigentlich noch immer gemeinsam, meine Schwester und ich, beziehungsweise der Papa oder die Mama, sind eigentlich alle dabei.
26:57Und wir sind eigentlich noch immer ein ganz nettes Gemeinschaftsprojekt.
27:00Und wir haben auch immer jetzt einen Spaß noch mit der Sache.
27:03Wir fahren ein paar Mal in der Woche und haben die Pferdebewegung.
27:06Ich habe meinen Spaß, wenn ich fahren darf und die Gäste gefreut sind, wenn sie mitfahren dürfen.
27:10Die beschauliche Fahrt durch die schneebedeckte Landschaft begleitet die Tochter des Hauses mit der Ziehharmonika.
27:25Die Norika, auch Pinzgauer genannt, sind ausdauernde Gebirgskaltblutpferde.
27:38Mit den tiefwinterlichen Verhältnissen am Berg kommen sie spielend zurecht.
27:42Die kleine Gemeinde Dernten am Fuß des Hochkönigs blickt auf eine mehr als tausendjährige Geschichte zurück.
27:55Bis ins 19. Jahrhundert war in Dernten das Eisenbergwerk tonangebend.
28:02Heute prägt der Tourismus das Leben.
28:05Der ansässige Bergdoktor Werner Landmann hat hier seine Praxis.
28:17Wir haben ja zuerst gesagt, ob du das Handlenk hier zerbrochen hast.
28:20Wir werden es jetzt eingipsen.
28:22Ja.
28:22Wir hängen.
28:23Ja.
28:23Bis jetzt anbeißen.
28:24Die Verarztung von Skiunfällen steht bei Werner Landmann beinahe täglich an.
28:31Mit der Hand bin ich ein Blöder auf den Bullen gekommen.
28:33Wie schon sein Vater, von dem er die Praxis übernommen hat, kümmert sich der Landarzt auch um die Anliegen derer, die fernab vom Tal wohnen.
28:48Dafür ist ihm kein Weg zu weit.
28:54Mein Vater hat schon die Region versorgt.
28:58Ich wollte das immer so weitermachen.
28:59Wir starten die Ordination um halb acht Uhr in der Früh und arbeiten in der Regel bis sieben, acht Uhr am Abend mit kurzen Mittagspausen.
29:10Wobei die immer wieder durchbrochen sind von Skiunfällen, von andersweitigen Problemen.
29:17Es ist eigentlich die Bergdokter-Tätigkeit eine 24-Stunden-Tätigkeit.
29:21Heute steht ein Besuch bei der 94-Jährigen Cecilia Ottino an.
29:29Ihr Hof liegt auf 1400 Höhenmetern und ist einer von 30 Höfen in ähnlicher Höhenlage, die der Bergdoktor persönlich anfährt.
29:37Ich danke, dass Sie gekommen sind. Die Oma war jetzt schon.
29:40Zilli, grüß dich. Wie geht's dir?
29:43Gut.
29:43Gut. Wie geht's dir mit der Husterei, Zilli?
29:45Wie geht's?
29:46Ja, ein bisschen husten muss ich.
29:48Die Altbäuerin hat gerade eine Lungenentzündung überstanden.
29:53Ich würde gerne am Blutdruck messen und dann würde ich die noch anlosen.
29:56Im Dorf ist der Arzt allseits beliebt, denn seine Patienten liegen ihm am Herzen.
30:04Trotz seines hohen Arbeitspensums nimmt er sich alle Zeit, die es braucht.
30:09Du hast mal einmal fest ein- und ausschnaufen.
30:12Super.
30:13Wir kommen dafür, dass du wieder gesund bist.
30:15Ja.
30:16Nimmst du mir die Tabletten fertig und schau die nächste Woche nochmal her.
30:19Viert die.
30:20Danke, Herr Dr.
30:21Viert die dabei.
30:22Danke schön.
30:26Jetzt ist es ruhig.
30:34Das war nicht immer so.
30:36Die Altbäuerin blickt auf ein bewecktes Leben zurück.
30:46Ganz zuerst war ich bei meiner Tante.
30:50Und die ist verstorben.
30:52Und nachher bin ich zur Roma gekommen.
30:54Und die Mutter hat nachher in späteren Jahren Daxenbach geheiratet.
31:02Nachher bin ich da auch zum Arbeiten.
31:05Nachher von der Großmutter weg zur Mutter gekommen.
31:09Nachher bin ich geheiratet.
31:15Nachher sind wir im Hintertal gekommen.
31:19Zur Gutverwaltung Schmidmann.
31:23War eine schöne Zeit.
31:25Aber halt auch hart.
31:26Auch das Geheimnis ihrer Gesundheit kennt die rüstige Pinzgauerin ganz genau.
31:37Für der frischen Luft bin ich heute noch gern.
31:42Und heute muss ich sagen, auch die gute Versorgung vom Arzt und auch der Familie macht schon was aus.
31:50Und die Zufriedenheit, die gehört auch dazu.
31:57Für das Seelenleben der Derntner sorgt auch die Pfarrkirche zum Heiligen Nikolaus.
32:03Sie ist das Wahrzeichen der Derntner und ein zentraler Angelpunkt des Gemeinwesens.
32:08Trotz des ausgeprägten Tourismus bleibt hier ein authentisches Dorfleben erhalten.
32:21Selbst unweit des Ortskerns finden sich Bauernhöfe wie etwa der Waldangerhof.
32:28Hier wird traditionelle Landwirtschaft betrieben.
32:30Und doch gibt es auch hier immer wieder Neuerungen.
32:33Ziegen hält der Jungbauer Franz Schweiger erst seit ein paar Jahren.
32:38Mein Neffe hat da die Tiere mal gehabt, mit Ziegen anzufangen.
32:43Der hat einmal ein paar Geist suchen getan.
32:45Das war eigentlich eine ganz super Sache.
32:47Schöne Tiere.
32:48Und so sind alle mehr und mehr geworden.
32:51Die Schafe sind auch nicht ganz weggekommen.
32:54Da sind wir immer noch fast zehn Stück kasten.
32:56Aber früher haben wir ja da 30 Stück Schafe gehabt.
33:03Unterstützt von seinem Neffen kümmert sich Franz Schweiger auch um die Verwertung.
33:06Der Tierbestand am Hof ist überschaubar.
33:10Der Betrieb durch und durch familiär.
33:12Das ist ein ganz kleiner Hof.
33:18Wir haben gleich drei Hektar, was wir selber bewirtschaften.
33:21Aber ja, wir haben da 30 Viecher im Steuersten.
33:25Und mit denen ist schön arbeiten.
33:26Belohnt wird die harte Arbeit immer wieder von sehr bewegenden Augenblicken.
33:36Ja, ganz schöne Momente am Hof sind natürlich, wenn man bei den Geburten selber dabei sein kann, bei den Tiere.
33:50Meistens wollen sie ja da allein sein oder sollten sie auch allein sein, weil das geht meistens nicht gut, wenn wer dabei ist.
33:55Aber ab und zu kommt man ja ganz spontan dazu, so eine Geburt selber mitzunehmen.
34:00Natürlich ein wunderschönes Erlebnis, so eine Geburt.
34:13Ja, und das macht halt auch eine ganz gute Beziehung von mir zum Viech nachher.
34:18Natürlich, das ist dann so ein Tier, was alt wird am Hof.
34:21Neben der Milch wird auch die Wolle verwertet und das Hochhoben am Berg.
34:30Nur wenige Meter von der Bergstation entfernt betreibt die Familie eine Almwirtschaft, die Gabülhütte.
34:44Hier werden die hofeigernen Produkte des Jungbauern und seiner Mutter angeboten und auch hergestellt.
34:51Heute wird gefilzt.
34:55Ja, ja, ist wohl gut, dass du da bist. Schau, ich warte.
34:57Ja, ja, und sie ist gepräscht.
34:59In feiner Handarbeit filzt Klara Schweiger Hüte, Kissen und Patschen.
35:04Nicht selten muss es dabei schnell gehen.
35:06Das Druck jetzt wieder drauf.
35:09Das war jetzt fertig.
35:11Und jetzt würde ich gerne ein bisschen verzieren.
35:14Und da darf man nur ganz wenig nehmen, gell, und ein bisschen so verteilen.
35:17Und dann gibt man den da eigentlich, gell.
35:21Aber ich muss den jetzt nennen.
35:22Und dann macht man den eigentlich da drauf.
35:25Und dann rollen wir ihn zusammen.
35:27So, jetzt schneide ich das da weg.
35:28So, und jetzt ist eigentlich der Patsch fertig.
35:32Jetzt gebe ich das raus, gell, weil das brauche ich ja nicht.
35:35Und so, wie er jetzt ist, so lege ich ihn jetzt entweder in die Sonne oder auf den Heizkörper.
35:40Weil der sollte morgen fertig sein, gell.
35:43Der muss morgen drücken sein.
35:44Dass man nachher so ausschaut, so muss er halt noch ausschauen.
35:51Die gebürtige Maria Almerin ist längst zur Institution geworden.
35:56Aus der Ernten ist sie nicht mehr wegzudenken.
36:0089 bin ich nach der Ernten gekommen.
36:03Und bin eigentlich eine Senderin gewesen auf der Bichealm.
36:08Und da habe ich eigentlich meinen Mann kennengelernt.
36:10Und da oben, die Gabelhütte, die haben wir mit 2005 gebachtet.
36:15Und da habe ich die zuerst gehabt mit meinen zwei größeren Töchtern.
36:21Mit der Birgit und mit der Sabine.
36:23Ja, und das ist eigentlich so.
36:25Und das ist aber ein bisschen größer geworden, weil das war ja ganz eine kleine Hütte.
36:31Seither hat sich viel getan.
36:34Wir dann eben selber kassen.
36:37Der Franzi und ich machen das.
36:39und ja,
36:42und da schauen wir halt,
36:43dass wir das ein bisschen unter die Leid bringen.
36:45Ich bin ja schon hierher die Würste.
36:46Schau, klar.
36:47So, grüß dich.
36:48So, grüß dich.
36:48An sich, grüß dich.
36:49Das ist aber voll da, gell?
36:51Ja, das muss sein.
36:52Und ein Späckhaus auch noch.
36:54So, so.
36:55Auf uns geht's wieder.
36:56Auf uns geht's wieder.
36:56Auf uns geht's.
36:56Danke.
36:56Schön seid, lang schön.
36:57Ja, das muss sein.
37:02In der tief verschneiten Winterlandschaft
37:04rund um Dernten sind zahlreiche Straßen im Winter nicht befahrbar.
37:10In den Wintermonaten gänzlich vom Straßennetz abgeschnitten ist auch der auf 1190 Höhenmetern
37:16gelegene Grüneckhof der Familie Rainer.
37:20Wer hierher kommen will, muss mit der hauseigernen Seilbahn anreisen.
37:26Hoferbe Heinrich Rainer erinnert sich noch gut an die Zeit, als es diesen Luxus nicht gab.
37:32Bei uns war es natürlich schon sehr spärlich.
37:36Unser Hof war total abgeschnitten.
37:38Wir waren nur mit einem Fußweg erreichbar.
37:41Also die ersten drei Jahre sind wir noch zu Fuß in die Schule gegangen.
37:46Alle.
37:46Und rauf natürlich auch.
37:48Und sind wir natürlich nicht immer raufgekommen.
37:50Haben wir hinter unten übernachten müssen.
37:53Im Ort, wo unser Meter Neuschnell gehabt hat, sind wir in der Frühgeschule nirrum raufgekommen.
37:58Und dann natürlich haben wir mal eine Seilbahn gekriegt.
38:00Haben wir eine Seilbahn gebaut mit einer Holzkiste.
38:04Und da sind wir halt dann schon mitgefahren.
38:06Hätten wir nicht dürfen, aber da haben wir schon oft Erlebnisse gehabt.
38:12Einmal sind wir sogar runter, hat es uns runtergehauen.
38:15Weil wir früher sind wir ja hinten oben gesessen und oben war ein Dach, wo man oben rausgeschaut hat.
38:20Und einmal hat uns oben die Rollen gestraft und hat es uns sechs, sieben Meter runtergehauen.
38:23Ein tiefschneuer eigentlich, Gott sei Dank.
38:26Die Seilbahn hat damals noch der Vater und Mutter gebaut.
38:30Das war dann der Aufschwung.
38:31Die erste, das war eine Materialseilbahn.
38:35Und dann haben wir dann später, 1974, eine Personenbahn gebaut.
38:41Und das war dann der Aufschwung eben für die ganze Geschichte da hier oben.
38:46Auf dem hochgelegenen Hof pflegen die Leute noch die Kunst des Brennens.
38:58Wir sind ja über 35 Bauernhöfe noch, Gott sei Dank.
39:03Und davon sind 31 Schnapsbrenner.
39:05Wir haben das Schnapsbrennrecht und das wird bei uns gepflegt, die Tradition.
39:09Die Leidenschaft ist schon auf die nächste Generation übergeschlagen.
39:15Sohn Johannes hat das Ruder übernommen.
39:17Bei uns am Grünenhof wird seit 1506 mittlerweile schon Schnaps gebrannt.
39:25Das ist jetzt über 500 Jahre.
39:27Das Wissen rund um das Brennen ist eigentlich immer weitergegeben worden.
39:31Das kann man sich so vorstellen.
39:33Der Uropa, der Opa und so weiter, die haben das mir dann schon wieder weitergegeben.
39:38Und bei uns am Hof ist halt damals eigentlich nur die Vogelbärer gebrannt worden.
39:42und mittlerweile haben wir uns mehr auf die Kräuter fokussiert.
39:46Das heißt, wir verwenden alle Sachen, was bei uns direkt vor der Haustier wachsen, in der wunderschönen Natur.
39:51Also sprich, wir verwenden unsere Berghäuhe, die ganzen Fichtenwipfel, also vom Fichtenbaum die Austriebe.
39:57Wir verwenden auch Zirbenspänen und lauter Spezialitäten, was es bei uns gibt.
40:06Der Lehrmeister war ja noch mein Papa.
40:08Also da habe ich auch noch das meiste gelernt.
40:10Ich war schon von klein auf immer dabei.
40:11Also ich war jeden Tag, wenn gebrannt worden ist, bin in dem Berg gestanden,
40:15habe gefragt, wie funktioniert das, wie macht man das, wie geht das.
40:19Und das war schon viel wert dann.
40:25Die Neugierde wurde belohnt.
40:32Wir haben natürlich auch bei den Prämierungen mitgebracht und haben weltweit alles gewonnen, was es dann gewinnen gibt.
40:37Und das ist natürlich ein schöner Erfolg.
40:39Seit 1998 gibt es auch eine Straße zum Hof.
40:45Doch die bleibt im Winter gesperrt und steht Skitourengehern und rodelbegeisterten gleichermaßen offen.
40:52Sehr zur Freude der hofeigenen Gäste und für den Grüneckbauern selbst.
40:58Das jüngste Standbein der Familie ist die Ponyzucht.
41:12Bei uns, wir haben ja sehr viele steile Hänge und natürlich die Kühe und die Kalbinnen, die treten natürlich sehr viel ab.
41:26Und die sind relativ leicht, die Mini-Shetland-Bonnies.
41:31Und wir haben da eine Zucht aufgebaut und ist ein neuer Weg.
41:36Man muss neue Wege gehen im Leben auch mal.
41:39Und neben der Viehwirtschaft haben wir eben die Mini-Shetland-Bonnies.
41:42Die Idylle vis-à-vis des Hochkönigs wissen auch die Chalet-Gäste zu schätzen.
41:57Die meisten besuchen den familiär geführten Bauernhof.
42:00Regelmäßig.
42:04So Leute, dann geht's wieder ran.
42:05Ja.
42:06Wir beheben.
42:06Nächstes Mal gibt's noch extra Schnappsaal.
42:09Ja, Schnappsaal-Wahl, bis schon.
42:10So bleiben gute Heimreise und bis nächstes Jahr.
42:12Bis nächstes Jahr.
42:13Frohe, das Gute.
42:14Sie auch.
42:15Guten Tag.
42:15Wenn sich ein arbeitsreicher Tag dem Ende zuneigt, findet Heinrich Rainer Zeit für Besinnliches.
42:37Sobald die weißen Bläser über den Tätern erklingen und die Sonne langsam hinter den Bergen verschwindet,
42:45da kommt der winterliche Pinzgau endlich zur Ruhe.
42:51Sobald die weiße Bramanship in der Nacht ist,
42:58denn wir sind sehr unglaublich verabend.
43:00Sobald die weiße Bräser war ein L Liter ID
43:01und den Hilfe hoodie,
43:02da kommt der zwitsächige Tag.
43:04Ach, jetzt wird er auf dem Sesel Ade Bergen auf단 gehe,
43:06die aufhört,
43:09was wir mehr im Verbrennen bis avait stands experiments.
43:10Das S erste Jahr ist heraus-
43:11und
43:16aspirent Are degli W поверхen
43:17arbumes
43:18und
43:20Υπότιτλοι AUTHORWAVE
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