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  • 8 months ago
Österreichs und Südtirols Bergdörfer | Von den Brandenberger Alpen ins Wattental

2020 | Επ. 02.04 | HD

Μικροσκοπικοί κόσμοι στη μέση των βουνών της Αυστρίας και του Νότιου Τιρόλο, που γοητεύουν με την απαράμιλλη ομορφιά τους. Από τις ανατολικές προεκτάσεις των Άλπεων, περνώντας από τις μοναδικές οροσειρές του Σάλτσμπουργκ και του Τιρόλο, μέχρι τις πιο απομακρυσμένες κοιλάδες του Φόραρλμπεργκ: παντού κρύβονται συναρπαστικές ιστορίες που δίνουν μια εικόνα της ζωής των αγροτών και των ορεινών αγροτών σε αυτές τις αλπικές περιοχές. Αν και τα αγροκτήματα στα υψίπεδα μειώνονται εδώ και δεκαετίες, αυτά που εξακολουθούν να υπάρχουν είναι εξαιρετικά ζωντανά. Εδώ πολλές γενιές ζουν κάτω από την ίδια στέγη, τα εγγόνια ζουν από αυτό που έφτιαξαν οι παππούδες τους, αλλά ακολουθούν τον δικό τους δρόμο. Ένα πράγμα ενώνει τις οικογένειες των ορεινών αγροτών: η αγάπη για τη φύση, τον πολιτιστικό πλούτο και τις μοναδικές παραδόσεις που προσφέρει η πατρίδα τους. Οι κάτοικοι των ορεινών χωριών έχουν αφιερωθεί με αγάπη και πάθος στη διατήρηση των παραδοσιακών εθίμων τους, προσφέροντας έτσι μια ανεκτίμητη υπηρεσία, πάντα όμως με το βλέμμα στραμμένο στις σημερινές απαιτήσεις και με στόχο να δώσουν στις επόμενες γενιές όχι μόνο σταθερές ρίζες, αλλά και ένα ισχυρό θεμέλιο για το μέλλον.

Ανάμεσα στην κοιλάδα Ίνταλ, τις Βαυαρικές Προάλπεις και τη γραφική λίμνη Άχεν υψώνονται οι Άλπεις του Μπράντενμπεργκ στο Κάτω Τιρόλο. Για τους ορεινούς αγρότες των Άλπεων του Μπράντενμπεργκ, η δουλειά και η δημιουργία είναι κάτι περισσότερο από ένα επάγγελμα. Είναι τρόπος ζωής και κλίση, που πηγάζει από το σεβασμό προς τις αιώνιες παραδόσεις των προγόνων τους και τη μοναδική ομορφιά της πατρίδας τους.

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Transcript
00:00Μουσική
00:13Εingebettet zwischen dem Inntal,
00:16dem Bayerischen Voralpen
00:18und dem malerischen Achensee
00:20erheben sich die Brandenberger Alpen
00:22im Tiroler Unterland.
00:24Natürlich hat man nicht alles auf der Alm,
00:28was man im Tiroler einfach gewinnt ist.
00:32Aber man fragt sich eigentlich ein Typ,
00:34warum?
00:35Und sie tut manchmal auch gut,
00:37wenn man nicht alles hat.
00:39Dann ist man wieder zufriedener
00:40und schätzt man das,
00:41was man nicht alles hat,
00:42wieder mehr.
00:46Ich sage immer,
00:47das beste Rezept ist für mich,
00:49wenn ich nicht einkaufen gehe,
00:51sondern aus dem, was ich mache,
00:52was ich daheim habe.
00:54Das Leben der Bergbauern hier
00:56ist eng verwoben
00:57mit dem Kreislauf der Natur
00:59und dem Lebensrhythmus ihrer Tiere.
01:06Einen Alpacke in die Augen geschaut
01:08und der lässt einen einfach
01:09nie mehr wieder los.
01:11Die Einheimischen haben es sich
01:13zur Aufgabe gemacht,
01:14regionales Kulturgut zu bewahren
01:17und zu erhalten.
01:19auf 1015 Meter Seehöhe liegt Steinberg am Ruffan.
01:34auf 1015 Meter Seehöhe liegt Steinberg am Ruffan.
01:4579 Prozent der Gemeindefläche sind mit Wald bedeckt.
01:48Der Ort selbst ein Postkarten-Idyll.
01:51Auf dem Obermooshof wohnt die Jungbäuerin Anna Moser.
02:03Sie fühlt sich eng verbunden mit ihrem Heimatort.
02:07Das Besondere an Steinberg ist definitiv die Ruhe.
02:14Also es heißt ja nicht umsonst das schönste Ende der Welt.
02:18Also wenn man einfach die Tiere aufmacht
02:21und man hört nichts außer die Vögel unter dem Wind.
02:25Das ist einfach was ganz was Besonderes
02:28und was meiner Meinung nach auch immer wichtiger wird.
02:31Mit nur 20 Jahren übernimmt Anna Moser
02:34die Landwirtschaft ihrer Eltern.
02:37Zwei Jahre später unterstützt sie ihr Freund Patrick,
02:41wo er nur kann.
02:43Wir haben ja eine Fleckviehkreuzung mit weiß-blauer Belgier.
02:47Und die Rasse hat schon mal die Eigenart,
02:50dass sie einfach wahnsinnig ruhig und menschenbezogen sind.
02:53Also mit denen kann man kuscheln und Dinge,
02:57die sind so gemütlich und freundliche Tiere.
03:00und die Beziehung zu den Tieren ist immer Schlachttiere.
03:05Nach zwei Jahren werden sie alle wieder geschlachtet
03:08und das ist ein bisschen schwierig.
03:10Aber sie kriegen alle,
03:12wenn sie zu ihnen zu einem Betrieb kommen, einen Namen.
03:14Und wenn man einfach weiß,
03:16dass sie in den vier, 25 Monaten,
03:18wo sie bei uns am Hof sind,
03:20haben sie einfach wirklich ein schönes Leben.
03:23Das hat da keinen Stress.
03:26Man arbeitet einfach mit der Ruhe mit den Tieren.
03:29Und wenn sie jetzt im Sommer auf der Alm sind,
03:32dann haben sie sowieso einen Luxusurlaub.
03:35Mittlerweile leben elf Kalbinnen,
03:3815 Kälber und zwei Schweine in Bayern.
03:41Den Sommer verbringen sie auf der Schönjochalm.
03:44und die Arbeit geht hier nie aus.
03:56Der Hof ist erwähnt worden das erste Mal im 14., 13. Jahrhundert.
04:02und dann weiß noch,
04:04dass die eigene Familie den seit 200 Jahren betreibt.
04:08Da ist man schon stolz drauf, dass man sowas hat
04:11und sowas weiterführen darf.
04:14und dann hat sie die Frage gestellt, ob meine Geschwister,
04:26die zehn oder zwölf Jahre älter sind wie ich,
04:30oder ob ich den Hof übernimm.
04:32oder werden wir weitergehen mit dem,
04:35dass die Eltern dann in Pension gehen können.
04:37Ich habe gesagt, ja, die Geschwister wollen sie nicht.
04:40Sie helfen zwar fleißig mit, aber sie wollen einfach die Verantwortung nicht.
04:44Und ich habe ja wirklich eine Leidenschaft zu den Tieren.
04:48und ich habe gesagt, ja, dann probieren wir das.
04:52Vor zwei Jahren hat Anna den Hof als Personengemeinschaft
04:55mit ihrer Mutter Monika umwidmen lassen.
04:59Seit heuer ist sie die alleinige Betriebsführerin.
05:03Eine Jungbäuerin mit Visionen.
05:18Auch der 50-jährige Michael Lengauer hat Visionen.
05:29Er betreibt den Neuhaushof auf 1000 Meter Seehöhe erst seit kurzer Zeit.
05:35Urkundlich wurde der Hof bereits 1750 erwähnt.
05:39Eine Tradition, die er weiterleben lassen möchte.
05:43Auf seine ganz eigene Art.
05:48Vor vier Jahren war da die Entscheidung bei meinem Onkel und meiner Tante,
05:54wie es mit dem Hof weitergeht.
05:56Und dann habe ich mich eigentlich mal entschlossen, das zu probieren.
06:03Meine ursprüngliche Idee war eigentlich Pferdezucht
06:05und Pferdeeinstellbetrieb daraus zu machen.
06:09Aber das hat sich dann erschlagen
06:11und dann war ich auf der Suche nach weiteren Alternativen.
06:15Und dann bin ich auf die Alpaka gestoßen.
06:18und ich habe einen Alpaka in die Augen geschaut.
06:20Und der lässt einen einfach nicht mehr wieder los.
06:22Der Exot unter den Nutztieren.
06:27Der Exot unter den Nutztieren.
06:45Alpakas haben eine ganz besondere Wirkung auf uns Menschen.
06:49Sie geben da einfach viel Ruhe und Gelassenheit.
06:55Und man kann eigentlich von den Tieren sehr viel lernen.
06:59Man sollte einfach wieder ein bisschen von den ganzen Trubel,
07:02aus dem ganzen Land herrscht, einfach wieder ein bisschen runterkommen.
07:07Back durch die Ruhe sozusagen.
07:09Und einfach die Natur und das Leben mit der Natur genießen.
07:14Bei Michael Lengauer sind mittlerweile zwölf Alpakas heimisch.
07:20Tendenz steigend.
07:22Die Vision von mir ist, dass ich der größte Alpaka-Züchter Nordirlos werde.
07:30Alpaka kommen ursprünglich aus Südamerika.
07:33Ihr Heimat sind die Anden eigentlich.
07:37Mittlerweile sind sie aber in Europa und Mitteleuropa weit verbreitet.
07:41Und sie werden eigentlich bei uns da ausschließlich
07:46zur Verwertung vom Wollvlies gehalten.
07:50Also keine Fleischzucht, sondern rein das Vlies wird verarbeitet.
07:54Durch das, dass das Vlies von den Alpakas kein Lanolin hat,
07:59sprich kein Wollfett nicht hat, ist das ein irrsinniges Schlafgefühl,
08:04wenn man mal an einer Bettdecke geschlafen hat,
08:06weil der menschliche Wasserdampf kann super entweichen.
08:08Aber die Isolation vom Vlies ist da.
08:13Veränderung braucht Mut und Geduld.
08:16Beides bringt Michael Lengauer mit und überzeugt damit die Dorfgemeinschaft.
08:22Einige haben einmal kritisch geschaut.
08:24Was streichelt so, macht er jetzt da?
08:26Oder was sollte das werden?
08:28Aber mittlerweile sehen sie sich, dass sich da was bewegt
08:31und dass das immer weitergeht.
08:33Und dann bin ich in der Community gut aufgenommen worden.
08:37Eine knappe Autostunde östlich von Steinberg am Hochfalen entfernt,
08:58liegt die 1551 Einwohnergemeinde Brandenberg.
09:03Auf 922 Metern Seehöhe steht die Pfarrkirche St. Georg.
09:08Der Senner Christoph Mühlecker verlässt jedes Jahr sein Heimatdorf
09:13von Ende Mai bis Anfang Oktober und lebt auf der Schmaleck-Alm,
09:18die auf 1540 Metern zwischen den Berggipfeln errichtet wurde.
09:23Mit vier Jahren bin ich schon mit der Nachbarin auf der Alm gewesen,
09:36weil die wollte nicht allein sein.
09:37Und dann bin ich mit meinen Großangriff auf die Alm gegangen.
09:40Und seitdem, dass ich 16 bin, bin ich jeden Sommer allein auf die Alm gegangen.
09:44Zuerst acht sind wir bei einem Bauern angestellt gewesen
09:47und nachher jetzt seitdem bei mir auf der Alm da.
09:50Ja, heute ist das Leben auf der Alm nicht mehr so hart,
09:53weil ja fast überall eine Straße hingeht
09:55und man kann ja überall heute alles hinführen und alles.
09:59Früher war das natürlich entbehrungsreicher.
10:02Natürlich hat man nicht alles auf der Alm, was man im Tal einfach gewählt ist.
10:09Aber man fragt sich eigentlich, warum?
10:12Und sie tut manchmal auch gut, wenn man nicht alles hat.
10:16Dann ist man wieder zufriedener und schätzt man das, was man nicht all da hat, wieder mehr.
10:22Doch allein ist die Arbeit auf der Alm nicht zu stemmen.
10:26Sepp ist ein ehemaliger Bauer aus Niederösterreich und kinderlos.
10:31Konsequenterweise hat er seinen Hof an eine außenstehende Familie vergeben.
10:36Durch seinen Zufall lernte er Christoph kennen.
10:40Im Sommer greift er ihm unter die Arme.
10:44in der Berglandwirtschaft.
10:46Auch Unterstützung in Arbeitsspitzen in der Berglandwirtschaft ist schon extrem wichtig.
11:00Man sieht es ja auch, wenn die ganzen Familien und Verwandten zusammenhelfen,
11:05wenn du ein steiles Gebiet hast zu bewirtschaften, dann geht das nicht.
11:10Wenn die Mechanisierung da nicht hinhaut, dann geht es nicht, wenn die Leute zusammenhelfen.
11:16Ich glaub, dass jeder Bauer und Senner eine Beziehung zu seinen Viechern hat,
11:21wo er hat oder wo er einen Vertrag bekommen hat.
11:25Natürlich hat man bei älteren Kühen schon eine innigere Beziehung,
11:30wenn man die jetzt zum Beispiel 13, 14, 15 Jahre hat.
11:34und man staunt jedes Mal wieder, wenn man die Viecher am Frühjahr auf die Ulm treibt,
11:39wie ein Schlauch, dass so eine Kuh ist.
11:41Also das ist unvorstellbar.
11:43Wenn die daheim wegmarschieren, wir marschieren ja zu Fuß noch auf die Ulm rauf und zu Fuß wieder heim,
11:49und die strecken ganz wirklich nur zweimal so.
11:52Aber die wissen in jedem Platz, wo's zum Anbergen ist.
11:55Da braucht kein Mensch nicht stehen, der findet ihn allein auch und allein heim.
11:58Was den Italienern der Parmesan und den Franzosen der Camemberg, das ist den Tirolern ihr Graukäse.
12:11Der Graukäse ist schon seit Jahrhunderten ein wichtiger Bestandteil der tirolerischen Esskultur.
12:18Ein Kulturgut, das Christoph Mühlecker weiterleben lässt.
12:23Das ist schon Kindheit von mir, weil das Graukäse hab ich von meinem Großanke gelernt.
12:30Mit dem bin ich als kleiner Buben Alberg in den Ulm gegangen,
12:33und der hat mir ja viele Tipps und Tricks gesagt.
12:36Und ich bin wohl gelernter Käse.
12:38Aber das richtige Graukäse, das lernst du nur von so alten Ulmeren.
12:42Dass er den richtigen Geschmack hat, wie ich bekannt bin.
12:45Also da auf der Hochheim machen wir Graukäse.
12:48Das ist eigentlich die Urturmform von einem Käse.
12:52Der wird aus der Magermilch gemacht, also die Milch wird entrahmt.
12:56Die wird geteilt, der Rahm und die Magermilch.
12:58Aus dem Rahm wird Butter gemacht.
13:00Und aus der Magermilch Graukäse.
13:02Und die Milch wird eben angesäuert.
13:04Und dann wird der Topfen erwärmt und gedreht.
13:09Und das dauert ja etliche Stunden, bis der fertig ist.
13:12Und das ist deshalb die Urturmform, weil der Käse ohne Lab ist.
13:16Also da ist kein tierisches Lab dabei.
13:19Das ist nur eine Säuregerinnung.
13:21Das ist jetzt der Graukäse, den wir gestern gemacht haben.
13:25Der bleibt jetzt zuerst 24 Stunden an einem warmen Platz.
13:30Und kommt dann von der Form raus.
13:33Und man sieht schon, da fang ich jetzt schon ein bisschen umspickig werden.
13:38Genauso mag ich es.
13:40Früher war Graukäse ein arme Leute-Essen, da Magermilch im Überfluss vorhanden war.
13:47Heute gilt er als Delikatesse.
13:50Das liegt auch an der komplizierten Herstellung.
13:53Ob der Graukäse gelingt, bestimmen viele Faktoren.
13:57Die Fütterung der Kühe, das Wetter, die Temperatur und die Dauer des Erhitzens.
14:04Das Gefühl von Zufriedenheit, was man zu allem noch hat.
14:11Was man oft im Tal vielleicht vergisst, dass man dem zufrieden ist.
14:16Die Familie Neuhauser
14:17Die Familie Neuhauser
14:18Die Familie Neuhauser
14:31Auch die Familie Neuhauser verbringt ihren Sommer auf der Alm.
14:48Die Baumbachalm liegt auf 1050 Metern Seehöhe und wurde 1955 gebaut.
14:56Ich bin der Neuhauser Bernhard.
14:58Ich bewirtschafte mit meinen Eltern einen Fleckviehzuchtbetrieb mit ungefähr 30 Stück Vieh.
15:05Im Sommer bin ich mit meiner Freundin daheim auf dem Hof.
15:10Meine Eltern sind auf der Alm.
15:12Wir bewirtschaften um die 13 Hektar Grünland und 8 Hektar Wald.
15:16Ein Tiroler ist ein Patriot, sag ich.
15:29Einmal Tiroler, immer Tiroler.
15:31Und die Kulisse, die wir in Tirol haben, das Land, das muss man einfach zu schätzen wissen.
15:37Und das ist einfach, das ist etwas Schönes im Leben.
15:40Wenn man weiß, da ist man aufgewachsen und da kann man hin.
15:50Das ist von Generation zu Generation so weitergegangen.
15:54Mein Vater war im Winter auf dem Bauer und im Sommer daheim.
15:59Und ich bin nachher auch 20 Jahre in die Arbeit gegangen und habe nachher den Hof übernommen.
16:05Und bin dann daheim geblieben.
16:07Nebenbei ein bisschen Zucker verdient, weil siehst du, das geht das nicht.
16:11Weil das ist halt nicht mehr normal, dass einer von den Buben das weitermacht.
16:21Bernhard ist der Jüngste von drei Brüdern.
16:24Heuer im Juli hat er sich dazu entschlossen, den Hof seiner Eltern im Nebenerwerb zu führen.
16:34Ich habe auch eine nette Freundin.
16:36Ich hoffe auch, dass die mit mir das so weiter tun hat und dass auch meine Kinder da sind.
16:40Fleißig ist er.
16:42Und ja.
16:43Jetzt hat eine Freundin nachher, wirst du nicht mehr weit sein.
16:47Ja, es geht weiter.
16:49Sagen wir mal so.
16:51Wenn man das gerne macht, dann macht man das eigentlich zur richtigen Leidenschaft einfach.
16:56Und ich kann mich da nicht mehr wegdenken.
17:05Mein Vater hat mir eigentlich alles, was zum Bauer sei dazugehört,
17:09hat er mir mitgegeben.
17:10Er hat mir das am Wald gezeigt, wie das geht.
17:12Von kleinen Bäumen bis zu den großen Umschneiden.
17:15Bei einem Zuchtvieh, da hat er auch gelernt, wie er die Kuh ausschauen sollte.
17:18Oder wie er es einfach recht da stehen muss.
17:21Und ja, also da bin ich schon stolz auf meinen Vater, dass er mir das weitergegeben hat.
17:27Insgesamt 15 Maschinen haben die Eltern Bernhard übergeben.
17:35Fuhrpark und Gerätschaften wollen instand gehalten werden.
17:40Im Momentan sage ich, geht das gut mit der Milchwirtschaft.
17:46Weil wir einen gewissen Preis kriegen.
17:49Was noch jetzt der Lebensverbraucher für die Milch zahlen muss und wir kriegen,
17:52ist eigentlich eher ein Binatz.
17:56Lieber auf der Alm, wenn wir alle rechnen mit den Kosten.
17:59Die Milch ist schon teurer geworden.
18:01Aber der Treibstoff ist auch gegart.
18:03Aber man macht halt das und man pflegt halt das weiter und dann gibt's noch weiter.
18:10Nicht nur der Hof lebt weiter, auch die Traditionen.
18:14Der Sommer auf der Alm neigt sich langsam dem Ende zu.
18:17Der Herbst kehrt ein.
18:20Die 56-jährige Wilma Neuhauser bereitet den Schmuck für den Almabtrieb vor.
18:26Das Vieh wird von den Almwiesen wieder zurück auf die Wiesen im Tal
18:31und die heimischen Ställe gebracht.
18:38Einen Almabtrieb, den macht man, wenn nix passiert, wenn nix abstürzt.
18:42Oder nachher macht man das eigentlich mit Freude.
18:46Dass man da die Kühe heimtreibt nachher.
18:49Die kriegen auch die schönen Glocken.
18:51Und ja, die sind aber auch fest.
18:53Die Glocken sind für mich eigentlich eine richtige Tradition,
18:56wie es von früher her ist.
18:58Wenn einfach der ganze Sommer alles gut gegangen ist,
19:01kein Viecher gestürzt ist und nix,
19:02dann macht man im Herbst einfach einen Almabtrieb.
19:04Durch Brandenberg fließt die reißende Brandenberger Ache.
19:23Und in der Gemeinde Thierse liegt ganz friedlich der gleichnamige See.
19:27Die Grenze zu Bayern ist nahe.
19:30Der Höhenmesser zeigt 678 Meter.
19:343122 Einwohner blicken auf kristallklares,
19:38bis zu 25 Grad warmes Wasser.
19:42Mein Name ist Stefan Maracher.
19:43Ich bin 29 Jahre alt und bin Gastronom und Landwirt in Thierse,
19:48beziehungsweise auch Kufstein.
19:50Ich baue selbst Gemüse an.
20:00Meine Eltern waren ja auch schon Gastronomen
20:02und die haben nicht so viel Zeit gehabt in der Kindheit für mich,
20:05sondern ich war dann viel beim Onkel.
20:07und da haben wir eigentlich die Leidenschaft zu den Tieren
20:10und auch zu den Maschinen gebracht.
20:21Stefan ist mit 30 Jahren das Jüngste von vier Kindern.
20:25Er will Landwirtschaft mit Gastronomie verbinden.
20:28Mittlerweile besitzt er 140 Hühner,
20:3120 Hochlandrinder, 19 Schafe
20:34und 700 Quadratmeter Gemüsebeete.
20:40Die Eigenproduktion aller unserer Produkte,
20:44sage ich mal, von Gemüse angefangen,
20:46Honig, Schweinefleisch, Lamm, Schaf, Hochlandrind.
20:50Ich glaube, das ist einfach ein Lebensgefühl,
20:52das ist eine Lebensideologie
20:55und das macht einfach Freude, das selber zu essen
20:58und das ist Lebensqualität, das zu spüren.
21:09Ich mache ganz viele Fehler learning by doing.
21:12Ich muss auch manchmal selber mit mir lachen.
21:14Ich rufe da meinen Anknall an, der was in einem Bahnhof hat,
21:16oder die Oma.
21:17Du, wie soll ich das machen?
21:18Weil das habe ich ganz schön verkackt.
21:20Da müssen sie selber lachen.
21:21Oder die Oma, die sagt wieder,
21:23ach Gott, du musst wieder alles probieren.
21:25Und ja, ich glaube, vielleicht habe ich jetzt
21:29den Glück und den Elan noch,
21:31dass ich das alles ein bisschen probieren kann
21:33und auch viele Fehler machen kann.
21:37Der Jungbauer sprüht vor Lebensfreude.
21:40Obwohl das Schicksal es mit der Familie Mauracher
21:43nicht wirklich gut gemeint hat.
21:48Nein, meine Eltern sind beide verstorben.
21:51Meine Mutter mit 46 und mein Vater mit 61.
21:55Der eine Vorteil ist das, sie haben uns relativ selbstständig erzogen.
22:00Der andere Nachteil ist das, sie sind halt früh gegangen.
22:03hat uns natürlich in einer gewissen Weise irgendwie erwachsen gemacht.
22:07Aber hat auch uns in der Familie, also uns Kinder sehr zusammengeschweißt.
22:11Also ja, es hat alles, alles Schlechte, hat auch einen Vorteil, sage ich mal.
22:16Und wichtig ist da immer weiter zu denken und immer nach vorne zu schauen und das Positive herauszusuchen.
22:24Die Mutter wird sagen, jetzt Stefan, gehen wir ein bissel hoch auf den Gas.
22:28Und schauen, dass du ein bissel lebst.
22:31und der Vater wird sagen, jetzt geben wir ein Glas trinken.
22:39Servus, Henny.
22:40Servus, grüßi.
22:41Schau mal, was du hast, der Barb.
22:43Sehr, sehr schön.
22:45Na ja.
22:46Geile Zucchini.
22:47Dann haben wir die rote Beete, die frischen.
22:49Wahnsinn, sehr gut, sehr gut, sehr gut.
22:51Das passt schon.
22:53Eine Familie, die zusammenhält.
22:56Brigitte und Johann Mauracher haben den Grundstein 1987 gelegt.
23:02Ihre Kinder führen diese Vision weiter.
23:09Ja, unsere Kindheit war sehr spannend, weil wir so viel machen durften.
23:16Also wir haben die Freiheit gehabt, dass wir wirklich den ganzen Tag selber unterwegs waren, ohne dass jemand auf uns aufgepasst hat.
23:26Heute würde man vielleicht sagen, oh Gott.
23:28Aber wir haben das sehr genossen.
23:30Wir waren dann in den Wäldern, haben uns eigene Hütten gebaut, haben untereinander sehr viel gespielt
23:36und haben auch schon so ein kleines Hütchen gehabt, wo wir selber die Artikel verkauft haben.
23:41Also da haben wir so selbstbemalte Steine gehabt und alles so Accessoires, was ein Gast brauchen könnte.
23:55Dadurch, dass natürlich beide Eltern nicht mehr da sind, muss man schon relativ schnell in die Selbstverantwortung gehen.
24:02Und das war ein großer Lärmprozess für mich.
24:05Die sind bei uns und genau das glaube ich.
24:07Und die unterstützen uns, auch wenn sie jetzt nicht mehr physisch da sind.
24:11Aber ich spüre sie tagtäglich, dass sie mir helfen und auch unterstützen.
24:21Eine neue Generation kommt nach.
24:25Am anderen Ende des Tiersees, in Vordertiersee, wohnt Schnaps Brennan Stix, gemeinsam mit seiner Frau Kati.
24:32Sein Motto, das Obst ist aller Genüsse Anfang.
24:36Ja, ich bin der Hans Stix, geboren in der Steiermark und seit gute 50 Jahre in Tirol.
24:45Ich bin gute 80 Jahre alt, 82 werde ich bald einmal.
24:50Und hab sicher in meinem Leben seit 25. Jahr jedes Jahr Schnaps gebraut.
25:00Jetzt geht's wieder los.
25:021999 schafft sich Hans Stix seinen ersten 100 Liter Kolonnen Brennkessel an.
25:17Seitdem kann man die Tage, an denen im Hause Stix nicht gebrannt worden ist, an einer Hand abzählen.
25:24Seine Edelbrände haben ihm schon einige Auszeichnungen eingebracht.
25:27Der Schnaps ist haltbar, du brauchst keine Aufbrauchfristen, du hast keine Angst mit dem Verderben als wie beim Fleisch oder so Wurstzeug.
25:41Das ist immer sehr gefährlich.
25:43Aber Schnaps ist bis heute eigentlich, wenn er in Maßen getrunken wird, ein Heilmittel.
25:52Genussmittel.
25:54Genussmittel ist wieder was anderes. Aber ich sag, das ist ein Heilmittel.
25:58Ich hab mich da ganz mittel schon als Bauer einspannen gelassen für das.
26:13Und hab schon einheizen mir in der frühen Kessel.
26:17Und dann, ja, ja, ich war immer mittel dabei.
26:21Hans Stix hat schon immer einen Schritt weiter gedacht.
26:24Hilfreich dafür, 45 Jahre Berufserfahrung als Obsthändler.
26:29Dabei folgte er den Fußstapfen seines Vaters.
26:32Obst bestimmt sein Leben, buchstäblich.
26:35Denn seine Frau lernte er bei einem Obstverkauf kennen.
26:38Eine hochprozentige Beziehung.
26:40Ja, meine Frau, die stammt vom Bauernhof in Hintertiersee vom Moorhof Juffinger.
26:48Und die haben damals schon Schnaps gebrannt.
26:51Und dafür haben wir uns da gleich mal zusammengeschaut gehabt.
26:54Das war kein Problem.
26:55Und die hat da drinnen einen Hut von meiner Omi.
27:00Die hat mir dann gesagt, den möchtest du haben, weil du Schnaps brennst.
27:05Ja, da müssen wir jetzt praktisch Hefe dazugeben und Säure ansäuren auf 3 pH-Wert.
27:14Und dann sollte die Sache vergären in acht bis zehn Tagen.
27:20Je nach Temperatur.
27:22Aber wir stellen sie auch meistens dann die Maische in den Kühlraum,
27:26dass wir eine gleichmäßige Temperatur haben.
27:29Und das ist auch wichtig in der Gehrung, speziell Williams.
27:34Und dann sollte man halt schauen, dass man das alles hinbekommt.
27:41Und dann schaut's aus, dass keiner nachkommt.
27:56Das ist traurig, weil wir selber haben keine Kinder.
28:00Und die Neffen, die da sind in Tirol, interessieren sich wenig für einen Kühlraum.
28:09Dass es irgendwie schaut.
28:11Dafür wollen wir es machen, solange wir es irgendwie noch können.
28:15Irgendwann wird es raus sein.
28:18Gnadenwald.
28:46Gnadenwald.
28:47Die 750-Seelen-Gemeinde liegt am Fuß des Naturschutzgebietes Alpenpark-Karwendel,
28:54878 m über dem Meer.
28:57Auf dem Wittmannhof leben vier Generationen.
29:01Genau 30 Jahre liegen jeweils zwischen der Großmutter Maria, dem Vater Josef,
29:06sowie Tochter Christina und ihrer Tochter Antonia.
29:10Gnadenwald.
29:16Vor zehn Jahren hat der Papa nicht gefragt, ob ich den Hof übernehmen will.
29:22Mir war da nicht so klar, was für eine Perle das eigentlich ist.
29:28Er hat mich gefragt, ob ich den Facharbeiter machen will.
29:31Dann habe ich gesagt, nein, das will ich nicht, das interessiert mich nicht.
29:35Ich habe auch das noch nicht gespürt, was jetzt zehn Jahre später eigentlich da ist.
29:40Und ich finde, das ist eine Leidenschaft, die sich entwickelt.
29:43Mir gefällt jede Idee, was jemand hat.
29:45hat.
29:46Es soll irgendwo zielführend sein und man soll das mit Liebe machen.
29:53Ganz gleich, was man macht.
29:55Das war immer von mir.
29:56Ich habe ihm die Kinder gerne mitgegeben.
29:58Also was macht es, ist mir total wurscht.
30:00Aber das macht es richtig und mit Liebe.
30:02Und ja, das war mir schon richtig.
30:06Josef Innerebner zog einst Schafe groß.
30:13Vor zehn Jahren stellte er auf Mutterkühe um.
30:16Christina führt die Fleischproduktion weiter und versucht dabei,
30:20ihre eigene Handschrift zu entwickeln.
30:23Die Alten sind immer so streng mit dem, was kommt oder mit den Neuerungen.
30:39Und die Oma ist so eine, die sagt, ich vergunne eigentlich das, dass es nicht so hart arbeiten wird,
30:44jetzt, wenn wir das gehabt haben.
30:46Und das taugt mir an ihr, weil sie ist echt fast 100.
30:50Und sie ist mit dem, wie soll ich sagen, mit dem Wachsen irgendwo mitgewachsen.
30:57Und sie sieht das dann auch so, dass wir halt andere Sachen auch noch nebenher machen können
31:02und trotzdem auch Platz rum für die Arbeiten, was zu anfallen.
31:07Die 98-jährige Oma Maria wohnt im Haus nebenan.
31:15Auch Vater Josef und seine Frau Christa haben ihre eigenen vier Wände.
31:20Christina und ihr Mann Klaus versuchen, ihre Kinder Antonia und Klara so zu erziehen,
31:26dass sie den Mehrgenerationenhof einmal weiterführen wollen.
31:31Das sind ja gerade Ferien und irgendwie kriegen sie mit.
31:36Die fahren dahin, die fahren dahin, die fahren dahin, die fahren dahin.
31:39Wir haben natürlich Tiere da, auch über den Sommer.
31:42Du kannst nicht einfach sagen, wir fahren jetzt.
31:45Das sind so Sachen, wo natürlich auch Diskussionen entstehen.
31:48Ein Kind versteht das nicht.
31:50Aber ich probiere nicht das schon vorleben, dass man sagt,
31:53ja, wir machen unsere Ausflüge oder sind unterwegs, aber daheim ist halt auch was zu tun.
31:58Und da musst du aber mittelmaß finden, weil du sollst es ja rüberbringen,
32:03dass sie eine Freude daran haben und nicht abgescheucht sein, dass sie sagen,
32:07das tue ich mir nicht an, wenn ich einmal ält oder älter bin.
32:10Das mag ich nicht.
32:12Sonst habe ich den Garten, der mich wirklich immer wieder sehr freut,
32:17also wenn es wächst und gedeiht.
32:19Und da verarbeite ich alles, was wächst in so Gemüsepasten.
32:24Das bin ich im Moment ein bisschen beim Verschenken und die dürfen alle verkosten
32:30und ich kriege gutes Feedback.
32:32Und das war so die Idee, dass das vielleicht ein bisschen wachsen kann.
32:35Aber da brauchst du dann halt das Ungerecht, sagt man in Tirol,
32:40dass man da fleißig sein kann.
32:43Ich habe beim Arzt gearbeitet, wo Fastenkuren im Vordergrund waren.
32:49Und die haben dann alle immer gesagt, ja, und was soll ich denn da trinken?
32:54Weil überall ist das drin und das drin und das soll ich nicht haben.
32:57Und dann ist mir die Idee geboren, dass ich eine Gemüsesuppe mache mit einem Löffel,
33:02wo das drin ist, was sie haben dürfen.
33:05Traditionen behalten und Raum für Neues lassen.
33:12Das schafft die Familie.
33:15Und da freut sie mein Herz.
33:25Und da freut sie mein Herz.
33:27Υπότιτλοι AUTHORWAVE
33:57Nur 15 Kilometer südlich von Gnadenwald liegt das Gemeindegebiet Wattenberg auf 1000 Metern über dem Meeresspiegel.
34:05Die 774 Einwohner leben am Osthang des malerischen Wattentals.
34:10In Wattenberg gibt es seit jeher keine Dorfkirsche, dafür jedoch elf Kapellen.
34:17Die Wattenbergerin Rosa Prem ist Bäuerin und Köchin. Sie arbeitet und kocht mit den vier Jahreszeiten.
34:27Ich bin aus Wattenberg, aber ein bisschen weiter unten, also auf 1000 Metern geboren, als er daheim gewesen.
34:33Und jetzt bin ich verheiratet mit meinem Mann, mit dem Richard, auf 1150.
34:39Ja, fühle mich total wohl, also ich bin Wattenbergerin geblieben.
34:44Und natürlich auch Bäuerin sein, das ist auch was ganz was Tolles.
34:49Also ich genieße das so, die Ruhe, was wir jetzt da haben und einfach alles mit der Natur zu tun, das ist für mich ganz was Wichtiges.
34:58Also im Jahresrhythmus, im Kreislauf mit der Natur, man ist immer wieder total entspannt und irgendwie auch schon gefordert,
35:09weil man nicht immer weiß, was alles so ist, vom Wetter her und so weiter.
35:13Und mir ist eben ganz wichtig, dass ich alles, was es in der Natur so gibt, auch irgendwie verwerten kann.
35:21Für mich ist auch ganz wichtig, der Leitsatz, dass man die Zeit jetzt nutzen muss.
35:40Man kommt zusammen beim Essen, man redet und es ist ein Rhythmus auch.
35:46und es ist nicht nur ein Genuss, sondern es ist auch, glaube ich, oft eine Wertschätzung oder Dankbarkeit,
35:52was man haben sollte, weil wir so gute Lebensmittel da haben.
35:55Die Suppe ist für mich ganz was Wichtiges, auch wenn es im Sommer heiß ist, ist es vielleicht nicht immer,
36:18aber im Winter gibt es eigentlich Winter oder der kalten Jahreszeit immer eine Suppe in den Pfarr hinein,
36:25weil es einfach total wärmend und gut ist.
36:28Die Meinung sind alle gewähnt und sie jammern gar nicht mehr, wenn es immer eine Suppe gibt.
36:32Jetzt machen wir so einen Topfenteig mit einem 35 Decker Mehl.
36:47Ein bisschen Salz dazu, das ist die schnelle Variante für Krautplatteln.
36:58Wir machen dann die Krautplatteln, viele Mengen lieber mit ein bisschen Erdäpfeltag dazu,
37:06aber eben, wie gesagt, das ist die schnelle Variante.
37:09Mehl, 5 30 Decker, eine Prise Salz und ein Topfen, ein Ei und eine flüssige Butter brauchen wir noch dazu.
37:20Es gibt Rezepte ohne Ende, aber man braucht oft kein Rezept, wenn man selber kreativ ist oder selber Ideen hat.
37:42Ich sage immer, das beste Rezept ist für mich, wenn ich nicht einkaufen gehe, sondern aus dem, was ich mache, was ich da habe.
37:50Wir sehen uns dazu noch ein bisschen.
37:51Ich gebe dich noch mal so bei Unfovolten und ein Teil.
37:52Wir sehen uns wirklich, wenn wir mit dem Unternehmen arbeiten,
37:53die Material hinein, wenn sie zum Törfer Olha gefragt haben,
37:54ich nehme mir gewinnerekt,
37:55du kennenzellstern.
37:56und du kennenzellstern,
37:57du kennenzellstern,
37:58du kennenzellstern.
37:59Und du kennenzellsternstern,
38:00Abdelsternstern,
38:01du kennenzellstern,
38:03du kennenzellstern,
38:04hier und Hufe,
38:05du kennenzellstern,
38:06und du kennenzellstern,
38:07wegen der Koffer,
38:08du kennenzellstern,
38:09du kennenzellstern,
38:10das F-Runschern und
38:11ruo,
38:12und du kennenzellstern,
38:14Υπότιτλοι AUTHORWAVE
38:44Υπότιτλοι AUTHORWAVE
38:46Wartenberg ist eine schöne Gemeinde.
38:48Und ich wohne da gerne.
38:49Die Landschaft, die Vereine, die ganzen Kollegen, Freunde, Bekannte, ist einfach schön da.
39:04Wahrscheinlich bin ich ein ziemlich typischer Tiroler, glaube ich.
39:07Ich glaube, das ist eine indigene Train.
39:10Weil früher war das Leben schon ziemlich hart und ich glaube, das prägt einfach.
39:14Und früher ist halt ums nackte Leben gegangen.
39:16Weil, wenn man denkt in meine Geschichte, wenn man da zurückgeht,
39:20die haben im Haus nichts gehabt, außer einen Kasten und was weiß ich.
39:24Ein paar Werkzeuge und sonst nichts.
39:26Und haben müssen schauen, dass sie irgendwie über den Winter und über den Sommer kommen.
39:30Und das ist schon, ich glaube, das prägt einfach.
39:32Und ja, das glaube ich kann man in 20, 30 Jahren nicht wegradieren.
39:38Es kommt ja nichts von selber und ich habe mit 20 Jahren angefangen mit null Schilling auf dem Kanto.
39:44Und irgendwo muss man halt fleißig sein und dahinter bleiben, nachher wird es was.
39:53Ich habe noch zwei Schwestern und dann war das eigentlich klar, dass ich als Bub den Hof übernehme.
39:59Bei mir war das Problem, dass der Vater relativ früh gestorben ist, wie zehn Jahre alt war.
40:04Und dann habe ich eigentlich viel selber lernen und viel von der Mama lernen und selber reinwachsen.
40:11Viel habe ich natürlich in der Landwirtschaft schon gelernt und ja, selber angeeignet.
40:16Mit zehn Jahren hat mein Vater schon gebraucht.
40:18Bis zehn, bis 20 Jahre war der Vater sehr wichtig.
40:22Eine ganz besondere Leidenschaft hat Gottfried Bachmann für sich gefunden, den Zirbenschnaps.
40:28In Wattenberg zählen die Zirbenbestände zu den umfangreichen Tirols und wurden schon zu Zeiten Kaiserin Maria Theresias bewirtschaftet.
40:38Ja, da habe ich jetzt die Zirbenzapfen geerntet.
40:41Die Zirbenzapfen, die werden eingelegt in Schnaps.
40:44Und nach 14 Tagen kommen die Zirbenzapfen raus und da kommt der Zucker dazu.
40:49Und der Zirbenzapfen ist eigentlich ein Likör.
40:53Und nachher der andere Schnaps ist eigentlich der gebrennte Schnaps.
40:57Der wird zuerst eingemeischt und nachher meistens im November, Dezember gebrannt.
41:04Die Zirbe ist eine ganz seltene Baumart.
41:06Die wächst von 1800 bis 2200 Meter und die meisten Bäume werden so 200 bis 300 Jahre alt.
41:16Die Zirbenzapfen sind ganz oben auf dem Gipfel und sind relativ schwierig zum Ernten.
41:20Ja, der Plan ist, dass einmal die Tochter und der Schwiegersohn das alles übernehmen.
41:31Gott sei Dank, sage ich, haben sie Interesse und bauen das Haus.
41:35Und dann hoffe ich auch, dass das alles so ähnlich weitergeht, wie ich es eigentlich gemacht habe.
41:40Es ist schon schwierig, die Landwirtschaft am Leben zu erhalten.
41:44Und wenn man keine Nachfolger hat, dann glaube ich, ist das meiste umsinnst.
41:48Und man plagt sich umsinnst und deswegen glaube ich, ist es schon wichtig, dass ein Nachfolger da ist und dass das, was man geschaffen hat, nicht alles umsinnst ist.
41:58Mit 40-Stunden-Woche geht da natürlich nichts und am Wochenende gibt es auch selten eins.
42:05Im Sommer haben wir es ein bisschen feiner, weil die Kühe auf der Alm sind und die Jungviecher.
42:09Ich fahre um halb sieben in die Arbeit, komme dann ungefähr um halb vier, vier oder halb fünf nach Hause und nach einem kurzen Kaffee trinken, dann geht es wieder weiter.
42:19Bis ungefähr sieben, halb acht auf Nacht und das halt sieben Mal die Woche.
42:28Für die Bergbauern der Brandenberger Alpen ist die Arbeit und ihr Schaffen mehr als nur ein Beruf.
42:35Es ist eine Lebenseinstellung und Berufung aus Demut vor den jahrhundertelangen Traditionen ihrer Vorfahren und der einzigartigen Schönheit ihrer Heimat.
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