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KurzfilmeTranskript
00:00Help! I need somebody. Help! Not just anybody. Help! You know I need someone. Help! Help me if you can. I'm feeling down. And I do appreciate you being around. Won't you please, please help me, help me, help me?
00:30I'll see you next time.
01:00Die Fluchtwege müssen frei bleiben. Wie oft muss ich euch das noch sagen? Lagen oben im Flur?
01:14Dankeschön.
01:16Ich fahr jetzt in die Klinik. Was ist das mit euch? Fahr schon mal vor.
01:20Hm.
01:38Sollen Sie eigentlich mit den Bahnen da drüber rein? Ich könnte mich nämlich mitnehmen.
01:42Oh, ich dachte, du wärst schon weg? Ja, so gut wie. Ich fahr mit im Bus. Tschüss.
01:54Ziemlich viele Stimmen auf Kölner heute Morgen. Im Moment kein einziger.
02:00Musik
02:20Heu. Heu.
02:22Vielleicht mal zum Arzt gehen.
02:25Ganz ruhig liegenbleiben, liegenbleiben, liegenbleiben.
02:40Ich bin Zoe, Krankenschwester.
02:43Was genau tut weh?
02:44Der Rücken.
02:45Dann auf jeden Fall liegenbleiben. Ich rufe einen Rettungswagen.
02:47Also, dass Sie Ihren Vertrag bei uns nicht verlängern, ist wirklich schade, Herr Eckert.
02:56Ja, aber der Job im Gesundheitskiosk, das ist einfach genau das, was ich mir immer vorgestellt habe.
03:01Danke.
03:02Wissen Sie, da kann ich endlich wieder richtig mit Menschen arbeiten.
03:04Beratung führen, welche Arzt der richtige ist, ob man eine Therapie beantragen kann oder eine Kur.
03:08Egal, ob mit oder ohne Termin, im Gesundheitskiosk kriegt jeder schnelle, unbürokratische Hilfe.
03:13Klingt gut, aber ganz ohne Bürokratie wird es nicht gehen, auch bei Ihnen nicht.
03:16In meinem Kiosk gibt es Kaffee, Köfte und ganz frisches Gebäck.
03:21Safi, ich bin auf Diät.
03:25Onkel Safi, also ich kriege ja weiter Bildungsparfekt für die Ausbildung, aber das reicht nicht.
03:30Und ich dachte...
03:32Vergiss es.
03:33Du weißt auch gar nicht, was ich fragen will.
03:35Du willst bei mir jobben.
03:37Aber Familie und zusammenarbeiten, das ist echt so eine Sache.
03:42Aber ich muss was dazu verdienen.
03:44Ich hab dir doch gesagt, wenn du zu mir ziehst, mach dir keinen Kopf wegen der Miete.
03:48Muss nichts dazu zahlen.
03:49Alles gut.
03:50Ja, das ist lieb, aber auf Dauer will ich das nicht.
03:53Womit ich dir weiterhelfen könnte, wären Umzugskartons.
03:56Brauchst du noch welche?
03:58Keine Ahnung.
04:00Ich hab noch gar nicht angefangen zu packen.
04:02Ja, dann aber schnell, Schwester Ava.
04:04Also wenn ich da an meinen Umzug mit Konrad denke, in all der Hektik,
04:07hab ich ganz vergessen, meine alte Wohnung fristgerecht zu kündigen.
04:11Apropos Kündigung.
04:11Ich hab ihre noch nicht.
04:14Liebe Frau Pohl.
04:17Ich brauch noch die Kündigung für Ihren Mietvertrag.
04:20Kriegen Sie.
04:21Danke.
04:29Okay.
04:30Sehr geehrter Herr Dr. Walden, hiermit kündige ich den Mietvertrag.
04:34Ah, super.
04:35Julius wartet schon drauf.
04:36Ich weiß.
04:37Was mit der Kündigung für die Pohl?
04:39Bin ich dran.
04:43Okay.
04:43Wenn du Hilfe beim Packen brauchst.
04:45Ich bin gut daran.
04:50144 zu 85.
04:57So, Frühstück gibt's noch nicht, aber das muss ich dir ja nicht erklären.
04:59Ja, nicht da bleiben.
05:01Was ist denn mit deiner Hand?
05:02Ach, nur so ein blöder Splitter.
05:03Gib's da einfach so um.
05:09Wie fühlst du dich denn jetzt?
05:10Du bist erstmal stabil, aber deine Vitalparameter, die gefallen mir überhaupt nicht.
05:15Puls, Blutdruck, Atemfrequenz, alles ein bisschen zu hoch.
05:18Ja, deshalb geht's jetzt zum Herzultraschall.
05:21Schöne Grüße von Oma.
05:22Sie hält die ganze innere Auftrag.
05:23Ja.
05:24Sie erklärt allen, dass du der beste Chirurg bist, wenn es geht.
05:28Lob von deiner Mutter.
05:29Ja, kommt jetzt irgendwie öfter vor.
05:31Soll ich ihn schon mal auf die Radiologie bringen?
05:33Je schneller, desto besser.
05:34Ich helf dir.
05:53Durchfall?
05:55Ja.
05:56Seit zwei Tagen.
05:57Ich dachte, ich schaff's nicht mehr ins Krankenhaus.
05:59Oh, komm schon, komm schon, komm schon.
06:03Die Toiletten sind links.
06:04Ja.
06:07Links.
06:08Oh, ja.
06:15Schwester.
06:17Ich brauch jetzt was richtig Gutes.
06:19Geht's dem Professor schlechter?
06:21Wissen wir noch nicht.
06:21Also, was haben Sie Schönes für mich?
06:24Ich hätte Durchfall im Angebot.
06:26Langweilig.
06:27Irgendwas mit unerklärlichen Schmerzen.
06:29Nein.
06:29Komplizierte Schädelwur.
06:30Nein.
06:31Ist du höchst der Autoschlag?
06:32Es bleibt bei Durchfall seit zwei Tagen.
06:35Wo?
06:35Auf Toilette.
06:37Sicher?
06:38Ja.
06:40War die auf der Leiter schwindelig?
06:42Nee, ich muss mal wieder husten, da hab ich die nächste Stufe nicht erwischt und abgerutscht.
06:47Ich will einmal gerne Ihre Lunge abhören.
06:49Bitte einmal mit geöffnetem Mund ein- und ausatmen und anhalten und ausatmen.
07:03Ja, ganz normale Geräusche der Luftströmung.
07:05Sie sagten vorhin mal wieder.
07:12Wie lange haben Sie den Husten denn schon?
07:14Weiß nicht, ewig.
07:15Warst du damit schon mal beim Arzt?
07:17Äh, ja, immer da, wo ich grad war.
07:20Einer meint, es ist Asthma.
07:22Haben Sie nicht, das hätte ich bemerkt.
07:24Ja, deswegen hat das Brow nichts gebracht.
07:26Hustensaft, Hustenstille hab ich auch mal bekommen, hat alles nicht geholfen.
07:29Okay, fühlen Sie sich schlapp, drücken die Nasen neben dem Hüllen, läuft die Nase oder bildet sich Schleim?
07:34Nichts davon, aber der Husten ist total nervig und anstrengend.
07:37Röntgen der Wirbelsäule?
07:39Und Thorax.
07:41Irgendwoher muss der Husten herkommen.
07:44Kriegen wir hin.
07:46Die weils ist Tradition bei uns Zimmerleuten, machen natürlich nicht alle, aber ich wollte unbedingt.
07:51Drei Jahre und einen Tag unterwegs, das ist echt lang.
07:54Ach, das vergeht wie nichts.
07:55Man arbeitet in verschiedenen Betrieben, lernt immer was Neues.
07:58Und wo gehst du da so hin?
08:00Wo ich es schön finde und wo Arbeit ist.
08:02Kannst auch ins Ausland, es gibt nur eine Ausnahme, du darfst nicht näher als 50 Kilometer an deinen Heimatsort ran.
08:09Aber drei Jahre nicht nach Hause?
08:12Dann kannst du mit deinen Leuten ja nur über Handy oder Social Media Kontakt halten.
08:16Eigentliches Handy, Tablet, alles verboten.
08:19Ich würde sterben, ohne meine Freunde.
08:22Zur Not kannst du schon telefonieren.
08:23Und, äh, musst du immer die gleichen Klamotten tragen?
08:29Ich mein, steht dir, aber...
08:31Das ist auch Tradition.
08:33Hab ich schon gesagt, ich würde sterben.
08:34Ich hab noch einen Schocker für dich.
08:37Ich darf kein Fahrrad, Auto oder so haben, keine öffentlichen Verkehrsmittel nutzen.
08:42Nur trampen ist erlaubt.
08:43Dann haben wir mal ganz schnell raus aus dem Rollstuhl.
08:48Waren Sie auf Reisen?
08:50Ich war in Holland zum Einkaufen.
08:51Ansonsten...
08:52Holland?
08:53Okay.
08:54Irgendwelche Veränderungen Ihrer Lebensgewohnheiten.
08:57Hm, now we're talking, ja?
08:59Ich hab so Pillen aus dem Internet geschluckt.
09:01Wofür?
09:02Dafür?
09:03Wofür?
09:04Dafür.
09:05Nein, Quatsch, für Fitness.
09:09Was ist so verkehrt an Sport und gesunder Ernährung?
09:11Gar nichts.
09:15Fünf Kilo leichter in einer Woche, 20 Jahre jünger sofort.
09:21Ich hab in sechs Wochen Abi treffen.
09:23Und da wollten Sie wieder aussehen wie mit 18?
09:25Nein, das ist...
09:26Da ist so eine Wette am Laufen zwischen Sven, Uli und mir.
09:30Ah, die berühmte Wette zwischen Sven und Uli, dass ich da auch nicht früher gekommen bin.
09:34Sie wissen davon?
09:38Ich meine, wir waren eine Clique und wir waren jeden Tag in der Kletterhalle.
09:43Und irgendwann hat Jule gesagt, also das war das Mädel, auf das wir alle standen,
09:46dass wir am 25-jährigen Abi treffen alle auf der Zugspitze gewesen sein müssen.
09:50Es ist albern, ja, aber wir haben darauf gewettet und ich will einfach nicht verlieren.
09:54Und deswegen wollten Sie da jetzt noch schnell hoch?
09:55Ja.
09:56Was ist das Problem? Da war ich sogar schon.
09:59Wirklich?
10:00Ja.
10:00Scheiße.
10:02Ah.
10:03Ah.
10:04Ah ja.
10:08Sturmbruch läuft, Spannung steigt.
10:11Bei Herrn Woller sind die epigastrischen Beschwerden hartnäckig.
10:14Na, dann machen wir die Gastroskopie.
10:16Gut.
10:17Sehe ich auch so.
10:18Mhm.
10:20Entschuldigung, hier kommt eine E-Mail nach der nächsten rein.
10:23Okay.
10:23Ja, Mama?
10:30Ja, natürlich sage ich dir sofort Bescheid, wenn es was Neues von Alexander gibt.
10:34Dr. Walden.
10:35Mama, eine Sekunde, ja?
10:38Ihr bittet eine Expertin für robotergestützte Operationen, Alexander, um einen dringenden Rückruf.
10:42Könnten Sie das machen?
10:43Sie schreibt, sie kennt sie.
10:44Und Helena?
10:45Selbstverständlich.
10:46Wer ist das denn?
10:47Ähm, Frau Professor Doktor Ariane Schönfelder.
10:52Brauchen Sie die Telefonnummer?
10:54Äh, nein.
10:54Wir haben schon mal zusammengearbeitet.
10:56Ah, okay.
10:58Danke.
10:59Ja, Mama.
11:09Sven war natürlich schon oben.
11:11Es ist so ein Angeber.
11:13Und gleich posten.
11:14Ich bin sofort in die Kletterhalle gerannt.
11:17Aber ich meine, ich war da das Jahr nicht mehr.
11:20Keine Lust mehr auf Klettern?
11:21Das ist 25 Jahre her.
11:24Ich jogge.
11:25Manchmal.
11:27Bürojob?
11:28Oder faul geworden?
11:29Ich bin Sozialarbeiter.
11:31Ich helfe Jugendlichen aus schwierigen Verhältnissen.
11:32Cool.
11:35Ja, der Durchfall kann auch einfach ein Magen-Darm-Infekt sein.
11:37Ja, aber müssen wir da nicht schlecht sein?
11:39Muss nicht.
11:40Vielleicht haben Sie Salmonellen erwischt.
11:42Oder Campylobacter.
11:43Das sind auch Bakterien, die Durchfallerkrankungen auslösen können.
11:46Das wäre sogar meldepflichtig.
11:47Na, bitte nicht.
11:49Hauptsache, es waren keine Bandwurm-Eier in Ihren Diätkapseln.
11:52Was?
11:52So was gibt's.
11:53Der Bandwurm schlüpft, wächst, frisst einen Teil der Nahrung und zack, ist man schlank.
11:57Hm.
12:02Kommt sofort.
12:15Der Kraut hat mir Bescheid gesagt.
12:19Unsere verdammte Husten.
12:23Sie müssen Sie mal richtig untersuchen.
12:25Nicht immer nur Hustensaft verschreiben und tschüss.
12:27Melina.
12:28Das stimmt doch.
12:30Mir geht's so schlecht.
12:32So.
12:32Jetzt bin ich dran.
12:34Dr. Eckert, angenehm.
12:36Kann sie bleiben?
12:37Ich bin die Freundin.
12:38Ja.
12:39Also, gebrochen ist nichts.
12:40Nur geprellt.
12:41Was meist leider schmerzhafter ist.
12:42Weißt du schon ein paar Wochen mit zu tun haben?
12:45Das heißt erst mal schon.
12:48Und der Husten.
12:50Das Thoraxröntgen war unauffällig.
12:52Also wieder nicht.
12:56Und was war's jetzt, oder?
12:57Nein, jetzt geht's erst los.
12:59Großes Blutbild und CRP.
13:00Außerdem machen wir ein Kernspiel mit Kontrastmitteln,
13:02um Neubildung oder Veränderung von Organen,
13:04die einen Hustenreiz auslösen können, auszuschließen.
13:06Das ist so ein bisschen wie die Nadel im Heuerhaufen.
13:09Okay, dann suchen Sie mal.
13:13Kein Problem.
13:13Blut, Stuhl, alles, Astrein.
13:20Was ist mit dem Bandwurm?
13:23Das war doch mal so ein Abnehm-Trend.
13:25Hab ich gelesen.
13:26Im 16. Jahrhundert.
13:30Okay.
13:30Also, in den Abnehm-Kapseln,
13:34da ist kein Bandwurm drin, sondern Abführmittel.
13:37Der Körper verliert Flüssigkeit, also Gewicht,
13:39aber auch wichtige Mineralstoffe.
13:41Absetzen, wegschmeißen, durchfallgorn.
13:45Wegschmeißen.
13:47Was ist mit den Vitalkapseln?
13:49Da ist hochdosiertes Koffein drin.
13:51Da fühlt man sich kurzfristig jünger,
13:53wenn man aufgeputscht ist.
13:54Aber langfristig drohen gesundheitliche Schäden.
13:57Weg.
13:57Richtig.
13:59Dass sowas überhaupt verkauft werden darf.
14:01Sowas nennt sich Nahrungsergänzungsmittel.
14:03Bedeutet was?
14:04Ähm, Nahrungsergänzungsmittel brauchen in Deutschland
14:06keine Zulassung und müssen keinen
14:07wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweiser bringen.
14:11Nee.
14:12Ach nee, jetzt war der Uli auch auf der Zugspitze.
14:18Ich meine, jetzt bin ich der Einzige,
14:19der nicht da oben war.
14:20Ich muss da hoch.
14:21Aber so fit sieht er jetzt auch nicht aus.
14:23Nein, aber er war oben.
14:24Das ist das Einzige, was zählt.
14:25Sven ist Anwalt und Uli ist Zahnerarzt.
14:27Wir haben das perfekte Leben.
14:29Frau, Haus, Kinder, Hund.
14:32Ich, ich bin beschieden.
14:33Ich sitze in einer winzig kleinen Bude.
14:35Ich habe noch nicht mal einen Hamster.
14:36Die lachen sich doch schlapp über mich.
14:38Gegen ihre Schlappheit kriegen sie jetzt eine schöne Wundertüte.
14:41Hier rein.
14:42Freut sich ihr Mineralstoffmangel.
14:43Der macht Party.
14:44Juhu.
14:45Es wird so komisch sein, wenn Ava nicht mehr da ist.
14:53Auf jeden Fall ruhiger.
14:54So, der Plan.
14:56Ja.
14:57Da steht zum letzten Mal Ava Edemir drauf.
15:00Am Anfang war ich ja ein bisschen skeptisch.
15:01Immer zu viel Make-up, ständig am Handy.
15:05Und dann wurde sie diese wunderbare, verlässliche Krankenschwester.
15:09Haben Sie denn schon jemanden für Ihre WG gefunden?
15:12Noch nicht, nee.
15:12Also, wenn ich jetzt nicht mit Konrad zusammenwohnen würde,
15:14ich würde es mir ja glatt überlegen.
15:16Also, so ein WG-Leben, das stelle ich mir richtig aufregend vor.
15:23Das wäre doch was für Sie, Schwester Mia.
15:27Stimmt.
15:28Du wolltest doch aus dem Schwesternwohnheim raus.
15:31Aber das Zimmer ist bald frei.
15:35Ich habe noch nie in einer WG gelebt.
15:40Denk drüber nach.
15:41Ich hole Frau Boback vom Rindknapp.
15:42Ja, ich würde es klasse finden.
15:58Das Kernspinnen gibt keinen Hinweis auf Neubildungen oder Nervenläsionen oder verändert an atomische Verhältnisse.
16:04Dann bleibt der Husten für immer?
16:05Es bleibt eine physiologische Störung, die wir untersuchen können.
16:09Wir untersuchen die Speiseröhre und entnehmen Schleimhautproben.
16:12Und ich würde zusätzlich gerne Bronchioskopienauftrag geben.
16:15Kann das irgendeine seltene Krankheit sein?
16:18Wir machen jetzt erstmal die Untersuchungen.
16:19Ich hole dich gleich ab.
16:26Ich mache einen Termin.
16:31Egal, was dabei rauskommt, du musst auf jeden Fall eine Pause machen.
16:35Sprich mit dem Altgesellen.
16:36Bei Krankheit darfst du die Walz unterbrechen.
16:39Eine Pause?
16:40Wo soll ich die machen?
16:41Bei deinen Eltern.
16:46Und was machst du in der Zeit?
16:49Ich könnte mitkommen.
16:52Und bei deinem Vater in der Zimmerei arbeiten.
16:54Und du lässt dich von deiner Mom verwöhnen.
16:56Nee, das geht nicht.
16:59Warum nicht?
16:59Weil es eben nicht geht.
17:00Ich hole mir mal einen Kaffee, willst du auch?
17:21Das Zimmer ist in einer Top-Lage.
17:23In einer tollen BG mit unglaublich tollen Mitbewohnern.
17:28Ja, du passt einfach super zu uns.
17:31Ihr lasst echt nicht locker, ne?
17:32Wir würden uns einfach freuen, wenn du bei uns einziehst.
17:35Ey, wir drei.
17:37Das wäre doch perfekt.
17:43Okay, ich mache es.
17:47Die Neuwege spielt.
17:49Wann kann ich einziehen?
17:50Eigentlich.
17:51So schnell wie möglich.
17:53Wir müssen aber eh Feuer unternhinter machen.
17:55Sie hat noch gar nichts gepackt.
17:56Ja, ich mache es.
18:25Das ist die Mailbox von Professor Ariane Schönfelder.
18:30Hinterlassen Sie gerne eine Nachricht
18:32oder schicken Sie mir eine Mail über meine Homepage.
18:34Okay.
18:36Ach, ich habe eine Loch im Magen.
18:38Kannst du mir etwas essen?
18:40An sich gerne.
18:41Es ist nur, der Professor ist ja nicht einsatzfähig.
18:44Deshalb muss ich Sachen erledigen für Dr. Abbas.
18:47Also, dem Professor ja eigentlich.
18:48Du redest wehres Zeug.
18:52Dann bist du unterzuckert.
18:53Bistro oder Safi?
18:56Safi.
18:57Na, komm.
18:58Bist du sicher, dass meine Ergebnisse noch nicht da sind?
19:06Ja.
19:09Sag mal.
19:11Ich bin immer noch dein Chef.
19:12Ja, ich bin immer noch deine behandelnde Ärztin.
19:14Du bekommst die Ergebnisse, wenn sie da sind.
19:15Eine leichte ST-Hebung im EKG über die vorderen Ableitungen.
19:20Vor einer ST-Senkung und einer Kuhzacke.
19:23Kein Drop-Tee.
19:24Kein Empfakt.
19:26Geh trotzdem zum Herzkatheter.
19:28Ja, es wird wahrscheinlich auf ein, zwei Stents hinauslaufen.
19:31Professor Kaiser muss den Eingriff machen.
19:34Ich finde auch, das muss unbedingt der Chef der Kardiologie übernehmen.
19:36Wenn er den Eingriff nicht als Revanche nutzt?
19:39Als Revanche?
19:39Wofür denn?
19:41Na, mein Golf-Handicap ist viel besser als eins.
19:44Dann brauchen wir auf jeden Fall einen anderen Kardiologen.
19:56Schreibst du Tagebuch?
19:58Nee, Wanderbuch.
19:59Das haben wir alle.
20:00Da sind Arbeitszeugnisse drin und Städtesiegel.
20:03Städtesiegel?
20:03Ja, wenn wir einen Ort verlassen, dann...
20:06...bitten wir mit dem traditionellen Handwerksgruß.
20:09Zünftig um das Siegel vorgesprochen.
20:11Okay.
20:12Es wird dann eingetragen als Beweis, dass wir da waren.
20:17Verrückt, was ihr macht.
20:28Warum willst du nicht, dass ich mit zu deinen Eltern fahre?
20:31Ich habe noch überlegt, nach der Walze in eurer Zimmer zu arbeiten.
20:33Ich weiß...
20:36Ja, habe ich gesagt.
20:45Ich weiß nicht, wie sie reagieren werden auf uns.
20:49Du hast gesagt, deine Eltern sind cool und dass sie okay damit sind.
20:52Ich weiß.
20:53Davon gehe ich auch aus.
20:54Du...
20:56Hast du noch gar nichts von uns erzählt?
21:06Wissen sie noch nichts von mir oder...
21:09Wissen sie nicht mal, dass du auf Frauen stehst?
21:12Wir leben in einem kleinen Dorf.
21:14Da ist es nicht so einfach und locker wie bei dir in Berlin und mit deinen Eltern.
21:18Dann warten die darauf, dass du nach Hause kommst und einen Mann mitbringst, heiratest und Enkelkinder lieferst.
21:33Dann habe ich dich einfach falsch verstanden.
21:37Ich muss nochmal zur Baustelle.
21:38Kann ich noch irgendwas für dich tun?
21:52Danke, ich will eigentlich nicht nur schlafen.
21:53Ja, okay.
21:54Ich will nur noch ganz kurz den Druckverband kontrollieren.
21:57Oh Gott, der sieht gut aus.
21:58Einfach ruhig liegen bleiben.
21:59Ein paar Tage Ruhe und dann kannst du wieder voll durch.
22:01Ja, Moment, Moment, Moment.
22:03Vorher geht es natürlich in die Reha.
22:05Genau daran habe ich auch schon gedacht.
22:06Also, die Besuchzeit ist gleich vorbei.
22:09Du kommst in die kardiologische Reha an die Ostsee?
22:12Ja, sechs Wochen Wiederaufbau.
22:14Ich habe gerade mit Professor Frings telefoniert.
22:16Die freuen sich schon auf dich.
22:17Naja, vielleicht reichen ja auch drei Wochen.
22:19Ich meine, wir müssen Alexander ja auch vertreten.
22:21Nehmen wir mal schon besser sechs.
22:22Mit Option auf Verlängerung.
22:23So, Alexander braucht seine Ruhe.
22:24Naja, okay, Hauptsache nicht zu weit weg.
22:26Aber du willst doch in die Reha, oder?
22:27Natürlich will er das.
22:28Gut, es bleibt ihm ja auch nichts anderes übrig.
22:30Eben, ob er will oder nicht, er muss.
22:31Stopp!
22:32Ich entscheide selbst, was ich machen werde.
22:33Und sicher nicht ihr drei aufgescheuchten Hühner.
22:35Ich brauche euch nicht.
22:36Und jetzt raus, alle drei.
22:38Raus!
22:57Das war das Letzte von den Guten.
23:00Ja, das Gute für die Beste.
23:05Was macht der noch hier?
23:13Keine Ahnung, die Infusion war durch.
23:15Entschuldigung.
23:16Kann es sein, dass Sie in meiner Stuhlprobe
23:18doch Bandwürmer übersehen haben?
23:19Hier wird nichts übersehen.
23:21Aber ich habe schon Kribbel in der Hand.
23:22Und vielleicht sind diese kleinen Viecher
23:23in meiner Hand gekrabbelt.
23:24Klein?
23:24Die Dinger werden meterlang.
23:26Was?
23:27Haben Sie manchmal Taubheitsgefühle in der Hand?
23:29Mhm.
23:29Ja.
23:30Ja, dann sehen wir uns gleich im Behandlungsraum.
23:31Kommen Sie schon mal mit.
23:38Eine Refluxerkrankung können wir ausschließen.
23:41Der Isophagus sah gut aus.
23:42Es wurden Proben entnommen.
23:43Ich gehe davon aus, dass die okay sind.
23:45Ja, ja, klar.
23:46Es gibt auch Menschen, die husten aus Verlegenheit.
23:48Oder weil sie nervös sind.
23:50Nicht, dass du das machst, Carla.
23:51Ich dachte nur, vielleicht...
23:54...ist wahrscheinlich Quatsch.
23:55Nee, warte mal, Zoe.
23:57Der Gedanke ist gut.
23:59Rein neurologisch ist bei Ihnen alles in Ordnung.
24:02Es gibt aber den sogenannten psychogenen Husten.
24:04Der tritt bei emotionalen Stresssituationen auf.
24:07Da gibt es schon was bei dir?
24:14Ja, ich...
24:15Ich habe Frau Melina immer so getan,
24:19als sei alles easy mit meinen Eltern,
24:21als wüssten sie Bescheid, dass ich auf Frauen stehe.
24:24Ist aber nicht so.
24:25Ich dachte, ich sage Ihnen das schon noch irgendwann.
24:30Jetzt ist Melina wütend auf mich.
24:33Und Sie haben Angst vor der Reaktion Ihrer Eltern.
24:37Wenn Sie nichts mehr mit mir zu tun haben wollen,
24:39was mache ich dann?
24:42Ja, so.
24:43Die Eltern von meinem Ex-Freund
24:45wussten auch lange nicht, dass er schwul ist.
24:48Es hat Ihnen viel Überwindung gekostet.
24:50Hatte wahnsinnige Angst davor.
24:51Aber am Ende waren alle erleichtert.
24:53Inwiefern?
24:56Ja, Sie hatten immer das Gefühl,
24:57dass er sich verschließt und sich zurückzieht.
25:00Sie haben auch unter der Heimlichtuerei gelitten.
25:02Könnten Sie noch mal husten?
25:03So.
25:17B1 ist leider doch besetzt.
25:20Ja, B2.
25:20B2 auch.
25:21Also hier, okay, ja.
25:28Stehen Sie bitte auf.
25:31Ja, ich fasse jetzt an.
25:34Darf ich mal?
25:34Mhm.
25:35Ich drücke jetzt die Hand nach unten.
25:36Mhm.
25:37Ja, das tut weh.
25:38Okay.
25:39Ich muss ein bisschen länger drücken.
25:40Mhm.
25:40Fingst du an zu kribbeln?
25:42Ja.
25:43Wird's auch taub?
25:43Ja.
25:44Ja?
25:44Sehr gut.
25:46Nichts bei einem Wurm.
25:47Tunnel.
25:48Hier.
25:48Der verläuft hier durch.
25:50Und der kriegt auch keinen Wurm,
25:51sondern der Medianusnerv.
25:53Und bei Über- oder Fehlbelastung
25:54kann er eingequetscht werden.
25:55Wird die Quetschung chronisch,
25:57haben wir was?
25:59Ein Kapal-Tunnel-Syndrom.
26:00Ganz genau.
26:01So.
26:02Und jetzt geht's für Sie
26:02in die Neurologie.
26:04Da werden Sie mal so richtig schön
26:05durchgemessen.
26:08Viel Spaß.
26:08Na toll.
26:10Mann.
26:11Kann ich meine Zugspitzenpläne
26:12komplett vergessen?
26:15Ja, aber vielleicht ist es
26:16den anderen ja völlig egal.
26:17Ja, aber mir nicht.
26:19Ich fühl mich eh schon so,
26:20als würde ich nichts
26:20auf die Reihe kriegen.
26:22So ein Quatsch.
26:24Sie sind Streetworker.
26:26Sie helfen so vielen Menschen
26:27jeden Tag.
26:28Ich hab im Heim gelebt
26:29und ohne Leute wie Sie
26:30hätte ich die Zeit
26:31dann nicht überstanden.
26:36Danke.
26:38Husten Sie doch mal.
26:45Geht jetzt nicht.
26:46Du hustest immer
26:47auf die gleiche Weise.
26:48Du fasst dir in den Nacken
26:49und brügst die Schultern vor.
26:52Hab ich vorhin schon mal gedacht.
26:55Ja, ich kann nicht
26:56auf Kommando husten.
26:57Ist auch blöd,
26:58dass wir dich so anstarten.
26:59ein immer wiederkehrender
27:04Bewegungsablauf.
27:05Tatsächlich.
27:06Das könnte eine
27:07Tickstörung sein.
27:08Und warum muss ich
27:09überhaupt husten?
27:11Vermutlich eine Art
27:12Kurzschluss im Gehirn
27:13bei zu viel Stress.
27:14Irgendwann entwickelt sich
27:15dann eine Art Eigenleben,
27:16um die psychische Belastung
27:17zu mildern.
27:19In Ihrem Fall der Husten.
27:19Ist durchaus möglich,
27:21dass sich das mit
27:22bestimmten
27:22Bewegungsabläufen
27:23verknüpft hat.
27:25Dann kann man
27:26was dagegen tun?
27:29Immer wenn der Hustenreiz
27:30kommt, dann
27:30singen Sie.
27:33Oder Sie lachen.
27:34Also Sie setzen
27:35irgendwas bewusst dagegen,
27:36um es zu blockieren.
27:38Zusätzlich würde ich
27:38gern noch
27:39Neuroleptikum probieren.
27:40Wenn es wirklich
27:41ein Tick ist,
27:42dann könnten wir es
27:43schaffen,
27:43ihn damit zu durchbrechen.
27:47Mit den besten
27:48Genesungswünschen
27:49aus dem
27:49Schwesternzimmer.
27:52Danke.
27:56Und?
27:57Ist der später raus?
27:58Ja, hat Betty
27:59mir gezogen.
28:01Ich packe
28:01dieses Mistding
28:01nicht nochmal an.
28:03Wovon sprichst du?
28:04Von Onkel
28:05Werners Boot.
28:06Wobei,
28:06Boot ist echt
28:07übertrieben.
28:07Ist ja so ein
28:08oller Kahn.
28:09Musst du aus
28:09den Schuppen raus.
28:10Hab Platz
28:11weggenommen.
28:13Ja.
28:14Danke.
28:16Ich hatte auch
28:17mal so ein Boot.
28:18Bis Jahrzehnte
28:19her, da war ich
28:19noch Student.
28:21Aber ich hab's
28:22wieder flott gekriegt.
28:24Und wo ist
28:24das Boot jetzt?
28:25Ich habe es
28:26einem Freund
28:26überlassen.
28:29Ich hatte
28:29einfach keine
28:29Zeit mehr.
28:32Sag mal,
28:34war eigentlich
28:34eine der Ladies
28:35nochmal wieder her?
28:37Bis jetzt
28:37nicht.
28:38aber wenn
28:40Helena und
28:40Nadira
28:41erstmal sauer
28:41sind,
28:42dann dauert
28:43das eine Weile.
28:44Ja, ja.
28:46Sophia
28:46wollte nicht mal
28:47Pausen mit mir
28:47machen.
28:48Hm.
28:49fahren uns rum.
29:03Wir sind wieder
29:03weiterbelegt.
29:04einstatt.
29:13Karpat-Tunnel-Syndrom
29:14bestätigt.
29:15Über- und
29:16Fehlbelastung.
29:16Was haben Sie
29:17gemacht, was Sie
29:18vorher nicht
29:18gemacht haben?
29:20Kletterhalle?
29:22Ja.
29:23Und es war
29:24furchtbar.
29:25Ich hing ja wie
29:25so ein Mops
29:26in der Wand.
29:26Das ist doch
29:27ein schönes Bild.
29:28Sie bekommen
29:28jetzt entzündungshemmende
29:29Medikamente
29:30und
29:30eine Schiene.
29:34Wow.
29:36Mops mit
29:37Schiene auf dem
29:37Abi treffen,
29:38das wird ja immer
29:38besser.
29:43Stehen Sie mal
29:44kurz auf.
29:44Und einmal
29:48lächeln?
29:49Hm.
29:51Wofür war das
29:52jetzt?
29:53Abwarten.
30:03Okay.
30:04Ich habe
30:04einen Patienten
30:04mit KTS.
30:05Wofür
30:05ich denn
30:06die Handschieben
30:06dafür?
30:07Na, wo wohl
30:07im Materialraum, ne?
30:09Was war das denn?
30:11Was das war?
30:12Warte,
30:13lass mich
30:13überlegen.
30:14Ah, genau.
30:15Schön, die neue
30:16WG, die steht ja
30:16schon, ne?
30:17Lass uns aber
30:18am besten helfen beim
30:19Packen, dann ist die
30:19noch schneller weg.
30:20Aber keine Angst.
30:22Heute Abend, da fange
30:22ich an, alles
30:23auszuräumen.
30:24Dann nehme ich meinen
30:24Namen vom Klingelschild
30:25ab und dann seid ihr
30:26mich los.
30:26Dann verschwinde ich
30:27aus eurem Leben.
30:28Das ist ja das, was
30:28ihr wollt.
30:28Das wollen wir nicht.
30:29Ach nee?
30:30Du wohnst doch schon
30:30quasi in meinem
30:31Zimmer, oder?
30:32Du wolltest
30:32ausziehen, aber
30:33und wir brauchen
30:34eine Nachmieterin.
30:35Ich warte
30:36natürlich so lange,
30:37bis du ausgezogen
30:37bist.
30:38Das ist doch
30:38klar.
30:40Ja.
30:44Entschuldigung, ich
30:49freue mich auf alles
30:53Neue, aber es hält
30:55mir doch schwer zu
30:57gehen.
30:59Du bist bei uns
31:00immer willkommen.
31:01Du musst sogar
31:02kommen.
31:02Wir brauchen nur
31:02unsere Mädels
31:03haben.
31:11Warte.
31:13So.
31:14Schön, dass ihr
31:22gekommen seid.
31:24Ich war vermutlich
31:25etwas zu grob.
31:30Wir machen uns
31:31einfach Sorgen
31:31um dich.
31:32Aber ja, anscheinend
31:33zu viele.
31:34Es tut mir leid,
31:36aber ihr seid
31:36manchmal wirklich
31:37sehr anstrengend.
31:39Was?
31:39Oh.
31:42Kaffee oder Kekse?
31:43Ich kann mir ja mal
31:45ein paar Reha-Kliniken
31:46ansehen.
31:48Wir haben jetzt
31:48wirklich die
31:49perfekte gefunden.
31:50Guck hier mit
31:50Cardio-Schwimmen,
31:52Cardio-Diät,
31:52Cardio-Gymnastik,
31:53Cardio-Achtsamkeit,
31:54Cardio-Meditation.
31:56Schön.
31:58Toll.
31:58Und in der Nähe
31:59von Aachen.
32:00Und ich
32:01habe hier meine
32:02neuesten
32:03Forschungsberichte.
32:04Kannst du gerne
32:04durcharbeiten in der
32:05Klinik?
32:05Ja, sehr gerne.
32:07Sag mal,
32:08du sollst dich
32:08erholen.
32:09Da wird nicht
32:09gearbeitet.
32:10Also ich
32:10habe hier
32:11einen wunderbaren
32:11spannenden Roman.
32:13Ich habe ihn
32:13auch gelesen.
32:14Ich auch.
32:14Ich auch?
32:15Ja, der ist toll, ne?
32:16Super.
32:16Ja.
32:17Und ich auch.
32:18Du hättest uns
32:19einfach ausreden
32:20lassen sollen.
32:21Ja,
32:21dass man einmal
32:21so ungeduldig
32:22sein müssen.
32:23Das ist
32:24rückbar.
32:24Ja, sehr schlimm.
32:25Also ich werde dich
32:26auf jeden Fall
32:26ganz oft in der
32:27Reha besuchen.
32:28Ich auch.
32:28Viel öfter.
32:29Ich bleibe über Nacht?
32:30Ich auch.
32:31Wir können doch
32:32alle zusammenfahren.
32:33Wir gehen in das
32:33Parkhotel.
32:34Oh mein Gott,
32:35das ist so gut.
32:36Dieses Segelboot,
32:39schaffe ich.
32:40Ja, auch gut.
32:41Ah, danke.
32:43Ja, für mich?
32:44Dankeschön.
32:48Noch ein Leptikum wirkt.
32:49Die Frage ist nur,
32:50ob die 0,5 Milligramm
32:51täglich ausreichend sind.
32:53Also merkt ihr am besten,
32:54wie oft du hustest.
32:55Ich hatte gehofft,
32:55der ist jetzt ganz weg.
32:56Ganz so schnell geht es nicht.
32:58Aber es sollte
32:58in jedem Fall weniger werden.
33:07Das wird schon.
33:08Wir kommen später.
33:09noch mal wieder her.
33:20Ich dachte schon,
33:20du wärst ohne mich
33:21weitergezogen.
33:23Hab drüber nachgedacht.
33:24Warum warst du nicht
33:40ehrlich zu mir?
33:43Das ist doch kein Ding.
33:44Ich kenne doch die ganzen
33:45Gefühle und Gespräche auch.
33:49Hast du kein Vertrauen
33:50zu mir?
33:50Doch.
33:52Klar, ich...
33:53Ich war einfach feige dir
33:56gegenüber.
33:57Meinen Eltern gegenüber
33:58und vor allem mir selbst
33:58gegenüber.
34:05Wenn du willst,
34:06dann machen wir die Walze
34:07zu Ende,
34:08wie wir das geplant haben.
34:09Okay, das mit dem Rücken,
34:10das wird schon gehen.
34:12Zwei Monate und dann?
34:13Danach fahren wir zu meinen Eltern
34:15und dann bin ich ehrlich zu ihnen.
34:24Ich würde mich freuen,
34:25wenn du noch mitkommen willst.
34:26immer was, wenn sie nicht
34:29damit zurechtkommen.
34:31Wenn sie mich nicht akzeptieren,
34:33also uns,
34:36dann ziehen wir weiter.
34:38Sitzt die gut?
34:57Die drückt ziemlich.
34:58Ja,
34:59muss ich anfangs auch.
35:02Warum sind wir eigentlich
35:03nicht wieder auf dem Gang?
35:04Ich habe mich gerade
35:04daran gewöhnt.
35:05So,
35:09ja,
35:09die tragen sie,
35:10solange wie es wehtut.
35:11Und mindestens noch
35:12vier Wochen danach,
35:13wenn es nicht weggeht,
35:14Operation.
35:15Alles Gute.
35:16Als sie auf die Zugspitze hoch sind,
35:18haben sie sich ja auch
35:18die anspruchsvolle Route gewählt.
35:20Durch die Klamm,
35:20Höllental hoch,
35:21über ein Jubiläumsgrate,
35:23muss man ganz schön
35:23gut klettern können.
35:24Ich?
35:25Hab die Seilbahn genommen.
35:31Schäuers.
35:35Also,
35:36wenn Ihre Jungs fragen,
35:37Sie sind geklettert.
35:41Wow,
35:42das ist cool.
35:43Ah,
35:44das ist ja schön.
35:44Nur leider,
35:45das ist ein Fake.
35:47Ja,
35:47aber ist Ihnen bei den Bildern
35:48von Sven und Uli
35:49nichts aufgefallen?
35:50Was denn?
35:50Wie unecht sie aussahen?
35:54Wo sie das sagen?
35:56Sieht ein bisschen künstlich aus.
35:58Das ist ganz klar
35:59Bildbearbeitung.
36:00Die beiden waren nie
36:01auf der Zugspitze.
36:02Diese ausgebufften Blender.
36:13Wissen Sie was?
36:14Ich schicke mein Foto auch.
36:16Sehen Sie?
36:17Das Abi-Treffen
36:17wird doch ein voller Erfolg.
36:21Aber nein,
36:22nein,
36:22das wäre gelogen.
36:23Und ich lüge nicht.
36:24Ich sage auch immer
36:24meinen Kids,
36:25nicht lügen.
36:26Stehe einfach zu dem,
36:27was du bist.
36:29Finde ich gut.
36:32Aber wir Kids
36:33haben auch oft gesagt,
36:34scheiß drauf.
36:35Und die blöden Gesichter
36:36von Sven und Uli,
36:37wenn sie die Bilder sehen,
36:39wäre schon geil.
36:40Also,
36:41Fotos schicken?
36:43Ja,
36:44Fotos schicken.
36:45Allein schon wegen Jule.
36:51Das Gefühl,
36:52der Husten wird weniger,
36:53oder?
36:54Ja,
36:54das merkt man.
36:56Nein, nein, nein, nein,
36:56nein, nein, nein.
36:57Oh Mann,
36:58das mit dem Singen,
36:59das kann ich irgendwie nicht.
37:00Nicht schlimm,
37:01der Ansatz des Gegensteuerns
37:02ist richtig.
37:03Kannst du auch was anderes machen.
37:04Zum Beispiel,
37:05grimassieren.
37:07Die Augen weit aufreißen
37:08und dann was anderes denken.
37:10Okay,
37:10ich versuch's.
37:12Die Tabletten können Sie auch
37:13nur alle zwei Tage nehmen.
37:14Oder mal eine Woche gar nicht.
37:15Schauen Sie einfach,
37:16was Ihnen hilft
37:16und halten Sie Rücksprache
37:17mit Ihrem Hausarzt.
37:18Mhm.
37:20Vielen,
37:20vielen Dank.
37:21Sie haben mir echt geholfen.
37:23Und mit dem Husten
37:24und auch sonst.
37:26Hab ich Sie wohl doch gefunden,
37:27was?
37:28Was?
37:29Na, die Nadel.
37:35Alles gut,
37:35ihr zwei.
37:36Ah,
37:58Dr. Biden?
37:59Ich hab mit
38:00Frau Prof. Dr. Schönfäller
38:02telefoniert.
38:03Sie kommt in die Karlsklinik.
38:04Ach ja?
38:05Warum?
38:07Sie vertritt die Kollegin Dr. Hartmann,
38:08die sonstige
38:09robotergestützene Operationen
38:10bei uns durchführt.
38:12Ich soll Sie grüßen.
38:13Sie freut sich auf Sie.
38:15Danke.
38:15Betty, hast du mal mit?
38:36Selbstverständlich, Dr. Biden.
38:38Kommt da noch was?
38:43Kannst du mir kurz helfen?
38:46Ja, bin gleich bei dir.
38:50Ach, geh ruhig.
38:51Okay.
38:57Dann stoßen wir mal an.
38:59Auf die Zukunft.
39:00Ja, worauf soll ich denn anstoßen?
39:05Du willst mich ja hier nicht arbeiten lassen.
39:07Wollte ich auch nicht.
39:09Aber dann dachte ich,
39:12ich,
39:12ich kann dich ja nicht hängen lassen.
39:15Was heißt, ich darf hier arbeiten?
39:17Ach, du bist der Beste,
39:18auch, Kisafi.
39:19Vielleicht hätte ich es auch getan.
39:22Aber er möchte
39:22alles mir verboten.
39:24Was?
39:26Warum das denn?
39:27Weil ich nicht möchte,
39:28dass einer meiner besten Kräfte
39:30einer Nebentätigkeit nachgeht.
39:34Aber ich habe doch gekündigt.
39:35Aber ich brauche sie weiterhin,
39:37tageweise, bei Bedarf.
39:38Und da will ich eine Schwester,
39:39auf die ich mich blind verlassen kann.
39:40dachte, das könnte auch
39:42in ihren Plan passen.
39:45Na, ich würde sagen,
39:46das Problem mit dem
39:46Dazuverdienen hat sich erlegt.
39:49Warte, das heißt,
39:50ich kann weiter auf Station arbeiten?
39:52Also ab und zu?
39:53Mit Betty und mir
39:55und Zoe und
39:56Lukas und Paul und allen?
39:59Aber Ihre Fortbildung
40:00darf nicht darunter leiden?
40:01Ja, versprochen.
40:03Ist doch wohl besser,
40:03als bei mir zu jobben.
40:05So, können wir jetzt endlich anstoßen?
40:07Ja, auf die Zukunft.
40:10Also für den Umzug
40:24und vor allem für danach
40:25brauchen wir definitiv Bier.
40:27Das ist auch nicht.
40:34Ich drücke mir ab.
40:40Guten Abend.
40:42Guten Abend.
40:43Einen Moment, bitte.
40:45Betty?
40:47Kommst du?
40:51Was ist das?
40:55Ariane Schönfelder.
40:58Die Ex-Affäre von Julius.
41:00Die Ex-Affäre von Julius.
41:17Ja.
41:17Ja.
41:17Bis zum nächsten Mal.
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