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Heimweh … dort, wo die Blumen blühn ist ein klassischer österreichischer Heimat- und Liebesfilm aus dem Jahr 1957, unter der Regie von Franz Antel. Es handelt sich um einen typischen Vertreter des Genres der 1950er-Jahre: gefühlvoll, musikalisch untermalt, mit viel Herzschmerz, christlicher Nächstenliebe und einem versöhnlichen Happy End.
Handlung (kurz zusammengefasst)
Die junge Telefonistin Renate Burg (Sabine Bethmann) ist nach enttäuschter Liebe so verzweifelt, dass sie versucht, sich in der Donau das Leben zu nehmen. Im letzten Moment wird sie von Pater Benedikt (Hans Holt) und seinen Wiener Sängerknaben gerettet. Die Ordensbrüder und der gütige Abt (Paul Hörbiger) nehmen sich ihrer an und bringen sie in ein Kloster/Stift. Dort begegnet sie dem charmanten Ingenieur Robert Wegner (Rudolf Prack). Langsam entwickelt sich eine zarte Liebesgeschichte – doch Robert ist der Mann, der Renate zuvor das Herz gebrochen hat. Der Abt spürt die Zusammenhänge und sorgt mit viel Fingerspitzengefühl und christlicher Weisheit dafür, dass die beiden wieder zusammenfinden. Der Film endet – typisch für das Genre – versöhnlich und hoffnungsvoll „dort, wo die Blumen blühn“.
Der Film ist stark von der damaligen Heimatfilm-Welle geprägt: schöne Landschaftsaufnahmen (v.a. Donau, Stift, Blumenwiesen), Chorgesang der Sängerknaben, etwas Humor und viel Gefühl.
Wichtige Darsteller (Besetzungsliste)
• Sabine Bethmann → Renate Burg (die verzweifelte junge Frau)
• Rudolf Prack → Robert Wegner / Ingenieur (der „Verursacher“ des Liebeskummers und spätere Geliebte)
• Paul Hörbiger → Abt (die gütige, väterliche Leitfigur)
• Hans Holt → Pater Benedikt (der rettende Priester)
• Erik Frey → Pater Vinzenz
• Oskar Sima → Herr Schürmann
• Christiane Nielsen → (Nebenrolle)
• und weitere (u. a. Mitglieder der Wiener Sängerknaben in Chorszenen)
Regie: Franz Antel Drehbuch: u. a. Franz Antel, Kurt Nachmann Laufzeit: ca. 89–90 Minuten Produktionsland: Österreich
Handlung (kurz zusammengefasst)
Die junge Telefonistin Renate Burg (Sabine Bethmann) ist nach enttäuschter Liebe so verzweifelt, dass sie versucht, sich in der Donau das Leben zu nehmen. Im letzten Moment wird sie von Pater Benedikt (Hans Holt) und seinen Wiener Sängerknaben gerettet. Die Ordensbrüder und der gütige Abt (Paul Hörbiger) nehmen sich ihrer an und bringen sie in ein Kloster/Stift. Dort begegnet sie dem charmanten Ingenieur Robert Wegner (Rudolf Prack). Langsam entwickelt sich eine zarte Liebesgeschichte – doch Robert ist der Mann, der Renate zuvor das Herz gebrochen hat. Der Abt spürt die Zusammenhänge und sorgt mit viel Fingerspitzengefühl und christlicher Weisheit dafür, dass die beiden wieder zusammenfinden. Der Film endet – typisch für das Genre – versöhnlich und hoffnungsvoll „dort, wo die Blumen blühn“.
Der Film ist stark von der damaligen Heimatfilm-Welle geprägt: schöne Landschaftsaufnahmen (v.a. Donau, Stift, Blumenwiesen), Chorgesang der Sängerknaben, etwas Humor und viel Gefühl.
Wichtige Darsteller (Besetzungsliste)
• Sabine Bethmann → Renate Burg (die verzweifelte junge Frau)
• Rudolf Prack → Robert Wegner / Ingenieur (der „Verursacher“ des Liebeskummers und spätere Geliebte)
• Paul Hörbiger → Abt (die gütige, väterliche Leitfigur)
• Hans Holt → Pater Benedikt (der rettende Priester)
• Erik Frey → Pater Vinzenz
• Oskar Sima → Herr Schürmann
• Christiane Nielsen → (Nebenrolle)
• und weitere (u. a. Mitglieder der Wiener Sängerknaben in Chorszenen)
Regie: Franz Antel Drehbuch: u. a. Franz Antel, Kurt Nachmann Laufzeit: ca. 89–90 Minuten Produktionsland: Österreich
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KurzfilmeTranskript
00:00:00So schön war die Zeit
00:00:30So schön war die Zeit
00:00:33Brennend heißer Wüstensand
00:00:37So schön war die Zeit
00:00:40Fern, so fern dem Heimatland
00:00:44So schön war die Zeit
00:00:47Kein Gruß, kein Herz, kein Kuss, kein Scherz
00:00:54Alles liebt so weit
00:00:57So weit
00:00:58So schön war die Zeit
00:01:01Dort wo die Blumen blühen
00:01:05Dort wo die Fähre blühen
00:01:08Dort war ich einmal zu Hause
00:01:16Wo ich die Liebste fand
00:01:19Da liegt mein Heimatland
00:01:23Wie lang bin ich noch allein
00:01:27So schön war die Zeit
00:01:30So schön war die Zeit
00:01:33So schön war die Zeit
00:01:41Diabletät
00:01:43So schön war die Zeit
00:01:47Untertitelung. BR 2018
00:02:17Untertitelung. BR 2018
00:02:47Untertitelung. BR 2018
00:03:17Untertitelung. BR 2018
00:03:46Untertitelung. BR 2018
00:04:16Untertitelung. BR 2018
00:04:46Kommen Sie.
00:05:16Die Aufgabe unseres Convictes ist es doch, ein umfachendes Wissen zu vermitteln.
00:05:28Ja, ja.
00:05:29Na und tun die denn das nicht?
00:05:31Meines Erachtens nicht in dem Maße, wie wir es tun könnten und sollten.
00:05:35Ich weiß schon, Pater Fincens, jetzt kommt wieder eine Beschwerde, dass wir unsere Buben zu viel musizieren lassen.
00:05:40Keine Beschwerde. Musik ist im Unterrichtsplan vorgesehen, zweimal in der Woche je eine Stunde.
00:05:46Wenn sich das aber zur Hauptbeschäftigung auswächst.
00:05:49Pater Fincens, ich bin nicht ganz sicher, ob der liebe Gott unserem Buben nicht lieber beim Singen zuhört, als beim Bruchrechnen zuschaut.
00:05:58Das Bruchrechnen ist allerdings für das spätere Leben zweifellos wichtiger.
00:06:03Das weiß ich nicht ganz genau. Aber Sie haben schon recht, Pater Benedikt übertreibt ein bisschen das Chor singen.
00:06:11Das scheint so.
00:06:11Jedenfalls kann man die Buben aus dem Chor sofort daran erkennen, dass sie die schlechtesten Noten in der Klasse haben.
00:06:17Ja, das ist halt schon so verteilt in dieser Welt, Pater Fincens.
00:06:20Die einen können schön singen und die anderen gut Bruchrechnen.
00:06:25Gerade darum sollte man die Buben, die nur singen können, nicht auch noch durch Konzerte am Lernen hindern.
00:06:30Ja, Sie haben recht. Sie haben vollkommen recht, bitte.
00:06:34Leider, ich werde mit Pater Benedikt über Ihre Beschwerde sprechen.
00:06:39Sprechen?
00:06:40Nein, nein, hochwertigster Abt. Keine Beschwerde, nur ein Hinweis, eine Anregung.
00:06:45Und das auch nur im Interesse unseres Konvikts.
00:06:48Ich verstehe Sie vollkommen, Pater Fincens.
00:07:09Haben Sie das gesehen?
00:07:12Was soll das bedeuten?
00:07:13Tja, ich weiß es auch nicht, aber ich bin überzeugt, Sie werden es recht bald erfahren.
00:07:20Ja, da gehört jetzt vor allem einmal etwas Trockenes zum Anziehen her.
00:07:23Aber dabei kann ich euch gar nicht brauchen.
00:07:25Ja, und vielleicht etwas Warmes zu trinken.
00:07:27Verlassen Sie die ganz auf mich, es wird alles geschehen.
00:07:29Da hast du dein Jacken zu und jetzt geht's schön wieder aus.
00:07:32Es wird schon alles geschehen, Pater.
00:07:34Kind, wie kann man denn nur so etwas machen, so einen Blödsinn?
00:07:41Einfach ins Wasser springen.
00:07:43Und sicher wegen nix und wieder nix.
00:07:45Komm, setz dich schön daher.
00:07:49Wir sehen, morgen schon schaut das alles ganz anders aus.
00:07:53Jetzt bringe ich dir vor allem meine warme Decken, damit wir das nasse Zeug ausziehen können.
00:08:00Aber dass du mir noch da bist, wenn ich wiederkomme.
00:08:12Sie ist jetzt in der Küche.
00:08:14Die Therese kümmert sich um sie.
00:08:15Man hätte dieses Mädchen sofort der Chandel Marie übergeben müssen.
00:08:18In dem Zustand?
00:08:20Einen Menschen, der sich das Leben nehmen wollte?
00:08:22Jawohl, Pater Benedikt.
00:08:24Einen Menschen, der im Begriff war, eine Todsünde zu begehen.
00:08:26Es ist nicht unsere Aufgabe, über Sünden Gericht zu halten.
00:08:30Wir haben zu helfen.
00:08:31Und das habe ich getan.
00:08:33Wenn ich damit einen Fehler begangen haben sollte...
00:08:36Das ändert doch nichts an der Tatsache, dass das Mädchen nun einmal her ist.
00:08:41Aber es kann nicht hier bleiben.
00:08:42Das habe ich auch nicht gesagt.
00:08:44Ich meine nur, es wäre doch sehr unchristlich, ihr das Asylrecht zu verweigern.
00:08:51Danke.
00:08:52Ja, und weiß man nicht, wer sie ist und warum sie das getan hat?
00:08:58Nein, es war nicht möglich, sie zum Sprechen zu bringen.
00:09:01Das ist das Einzige, was sie bei sich hatte.
00:09:04Na ja.
00:09:06Danke.
00:09:06Auf einmal bremst er, raus aus dem Wagen und mit einem Hecht hinein in die Donau.
00:09:15Hecht?
00:09:15Das war ein Kopfsprung.
00:09:16Geh weg, du hast das ja gar nicht gesehen.
00:09:18Du schlafst ja immer im Autobus.
00:09:20Ja.
00:09:21Ich werde doch nicht schlafen, wenn du uns heute einen aus der Donau zieht.
00:09:25Einen.
00:09:26Einen.
00:09:27Wie schaut sie denn aus?
00:09:27Soll ich mich riechen?
00:09:28Prima, dies.
00:09:29Ich bin's einfach prima.
00:09:30Ja.
00:09:31Wäsch.
00:09:31Ja.
00:09:32Ja.
00:09:32Ja.
00:09:32Ja.
00:09:32Ja.
00:09:33Ja.
00:09:33Ja.
00:09:34Ja.
00:09:34Ja.
00:09:35Ja.
00:09:35Ja.
00:09:36Ja.
00:09:36Was heißt denn?
00:09:39Mit dem Studium und nicht Freizeit.
00:09:43Natürlich, weder ihr beiden.
00:09:45Was hätte ich mir denken können?
00:09:47Wo ist die Strafarbeit, die ich euch aufgegeben habe?
00:09:49Das.
00:09:51Was?
00:09:51Ja.
00:09:52Bitte.
00:09:53Was, Kliche?
00:09:53Die haben wir nicht machen können.
00:09:55Warum?
00:09:55Weil wir singen gefahren sind.
00:09:58Singen.
00:09:59Singen und Schwätzen.
00:10:00Von Arbeit ist überhaupt nicht mehr die Rede.
00:10:02Aber eines Tages wird das Maß voll sein, damit euch die Singerei auch nichts mehr nützen.
00:10:05Setzen.
00:10:05Mach da nichts draus.
00:10:14Solange es old Shatterhand im Chor braucht,
00:10:16werden wir nicht rausgeschmissen.
00:10:22So sitzt sie schon die ganze Zeit da
00:10:25und hat noch nicht ein einziges Wort geredet.
00:10:29Ein Frauenzimmer in unserem Stift.
00:10:31Über 50 Jahre bin ich jetzt da,
00:10:33aber das habe ich noch nie erlebt.
00:10:35Ein Frauenzimmer.
00:10:37So, und was bin denn nachher ich?
00:10:39Okay, du, du bist doch nie ein Frauenzimmer gewesen.
00:10:42Du, das möchte ich mir verbeten haben, ja?
00:10:44Bitte, geh mir lieber noch einen Schnaps.
00:10:46Nein, der Doktor hat gesagt,
00:10:48Schnaps ist nur eine Medizin.
00:10:49Ja, sowieso.
00:10:50Der Schreck hat sich mir auf den Maum gelegt.
00:10:53Ja, was für ein Schreck denn?
00:10:54Na, dass du dich für ein Frauenzimmer hältst.
00:10:56Du bist ja ein.
00:10:58Nein, nichts, nichts kriegst du.
00:11:00Sie müssen nicht erschrecken.
00:11:17Hier tut Ihnen niemand etwas.
00:11:19Ich werde Sie auch nicht mit Fragen quälen.
00:11:30Ich will nur, dass Sie wissen,
00:11:33hier sind Sie in Sicherheit.
00:11:34Was, was soll ich denn nur machen mit ihr?
00:11:58Ich weiß mir keinen Rat mehr.
00:12:00Gar nichts.
00:12:02So jemand braucht nur Ruhe
00:12:03und das Gefühl, dass er nicht allein ist auf der Welt.
00:12:06Ich habe in meinem Zimmer auf dem Sofa
00:12:08ein Bett hergerichtet.
00:12:09Ist recht, Therese.
00:12:11Und nicht allein lassen, ja?
00:12:14Ich werde schon recht.
00:12:15Ach, geben auf Sie, Bader Benedikt.
00:12:16Da können Sie ganz ruhig sein.
00:12:18Kann man nicht irgendetwas für Sie tun?
00:12:22Doch.
00:12:24Beten.
00:12:24Ich wünsche dir eine gute Nacht.
00:12:33Mach deine Augen zu und schlaf in guter Ruh.
00:12:42Bis das der neue Vater macht.
00:12:47Ich wünsche dir eine gute Nacht.
00:13:14Ich wünsche dir eine gute Nacht.
00:13:44So.
00:13:46Jetzt möchte ich gerne, dass schön brav geschlafen wird.
00:13:50Gute Nacht.
00:13:52Gute Nacht, Adonso.
00:13:53Gute Nacht, Adonso.
00:14:01Gute Nacht.
00:14:01Gute Nacht, Adonso.
00:14:09Gute Nacht, Adonso.
00:14:09Du?
00:14:10Hm?
00:14:11Wie betet man für jemand, wenn man nicht weiß, wer er heißt?
00:14:14Ich weiß nicht.
00:14:16Ich habe es auch gerade probiert, aber es geht nicht.
00:14:19Fix, Lauda.
00:14:20Jetzt weiß ich es.
00:14:22Lieber Gott, pass ein bisschen besser auf Sie auf.
00:14:25Na ja, du weißt schon, wen ich meine.
00:14:27Gute Nacht.
00:14:53Musik
00:15:23Bitte verbinden Sie mich mit Dürnstein, mit dem Gasthof Traube. Ich weiß die Nummer nicht. Ja, Dürnstein an der Donau.
00:15:48Ja, Dürnstein an der Donau. Er ruft Sie an.
00:15:52Einen Moment. Jawohl, Herr Chefingenieur. Sofort.
00:15:56Danke.
00:16:12Hallo? Wo bleiben Sie denn?
00:16:18Ja?
00:16:19Papa ist schon auf dem Weg zu Ihnen. Kommen Sie doch mit uns, wir fahren baden.
00:16:24Leider, ich habe eine Menge Arbeit.
00:16:26Ach, Sie mit Ihrer ewigen Arbeit.
00:16:29Auf Wiedersehen.
00:16:29Warum lachst du denn so dumm?
00:16:42Ome und Julia umgekehrt.
00:16:45Na, ist das eine Sache? Aber das Beste wissen Sie noch gar nicht. Unsere Feier wird dem Funk übertragen.
00:16:50Das ist ja großartig.
00:16:51Sie sind mir doch nicht böse, dass ich Ihren Urlaub verlegt habe. Es ist nicht nur wegen der Feier, bei der ich Sie natürlich gern dabei habe. Die Handelsdelegation aus Pakistan kommt schon diese Woche.
00:17:00Ist schon in Ordnung, Herr Schürmann.
00:17:01Hallo.
00:17:01Was führst du schon wieder auf? Höchste Zeit, dass du einen Mann kriegst.
00:17:10Das ist heute nicht so einfach für er, der Herr Erzeuger. Aber wie du siehst, gehe ich zu diesem Zwecke sogar an der Wand hoch.
00:17:16Was soll ich für die Delegation vorbereiten, Herr Schürmann?
00:17:18Schreckliche Männer seid ihr. Nichts als Büroarbeitendelegation.
00:17:22Ja, wenn das anders wäre, hätten wir nicht erreicht, was wir erreicht haben.
00:17:26Tja, Herr Schürmann, die Pläne werde ich vorbereiten lassen und...
00:17:31Ja?
00:17:32Tja, verzeihen Sie bitte.
00:17:36Ja?
00:17:37Herr Schenten, Sie sind ja Ihr Gespräch aus Dürnstein.
00:17:39Ja?
00:17:41Hier ist Ingenieur Wegener aus Wien.
00:17:44Ich möchte den Gast sprechen, der gestern bei Ihnen abgestiegen ist.
00:17:48Gestern? Gestern ist gar kein Gast zu mir gekommen. Nur eine Dame. Das Fräulein aus Wien.
00:17:54Ja, diesen Gast meine ich. Bitte rufen Sie ihn zum Telefon.
00:17:58Wieso ist das nicht möglich?
00:17:59Ich bin in meinem Büro drüben.
00:18:01Bitte.
00:18:02Wiedersehen.
00:18:03Wiedersehen.
00:18:05Das verstehe ich nicht.
00:18:06Ja, bitte, ich habe das Fräulein heute noch nicht gesehen. Wahrscheinlich hat sie einen Ausflug gemacht.
00:18:11Nein, die Koffer sind da. Soll ich etwas ausrichten?
00:18:14Ja, bitte sagen Sie ja das... Nein, bitte sagen Sie ja nichts. Danke.
00:18:19Also?
00:18:25Peter?
00:18:27Silber, Jokundus, Est.
00:18:31Aber, aber was ist denn heute mit euch? Noch einmal.
00:18:35Silber, Jokundus, Dukus, Dukus.
00:18:42Mhm. In deinem Alter sollte man eigentlich lesen können. Das Schwarze, das sind die Buchstaben.
00:18:51Also weiter.
00:18:54Jokunda, Est.
00:18:56Also, gratuliere.
00:18:58Wie geht's weiter?
00:18:59Kali?
00:19:03Kali?
00:19:03Was ist denn mit euch?
00:19:07In deinem Indianerbüchel steht wohl kein Latein drin, ne?
00:19:10Nein.
00:19:11Mhm.
00:19:13Oh.
00:19:15Was ist denn jetzt schon wieder?
00:19:17Wegen der frischen Luft.
00:19:19Dazu ist die Pause dann. Fenster zu.
00:19:22Weiter.
00:19:25Sumo mini patriarisch.
00:19:27Sie ist unten, im Klostergarten.
00:19:29Schön sind's heuer, die Rosen.
00:19:45Haben Sie Blumen gern?
00:19:52Tja, wissen Sie, die Rosen, die enttäuschen einem heut' Licht.
00:19:57Jedes Jahr fangen's wieder zum Blühen an.
00:20:03Äh, auf die Rosen, da kann man sich verlassen.
00:20:23Ich muss zur Stunde.
00:20:26Hm.
00:20:27Das nächste Mal biege ich mir mehr Aufmerksamkeit aus, meine Herrschaften.
00:20:34Keine Indianerbüchel und keine frische Luft.
00:20:38Also dann, Salbe.
00:20:39Salbe!
00:20:43Heute wollen Sie wieder überhaupt nicht, die Lausbuben.
00:20:46Da ist der Kuckuck, was die wieder haben.
00:20:48Ach, ich werde schon fertig werden mit Ihnen.
00:20:50Mit Singen ist das kein Kunststück.
00:20:52Mit Latein.
00:20:52Na, was gibt's denn so Interessantes da draußen?
00:21:00Sie sitzt im Garten unten.
00:21:02Hat sie schon was geredet?
00:21:04Nein, noch nicht.
00:21:05Das geht nicht so schnell.
00:21:07Warum denn?
00:21:08Ja, weißt du, wenn jemand erschrickt, dann ist er eben nachher für eine Weile sprachlos.
00:21:12Aber so lang?
00:21:14Sie wird halt sehr erschrocken sein.
00:21:16Und wann kann sie dann wieder reden?
00:21:18Wenn sie wieder zu sich gekommen ist.
00:21:20Vielleicht, wenn sie spürt, dass wir sie alle gern haben.
00:21:23Ja, aber wir haben sie doch gern.
00:21:25Aber das nützt doch nichts, du Depp.
00:21:27Wenn sie's nicht weiß...
00:21:28Ich sag's ihr.
00:21:29So, und wie wirst du denn das machen?
00:21:31Wir schenken ja was.
00:21:33Ja?
00:21:33Ja, nicht gut.
00:21:34Nein.
00:21:35Wir haben doch nichts, was ihr gefallen könnte.
00:21:37Da, ich gebe ihr meinen Puffalo Bill.
00:21:39Aha.
00:21:40Ach, ob gerade das das Richtige ist.
00:21:42Natürlich nicht.
00:21:44Ein Salamibrot müssen wir verschaffen.
00:21:46Ganz dünn Brot und ganz dick Salami.
00:21:48Aber Geil, so beim Heißener, da fängt sie höchstens zu lachen an.
00:21:52Nur, das wäre vielleicht gar nicht schlecht, Kinder.
00:21:54Was?
00:21:54Wenn sie zu lachen anfängt?
00:21:56Schau, wenn jemand zu lachen anfängt, dann ist der Schreck nicht mehr so groß
00:21:58und dann geht sie mir auch schon wieder viel besser.
00:22:00Na siehst du, es ist ganz einfach.
00:22:02Zum Lachen müssen wir sie bringen.
00:22:04Na ja, wir gehen in der Pause in den Hof hinunter und...
00:22:07Na, und?
00:22:08Na ja, mir wird schon etwas einfallen, was zum Lachen ist.
00:22:11Nein, Salamibrot ist bestimmt viel besser.
00:22:14Ich mach einen Kopfstand.
00:22:15Du, misch dich da ja nicht hinein.
00:22:18Wir haben sie herausgefischt und wir müssen sie auch zum Lachen bringen.
00:22:21Was?
00:22:21Na, na, na, vielleicht fängt ihr deshalb gar zu raufen an.
00:22:24Na, Pater Benedikt, dürfen wir es in der Pause probieren?
00:22:26Na, meinetwegen.
00:22:29Aber jetzt ist noch nicht Pause.
00:22:31Wurst, auf die Plätze.
00:22:37Glaubst du, sie lacht, wenn ich einen Kopfstand mach?
00:22:39So, ist noch was gefällig, eine Frau?
00:22:41Nein, ich glaube, jetzt haben wir alles.
00:22:43Schnaps ist nicht mehr viel da.
00:22:45Hör auf mit deinem ewigen Schnaps.
00:22:46Wenn jemand schlecht wird, muss doch was im Haus sein.
00:22:49Zum Schlecht werden sie immer noch genug da.
00:22:51Ja, richtig, ein Hinweis auf könnt ihr noch brauchen.
00:22:53Aber eine große Flasche, bitte.
00:22:54Ah, doch, schau her.
00:22:56Ja, was ist denn das, danke?
00:22:58Ja, nix, nix.
00:23:00Man wird sich da noch wundern dürfen, ne?
00:23:01Naja, das heißt, Wunder ist ja eigentlich kein.
00:23:04Ja, was ist denn kein Wunder?
00:23:06Dass jetzt so süß gekocht wird im Stiftung.
00:23:08So, da ist der Hinbersack.
00:23:09Ja, danke schön, danke.
00:23:10Ja, wenn man Damenbesuch hat, natürlich.
00:23:13Damenbesuch, also das ist wirklich eine Unverschämtheit von Ihnen.
00:23:16Wolltest du das vielleicht abstreiten?
00:23:17Also das, das kommt dabei heraus, wenn man aus purer Nächstenliebe einem armen Teufel
00:23:21hilft.
00:23:22Ja, armen Teufel.
00:23:23Soviel ich weiß, ist das eine Selbstmörderin.
00:23:26Nix weiß ich, gar nix.
00:23:28Naja, nix genauer ist was man allerdings nicht.
00:23:31Aber was die Leute so reden, das ist schon wirklich...
00:23:33Also was die Leute reden, darauf hören wir gar nicht hin, verstehen Sie?
00:23:36Das kümmert uns überhaupt nichts.
00:23:37Natürlich, natürlich, was man nicht gern hört, das überhört man.
00:23:40Aber was?
00:23:41Aber die Leute reden, da ist überhört.
00:23:42Mit Ihnen stelle ich mich überhaupt nicht dabei.
00:23:44Das ist...
00:23:45Komm, Josef Ammer.
00:23:46Schönen sollen Sie sich, Sie alte Giftspritzen.
00:23:49Ja, das ist doch unauf.
00:23:50Ja, das ist doch unauf.
00:23:53Und die Sander-Marie schaut zu dabei.
00:23:55Soll ich Ihnen vielleicht wegen der Giftspritzen verhofften?
00:23:57Sie wissen ganz genau, was ich meine.
00:24:00Und was sich da oben im Stift abspielt, da sollten Sie mal einschreiten.
00:24:03Wenn man bei jedem die Rede einschreiten müsste, da hätte man viel zu tun.
00:24:06Solange es kein öffentliches Ärgernis ist, oh, deine Anzeige kommt...
00:24:09Das ist ein öffentliches Ärgernis.
00:24:11Und die Anzeige, die mache ich Ihnen, wenn Sie eine brauchen.
00:24:14Ich habe eine Idee.
00:24:15Komm.
00:24:17Arme Prinzessin, du kannst ja nicht mehr lachen.
00:24:24Nichts kann dir Freude machen.
00:24:28Da muss doch was geschehen.
00:24:31Da muss doch was geschehen.
00:24:33Da muss doch was geschehen.
00:24:34Kam ein Schneidersmann daher, rief, das ist nicht schwer.
00:24:38Und Gesichter schneidet er mit der Schneiderschere.
00:24:41Und dann wird im Bach geschwind, einen Wellenzaun.
00:24:44Und dann wird den Abendwind an dem kurzen Baum.
00:24:48Hat ja das nicht Spaß gemacht.
00:24:50Nein, sie hat doch nicht gelacht.
00:24:59Arme Prinzessin, du kannst ja nicht mehr lachen.
00:25:06Nichts kann dir Freude machen.
00:25:10Dann muss doch was geschehen.
00:25:14Dann muss doch was geschehen.
00:25:16Dann muss doch was geschehen.
00:25:17Kam vorbei ein alter Graf, steif als wie von Holz.
00:25:21Ein Gesicht so wie ein Schaf, aber dafür stolz.
00:25:24War fast blind jedoch gezeigt, hat ja ihr das nicht.
00:25:28Und als er sich steif verneigt, blickt er am Gesicht.
00:25:31Dann hat ja ihr das nicht Spaß gemacht.
00:25:35Nein, sie hat doch nicht gelacht.
00:25:42Arme Prinzessin, du kannst ja nicht mehr lachen.
00:25:50Nichts kann dir Freude machen.
00:25:53Da muss doch was geschehen.
00:25:57Da muss doch was geschehen.
00:25:59Da muss doch was geschehen.
00:26:00Kam des Films am Fagerbund, meinte, dass es kann.
00:26:04Und er bellte wie ein Hund, krähte wie ein Haar.
00:26:07Alle Tiere waren da, auch nur aus zu sehen.
00:26:11Mu!
00:26:11Miau!
00:26:12Au, au!
00:26:13Ha, ha, ha!
00:26:15Hat ja das nicht Spaß gemacht.
00:26:18Sie lacht, nein, sie hat doch nicht gelacht.
00:26:26Arme Prinzessin, du kannst ja nicht mehr lachen.
00:26:39Oh je, jetzt weint sie.
00:26:41Alles im Sonnen.
00:26:42Und wir waren so los.
00:26:43Das haben wir ganz verkehrt gemacht.
00:26:44Es ist nichts zu machen, sie lacht nicht.
00:26:46Ich sage, wir müssen uns alles versuchen.
00:26:48Was will der Pater Benedikt dazu sagen?
00:26:54Pater Benedikt!
00:26:55Pater Benedikt!
00:26:57Was ist denn passiert?
00:26:59Daneben gegangen ist es.
00:27:01Wir haben alles falsch gemacht.
00:27:03Sie hat nicht gelacht, sie weint.
00:27:06Och, das macht nichts.
00:27:08Im Gegenteil.
00:27:09Weinen ist manchmal noch viel besser als lachen.
00:27:14Also das verstehe ich nicht.
00:27:16Wir hätten es doch mit der Salame probieren sollen.
00:27:19Ich hätte den Kopfstand machen sollen.
00:27:21Was?
00:27:21Du, Herr Benedikt!
00:27:23Du, du bist die Brunner!
00:27:26Ich werde den hochwürdigten Herrn Abt gleich verständigen.
00:27:29Ich möchte nicht missverstanden werden, hoffentlich der Herr Abt.
00:27:32Ich will nur, dass das Richtige getan wird.
00:27:35Das Richtige, natürlich.
00:27:37Es ist also furchtbar schwer zu entscheiden, was das Richtige ist.
00:27:40Hier gibt es doch gar keinen Zweifel.
00:27:43Pater Vincent, wenn man einmal so alt wird wie ich, wissen Sie, da kommt man darauf, dass man an allen Dingen in dieser Welt zweifeln kann.
00:27:53Ja, aber hier handelt es sich doch um eine Vorschrift, die befolgt werden muss.
00:27:56Und Personen, die den Versuch eines Selbstmordes unternommen haben, sind zur Beobachtung einer psychiatrischen Klinik zu übergeben.
00:28:02Ja, ja, das ist die Vorschrift.
00:28:04Eine solche Vorschrift lehne ich ab.
00:28:06Sie können sich nicht gegen das Gesetz stellen, Pater Benedikt.
00:28:09Ich anerkenne kein weltliches Gesetz, das im Widerspruch zu einem christlichen Gebot steht.
00:28:13Ich sehe da keinen Widerspruch.
00:28:15Ein kranker Mensch soll ganz einfach der richtigen Behandlung zugeführt werden.
00:28:19Eben, Pater Vincent, eben.
00:28:21Eine kranke Seele soll gesund gemacht werden und gerade das ist unsere Aufgabe.
00:28:27Wollen Sie damit sagen, dass das Mädchen hier im Stift bleiben soll?
00:28:31Doch, das will ich dem hochwürdigsten Herrn Abt vorschlagen.
00:28:39Ja, aber es muss doch eine Entscheidung getroffen werden.
00:28:42Ja, aber erst, wenn man vor die Entscheidung gestellt wird.
00:28:45Na, dann hoffe ich, mit Gottes Hilfe das Richtige zu tun.
00:29:07Na, bitte rauchen Sie ruhig weiter.
00:29:09Na ja, Sie machen mir einen Gefallen damit, wenn Sie rauchen.
00:29:12Gehen Sie, nämlich der Rauch ist sehr gut gegen Blattläuse.
00:29:17Und ich habe mir schon sehr oft überlegt, ob ich mir nicht das Rauchen angewöhnen soll, wegen der Blattläuse.
00:29:25Bitte, nehmen Sie Platz.
00:29:31Gut so.
00:29:35Bitte.
00:29:36Bitte.
00:29:42Ja, bitte.
00:29:43Was haben Sie am Herzen, Herr Inspektor?
00:29:46Da ist eine Sache.
00:29:48Im Dorf wird drunken geredet.
00:29:51Von einem Mädchen...
00:29:52Bitte.
00:29:53Daher den Rauch auf die Blattläuse, ja?
00:29:55Von einem Mädchen, das hier im Stift sein soll.
00:29:59Ja, an dem Gerede ist etwas dran.
00:30:02Es ist nämlich tatsächlich ein Mädchen hier bei uns im Stift.
00:30:05Ja, es wird aber noch mehr davon geredet.
00:30:09Ah.
00:30:10Was denn noch?
00:30:12Euer Gnobben, es ist Ihnen vielleicht nicht bekannt.
00:30:16Bitte.
00:30:17Daher den Rauch.
00:30:18Auf die Blattläuse, ja?
00:30:22Also, was ist mir nicht bekannt?
00:30:23Es ist Ihnen vielleicht nicht bekannt, dass bei einem Selbstmordversuch die betreffende Person
00:30:28an eine psychiatrische Klinik eingeliefert werden muss.
00:30:31Doch, doch, Herr Inspektor.
00:30:33Das ist uns bekannt.
00:30:34Ja, dann ist es wohl am besten, wenn ich die Person gleich mitnehme.
00:30:39Warum denn?
00:30:41Ja, und die fragliche Person ist doch die, ich meine, ist doch die, die Sie aus der Donau
00:30:46gerettet haben.
00:30:48Ja.
00:30:49Ja, das stimmt.
00:30:51Da ist er.
00:30:52Na ja, aber wenn es ein Unfall gewesen ist, was ist dann?
00:30:56Wieso ein Unfall?
00:30:58Ach so, ein Unfall.
00:31:00Na ja, das ist natürlich etwas ganz anderes.
00:31:02Also, ich bitte vielmals um Entschuldigung, euer Gnoden.
00:31:06Bitte, bitte, keine Ursache.
00:31:08Und nichts wie ungut, euer Gnoden.
00:31:10Und vielen Dank für den Rauch.
00:31:14Hochwürdigste, Herr Abt, darf ich mir eine Bemerkung erlauben?
00:31:26Ja, natürlich dürfen Sie, Pater Vinzenz, bitte, bitte.
00:31:29Ich weiß nicht, ob es nicht ratsam gewesen wäre, auch in diesem Fall, in diesem sicher
00:31:34sehr schwierigen Fall, bei der Wahrheit zu bleiben.
00:31:36Ja, wissen Sie, die Wahrheit, wissen Sie, die Sache mit der Wahrheit, das ist so eine,
00:31:43wie soll ich sagen, eine sehr problematische Angelegenheit.
00:31:46Sie stimmt nämlich nicht immer ganz, wissen Sie.
00:31:49Und manches Mal kommt eine kleine Unwahrheit der Wahrheit viel näher als die, na ja, als die
00:31:57wirkliche Wahrheit.
00:31:59Ich weiß nicht, ob Sie mich verstanden haben.
00:32:02Verstanden schon.
00:32:04Aber trotzdem wird das Problem dadurch nicht gelöst.
00:32:09Ja, da haben Sie vollkommen recht.
00:32:11Auf die Dauer kann das Mädchen natürlich nicht bei uns bleiben.
00:32:14Aber auch Pater Benedikt hat recht, wenn er sagt, dass wir doch unbedingt verpflichtet
00:32:19sind, uns um das Mädchen zu kümmern.
00:32:21Ja, es muss ihr geholfen werden.
00:32:23Natürlich.
00:32:23Aber deshalb muss man eben wissen, zuerst einmal wissen, warum sie eigentlich Selbstmord
00:32:30begehen wollte.
00:32:31Und ich glaube, es gibt da eine Möglichkeit, etwas darüber zu erfahren.
00:32:49Ist Gott, wohin denn?
00:32:50Ja, ich möchte eine Auskunft geben über jemanden, der hier beschäftigt ist.
00:32:55Ja, da gehen Sie am besten ins Personalbüro.
00:32:58Da gerade vor und dann rechts.
00:32:59Rechts.
00:33:00Dankeschön.
00:33:00Bitte schön.
00:33:01Bitte schön.
00:33:07Danke.
00:33:18Danke.
00:33:28Danke.
00:33:28Hör auf mit diesen dummen Witzen.
00:33:48Schau lieber, dass du zu deiner Maschine zurückkommst.
00:33:50Gut, aber zuerst musst du mir versprechen, dass du am Abend mit mir ins Kino gehst.
00:33:54Also meinetwegen, aber geh jetzt.
00:33:56Wenn man dich erwischt, dass du während der Arbeitszeit in der Kantine sitzt.
00:33:59Was kann denn ich dafür, dass die Telefonistin so komische Pausenzeiten haben?
00:34:03Guten Tag, Herr Ingenieur.
00:34:07Was machen Sie denn hier?
00:34:09Herr Ingenieur, ich wollte...
00:34:11Schon gut, aber gewöhnen Sie sich das nicht an.
00:34:13Nein, Herr Chefingenieur.
00:34:15Na, da hast du aber Glück gehabt.
00:34:18Das kann man wohl sagen, ich verschwind jetzt lieber, also bis am Abend.
00:34:20Servus.
00:34:22Du, der hat sich aber verändert.
00:34:24Der Franz?
00:34:25Nein, unser Chefingenieur.
00:34:29Herr Schürmann ist nicht in Betrieb?
00:34:33Verbinden Sie mich mit der Villa Schürmann.
00:34:34Ja.
00:34:38Kann ich bitte Herrn Schürmann sprechen?
00:34:40Wer ist da?
00:34:42Ach so, Sie sind es, Sie altes Arbeitstier.
00:34:45Er fragt, wann du ins Werk hinüberkommst.
00:34:46Ich weiß nicht, ob ich heute überhaupt komme.
00:34:49Ich werde später anrufen.
00:34:51Mir scheint, mein alter Herr fängt endlich an, vernünftig zu werden.
00:34:54Er überlegt es sich noch, wann er kommt.
00:34:56Sie kriegen Bescheid.
00:34:58Wissen Sie übrigens, dass unter derselben Nummer auch ein gewisses Fräulein Schürmann
00:35:01erreichbar ist?
00:35:03Ach so.
00:35:04Ich hatte schon das Gefühl, dass Ihnen das nicht bekannt wäre.
00:35:09Was ist denn heute mit dir los?
00:35:11Warum?
00:35:12Nur von selbst bist du doch noch nie auf die Idee gekommen, dass man nicht jeden Tag ins
00:35:15Büro rennen braucht.
00:35:16Da stimmt doch was nicht.
00:35:17Ach, was soll denn nicht stimmen?
00:35:18Na ja, ich bin heute nicht ganz auf der Höhe.
00:35:20Man soll eben nicht zum Arzt gehen.
00:35:22Was meint denn der Arzt?
00:35:23Er meint, dass du heiraten sollst.
00:35:25Interessant.
00:35:26Aber es stimmt.
00:35:27Dann werde ich mir weniger Sorgen machen.
00:35:29Mach ich dir Sorgen?
00:35:30Ja, du und die Fabrik.
00:35:31Und die werden mit einem Schlag behoben.
00:35:32Ich weiß, wenn ich den richtigen Mann heiraten würde, aber du tust so, als ob das nur
00:35:36von mir abhängt.
00:35:37Ja, von wem denn sonst?
00:35:38Vielleicht von ihm.
00:35:39Ach.
00:35:40Aber anscheinend hat er nie Zeit für mich.
00:35:42Zum Tennisspielen kommt er nicht reiten, kann er nicht vor lauter Arbeit.
00:35:45Aber tüchtig ist er.
00:35:46Das ist die Hauptsache.
00:35:48Ja, für dich.
00:35:49Hör mal zu, mein Kind.
00:35:50Warum denn so feierlich?
00:35:51Ich habe einen Betrieb aufgebaut, wegen dem die Konkurrenz seit Jahren vor lauter
00:35:55Leid, die Gelbsucht kriegt und ich will nicht, dass der eines Tages vor die Hunde geht.
00:35:58Ich kann nichts dafür, dass ich kein Junge geworden bin.
00:36:00Gut, aber deswegen brauche ich eben einen Schwiegersohn, der meinetwegen keine Zeit zum Tennisspielen
00:36:04hat, aber dafür was von der Fabrik versteht.
00:36:07Schade, dass du ihn nicht heiraten kannst.
00:36:08Ja, jetzt machst du Witze darüber.
00:36:10Ich kann mich noch erinnern, wie es geheißen hat, den oder keinen.
00:36:13Das heißt es immer noch.
00:36:15Dann bin ich ja beruhigt.
00:36:16So?
00:36:17Ja, denn was du dir in den Kopf gesetzt hast, das hast du noch immer gekriegt.
00:36:21So, jetzt fahre ich in die Fabrik.
00:36:23Na, Hochwürden, sollen vielleicht bei uns im Werk jetzt Betstunden eingeführt werden?
00:36:29Ja, das ist durchaus möglich.
00:36:32Wenn die Fabrik nicht zur Kirche kommt, kommt die Kirche zur Fabrik.
00:36:38Wie schmeckt der Steinheger?
00:36:40Danke, sehr gut.
00:36:42Sagen Sie bitte, Sie kennen doch die Leute hier im Werk, fast alle.
00:36:46Da ist ein Fräulein Burg, Fräulein Renate Burg.
00:36:52Die kenne ich nicht.
00:36:53Die kennen Sie nicht.
00:36:54Renate Burg.
00:36:55Renate Burg.
00:36:56Was ist mit ihr?
00:36:58Sie kennen Sie?
00:36:59Oh Gott, jetzt, wenn ist etwas passiert.
00:37:01Ich habe ja gleich gewusst, das kann nicht gut ausgehen.
00:37:03Was soll denn passiert sein?
00:37:05Entschuldigen Sie, sie ist Telefonistin bei uns.
00:37:08Aber wenn Sie sie sprechen wollen, sie ist auf Urlaub.
00:37:10Ja, das weiß ich nicht.
00:37:11Sie kennen Sie?
00:37:12Ja, ich habe Sie durch Zufall kennengelernt.
00:37:17Aber wie meinen Sie das, was soll passiert sein?
00:37:21Gar nichts.
00:37:22Ich bitte um Entschuldigung, das ist nur so herausgerutscht.
00:37:25Was zahle ich?
00:37:26Drei Schilling, fünfzig.
00:37:27Ja.
00:37:28Grüß Gott.
00:37:31Grüß Gott.
00:37:32Jetzt weiß ich, wen Sie meinen.
00:37:34Er ist nämlich noch nicht lange bei uns.
00:37:36Ach so.
00:37:37Bitte, ich weiß es nicht so genau.
00:37:39Aber das soll seine Liebesgeschichte sein mit dem Ingenieur Wegner.
00:37:42Wegner.
00:37:43War das vielleicht dieser Herr, der da vorhin telefoniert hat?
00:37:46Ja, der.
00:37:47Die Kleine bildet sich höchstwahrscheinlich ein, dass er sich heiraten will.
00:37:50So.
00:37:51Aber da müsste er ja am Kopf gefallen sein.
00:37:53Warum, das verstehe ich nicht.
00:37:54Wer heiratet, schon eine arme Telefonistin, wenn er die Tochter vom Chef kriegen kann.
00:37:59Ah, die Tochter vom Chef?
00:38:01Ja, das ist schon ein offenes Geheimnis bei uns im Werk.
00:38:05Der Ingenieur heiratet die Tochter vom Herrn Schürmann.
00:38:08Ach so ist das.
00:38:10Naja, solche Sachen zwischen vorgesetzten Angestellten gehen nie gut aus.
00:38:14Aber bitte, an unglücklicher Liebe stirbt man nicht.
00:38:18Hoffentlich.
00:38:19Und er wäre ein Narr, wenn er nicht zugreift.
00:38:21Irgendwann setzt sich der Alte ja doch einmal zur Ruhe und dann gehört die Fabrik dem Ingenieur Wegner.
00:38:26Wollen Sie noch einen, Steinheer?
00:38:27Nein, nein, danke schön.
00:38:28Können Sie mich vielleicht sagen, wohnt das Vallenburg bei Ihren Eltern?
00:38:32Das weiß ich nicht.
00:38:33Das erfahren Sie am besten im Personalbüro.
00:38:38Guten Tag, Herr Schürmann.
00:38:40Haben Sie festgestellt, wer von unseren Leuten eine künstlerische Ader hat?
00:38:44Das ist leider auf den Karteikarten nicht verzeichnet.
00:38:46Naja, aber ich habe doch ausdrücklich angeordnet, dass die Leute bei unserer Feier mitmachen sollen.
00:38:50Das ist geschehen, Herr Schürmann.
00:38:51Es haben sich auch einige gemeldet.
00:38:52Na also.
00:38:53Ich glaube, die Liste ist bei Hand auf der Klee drin.
00:38:54Danke.
00:39:04Entschuldigen Sie.
00:39:05Bitte die Störung.
00:39:07Womit kann ich den hochwürden?
00:39:08Ich möchte meine Auskunft bitten über jemanden, der bei Ihnen angestellt ist.
00:39:14In diesem Fall kann ich selbstverständlich eine Ausnahme machen.
00:39:17Über wen wünschen Sie die Auskunft?
00:39:18Über ein gewisses Fräulein, Renate Burg.
00:39:22Einen Augenblick, bitte.
00:39:23Die Sache ist in Ordnung.
00:39:25Ich danke Ihnen.
00:39:26Natürlich gern geschehen, Herr Schürmann.
00:39:29Christgott Hochwürden.
00:39:30Herr Schürmann persönlich.
00:39:32Was verschafft uns denn die Ehre?
00:39:34Es handelt sich um...
00:39:35Nein, es ist eine rein private Angelegenheit.
00:39:38Ich bin zu Ihnen gekommen, weil...
00:39:40Weil, darf ich raten?
00:39:42Bitte?
00:39:43Weil Sie eine Spende haben wollen.
00:39:45Na sehen Sie, habe ich recht.
00:39:47Wenn die Herren in schwarz auftauchen, geht es immer um die Wohltätigkeit.
00:39:50Nein, diesmal stimmt es nicht ganz, Herr Schürmann.
00:39:52Aber es spielt doch gar keine Rolle, Hochwürden.
00:39:54Ich kann es doch von der Steuer absetzen.
00:39:56Also, um was geht es?
00:39:57Kirchenrenovierung, Orgel oder Chor?
00:39:59Nein, nein, die Kirche wurde voriges Jahr renoviert.
00:40:01Die Orgel ist auch in Ordnung.
00:40:02Allerdings, einen Knabenchor hätten wir...
00:40:06Sängerknaben?
00:40:07Doch, wenn Sie Buben, die Singen so nennen wollen, bitte.
00:40:11Dann habe ich eine fulminante Idee.
00:40:13Ja.
00:40:13Sie bekommen keine Spende, sondern ein Auftragshonorar.
00:40:16Ein Auftragshonorar?
00:40:18Ja.
00:40:18Ihre Sängerknaben treten bei meiner 25a-Feier auf.
00:40:23Ist das eine Idee?
00:40:23Ja, das ist vielleicht sogar eine großartige Idee.
00:40:32Amma Maria
00:40:44Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
00:41:14Es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
00:41:44Sancta Maria, Sancta Maria,
00:41:56Sancta Maria,
00:42:00Sancta Maria,
00:42:02Sancta Maria,
00:42:04Sancta Maria,
00:42:06Sancta Maria,
00:42:08Sancta Maria,
00:42:10Sancta Maria,
00:42:12Sancta Maria,
00:42:14Sancta Maria,
00:42:16Sancta Maria,
00:42:18Sancta Maria,
00:42:20Sancta Maria,
00:42:22Sancta Maria,
00:42:24In Hora, Maltis Nostre, Amen.
00:42:54Sie haben eine wunderschöne Stimme.
00:42:58Doch, davon verstehen wir hier nämlich etwas, nicht?
00:43:02Klar, du singst wirklich prima. Sehr saubere Höhe.
00:43:05Na, sehen Sie. Und Sie haben doch sicher schon öfter gesungen.
00:43:09Ja, früher mal. Im Kirchenchor. Bei uns zu Hause.
00:43:14Gell, du bist nicht von da?
00:43:16Nein.
00:43:17Von wo bist du denn?
00:43:18Nicht so viel fragen.
00:43:19Haben Sie eigentlich je daran gedacht, Ihre Stimme ausbilden zu lassen?
00:43:29Aber das lohnt doch gar nicht.
00:43:31Alles, was schön ist, lohnt sich.
00:43:33Und es gibt so viel Schönes auf der Welt, was uns das Leben lebenswert macht.
00:43:40Viel mehr, als wir manchmal meinen.
00:43:45Ich weiß nicht, ob diese schönen Dinge für alle da sind.
00:43:48Ich bin überzeugt davon.
00:43:51Der, der sie uns schenkt, macht keine Unterschiede.
00:43:54Das Gerede im Dorf unten nimmt bereits peinliche Formen an,
00:43:56auch würdigst erabt.
00:43:58Das Mädchen müsste weg.
00:43:59Am besten noch heute.
00:44:01Tja, ich...
00:44:01Ich glaube nicht, Pater Vincenz, dass ich das verantworten kann.
00:44:06Nach dem, was ich jetzt erfahren habe.
00:44:09Ich glaube, ich muss Pater Benedikt recht geben.
00:44:12Wir können Sie nicht so ohne weiteres im Stich lassen.
00:44:15Ich sehe nur leider dabei noch eine andere Gefahr
00:44:18und ich fühle mich verpflichtet, darauf hinzuweisen.
00:44:23Und die wäre?
00:44:25Ich bin überzeugt, Pater Benedikt weiß gar nicht,
00:44:29wie groß sein Gefühl für dieses Mädchen ist
00:44:31und dass es bereits weit über das Maß der reinen Nächstenliebe hinausgeht.
00:44:36Sie haben mich hier so selbstverständlich aufgenommen und geduldet.
00:44:40Ich weiß gar nicht, wie ich Ihnen das jemals vergelten kann.
00:44:44Vergelten?
00:44:46Dieses Wort kennen wir hier nicht.
00:44:49Trotzdem, Sie könnten etwas für mich tun.
00:44:53Ich?
00:44:54Nur Sie.
00:44:55Was könnte ich für Sie tun?
00:44:58Ich weiß nicht, ob Sie sich im Klaren darüber sind,
00:45:00dass Sie eine schwere Sünde auf sich geladen haben.
00:45:05Ich möchte, dass Sie beichten.
00:45:07Beichten?
00:45:08Nein.
00:45:09Nein.
00:45:10Ich bitte Sie darum.
00:45:13Ich bin Priester.
00:45:15Ich glaube fest an die befreiende,
00:45:18an die erlösende Kraft der heiligen Beichte.
00:45:21Nein, ich kann nicht.
00:45:22Ich kann nicht daran denken
00:45:24und schon gar nicht darüber reden.
00:45:27Auch nicht zu unserem hochwürdigsten Herrn Abt?
00:45:31Ja, Pater Vinzenz,
00:45:33an jeden von uns treten Prüfungen heran.
00:45:36Und wer kann von sich behaupten,
00:45:38dass sie ohne Fehler besteht?
00:45:41Das soll keine Beschuldigung sein,
00:45:43nur ein Warnungszeichen.
00:45:44Vor allem im Interesse von Pater Benedikt.
00:45:46Ja, ich verstehe Sie vollkommen.
00:45:48Ich werde auch mit ihm darüber sprechen.
00:45:51Wo ist er denn?
00:45:52Er hat Probe im Chor.
00:45:53Was ist denn?
00:46:11Was fällt euch denn ein?
00:46:13Wir verzeihen Sie.
00:46:14Kommt nur her.
00:46:32Warum seid ihr nicht in der Kirche?
00:46:34Ja, Dolce, denn der Pater Benedikt.
00:46:37Die Probe ist abgesagt worden.
00:46:39Der Pater Benedikt ist im...
00:46:40Wo ist der Pater Benedikt?
00:46:41Im Garten.
00:46:47Du Rinozarus,
00:46:48wie kannst du den Old-Cheiter-Heinz sagen?
00:46:51Glaubst du, es wäre gescheit,
00:46:52dem Pater Vinzenz ein Tor zu schießen?
00:46:54Du wirst nicht mehr anwarten.
00:46:55Oh, es geht weiter.
00:46:583 zu 0.
00:46:59Wieso?
00:47:00Das wollen wir nicht.
00:47:01Das gilt nicht.
00:47:02So ist er.
00:47:03Warte.
00:47:04Ich danke Ihnen.
00:47:10Sie wissen gar nicht,
00:47:11was Sie mir mit Ihrem Entschluss schenken.
00:47:14Ich habe Ihnen zu danken.
00:47:25Die ersten Anzeichen einer Besserung,
00:47:27sie hat plötzlich angefangen zu singen.
00:47:30Jetzt weiß ich,
00:47:31dass sie über den Schock hinweg kommen wird.
00:47:33Das Singen im Leben
00:47:34ist doch nicht so ganz unwichtig.
00:47:36Und
00:47:37sie will beichten.
00:47:39Beichten?
00:47:41Oh, das ist schön.
00:47:43Ich bitte Sie,
00:47:43ihr die Beichte abzunehmen.
00:47:45Ich?
00:47:45Nein, nein, nein.
00:47:46Nach einigen Tagen fasste ich den Entschluss,
00:48:01mich wenigstens mit Pater Benedikt auszusprechen.
00:48:09Man kann es nur verstehen,
00:48:11wenn man alles weiß.
00:48:11Es fing eigentlich ganz anders an.
00:48:15In der Kantine der Fabrik,
00:48:17wo ich gearbeitet habe,
00:48:18als Telefonistin.
00:48:20Ich hatte gerade Pause.
00:48:22Wo ich die Liebste fand,
00:48:27da liegt mein Heimatland.
00:48:32Wie lang bin ich noch allein?
00:48:36Das war keine sehr gute Idee mit dem Musikautomaten, Herr Schimmelich.
00:48:59Die Leute wollen ein bisschen Zerstreihung haben.
00:49:01Ja, und andere Leute wollen ihre Ruhe haben.
00:49:03Viel zu tun jetzt, nicht?
00:49:04Ja, höchste Zeit, dass ich in Urlaub gehe.
00:49:11Hört Sie die Musik, Ingenieur?
00:49:13Im Allgemeinen nicht, aber
00:49:14Dankeschön.
00:49:16Kein Gruß,
00:49:18kein Herz,
00:49:20kein Kuss,
00:49:21kein Scherz,
00:49:23alles liegt so weit,
00:49:26so weit,
00:49:27so schön,
00:49:28schön,
00:49:28schön,
00:49:28war die Zeit.
00:49:33Das war unsere erste Begegnung.
00:49:39Ich war sehr erschrocken,
00:49:40als mir meine Kollegin sagte,
00:49:42das wäre der Chefingenieur.
00:49:44Ich konnte das nicht wissen,
00:49:45denn ich war erst drei oder vier Tage im Betrieb
00:49:47und ich war auch keine gelernte Telefonistin.
00:49:51Darum hatte ich auch bei der Arbeit Schwierigkeiten.
00:49:54Wir hatten die beiden anderen Telefonistinnen gerade abgelöst
00:49:57und meine Kollegin Gretel wollte noch eine Zigarette rauchen.
00:50:01So kam es,
00:50:02dass ich alleine in der Telefonzentrale blieb.
00:50:05Ich hatte nur einen Gedanken.
00:50:07Hoffentlich kommt jetzt kein Ferngespräch,
00:50:09kein komplizierter Anruf.
00:50:11Ich fühlte mich dem allen plötzlich nicht gewachsen.
00:50:15Ich war vorher lange krank gewesen
00:50:17und meine Nerven waren immer noch nicht ganz in Ordnung.
00:50:21Gerade heute spürte ich wieder Kopfschmerzen.
00:50:24Hoffentlich passiert nichts.
00:50:27Schürmann?
00:50:48Hamburg?
00:50:49Jawohl, ein Moment bitte.
00:50:51Sie sind da.
00:50:53Hallo?
00:50:57Hallo?
00:50:58Verzeihung.
00:50:59Quatsch.
00:50:59Hallo?
00:51:03Verzeihung.
00:51:07Hier ist Hamburg.
00:51:09Bitte melden Sie sich.
00:51:11Ihr Gespräch aus Hamburg.
00:51:13Bitte melden Sie sich.
00:51:15Wir sind Hamburg.
00:51:20Zentrale.
00:51:22Bitte, Zentrale.
00:51:23Vor allem das Gespräch aus Hamburg müsste doch längst da sein.
00:51:26Bitte ergieren Sie.
00:51:27Das Gespräch ist da.
00:51:30Hamburg, bitte melden.
00:51:34Hamburg, bitte melden.
00:51:38Hamburg, bitte melden Sie sich doch.
00:51:40Es meldet sich niemand mehr.
00:51:48Was soll das heißen?
00:51:49Dann sorgen Sie gefälligst dafür, dass ich das Gespräch nach Hamburg sofort wiederbekomme.
00:51:55Ich verlange doch nichts zu meinem Vergnügen am Blitzgespräch.
00:52:00Ob Sie neu sind oder nicht, das ist mir egal.
00:52:02Ich verlange von jedem hier, dass er seine Arbeit erstklassig verrichtet.
00:52:05Andernfalls können wir sie nicht brauchen.
00:52:07Wie heißen Sie?
00:52:08Renate Burg.
00:52:12Ich war mutlos und unglücklich.
00:52:15Ich hatte wieder einmal versagt.
00:52:17Es ist ein schreckliches Gefühl, immer wieder erkennen zu müssen, dass man diesem Leben nicht gewachsen ist.
00:52:23Ich hatte gehofft, hier in diesem großen Werk unter diesen vielen Menschen einen Platz zu finden, den ich ausfüllen könnte.
00:52:30Aber ich war dazu wohl nicht fähig.
00:52:31In dem dummen Gespräch aus Hamburg schmeißt sich kein Mensch hinaus.
00:52:41Bei mir geht immer alles Schick richtig nicht auf.
00:52:43Der Wegner ist schon mal so schrecklich korrekt.
00:52:45Aber Hunde, die Bellen beißen nicht.
00:52:47Guten Abend, ist ein Zufall.
00:52:48Zufall, es wäre ein Zufall, wenn Sie mir zufällig nicht da stehen würden.
00:52:52Das wäre kein Zufall, das wäre ausgesprochenes Pech.
00:52:55Wir wen denn?
00:52:55Für Sie.
00:52:56Ich möchte mich gern heute mit Ihnen ins Kino gehen.
00:52:58Erstens gibt es viele, die mich einladen möchten.
00:53:01Und zweitens, Sie bilden sich doch nicht ein, dass ich mit Ihnen allein ins Kino gehe.
00:53:04Nun nehmen wir doch Ihre Freundin mit.
00:53:05Haben Sie keine Lust?
00:53:06Nein, danke.
00:53:07Sehr nett von Ihnen.
00:53:07Wenn es auch nicht schön ist, allein zu sein.
00:53:15Aber das war ich gewöhnt.
00:53:37Das ist nicht immer so gewesen.
00:53:55Damals, als meine Eltern noch lebten.
00:54:00Damals, zu Hause, da oben in Ostpreußen, wo es kein Zuhause mehr gibt.
00:54:07Und wenn man kein Zuhause mehr hat, ist man überall allein.
00:54:16Ich wollte erst auch gar nicht zu dem Betriebsausflug gehen, der von den Schürmernwerken veranstaltet wurde.
00:54:22Aber Gretel hat so lange auf mich eingeredet, bis ich es schließlich nachgegeben habe.
00:54:28Wir waren mit einem großen Dampfer die Donau hinaufgefahren und hatten bei Dönstein angelegt.
00:54:33Es war fast eine Befreiung für mich, als wir in Dönstein an Land gingen.
00:54:37Der Lärm, die vielen Menschen um mich, die Enge auf dem Schiff.
00:54:42Das alles hatte mich wieder fühlen lassen, wie alleine ich war.
00:54:45Na, Schimek, haben Sie Ihre Frau nicht mitgenommen?
00:55:02Aber wo, Herr Schirrmann, das ist doch eine Vergnügungsreise.
00:55:05Du kegelst dir noch den Hals aus. Suchst du jemanden Bestimmten?
00:55:18Du wirst in letzter Zeit so scharf, sie nicht kennen, du bist doch nicht krank.
00:55:21Ich weiß nicht, ob nicht du von uns beiden der Kränkere bist.
00:55:24Liebe in dieser Form ist wirklich schon eine Krankheit.
00:55:27Also davon verstehst du nichts.
00:55:28Oh Gott, ja so ein Zufall.
00:55:35Bei Dönstein fällt aber auch nie was Neues ein.
00:55:37Doch, wir könnten zum Beispiel den Zufall begießen.
00:55:40Dort oben ist ein Wirtshaus, die haben einen Wein, der schmeckt schon so.
00:55:43Komm mit.
00:55:44Ach, weißt du, ich komme vielleicht nach.
00:55:47Ich möchte da hinaufzuregen.
00:55:49Also, wenn du eine Hochtouristin bist, ich trinke lieber was.
00:55:52Das ist gescheit.
00:56:11Guten Tag, Herr Ingenieur.
00:56:13Ach, Sie mögen auch den Lernen?
00:56:15Nein.
00:56:16Hier Rom ist wunderbar ruhig.
00:56:18Setz dich doch.
00:56:19Dankeschön.
00:56:22Sie sind doch auch von uns.
00:56:27Ja.
00:56:29Ich heiße Renate Burg.
00:56:31Oh, dann kenne ich Sie ja sehr gut.
00:56:35Ich habe mir sogar Ihren Namen notiert.
00:56:37Leider.
00:56:38Ich werde das Ferngespräch Hamburg nicht vergessen.
00:56:40Das dürfen Sie nicht so tragisch nehmen.
00:56:42Im Betrieb bin ich immer ein bisschen übertrieben.
00:56:45Aber ich muss Sie schon einmal gesehen haben.
00:56:47Hm.
00:56:48In der Kantine.
00:56:49Ich habe ein Lied gespielt, das Sie geärgert hat.
00:56:53Ach, ja.
00:56:55Ich glaube, ich habe mich damals nicht ganz richtig benommen.
00:56:57Entschuldigen Sie.
00:56:58Das mit dem Lied ist eine lange Geschichte.
00:57:05Schön ist es hier.
00:57:08Wollen wir noch ein Stück weiter?
00:57:09Gern.
00:57:10Das mit dem Lied ist eine lange Geschichte.
00:57:40Ich bin nicht so empfindlich, aber dieses Lied erinnert mich an etwas.
00:57:44Mich auch.
00:57:45An zu Hause.
00:57:46Von wo sind Sie denn?
00:57:47Von weit her.
00:57:48Aus Ostpreußen.
00:57:49Aus Tilsit.
00:57:50Ach so.
00:57:52Und wenn ich das Lied höre, dann sehe ich unser kleines Haus vor mir.
00:57:56Meine Eltern lebten noch und...
00:57:59Ach, das können Sie sicher nicht verstehen.
00:58:02Doch.
00:58:03Ich weiß nämlich auch, was Heimweh ist.
00:58:05Ich bin in Afrika in Gefangenschaft geraten.
00:58:07Entschuldigen Sie bitte, das habe ich nicht gewusst.
00:58:09Lassen Sie.
00:58:10Ich finde das Lied schon fast schön.
00:58:12Wieso?
00:58:13Weil es etwas ist, das uns gemeinsam gehört.
00:58:15Von jetzt an wird bei dem Lied jeder an den anderen denken müssen.
00:58:19Ich daran, dass Sie es nicht mögen.
00:58:20Und ich, dass wir uns dabei das erste Mal begegnet sind.
00:58:32Tatsächlich, da ist er.
00:58:33Kommen Sie, Wegner.
00:58:34Wir nehmen Sie mit dem Auto nach Wien zurück.
00:58:36Sehr lebenswürdig, Herr Schürmann, aber...
00:58:38Aber kein Aber.
00:58:39Sie werden sich doch auf dem Schiff nicht totquetschen lassen.
00:58:41Außerdem will ich Ihnen meine Jagdhüte zeigen.
00:58:43Ganz in der Nähe.
00:58:44Wir fahren daran vorbei.
00:58:45Und jemand anderer sucht Sie auch.
00:58:47Einen Augenblick bitte, Herr Schürmann.
00:58:50Ich komme sofort, bitte.
00:58:53Es ist mir sehr unangenehm, aber ich kann nicht gut Nein sagen.
00:58:57Selbstverständlich nicht.
00:58:58Wir sehen uns ja morgen in Betrieb.
00:59:00Lebe wohl, Renate.
00:59:02Auf Wiedersehen.
00:59:03Zahlen.
00:59:07Auf Wiedersehen.
00:59:14Ich war glücklich.
00:59:15Zum ersten Mal in meinem Leben.
00:59:19Zum nächsten Wochenende sind wir beide, Robert und ich, ganz allein nach Dürnstein gefahren.
00:59:24Es war ein himmlischer Tag.
00:59:25Das war ein himmlischer Tag.
00:59:38Zum ersten Mal in meinem Leben.
00:59:44Zum ersten Mal in meinem Lebenoofencial.
00:59:46Zum ersten Mal in meinem Lebenofaelagin.
00:59:52Oh, schau.
01:00:22Oh, schau.
01:00:52Oh, schau.
01:01:22Und gewohnt haben wir in unserem kleinen Gasthof an der Donau.
01:01:43Ich finde das wunderbar.
01:01:47Haben die Herrschaften noch einen Wunsch?
01:01:50Danke.
01:01:51Dann gute Nacht.
01:01:52Gute Nacht.
01:01:53Gute Nacht.
01:01:56Oh, es ist schon ziemlich spät.
01:01:58Wir müssen morgen früh auf.
01:02:00Ich darf nicht zu spät ins Werk kommen.
01:02:02Es gibt da einen gewissen Ingenieur, der so ungemein korrekt ist.
01:02:05Das muss ein grauenhafter Mensch sein.
01:02:18Ich danke dir für diesen schönen Tag.
01:02:20Gute Nacht, Robert.
01:02:34Ich war glücklich.
01:02:49Glücklich wie nie zuvor in meinem Leben.
01:02:52Jede Wochenende waren wir draußen an der Donau.
01:02:56Wenn Robert viel zu tun hatte, fuhr ich voraus und war froh, auf ihn warten zu können.
01:03:01Ich war viel zu glücklich, um zu merken, dass es Robert immer vermied, mich im Werk zu treffen.
01:03:16Das einzige Mal, wo wir in der Kantine miteinander sprachen, tat er es, um mir abzusagen.
01:03:21Grüß dich, Renate.
01:03:24Guten Tag, Robert.
01:03:26Es wird leider nichts mit dem heutigen Abend.
01:03:29Du weißt doch, wie viel zu tun ist.
01:03:31Und es handelt sich da um etwas, das ich nicht gut abschlagen kann.
01:03:35Und ich habe mich schon so darauf gefreut.
01:03:38Wir holen das nach.
01:03:39Also, dann auf Wiedersehen.
01:03:42Es war wirklich nicht Absicht, dass ich an diesem Abend bei der Villa Schürmann vorbeikam.
01:03:47Es war ein Zufall.
01:03:48Ich hatte es in meinem kleinen Zimmer nicht mehr ausgehalten und war spazieren gegangen.
01:03:55Zum ersten Mal seit Wochen meldete sich wieder wie ein Schatten das Gefühl, allein zu sein.
01:04:01Ich wollte es nicht wahrhaben.
01:04:03Es war vielleicht nur eine kleine momentane Depression, aber heute weiß ich, dass mein Gefühl recht hatte.
01:04:10Das also war es, was Robert nicht abschlagen konnte.
01:04:14Es hätte mir zu denken geben müssen, aber ich wollte nicht denken.
01:04:18Am nächsten Abend, als wir uns wieder sahen, war alles vergessen und ich war glücklich.
01:04:27Aber vielleicht war dieses Glück zu viel für mich.
01:04:34Meine Krankheit kam wieder.
01:04:36Der Arzt verschrieb mir einen Erholungsurlaub und es war keine Frage, wo ich ihn verbringen würde.
01:04:41In Dürrenstein, in unserem kleinen Gasthof.
01:04:45Robert nahm auch seinen Urlaub für diese Zeit.
01:04:48Ich fuhr alleine voraus, weil er noch im Werk zu tun hatte und wartete auf ihn.
01:04:52Guten Tag, hat der Herr einen Wunsch?
01:04:59Peter.
01:05:00Wie sehr.
01:05:02Ich glaube, wir brauchen es nicht bekannt zu machen.
01:05:04Sie wissen, wer ich bin und ich weiß, wer Sie sind.
01:05:07Sicher, Herr Schirrmann, aber...
01:05:08Ich will nicht lang herumreden, der Endeffekt ist ja doch dasselbe.
01:05:12Ich weiß gar nicht, worum es geht.
01:05:14Um Herrn Wegner.
01:05:14So, das ist jetzt klar oder wenn Sie es noch klarer haben wollen, es handelt sich um Ihr Verhältnis mit meinem Chefingenieur.
01:05:23Bitte, Herr Schirrmann.
01:05:24Keine Aufregung, es hat keinen Sinn.
01:05:27Ich meine es ja gut mit Ihnen.
01:05:29Herr Schirrmann, Sie können mich meinetwegen entlassen.
01:05:31Aber Sie haben kein Recht, sich in mein Privatleben einzumischen.
01:05:34Seien Sie froh, dass ich mich einmische.
01:05:36Denn das, was Sie da Privatleben nennen, hat vorläufig wenig Zukunft.
01:05:41Ich weiß gar nicht, was Sie damit sagen wollen.
01:05:43Na, so deutlicher.
01:05:45Ingenieur Wegner wird meine Tochter heiraten.
01:05:47Nein.
01:05:48Das hat er Ihnen natürlich nicht auf die Nase gebunden.
01:05:51Er wird es auch leugnen, wenn Sie ihm danach fragen, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass er mein Schwiegersohn wird.
01:05:56Ich kann es einfach nicht glauben.
01:05:58Ich kann mir vorstellen, wie Ihnen jetzt zumute ist, aber wenn Sie ein bisschen darüber nachdenken, werden Sie sich sagen müssen,
01:06:04kann ich einem Mann die größte Chance seines Lebens verderben?
01:06:06Wenn er meine Tochter heiratet, wird er eines Tages Besitzer der Schürrmannwerke sein.
01:06:13Ich will nichts anderes, als dass Sie sich das überlegen.
01:06:16Ich habe auch Verständnis für ein kleines Abenteuer, aber dabei muss es auch bleiben.
01:06:20Wir haben uns doch verstanden.
01:06:22Vollkommen, Herr Schürrmann.
01:06:23Und wenn Sie klug sind, reden Sie mit ihm erst gar nicht darüber.
01:06:27Er kommt hierher.
01:06:28Ich weiß, er hat Ihnen vorgespielt, dass er seinen Urlaub mit Ihnen verbringen will.
01:06:31Das stimmt aber gar nicht.
01:06:33Er wird Ihnen tausend Gründe erzählen, warum das nicht möglich ist.
01:06:37Na ja, so ich...
01:06:38Stimmt, ich habe ja kein Recht, mich in Ihr Privatleben zu mischen.
01:06:42Aber wenn sich jemand in meines mischt, dann kann ich sehr unangenehm werden.
01:06:47Guten Tag.
01:06:48Ich war wie vor den Kopf geschlagen.
01:06:53Ich war unfähig zu denken.
01:06:56Ich wollte das alles nicht glauben.
01:06:59Aber dann, als mir Robert gegenüber saß...
01:07:02Es tut mir leid, dass das mit meinem Urlaub nicht geklappt hat.
01:07:05Das musst du doch einsehen, Renate.
01:07:07Ich bin Herrn Schürrmann sehr verpflichtet.
01:07:09Wieso?
01:07:10Schau, er war der Einzige, der mir eine Chance gab.
01:07:13Damals, als ich aus der Gefangenschaft zurückkam.
01:07:15Das haben nicht viele getan.
01:07:17Aber deshalb musst du dir doch deinen Urlaub nicht wegnehmen lassen.
01:07:19Es ist im Augenblick wirklich viel Arbeit.
01:07:22Und die große Feier, da muss ich doch dabei sein und...
01:07:24Und?
01:07:25Was meinst du damit?
01:07:27Ob es nicht noch einen Grund gibt, warum du nicht hier bleibst?
01:07:30Noch einen Grund? Tausend Gründe.
01:07:33Tausend Gründe.
01:07:34Ich weiß gar nicht, was du auf einmal hast.
01:07:36Ich?
01:07:36Ja, du bist so sonderbar.
01:07:38Ja, vielleicht kommt mir das alles auf einmal so sonderbar vor.
01:07:41Es ist für mich nichts sehr angenehmes auszusprechen,
01:07:43aber einmal muss ich es dir sagen.
01:07:45Was?
01:07:45Ich bin von Schürrmann abhängig.
01:07:47Wenn er mich heute entlässt, so eine Stellung finde ich nie mehr wieder.
01:07:51Und deshalb musst du tun, was er will?
01:07:54Und wenn du es so ausdrückst, ja.
01:07:57Aber jetzt muss ich zurück.
01:07:59Ich habe mich nur für ein paar Stunden freimachen können.
01:08:01Ja, lieb wohl.
01:08:02Lieb wohl.
01:08:03Ich rufe dich an, sobald es mir möglich ist.
01:08:04In diesem Moment habe ich aufgehört zu leben.
01:08:13Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, was dann geschehen ist.
01:08:15Ich bin weggelaufen.
01:08:18Fort aus dem kleinen Gasthof.
01:08:20Ohne Ziel.
01:08:21Fort von allem, das mich an etwas erinnert, was vorbei war.
01:08:24Vorbei sein musste.
01:08:25Aber man kann seine Erinnerungen nicht davonlaufen.
01:08:28Das war die Straße, auf der wir so oft nach Dürrenstein gefahren waren.
01:08:31Das war der Fluss, an dessen Ufern wir so oft gesessen sind.
01:08:34Und dort drüben, die Brücke, über die wir gelaufen sind, Hand in Hand, bei strahlendem Sonnenschein.
01:08:40Damals, irgendwann einmal.
01:08:43Das muss schon sehr lange her sein.
01:08:46Vielleicht ist es auch nie gewesen.
01:08:49Ich weiß es nicht.
01:08:51Ich weiß überhaupt nichts mehr.
01:09:02Und dieser Mann.
01:09:04Lieben Sie ihn noch?
01:09:07Ja.
01:09:11Du, heute muss das Marscherl extra prima sein.
01:09:15Au, da kriege ich doch keine Luft.
01:09:17So kann kein Mensch singen.
01:09:18Das wäre entsetzlich, wenn man dein süßes Stimmchen nicht im Radio hören könnte.
01:09:22Das ist gemein.
01:09:22Wumm.
01:09:23Hört doch auf.
01:09:25Mit einer dreckigen Uniform nimmt euch, old Schöter, nicht mit nach Wien.
01:09:29Gib ihm eine.
01:09:29Aber wenn er mich immer frotzelt.
01:09:31Du, der Notaruf.
01:09:32Warten.
01:09:33So, gib doch Ruhe.
01:09:36Geh weg.
01:09:37Du, für dich habe ich eine Sensationsnachricht.
01:09:40Was?
01:09:41Weißt du, was wir als Marschverpflegung mitkriegen?
01:09:44Nein.
01:09:44Salami-Brot.
01:09:45Der Pater Benedikt, der macht mir jetzt wirklich schon Sorgen.
01:09:50Früher hat er gegessen wie ein Löwe.
01:09:52Und jetzt bringt er nicht einmal mehr einen halben Knödel runter.
01:09:55Vielleicht hat er Magenschmerzen, so wie ich.
01:09:57Du kriegst heute keinen Schnaps.
01:09:58Okay.
01:09:59Und Magenschmerzen hat er keine.
01:10:01Nein, nein.
01:10:03Seine Appetitlosigkeit, die muss von etwas ganz anderem kommen.
01:10:07Es ist Zeit, Pater Benedikt.
01:10:15Ihr müsst fahren, wenn ihr rechtzeitig in Wien sein wollt.
01:10:18Ich kann nicht.
01:10:22Jetzt nicht.
01:10:25Warum nicht?
01:10:26Weil ich dort einem Menschen begegnen müsste, den ich...
01:10:29Ich kann nichts darüber reden.
01:10:32Ich verstehe Sie vollkommen.
01:10:36Ich habe Ihnen diese Aufgabe gestellt, weil ich überzeugt war, dass Sie der Einzige sind.
01:10:41Aber ich...
01:10:42Sie haben mir selbst gesagt, wie alles zusammenhängt, aber ich finde keinen Ausweg.
01:10:46Pater Benedikt, für den Priester gibt es keinen Ausweg.
01:10:51Es gibt nur einen Weg, den geraden, den er gehen muss.
01:10:56Ich bitte um Vergebung, hochwürdigster Herr Abt.
01:11:15Danke, Herr Dr. Söhn.
01:11:17Meine Herren, jeder kommt dran.
01:11:21Da, isst du das lieber?
01:11:27Ich werde Pater das auf dein Essen.
01:11:29Ich mag keine Salame.
01:11:30Weißt du, ich mache mir auch nicht viel draus.
01:11:32So?
01:11:32Was hast du denn lieber?
01:11:34Schokolade?
01:11:35Schokolade gibt es erst zu Weihnachten.
01:11:37Glaub mir, Salame tut dir gut.
01:11:39Warum fährst du nicht mit uns nach Wien?
01:11:41Ich bleibe lieber hier.
01:11:42Aber zuhören musst du schon, wenn wir singen.
01:11:44Das tue ich bestimmt.
01:11:45Auf Ehrenwort?
01:11:47Ehrenwort.
01:11:47Auf siebenfaches indianisches Ehrenwort.
01:11:50Auf siebenfaches indianisches Ehrenwort.
01:11:53Los, vorwärts einsteigen.
01:11:54Wir fahren.
01:11:54Auf Wiedersehen.
01:11:55Auf Wiedersehen.
01:11:55Auf Wiedersehen.
01:11:56Und da geht es nicht aufs Zuhören.
01:11:57Tja, wir schreiben dir eine Karte vom Funkhaus.
01:11:59Das geht doch in Rotzeros.
01:12:01Wir singen doch nicht im Funkhaus.
01:12:02Und dann?
01:12:03Auf der Straße vielleicht?
01:12:04Nein.
01:12:05In einer Fabrik?
01:12:06In einer Maschinenfabrik.
01:12:08Maschinenfabrik?
01:12:08Ja.
01:12:10Schürhaken.
01:12:10Oder so irgendwie heißt sie.
01:12:12Wiedersehen.
01:12:13Wiedersehen.
01:12:14Komm, jetzt weiß ich's.
01:12:17Maschinenfabrik Schürmann.
01:12:18Wiedersehen.
01:12:20Aber nix höre ich.
01:12:35Überhaupt nix.
01:12:37Ja, man kann ja auch nichts hören.
01:12:38Es fehlt ja noch was.
01:12:39Ich darf annehmen, dass Ihnen bekannt ist, warum ich Sie zu dieser Besprechung gebeten
01:12:46habe.
01:12:47Ich möchte in dieser Sache nicht allein entscheiden.
01:12:50Ich will die Meinung von Ihnen allen hören.
01:12:53Ich will die Meinung von Ihnen allen hören.
01:12:54Es ist...
01:12:55Bitte schön.
01:12:57Zeigen Sie mal den Satz.
01:12:58Bitte.
01:12:58Danke.
01:12:59Danke.
01:13:00Danke.
01:13:00Danke.
01:13:01Danke.
01:13:01Danke.
01:13:02Danke.
01:13:02Danke.
01:13:03Danke.
01:13:03Danke.
01:13:03Danke.
01:13:04Danke.
01:13:04Danke.
01:13:04Danke.
01:13:04Danke.
01:13:05Danke.
01:13:06Danke.
01:13:06Danke.
01:13:06Danke.
01:13:07Danke.
01:13:20Danke.
01:13:21auch für Pater Benedikt, dem ich selbstverständlich alles über die Verbindung zwischen dem Chefingenieur
01:13:29und diesem Mädchen mitgeteilt habe. Das war doch schließlich meine Pflicht.
01:13:35Ja, das ist die eine Seite der Lage. Andererseits bin ich unbedingt der Meinung, dass ihr geholfen werden muss.
01:13:43Ja, eben. Aber das ist vielleicht noch viel schwieriger. Ich habe mir vorgenommen, mit dem Manne zu reden,
01:13:53der an Ihrem Zusammenbruch schuld ist. Ich bezweifle nur, ob ich das Recht dazu habe.
01:14:01Er steht nämlich vor der Heirat mit einer anderen.
01:14:08Wir können Sie natürlich unterstützen. Wir werden unbedingt versuchen, für Sie eine neue Anstellung zu finden.
01:14:15Aber ich glaube kaum, dass es genügen wird, um diese verstörte Seele ins Gleichgewicht zu bringen.
01:14:38Mein Name ist Regener. Ich freue mich, Sie und Sie sind.
01:14:41Ich freue mich, Sie und Sie sind.
01:14:43Mein Name ist Regener. Ich freue mich, Sie und Ihren kleinen Chor begrüßen zu können.
01:15:10Danke. Und wir freuen uns, dass wir hier singen dürfen. Ich bin Pater Benedikt.
01:15:18Da sind Sie ja schon. Hallo, Wunderknaben.
01:15:20Pater Benedikt, das ist Fräulein Schürmann.
01:15:22Grüß Gott. Na, wir lassen mit ein bisschen Schokolade.
01:15:27Ja, bitte.
01:15:29Also, ich habe schon geglaubt, Ihr hättet lieber einen Cocktail.
01:15:33Hey, Dicker, isst du die ganze Schokolade alleine? Es bekommt jemand ganz anderer.
01:15:50Aha. Nun bitte, das ist Eure Sache.
01:15:53Guten Tag. Guten Tag. Guten Tag. Sind das alle? Ja.
01:15:58Sie sind der Leiter des Chors? Ja.
01:16:01Haben die Buben im Funk schon gesungen? Nein, bis jetzt noch nicht.
01:16:04Dann unterrichten Sie die Jungen, damit keine Panne geschieht. Ich lasse Sie rufen, wenn Ihr Auftritt kommt.
01:16:09Danke.
01:16:10Ja, also, hört einmal alle gut zu.
01:16:17Was ein Mikrofon ist, das weiß doch jeder.
01:16:20Na klar.
01:16:21Also, wenn man ganz nahe an einem Mikrofon steht, dann darf man nichts sagen, nichts tun, was nicht zur Sendung gehört.
01:16:28Die Leute, die zu Hause an ihren Radioapparaten sitzen, hören alles mit.
01:16:32Zum Beispiel auch das Rascheln, wenn der Karl in seinen Indianerheften blättert.
01:16:37Wumm.
01:16:38Oder wenn der Peter Wumm sagt.
01:16:40Also, nichts, gar nichts, was nicht zu unseren Liedern gehört.
01:16:49Ja, und wer sich nichts danach richtet, der macht dem ganzen Stift Schande.
01:16:53Verstanden?
01:16:54Ja.
01:16:55Ja.
01:16:56Gut.
01:16:57Nicht mehr wissen, wo ich jetzt so schnell einen Draht hernehmen soll.
01:17:01Ich kann doch schließlich nicht die Spiralen aus dem Canapé herausreißen.
01:17:04Wir brauchen doch eine Antenne, sonst hört man doch nichts.
01:17:07Du, jetzt fällt es mir ein, wo der Draht ist.
01:17:09Ja, was hast du damit gemacht?
01:17:10Ich?
01:17:11Du hast ihn doch genommen.
01:17:12Für das Spalierobst.
01:17:14Na, siehst.
01:17:22Die Renate ist weg.
01:17:23Die ist fort.
01:17:24Davon gelaufen ist das Kind wieder.
01:17:26Es ist bald soweit.
01:17:30Die Stimmung ist ausgezeichnet.
01:17:42Pater Benedikt, ich glaube, das ist für Sie.
01:17:44Für mich?
01:17:45Ja.
01:17:46Danke.
01:17:48Ja.
01:17:49Ja, ich bin aber parat.
01:17:51Pater Benedikt, bitte, ist, äh, ist Fräulein Burg vielleicht heute mit Ihnen nach Wien gefahren?
01:17:55Ja, dann ist sie davon gelaufen.
01:17:56Ja, sie ist verschwunden.
01:17:57Sie ist weg.
01:17:58Um Himmels Willen.
01:17:59Ich habe gewusst, dass ein Rückfall kommen wird.
01:18:00Man, man muss die Gendarmerie verständigen.
01:18:01Sie muss gesucht werden.
01:18:02Ja.
01:18:03Ja.
01:18:04Ja.
01:18:05Ja.
01:18:06Ja.
01:18:07Ist was mit Renate passiert?
01:18:08Ja, Fräulein Burg ist aus dem Stift weggelaufen.
01:18:09Burg?
01:18:10Renate Burg?
01:18:11Ja.
01:18:12Renate Burg.
01:18:13Ja.
01:18:14Ja.
01:18:15Ja.
01:18:16Ist was mit Renate passiert?
01:18:19Ja, Fräulein Burg ist aus dem Stift weggelaufen.
01:18:22Burg?
01:18:23Renate Burg?
01:18:24Ja.
01:18:25Renate Burg.
01:18:26Oder können Sie sich an diesen Namen schon nicht mehr erinnern?
01:18:28Was haben Sie mit diesem Namen zu tun?
01:18:30Nichts.
01:18:31Gar nichts.
01:18:32Nur, dass ich Gottlob Ihren Selbstmord verhindern konnte.
01:18:34Sie hat selbst?
01:18:35Ja.
01:18:36Und Sie wissen ganz genau, warum Sie sich das Leben nehmen wollte.
01:18:37Haben Sie doch wenigstens den traurigen Mut, ehrlich mit sich selbst zu sein.
01:18:40Ich schwöre Ihnen, ich habe ihr keine Veranlassung dazugegeben.
01:18:42Nein!
01:18:46Haben Sie?
01:18:47Robert, ich kenne dieses Mädchen gar nicht.
01:18:50Hoffentlich habe ich da nichts angerichtet.
01:18:52Sie?
01:18:53Ich habe ihr nur erklärt, dass eine Ehe...
01:18:55Herr Schürmann!
01:18:56Es wird besser für uns beide sein, wenn Sie sich einen anderen Chefingenieur suchen,
01:19:00der sich auch als Schwiegersohn eignet.
01:19:01Ich nehme Ihre Kündigung nicht an.
01:19:04Vater Benedikt, seit wann ist sie vom Stift weg?
01:19:08Es kann doch nicht so lange her sein.
01:19:10Dann muss sie sich noch in der Nähe aufhalten.
01:19:12Wo liegt St. Quirin?
01:19:15Gegenüber von Dürnstein.
01:19:17Dürnstein?
01:19:18Ich glaube, ich weiß, wo ich Sie finde.
01:19:23Sie hat uns doch das siebenfache indianische Ehrenwort gegeben.
01:19:26Aber wenn Sie uns dann hinausschmeißen?
01:19:28Dann schmeißen Sie uns halt hinaus.
01:19:30Rasch bitte, die Sängerknaben sind dran!
01:19:35Und jetzt, meine Damen und Herren, eine ganz besondere Überraschung.
01:19:39Es singen die Sängerknaben von St. Quirin.
01:19:42Schlafe, mein Prinzchen, es gut!
01:19:50Schiffchen und Fögel, mein Prinzchen, es gut!
01:19:58Schlafe, mein Prinzchen, es gut!
01:19:59Schlafe, mein Prinzchen, es gut!
01:20:00Schlafe, mein Prinzchen!
01:20:04Schlafe, mein Prinzchen, es gut!
01:20:06Schlafe, mein Prinzchen!
01:20:08Schlafe, mein Prinzchen, es gut!
01:20:10Untertitelung des ZDF, 2020
01:20:40Das Beste wird sein, Herr Inspektor, wenn Sie die Leitung der Suchaktion übernehmen.
01:20:54Selbstverständlich, euer Gnab. Ich finde es großartig, dass ich die Herren zur Verfügung gestellt habe.
01:20:57Das ist unsere Pflicht, Herr Inspektor.
01:20:59Ich würde vorschlagen, dass wir keine Zeit verlieren.
01:21:01Bitte kommen Sie, ich werde die Trupps draußen auf die verschiedenen Bereiche aufteilen.
01:21:04Euer Gnab.
01:21:05Ja, und bitte melden Sie mir sofort, wenn Sie auch noch die geringste Spur gefunden haben.
01:21:09Selbstverständlich.
01:21:10Ja, also dann, mit gut.
01:21:13Vater Vincenz.
01:21:16Vater Vincenz.
01:21:18Bleiben Sie bei mir.
01:21:20Bitte, lassen Sie mich mitgehen, hochwürdigster Abt.
01:21:23Bitte lassen Sie mich helfen.
01:21:25Ich habe etwas wieder gut zu machen.
01:21:28Das können wir nicht, Vater Vincenz.
01:21:31Das bilden wir uns nur immer ein.
01:21:32Was wir schlecht machen, das kann nur der liebe Herrgott wieder gut machen.
01:21:37Das kann nur der liebe Herrgott wieder gut machen.
01:21:39Ich habe etwas wieder gut gemacht.
01:21:40Das kann nur der liebe Herrgott wieder gut machen.
01:21:42Das kann nur der liebe Herrgott wieder gut machen.
01:21:43Untertitelung. BR 2018
01:22:13Du, Renate, hörst du mich? Ich bin's, der Peter. Und ich, der Tony.
01:22:34Du, Renate, geh nicht weg von uns. Das darfst du nicht machen.
01:22:37Weißt du, wir haben dich nämlich sehr gern.
01:22:40Du bist prima.
01:22:41Du, bitte, geh nicht weg von uns. Komm zurück.
01:22:45Ich habe den ganzen Haufen Schokolade für dich.
01:22:47Du, komm zurück zu uns. Wir warten auf dich.
01:22:56Wir bitten Sie, diese unvorhergesehene Störung zu entschuldigen.
01:22:59Unerhört. Eine Sendung so zu verderben.
01:23:08Aber ich werde dafür sorgen, dass man euch bestraft.
01:23:10Ich habe ja im Funk schon allerhand erlebt, aber das ist denn doch der Gipfel.
01:23:14Kommen Sie langsam zu sich. So viel Krawall wie Sie kann ich auch machen.
01:23:17Und zwar mit größerem Recht, denn ich bin hier zu Hause.
01:23:20Entschuldigen Sie, aber das ist doch alles schrecklich ärgerlich.
01:23:22Wenn hier etwas schrecklich ärgerlich ist, dann sehen Sie es.
01:23:25Kommt, wir fahren.
01:23:29Wir sind sehr.
01:23:30Springharte!
01:23:50Wo ist sie?
01:23:53Das Freilein war da.
01:23:55Wann?
01:23:55Vorhin, aber sie ist weggegangen.
01:23:57Warum haben Sie sie denn weggehen lassen?
01:23:59Hat sie ihren Koffer mitgenommen?
01:24:00Nein.
01:24:02Wo liegt der Stift?
01:24:03Da müssen Sie zurückfahren bis zur großen Brücke.
01:24:05Ich habe so viel Schokolade für Sie.
01:24:30Wir haben ein neues Lied gelernt.
01:24:40Wir müssen einsteigen jetzt.
01:24:47Du kommst doch mit, nicht?
01:24:48Ja.
01:24:49Wiedersehen.
01:24:49Wiedersehen.
01:24:52Wiedersehen.
01:25:22Untertitelung. BR 2018
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