- vor 6 Minuten
Falls du den Film anschaust (er taucht gelegentlich in Heimatfilm-Sammlungen oder auf YouTube auf), wirst du sofort die typische Luis-Trenker-Ästhetik erkennen: viel Natur, dramatische Wolkenstimmungen und ein etwas pathetischerer Erzählton.
Hast du den Film schon gesehen oder suchst du ihn gerade
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KurzfilmeTranskript
00:00:00Musik
00:00:30Musik
00:01:00Nach dem Kriege war es den deutschen verboten,
00:01:29Waffen zu besitzen.
00:01:32Die Wilderer hielten sich aber nicht an dieses Verbot
00:01:34und rotteten in manchen Gegenden
00:01:35den gesamten Wildbestand aus.
00:01:38Allein in einer größeren Berggemeinde Bayerns
00:01:40wurden in dieser Zeit
00:01:423.500 Hirsche,
00:01:453.200 Gämsen
00:01:47und an die 1.000 Rehe zur Strecke gebracht.
00:01:51Als dann im Jahre 1949
00:01:53die Jagdwaffen wieder freigegeben wurden,
00:01:56setzte ein erbitterter Kampf
00:01:57zwischen Wildern und Berufsjägern ein.
00:02:00In den ersten drei Jahren
00:02:01fielen allein in den bayerischen Bergen
00:02:0325 Jäger und Förster von wilderer Hand.
00:02:07Der Kampf geht weiter.
00:02:10Also, mein lieber Hucker,
00:02:11wie viel Stück setzen wir heute zur Auffrischung aus?
00:02:14Drei gute Hirsche,
00:02:15drei Hirschkühe und zwei Kälber.
00:02:17Und wie groß ist dann der Bestand im Ganzen?
00:02:19Mit dem Zuwachs der vorigen Woche
00:02:21sind es jetzt 27 Stück Rotwild,
00:02:23120 Stück Rehwild
00:02:24und der Gams-Bestand
00:02:25ist Ihnen ja bekannter, warum.
00:02:27Na ja, wenn wir fleißig weiterhegen,
00:02:29werden wir bald wieder
00:02:30auf dem guten alten Stand sein.
00:02:32Mach das Gatter auf.
00:02:33Jawohl, Herr Barum.
00:02:33Was war das, Papa?
00:02:55Wilderer, diese Lumpen.
00:02:58So eine Schweinerei.
00:02:59Ja, Baron,
00:03:00zwei Jäger sind halt zu wenig für das Revier.
00:03:03Dann werden wir eben einen dritten einstellen.
00:03:10Hallo, Anna.
00:03:11Thomas.
00:03:13Grüß dich, ich freue mich,
00:03:14dass du gekommen bist.
00:03:15Ich auch, Schwester.
00:03:17Grüß dich, Gottschwager.
00:03:18Na komm, lass dich anschauen.
00:03:19Ah, die Ehe ist doch gut bekommen.
00:03:21Bist noch hübscher war'n als früher.
00:03:22Dankeschön.
00:03:23Bist auf Urlaub da,
00:03:23oder bleibst du für ganz?
00:03:25Ja, Baron Simzell sucht einen neuen Jäger
00:03:26und ich hab mich um die Stellung beworben.
00:03:27Ist das wahr, Thomas?
00:03:28Lass' durch, halt dir die Daumen.
00:03:29Kommt's, geh mal.
00:03:30Kommt.
00:03:41So, Franzl, freu' mal.
00:03:43Kommt, steig rein.
00:03:44Ja, danke.
00:03:45Sag mir's.
00:03:46Hü, Riesl.
00:03:47Geh, geh weiter.
00:03:48Geh, hü.
00:03:58Das ist ja Thomas.
00:04:11Papa, Thomas ist gekommen.
00:04:15Wer ist denn dieser Thomas?
00:04:17Der neue Jäger, den ich anstellen möchte.
00:04:19Und die Baroness ist so vertraut mit ihm?
00:04:22Sie können unbesorgt sein,
00:04:24Freundin von Meizern.
00:04:25Eine Kinderfreundschaft.
00:04:29Thomas!
00:04:30Baroness?
00:04:31Ich freue mich, dass du da bist.
00:04:33Du hast dich aber verändert.
00:04:36Baroness, sie...
00:04:38Also, dich hätte ich gleich wiedererkannt.
00:04:40Komm, du musst mir ja so viel erzählen.
00:04:42Ich bin bei deinem Vater bestellt.
00:04:43Ach, wegen der Anstellung.
00:04:44Da mach dir nur keine Sorgen.
00:04:45Die kriegst du.
00:04:46Wenn ich das will.
00:04:47Dein Vater hat auch noch ein Wörtchen mitzureden.
00:04:49Ja.
00:04:50Aber ich habe das größere Wörtchen.
00:04:53Erste Pflicht eines Jägers ist,
00:04:55das Revier sauber zu halten von den Lumpen.
00:04:58Die glauben, alles zusammenschießen zu können,
00:04:59was ihnen von Lauf kommt.
00:05:01Aber das ist hier besonders schwierig.
00:05:03Die Leute halten zusammen wie Peck und Schwefel.
00:05:05Tja.
00:05:06Deshalb erwarte ich auch von meinen Jägern,
00:05:08dass sie energisch durchgreifen.
00:05:09Jawohl, aber warum?
00:05:11Aber nur im äußersten Notfall von der Waffe Gebrauch machen.
00:05:14Ich will keine Toten in meinem Revier.
00:05:16Soll der Jäger vielleicht warten, bis er der Tote ist?
00:05:19Na ja, ihr versteht ihn schon.
00:05:21Draufgänger?
00:05:22Schön.
00:05:23Aber mit Maß.
00:05:26Hier hast du deine Plakette.
00:05:29Trag sie in der Erde.
00:05:44Grüß Gott.
00:05:45Grüß Gott.
00:05:46Wer war denn das?
00:05:49Der Klocherer Bertolt.
00:05:52Was sucht denn ein Briefträger um diese Zeit hier oben?
00:05:54Du, der fress sich am Besen, wenn der nur frische Luft schnappen wollte.
00:05:57Hier, wildern sie alle.
00:06:00Vielleicht der Herr,
00:06:01war er ausgenommen und der Bürgermeister.
00:06:04Und sein Bruder, der Sägemüller, macht auch nicht mit.
00:06:07Mein Schwager?
00:06:08Natürlich nicht.
00:06:08Kommst du gut aus mit ihm?
00:06:10Ja, meine Schwester hat ihn recht gern.
00:06:11Er ist die Hauptsache.
00:06:13Hübsches Bild.
00:06:14Sehr modern.
00:06:15Das eine oder andere möchte ich schon haben.
00:06:17Begabt war er ja, euer Vater.
00:06:20Und frei sich.
00:06:21Nur eingebracht hat sie nicht viel.
00:06:22Er war immer ein Künstler.
00:06:24Er hat nie danach gefragt, ob es ihm was eintrinkt oder nicht.
00:06:27Naja, unser Einer versteht ja sowas nicht.
00:06:29Jedenfalls bin ich ihm dankbar, denn ohne ihn wärst du nicht da.
00:06:33Ah, Tom.
00:06:34Soll das vielleicht ein Kompliment sein?
00:06:36Das bin ich ja von dir gar nicht gewöhnt.
00:06:37Und ich bin nicht gewöhnt, dass du mich verhungern lässt.
00:06:40Seit der Thomas da ist, bin ich für dich überhaupt nicht mehr vorhanden.
00:06:42Den ganzen Tag steckst du in der Malerhütte hier.
00:06:44Na schau, ich muss doch mein Bruder sein Elternhaus wieder herrichten, wenn er jetzt hier bleibt.
00:06:48Geh mir bitte mal den Hammer aus der Schublade.
00:06:59Und jetzt beeil dich.
00:07:00Danke.
00:07:00Du darfst mir bald nach Hause kommen.
00:07:01Hallo, Kaspar.
00:07:06Ja, grüß dich Gott, Thomas.
00:07:08Grüß dich.
00:07:09Also, du bist unser neuer Jäger.
00:07:11Ja.
00:07:12Hörst, was du für schöne Bixen hast.
00:07:14Falls dir.
00:07:14Aha.
00:07:16Triffst du denn auch damit?
00:07:17Das lässt mir meine Sorge sein.
00:07:19Du, kommst du heute Abend zum Postwirt?
00:07:21Wir sind alle da.
00:07:22Es geht nicht.
00:07:23Ich muss morgen bei Zeiten raus.
00:07:24So, und wie viel Uhr denn?
00:07:27Ah, darfst du es wohl nicht sagen, wie?
00:07:29Ich will es nicht sagen.
00:07:31Ein Jäger muss schweigen können.
00:07:34Du, Thomas.
00:07:35Angenommen.
00:07:36Aber bloß angenommen, dass du mich ja nicht falsch verstehst.
00:07:39Du tätst mich einmal auf der Birsch erwischen.
00:07:41Was tätst du denn dann?
00:07:43Was ich dann tät?
00:07:45Abführen tät ich dich.
00:07:46Ohne Pardon.
00:07:47Im Dienst.
00:07:48Das merkst du.
00:07:49Da kenne ich keinen Freund und keinen Bruder.
00:07:50Grüß dich, Kaspar.
00:07:54Du musst noch absperren.
00:07:55Nein, das ist nicht nötig.
00:07:56Die Tür hat ein Sicherheitsschloss.
00:07:57Die schnappt von alleine eins.
00:07:58Ach so.
00:08:00Guten Tag, Baroness.
00:08:06Grüß Gott, Frau Rösner.
00:08:07Grüß Gott.
00:08:07Waren Sie bei Ihrem Bruder?
00:08:08Ja.
00:08:09Ich habe nachgeschaut, ob alles in Ordnung ist.
00:08:11Kommen Sie auch auf das Fest?
00:08:12Ja, natürlich.
00:08:13Thomas auch?
00:08:14Ich glaube sicher.
00:08:15Ich freue mich schon.
00:08:16Er muss unbedingt mit mir tanzen.
00:08:18Also, auf Wiedersehen.
00:08:18Wiedersehen.
00:08:19Wiederschauen.
00:08:21Ein hübsches Mädel ist das worden.
00:08:23Das wäre was für den Thomas.
00:08:24Geh, was du mir gleich redest.
00:08:26Der Thomas und die Baroness.
00:08:27Geh, komm.
00:08:28Eins, zwei.
00:08:49Eins, zwei.
00:08:50Bei sieben Schuss einen Freischuss, meine Herren.
00:08:59Ja.
00:09:00Prost.
00:09:01Prost.
00:09:01Prost.
00:09:01Prost.
00:09:02Mach's gut.
00:09:05Prieber.
00:09:06Und Elfer.
00:09:09Prieber.
00:09:12Herz für den Bürgermeister.
00:09:13Ruhe, ich bin der Bürgermeister.
00:09:15Schau mal, ich bin der Bürgermeister.
00:09:18Komm, Kass.
00:09:18Oh.
00:09:25Entschuldigung, Servo.
00:09:27Aber, Herr Bürgermeister.
00:09:28Ja, wir haben einen Gewinner hier.
00:09:29Ist schon recht.
00:09:32Na, schau, was sich wohnen hat.
00:09:33Willst du ihn haben?
00:09:34Dankeschön.
00:09:35Drüben wird getanzt.
00:09:36Wollen wir?
00:09:36Ja, gern.
00:09:37Komm.
00:09:37Komm.
00:09:41Er hätte lieber wegbleiben sollen von da.
00:09:43Wird noch Ärger mit ihm geben.
00:09:44Recht, Todder.
00:09:45Halt den Mund.
00:10:09Thomas, ich wünsche mir was.
00:10:11Was denn?
00:10:11Dass diese Musik nie aufhört.
00:10:13Ich möchte ewig so mit dir weiter tanzen.
00:10:15Das würden mich die anderen aber schön anschauen.
00:10:16Es wollen doch sicher viele mit dir tanzen.
00:10:18Ich mache mir aber nichts aus dem vielen.
00:10:25Na, mein lieber Anton.
00:10:26Wollen wir nicht bei dieser Gelegenheit den nächsten Holzeinschlag besprechen?
00:10:29Bitte, Herr Baron.
00:10:30Ich komme gleich, gell?
00:10:31Ja, schon.
00:10:32Ja, wer ist denn das?
00:10:37Die ist wirklich sehr hübsch.
00:10:39Ist die von mir?
00:10:40Die kenne ich ja doch gar nicht.
00:10:42Das ist die Maria.
00:10:43Die Tochter vom Bürgermeister.
00:10:45Die habe ich aber noch nie gesehen.
00:10:47Ja, sie ist doch erst vor ein paar Tagen zurückgekommen.
00:10:49Sie war in der Stadt.
00:10:49Auf der landwirtschaftlichen Schule.
00:10:51Ah, so.
00:10:53Die ist auch wirklich sehr hübsch.
00:11:01Maria, weißt du, dass du sehr schön bist?
00:11:04Sowas wie dich habe ich noch nie im Arm gehabt.
00:11:06Komm, gib mal einen Kuss.
00:11:07Gib mal einen Kuss.
00:11:07Bitte nicht.
00:11:08Ich mag das nicht.
00:11:09Komm, gib mal einen Kuss.
00:11:39Thomas, was ist denn?
00:11:49Was hast du denn auf einmal?
00:11:50Nichts, gar nichts.
00:12:07Verzeihung, das ist mein Platz.
00:12:08Was ist das, Maria?
00:12:09Den habe ich schon vergeben.
00:12:10Was?
00:12:11Was?
00:12:15Das Echo im Pfeil
00:12:19Das möchte ich fragen
00:12:21Warum gingst du weit
00:12:25Und mit dir mein Glück
00:12:29Das Echo im Pfeil
00:12:33Das kannst du mir nicht sagen
00:12:37Drum ruft es mir nur
00:12:40Die Frage zurück
00:12:45Dort wo wir zwei gegangen sind
00:12:52Geh ich nun ganz allein
00:12:57Wenn ich dich niemals wiederfinde
00:12:59Wenn ich dich niemals wiederfinde
00:13:05Kann ich nie mehr glücklich sein
00:13:07Kann ich nie mehr glücklich sein
00:13:11Das Echo im Pfeil
00:13:13Das ist schon im Pfeil
00:13:15Das kannst du mir nicht sagen
00:13:19Warum gingst du weit
00:13:21Und mit dir mein Glück
00:13:23Und mit dir mein Glück
00:13:27Und mit dir mein Glück
00:13:31Das ist ja mir glücklich sein
00:13:33Und mit dir mein Glück
00:13:35Das ist ja mir glücklich sein
00:13:37Untertitelung des ZDF, 2020
00:14:07Untertitelung des ZDF, 2020
00:14:37Untertitelung des ZDF, 2020
00:15:07Untertitelung des ZDF, 2020
00:15:37Untertitelung des ZDF, 2020
00:16:07Untertitelung des ZDF, 2020
00:16:37Untertitelung des ZDF, 2020
00:17:07Komm, Kind.
00:17:11Du, das ist ein Mädel, was? Die macht mich ganz verrückt.
00:17:15Wenn ich dir einen guten Rat geben darf, die lass in Ruhe.
00:17:17Sonst ist mit unserer Freundschaft aus.
00:17:19Kommt ganz drauf an, was mir mehr wert ist.
00:17:37Marja!
00:17:56Marja!
00:18:07Grüß Gott.
00:18:25Was hast du denn da?
00:18:27Nix.
00:18:28Eine Flasche Schnaps.
00:18:29Eine Flasche mit zwei Löffeln, wie?
00:18:31Kommt euch her.
00:18:32Geht ja die nix an.
00:18:33Und ob es mir was angeht in meinem Revier.
00:18:35Also wird es oder wird es nicht?
00:18:37Tja, wenn du so misstrauisch bist.
00:18:40Also doch ein Hase.
00:18:41Ja, ein Hase.
00:18:43Aber ein Osterhase.
00:18:45Ich kriege schon noch.
00:18:49Matthias, hilf mir.
00:18:52Grüß dich.
00:18:53Grüß dich, mach's gut.
00:18:55Wenn du noch was rausschickst, die Kabel runter.
00:18:58Ist recht.
00:19:00Habt ihr nichts vergessen?
00:19:02Nein.
00:19:05Besuchst du mich auch bald einmal, Vater?
00:19:06Sobald ich kann, aber du siehst, ich hab viel zu tun.
00:19:10Lass dir die Zeit nicht lang werden.
00:19:12Ach, du weißt, ich bin gerne oben.
00:19:15Los, auf geht's, komm zurück.
00:19:19Los.
00:19:27Danke.
00:19:28Komm.
00:19:29Kommt jetzt.
00:19:30Ja.
00:19:30Ja.
00:19:30Ja.
00:19:31Ja.
00:19:31Ja.
00:19:31Ja.
00:19:31Ja.
00:19:31Ja.
00:19:31Ja.
00:19:32Ja.
00:19:32Ja.
00:19:33Ja.
00:19:33Ja.
00:19:33Ja.
00:19:33Ja.
00:19:33Ja.
00:19:33Ja.
00:19:33Ja.
00:19:33Ja.
00:19:33Ja.
00:19:33Ja.
00:19:34Ja.
00:19:34Ja.
00:19:35Ja.
00:19:35Ja.
00:19:36Ja.
00:19:36Ja.
00:19:37Ja.
00:19:37Ja.
00:19:38Ja.
00:19:38Ja.
00:19:39Ja.
00:19:39Ja.
00:19:40Ja.
00:19:40Ja.
00:19:41Ja.
00:19:41Ja.
00:19:42Ja.
00:19:42Ja.
00:19:43Ja.
00:19:43Ja.
00:19:44Ja.
00:19:44Ja.
00:19:45Ja.
00:19:45Ja.
00:19:46Ja.
00:19:46Ja.
00:19:47Ja.
00:19:47Ja.
00:19:48Ja.
00:19:48Ja.
00:19:49Ja.
00:19:49Ja.
00:19:50Ja.
00:19:50Ja.
00:19:51Ja.
00:19:51Ja.
00:19:52Ja.
00:19:52Ja.
00:19:53Ja.
00:19:53Ja.
00:19:54Ja.
00:19:54Ja.
00:19:55Ja.
00:19:55Ja.
00:19:56Ja.
00:19:56Ja.
00:19:57Ja.
00:19:57Ja.
00:19:58Ja.
00:19:58Ja.
00:19:59Ja.
00:19:59Ja.
00:20:00Ja.
00:20:00Ja.
00:20:01Ja.
00:20:01Ja.
00:20:02Ja.
00:20:02Untertitelung des ZDF, 2020
00:20:32Untertitelung des ZDF, 2020
00:21:02Maria!
00:21:25Untertitelung des ZDF, 2020
00:21:55Untertitelung des ZDF, 2020
00:22:25Untertitelung des ZDF, 2020
00:22:27Der Herr Baron hat mir schon erzählt, wie arbeitsfreudig und pflichtbewusst Sie sind
00:22:31Aber glauben Sie nicht auch, dass man seinen Eifer zu weit treiben kann?
00:22:35Ich weiß nicht, was Sie meinen auch würden
00:22:36Nun, ich meine
00:22:38Ich möchte ein gutes Wort einlegen für den Postboten Berthold
00:22:41Sie haben ihn doch gestern im Wald gestellt
00:22:44Ja, natürlich
00:22:44Den habe ich erwischt
00:22:45Ja
00:22:46Es ist gewiss nicht recht, dass er den Hasen geschossen hat
00:22:49Aber ich habe gehört, Sie wollen ihn anzeigen
00:22:52Selbstverständlich auch würden
00:22:54Ist ja meine Pflicht
00:22:55Er ist aber ein ganz anständiger Mensch, der Berthold
00:22:58Und hat Frau und Kinder
00:22:59Das hätte er sich eh überlegen müssen
00:23:02In meinen Augen ist er im Bilderer
00:23:04Heute geht es um meinen Hasenbogen und meinen Bock
00:23:06Und übermorgen ist der Kronhirschrand
00:23:08Wenn man da nicht in Ergisch durchgreift, ist bald das ganze Revier leer
00:23:12Sie mögen von Ihrem Standpunkt aus recht haben
00:23:15Aber
00:23:16Was geschieht, wenn der Berthold verurteilt wird?
00:23:20Dann verliert er seine Stellung?
00:23:22Und was wird dann aus der Frau und den Kindern?
00:23:24Das ist nicht meine Sache
00:23:25Da kann ich ihm nicht helfen
00:23:26Sie sind noch sehr jung, Herr Sebald
00:23:31Das Wort Mitleid sagt Ihnen noch nichts
00:23:34Später werden Sie vielleicht einmal anders denken
00:23:36Guten Abend
00:23:37Guten Abend, Hochwürden
00:23:45Guten Abend, Isabella
00:23:51Guten Abend, Thomas
00:23:53Ich habe dich überall gesucht
00:23:55So
00:23:56Ich habe gehört, du hast heute Abend dienstfrei
00:23:58Ja, allerdings
00:23:59Sag mal, hast du nicht noch Bilder von deinem Vater?
00:24:02Ich möchte dir gerne eins abkaufen
00:24:03Ich brauche nämlich ein Geburtstagsgeschenk für Papa
00:24:06Gern, komm nur
00:24:07Ich zeig dir ein paar schöne Landschaften
00:24:09Ach, da, schau her
00:24:11Was gibt's denn?
00:24:12Ah, nix, nix
00:24:13Ein Grund zum Trinken
00:24:14Das gefällt mir am besten
00:24:19Hier ist noch eine ganze Menge anderer Bilder
00:24:21Komm, ich zeig sie dir
00:24:22Bist du sehr verliebt, Thomas?
00:24:35Ich?
00:24:36Wie kommst du denn auf?
00:24:37Du bist doch verliebt
00:24:38Und ich weiß auch in Wien
00:24:39Sie hat dich bestimmt gern
00:24:41Dich muss man ja einfach gern haben
00:24:42Glaubst du wirklich?
00:24:45Ja, das glaube ich
00:24:46Ich kann dich auch verstehen
00:24:48Sie ist sehr schön
00:24:49Viel schöner als ich
00:24:50Aber Isabella, du bist doch auch schön
00:24:52Du bist nur ganz anders
00:24:54Ich finde es so wunderbar, dass ich mit dir über alles sprechen kann
00:24:57Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute, Thomas
00:25:00Und gell, du versprichst mir, dass du zu mir kommst, wenn du mal Kummer hast
00:25:03Ich danke dir
00:25:04Du bist sehr lieb
00:25:05Von hier ist er gekommen
00:25:13Und da hat er das wild versteckt
00:25:15Im Baum Ganta
00:25:16Und so, so ist er weitergegangen
00:25:18Man sieht es deutlich an den Spuren
00:25:21Ja, stimmt was nicht
00:25:22Was?
00:25:24Von oben bis hierher sind die Spuren viel tiefer
00:25:26Er hat aber schweres getragen
00:25:27Und hier enden die tiefen Spuren
00:25:30Ja, das ist wahr
00:25:31Das verstehe ich aber nicht
00:25:33Dann müsste doch das Tier noch hier sein
00:25:37Es sei denn, dass er umgekehrt vom Dorf her gekommen ist
00:25:39Hier die Last aufgeladen und nach oben geschleppt hat
00:25:41Nach der Schrottalm?
00:25:43Ah, ausgeschlossen
00:25:44Die Spuren führen von oben nach unten
00:25:46Von der Schrottalm in Richtung zum Dorf
00:25:50Was ist aber, wenn der Wildere seine Sohle verkehrt auf die Schuhe genagelt hat?
00:25:55Das tun es doch gern, um uns irre zu führen
00:25:57Dem Heimerer Sepp könnte man das allerdings zutrauen
00:25:59Wie kommst du den Durf im Heimerer, Sepp?
00:26:02Weil er es mit der Katrin von der Schrottalm hat
00:26:04Und weil er wegen Wildern schon ein paar Monate gesessen ist, der Lump
00:26:08Vielleicht könnte man sie einmal besuchen, die Katrin
00:26:20Grüß Gott, Katrin
00:26:32Grüß Gott
00:26:33Was willst du?
00:26:38Nichts
00:26:38Hast du vielleicht ein Glas Milch für mich?
00:26:49Nein, ich hab nichts da, es wird erst später gemolken
00:26:51Mit deiner Freundlichkeit ist nicht weit her
00:26:55Ich hab dich ja nicht gerufen
00:26:57Darf ich nur noch was notieren?
00:27:01Ja, setz dich dann rüber und notiere
00:27:03Gut, mir ist es gleich
00:27:33Du notierst aber lang, hm?
00:27:50Das ist der R...
00:27:51Purt!
00:27:52So
00:27:53Ich schreibe, dass hier heroben nichts Verdächtiges ist
00:27:59Dann ist es ja gut
00:28:01Sauber
00:28:03Hast du was gefunden?
00:28:10Ja, zwei Rehdecken
00:28:11Ich hab sie dort liegen gelassen, komm
00:28:13Das genügt fürs Erste, das Andere kommt von selber nach
00:28:17Das Echo im Tal
00:28:19Das Echo im Tal
00:28:21Das möchte ich fragen
00:28:23Fragen
00:28:23Warum gingst du fort?
00:28:26Warum gingst du fort?
00:28:28Und mit dir mein Glück
00:28:29Und mit dir mein Glück
00:28:31Zwei, drei, vier
00:28:35Dort wo wir zwei gegangen sind
00:28:38Geh ich nun ganz allein
00:28:41Wenn ich dich niemals wieder find
00:28:45Kann ich nie mehr glücklich sein
00:28:48Das Echo im Tal
00:28:50Das kannst du mir nicht sagen
00:28:52Sagen
00:28:53Warum gingst du fort?
00:28:56Warum gingst du fort?
00:28:58Und mit dir mein Glück
00:28:59Und mit dir mein Glück
00:29:02Yes, es ist der Jager kommt
00:29:05Der Deifi der Schirche
00:29:07Hallo, grüß dich Gott, Maria
00:29:10Vorhin habe ich den Kasper getroffen
00:29:18Hat er dich besucht?
00:29:20Ach der, der kommt auch immer auf unseren Hof
00:29:22Oft?
00:29:23Fast jeden Sonntag
00:29:25Aber meinetwegen könnte der hundertmal kommen
00:29:27Ich würde mir nichts daraus machen
00:29:28Ist das wahr?
00:29:31Ja, das ist wahr
00:29:32Und wahrst auch
00:29:34Dass ich Angst um dich habe
00:29:36Um mich?
00:29:39Ja
00:29:39Die Leute hier haben die Jäger nicht gern
00:29:42Du hast ja schon viele Feinde gemacht
00:29:44Du hast Angst um mich gehabt, Maria
00:29:50Dann hast du mich ja gern
00:29:52Ja
00:29:54Der Jäger war da
00:30:01So, so
00:30:02Du Sepp
00:30:03Mir ist gerade so, als ob wieder ein Unheil daherkommt
00:30:06Als ob die Jäger was ausmachen
00:30:08Okay
00:30:08Weißt du nicht, dass ich beim letzten Mal auch so eine Vorahnung gehabt habe?
00:30:12Du bist heute verdächtig, seit sie dich einmal erwischt haben
00:30:14Das war aber nicht hier
00:30:15Das war drüben im Staatsforst
00:30:17Ach, ich kann mir nicht helfen
00:30:19Am ruhigsten bin ich das halbe Jahr gewesen, wo du eingesperrt warst
00:30:22Ein Jäger hätte ich eben werden sollen
00:30:24Das wäre alles gut
00:30:25Ach, geht
00:30:26Von Jahr zu Jahr versprichst du mir, dass wir heiraten
00:30:30Und dass du ein anständiger Mensch währenddienst
00:30:34Ja, schon recht
00:30:35Wirst sehen, Sepp
00:30:38Wenn du erst einmal ein Heim hast
00:30:40Und vergisst die Dummheiten von selber
00:30:42Und dann kommen die Kinder
00:30:44Und dann schaust du ihnen die Schulaufgaben durch
00:30:47Du, ich bin ja aber nicht sehr stark
00:30:49Ich meine, was die Schulaufgaben seien
00:30:51Ah, ihr Mannsbilder
00:30:54Versprechen tut's einem das Blaue vom Himmel runter
00:30:57Aber halten, nix
00:30:59Eins sag ich dir
00:31:02Wenn ich im Herbst runterkomme, nehme ich die Sache selber in die Hand
00:31:05Und zum Herrn Pfarrer gehe ich auch ein Bestellsaufgebot
00:31:07Und du wirst aber heute nirgeln
00:31:09Das ist doch auch wahr
00:31:10Na schön sollst recht haben
00:31:12Im Herbst wird kein Rat
00:31:14Okay
00:31:15Und wenn nun eines Tages eine kommt, die dir besser gefällt als ich?
00:31:19Nach dir kommt keine andere
00:31:20Maria
00:31:21Schau dir, habe ich für dich gekauft
00:31:24Ich möchte gern, dass du sie immer trägst
00:31:26Gefällt sie dir?
00:31:28Ich danke dir, Thomas
00:31:30Was wird dein Vater sagen, wenn er es erfährt?
00:31:32Auch wenn er dagegen wäre, es würde nichts daran ändern
00:31:35Ich weiß nicht, wie du darüber denkst
00:31:38Aber ich möchte gern zu deinem Vater gehen und ihm sagen
00:31:40Dass ich dich heiraten will
00:31:42Mein Vater wird mich nicht hergeben
00:31:45Nicht bevor ich 25 bin
00:31:46Weißt du, ich bin nämlich die Jüngste
00:31:49Meine Mutter ist bei meiner Geburt gestorben
00:31:51Und Vater meinte mir, ich wäre ihr am ähnlichsten
00:31:54Thomas
00:31:56Es ist doch so schön, wenn nur wir zwei davon wissen
00:31:59Wir haben doch noch so viel Zeit
00:32:01Ich denke dabei nur an dich
00:32:03Ich möchte gern, dass alles eine Ordnung hat
00:32:06Deinetwegen
00:32:07Ich muss jetzt leider gehen, Maria
00:32:10Ach, bleib doch noch ein bisschen
00:32:15Gern
00:32:21Gern
00:32:51Halt! Bleib stein, du Lump!
00:33:05Heimara, bleib stein!
00:33:06Heut! Noch einen Schrittheimer und es krocht!
00:33:29Deshalb ist es aber fein abpasst.
00:33:31Gerade heute, wo es das letzte Mal war.
00:33:33Geht so. Erzähl es deiner Großmutter.
00:33:35Sag uns lieber, dass wieviel dem alles gewesen ist.
00:33:38Was könnt ihr mir denn beweisen?
00:33:41Ein Dreck!
00:33:43Meinstheimerer, zwei Zeugen werden wohl genügen.
00:33:45Wie war das damals mit dem Gamsbock von der Speckleiten?
00:33:48Und mit dem Hirsch vom Schottengraben?
00:33:50Der kommt nicht auf mein Konto. Das war der andere.
00:33:52Ja, das kann schon sein. Das war damals eine andere Spur.
00:33:55Sei es, wie es will. Jedenfalls kommt jetzt mit runter zur Gendarmerie.
00:33:59Gerade jetzt, wo wir den Kirchleuten begegnen.
00:34:02Der Herr Schwanen draufgefasst, dass gerade am Sonntag einer auf ihn schießen wird.
00:34:05Jetzt, Sir.
00:34:06Du, den Heimerer selbst haben sie geschafft.
00:34:24Was ist los? Von wem weißt du das?
00:34:26Ich habe es selber gesehen.
00:34:27Der Egger hat ihn bei der Gendarmerie abgeliefert.
00:34:30Wie man sich nur so blöd anstellen kann.
00:34:32Der Egger, sagst du was? Nicht der Torlas?
00:34:34Ich werde doch den Egger kennen.
00:34:36Wenn es der Thomas gewesen wäre, hätte ich mich weniger wundern.
00:34:38Ich weiß gar nicht, was ich mit dem Allerbehaupt.
00:34:40Der kocht auch nur mit Wasser.
00:34:42Ja, aber ein Spürhund ist der, wie der Baron noch keinen gehabt hat im Forst.
00:34:44Ich möchte bloß wissen, wann der schläft.
00:34:46Fragst du halt einmal deine Maria.
00:34:48Vielleicht weiß die, wann er schläft und wo.
00:34:50Was ist los?
00:34:51Es ist die Wahrheit, Bürgermeister.
00:34:53Mich mag sie ja nicht.
00:34:55Und dabei meine ich es ehrlich.
00:34:57Und unsere Hofrösin, das weißt du selber ganz genau,
00:34:59der steht dem deiner nicht nach.
00:35:00Und ich tät sie heiraten.
00:35:03Ich höre doch nichts dagegen.
00:35:05Aber da müssen wir erst.
00:35:06Guten Abend, Vater.
00:35:29Grüß dich, Maria.
00:35:30Du kommst so spät noch herauf?
00:35:33Willst du was trinken?
00:35:35Ja.
00:35:36Ist das was, Vater?
00:35:52Ja, es ist was.
00:35:54Ist es wahr, dass du dich in den Jäger verliebt hast?
00:36:00Ja, das ist wahr.
00:36:03Ist das sehr schlimm?
00:36:04Ja, das ist schlimm.
00:36:06Alles hätte ich von dir gedacht.
00:36:08Aber dass du dich mit einem Jäger...
00:36:09Sind denn Jäger keine Menschen?
00:36:11Doch, aber nur halbe.
00:36:12Faulenzer sind sie, die den ganzen Tag spazieren gehen.
00:36:15Ich will, dass da mal einen Harald ist,
00:36:16der zu uns gehört und der was hat.
00:36:20Mir ist es ganz gleich, ob er etwas hat oder nicht.
00:36:23Ich mag keinen anderen.
00:36:25Verstehe mich doch, Vater.
00:36:27Du hast mir leid, Kind.
00:36:28Der Thomas, meinst du nicht ehrlich mit dir?
00:36:30Wer geht mit dem Fräulein vom Schloss?
00:36:32Das glaube ich nicht.
00:36:34Ach, das ist nicht wahr.
00:36:36Wer denn dir sagt, dass sie ihn nachts im Malerhäusel besucht hat?
00:36:40Kaspar hat's gesehen.
00:36:41Der Kaspar?
00:36:42Der lügt so oft, er den Mund aufmacht.
00:36:44Du musst ja sehen, wohin das führt mit dem Jäger.
00:36:46Ich hab ihn heute lieb.
00:36:47Ich mein's doch nur gut mit dir.
00:36:49Ah, reden wir nicht mehr davon.
00:36:51Ich geh jetzt.
00:36:52Gute Nacht.
00:36:52Du willst noch runtergehen?
00:36:54Es wird ja schon ein Stück dunkel draußen.
00:36:57Ach, Vater, bleib doch noch hier.
00:36:58Herr Rohn, ich muss Ihnen eine Mitteilung machen.
00:37:01Ich bin für Isabella verantwortlich.
00:37:02Dafür haben Sie mich engagiert.
00:37:04Sie machen Ihre Sache ja auch ganz ausgezeichnet.
00:37:06Hat Isabella wieder etwas angestellt?
00:37:08Sie will mit dem Jäger Thomas morgen früh auf die Pirsch gehen.
00:37:11Und ganz allein.
00:37:12Nun, stört Sie das?
00:37:14Allerdings, es schickt sich nicht.
00:37:16Ach so.
00:37:17Ja, natürlich, es schickt sich nicht.
00:37:18Ich mach Ihnen einen Vorschlag.
00:37:20Gehen Sie doch mit.
00:37:21Ich auf die Jagd?
00:37:23Und wenn mich der Hirsch angreift?
00:37:26Seien Sie unbesorgt, Frauin von Malzahn.
00:37:28Sie wird keiner angreifen.
00:37:30Gute Nacht.
00:37:35Na nun, Papa, was verschafft mir die Ehre.
00:37:38Ich wollte dir noch Gute Nacht sagen.
00:37:40Äh, ja, und was ich noch sagen wollte,
00:37:43Frauin von Malzahn,
00:37:45finde es unpassend,
00:37:46dass du mit Thomas allein auf die Jagd gehst.
00:37:48Aber du machst dir doch sonst nichts aus dem,
00:37:50was die Malzahn sagt, Papa.
00:37:51Oh, ich mache mir auch diesmal nichts daraus.
00:37:53Ich kenne dich doch, Papa.
00:37:55Na ja, so schön zugegeben.
00:37:57Ich mache mir Gedanken.
00:37:59Das brauchst du aber nicht, Papa.
00:38:01Thomas ist ein sehr hübscher Kerl.
00:38:04Ich habe ihn sehr gern.
00:38:05Aber er,
00:38:07er liebt eine andere.
00:38:09Ach so.
00:38:11Hör ihm mal gut zu.
00:38:13Als ich 20 Jahre alt war,
00:38:15da habe ich mich in eine Zirkusreiterin verliebt.
00:38:17Oh, ich habe es sehr ernst genommen.
00:38:19Ich wollte sogar Clown werden.
00:38:21Aber sie war gescheiter als ich.
00:38:23Sie wusste, dass ihre Welt und meine Welt
00:38:25nicht zusammenpassen.
00:38:27Und das war mein Glück.
00:38:29Denn sonst hätte ich deine Mutter nicht kennengelernt
00:38:31und nie erfahren,
00:38:33was wirkliche Liebe ist.
00:38:35Danke, Papa.
00:38:35Guten Nacht, mein Kind.
00:38:38Guten Nacht, Papa.
00:38:39Guten Nacht, mein Kind.
00:39:09Bitte.
00:39:10Mal hier.
00:39:11Ja?
00:39:12Was ist denn?
00:39:13Komm.
00:39:14Komm schnell, ich will dir was zeigen.
00:39:16Komm.
00:39:17Was hast du denn?
00:39:18Was ist denn geschehen?
00:39:19Komm, komm.
00:39:20Da, komm her.
00:39:21Schau.
00:39:22Da.
00:39:23Siehst du die beiden unten am Anken?
00:39:36Na, hat der Kasper gelogen?
00:39:51Du, Thomas, kannst du schweigen?
00:40:01Wie in alten Zeiten?
00:40:02Ja.
00:40:03Ehrenwort?
00:40:04Großes Ehrenwort, du machst mich neugierig.
00:40:06Das ist nämlich noch ein Geheimnis.
00:40:07Das weiß keiner.
00:40:08Auch Vater nicht.
00:40:09Ich werde mich verlogen.
00:40:10Ist denn das möglich?
00:40:12Mit wem denn?
00:40:13Mit Doktor von Stein.
00:40:14Du kennst ihn ja.
00:40:15Das freut mich aber für dich.
00:40:17Und Doktor von Stein kann sich glücklich schätzen.
00:40:19Meinst du?
00:40:20Na, ich weiß nicht.
00:40:21Ich glaub, er wird's nicht leicht haben mit mir.
00:40:23So, Sie wollen also meine Tochter heiraten.
00:40:27Wir haben uns gern, Herr Rösner.
00:40:29Also, daraus wird nichts, Herr Seewald.
00:40:31Ich weiß, Sie halten Marie noch für zu jung.
00:40:34Das hat damit überhaupt nichts zu tun.
00:40:36Ich hab mir eben meinen Schwiegersohn anders vorgestellt.
00:40:38Das versteh ich nicht.
00:40:40Ich bin ja kein Hergelaufener.
00:40:42Schließlich ist meine Schwester mit ihrem Bruder verheiratet.
00:40:45Na ja, aber ich seh schon, Sie mögen mich nicht.
00:40:49Eben, und deshalb ist der Fall für mich erledigt.
00:40:52Aber nicht für mich.
00:40:53Hier sind meine Papiere und ich beantrage jetzt offiziell unser Aufgebot.
00:40:57Den Antrag müssen Sie als Bürgermeister annehmen.
00:41:00Und ich nehme das Aufgebot nicht zur Kenntnis.
00:41:02Haben Sie mich verstanden?
00:41:04Es wird sich teuer zu stehen kommen.
00:41:08Ich werde mich beim Herrn Landrat beschweren.
00:41:10Ich werde mich beim Herrn Landrat beschweren.
00:41:20Mein Vater sei Heizer, sie ist mit Haar vor Schkodeck.
00:41:24Hol'o, Rotria Drei, und ich bin Haar vor Schkodeck.
00:41:29Und ich bin immer heiratet.
00:41:32Ich bin Haar voll von Draugweg.
00:41:34Hol'o, Rotria Drei, und ich bin Haar voll von Draugweg.
00:41:39Ich bin Haar voll von Draugweg.
00:41:40Jetzt hab' ich geheiratet.
00:41:44Was hab' ich davon?
00:41:46Hol'o, Rotria Drei, und was hab' ich davon?
00:41:50Ein stummvoller Kinder
00:41:55Ein psoffenen Mann holer
00:42:00Ja, drei, oh, ein psoffenen Mann
00:42:04Hallo, Thomas!
00:42:21Du bist da
00:42:22Das ist recht, dass du aufkommst
00:42:23Leute, das ist einer
00:42:25Der beste Jäger weit und breit
00:42:27Und der wildere Schreck
00:42:29Geh, spinn nicht
00:42:30Am Ende klatscht da noch einer
00:42:31Grüß dich, Maria
00:42:40Siehst du mich da nicht?
00:42:43So klein bist du nicht, dass man dich übersehen könnte
00:42:45Macht da nix draus
00:42:49Er hat sich einen krankigen Tag
00:42:51Maria
00:43:00Rühr mich nicht an
00:43:01Was ist denn geschehen?
00:43:04Ich hab so an dich geglaubt
00:43:05Und du hast mich belogen
00:43:06Ich dich belogen?
00:43:07Wann denn?
00:43:08Tu doch nicht so, als ob du von nichts wüsstest
00:43:10Gib es doch wenigstens ehrlich zu
00:43:12Wieso soll ich denn zugeben?
00:43:14Ich weiß ja von nichts
00:43:15Ach, du weißt von nichts
00:43:17Warst du neulich mit der Baroness bei den Alpenrosen oder nicht?
00:43:21Ach so, jetzt kenn ich mich aus
00:43:22Wer hat dir das erzählt?
00:43:25Das brauchte mir niemand zu erzählen
00:43:27Das hab ich selber gesehen
00:43:28Ja, aber du kannst doch nicht im Ernst glauben, dass zwischen Isabelle und mir etwas war
00:43:32Es war völlig harmlos
00:43:33Ich hab es nicht harmlos gefunden
00:43:35Du hast sie geküsst
00:43:37Ja
00:43:38Das heißt, wir haben uns geküsst
00:43:41Es war ein Abschied
00:43:43Ein Abschied?
00:43:44Wovon?
00:43:45Von unserer Kinderzeit
00:43:46Wie oft verabschiedet ihr euch denn?
00:43:49Dass sie dich neulich im Malerhäusel besucht hat
00:43:51Das war wohl auch ein Abschied, was?
00:43:53Du bist ja eifersüchtig
00:43:57Ich?
00:43:59Eifersüchtig?
00:44:00Von mir als kannst du machen, was du willst
00:44:01Maria, hast du kein Vertrauen zu mir?
00:44:03Wir lieben uns doch
00:44:04Spar dir die schönen Worte für die andere auf
00:44:08Mich kannst du nicht mehr so leicht einfangen
00:44:11Bitte geh jetzt
00:44:13Maria
00:44:14Lass mich in Ruhe
00:44:21Ach, du hockst
00:44:22Das war nicht notwendig
00:44:24Ihr habt laut genug geschrien
00:44:25Dem hast du es aber gegeben
00:44:38Wenn ich nur wüsste, was du an ihm findest
00:44:41Belügen tut er dich
00:44:42Und betrügen
00:44:43Und was ist er denn schon?
00:44:46Ein kleiner Jäger mit einem lächerlichen Gehäut
00:44:48Der könnte dich doch schon was anderes bieten
00:44:51Beierin
00:44:53Auf dem Kurzenhof
00:44:54Das wär nicht der Schlechteste
00:44:56So manche täte sich das wünschen
00:44:58Und dein Vater hätt auch nichts dagegen
00:45:01So?
00:45:03Aber ich
00:45:04Kati!
00:45:09Wo steckst du denn die ganze Zeit?
00:45:11Treib endlich die Kühe rein
00:45:12Ich bin ja da
00:45:14Ich treib ja
00:45:15Hey, Marsch in Stol
00:45:17Hey, hey, hey
00:45:19Hoppla
00:45:20Och похожer
00:45:23Schneier
00:45:24Ja, hijo
00:45:25Como sind wir?
00:45:26Hoppla
00:45:27Hoppla
00:45:27Irj
00:45:30Hoppla
00:45:30ras
00:45:31Beij
00:45:39Hoppla
00:45:41Auf
00:45:41Pihen
00:45:42Ta
00:45:42Tsch
00:45:42ta
00:45:43Sch
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00:45:46mit
00:45:47Zeit
00:45:47Untertitelung des ZDF, 2020
00:46:17So eine Frechheit, meine Dienerwisch!
00:46:44Steht, Mann!
00:46:47Steht, Mann!
00:46:58Um Gottes Willen, Vater, wie siehst du denn aus?
00:47:01Sperr zu!
00:47:02Wer sind denn hierher?
00:47:03Wer denn?
00:47:03Was ist denn geschehen?
00:47:14Ja, schießen hätte ich ihn können, den Kerl.
00:47:16Verdient hätte er es schon deines Wegen.
00:47:18Was hast du denn?
00:47:19Wer ist da?
00:47:32Ich bin's, der Thomas!
00:47:33Ich bin hinter einem Wilderer her.
00:47:46Ist hier jemand vorbeigekommen?
00:47:48Meine bessere Ausrede ist Ihnen wohl nicht eingefallen.
00:47:53Ich bin im Dienst, Herr Bürgermeister.
00:47:55Ich habe Ihnen doch schon gesagt, meine Tochter will mit Ihnen nichts mehr zu schaffen haben.
00:48:01Gute Nacht.
00:48:09Denk nicht darüber nach.
00:48:10Wir schlafen.
00:48:11Warum tust du das, Vater?
00:48:20Warum?
00:48:23Kann nichts dafür.
00:48:24Es steckt mir im Blut.
00:48:26Aber du könntest dir doch eine Jagdkarte nehmen.
00:48:28Jagdkarte, Jagdkarte?
00:48:29Ich pfeife auf eine Jagdkarte!
00:48:33Soll ich vielleicht darum betteln, dass ich in unseren eigenen Bergen auf die Jagd gehen darf?
00:48:37Sind wir Bauern schlechtere Menschen als die Jagdherren?
00:48:40Aber das verstehst du nicht.
00:48:42Nein, das verstehe ich nicht.
00:48:48Gute Nacht.
00:48:50Gute Nacht.
00:48:59Abmachen!
00:49:05Abmachen!
00:49:06Ja, ich komme schon.
00:49:07Was ist denn?
00:49:10Was will ich denn?
00:49:13Ist dir jemand vorbeigekommen?
00:49:15Na, den Sepp habt ihr eingesperrt, du Dummkopf.
00:49:17Ist das meine Schuld?
00:49:18Ich weiß nicht.
00:49:19Aber du kannst du nicht ein gutes Wort beim Baron für ihn einlegen, dass er bald freikommt.
00:49:22Ach was, ich denke nicht dran.
00:49:24Gute Nacht.
00:49:25Das werde ich dir noch heimzahlen.
00:49:28Dir.
00:49:29Der Kerl ist Ihnen also wieder entwischt.
00:49:46Und Sie haben keine Ahnung, wer es gewesen sein könnte?
00:49:49Nein, Herr Oberförster.
00:49:51Das ist aber bestimmt kein gewöhnlicher Wildtipp.
00:49:53Er hat den Zwölfänder völlig weitgerecht erlegt.
00:49:55Der Baron wird Fuchstar fürs Wild sein.
00:49:56Und gerade den Bierstatter für sich reserviert.
00:49:59Auf Wiederschauen.
00:50:00Grüß Gott.
00:50:06Thomas.
00:50:08Ich habe dich ja ewig nicht gesehen.
00:50:10Ach ja.
00:50:11Ich habe viel Arbeit und genug Ärger.
00:50:13Mir kannst du doch nichts vormachen.
00:50:16Ist was mit deiner Maria?
00:50:18Das ist aus, Isabella.
00:50:20Sie mag mich nicht mehr.
00:50:21Aber warum denn?
00:50:22Was ist denn passiert?
00:50:23Sie hat uns neulich gesehen, als wir auf der Pirsch waren.
00:50:25Ach, da mach dir nur keine Sorgen, Thomas.
00:50:27Es kommt bestimmt in Ordnung.
00:50:29Sehr lieb von dir, dass du mich trösten willst.
00:50:31Aber du kennst Maria nicht.
00:50:33Also auf Wiedersehen.
00:50:34Ich muss ins Revier.
00:50:34Auf Wiedersehen.
00:50:35Du, Maria, da kommt das Fräulein vom Schloss.
00:50:44Ja, was will denn die bei uns?
00:50:46Guten Tag, Frau Rösner.
00:51:00Guten Tag.
00:51:02Wünschen Sie etwas?
00:51:02Ja, ich möchte mit Ihnen über Thomas sprechen.
00:51:07Ich wüsste nicht, was es da noch zu reden gibt.
00:51:10Für mich ist die Sache ganz klar.
00:51:12Das bilden Sie sich ein.
00:51:13Aber ich habe doch selbst...
00:51:14Ich weiß schon.
00:51:14Sie wollen sagen, es geht mich nichts an.
00:51:16Es geht mich aber sehr viel an, denn ich will nicht, dass Thomas Kummer hat.
00:51:19Er liebt Sie.
00:51:22Ach, er liebt mich?
00:51:24Wissen Sie das so genau?
00:51:26Allerdings, sonst wäre ich ja nicht hier.
00:51:28Oder glauben Sie, es fällt mir leicht, Ihnen das zu sagen?
00:51:31Mir genügt, was ich gesehen habe.
00:51:33Ach, Sie meinen den Kuss?
00:51:35Der Arme war ja ganz erschrocken.
00:51:37Ich habe meinem Verlobten erzählt, wie alles gewesen ist, und der hat darüber nur gelacht.
00:51:41Was?
00:51:43Sie sind verlobt?
00:51:44Ja, seit vorgestern.
00:51:46In vier Wochen ist Hochzeit.
00:51:47Sind Sie nun beruhigt?
00:51:51Ich muss jetzt gehen.
00:51:52Ich bin so froh, dass Sie gekommen sind und mir das gesagt haben.
00:51:55Ich weiß gar nicht, wie ich Ihnen danken soll.
00:51:57Auf Wiedersehen.
00:51:58Wiedersehen.
00:52:01Jö, hat die ein Parfüm gehabt?
00:52:15Was verstehst denn du davon?
00:52:16Sehr viel.
00:52:16Eine Tante von mir hat auch so ein Parfüm gehabt.
00:52:19Und da hat es gleich dreiledige Kinder gekriegt.
00:52:25Jetzt lauf schnell runter und grüß mit dem Vater.
00:52:27Ja.
00:52:27Ich gehe jetzt ins Revier.
00:52:41Weidmannsheil.
00:52:43Weidmannsheil.
00:52:43Weidmannsheil.
00:52:45Weidmannsheil.
00:52:46Wiridmannsheil.
00:52:46Untertitelung des ZDF, 2020
00:53:16Untertitelung des ZDF, 2020
00:53:46Thomas! Thomas, wo bist du denn?
00:53:52Thomas! Thomas!
00:54:16Thomas!
00:54:23Thomas!
00:54:24Thomas!
00:54:35Thomas!
00:54:37Thomas!
00:55:07Halt! Ergib dich! Wirf's schwer weg!
00:55:37Wirf's schwer weg, wirf's schwer weg!
00:56:07Wirf's schwer weg!
00:56:37Maria, ich hol schnell Hilfe aus dem Dorf!
00:56:41Wir bringen Sie hinunter, Herr Bürgermeister!
00:56:43Mir ist nicht mehr zu helfen!
00:56:47Du warst der Stärkere!
00:56:49Nicht ich!
00:56:51Das Gesetz!
00:56:53Vergib mir!
00:56:55Vergib mir!
00:57:05Maria!
00:57:06Ruhe mich nicht an!
00:57:08Du hast meinen Vater getötet!
00:57:12Vater!
00:57:22Oh, Vater!
00:57:28Herr Oberförster!
00:57:30Herr Oberförster!
00:57:32Herr Oberförster!
00:57:33Herr Oberförster!
00:57:34Herr Oberförster!
00:57:36Herr Oberförster!
00:57:37Herr Oberförster!
00:57:38Herr Oberförster!
00:57:39Herr Oberförster!
00:57:40Herr Oberförster!
00:57:41Herr Oberförster!
00:57:42Herr Oberförster!
00:57:43Herr Oberförster!
00:57:44Herr Oberförster!
00:57:45Herr Oberförster!
00:57:46Weil es der Alte nicht auf Leiden wollen, dass ein Jäger seiner Tochter den Kopf verdreht,
00:57:50darum hat er ihn weggeputzt, Herr Oberförster.
00:57:52Das wird man sagen, damit müssen Sie sich erwechnen.
00:58:03Der Baron!
00:58:04Was ist denn?
00:58:06Verzeihung, eine Dienstsache.
00:58:07Ja, muss das sein, aufgerechnet ein Verlobungsamt meiner Tochter?
00:58:10Es ist nicht was passiert.
00:58:12Na ja, schön.
00:58:14Verzeihung, ich komme.
00:58:16Kommen Sie.
00:58:17So, also, was gibt's?
00:58:19Herr Baron, der Jäger Sebald hat heute in Ausübung seines Dienstes um 21.30 Uhr
00:58:23den Bürgermeister Rösner beim Bildern adaptiert und ihn in Notwehr erschossen.
00:58:28Was, den Rösner erschossen?
00:58:30Aber das ist doch nicht möglich.
00:58:31Leider doch, Herr Baron.
00:58:32Und für den hätte ich meine Hand ins Feuer gelegt.
00:58:35So eine Spannung.
00:58:39Da wär's denn nicht anders gegangen, Thomas?
00:58:41Doch, Herr Baron.
00:58:42Nämlich so, dass ich an seiner Stelle oben liegen würde.
00:58:44Meine Auffassung hat der Sebald völlig korrekt gehabt.
00:58:47Ja, ja, ja, ich bin überzeugt davon, aber so einfach ist die Sache nicht.
00:58:51Schließlich war der Rösner ein angesehener Mann.
00:58:52Ein Bürgermeister.
00:58:54Bitte, ich stehe selbstverständlich voll und ganz zu dir.
00:58:57Ich danke, Herr Baron.
00:58:59Aber du wirst von hier weg müssen, wegen der Leute.
00:59:01Am besten ist, ich versetze dich in ein anderes Revier.
00:59:03Bitte nicht, Herr Baron.
00:59:04Warum nicht?
00:59:05Weil das wie Flucht aussehen würde.
00:59:07Ich bin ihm recht.
00:59:07So schön, wie du isst.
00:59:09Ich hab es nur gut mit dir gelernt.
00:59:11Danke.
00:59:11Danke.
00:59:12Danke.
00:59:13Danke.
00:59:14Danke.
00:59:15Danke.
00:59:16Danke.
00:59:46Danke.
00:59:52Katty, geh raus.
00:59:59Wenn das Herz Ast zieht, den trifft's.
01:00:02Es muss nicht gleich heute sein, und auch nicht morgen.
01:00:20Verlass dich drauf! Wenn der Lumpen mir vorn Lauf kommt, dann halte ich sicherer hin als
01:00:24der Vater selig.
01:00:25Ja, seid ihr denn wahnsinnig? Was ihr tun wollt, ist gemeiner Mord!
01:00:30Und was war das bei ihm, bei dem grünen Hund?
01:00:33Er hat unseren Vater erschossen. Hast du das vergessen?
01:00:35Das hab ich nicht vergessen. Aber ihr könnt ihn doch nicht einfach umbringen.
01:00:39Du hältst zu so einem Lumpen?
01:00:40Willst du ihn vielleicht immer noch heiraten?
01:00:42Die ist ja so schlecht! Du...
01:00:45Du wärst ihm stand und hältst ihm Jäger verraten, was wir wollen!
01:00:47Ja! Das werd ich auch tun. Ich werd ihn warnen.
01:00:51Erdloses Weib, du!
01:00:53Hättest vorhin beim Postwirt sein sollen. Da hättest du hören können, die Leute
01:01:03über deinen saugen Herrn Bruder reden.
01:01:04Ich bin gar nicht neugierig drauf.
01:01:06Ja, das weiß ich. Bei dir hat ja immer dein Thomas recht. Aber dass er meinen armen Bruder
01:01:12umgebracht hat, daran denkst du gar nicht.
01:01:14Du bist ungerecht, Anton. Der Thomas hätt doch gar nicht anders handeln können. Das
01:01:18wird dir jeder vernünftige Mensch sagen.
01:01:20Da gibt's im ganzen Ort keinen vernünftigen Menschen.
01:01:22Anna!
01:01:23Was ist denn los?
01:01:25Sie wollen den Thomas umbringen.
01:01:27Wer will ihn umbringen?
01:01:29Meine Brüder.
01:01:30Aber das ist doch nicht möglich.
01:01:33Anton, hörst du? Du musst was unternehmen, erst zu spät ist.
01:01:37Was ist ein Unsinn, diese Trottung. Wie bringt er schon in Ordnung?
01:01:40Verdient hat er's nicht. Aber ich glaub, ein Unglück ist genug.
01:01:43Maria, auf den Anton können wir uns verlassen. Er kann den Thomas zwar nicht leiden, aber
01:01:54er lässt das bestimmt nicht im Stich. Komm.
01:01:58Wenn dem Thomas was geschieht, ich überleb's nicht.
01:02:03Baron hat recht. Du musst aus Erlwies verschwinden, wenn dir dein Leben lieb ist.
01:02:09Ich denke nicht daran, vorzugehen. Es würde ja wie Flucht aussehen.
01:02:13Ich hab dich gebahnt.
01:02:15Und ich bleib da auch. Mach was du isst.
01:02:20Sag einmal, hast du nicht was zu trinken? Ein Glas Wein oder sowas?
01:02:24Na warte, ich hol da Flaschen.
01:02:28Danke.
01:02:29Prost.
01:02:30Dass er mein Schwager ist, tut nichts zur Sache. Dein Vater war schließlich mein Bruder.
01:02:48Natürlich muss er einen Denkzettel bekommen. Aber nicht so wie ihr das vorhabt. Das wär ja
01:02:53ein Mord, ihr Trotteln. Das müssen wir schon schlauer anpacken.
01:02:57Ein Postpaket schicken vielleicht. Das sind zerreißt, wenn er's aufmacht.
01:03:01Na Unsinn, das wär genauso ein Mord. Nein, nein, nein. Das machen wir ganz anders.
01:03:05Aber wie? Weißt du was?
01:03:07Vielleicht.
01:03:09Sie werden doch nicht glauben.
01:03:18Ich glaube nur das, was ich seh. Das ist ziemlich viel.
01:03:21Ja, aber...
01:03:22Es tut mir leid, Sehbein. Aber es besteht ja dringender Verdacht, dass die Anzeige recht hat.
01:03:27Sie sind doch verrückt!
01:03:29Werden Sie nicht frech! Sonst kommt auch noch eine Beamtenbeleidigung dazu.
01:03:33Ja, aber das ist doch alles Wahnsinn! Ich hab doch kein Reh versteckt!
01:03:37Ist ein Komplott! Jetzt hat man jemand hereingeschmuggelt.
01:03:40Ja, was es ist, wird sich schon herausstellen. Gibt es hier noch einen zweiten Schlüssel für das Haus?
01:03:47Ja, natürlich. Vielleicht haben sie ihn verloren.
01:03:50Wo wird der gewöhnlich aufbewahrt?
01:03:52Dort in der Schublade.
01:03:54Ist das der Schlüssel?
01:04:09Ja.
01:04:10Na also!
01:04:12Was hast du dazu zu sagen?
01:04:17Nichts, Herr, warum?
01:04:18Geben Sie doch keine so dummen Antworten.
01:04:20Niemand außer dir hat den Schlüssel.
01:04:22Sie glauben also auch, dass ich ein Wildtipp bin?
01:04:26Sebald, ich bin immer für meine Jäger eingestanden und habe sie gedeckt.
01:04:30Aber hier kann ich es einfach nicht mehr.
01:04:32Geben Sie das Gewehr, Herr Sebald. Sie brauchen ans Feiern keinen Dienst mehr zu machen.
01:04:37Zahlen Sie ihm das Gehalt für diesen Monat. Ansonsten aber bist du beurlaubt.
01:04:42Bis diese Schweinerei restlos aufgeklärt ist.
01:04:45Wenn ich keinen Dienst machen darf, will ich auch nicht bezahlt bei Nerberung.
01:04:50Papa, was ist denn geschehen?
01:04:52Holly sagte mir...
01:04:53Der von dir so sehr geschätzte Thomas scheint selbst ein Wildtipp zu sein.
01:04:57Das glaube ich nicht, Papa.
01:04:59Mach dir keine Sorgen, Thomas.
01:05:00Ich hau zu dir.
01:05:01Ich danke dir, Isabella.
01:05:03Ich hätte sie mir selbst nicht zugetraut. Aber wie kommt das Wild in seinen Keller?
01:05:15Herr Sebald, Ihre Behauptung, dass der erschossene Rösner ein Wilderer war, hat sich keinesfalls erwiesen.
01:05:22Er genoss den besten Läum und dem Dorf.
01:05:25Warum hätte er dann auf mich geschossen?
01:05:27Das ist allerdings eine sehr berechtigte Frage.
01:05:30Vielleicht war es so, dass er gar nicht auf Sie geschossen hat.
01:05:32Verstehen Sie, was ich meine?
01:05:34Nein.
01:05:35Nein.
01:05:36Das Gewehr hat man nie gefunden. Und das gibt doch zu denken.
01:05:39Ich hatte keinen Grund.
01:05:41Ihn umzubringen. Ganz recht. Ein Tatmotiv hat tatsächlich noch gefehlt.
01:05:45Denn der Umstand, dass der verstorbene Seher Schwiegersohn nichts anerkennen will,
01:05:49das ist für mich nicht gültig.
01:05:51Aber, seitdem wir nämlich genau wissen, dass Sie ein Wilddieb sind...
01:05:54Aber ich bin doch kein Wilddieb!
01:05:57Warum hätte ich auch wildern sollen?
01:05:58Um Ihre Schulden beim Juwelier abdecken zu können.
01:06:01Sie haben doch eine Halskette gekauft.
01:06:03Ja? Auf Abzahlung. Stimmt das?
01:06:05Na ja, für Ihren Reh bekommt man eine ganz schöne Summe.
01:06:08Sie haben den Rösen erschossen, weil er Sie auf frischer Tat ertappt hat.
01:06:12Weil er für Sie ein unbequemer Zeuge war.
01:06:15Das war es nämlich. Und Sie behaupten, es wäre Notwehr gewesen.
01:06:18Nein, das stimmt nämlich nicht. Es ist nur ein Schuss abgegeben worden.
01:06:21Und dieser eine Schuss kam aus Ihrem Gewehr.
01:06:23Aber das ist doch nicht wahr!
01:06:25Es war auch die Tochter des Verstorbenen in der Nähe.
01:06:27Bitte fragen Sie sie, Herr Untersuchungsrichter.
01:06:29Das werde ich natürlich tun.
01:06:31Ich fürchte nur, die Staatsanwaltschaft will Sie für Befangen erklären.
01:06:35Aus naheliegenden Gründen.
01:06:37Ja, aber auch die Senderin von der Schrotthalm muss gehört haben, dass zwei Schüsse gefallen sind.
01:06:41Sehen Sie, das gefällt mir schon bedeutend besser.
01:06:43Der Blochersteig liegt da ganz in der Nähe der Schottthalm.
01:06:46Wenn die Senderin nun wirklich zwei Schüsse gehört hat, könnte man Ihnen gratulieren.
01:06:51Die Zeugin Kathrin Moser, bitte.
01:06:54Die Zeugin Moser, bitte.
01:06:56Kommen Sie näher, Frau Moser.
01:07:00Wie viele Schüsse haben Sie in der Nacht gehört, als der Bürgermeister Rösen erschossen worden ist?
01:07:05Einen.
01:07:06Einen? Nicht zwei? Ehren Sie sich auch nicht. Überlegen Sie einmal ganz genau.
01:07:10Hat das nicht vielleicht doch zweimal gekracht?
01:07:12Nein, das war nur ein Schuss. Das nehme ich auf meinen Eid.
01:07:17Grüß dich, Benno.
01:07:32Was sind die Sachen? Schau nach, ob's stimmt.
01:07:38Und wo ist die Wochenabrechnung und das Geld?
01:07:47Hier, ich hab's genau aufgeschrieben.
01:07:51Das ist aber wenig. Das letzte Mal war es fast doppelt so viel.
01:07:56Das geht schon auf den Herbst zu. Da kommen eben weniger Gäste.
01:08:00Wenn ich nicht genau wüsste, dass der Jäger sitzt,
01:08:04dann würde ich sagen, du hättest dem Kerl das Geld zugesteckt.
01:08:08Der Thomas ist im Gefängnis?
01:08:10Natürlich. Da gehört er ja auch hin.
01:08:13Der kommt vors Schwurgericht.
01:08:16Nein! Nein, nein, du lügst!
01:08:26Gut, dass ihr noch da seid.
01:08:28Ich werde Sie natürlich als Zeugin dafür angeben,
01:08:30dass Sie zwei Schüsse gehört haben.
01:08:32Viel nützen wird es leider nicht.
01:08:34Wieso nicht?
01:08:35Weil man der Sennerin von der Schrott anglauben wird.
01:08:38Von Ihnen ist bekannt, dass Sie dem Angeklagten nahestehen.
01:08:41Die Kathrin lügt. Sie hasst den Thomas.
01:08:44Das ist es ja. Alle hassen ihn. Und alle lügen.
01:08:48Aber Kurt, Maria weiß doch, dass Ihr Vater gewildert hat.
01:08:51Soll sie das dem Gericht nicht sagen?
01:08:54Einst weinen lieber nicht. Das würde einen schlechten Eindruck machen, wenn Sie gegen Ihren Vater aussagt.
01:08:59Außerdem würde man Ihnen sicher nicht glauben.
01:09:02Liebes Frau Größner, Sie können sicher sein.
01:09:05Mein Verlobter wird alles tun, um Thomas wei zu bekommen.
01:09:08Bis später.
01:09:09Bis später.
01:09:10Herr Rechtsanwalt, was für eine Strafe hat denn Thomas zu erwarten?
01:09:17Die Aussichten sind nicht gerade rosig.
01:09:20Bitte, sagen Sie mir die Wahrheit.
01:09:22Der Staatsanwalt wird vermutlich auf Totschlag plädieren.
01:09:26Die Mindeststrafe für Totschlag ist fünf, die Höchststrafe 15 Jahre.
01:09:31Aber das kommt nicht in Frage.
01:09:33Das wäre ja furchtbar. Er ist doch unschuldig.
01:09:37Wie könnte man ihm denn bloß helfen?
01:09:40Ich werde alles tun, was ich nur irgend kann.
01:09:43Könnte ich Ihnen nicht sprechen?
01:09:53Vorläufig noch nicht.
01:09:55Sagen Sie, Frau Rößner, Sie kennen doch den Kurzenhofer Kaspar.
01:09:59Ja, natürlich.
01:10:01Näher?
01:10:03Näher als mir lieb ist.
01:10:06Jetzt passen Sie mal auf und hören genau zu.
01:10:09Der Mann weiß mehr, als er in der Voruntersuchung ausgesagt hat.
01:10:13Wenn man den zum Sprechen bringen könnte,
01:10:16ich glaube, wir wären ein gutes Stück weiter.
01:10:27Schau, wenn du schon früher so lieb zu mir gewesen wärst,
01:10:31dann wär vielleicht alles anders gekommen.
01:10:33Und der Thomas hätte nicht dran glauben müssen.
01:10:36Was hast denn du mit dem Thomas zu tun?
01:10:38Du kannst doch nichts dafür, dass er beim Wildern erwischt worden ist.
01:10:42Ich will aber nichts sagen, aber
01:10:44wäre er mal bei dir nicht in die Querge gekommen,
01:10:46hätte ich vielleicht meinen Mund aufgemacht.
01:10:48Denn ich weiß allerlei.
01:10:50Ach, geh, Kaspar. Jetzt gibst du wieder an.
01:10:52Was weißt du denn schon?
01:10:54Mehr, als du vielleicht denkst.
01:10:56Eins steht doch wohl fest.
01:10:58Er ist ein Wilderer und hat meinen Vater erschossen.
01:11:00Gar nichts steht fest.
01:11:02Denn was da oben am Blochersteig passiert ist,
01:11:04da hat dein Vater zuerst geschossen.
01:11:06Er kann doch Thomas nichts dafür.
01:11:08Und ein Wildtipp ist auch nicht gewesen.
01:11:10Aber man hat doch bei ihm den Rehbock und die Patronen gefunden.
01:11:14Die können doch nicht einfach von selbst in sein Haus gekommen sein.
01:11:16Aber sind sie doch auch nicht.
01:11:18Die hat mich bei ihm versteckt, um ihn verdächtig zu machen.
01:11:22Wer hat sie dort versteckt?
01:11:24Wer? Soll ich nicht.
01:11:26Haha, das sagst du nicht, weil du es nicht weißt.
01:11:30Ich?
01:11:32Ich soll es nicht wissen.
01:11:34Warst du es am Ende selbst?
01:11:36Ich?
01:11:38Nein.
01:11:40Ich habe mich rausgehalten.
01:11:42Wer war es denn dann?
01:11:44Wenn ich das sag, dann bring es mich um.
01:11:48Also, wenn du kein Vertrauen zu mir hast,
01:11:50warum bist du dann überhaupt da rauf gekommen?
01:11:52Na gut.
01:11:54Dann werde ich es dir sagen.
01:11:56Aber, da musst du auch lieb zu mir sein, he?
01:12:00Ich bin doch lieb zu dir.
01:12:02Also pass auf, der Segnmüller hat den Plan ausgeheckt.
01:12:04Und die anderen haben die Sachen im Allerheisel versteckt.
01:12:08Hahaha.
01:12:10Dass ihr so niederträchtig seid, das hätte ich nicht geglaubt.
01:12:14Wenn das das Gericht erfährt.
01:12:16Das Gericht erfährt gar nichts.
01:12:18Denn was ich ihr gesagt habe unter vier Augen,
01:12:21vor Gericht würde ich es ableignen.
01:12:24Bin doch betrunken.
01:12:26Und was ein Betrunkener sagt, gibt sowieso nichts.
01:12:29Hahaha.
01:12:34Na ja.
01:12:38Heirat mich, ja?
01:12:40Du musst mich heiraten, du.
01:12:42Vergiss den anderen, ja?
01:12:48Gut.
01:12:49Ich heirate dich.
01:12:51Aber unter einer Bedingung.
01:12:53Du gehst zum Gericht und wiederholst dort alles,
01:12:55was du mir eben gesagt hast.
01:12:57Ah, jetzt verstehe ich.
01:12:59Du hast mir ja nur auswachen wollen.
01:13:01Seinetwegen, he?
01:13:03Du liebst ihn ja immer noch.
01:13:05Ja, ich liebe ihn immer noch.
01:13:07Und ich will, dass er frei wird.
01:13:09Aber wenn du zum Gericht gehst und die volle Wahrheit sagst,
01:13:13dann heirate ich dich.
01:13:15Das verspreche ich dir.
01:13:16Und ich verspreche dir auch,
01:13:18dass ich den Thomas nie wiedersehen werde.
01:13:20Gut.
01:13:21Gut.
01:13:22Der Handel geht.
01:13:23Keiner Frau wird es glauben.
01:13:25Aber dir glaube ich es.
01:13:31Soll ich Sie nochmal vorlesen oder wollen Sie gleich unterschreiben?
01:13:33Nein, das ist nicht notwendig.
01:13:34Ich unterschreib's gleich.
01:13:35Sie können jetzt gehen.
01:13:47Geben Sie mir den Akt Thomas Sebald und sorgen Sie dafür,
01:13:50dass der Mann sofort in Freiheit gesetzt wird.
01:13:52Danke.
01:13:53Weih nicht.
01:13:55Ich habe ihm eine Dummheit gemacht
01:13:57und jetzt muss ich für eine Weile verschwinden.
01:13:59Da bleibt mir nichts anderes übrig.
01:14:00Wir nehmen das Geld.
01:14:01Dankeschön.
01:14:02Und den Hut.
01:14:03Ja.
01:14:04Schau.
01:14:05Ich gebe dir noch recht.
01:14:26Und du wirst dich hoffentlich wohlfühlen in Niederau.
01:14:28Vater meint, es ist besser, dass du dort bleibst,
01:14:30bis Gras über die Sache gewachsen ist.
01:14:31Mir ist alles gleich.
01:14:32Aber wissen möchte ich doch, wer die ganze Sache aufgedeckt hat.
01:14:35Die Angaben des betreffenden Zeugens sind alle nachgeprüft worden.
01:14:38Aber seinen Namen nennt die Staatsanwaltschaft nicht.
01:14:40Und warum nicht?
01:14:41Man befürchtet einen Racheakt.
01:14:43Sie wissen ja, in die Angelegenheit ist das ganze Dorf verwickelt.
01:14:46Du, ich glaube, es ist wohl besser, dass ich es dir sage.
01:14:49Maria heiratet in Kaspar.
01:14:51So?
01:14:53Das war schon immer der Wunsch Ihres Vaters.
01:14:58Kaspar Jödel, Maria Rösner?
01:15:00Na, der Thomas wird sich wundern.
01:15:02Während er in Niederau sitzt, heiratet die den Kaspar.
01:15:06Aus ist's mit der großen Liebe.
01:15:08Haben wir ja gleich gedacht.
01:15:09Der darf sich hier nimmer sehen lassen.
01:15:14Herein.
01:15:17Grüß Gott, Herr Pfarrer.
01:15:18Ich habe Sie hierher gebeten, Maria, um ein offenes Wort mit Ihnen zu sprechen.
01:15:24Ich soll Sie am Sonntag trauen.
01:15:26Ja, Hochwirken.
01:15:33Die Ehe ist ein Sakrament.
01:15:36Und für ewig bindend.
01:15:39Haben Sie sich diesen Schritt überlegt.
01:15:41Ich will mich nicht einmischen.
01:15:43Aber ich habe den Eindruck, dass Sie diese Ehe nicht aus Liebe schließen.
01:15:49Ich habe ihm ein Wort gegeben, Hochwürden.
01:15:52Und darf man sein Wort brechen?
01:15:56Wenn Sie Ihr Wort unter einem Zwang gegeben haben.
01:15:59Es war kein Zwang.
01:16:01Ich habe es freiwillig getan.
01:16:02Aber warum haben Sie es getan?
01:16:05Sie lieben ihn doch nicht.
01:16:07Nein, ich liebe einen anderen.
01:16:09Immer noch?
01:16:11Obgleich er Ihren Vater erschossen hat?
01:16:14Der Vater wird es mir verzeihen.
01:16:17Und mit dieser Liebe im Herzen, wollen Sie den Kaspar heiraten?
01:16:22Ja.
01:16:24Der Kaspar hat mir versprochen, vor Gericht für Thomas auszusagen.
01:16:28Und ich habe ihm dafür versprochen, seine Frau zu werden.
01:16:30Ist es nicht ein zu großes Opfer, was Sie da bringen wollen?
01:16:37Wäre es nicht besser gewesen, auf Thomas zu warten, selbst wenn man ihn verurteilt hätte?
01:16:44Ich hätte auf ihn gewartet, ein ganzes Leben lang.
01:16:47Aber ich konnte den Gedanken nicht ertragen, dass man ihn jahrelang einsperrt.
01:16:50Er sollte frei sein.
01:16:53Ganz gleich was aus mir wird.
01:17:03Nach dem, was Sie mir erzählt haben, kann ich Sie als Pfarrer mit ruhigem Gewissen von Ihrem Versprechen entbinden.
01:17:09Ich danke Ihnen, Hochwirt.
01:17:12Aber Kaspar hat sein Versprechen gehalten und ich halte es auch.
01:17:15Und ich halte es auch.
01:17:19Du!
01:17:24Komm mal her!
01:17:28Verstehst du, warum die auf einmal den Kaspar heiraten will?
01:17:31Wo doch der Jäger wieder frei ist.
01:17:33Und was glaubst du, warum das Gericht ihn freigelassen hat?
01:17:36Und warum man die Katrin verhaftet hat?
01:17:37Auf einmal haben die Herren alles gewusst.
01:17:40Da muss einer geredet haben.
01:17:42Aber wer?
01:17:46Irgendein Sauhund hat geredet und der muss gestellt werden.
01:17:50Und vielleicht sitzt der Sauhund sogar mitten unter uns.
01:17:53Stimmt, abrechnen und zusammenhauen den Hunden verfluchten, sage ich.
01:17:56Richtig.
01:17:58Ja, Kaspar, du hast recht. Abrechnen.
01:18:00Aber wer ist denn?
01:18:02Was meinst denn du, Kaspar?
01:18:04Ja, was meinst denn du?
01:18:05Ja, wenn ich mich fragte es.
01:18:07Es kann nicht ein Segmüller gewesen sein.
01:18:09Das glaube ich nicht.
01:18:11Die haben es doch verhaften wollen.
01:18:12Die ist ja gerade noch rechtzeitig über die Grenze gekommen.
01:18:14Na eben!
01:18:16Ich habe es flüchten lassen, ihr Deppen!
01:18:18Ja, das gibt doch zu denken!
01:18:20Ja, Freilich!
01:18:21Flüchten lassen!
01:18:23Moin kommt an mir dran!
01:18:25Bleib da!
01:18:26Lauf nicht davon!
01:18:28Das müssen wir noch ausreden!
01:18:30Wie steht es denn mit dir?
01:18:32Mit mir?
01:18:33Mit geht da der ganze Schwindel an Dreck an!
01:18:36Macht es euch da selber aus, ihr Trotteln!
01:18:38Bleib da!
01:18:40Deckt's mich am Arsch!
01:18:42So!
01:18:43Jetzt wissen wir's ganz genau!
01:18:45Wer ist's?
01:18:46Den holen wir uns!
01:18:47In der Gemeindewolk und in einem Bloch an der Steine!
01:18:49Hochmein!
01:18:50Hier geht's immer hoch!
01:18:53Kommst, da drüben rein da!
01:18:55Ab und Hand!
01:18:56Heuer!
01:18:57Rauschen!
01:18:58Wir lassen!
01:19:13Wir lassen Sie uns da!
01:19:15Wir lassen Sie uns da!
01:19:17Wir haben alles Nacht!
01:19:19Untertitelung. BR 2018
01:19:49Den finden wir jetzt nimmer.
01:20:06Der hat sich irgendwo versteckt.
01:20:07Hat gar keinen Zweig.
01:20:08Den kreisen wir ein, da machen wir eine richtige Treibhe.
01:20:11Den kriegen wir schon.
01:20:12Ja, der kommt uns nicht aus. Den jagen wir wie einen richtigen Hasen.
01:20:15Den finden wir schon.
01:20:16Verteilt euch!
01:20:17Los!
01:20:19Der Fronisa!
01:20:27Kuntz!
01:20:27Auf Wiedersehen!
01:20:57Untertitelung des ZDF, 2020
01:21:27ZDF, 2020
01:21:57ZDF, 2020
01:22:27ZDF, 2020
01:22:57ZDF, 2020
01:22:59ZDF, 2020
01:23:00ZDF, 2020
01:23:01ZDF, 2020
01:23:02ZDF, 2020
01:23:03Wo kommst denn du her?
01:23:09Setz dich.
01:23:15Ich muss dich noch einmal sehen, bevor ich wegfahre.
01:23:18Hast du dein Haus verkauft?
01:23:20Ja. Die Gemeinde hat auch das Sägewerk übernommen.
01:23:24Dann ist dir alles in bester Ordnung.
01:23:26Thomas, ich gehöre doch nur mal zu meinem Mann. Kannst du das nicht verstehen?
01:23:31Nein, das kann ich nicht verstehen.
01:23:34Wenn ich auch allen anderen verzeihen kann, ihm nicht, denn er ist mein Schwager.
01:23:37Er hat dafür büßen müssen.
01:23:39Er hat fliehen müssen und sitzt jetzt in der Fremde und muss ganz wohl vorne anfangen.
01:23:43Natürlich, du verteidigst ihn.
01:23:45Was soll ich denn anders tun?
01:23:48Ich kann doch den Vater von meinem Kind nicht einfach aufgeben.
01:23:55So?
01:23:57Verzeih, das habe ich nicht gewusst.
01:23:58Wein doch nicht, Anna.
01:24:05Jetzt verstehe ich dich.
01:24:08Es muss halt so sein.
01:24:12Für dein Häusler hat sich auch ein Käufer gefunden.
01:24:14Die Schwester vom Pfarrer möchte es gern haben, aber du musst noch einmal selber hin.
01:24:17Sie brauchen deine Unterschrift für den Kaufvertrag.
01:24:19Dann werde ich heute Urlaub nehmen.
01:24:23Du, Thomas, weißt du, dass der Kaspar tödlich verunglückt ist?
01:24:28Dann ist seine Frau schnell Witwe geworden.
01:24:32Das Unglück ist vor der Hochzeit passiert.
01:24:38Sie sind jetzt beim Forstamt Niederau, Herr Sebald?
01:24:41Jawohl.
01:24:43Ich, äh,
01:24:45ich bin wegen des Häusers hergekommen.
01:24:47Mir wäre es recht, wenn Sie es kaufen wollten.
01:24:49Sch, sch, sch.
01:24:50Haben Sie sich das auch genau überlegt?
01:24:52Schließlich ist Ihr Vaterhaus.
01:24:55Wollen Sie es wirklich aufgeben?
01:24:56Ich könnte doch nicht mehr hier leben.
01:24:58Nach allem, was geschehen ist.
01:24:59Gewiss haben Sie traurige Erfahrungen gemacht, Herr Sebald, aber...
01:25:04Es gibt noch andere Gründe, weshalb ich nicht hierbleiben will.
01:25:08Sie meinen...
01:25:09wegen Maria?
01:25:12Ja.
01:25:14Ich will Ihnen nicht mehr begegnen.
01:25:16Sie lieben Sie also noch?
01:25:19Ich habe Ihren Vater erschossen.
01:25:21Auch wenn es Notwehr war, so fühle ich mich schuldig.
01:25:24Sie haben nur Ihre Pflicht getan.
01:25:28Leider.
01:25:30Ich habe immer zu viel an meine Pflicht gedacht.
01:25:33Und zu wenig an meine Mitmenschen.
01:25:35Können Sie sich erinnern, hochwürden,
01:25:37als damals die Sache mit dem Berthold war,
01:25:39da haben Sie an mein Mitgefühl appelliert.
01:25:42Ich wusste nicht, was Sie meinen.
01:25:44Heute weiß ich es.
01:25:46Dann sind Sie einen guten Weg gegangen.
01:25:49Und dann kann ich Ihnen auch etwas sagen.
01:25:52Maria hat Ihnen verziehen.
01:25:54Sie liebt Sie immer noch.
01:25:55Das kann ich nicht glauben.
01:26:00Warum hätte Sie dann einen Menschen wie den Kasper heiraten wollen?
01:26:02Jetzt werfen Sie sich nicht zu seinem Richter auf.
01:26:04Das war ein armer, triebhafter Mensch, der von seinen Leidenschaften beherrscht wurde.
01:26:08Aber er hatte Mut.
01:26:09Sonst wäre er nicht zum Gericht gegangen und hätte das Komplott gegen Sie aufgedeckt.
01:26:13Was hat der Kasper getan?
01:26:17Warum denn?
01:26:18Er muss doch keinen Grund dazu gehabt haben.
01:26:19Denen darf ich Ihnen nicht sagen.
01:26:24Aber wenn ich Ihnen einen Rat geben kann, Sebald,
01:26:26gehen Sie zu Maria.
01:26:28Von ihr werden Sie alles erfahren.
01:26:29Danke, Herr Pfarrer.
01:26:30Danke, Herr Pfarrer.
01:27:00Du, das ist der Thomas.
01:27:02Ja.
01:27:05Du, ich geh schon.
01:27:06Ja.
01:27:07Also grüß dich.
01:27:13Herr Pfarrer.
01:27:13Herr Pfarrer.
01:27:26Maria.
01:27:27Thomas.
01:27:28Verzeih, aber der Pfarrer schickt mich zu dir.
01:27:32Der Pfarrer?
01:27:34Darf ich dich was fragen?
01:27:35Ja.
01:27:37Warum wolltest du Kasper heiraten?
01:27:39Wenn ich dem Kasper nicht versprochen hätte, seine Frau zu werden,
01:27:42hätte er nicht für dich ausgesagt.
01:27:44Dann wärst du ja meinetwegen unglücklich geworden.
01:27:46Ich wäre nicht unglücklich gewesen,
01:27:48denn ich hätte ja gewusst,
01:27:50du bist frei.
01:27:51Du liebst mich also noch immer?
01:27:53Ja.
01:27:53Wenn du mir verzeihen könntest.
01:27:56Wenn du vergessen könntest.
01:27:58Vergessen kann ich nie.
01:28:00Aber ich habe dir verziehen.
01:28:12Maria.
01:28:13Ich wage kaum, dich zu fragen.
01:28:14Würdest du mit mir kommen?
01:28:17Würdest du bei mir bleiben?
01:28:18Ich bleib bei dir.
01:28:20Wir gehören zusammen.
01:28:21Maria.
01:28:22Maria.
01:28:22Eva.
01:28:28Untertitelung.
01:28:49Untertitelung.
01:28:49Untertitelung.
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