An heiligen Wassern (1960) ist ein klassischer Schweizer Heimat- und Gesellschaftsdrama-Film unter der Regie von Alfred Weidenmann. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Jakob Christoph Heer (1898) und spielt in einem abgelegenen Bergdorf im Kanton Wallis. Kurze Handlungsbeschreibung In dem regenarmen Walliser Bergdorf St. Peter hängt das Überleben der Bauern von einer alten, hölzernen Wasserleitung (den sogenannten „Känneln“) ab, die vom Gletscher ins Tal führt. Als die lebenswichtige Leitung zerstört wird, entbrennt ein erbitterter Konflikt zwischen Tradition und Fortschritt. Der reiche und mächtige Gemeindepräsident Hans Waldisch („der Presi“) will ein modernes Kraftwerk bauen und das Wasser verkaufen, während viele Dorfbewohner an der alten, „heiligen“ Wassertradition festhalten. Der junge Roman Blatter gerät zwischen die Fronten: Er liebt Binia, die Tochter des Presi, muss aber die Interessen seines Vaters und des ganzen Dorfes berücksichtigen. Es kommt zu dramatischen Auseinandersetzungen, gefährlichen Einsätzen an der Wasserleitung und schließlich zu einer tragischen Entscheidung. Der Film verbindet Heimatfilm-Elemente mit durchaus ernster Gesellschaftskritik und beeindruckender Alpenkulisse. Wichtigste Darsteller (Auswahl) • Hansjörg Felmy → Roman Blatter • Cordula Trantow → Binia Waldisch • Hanns Lothar → Thöni Grieg • Karl John → Seppi Blatter (Romans Vater) • Gustav Knuth → Hans Waldisch, „der Presi“ • Gisela von Collande → Fränzi Blatter (Romans Mutter) • Margrit Rainer → Creszenz Waldisch (Bärenwirtin) • Leopold Biberti → „Der Garde“ Hans Zuensteinen • Walter Ladengast → Johannes, Kaplan Ein sehr sehenswerter, teilweise recht düsterer Klassiker des deutschsprachigen Bergfilms – heute fast schon ein Geheimtipp
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