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  • vor 8 Monaten

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Kurzfilme
Transkript
00:00I need somebody, help, not just anybody, help, you know I need someone, help, help me if you can, I'm feeling down, and I do appreciate you being around, won't you please, please help me, help me, help me.
00:30Ich kann das nicht versägen, warum ist ausgerechnet Frankenstein der neue Stationsarzt, wenn, warum? Also ich weiß ja nicht, was noch zwischen euch vorgefallen ist. Egal. Oh, stellen könnte ich wieder schon was. Ey, das darfst du nicht mehr im Spaß lassen, kühlst du, ja? Ach Gott. Oh je, der arme Lewandowski. Er fühlt sich doch mittlerweile wie ein Arzt zweiter Klasse. Na ja, ist ja auch nur noch eine Halb-Tox-Kraft. Trotzdem. Ich glaube, man muss ihm einfach mal was Gutes kriegen. Ein armes Würstchen, ne?
01:00So, stopp. Ganz kurz, aber hier, so, äh, Schwester Betty, dieser Belegungsplan ist nicht aktuell. Können Sie das bitte dringend erledigen?
01:07Das mache ich natürlich sofort, Dr. Lewandowski. Die Patienten werden sicher verstehen, dass so ein Plan Vorrang hatte.
01:12Na ja, ich muss ja auch meine Prioritäten setzen, ne? Was meinen Sie, was ich alles um die Ohren habe?
01:15Ganz viel, stimmt, ja.
01:16Dr. Lewandowski?
01:17Ja?
01:19Marlene Stockmann, das sind Ihre Kinder. Vitalwert, Blutdruck?
01:24Alles in Ordnung, aber tief komfortös.
01:26Na ja, sie schläft scheinbar, aber sie wacht nicht auf.
01:29Morgen.
01:30Darf ich?
01:34Und die Patientin reagiert auf Schmerzreize.
01:37Schwester Hanna, Schwester Betty, bringen Sie die Patientin bitte ins Intensivzimmer.
01:41EKG, ich komme da sofort nach.
01:42Äh, ja, aber, ähm...
01:44Von Ihnen brauche ich gleich noch ein paar Infos.
01:46So, hallo, ich bin Schwester Talula.
01:47Ihr beiden bleibt erstmal bei mir und wir füllen zusammen den Aufmermerbogen aus, okay?
01:51Kommt mal mit rüber.
01:52So.
01:56Sag mal, unglaublich, oder?
02:00Klaut ihr dem Lewandowski einfach die Patientin?
02:03Du, wenn der mir zu lange lebt, ist, dann soll er den PA-Raum aufräumen.
02:07Das soll er sich schön Stern machen, als Strafe fürs dazwischen drängen.
02:11Weißt du, dass er früher mal seinen besten Freund die Freundin ausgespannt hat?
02:14Echt fiederlich.
02:16Schwester Betty.
02:16Ihre viel nettere Kollegin Hanna und ich haben das ab jetzt im Griff.
02:24Vielen Dank.
02:29Okay.
02:31Das war damals übrigens genau andersrum.
02:33Ich kenne die Geschichte nur so.
02:34Ja.
02:36Du hast ja immer nur an das geglaubt, was in den Kram passt.
02:39Fetti, Fetti.
02:43Weißt du, ich war nie wirklich fett.
02:45Aber du bist wirklich immer noch ein Arschloch.
02:46Nein, du brauchst keine Parkplätze.
02:53Ich bin ja gleich wieder da.
02:55Schwester.
02:55Ja.
02:56Entschuldigt, das bitte könnte vielleicht ein Arzt einen Blick auf meinen Arm werfen.
03:00Er geht ganz schnell.
03:01Ich glaube, er ist nur geprellt.
03:02Natürlich, wir nehmen den da, oder?
03:03Dr. Lewandowski.
03:04Ja.
03:05Können Sie mal?
03:06Herr Doktor.
03:06Guten Tag, Dr. Lewandowski.
03:08Hallo.
03:08Petra Hinsch, guten Tag.
03:10Ich habe mir den Arm geprellt.
03:12Darf ich mal sehen?
03:13Ja.
03:14Gut.
03:15Au, Herrs.
03:17Wirklich.
03:17Entschuldigung, ja.
03:18Würden Sie Frau Hinsch einmal in den Behandlungsraum bringen?
03:20Wo muss ich hin gehen?
03:21Welches Zimmer?
03:22Nein, nein, nein.
03:23Ja.
03:24Ja.
03:27Ja?
03:30Ich wollte dich nochmal wegen der Studie sprechen.
03:33Ich weiß, ihr seid bald fertig, aber können wir später darüber sprechen?
03:37Ich lade dich heute Abend zum Essen an.
03:42Ich habe mir nochmal Gedanken gemacht.
03:45Ich habe so viel Arbeit investiert.
03:47Es wäre nur fair, wenn ich als alleinige Autorin genannt werde.
03:51Das Thema hatten wir doch schon, oder?
03:55Mira, ich weiß nicht.
03:58Du hast viel Arbeit in die Studie investiert.
04:00Ich habe 299 Probanden.
04:03Diese Veröffentlichung ist wichtig für meine Karriere, Alexander.
04:05Bitte, tu mir diesen kleinen Gefallen.
04:09Klein Gefallen?
04:10Ich weiß, du sträubst dich, weil ich einen Fehler gemacht habe.
04:16Das verstehe ich ja, aber jeder Mensch macht Fehler.
04:23Das müsstest du eigentlich am besten wissen.
04:25Ich?
04:30Worum geht das hier eigentlich gerade?
04:39Du willst doch nicht, dass alle Welt erfährt, dass du medikamentenabhängig bist.
04:42Bitte was?
04:44Tu es einfach, Alexander, bitte.
04:47Mira, das...
04:49Du...
04:51Du...
04:51Du willst mich erpressen?
04:55Nenn es, wie du willst.
04:56Hauptsache, du regelst das.
04:57Nimmt eure Mutter Schlaftabletten, weißt du das?
05:10Weiß ich nicht.
05:12Sie waren letzter Zeit oft müde.
05:15Und weißt du auch warum?
05:17Mama war nicht gut drauf.
05:19Sie war auch häufiger traurig.
05:23Also die Werte eurer Mutter sind völlig normale, kann ich euch beruhigen.
05:27Sie schläft.
05:27Tief und fest.
05:29Wenn Sie denn Mama nicht aufwecken?
05:32Lola, die wacht dann schon von selbst wieder auf.
05:34Habt ihr zwei denn heute schon was gegessen?
05:36Nein.
05:38Dann sollten wir das ändern.
05:42Frau Stockmann?
05:44Mama!
05:46Wie geht es Ihnen?
05:47Können Sie mich verstehen?
05:52Das.
05:56Alles in Ordnung.
05:57Sie sind im Krankenhaus.
05:58Sie sind im Krankenhaus.
05:58Ja, zieh den schon mal an.
06:17Ja.
06:19Na süße.
06:21Alles klar.
06:22Ich hab zuerst gedacht, Mama wäre tot.
06:25Deine Mama hat dir ganz fest geschlafen.
06:28Hanna, hast du einen Moment?
06:29Gut, tschüss.
06:31Lola?
06:33Ich hab mit deinem Sekretariat telefoniert.
06:35Frau Meier, hol dich gleich ab, okay?
06:37Und warum hast du mir eigentlich nichts von dem Deutsch, das Deutsch erzählt?
06:39Habe ich vergessen?
06:40Habe ich vergessen?
06:42Na toll.
06:43Lilly, darf ich was essen?
06:46Du kriegst das nicht vergessen, welcher in der Schule.
06:48Will aber nicht in die Schule.
06:50Ich würde viel lieber bei Mama bleiben.
06:52Du weißt doch, was wir für solche Situationen ausgemacht haben.
06:56Ich bleib hier und pass auf, versprochen.
06:59Los, Süße.
07:00Du findest den Ausgang, oder?
07:02Ja, das ist eine klare Fraktur des Unterarms.
07:09Was haben Sie denn gemacht, Frau Hinsch?
07:11Na, ich bin vom Dach gefallen.
07:12Vom Dach?
07:13Und ich sag noch, komm bloß nicht auf die Idee, darauf zu klettern.
07:16Ich musste doch die Fernsehantenne ausrichten.
07:18Aber zum Glück konnte ich mich an der Regengrinne festhalten.
07:20Petra krempelt nämlich das ganze Hausumsatz in Rente.
07:23Sie ist einfach nicht zu bremsen.
07:25Naja, jetzt hab ich ja endlich Zeit dazu.
07:28Und komm, das Knall an der Treppe hatte ich immer genervt, Jörg.
07:32Nur wie ich das mit den Schalussien mache, das weiß ich noch nicht.
07:35Kann man Sie vielleicht mal mieten bei uns?
07:36Wäre auch noch das eine oder andere zu tun.
07:38Äh, ja.
07:39Also mit der Handwerkerei ist jetzt jetzt mal Schluss.
07:41Sie bekommen eine Schiene und dann sechs Wochen Ruhe.
07:44Sechs Wochen?
07:45Nein, das geht nicht.
07:46Weißt du was, dann fahren wir eben gleich auf den Campingplatz.
07:49Wir haben nämlich einen fest installierten Wohnwagen in Holland, direkt an der See.
07:53Da ist Stille, ja.
07:55Ist doch mal alles so hektisch, oder?
07:57Ja, das kann ich Ihnen sagen.
07:59Absolut, ja.
07:59Schauen Sie sich meine Mann an.
08:01Redet die ganze Zeit von seinem Wohnwagen.
08:04Dabei hab ich mir den Arm gebrochen, hä?
08:07Es tut mir leid.
08:08Ich dachte...
08:09Ja, du dachtest.
08:10Denk nicht so viel.
08:12Eines nach dem anderen.
08:13Hm?
08:14Ja, ganz genau.
08:15Und zuerst wixieren wir Ihren Armen.
08:22Ich find's wirklich super, dass Tobias die Stelle reduziert hat.
08:25Wegen Emil.
08:26Die beiden verstehen sich richtig gut.
08:28Und ich kann endlich wieder arbeiten.
08:30Die spannenden und komplizierten Fälle bekommen immer die anderen, weil Tobias wegen der Halbtagsstelle
08:39nicht mehr so viel Zeit hat.
08:40Von Arnstedt und Köttner machen diese Studie.
08:43Ja.
08:45Und dann hat ihm heute auch noch der neue Kollege eine Patientin weggenommen.
08:52Ich glaube, Tobias hat das Gefühl, dass ihn keiner mehr vervollnimmt.
08:57Die meisten Männer definieren sich über ihre Arbeit.
09:00Und da gibt es einige, für die ist das nochmal besonders wichtig.
09:04Und wenn die auf der Arbeit nicht wertgeschätzt werden, schwierig.
09:08Auch für den Partner.
09:09Partner?
09:12Äh, Safi!
09:14Lewandowski und ich sind doch kein Paar.
09:20Nein.
09:21Ähm.
09:22Ich.
09:25So, Frau Stockmann.
09:26Ich nehm Ihnen jetzt Rüte ab.
09:29Was sag ich nochmal?
09:31Hm?
09:31Wie?
09:32Sie sind ein bisschen verwirrt.
09:34Ich hab Ihnen noch kein Rüte abgenommen.
09:36Nein.
09:39Nein.
09:41Das tut nicht weh.
09:45So.
09:47Das war's schon.
09:53Dr. Köttner?
09:59Wenn du glaubst, du kannst mit mir so eine Nummer abzählen,
10:02dann hast du dich getäuscht.
10:04Komm, wir müssen reden.
10:05Gut, dann reden wir.
10:07Hier.
10:07Hier.
10:09Habe ich mir tatsächlich nur eingebildet, dass da was war zwischen uns?
10:23Kann sein.
10:24War's das?
10:25Professor von Anstett, ich bräuchte Ihre neurologische Einschätzung, wenn Sie vielleicht gleich...
10:30Nein, kein Problem.
10:32Ich bin hier fertig.
10:37Frau Stockmann, spüren Sie das?
10:40Hm.
10:45Schmerzt das?
10:47Wo ist Lilly?
10:47Ich höchst du mit meiner Tochter sprechen?
10:51Nach der Untersuchung.
10:53Machen Sie sich keine Sorgen, Lilly sitzt draußen klar.
10:56Internistische Auffälligkeiten?
10:58Herz, Lunge, unauffällig.
11:02Wie ist denn der Stuhlgang?
11:03Alles in Ordnung.
11:06Frau Stockmann, bitte öffnen Sie den Mund und versuchen Sie zu schlucken.
11:10Wie sind denn die Blutwerte?
11:15Die sind noch gar nicht da, oder?
11:18Ich gehe nachschauen.
11:26Sind die Blutwerte von Frau Stockmann schon da?
11:29Ja, und zwar doppelt.
11:31Hat sich das Labor vertan?
11:32Nee, da sind anscheinend zwei Proben eingegangen.
11:36Also, ich habe nur einmal abgenommen.
11:37Und das ist die Ergebnisse von Frau Stockmann?
11:39Vielen Dank.
11:42Zweimal?
11:44Also, ich habe ja nur einmal Blut abgenommen.
11:48Ach ja.
11:49Genau wie Hanna.
11:50Das ist bei uns nämlich die Aufgabe der Schwester, nicht des Arztes.
11:54Ach so, ja, ich wollte die nette Kollegin nur unterstützen.
11:57Süß.
11:59Hören Sie mal, Dr. Stern.
12:00Oh, jetzt so förmlich, ja?
12:01Ja, und wie?
12:03Es gibt hier nämlich ein paar Regeln.
12:05Wenn Sie sowas schon machen, dann müssen Sie es auch in den Behandlungsboden eintragen.
12:08Ja, das war aber nur eine Blutabnahme, okay?
12:10Eine Nierentransplantation hätte ich garantiert eingetragen, versprochen.
12:13Ach ja.
12:15Und wenn ein Patient durch so einen Fehler die doppelte Medikamentengabe bekommt?
12:18Morphin zum Beispiel.
12:19Der stirbt.
12:23Touché.
12:24Sie haben recht.
12:28Aber es war eben nur eine Blutprobe.
12:29Und da wollen wir mal keinen Zwergenaufstand draus machen, okay?
12:33Psst.
12:35Schwester Hanna, Sie könnten dann schon mal den Ultraschall vorbereiten.
12:38Bis gleich.
12:42Zwergenaufstand?
12:43Sag mal, wie überheblich kann man eigentlich sein?
12:45Sagen Sie, Freundsch, wie ist es denn eigentlich genau zu einem Sturz gekommen?
13:02Mir ist plötzlich schwindelig geworden.
13:04Ach, haben Sie das öfters?
13:05Na, du musst dich schon öfter mal setzen oder so.
13:08Ja, das ist das Alter.
13:10Ja, nehmen Sie Medikamente?
13:11Nein.
13:13Gut, Frau Hinsch.
13:14Weil wenn Sie häufiger unter Schwindel leiden, dann sollten wir die Ursache dafür schon finden.
13:18Schwester Betty, wir machen ein Langzeit-EKG und eine Blutkontrolle.
13:21Und Sie, Herr Hinsch, holen Ihre Frau im besten Kleidung für den Nacht, weil heute werden wir das keinesfalls abschließen können.
13:27Mach ich.
13:27Gut.
13:28Bis später.
13:29Danke.
13:29Ja, da wird der Wohnwagen noch einen Moment warten müssen.
13:32Ist egal.
13:33Hauptsache, es ist nichts Ernstes.
13:35So, Frau Hinsch.
13:36Ach, ich weiß.
13:37Ich bin jetzt hier fertig.
13:38Ich komme gleich nochmal wieder und schön ruhig halten, ja?
13:40Okay.
13:41Und wenn der Doktor dich dann durchgecheckt hat, ja, dann kümmere ich mich wieder um dich.
13:45Du setzt dich in den Liegestuhl, ich massiere dir die Füße.
13:47Nach Holland?
13:48Bist du von allen guten Geistern verlassen?
13:51Wie stellst du dir das eigentlich vor?
13:53Nein, nein, das kommt überhaupt nicht in Frage.
13:55Das ganze Chaos zu Hause?
13:57Bevor da nicht alles tiptop in Ordnung ist, fahre ich überhaupt nirgends in.
14:01Ist ja gut, nun bitte bleib ruhig, ja?
14:03Au, das schmerzt.
14:05Geh weg.
14:08Wie geht's dir, mein Schatz?
14:09Die Frage ist wohl eher, wie's dir geht.
14:11Mach dir um mich keine Sorgen.
14:13Geht schon viel besser.
14:15Ich war einfach ein bisschen erschöpft.
14:20Wo ist Lola?
14:23Lilly?
14:25So, Frau Stockmann.
14:27Ihre Blutwerte sind leider auffällig.
14:29Deshalb machen wir jetzt einen Ultraschall.
14:32Vielen Dank.
14:33So, Vorsicht, es wird kurz kalt.
14:43Ah ja, die Milch ist vergrößert.
14:46Da hatte ich schon beim Abtasten so einen Verdacht.
14:47Ja, die Oberfläche der Leber ist tatsächlich...
15:00Es tut mir leid, Frau Stockmann.
15:05Sie haben eine Leberzirrhose.
15:07Du hast es geschworen!
15:08Lilly!
15:08Du Lügnerin!
15:10Lilly, ich hab nicht getrunken!
15:11Frau Stockmann.
15:12Ich bin trocken!
15:13Frau Stockmann, beruhigen Sie sich bitte, ja?
15:15Lilly, lass uns gehen.
15:16Sie haben doch überhaupt keine Ahnung.
15:18Dann erklär's mir.
15:19Meine Mutter hat gesoffen, seit mein Vater weg war.
15:21Aber der war noch schlimmer.
15:23Und irgendwann hat sie dann gar nichts mehr hingekriegt.
15:25Okay, dann bist du eingesprungen.
15:28Wir hatten eine Betreuerin vom Jugendamt,
15:30aber ich hab mich um Lola gekümmert,
15:31während sie besoffen auf dem Sofa rumlag.
15:34So eine Leberzirrhose, die kann aber auch ganz andere Gründe haben.
15:36Nein!
15:37Wann kommt dieser verschissen Aufzug denn endlich?
15:40Lilly, deiner Mutter geht's wirklich schlecht.
15:42Die braucht dich jetzt.
15:43Meine Mutter, meine Schwester braucht mich.
15:45Für die hab ich nämlich eine Verantwortung.
15:49Bist du dafür nicht ein bisschen jung?
15:51Was hab ich denn bitte für eine Wahl?
16:06Sag mal, ist Daisy schon weg?
16:14Die Mutter ist völlig verzweifelt.
16:15Ja, Lilly auch.
16:17Also kann man ja verstehen, wenn man seine Mutter so sieht.
16:20Ich glaube nicht, dass Frau Stockmann getrunken hat.
16:22Nein?
16:23Sie hatte kein Alkohol im Blut.
16:31Wirklich, so viel Stress gerade.
16:33Und immer so hyperkomplexe Krankheitsbilder.
16:35Ich komm gar nicht mehr hinterher.
16:36Ja, ja.
16:37Alles wird immer schneller.
16:38Immer mehr Tempo, immer weniger Zeit.
16:40Speziell in Ihrer Situation.
16:42Ja, alle wollen was von mir.
16:44Umso schöner, dass Sie sich so viel Zeit für Ihren Nachwuchs nehmen.
16:48Das ist eine sehr moderne Interpretation der Männerrolle.
16:51Respekt.
16:52Das kann nicht jeder.
16:54Danke.
16:54Ja, ich mach das ja nicht nur für mich,
16:56sondern auch für Tallulah, damit sie wieder mehr arbeiten kann.
16:59Ja.
17:00Und die weiß es bestimmt zu schätzen,
17:01so jemanden an ihrer Seite zu haben.
17:04Jemanden, den sie vertrauen kann.
17:05Ein echter...
17:08Partner.
17:14Mira besteht darauf, dass die Studie allein unter ihrem Namen veröffentlicht wird.
17:18Schon wieder?
17:19Ja, schön.
17:20Das kommt überhaupt nicht an Frage.
17:23Die Sachlage ist nicht so einfach wie gedacht.
17:26Was für eine Sachlage?
17:28Mira hat ein Druckmittel.
17:30Ja?
17:30Eure Affäre?
17:31War klar, dass sie das ausnutzt?
17:33Nein, nein.
17:34Das ist es nicht.
17:35Was ist es dann?
17:41Mein Rücken.
17:43Ich...
17:43Ich habe Schmerzmittel genommen.
17:47Viel zu lange.
17:48Irgendwann hat dich das nicht mehr im Griff.
17:50Elena, ich...
17:53Ich bin abhängig.
17:57Und Mira weiß das.
18:02Okay.
18:06Deshalb hast du also immer die komplizierten Fälle abgegeben.
18:09Und deshalb hast du auch nie selbst operiert.
18:11Ja, wie denn auch?
18:14Ich konnte das nicht verantworten.
18:17Was, wenn ich einen Fehler gemacht hätte?
18:19Ja, aber was war denn dein Plan?
18:21Also, ich meine...
18:24Warum hast du dich denn mir nicht schon früher anvertraut?
18:31Ich weiß es nicht.
18:32Es wird dir leid tun, dass sie sich mit uns angelegt hat.
18:46Mhm.
18:50Hallo.
18:52Ja?
18:54Ich habe alles geregelt.
18:56Dank dir.
18:57Und ich habe eine Überraschung.
18:59Ja?
19:01Ja, Senior.
19:02Ich habe Handwerker bestellt.
19:05Brauchst dich um nichts mehr kümmern.
19:07Die bringen das ganze Haus auf Vordermann.
19:09Und wir beide...
19:10Du hast was?
19:11Ja.
19:12Der Stuck an der Decke, der Garten.
19:14Also, ich habe keine Lust dazu.
19:15Das weißt du.
19:16Mit dem Arm schaffst du das doch nicht mehr.
19:18Spinnst du, Jörg?
19:21Hinter meinem Rücken.
19:22Wie kannst du das machen?
19:25Ich dachte...
19:26Du dachtest?
19:28Weißt du was?
19:29Es interessiert mich nicht, was du dachtest.
19:32Merkst du eigentlich nicht, was für ein Egoist du bist?
19:34Immer dreht sich alles nur um dich.
19:36Aber...
19:37Petra...
19:38Aber Petra...
19:39Für wen hältst du dich eigentlich?
19:41Ha?
19:42Hör doch endlich auf, immer irgendwelche Entscheidungen über meinen Kopf hinweg zu treffen.
19:47Kapiert?
19:48Ich...
19:49Ja, ich, ich.
19:50Weißt du was?
19:51Geh jetzt einfach.
19:52Geh.
19:53Geh raus.
19:53Ich kann dich im Moment nicht ertragen.
19:57Geh.
19:57Geh.
19:57Geh.
19:57Geh.
19:58Geh.
19:58Geh.
19:58Geh.
19:58Geh.
19:58Geh.
20:00Geh.
20:02Geh.
20:05Raus jetzt.
20:16Frau Hinch.
20:17Was ist denn los?
20:18Ist alles in Ordnung?
20:20Wonach sieht's denn aus für Sie, hm?
20:22Fräulein.
20:24Nichts ist in Ordnung.
20:26Bitte lassen Sie mich in Ruhe.
20:27Ich brauche fünf Minuten Privatsphäre. Ja, geht das hier in diesem Haus?
20:32Das können Sie gerne, ja, aber Sie können hier nicht so rumschreien.
20:34Hier liegen noch andere Patienten, okay?
20:38Jetzt habe ich gerade noch fünf Minuten frei. Wieso darf ich mir jetzt keinen Kaffee kaufen?
20:41Ja, Tobias, da hast du doch eh nichts zu tun gerade.
20:44Doch, ein bisschen. Jetzt sag mir bitte, was du vor...
20:47Jetzt warte es halt ab.
20:49Ta-ta-ta-ta.
20:51Emil und ich, wir wollten uns einfach mal bei dir bedanken.
20:54Und da habe ich ein bisschen improvisiert.
20:55Das ist ja lieb von dir.
20:57Wie schön.
20:58Ja, in der Pause kann dein Papa auch mal ganz gut gebrauchen, ne?
21:01Ja, das sehe ich ganz genau so.
21:03Danke, Taluda, das ist echt voll lieb von dir.
21:06Ein richtiges Familienpicknick.
21:08Also ich meine natürlich, Patchwork-Familienpicknick.
21:12So soll es sein.
21:17Meine Mädchen.
21:19Wir müssen mit dir reden.
21:20Unbedingt.
21:21Bitte, ihr müsst mir glauben, dass ich...
21:23Mama, wir gehen nicht mehr nach Hause zurück.
21:27Wir brauchen dich nicht mehr.
21:31Wo wollt ihr denn hin?
21:32Wir kommen auch ohne dich klar.
21:36Ich habe nicht getrunken.
21:38Ich habe nicht mehr getrunken.
21:39Ihr müsst mir glauben, ich schwör's.
21:40Du hast uns schon tausendmal angelogen.
21:42Wir glauben dir nicht mehr.
21:44Komm, aber...
21:45Lilly!
21:46Lilly, bleib da!
21:47Lola!
21:48Lilly!
21:50Bleiben Sie liegen.
21:51Bleiben Sie liegen.
21:52Ruhig.
21:52Ruhig.
21:52Sie liegen liegen, Frau Stockmann.
21:58Ganz ruhig, Frau Stockmann.
22:00Ich will zu meinem Kippen.
22:05Ganz ruhig.
22:07Frau Selig.
22:10Hat die Klinik das Junge damit angerufen?
22:13Nein.
22:15Kann ich kurz alleine mit ihr reden?
22:18Ja, danke.
22:19Ihre Kinder sind bei mir.
22:28Lilly und Lola haben sich selbst bei mir gemeldet.
22:31Und mich gebeten, sie in meine Obhut zu nehmen.
22:36Ich hatte keinen Rückfall.
22:39Sie müssen mir glauben, Frau Selig, bitte.
22:41Bitte.
22:41Bitte.
22:49Herr Hinsch.
22:58Störe ich?
23:00Es tut mir leid, dass wir da immer unseren Streit miterleben mussten.
23:03Das ist mir wirklich sehr peinlich.
23:04Ist ja gar nicht schlimm.
23:06Völlig normal, dass man sich mal streitet.
23:11Ähm.
23:12Wollen Sie reinkommen?
23:12Ich erkenne Petra kaum wieder.
23:20In letzter Zeit hat sie sich oft überhaupt nicht mehr unter Kontrolle.
23:24Ähm.
23:25Das war früher anders?
23:26Ja.
23:28Seit neuestem wird sie von einem Augenblick auf den anderen aggressiv.
23:31Wie eben.
23:33Dann ist sie wieder ganz traurig und will allein sein.
23:36Ja, und dann steht sie wieder total unter Strom und kann keine Minute still sitzen.
23:42Es schwankt also sehr.
23:43Und wie?
23:45Inzwischen glaube ich, das liegt an mir.
23:47Vielleicht will sie mich nicht mehr.
23:50Die Schnauze voll von unserer Ehe.
23:52Dabei habe ich uns für einen super Paar gehalten.
23:56Ich rede mal mit Ihrer Frau.
23:58Wollen Sie das machen?
24:00Na sicher.
24:02Danke.
24:03Gerne.
24:03Danke.
24:06Ich weiß schon, was Sie jetzt sagen wollen.
24:33Du bist doch selbst schuld.
24:37Du wirst die Mädchen wegfallen von dieser Säufermutter.
24:41Aber das können Sie sparen.
24:45Okay.
24:47Spare ich mir.
24:52Ich weiß nicht, was mein Leben noch für einen Sinn machen soll.
24:54Oder meine Mädchen.
24:55Ich habe früher getrunken, ja?
25:00Ja, das stimmt.
25:03Ich bin seit Jahren trocken.
25:06Das glaube ich Ihnen, Frau Stockmann.
25:07Ich weiß, dass ich keine perfekte Mutter bin und dass ich es nie war und alleinerziehend, ohne Ausbildung.
25:16Ich habe alles gemacht, um die Mädchen durchzubringen.
25:18Ich habe geputzt.
25:21Ich habe Zeitungen ausgetragen.
25:22Ich habe diese Scheißarbeit in dieser Ansorgungsfirma gemacht.
25:29Wofür?
25:32Was genau haben Sie da ansorgt?
25:35Technisch, medizinische, technische Geräte.
25:37So was halt.
25:48Wo ist denn Jörg?
25:49Ist er gefahren?
25:50Hat er Ihnen irgendwas gesagt?
25:52Will er die Scheinung?
25:59Ich denke, Sie zwei sollten mal miteinander sprechen.
26:03Warum können Sie das nicht?
26:05Was?
26:05Was soll ich ihm denn sagen?
26:07Weiß doch selbst nicht, was mit mir los ist.
26:13In einem Moment könnte ich verlaute Energiebäume ausreißen.
26:17Und im nächsten würde ich mir am liebsten die Decke über den Kopf ziehen und losheulen.
26:22Ich kenne mich selbst nicht mehr.
26:26Hypoman nennt man das.
26:28Die Hypomanie ist eine abgeschwächte Form der Manie.
26:31Die wechselt sich mit depressiven Phasen ab.
26:35Depressiv bin ich nicht.
26:36Ich nehme doch diese Tabletten.
26:41Ich dachte, Sie nehmen nichts.
26:45Was nehmen Sie denn, Frau Hintz?
26:46Frau Hintz, wie sollen wir Sie denn richtig diagnostizieren, wenn Sie uns etwas verschweigen?
26:53Woher haben Sie denn diese Antidepressiva?
26:55Aus dem Internet?
26:57Aus dem Internet.
26:58Aus dem Internet?
26:58Das sind wahrscheinlich irgendwelche Duplikate aus China.
27:00Gottes Willen, Petra.
27:02Also Antidepressiva können unschöne Nebenwirkungen haben, ja?
27:06Sie haben eine orthostatische Hypotonie.
27:08Einen niedrigen Blutdruck und der kann eben zur Ohnmacht führen.
27:11Ja, was nicht so gut ist, wenn man auf einem Dach steht.
27:14Sie haben echt richtig Schwein gehabt, Frau Hintz.
27:16Ja.
27:17Ihre depressiven Phasen sind das eine, die manischen Schübe das andere.
27:21Ich bin nicht depressiv.
27:24Und manisch bin ich auch nicht.
27:25Naja, mangelnde Risikoentschätzung, Reizbarkeit, Aggressivität, erhöhter Rededrang, mangelnde
27:30Schlafbedürfnis.
27:32Plötzlich wieder diese Traurigkeit, ohne jeden Grund.
27:35Wir müssen einfach abklären, ob da eine bipolare Störung vorliegt, ja?
27:37Und dafür werde ich Sie in eine andere Klinik überweisen.
27:39Ja, Herr Doktor, das ist doch nur eine Kleinigkeit.
27:43Nein, das ist ein ernstzunehmendes Problem, wirklich.
27:47Sie werden dort eine Therapie bekommen und in vier Wochen finden wir einen Termin zur Kontrolle.
27:51Okay?
27:53Ist mir egal.
27:57Wo ist denn der beste Baumarkt hier in Aachen?
28:00Wirklich?
28:01Der in der Blumenthalstraße, gleich am Eck.
28:05Weil da muss ich auch noch hin.
28:06Dankeschön, das wollte ich wissen.
28:08Dann sehen wir uns in vier Wochen.
28:09Okay.
28:10Auf Wiedersehen.
28:11Auf Wiedersehen.
28:16Frau Doktor Köttner, wir sollten uns mal unterhalten.
28:20Gern.
28:21Über das Kantinenangebot vielleicht oder die Fußballergebnisse?
28:24Ich denke, Sie wissen ganz genau, um was es geht.
28:37Stimmt.
28:38Ich hätte nur nicht gedacht, dass Alexander seine kleine Schwester vorschickt.
28:41Sehen Sie, es ist völlig egal, was ich persönlich von Ihnen halte.
28:49Das sehe ich genauso.
28:50Ja.
28:50Oder wie ich Ihre Aktion finde.
28:52Aber wissen Sie eigentlich, was Sie Alexander damit antun?
28:55Und wissen Sie eigentlich, wie gefährlich ein Arzt ist, der unter Drogen steht?
28:59Da wäre ich jetzt ganz vorsichtig, weil Sie legen sich mit dem Falschen an.
29:03Ich habe auch schon große Angst.
29:06Frau Doktor Köttner, Sie sind nur eine klitzekleine, krankhaft ehrgeizige Eiwählerin.
29:11Ihr Wort steht gegen das eines renommierten Professors, einer Koryphäe und mit ihrer haltlosen Behauptung...
29:18Ich kann es beweisen.
29:19Ich habe Fotos von Alexanders Apothekenrezepten gemacht.
29:41Schön, dass wir mal geplauscht haben.
29:49Das sollten wir öfter machen.
30:01Herr Dr. Stern, ich hätte die Ergebnisse vom erweiterten Labor.
30:04Vielen Dank.
30:05Oh, das ist eine extrem hohe Ammoniakwerte.
30:071500 Mikrogramm pro Liter.
30:08Normal sind 180 bis 870 Mikrogramm.
30:11Hallo, Frau Stockmann.
30:17Ich habe gerade Ihrer alten Firma einen Besuch abgestattet.
30:21Die sind insolvent.
30:23Wussten Sie das?
30:24Nein.
30:25Ich habe mit ein paar Ihrer Ex-Kollegen gesprochen.
30:30Wieso das denn?
30:31Als Sie die medizinischen Geräte entsorgt haben,
30:36da haben Sie vermutlich giftige Dämpfe eingeatmet.
30:39Eine ehemalige Kollegin von Ihnen hat den Laden verklagt.
30:42Weil das eingeatmete Quecksilber Ihre Leber zerstört hat.
30:47Heißt das, dass meine Leberzirrhose von einer Vergiftung kommt?
30:51Schlimmer.
30:53Sie haben eine hepatische Enzophallopathie.
30:56Das ist eine Leberhirnstörung.
30:57Was bedeutet das?
30:59Das bedeutet, dass Ihre Leber nicht mehr imstande dazu ist,
31:02Giftstoffe wie Ammoniak abzubauen.
31:04Die gelangen dann ungefiltert ins Gehirn.
31:07Deswegen sind Sie auch so müde.
31:08Werde ich wieder gesund?
31:09Wir geben Ihnen ein Antibiotikum, das den Darm unterstützt.
31:16Der kann das Ammoniak dann wieder abbauen.
31:18Und bei Ihnen deutet auch alles darauf hin,
31:20dass es sich um eine kompensierte Zirrhose handelt.
31:23Und das bedeutet, dass die Chance sehr hoch ist,
31:26dass es komplett wieder aushält.
31:29Das bringt mir Lust, ohne meine Kinder.
31:34Dann waren Sie also in der Firma von Frau Stockmann.
31:37Gehört das zu Ihren ärztlichen Aufgaben?
31:39Ja, ich habe halt einen ganzheitlichen Ansatz.
31:42Anna, holen Sie bitte die Kinder zurück.
31:45Rufen Sie an, fahren Sie hin, sprechen Sie mit dieser Frau selig.
31:48Ich habe Dienst.
31:50Dann nehmen Sie sich halt frei.
31:53Aber machen die Ärzte jetzt auch die Dienstpläne für die Schwester?
31:57Betrachten Sie es halt einfach als ärztliche Anweisung.
32:10Dr. Stern?
32:11Ja?
32:13Kriege ich auch frei?
32:16Keine Ahnung, wie das hier läuft.
32:19Aber am besten, Sie tragen sich einfach in irgendeine Liste ein
32:21und dann passt das schon.
32:22Herr Spitze!
32:25Dann hast du ständig von diesem Wohnwagen geredet.
32:28Dass wir uns doch dann endlich entspannen können.
32:30Ja, genau das habe ich gedacht.
32:32Ja, aber dieses Nichtstun hat mir Angst gemacht.
32:35Verstehst du das nicht?
32:36Ich bin mir überflüssig vorgekommen, nutzlos, gerade dort.
32:41Aber wie sollte ich dir das sagen?
32:44Du wärst so enttäuscht gewesen.
32:45Und dann habe ich nicht mehr weitergepust.
32:50Und habe diese Tabletten genommen.
32:55Und ganz schön übers Ziel hinausgeschossen, was?
32:58Ich werde meinen Namen von der Studie zurückziehen.
33:03Nein, auf keinen Fall.
33:04Kommt nicht in Frage.
33:05Ja, wir haben keine Chance gegen Mira.
33:08Da steht Ihr Wort gegen Miles.
33:09Nein.
33:10Sie hat Beweise.
33:14Was?
33:15Ja.
33:15Sie hat Fotos von deinen Rezepten gemacht.
33:17Ich fass es nicht.
33:21Alexander.
33:22Diese Frau wird deine Karriere zerstören.
33:24Sie wird alles vernichten, was du dir aufgebaut hast.
33:26Alles.
33:27Danke für deinen Beistund.
33:30Aber ich lasse mich nicht erpressen.
33:33Zum Baumarkt?
33:35Ich dachte, Sie haben Stress über beide Ohren.
33:37Ach, Arbeit, Arbeit.
33:38Man muss Prioritäten setzen.
33:40Sie definieren sich doch auch nicht über den Beruf, oder?
33:41Na ja, ich meine, dass Sie in so einem umgebauten Bauwagen mal Kaffee verkaufen.
33:45Das haben Sie als Kind ja sicher auch nicht gedacht.
33:48Ja, aber ich finde das großartig, dass Sie das machen.
33:50Hier gibt es ja nicht nur Kaffee, sondern auch Lebensweisheiten.
33:52Sie haben mir heute die Augen geöffnet.
33:55Ich habe mich entschieden.
33:58Ich werde meine Frau zurückgewinnen.
34:00Welche Frau?
34:02Talula.
34:03Talula?
34:05Talula wäre gar nicht Ihre Frau.
34:07Noch nicht.
34:11Ich könnte den Wohnwagen flott machen und dann...
34:16Und dann?
34:17Und dann fahren wir einfach los?
34:19Ja.
34:20Das wäre ja großartig.
34:23Wir könnten nach Portugal.
34:24Nein.
34:25Zuerst nach Frankreich, runter zum Atlantik und dann nach Spanien.
34:30Weinst du, der Wagen schafft das?
34:31Ich denke schon, wenn ich ihn vorher durchchecke.
34:34Naja, weißt du, wir brauchen ja nicht viel.
34:37Der Wohnwagen ist groß genug.
34:39Und...
34:40Mein Gott, wir beide auf Abenteuerreisen.
34:43Ich freue mich so.
34:45Ich freue mich.
34:46Pass auf.
34:50Nein.
34:50Weißt du, was wir machen?
34:53Skandinavien.
34:54Das machen wir.
34:55Schweden, Dänemark, Finnland.
34:57Rauf zum Nordkap.
34:59Warum fahren wir nicht gleich?
35:01Jetzt sofort.
35:03Ich liebe dich.
35:04Petra, es ist wichtig, dass du dich zuerst in Behandlung begibst.
35:07Ja, bitte, bitte.
35:10In Ordnung, ich verspreche es dir.
35:11Und danach, danach suchen wir unser erstes Ziel raus.
35:14Ja.
35:14Und zwar ganz in Ruhe.
35:16Du hast hier reing.
35:18Ich liebe dich auch.
35:21Ja.
35:28Schwester Hanna?
35:29Frau Selig, danke, dass Sie gekommen sind.
35:34Hallo.
35:36Ich hoffe, es ist wichtig.
35:38Dieses ganze Hin und Her ist für die Mädchen überhaupt nicht gut.
35:41Wir beiden müssen endlich zur Ruhe kommen.
35:43Ich weiß echt nicht, was wir hier sollen.
35:46Ihr müsst noch mal mit eurer Mutter reden.
35:48Es ist alles gesagt.
35:50Eure Mutter leidet an einer schweren Leber-Hirn-Störung.
35:53Das ändert nichts.
35:54Doch, das ändert alles.
35:56Ihr erinnert euch dann noch, dass eure Mama bei dieser Entsorgungsfirma gearbeitet hat.
36:00Und da hat sie giftige Dämpfe eingeatmet.
36:03Und die haben ihre Leber angegriffen.
36:05Nicht der Alkohol.
36:06Komm, Lilly.
36:08Nein.
36:08Hör mal, Lilly.
36:16Egal, wie selbstständig du bist.
36:19Und wie toll du dich um Lola kümmerst.
36:21Du bist immer noch ein Kind.
36:23Und das solltest du auch bleiben.
36:28Lilly.
36:30Eure Mama braucht euch.
36:32Und ihr braucht eure Mama.
36:36Bitte, Lilly, bitte.
36:38Mama.
36:45Lola.
36:47Lola.
36:53Ich habe euch damals versprochen, dass ich nie mehr trinke.
36:57Und ich habe es seitdem nicht mehr gemacht.
36:59Ich glaube dir.
37:03Ich weiß, was ich euch angetan habe.
37:06Aber es wird nie wieder passieren.
37:08Die Krankheit, das hat...
37:14Ich weiß.
37:17Mama.
37:19Lilly.
37:19Lilly.
37:20Lilly.
37:20Lilly.
37:29Die ich euch an.
37:31Meine Mädchen.
37:32Ich weiß nicht, dass er in der Firma von Frau Stockmann recherchiert.
37:47Ich sage es nicht gern, aber...
37:49Wow.
37:50Betty gibt zu, dass er sich in Frankenstein geirrt hat.
37:52Nein.
37:56Nur darin, wie einst du seinen Job nimmt.
37:59Es bleibt dabei, er ist ein Arschloch.
38:05Sag mal, wieso hat sich Ava einfach ausgetragen?
38:07Oh, das könnte sein, dass ich da...
38:10Was?
38:12Hast du ihr freigegeben, oder wie?
38:13Na ja, ich glaube eher, dass Ava da was missinterpretiert hat.
38:17Haha.
38:18Sag mal, gibt es irgendwas, den hast du dich nicht einmischt?
38:23Wie wäre es denn mit einem Drink?
38:24Okay, so, jetzt Entschuldigung.
38:28Ein Drink?
38:29Wie mit dir, oder...
38:30Vielleicht an einem kalten Tag in der Hölle?
38:35Und was ist mit Ihnen?
38:44Das ist ja reizend.
38:45Gut, dann würde ich sagen, heute Abend um 19 Uhr.
38:48Hallo?
38:49Finde den Fehler.
38:51Ach, das ist zu früh.
38:52Ja, wegen mir gerne auch um 20 Uhr.
38:54Ich bin doch kein Lückenbüßer.
38:55Wieso das denn?
38:56Sie holen sich hier gerade eine Abfuhr mit ihrem Date mit Betty und...
38:59Ach, Betty!
39:00Ist doch kein Date geworden.
39:02Aber das mit Ihnen schon.
39:05Ich kann nicht.
39:06Ach, Anna.
39:07Wieso überspringen wir nicht einfach diesen Punkt und Sie holen jetzt Ihre Sachen und wir suchen uns eine Bar?
39:12Punkt überspringen.
39:13Ich sag doch, es geht nicht.
39:15Ich weiß doch ganz genau, dass Sie eines Tages mit mir ausgehen werden.
39:19Also, warum sparen wir uns nicht einfach das Ganze hin und her und...
39:24Und?
39:27Es geht nicht, weil Ava weg ist.
39:30Außerdem date ich keine Männer mit so einem...
39:33...Riesen-Ego.
39:34Hallo, wir sind wieder da.
39:52Hallo!
39:53Äh, was wird das denn hier?
39:56Was?
39:56Eine Schaukel für Emil.
39:58Eine Schaukel?
39:59Mitten in der Küche?
40:00Ja, so können wir uns besser beim Kochen zugucken.
40:03Ja, und damit die gesamte Küche blockieren?
40:06Aber, hey, ich wusste gar nicht, dass du sowas kannst.
40:09Ich kann auch viel mehr.
40:11Mir schlummern einige Talente.
40:13Als nächstes mache ich ein paar Regale für deine Fläschchen.
40:16Dann baue ich einen Hochsitz.
40:18Und dann könnte ich vielleicht...
40:21Tobias, stopp!
40:22Mach mal halblang.
40:24Warum?
40:24Ich will ja nur, dass unsere kleine Familienwohnung ein bisschen schöner wird.
40:27Erstens ist es auch so schön genug.
40:29Und zweitens, das ist keine Familienwohnung, sondern eine WG.
40:34Und außerdem kommt Lysi bald wieder, ne?
40:35Ja, natürlich.
40:36Ich meine ja auch, irgendwann könnte ich vielleicht...
40:39...kein Grund daraus, jetzt so eine Staatsaffäre zu machen, oder?
40:42Na, dann sind wir uns für einig.
40:44Und die Schaukel, die muss hier weg, ne?
40:48Und jetzt, weil wir hier zwar spielen.
40:49Und?
40:55Hast du es dir überlegt?
41:00Ja, das habe ich.
41:02Wusste ich doch, dass du die richtige Entscheidung triffst.
41:08Du wirst fristgerecht zum nächstmöglichen Termin gekündigt.
41:10Alexander?
41:19Das wirst du bereuen.
41:20Das wirst du bereuen.
41:50Untertitelung des ZDF, 2020
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