- vor 6 Monaten
Hauptkommissar Köster - Siegfried Lowitz /
Drehbuch - Detlef Müller /
Regie - Theodor Grädler
Drehbuch - Detlef Müller /
Regie - Theodor Grädler
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TVTranskript
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00:29.
00:57Herr Badram?
00:58Ja?
01:00Dr. Reinhold hat angerufen. Er braucht dringend die Unterlagen.
01:03Ich mach's nachher gleich fertig.
01:04Was hat der Arzt gesagt?
01:05Ein paar Wochen ist alles vorbei.
01:06Na, das sehen Sie. Möchten Sie einen Kaffee?
01:09Danke. Später vielleicht.
01:13Ist mein Vater weggefahren?
01:14Vor einer halben Stunde. Ich weiß aber nicht, wohin.
01:16Aber er weiß doch hoffentlich, dass wir um 17 Uhr eine Besprechung haben.
01:18Das hab ich ihm gesagt.
01:21Revision und Treuhand, Westphal. Der ist gerade angekommen. Das ist für Sie.
01:25Klicken Sie's rüber in mein Büro. Ich nehm's.
01:27Einen Moment, ich verbinde.
01:28Einen Moment, ich verbinde.
01:29Schauer sind drei, fünf fünf, fünf, fünf...
01:31Guck.
01:32Schauer sind drei, fünf, fünf, fünf...
01:34Schauer sind drei, fünf, fünf, fünf...
01:36Ne?
01:37Einen Moment, ich hab's unterhalten.
01:38Ja, Tram? Ach, du bist. Was ist denn los?
01:54Ja, das kann doch nicht sein.
01:59Ja, bist du wahnsinnig? Das ist doch kein Grund!
02:06Ja, wo bist du?
02:07Ja, klar, sofort. Wart auf mich.
02:32Guten Tag.
02:34Guten Tag, Gisela.
02:35Klaus.
02:36Wie geht's euch?
02:39Ja, das haben wir mittelprächtig, ne?
02:42Schöne neue Sachen habt ihr hier.
02:43Mhm, alles alte asiatische Motive.
02:46Ist Christoph in der Werkstatt?
02:47Ja. Hast du was Unerfreuliches für uns?
02:50Keine Sorge.
03:00Hallo?
03:03Hallo, Klaus.
03:03Grüß dich, grüß dich, grüß dich, grüß dich. Wie geht's dir? Hast du zufällig hier zu tun, oder warum bist du...
03:08Ich muss mit dir sprechen. Hast du Zeit?
03:11Ja, natürlich.
03:13Störe ich euch?
03:16Machst du uns bitte einen Kaffee?
03:18Sei nicht böse, hm?
03:20Schon gut, schon gut.
03:22Sag mal, was hast du eigentlich mit deinem Fuß gemacht?
03:29Bisschen verletzt beim Skifahren.
03:32Läuft's Geschäft?
03:34Nee, es läuft beschissen.
03:37Das ist doch der Grund, warum ich noch nicht bei dir war.
03:41Na ja, eigentlich hat man ja vereinbart, dass ich dir das Geld von einem Vierteljahr zurückzeile, aber ich bin einfach nicht in der Lage...
03:46Deswegen bin ich nicht gekommen.
03:59Ich stecke in der Klemme.
04:01Und zwar gewaltig.
04:04Das heißt, nicht eigentlich ich, aber...
04:05Meine Eltern haben sich doch von mir erscheinen lassen.
04:12Meine Mutter hatte plötzlich den Mann ihres Lebens entdeckt.
04:14Große Liebe.
04:15Ja, ja, und davon hast du mir erzählt?
04:17Ja, man ist tot.
04:19Er liegt in einem Haus, in dem er mit meiner Mutter und meiner Schwester zusammengelebt hat.
04:24Erschlagen.
04:26Was?
04:27Ich hab's vor einer halben Stunde erfahren.
04:31Weißt du, wer es war?
04:33Frag nicht.
04:33Es war kein Mord.
04:36Es war Totschlag.
04:37Eine Kurzschlusshandlung.
04:40Aber darauf stehen ja auch ein paar Jahre.
04:42Ja, aber was habe ich damit zu...
04:44Du musst mir helfen.
04:46Ich?
04:47Ich möchte verhindern, dass rauskommt, wer es war.
04:50Verstehst du?
04:53Der Mensch, der das getan hat, steht mir sehr nah.
05:01Die Plane.
05:03Ja, ich möchte.
05:07Die Plane.
05:15Deine Musik.
05:18Fährst du?
05:46Ja.
05:48Grüß Gott, Frau Westphal.
06:09Ja, Frau Agnes, guten Tag.
06:11Ist mein Vater da?
06:12Der hat eine Besprechung.
06:13Ich glaube nicht, dass Sie da stören können.
06:15Und mein Bruder?
06:16Der ist weggefahren.
06:16Ich weiß nicht, ob er heute noch zurückkommt.
06:19Ich warte dann im Besucherzimmer.
06:21Bitte sagen Sie meinem Vater Bescheid.
06:23Natürlich.
06:25Aber es dauert mindestens noch eine Stunde.
06:28Was war denn das überhaupt für ein Typ?
06:29Ich meine, das ist ein herrloser Kleiderständer.
06:31Nichts mit einem Sack voll Geld.
06:34Und auf sowas ist die reingefahren?
06:36Ah, Torschlussplanung.
06:37Was hieß?
06:38Hör auf.
06:41Entschuldige.
06:43Das ist ja eine Überraschung.
06:45Hallo.
06:46Tag, Mann, Schatz.
06:48Tag, Papi.
06:52Na?
06:53Was macht die Schule?
06:55Musst du das gleich als erstes fragen?
06:56Na, also immer noch wackelig.
06:59Und wie sieht's bei euch aus?
07:01Ach, viel Arbeit.
07:03Na ja, das alte wie?
07:05Gehen wir zusammen essen?
07:08Zu unserem Italiener?
07:09Ich freue mich, dass du gekommen bist.
07:23Ich freue mich auch.
07:26Komm.
07:37Jetzt reicht's.
07:39Ich freue mich.
08:09Danke.
08:39Wie geht es, Mutti?
08:41Darüber mache ich mir keine Gedanken mehr.
08:44Das solltest du aber.
08:45Du wohnst mit ihr zusammen.
08:47Was sie jetzt erlebt, hat sie sich doch selbst zuzuschreiben.
08:52Streiten sie sich noch immer so viel?
08:54Sie gehen sich aus dem Weg.
08:57Wahrscheinlich hat er längst eine andere.
09:02Das war ja wohl abzusehen.
09:09Was ich dich schon längst fragen wollte.
09:13Ja?
09:15Wenn sie eines Tages zu dir käme,
09:19würdest du sie dann wieder aufnehmen?
09:23Ich glaube, ja.
09:30Jetzt brauchen wir erstmal einen Schnaps.
09:34Ich kann auch eingebrauchen.
09:36Danke.
09:39Junge, ich habe keinen schönen Schiss gehabt, weißt du das?
09:48Meinst du ich nicht?
09:51Ohne dich hätte ich das nie geschafft.
09:53Danke, Christoph.
09:54Das ist schon recht.
09:55Danke.
10:09Hallo.
10:21Ja, hier ist Helga.
10:36Guten Abend.
10:39Entschuldige bitte, dass ich so spät...
10:42Aber ist Walter bei euch?
10:46Sein Wagen ist nicht in der Garage.
10:48Ein guter Freund ist wie eine Seele in zwei Körpern.
10:56Amicum esse unum animum.
10:58Hat der alte Hardaber gesagt, weißt du noch?
11:00Nee, habe ich keinen Schimmer mehr.
11:02Du hast dich ja schon mal mit anderen Sachen beschäftigt.
11:05Malerei, Kunst, Plastik, Bilder.
11:10Wo sind meine Krücke?
11:10Warte, da drüben, ich gebe sie dir einen Moment.
11:15Hier.
11:16Okay.
11:17Also, Chris.
11:19Willst du schon gehen?
11:20Danke.
11:21Danke.
11:28Aber was macht man mit dem Geld?
11:30Ich meine, du weißt doch, dass ich dir...
11:31Das ist erledigt.
11:34Was du für mich gemacht hast, war mehr als ein Freundschaftsdienst.
11:37Danke.
11:40Ich danke dir, Klaus.
11:41Grüß Gisela.
11:42Ja, mach ich.
11:44Und ich halte dich über alles auf dem Laufen.
11:47Komm gut nach Hause, hörst du?
11:48Ja.
11:49Mach dich mal das Licht an.
11:51Tschüss.
11:53Tschüss.
12:01Lass, ähm.
12:25Du bist nur wach.
12:26Bei dem Kach?
12:28Was hat er von dir gewollt?
12:29Das war doch eine vorde Sache.
12:31Wo wart ihr?
12:36Guten Abend.
12:38Guten Abend.
12:40Wo bist du gewesen?
12:42Mit Papa italienisch essen.
12:48Wie geht's ihm?
12:50Ausgezeichnet.
12:54Hast du Walter gesehen?
12:56Wieso?
12:57Ist er mal wieder nicht nach Hause gekommen?
12:58Das ist keine Antwort auf meine Frage.
13:02Ich weiß nicht, wo er ist.
13:03Das interessiert mich auch nicht.
13:04Das ist dein, Walter.
13:06Dein zärtlicher, zuvorkommender...
13:09Halt den Mund.
13:11Das hast du alles mal gesagt.
13:13Das ist gar nicht so lange her.
13:17Weißt du's nicht mehr?
13:17Schäle dich zum Teufel!
13:21Gute Nacht.
13:28Immerhin hat er zwei Jahre lang die Miete für uns bezahlt.
13:30Sonst wären wir längst hier raus.
13:32Dafür hast du dich doch von ihm rumkommandieren lassen müssen.
13:35Christoph, mach doch mal!
13:36Christoph, fahr doch mal!
13:37Und jetzt hat er dich auch noch in ein Verbrechen reingezogen.
13:43Einen Mord.
13:45Weißt du, was passiert, wenn die Sache rauskommt?
13:49Ich weiß nur, dass ich ihm das Geld nicht mehr zurückzahlen brauche.
13:5220.000 Mark!
13:53Und?
13:54Was ändert das schon?
13:56Was ändert das schon?
13:57Morgen früh sitzt du wieder da und pickst deine Ringe zusammen!
14:00Ich bin müde.
14:01Ich geh ins Bett.
14:03Nein, du bleibst jetzt hier!
14:04Ja!
14:04Ja!
14:07Der Mann, den ihr beerdigt habt im Wald, der hatte doch Geld.
14:15Geld wie Dreck!
14:17Na und?
14:19Warum sorgt dein toller Freund nicht dafür, dass du was davon bekommst?
14:22Ach, du spinnst ja.
14:24So kann sie doch nicht weiterleben.
14:27Seit Jahren träumst du nur von einem Ölscheuch, der hier reinkommt in deinen...
14:30Ich saß mir nicht in Ruhe, Mann!
14:32Christoph!
14:35Ich kann nicht.
14:37Ich will auch nicht mehr.
14:39Ich will auch nicht mehr.
14:41Jeden Tag derselbe Trott.
14:43Wohnküche, Werkstatt, Laden.
14:44Nichts anderes.
14:47Langsam geht zwischen uns alles kaputt.
14:51Was soll ich denn machen?
14:53Irgendwas.
14:54Irgendwas, was uns hier rausbringt.
14:56Ist doch ganz egal was.
14:58Ja, aber wovon sollen wir denn dann leben?
15:00Der Mann, der Tote.
15:06Der hat doch ein Vermögen.
15:07Millionen.
15:10Jetzt erbt das irgendjemand, der sowieso schon genug hat.
15:14Und wir?
15:15Wir sitzen hier wie die Idioten.
15:16Ich weiß überhaupt nicht, wovon du sprichst.
15:20Dabei brauchst du doch nur zuzugreifen.
15:24Dann gehört dir alles.
15:27Alles.
15:28Ich weiß wirklich nicht, was du meinst.
15:30Hast du Französisch gemacht?
15:34Zufällig ja.
15:37Warum sprichst du so mit mir?
15:40Was hab ich dir getan?
15:41Das hab ich dir oft genug gesagt.
15:47Du hast unsere Familie zerstört.
15:54Hast du deinen Vater gefragt, ob er dir nach deinem Abitur das Geld für eine eigene Wohnung gibt?
16:03Das wird er tun.
16:04Dann versuch doch bitte, dich in den letzten paar Wochen, in denen du noch hier lebst, zusammenzunehmen.
16:17Das wird doch vielleicht noch möglich sein.
16:31Ja, bitte?
16:34Was ist?
16:42Ja, aber warum denn nicht?
16:45Ich verstehe nicht.
16:49Ja?
16:52Was sollen wir tun?
16:57Bis heute Abend und keine Polizei.
17:01Was ist?
17:04Wie geht es ihm?
17:07Hallo?
17:09Hallo?
17:11So sagen Sie doch etwas.
17:13Sind Sie noch dran?
17:16Hallo?
17:16So einfach ist das.
17:25Du bist ja wahnsinnig.
17:27Tja, also vor Freitag sehe ich da gar keine Möglichkeit.
17:33Bertram?
17:35Ach, du.
17:36Was?
17:41Wann hast du das erfahren?
17:46Ja, und?
17:48Hast du eine Vorstellung, wer dahinter steckt?
17:50Helga, damit darfst du nicht warten.
17:57Ruf sofort an.
17:59Und schick Agnes nicht zur Schule.
18:05Das ist besser.
18:07Ja.
18:07Was ist denn los?
18:12Walter Krendler ist gestern Abend entführt worden.
18:16Eine Frau war im Apparat.
18:18Eine ziemlich junge Stimme.
18:22Eine junge Stimme?
18:23Sprach die Dialekt?
18:25Nein.
18:27Nein, eigentlich nicht.
18:29Was hat sie gesagt?
18:32Wir haben Walter Krendler in unserer Gewalt.
18:36Es wird ihm nichts passieren, wenn Sie vernünftig sind.
18:39War das alles?
18:40Und er wird unversehrt zu Ihnen zurückkehren, wenn Sie eine bestimmte Summe bezahlen.
18:48Herr Köster, würden Sie bitte einen Moment kommen?
18:51Ja, ja, gleich, Herr.
18:52Moment, Moment.
18:54Die Frau sprach von einer bestimmten Summe.
18:57Ja.
18:58Die Höhe wollte sie noch sagen.
19:02Ebenso den Ort der Übergabe.
19:04Das war alles?
19:06Ja.
19:06Sie sagte doch noch, wir durften nicht die Polizei verständigen.
19:11Und sie würde sich wieder melden.
19:13Ach ja.
19:15Richtig.
19:16Wann haben Sie Herrn Krendler zum letzten Mal gesehen?
19:19Das war...
19:21gestern.
19:25Zwischen eins und zwei.
19:28Mittags.
19:29Hier im Haus.
19:32Ja.
19:33Was war nach zwei?
19:34Da musste ich zur Massage.
19:38Und dann bin ich noch zu einer Bekannten gefahren.
19:41Entschuldigung.
19:46Danke.
19:49Und wann kamen Sie wieder zurück?
19:53Ungefähr...
19:54ging neun.
19:56Und da war der Herr Krendler weg?
19:59Ja.
20:01Und sein Wagen war nicht mehr in der Garage.
20:04Frau Bertha, wann haben Sie Herrn Krendler zum letzten Mal gesehen?
20:09Die genaue Uhrzeit weiß ich nicht mehr.
20:12Aber er klopfte an mein Zimmer und fragte mich, ob ich mit ihm Platten hören will.
20:16Ich habe Nein gesagt.
20:18Eine halbe Stunde später bin ich gegangen.
20:20Ich musste zur Nachhilfe.
20:21Ich habe nicht nochmal nach ihm geschaut.
20:23Und wann sind Sie wieder zurückgekommen?
20:26So gegen 23 Uhr.
20:28Mein Vater hat mich gebracht.
20:29Wir waren zusammen essen.
20:31Entschuldigen Sie mich bitte einen Moment.
20:33Leg dich doch hin.
20:40Nein, danke.
20:41Es wird schon gehen.
20:42Na, wie sieht es aus?
20:43Haus und Garten haben wir noch Spuren abgesucht.
20:45Bisher ohne Erfolg.
20:46Nix.
20:47Nix.
20:47Danke.
20:48Und was mit der Schaltung?
20:50Die steht.
20:51Danke.
20:51Also, Frau, für die nächsten Stunden, vielleicht Tage, die für Sie nicht leicht sein werden, muss ich Ihnen ein paar Verhaltensregeln geben.
21:01Zunächst wird einer unserer Mitarbeiter ständig bei Ihnen im Hause sein.
21:05Wer von euch hat sich diese Entführungsgeschichte ausgedacht?
21:08Spielt das eine Rolle?
21:09Ich war es.
21:10Und was hast du dir dabei gedacht?
21:13Was wohl?
21:14Wir wollen hier raus aus dem Loch.
21:15Wir müssen den Verstand verloren haben.
21:20Ein Mann ist erschlagen worden und wir haben ihn weggebracht.
21:22Kein Mensch hätte was gemerkt.
21:24Und jetzt?
21:26Das war verrückt.
21:28Total verrückt.
21:29Wir haben die ganze Nacht gesoffen und rumgesponnen.
21:32Und am Schluss hat sich alles bei mir gedreht.
21:34Ich habe überhaupt nichts mehr begriffen.
21:35Hör auf zu jammern.
21:36Und was stellt ihr euch jetzt vor?
21:40Wie wollt ihr aus der Sache wieder rauskommen?
21:43Wir machen nicht weiter.
21:45Wir rufen einfach nicht mehr an und die ganze Sache ist erledigt.
21:48Wir machen weiter.
21:50Jedenfalls ich.
21:51Notfalls auch alleine.
21:54Daran wird mich niemand hindern.
21:58Am wenigsten du.
22:00Du hast also schon einen Plan.
22:01Erzähl doch mal.
22:03Sie erzählt überhaupt nichts mehr.
22:03Sie hält jetzt die Klappe.
22:05Lass sie.
22:06Was hast du denn vor?
22:08Als nächstes stellen wir unsere Forderung.
22:12Anderthalb Millionen.
22:15Bist ja wahnsinnig.
22:17Großzügig warst du ja schon immer.
22:20Hast du dir auch schon überlegt, wo das Geld übergeben werden soll?
22:23Darüber werden wir noch nachdenken.
22:25Aber vielleicht hast du einen Vorschlag.
22:28Jetzt hör mal gut zu.
22:30Ihr habt euch da ein Spiel ausgedacht.
22:32Aber bei diesem Spiel mischt die Polizei mit.
22:34Mit ihrem Riesenapparat und ihrer Technik.
22:37Daran habt ihr nicht gedacht.
22:39Wir werden über jeden Schritt der Polizei unterrichtet werden.
22:42Du bist ja total bekloppt.
22:44Klaus wird uns unterrichten.
22:46Ich?
22:47Ja.
22:49Seine Mutter ist die Hauptbetroffene.
22:50Sie nimmt unsere Anrufe entgegen.
22:52Sie besorgt das Geld.
22:53Sie wird über jeden Schritt von der Polizei eingeweiht.
22:56Und Klaus...
22:56Ich glaube, es ist das Beste, wenn du jetzt deine Sachen packst und hier verschwindest.
22:59Damit erreichst du gar nichts.
23:01Wenn du sie jetzt wütend machst, flippt sie aus und haut uns in die Pfanne.
23:05Rede doch gut zu.
23:06Ja.
23:08Jetzt kommt der große Stratege.
23:11Wenn du wüsstest, wie du mich ankotzt.
23:13Aber du hast mich ja schon immer angekotzt.
23:15Mit deiner stinkenden Überheblichkeit.
23:17Und deinem Geld.
23:18Von dem du glaubst, dass du dir alles damit kaufen kannst.
23:21Auch Christoph.
23:22Ich habe an Christoph geglaubt.
23:25Das ist alles.
23:26Weil er begabt ist.
23:28Und weil er so lebt, wie ich früher gern gelebt hätte.
23:31Völlig unabhängig.
23:32So hättest du nicht ein halbes Jahr leben können!
23:37Was verlangt ihr, wenn ihr die ganze Sache aufgebt?
23:41Wie viel wollt ihr haben?
23:44Das hast du doch eben gehört.
23:47Anderthalb Millionen.
23:49Und das ist doch wohl kein überhöhter Preis.
23:52Wenn es darum geht, einen Mörder vor der Polizei zu schützen.
23:56Und darum geht es hier.
23:58Und um nichts anderes!
24:00Woher hat er eigentlich sein Geld, der Herr Krentler?
24:03Er hat ein paar chemische Verfahren entwickelt.
24:05Die hat er sich patentieren lassen.
24:08Außerdem besitzt er ein paar Industrieanteile.
24:11Naja, im Lauf der Jahre wird da wohl einiges zusammengekommen sein.
24:16Und er hat so extrovertiert gelebt, dass alle Leute sein Reichtum sehen konnten, ne?
24:20Ausgesprochen aus dem Vollen.
24:21Vor allem was Damen betrifft.
24:23Habt ihr mal die Nachbarn gefragt, ob die was beobachtet haben?
24:26Der Mann aus dem Haus gegenüber ist sicher, dass Krentlers Wagen gestern Nachmittag kurz nach 17 Uhr aus der Garage gekommen ist.
24:33Er hat allerdings nicht darauf geachtet, wer hinter dem Lenkrad gesessen hat.
24:37Nach dem Wagen wird gefahndet?
24:39Natürlich!
24:40Ja, ich bin's, Klaus.
24:56Ja, ich bin jetzt bei mir zu Hause.
24:59Hör zu, ich hab mit den beiden gesprochen.
25:01Die Frau ist nicht zu bremsen, sie spielt verrückt.
25:02Nein, brauchst du nicht. Ich lass mir schon was einfallen.
25:10Ja, dir auch.
25:15Der Krendler könnte in seinem Haus überfallen und in seinem eigenen Wagen weggeschafft worden sein.
25:23Der Überfall könnte aber auch unterwegs stattgefunden haben, nachdem Krendler mit seinem Wagen weggefahren ist.
25:28Na ja, bleiben wir mal dabei, dass der Überfall im Haus stattgefunden hat.
25:34Dann ist doch ziemlich sicher, dass die Täter sich gewaltlos Einlass verschafft haben.
25:39Ihr habt doch an den Türen und Fenstern keiner mehr Anwendung von Gewalt oder von Werkzeuggebrauch festgestellt, ne?
25:45Im ganzen Haus, ne?
25:47Also könnte doch sein, dass der Krendler die Täter reingelassen hat, selbst, weil er sie kannte.
25:54Mehr oder weniger gut.
25:55Ja, ja.
25:56Seit wann lebt er mit der Frau Bertram zusammen?
26:01Seit anderthalb Jahren. Sie hat sich seinetwegen scheiden lassen.
26:05Weiß man etwas über deren frühere Familie?
26:07Ja. Der Mann soll lange um seine Frau gekämpft haben. Der Sohn und die Tochter halten wohl zu ihm.
26:13Aha.
26:14Aha.
26:22Ja, bitte?
26:24Ja?
26:26Ja, ich kann Sie verstehen.
26:29Einen Moment bitte. Ich muss mir das aufschreiben.
26:33Ja?
26:36Ja.
26:36Das Geld wird bereit sein.
26:39Ja.
26:39Ja.
26:41Die ganze Summe.
26:43Aber vorher muss ich einen Beweis haben, dass er noch lebt.
26:49Ja, Sie müssen mir ein Lebenszeichen schicken.
26:53Darauf bestehe ich.
26:54Und danach werden Sie ihn sofort freilassen.
27:00Ich muss mich darauf verlassen können.
27:03Hallo.
27:04Hallo.
27:05Was ist jetzt?
27:12Sie wollen anderthalb Millionen.
27:17Sie wollen anderthalb Millionen.
27:21Mach doch nicht so ein Gesicht.
27:32Komm, verlos.
27:33Und Sie kennen deinen Krändler auch?
27:35Ja.
27:36Wie lange schon?
27:38Seit etwa vier Jahren.
27:41Wir haben ihn wirtschaftlich vor allem in seinen Steuersachen beraten.
27:45Gibt es darüber hinaus auch private Kontakte?
27:48Sagen Sie, ist das wirklich wichtig für Ihre Ermittlungen?
27:52Ach, wissen Sie, Herr Berthalb, manchmal erkennt man erst aus der Antwort, ob die Frage wichtig war, nicht?
27:56Wir machen halt überall unsere Probebohrungen, nicht?
28:01Manchmal finden wir ja auch was.
28:03Kein Öl, aber manchmal Gift.
28:06Es gab private Kontakte.
28:09Beinahe freundschaftliche.
28:11Krändler besucht uns regelmäßig mit seiner damaligen Freundin.
28:16Er besucht uns auch noch, nachdem man eine Frau und Verhältnis mit ihm hatte.
28:23Ich danke Ihnen für Ihre Offenheit, Herr Berthalb.
28:30Und Ihre Schwester lebt also nun mit der Mutter im Hause von Herrn Krändler?
28:34Ja.
28:36Haben Sie Ihre Schwester da mal besucht?
28:38Ja, gelegentlich.
28:40Wenn es sich nicht vermeiden ließ, zwei- oder dreimal.
28:42Aber normalerweise trafen wir uns bei mir oder in irgendeinem anderen Ort.
28:45Aber auf jeden Fall kennen Sie das Haus?
28:47Ja.
28:49Und Sie, Herr Berthalb, kennen es auch?
28:50Wir haben dort ein paar Feste gefeiert.
28:53Als der private Kontakt noch bestand.
28:55Aber den Kontakt zu Ihrer Frau haben Sie trotz der Trennung nie ganz aufgegeben.
29:00Sie hat mich hin und wieder um einen Rat gebeten.
29:03Sie rief auch an, nachdem sie von der Entführung gehört hatte.
29:07Wir waren 27 Jahre verheiratet.
29:10Und es war alles in allem eine gute Zeit.
29:14Bis der Herr Krändler auftauchte.
29:19Ja.
29:19Nein.
29:19Nein.
29:20WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
29:50Du?
30:10Grüß dich.
30:12Herr Klaus, ich wollte eigentlich auch schon zu dir kommen.
30:14Warum hast du es denn nicht getan?
30:17Naja, was hätte ich dir denn sagen sollen?
30:19Dass ich mich beschissen fühle?
30:21Das wäre doch ein ganz guter Anfang für ein Gespräch gewesen, oder?
30:26Wir haben die ganze Sache einfach nicht bis zu Ende durchdacht.
30:29Ich bin da irgendwie reingeschlittert.
30:31Wie du da alles reingeschlitterst.
30:34Auch in die Sache mit Gisela.
30:36Eigentlich wolltest du sie nach der Faschingswede nur mal kurz abschleppen.
30:39Und dann hast du sie bei dir behalten.
30:41Drei Jahre schon.
30:43Und seit drei Jahren tröpfelt sie dir in deine Gehirnwindung,
30:45dass du als Künstler nichts taugst
30:47und besser Kräutertees auf dem Markt verkaufen solltest.
30:50Und langsam zeigst du Wirkung und verlierst den Glauben an dich und dein Talent.
30:55Was soll ich denn machen?
30:57Wieder zu Verstand kommen.
31:01Meine Mutter will den Beweis, dass ihr Kräntler habt und das erlebt.
31:04Das hat dir die Polizei gesagt.
31:07Wie wollt ihr den Beweis bringen?
31:08Das wissen wir noch nicht.
31:14Ihr seid also schon am Ende.
31:16Ihr Bonny und Clyde verschnitt.
31:18Ja, sieht schon aus.
31:20Und wenn ich ganz ehrlich bin, bin ich froh darüber.
31:23Das nützt dir bloß nichts.
31:29Die Polizei sucht euch.
31:31Und sie wird euch weitersuchen.
31:32Solange Kräntler verschwunden ist, wird sie an seine Entführung glauben.
31:37Aber eigentlich ist das ja genau das, was wir wollten.
31:41Ich verstehe nicht, was du meinst.
31:44Wir wollten, dass die Polizei nicht erfährt, wie Kräntler umgekommen ist.
31:48Durch wen und wo.
31:58Da.
31:59Was soll ich damit?
32:00Was soll ich damit?
32:00Ihr werdet der Polizei beweisen, dass es Kräntler gut geht.
32:06Dass er heute, drei Tage nach seinem Verschwinden, noch am Leben ist.
32:10Du weißt es also.
32:13Du hast Kräntler.
32:17Wir wollten doch nicht mehr darüber reden.
32:19Oder?
32:30Ich danke dir, dass du gekommen bist.
32:34Du brauchst dich nicht zu bedanken.
32:38Gehen wir ein Stück?
32:39Du machst dir große Sorgen um ihn?
32:49Ja, ja, natürlich.
32:51Die Frage war theoretisch.
32:52Entschuldige.
32:54Agnes hat dir sicher erzählt, dass wir in letzter Zeit Auseinandersetzungen hatten.
32:59Ziemlich heftig.
33:00Ich mache wahrscheinlich wieder meine alten Fehler.
33:05Ich stelle mir vor, wie die Welt sein müsste.
33:09Wie ein Mensch sich verhalten müsste.
33:11Und wenn es dann anders kommt?
33:14Dann bist du traurig und verletzt.
33:17Und gereizt.
33:21Du hast es mit deiner Liebe und mit Geduld immer aufgefallen.
33:26Wirst du das geforderte Geld zusammenbekommen?
33:33Was?
33:34Ja, ja.
33:36Die Bank wird einen Kredit geben.
33:38Einige seiner Freunde bürgen für die Sonne.
33:41Ich wünsche dir, dass er gesund zu dir zurückkommt.
33:44Danke.
33:48Hast du ihn nie gehasst?
33:53Sehr lange.
33:53Aber dann habe ich gemerkt, dass mich mein Hass kaputt macht.
33:59Und dann?
34:01Heute halte ich mich an das, was ich an Gutem und Schönern erlebt habe.
34:16Und das war sehr viel.
34:23Herr Köster!
34:29Was ist?
34:30Habe ich was vergessen?
34:31Eben ist eine Meldung gekommen.
34:33Ein Leichenfund im Kreuzlinger Forst.
34:34Wahrscheinlich Mord.
34:36Also, kein Feierabend.
34:38Nein.
34:38Da geht ein.
34:39Ja.
34:45Wo ist denn das Kreuzlinger Forst?
34:46Neben einem großen Holzlager.
34:48Wo ist denn ein Holzlager?
34:49Na ja, zwei schon unterwegs.
34:50Na ja, zwei.
34:51Was haben Sie denn immer gegen den?
34:52Er hat doch immer einen Kaugel in mir im Mund und lässt einen nie aushalten.
35:01Was will er denn für seine Hilfe haben?
35:04Nichts.
35:05Das heißt, wir können das ganze Geld behalten?
35:08Ja.
35:08Und wenn er doch irgendeinen dreckigen Hintergedanken hat.
35:14Er hat einen genauen Plan.
35:16Und er ist mein Freund.
35:20Na ja, das werden wir ja sehen.
35:22Guten Abend, Herr Köster.
35:36Guten Abend, Herr Köster.
35:36Guten Abend.
35:44Guten Abend, Hebe.
35:45Das ist ja ein richtiges Grab.
36:04Er war glänzend getarnt, unter Laub und Gestrüpp.
36:06Wer hat denn das entdeckt?
36:07Der Hund vom Platzwärter drüben hat irgendwie Witterung bekommen und ein Loch gescharrt.
36:11Die guten Hunde, wenn wir die nicht hätten.
36:14War er schon in der Plane, wie ihr ihn rausgehoben habt?
36:16So, wie er da liegt.
36:17Wo ist denn der Kopf?
36:19Und Spuren?
36:20Nichts.
36:21Alles verwischt vom Regen.
36:22Geht ihr mal ein Licht drauf?
36:37Walter Krendler.
36:39Also, sofort die Gerichtsmedizin einschalten.
36:43Ich brauche bis morgen früh eine genaue Bestimmung der Todesursache und der Todeszeit.
36:47Ja, und noch was.
36:49Geht keine Meldung an die Presse, ja?
36:53Kein Wort.
36:54Auch nicht an die Angehörigen.
36:56Das hier ist völlig ganz allein unsere Angelegenheit.
36:58Klar?
36:59Sie wollten ein Lebenszeichen von Krendler.
37:01Wir haben was aufgenommen.
37:07Hören Sie zu, er spricht.
37:10Ich bin sehr froh, dass ich das sagen darf.
37:15Dabei ist es gar nicht so einfach, in so einem Moment die richtigen Worte zu finden.
37:22Ich möchte zuallererst allen, die mir nahestehen, meinen Dank sagen.
37:29Dank für Ihre guten Gedanken.
37:33Und Dank für die Hilfe, die Sie mir in dieser für mich nicht leichten...
37:38Das muss genügen.
37:40Wir haben nicht so viel Zeit.
37:41Was ist mit dem Geld?
37:42Wir holen es morgen von der Bank.
37:45Morgen Nachmittag.
37:46Wir rufen um 18 Uhr an.
37:48Punkt 18 Uhr.
37:49Dann sagen Sie uns, wer das Geld überbringt.
37:52Sie selber oder eine Person Ihres Vertrauens.
37:54Auf keinen Fall ein Polizist.
37:56Von uns erfahren Sie, wo das Geld hingebracht werden soll.
38:00Und dann werden Sie ihn freilassen?
38:01Hallo.
38:04Sind Sie noch dran?
38:09Was ist?
38:11Ein Lebenszeichen von Kremtler.
38:14Gott sei Dank.
38:18Es wird alles gut.
38:20Wissen Sie, die Todeszeit?
38:22Der Tod dürfte vor 90 Stunden etwa eingetreten sein.
38:26Möglicherweise auch drei oder vier Stunden früher.
38:2890 Stunden, das sind vier Tage.
38:32Das wäre am Montag.
38:34Da war auch der Entführungstag.
38:36Also, Doktor, die Leiche können wir noch nicht freigeben, ja?
38:39Dankeschön.
38:40Es war mir wie immer ein Vergnügen.
38:41Also Vergnügen, wissen Sie.
38:43Ach so, Sie meinen zwischen uns.
38:44Ja doch, meinerseits auch.
38:45Ich habe seine Stimme auf dem Band erkannt.
38:54Ganz deutlich.
38:55Und Sie sind sicher, dass Sie nicht getäuscht wurden
38:57durch eine ähnlich klingende Stimme?
39:01Ganz sicher.
39:02Halten Sie es denn für möglich,
39:03dass die Täter irgendeinen Täuschungsverfahren...
39:05Naja, wir müssen alle Möglichkeiten in Betracht ziehen.
39:08Vorsicht, ist nun mal die Mutter der Porzellan...
39:10äh, der... der polizeilichen Ermittlung.
39:13Werden Sie nachher das Geld von der Bank holen?
39:15Das werde ich tun.
39:18Ich bin auch bereit, es an jeden von den Entführern
39:20gewünschten Ort zu bringen.
39:22Das ist sehr nett von Ihnen.
39:24Aber Sie wissen, das ist nicht ganz ungefährlich.
39:26Das weiß ich.
39:28Aber ich möchte nicht,
39:29dass meine Mutter sich in diese Gefahr begibt.
39:31Natürlich, das ist klar, ja.
39:35Naja, wir werden sehen, was die Entführer dazu sagen.
39:39Jedenfalls danke ich Ihnen für Ihre Bereitschaft.
39:41Eins, zwei.
39:45Ja, ich bin's.
39:56Ja, ich habe alles im Kopf.
40:00Wir treffen uns dann nachher hier.
40:03Ja, ist gut.
40:04Bis dann.
40:05Wir müssen uns langsam fertig machen.
40:09170, 180, 190...
40:13Eine Million fünfhunderttausend.
40:15Gut.
40:21Die Nummern der Geldscheine haben Sie notiert?
40:24Selbstverständlich.
40:25Lass uns noch mal über diesen Tonbandtext sprechen.
40:27Also, es gibt ja nur zwei Möglichkeiten.
40:31Erstens, die Aufnahme wurde unmittelbar vor Krendlers Entführung gemacht.
40:35Die Täter zwangen ihn mit vorgehaltener Waffe, diese Worte zu sprechen.
40:39Das heißt, Sie wussten zu diesem Zeitpunkt schon, dass Sie Krendler nicht am Leben lassen würden?
40:43Kann sein.
40:45Oder zweitens, Krendler hat diese Worte bereits vor längerer Zeit und in einem ganz anderen Zusammenhang gesprochen.
40:51Wenn ich sage, ich möchte allen, die mir nahestehen, meinen Dank ausdrücken, das kann ich doch bei allen möglichen Gelegenheiten sagen.
40:59Das scheint mir plausibler.
41:00Ja, ja.
41:01Und diese alte Aufnahme ist jetzt von irgendjemandem rausgesucht und an die Täter weitergegeben worden.
41:06Richtig.
41:08Aber raussuchen kann doch so ein Text nur der, der im Hause aus- und eingegangen ist
41:14und der genau weiß, wo das alte Tonband liegt, auf dem dieser Text aufgezeichnet ist.
41:21Hä?
41:25Mein Sohn wird das Geld überbringen.
41:29Er fährt ein Coupé.
41:32Silbermetallic.
41:34Das Kennzeichen ist M-Y-Y-48-31.
41:43Ja?
41:46Das Geld ist in einem braunen Koffer.
41:48Ihr Sohn wird in zehn Minuten losfahren zum Krankenhaus Halachim.
41:51Beim Eingangsfördner wird er warten, bis er einen Anruf von uns bekommt.
41:54Krankenhaus Halachim, Eingangsfördner.
41:57Sollten wir feststellen, dass Sie die Polizei eingeschaltet haben, wird die Aktion sofort abgebrochen.
42:01Pass auf dich auf.
42:11Komm gut wieder.
42:14Mach ich.
42:15Und was ist, wenn es zu einer direkten Begegnung mit diesen Leuten kommt?
42:21Gehen Sie auf keinen Fall ein Risiko ein.
42:24Tun Sie alles, was Sie ihnen sagen.
42:27Mit diesem Sender haben wir ständig Kontakt mit Ihnen.
42:29Gut.
42:31Also.
42:32Mach's gut.
42:35Viel Glück.
42:36Danke.
42:36Danke.
42:36Danke.
42:36Danke.
42:37Danke.
42:37Danke.
42:37Danke.
42:37Danke.
42:39Danke.
42:40Danke.
42:41Danke.
42:41Danke.
42:45Ja, was ist das?
42:46Ach, das sind die Nummern der Geldscheibe.
42:50Ja?
42:52Ja, ich verstehe.
42:54Vor einer Minute.
42:56Und wohin?
42:58Ja.
42:59Gut, Martin, du bleibst im Haus und passt auf die Damen auf, ja?
43:02Danke dir.
43:03Der junge Bertram hat eben das Haus verlassen.
43:05Sein erster Kontakt wird der Pförtner im Halachinger Krankenhaus sein.
43:08Also, dann wollen wir mal.
43:13Höchste Einsatzstufe und größte Vorsicht, ja?
43:16Ja.
43:17Guten Abend.
43:43Guten Abend.
43:44Ich wollte fragen, ob...
43:45Sind Sie Herr Wertham?
43:46Ja.
43:46Und Ihr Vorname?
43:47Klaus.
43:48Klaus Bertram?
43:49Ja.
43:50Da ist ein Anruf gekommen von einer Dame in diesem Moment.
43:54Da vorne in der Sandkiste soll ein Päckchen liegen für Sie.
43:58Dankeschön.
44:02Können Sie mir sagen, warum...
44:04Später.
44:05Mit der Notaufnahme, die vorhin gemeldet wurde, haben Sie nichts zu tun.
44:09Nein.
44:10Kapli.
44:10Danke.
44:11Danke.
44:11Das ist offen.
44:12Ich bin...
44:12views.
44:13Wertham.
44:13Vielen Dank.
44:43Vielen Dank.
45:13Wahrscheinlich über ein Handsprechfunkgerät.
45:15Wir hören über seinen Sender mit.
45:17Ende.
45:18Na, das ist doch schön.
45:19Dort ist noch eine Meldung gekommen.
45:21Er fährt jetzt über die Grünwalderbrücke in Richtung Pullauf.
45:24Gebt nochmal alle durch.
45:26Hinterherfahren und großen Abstand halten, ja?
45:28Alles klar.
45:29Warum melden Sie sich nicht?
45:40Warum melden Sie sich nicht?
45:42Hallo?
45:43Hallo?
45:45Ich höre Sie.
45:46Bitte kommen.
45:47Fahren Sie jetzt Wolfrathshauser Straße, dann Gärmeringer Straße in Richtung Autobahn Lindau.
45:54Bleiben Sie auf Empfang.
45:56Fahrer Wolfrathshauser, Gärmeringer Straße.
45:59Verstanden?
45:59Ich fahre jetzt Gärmeringer Straße.
46:12Melden Sie sich vor Ortseinfahrt.
46:21Ortseinfahrt in Sicht.
46:22Fahren Sie nach links auf Autobahnüberführung zu.
46:34Autobahnüberführung taucht auf.
46:37Halten Sie auf der Brückenmitte.
46:47Ich halte.
46:48Öffnen Sie den Geldkörper über das Brückengeländer und auf die Autobahn-Wittelschreifen.
46:55Genau, Autobahn-Wittelschreifen.
46:57Verstanden.
46:58Totalsperre der Autobahn Lindau zwischen Gärmering und Agelsried.
47:19Keine Fahrzeuge aus- und einfahren lassen.
47:23Alle Streifenwagen im Bereich Unterpfaffenhofen, Planegg, zur Autobahnbrücke kommen.
47:29Keine Fahrzeuge aus- und einfahren.
47:59Na, Herr Bertram, wie geht's denn?
48:04Na, noch ein bisschen wackelig in den Knien.
48:06Odeon von 1031.
48:07Steht, Gärmering?
48:08Wir haben jetzt Ihre Funkgespräche ausgezeichnet mithören können.
48:12Das hatte ich gehofft.
48:13Deswegen waren unsere Streifenwagen auch so schnell hier.
48:16Nur erzählen Sie mal, wo Sie den Koffer übers Geländer geworfen haben.
48:18Gleich da drüben.
48:20Odeon von 1032.
48:22Was ist mit Agelsried?
48:23Die Autorandsperren stehen.
48:25Alle Fahrzeuge werden überprüft, aber bisher ohne Ergebnis.
48:30Na ja, warten wir erst mal ab.
48:32Hier war's.
48:36Haben Sie gesehen, dass jemand den Koffer aufgenommen hat?
48:39Eine Person rannte sofort unter der Brücke vor.
48:42Mann oder Frau?
48:44Das konnte ich nicht erkennen.
48:45Sie griff den Koffer und lief gleich wieder zurück.
48:47Aha.
48:48Haben Sie danach ein Auto gesehen, das unten rausfuhr?
48:51Einen hellen Kombi.
48:53Er schoss unter der Brücke vor und vor in diese Richtung.
48:55Ohne Beleuchtung.
48:57Ruf mal die Kontrollstellen an.
48:59Heller Kombi Richtung Gärmering.
49:01Schönen Dank einstweilen, Herr Bertram.
49:04Sollen Sie nach Hause fahren?
49:05Nein, nein.
49:06Ich glaube, ich kann schon noch alleine fahren.
49:08Hauptsache ist ja, dass Sie ihn jetzt freilassen.
49:09Ja, ja, das ist die Hauptsache.
49:12Würden Sie mir bitte noch das Mikro geben?
49:14Ja, natürlich.
49:16Dankeschön.
49:17Und auch das Funkgerät.
49:18Ja.
49:19So.
49:21Vielen Dank.
49:23Fahren Sie direkt nach Hause?
49:25Ich glaube, das ist das Beste.
49:26Ja, das glaube ich auch.
49:28Und viel Erfolg noch.
49:29Ja, danke.
49:30Den brauchen wir.
49:33Auf Wiedersehen.
49:34Wiedersehen.
49:39Meldung von beiden Kontrollpunkten.
49:45Kein heller Kombi, kein anderes verdächtiges Fahrzeug.
49:47Nichts.
49:48Wann standen die Sperre Gärmering?
49:5070 Sekunden nach dem Alarm.
49:52Und die andere Sperre?
49:5390 Sekunden danach.
49:55Ja.
49:56Also in dieser Zeit hätten Sie die Strecke auch nicht mit Höchstgeschwindigkeit durchfahren können.
50:00Im Augenblick befindet sich zwischen beiden Kontrollpunkten überhaupt kein Fahrzeug mehr.
50:04Die Strecke ist gerade abgefahren worden.
50:06Das ist schon eine sehr merkwürdige Sache, nicht?
50:08Ja, denkbar wäre natürlich, dass Sie sich zu Fuß davon gemacht haben.
50:12Noch denkbarer wäre, dass Sie gar nicht hier waren.
50:15Dass Sie gar nicht hier zu sein brauchten.
50:17Weil unser tapferer Geldfahrer den Koffer schon früher weggeworfen hatte.
50:21An irgendeiner dunklen Ecke, die er mit denen ausgemacht hat.
50:25Aber die Funkgespräche, die er geführt hat.
50:28Wir haben doch alles gehört.
50:29Na, das war vielleicht nur Theater.
50:31Ein Täuschungsmanöver, um uns hierher zu locken.
50:34Bei dieser Kälte.
50:36Ganz schön raffiniert.
50:38Das gehört jetzt alles an uns.
50:48Ja, warum meinst du denn?
50:49Freu dich doch.
50:50Freu dich doch.
50:50Hier, riech mal.
50:51Jetzt ist Schluss hier mit dem Lager.
50:53Oh, hör doch auf!
50:55Was ist?
50:56Wer ist da?
51:08Klaus.
51:10Na, Gisela?
51:21Na, Gisela?
51:22Na, Gisela?
51:31Wie geht's dir jetzt?
51:33Jetzt?
51:33Besser.
51:34Was habt ihr mit eurem Funkgerät gemacht?
51:36In die Isar.
51:38Und?
51:39Was habt ihr vor?
51:40Du hast uns nicht gesagt, wer den Mann umgebracht hat.
51:43Das wird ein Geheimnis.
51:44Was wir jetzt machen, ist unseres.
51:48Das musst du verstehen.
51:51Viel Glück.
51:51Er wird nicht zurückkommen.
51:55Er ist tot.
51:59Ermordet.
52:02Ich glaube nicht, dass das jetzt geht.
52:06Die Herren von der Polizei sind gerade da.
52:11Ich weiß.
52:13Adieu.
52:13Wer war das bitte?
52:22Mein Mann.
52:25Nee, Frau, darf ich Sie jetzt bitten, mitzukommen?
52:29Sie auch vor den Wetter.
52:32Die Tonbänder.
52:38Wann werden Sie zurückkommen?
52:39Das ist unbestimmt.
52:41Sagen Sie alle Termine ab.
52:43Dabei ist es gar nicht so einfach, in so einem Moment die richtigen Worte zu finden.
52:59Ich möchte zuallererst allen, die mir nahestehen, meinen Dank sagen.
53:06Dank für Ihre guten Gedanken.
53:09Und Dank für die Hilfe.
53:11Also, Herr Bertram, Sie haben vorhin Folgendes zugegeben und Folgendes ausgesagt.
53:19Der Herr Krentler hat diese Rede auf einer Party gehalten, die er nach einem Krankenhausaufenthalt im Kreise seiner Freunde und Bekannten in seinem Haus gehalten hat.
53:27Ich habe mir in meiner Wohnung eine halbe Nacht lang seine Bände angehört, bis ich was Brauchbares fand.
53:34Und damit wollen Sie uns glauben machen, dass der Herr Krentler noch am Leben sei?
53:39Ja.
53:40Der Mörder des Herrn Krentler stand Ihnen nahe.
53:44Sie wollten ihn vor polizeiliche Verfolgung schützen.
53:47Aber solange Sie nicht seinen Namen nennen, müssen wir annehmen, dass Sie sich nur selber schützen wollen.
53:53Ich habe ein Recht darauf, meine Aussage zu verweigern.
53:55Natürlich, das haben Sie, das ist klar.
53:59Und deswegen werden wir uns jetzt von diesem Tonband erzählen lassen, was Sie uns nicht erzählen wollen, Herr Bertram.
54:06Bei der Part...
54:07Holen Sie mal die anderen Herrschaften.
54:09Bei der Party, die der Herr Krentler gegeben hat, da lief das Band nämlich noch eine ganze Weile weiter.
54:14Und ein paar Worte, die in dem allgemeinen Trubel hier aufgenommen wurden, die haben uns vermutlich den entscheidenden Hinweis auf den Täter gegeben.
54:24So, bitte.
54:32Bitteschön.
54:33Sie können sich hier hinsetzen.
54:34Danke.
54:38Darf ich Sie um Ihre Aufmerksamkeit bitten?
54:44Die besten Geschäfte sind nun mal die, die von alleine laufen.
54:48Wenn Sie nicht laufen.
54:51Und Sie?
54:52Sie sagen gar nichts dazu.
54:54Für Geschäfte interessieren Sie sich noch nicht, was?
54:56Gott sei Dank nicht.
54:58Das sind Sie, von Herrn Bertram.
55:01Bravo, du bist die einzige von den Krentler.
55:03Das ist der Herr Krentler.
55:04Dann lasst uns doch mal zum kalten Biffäh pflichten.
55:07Fabelhaft Idee.
55:07Sehr vernünftig.
55:09Also, kommt da.
55:11Du hast heute noch nicht mal mit mir angestoßen.
55:14Verzeihst du mir noch mal?
55:15Nie mehr.
55:17Auch nicht, wenn ich verspreche, ganz lieb zu dir zu sein.
55:20Und was heißt ganz lieb?
55:23So wie immer.
55:25Mach mich jetzt nicht verrückt.
55:28So sprechen Menschen, zwischen denen etwas ist und die sich sehr gern haben.
55:36Können Sie dazu etwas sagen von Bertram?
55:38Ich, ich möchte etwas dazu sagen.
55:47Agnes hatte sich mit Krentler eingelassen, um mich zu bestrafen.
55:54Und weil er mir gefiel.
55:56Frau Werther, die Party, die der Herr Krentler nach seinem Krankenhausaufenthalt gegeben hat,
56:00die fand vor einem Vierteljahr statt.
56:02Auch Sie waren dabei.
56:03Auch Sie haben diese kleine Rede gehört.
56:06Und als die Täter Ihnen Sätze aus dem Tonband vorspielten,
56:10dann mussten Sie wissen, wann und wo sie aufgenommen worden waren.
56:13Sie wussten, dass der Herr Krentler diese Rede nicht bei seiner angeblichen Entführung gehalten hat.
56:19Aber Sie schwiegen, weil Sie wussten, dass er tot war.
56:24Er hatte mir versprochen, Agnes in Ruhe zu lassen.
56:36Und ich glaubte ihm.
56:39Als ich Montagnachmittag nach Hause kam, fand ich die beiden.
56:47Ich verhielt mich ganz still, bis Agnes zu ihrem Nachhilfeunterricht ging.
56:55Dann stellte ich ihn zur Rede.
56:59Er war gerade in der Dusche, im Schwimmbad.
57:05Er speiste mich mit ein paar nichtssagenden Worten ab.
57:09Er lachte mich aus.
57:11Da nahm ich eine der Handeln und...
57:20Und als Sie sahen, was Sie getan haben,
57:23da liefen Sie aus dem Haus und riefen Ihren Sohn an.
57:27Ja.
57:30Er sagte zu mir,
57:33wir gehören doch zusammen.
57:37Wir werden jetzt wieder alle zusammenleben.
57:41Ja, jetzt müssen Sie mir nur noch sagen,
57:50wer Ihre Helfer waren.
57:52Die Entführer.
57:55Das werde ich Ihnen nicht sagen.
57:56Und wenn Sie sich auf den Kopf stellen.
57:58Müssen wir es eben ohne Sie herausfinden.
58:00Wir sehen uns hier zur nächsten Mai.
58:21Musik
58:22Bis zum nächsten Mal.
58:52Bis zum nächsten Mal.
59:22Bis zum nächsten Mal.
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