- vor 6 Monaten
Oberinspektor Derrick - Horst Tappert /
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Alfred Weidenmann
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Alfred Weidenmann
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TVTranskript
00:00Musik
00:30Du kannst jetzt aussteigen
00:39Oder fahr den Wagen gleich in die Garage
00:47Musik
01:00Ich bin's Inge
01:05Er fällt denn schon in die Garage
01:08Da läuft gerade was im Fernsehen
01:21Solltest du dir auch anschauen
01:22Wo ist das Kind?
01:23Wohnzimmer
01:24Ist jemand bei dir?
01:26Ja, zwei aus ihrer Klasse
01:27Sie haben mir die Schulaufgaben gemacht
01:28Das ist eine Talkshow
01:30Die Zuschauer nehmen einen Kriminalbeamten auseinander
01:33Dazu gibt es noch eine dunkle Ziffer
01:37Die in keiner Statistik steht
01:39Vielleicht fragen wir dazu unser Publikum
01:41Ja
01:41Bitte, der Herr in der zweiten Reihe
01:44Hat sich gemeldet
01:45Stimmt es, dass die Kriminalität zugenommen hat
01:48Und dass sie noch zunehmen wird
01:49Handelt es sich also um eine Entwicklung
01:52Der man nicht begegnen kann
01:53Was sagen Sie als Kriminalbeamte?
01:55Ist da alles abgeschlossen?
01:56Ja, stimmt
01:57Die Kriminalität nimmt zu
01:59Und sie wird in Zukunft noch weiter zunehmen
02:01Das ist klar
02:02Aber sehen Sie eine friedliche Welt
02:05Die hat es noch niemals gegeben
02:06Hört ihr das an?
02:08Wie sicher leben wir eigentlich?
02:10Oder gehört die Welt schon den Kriminellen?
02:11Das ist interessant, was?
02:12Gewalt liegt in der Natur des Menschen
02:14Und der ist damit entschuldigt, oder was?
02:16Es ist ein verhängnisvolles Erbteil
02:17Mit dem er irgendwie zurechtkommen muss
02:21Was soll er mal sagen, wie?
02:22Es muss schon im Ansatz
02:23In jedem Menschen unter Kontrolle gehalten werden
02:27Das gelingt aber nicht ein
02:29Wir leben heute freier als jemals zuvor
02:33Aber diese absolute Freiheit
02:38Die bedingt nicht auch absolute Sicherheit
02:40Ich glaube, wir müssen uns alle fragen, wofür wir uns entscheiden
02:48Für das eigene Wohl oder für das Gemeinwohl
02:52Aber viel zu viele entscheiden sich für ihr eigenes Wohl
02:55Und nur für das
02:57Und mit aller Konsequenz
03:00Und schon sind wir in der Peripherie der Kriminalität
03:03Und die Polizei kann uns davor auch nicht schützen
03:06Absolute Sicherheit
03:09Und, na sagen wir es ruhig
03:13Friedliche Zustände
03:14Die kann nur jeder Mensch selber schaffen
03:17Vielleicht müsste man
03:19Gewalt und Unrecht
03:21Müsste man als eine Krankheit einstufen
03:24Die jeder Mensch besiegen muss
03:27Um nicht daran zugrunde zu gehen
03:30Verstehen Sie, was ich meine?
03:31Aber, glauben Sie, dass das gelingt?
03:35Ich nicht
03:36Idiot
03:38Wir müssen die Kinder nach Hause bringen
03:43Ich geh schon
03:44Runen die weit weg?
03:48Nicht weiter, Tapp, wir können sie ja nicht zu Fuß gehen lassen
03:50Bin ja froh, dass die Eltern keine Fragen stellen
03:53Warum wir Renata nicht in die Schule schicken
03:54Die Katze saß auf einem Ast
04:01So, Kinder, jetzt ist es soweit
04:07Seid man die Hausaufgaben haben, habt ihr aber schon gemacht?
04:09Ja, schon lange
04:11Bitte kommt jetzt mit, mein Bruder bringt euch nach Hause
04:13Aber der Katze nicht zu nah
04:18Darf ich noch mitfahren?
04:25Nein, das geht nicht
04:26Bitte sei lieb
04:28Ich bin gleich wieder da
04:29Ja
04:30Ich bin υ
04:45Ich bin jetzt
04:51Sie fragt dann dauernd, warum sie nicht raus kann.
05:11Sie möchte gern Fahrrad fahren.
05:15Herr Gott, sie soll uns nicht so quälen.
05:17Dieser Unsinn da im Fernsehen, dieser hilflose Polizist, dem würde ich wirklich gerne
05:22etwas erzählen.
05:35Sagen Sie, Sie haben da vorhin noch eine Pause gemacht, als Sie von der Freiheit sprachen.
05:39Ich hatte dann den Eindruck, dass Sie etwas unterdrücken.
05:42Naja, ich wollte eine Formulierung gebrauchen, die man leicht missverstehen kann.
05:46Sagen Sie mir, welchen?
05:49Schauen Sie, die Freiheit macht das Angebot, alles tun zu dürfen.
05:52Und viele verstehen darunter, dass heute alles ein bisschen mehr erlaubt ist, als...
05:59Also kurz gesagt, ich habe Sorgen, dass das Verbrechen dabei ist, seine Ächtung zu verlieren.
06:05Gut, dass Sie das vorhin nicht gesagt haben.
06:06Ja, wir leben in Freiheit, aber ein Beamter darf nicht alles sagen.
06:11So ist es.
06:12Entschuldigung, Herr Derrick, Telefon für Sie.
06:13Wo?
06:14Dahin.
06:15Entschuldigen Sie bitte.
06:16Ja, bitte.
06:21Ja, bitte.
06:22Ronald, mein Name.
06:24Ich habe soeben Ihre fabelhafte Fernsehsendung gesehen.
06:26Sagen Sie, was erzählen Sie da eigentlich den Leuten?
06:28Ist da wohl nicht die Wahrheit?
06:29Denn die Wahrheit sieht anders aus und...
06:31Nein, nein, nein, nein.
06:32Und wenn die Polizei die Wahrheit nicht weiß, dann werde ich sie Ihnen jetzt sagen.
06:35Wir sind umgeben von Verbrechen.
06:37Wir stecken bis zum Hals drin.
06:38Und die Wahrheit ist, wir können uns überhaupt nicht dagegen wehren.
06:41Das erfahren meine Familie und ich am eigenen Leib, dass wir uns nicht wehren können und nicht helfen können.
06:46Und die Polizei kann es schon überhaupt nicht.
06:48Von was für einem Fall sprechen Sie denn?
06:50Wir leben in unserem Haus wie verbarrikadiert.
06:53Wagen uns nicht mehr an die Tür.
06:55Wir können unsere Tochter nicht mehr in die Schule schicken.
06:57Wagen uns selber kaum mehr auf die Straße.
06:59Sie müssen mir das, was Sie da erzählen, das müssen Sie mir mal erklären.
07:03Von wo aus rufen Sie an?
07:17Kommen Sie herein. Guten Tag.
07:32Grüß, ich bin's.
07:32Ich habe Sie angerufen. Ich will Ihnen gerne alles erklären.
07:35Danke.
07:35Das ist meine Frau. Das ist der Bruder meiner Frau.
07:46Guten Tag.
07:47Und dann haben wir noch eine Tochter, die ist oben in Ihrem Zimmer, die wir nicht mehr in die Schule schicken können und die wir nicht mehr auf die Straße lassen.
07:56Können Sie mir etwas mehr erzählen?
07:57Ich war in erster Ehe mit einem Italiener verheiratet. Er ist der Vater meiner Tochter.
08:05Wir sind seit drei Jahren geschieden und das Kind wurde mir zugesprochen.
08:08Und nun will der Vater das Kind zurück.
08:10Nein, nein. Nicht der Vater. Der ist vor einem halben Jahr tödlich verunglückt.
08:15Nein.
08:16Der Großvater möchte seine Enkelin zurückhaben und dies unter allen Umständen.
08:21Unter allen Umständen. So hat er uns das mitteilen lassen.
08:26Über einen Anwalt.
08:27Aber nicht nur über den. Warten Sie, ich spiele Ihnen kurz was vor.
08:31Obskure Anrufe. Immer die gleiche Stimme auf dem Anrufbeantworter.
08:36Sehen Sie, ich bin praktisch so etwas wie ein Vermittler, also zwischen dem Großvater und ihrer kleinen Tochter.
08:43Wie Sie wissen, ist der Italiener und die haben nun mal einen ungeheuren Familiensinn.
08:48Seitdem der Mann seinen Sohn verloren hat, übrigens den einzigen, ist er natürlich verrückt danach, wenigstens dessen Tochter, also seine Enkelin, bei sich zu haben.
08:57Mal für ein halbes Jahr oder für ein ganzes Jahr.
09:00Sie können das dem Mann nicht abschlagen, finde ich.
09:04Ja, ja, ja, warten Sie, es kommt, es kommt doch was.
09:08Sie alle wissen, wer der Mann ist. Die Mutter des Kindes jedenfalls kennt ihn bestimmt.
09:13So, jetzt kommt, was er uns eigentlich sagen will.
09:15Der Großvater ihrer Tochter lebt in Palermo und da kennt ihn jeder.
09:19Als einen Mann, der es gewohnt ist, das durchzusetzen, was er sich vorstellt.
09:23Also überlegen Sie es gut, was Sie machen werden und sagen Sie das dem Anwalt, der sich ja schon bei Ihnen gemeldet hat, der alles regeln wird.
09:31Ist schon irgendetwas passiert?
09:38Ich war natürlich bei der Polizei mit der Frage, was sollen wir tun?
09:43Und die haben dann das Gleiche gefragt wie Sie. Ist schon was passiert?
09:46Sagt ihr, nein, es ist noch nichts passiert.
09:48Und worauf ich die Antwort bekam, ja, das können wir leider nicht tätig werden.
09:51Sie haben mir geraten, schicken Sie das Kind vorläufig nicht in die Schule.
09:56Geben Sie mir mal die Adresse oder den Namen Ihres Schwiegerfaters.
10:00Er lebt in Palermo, das haben Sie doch gehört.
10:03Das habe ich mitgekriegt, ja. Ich brauche aber die volle Adresse.
10:10Emilio Caprese, ein Kopf der ehrenwerten Gesellschaft.
10:15Man empfiehlt uns, alle Drohungen ernst zu nehmen.
10:21Ja, ich habe von einem römischen Kollegen dieses Mandat bekommen.
10:38Das ist richtig.
10:40Ich vertrete den italienischen Staatsbürger Emilio Caprese.
10:44Und ich weiß, wer er ist.
10:46Er möchte gerne seine Enkelin Renata in seine Arme schließen
10:52und sie möglichst darin behalten.
10:56Haben Sie mit der Familie des Kindes gesprochen?
11:00Mehrmals.
11:01Sie hat abgelehnt, was ich meinem Mandanten mitgeteilt habe.
11:05Der einzige Sohn meines Mandanten ist tot.
11:09Auch seine Frau lebt nicht mehr.
11:11Und nun möchte er gern seine Enkelin ganz haben.
11:17Sie notfalls der Familie abkaufen.
11:21Oder
11:21die Familie auf andere Weise veranlassen,
11:26zu tun, was er ihr vorschlägt.
11:30Ey, Mann hat mir ein Band vorgespielt.
11:33Kennen Sie den Mann, der das Band besprochen hat?
11:36Ja, von dem Band habe ich gehört.
11:37Den Mann kenne ich nicht.
11:38Offenbar auch jemand,
11:42der die Interessen von Caprese hier wahrnehmen soll.
11:45So, so.
11:47Tja.
11:49Auch mit Gewalt.
11:52Fürchte ich.
11:56Und warum lachen Sie jetzt?
11:59Na, weil das Ganze geschieht
12:00aus irrsinniger Liebe zu einem Kind.
12:03Ist doch nicht komisch.
12:04Ja.
12:08Schläfst du schon?
12:14Na, noch nicht.
12:15Gib ihr eine Tablette.
12:16Das würde ich nicht tun.
12:19Ich will doch nur, dass ihr ruhig ist.
12:25Die Türen, die Türen sind alle zu?
12:27Ich habe alles abgeschlossen.
12:30Soll ich bei euch übernachten?
12:31Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht verrückt machen.
12:37Dann solltest du nicht so viel trinken.
12:39Trinke, weil ich nervös bin.
12:40Ich gehe da.
12:54Hallo?
12:57Sind unsere Eltern?
12:59Nur der übliche Anruf.
13:01Ob alles in Ordnung ist?
13:03Mama lässt fragen, ob alles in Ordnung ist.
13:05Ja.
13:06Alles ist in Ordnung.
13:07Macht euch keine Sorgen.
13:08Das Kind schläft schon.
13:11Ob noch irgendein Anruf gekommen ist.
13:12Machen wir das Fragen,
13:13ob noch irgendein Anruf gekommen ist.
13:16Nein, ist kein Anruf mehr gekommen.
13:18Das könnte doch ein gutes Zeichen sein.
13:20Ja.
13:21Wir glauben auch, dass das ein gutes Zeichen ist.
13:24Nochmal.
13:25Macht euch keine Sorgen.
13:28Macht euch keine Sorgen.
13:29Ich kann schon nicht mehr hören.
13:31Ich fahre dann los.
13:32Ich fahre dann los.
13:38Nick.
13:53Ja.
13:54Untertitelung. BR 2018
14:24Untertitelung. BR 2018
14:54Untertitelung. BR 2018
15:24Untertitelung. BR 2018
15:54Was ist also passiert?
16:11Die machen ernst.
16:14Ich bin heute wieder nicht in mein Geschäft gegangen, weil ich Angst habe, das Haus zu verlassen.
16:18Sind wir jetzt alle eingesperrt hier?
16:19Sie bekommen Polizeischutz.
16:23Wollen Sie hier jemanden einquartieren?
16:25Ja, mein Kollege wird ständig bei Ihnen sein, er und andere. Sie werden keinen Schritt mehr allein tun müssen.
16:32Und Sie nehmen an, dass mich das beruhigt? Ja? Wie lange soll so ein Zustand dauern?
16:38Dieser Kaprese hat mehr Zeit als Sie.
16:40Ja. Das wird sich noch herausstellen. Haben Sie Ihren Anrufbeantworter schon abgehört?
16:45Ja, ja. Und das ist drauf.
16:51Ich rate Ihnen, machen Sie doch dem alten Mann die Freude. Überlassen Sie ihm seine Enkel und wenigstens für ein Jahr oder für zwei.
16:59Ich kenne die Verhältnisse. Glauben Sie mir, es wird Ihnen an nichts fehlen. Er wird Sie behandeln wie eine Prinzessin.
17:04Also, rufen Sie den Anwalt an und sagen Sie ihm, dass Sie einverstanden sind. Und Sie haben keinen Ärger mehr.
17:13Das ist alles.
17:16Ich gebe das Kind nie her.
17:19Geben Sie mir das Bandwürbe, wir spielen es dem BKA.
17:22Vielleicht kann man seine Stimme bei Interpol, Rom oder Paris identifizieren. Ich danke Ihnen schon.
17:32Haben Sie noch Schmerzen?
17:33Hätte Schlimmer kommen können.
17:37Herr Steiner, noch mal zu, gestern Nacht. Sie sagen, Sie können das Fahrzeug nicht beschreiben.
17:43Ich habe nur die Lichter gesehen.
17:45Und der Fahrer, als der Wagen neben Ihnen fuhr?
17:48Nicht so, dass ich ihn beschreiben kann.
17:52Und Sie sagen, es war ein Mann. Es können also keine zwei gewesen sein.
17:56Nur einer.
18:03Und wie fühlst du dich Held, Opfer?
18:20Ich habe eine merkwürdige Lehre im Gehirn.
18:26Als ob mein Verstand Pause macht.
18:30Er hat nämlich noch nicht begriffen, was passiert ist.
18:35Aber meiner begreift es langsam.
18:38Ich fühle mich rausgeschmissen.
18:41Rausgeschmissen? Woraus?
18:42Aus einer Art von Sicherheit, die ich hatte und die ich jetzt nicht mehr habe.
18:52Ich habe Angst.
18:55Es ist keine gewöhnliche Angst, sondern mehr so eine, ja, ich weiß nicht, so eine allgemeine.
19:03Und die sagt zu mir, hör mal zu, mein Lieber, ich bin die richtige Angst.
19:06Wer die nicht hat, der macht sich was vor.
19:11Wo ist Inga?
19:13Oben.
19:15Beim Kind.
19:16Wie nimmt sie es?
19:19Sie nimmt so eine Art Verteidigungsposition ein.
19:23Als wenn sie sich wehren müsste.
19:25Wogegen?
19:28Als wenn ich, oder als wenn wir alle zu ihr sagen würden, da gibt es ihm doch für ein Jahr, der weiß doch.
19:33Er würde sie behandeln wie eine Prinzessin.
19:46Es ist von jetzt ab wohl unser Schicksal.
19:49Der Angstpegel steigt wieder.
19:53Es könnte der Polizist sein, sie haben uns einen Polizisten versprochen.
19:59Und ein Streifenwagen soll öfter mal durch diese Straße fahren.
20:03Großartig, wie?
20:09Mach schon mal das Licht aus.
20:21Der Kriminalbeamte.
20:24Guten Abend.
20:26Guten Abend.
20:28Wir sind alle ziemlich durcheinander.
20:30Ein komischer Zustand, wissen Sie.
20:34Manchmal weiß man kaum noch, wo oben und unten ist.
20:39Tja, das kann ich gut verstehen.
20:42Haben Sie auch eine Waffe bei sich?
20:45Ja, natürlich.
20:47Müssen wir nun wohl bald alle haben.
20:50Wieso?
20:51Waffenschein und Führerschein.
20:52Das Leben der 90er Jahre.
20:53Erwarten Sie jemanden?
21:01Nein.
21:04Dann bleiben Sie besser hier.
21:10Wer ist da?
21:11Ich bin's.
21:13Wer spricht denn da?
21:14Das sind meine Spiegel-Eltern.
21:21Ihr?
21:23Wir wollen in Barak sein.
21:25Und die Mama sagt, wir bleiben hier.
21:29Wenn nötig, tagelang.
21:30Wir konnten einfach nicht allein zu Hause bleiben,
21:33nachdem wir erfahren haben, was dir passiert ist.
21:36Du hättest ja auch tot sein können.
21:38Bleibt ruhig da.
21:39Habt ihr schon gegessen?
21:40Was haben wir denn da?
21:42So etwas wie eine belagerte Festung.
21:44Ist der Vergleich falsch?
21:46Im Moment ist er gar nicht so falsch.
21:50Sag mal, die Terrassentüren sind doch zu.
21:52Inge, sind die zu?
21:53Du hast mir gesagt, dass du sie zugemacht hast.
21:56Bin mir nicht sicher.
21:57Ja.
22:00Also, der Unfall dieses jungen Mannes,
22:08der, bitte, möglicherweise gar kein Unfall war.
22:11Es war keiner.
22:13Seien Sie ganz sicher.
22:15Solange keine Beweise vorliegen,
22:17ist niemals etwas ganz sicher.
22:19Das sollten Sie doch wissen.
22:21Gut.
22:23Ich vermute also,
22:25dass der Unfall kein Unfall war.
22:28Ich vermute,
22:30dass der Unfall eine Unfallinszenierung war,
22:33in Auftrag gegeben von Emilio Caprese,
22:37der gegen die Familie Runold,
22:39ja, seine Art Einschüchterungskampagne betreibt
22:43und dabei auch vor Mord nicht zurückschreckt.
22:46Also, ich muss es Ihnen sagen,
22:52der römische Anwalt von Caprese hat sich erneut an mich gewandt.
22:58Ja, das ist vor einer Stunde gekommen.
23:01Darin werde ich beauftragt,
23:04nochmal Kontakt zu der Familie herzustellen.
23:07Ich meine, das könnte natürlich sein,
23:11dass da ein Zusammenhang besteht, nicht?
23:13Ich will sagen,
23:16also, dass der Unfall,
23:18Sie sehen,
23:20ich habe mir jetzt Ihre Ansicht mal zu eigen gemacht,
23:22also, dass der Unfall
23:23die Gesprächsbereitschaft der Familie
23:26möglicherweise erhöht hat.
23:31Wisst Sie,
23:31es wird Ihnen manchmal viel zugemundet,
23:35zugegeben.
23:37Man bezahlt mich nicht schlecht,
23:39trotzdem würde ich das Mandat
23:41lieber heute als morgen zurückgeben.
23:45Aber das wagen Sie nicht.
23:47Davor haben Sie auch Angst.
23:50Also, ich muss jetzt mit der Familie sprechen
23:52und Sie fragen,
23:53ob Sie Ihre Meinung geändert hat.
23:55Ich komme mit Ihnen.
24:01Nein.
24:11Nein, nein, das lehne ich ab.
24:13Vollständig ab.
24:16Das sind wir doch alle einer Meinung, oder?
24:19Ja, du hast,
24:20du hast absolut recht.
24:22Es kommt,
24:23es kommt nicht in Frage.
24:27Alfred, kommt und sag auch mal deine Meinung.
24:30Bist du ein Betroffener,
24:31da hast du ja vielleicht
24:33eine ganz andere Einstellung,
24:36die man dann auch respektieren muss.
24:39Nein,
24:41die habe ich nicht.
24:42Ich gebe das Kind nicht her,
24:44unter gar keinen Umständen.
24:46Alfred hat die Umstände
24:48am eigenen Leib zu spüren bekommen,
24:50also hat er das Recht,
24:51eine Meinung zu haben.
24:53Also komm, nun, sag sie.
24:56Ich habe sie gesagt.
24:58Ablehnen.
24:59Rundum und endgültig.
25:01Du erlaubst,
25:05dass ich dir
25:06eine Frage stelle, ja?
25:08Du bist mir nicht böse.
25:10Du sagst,
25:12ablehnen,
25:13weil du,
25:14ja, entschuldige,
25:17einigermaßen
25:18glimpflich
25:19davongekommen bist.
25:20Ja, entschuldigt, entschuldigt,
25:21aber
25:21wir müssen ja jetzt
25:23offen über alles sprechen,
25:24dagegen kann doch wohl
25:25niemand etwas haben.
25:26ich wollte dich
25:28bestimmt nicht kränken.
25:30Aber er hat es getan,
25:31nicht wahr?
25:32Nein, nein,
25:33ich verstehe ihn schon.
25:35Es ist die Situation,
25:37die uns alle
25:37ein bisschen aus der Fassung bringt.
25:40Dann sagen Sie doch mal
25:44Ihre Meinung.
25:45Sie ist in den Blick gekommen,
25:46warum?
25:47Naja, ich bin hier,
25:48um mein Verbrechen
25:50aufzuklären,
25:51das an Ihrem
25:52Schwager begangen worden ist.
25:53Und dann bin ich auch hier,
25:54um weitere Verbrechen
25:55zu verhindern.
25:58Also das
25:59oder die,
26:01die noch geschehen können?
26:03Ja, ja,
26:04die noch geschehen können, ja.
26:05So, also,
26:06da bitte ich jetzt mal
26:07ganz genau zuzuhören,
26:09die noch geschehen können.
26:12Was machen wir also?
26:14Na, geben Sie uns einen Draht.
26:17Ich,
26:18ich kann Ihnen doch nicht
26:20die Antwort auf eine Frage,
26:21die Ihnen gestellt ist,
26:22abnehmen, oder?
26:25Was sagt denn ihr dazu?
26:28Er hat beinahe
26:29euren Sohn verloren.
26:32Er ist
26:32davon gekommen.
26:34aber in mir
26:35ist etwas,
26:37wie habe ich es genannt,
26:39Liebe?
26:39Du sagtest,
26:41in mir ist
26:41eine große Empörung.
26:43Ja, ich glaube,
26:44das ist das richtige Wort.
26:46Ich habe eine so
26:48tiefe
26:49Empörung
26:50empfunden,
26:50wie in meinem ganzen
26:51Leben noch nicht.
26:53Und
26:53ich bin der Meinung,
26:55wir sollten
26:55auf gar keinen Fall
26:56nachgeben.
26:58Tja,
26:59Sie wollten
27:00eine Antwort haben.
27:04das ist sie.
27:06Und
27:07sagen Sie dem Mann,
27:10er muss sich
27:11damit abfinden.
27:19Natürlich.
27:21Ich werde es ihm sagen.
27:23Deine Meinung?
27:34Es wird weitergehen,
27:35es wird etwas passieren.
27:37Und Sie wissen,
27:38dass etwas passieren wird.
27:39Du bist mir doch nicht böse,
27:50warum sollte ich?
27:52Na ja,
27:56könnte es den Eindruck
27:57gehabt haben,
27:58dass ich dazu
28:00neigen könnte,
28:02das Geschäft zu machen.
28:03Oh,
28:04entschuldige, entschuldige,
28:05falscher Ausdruck.
28:08Obwohl,
28:09ein bisschen was
28:09davon hat sie auch.
28:12Wenn ich daran denke,
28:13was der Mann Inge
28:14mir anbietet,
28:16wie viel Geld.
28:17Und wie viel
28:20er mir auch
28:20angeboten hat.
28:22Ich weiß,
28:23ich weiß,
28:23man kann jetzt
28:24ehersehnlich
28:25missverstanden werden,
28:27aber
28:27was das Kind
28:31für ein Leben hätte.
28:32Wie im Paradies.
28:36Eine Irre-Type,
28:37dieser Mann.
28:40Aber mit Inge
28:41kann man ja gar nicht reden.
28:47Eine Mitteilung
28:52von Interpol.
28:54Ich melde mich wieder.
28:55Es geht um den Anrufer.
28:56Caprice hat einen Mitarbeiter
28:57in Deutschland,
28:58einen gewissen Gauck.
28:59Und Leute,
29:00die diesen Gauck kennen,
29:00behaupten,
29:01es war seine Stimme
29:01auf dem Band,
29:02das wir ihn überspielt haben.
29:04Sehr gut.
29:05Ja, und weiter.
29:06Gauck hält sich
29:06zur Zeit in München auf.
29:08Sie wissen sogar,
29:09in welchem Hotel.
29:10Tja,
29:11was machen wir jetzt?
29:13Wenn er uns schon
29:14so präsentiert wird,
29:15dann gehen wir ihn
29:16auch von Tal an.
29:17Herr Gauck wohnt doch
29:20bei Ihnen, ne?
29:21Ist nicht im Zimmer,
29:22aber ich weiß,
29:22dass er oben im Schwimmbad ist.
29:24Fünfte Etage,
29:25rechts von dem.
29:26Danke.
29:45Entschuldigung,
29:45da drüben sind zwei Herren für Sie.
29:48Suchen?
29:49Zum ersten Mal im Leben
29:50in München.
29:51Entschuldigen Sie mich im Moment.
29:57Guten Tag.
30:00Mit wem habe ich das Vergnügen?
30:02Guten Tag,
30:03Kriminalpolizei,
30:04Inspektor Klein,
30:04mein Name ist Derrick.
30:07Das letzte Mal,
30:07dass ich etwas mit der Polizei
30:08zu tun hatte,
30:09liegt Jahre zurück.
30:10Aber darüber
30:10sind Sie möglicherweise
30:11unterrichtet.
30:13Unterrichtet Südberg.
30:14Setzen wir uns durch.
30:16Was kann ich für Sie tun?
30:22Sie können sich mal
30:27das hier anhören.
30:28Sehen Sie,
30:29ich bin praktisch
30:30so etwas wie
30:31ein Vermittler,
30:32also zwischen dem Großvater
30:33und ihrer kleinen Tochter.
30:35Wie Sie wissen,
30:36ist der Italiener
30:37und die haben nun mal
30:38einen ungeheuren Familiensinn.
30:39Wie sind Sie auf mich gekommen?
30:40Seitdem der Mann
30:41seinen Wohn verloren hat,
30:42Wichtig ist,
30:43Sie haben die Familie
30:44Runold angerufen
30:45als Vermittler,
30:45als Mittelsmann
30:46von Emilio Caprese.
30:49Ja,
30:50das ist richtig.
30:52Und Sie wissen auch ganz genau,
30:53worum es geht.
30:55Signor Caprese
30:56möchte seine Enkelin
30:57zu sich holen.
31:00Ich nehme an,
31:00Sie wissen,
31:01wer Caprese ist.
31:04Ein sizilianischer Geschäftsmann,
31:06ein Herr,
31:08zuweilen über Leben und Tod.
31:09der nun im Alter
31:12zunehmend unter Einsamkeit leidet,
31:15die er nicht ertragen kann.
31:17Womit er ein Beispiel gibt
31:19für eine ausgeprägte
31:21sizilianische Mentalität,
31:22in der beides dicht
31:23nebeneinander liegt.
31:25Kalter Mord
31:26und leidenschaftliche Liebe.
31:28Und was haben Sie damit zu tun?
31:32Sobald der Anwalt
31:33die Sache abgewickelt hat,
31:34soll ich das Kind übernehmen
31:35und zu ihm bringen.
31:36Das ist alles.
31:37Warum denn das Gespräch da,
31:39auf dem Anruf beantwortet?
31:41In anscheinend gab es da
31:42innerhalb der Familie Schwierigkeiten.
31:44Ich wollte denen nur
31:45zuraten,
31:47Ihnen etwas klar machen.
31:50Was haben Sie Ihnen klar gemacht?
31:53Dass Sie meiner Meinung nach
31:54keine Chance haben.
31:56Wissen Sie,
31:57dass bereits ein Anschlag
31:58verübt worden ist
31:59auf eines der Familienmitglieder?
32:02Davon weiß ich nichts.
32:04Hast Sie ihm keine Ahnung?
32:05Nein.
32:05Tja,
32:08ich denke,
32:09dass nun die höflichen Gespräche
32:10zu Ende sind.
32:12Ja,
32:12das denke ich auch.
32:13Begleiten Sie uns bitte
32:14ins Präsidium.
32:19Ich weiß.
32:20Ja, ja, ja, ja,
32:21ich weiß.
32:22Nein,
32:23nein, nein, nein,
32:23ich komme.
32:26Ich kann mein Geschäft
32:27nicht so lange allein lassen.
32:29Muss hin,
32:29es geht alles drunter und drüber.
32:31Auch seine Sache,
32:32wer bezahlt mir das?
32:33Fahren Sie mich hin?
32:37Selbstverständlich.
32:42Du verstehst,
32:43dass ich in die Firma muss.
32:44Ja,
32:44dann mach dir nicht
32:45so viele Sorgen.
32:47Schon wieder der Satz,
32:48den ich nicht mehr hören kann.
32:51Und bitte,
32:51dass niemand die Haustür aufmacht,
32:52bis ich zurück bin, ja?
32:53Ja.
32:53Ja.
32:53Ja.
33:03Kommen Sie ruhig mit.
33:12Ich gebe zu,
33:13dass ich Angst
33:14vor meinem eigenen Büro habe.
33:15Wir warten schon auf Sie.
33:27Tut mir leid,
33:27dass ich mich um das Geschäft
33:28nicht so kümmern konnte.
33:29Private Sachen,
33:30die dazwischen gekommen sind.
33:31Also,
33:31was ist mit Kaminski?
33:32Sein Wagen ist auch gebrochen worden.
33:34Na?
33:35Die Ladung?
33:36Mit der ist alles in Ordnung.
33:37Aber jetzt ruft er an.
33:39Irgendwo liegen geblieben?
33:40Er ist noch am Telefon.
33:42Ronald hier,
33:42sag mal,
33:43wo steckst du?
33:43Bei Wolf-Ratzhausen.
33:45Irgendwas ist am Motor.
33:46Ich stehe auf einem Parkplatz
33:47und komme nicht weiter.
33:48Ich schicke den Mechaniker, ja?
33:50Aber lass den Wagen nicht allein.
33:51Keine Sorge,
33:52er steht vorm Haus.
33:53Sag mal,
33:53weißt du in Dispo,
33:54wo du bist?
33:59Hallo?
34:01Hallo, Kaminski?
34:03Kaminski?
34:04Komm, komm, komm, jetzt meld dich.
34:13Geben Sie sich keine Mühe.
34:20Ich kann Ihnen nicht helfen.
34:23Meine Aufgabe besteht lediglich darin,
34:25das Kind zu übernehmen.
34:27Und wie er sagt,
34:29es ihm nach Hause zu bringen.
34:32Gewalt ist meine Sache nicht.
34:34Was das angeht,
34:35bin ich ein Dilettant.
34:38Im Gegensatz zu Caprese,
34:40der davon eine ganze Menge versteht.
34:42Hat er seine Leute hier?
34:44Er hat sie,
34:44wo immer sie braucht.
34:46Aber ich kenne sie nicht.
34:48Und das ist etwas,
34:48was Sie mir glauben müssen.
34:50Sie sind abhängig von Caprese.
34:54Glauben Sie,
34:54ich wäre sonst hier?
34:56Aber das ist doch schließlich
34:57nichts Besonderes.
34:57Ich kenne nur Leute,
34:58die von anderen abhängig sind.
35:01Ja?
35:01Du bist ein Sperger,
35:06der ist bei Rune und in der Spedition.
35:08Da ist gerade ein Lastwagen
35:09in die Luft geflogen.
35:12Explodiert.
35:14Wie gut,
35:15dass ich hier bei Ihnen
35:15im Büro sitze.
35:27Caprese.
35:29Er versucht mich zu ruinieren
35:30und das könnte ihm auch gelingen.
35:31Er muss nur so weitermachen.
35:34Und das alles nur wegen.
35:38Ja, jetzt überlegen Sie mal,
35:39wie Sie mir helfen können.
35:41Wir versuchen ja alles.
35:43Rechnen Sie sich eine Chance aus?
35:44Ja.
35:44Ja, ja, ja, ja.
35:46Sie sagen ja
35:46und ich sage Ihnen nein.
35:47Sie haben keine.
35:49Wir haben keine.
35:57Wir halten uns an Gauk.
35:59Die soll Caprese das Kind bringen.
36:01Der weiß eine ganze Menge
36:02und den quetsch mal aus.
36:09Tja,
36:10kann man jetzt gehen.
36:12Er hätte es mit draufgehen können.
36:14Wenn es eine Zeitbombe war,
36:15ist es mit mir zusammen essen zu gehen.
36:16Ja, ja.
36:20Ich freue mich natürlich darüber.
36:23Danke.
36:27Danke.
36:33Ich freue mich natürlich darüber,
36:35dass Sie sich nicht scheuen,
36:36mit mir zusammen essen zu gehen.
36:37Aber ein Polizist ist doch nicht so eine Absicht.
36:43Denkt es Sie nicht drüber nach.
36:46Was sollen Sie wissen von mir?
36:48Einiges.
36:50Erzählen Sie mir etwas über Ihren Charakter.
36:56Ich habe keinen.
36:59Das gibt's nicht.
37:01Jeder Mensch hat einen Charakter.
37:03Ja, ja, ich weiß.
37:05Einen guten oder einen schlechten.
37:08Dann frage ich Sie jetzt,
37:11wie geht der aus?
37:13Unser Fall.
37:15Wer gewinnt?
37:17Das Untier Caprese
37:18oder Ihre liebe, nette Familie?
37:22Nehmen Sie Wetten an.
37:23Es ist ein Wunder,
37:37dass Kaminski noch lebt.
37:43Ich fahre manchmal selber unsere Wagen
37:45und wenn ich daran denke,
37:46dass ich...
37:49Ich habe mal Leute
37:50in einem Auto verbrennen sehen.
37:53die gehen auf uns los.
37:57Ja, auf jeden von uns.
38:03Verstehe mich nicht falsch,
38:05aber man darf doch so eine Sache
38:07mal durchdenken.
38:10Das Kind.
38:11Ja, ich meine,
38:13es wird ihm doch an nichts fehlen.
38:16Das ist ja nun mal der Großvater.
38:18Wovon redet Ihr?
38:20Wovon, wovon?
38:21Meine Fahrer streiken.
38:23Ich stehe davor,
38:23mein Geschäft zu verlieren.
38:24So sieht das aus.
38:26Mama und ich,
38:26wir machen uns auch große Sorgen.
38:30Die Frage ist,
38:31was machen wir jetzt?
38:32Karl überlegt gerade,
38:33ob man ihm das Kind
38:34nicht geben soll.
38:35Ja, wir...
38:36haben darüber auch schon nachgedacht.
38:41Seid ihr denn alle verrückt geworden?
38:43Ich gebe das Kind nicht her,
38:45egal was passiert.
38:48Es sind ja nur
38:49Überlegungen.
38:51Ihr wollt also kapitulieren.
38:53Zunächst einmal
38:54treffen wir Feststellungen,
38:55ja?
38:56Dass man deinen Bruder
38:57beinahe ermordet hätte,
38:58ist ein Wunder,
38:58dass er noch lebt
38:59und es ist ein Wunder,
39:00dass mein Fahrer noch lebt.
39:03Hör zu,
39:04die geben nicht auf.
39:06Die schrecken vor nichts zurück.
39:08Ich kann das Kind
39:09doch nicht einfach weggeben.
39:10Das kann ich nicht.
39:11Das ist unmöglich.
39:11Oder wollt ihr das?
39:15Niemand will das.
39:17Das kann niemand wollen.
39:20Und du?
39:24Ich stelle,
39:25wie gesagt,
39:27Überlegungen an.
39:31Angenommen,
39:32ja,
39:32angenommen.
39:34Wir geben ihm das Kind.
39:36Ja,
39:36mal so gesehen.
39:39Das Kind
39:39verlebt dort
39:41eine schöne Zeit.
39:43Sizilien ist ja
39:44keine Wüste.
39:45Das ist ja
39:45eine wunderschöne Insel.
39:48Ich habe auch gehört,
39:49dass Sizilien
39:49wunderschön sein soll.
39:51War Goethe nicht auch da?
39:52Oder war das Relke?
39:55Jedenfalls
39:55hat sich einer von den beiden
39:56da unten
39:57sehr wohl gefühlt.
39:57die ganze Kultur
40:01dort unten
40:02würde sie alles mitbekommen.
40:05Italien ist ja fast
40:06so etwas wie
40:08eine Wiege der Menschheit.
40:11Mehr oder weniger.
40:13Es ist ja nicht dein Kind.
40:14Das hat sie noch nie gesagt.
40:27Ich
40:27ich schäme mich,
40:30wenn ich ins Geheim gedacht habe,
40:32dass es gut wäre,
40:35wenn uns das Kind
40:35nicht länger stören würde.
40:37Wenn sie sich schämt,
40:38das gehört zum Leben.
40:40Sie fährt in Urlaub,
40:41besucht ihren Großvater,
40:42so muss man das sehen.
40:42Siehst du das so?
40:44Nein.
40:47Ich weiß auch,
40:48dass ich ein Scheißkerl bin.
40:50Aber ich habe Angst.
40:51Und ich gebe es zu,
40:52dass ich Angst habe.
41:12Inge.
41:14Untertitelung im Auftrag des ZDF, 2020
41:44Sie lassen mich nicht aus.
42:05Sehe ich das richtig?
42:05Das sehen Sie absolut richtig, ja.
42:14Sie warten auf den Moment, in dem Sie mich aufs Kreuz legen können.
42:20So könnte man es nennen.
42:23Ich bin doch schon fast K.O.
42:25Haben wir jetzt genug davon?
42:27Die Frage aus Ihnen reicht.
42:29Ich weiß nicht, was mir reicht, was mir nicht reicht.
42:39Wissen Sie das immer so genau?
42:44Hätten Sie was dagegen, wenn wir jetzt gehen?
42:46Nee, durchaus nicht.
42:53Ich hätte Sie gerne eingeladen.
42:55Ich verstehe, wenn Sie dankend ablehnen.
42:57Schließlich sind es die Spesen von Caprese.
42:59Jetzt haben Sie vollkommen recht.
43:01Wie gut muss man sich eigentlich fühlen?
43:03Im Begriff von moralischen Grundsätzen.
43:05Ich trinke zu viel.
43:06Das bekommen wir nicht.
43:07Aber jetzt sage ich Ihnen etwas, was mir noch weniger bekommen wird.
43:20Caprese ist in der Stadt.
43:24Oh, yeah.
43:25Fragen Sie mich nicht, wo er sich aufhält.
43:26Ich weiß es nicht.
43:27Ganz plötzlich meldet er sich.
43:28Haben Sie keine Vermutung, wo er sich aufhalten könnte?
43:31Irgendeine Ahnung.
43:32Seit einer Woche gastiert in München eine Sizilianische Musikgruppe, finanziert von Caprese.
43:39Alles Männer, die tun, was er von Ihnen verlangt hat.
43:40So, und jetzt bitte, bringen Sie mich in mein Hotel.
43:41Ich habe moralisch gehandelt und warte darauf, dass Sie mich holen.
43:42Stefan, die Sizilianer treten jeden Abend in der Schraube hin.
43:44Sie haben keine Vermutung, wo er sich aufhalten könnte?
43:47Irgendeine Ahnung.
43:49Seit einer Woche gastiert in München eine Sizilianische Musikgruppe, finanziert von Caprese.
43:57Alles Männer, die tun, was er von Ihnen verlangt hat.
44:02So, und jetzt bitte, bringen Sie mich in mein Hotel.
44:05Ich habe moralisch gehandelt und warte darauf, dass Sie mich holen.
44:09Stefan, die Sizilianer treten jeden Abend in der Schraube.
44:12Ich mache Ihnen auf.
44:13Und im Augenblick bereitet das Fernsehen gerade eine Sendung mit Ihnen vor.
44:42Hallo.
44:43Sind Sie hier?
44:44Hat es Ihnen bei uns so gut gefallen?
44:46Ja, es war sehr interessant.
44:47Übrigens, das ist sehr klein.
44:48Das ist ganz klein.
44:49Das ist ganz klein.
44:50Das ist ganz klein.
44:51Das ist ganz klein.
44:52Das ist ganz klein.
44:53Ich habe mit meinen Erinnerungen.
44:54Und bei anderen Hoje aber nicht in der Schraube.
44:55Ich gebe das ganz klein.
44:56Schöner, das ist sehr klein.
45:00Es ist sehr klar.
45:01Hallo, sind Sie hier? Hat es Ihnen bei uns so gut gefallen?
45:11Ja, es war sehr interessant. Übrigens, das ist sehr klein.
45:14Das ist sehr klein.
45:16Sagen Sie bitte diese Gruppe da.
45:19Ja, die sind hier gerade auf Tour mit großem Erfolg. Der Sänger ist sehr gut.
45:28Stopp! Können wir das nochmal haben?
45:31Sagen Sie, die Gruppe ist doch nicht allein hier, nicht? Die haben doch einen Impressario und einen Manager.
45:43Ja, da ist ein älterer Herr dabei, ein Italiener. Der saß während der Proben die ganze Zeit da drüben.
45:50Er muss in diesem Augenblick weggegangen sein.
45:52Gegangen sein Sie.
45:53Papriese.
46:15Ja, ich denke, es ist...
46:19Brüche, brüche, brüche, tutto accenderà, brillerà, sembrerà felicità.
46:37Und stimmt das Licht noch, wenn die ihre Kostüme anhanden?
46:50Okay, klar.
46:51Okay. Sag mal, wann sind die Kostüme denn überhaupt fertig?
46:55Wir sind in zwei Morgen, ich verstanden.
46:57Gut.
46:57Bravo, Giovanni. War sehr gut.
47:01Grazie, grazie.
47:02Ma, mir dicke, la persona che era con lei prima, chi era?
47:06Der, der war letzte Woche hier im Studio in einer Talkshow, ein Kriminalbeamter.
47:10Della Kriminal?
47:12Ja, ein erstklassiger Mann, ein Asper unserer Polizei.
47:15Ed era così interessata la Musika siciliana.
47:17Sie holt das Kind herunter.
47:23Will es in die Schule bringen, ohne auf den Polizisten zu warten.
47:28Ich habe ihr gesagt, jetzt...
47:29Jetzt warte doch.
47:32Kommt ihr gleich.
47:34Er bringt mich ins Büro, da kann er da auch das Kind in die Schule mitnehmen.
47:38Wenn es schon unbedingt in die Schule muss.
47:42Ja, was sagt denn ihr dazu?
47:43Willst du denn nicht auf den Polizisten warten?
47:50Du lässt dich abholen, ich nicht.
47:52Ich lasse das Kircht länger einsperren, wenn du so leben kannst.
47:58Was starfst du mich so an?
47:59Ich weiß jetzt, was du bist.
48:06Und, was bin ich?
48:07Mutig bist du jedenfalls nicht.
48:09Du bist feig.
48:10Kümmere dich nicht um uns.
48:12Ich nehme meinen Wagen, ich werde das Kind in die Schule bringen und das für ganz normal halten.
48:16Gestatte mir eine Frage.
48:19Ist ein Mann, der sich große Sorgen macht?
48:21Der das Beste will?
48:22Nicht nur für sich, sondern für alle.
48:23Ist dieser Mann ein Feigling?
48:26Komm.
48:28Na gut, es ist vielleicht nicht schön, ein Feigling zu sein,
48:30aber Sie haben die größeren Überlebenschancen.
48:38Hallo, Hans!
48:39Meine Frau bringt das Kind in die Schule.
49:06Ich konnte Sie nicht davon abbringen.
49:08Ja, warum macht sie denn sowas?
49:10Ich habe ihr gesagt, dass Sie kommen, dass Sie schon unterwegs sind,
49:12aber sie meinte, sie möchte nicht mehr länger eingesperrt sein.
49:14Das ist nicht zu verantworten.
49:16Wann ist Ihre Frau zurück?
49:18Sie bleibt in der Stadt, sie holt das Kind auch wieder ab.
49:20Wann ist denn die Schule aus?
49:22Zwölf Uhr.
49:24Gut, ich werde mich darum kümmern.
49:27Aber jetzt fahr mir erst mal in Ihr Büro.
49:28Aber jetzt fahrir, wir dich am Ende.
49:32Wann ist es?
49:34Wann ist es?
49:34Wann ist es?
49:36Wann ist es?
49:37Wann ist es?
49:38Ich bin sehr froh, dass Sie auf mich aufpassen.
50:03Ich weiß, das zu schätzen.
50:06Wirklich?
50:07Ja.
50:08Ich gebe es zu, ich habe Angst.
50:11Ist doch kein Wunder.
50:12Ich meine, Sie sind in einer ganz besonderen Situation.
50:20Ich weiß, dass ich nicht der Stärkste bin.
50:22Ich bin es nun mal nicht.
50:30Chef, da ist ein Italiener am Telefon.
50:36Hast du seinen Namen gesagt?
50:37Sie würden ihn bestimmt sprechen wollen.
50:41Soll ich ihm sagen, Sie sind nicht da?
50:47Nein, nein, nein, nein.
51:07Sie bekommen das Kind nicht, wir geben es nicht her.
51:17Sie bekommen das Kind nicht, wir geben es nicht her.
51:31Kaprese hat angerufen, hat gefragt, ob ich das Kind rausbrüche.
51:46Und?
51:47Ich habe gesagt, ich habe gesagt, nein.
51:51Danke, Sie müssen mir nicht gratulieren.
51:55Er hat nein gesagt.
51:56Ja.
51:56Aber ich soll ihm nicht dazu gratulieren.
51:59Ja, Terry.
52:01Gut, dass ich Sie erreiche.
52:07Kaprese hat gerade angerufen.
52:09Ich soll mich bereithalten.
52:10Wozu bereithalten?
52:12Wozu?
52:14Und wenn wir das Kind übergeben, verstehen Sie nicht?
52:17Kaprese wird irgendetwas unternehmen.
52:18Wo ist das Kind?
52:22Die Mutter hat es in die Schule gefahren und holt es auch wieder ab.
52:25Dann los.
52:26Grundschule Oberherring, Kirchplatz 12.
52:3352, 18, abverstanden und hier.
52:35Die Mutter hat es in die Schule gefahren und hier.
53:05Gerne?
53:20Wer sind alle?
53:24Wer ist da?
53:29Geldig.
53:31Wer ist das in ein Wagen.
53:33Ganze Release.
53:34Renata! Renata!
53:38Hilfe!
53:42Renata!
53:47Sie haben das Kind entführt!
54:04Die Schade-Sendung wird Flyer-Reller im
54:10Achtung aus dem
54:12Um Counter-Gro-Kind zu schicken
54:15Kaffee-Reller im
54:21Zunt und Koffe-Reller im
54:24Das Stamm-Gro-Kind zu schicken
54:28Ah!
54:29Was ist eigentlich los bei euch? Geht mal einen Bericht durch.
54:45Wir haben sie, aber es hat einen Unfall gegeben.
54:59Hoffentlich kommt das Kind durch.
55:14Du, ich sag dir, wo der noch steckt.
55:19Ich finde ihn, ich schwöre es dir.
55:29Das ist ein Unfall.
55:59Musik
56:29Musik
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57:15Musik
57:22Musik
57:25Untertitelung des ZDF, 2020
57:55Untertitelung des ZDF, 2020
58:25Untertitelung des ZDF, 2020
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