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Hauptkommissar Kress - Rolf Schimpf ( + 22.03.2025)
Drehbuch - Volker Vogeler /
Regie - Alfred Weidenmann /
#krimiserie #alte #kommissar #zdf
Drehbuch - Volker Vogeler /
Regie - Alfred Weidenmann /
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TVTranskript
00:00Musik
00:30Musik
01:00Und deshalb habe ich mein Studium abgebrochen.
01:10Ja, ja.
01:12Vielleicht geht das bis in Ihre Kindheit zurück.
01:16Aber erzählen Sie mal weiter.
01:19Doch, doch. Ich verstehe. Ich verstehe Sie.
01:22Warum sollten Sie mich verstehen?
01:25Sie sind eine Frau. Wie können Sie sich in mich hineinversetzen?
01:30Über das, was Sie von Ihrer Mutter erzählt haben?
01:33Ja, vielleicht. Vielleicht, weil Sie Psychologin sind.
01:36Vergessen Sie nicht, ich bin selber Mutter.
01:39Wie alt sind Sie denn?
01:4021. Das habe ich doch schon gesagt.
01:42Sehen Sie, mein Sohn ist 20 und meine Tochter?
01:45Die ist 18 und 20 Jahre bin ich auch verheiratet.
01:48Oh Gott. Das kann man ja nachrechnen.
01:52Weiter bedeutet gar nicht so viel.
01:53Ja, ja. Zehn du wieder.
01:55Ich glaube, du bist beim falschen Sender.
01:57Wenn Sie eigentlich schon nicht mehr jung sind, mit denen kann ich mich auch gar nicht unterhalten.
02:01Mir fehlt jemand wie Sie.
02:03Mit Ihrem Alter wiederholen sich diese allgemeinen Probleme.
02:07Also, sprechen Sie sich ruhig aus.
02:11Ich höre Ihnen zu.
02:11Warum sind Sie nicht meine Mutter?
02:13Haben wir alles für einfacher.
02:15Es gibt so wenig Menschen, mit denen man über seine Probleme reden kann.
02:18Peter, so geht das nicht.
02:20Sie müssen das Gespräch mit Ihrer Mutter suchen, sonst werden Sie diese, diese Eifersucht auf Ihre Freundin nie abbauen.
02:27Ich, also ich habe schon vor Wut auf meine Mutter im Bett von meiner Mutter mit meiner Freundin.
02:33Okay, okay.
02:36Wie alt ist Ihre Freundin?
02:38Meine Freundin?
02:39Die ist fast 40.
02:40Also, Sie sind 21 und Ihre Freundin ist fast 40.
02:47Ist das für Sie nicht in Ordnung?
02:48Doch, doch. Aber das hätten Sie mir von Anfang an sagen müssen.
02:50Dann wäre unser Gespräch etwas anders verlaufen.
02:52Jetzt habe ich Sie schockiert.
02:54Schon gut. Ich habe verstanden.
02:56Auf Wiedersehen.
03:00Und aufgelegt.
03:01Liebe Zuschauer, wer meine Sendung kennt, der weiß, dass das bisher nur ein einziges Mal passiert ist.
03:09Nämlich im Februar, als mich ein Geschehener...
03:11Was ist, fahren wir jetzt den Musikclip ab?
03:12Nein, jetzt doch richtig spannend.
03:14Die ist echt getroffen.
03:15Einen Anruf lassen wir noch.
03:17Die ist verunsichert.
03:21Hier spricht Iris Sebald.
03:25Hallo.
03:27Ja.
03:28Ja, ich höre Sie.
03:30Sagen Sie mir Ihren Vornamen.
03:32Nein.
03:33Schauen Sie, wir müssen ja nicht stimmen.
03:38Hallo.
03:42Kann ich Ihnen helfen?
03:44Sie können mir nicht helfen.
03:45Sie sollen mir zuhören.
03:48Rufen Sie hier aus der Stadt an?
03:50Ja.
03:52Und ich habe eine Waffe in der Hand.
03:53Eine Pistole.
03:56Was haben Sie mit der Waffe vor?
03:58Sie brauchen keine Angst zu haben.
04:00Ich bring mich nicht um.
04:01Ja, was wollen Sie denn machen mit der Waffe?
04:05Mein Mann ist ein Mörder.
04:06Ich habe einen klugen, gutaussehenden, nicht gerade unbekannten Mann, überall beliebt, überall gern gesehen.
04:12Und er ist ein Mörder.
04:13Er ist es, der mich umbringt.
04:15Nicht ich mich.
04:15Walter, da läuft was schief.
04:16Er erniedrigt mich.
04:19Manchmal mit seiner Gleichgültigkeit oder mit seinen Lügen.
04:23Jeden Tag tötet er mich.
04:25Und jeden Tag ein Stück mehr.
04:27Ich verstehe Sie nicht.
04:28Unterbrechen Sie mich nicht.
04:30Ja, okay.
04:32Entschuldigung.
04:34Es gibt keinen Tag in unserem Leben, an dem er mich nicht betrügt.
04:38Und keine Frau hilft mir.
04:39Keine.
04:40Keine denkt an mich.
04:41Wie soll ich das ertragen?
04:44Und sagen Sie nicht, ich soll mich trennen.
04:45Das ist keine Lösung.
04:47Man kann sich nicht von ihm trennen.
04:48Nicht von so einem Mann.
04:51Sie wissen, wovon ich rede.
04:52Ich antworte Ihnen erst, wenn Sie mir sagen, was Sie mit der Waffe vorhaben.
04:56Sie ist auf meinen Mann gerichtet.
04:58Bitte tun Sie nichts Unüberlegtes.
05:00Ich war noch nie so klar in meinem Leben.
05:03Wenigstens Sie sollen seiner Hinrichtung beiwohnen.
05:07Sind Sie?
05:10Wer sind Sie?
05:22Wer sind Sie?
05:52Meine Damen und Herren, bis zum Beginn der nächsten Sendung.
06:03Bitte lass mich allein.
06:07Es tut mir leid, Iris.
06:12Was tut ihr leid?
06:22Was tut mir leid, bis zum Beginn der Unterbanker?
06:24Das war's.
06:54Hast du denn wenigstens die Sendung gesehen?
06:58Habe ich. Ich schon.
07:01Und deswegen sind wir auch hier, habe ich das Gefühl.
07:03Richtig. Ich habe uns regelrecht angeboten.
07:06Das hätten doch die Kollegen von der Bereitschaft machen können.
07:09Das ist die Dezernatzeitung aber anderer Meinung.
07:12Als ob wir nicht schon genug Arbeit hätten.
07:19Sie sind von der Kripo.
07:21Wir sind von der Kripo.
07:22Wenn Sie mir bitte folgen wollen.
07:23Moment, Moment. Die beiden Herren möchten sich erst mal die Aufzeichnung ansehen.
07:26Also den Schluss der Sendung. Sie zeichnen da auf.
07:29Jede laufende Sendung wird bei uns aufgezeichnet.
07:32Und Sie?
07:33Ich versuche, Frau Sebald zu finden.
07:35Ihre Garderobe ist geradeaus. Ich bringe Sie hin.
07:37Sie müssen einen Stock tiefer zur Technik.
07:38Studio 4, gleich gegenüber der Treppe.
07:40Danke.
07:41Ich versuche, Frau Sebald zu finden.
08:11Frau Sebald, richtig. Machen Sie auf.
08:15Ich mache nicht auf.
08:17Niemandem.
08:19Frau Sebald.
08:20Nein.
08:22Rufen Sie meinen Mann an.
08:25Er soll kommen, bitte.
08:27Nein, besser meine Schwester.
08:28Nein, bitte rufen Sie beide an.
08:30Beide sollen kommen.
08:32Da geht keiner ran.
08:34Vielleicht sind Sie auf dem Weg hierher.
08:37Machen Sie auf, Frau Sebald.
08:38Nein.
08:38Mich hat Sie rausgeschmissen.
08:41Soll ich Ihnen irgendwas bringen?
08:43Nein.
08:44Das war's dann wohl.
08:45Was war's dann wohl?
08:47Mit Ihrer Karriere.
08:50Sind Sie von der Presse?
08:52Nein.
08:53Ich bin Ihre Maskenbildnerin.
08:55Wir wissen nicht so ganz genau, was wir machen sollen.
08:58Tatort gibt's ja hier keinen.
09:00Bleiben Sie trotzdem erst mal hier.
09:02Machen wir.
09:04Iris.
09:05Lass mich wenigstens meine Sachen rausholen.
09:08Ich will nach Hause.
09:09Nein.
09:11Danke, Mann.
09:11Machen Sie bitte auf, Frau Sebald.
09:16Hier ist die Polizei.
09:18Nicht von so einem Mann.
09:20Sie wissen, wovon ich rede.
09:21Ich antworte Ihnen erst, wenn Sie mir sagen, was Sie mit der Waffe vorhaben.
09:25Sie ist auf meinen Mann gerichtet.
09:26Bitte tun Sie nichts Unüberlegtes.
09:28Ich war noch nie so klar in meinem Leben.
09:32Wenigstens Sie sollen seiner Inrichtung beiwohnen.
09:35Sind Sie...
09:38Wer sind Sie?
09:41Das ganze Magazin ist leergeschossen.
09:49Ich habe mitgezählt.
09:52Was ist, wollen Sie es nochmal sehen?
09:54Könnten Sie das auch in einen anderen Raum überspielen?
09:57Ja, natürlich, das geht.
10:01Also erst mal.
10:03Kress ist mein Name, ich bin Kriminalhauptkommissar.
10:05Haben Sie die Sendung gesehen?
10:07Ist doch der pure Wahnsinn.
10:08Ja.
10:09Ich glaube, alle Garderober in der Welt sehen gleich aus.
10:14Ich warte auf meinen Mann, der ist Arzt.
10:17Ich brauche eine Spritze.
10:18Da gibt es ja nie keinen Arzt.
10:23Ich habe darum gebeten, keine Anrufe.
10:27Ach so, ja.
10:28Ja, ist gut, ich werde es Ihnen sagen.
10:33Ein Kollege von Ihnen.
10:37Sie sehen sich die Sendung oben noch ein paar Mal an.
10:39Sie können sich hier zuschalten.
10:42Ja, Frau Dr. Sebald, ich weiß nicht recht, wie ich in meiner Anwürgenheit...
10:45Ich werde nochmal verrückt!
10:46Ja!
10:46Morgen früh, 10 Uhr, im Büro der Programmdirektion.
11:04Was heißt das für Sie?
11:05Was heißt das für Sie?
11:10Ja.
11:11Es ist das Ende!
11:12Aus, Schluss, vorbei!
11:15Das ist vielleicht eine Frage.
11:18Also, irgendwas verstehe ich hier nicht.
11:21Morgen früh...
11:23...werde ich hingehen und meine Sendung höchstpersönlich beerdigen.
11:28Um 10.
11:28Und es wird nicht einmal eine Trauerfeier geben.
11:33Womit haben Sie sich schuldig gemacht?
11:36Oder an was?
11:38Womit?
11:40An was?
11:44Darum geht's doch gar nicht.
11:46Na, was dann?
11:48Gibt es zwischen Ihnen und...
11:52...der Frau mit dem letzten Anruf irgendeinen Zusammenhang?
11:57Nein.
11:58Also, warum, Frau Sebald?
12:02Weil Dreck hängen bleibt.
12:04Weil immer etwas hängen bleibt.
12:07Ganze Kübel von Mist und Verdächtigungen wird die Presse morgen über mich ausschütten.
12:12Ja, aber...
12:14Sie haben doch hier einen Beruf.
12:17Nichts habe ich.
12:20Absolut nichts.
12:22Und alle werden zusehen, wie ich am Dreck ersticke.
12:25Auch meine Kollegen, Psychologen.
12:26Ähm...
12:27...Keraldin.
12:29Warum meinen Sie, Frau Dr. Sebald...
12:32...hat sich diese Frau ausgerechnet Sie ausgesucht, Ihrer Sendung?
12:37Frau Sebald.
12:39Ja, ja.
12:40Das war ein letzter Hilfeschrei.
12:44Und so viele Menschen wie möglich sollten hören, wie ungerecht diese Welt gegen diese Frau ist.
12:51Und dann begeht man Selbstmord hinterher, oder?
12:57Ach so.
13:00Ja, da ist... da ist was dran.
13:03Frau Sebald, irgendwo hier in der Stadt ist vor etwa einer Stunde ein Mensch erschossen worden.
13:08Vielleicht.
13:08Ich, ich kann Ihnen doch nicht helfen.
13:12Wie sollte ich?
13:13Haben Sie einen Freund, einen Geliebten oder ein Verhältnis außerhalb Ihrer Ehe?
13:20Bitte achten Sie auf Ihre Antwort.
13:22Frau Sebald, wir kriegen sowas raus.
13:26Das ist unser Beruf.
13:28Nein.
13:28Bitte nehmen Sie Platz.
13:35Unterbrechen Sie mich nicht.
13:36Ja, okay.
13:38Entschuldigung.
13:40Es gibt keinen Tag in unserem Leben, an dem er mich nicht betrügt.
13:44Und keine Frau hilft mir.
13:45Keine.
13:46Keine denkt an mich.
13:47Wie soll ich das ertragen?
13:49Und sagen Sie nicht, ich soll mich trennen.
13:51Das ist keine Lösung.
13:52Man kann sich nicht von ihm trennen.
13:54Nicht von so einem Mann.
13:56Sie wissen, wovon ich rede.
13:58Ich antworte Ihnen jetzt.
14:04Sie wissen, wovon ich rede.
14:06Ja.
14:08Sagen wollte Sie, Sie wissen, was ich meine.
14:10In der Aufregung hat sie nicht das richtige Wort gefunden.
14:13Und was wollten Sie wissen, was Sie meint?
14:15Dass Ihr Mann, dass er ein faszinierender Mann ist.
14:21Vielleicht.
14:22Ja.
14:24Vielleicht.
14:28Bitte tun Sie nichts Unüberlegtes.
14:31Ich war noch nie so klar in meinem Leben.
14:32Wenigstens Sie sollen seiner Hinrichtung beiwohnen.
14:37Sind Sie?
14:38Wer sind Sie?
14:46Schrecklich.
14:48Wenigstens Sie sollen seiner Hinrichtung beiwohnen.
14:51Wenn schon nicht alle seine Freundinnen, dann wenigstens Sie.
14:57Wissen Sie, was ich glaube?
14:59Die Frau will Rache nehmen an Ihnen.
15:01Warum sollte die Frau Rache an mir nehmen wollen?
15:11Es muss ja einen Grund dafür geben.
15:13Warum?
15:15Also warum?
15:17Bitte verlassen Sie meine Garderobe.
15:18Waren Sie das mit dem Spiegel?
15:28Die Frau will Sie vernichten.
15:35Kann ich jetzt zu meiner Frau?
15:37Sie braucht eine Spritze.
15:39Bitte.
15:40Sie waren ja eine Ewigkeit da dringend.
15:43Ich werde mich über Sie beschweren.
15:45Tun Sie das.
15:45Kann ich jetzt endlich auch mal rein?
15:51Meine Sachen sind noch drin und ich will nach Hause.
15:53Außerdem ist sie noch nicht abgeschminkt.
15:55Nehme an, sobald Frau Seewald Ihre Spritze bekommen hat.
15:59Entschuldigung.
16:01Guten Tag.
16:02Guten Abend.
16:05Ich bin Vera Bremer, die Schwester von Frau Dr. Seewald.
16:08Mein Name ist Kress von der Kripo München.
16:11Ach ja.
16:12Ich bin Rechtsentwickler.
16:13Dann haben wir ja vielleicht bald miteinander zu tun.
16:17Das will ich doch nicht hoffen.
16:18Ja, ja, ich auch nicht.
16:20Haben Sie die Sendung gesehen?
16:24Eigentlich gucke ich mir diesen Psychogramm schon lange nicht mehr an.
16:28Aber die Sendung habe ich gesehen.
16:30Ja, ich habe sie auch gesehen.
16:32Ah ja.
16:32Die Sendung.
16:33Entschuldigen Sie.
16:36Können Sie mir sagen, wo meine Kollegen sind?
16:38Ich bringe sie zu Ihnen.
16:39Danke.
16:41Auf Wiedersehen, Frau Bremer.
16:42Auf Wiedersehen, Herr Kress.
16:44Jetzt komme ich erst mal dran.
16:45Entschuldigung.
16:53Entschuldigung.
16:56Also irgendwann möchten wir schon nach Hause.
16:59Mein Mann wird sich sonst was denken.
17:01Bei dem Ende der Sendung...
17:03Wir werden Sie nicht mehr lange aufhalten.
17:05Nur damit wir das richtig verstehen, Frau Vinzenz.
17:07Ich kann Ihnen das Haar klein erklären.
17:09Werden Sie uns einen Gefallen tun und uns einen Moment alleine lassen?
17:11Sie nehmen die Anrufe an, aber Sie rufen nicht zurück.
17:13Ist das richtig?
17:14Ja.
17:15Es gibt Sendungen, da ruft man zurück.
17:17Aber es geht bei dieser nicht.
17:20Die Leute wollen anonym bleiben.
17:22Absolut anonym.
17:24Sonst können Sie ja gleich die ganze Sendung einstampfen.
17:27Na, das wird Sie ja jetzt sowieso eingestampft.
17:32Den Anruf dieser Frau haben Sie angenommen.
17:34Was meinen Sie, was wir hier manchmal zu hören kriegen?
17:37Ja, aber das war alles ganz normal.
17:39Was hat sie gesagt?
17:42Sie hat gesagt, dass sie vor einem halben Jahr schon mal mitgemacht hat.
17:47Aber Ihr Problem, das wäre irgendwie noch nicht richtig gelöst.
17:52Wo werden denn die Aufzeichnungen der Sendungen aufbewahrt?
17:55Im Archiv.
17:56Danke, das wär's.
18:03Da sind Ihre Herren.
18:05Danke.
18:05Du kannst gleich mitkommen, Leo.
18:07Wir haben ungefähr...
18:09Wie oft läuft die Sendung?
18:10Wie jede Woche einmal.
18:13Die Frau hat vor einem halben Jahr schon mal angewurfen.
18:16Da müssten wir...
18:17Ja, da müssten wir 25 Aufzeichnungen mitnehmen.
18:21Dann hat Riedmann wenigstens ein bisschen was zu tun.
18:25Erzähl mal.
18:26Sag mal, kann man diese Kassetten überhaupt bei uns im Präsidium abspielen?
18:32Das ist eine gute Frage, ja.
18:35Na, hier macht mir vielleicht Spaß.
18:37Sollen wir sie zurückbringen?
18:39Wie sieht denn das aus?
18:41Jetzt sind wir bei Leo unten durch.
18:42Der Doktor, der Mann von der Frau Sebald.
18:45Was ist denn das für ein Arzt?
18:46Doktor Felix Sebald, Internist.
18:48Aber so viel ich weiß, praktiziert er schon lange nicht mehr.
18:50Wegen eines Nervenleidens oder sowas.
18:52Also Gesellschaftskolumnen in den Zeitungen scheinst du tatsächlich nie zu lesen, Leo.
18:56Und dabei bleibst du auch.
18:57Was wollt ihr alle von mir?
19:23Du und dieser Polizist vorhin.
19:25Es ist doch auch so, schon alles...
19:32Mir machst du nichts vor.
19:47Würdest du uns bitte allein lassen, Felix?
19:49Bitte, Felix.
19:54Tu, was ihr sagt.
20:05Mir kannst du gar nichts vormachen.
20:07Dafür kennen wir uns einfach zu lange.
20:08Ja, ja.
20:15Ziemlich scheußlich, diese ganze Geschichte.
20:20Du hast meine Arbeit nie gemocht.
20:23Deine Eitelkeiten mag ich nicht.
20:24Und deine Eitelkeiten?
20:26Was soll ich für dich erfinden?
20:28Mord?
20:28Totschlag?
20:30Ehebruch?
20:32Sag einfach mal die Wahrheit.
20:34Was soll sein?
20:35Ich kann dich verteidigen.
20:36Ich bin stark genug dafür.
20:40Ich hab dir doch immer geholfen, Schwesterlein.
20:44Du bist meine Adoptivschwester.
20:45Das hat doch bisher nie etwas ausgemacht.
20:57Iris, hast du mir was zu sagen?
21:09Du hast doch schon immer gelogen.
21:11Ja, dann
21:16hab ich das wahrscheinlich von dir gelernt.
21:25Ich weiß nicht, Lea.
21:27Das unterschätzt du, glaube ich.
21:29Frau Dr. Iris Sebald ist so eine Art moralische Instanz,
21:32wenn du so willst.
21:33Das weiß ich vielleicht bis heute Abend.
21:35Wenn dir ihr Gesicht verliert,
21:36dann ist es aus, oder so.
21:38Das wäre ganz schlimm für sie.
21:39Auch finanziell.
21:42Immerhin ist ihre Schwester Rechtsanwältin.
21:44Ähm, Vera Bremer.
21:47Ich hab sie kennenlernt, vorhin, vor der Garderobe.
21:50Vera Bremer ist ihre Schwester?
21:53Ach, du kennst sie?
21:55Die war doch neulich in allen Zeitungen,
21:57als sie im Prozess Dannecker verteidigt hat.
22:00Freispruch.
22:01Und es gibt kaum eine Party, bei der sie nicht dabei ist.
22:03Du solltest doch gelegentlich die Gesellschaftskolumnen lesen.
22:07Macht ihr ja für mich.
22:08Entschuldigung, Leo.
22:11Wie geht's jetzt weiter?
22:12Vielleicht hätten wir doch lieber die Kollegen von der Bereitschaft vorlassen sollen.
22:17Was haben wir?
22:19Was ist eigentlich passiert?
22:24Irgendwo im Haus,
22:27in der Wohnung,
22:29in der Villa
22:29liegt ein Mann erschossen.
22:32Vielleicht, Leo.
22:33Vielleicht.
22:35Oder die Frau.
22:39Die Frau in der Sendung
22:40am Telefon hat
22:42sagt nicht, sie hat Selbstmord begangen.
22:46Mit sieben Schüssen.
22:48Mit dem letzten Schuss.
22:50Ist das nicht möglich?
22:52Sie hat das ganze Magazin leer geschossen.
22:55Alle Schüsse hintereinander.
22:57Und keine Pause
22:58vor dem letzten Schuss.
22:59Vielleicht hat jemand bloß einen makaberen Witz gemacht.
23:04Er könnte mir erzählen, was er wollte.
23:08Irgendwas ist drin an der ganzen Geschichte.
23:13Jetzt gehen wir erst mal schlafen.
23:15Aber wie geht's jetzt weiter, Leo?
23:16Entschuldigung.
23:20Werner Riedmann soll in dem
23:22in dem Heuhaufen da erst mal suchen,
23:25ob die Frau tatsächlich
23:26vor einem halben Jahr schon mal in der Sendung war.
23:32Und dann sehen wir weiter.
23:46Und dann sehen wir jetzt noch eine
23:47Treue für Ihre
23:48геvisatmen.
23:48Und dann werden wir
23:49aptischen
23:50Menschen werden
23:50bei Kamper
24:10kosten
24:12Reagan
24:13Also zweimal Gänselieberpastete.
24:20Sie sind aber heute früh dran, Frau Fuchs.
24:23Ja, wir geben am kommenden Wochenende ein Essen.
24:26Da brauche ich noch zweimal Hummerkrabben und zweimal Ragoffin.
24:29Milch und Eier nehme ich gleich mit.
24:31Stellen Sie bitte alles zusammen und bringen Sie es rüber ins Haus.
24:34Ach ja, richtig. Kaffee brauche ich auch noch.
24:36Kann das sein, dass ich gestern Nacht, als ich zum Großmarkt ging, Herrn Werdenfels gesehen habe?
24:41Nein, das ist ganz ausgeschlossen.
24:43Sie hat mich gerade heute Morgen noch aus den Staaten angerufen.
24:45Guten Morgen, Frau Fuchs.
24:46Guten Morgen, Frau Mertens.
24:48Sie hat mich heute Morgen noch aus den Staaten angerufen wegen des Essens hier.
24:53Sagen Sie, lose Butter haben Sie heute nicht?
24:55Doch, Sie haben es ja hingelegt.
24:57Oh, das ist nett, danke.
24:58Danke.
25:13Ja, danke.
25:37Untertitelung des ZDF, 2020
26:07Was suchst du?
26:20Ich wollte sehen, ob du schläfst.
26:26Ich schlafe.
26:30Und du?
26:33Als ob dich das wirklich interessiert.
26:37Ich bin wirklich sehr froh, dass ich nicht hier schlafe, nach all dem, was passiert ist. Das können Sie mir glauben.
26:56Aber irgendwo muss der Herr Werdenfeld doch zu erreichen sein, auch in Amerika.
27:01Ich wüsste nicht, wo.
27:03Frau Fuchs, was ist denn von Beruf?
27:05Was ist denn von Beruf?
27:09Aus Boston hat er angerufen.
27:11Leo, entschuldige, wenn ich störe.
27:14Aber ich muss los.
27:16Aha. Kannst mir denn sonst noch was erzählen?
27:19Es ist doch immer dasselbe. Du kannst einen wirklich zu Verzweiflung bringen.
27:22Also, zwei Einschüsse beide in den Rücken.
27:24Ja, aber wann? Vier Uhr morgens, fünf Uhr, sechs Uhr?
27:27Früher. Zwischen null und ein Uhr.
27:29Die Projektil hat Riedmann.
27:30Sag mal, wo stecken die bloß alle? Heimann, Henry und so weiter?
27:33Keine Ahnung. Ich muss los, Leo. Servus.
27:38So, Frau Fuchs.
27:40Es ist wirklich schwer zu erklären, was er von Beruf ist.
27:44Und er hat studiert, so viel ich weiß.
27:47Zum Teil hier, zum Teil in Amerika.
27:50Seinen Doktor hat er in Europa gemacht.
27:53Kommst du bitte, Leo?
27:53Entschuldigen Sie, Frau Fuchs, aber wir brauchen den Herrn Kress.
27:58Was ist denn los los heute?
28:01Ich bin gleich wieder da.
28:04Wo steckt der denn?
28:06Komm mit.
28:13Morgen, meine Herren.
28:15Morgen, Morgen.
28:18Hier, schau.
28:19Ach.
28:23Der Ehemann von der Tuden?
28:26Ja, das ist Frank Werdenfels.
28:31Sind das die Schüsse von gestern Abend im Fernsehen?
28:35Und da.
28:49Also, was wisst ihr bis jetzt?
28:50Dass er sich auf einer Vortragsreise in Amerika befindet,
28:54der Doktor Frank Werdenfels.
28:55Die, die ihn nicht mögen, und es sind nicht wenige,
28:58nennen ihn den Urschrei Frank.
29:00Er hat drei große Therapiezentren, die er auch selbst finanziert hat.
29:03Eins auf Ibiza, eins in der Toskana, eins in Griechenland.
29:07Verheiratet mit Gabriele Werdenfels, die da draußen liegt.
29:10Kinder keine.
29:11Diplomierter Psychologe.
29:13Alle lieben ihn.
29:14Frauen mehr, Männer weniger.
29:16Na klar.
29:17Und was jetzt?
29:18Ich fange da an, wo ich heute Nacht aufgehört habe,
29:21und ihr macht hier weiter.
29:22Alle bis später.
29:24Bis später.
29:25Wieso sind Sie schon da?
29:49Ich habe doch noch gar nicht sauber gemacht.
29:50Fangen Sie ruhig schon an.
29:57Das stört mich nicht.
30:08Wo ist Ihr Mann?
30:10Frau Dr. Sebald, ich habe Sie gefragt, wo Ihr Mann ist.
30:20Sie haben ihn weggeschickt, weil Sie gesehen haben, dass ich komme.
30:23Nein, nein, Frau Sebald, so geht das heute nicht mehr.
30:38Wir haben die Frau aus Ihrer Sendung gefunden.
30:40Sie ist tot.
30:41Heute Nacht ermordet worden.
30:43Haben Sie die Nachrichten gehört?
30:50Ja.
30:53Gerade eben.
30:55Und kennen Sie den Namen der Frau?
30:58Nein.
30:59Doch, Sie kennen ihn.
31:01Gabriele Werdenfels.
31:02Und jetzt sage ich Ihnen das zum letzten Mal.
31:05Es ist ein Klacks für uns, festzustellen,
31:08ob Frank Werdenfels Ihr Geliebter ist.
31:11Oder war.
31:12Was auch immer, wir stellen seine Wille auf den Kopf
31:14und wir finden was.
31:16Wir finden immer was.
31:20Manchmal habe ich das Gefühl,
31:21Sie müssen sich Mut zusprechen.
31:23Guten Tag.
31:32Tag.
31:32Sie werden Zeugen brauchen.
31:33Waren Sie heute Nacht zu Hause?
31:36Ja.
31:38Die ganze Nacht?
31:41Wie war die ganze Nacht zu Hause?
31:43Tja, natürlich.
31:46Würden Sie das bezeugen?
31:49Nein, das kann ich nicht.
31:50Wir schlafen getrennt.
31:59Frau Werdenfels
32:00ist mein Geliebter.
32:11Frau Sebald, ich muss Sie bitten,
32:13mit mir aufs Präsidium zu kommen.
32:15Was bedeutet das für mich?
32:17Nur, was ich gesagt habe.
32:19Nicht mehr und nicht weniger.
32:27Könnte ich meine Schwester anrufen?
32:30Ja, tun Sie das.
32:33Irgendwie hat uns wieder einmal abgekoppelt,
32:34der gute Leo Kress.
32:36Frag doch mal den Riedmann,
32:37ob er uns überhaupt noch braucht hier.
32:38Haben Sie eigentlich gerne hier gearbeitet,
32:46Frau Fuchs?
32:47Das fragen Sie mich lieber nicht.
32:50Ich habe diese Leute hier alle sowieso nicht verstanden.
32:53Das ist eine andere Welt.
32:56Was war denn die Frau Werdenfels für ein Mensch?
32:59Krank quasi, die Frau Werdenfels.
33:01Es gibt hier in der Stadt wohl kaum einen Psychotherapeuten,
33:04bei dem sie nicht in Behandlung war.
33:05Dann Frau Gabriele Werdenfels.
33:09Komme erst übermorgen, also Freitag abholen,
33:11nicht nötig, Frank.
33:13Aufgegeben in Boston vor vier Stunden.
33:16Das habe ich in Ihrem Zimmer gefunden.
33:18Entschuldigung, macht es Ihnen was aus,
33:19wenn wir Sie kurz allein lassen?
33:21Aber bitte, Frau Fuchs, gehen Sie nicht weg.
33:23Nein.
33:23Das lag in Ihrer Schreibtischschublade, ganz oben.
33:31Finanzblatt letzter Ausgabe.
33:32Einige Stellen sind rot angestrichen.
33:34Ich mache mal Stichworte.
33:36Therapie-Imperium wackelt.
33:38Auch wenn es einem keiner recht bestätigen will,
33:40Frank Werdenfels geht demnächst in Konkurs.
33:44Es hat, wie fast immer bei solchen Unternehmungen,
33:47die Kapitaldecke nicht gereicht.
33:49Es geht um 30 Millionen.
33:51So ist es nicht zum ersten Mal,
33:52dass den hochfliegenden Eitelkeiten
33:55dieser weltweiten neuen Branche
33:56die Flügel gestutzt werden.
33:59Und weiter.
34:01PS, was wird schon sein?
34:02Frau Gabriele Werdenfels, geborene von Neuenwald,
34:06ist eine der reichsten Erbinnen dieser Republik.
34:10Damit schließt sich der Kreis wieder.
34:12Das ist heute angekommen.
34:16Übermorgen, also Freitag, abholen, nicht nötig.
34:21Das muss ja nicht stimmen.
34:22Wir sollten Leo anrufen.
34:24Der ist bei Iris Sebald.
34:26Dann fange ich mal bei dem Kolonialwarenhändler an.
34:28Bei wem?
34:29Da gibt es einen Kolonialwarenhändler,
34:31der hat der Frau Fuchs, also der Haushälterin,
34:33gegenüber behauptet,
34:34dass der Frank Werdenfels gestern Nacht gesehen hat.
34:37Und ich fahre zum Flughafen.
34:38Irgendwann muss er ja ankommen.
34:39Und ich?
34:40Du bleibst hier und stellst weiter.
34:42Du kannst es doch von unserem Besten.
34:44Das ist doch von unserem Besten.
34:50Jetzt könnte sie allmählich kommen, ihre Schwester.
35:20Sagen Sie wenigstens ja oder nein.
35:42Was wollen Sie von mir?
35:45Ich will mit Ihnen reden.
35:48Reden?
35:50Ein Geständnis wollen Sie.
35:53Ein Geständnis über meine Liebe zu diesem Mann.
35:59Habe ich Ihnen doch schon gegeben.
36:05Frau Lerapeo.
36:09Ist meine Schwester festgenommen?
36:12Nein.
36:13Nein?
36:14Noch nicht?
36:16Oder wie?
36:16Ich habe Nein gesagt.
36:21Könnte ich bitte ein Glas Wasser bekommen?
36:28Ich habe dir auch deine Tabletten mitgebracht.
36:30Vielen Dank.
36:39Na ja, Mertens.
36:52So, zwischen drei und vier Uhr morgens.
36:59Sind Sie da wirklich ganz sicher?
37:01Ja, also.
37:02Hören Sie nicht auf meinen Mann?
37:05Der sieht in seinem Alter nicht mehr so gut.
37:07Und dann auch noch bei Nacht.
37:08Also, beschweren könnte ich das nicht.
37:11Aber?
37:11Aber ich bin ziemlich sicher.
37:14So ein Mann wie der Herr Werdenfels ist doch eigentlich schlecht zu übersehen.
37:18Ich will Ihnen mal was sagen.
37:20Eigentlich können wir uns solche Aussagen gar nicht leisten.
37:22Besonders nicht hier in der Gegend.
37:24Wir hören sowieso bald auf und gehen weg.
37:27Irgendwohin, wo schön ist, in die Sonne.
37:29Ich bin ganz sicher.
37:59Das war's.
38:29Musik
38:59Und woher wissen Sie das alles?
39:10Meine ältere Schwester arbeitet bei der gleichen Gesellschaft.
39:13Sie macht Buchungen.
39:14Die zieht sich alles rein, was mit diesem Typen zu tun hat.
39:16Ja, wo wäre das?
39:18Diesen Werdenfels.
39:21Ich finde den ja ätzend.
39:23Fährt sie auch zu seinen Therapien?
39:26Jeden Urlaub. Wahnsinn.
39:27Da hinterher ist sie dann immer ganz fertig.
39:31Naja, also weiß ich immer, wo er gerade dann ist.
39:33Dieser Werdenfels, ob ich will oder nicht.
39:37Und er war gestern hier?
39:39Ja, hier im Flughafen.
39:41Er ist ja nicht zu übersehen.
39:43Und weiter?
39:45Ich sage zu meiner Schwester, du bist wieder da.
39:48Sagt die, gibt es nicht.
39:49Und guckt alle Passagierlisten aus den Staaten durch.
39:53Ich habe ihn aber gesehen, hier gestern.
39:55Da bin ich ganz sicher.
39:57Ich könnte sie küssen.
40:00Warum nicht?
40:11Ihre Personalien haben wir, Frau Dr. Siebald.
40:14Aber ist doch ein bisschen wenig, finden Sie nicht auch?
40:21Iris.
40:21Gut.
40:24Fangen wir mal damit an, worüber wir uns schon verständigt haben.
40:29Ja?
40:32Frau Dr. Siebald, wann haben Sie Frank Werdenfels kennengelernt?
40:41Iris.
40:42Bei welcher Gelegenheit war das?
40:49Iris, bitte.
40:54Dass Sie seine Geliebte sind, haben Sie zugegeben.
40:56Sagen Sie mir, seit wann.
41:07Vera, antworte du für mich.
41:11Du machst keinen Fehler.
41:12Dann erklären Sie jetzt wenigstens eindeutig, dass Sie die Aussage verweigern.
41:30Aber das wollen wir ja gar nicht.
41:33Haben Sie den Vorschlag?
41:34Lassen Sie mich bitte mit meiner Schwester allein.
41:44Zehn Minuten.
41:45Iris.
42:01Du brauchst keine Angst zu haben.
42:08Ich weiß, dass du es warst.
42:12Und ich weiß auch, dass du das nicht wahrhaben willst.
42:14Ich kann den Motiv verstehen.
42:21Diese Frau wollte dich vernichten.
42:30Aber was soll dir denn schon passieren?
42:34Ich besorg dir die besten Anwälte.
42:38Du kriegst die richtigen Gutachter.
42:44Wo kann sich so jemand wie Frank Werdenfels, den jeder hier kennt, in dieser Stadt verstecken?
42:52Lange nicht.
42:54Irgendwann muss er auftauchen.
42:55Wir haben doch Zeit.
42:58Hotels scheiden jedenfalls aus.
43:01Er kennt viele Frauen.
43:03Bei einer von ihnen könnte er untergetaucht sein.
43:06Das sind die Fotos, die er gefunden hat.
43:22Gerd.
43:23Was ist los, Gerd?
43:24Das ist doch Vera Bremer.
43:36Die Rechtsanwältin.
43:39Jetzt müssen wir nur noch wissen, wo sie wohnt.
43:43Hof Leone.
43:43Ja, Kress hier.
44:02Hallo, Leo.
44:03Diesmal müssen wir dich stören.
44:04Es hilft nichts.
44:04Bist du allein?
44:07Ja, ich bin im Nebenraum.
44:09Allein.
44:09Ich hoffe, dass du sitzt.
44:13Ich sitze.
44:15Leo, Vera Bremer, die Rechtsanwältin.
44:19Die Schwester von Iris Sebald.
44:21Ja, was ist mit dir?
44:23Die ist die Geliebte von Frank Werdenfels.
44:26Jedenfalls vor drei Wochen war sie es noch.
44:29Woher wisst ihr denn denn...
44:30Entschuldigen Sie, meine Schwester möchte ein Geständnis ablegen.
44:41Das hat er einfach aufgelegt.
44:44Also was ist?
44:46Glaubst du, dass sich Frank Werdenfels in der Wohnung von dieser Rechtsanwältin auffällt?
44:52Dass er gestern Abend schon eine Frau erschossen hat.
44:57Vera Bremer, Hildebrandstraße 35.
44:58Aber diesmal komme ich mit.
45:05Einer sollte hierbleiben.
45:06Ich bin doch gleich wieder da.
45:15Sag mal, du bist auch schon mal schneller gefahren.
45:18Solche Beifahrer habe ich gern.
45:20Die nächste Rechtsanwältin.
45:28Die nächste Rechtsanwältin.
45:36Bis zum nächsten Mal.
46:06Bis zum nächsten Mal.
46:36Bis zum nächsten Mal.
47:06Kriminalpolizei, machen Sie bitte auf.
47:22Machen Sie die Tür auf, erst die Polizei.
47:25Sie kommen ja nicht mehr raus.
47:26Sie kommen ja nicht mehr raus.
47:56Ja, mehr habe ich, glaube ich, dazu nicht zu sagen.
48:12Das ist, soweit ich weiß, der Sachverhalt.
48:15Was sehen Sie mich so an?
48:36Haben Sie wirklich nicht mehr zu sagen?
48:42Ich?
48:44Nein.
48:48Wieso ich?
48:49Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, wie weit sie geht, um mich zu belasten.
48:56Ich habe Frau Werdenfels nicht umgebracht.
48:58Jetzt verstehe ich überhaupt nichts mehr.
49:08Ist der Riedmann bei euch?
49:26Alter, was ist, kannst du schon was sagen?
49:31Bist du da ganz sicher?
49:31Lea, wir sind in meinem Büro.
49:37Kannst du mal kommen, bitte?
49:49Sag mal, bist du verrückt geworden?
49:50Ich habe dich gehasst, als Vater dich damals zu uns ins Haus geholt hat.
49:57Ja, ich weiß.
49:58Und ich habe dich geliebt.
50:05Später habe ich dich geliebt.
50:08Und du hast mich gehasst.
50:09Du erwartest von mir, dass ich ein Geständnis ablege.
50:19Aber das wäre nicht die Wahrheit.
50:25Und?
50:27Was ist die Wahrheit?
50:33Das hätte ich gerne von dir gewusst.
50:37Können Sie bitte mal kommen?
50:39Frank Werdenfels hat sich in Ihrer Wohnung erschossen.
51:09Wie ist das denn passiert?
51:14Ich habe Sie vorhin schon mal gefragt, Frau Bremer.
51:18Haben Sie mir was zu sagen?
51:20Ich, nein, ich...
51:23Ich begreife die Zusammenhänge nicht.
51:27Erst werden Sie aber müssen.
51:31Hat er...
51:31Ich meine...
51:33Ich meine, glauben Sie, dass...
51:36Dass Frank seine Frau getötet hat?
51:39Wie es aussieht, ja.
51:42Nein.
51:46Das...
51:47Das habe ich nicht gewusst.
51:49Bitte glauben Sie mir.
51:53Iris, glaub du mir.
51:54Haben Sie von dem Verhältnis zwischen Frank Werdenfels und Ihrer Schwester gewusst?
52:06Ja.
52:10Aber ich habe das nicht wahrhaben wollen.
52:11Frank ist...
52:20Frank ist gestern Abend aus den Staaten zurückgekommen.
52:24Einen Tag früher als...
52:25Als beabsichtigt, weil...
52:28Weil er noch...
52:29Noch eine Nacht mit mir verbringen wollte,
52:31er zu seiner Frau zurückgeht.
52:34Ja, und?
52:35Ja.
52:42Diese...
52:42Diese Bezieh...
52:44Diese Liebe zwischen...
52:48Zwischen Frank und mir hat vor...
52:51Vor ungefähr vier Wochen angefangen.
52:58Ja, und...
52:59Dann haben wir gestern Abend diese Fernsehsendung von Iris gesehen.
53:04Und...
53:04Und dabei...
53:06Die Stimme von Frau Werdenfels erkannt.
53:09Und...
53:10Und als sie dann geschossen hat, da...
53:13Da bat er mich, zu ihr zu fahren und...
53:16Und Iris beizustehen.
53:24Gut, da habe ich Sie ja gesehen.
53:26Und weiter?
53:28Was weiter?
53:31Nichts weiter.
53:32Die Pistole, mit der sich Frank Werdenfels in Ihrer Wohnung erschossen hat,
53:42ist dieselbe, mit der seine Frau getötet wurde.
53:45Was ist Ihrer Meinung nach passiert?
53:47Dann hat er wahrscheinlich in der Zeit, wo ich nicht da war, die Wohnung verlassen und seine Frau getötet.
53:56Jedenfalls, als ich so gegen zwei oder drei wieder zurückkam, da war er da.
54:01Oder wieder da.
54:02Jedenfalls, als ich so gegen zwei Jahre alt bin, da war er das, was ich so gegen zwei Jahre alt bin, da war er das, was ich so gegen zwei Jahre alt bin.
54:18Das Verhalten seiner Frau während dieser Fernsehsendung hat ihm wahrscheinlich klargemacht, dass er nur durch ihren Tod in das Geld kommen kann.
54:27Das war seine letzte Chance, er war finanziell ruiniert.
54:36Und er, er konnte es nie ertragen, zu verlieren.
54:42Er hat es nie ertragen können, zu verlieren.
54:47Na, mehr weiß ich nicht.
54:50Es kann so gewesen sein.
54:55Aber es muss nicht.
55:02Bei Ihnen muss ich mich entschuldigen, Frau Dr. Sebald, es tut mir aufrichtig leid.
55:07Sie können nach Hause gehen.
55:09Ich auch, nehme ich an.
55:11Nein, nein, Sie nicht.
55:12Ich muss Ihnen das nicht glauben, dass Sie von dem Mord nichts gewusst haben.
55:16Und wenn das so ist, dann reicht das für eine Anklage wegen Beihilfe.
55:20Iris, jetzt sag mal was.
55:23Bitte.
55:28Also, hilf mir doch!
55:32Ich kann nicht.
55:36Wenn ich bitten darf,
55:39wir fangen noch mal ganz von vorne an.
55:42Jetzt, Henry.
55:50Ich kann nicht.
56:02Ich kann nicht.
56:06Ich kann nicht.
56:07Das war's.
56:37Das war's.
57:07Das war's.
57:37Das war's.
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