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  • vor 4 Monaten

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Kurzfilme
Transkript
00:00Die Nachrichten
00:30Christian, hat es nicht Zeit bis nach dem Frühstück?
00:41Eben nicht. Der Kunde hat schon gefragt. Ich muss das heute noch schaffen.
00:48Tada!
00:51Alter Seidenstoff aus Patchwork Recycle. Na, wie findet ihr es?
00:55Toll. Das zeige ich euch gleich meinem Chef. Vielleicht kriege ich eine eigene Kollektion.
01:02Das ist, wie sagt man bei euch, trischig. Aber du darfst nicht enttäuscht sein, wenn dein Chef nicht sofort drauf abfährt.
01:10Ja. Ich gebe dir erst mal den Tee.
01:13Nee, bin eh schon spät dran. Ich muss los.
01:15Dann fahr ich dich schnell.
01:16Dann lass mal Papachchen das Rad.
01:18Das ist doch überhaupt kein Problem.
01:20Wisst ihr was? Ich fahre Maike zur Arbeit und du machst deine Unterlagen.
01:24Dann bin ich mal ein bisschen früher bei der Arbeit.
01:26Das ist gruselig. Danke. Toi, toi, toi. Ja?
01:30Ja?
01:33Ja?
02:00Ach, Mist. Hast vergessen. Ich beein' mich.
02:30Das ist gruselig.
02:32Ich bin einiger.
02:33Du bist dich, wenn ich nicht wag.
02:35Ich bin einiger.
02:36Ich bin einiger.
02:37Ich bin einiger.
02:38Es tut mir leid.
02:39Und du bist.
02:40Ja?
02:41Ich bin einiger.
02:42Es tut mir leid.
02:43Ich bin einiger.
02:44Ich bin einiger.
02:45Das ist mir leid.
02:46Da ist das zu sein.
02:47Beide.
02:48Ich bin einiger.
02:50Um Geld zu mir alles zu tun.
02:51Ich bin einiger.
02:52Und ich bin einiger.
02:53Ich glaube jedenfalls nicht,
03:23dass die Arbeit weniger geworden ist,
03:25nur weil du dir einen faulen Lenz gemacht hast.
03:27So eine Krankschreibung hat durchaus Vorteile.
03:29Jetzt bin ich tiefenentspannt.
03:33Ich freue mich wirklich, dass es dir besser geht.
03:37Ich bin auch froh, wieder an Bord zu sein.
03:38Allerdings soll ich ein bisschen kürzer treten,
03:40hat er ernst gesagt.
03:41Okay.
03:43Herr Wagner?
03:45Ja?
03:45Radek, Vermissenstelle. Meine Kollegin...
03:47Bina, Miri, Herr.
03:48Das ist Maikes Handy.
03:50Das hat hier und am Vordersitz vom Auto gelegen.
03:52Da muss ja wohl irgendwas Schlimmes passiert sein.
03:54Warum glauben Sie das?
03:56Es gab ja überhaupt keinen Grund für Sie zu verschwinden.
03:58Sie musste ja zur Arbeit.
04:00Was ist denn, wenn hier irgendjemand was angetan hat?
04:03Wie kommen Sie darauf?
04:04Haben Sie irgendeinen konkreten Verdacht?
04:05Den habe ich.
04:07Kilian. Kilian Nolde.
04:08Das ist Ihr Freund.
04:09Ich bin ein ganz unangenehmer Typ.
04:11Inwiefern?
04:15Maike hat ihm ihre Grenzen aufgezeigt.
04:18Aber nein, er hat sie wieder und wieder und wieder bedrängt.
04:23Der ist ja sogar mal auf mich losgegangen.
04:25Maike, das war nicht.
04:26Maike.
04:26Hey, mein Lieber, du gehst jetzt.
04:27Maike, komm, lass mich zu mir.
04:29Hallo.
04:29Hey.
04:29Hey.
04:30Wir haben überhaupt Macht.
04:30Hey, jetzt.
04:31Hausfass.
04:32Sie können hoch.
04:34Er ist unbrechenbar aufbrausend und höchst aggressiv.
04:39Deswegen habe ich ihm den Umgang mit Maike untersagt.
04:46Die Nachbarin hat von halbem Stunde in die Surve gehört.
04:49Ganz deutlich, sagt sie.
04:51Ich bin mir sicher, da ist jemand.
04:53Ich habe da drin Geräusche gehört.
05:04Ja?
05:05Polizei.
05:05Bitte öffnen Sie die Tür.
05:10Wie wär's denn, wenn wir drei uns jetzt mal ganz freundlich unterhalten?
05:12Ja, dafür müssten Sie aber aufhören, mal einen Fuß zu quetschen.
05:15Das wäre super.
05:20Dankeschön.
05:21Was auch immer Maike Ihnen erzählt hat, das ist nicht wahr.
05:38Also hier ist er nicht.
05:40Ich habe Ihnen doch gesagt, dass ich keine Ahnung habe, wo Maike steckt.
05:42Ihre Nachbarin von oben hat gesagt, dass sie Hilferufe gehört hat.
05:45Von einer Frau.
05:46Sie war ja da.
05:48Sie war völlig aufgelöst.
05:49Hilfe.
05:55Hilfe.
05:58Hilfe.
06:00Silian.
06:01Maike.
06:02Bitte schnell.
06:03Was ist denn?
06:05Silian.
06:06Sorry, ich habe noch geschlafen.
06:09Ich kann gerade nicht.
06:10Maike.
06:18Komm, komm.
06:19Gib mir den Schlüssel.
06:21Du musst ihn mir wiedergeben.
06:22Ja?
06:23Silian, du musst mir helfen.
06:24Die sind hinter mir her.
06:25Ja.
06:26Na, die vom MAD.
06:28Scheiße.
06:28Scheiße, die kommen.
06:29Morgen.
06:36Morgen.
06:37Guten Morgen.
06:38Sorry.
06:42Das ist nur die Nachbarin.
06:43Scheiße.
06:44Du hör mir das zu.
06:44Alles unter Kontrolle.
06:46Du.
06:48Ich kann gerade nicht.
06:51Ich muss gleich los.
06:56Silian, du musst mir helfen.
06:57Erst rufen ich mich die ganze Zeit an und jetzt will mich einer von denen entführen.
07:00Maike, das bildest du dir alles nur ein.
07:03Du bist der Einzige, der mich schützen kann.
07:05Am besten nicht, bleib einfach gleich hier.
07:06Meike, das geht so nicht.
07:13Lass uns das bitte ein andermal bereden.
07:16Jetzt brauchst du erstmal Hilfe.
07:27Und du blöde Fett!
07:33Fuck!
07:36Das mit meiner neuen Freundin.
07:40Ich wollte sie erzählen.
07:42Irgendwann mal.
07:43In Ruhe.
07:44Aber in so einem schlimmen Zustand habe ich Maike noch nie gesehen.
07:47Okay, das heißt, Sie glauben nicht, dass irgendjemand hinterher war, richtig?
07:50MAD?
07:51Der militärische Abschirmdienst?
07:54Ich bitte Sie.
07:55Hatte Maike denn schon öfter mal solche Wahnvorstellungen?
07:58Ja, vor drei Monaten, als sie ihr Medikament abgesetzt hat.
08:01Was sind für Medikament?
08:02Na, gegen ihre bipolare Störung.
08:05Ach was.
08:06Das wussten Sie nicht.
08:14Hm.
08:16Danke.
08:18Herr Wagner.
08:21Ihre Tochter ist manisch-depressiv.
08:23Halten Sie das nicht für eine wichtige Information?
08:25Wahr, jetzt ist sie ja wieder gut eingestellt.
08:31Und Sie sind doch sicher, dass sie Ihre Medikamente nimmt?
08:33Ja.
08:35Hier morgen in der Küche, vor meinen Augen.
08:37Christian ist da sehr genau.
08:39Ja, das ist der Hauptgrund, warum sie wieder zu mir, Entschuldigung, zu uns zurückgezogen ist.
08:43Und jetzt?
08:44Wie ging es dir so in letzter Zeit?
08:47Ja, dank Ihrer Phasenprophylaxe, so gut wie lange nicht mehr.
08:51Phasenprophylaxe?
08:51Das gleicht die mannischen und depressiven Phasen aus und man ist dann nahezu symptomfrei.
08:58Maike ist auf einem guten Weg.
09:00Deshalb wollte sie auch wieder den ersten Tag arbeiten.
09:04Das gibt überhaupt keinen Grund, zu verschwinden.
09:07Vielleicht hatte sie ja Angst vor Ihrem Chef oder Ihrer Arbeit.
09:10Im Gegenteil.
09:12Sie hat sich unheimlich gefreut auf die Arbeit.
09:14Damals, als Maike ihre Medikamente abgesetzt hat, wie hat sich das gezeigt?
09:24In ihrer manischen Phase, da war sie, wie soll ich das jetzt sagen, da war sie außer Kontrolle.
09:44Papa, der ist für dich!
09:58Den hast du gekauft? Von welchem Geld denn?
10:01Bei Ratenzahlungen.
10:02Papa, war überhaupt kein Problem.
10:04Der Händler war total nett.
10:06Oh, Maike.
10:07Ja, Papa, du hast doch gestern so von diesen alten Kados geschwärmt.
10:12Komm, wir drehen eine Runde.
10:13So viel Arbeiten tut niemandem gut.
10:21Aber das war ja nicht das einzige Mal.
10:25Mal hat sie sündhaft teure Designerklamotten im Internet geschobbt
10:29oder es hat spontane Weltreise gebucht und das Ende vom Lied war,
10:33dass ich dann hier Konto gesperrt habe.
10:37Seitdem hält Christian sie an einer kurzen Leine.
10:3920 Euro am Tag.
10:40Michael leidet sehr darunter, aber...
10:45Was soll ich machen?
10:46Kann es sein, dass sie bei jemandem schulden hat?
10:49Mit Sicherheit.
10:51Aber die größeren Käufe, die konnte ich alle rückgängig machen.
10:54Gut, wir bräuchten eine Liste von all ihren Gläubigern.
10:57Es könnte ja sein, dass sie jemand unter Druck gesetzt hat, ohne dass sie das wissen.
11:00Klar, ich war froh, dass das Maike wieder besser geht, aber das neue Medikament hat extreme Nebenwirkungen.
11:09Okay.
11:11Als letztes war sie nur noch lethargisch.
11:14Lief alles nicht mehr so gut.
11:17Na, sie haben sich ja schnell zu helfen gewusst.
11:18Wissen Sie, wie das ist, wenn man nicht mehr an den anderen rankommt?
11:20Emotional, meine ich.
11:24Sie war irgendwie nicht mehr meine Maike.
11:29Warten Sie.
11:35Ich zeige Ihnen mal was.
11:38Maikes Gesellenstück.
11:41Das hat sie mir geschenkt.
11:43Sie ist der kreativste Mensch, den ich kenne.
11:44Sie hat das Zeug dazu, als Designerin ganz groß rauszukommen.
11:47Wissen Sie, was ich nicht verstehe?
11:49Es gab es zwischen Ihnen beiden vielleicht irgendeinen Punkt, an dem es dann schiefgelaufen ist.
11:51Ja.
11:52Nachdem sie drei Jahre super alleine klargekommen ist, ist sie wieder zu Hause eingezogen.
12:08Ist wohl am besten, wenn du gleich wieder gehst.
12:10Was war das denn?
12:12Maike, ich habe den Umzugswagen nur für zwei Stunden.
12:15Wir müssen uns beeilen.
12:16Kilian, ich weiß nicht, irgendwie, vielleicht hat Papa recht.
12:22Vielleicht bin ich noch nicht so weit.
12:23Es ist das Beste für Sie.
12:25Maike, ich habe gestern den Mietvertrag unterzeichnet.
12:28Das kannst du nicht bringen.
12:29So, jetzt hör mir mal gut zu, ja?
12:31Meine Tochter, die kann sehr wohl sagen, was richtig für sie ist.
12:35Aber Maike will doch raus, sie will zu mir ziehen.
12:38Weg von Ihnen, das willst du doch, Maike, oder etwa nicht?
12:40Hey, das ist jetzt besser, ja?
12:41Hey, Maike, verdammter Mann!
12:43Hey, Ausfahrtsbruch!
12:45Mann!
12:47Der ist krank.
12:48Nicht Maike.
12:50Ein totaler Control-Freak.
12:53Danach hat er Maike total von mir abgeschirmt.
12:55Ich konnte dann irgendwann auch nicht mehr.
13:00Sie haben die Beziehung beendet?
13:01Ja.
13:03Sie können sich nicht vorstellen, wie viel Kraft mich die letzten zwei Jahre gekostet haben.
13:06Meinen Sie, Maike ist wegen Ihres Vaters abgehauen?
13:08Ich weiß es nicht.
13:12So ein Quatsch.
13:13Warum sollte der Nolde Schluss machen?
13:14Der hat Maike doch angehimmelt.
13:16Ja, offensichtlich fühlt er sich schon seit einiger Zeit ziemlich außen vor.
13:19Und von Ihnen nicht gerade akzeptiert.
13:22Hätte Maike doch nur ein Wort sagen müssen.
13:25Seit dreieinhalb Monaten wohnen Sie also hier.
13:27Ist ja kurz bevor Maike wieder eingezogen ist.
13:29Ja.
13:30Ja.
13:30Herr Wagner muss sich bestimmt viel um Maike kümmern, ne?
13:34Ja, also Christian geht ganz wunderbar mit der Situation um.
13:39Und Sie?
13:40Wie geht es Ihnen damit?
13:42Ja, es ist ja nur vorübergehend.
13:46Das heißt, Maike wollte bald wieder ausziehen.
13:49Nicht konkret, aber wenn es ihr wieder besser geht.
13:53Und heute zur Arbeit zu gehen, hätte ihr sicher gut getan.
13:58Natürlich ist das auf Dauer kein Zustand.
14:00Ja.
14:03Maike liebt Ihre Arbeit offenbar.
14:06Ja.
14:06Schon als sie klein war, hat sie im Schultheater für alle anderen die Kostüme genäht.
14:09Darf ich?
14:11Den würde ich gerne mitnehmen.
14:19Wer ist denn das?
14:21Das ist Annette.
14:22Maikes Mutter, die ist leider tödlich vorgelegt.
14:26Oh, das tut mir leid.
14:27Wann war das?
14:29Vor fünf Jahren.
14:30Ja, aber zum Glück ist jetzt Beate da.
14:32Die kümmert sich wirklich rührend um Maike.
14:35Wie haben Sie sich kennengelernt, Sie beiden?
14:36Sie und Beate?
14:39Beate?
14:40Ja, Beate war die Sachbearbeiterin von Maike bei der Versicherung, bei der Rekoria.
14:47Die Sachbearbeiterin?
14:48Die Sachbearbeiterin?
14:49Ja.
14:50Also von meinem Sachbearbeiter kann ich nicht mal den Namen.
14:52Ja, das ist bei psychischen Erkrankungen ein bisschen anders.
14:56Da entsteht im Laufe der Jahre doch eine sehr enge persönliche Bindung.
15:02Sie sagten, sie war Ihre Sachbearbeiterin?
15:04Ja, als das mit mir und Beate ernst wurde, hat Beate Michael an eine Kollegin abgegeben.
15:11Schon der Ordnung wegen.
15:13Aber sie kümmert sich ja immer noch sehr ruhig um Maike.
15:18Hm.
15:19Danke.
15:20Warum verschweigt eine Tochter ihrem Vater, dass ihr Freund sie verlassen hat?
15:26Naja, ich habe in dem Alter meiner Mutter auch nicht alles erzählt.
15:29Ja, aber trotzdem, dieser Mann ist irgendwie seltsam.
15:33Diese latente Panik, das Verschweigen der bipolaren Störungen.
15:37Ja, und diese Dreieckskonstellation.
15:39Also ich kann mir nicht vorstellen, dass sowas auf der Ordnung geht.
15:44Bist du das wirklich?
15:46Romy?
15:47Wie lange ist das denn jetzt her? 25?
15:48200 Jahre, oder?
15:51Oh.
15:56Was machst du hier?
15:58Ich warte am Auto, ja?
16:00Meine Band.
16:01Wir mischen gerade unser neues Live-Album.
16:03Ich komme gleich.
16:04Ey, du Rockstar.
16:05Ja, morgen sind wir schon wieder auf Tour.
16:07Was?
16:07Und du erzähl, zeig.
16:09Erzähl?
16:09Was soll ich sagen?
16:10Ich bin verheiratet.
16:14Drei Kinder.
16:15Zwei sind schon erwachsen.
16:18Kommissarin.
16:18Vermisstenstelle.
16:20Echte Kommissarin?
16:21Ja.
16:22Finde ich cool.
16:24Findest du?
16:25Ja, klar.
16:28Und du?
16:29Ich?
16:31Ähm, nix.
16:32Keine Kinder, kein Ring.
16:33Ich gehöre nur mir selbst.
16:34Keine Zeit zum unglücklich sein.
16:38Trägst du irgendwo eine echte Waffe versteckt?
16:40Na klar.
16:41Aha.
16:41Zeig mal.
16:50Hast du Zeit für einen Kaffee?
16:52Ähm, ach Mensch.
16:53Ich würd wirklich gerne haben.
16:55Ich muss leider weiter.
17:00Ach.
17:03Du kennst Romy?
17:05Woher kennst denn du Romy?
17:07Naja.
17:09Ich will nicht nur Klassik.
17:10Ach.
17:10Außer mir hat meine Tochter vor kurzem eine echt heftige Robi-Phase gehabt.
17:14Ja.
17:15Wir waren mal beste Freundinnen.
17:17Hatten eine Band zusammen.
17:19Du siehst, ich wäre also auch fast berühmt geworden.
17:24Wahnsinn.
17:25Ich hab mit Maikes Gläubigern gesprochen.
17:35Die waren eigentlich alle sehr verständnisvoll.
17:38Dann haben die wohl nichts mit der Sache zu tun.
17:40Klug nicht.
17:41Vor dreieinhalb Monaten zieht Beate Ruthmann bei Christian Wagner ein.
17:47Und nur zwei Wochen später kommt Maike wieder nach Hause zurück.
17:51Vor sechs Wochen verhindert ihr Vater, dass sie mit ihrem Freund zusammenzieht.
17:54Obwohl Maikes Medikament angeblich so super anschlägt, ne?
18:04Schlaflosigkeit, Gewichtszunahme, Tremor, innere Unruhe, Lethargie, Libidoverlust.
18:09Hübsche Liste an Nebenwirkungen.
18:10Steht da nichts von Paranoia?
18:12Ne.
18:13Was, wenn Maike ihre Medikamente doch wieder abgesetzt hat?
18:16Das kann nämlich zu manisch-depressiven Mischphasen führen.
18:19Oft begleitet von Wahnvorstellungen.
18:21Warum sollte sie das denn machen, wenn das Medikament bei ihr so gut anschlägt?
18:25Das ist, als wenn der Teufel bei dir an die Tür kratzt.
18:28In so einem Hoch denkst du, alles ist möglich.
18:30Du bist drauf, du fühlst dich wie Gott.
18:32So wie du?
18:33Oder sie hat die Medikamente einfach abgesetzt, weil sie denkt, sie hat es im Griff.
18:37Und daraufhin gerät dann alles außer Kontrolle.
18:39Aber der Vater hat doch gesagt, er stellt sich jedes Mal daneben und kontrolliert ganz genau, ob sie ihre Pillen auch nimmt.
18:45Genau, das denkt er.
18:51Das ist doch vollkommen absurd.
18:53Das hätte ich doch gemerkt.
18:54Wie oft soll ich Ihnen das noch erklären?
18:57Meine Tochter hat ihre Medikamente direkt vor meinen Augen genommen.
19:01Nur weil so ein Gewalttäter sie anlügt, nehmen Sie hier meine ganze Küche auseinander.
19:05Die muss sich runtergespült haben, während du direkt neben mir standest.
19:17Das verstehe ich nicht, warum macht sie das?
19:21Wie ich diese Krankheit hasse.
19:23Wie ich diese Krankheit habe.
19:53Es geht ihr besser.
20:05Sie wird übermütig und setzt die Medikamente ab.
20:09Das ist ja gerade das Hinterhältige. Du weißt nie, wann es wieder losgeht.
20:12Ist dein Tinnitus wieder da?
20:14Nein, aber ich warte darauf, dass er wieder zurückkommt und dann chronisch wird.
20:17Das ist mindestens genauso schlimm.
20:21Verstehe.
20:23Wolltest du irgendwas?
20:24Ähm, nö.
20:37Die KTU hat Meikes Handypasswort geknackt.
20:39Über 20 Anrufe in einer Woche von ihrer Sachbearbeiterin bei der Rekuria, Andrea Seifert.
20:45Da werden wir beide mal nachhaken.
20:48Müssen wir ihm das nicht sagen?
20:51Nee, lass mal, müssen wir nicht.
20:52Sie haben also den Fall Meike Wagner von ihrer Kollegin Beate Rothmann übernommen.
21:02Ja, das selbstverständlich. Nicht nur als Kollegin, auch als Freundin.
21:05Frau Seifert, worum ging es bei Ihren Anrufen bei Meike Wagner?
21:08Um ihre Rückkehr ins Arbeitsleben.
21:10Deswegen ruft man über 20 Mal in der Woche an.
21:13Ja, Frau Wagner hat sich halt ein bisschen schwer getan, damit wieder arbeiten zu gehen.
21:19Und da haben Sie sie mit Anrufen bombardiert?
21:21Ich mache hier nur meinen Job.
21:25Der darin besteht, Druck auf Versicherte auszuüben, damit sie schnell wieder arbeiten gehen?
21:29Vielleicht bin ich ja zu blöd, aber Meike liebt auch ihren Job.
21:33Warum hat sie sich überhaupt geweigert, wieder arbeiten zu gehen?
21:39Meike hatte ein Problem.
21:41Können Sie mir das bitte sofort erklären?
21:43Frau Wagner, jetzt bewohnen Sie sich bitte und setzen sich da mal hin.
21:48Wieso wollen Sie mir kein Krankengeld mehr zahlen?
21:51Ja, weil Sie gesund sind, deswegen.
21:55Nennen Sie das gesund?
21:57Der Tremor hat mit der ursprünglichen Krankschreibung leider nichts zu tun.
22:01Was die angeht, sind Sie wieder voll arbeitsfähig.
22:03Und dafür brauchen Sie eine neue Krankschreibung.
22:10Das ist doch lächerlich.
22:12Ich bin Modeschneiderin, das ist Präzisionsarbeit.
22:15Ich kann doch nicht mehr den Knopf richtig annehmen.
22:19Wenn mein Chef mich so sieht, der schickt mich sofort nach Hause.
22:21Ich kann da nichts machen.
22:25Aber das geht doch nicht.
22:27Das könnt ihr doch nicht machen.
22:29Ich hab's schwarz auf weiß.
22:33Meikes manische Depression ist dank der Medikamente vollkommen unter Kontrolle.
22:38Moment, warum beharren Sie so auf einer neuen Krankschreibung?
22:41Da müssen Sie nicht mehr zahlen, stimmt's?
22:43Der Gesetzgeber sieht hier zunächst den Arbeitgeber in der Pflicht.
22:47Aber der Tremor ist doch eindeutig eine Nebenwirkung des Medikaments.
22:51Selbst wenn, bei einer sogenannten Fortsetzungserkrankung müsste Maike sich ein, zwei Gutachten einholen.
23:01Klar.
23:01Was sich ein Rattenschwanz an Bürokratie zufolge hat.
23:05Gut, wir bräuchten dann noch Frau Wagners versicherten Akte.
23:09Dazu bin ich nicht befugt, es tut mir leid.
23:12Doch, das sind Sie. Lassen Sie das mal unsere Sorge sein.
23:14Dankeschön.
23:34Maike sah sich wegen ihres Händezitterns nicht in der Lage, wieder zur Arbeit zu gehen.
23:39Hattest du deswegen Ihre Medikamente abgesetzt?
23:41Ja, wahrscheinlich.
23:43Ich verstehe das, ne?
23:46Warum hat sie mir denn nichts von den Anrufern erzählt?
23:49Wir hätten uns doch gemeinsam eine Strategie überlegen können.
23:52Wir vermuten, Ihre Tochter wollte allein mit Ihren Problemen klarkommen.
23:55Sie ist doch nicht alleine. Ich bin doch auch noch da.
24:00Und Sie haben nichts von diesen vielen Anrufen Ihrer Kollegin bei Maike mitbekommen?
24:06Beate?
24:09Ja, was sollte ich denn machen?
24:11Es tut mir leid, Christian.
24:13Was?
24:16Du hast zugelassen, dass diese Frau meine Tochter terrorisiert?
24:21Herr Wagner, bitte.
24:23Frau Ruttmann, was genau ist da passiert?
24:27Vor zwei Wochen ist Maike auf mich zugekommen.
24:30Ich dachte, du wolltest ins Kino.
24:47Ich bin einfach zu fertig.
24:49Aber du hast dich doch so auf den Film gefreut.
24:52Ich weiß.
24:53Das sind die Medikamente.
24:55Na komm, da hole ich dir mal einen Teller.
24:56Nein, Quatsch.
24:57Habt ihr mal euren Abend zu zweit?
24:58Ich backe mir eine Pizza auf.
25:00Ja, so weit kommt das noch.
25:04Beate, deine Freundin Andrea ruft mich die ganze Zeit an.
25:07Sie will unbedingt, dass ich wieder arbeiten gehe, aber ich kann nicht.
25:10Tut mir leid, aber du musst auch die Rekuria verstehen.
25:14Wer weiß, wie lange sich das mit deinem Tremor noch hinzieht.
25:16Ach, scheiße, Mann.
25:18Was soll ich denn jetzt machen?
25:18Es wird doch sicher in deinem Betrieb irgendeine Möglichkeit geben, dich anderweitig zu beschäftigen.
25:24Ja toll, Kisten auspacken oder was?
25:26Ich hab nicht so einen Bürokratenjob wie du.
25:28Ich bin Künstlerin.
25:30Bitte, Beate, kannst du nicht nochmal mit der Andrea reden?
25:33Mach ich.
25:35Aber nichts Papa sagen, ja?
25:38So, machen wir mal einen kleinen Familienabend, ne?
25:45So, Pust.
25:46Meike wollte das so.
25:49Und ich kann das auch gut verstehen.
25:51Was soll das denn jetzt heißen?
25:52Ja, glaubst du nicht, sie merkt, wie sehr dich das alles aufreibt.
25:56Und sie selbst leidet doch auch darunter.
25:57Aber offensichtlich hat dieses Gespräch mit Andrea Seifert ja nichts gebracht.
26:02Es hätte Meike ihre Medikamente nicht abgesetzt.
26:05Ja, mehr als Andrea bitten kann ich auch nicht.
26:08Und außerdem schien es ihr doch auch besser zu gehen.
26:16Frau Amiri?
26:23Ich wollte dir jemanden als vermisst melden.
26:34Kommen Sie bitte mit.
26:35So, Polizei, wie hab ich mir irgendwie Verruchter vorgestellt?
26:52Verruchter?
26:53Ja.
26:54Aha.
26:54Tja.
27:00Also.
27:03Wer wird denn vermisst?
27:05Sie hat Temperament.
27:06Boah, was sag ich?
27:07Sie hat Feuer.
27:08Sie ist 16.
27:09Und anders als die anderen in der Stufe hat sie nicht bloß Kommerzkacke im Kopf.
27:12Sie will was bewegen.
27:13Sie geht auf Demos.
27:15Die beste Bassistin ever.
27:17Ich nehme an, sie stammt aus dem Iran.
27:24Ich vermisse sie.
27:27Sie ja.
27:29Sie war mal ein Teil von mir.
27:33Es war eine gute Zeit.
27:35Wenn wir einen Plan hatten, dann haben wir den auch durchgezogen.
27:39Und wenn wir wollten, haben wir sogar die Leere zum Heulen gebracht.
27:41Die hatte ich dir damals abgenommen.
27:48Ich hab sie immer behalten.
28:08Ruf mich an, wenn du diesen Menschen gefunden hast.
28:10Ich würde kein Bier mit ihm tränken.
28:11Also verstehe ich das richtig.
28:23Wenn Mike es zitternd mit ihrer Anfangserkrankung zu tun hat,
28:26dann muss sie das jetzt bei der Kasse mit einem Zweitgutachten beweisen.
28:30Ja.
28:30Und solange sie das nicht tut, fühlt sie als geheilt.
28:33Egal, ob sie arbeiten kann oder nicht.
28:35Wenn du eh schon scheiße drauf bist,
28:36dann lässt das bestimmt nicht noch auf den Streit mit deiner Krankenkasse ankommen.
28:40Wer macht denn diese Gutachten?
28:41Der medizinisch-ambulante Dienst der Krankenkassen.
28:46MAD.
28:48MAD? Hat der Neude nicht irgendwas davon erzählt, dass Mike sich vom MAD verfolgt fühlt?
28:52Sie meinte gar nicht den militärischen Abschirmdienst.
28:56Hier.
28:57Dieser Gutachter des MAD bestätigt die Sicht der Recuria.
29:01Mikes Depression ist medikamentös unter Kontrolle.
29:04Ja, es gab da einen endlosen Briefverkehr in Mikes Account.
29:07Mikes erklärt, warum sie nicht arbeiten kann.
29:09Es geht ewig hin und her.
29:10Die Antworten werden immer bürokratischer.
29:12Irgendwann bricht der Messerker einfach ab.
29:15Sie hat aufgegeben.
29:17Ein Kampf gegen Windmühlen, der sie zermürbt hat.
29:20Aber jetzt nimmt sie keine Tabletten mehr.
29:23Sie fühlt sich nicht zermürbt.
29:25Im Gegenteil.
29:26Sie fühlt sich verfolgt.
29:27Also, ich würde mich so gut achten, mal richtig schön auf den Schoß setzen, wenn es schriftlich alles nichts bringt.
29:33Und immer fragen, was das mit seiner Beurteilung soll.
29:37Klingt korrekt.
29:39Frau Wagner hat Beschwerdemails geschrieben.
29:43An die MAD-Zentrale.
29:46Ja, das hat sie getan.
29:48Mag ja sein, aber was hat das mit mir zu tun?
29:51Aber Sie waren es doch, der festgestellt hat, dass sie wieder voll arbeitsfähig ist.
29:54Eine Entscheidung, die ausschließlich aufgrund der Aktenlage getroffen wurde.
30:02Ja, die Sie getroffen haben.
30:04Als Gutachter des medizinisch-ambulanten Dienstes der Krankenkassen.
30:07Richtig?
30:08Moment.
30:10Aktenlage?
30:11Maike Wagner war also nie bei Ihnen?
30:13Als Therapeut unterliege ich der Schweigepflicht.
30:17Von der sie sich entbinden kann.
30:19Dazu sehe ich keinen Anlass.
30:21Gut, was mit Ihrem Arm passiert, dürfen wir das erfahren und unterliegt das auch Ihrer Schweigepflicht.
30:28Hören Sie, ich habe draußen Patienten, die Pflicht ruft...
30:33Muss ich Sie wirklich an Ihren hippokratischen Eid erinnern?
30:36Wenn Maike etwas zustößt, dann werde ich Sie persönlich dafür verantwortlich machen.
30:40Haben wir uns verstanden?
30:41Also, war Maike Wagner hier?
30:44Hat sie Sie bedroht?
30:46Ja.
30:47Sie war verwirrt und zeigte deutliche Anzeichen einer Psychose.
30:55Ziehen Sie sofort Ihre Männer ab!
30:58Beruhigen Sie sich doch bitte erst einmal.
31:01Was ist denn überhaupt los?
31:03Und das fangen Sie mich?
31:12Was ist denn?
31:14Das sind doch Ihre Männer!
31:18Haben Sie jemanden, der Sie abholen kann?
31:22Jemand, dem Sie vertrauen?
31:25Jetzt lenken Sie nicht ab!
31:27Ihr wollt mir mal, der nutzt wirklich jeden Trick.
31:28Aber ich habe euch durchschaut.
31:30Vielleicht setzen wir uns erst mal.
31:37Ich verstehe das nicht.
31:41Sie haben doch, was Sie wollten.
31:43Ich habe doch gesagt, dass ich wieder arbeiten gehe.
31:47Vielleicht...
31:48Vorlassen Sie das!
31:52Rufen Sie da an!
31:54Wo?
31:55Jetzt tun Sie nicht so blöd!
31:56Rufen Sie bei Mama Ade an und sorgen Sie dafür, dass Sie mich in Ruhe lassen!
31:58Sie stecken mit denen unter der Decke!
32:17Aber ihr werdet euch noch wundern!
32:19Wohl stärker, als ihr glaubt!
32:20Sie haben also ernsthaft eine Frau mit einem paranoiden Schub einfach so zurück auf die Straße rennen lassen?
32:30Mit einem Messer in der Hand!
32:33Naja...
32:34Nur weil Sie in einem Gutachten festhalten, in dem Sie geschrieben haben, dass sie gesund ist?
32:38Ich versuche stets, allen Seiten gerecht zu werden.
32:43Bullshit!
32:44Das ist ärztliches Versagen, das wird Konsequenzen haben!
32:47Sie müssen wissen, die Rekuria wirkt schon massiv auf uns ein.
32:52Ach, was soll das heißen?
32:53Wenn Sie nicht im Sinne der Rekuria entscheiden, bekommen Sie keine Gutachten mehr.
32:56Wenn ich es nicht mache, irgendein Kollege findet sich immer...
33:00Das ist ein zutiefst marodes System!
33:03Und zu jemandem wie Maike ist da ein Kollateralschaden, oder wie?
33:13Okay...
33:14Wohin geht Maike, nachdem sie bei Frenzel wacht?
33:17Keine Ahnung.
33:18Sie ist doch total durch den Wind, rennt mit dem Messer durch die Straßen.
33:21Ich glaube schon, dass sie ein konkretes Ziel hat.
33:24Eins, was aus Ihrer Perspektive Sinn macht.
33:26Okay.
33:27Wie denkt jemand, der paranoid ist?
33:30Meine Feinde verfolgen mich überall hin.
33:33Ich habe Angst.
33:34Panische Angst.
33:35Ich will meine Verfolger jetzt ein für alle mal loswerden, dem MAD das Handwerk legen.
33:38Ja.
33:39Aber Maike bekommt keine Hilfe.
33:40Von ihrem Ex-Freund fühlt sie sich verraten.
33:42Bei ihrer Sachbearbeiterin, bei der Rekuria, kommt sie auch nicht weiter?
33:45Auch von unserem Doktor hier kann sie nichts erwarten.
33:49Sie geht zu denen, die ihre Verfolger überhaupt erst beauftragt haben.
33:52Zur Rekuria.
33:55War Maike hier?
33:57Nein.
33:59Also...
34:01Naja...
34:03Irgendwie...
34:04Frau Seifert, Maike hat ihre Medikamente abgesetzt.
34:07Wegen dem Druck, den Ihre Krankenkasse aufgebaut hat.
34:10Wegen Ihnen!
34:11Sie haben sie zurück in die Psychose gedrängt.
34:13Maike hat ihren MAD-Gutachter mit dem Messer bedroht.
34:16Sie ist eine Gefahr für sich und andere.
34:18Wollen Sie Ihre Freundin Beate schützen?
34:20Ist das der Grund für ihr Schweigen?
34:22Nein, ich glaube, ich habe einfach nicht kapiert, wie ernst die Lage ist.
34:25Herr Raschke, das ist doch völlig normal.
34:28Wenn man wie Sie ein paar Monate aus allem raus ist,
34:31da fällt die Rückkehr in den Arbeitsalltag natürlich.
34:35Frau Wagner!
34:37Ich weiß, Sie wollen mich loswerden.
34:39Aber ich konnte irgendwann abschütteln.
34:41Da schätzen Sie mich nicht.
34:43Alle machen sich riesige Sorgen um Sie.
34:45Bei Ihren billigen Tricks können Sie mich nicht beeindrucken.
34:48Wo ist Beate?
34:49Die ist heute Vormittag zu Hause geblieben bei Ihrem Vater.
34:52Sie hat sich Sorgen gemacht.
34:53Am besten, ich rufe Sie an und sage, dass Sie hier sind.
35:04Die muss sowieso jeden Augenblick da sein.
35:08Warum ich?
35:10Warum haben Sie mich ausgesucht?
35:12Warum hassen Sie mich so?
35:13Beate wollte, dass Sie mit dem Telefon-Terror aufhören.
35:16Das tun Sie doch nicht so.
35:18Beate hat doch mit Ihnen geredet.
35:24Maike!
35:26Was machst du denn für Sachen?
35:28Hast du mit der geredet oder nicht?
35:32Steckst du auch mit drin?
35:34Und ich dachte, du warst auf meiner Seite!
35:40Maike!
35:41Warte!
35:43Beate hatte Angst, dass Christian alles erfährt und Schluss macht.
35:45Es tut mir leid.
35:46Ich habe wirklich gedacht, sie ist danach mit ihr nach Hause oder in eine Klinik.
35:52Sie haben also gar nicht mit Andrea Seifert über Maikes Krankschreibung gesprochen.
35:58Und dann ist Ihr Streit mit Maike eskaliert?
36:03Frau Ruthmann!
36:04Ich wollte Maike doch nur helfen.
36:08Maike!
36:10Warte!
36:12Verräterin!
36:14Du hast mir die Männer von mir mal dir auf den Hals gehetzt!
36:16Und dann seht ihr, ich habe das Paar Bauglos ab!
36:17Oh, Maike!
36:18Wir fahren nach Hause!
36:19Pass es mir nicht an!
36:20Nie wieder!
36:22Maike!
36:23Bitte warte!
36:25Christian und ich, wir fahren dich jetzt in die Klinik.
36:26Vergiss es!
36:28Pack schon mal deine Sachen!
36:30Du bist nicht meine Mutter!
36:32Du bist nur ein kleiner, widerlicher Parasit, der sich bei mir und Papa eingenissen hat!
36:37Ich musste dann erst mal raus, durchatmen.
36:40Und haben Maike sich selbst überlassen?
36:42Sie denken jetzt wahrscheinlich, dass ich der egoistischste Mensch auf der ganzen Welt bin.
36:46Dabei ging es nie um mich.
36:48Ich habe mich.
36:50Ich habe mich.
36:51Kaum war Maike wieder eingezogen.
36:52Da hat Christian nur noch am Rad gedreht.
36:54Ich hatte einfach Panik, dass er irgendwann zusammenklappt.
36:56Und hat gleichzeitig Maike immer mehr eingeengt.
36:58Im Grunde leiden beide unter ihrem Verhältnis.
37:00Und da haben sie gehofft, dass Maike schnell wieder arbeiten geht.
37:03Ja, ein erster kleiner Schritt in die Selbstständigkeit.
37:05Damit sie bald wieder auszieht.
37:06So eine Krankheit, die nimmt einfach den ganzen Raum ein.
37:07Da bleibt kein Platz für mich.
37:08Und was habt ihr?
37:09Maike hatte am Fahrstuhl einen Zusammenbruch.
37:10Das könnte bedeuten, dass ihr Zustand am Kippen ist.
37:11Kippen?
37:12Wohin?
37:13Von der Manie in die Depression.
37:14Das ist ja gerade das fiese, wenn man die Phasenprophylaxe absetzt.
37:17Extreme Absoluten, die man in die Schmerzen hat.
37:18Und die Schmerzen hat, dass sie nicht mehr so schnell wieder arbeiten geht.
37:19Ja, ein erster kleiner Schritt in die Selbstständigkeit.
37:21Damit sie bald wieder auszieht.
37:24So eine Krankheit, die nimmt einfach den ganzen Raum ein.
37:28Da bleibt kein Platz für mich.
37:32Und was habt ihr?
37:34Maike hatte am Fahrstuhl einen Zusammenbruch.
37:35Das könnte bedeuten, dass ihr Zustand am Kippen ist.
37:37Kippen? Wohin?
37:39Von der Manie in die Depression.
37:40Das ist ja gerade das fiese, wenn man die Phasenprophylaxe absetzt.
37:43Extreme Ups und Downs, ohne Übergang.
37:46Meint ihr, Maike will sich umbringen?
37:48Damit müssen wir rechnen.
37:50Wo würde Maike hingehen?
37:53Vielleicht müssen wir dafür wissen, wie.
37:55Also, ich meine, Tabletten, mit dem Messer, springen.
38:00Was denn? Ich versuche nur laut zu denken.
38:02Könnte der Unfalltod der Mutter was damit zu tun haben?
38:13Wo willst du denn hin?
38:14Ich weiß nicht.
38:15Beate, warte doch mal.
38:16Sag mal, willst du reden?
38:17Ja, komm, dann reden wir.
38:18Dann, wir reden.
38:19Ja, plötzlich.
38:20Beate, jetzt gib uns doch noch eine Chance.
38:21Solange sich hier nichts ändert, werde ich immer das fünfte Rad am Wagen sein.
38:26Beate, bitte.
38:27Herr Wagner, wir gehen davon aus, dass Ihre Tochter vorhat, sich genau da das Leben zu nehmen.
38:28Herr Wagner, wir gehen davon aus, dass Ihre Tochter vorhat, sich genau da das Leben zu nehmen.
38:29Ich...
38:30Ich...
38:31Ich...
38:32Ich...
38:33Ich...
38:34Ich...
38:35Ich...
38:36Ich...
38:37Ich...
38:38Ich...
38:39Ich...
38:40Ich...
38:41Ich...
38:42Ich...
38:43Ich...
38:44Ich...
38:45Herr Wagner.
38:46Haben Sie irgendwas rausgefunden?
38:47Der Unfall Ihrer Frau.
38:48Wo ist der passiert?
38:49Was soll das denn?
38:50Was hat das jetzt mit meiner Tochter zu tun?
38:51Herr Wagner, wir gehen davon aus, dass Ihre Tochter vorhat, sich genau da das Leben zu nehmen.
38:58Ich...
38:59Musste damals so wahnsinnig viel arbeiten.
39:01Ich hab doch noch überhaupt nicht mehr kapiert, was in Annette vorgegangen ist.
39:06Christian, was ist damals passiert?
39:08Das darf doch jetzt alles nicht sein.
39:11Jetzt sag den Kommissaren, was du weißt.
39:14Herr Wagner.
39:15Bitte.
39:18Es war kein Unfall.
39:21Annette ist in Ruhlewald gefahren und...
39:24...hat sie die Polizei dann aufgeschnitten.
39:38Sie hat einen ganzen Zugang!
39:39Siela, ich fahre!
39:40Nie wunig!
39:41Sie hat einen ganzen Zugang.
39:42Er hat einen grandes Zugang!
39:43Sie hat einen großen Zugang!
39:44Sie sind während desieurs tiefen.
39:45Sie haben es eine Art, die Sie auf der Tisch.
39:47Untertitelung des ZDF, 2020
40:17Untertitelung des ZDF, 2020
40:47Untertitelung des ZDF, 2020
41:17Untertitelung des ZDF, 2020
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