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Hauptkommissar Köster - Siegfried Lowitz /
Drehbuch - Karl Heinz Willschrei /
Regie - Michael Braun /
#krimiserie #alte #kommissar #köster #zdf

Kategorie

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Transkript
00:00Das ist eine völlig neue Welt, die wir da entdeckt haben.
00:29Fische, Felsen, Höhlen unter Wasser, Wälder von Seegras, ganz fantastisch.
00:34Haben Sie da mal getaucht?
00:36Nein.
00:37Wir hatten das auch nicht vor, das kann ganz überraschend.
00:39Wir sind einfach losgefahren und kamen in einen kleinen Ort in Jugoslawien.
00:43Wussten gar nicht, dass es da eine Taucherschule gibt.
00:45Aber dann, als wir die Taucher gesehen haben, wie sie eben morgen ausgefahren sind,
00:48da wurden wir natürlich neugierig und dann haben wir uns zum Kurs angemeldet.
00:52War gar nicht so schwer, nicht Karin?
00:54Nein, ist so gegangen.
00:55Am Anfang haben wir immer im Swimpool vom Hotel geübt.
00:58Zuerst schnorcheln und dann mit der Flasche.
01:01Ich hab zuerst hier so viel Wasser geschluckt, aber dann ist es gegangen.
01:04Die Prüfung, die war so.
01:05Der Tauchlehrer, der hat einfach die Flasche und die Flossen und die Maske,
01:08die hat er auf den Grund des Puls gebrauchen.
01:10Da mussten wir runter und mussten das ganze Zeug unten am Grund des Beckens anlegen.
01:14Zuerst das Mundstück vom Lungenautomaten, damit man Luft hat.
01:17Und dann die Brille auf, die Brille ausblasen.
01:22Das macht man, indem man die Luft durch die Nase ausatmet und somit das Wasser verdrängt, damit man sehen kann.
01:28Ja, dann die Flossen an und die Flasche auf den Rücken geschnallt.
01:32Meine Frau, die war ganz toll, die hat das gleich beim ersten Mal geschickt.
01:35Ich glaube, ich habe drei Versuche gebraucht.
01:38Haben Sie keine Angst gehabt?
01:39Ich schon am Anfang, schon habe ich nur an Haie gedacht.
01:42Aber dann, wenn man erst einmal unter Wasser war, ist das ganz anders.
01:45Dann weiß man irgendwie, wo man ist und das Wasser verliert seinen Schrecken, gell?
01:49Ja, das Tolle ist, dass man sich ja in drei Dimensionen bewegt.
01:52Verstehen Sie, was ich meine?
01:53Nein.
01:54Ja, wenn wir auf der Erde sind, dann bewegen wir uns doch in zwei Dimensionen.
01:57So.
01:58Vorwärts oder rückwärts oder links oder rechts und das ist im Wasser ganz anders, nicht?
02:01Da hat man eine dritte Dimension, in der man schweben kann.
02:04Verstehen Sie, was ich meine?
02:06Tja, entschuldigen Sie mich einen Moment.
02:19Salzburg-Hauptbahnhof, Salzburg-Hauptbahnhof, gekürzter Aufenthalt.
02:24Übergangsreisende werden ersucht, während der Pass- und Zollkontrolle den Zug nicht zu verlassen.
02:36Ist das hier die Grenze?
02:41Ja, Salzburg.
02:45Fahren Sie die Strecke öfter?
02:47Nee, ab und zu.
02:53Ich habe meiner Frau so eine Feldjacke gekauft.
02:55Kannst du die angeben?
02:57Ach was, merkst du kein Mensch, ob sie dir die Jugoslawien oder Deutschland gekauft haben.
03:01Danke.
03:02Passtkontrolle, grüß Gott, kann ich bitte Ihren Ausweis sehen?
03:06Dankeschön.
03:07Auf Wiederschauen, gute Part.
03:08Grüß Gott, Passtkontrolle, kann ich bitte Ihren Ausweis sehen?
03:11Ja, danke schön.
03:12Danke.
03:13Auf Wiederschauen, gute Part.
03:14Grüß Gott, Passtkontrolle, kann ich bitte Ihre Ausweise sehen?
03:18Danke.
03:19Danke.
03:20Danke.
03:21Ihren Pass muss ich näher überprüfen, bleiben Sie bitte hier im Abteil, ich komme gleich zurück.
03:39Was ist denn mit meinem Pass los?
03:40Das ist eine reine Produzine Sache.
03:42Tun Sie mir einen Gefallen?
03:43Ja, wenn ich kann.
03:44Nehmen Sie meinen Koffer.
03:45Ich nehme den Ihren dafür, ja?
03:46Ja, wozu?
03:47Ich kann Ihnen das jetzt nicht erklären.
03:49Ich möchte nur, dass Sie meinen Koffer nehmen und ihn als Ihren deklarieren.
03:53Ich nehme dafür Ihren und sage, das ist meiner.
03:55Einverstanden?
03:56Sind Sie Schmuggler?
03:57Sind Sie Schmuggler?
03:58Nehmen Sie das hier.
03:59Das sind 8.000 Mark.
04:00In München gebe ich Ihnen mehr.
04:0120.000.
04:02Aber wofür?
04:03Dafür, dass wir unseren Koffer tauschen.
04:04Nehmen Sie schon.
04:05Ja, aber...
04:06Wenn Sie nun meinen Koffer nehmen.
04:07Nehmen Sie meinen Koffer.
04:08Nehmen Sie meinen Koffer.
04:09Ich nehme meinen Koffer.
04:10Ich nehme den Ihren dafür, ja?
04:11Ja, wozu?
04:12Ich kann Ihnen das jetzt nicht erklären.
04:13Ich möchte nur, dass Sie meinen Koffer nehmen und ihn als Ihren deklarieren.
04:14Ich nehme dafür Ihren und sage, das ist meiner.
04:15Einverstanden?
04:16Sind Sie Schmuggler?
04:17Nehmen Sie das hier.
04:18Das sind 8.000 Mark.
04:19Wenn Sie unseren Koffer tauschen.
04:20Nehmen Sie schon.
04:23Ja, aber...
04:24Wenn Sie nun meinen Koffer, ich meine Ihren Koffer, den ich als meinen ausgeben soll,
04:30wenn die Zollbeamten den kontrollieren...
04:31Die sind doch hinter mir her und nicht hinter Ihnen.
04:33Macht Sie keine Sorgen.
04:36Stecken Sie das Geld weg.
04:42Sagen Sie mir Namen und Ihre Adresse, falls die mich erst im Zug holen.
04:45Ich muss Ihnen doch Ihren Koffer wiederbringen und meinen abholen.
04:49Verstehen Sie?
04:50Nein.
04:51Also, wie heißen Sie?
04:53Rudolf Schirmer.
04:54München 22, Tirschstasse 5.
04:57Tirschstasse 5.
05:03Guten Tag.
05:04Zollkontrolle.
05:05Würden Sie bitte Ihren Koffer öffnen?
05:07Ich?
05:08Ja, Sie.
05:19Sie sind Hans Otto Polmann, nicht wahr?
05:20Ja.
05:21Würden Sie uns bitte folgen?
05:34Wohin denn?
05:35Zu einer Leibesvisitation.
05:36Aber der Zug fährt doch in drei Minuten weiter.
05:37Der nächste Zug geht in einer Stunde.
05:38Das geht nicht.
05:39Ich werde in München erwartet.
05:40Ich werde dort abgeholt.
05:41Sie können selbstverständlich telefonieren und Ihre Freunde von dieser Verspätung unterrichten.
05:47Warum durchsuchen Sie gerade mich?
05:48Warum nicht die anderen Reisenden hier?
05:49Herr Polmann, machen Sie keine Schwierigkeiten und folgen Sie uns jetzt.
05:50Nehmen Sie Ihren Koffer mit.
05:51Gehört Ihnen sonst noch Gepäck?
05:52Der Mantel da.
05:53Dieses Gepäck gehört Ihnen?
05:54Ja.
05:55Ich protestiere gegen diese Behandlung.
05:56Das bleibt Ihnen überlassen.
05:57Können wir jetzt gehen?
05:58Ja.
05:59Ja.
06:00Ja.
06:01Das bleibt Ihnen überlassen.
06:02Können wir jetzt gehen?
06:03Ja.
06:04Ja.
06:05Ja.
06:06Ja.
06:07Ja.
06:08Ja.
06:09Ja.
06:10Ja.
06:11Ja.
06:12Ja.
06:13Ja.
06:14Ja.
06:15Ja.
06:16Ja.
06:17Ja.
06:18Ja.
06:19Ja.
06:20Ja.
06:21Ja.
06:22Ja.
06:24Ja.
06:25Ja.
06:26Ja.
06:43Ja.
06:46Ja.
06:47Ja.
06:50Ja.
06:51Und warum hast du mir einen falschen Namen und eine falsche Adresse gegeben?
07:06Warum wohl?
07:08Er will seinen Koffer wieder haben und du deinen auch, oder?
07:10Er seien sicher, ich meine nicht.
07:12Wie meinst du denn das?
07:14Wenn er mir 20.000 für den Tausch vorschlägt, dann muss in dem Koffer etwas sein, was mehr wert ist als 20.000.
07:20Viel mehr.
07:21Ja.
07:22Aber was soll denn da drin sein?
07:24Ich habe mir gesehen.
07:26Schau halt nach.
07:27Nicht hier.
07:29Ja, und wenn du recht hast, wenn in dem Koffer wirklich etwas Wertvolles ist, was willst du denn damit?
07:35Was verkaufen?
07:37Du bist doch kein Krimineller, du bist ein ehrlicher Mensch.
07:40Du hast doch keine Ahnung von solchen Sachen.
07:42Du machst dich bloß unglücklich.
07:44Ich weiß, was ich tue.
07:46Geh zur Polizei, gib ihm den Koffer ab und sag, er hat dich einfach überrumpelt.
07:50Und sag, du hast momentan nicht gewusst, was du tust.
07:51Ich werde es bestätigen.
07:52Halt.
07:53Sie können dir nichts tun.
07:54Nicht, wenn du sofort die Milch in der Polizei gehst.
07:59Ich weiß nicht.
08:01Ich empfiehlt das nicht.
08:02Nein.
08:04Ach, natürlich.
08:05Ja, nein, nein.
08:08Ja?
08:09Ja.
08:10Bring mal Zimmer.
08:12Sag mal, hast du den Schlüssel oder ist der Kofferraum offen?
08:14Wie bist du denn?
08:18Aha, natürlich.
08:20Nein, nein, nein.
08:25Prima, Zimmer. Sag mal, hast du den Schlüssel oder ist der Kofferraum offen?
08:28Nein.
08:30Was ist denn das für ein Koffer?
08:39Aber das ist doch nicht ein Koffer.
08:41Ich erkläre es dir im Auto.
08:43Komm, lass uns erst mal fahren.
08:44Das war in der Gegend von Zagreb.
08:52Ich war im Abteil mit zwei Jugoslawen.
08:55Ich bin dann in den Speisewagen gegangen, um ein Bier zu trinken.
08:58War höchstens eine Viertelstunde weg.
09:00Als ich zurückkam,
09:02ich habe mich zwischen Zagreb gehalten,
09:04war mein Koffer weg und dafür hatte ich den da.
09:07Und was hast du gemacht?
09:08Warum bist du nicht gleich zur Polizei gegangen?
09:11Erstens gibt es ein Fahnen dazu, keine Polizei.
09:12Nein, und zweitens kann ich kein Jugoslawis.
09:16Aber du musst doch irgendetwas gemacht haben.
09:18Ja, ich habe es dem Zugschaffner erklärt.
09:21Und?
09:23Ja, du siehst ja.
09:24Hast du geguckt, was drin ist?
09:26Ja, ja.
09:27Anzüge, Hemden, Wäsche.
09:28Also, das verstehe ich nicht.
09:30Wenn es ein Dieb war,
09:31dann hätte er doch seinen Koffer genauso gut nehmen können wie deinen,
09:34wo du doch im Speisewagen warst.
09:36Tja, man muss ihn wohl verwechselt haben.
09:38Das ist, glaube ich, auch recht.
09:40Dein Koffer war doch braun und dieser hier ist blau.
09:43Ja, ich verstehe es auch nicht,
09:44aber es ist nun mal passiert.
09:45Der schöne neue Koffer und all deine Sachen.
09:48Es ist wirklich ärgerlich.
09:50Komm, gib mir bitte den Autoschlüssel.
10:18Äh, musst du noch mal weg?
10:19Ja, ich fahre zur Polizei,
10:21gebe den Koffer ab und der stelle Anzeige.
10:23Ja, warum hast du das nicht gleich gesagt?
10:24Hättet ihr doch zusammen hinfahren können.
10:26Du zu, das dauert doch eine ganze Weile.
10:30Ich verstehe.
10:32Was verstehst du?
10:33Ach, hör doch auf mit den Versteckspielen.
10:35Ihr wart zusammen in Jugoslawien, du und deine Freundin.
10:39Dann beim Aussteigen hast du die Koffer verwechselt
10:41und jetzt bringst du ihren zurück.
10:43Und deiner wird in den nächsten Tagen auch wieder auftauchen.
10:46Du fantasierst.
10:47Ich war allein in Jugoslawien.
10:50Ist ja auch egal.
10:52Wenn sie mit war, war es sicher schön.
10:54Und wenn sie nicht mit war,
10:55müsst ihr jetzt Wiedersehen feiern.
10:57Das war's für heute.
11:27Musik
11:57Musik
12:27Musik
12:57Guten Abend, mein Schatz
13:22Jesus, das ist dumm, wie du schreckt
13:23Warum kommst du denn nochmal hier?
13:25Ich will dich davon abzuhalten, etwas Falsches zu tun
13:28Was mache ich denn falsch?
13:30Du packst die Koffer aus
13:31Was ist denn daran falsch?
13:35Wir verreisen wieder
13:35Was soll das heißen?
13:37Ja, wir verreisen für sehr, sehr lange
13:40Du wirst alles einpacken müssen, was du hast
13:42Wie, was ist denn los mit dir?
13:46Ich bin sehr, sehr glücklich
13:48Das ist los mit mir
13:50Ich werde ein neues Leben anfangen
13:52Und zwar sehr bald
13:53Und zwar mit dir
13:55Was war denn in dem Koffer drin?
14:01Warte
14:01Weiß ich nicht
14:04Was sehr Wertvolles
14:05Herrsch vielleicht
14:09Wertvoller
14:12Jetzt sag schon
14:13Rate weiter
14:14Jetzt sag schon
14:16Was ist da drin?
14:24Keine Ahnung
14:25Das ist Heroin
14:28Keine Angst, ich werde nicht süchtig
14:30Ich werde nur sehr reich
14:32Wie viel hast du denn von dem Klump?
14:35Sechs Kilo
14:36Und was ist das wert?
14:38Oh, wenn das Zeug gut ist
14:40Und das nehme ich an
14:41Wird das Gramm mit 400 Mark gehandelt
14:44400 Mark für ein Gramm?
14:49Ja, für ein Gramm
14:51En gros kostet das Kilo 200.000 Mark
14:54Das wären 1,2 Millionen für uns
14:57Aber
14:58Hast du einen Käufer?
15:02Du möchtest schon einen finden
15:03Wie und wo?
15:04Lass es nur meine Sorge sein, Kleines
15:05Ich habe die Sache genau überlegt
15:07Es wird ein paar Tage dauern, bis das Geschäft gelaufen ist
15:10Aber es kann nichts schief gehen
15:12Aber dieser Polmann wird doch sicher alles tun
15:15Um seinen Koffer, bzw. den Stoff, oder wie man das sagt, wiederzufinden
15:19Er wird alles tun, um Rudolf Schirmer zu finden
15:22Das wird ihn eine Weile beschäftigen, falls er überhaupt auf freiem Fuß ist
15:25Außerdem ist er bestimmt nicht allein so was Rauschgifthandel
15:30Das sind doch immer ganze Banken
15:31Ach, Schnösel sind da
15:32Alles Schnösel, genau wie Polmann
15:34Du hast sogar gesehen, was der für einen Schiss hatte, als die zwei Beamten kamen
15:37Glaubst du, vor sowas habe ich Angst?
15:40Aber du bist doch kein Profi
15:42Nein, ich bin kein Profi
15:45Deshalb kennt man mich auch nicht in der Rauschgiftszene, das ist mein Vorteil
15:49Ich bin kein Profi, aber ich bin intelligent
15:53Ja
16:12Ich bin kein Profi
16:13Okay.
16:43Pas schön?
17:13Sag doch was.
17:17Nach so einer langen Trennung muss es doch besonders schön gewesen sein, oder nicht?
17:43Ich weiß nicht, was ich weiß.
17:49Das nächste Mal.
17:51Ja, voll.
17:52Da habe ich meine zweite Frau.
17:57Der Wein isst alle. Wenn einer was holen geht dann, spendier ich noch ein paar Flaschen.
18:27Brauchst du mir auch eine? Mit oder ohne? Mit.
18:39Hast du eine Ahnung, wo ich Stoff herkriege?
18:42Zehn Gramm kannst du von mir haben.
18:48Geh ins Inki, Werneckstraße. Frag nach Carlos.
18:57Ist Carlos hier? Ich bin der Günther.
19:10Ja, Sie kennen doch einen Carlos. Wann kommt denn der?
19:14Carlos? Ich meine, der verkehrt doch hier.
19:17Der hier verkehrt.
19:27Der hier verkehrt.
19:29Ich bin der Grund.
19:34Musik
20:04Was wollen Sie von mir?
20:14Was wollen Sie von Carlos?
20:16Was geht Sie das an?
20:17Viel
20:18Ich bin Carlos
20:20Woher haben Sie meinen Namen?
20:29Ein Typ von Monopteros
20:31Shit
20:33Cox
20:35Was dann?
20:40Schnee
20:41Wie viel?
20:47Sehr viel
20:48Und Sie kaufen?
20:54Wer sind Sie?
20:56Jemand, der sechs Kilo von dem Stoff hat und der verkaufen will
20:59Schnell, unter Marktwert
21:01Wie viel?
21:03Eine Million
21:04Sie haben helfen
21:09Also?
21:11Glauben Sie, ich habe jemals eine Million gesehen?
21:15Haben Sie einen Käufer?
21:19Vielleicht
21:19Denken Sie nach
21:21Hören Sie sich rum
21:23Sie wissen, dass sechs Kilo mehr bringen als eine Million
21:27Eine Menge mehr
21:28Genug für Sie
21:29Das ist ein Ding
21:34Sie können die Probe überhalten als Qualitätsbeweis für den Käufer
21:40Jetzt geben Sie mir eine Nummer
21:42Ja, wo ich Sie morgen erreichen kann
21:44Zwölf Uhr
21:46Übermorgen nochmal
21:47Bis dahin haben Sie Zeit, sonst mache ich das Geschäft anderswo klein
21:51Und der Stoff ist gut?
21:53Naja, gewisse Dinge sprechen sich einfach herum
21:55Kennt Ihr den Mann?
21:58Aha
22:00Offenbar ein Gelegenheitsarbeiter
22:03Und wenn schon
22:03Dann seht mal zu, dass ihr das Ding gut über die Bühne kriegt
22:07Okay
22:08Berli, du bist ja da
22:22Sie haben angebissen, Karin
22:24Sie haben angebissen
22:26Carlos?
22:27Ach, Carlos ist auch nur ein kleiner Fisch
22:29Die Leute hinter ihm
22:30Die zahlen eine Million
22:32Eine Million in bar
22:34Wann?
22:37Wo?
22:41Im Hauptbahnhof
22:42Morgenmittag um zwölf
22:44Berli, ich habe Angst
22:46Das kann doch gar nichts passieren
22:47Doch helllichter Tag, eine Menge Betrieb
22:50Ich warte vor, gerade ist zwölf
22:51Sie bringen mir den Koffer mit dem Geld
22:53Ich gehe in die Toilette und sehe nach, ob die Püken drin sind
22:55Dann gebe ich Ihnen den Schließfachschlüssel
22:57Sie checken, ob das Heroin im Koffer ist
22:59Und jeder geht seiner Wege
23:00Berli, ich habe trotzdem Angst
23:04Ich will dir mal was sagen, Karin
23:06Jeder Mensch hat einmal im Leben seine große Chance
23:11Einmal, immer öfter
23:12Und dieses eine Mal, da muss er zupacken
23:15Mit beiden Händen
23:16Das ist die Chance vertan
23:18Endgültig
23:19Das ist ein Schlappschwanz
23:20Einer von den Millionen namenlosen Schlappschwänzen
23:23Das ist meine Philosophie
23:25Danach lebe ich
23:26Aber Berli
23:27Ich habe es gewusst, als er mir den Koffertausch vorschlug
23:30Bevor er das Maul aufmachte, habe ich es schon gewusst
23:32Jetzt oder nie
23:33Warum können wir nicht wie andere Menschen
23:37Ein normales Leben führen
23:39Irgendwo
23:39Von mir aus in einer anderen Stadt
23:41Die Würfel sind gefallen
23:42Wir wünschen eine andere
24:00Wir wünschen eine andere
24:04Wir wünschen eine andere Reise
24:13Wir wünschen eine andere
24:43Wir wünschen eine andere
25:13Wir wünschen eine andere
25:43Hallo, Herr Puhlmann.
26:11Wie haben Sie mich denn gefunden?
26:13Sie haben mir doch Ihre Adresse gegeben, Herr Schirmer.
26:17Ja, ich, äh...
26:19Den Schlüssel.
26:20Den Schlüssel?
26:22Den Schließfachschlüssel.
26:23Ach so.
26:24Oh!
26:25Oh!
26:26Oh!
26:27Oh!
26:28Oh!
26:58Oh!
27:28Ich habe den Wagen gehört, wie er in die Garage fuhr.
27:33Dann war ein Geräusch.
27:36Ich habe mir nichts dabei gedacht.
27:39Ich dachte, Rolf hat die Wagentür laut zugeschlagen.
27:43Dann, als er nicht ins Haus kam, bin ich in die Garage gegangen.
27:48Nach wie langer Zeit?
27:50Fünf Minuten, zehn Minuten?
27:53Zehn Minuten vielleicht.
27:56Ich habe Rolf gesehen.
27:59Dann habe ich die Polizei angerufen.
28:02Sie haben in der Garage nichts angerührt?
28:04Nein.
28:06Wussten Sie, dass Ihr Mann eine Gaspistole hatte?
28:09Ja.
28:10Wozu brauchte er Sie?
28:12Das weiß ich nicht.
28:14Rolf ist... Rolf war Versicherungsvertreter.
28:17Er fuhr viel herum und...
28:19Er hat sie einfach gekauft, schon vor Jahren. Ich weiß nicht warum.
28:23Sie lag ihm im Handschuhfach.
28:25Haben Sie irgendeine Idee, wer Ihrem Mann übel gewollt haben könnte?
28:30Nein.
28:31Ist in den letzten Tagen oder Wochen irgendetwas passiert, was auffällig war, ungewöhnlich war?
28:38Nein.
28:39Rolf ist ja vor einiger Zeit erst aus dem Urlaub zurückgekommen.
28:41Er war im Urlaub?
28:42Allein?
28:43Ja.
28:44Wo?
28:45Jugoslawien.
28:46Hat er aus dem Urlaub irgendetwas erzählt, was mit der Sache, mit dem Mord zusammenhängen könnte?
28:58Nein.
28:59Welche Termine hat er heute?
29:00Dann müssen Sie sein Büro fragen.
29:01Ja.
29:02Dankeschön, meine Frau.
29:03Haben Sie gesehen, wie braungebrannt er war?
29:04Ja.
29:05Er war ja im Urlaub.
29:06In Jugoslawien.
29:07Finden Sie was ungewöhnliches dabei, dass jemand nach Jugoslawien fährt?
29:08Nee.
29:09Im Prinzip nicht.
29:10Aber im Allgemeinen fährt man ja mit seiner Frau in Urlaub.
29:11Nee.
29:12Im Prinzip nicht.
29:13Aber im Allgemeinen fährt man ja mit seiner Frau in Urlaub, ne?
29:40Frau Beer.
29:41Ja?
29:42Ich möchte Ihnen gerne mein Beileid aussprechen.
29:43Danke.
29:44Sie haben sich sicher überlegt, warum ich Sie hierher gebeten habe.
30:14Ist vielleicht schrecklich, schon jetzt davon zu sprechen, aber Ihr Mann und ich,
30:20wir hatten Geschäfte zusammen.
30:23Geschäfte von einer Art, die vielleicht bei der Polizei unangenehme Fragen zur Folge
30:27haben könnten.
30:28Ich weiß nicht, ob Sie davon wissen.
30:31Nein.
30:32Ich sehe Ihnen an, dass Sie jetzt vermuten, der Tod Ihres Mannes könnte mit diesen Geschäften
30:38zusammenhängen.
30:39Tut er das nicht?
30:41Vielleicht.
30:42Aber wenn das der Fall ist, dann verspreche ich Ihnen, ich stehe auf der Seite Ihres Mannes.
30:48Seine Feinde sind auch meine Feinde.
30:51Worum handelt es sich?
30:54Da Sie anscheinend nichts wissen, ist es besser zu Ihrer eigenen Sicherheit, dass Sie auch
30:59nichts Konkretes erfahren.
31:01Ich möchte nur so viel sagen.
31:03Ihr Mann hatte einen Schlüssel.
31:05Den Schlüssel zu einem Schließfach im Hauptbahnhof, wo wir zusammen Ware gelagert haben.
31:10Der Wert dieser Ware ist circa 100.000 Mark.
31:13Und ich möchte Ihnen gerne die Hälfte, das heißt, den Anteil, der eigentlich Ihrem Mann
31:18zustand, den möchte ich Ihnen gerne geben.
31:20Ich verstehe nicht ganz.
31:22Um es einfach zu sagen, Sie geben mir den Schlüssel und ich gebe Ihnen die 50.000 Mark.
31:28die Ware nicht mehr als das Doppelte wert ist.
31:33Da müssen Sie mir einfach vertrauen.
31:36Und mir glauben, dass ich mich nie an dem Anteil eines Partners bereichern könnte.
31:41Ich weiß leider nichts von einem solchen Schlüssel.
31:49Wissen Sie, ob die Polizei ihn gefunden hat?
31:51Nein.
31:54Haben Sie irgendeine Idee, wo er sein könnte?
31:57Ich mache Ihnen einen Vorschlag.
31:59Wenn es Ihnen nicht so gefährlich erscheint, fahren wir in mein Haus und suchen den Schlüssel.
32:06Danke.
32:0850.000 Mark sind eine Menge Geld für mich.
32:11Haben Sie einen Wunsch mit dem?
32:13Ja, ich zahl den Tee.
32:151,80 Mark bitte.
32:18So.
32:19Das hier ist die Liste der Kunden, die Bär aufsuchen sollte.
32:23Bei den ersten dreien, da war er.
32:25Ich habe das hier angekreuzt.
32:27Es ist mir unvorstellbar, dass ein Zusammenhang zwischen unseren Kunden und der Ermordung Bärs besteht.
32:35Erstens, ich kann mir nicht vorstellen, welcher.
32:38Und zweitens, ich kenne ja die Leute da alle.
32:40Sehr persönlich, seit Jahren schon.
32:42Und alles hier seriöse Leute.
32:46Herr Doktor, was war Herr Bär für ein Mensch?
32:48Wie schätzen Sie ihn ein?
32:50Er war fleißig, gewissenhaft.
32:54Er war sehr ehrgeizig, immer korrekt gekleidet und hat ein vorbildliches Geschäftsgebaren.
33:04Er war sehr charmant.
33:06Er war hinter dem Geld her, aber das ist ja schließlich kein Fehler, denke ich.
33:12Ich hatte immer gedacht, er werde eine Karriere machen.
33:16Aber da war eine, eine Unrast, eine Unruhe in ihm.
33:22Und manchmal dachte ich wieder, er werden Träume.
33:28Warum tötet man so einen liebenswerten Menschen?
33:31Ja.
33:32Ich habe mir darüber auch meine Gedanken gemacht.
33:37Ich habe da in der Firma ein bisschen rumgeräuscht und...
33:42Es gibt da ein Gerücht.
33:46Es gibt da ein Gerücht unter den Kollegen, das...
33:49wie er seit Jahren eine Geliebte hatte.
33:53Vielleicht liegt da ein Motiv zur Tat.
33:57Wer ist die Dame?
33:58Ja, wenn man das wüsste, niemand kennt sie.
34:00Wenn sie keiner kennt, wieso, weiß man dann von ihr?
34:03Ja.
34:05Er hat sie wohl sehr gern gehabt.
34:09Er hat ein paar Bemerkungen gemacht und dann gab es Anrufe hier
34:12und dann hat er seinerseits auch telefoniert.
34:16Das haben wohl ein paar Kollegen gehört.
34:20Er hat getortelt, wie meine Sekretärin sagt.
34:24Herr Doktor, dürfte ich mich mal mit den Angestellten unterhalten,
34:27die etwas mehr über diese Sache wissen?
34:29Aber das ist doch selbstverständlich, bitte.
34:31Danke.
34:46Nein.
34:47Okay.
34:48Du bist so schwer, aber auch?
34:49Ich bin da.
34:50Ich bin da.
34:52Nein.
34:53Du bist so schwer auf den Namen.
34:55Alles gut?
34:59Gutes.
35:01Ja, bitte.
35:23Guten Tag.
35:25Guten Tag. Sind Sie angemeldet?
35:27Nein. Sind Sie Fräulein Runge?
35:29Nein. Sie ist gerade beim Diktat.
35:32Ah, ja. Darf ich hier warten?
35:34Bitte, ja.
35:40Guten Tag.
35:41Wie ist es?
35:42Sie sind Fräulein Runge?
35:43Ja.
35:44Köster, Kriminalpolizei. Kann ich Sie im Moment draußen sprechen, ja?
35:58Fräulein Runge?
36:00Ich wollte Sie fragen, ob Sie Herrn Rolf Bär kannten.
36:03Nein.
36:04Na, es gibt aber Zeugen dafür, dass Herr Rolf Bär oft mit einer Angestellten von Roland und Wegner telefoniert und die ist mit Vornamen Karin.
36:11Sie heißen doch Karin.
36:12Ja und? Es gibt doch schließlich noch mehr Karins, oder?
36:16Ja, Sie sind aber die einzige Karin bei Roland und Wegner, oder?
36:19Es tut mir leid, es muss sich um ein Irrtum handeln.
36:22Sie wissen, dass Herr Bär ermordet wurde.
36:23Wie soll ich denn das wissen, wenn ich ihn gar nicht kenne?
36:27Wollen Sie uns nicht helfen, den Täter zu finden?
36:29Ich habe Ihnen doch gesagt, dass ich...
36:30Ich dachte, Sie haben ihn geliebt.
36:32Seien Sie jetzt bald fertig?
36:33Sicher, sicher.
36:37Er muss Sie jedenfalls sehr lieb gehabt haben.
36:39Ich habe ihm gesagt, er soll es nicht machen.
36:52Aber er war so verrückt nach dem Geld.
36:55Ich habe ihm gesagt,
36:57du weißt gar nicht, was du da tust.
37:00Diese Leute, mit denen du dich teilen lässt,
37:01wir sind Verbrecher und du,
37:03die machen dich kaputt.
37:05Ich habe ihm einmal,
37:17das ist schon länger her,
37:19in einer Boutique eine Krawatte geklaut.
37:21Und so ein Spaß,
37:24als ich es ihm geben wollte,
37:26ist er wahnsinnig wütend geworden.
37:27Er hat gesagt, ich soll es sofort zurückbringen.
37:30Das habe ich nicht gemacht.
37:33Dann hat es er zurückgebracht.
37:35So war er.
37:39Ehrlich und anständig.
37:43Und dann macht er sowas.
37:46Ich habe gewusst,
37:46dass es nicht gut gehen kann.
37:49Also, um 12 Uhr
37:51sollte die Übergabe dieses Koffers stattfinden?
37:53Ja.
37:55Und um eins war er tot?
38:00Ich habe mir überlegt,
38:02wie es gewesen sein muss.
38:03Ja? Wie?
38:06Die sind nicht zu der Verabredung gekommen.
38:09Dann ist er heimgefahren.
38:11Und sie haben ihn verfolgt.
38:15In der Garage
38:16wollte er sich mit der Gaspistole wehren.
38:20Dann haben sie ihn erschossen
38:21und ihn mit dem Schlüssel wegnommen.
38:23Wissen Sie die Nummer von dem Schließfach?
38:25Ja.
38:271948.
38:29Wieso haben Sie sich die so genau gemerkt?
38:31Waren Sie dabei?
38:31Na, weil ich doch 1948 geboren bin.
38:41Aber haben Sie uns nicht eher gesagt,
38:42was Sie wissen?
38:43Wozu?
38:44Er ist doch tot.
38:46Es wäre aber Ihre Pflicht gewesen,
38:48uns zu helfen.
38:49Ihre gesetzliche Pflicht.
38:51Ich weiß schon.
38:53Jetzt können Sie ja mich einsperren.
38:58Aber es ist mir egal.
39:01So egal.
39:02Das Fach brauche ich Ihnen gar nicht aufsperren.
39:10Das Fach ist ja offen.
39:11Können Sie die umliegenden Fächer aufsperren?
39:17Na, na.
39:17Da braucht es schon die Genehmigung
39:19vom Schaufgearbeiter.
39:20Ja, die besorge ich Ihnen dann, ja?
39:22Ja.
39:26Ja?
39:28Sag mal, Freunde,
39:29ihr habt doch am 22.
39:31einen gewissen Hans-Otto Polmann
39:33beim Grenz über der Salzburg durchsuchen lassen.
39:35Warum?
39:36Polmann.
39:37Ja, wir hatten einen anonymen Tipp erhalten.
39:39Wahrscheinlich von der Konkurrenz.
39:40Die Kontrolle war negativ.
39:42Ja.
39:43In Polmanns Koffer war nichts.
39:45Jedenfalls kein Rausspift.
39:47Was sonst?
39:49Die Frage verstehe ich nicht.
39:50Ihr habt ja geprüft,
39:51ob die Kleider in Polmanns Koffer
39:52auch Polmanns Kleider waren.
39:53Wie sollten wir das machen?
39:55Zum Beispiel,
39:56wenn man nachguckt,
39:57ob sie ihm passen.
39:58Und wenn sie nicht gepasst hätten,
39:59welche Handhaber hätten wir dann gehabt?
40:01Es gibt eine Menge Leute
40:02mit schlecht sitzenden Kleidern.
40:05Ja.
40:06Habt ihr eine Ahnung,
40:07wo Polmann jetzt steckt?
40:08Nein.
40:11Da wir kein Rauschgift bei ihm gefunden haben,
40:13sahen wir auch keinen Grund
40:14seiner weiteren Verfolgung.
40:15Ich verstehe.
40:17Darf ich mal?
40:18Bitte.
40:18Hey Mann.
40:29Guck dir mal nach,
40:30ob ein Hans-Otto Polmann
40:31in München gemeldet ist.
40:33Polmann mit einem O und H.
40:36Wenn nicht,
40:37gehst du alle Hotels durch.
40:39Es ist dringend.
40:40Ja.
40:42Ja, danke.
40:43Danke.
40:43Grüß Gott.
40:54Grüß Gott.
40:55Hier wohnt auch ein Hans-Otto Polmann.
40:57Ja.
40:58Können Sie mir sagen,
40:58wie lange der schon hier wohnt?
41:00Ja, Moment.
41:01Bitte?
41:02Seit dem 12.10.
41:04Ist der Polmann öfter hier?
41:06Ja.
41:06Ist er jetzt da?
41:07Moment.
41:11Ja.
41:11Dann melden Sie uns bitte an.
41:13Bitte schön.
41:15Nehmen Sie doch Platz.
41:17Darf ich Ihnen was zu trinken anbieten?
41:18Nein, danke.
41:21Wir kommen wegen Rolf Bär zu Ihnen.
41:23Nein, man sagt mir überhaupt nichts.
41:25Da kann ich Ihnen leider nicht helfen.
41:27Rolf Bär ist tot.
41:29Genauer gesagt,
41:30er ist ermordet worden.
41:32Er hat mit Rauschgifthandel zu tun.
41:36Jetzt verstehe ich den Zusammenhang.
41:37Sie unterliegen offenbar demselben Irrtum
41:39wie Ihre Kollegen vom Rauschgiftdezernat.
41:42Wahrscheinlich haben die Sie sogar zu mir geschickt.
41:44Aber auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen,
41:47ich kann Ihnen nur sagen,
41:47ich habe nicht das Geringste mit Rauschgift zu tun.
41:50Weder als Konsument noch als Händler.
41:53Rauchen Sie?
41:55Sie sind am Sonntag mit dem Zug
41:57von Istanbul nach München gekommen.
42:00Ja, das wissen Sie doch.
42:02An der Grenze haben Ihre Kollegen
42:03mich und meinen Koffer nach Rauschgift durchsucht.
42:05Aber ohne jedes Ergebnis.
42:08Herr Bär ist im selben Zug gefahren.
42:10Genauer gesagt, im selben Abteil.
42:13Ja, der große Mann mit den dunklen Haaren.
42:18Sie haben Sie unterhalten?
42:20Ja.
42:21Er hat mir aus seinem Urlaub erzählt.
42:23Er kam gerade aus Jugoslawien.
42:24Hat ihm dort sehr gut gefallen.
42:26Sie haben ihn nicht um eine Gefälligkeit gebeten.
42:28Gefälligkeit? Nein.
42:30Sie sagen, man hat Ihren Koffer durchsucht?
42:32Ja.
42:32Kann ich den mal sehen?
42:34Aber bitte.
42:35Kommen Sie.
42:42Geh bitte.
42:44So.
42:47Sonst haben Sie keinen Koffer?
42:50Nein.
42:52Eine andere Frage.
42:54Wo waren Sie am Mittwoch zwischen zwölf und eins?
42:58Am Mittwoch, da...
43:00Ja, da war ich im Englischen Garten spazieren.
43:02Allein?
43:03Ja.
43:06Herr Pohlmann, ich nehme Sie hiermit fest.
43:09Dürfte ich Ihren Haftbefehl sehen?
43:11Ich verhafte Sie noch nicht.
43:12Ich nehme Sie fest.
43:13Den Haftbefehl muss ich meinem Richter erst mal antragen.
43:15Aber ich bin überzeugt, er will ihn ausstellen,
43:17wenn ich ihm die Aussage von Fräulein Karin Runge vorlege.
43:21Kennen Sie die Dame?
43:21Sie werden sich kennenlernen.
43:26Bitte, kommen Sie.
43:31Was wollen Sie mit meinem Koffer?
43:33Ach, der gefällt mir so gut.
43:35Ich hätte gar nicht gedacht, dass es den noch gibt.
43:36Ja, das ist alles sehr gut hier.
43:55Aber wir brauchen zwei Durchschläge.
43:57Bezeihen Sie, ich suche voll Herrn Karin Runge.
44:02Sie ist heute nicht zur Arbeit gekommen.
44:04Ist sie krank?
44:04Sie ist nicht krank gemeldet und nicht entschuldigt.
44:07Ich habe heute ein paar Mal anrufen lassen.
44:09Ja, aber niemand nimmt ab.
44:12Danke schön, Herr Hörger.
44:13Höster, schicken Sie die Funkstreife in die Schönfeldstraße 12 zu Karin Runge.
44:36Das ist dringend.
44:37Ich komme sofort hin.
44:38Danke.
44:43Mach das auf.
45:02Schlosser holen.
45:03Nein, nein, mach das auf.
45:03Meido Scherzhaus.
45:19Ja.
45:20Herr Köster.
45:25Rufen Sie die Spurensicherung, bitte.
45:31Herr Köster.
45:32Ja.
45:34Entschuldigen Sie einen Moment, ja?
45:38Meine Herren.
45:40Die Frau ist gefoltert worden, aber sie ist nicht durch die Folterung oder durch die Nachrückung
45:44gestorben, sondern anschließend mit einem Seil, das man bei der Toten gefunden hat,
45:47erdrosselt worden.
45:49Ja, damit sie über den oder die Folterer keine Aussagen mehr machen kann, nehme ich an.
45:53Sie werden einen detaillierten Bericht über die Anzahl der Verletzungen morgen haben.
45:57Danke.
45:59Ich bin nicht neugierig drauf.
46:00Den Zustand der Wohnung haben Sie ja gesehen.
46:03Daraus geht wohl eindeutig hervor, dass der oder die Mörder in der Wohnung etwas gesucht
46:07haben.
46:08Und da Vasen und Lampen zertrümmert waren und Kissen und Matratzen aufgeschlitzt wurden,
46:12dürfte sich bei den Gesuchten um einen relativ kleinen Gegenstand gehandelt haben.
46:15Einen Schließfachschlüssel, nehme ich an.
46:17Ob Sie ihn gefunden haben, wissen wir natürlich nicht.
46:19Wir haben jedenfalls keine anderen Schlüssel als die Hausschlüssel der Toten gefunden.
46:24Dafür haben wir aber eine ganz andere Entdeckung gemacht.
46:26Heroin.
46:27Was?
46:29Wo?
46:30In einer Zuckerdose im Küchenschrank und in einer kleinen Tüte im Nachttisch.
46:34Einmal 20 Gramm, einmal 12 Gramm.
46:38Fingerabdrücke?
46:39Nur die von der Toten und von Rolf Bär.
46:41Wie ist denn der Täter in die Wohnung gekommen?
46:42Das Schloss war völlig unbeschädigt.
46:46Entweder hat der Mörder den hereingelassen oder er hatte selbst eine Schlüssel.
46:52Todeszeit?
46:53Gestern Abend zwischen 10 und 11 Uhr 30.
46:55Ja, meine Herren, das wär's im Moment.
46:57Was ist, nehmen wir uns Polmann vor?
46:59Kreuzverhören?
47:00Den ganzen Kreuz- und Querverhören, da kommt nicht viel bei raus.
47:03Ja, was machen wir denn?
47:07Ich geh mal ein bisschen mit Polmanns Koffer spazieren.
47:10Vielleicht fällt mir dabei was ein.
47:13Ich habe diesen Koffer noch nie gesehen.
47:17Das ist aber merkwürdig.
47:19Können Sie mir den Koffer zeigen, mit dem Ihr Mann in Urlaub war?
47:23Sicher.
47:25Würden Sie das bitte tun?
47:27Ja, bitte.
47:28Danke.
47:40Das sieht aber eigentlich mehr wie ein Damenkoffer aus, finden Sie nicht?
47:50Ist Ihr Mann mit diesem Koffer aus dem Urlaub gekommen?
47:54Ja.
47:55Das ist merkwürdig.
47:57Dieser Koffer, der wurde in Zagreb gefunden.
48:00Es war ein Schild daran, das ihn als Gepäckstück Ihres Mannes auswies.
48:04Eine Verwechslung.
48:04Ja, das würde ich auch denken, wenn Ihr Mann nicht ermordet worden wäre.
48:08Aber so glaube ich ungern an Zufälle.
48:12Was war in dem Koffer drin?
48:14Das ist auch merkwürdig.
48:15Gar nichts.
48:17Haben Sie Ihren Mann vom Bahnhof abgeholt, als er aus dem Urlaub kam?
48:21Ja.
48:21Sie wissen, dass er eine Freundin hatte?
48:27Ist das alles, was Sie bisher herausgefunden haben?
48:30Gnädige Frau, wissen Sie es oder wissen Sie es nicht?
48:36Ich habe oft gehört, dass man in den Dreck gezogen wird, wenn man in solche Sachen hineingerät.
48:42Aber ich dachte, es gelte nur für die Lebenden.
48:44Offenbar halten Sie es auch so mit den Toten.
48:46Also Sie wollen die Frage nicht beantworten?
48:48Nein!
48:49Nein!
48:51Doch.
48:55Rolf Bär war ein guter, treuer, fürsorglicher Ehemann.
48:59Und wenn Sie anderer Meinung sind, möchte ich Sie bitten, sein Haus zu verlassen.
49:03Gewiss.
49:05Aber ich danke Ihnen trotzdem für die Unterhaltung.
49:12Sie haben Ihren Koffer vergessen.
49:15Den lasse ich da, wo er hingehört.
49:18Wiedersehen.
49:21Danke, Herr Trauer.
49:29Bitte schön.
49:42Metallic-Lackierung.
49:43Was?
49:45Schwarz und glänzend.
49:46Kein Kratzer, kein Stäubchen.
49:49Makellos schwarze Trauer.
49:51Wollen Sie sich ein neues Auto kaufen, oder was?
49:54Wenn Sie nicht meiner Meinung sind, möchte ich Sie bitten, sein Haus zu verlassen.
49:58Jetzt verstehe ich überhaupt nichts mehr.
50:00Nein, ich auch nicht, zu wenig, aber ich krieg Sie.
50:05Wen?
50:05Die Mörder von Bär und Karin Rummig?
50:07Trau doch noch zwei.
50:09Danke, danke, ich hoffe noch.
50:10Ja, lass doch, trink doch aus, macht doch nichts.
50:12Die lügt.
50:17Sie sagt weniger, als sie weiß.
50:19Dankeschön.
50:20Oder sie weiß mehr, als sie sagt.
50:28Das ist dasselbe, nicht?
50:31Ich glaube, Sie trinken etwas zu schnell.
50:33Ach, ein bisschen trinken ist manchmal ganz gut.
50:39Wenn man mit Logik nicht weiterkommt.
50:41Alkohol öffnet das Unbewusste.
50:44Schläfe den Verstand ein, das ist klar, das können wir nicht leugnen.
50:48Aber es schärft den Instinkt.
50:51Mein Instinkt sagt mir, dass wir den Hebel bei Ursula Bär ansetzen müssen.
50:56Die trauernde Wettbewer.
50:58Das arme Geschöpf.
51:00Ahnt nichts, weiß nichts, geht in schwarz.
51:06Nochmal ganz langsam.
51:07Bär hat Pohlmanns Koffer durch den Zoll geschmuggelt und das Heroin-Dealern angeboten.
51:15Pohlmann hat Wind davon bekommen und hat Bär getötet.
51:20Hat das Heroin aber nicht zurückgekriegt.
51:22Dann hat er es in der Wohnung der Freundin gesucht.
51:25Hast du das ebenfalls nicht gefunden?
51:28Hat die Freundin gefoltert und ermordet.
51:31Klar?
51:32Ist klar.
51:34Trotz Schnaps.
51:37Frage 1.
51:42Wieso hat er den Stoff bzw. den Schließfachschlüssel in der Wohnung von der Freundin gesucht und nicht bei der Ehefrau?
51:48Nicht in Bärs Haus.
51:49Das ist doch merkwürdig, nicht?
51:52Frage 2.
51:53Woher kannte Pohlmann Namen und Adresse von Karin Runger?
51:57Siehst du?
51:59Frage 3.
52:00Frage 3.
52:01Wie kommen die Heroinproben in die Wohnung von der Karin Runger?
52:07Die hat uns glaubwürdig versichert, dass sie mit dem Rauschgiftgeschäft nichts zu tun hat und Bär davor gewarnt hat.
52:15Frage 4.
52:16Wer hatte ein Motiv, Pohlmann auf die Runge zu erhitzen?
52:21Eben.
52:22Und Heimann, das ist es.
52:26So passt eins zum anderen.
52:30Aber...
52:30Wieso?
52:31Was stimmt an der Analyse nicht?
52:32Die Analyse ist großartig, aber beweisen können wir gar nichts.
52:35Aber wenn wir uns Ursula Bär vorknöpfen...
52:37Das habe ich ja, das habe ich ja.
52:39Ist doch kalt wie ein Eisberg.
52:41Aber sie hat ihren Mann geliebt.
52:47Und Pohlmann hat ihn am Morgen gesiegt.
52:49So ist es, Heimann.
52:52So müssen wir es anpacken.
52:55Trägt es nicht aus?
52:57Ich muss noch fahren.
52:58Mhm, ich nicht.
52:59Herr Pohlmann, Sie haben zugegeben, Rolf Bär im Zug kennengelernt zu haben.
53:06Das habe ich nicht.
53:07Ich habe gesagt, im selben Abteil war ein Mann, der von seinem Urlaub erzählt hat.
53:11War das der Mann?
53:13Wirklich, ich kann mich nicht mehr erinnern.
53:15Sie haben Herrn Bär nicht wiedergesehen?
53:17Nein.
53:18Frau Bär sagt, der Koffer, den wir in Ihrem Zimmer gefunden haben, gehört Ihrem Mann.
53:23Aber das...
53:23Wenn Frau Bär das gesagt hat, dann soll sie es hier wiederholen.
53:26Und zur Zeit von Rolf Bärs Ermordung waren Sie spazieren?
53:30Ja, im Englischen Dachten.
53:31Allein.
53:32So ist es.
53:33Und zur Zeit von Karin Runges Ermordung, wo waren Sie denn da?
53:36Karin Runge?
53:37Den Namen habe ich nie gehört.
53:39Sie war die Geliebte von Rolf Bär.
53:41Entschuldigen Sie, Frau Bär, aber dieser Sachverhalt steht nun mal fest.
53:44Sie ist vorgestern Abend zwischen 10 Uhr und 11.30 Uhr ermordet worden.
53:47Also, wo waren Sie da?
53:50Im Kino.
53:51Wieder allein.
53:52Sie haben nie zu der hier anwesenden Zeugin, Frau Ursula Bär, Kontakt aufgenommen?
53:58Nein.
54:00Stimmt das?
54:02Ja.
54:10Ist das Ihr Hemd, Herr Pohlmann?
54:13Ja.
54:13Hübsches Karo.
54:16Warum ist das gekauft?
54:17Das weiß ich nicht mehr.
54:19Das steht aber drin.
54:21Sporthaus Hirsch, Sollen.
54:23Kaufen Sie ihn Sollen ein, Herr Pohlmann?
54:27Ich nehme an, Sie kennen das Hemd nicht, nicht?
54:30Nein.
54:32Es hätte ja sein können, das Sporthaus Hirsch ist ja nur ein Katzensprung von Ihrem Haus entfernt.
54:36Kaufen Sie manchmal da einen?
54:38Ja, manchmal.
54:39Aber nicht das Hemd.
54:41Nein.
54:41Nicht diese Badehose, nicht dieses T-Shirt, nicht diesen Pullover, nicht?
54:46Nein.
54:47Auch Ihr Mann hat diese Kleider nicht gekauft.
54:50Ich sehe sie zum ersten Mal.
54:51Und die Krawatte sehen Sie die auch zum ersten Mal?
55:00Kommen Sie rein, Frau Lein.
55:01Bitte.
55:03Kennen Sie Frau Leinstein?
55:06Nein.
55:06Doch, Frau Bär.
55:09Ich bin Verkäuferin im Modesalon Prinz.
55:13Ich habe Ihnen diese Krawatte verkauft.
55:15Sie war ein Geburtstagsgeschenk für Ihren Mann.
55:17Sie hat 49 Mark gekostet.
55:19Dankeschön, Sie können gehen, Frau Leinstein.
55:21Hier ist die Fotokopie des Schecks, mit dem Sie die Krawatte bezahlt haben, Frau Bär.
55:29Was soll das?
55:31Wir haben diese Krawatte und die übrigen Sachen Ihres Mannes im Hotelzimmer bei Herrn Polmann gefunden.
55:36Wie kommen Sie denn da hin?
55:38Was geht das mich an?
55:41Sie sind frei, Herr Polmann.
55:43Sie können gehen.
55:44Wenn eine Frau den Mörder Ihres Mannes deckt, was sollen wir denn da noch machen?
55:50Nehmen Sie Ihre Kleider mit.
55:56Es sind Rolfs Kleider.
55:57Moment.
55:59Moment, Herr Polmann.
56:06Was beweist er schon?
56:08Ich habe Rolf Bär und diese Karin Runge nicht ermordet.
56:13Ich habe Sie aus der Garage laufen sehen.
56:16Gleich nachdem die Schüsse fielen.
56:19Das werde ich beschwören.
56:23Ich habe ihn zu der Runge geschickt.
56:25Ich habe ihm Ihren Wohnungsschlüssel gegeben.
56:27Und ich habe Heroinproben in Ihrer Wohnung versteckt.
56:32Warum?
56:34Sie hat mir meinen Mann gestohlen.
56:37Ich bereue nichts.
56:40Wo ist das Heroin?
56:41Ich habe es in ein Schließfach auf dem Flugplatz getan.
56:45Ausgabe weiß überhaupt nichts.
56:50Nein.
56:54Ich leugne alles.
56:55Da führ ihn ab.
56:56Ich kann ihn nicht mehr sehen.
56:57Komm raus.
56:58Sie haben ihn aus der Garage kommen sehen?
57:05Ich werde es beschwören.
57:09Rolf ist tot, das ist schlimm.
57:12Die Runge ist tot, das ist gut.
57:15Sein Mörder wird sitzen, das ist gerecht.
57:17Und ich, das ist mir egal.
57:24Sind Sie verheiratet?
57:26Nein.
57:28Ich hoffe, der Richter ist es.
57:32Ich hoffe, dass er seine Frau so liebt,
57:35wie ich meinen Mann geliebt habe.
57:37Untertitelung des ZDF, 2020
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