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Oberinspektor Derrick - Horst Tappert /
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Alfred Weidenmann /
#krimiserie #derrick #zdf

Kategorie

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Transkript
00:00Untertitelung. BR 2018
00:30Was wollen Sie hier?
00:44Sie wollten von mir eine Ausarbeitung haben.
00:47Seit Tagen warte ich darauf, dass Sie sich diese Ausarbeitung ansehen.
00:51Ja, warum warten Sie da nicht noch länger darauf, dass ich das da sehen will?
00:55Im Moment möchte ich das da nicht sehen.
01:00Es handelt sich um eine Terminsache, um Zeitpunkte, die man nicht überschreiten darf.
01:05Das ist der einzige Grund, warum ich Ihnen hinterherlaufe.
01:08Ich mag das aber nicht, wenn man mir hinterherläuft.
01:11Dann bleiben Sie nicht gefälligst da, wo Sie hingehören, mit Ihrem Hintern auf Ihrem Bürostuhl.
01:15Wie gesagt, es handelt sich um Zeitpunkte, die man nicht überschreiten darf, um eine Terminsache.
01:20Aber, sehen Sie mal, eine Firma ist wie ein Auto im Verkehr auf Straßen mit Ampeln, die grün anzeigen.
01:29Das heißt, weiterfahren. Oder mit gelb.
01:31Was bedeutet Achtung? Oder aber rot.
01:36Und das heißt Stopp. Bis hierher und nicht weiter.
01:39Was haben Sie da in der Tasche?
01:43Rot.
01:44Rot.
01:46Mein Buchhalter hat Rot in der Tasche.
01:49Soll ich Ihnen mal sagen, was ich davon halte, Buchhalter?
01:53Ich habe einen Buchhalter, der farbenblinde ist.
01:55Er sieht rot.
01:56Er will.
01:58Was wollen Sie eigentlich?
01:59Wollen Sie, dass wir alle hier aufhören, dass ich meine Leute nach Hause schicke?
02:05Okay, okay, ich bin im Moment ein bisschen schwach, gebe ich zu.
02:08Aber ich habe einen Grundsatz, Buchhalter, den Sie sich merken sollten.
02:11Und der ist, wer schwach ist, soll nicht zugeben, dass er schwach ist, soll seine Schwäche nicht akzeptieren.
02:18Sonst ist er verloren und wird von allen verloren gegeben.
02:25Ich mache Ihnen einen Vorschlag.
02:27Oh, Alter.
02:29Lassen Sie das mal hier.
02:32Und wir beide gehen mal nach draußen, schauen uns die Baustelle an, hm?
02:36Damit Sie mal sehen, was wir hier so machen.
02:38Damit Sie nicht immer nur Ihren dämlichen Schreibtisch im Blick haben.
02:45Wir sind gleich zurück.
02:59Aber was aber?
03:06Wir verbinden uns in Behandlung mit einem Geldgeber mit falschen Zahlen.
03:09Die aber vielleicht die richtigen Zahlen sind, weil sie die Zahlen von morgen sind.
03:12Was also soll ich Ihrer Ansicht nach tun?
03:38Wir müssen Konkurs anmelden.
03:41Ach, müssen wir das, ja?
03:43Ihrer Ansicht nach muss ich also Konkurs anmelden?
03:45Und was ist, wenn ich den Kredit doch noch kriege?
03:47Aber Sie werden ihn nicht bekommen, weil ich die falschen Zahlen nicht vorlegen kann.
03:51Weil ich das nicht mache.
03:53Gut, gut, gut.
03:54Mir steht das Wasser im Moment bis zum Hals, aber da muss ich durch.
03:56Da müssen wir alle durch.
03:57Ich habe hier mehr als 100 Arbeiter auf dem Bau.
03:59Soll ich die alle auf die Straße schenken?
04:01Nur weil mein Buchhalter ein paar Zahlen nicht ertragen kann.
04:04Ich habe hier.
04:34Jemand sollte mal nachschauen, was mit meinem Buchhalter passiert ist.
04:53Er ist in die Grube gestürzt.
04:57Ja, er ist einfach ausgerutscht und gefallen.
05:00Ich habe noch versucht, ihn festzuhalten, aber
05:02da war nichts mehr zu machen.
05:09Er sollte gleich den Notarzt verständigen.
05:17Was er noch ein braucht.
05:32Der Mann da drüben ist tot.
05:40Er hat sich nicht mehr gerührt.
05:42Ich habe gesehen, wie er runtergestoßen wurde.
05:43Er hat sich nicht mehr gerührt.
05:45Der Brünter ist.
06:15Der ist tot. Der Notarzt hat die Polizei mir nachrichtigt.
06:20Ja, das muss man ja wohl in so einem Fall, ne?
06:23Er ist so... Er hat die Mordkommission angerufen.
06:27Die Mordkommission? Wieso denn die Mordkommission?
06:31Ein Fahrer will gesehen haben, wie Danhof hinuntergestoßen wurde.
06:34Das ist doch kompletter Blödsinn.
06:37Wer ist der Mann?
06:38Er heißt Hasinger.
06:39Ist der Verwandt mit unserem Kranführer?
06:41Das ist sein Sohn.
06:42Ja, dann soll der Mann seinem Sohn mal klar machen, was der Sohn gesehen hat.
06:45Und was er nicht gesehen hat. Hol ihn her.
06:50Ach, übrigens.
06:53Sollte es zu einer polizeilichen Vernehmung kommen,
06:55dann wäre es ganz günstig, wenn es nicht zur Sprache käme,
06:57weshalb Danhof hier gewesen ist.
06:59Er war hier, um ihr Unterlagen zu zeigen,
07:01für Kreditverhandlungen mit einem eventuellen Geldgeber.
07:04Ich habe ihm die Baustelle gezeigt.
07:05Der ist gestürzt.
07:07Sein Unfall macht mich zutiefst betroffen.
07:09Ich habe einen Mitarbeiter verloren, der unersetzlich ist.
07:15Hast du gesehen, was da passiert ist?
07:43Ja, ich habe es von oben gesehen.
07:45Kotler hat jemand runtergestoßen.
07:47Den Danhof.
07:48Das ist der Buchhalter.
07:51Was ist denn passiert, Manni?
07:53Hast du was gesehen?
07:55Alles.
07:57Ich habe hier in meinem Kran den besten Platz.
08:00Was ist denn da los gewesen zwischen dem Chef und Danhof?
08:02Ich sage dir, was der Chef uns gesagt hat.
08:07Danhof wollte die Baustelle besichtigen.
08:09Ihm ist es schwindlig geworden, hat das Gleichgewicht verloren.
08:13Der Chef wollte ihn noch halten, wollte ihn zurückziehen.
08:16Ist gut zu verstehen.
08:18Ein Büromensch.
08:20Die haben ja immer Parkett unter den Schuhen.
08:21Ich habe mit unserem Hasinger gesprochen.
08:28Was ist mit seinem Sohn?
08:30Die Polizei verhört ihn gerade.
08:31Hast du ihm nicht gesagt, was er sagen soll?
08:34Ich habe es seinem Vater gesagt, weil das unser Mann ist.
08:39Sie haben also gesehen, wie der Bauleiter, wer ist das?
08:44Wie heißt er?
08:45Kotler.
08:46Dem gehört die Baufirma hier.
08:47Und den haben Sie ganz deutlich erkannt?
08:50Ja, ich fahre auch öfter hierher.
08:52Mein Vater ist hier Kranführer.
08:54Aha.
08:55Und Sie haben deutlich gesehen, wie Kotler diesen Mann von da oben runtergestoßen hat in die Baubrube.
09:02Ja?
09:03Habe ich.
09:04Gut, dann zeigen Sie mir mal die Bewegung, die er gemacht hat, als er ihn gestoßen hat.
09:12Aha.
09:13Und jetzt ist er gleich runtergefahren.
09:15Da steht mein Vater.
09:17Er hat es auch gesehen.
09:22Herr Hasinger, Ihr Sohn sagt, Sie haben den Vorfall auch gesehen.
09:26Können Sie uns mal schildern, was da überhaupt passiert ist?
09:30Naja, es handelt sich da um einen ganz unglücklichen Zufall.
09:35Der Buchhalter, unser Herr Danhoff, wollte die Baustelle mal sehen.
09:39Und der Chef hat sie ihm gezeigt.
09:40Ich dachte sofort, wenn das mal nicht ein bisschen gefährlich ist für unseren guten Danhoff.
09:48Aber der Chef hielt ihn ja am Arm.
09:50Und als Danhoff ausrutschte, packte er ihn ganz fest.
09:56Wollte ihn halten mit aller Kraft.
09:59Das hätte ihn ja beinahe selber mit runtergezogen.
10:02Wo ist Kottler jetzt?
10:05Ich bin völlig fertig.
10:07Ich meine, es ist nicht so, dass ich an allen Gliedern zitterle.
10:09Aber das Ganze hat mich doch so mitgenommen, dass ihr euch schon gefragt habt, ob ich nicht auch einen Notarzt brauche.
10:16Guten Tag, Kriminaloberinspektor Derrick.
10:18Guten Tag, Inspektor Klein.
10:19Herr Kottler.
10:21Ja, das bin ich.
10:23Haben Sie Ihren Buchhalter, diesen Herrn Danhoff, haben Sie den mit Absicht und Gewalt in die Baugrube runtergestoßen?
10:32Das ist doch kompletter Unsinn.
10:35Ja, aufgrund einer Zeugenaufsage, die ich eben bekommen habe, sehe ich mich leider gezwungen, sie vorläufig festzunehmen.
10:49Das ist doch kompletter Unsinn.
11:19Das ist doch kompletter Unsinn.
11:49Das ist Albert, der Sohn von Danhoff.
11:54Und da steht Danhoffs Tochter.
11:59Fräschchen, holen Sie endlich einen Kranführer her!
12:01Ich stehe darauf, dass Sie den Mann anhören.
12:08Der hat in seinem Kran gesessen und hat das alles gesehen.
12:13Steckt der Mann los?
12:13Sollte irgendein Missverständnis vorliegen, dann wird er das sofort aufklären.
12:21Man sagt mir, Sie haben meinen Vater da hinuntergestoßen.
12:28Was redest du denn da für ein Unsinn?
12:30Kann ich jemandem mal dem Jungen erklären, wie es tatsächlich war?
12:33Sie haben meinen Vater da hinuntergestoßen!
12:35Kann ich irgendjemand den Jungen mal zur Vernunft bringen?
12:37Hasinger, da sind Sie ja endlich.
12:42Das ist der Mann, der alles gesehen hat.
12:45Ich habe deinen Vater da nicht runtergestoßen.
12:47Im Gegenteil.
12:48Ich habe noch versucht, ihm zu helfen, ihn zu halten.
12:51Um ein Haar wäre ich da mit runtergestürzt.
12:53Hätte mir vielleicht auch noch den Hals gebrochen.
12:55So, hier ist die Aussage von Rudolf Harsinger.
13:01Daniel.
13:05Ihr Sohn hat seine Aussage wiederholt.
13:07Hier ist sie.
13:08Er muss sie noch unterschreiben.
13:10Darf ich mal sehen, was er da gesagt hat?
13:23Das ist falsch.
13:25Sonst falsch.
13:27Das kann er nicht unterschreiben.
13:31Weil ich das nämlich anders gesehen habe.
13:33Ganz anders.
13:35Das kann er so nicht unterschreiben.
13:40Damit würde er sich nämlich...
13:43Na, jetzt bin ich aber gespannt.
13:47Damit würde er sich strafbar machen.
13:55Willi, schick mal den Jungen rüber.
14:03Junge, ich habe deine Aussage da gelesen.
14:19Ich habe dir ja schon gesagt,
14:21dass ich den Vorfall auch gesehen habe.
14:24Und ich hatte sicher den besseren Platz,
14:26um alles genau zu sehen.
14:27Ich werde auch eine Aussage machen und unterschreiben.
14:33in der ich sage, was ich gesehen habe.
14:36Kottler hat den Buchhalter nicht, wie du gesagt hast,
14:42in die Baugrube hinuntergestoßen.
14:44Der Mann rutschte aus.
14:47Kottler hat versucht, ihn zu halten.
14:49Mit einer Bewegung, die du missverstanden hast.
14:53Ein Missverständnis, das man dir nicht vorwerfen kann.
14:59Aber ich habe es besser gesehen.
15:01Wenn du bei deiner Aussage bleibst,
15:03muss ich dir widersprechen.
15:05Du solltest jetzt und hier zugeben,
15:08dass du dich geirrt haben könntest.
15:14Die Augen sind sein Problem.
15:16Er hat Schwierigkeiten mit den Augen.
15:19Sag was dazu.
15:20Ja, es ist richtig, was mein Vater sagt.
15:26Ich habe mit dem Sehen Schwierigkeiten.
15:29Es ist durchaus möglich, dass ich Bewegungen,
15:32dass ich sie falsch gedeutet habe.
15:39Seine Aussage da ist unbrauchbar.
15:43Das werden Sie akzeptieren müssen.
15:46Ich akzeptiere es.
15:47Aber das hier,
15:49es bleibt bei meinen Lappen.
15:54Können wir jetzt gehen?
15:56Ja, natürlich, Sie können gehen.
15:58Ist Gottlof verhaftet?
16:16Das wissen wir nicht.
16:19Aber Sie haben doch eine Aussage gemacht.
16:28Gottlof hat meinen Vater hinuntergestoßen.
16:31Er ist ein Mörder.
16:32Es ist doch das, was Sie ausgesagt haben.
16:36Wir haben jeder von uns
16:37eine Schilderung des Vorfalls gegeben.
16:41Und das
16:41so gut wir konnten.
16:43Komm, Rudolf.
16:56Was haben die beiden ausgesagt?
16:59Die haben es doch gesehen.
17:01Der Vater von seinem Klan aus.
17:03Und der Sohn hat doch zugegeben,
17:05dass er es ganz genau gesehen hat.
17:06Wir haben noch keine konkreten Aussagen bekommen.
17:31Aber wir haben ja auch noch nicht alle befragt,
17:34die auf der Baustelle waren.
17:38Fahren Sie jetzt nach Hause.
17:40Warten Sie doch auf mich.
17:42Wir haben noch nie auf einen Menschen
18:03so gewartet wie auf Sie jetzt.
18:06Bitte, kommen Sie rein.
18:12Meine Schwester ist völlig fertig.
18:15Ich bin sie auch.
18:19Wir sind in einem Zustand,
18:21den wir noch nicht kennengelernt haben.
18:23Wir sind plötzlich herausgeworfen
18:26aus der Normalität.
18:32Ist er eingesperrt?
18:37Er ist auf einem Fuß.
18:42Aufgrund von Aussagen,
18:51aus denen klar hervorgeht,
18:53dass Kottler
18:54ihrem Vater hat helfen wollen.
18:57Aber da war doch einer,
18:59der alles gesehen hat.
19:01Er hat seine Aussage berichtigt,
19:03widerrufen.
19:05Das kann doch nicht sein.
19:07Das heißt doch,
19:11dass er jetzt ein Mörder frei herumläuft.
19:13Das Wort dürfen Sie nicht gebrauchen.
19:15Mörder können Sie nicht sagen.
19:17Solange nicht bewiesen ist,
19:18dass einer ist.
19:23Darf ich meine Schwester
19:24in ihr Zimmer bringen?
19:25Ja.
19:29Komm, Erika.
19:30Ich habe Angst um sie.
19:53Sie ist nicht sehr robust.
19:56Sie ist übersensibel.
20:01Angenommen.
20:02Angenommen.
20:05Kottler ist der Mörder Ihres Vaters.
20:10Warum könnte er ihn umgebracht haben?
20:15Kommen Sie.
20:16Wir gehen in sein Zimmer.
20:17Hier hat mein Vater sich wohlgefühlt.
20:24Er sagte,
20:25Junge, dieser Stuhl da
20:27ist mein Zuhause.
20:29Das ist der einzige Platz,
20:31an dem ich mich sicher fühle.
20:34Was wollte er denn damit sagen?
20:37Das habe ich ihn auch gefragt.
20:41Er sagte,
20:41ich habe Angst.
20:43Ich lebe in einer Welt,
20:44die stärker ist als ich.
20:47Und was für eine Angst,
20:50meinte er?
20:53Was verstehen Sie denn unter Angst?
20:57Verlust der inneren Sicherheit.
20:59Albert!
21:01Entschuldigen Sie.
21:02Ja, natürlich.
21:03Es ist zu, ja.
21:03Ja.
21:14Ich bin da,
21:15Eureka.
21:19Ich lasse dich nicht allein.
21:27Ach ja.
21:29Ich meine, du weißt es.
21:31Ich weiß es.
21:33Der Täter hat sich heute
21:34hier im Büro verabschiedet.
21:37Und wir mussten ihm
21:37sogar noch die Tür aufmachen.
21:38Ich habe Durst,
21:40wenn man was zu trinken darf.
21:42Ja, sicher.
21:50Ich habe vor kurzem gelesen,
21:53dass aus gutem Grund
21:54eine ganze Menge Kollegen von uns
21:56Alkoholiker sind.
21:58zu.
21:59Ja.
22:03Bitte.
22:04Danke.
22:06Ein Vater bringt seinen Sohn dazu,
22:09die Aussage zurückzunehmen.
22:12Und all die Leute
22:13auf der Baustelle.
22:16Keiner, der etwas gesehen hat, ja.
22:18Und wir kennen den Täter
22:20und müssen ihn ziehen lassen.
22:22Einen schönen Tag noch, Merle.
22:24Wenn du aufstehen willst,
22:35ich habe Frühstück gemacht.
22:38Aber du kannst doch liegen bleiben.
22:46Du weißt, dass ich Angst um dich habe.
22:51Kann ich dich allein lassen.
22:53Ich bin bald wieder da.
22:54Sag was.
23:01Ja.
23:24Ich bin bald wieder da.
23:331, 3, 3, 2, 12. Anzahl der Wohnanhalten, Wunder 2, 1, 2, 2.
23:38Und danke. Gut, auf Wiederschauen.
23:49Ich hätte gerne mit Herrn Kottler gesprochen.
23:51Der ist nicht da. Der ist in seiner Firma.
23:54Da, wo mein Vater gearbeitet hat.
23:56Ja, wo ihr Vater gearbeitet hat.
24:00Die Aktentasche meines Vaters.
24:03Meine Schwester und ich haben sie ihm geschenkt, zu einem Geburtstag.
24:09Mein Vater ist mit einer leeren Aktentasche hierher gekommen.
24:15Ich darf Sie wohl mitnehmen.
24:18Wie fühlen Sie sich eigentlich?
24:21Sehr wohl, oder?
24:28Danke, Herr Riech.
24:30Wollen Sie hier rein? Wen wollen Sie denn besuchen?
24:33Den Mörder meines Vaters.
24:36Wollen Sie nicht auch zu ihm?
24:38Nein, ich will zur Sekretärin Ihres Vaters.
24:41Die will ich sprechen.
24:43Ja, kann ich mitkommen?
24:44Ja, natürlich.
24:50Grüß Gott.
24:51Ich habe natürlich nicht geschlafen, so wenig wie meine Schwester.
24:55Ja.
24:57Ich fragte mich etwas.
24:59Kottler hat meinen Vater töten wollen.
25:01Also muss er doch einen Grund gehabt haben.
25:03Vielleicht einen beruflichen.
25:04Vielleicht ist das ein Weg, auf dem er weiterkommt.
25:08Das haben wir uns auch gedacht.
25:09Kommen Sie.
25:09Das ist Frau Kolande, seine Sekretärin.
25:25Sie ist seit Jahren bei meinem Vater.
25:26Guten Tag.
25:27Hallo, Frau Kolande.
25:29Sie sind ja ganz erschrocken.
25:31Ich sehe schon.
25:32Die Herren sind von der Kriminalpolizei.
25:34Sie untersuchen den Mord an meinem Vater.
25:35Das ist das Büro meines Vaters.
25:39Kommen Sie.
25:39Ich zeige es Ihnen.
25:43Haben Sie gemerkt?
25:44Das Wort Mord hat Sie erschreckt.
25:45Ist Ihnen das aufgefallen?
25:47Ja, ja.
25:48Vielleicht hat es ja hier inzwischen eine Art Rundschreiben gegeben,
25:52in dem es verboten wird, das Wort Mord zu gebrauchen
25:53und geahndet wird, logisch, mit Entlassung.
25:59Soll ich Sie reinrufen?
26:00Ja, rufen Sie Sie herein.
26:03Frau Kolande, kommen Sie mal bitte.
26:05Hat Sie das Wort Mord so aus Erfassung gebracht?
26:12Es würde mir helfen, wenn man mir sagen würde, worum es geht.
26:17Darum, dass Kotler meinen Vater hinuntergestoßen hat in die Baugrube
26:20und zwar so, dass er sich das Genick gebrochen hat.
26:24Ja.
26:26Ich habe gehört, dass es einen ganz traurigen Unfall gab.
26:31Und glauben Sie daran, dass es ein Unfall war?
26:34Ich muss doch glauben, was man mir sagt.
26:42Wie ich schon sagte, Frau Kolande arbeitet seit Jahren mit meinem Vater zusammen
26:46und glaubt jetzt, wofür sie bezahlt wird.
26:49Nehmen Sie ihm übel, was er gesagt hat?
26:50Na gut, ich habe eine Frage an Sie.
26:55Gab es eigentlich zwischen Herrn Danhoff und Herrn Kotler, gab es da irgendwelche Streitpunkte?
27:04Herr Danhoff hat immer das Wohl der Firma im Auge gehabt.
27:09Es war in der Aktentasche, mit der mein Vater zur Baustelle gefahren ist.
27:12Was ist das?
27:12Ich war heute Morgen schon auf der Baustelle und habe sie dort gefunden.
27:17Sie war leer.
27:19Es waren sicher Unterlagen darin, die gebraucht wurden.
27:23Wissen Sie, welche Unterlagen?
27:25Nein, ich weiß nicht welche.
27:27Und nicht, welche Bedeutung sie hatten.
27:29Wurde dieser Raum hier, wurde dieser Schreibtisch, wurde der durchsucht?
27:35Gesucht hat man und sicher, dass was benötigt wird, weil ja alles weitergehen muss.
27:41Melden Sie uns bitte bei Herrn Kotler an.
27:48Komm.
27:56Alles leer.
27:58Herr Kotler ist jetzt auf der Baustelle.
28:05So, muss er denn dabei sein?
28:07Nein, nicht unbedingt, aber komm, Kucke, lass sie.
28:16Ich habe gehört, Sie haben Ihre Aussage widerrufen und auf Ihre Sehschwäche hingewiesen.
28:22Schöne Brille.
28:24Gut für die Augen.
28:26Und gut fürs Gewissen.
28:27Wom geht es?
28:53Was wollen Sie?
28:55Um den Tatvorgang.
28:55Um den Tatvorgang.
28:57Unfallvorgang.
28:58Ja, wie auch immer.
28:59Wir wollen, dass Sie es uns hier an Ort und Stelle zeigen.
29:02Telefon für Sie, meine Herren.
29:06Was wollen Sie?
29:08Was soll ich machen?
29:10Zeigen Sie uns mal, wie und wo und was passiert ist.
29:13Und zwar an Ort und Stelle.
29:16In Ordnung, das zeige ich Ihnen.
29:18Das können wir ganz schnell hinter uns bringen.
29:20Und dann will ich davon nichts mehr hören.
29:22Oder denken Sie etwa, ich habe Angst?
29:23Stefan?
29:24Ja?
29:24Ich bin dicht.
29:25Danke.
29:33Derrick.
29:37Der Kriminalrat, wieso?
29:38Es geht nicht.
29:39Ich bin auf der Baustelle.
29:44Gut.
29:45Geben Sie mir.
29:45Nein, wir müssen schon noch ein bisschen weiter gehen.
30:06Hier.
30:06Ja, hier.
30:20Jetzt sagen Sie mir, was passiert ist.
30:22Dein Vater, dein Vater ist einfach ausgerutscht, hat die Balance verloren.
30:28Er sagte zu mir, mir ist nicht gut, halten Sie mich fest.
30:30Ja, dann habe ich gesagt, was haben Sie denn?
30:32Und dann habe ich ihn festgehalten.
30:33Und dann haben Sie mich festgehalten.
30:34Ja, dann haben Sie mich festgehalten.
30:35Ja, da magst du vielleicht nicht ganz Unrecht haben.
30:45Da gab es nicht mehr, da ging, da gab es nicht mehr.
30:46Dann gehen Sie jetzt auf.
30:46Dann gehen Sie mir nach.
30:48Ja, und dann gehen Sie mir nach.
30:50Dann gehen Sie ihn.
30:51Was ist denn mit dem Jungen?
31:17Er kommt nicht los von der fixen Idee, dass ich seinen Vater umgebracht habe.
31:22Es sah so aus, als würden Sie die Beherrschung verlieren.
31:25Sie neigen zum Jehzorn.
31:27Ach was. Ich hab meinen Verstand zusammen.
31:30Das bleibt auch so.
31:40Wir gehen mit ihm.
31:42Wieso bleiben wir nicht bei Guter?
31:44Da wäre es im Moment nicht so interessant.
31:50Das war überflüssig.
31:52Das war absolut überflüssig.
31:56Wo wollen Sie hin jetzt?
31:58Nach Hause. Ich muss noch meine Schwester sehen.
32:01Ja, gut. Wir fahren mit Ihnen. Fahren Sie voraus. Wir folgen Ihnen.
32:04Mir? Haben Sie ja nichts mehr zu tun?
32:07Nein. Im Moment nicht.
32:15Haben wir auf der Baustelle nichts mehr zu tun?
32:17Ich meine, wir haben doch eben was ganz Wichtiges.
32:19Der Mörder hat eine Vorstellung gegeben.
32:21Oder siehst du es nicht so?
32:23Doch, ich sehe das genauso.
32:25Ich meine, da brennt's doch. Nicht da.
32:27Doch, da. Und da ganz besonders.
32:31Du bist immer noch nicht aufgestanden? Warum nicht, hm?
32:49Gar nicht.
32:51Ich weiß, ich weiß ja.
32:54Okay.
32:59Dann bleib liegen.
33:00Soll ich die Vorhänge zuziehen?
33:03Hm.
33:14Meine Schwester ist noch nicht aufgestanden.
33:19Es ist so. Sie hat Angst bekommen.
33:21Vom Menschen.
33:24Ich hab sie ja auch.
33:25Aber ich bleib nicht liegen und zieh mir die Bettdecke über den Kopf.
33:30Ja, jetzt sagen Sie mir, was Sie wollen.
33:34Wir wollen mit Ihnen über Ihre Familie sprechen.
33:39Was wollen Sie?
33:41Wir wollen mit Ihnen über Ihre Familie sprechen.
33:46Ihre Mutter.
33:50Lebt nicht mehr. Lebt schon lange nicht mehr.
33:53Mein Vater war beides. Vater und Mutter.
33:59Wie hört sich das an?
34:00So, dass Sie es verstehen.
34:04Und jetzt gibt's gar keine Familie mehr.
34:06Und dass es sie nicht mehr gibt, wird einfach nicht zur Kenntnis genommen.
34:11Wir beide nehmen es ja zur Kenntnis.
34:13Wir sehen ja, was mit Ihnen los ist.
34:15Was ist mit mir los?
34:16Inspektor Klein und ich gehören seit vielen Jahren zur Mordkommission, wissen Sie?
34:22Und wir haben sehr viele Ermordete gesehen.
34:26Und in dem Umfeld dieser Ermordeten, da gibt es eine Menge andere Leute, nämlich Bekannte, Verwandte, Freunde und so weiter.
34:35Und die sind alle irgendwie in diesen Mord involviert.
34:41Und sie leiden. Die einen mehr, die anderen weniger.
34:44Und die sind alle, die sehr stark leiden an den Folgen.
34:50Die sehr starke Verletzungen haben durch diese Mordhöhle.
34:56Du wolltest doch liegen bleiben.
34:57Sie konnte nicht aufstehen heute Morgen.
35:01Sie hat sie. Und ich hab sie auch.
35:04Diese seelischen Verletzungen, mit denen man nicht leben kann.
35:08Der Tag, der heute Morgen angefangen hat.
35:11Es ist ein Tag, der mit dem üblichen nichts mehr zu tun hat.
35:15Sie haben noch nicht einmal gefrühstückt.
35:19Sie hat's nicht angerührt.
35:21Hier. Der Café ist kalt. Wo ist die Küche?
35:24Wo ist die Küche?
35:29Sie wollen Kaffee machen?
35:30Ja. Sie auch?
35:32Gut. Kommen Sie mit.
35:37Mein Vater ist für Sie ein Mordopfer.
35:40Also halten Sie Kotler auch für den Mörder meines Vaters?
35:44Ja.
35:46Muss ich mir vorstellen, dass dieser Mann davon kommt?
35:49Dass er herumläuft unter uns?
35:51Was?
35:53Neben uns? Mit uns?
35:55Ein Mörder?
35:59Ja.
36:02Wenn wir ihm nicht das Gegenteil beweisen können,
36:06wird es so sein.
36:07Ja, was?
36:09Frau Kolande?
36:10Arbeiten Sie jetzt für Herrn Kotler?
36:11Ja, er erwartet Sie schon.
36:13Sind Sie jetzt eine neue Vorzimmerdame?
36:15Ja, ich bin versetzt worden.
36:17Guten Tag, die Herren.
36:19Ja, Frau Kolande arbeitet jetzt hier.
36:21Sie ist ja gewissermaßen frei geworden.
36:22Und so eine überaus tüchtige Person braucht einen Wirkungskreis,
36:24den sie ja nun hat, hier hat.
36:26Kommen Sie rein, meine Herren.
36:27Nehmen Sie bitte Platz.
36:28Danke.
36:29Sie wollten mich noch mal sprechen?
36:30Ja.
36:31Sie wollen mich noch mal sprechen?
36:32Ja.
36:33Sie ist eine neue Vorzimmerdame?
36:35Ja, ich bin versetzt worden.
36:36Guten Tag, die Herren.
36:37Ja, Frau Kolande arbeitet jetzt hier.
36:39Sie ist ja gewissermaßen frei geworden.
36:40Sie braucht einen Wirkungskreis, den sie ja nun hat, hier hat.
36:43Kommen Sie rein, meine Herren.
36:53Nehmen Sie bitte Platz.
36:54Danke.
36:56Sie wollten mich noch mal sprechen?
36:58Ich hoffe, die Mordsache, von der da immer gefaselt wurde,
37:00die ist doch nun wohl vom Tisch, oder?
37:03Ist der junge Danhoff zur Vernunft gekommen?
37:06Er macht sich ja eine Menge Gedanken.
37:10Hoffentlich die Richtigen.
37:12Es ist er auf der Baustelle zu einer unglaublichen Szene gekommen.
37:14Er hat doch klipp und klar behauptet, ich sei der Mörder seines Vaters.
37:18Ich werde gegen ihn vorgehen, wenn er das weiterhin von sich gibt.
37:21Öffentlich von sich gibt.
37:25Doch nur zu Ihnen.
37:27Was kann ich für Sie tun?
37:29Wir wollten doch einmal den jungen Asiner sprechen.
37:33Der hat nämlich eine konkrete Aussage gemacht.
37:36Er hat gesehen, wie Sie Danhoff hinuntergestoßen haben.
37:40Du liebe Zeit.
37:41Hat er doch längst widerrufen.
37:44Also, wir wollten ihn sprechen.
37:47Und dann haben wir erfahren, dass er in Ihrer Firma angestellt ist.
37:52Ja, ja.
37:53Jetzt raten Sie mal, warum.
37:55Weil wir alle erst jetzt festgestellt haben,
37:56dass dieser junge Mann große Probleme mit seinen Augen hat.
37:59Den darf man doch nicht mehr hinter der Steuer eines Wagens lassen.
38:01Ist doch lebensgefährlich.
38:03Er arbeitet jetzt hier.
38:05Können wir ihn sprechen?
38:06Warum?
38:08Ja, von mir aus, meine Wege, ich habe nichts dagegen.
38:12Ich bringe Sie sogar selber zu ihm.
38:16Ja, ich habe schon mitbekommen, dass Sie sich für meine Firma interessieren.
38:20Bankenkonsortium abgeschlossen.
38:22Diesen Abschluss gedenke ich heute Abend in meinem Haus zu feiern,
38:25mit einem kleinen Empfang.
38:27Darf ich Sie dazu einladen?
38:28Oh ja.
38:30Ja, wir beide, wir kommen sehr gerne.
38:34Werden Sie auch die Danhof-Kinder einladen?
38:40Wie?
38:42Daran habe ich bis jetzt noch gar nicht gedacht.
38:45Ja, warum eigentlich nicht? Gute Idee.
38:48Wäre gewissermaßen so etwas wie ein Friedensschluss, nicht?
38:51Ja, wenn man mir die Hand reicht.
38:55Ich nehme Sie.
38:58Junge Herr Hasinger, jetzt nicht mehr hinter dem Steuer eines Lastwagens,
39:03sondern an einem Computer.
39:05Das ist Frau Mangold, ihm hilft zu begreifen, was begriffen werden muss,
39:09wenn man an so einem Ding sitzt.
39:11Frau Mangold?
39:12Wie macht er sich denn?
39:14Er hat noch Schwierigkeiten.
39:16Ja, so kein Wunder.
39:17Ich würde mich gar nicht erst an so ein Ding setzen.
39:20Ja, die Hand kennen Sie ja bereits.
39:21Sie sind von der Polizei und möchten noch mal mit Ihnen sprechen,
39:25um noch einmal das zu hören, was Sie ja sowieso schon wissen.
39:29Soll ich rausgehen?
39:30Hört mir recht.
39:32Hört mir auch. Kommen Sie, Frau Mangold.
39:33Nein, Frau Mangold, kann hier bleiben.
39:36Ja, wie Sie wollen.
39:42Also, ich will nicht von Ihnen wissen, was ich ohnehin schon weiß.
39:49Es geht mir einfach darum, von Ihnen zu hören, wie Sie sich fühlen.
39:52Also, wie geht's Ihnen?
39:56Danke, sehr gut.
39:58Ja.
40:00Sagt er die Wahrheit?
40:03Es kommt darauf an, was man darunter versteht,
40:06wenn man gefragt wird, wie es einem geht.
40:08Na ja, ich meine so sein inneres Wohlbefinden.
40:13Das ist mir unbekannt.
40:15Wieso?
40:17Sie müssen ihn anlernen.
40:19Ja, ich muss ihn anlernen.
40:21Sich hier in diesem Hause zurechtzufinden.
40:24Das wird er sicher lernen.
40:26So, wie wir es alle gelernt haben.
40:29Sie glauben nicht, dass ihm das Schwierigkeiten machen wird, ne?
40:33Wenn er Schwierigkeiten haben sollte, würde es mich wundern.
40:38Er fand aber nicht ganz bei der Sache zu sein.
40:40Nein, das ist er nicht.
40:43Er hat seine Gedanken nicht besser.
40:46Könnte es sein, dass seine Gedanken ganz woanders sind?
40:51Ich habe meine auch nicht ganz bei der Sache.
40:55Vielen Dank, Frau Mangold.
40:57Bitte.
40:58Und wir beide, wir wünschen Ihnen recht viel Glück
41:02bei Ihren doch sehr schwierigen Lernprozessen.
41:12Ein interessanter Mann, der mit mir spricht und Sie meint.
41:16Um die Frage des jungen Mannes zu beantworten.
41:19Der fühlt sich gar nicht wohl.
41:20Nein, er fällt ja.
41:22Er fällt immer durch die Luft auf den Boden.
41:25Auf den Boden der Tatsachen.
41:31Ich hatte Sie gebeten, nochmal bei mir vorbeizuschauen.
41:35Der junge Asinger, wie hat er sich benommen?
41:38Was hat er gesagt?
41:39Oh, er hat gesagt, dass er sich äußerst wohl fühlt hier bei Ihnen im Haus.
41:44Das will ich hoffen.
41:46Das ist ja eine Riesenchance, die ich ihm gebe.
41:48Was diesen Empfang betrifft heute Abend, das ist ein Fest, nicht wahr?
41:51So eine Art Betriebsfest.
41:52Und, äh, werden Sie den jungen Hasinger auch reinladen?
41:56Er stand bis jetzt noch nicht auf der Liste.
41:59Aber jetzt kommt er drauf.
42:02Danke.
42:04Gute Idee.
42:06Dieser Empfang oder was immer das heute ist.
42:09Du weißt, was da gefeiert wird?
42:11Also die Leute sagen, Kotler feiert die Rettung seiner Firma.
42:15War eine Schwierigkeit.
42:17Ich habe einen Wirtschaftsredakteur gefragt, was mir Kotler ist.
42:19Und der sagte mir, der spielt das Spiel, was immer beliebter wird.
42:21Wer ist das Spiel?
42:23Alles oder nichts.
42:25Alles oder nichts.
42:28Das wird ein wichtiger Abend.
42:31Habe ich das richtig verstanden?
42:34Der Mann hat uns eingeladen.
42:37Meine Schwester und mich.
42:39Ja.
42:41Der Mörder meines Vaters gibt einen Empfang.
42:44Und lädt die Kinder des Mannes, den er umgebracht hat, dazu ein.
42:48So ist es ja.
42:49Darf ich Sie jetzt fragen, warum Sie hier sind?
42:53Wollen Sie uns empfehlen, daran teilzunehmen?
42:56Der Mörder empfängt und gibt uns womöglich seine Hand.
43:01Oh, das wird er sicher tun.
43:03Das wird er sicher tun.
43:06Gibt man Mörder in die Hand.
43:08Manche Menschen haben da gar keine Bedenken.
43:11Aber dass Sie hier sind, hat doch einen Grund.
43:14Ja.
43:15Ja.
43:17Ich möchte Sie bitten, ganz persönlich möchte ich Sie bitten, zu kommen.
43:23Nein, nein. Bleib nur liegen.
43:39Wie spät ist es?
43:41Wir haben noch zwei Stunden Zeit.
43:42Dann wirst du aufstehen und dich anziehen.
43:47Hm?
43:54Harry, du hast noch etwas mehr Zeit.
43:57Ja.
43:58Fahr du sie.
43:59Ich möchte nicht, dass Sie mit Ihrem eigenen Wagen fahren, weißt du?
44:01Na gut.
44:02Wir machen das so, wie wir es besprochen haben.
44:03Okay.
44:13Gehst du an die Tür?
44:15Wer es auch ist.
44:17Wir haben keine Zeit.
44:18Wir müssen gleich weg.
44:19Darf ich reinkommen?
44:24Wer ist es?
44:26Ich bin's.
44:30Sie?
44:37Guten Abend, Herr Hasinger.
44:39Wie ich sehe, gehen Sie auch zu dem Fest?
44:41Sie und Ihr Sohn?
44:43Ja.
44:44Ich und mein Sohn.
44:46Gehen Sie etwa auch dahin?
44:47Ja, geh auch dahin, ja.
44:54Mit einer Einladung?
44:56Ja, mit einer Einladung natürlich.
44:59Sag ich mal, was ist denn da los?
45:01Kann ich Ihnen da nicht mal helfen?
45:03Das passiert mir jeden Morgen.
45:05Ganz einfachen Grund.
45:07Die Knöpfe sind zu dick.
45:09Die Knopflöcher, die sind zu schmal.
45:11Ich hasse diese Knöpfe.
45:13Sie gehen ungern zu diesem Fest, nicht?
45:15Ja, ungern.
45:17Und meinem Sohn habe ich erst klarmachen müssen, dass er da hingehen muss.
45:21Dass er es nicht ablehnen kann.
45:26Danke.
45:31Warum sind Sie zu mir gekommen?
45:33Weil ich neugierig war, ob der Sohn auch hingeht.
45:36Sie haben ja gehört, er tut es.
45:40Weil er keine andere Wahl hatte.
45:44Ich frage nochmal.
45:46Warum sind Sie hier?
45:48Weil vor mir zwei Menschen stehen, die gesehen haben, haargenau gesehen haben, wie Kotler seinen Buchhalter in den Tod gestürzt hat.
45:58Ich habe eine Aussage gemacht, die ich, wenn Sie wollen, beeiden werde.
46:04Beeiden?
46:06Ich habe schon so viel Eide später an Krücken laufen sehen.
46:10Nein, ich will Ihnen mal sagen, was ich sehen möchte.
46:16Ich möchte gerne sehen, wie Sie sich benehmen, Sie, und vor allen Dingen Sie, wenn die Dannhof-Kinder auf dem Fest erscheinen.
46:27Seine Kinder?
46:30Kotler hat sie eingeladen.
46:33Rennen Sie doch keinen Unsinn.
46:37Der wird doch nicht die Kinder von dann auf einladen.
46:40Die Kinder könnten sich doch zum Beispiel bei Kotler bedanken dafür, dass er ihrem Vater helfen wollte, dass er ihn retten wollte, vor dem Tod bewahren wollte.
46:49Also, ich weiß nicht, was Ihre Absicht ist, aber sagen Sie mal, wollen Sie mich erschrecken?
47:00Sie kann man nicht mehr erschrecken.
47:03Aber Sie, ich bin nur der Hoffnung, dass man Sie noch erschrecken kann.
47:13Also, bis nachher.
47:26Hörst du zu denen, die man noch erschrecken kann?
47:31Was will der Mann?
47:32Mich kann man jedenfalls nicht mehr erschrecken, weil ich einen Grundsatz habe und der heißt, nichts geht mich was an.
47:46Oder andersrum, gut ist, was mir nützt.
47:49Wenn die dann auf Kinder da sind, glaube ich zwar nicht, aber möglich wäre es ja, dann hätten sie auch nach dem Grundsatz gehandelt.
48:05Gut ist, was nützt.
48:07Normalerweise werden wir nicht zu den Gästen gehören.
48:21Und jetzt sind wir sogar Ehrengäste.
48:23Denk an die Fabel von den drei Affen. Nicht sehen, nichts hören, nichts sagen.
48:27Ja, aber Sie sind nur zwei Affen. Lassen Sie mich den dritten sein.
48:30Gehen wir gemeinsam einen her. Kommen Sie.
48:31Was bezwecken Sie damit?
48:34Och, ich möchte gerne wissen, was der Kotter für ein Gesicht macht, wenn er uns drei gemeinsam mal reinkommen sieht.
48:40Ein Kriminalbeamter und zwei seiner Zeugen, die ihn vor dem Gefängnis retten.
48:47Ich glaube, Sie sind nur darauf aus, uns den ganzen Abend zu versauen.
48:51Eines ist jedenfalls richtig. Es wird kein schöner Abend.
49:01Ja, Frau Kolande, Sie kennen die Herren von der Zentralbank ja nur vom Telefon.
49:17Das ist Herr Doktor Hofer, das ist Herr Bühlmann und das ist Herr Doktor Kühn.
49:21Freut mich.
49:23Das ist meine Perle, Frau Kolande.
49:31Ich bin der Karte.
49:32Ich bin der Karte.
49:33Ich bin der Karte.
49:34Ich bin der Karte.
49:42Ich bin der Karte.
49:43Ich bin der Karte.
49:44Ich bin der Karte.
49:45Ich bin der Karte.
49:55Hallo.
49:56Guten Abend.
49:57Es war schön, dass Sie meiner Einladung gefolgt sind.
49:58gefolgt sind. Seien Sie mir willkommen. Sie natürlich auch. Und der Sohn, der sich
50:04nun im Innendienst meiner Firma bewähren wird. Wo haben Sie sich denn getroffen?
50:09Vor Ihrer Villa, da wo die Wagen stehen. Aber vorher habe ich die beiden auch zu Hause
50:13besucht. Was haben Sie? Ja, er hat uns besucht zu Hause. Aber das bedeutet nichts. Gar nichts.
50:22Für mich nicht und für meinen Sohn auch nicht. Sie wollen mir doch das Fest nicht verdämmen,
50:26lassen. Wir haben heute Abend alle den Grund zu feiern. Wir feiern einen wichtigen
50:30geschäftlichen Abschluss, der für unsere Firma von großer Bedeutung ist. Schade, dass
50:35mein Umhalter der liebe Danhoff nicht dabei sein kann. Der ja an diesem Abschluss nicht
50:40ganz unwesentlich beteiligt war. Ja, damit ich ganz Ihre Meinung, dass man sein, mit daran
50:45beteiligt sein, nicht vergessen sollte. Tja. Lassen Sie sich bedienen. Fühlen Sie sich wohl
50:54hier, mein lieber Hase. Ich entschuldige mich. Ja, dann folgen wir mal der freundlichen
51:02Aufforderung. So, ich hoffe, wir haben alle einen sehr interessanten Tag. Und ich hoffe, dass
51:11Sie beide sich dabei sehr wohl fühlen können.
51:30Harry, das Fest ist in vollem Gang. Ihr könnt jetzt kommen. Ja, wir sind eigentlich soweit.
51:36Wie fühlen sich die beiden? Ich glaube, nicht besonders gut. Ja, wir fahren dann los.
51:47Ich habe gehört, was Sie gesagt haben. Sie wissen, was wir uns zumuten. Ja, ich weiß.
51:53Ich habe gehört, was wir uns zumuten. Ja, ich habe gehört, was wir uns zumuten. Ja, ich habe gehört.
52:00Sie warten hier, ja?
52:25Sie warten hier, ja?
52:26Sie warten hier, ja?
52:32Sie warten hier.
52:33Nein, nicht ganz.
52:35Ich hab gehört, ja?
52:35Ich hab gehört, das war ich mir jetzt noch bricks.
52:49Und ich bin glücklich.
52:51Ich bin glücklich.
52:52Was wollen Sie?
53:07Die Musik. Die soll mal aufhören zu spielen. Die können eine Pause machen.
53:11Ich bitte Sie vielmals um Entschuldigung, aber Ihre Musik ist großartig.
53:15Warum unterbrechen Sie die Musik?
53:18Sie haben noch Gäste bekommen.
53:19Gäste? Was für Gäste? Alle Gäste sind hier.
53:22Nein, nicht alle. Haben Sie nicht die Kinder Ihres toten Buchhalters eingeladen?
53:28Sie sind draußen.
53:29Ja? Ja, sollen Sie reinkommen?
53:31Ist doch kein Grund, auf diese Art und Weise hier für Mischstimmung zu sorgen.
53:34Meine Damen und Herren, es sind die Kinder des Buchhalters Danoff,
53:38der auf eine sehr tragische Art und Weise ums Leben gekommen ist.
53:42Unter Umständen, die bis heute leider noch nicht ganz geklärt sind.
53:46Sie sind alle geklärt. Was reden Sie denn da? Bitte lassen Sie sich nicht irritieren.
53:50Nun, ich habe ja immerhin eine Aussage, dass Sie selbst den Tod Ihres Buchhalters verursacht haben.
53:55Was?
53:57Was? Was?
53:59Herr Kottler,
54:01die Kinder sind hier,
54:04um sich bei Ihnen zu entschuldigen.
54:07Ja, dann sollen Sie doch reinkommen.
54:10Oder soll ich Sie selber reinholen?
54:11Nein, das ist nicht nötig.
54:13Es ist gut, dass Sie gekommen sind.
54:35Gut für uns alle.
54:36Willkommen.
54:45Geben Sie ihm nicht die Hand.
54:48Er ist ein Mörder.
54:53Was bin ich?
54:55Ein Mörder?
55:00Der Mann ist doch halb blind.
55:02Ist doch alles längst festgestellt.
55:03Verzeih mir, mein Junge.
55:12Seine Augen sind vielleicht nicht in Ordnung.
55:15Aber meine.
55:18Sie sind ein Mörder.
55:19Ja.
55:33Daumen Sie.
55:39Daumen Sie.
55:39Daumen Sie.
55:40Daugen Sie.
55:41Daumen Sie.
55:49Daumen Sie.
55:53Untertitelung. BR 2018
56:23Untertitelung. BR 2018
56:53Untertitelung. BR 2018
57:23Untertitelung. BR 2018
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