00:00Der Amoklauf an einem Grazer Gymnasium durch einen ehemaligen Schüler habe einmal mehr gezeigt,
00:06wie wichtig Präventionsarbeit sei, so Bildungsminister Christoph Wiederkehr nach dem Ministerrat.
00:13Daher wurden am Mittwoch zusätzliche Maßnahmen für psychische Gesundheit an Schulen beschlossen.
00:18Nachdem im Regierungsprogramm die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen so einen hohen Stellenwert hat,
00:24waren die Ereignisse in Graz die Bestätigung davon, dass wir in diesem Bereich schnell handeln müssen.
00:32Das hat dazu geführt, dass wir jetzt im Ministerrat schon diese Beschlüsse fassen.
00:36Es ist aber alles im Regierungsprogramm auch schon mit Bedacht gewesen, weil es auch dringend notwendig ist,
00:43nämlich hier Akzente zu setzen. Wir haben es in den letzten Jahren schon gesehen, dass der Bedarf steigt
00:49und deshalb hier die Anstrengungen der Bundesregierung auch steigen müssen.
00:52Konkret soll es ab kommendem Jahr an den Schulen zusätzlich zu den bestehenden Workshops zum Thema Extremismusprävention
00:59auch eigene Angebote für psychosoziale Unterstützung und Mental Health geben.
01:05Die Mittel für externe Workshops werden auf 4 Millionen Euro im Jahr verdoppelt.
01:11Außerdem soll es verpflichtende Exit-Gespräche für Schulabbrecher geben und mehr Personal in der Schulpsychologie.
01:18Die derzeit knapp 190 Stellen sollen bis 2026 fast verdoppelt werden.
01:25Die zweite Ebene im Personalbereich ist die Schulsozialarbeit, wo wir erstmals in Bundesschulen Schulsozialarbeit einführen werden.
01:33Das gab es bisher in Bundesschulen gar nicht, sondern nur in Pflichtschulen.
01:36Wir sehen durch gesellschaftliche Entwicklungen, dass es allerdings notwendig wird,
01:40weshalb wir erstmals im kommenden Schuljahr 30 schulsozialarbeitende Personen anstellen werden
01:47und im Schuljahr darauf weitere 35 Personen anstellen werden,
01:52damit wir hier insgesamt 65 Personen in der Schulsozialarbeit haben
01:56für die Sekundarstufe 2 im Bereich der Bundesschulen.
02:01Durch das zusätzliche Personal soll eine intensivere Unterstützung der Schulen mit ihren knapp 1,2 Millionen Kindern und Jugendlichen
02:10etwa in Krisen- und Akutsituationen, bei der Erstellung und Anwendung von Krisenplänen
02:17und in der Präventionsarbeit möglich werden.
Kommentare