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Die Universitäten haben mit einer Demo in Wien gegen ab 2028 geplante Kürzungen in ihrem Budget protestiert. Dazu aufgerufen haben Universitätenkonferenz (uniko), Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) und Arbeitnehmervertretungen. Tausende kamen um 13 Uhr zur Auftaktkundgebung an der Uni Wien, der Protestmarsch führte durch die Innenstadt zum Wissenschaftsministerium und vor das Bundeskanzleramt. Am Donnerstag gibt es Kundgebungen in Graz, Linz, Salzburg und Klagenfurt.

Video: APA/mhr; Thumbnail: Heribert corn

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Transkript
00:00In Wien haben am Mittwoch Studierende und Universitätsmitarbeitende gegen Kürzungen im Universitätsbudget protestiert.
00:09Zur Demonstration hatten die Universitätenkonferenz, die österreichische Hochschülerinnenschaft und Arbeitnehmervertretungen aufgerufen.
00:18Die Veranstalter sprachen von über 21.000 Teilnehmenden, die von der Hauptuniversität über das Wissenschaftsministerium bis zum Bundeskanzleramt gezogen sind.
00:31Am Donnerstag soll es dann Kundgebungen in Graz, Linz, Salzburg und Klagenfurt geben.
00:38Wir wollen vor allen Dingen erreichen, dass in der Bundesregierung klar wird, dass es mit den bislang vorgeschlagenen Zahlen für
00:45das nächste Budget überhaupt nicht geht und dass damit unsere Universitäten zu Tode gespart werden und da werden wir uns
00:51gegen wehren.
00:52Auslöser des Protests sind Pläne der Bundesregierung für das kommende Doppelbudget 2027-28.
01:01Die Universitätenkonferenz befürchtet eine Kürzung von einer Milliarde Euro für ihr nächstes Drei-Jahres-Budget.
01:09Finanzminister Markus Marterbauer nennt diese Zahl hingegen frei erfunden.
01:15Dem entgegne ich, dass schon die Zahlen, die wir bislang gehört haben, 15,5 Milliarden, das ist eine Milliarde weniger
01:20als in der aktuellen Leistungsperiode.
01:22Und wenn wir dann noch die Inflation, die ja kommt, bis wir alle draufrechnen, dann fehlen zweieinhalb Milliarden.
01:27Und da geht es jetzt nicht mehr um Details und um vage Vermutungen, da geht es um knallharte Zahlen und
01:33da müssen wir jetzt laut werden, damit die Zahlen in die richtige Richtung gehen.
01:36Die Unirektoren fordern weiterhin ein Budget-Plus von 1,5 Milliarden Euro auf insgesamt 18 Milliarden.
01:45Alles andere bedeute angesichts der Inflation gravierende Einschnitte.
01:50Es wird in allen Bereichen große Einsparungen geben, ziemlich drastisch, ja, also zweieinhalb Milliarden, das ist nicht wenig.
01:56Also es wird vor allen Dingen großen Personalabbau geben müssen, vor allen Dingen bei den Nachwuchswissenschaftlern und Wissenschaftlern, wo man
02:02sparen kann.
02:03Es wird eine Beeinträchtigung der Studienqualität geben, die wir gerade versucht haben in den letzten Jahren zu verbessern, aufzubauen, das
02:11kann man auch sehen.
02:12Und es wird natürlich dazu führen, dass die Forschungskraft der Universitäten und damit, dass die Innovationskraft in Österreich drastisch zurückgehen
02:19wird.
02:20Und ich möchte nochmal betonen, dass das keine Zahlen sind, die in den Himmel wachsen.
02:23Da ist schlicht mit diesen 18 Milliarden, da ist die Inflation drin und die Inflation muss abgegolten werden, sonst müssen
02:29wir zurückfahren.
02:30Und es ist auch überhaupt nicht einzusehen, warum was vor ein paar Monaten möglich war.
02:35Beim FTI-Pakt wurde genau die Inflation für die nächsten drei Jahre mit reingepreist, 8,7 Prozent.
02:40Und das ist genau das, was wir mehr haben möchten, um unseren Betrieb weiterzumachen.
02:44Es geht nicht um große Fantasien hier.
02:45Wir müssen sparen, dagegen bin ich nie aufgetreten, die Frage ist es wie.
02:50Und diese Bundesregierung kürzt am Rücken der Frauen, kürzt am Rücken der Familien, kürzt am Rücken der Bildung.
02:56Das ist der verkehrte Weg.
02:57Stattdessen hören wir auf mit unserem Gelten, um mehr Dreck in die Luft zu pesten.
03:02Dienstwagenprivileg.
03:03Was ist mit den Milliarden für die Autobahnprojekte aus dem letzten Jahrtausend?
03:07Warum zahlen die Luxuspensionen keinen Beitrag?
03:09Und wo bleibt eigentlich der faire Beitrag superreicher Milliarden Erben?
03:12Die zahlen nämlich überhaupt keinen Beitrag für die Budgetkonsolidierung.
03:15Das halte ich für ungerecht und bildungs- wie wirtschaftspolitisch verantwortungslos.
03:212028 muss das Wissenschaftsministerium insgesamt 190 Millionen Euro kürzen.
03:28Und die Medizin-Unis sollen anders als bisher die Gehälter der Ärzte an den Unikliniken selbst bezahlen müssen.
03:38Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner hat allerdings mehrfach betont,
03:43dass sie insgesamt ein Plus anstrebt.
03:46Die endgültigen Summen sollen Ende Oktober feststehen.
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