00:00In Wien haben am Mittwoch Studierende und Universitätsmitarbeitende gegen Kürzungen im Universitätsbudget protestiert.
00:09Zur Demonstration hatten die Universitätenkonferenz, die österreichische Hochschülerinnenschaft und Arbeitnehmervertretungen aufgerufen.
00:18Die Veranstalter sprachen von über 21.000 Teilnehmenden, die von der Hauptuniversität über das Wissenschaftsministerium bis zum Bundeskanzleramt gezogen sind.
00:31Am Donnerstag soll es dann Kundgebungen in Graz, Linz, Salzburg und Klagenfurt geben.
00:38Wir wollen vor allen Dingen erreichen, dass in der Bundesregierung klar wird, dass es mit den bislang vorgeschlagenen Zahlen für
00:45das nächste Budget überhaupt nicht geht und dass damit unsere Universitäten zu Tode gespart werden und da werden wir uns
00:51gegen wehren.
00:52Auslöser des Protests sind Pläne der Bundesregierung für das kommende Doppelbudget 2027-28.
01:01Die Universitätenkonferenz befürchtet eine Kürzung von einer Milliarde Euro für ihr nächstes Drei-Jahres-Budget.
01:09Finanzminister Markus Marterbauer nennt diese Zahl hingegen frei erfunden.
01:15Dem entgegne ich, dass schon die Zahlen, die wir bislang gehört haben, 15,5 Milliarden, das ist eine Milliarde weniger
01:20als in der aktuellen Leistungsperiode.
01:22Und wenn wir dann noch die Inflation, die ja kommt, bis wir alle draufrechnen, dann fehlen zweieinhalb Milliarden.
01:27Und da geht es jetzt nicht mehr um Details und um vage Vermutungen, da geht es um knallharte Zahlen und
01:33da müssen wir jetzt laut werden, damit die Zahlen in die richtige Richtung gehen.
01:36Die Unirektoren fordern weiterhin ein Budget-Plus von 1,5 Milliarden Euro auf insgesamt 18 Milliarden.
01:45Alles andere bedeute angesichts der Inflation gravierende Einschnitte.
01:50Es wird in allen Bereichen große Einsparungen geben, ziemlich drastisch, ja, also zweieinhalb Milliarden, das ist nicht wenig.
01:56Also es wird vor allen Dingen großen Personalabbau geben müssen, vor allen Dingen bei den Nachwuchswissenschaftlern und Wissenschaftlern, wo man
02:02sparen kann.
02:03Es wird eine Beeinträchtigung der Studienqualität geben, die wir gerade versucht haben in den letzten Jahren zu verbessern, aufzubauen, das
02:11kann man auch sehen.
02:12Und es wird natürlich dazu führen, dass die Forschungskraft der Universitäten und damit, dass die Innovationskraft in Österreich drastisch zurückgehen
02:19wird.
02:20Und ich möchte nochmal betonen, dass das keine Zahlen sind, die in den Himmel wachsen.
02:23Da ist schlicht mit diesen 18 Milliarden, da ist die Inflation drin und die Inflation muss abgegolten werden, sonst müssen
02:29wir zurückfahren.
02:30Und es ist auch überhaupt nicht einzusehen, warum was vor ein paar Monaten möglich war.
02:35Beim FTI-Pakt wurde genau die Inflation für die nächsten drei Jahre mit reingepreist, 8,7 Prozent.
02:40Und das ist genau das, was wir mehr haben möchten, um unseren Betrieb weiterzumachen.
02:44Es geht nicht um große Fantasien hier.
02:45Wir müssen sparen, dagegen bin ich nie aufgetreten, die Frage ist es wie.
02:50Und diese Bundesregierung kürzt am Rücken der Frauen, kürzt am Rücken der Familien, kürzt am Rücken der Bildung.
02:56Das ist der verkehrte Weg.
02:57Stattdessen hören wir auf mit unserem Gelten, um mehr Dreck in die Luft zu pesten.
03:02Dienstwagenprivileg.
03:03Was ist mit den Milliarden für die Autobahnprojekte aus dem letzten Jahrtausend?
03:07Warum zahlen die Luxuspensionen keinen Beitrag?
03:09Und wo bleibt eigentlich der faire Beitrag superreicher Milliarden Erben?
03:12Die zahlen nämlich überhaupt keinen Beitrag für die Budgetkonsolidierung.
03:15Das halte ich für ungerecht und bildungs- wie wirtschaftspolitisch verantwortungslos.
03:212028 muss das Wissenschaftsministerium insgesamt 190 Millionen Euro kürzen.
03:28Und die Medizin-Unis sollen anders als bisher die Gehälter der Ärzte an den Unikliniken selbst bezahlen müssen.
03:38Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner hat allerdings mehrfach betont,
03:43dass sie insgesamt ein Plus anstrebt.
03:46Die endgültigen Summen sollen Ende Oktober feststehen.
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