00:00Josef Mühlbauer ist ein wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Empowerment for Peace,
00:08der Forschung mit gesellschaftlichem Engagement kombiniert. Er hat Bücher zu den Themen Krieg
00:12und Frieden, sozial-ökologische Gerechtigkeit und politische Bildung geschrieben, um komplexe
00:17Themen verständlicher zu machen. Über seinen YouTube-Kanal, der über 4000 Abonnenten hat,
00:22bietet er Forschern eine Plattform, um gesellschaftspolitische Herausforderungen
00:26zu diskutieren, wie Friedensarbeit und inklusive Politik. Er teilt seine Expertise regelmäßig
00:32als Redner an Universitäten und auf öffentlichen Podien, um Debatten zu fördern und es zu stärken.
00:38Josef Mühlbauer ist offen für neue Kooperationen in Forschung, Medien und auf der Bühne, um seine
00:44Vision weiterzutragen. Kritische Friedensforschung. Ich habe den Politwissenschaftler, was veranlasst,
00:53ein Buch mit diesem Inhalt zu schreiben oder beziehungsweise mit diesen Titeln.
00:57Also ähnlich wie Ralf, dem Buchautor, stelle ich mir kritische Fragen. Und vor allem in der
01:03Friedens- und Konfliktforschung geht es ja darum zu sehen, okay, warum gibt es geopolitische Spannungen,
01:07warum gibt es Krieg, wie können wir zu einem gerechten Frieden kommen, nachhaltigen Frieden
01:12kommen, wie können die Völker untereinander friedlicher auskommen. Und diese Fragen bin ich
01:16nachgegangen und in diesem Sammelband mit meinem Kollegen Maximilian Lakic, auch ebenfalls ein Kollege von mir
01:21an der Universität Graz, am Institut für Rechtswissenschaftliche Grundlagen, haben wir einen tiefen Blick gewagt.
01:27Und wir sind auf ganz verschiedene Aspekte gekommen. Sei es, dass Ressourcen und seltene Erden zu Konflikten
01:34führen können. Wir haben das im Irak-Krieg gesehen, um Erdöl. Wir haben das jetzt in der Ukraine teilweise,
01:39wenn es um Lithium geht. Also so geopolitische Spannungen entstehen, wenn Großmächte eine Gier haben
01:45auf seltene Erden, auf eben Erdöl, Erdgas, aber auch eben Lithium, das angesprochen wurde, oder Kobalt. Und es gibt
01:52aber natürlich eine breite andere Facetten des Krieges, sei es ethnische Faktoren, religiöse Faktoren und
02:00nationalistische Bestrebungen und so weiter. Und das sind halt so Gründe, die zu Krieg führen und wir versuchen auch eben
02:06das aufzutröseln und zu sagen, hey, können wir nicht auskommen und eine Wirtschaftsweise, eine Denkweise
02:12entwickeln, wo wir ein bisschen friedlicher miteinander umgehen. Und das ist auch das Ziel unseres Instituts
02:18an der Uni Graz, wo unser Leiter Jürgen Pirker, Professor Jürgen Pirker und wir, wir haben ein Team und wir
02:26forschen zu genau diesen Themen Friedens- und Konfliktforschung.
02:29Ist nicht oft auch diese ethnischen oder religiösen Gründe nicht oft auch vorgeschoben?
02:33Genau, das ist ein guter Punkt. Oftmals ist es eine Legitimation. Also wenn Putin sagt,
02:38ihm geht es um den Schutz ethnischer Minderheiten, dann mag das vielleicht zum Teil stimmen, aber
02:43eigentlich geht es um eben geopolitische Macht, um die Kontrolle eines gewissen Territoriums,
02:49um den Zugang zu Ressourcen, Schürfrechte. Und das sehen wir in der kolonialen Geschichte,
02:55500 Jahre Ausbeutung, billigste Arbeitskraft und so weiter und so fort. Also das zieht sich leider
03:01durch die Menschheitsgeschichte immer durch.
03:03Eigentlich auch das ein Muss zu lesen.
03:05Ja, ich hoffe. Ich hoffe, es gelangt an vielen Herzen und Hirnen und ich hoffe, die Menschen
03:11nehmen das ernst.
03:12Wo kann man das Buch erwerben?
03:14Das Buch ist im Mandelbaum Verlag 2024 erschienen und ist eigentlich in Thalia und in jeder seriösen
03:21Buchhandlung zu finden. Und genau das nächste Band, vielleicht ein kleiner Teaser, entsteht
03:26Ende dieses Jahres. Wir sind da im Gespräch mit Verlagshäusern und genau mit Professor Klaus Möbling sind
03:32während der Fortsetzung Band 2 dran, das zu schreiben.
03:36Wunderbar. Ein mehr als aktuelles Buch.
03:40Leider. Danke für die Zeit.
03:42Danke.
03:42Wir stehen vor einem wunderbaren Bild.
04:08Neben mir steht die Künstlerin und gleichzeitig Galeristin. Ist das richtig?
04:13Das ist genau richtig. Ich bin akademische Kunstmalerin und ich habe seit dreieinhalb Jahren eine
04:18Galerie hier im Herzen von Wien.
04:20Wunderbarer Platz. Zwar ist momentan eine Baustelle davor, aber das hört ja auch wieder auf.
04:24Diese Bilder, das sind zwei wunderbare Hasen. Wie kommt man auf die Idee, solche Bilder zu machen?
04:31Es kommt darauf an, die Bilder sind ganz unterschiedlich. Ich habe verschiedene Stilrichtungen, die ich durch die
04:35Jahre entwickelt habe. Ich habe mal seit 30 Jahren. Speziell das Hasenbild ist etwas ganz Besonderes, nämlich, dass es ein über
04:415000 Jahre altes Symbol und ein Symbol, was auch alle Religionen vereint. Denn dieses Symbol kann man von alten chinesischen
04:51Wandgemälde bis zu Islamjudentum und Christentum in diversen Kirchen weltweit finden. Also es ist ein sehr altes Symbol.
04:59Und mir ging es darum, jetzt die moderne Malerei mit einem alten Symbol, was auch unbefleckt ist, verbinden. Was auch eben
05:07diese, was soll ich sagen, Vereinigung von verschiedenen religiösen Strömungen vereint.
05:13Jetzt würde mich nicht interessieren, wie sind Sie auf diese Idee gekommen oder auf dieses Zeichen gekommen?
05:17Es war eigentlich ganz lustig. Ich wollte herausfinden, was hat der Hase mit Ostern zu tun?
05:23Ich habe dann recherchiert und langsam bin ich auf diese Geschichte gekommen. Ich bin auf drei englische Forscher gekommen,
05:28die das Symbol über 20 Jahre erforscht haben, weltweit waren, haben alle diese Symbole in verschiedenen
05:34Religionen dokumentiert, ein Buch darüber geschrieben. Und so habe ich mich in dem Symbol verliebt.
05:39Jetzt haben wir natürlich hier auch andere Tiere. Sind das so ein bisschen Leidenschaft, Tiere zu malen?
05:45Ich würde sagen, es hat auch mit dem zu tun, dass wir alle Menschen angeboren eine Biophilie haben,
05:50sprich die Liebe zur Natur. Und das ist etwas, was auf uns immer eine sehr positive Wirkung hat.
05:57Ich habe viele Jahre auch fotorealistisch Menschen gemalt, aber die meisten Menschen wollten sich keine
06:02Menschen aufhängen. Aber mit den Tieren gab es immer eine sehr starke Verbindung. Und natürlich,
06:08ich habe eine große Liebe zur Natur. Das Bild unten, ich habe sehr viele Jahre bei der Sommerakademie in
06:12Griechenland unterrichtet und das sind eigentlich Inselstudien, weil das sind Pflanzen, die man dort direkt
06:18auf dieser Insel findet. Meine Bilder sind auch mit Augmented Reality verbunden, sprich man kann die
06:23Bilder einscannen und sehen, wie sie gemalt sind.
06:26Wunderbare Sache. Jetzt, wenn man mehr erfahren will über die Galerie beziehungsweise über die Kunst oder
06:31die Kunst der Künstlerin, wo kann man das erfahren?
06:35Ich bin überall leicht zu finden auf sozialen Medien. Ich habe eine Webseite. Und es gibt regelmäßig hier
06:41Salonkultur. Man kann öfters zu Veranstaltungen kommen. Viele davon sind kostenlos. Es ist ganz wichtig,
06:47eine Community aufzubauen. Ich heiße Bella Wohlen und so heißt auch die Galerie und man findet mich
06:52überall unter dem Namen.
06:54Ja, und jetzt weg von den Tieren und hin zu den Händen. Welche Bedeutung hat das Bild?
07:00Dieses Bild heißt Prima Materie und Prima Materie kommt aus der Alchemie. In dem Fall geht es um das
07:06philosophische Stein und um die ursprüngliche Materie, von der alles erschaffen wurde. Das heißt,
07:14das sind symbolisch die Hände Gottes oder die Hände eine höhere Kraft, die unsere Welt
07:19erschaffen. Dieses Bild ist dreischichtig. Einerseits haben wir Gemälde. Man kann es mit
07:25Augmented Reality einscannen, sehen ein Video drauf, mit Körperbemalung kombiniert. Ich
07:30habe Menschen davor gemalt. Und die dritte Ebene, das Bild ist auch für Chromadapt. 3D-Brillen,
07:36also mit Aufsätzen von einer 3D-Brille kann man die Schichten im Bild sehen, wie sie sich verschieben.
07:41Das heißt aber, die meisten Bilder haben ein bisschen einen philosophischen Background?
07:46Sehr stark, ja. Auf jeden Fall. Ich würde sagen, symbolistisch, surrealistisch, auf eine
07:52moderne Art und Weise. Fantastisch. Danke. Vielen Dank.
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