00:00Jetzt habe ich den Programmleiter. Jetzt hört sich gut an, Programmleiter.
00:09Ich wollte sagen Projektleiter, aber warum Programmleiter?
00:13Naja, die C-Stadt ist angelegt mit einem Programmabschluss bis 2034, 2036.
00:22Das ist ein riesen Stadtentwicklungsprojekt, eines der größten in Europa.
00:27Und mit sehr vielen Projekten, also aktuell 185 Projekte.
00:33Und es arbeiten über die Zeit immer temporär oder vollberuflich, so wie ich,
00:40an die über 400 Leute, an 420 Leute, 185 Projekte.
00:46Ganz unterschiedlich in der Infrastrukturherstellung,
00:51aber natürlich auch in der Entwicklung der sozialen Infrastruktur in der C-Stadt.
00:56Und das darf ich begleiten. Da gehört der Sport dazu, die Gesundheit dazu.
01:03Da gehört der Aufbau von einem Markt dazu, der jetzt wunderbar läuft.
01:07Und es gehört auch die Kunst und in dem Fall die Literatur wie heute dazu.
01:14Ein wunderbares Projekt, das wirklich so aufgegangen ist, wie wir es uns nie vorgestellt haben.
01:21Der Daniel Böswirth, den habe ich begleitet auch schon 2021, 2022.
01:29Er hat ein Kunstprojekt gemacht in der C-Stadt, quasi ein Vorgängerprojekt.
01:34Seven Days, Seven Poems. Er ist ein Multitalent.
01:40Er ist nicht nur Lyriker, sondern er ist ein wunderbarer Grafiker, er ist Fotograf, er schreibt Hörspiele.
01:46Also ein sehr, sehr talentierter Mensch.
01:49Damals haben wir schon Gedichte gesammelt in der C-Stadt.
01:53Und er hat, wie dieses Quartier bezogen worden ist, eine Druckerpresse auf die Straßen gestellt
02:02und hat zu den Gedichten, die er gesammelt hat, eine Grafik, die sieht man da an der Wand,
02:09die hat er auf der Straße gedruckt, auf wirklich feinem Büttenpapier und hat seine Grafiken einfach verschenkt.
02:16Und das Tolle, das finde ich so toll, deswegen ist er eine außergewöhnliche Person,
02:23weil er schreibt ja selber Lyrik, aber er setzt sich dafür ein, dass Lyrik von anderen bekannt gemacht wird.
02:30Es ist sein Anliegen, dass man sich mit Lyrik beschäftigt und er stellt sich immer selber in den Hintergrund
02:39und es geht ihm um die Sache und das finde ich, er hat eine unheimlich tolle menschliche Komponente.
02:46Er tigert sich richtig rein in seine Projekte und ich weiß, was da an Arbeit dahinter steht.
02:55Ich habe ihm ein bisschen geholfen, aber solche Leute sind außergewöhnlich und da gehört er dazu.
03:01Jetzt kann man ohne weiter sagen, dass in der Seestadt wahrscheinlich sehr viel von seinen Bildern hängen werden.
03:06Naja, das Schöne ist eben jetzt die neue Aktion, die neue Ausstellung und mit dem Material möchte man natürlich auch in die Stadt gehen.
03:17Die Hauptbücherei ist jetzt schon interessiert, dass das, was man jetzt gesammelt hat, dass das weitergeht.
03:24Und wir werden natürlich schauen, dass das mit ihm auch in der Seestadt weitergeführt wird.
03:30Geburtstätte, Seestadt, hört sich gut an.
03:33Naja, es ist so, wir haben einfach über die Jahre Leute gefunden in ganz unterschiedlichen Bereichen,
03:43die wirklich sich eingesetzt haben, dass da Kunst und Kultur passiert.
03:48Es gibt mit der Vanessa Bayer eine Theatertruppe, wir haben ja nur Frauennamen als Straßennamen in der Seestadt.
03:56Und damit die Geschichten, die hinter diesen Straßennamen stehen, bekannter werden, haben die ein Straßentheater inszeniert, schon 2017.
04:07Und es gibt immer wieder Theater, das auf der Straße stattfindet, das mit 30 Leute startet und am Schluss sind auch 150 Leute dabei und hören sie das an.
04:17Und die spielen Szenen aus dem Leben dieser Frauennamenträgerinnen.
04:23Oder es hat gegeben einen Künstler, den ich wirklich sehr mag und mit dem ich jetzt auch schon sehr befreundet bin, den Reinhold Sisser.
04:34Der hat mir eines Tages angerufen und gesagt, er hat eine Kirche und er braucht jetzt einen Platz, wo er die hinstellen kann, er möchte Ausstellungen machen.
04:43Und das haben wir ihm in der Seestadt ermöglicht und das ist über Jahre jetzt gegangen, hat Kassennotgalerie.
04:51Das war eine Kirche, die nach dem Krieg, eine Holzkirche, die er zerlegt hat, zu dritt 15.000 Teile beschriftet, nummeriert, auseinandergebaut und in der Seestadt wieder zusammengebaut.
05:11Und dort haben wir einfach über Jahre Kulturbetrieb gemacht.
05:16Und solche Leute zu unterstützen, in einer Baubranche Kunst zu machen, das ist einfach eine schöne Geschichte.
05:26Und ähnlich wie beim Daniel Böswerte sind Leute mit ihnen, die einfach brennen für das, was sie machen.
05:32Und das merkt man da.
05:34Wunderbare Sache. Man kann durchaus sagen, in der Seestadt gibt es viel Kultur und man soll sich das anschauen, man muss nicht da wohnen, um sich das anzusehen.
05:41Nein, ganz im Gegenteil. Es ist ja leider so, dass wir in der internationalen Wahrnehmung steht die Seestadt wirklich im Schaufenster,
05:53weil wir da die Möglichkeit haben, wenn wir so quartiersweise bauen, eine Stadt zu entwickeln, die von Schritt zu Schritt dazu lernt.
06:03Und international sind auch die Medien wirklich unheimlich interessiert. Es kommt die ganze Welt her, schaut sich das an.
06:12Vor zwei Wochen habe ich den Vizepräsidenten von Shanghai geführt.
06:17Also es kommen wirklich Delegationen aus der ganzen Welt.
06:21Nur Wien war nicht Wien, weil man es in Wien nicht manchmal wirklich schwer hätte.
06:26Und der Ruf hat sich jetzt nach zehn Jahren, wir haben jetzt zehn Jahre das Jubiläum Seestadt gefeiert,
06:34schön langsam dreht es sich und schön langsam kommen die Wiener drauf.
06:38Ja hallo, da passieren Dinge, die passieren in der Innenstadt nicht, so wie auch diese Veranstaltung.
06:45Ja und mit der Kulturgarage haben wir einen ganz wichtigen Ort gefunden jetzt, wo wir wirklich auch größere Veranstaltungen machen können, ganz ganz tolle.
06:55Wunderbar, dann sage ich recht herzlichen Dank. Am besten einmal selbst herkommen, sich die Seestadt anschauen, die Angebote anschauen und vielleicht einmal spazieren gehen am See, am Ufer.
07:04Es hat wirklich etwas Besonderes an sich.
07:07Ja, keine Frage und man ist schnell da. Also in Wien einmal 20, 25 Minuten ist man schnell unterwegs.
07:15Da kommt man in 25 Minuten von der Innenstadt her.
07:20Und das Schöne wird, das sage ich jetzt auch noch dazu, wir haben ja den Verkehrsknotenpunkt im Norden oben,
07:26in eineinhalb Jahren wird man in 25 Minuten nach Bratislava fahren können mit dem Zug.
07:32Das heißt, die zwei am nächstgelegenen Hauptstädte in Europa sind dann wirklich, wir mit der U-Bahn mehr oder weniger verbunden
07:43und man kann nach Bratislava in die Oper fahren oder Essen fahren und ist in 25 Minuten wieder in Wien.
07:49Das nennt man Europa.
07:51Ein toller Platz.
07:53Das sage ich recht herzlichen Dank.
07:55Kommen und anschauen, Dankeschön.
07:57Absolut, danke.
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