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KurzfilmeTranskript
00:00:00Untertitelung des ZDF, 2020
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00:03:00Ja, das bin ich, das ist Mike, das ist Rudi und das ist Daniel.
00:03:06Da haben wir alle zusammen gewohnt, im Studentenwohnheim in Boston.
00:03:09Wir waren richtig gut befreundet, richtig eng.
00:03:11Haben Sie damals mit meiner Mutter geschlafen?
00:03:14Wir waren bei Gernjungen, wir haben zusammen studiert, wir haben auch zusammen gefeiert und...
00:03:19Das Summer of Last, ne? Also hat meine Mutter wild rumgefügelt.
00:03:23Stopp, Time Out. Können wir bitte nochmal von vorne beginnen?
00:03:27Vor ein paar Tagen ist mein Vater, oder besser gesagt, mein Stiefvater gestorben.
00:03:33Uriel Cohen, er hat mir das hier vermacht.
00:03:43Für Rebecca, es fühlt sich an, als hätte ich dich schon gekannt, bevor du auf die Welt kamst, so als wärst du meinem Herzen innig anverwandt.
00:03:54Und schon der kleinste Wink von deiner Hand ist stillstehen oder galoppieren lassen kann.
00:03:59Ein Liebesgedicht.
00:04:00In deutscher Sprache.
00:04:02Meine Mutter war von einem anderen Mann schwanger, als sie Uriel geheiratet hat.
00:04:06Er wusste davon, hat mich quasi adoptiert, ohne mir jemals die Wahrheit zu sagen.
00:04:11Und jetzt denken Sie, dass der Verfasser dieses Gedichts Ihr Vater sein könnte?
00:04:14Ja.
00:04:15Was sind Ihre Mutter fragen?
00:04:17Die habe ich nie kennengelernt.
00:04:18Sie hat sich nach meiner Geburt umgebracht.
00:04:20Was?
00:04:23Das tut mir leid.
00:04:25Das tut mir leid.
00:04:28Wissen Sie, wer das geschrieben hat?
00:04:39Mike konnte alle Mädchen haben.
00:04:42Der brauchte keine romantischen Verse.
00:04:43Und Rudi, Rudi war mehr so der Intellektuelle, der Schwierige, der sah ein Album mehr, die Probleme.
00:04:52Daniel.
00:04:55Daniel.
00:04:57Er hat auch die hellen Augen.
00:05:00Wissen Sie, wo ich ihn finden kann?
00:05:01Finden Sie es nicht ein bisschen feuerlich?
00:05:09Wenn Sie es nicht sind?
00:05:14Ich habe keine Ahnung, wo der Daniel jetzt lebt, aber...
00:05:16Ich glaube, ich weiß, wo wir Rudi finden.
00:05:24Ja?
00:05:26Wir müssen bald los. Deine Mutter wartet.
00:05:28Ich kann jetzt nicht. Ich brauche mal deinen Autoschlüssel.
00:05:29Willst du mich nicht vorstellen?
00:05:34Das ist...
00:05:35Ich heiße Rachel.
00:05:36Freut mich. Und wie weiter?
00:05:38Rachel, der Rest ist privat. Kann ich so eine Schlüssel haben?
00:05:40Und was mit deiner Mutter? Wir sind bei ihr zum Essen eingeladen.
00:05:43Stimmt.
00:05:44Sag ihr einfach, ich komme später. Ich komme nach.
00:05:46Danke.
00:05:49Joachim?
00:05:49Ich bin nicht.
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00:07:55Sie sind am 13. Mai über den JFK Airport eingereicht und haben ein Zimmer im Brinks Hotel in Williamsburg gebucht, haben aber nicht eingecheckt.
00:08:03Am gleichen Tag mieteten Sie einen Wagen bei Brooklyn High an, haben am Abend des folgenden Tages im Captain's Bounty Inn Hotel in Rockport ein Zimmer mit Ihrer Kreditkarte bezahlt und blieben da auch für die Nacht, laut Rezeptionist in Begleitung einer jungen Dame.
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00:08:38Sie sind Amerikanerin. Ostküste. Boston, New York.
00:08:42Brooklyn.
00:08:44Wie haben Sie mich gefunden?
00:08:45In der Bibliothek Ihrer alten Universität in Boston. Den Rest online.
00:08:52Können Sie ein bisschen schneller fahren?
00:08:54Das ist ja nicht die German Autobahn.
00:08:56Ich glaube, da folgt uns jemand.
00:09:05Schon haben wir ihn verschreckt.
00:09:07Entschuldigung.
00:09:08Ich konnte dem Flieger kein Auge zumachen.
00:09:10Sie sprechen sehr gut Deutsch.
00:09:11Mein Vater hat großen, mein Stiefvater hat großen Wert darauf gelegt.
00:09:15Ich bin auf eine deutsche Schule gegangen.
00:09:17Warum auch nicht?
00:09:18Sprache der Philosophen. Kant. Hegel.
00:09:21Goebbels, Hitler.
00:09:23Tut mir leid. Ich komme aus einer jüdischen Familie.
00:09:25Vielleicht, nachdem Rudi aus den USA zurückkommen, hat er diesen Laden von seiner Mutter übernommen.
00:09:41mitsamt ihrem Mädchennamen.
00:09:49Das ist geschlossen.
00:09:51Amerika hat uns alle ganz schön verändert.
00:09:52Rudi Scholl ist Jude?
00:09:53Deswegen haben Sie die ganze Zeit zusammengehangen.
00:09:58Daniel wollte konvertieren.
00:09:59Vielleicht wollte Daniel meine Mutter heiraten.
00:10:01Ganz offiziell.
00:10:01Dann hätte er zum jüdischen Glauben konvertieren müssen.
00:10:05Weil es heute nicht Freitag?
00:10:05Schabbat.
00:10:07Schabbat.
00:10:35Entschuldigung.
00:10:45Ja.
00:10:45Wo finde ich Herrn Weißenbauer?
00:10:47Gehen Sie durch die Tür und die Treppe nach oben.
00:10:49Ja.
00:10:49Das ist ja ein halbes Leben her.
00:11:17Entschuldige, ich weiß, das ist gerade kein guter Moment.
00:11:20Hier quatscht jeder.
00:11:21Man hat sich immerhin eine ganze Woche nicht gesehen.
00:11:24Geschäfte, Leute sterben, Kinder werden geboren.
00:11:27Wie vor 2000 Jahren.
00:11:29Na, was wird ich hierher?
00:11:30Kannst du dich noch an Rebecca erinnern?
00:11:33Becky.
00:11:35Wie könnte man die vergessen?
00:11:37Könnte es sein, dass Rebecca von Daniel schwanger war damals?
00:11:41Das würde einiges erklären, ja.
00:11:43Okay, ins Elbsmord?
00:11:44Die Hälfte ihrer Familie wurde während des Krieges von den Nazis umgebracht.
00:11:48Also, schwanger von einem Deutschen.
00:11:52Weißt du, wo Daniel heute lebt?
00:11:54Er tauchte eines Nachts im Wohnheim auf.
00:11:56Er war völlig durch und hat mich und Mike angepumpt für zwei Flugtickets nach Thailand.
00:12:02Er sagt, er hätte die Liebe seines Lebens gefunden.
00:12:04Das war er dann offenbar nicht unsere Rebecca.
00:12:06Warum willst du das alles wissen?
00:12:13Das ist Rebeccas Tochter.
00:12:15Da.
00:12:19Mein Gott, sie sieht aus wie ihre Mutter.
00:12:21Sie ist auf der Suche nach ihrem biologischen Vater.
00:12:24Was ist mit dir?
00:12:25Hattest du nicht auch mal was mit Becky?
00:12:27Das war rein platonisch.
00:12:28Ah.
00:12:30Würdest du ihr ein paar Fragen beantworten?
00:12:32Also, wenn das alles hier vorbei ist?
00:12:34Klar.
00:12:35Danke dir.
00:12:36Schön war das.
00:12:38Vielen Dank.
00:12:46Udi?
00:12:46Ja?
00:12:47Wie hat sie sich eigentlich umgebracht?
00:12:50Sie hat sich von einer Fähre ins Wasser gestürzt.
00:13:00Und?
00:13:01Er wird alle ihre Fragen beantworten.
00:13:03Dankeschön.
00:13:07Machen Sie es gut, Rachel.
00:13:09Die war sehr teuer.
00:13:10Trotz Stipendium.
00:13:12Na klar, sie ist ja auch eine der zehn besten Unis in Amerika.
00:13:14Sie hat gar nicht dran zu decken.
00:13:15Das kann man nicht da mal rüberfliegen.
00:13:17Das holt sich jetzt alles nach.
00:13:19Ich war noch niemals in New York.
00:13:22Ich war noch niemals in New York.
00:13:24Oder hast du es dir inzwischen anders überlegt?
00:13:26Es kommt darauf an, ob euch um meine Markklößchen so beschmeckt.
00:13:29Ja, das weiß ich schon.
00:13:31Ja, das weiß ich schon.
00:13:31Ich war noch niemals richtig.
00:13:34Ich kann es gar nicht so glauben.
00:13:36Ich und Amerika.
00:13:37Wann fliegt ihr denn?
00:13:39Samstag, 7.45 Uhr ohne umsteigen.
00:13:41Wo bleibt denn der Junge?
00:13:42Sie müssen es ihm heute sagen.
00:13:44Versprochen?
00:13:48Zuerst die Suppe.
00:13:49Ja.
00:13:52Was wird das hier?
00:13:54Na, wenn der Prophet nicht zu Berg kommt, kommt der Berg zum Propheten.
00:13:57Ah.
00:14:00Oh nein, entschuldige.
00:14:02Du sag mal, du hast mir nie erzählt, dass du in einer von diesen Elite-Unis in Boston studiert hast.
00:14:06Ich bin richtig ein bisschen leidig.
00:14:07Ich muss mal sehen.
00:14:08Ich habe es mitgebracht.
00:14:10Meine Sturm- und Trankzeit.
00:14:11Aber dann bekam ich Heimweh.
00:14:13Zu Hause ist doch am schönsten.
00:14:14Was, Mama?
00:14:16Witzin.
00:14:17Sein Vater ist damals gestorben.
00:14:18Er hat sich die ganze Zeit Vorwürfe gemacht, dass er überhaupt gefahren ist.
00:14:22Stimmt, weißt du?
00:14:22Fünf Monate waren perfectly fine.
00:14:25Besonders für meine Aussprache.
00:14:26Angeber.
00:14:28Achtung, heiß und fettig.
00:14:30Für mich nicht.
00:14:31Ich habe mir ein paar Frühlingsrollen mitgebracht von meinem Lieblingschinesen.
00:14:36Zeig mal.
00:14:38Hey.
00:14:39Hey.
00:14:40Normalerweise schmeißen wir kein Essen in den Müll.
00:14:42Einige von uns haben noch den Krieg erlebt.
00:14:44Du gehörst auf jeden Fall nicht dazu.
00:14:46Jetzt küsst du doch einfach mal, was George uns gekocht hat.
00:14:49Markklöschen-Suppe à la Verneau.
00:14:51Nach einem Geheimrezept seiner Mutter.
00:14:53Damit hat sie bisher jeden Mal ohne Müll gerecht.
00:14:55Ach gut.
00:14:57Auch ihren Papa.
00:14:59Da bin ich ja gespannt.
00:15:01Es gibt übrigens auch einen Grund für den ganzen Zinnober hier.
00:15:12Deine Mama will dir was ganz Wichtiges sagen.
00:15:14Ah ja.
00:15:14Frau Ferner?
00:15:15Ja, genau.
00:15:16Also mein lieber Junge.
00:15:19Es gibt natürlich einen Grund, dass du einem ganz gewöhnlichen Freitagabend deine Lieblingsspeise bekommst.
00:15:25Und eigentlich ist sie noch ihr Lieblingsnacht.
00:15:26Ja, ja, ja.
00:15:28Es ist nämlich so.
00:15:34Ja?
00:15:36Hörst du?
00:15:42Ich bin in zehn Minuten da.
00:15:44Ich muss nochmal los.
00:15:45Das war eine Klientin.
00:15:47Hint mir was auf.
00:15:48Ich brauche nochmal den Autoschlüssel.
00:15:50Ich stelle was warm.
00:15:51Alles ist dir wichtiger als dein Privatleben.
00:15:58Das war das Mädchen von vorhin.
00:15:59Das Mädchen ist eine erwachsene Frau.
00:16:03Es könnte sein, dass sie meine Tochter ist.
00:16:05Was heißt denn das?
00:16:06Das könnte sein.
00:16:07Ist egal.
00:16:07Sie braucht meine Hilfe.
00:16:09Weißt du, dass deine Mutter sich die ganze Zeit nicht traut, ihr zu sagen, dass sie nach Amerika fliegt?
00:16:13Was?
00:16:14Ja, George hat sie eingeladen.
00:16:16Spinde?
00:16:17Er will, dass sie seine Freunde kennenlernt.
00:16:19Wieso das denn?
00:16:20Wieso soll sie seine Freunde kennenlernen?
00:16:23Moment mal, da habe ich auch ein Wörtchen mitzureden.
00:16:25Hast du nicht, sie ist alt genug und du bist es auch.
00:16:27Jetzt verstehe ich, warum der diese scheußliche Suppe gekocht hat oder hat die dir geschmeckt?
00:16:31Wie, scheußlich.
00:16:32War ekelhaft.
00:16:33Dieses ganze Affentheater.
00:16:34Witz von, Mann, soll ich meine Mutter teilen?
00:16:36Niemals.
00:16:36Komm, wir müssen los.
00:16:50Vielleicht hat sie ihr Problemchen inzwischen alleine gelöst.
00:16:59Alt genug ist sie ja.
00:17:00Rachel?
00:17:12Rachel?
00:17:20Ist es Blut?
00:17:24Uri?
00:17:24Wir haben das hier gerade von unseren Kollegen aus Berlin bekommen.
00:17:47Der Name des Opfers ist Rudolf Scholl-Weißenborn, 51 Jahre alt.
00:17:53Er wurde vor neun Tagen in seinem Laden in Berlin gefunden und offenbar von einem Schlag auf den Hinterkopf gezählt ist.
00:17:59Das hier ist die Mordwaffe.
00:18:01Was schauen Sie mich so an? Ich hab den Mann nicht umgebracht.
00:18:23Ich weiß.
00:18:25Das hier ist der Mann, den Sie auf dem Gewissen haben.
00:18:28Können Sie sich erinnern, Mr. Merner?
00:18:31Ich mache Gebrauch vom fünften Verfassungszusatz und ich würde gerne mit meinem Anwalt sprechen.
00:18:47Natürlich.
00:18:57Nee.
00:18:57Ich nehme an, Sie wollen mit Ihrer Partnerin in Berlin sprechen.
00:19:04Marie-Louise Hoffmann.
00:19:06Sie sind selbst Anwalt, Mr. Werner.
00:19:10Erinnern Sie sich.
00:19:24Dammit.
00:19:25Hallo?
00:19:30Marie-Louise.
00:19:32Oh Gott, das ist für mich. Ich hab mir solche Sorgen gemacht.
00:19:34Ich glaube, ich bin hier in einer Klapsmühle gelandet.
00:19:37Ich bin irgendwo in New York.
00:19:38Ja, ich weiß. Ich hab dir das Flugticket gebucht.
00:19:40Was mach ich hier?
00:19:42Du wolltest Rachel finden.
00:19:44Rachel?
00:19:45Okay, überlass es einfach der Polizei und komm nach Hause, ja?
00:19:47Wasenburg dreht hier völlig durch, weil du einfach ausgebüxt bist.
00:19:50Du willst nicht wissen, was ich alles veranstaltet habe, damit er Ruhe gibt.
00:19:52Die sagen, ich hätte einen Autounfall gehabt.
00:19:54Das stimmt. So ein Mann von der New Yorker Polizei hat heute Morgen angerufen.
00:19:58Aber die haben gesagt, es geht in den Umständen entsprechend gut.
00:20:01Was denn für ein Mann?
00:20:02Ja, so ein Detective-Langster. Der war super nett.
00:20:05So wie man die aus dem Fernsehen kennt.
00:20:07Sag mal, soll ich deine Mutter anrufen?
00:20:09Soll die sich um sich kümmern?
00:20:10Meine Mutter? Wieso meine Mutter?
00:20:12Ja, die ist seit ein paar Tagen in New York. Hab ich dir doch gesagt.
00:20:15Was macht sie hier?
00:20:16George gibt in so einem berühmten Jazzclub in Manhattan ein Konzert.
00:20:20Und da fährt sie einfach mit?
00:20:22Hütchen ist Anstandsbaubau.
00:20:24Okay.
00:20:26Ich ruf die gleich mal an, okay?
00:20:27Nein, bloß nicht.
00:20:30Ruf bloß nicht meine Mutter an.
00:20:31Du musst mir ganz genau erzählen, was in den letzten acht Tagen passiert ist.
00:20:35Ach, okay.
00:20:37Wo soll ich anfangen?
00:20:38Wie, was mit dem anfangen?
00:20:42Das Mädchen ist auf der Suche nach seinem biologischen Vater.
00:20:48Deswegen war sie hier.
00:20:49Sie wollte Rudi fragen, wo sie ihn finden kann.
00:20:51Das war's.
00:20:52Sie hat doch gar kein Motiv hinzutöten.
00:20:53Warum sollte sie das tun?
00:20:55Vielleicht hat er ihr irgendwas mitgeteilt, was sie in Rage gebracht hat.
00:20:59Das ist doch nicht Ihr Ernst.
00:21:02Ihre Fingerabdrücke waren überall?
00:21:04Auf dem Aschenbecher, mit dem sie ihren alten Freund erschlagen hat.
00:21:07Die hat sich nicht mal die Mühe gemacht, ihre Hände abzuwischen, als sie ging.
00:21:09Ihre Fingerabdrücke haben wir übrigens auch gefunden.
00:21:12Das ist doch Quatsch, Thorsten.
00:21:13Wir beide haben die Leiche gemeinsam gefunden.
00:21:16Vielleicht war es ein Raubüberfall.
00:21:17Schauen Sie sich mal um.
00:21:19Das war nur Ramschir.
00:21:20Der Mann hatte nicht mal einen WLAN-Anschluss, geschweige denn Computer.
00:21:23Ich weiß, wonach die Einbrücher gesucht haben.
00:21:24Vielleicht irgendwas besonders Wertvolles.
00:21:27Eine Erstausgabe der Bibel oder eine von Einstein persönlich signierte Formel.
00:21:32Was weiß ich.
00:21:33Der Laden ist bankrott.
00:21:34Scholl-Weißenborn hatte bereits eine Räumungsklage am Hals wegen ausstehender Mietzahlungen.
00:21:38Der jungen Frau wird es genauso gegangen sein wie uns.
00:21:40Die stand einfach unter Schock.
00:21:44Sieht so jemand aus, der unter Schock steht?
00:21:48Das ist auf dem Flughafen Tegel.
00:21:53Warum lässt der Beamte Sie durch?
00:21:55Weil die Fahndung erst 30 Minuten später rausging, da saß sie bereits im Flieger nach New York.
00:21:58Und jetzt?
00:21:59Ich habe ein Fahndungsersuchen bei der US-Behörde gestellt.
00:22:02Viel Glück.
00:22:02Das kann Wochen dauern.
00:22:04Was im Bock, Rachel, ist keine Mörderin.
00:22:06Ich werde das beweisen.
00:22:07Ich werde Sie suchen, ich werde Sie finden und bringen Sie wieder her.
00:22:10Sie werden überhaupt nichts machen.
00:22:12Sie bleiben schön in der Stadt und melden sich alle zwei Tage auf der Polizeidienststelle.
00:22:15Bitte?
00:22:16Mit welcher Begründung?
00:22:17Wissen Sie was, Werner?
00:22:19Ich kann Sie auch gleich hier behalten, wegen Fluchtgefahr.
00:22:21Das können Sie nicht.
00:22:22Dazu müssten Sie mich zu einem Täter oder zu einem Komplizen erklären.
00:22:24Jetzt bring ihn nicht auf dumme Gedanken.
00:22:31Komm.
00:22:32Was ist das da?
00:22:39Was läuft da zwischen euch?
00:22:41Thorsten und Hand auf Hand?
00:22:43Nichts.
00:22:43Selbst wenn, es gehe ich gar nichts an.
00:22:45Ist mir auch egal.
00:22:47Du besorgst mir ein Ticket nach New York.
00:22:48Was willst du denn da?
00:22:52Ich hole sie zurück.
00:22:54Das ist nicht dein Ernst, oder?
00:22:55Das ist meine Klientin.
00:22:57Ist mir da irgendwas entgangen?
00:22:59Wo ist denn der Vertrag?
00:23:00Hat sie eine Anzahlung gemacht?
00:23:02Vielen Dank.
00:23:07Der Akku ist leer.
00:23:08Tut mir leid.
00:23:09Kein Problem.
00:23:10Kaffee?
00:23:12Dankeschön.
00:23:13Sollten Sie auf Ihren Anwalt warten, Mr. Werner?
00:23:17Nicht notwendig.
00:23:21Also, Sie sind vor sieben Tagen in JFK gelandet.
00:23:27Da haben Sie ein Taxi genommen.
00:23:31Wohin?
00:23:31Für welche Abteilung arbeiten Sie eigentlich?
00:23:35Humercide.
00:23:37Mordkommission.
00:24:01Williamsburg.
00:24:11Williamsburg.
00:24:12Drick's Curious.
00:24:13Williamsburg, Brooklyn?
00:24:15No problem.
00:24:31Schalom, guten Tag.
00:25:01Störe ich?
00:25:02Alles gut. Wir halten Shiva, das Totengebet.
00:25:06Heute ist der fünfte Tag.
00:25:08Sie sind kein Jude?
00:25:09Nein.
00:25:11Danke.
00:25:13Alle kommen eine Woche lang zusammen, um den Verstorbenen zu denken, Abschied zu nehmen.
00:25:24Sie kannten meinen Vater?
00:25:27Leider nicht. Ich komme aus einem anderen Grund. Ich suche Rachel.
00:25:30Vor zwei Tagen traurte sie plötzlich in meinem Berliner Büro auf.
00:25:32In Berlin? Und wieso?
00:25:35Sie war auf der Suche nach ihrem Vater.
00:25:38Sie hat einen Vater. Einen, der sie großgezogen hat.
00:25:42Der sie versorgt hat. Undankbares Stück.
00:25:45Das ist meine Mutter, Delia. Und Sie sind?
00:25:49Fernaum. Joachim Fernaum. Ich bin Anwalt aus Berlin.
00:25:53Man hat sich das Beileid zum Verlust.
00:25:55Rachel hier, Rachel da.
00:25:59Jeden Wunsch hat er ihr von den Lippen abgelesen.
00:26:01Und das hat er jetzt davon.
00:26:02Er hätte sie damals zusammen mit ihrer Mutter verrecken lassen sollen.
00:26:09Sie hat meinen Mann auf dem Gewissen.
00:26:10Sie müssen entschuldigen. Sie hat das Ganze sehr mitgenommen.
00:26:24Rachel, ihre Schwester, sagte, sie hätte einen Brief, einen alten Brief im Nachlass ihres Vaters gefunden.
00:26:31Im Nachlass gefunden?
00:26:33Was hat sie gesagt?
00:26:34Ja.
00:26:34Wir waren alle dabei, als er den Brief persönlich überreicht hat.
00:26:39Hat er ihr da gesagt, dass er nicht ihr biologischer Vater ist?
00:26:43Er wollte reinen Tisch machen, bevor er...
00:26:45Mein Vater war krank. Schwer krank.
00:26:48Rachel ist völlig ausgerastet, hat ihn angeschrien.
00:26:50Ihn und meine Mutter vor versammelter Verwandtschaft als Lügner beschimpft.
00:26:53In der Nacht hatte er seinen dritten Infarkt. Seinen letzten.
00:26:56Verstehe. Wo wohnt sie?
00:26:59Wo arbeitet sie?
00:27:01Gelegenheitsjobs.
00:27:02Sie hält es nirgendwo lange aus. Irgendwas ist immer. Der Boss macht sich an sie ran. Zu wenig Geld.
00:27:09Kommen Sie mit.
00:27:24Sie ist fertig, jetzt nicht zu machen.
00:27:25Ist das nicht ungewöhnlich, dass sie immer nur zu Hause wohnt in ihrem Alter?
00:27:34Sie ist noch unverheiratet.
00:27:35Ja, und?
00:27:37Sie haben keine Ahnung, wie das hier läuft.
00:27:42Sie war im Militärdienst?
00:27:44In Israel?
00:27:44Mein Vater hat drauf bestanden.
00:27:47Ich geh auch an zwei Monaten.
00:27:49Das ist Rachel's leibliche Mutter, Rebecca.
00:27:52Sie hat sich das Leben genommen.
00:27:54Und ihr Vater hat dann auch mal geheiratet, Deliah, ihre Mutter.
00:27:58Ja.
00:28:00Für mich ist Rachel nach wie vor meine Schwester.
00:28:02Auch wenn sie das jetzt vielleicht ein bisschen anders sieht.
00:28:04Haben Sie keine Ahnung, wo ich sie finden konnte?
00:28:08Versuchen Sie es mal im Café Wollner in Coney Island.
00:28:11Sie arbeitet da gelegentlich.
00:28:14Also seien Sie vorsichtig.
00:28:16Sie hat die Waffe meines Vaters mitgenommen.
00:28:18Sie hat die Waffe meines Vaters mitgenommen.
00:28:48Was ist das?
00:28:50Ich habe 12 Boxen.
00:28:51No, 6 Boxen.
00:28:536 Boxen.
00:28:54Das war's.
00:29:24Das war's.
00:29:54Here we go.
00:29:56You want another one?
00:29:58Okay.
00:30:00Entschuldigung.
00:30:00Was machen Sie hier?
00:30:06Die Blini sind Ihnen zu empfehlen.
00:30:09Ich bin gekommen, um Sie abzuholen.
00:30:10Ich hab mit dem toten Melanie nichts zu tun.
00:30:12Das wäre eine reine Formsache.
00:30:13Wir gehen zur nächsten Dienststelle.
00:30:15Sie legen eine eidesstattliche Erklärung ab.
00:30:16Sie haben mir doch die ganze Scheiße eingebrockt.
00:30:18Was ist passiert, Rachel?
00:30:20Rachel.
00:30:22Is everything okay?
00:30:24I'm fine.
00:30:26I'll take a break.
00:30:28Er hat sich mit mir in seinem Laden verabredet.
00:30:33Die Tür war offen, dann lag er da, alles voller Blut.
00:30:36Warum haben Sie nicht auf mich gewartet?
00:30:37Sie haben Angst bekommen?
00:30:39Haben Sie irgendjemanden gesehen?
00:30:40Vorm Haus, als Sie ankamen.
00:30:42Was ist mit dem Typen, der uns gefolgt ist?
00:30:44Der Mann in dem weißen BMW.
00:30:45Ich hab ihn noch mal am Flughafen gesehen.
00:30:47Wie sah der aus?
00:30:47Keine Ahnung, alt.
00:30:49Wie alt?
00:30:50Wie Sie?
00:30:50Braun gebrannt, wie die Typen aus Florida.
00:30:53Kurze Haare.
00:30:54Was hat Ihr Freund in der Synagoge gesagt?
00:30:56Wusste er, wo Daniel ist?
00:30:57Daniel hat ihre Mutter verlassen, wegen einer anderen Frau.
00:31:00Was?
00:31:00Er hat sich bei Mike Geld geborgt, für zwei Flugtickets nach Thailand.
00:31:03Vielleicht weiß der ja was, Mike.
00:31:04Ich hab keine Ahnung, wo Mike steckt.
00:31:06Ich aber.
00:31:07Er ist immer noch in Boston.
00:31:08Wir brauchen nur einen Wagen.
00:31:09Haben Sie eine Kreditkappe?
00:31:10Vorher müssen wir einen Mordverdacht aus der Welt schaffen.
00:31:12Und das geht nur, wenn Sie mit mir zurück nach Deutschland kommen.
00:31:16Ich glaub's nicht.
00:31:17Das ist der Typ.
00:31:18Lassen Sie mich mit ihm reden.
00:31:19Ich denke.
00:31:20Hey.
00:31:22Hey.
00:31:23Hey.
00:31:24Warum folgst du mir die ganze Zeit, hä?
00:31:25Sorry?
00:31:26Mann, du hast Fotos gemacht von mir und meinem Freund.
00:31:28Bullshit.
00:31:28Ja, zeig doch mal.
00:31:29Zeig doch mal her.
00:31:29Sind Sie verrückt?
00:31:30Wow.
00:31:31Wow, wow, wow, wow, wow.
00:31:33Steck die Macher.
00:31:33Steck die Macher.
00:31:34Ich steck die Macher.
00:31:34Ich steck doch alle unter in der Decke.
00:31:40Entschuldigung.
00:31:41Sie ist, sie ist ein bisschen, ihr, ihr Vater ist gerade gestorben.
00:31:44Woran ist er denn gestorben?
00:31:45Schuss in den Kopf.
00:31:48Ja.
00:31:50Genau.
00:32:03Entschuldigung.
00:32:04Wo bekomme ich hier einen Mietwagen her?
00:32:07Mietwagen?
00:32:08Nein, ich habe noch.
00:32:09Ja.
00:32:25Feierabend.
00:32:29Okay, ich rufe Sie zurück.
00:32:31Ist das in Ordnung?
00:32:32Ja, vielen Dank.
00:32:33Wiederhören.
00:32:34Gibt es was Neues?
00:32:36Ich habe den weißen BMW überprüfen lassen.
00:32:38Mietwagen.
00:32:40Aber der Fahrer, der den Wagen gemietet hat, den gibt es nicht.
00:32:43Wie hat er bezahlt?
00:32:44Kreditkarte.
00:32:45Dann haben wir ihn doch.
00:32:47Amerikanische Kreditkarte.
00:32:48Die Staatsanwaltschaft hat eine offizielle Anfrage bei der Bank in New York gestellt.
00:32:52Dein Partner hat sich nicht auf der Dienststelle gemeldet.
00:32:54Ich weiß nur, wir haben hier so viel zu tun.
00:32:57Wo ist er?
00:32:59Klientenbesuch.
00:33:00Okay, wenn er bis morgen nicht kommt, dann schicke ich ihm ein SEK-Team vorbei und lasse ihn abholen.
00:33:04Okay, ich werde es ihm sagen.
00:33:05Versprochen.
00:33:05Was ist eigentlich mit Daniel Schöbendorf?
00:33:08Es ist kein Wunder, dass du über den nichts online gefunden hast.
00:33:11Ab 1990 hat er auf seinen Titel verzichtet.
00:33:14Von Schöbendorf?
00:33:16Warum macht man denn sowas?
00:33:18Aber wir verpflichtet.
00:33:20Vielleicht haben sie ihn in der Schule mal gehänselt.
00:33:22Und das ist ein Grund, auf seinen Titel zu verzichten und sich zur Vollweisen zu erklären?
00:33:26Wie so ein Vollweise?
00:33:26Die Mutter lebt in Potsdam.
00:33:34Musst du nicht nach Hause?
00:33:34Sag mal, was ist eigentlich los?
00:33:37Wir wollten beide...
00:33:37Weißt du was?
00:33:38Trink doch die Flasche Wein heute ausnahmsweise mal mit deiner Frau.
00:33:40Ich muss nochmal weg.
00:33:47Ich hab Zeit.
00:34:04Ja, bitte.
00:34:22Frau von Schöbendorf?
00:34:23Ja.
00:34:24Mein Name ist Marie-Louise Hoffmann.
00:34:26Ich bin Rechtsanwältin.
00:34:27Ich würde gerne mit Ihnen über Ihren Sohn sprechen.
00:34:30Daniel.
00:34:30Daniel.
00:34:30Ich bin Rechtsanwältin.
00:34:48Musik
00:35:18Musik
00:35:48Um, excuse me, sir
00:36:18Can I help you?
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00:37:26Wofür brauchen wir überhaupt das Gesetz?
00:37:29Nun, früher, und wenn ich früher sage, dann meine ich vor einigen Zehntausend Jahren war natürlich alles sehr viel einfacher.
00:37:36Wenn Leute ein Problem miteinander hatten, dann, wenn zum Beispiel einer in der Höhle näher am Feuer liegen wollte oder der Frau eines Mitbewohners unter dem, äh, unter das Fell gegriffen hat, dann, äh, wurde der Konflikt in der Regel relativ zeitnah ausgetragen.
00:37:52Manchmal mit den Fäusten und manchmal hat man einfach seinem Gegenüber so lange einen Stein auf den Schädel gehauen, bis das Problem einfach alle mal gelöst waren.
00:38:00Und, hey, vor nur etwas mehr als 100 Jahren haben wir noch im Duell mit Pistolen entschieden, wer das Mädchen kriegt und wer nicht.
00:38:09Wie sieht's heute aus?
00:38:11Eigentlich hat sich nichts geändert. Wir machen es nur sehr viel aufwendiger mit Panzern, Marschflugkörpern, aber das Prinzip ist immer das gleiche. Der eine gewinnt, der andere verliert.
00:38:25Die zentrale Frage ist doch, gewinnt der, der recht hat oder einfach nur der Stärke?
00:38:33Und genau da kommt ihr ins Spiel. Deswegen seid ihr hier und darüber wollte ich mit euch heute reden.
00:38:40Die entscheidende Frage ist immer, was ist gut, was ist schlecht, was ist gut, was ist falsch. Und mehr oder weniger geht's gar nicht.
00:38:46Mike?
00:38:49Schönes Wochenende.
00:38:53Ich kann nicht glauben, dass du diesen uralten Essay für deine Vorlesung verwendest.
00:38:56Warum nicht? Er wurde von einem brillanten Jurastudenten verfasst. Er hat mich oft gefragt, was aus ihm geworden ist.
00:39:03Ein Anwalt. Was auch sonst.
00:39:05Und ich hätte schwimmen können, dass ich dich als Surflehrer irgendwo in Miami Beach wieder trete.
00:39:16Also, was führt dich hierher? Nostalgie-Tourismus?
00:39:19Leider nicht. Kannst du dich noch an Becky erinnern?
00:39:23Rebecca? Ja, klar.
00:39:26Wusstest du, dass sie eine Tochter hat?
00:39:28Wer, Becky?
00:39:29Ja, sie heißt, Rachel ist 29 Jahre alt.
00:39:31Vor kurzem hat sie erfahren, dass ihr Vater nicht ihr richtiger Vater ist.
00:39:34Und ich dachte, vielleicht hat sie Kontakt zu dir aufgenommen.
00:39:36Mit mir? Nein. Warum sollte sie?
00:39:38Sie sucht nach Informationen über Daniel.
00:39:40Trudi hat uns erzählt, dass Daniel kurz vor seinem Verschwinden nach Thailand nochmal bei euch aufgetaucht ist.
00:39:44Wollte sich Geld leihen, as usual. 2.000 Dollar verzweifeln, der Kind.
00:39:48Aber das habe ich ja alles damals der Polizei erzählt.
00:39:51Wieso der Polizei?
00:39:52Und seine Mutter hat eine Vermisstenanzeige auch gegeben.
00:39:56Seine Mutter? Ich denke, er ist voll weiß.
00:39:58Ja, das dachten wir alle, aber egal.
00:40:01Dieses Mädchen, die damals mit ihm zusammen abgehauen ist, wer war das eigentlich?
00:40:04Carrie Fisher.
00:40:06Carrie? Mhm.
00:40:08Carrie Fisher, die beste Freundin von Rebecca. Ja.
00:40:10Wo lebt die heute?
00:40:11Ganz hier in der Nähe, etwas außerhalb.
00:40:12Sie ist Accountant an der University, ja.
00:40:15Ey, wie lange bist du noch da?
00:40:16Komm doch mal vorbei.
00:40:17Ich habe immer noch das selbe Haus und dasselbe Boot.
00:40:20Werde ich machen, wenn ich alles hier geklärt habe.
00:40:23Machst du zwei deiner Wahl?
00:40:28Bist du immer noch sauer auf mich?
00:40:30Das ist lange her, Mike.
00:40:34Werde es hier bleiben sollen?
00:40:36Ich musste damals zurück.
00:40:37Meinem Vater ging es nicht so gut.
00:40:40Das war nicht der Grund.
00:40:42Das weißt du genau.
00:40:45Mach's gut, Mike.
00:40:46Mach's gut, Mike.
00:40:47Los, Los, Los, Los…
00:40:48Los, Los, Los, Los..
00:41:02Meine Mandanten haben letztendlich nichts anderes gemacht als ihre Pflicht als Soldaten erfüllt,
00:41:05Das ist mein Mann.
00:41:18Ja, die Opfer in Auschwitz haben gelitten, aber es ist nicht zu leugnen, dass auch der einfache Soldat, der in einem Konzentrationslager seinen Dienst verrichtete, zu leiden hatte.
00:41:30Musste er doch damit rechnen, möglicherweise als Befehlsverweigerer erschossen zu werden.
00:41:34Mein Mann war Anwalt bei den Auschwitz-Prozessen in Frankfurt 1965.
00:41:41Daniels letzte Karte aus Boston.
00:41:43Darf ich?
00:41:44Bitte.
00:41:48September 90. Mutsch, ich bin überglücklich. Es gibt großartige Neuigkeiten. Ich komme bald nach Hause, aber nicht allein. Lass dich überraschen, dein Daniel.
00:41:57Klingt so ein Mann, der seine Braut sitzen lässt und nach Thailand verschwindet?
00:42:02Ich weiß jetzt, warum Daniel das von in seinem Nachnamen gestrichen hat. Weißt du, wer sein Vater war? Der Anwalt Harald von Schöbendorf.
00:42:10Warte mal, von Schöbendorf? Das sagt mir was.
00:42:12Daniels Vater hatte sehr erfolgreich alte Nazi-Größen vor dem Gefängnis bewahrt.
00:42:15Jetzt verliebt sich sein Sohn ausgerechnet in eine Jüdin und will auch noch konvertieren. Ist schon ein Grund, mit seinen Eltern zu brechen und ein neues Leben einzufangen?
00:42:22Sie glaubt, dass er ermordet wurde.
00:42:24Warum glaubt sie das?
00:42:25Sein letztes Lebenszeichen war ein Brief aus Thailand.
00:42:28Sagt nicht aus Bangkok.
00:42:29Ja, genau. Aber Ihrer Ansicht nach wollte jemand vortäuschen, dass er sich abgesetzt hat.
00:42:33Deswegen hat sie eine Vermisstenanzeige aufgegeben.
00:42:361991. Und das Mädchen, mit dem er durchgebrannt ist, hat auch einen Namen. Carrie Fisher.
00:42:41Ja. Das ist interessant. Ich bin gerade auf dem Weg zu ihr.
00:42:45Sag mal, wer bezahlt denn das alles?
00:42:46Ich.
00:42:48Die Kleine hat es dir echt angetan.
00:42:50Das ist rein professionell.
00:42:51Rachel spielt mit dir, Joachim. Die von Schöbendorf. Hat dir die Adresse von Carrie Fisher gegeben?
00:43:01Scheiße.
00:43:01Ich bin gerade auf dem Weg zu ihr.
00:43:31Ich bin gerade auf dem Weg zu ihr.
00:44:01Gehen Sie los.
00:44:03Bist du wahnsinnig?
00:44:05Ich habe keine Zeit zu diskutieren. Sie glauben mir sowieso nicht.
00:44:08Das kannst du ja dem Polizisten davon erzählen.
00:44:09Ich weiß, was Sie jetzt denken.
00:44:28Ich habe die Polizeisirenen schon gehört, als ich ins Haus reingegangen bin.
00:44:30Irgendjemand will mir diese Morde anhängen.
00:44:34Du hast mir nicht gesagt, dass du bei deines Mutter warst.
00:44:36In Potsdam.
00:44:37Vielleicht hat sie ja recht und ihr Sohn ist wirklich tot und irgendwie und will nicht, dass ich das herausfinde.
00:44:46Und deshalb muss auch jeder sterben, der dir dabei hilft.
00:44:50Sie sind noch am Leben.
00:44:51Kommen Sie da vorne rechts raus.
00:45:00Kommen Sie da vorne rechts raus.
00:45:00Rufen Sie nicht die Polizei.
00:45:10Bitte.
00:45:10Neuhaven Police Chief Robert Andrews
00:45:26wurden gesagt in a press interview just minutes ago
00:45:29that the police got a 911 distress call at 6 p.m.
00:45:33Not from the victim, but from a concerned neighbor
00:45:36who was walking his dog when he heard a woman screaming inside the house,
00:45:40followed by two gunshots.
00:45:42The first responders found a female body inside the house,
00:45:46shot and killed by .45 caliber weapon
00:45:47just minutes before their arrival.
00:45:50The victim is 49-year-old Carrie Fisher.
00:45:54She worked as a tax consultant for Boston University for over 25 years.
00:46:00The perpetrator entered the house with the victim's consent.
00:46:03Currently...
00:46:20Why do you take this all off?
00:46:28They don't understand.
00:46:30Angenommen, you find your father.
00:46:34What is that?
00:46:37I don't know.
00:46:40Maybe...
00:46:46I just want to tell you...
00:46:52That you will tell him?
00:46:55When I asked her,
00:46:58if they were my father,
00:47:01they were there.
00:47:04I didn't.
00:47:07They slept with my mother, or?
00:47:10I think...
00:47:15I think...
00:47:16You and I, we...
00:47:19We have it together.
00:47:26That's a brief, the your Stiefvater gave you.
00:47:29I wrote your mother.
00:47:31I sent you to the whole story.
00:47:33But then...
00:47:34I'm not your father.
00:47:37Warum sind Sie sich da so sicher?
00:48:07Warum sind Sie so sicher?
00:48:37Woher hattest du die Adresse von Daniels Mutter?
00:49:06Von Mike Collins.
00:49:07Er war der Erste, den ich besucht habe.
00:49:10Das hat er gar nicht erwähnt.
00:49:11Ich dachte, sie waren beste Freunde.
00:49:15Bei uns in der Fakultät lief es so.
00:49:16Jeder Freshman musste erstmal so ein paar Rituale durchlaufen.
00:49:20Er musste Mutproben bestehen, Tests und so weiter, um in den inneren Kreis aufgenommen zu werden.
00:49:25Meistens waren das so alberne Aufgaben, aber eines Tages kam Mike zu mir und sagte,
00:49:29ich sollte den Kontakt zu deiner Mutter abbrechen.
00:49:32Die passt nicht zu uns.
00:49:33Die passt nicht in unsere Fakultät.
00:49:35Ich habe es natürlich nicht gemacht.
00:49:37Ich habe das für einen Witz gehalten.
00:49:41Bis ich dann selber auf der Shitliste landete.
00:49:43Was ist dann passiert?
00:49:44Ich wurde aus dem Bett gezerrt, verprügelt und in mein Spind gesperrt.
00:49:48Was war mit den anderen?
00:49:49Rudi, Daniel, haben die Ihnen nicht geholfen?
00:49:51Die haben mitgemacht.
00:50:01Sie müssen meine Mutter sehr geliebt haben.
00:50:05Sagen wir, es war das erste Mal, dass ich lernen musste, dass man nicht alles haben kann.
00:50:09Egal, wie sehr man sich's wünscht.
00:50:11Warum, Lasto?
00:50:12Jetzt haben sie mir doch was über sich erzählt.
00:50:20Was zum Teufel?
00:50:30Was ist das, der Typ?
00:50:31Sie wollten mich glauben.
00:50:32Was ist das, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist.
00:51:02Wo ist das Magazin?
00:51:07Wann ist das Magazin?
00:51:32Was ist das, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der Typ ist, der
00:52:02Ich nehme an, das Ganze war ein Fall von Road Rage.
00:52:05Road Rage. Das ist interessant.
00:52:08Ich weiß jetzt, woher ich den Mann kenne.
00:52:10Der hat mich schon in Brooklyn beschattet.
00:52:12Das ist wirklich interessant.
00:52:15Haben Sie Zeugen dafür?
00:52:18Richard Cohen.
00:52:19Rachel Cohen.
00:52:21Die wird wegen Mordes an Carrie Fisher gesucht.
00:52:23Das FBI kümmert sich ab jetzt rum.
00:52:25Sie war nicht mit mir im Auto?
00:52:26Nein. Sie hatte offenbar mehr Glück als sie.
00:52:28Lebt sie? Wo ist sie jetzt?
00:52:30Ich habe Ihnen was mitgebracht.
00:52:33Ihre Kleidung ist ja noch im Labor.
00:52:38Ich hoffe, es passt.
00:52:43Dankeschön.
00:52:44Ich dachte, ich wäre verhaftet.
00:52:46Nein, nein. Ihr Freund hat alle Ihre Angaben bestätigt.
00:52:49Sieht so aus, als ob er im Moment kein großes Aufsehen gebrauchen kann.
00:52:52Mein Freund? Welcher Freund?
00:52:53Mike Collins?
00:52:54Mike!
00:52:55Real Big Shot.
00:52:56Er wird der zukünftige Präsident unserer weltberühmten Universität in Boston.
00:52:59Das wusste ich nicht.
00:53:00Nein, das wusste ich nicht.
00:53:02Haben Sie Freunde hier in der Stadt?
00:53:03Jemanden, bei dem Sie für einen Betag unterkommen können?
00:53:05Ich bin nicht verhaftet, aber ich darf die Stadt nicht verlassen.
00:53:09Ah, ich denke schon.
00:53:11Könnten Sie mir vielleicht dabei behilflich sein, rauszukriegen,
00:53:12wo heute in New York ein gewisser George Withers auftritt?
00:53:15Der berühmte Jazzmusiker?
00:53:18Sagen Sie bloß, Sie kennen den auch.
00:53:20Selbstverständlich.
00:53:20Hier ist es.
00:53:48Sind Sie sicher, das soll der Jazz-Crain sein?
00:53:53Ja, wenn Jazz eine Religion ist, ist der Laden dein Tempel.
00:53:56Well before the eight doors.
00:53:57Ich bin nicht verhaftet, ich bin nicht verhaftet.
00:54:27Ich bin nicht verhaftet.
00:54:32Hallo.
00:54:35Ich hätte gerne ein...
00:54:37Oh, Mama.
00:54:41Was ist das, Mama?
00:54:44Ja, Achim.
00:54:46Und hier, Miss Wim, was machst du denn hier in New York?
00:54:49Und wie siehst du denn aus?
00:54:50Ich wollte ein bisschen Musik hören.
00:54:53Gar nicht schlecht.
00:54:55Jeden Abend sind toll hier.
00:54:57Wissen Sie, was trinken?
00:54:58Mir ist alles umsonst.
00:55:02Ich bin in meinem Herz.
00:55:20Ich dachte schon, ich muss alleine frühstücken.
00:55:30Wo sind denn die anderen?
00:55:32Die schlafen noch.
00:55:33Wissen Sie, wie das Ding hier funktioniert?
00:55:37Was haben Sie denn gerne?
00:55:39Latte, Cappuccino, Americano.
00:55:43Einen Kaffee bitte, wenn es recht ist.
00:55:46Kaffee.
00:55:49Läuft.
00:55:50Was hat jemand für Sie abgegeben da?
00:55:56Danke.
00:55:59Das ist ganz schön heftig, nicht?
00:56:01Sie ist ja alt genug.
00:56:03Ich meine eigentlich mehr uns beide.
00:56:05Was machen wir denn, wenn sie hier bleibt?
00:56:07Wir in Amerika, wir fahren nach Hause, was sonst?
00:56:09Na, Sie haben ja gut reden.
00:56:11Sie haben hier ihren Beruf und Marie-Louise war hier.
00:56:13Oh gut, Sie wissen doch genau,
00:56:15Sie sind jederzeit bei uns willkommen.
00:56:17Sie können mich doch gar nicht richtig leiden.
00:56:19Ohne Ihre Mutter bin ich sowieso nur
00:56:21die Hälfte von irgendwas.
00:56:24Warum riecht es denn hier so komisch?
00:56:29Oh Gott, der Toast!
00:56:31Der Toast!
00:56:36Oh, Frühstück fertig.
00:56:37Äh, sag mal, wo ist denn der verdammte Alarm?
00:56:55Ja?
00:56:55Äh, Joachim, sorry, bist du noch da?
00:56:57Entschuldige, sag mal, wieso lassen die dich einfach gehen?
00:57:00Ich meine, wenn Rachel zwei Menschen auf dem Gewissen hat,
00:57:02dann hängst du doch mit drin.
00:57:03Ich weiß, das muss irgendwas mit Mike Collins zu tun haben.
00:57:07Der scheint hier ziemlich einflussreiche Person zu sein.
00:57:09Mir ist das super.
00:57:10Dann rufst du den an, wir sollten deinen Pass wieder besorgen
00:57:12und dann kommst du nach Hause, okay?
00:57:14Hast du irgendwas rausgekriegt über Rebeccas Selbstmord?
00:57:17Ihr Ehemann, der Jule Cohen,
00:57:19hat sie am 27.04.1991 als vermisst gemeldet,
00:57:22aber die wurde erst sechs Monate später offiziell für tot erklärt.
00:57:25Ich denke, sie ist ertrunken.
00:57:26Naja, man hat den Körper nie gefunden.
00:57:28Das letzte Mal gesehen hat man sie,
00:57:29als sie spätabend aus dem Krankenhaus kam,
00:57:31dann ist sie zum Hafen gegangen
00:57:32und hat ein Ticket für die Fähre gekauft.
00:57:35Das war's.
00:57:36Und seitdem ist sie vom Erdboden verschwunden.
00:57:38Naja, und lange getrauert hat unser Witwer nicht.
00:57:40Ein Jahr später war er schon wieder erheiratet
00:57:41mit einer gewissen, ähm, na, der Leier-Singer.
00:57:45Und unsere kleine Rachel hatte wieder eine Mutter.
00:57:47Tja, und sieben Jahre später einen Bruder, Joel.
00:57:49Äh, nur mal dieser weiße Mietwagen, dieser BMW.
00:57:52Hast du was über den Fahrer rausbekommen?
00:57:53Nee, Wasenburg ist dran.
00:57:54Wasenburg ist dran.
00:57:56Wie lange kann denn das dauern?
00:57:58Ey, ja, du, ich tue, was ich kann, okay?
00:58:00Also, pfff.
00:58:01Du, Entschuldige, bei uns geht's gerade ein bisschen drunter und drüber.
00:58:04Kann ich mir vorstellen.
00:58:06Meine Mutter möchte gerne in New York bleiben,
00:58:08Hütchen dreht am Rad
00:58:09und unser Feueralarm ist auch noch losgegangen.
00:58:13Ich hab Hütchen übrigens vorgeschlagen,
00:58:14sie kann so lange bei uns wohnen.
00:58:16Nee, das kannst du nicht machen.
00:58:19Das kannst du nicht machen.
00:58:20Was ist was da bei dir?
00:58:22Oh, weißt du, wer mich gerade versucht anzurufen?
00:58:24Du gehst nicht ran, okay?
00:58:25Hörst du, du gehst nicht ran, Joachim.
00:58:26Ich hab keine Lust, dass du wegen diesem Mädel auf dem elektrischen Stuhl landest oder so.
00:58:29Den gibt's nicht mehr, jedenfalls nicht in New York.
00:58:33Ich meld mich wieder.
00:58:34Ich bin's.
00:58:37Wie geht's dir?
00:58:38Bist du verletzt?
00:58:39Bin okay.
00:58:41Tut mir leid, dass ich einfach abgehauen bin.
00:58:42Ich dachte, sie wären tot.
00:58:44Es war knapp.
00:58:45Hör zu, das FBI hat sich jetzt eingeschaltet.
00:58:47Du musst zur Polizei gehen.
00:58:49Ich kann dir sonst nicht helfen.
00:58:50Du musst dich stellen.
00:58:51Können Sie mich abholen?
00:58:52Rachel, nein, ich kann das nicht.
00:58:54Ich stehe ja selbst mit einem Bein im Knast.
00:58:56Hören Sie, ich weiß jetzt, wo die Hebamme meine Mutter ist.
00:58:59Die Laie hat mir gerade alles erzählt.
00:59:02Bitte, ich brauche Ihre Hilfe.
00:59:04Bitte, ich brauche Ihre Hilfe.
00:59:34Ich brauche Ihre Hilfe.
00:59:36Bitte, ich brauche Ihre Hilfe.
00:59:37Bitte, ich brauche Ihre Hilfe.
00:59:38Danke, ganz schön.
00:59:38Bitte, ich brauche Ihre Hilfe.
00:59:39Ich brauche Ihre Hilfe.
00:59:41Geht nicht.
00:59:43Untertitelung. BR 2018
01:00:13Untertitelung. BR 2018
01:00:43Bitte, kommen Sie.
01:00:58Frau Gutmann? Ja?
01:01:00Sie haben Besuch. Oh. Aus Deutschland.
01:01:05Frau Gutmann, mein Name ist Fernau. Ich komme aus Berlin.
01:01:08Ich würde Ihnen gerne ein paar Fragen stellen. Ja?
01:01:11Vor ungefähr 30 Jahren waren Sie Hebamme. Ja. Und wo?
01:01:17Auf der Mutter-Kind-Station. Im Jericho-Medical-Center.
01:01:20Erinnern Sie sich an eine junge Frau namens Rebecca?
01:01:24Meine Liebe, ich bin für 90 Jahre alt.
01:01:27Diese Rebecca wurde hier im achten Monat ihrer Schwangerschaft eingeliefert.
01:01:31Das ging ihr nicht so gut. Sie hatte brünettes Haar, leicht gewählt.
01:01:36Vielleicht können Sie sich an Ihren Mann erinnern. Sie hatte kurz vorher geheiratet, Uriel Korn.
01:01:41Mein Gott, das arme Mädchen. Ja.
01:01:44Sie hatte Fieber und stammelte immer nur von dem Anderen. Während ihr Ehemann am Bett saß.
01:01:53Sie wollte das Kind nicht bekommen, hat auf ihn gewartet, ihren Liebsten.
01:01:57Zuerst wusste ich nicht, wovon sie redete. Man redet ja viel im Fieber, nicht wahr?
01:02:03Ja, manchmal, wenn es zu arg wurde, da schickt er mich weg.
01:02:08Der Ehemann?
01:02:09Ja. Der arme Mann hat sehr gelitten.
01:02:12Aber dann, nach ein paar Wochen, ging es ihr wieder besser.
01:02:16Das Fieber war weg. Sie war wie ausgewechselt.
01:02:20Das Kind strampelte im Bauch.
01:02:22Sie hatte alles vergessen. Ihre Fieberträume, alles.
01:02:25Sie hat Besuch bekommen, fast jeden Tag.
01:02:30Die Leute brachten Blumen und Süßigkeiten.
01:02:33Sie hat gelacht.
01:02:35Oh ja, sie hat sich sogar einen Namen für ihr Kind ausgesucht.
01:02:42Rachel? Rachel? Ja.
01:02:46Ach, sie war ja selber noch ein Kind.
01:02:49Am nächsten Morgen war dann alles anders.
01:02:52Als ich meinen Dienst antrat und sie da liegen sah, dachte ich, sie sei tot.
01:02:59Und das war nur ein paar Tage vor ihrer Niederkunft.
01:03:02Ich sagte, Mädchen, was ist denn los?
01:03:05Sie sagte kein Wort mehr.
01:03:09Nicht mal bei der Geburt, sie hat nicht geschrien, nichts.
01:03:12Sie wollte das Kind nicht mal sehen, es nicht in die Arme nehmen.
01:03:16Ich habe es dann in die Krippe gelegt und ganz dicht bei ihr, damit sie seinen Atem hörte.
01:03:23Aber es wurde immer schlimmer.
01:03:24Und dann am zweiten oder dritten Tag hat sie ihre Sachen gepackt und ist gegangen.
01:03:31Einfach so.
01:03:47Ihr Kind hat sie in die Krippe zurückgelassen.
01:03:53Ich habe sie gehen lassen.
01:03:54Später las ich in der Zeitung, dass sie ins Wasser gegangen ist.
01:04:06Ich frage mich, was aus dem kleinen Mädchen geworden ist.
01:04:12Es geht dir gut.
01:04:24Wann schön?
01:04:33Oh, wie schön du geworden bist.
01:04:36Du musst deiner Mutter verzeihen.
01:04:38Sie war ja selber noch ein Kind.
01:04:39Wollen Sie was essen?
01:04:44Das ist wie ein Hotel hier.
01:04:46Ich weiß nicht, womit ich das verdient habe.
01:04:49Frau Gutmann,
01:04:51Sie haben es verdient.
01:04:55Aber es ist schön hier.
01:04:56Das stimmt.
01:04:58Schöner Ausblick.
01:04:59Ja.
01:05:00Tolle Blumen.
01:05:01Ich bekomme jede Woche einen neuen Strauß.
01:05:04Alle hier sind ganz neidisch drauf.
01:05:09Uriel hat ihr bestimmt erzählt, dass Carrie mit ihrem Daniel abgehauen ist.
01:05:35Das ist alles nur Spekulationen.
01:05:43Das hat sie umgebracht.
01:05:44Entschuldigung, wer bezahlt das eigentlich alles hier für meine Großmutter?
01:06:10Ich würde mich so gerne an den Kosten beteiligen.
01:06:13Ich kann gerne nachschauen, wenn Sie wollen.
01:06:18Ah, Wegner, Wegner.
01:06:20Das ist deine Rechtsanwaltskanzlei in Manhattan.
01:06:23Ich kann Ihnen gerne die Bankverbindung notieren.
01:06:25Nein, danke.
01:06:26Das ist nicht notwendig.
01:06:27Ich bin Ihr Anwalt.
01:06:46Ich bin Ihr Anwalt.
01:06:48Sagen Sie keine Idiotkanzlei.
01:06:49Sie ist die falsche Person.
01:06:50Sie waren ein Fehler.
01:06:51Halten Sie sich raus.
01:06:52Das nehme ich Sie auch gleich jetzt.
01:06:53Gut.
01:06:53Gut.
01:06:57Look at this.
01:07:27Wir fahren nach Mithurn, 767 Fulton Street.
01:07:46Okay.
01:07:46Guten Tag.
01:08:14Ich würde gerne mit Mr. Weigner sprechen.
01:08:18Haben Sie einen Termin?
01:08:24Ah, kommen Sie?
01:08:29Nehmen Sie Platz.
01:08:31Kann ich was anbieten?
01:08:33Wasser, Kaffee?
01:08:34Wasser wäre gut.
01:08:35Sir, wo haben Sie die Zerkarte?
01:09:04Bekirchen?
01:09:16Bekirchen?
01:09:21Den Namen habe ich, glaube ich, nicht mehr gehört.
01:09:23Warte, warte, warte, warte, warte, warte.
01:09:34Ich bin, damit habe ich nicht gerechnet.
01:09:39Woher hast du die?
01:09:40Von deiner HEPA, Mary.
01:09:42Du zahlst ihr den Aufenthalt und schickst ihr Blumen jede Woche.
01:09:46Ja, sie ist die einzige Familie, die ich noch habe.
01:09:50Deshalb bin ich hier.
01:09:52Es geht um deine Tochter.
01:09:54Meine Tochter.
01:09:58Was ist mit ihr?
01:10:00Vor einer Woche ist ihr Stiefvater gestorben und...
01:10:03Uriel.
01:10:04Einen Tag bevor er startet, der ihr eröffnet, ist ja nicht ihr richtiger Vater, dass sie nur adoptiert ist.
01:10:10Jetzt sucht sie ihren biologischen Vater.
01:10:15Was hast du damit zu tun?
01:10:16Das ist eine lange Geschichte.
01:10:20Lass uns rausgehen.
01:10:23Komm.
01:10:23Es gab damals im Krankenhaus einen Moment, da hat sich alles für mich verändert.
01:10:43Ich wollte nur noch Mutter sein.
01:10:44Ich wollte da sein für das kleine Mädchen in meinem Haus.
01:10:47Und plötzlich war mir alles egal.
01:10:49Die Erwartungen, die an mich gestellt wurden.
01:10:51Die Schande, die ich über meine Familie gebracht habe.
01:10:53Und dann kommen wir mit dem Deutschen.
01:10:56Ich wollte einfach nur noch weg.
01:10:59Mit Daniel.
01:11:02Ja, und dann kam Uriel.
01:11:04Der erzählte mir von Daniel und Carrie.
01:11:06Und plötzlich war alles anders.
01:11:08Du warst doch selber noch ein halbes Kind damals.
01:11:11Hättest du Hilfe gebrauchen können?
01:11:13Ich hatte Hilfe.
01:11:15Uriel war da, Tag und Nacht.
01:11:18Ich habe ihn einfach nicht geliebt.
01:11:20Also, ist Daniel Rachels Vater.
01:11:24Was spielt das für eine Rolle?
01:11:26Ist doch vollkommen egal.
01:11:27Nicht für deine Tochter.
01:11:29Rachel glaubt ganz fest, dass du ertrunken bist, dass du tot bist.
01:11:32Sie hat ein Recht darauf zu erfahren, dass ihre Mutter noch lebt.
01:11:34Was willst du von mir?
01:11:36Rachel ist entwurzelt.
01:11:37Sie ist, sie weiß nicht, wo sie hingehört.
01:11:42Sie braucht deine Hilfe.
01:11:43Sie ist erwachsen.
01:11:44Sie braucht nicht meine Hilfe.
01:11:48Und wenn deine Entscheidung damals unter den falschen Voraussetzungen gefallen wäre?
01:11:53Wem wären das stimmt alles gar nicht?
01:11:54Carrie, Daniel.
01:11:55Was, wenn ihr das Land nie verlassen hätte?
01:11:57Von wem hatte Uriel die Geschichte damals?
01:11:59Von wem hatte Uriel die Geschichte damals.
01:12:29Als er aus National Sim cat eingehen müssen,
01:12:32wie ihr war.
01:12:34Was war die Geschichte damals?
01:12:35Dann gehen wir weiter.
01:12:37Wenn ihr das Land w obviamente
01:12:57w Dust frankly nicht aus dem sich aus.
01:12:57Entschuldige, dass ich hier so unangemeldet reinplatze.
01:13:11Super Timing. Spring Cleaning in New Haven. Kannst gleich mit anpacken.
01:13:19Ich habe eine alte Krankenschwester getroffen, die früher im Jericho Medical Center gearbeitet hat.
01:13:24Sie war Rebekkas Hebamme vor 30 Jahren.
01:13:27Sie hat mir erzählt, Uriel, aber Rebekkas hat damals gesagt, dass der Vater ihres Kindes mit ihrer besten Freundin durchgebrannt sei.
01:13:35Zurück an der Geschichte ist, sie ist frei erfunden. Hast du dir das ausgedacht?
01:13:42Warum? Komm mal mit.
01:13:46Hast du die Leinen los?
01:14:03Daniel kam damals hierher, um sich Geld zu leihen. Wir waren da unten und haben gefeiert.
01:14:20Rudi hatte diese Carrie dabei. Die ganze Zeit nur Stonetour. Das war ihre Idee.
01:14:26Was war ihre Idee?
01:14:29Kopf oder Teil.
01:14:31Alles oder nichts.
01:14:33Ihr habt ihm dann jetzt ein Ticket gezockt und er hat verloren.
01:14:35Ja, du kanntest ihn ja.
01:14:38Man warnt schlechter Verlierer.
01:14:42Er ist auf mich losgegangen.
01:14:43Hast du ihn umgebracht?
01:14:50Nein.
01:14:53Es gab ein Handgemenge.
01:14:55War ein Unfall.
01:14:56Was habt ihr mit Daniel Skoppen gemacht?
01:15:03Er liegt hier.
01:15:04Irgendwo auf dem Grund der Bay.
01:15:07Und die anderen?
01:15:10Die haben alle einfach so mitgemacht.
01:15:11Carrie, Rudi?
01:15:13Die ganze Thailand-Story?
01:15:14Nein, ich habe ihnen Geld gezahlt.
01:15:16Viel Geld.
01:15:18Dafür, dass sie bei der Version bleiben.
01:15:20Carrie habe ich Arbeit an der Universität verschafft und Rudi hat praktisch all die Jahre von mir gelebt.
01:15:25Was ist schiefgegangen?
01:15:29Das Übliche.
01:15:30Als sie hörten, dass ich Präsidentin der Boston University werden sollte, da wurden sie gierig.
01:15:36Und dann hast du ihnen einfach so einen Killer auf den Hals geschickt?
01:15:39Nein, da sollte Rudi nur Angst reinjagen, aber auf einmal muss dieses Mädchen da aufgetaucht sein.
01:15:45Ich dachte wirklich, ich hätte das alles schon längst hinter mir.
01:15:48Das stimmt, was du sagst.
01:15:50Dann hättest du vielleicht mit Notwehr davon kommen können.
01:15:52Aber die einzigen beiden Menschen, die das bezeugen könnten, die sind jetzt tot.
01:15:55Das stimmt.
01:15:57Aber es sind doch die einzigen beiden, die wussten, dass deine überhaupt hier war.
01:16:01Warum bist du da so sicher?
01:16:04Rebecca hätte es wissen können.
01:16:05Rebecca?
01:16:06Ja, vielleicht.
01:16:08Aber die ist ja nun auch leider lange tot.
01:16:10Das habe ich auch gedacht, aber es stimmt nicht.
01:16:12Becky lebt.
01:16:14Sie hat jetzt einen anderen Namen, sie hat wieder geheiratet.
01:16:16Wie schlecht.
01:16:23Ja, du hättest ja wirklich Riesenkarriere gemacht.
01:16:26Du glaubst mir nicht.
01:16:28Becky lebt.
01:16:30Sie ist Anwältin in Manhattan.
01:16:31Sie ist Partnerin bei Wagner & Wagner.
01:16:36Mike, du kannst nicht ernsthaft wollen, dass Rachel in den Knast geht.
01:16:39Für zwei Morde, die du auf dem Konto hast.
01:16:42Nein.
01:16:43Natürlich nicht.
01:16:46Aber hey.
01:16:48So ist das Spiel.
01:16:49Man muss wissen, man hat mal verloren heute, Mike.
01:16:50Ja, aber das weiß man erst, wenn das Spiel vorbei ist.
01:16:53Ja, aber das weiß man erst, wenn das Spiel vorbei ist.
01:17:23Mike! Mike! Mike! Mike!
01:17:53Mike! Mike!
01:18:08Mike!
01:18:23Mike!
01:18:42Mike!
01:18:44Mike!
01:18:47Mike!
01:18:50Mike!
01:18:52Mike!
01:18:54Mike!
01:18:55Mike!
01:18:56Mike!
01:18:57Mike!
01:18:58Mike!
01:18:59Mike!
01:19:00Mike!
01:19:01Mike!
01:19:02Mike!
01:19:03Mike!
01:19:04Mike!
01:19:05Mike!
01:19:06Mike!
01:19:07Mike!
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01:19:09Mike!
01:19:10Mike!
01:19:11Mike!
01:19:12Mike!
01:19:13Mike!
01:19:14Mike!
01:19:15Mike!
01:19:16Mike!
01:19:17Mike!
01:19:18Mike!
01:19:19Mike!
01:19:20Mike!
01:19:21Als ich ein paar Jahre nach meinem Verschwinden wieder nach New York kam,
01:19:47bin ich nach Brooklyn gefahren.
01:19:49Ich wollte sie sehen, ich hatte Sehnsucht.
01:19:52Und als ich vor Urias Haus stand, es war Yom Kippur, waren alle da.
01:19:57Auch meine kleine Rachel, in ihrem Sonntagsgleitchen.
01:20:03Glücklich sah sie aus.
01:20:07Was für ein vollkommenes Bild das war, diese Familie.
01:20:12Ja, dann bin ich wieder gegangen.
01:20:16Er hat sie sehr geliebt und hat alles für sie getan.
01:20:21Genauso wie für dich.
01:20:24Eine Frage hätte ich noch.
01:20:27Bin ich der Frau?
01:20:34Nein.
01:20:41Ganz sicher.
01:20:42Musst du wirklich zurück?
01:20:49Ich hab noch ein bisschen was zu erledigen in Berlin.
01:20:52Joachim, du bist ein guter Anwalt.
01:20:55Ich könnte einiges für dich hier tun.
01:20:57Ich werde es mir überlegen.
01:21:00Aber ich glaube, du wirst keine Zeit dazu haben.
01:21:06Ich weiß nicht, wie das geht, Mutter sein.
01:21:07Hör ihr einfach zu.
01:21:21Musik
01:21:25Musik
01:21:30Musik
01:21:35Musik
01:21:37Musik
01:21:41Musik
01:21:47Herzlichen Glückwunsch.
01:22:11Mutter und Tochter nach 25 Jahren vereint.
01:22:13Danke.
01:22:13Sie können stolz auf dich sein.
01:22:15Haben Sie Michaels Leiche gefunden?
01:22:17Nein.
01:22:18Stehe ich jetzt unter Mordverdacht?
01:22:22Sie sind kein Mörder.
01:22:25Michael Collins hat Henry Baxter 250.000 Dollar dafür gegeben, dass er die Sache fliehen
01:22:30aus der Welt schafft.
01:22:31Und seit wann wussten Sie davon?
01:22:33Der ist von Ihnen.
01:22:37Und ich denke, der Koffer auch.
01:22:40Soll ich Sie noch ein Stück mitnehmen?
01:22:46Guten Tag.
01:22:47Ich lauf lieber.
01:22:48Ich lauf lieber.
01:22:50Ich lauf lieber.
01:22:52Ich lauf lieber.
01:22:54Ich lauf lieber.
01:22:56Nein.
01:22:59Ich lauf lieber.
01:23:15Und jeder, der hier reinkommt, der muss durch diese Brücke fahren.
01:23:26Die einen fahren hier oben lang, die anderen hier unten in die Etage tiefer.
01:23:30Und wenn du in Manhattan reinkommst, ja, dann ist das so hell, so grell,
01:23:33weil sich die Sonne spiegelt mit dem Fenster, von dem du rauskommst, ja.
01:23:37Und wie es aussieht, man kann sogar Spiegeleier auf dem Trottoir braten.
01:23:41Wolltest du mich nicht am Flughafen abbauen?
01:23:43Hast du meine Nachricht nicht bekommen?
01:23:44Nein.
01:23:45Auto ist kaputt.
01:23:46Warum?
01:23:47Habe ich dir getextet.
01:23:48Hände waschen, wir essen gleich.
01:23:50Ihr tut es euch, Halleluja.
01:23:51Wir verstehen uns super.
01:23:53Du musst dir mal die Fotos angucken, die die beiden gemacht haben.
01:23:55Die haben echt was erlebt in New York.
01:23:57Irgendwie sieht das so aus, als hätte sich nichts verändert.
01:23:59Was soll sich denn verändert haben?
01:24:01Jetzt leg doch mal die Bildchen weg, immer dieser alte Kram.
01:24:04Nichts ist aufregender als das Leben selbst, oder?
01:24:07Kommt George nicht?
01:24:08Der ist in New York geblieben.
01:24:10Ich brauche einfach noch ein bisschen Zeit.
01:24:12Irgendwann musst du mir mal zeigen, wie man diese Suppe macht.
01:24:14Jeder Zeit, Kindchen.
01:24:16Es ist einfacher, als man glaubt.
01:24:18Man braucht nur ein bisschen Feingefühl.
01:24:22Na, wie war deine Arbeit?
01:24:25Hast du alles erledigt in New York?
01:24:27Ich denke schon.
01:24:28Sehr gut.
01:24:28Und du erinnerst mich bitte, dass ich morgen etwas Muskatnuss kaufe.
01:24:32Steht schon noch mein Kaufzettel.
01:24:39Deine Textnachricht.
01:24:40Sch frightening.
01:24:41Fast.
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01:24:43Fast.
01:24:43Fast.
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01:24:49Fast.
01:24:49�ellerpack ich jetzt.
01:24:49защit Alma.
01:24:49Also, wir wussten einfach nicht nach einmal eine Stelle,
01:24:51sondern ein Bl kirchen Teinate, die ich�지 nicht mehrλεist.
01:24:53Aber wie war das durIng war diese Art und des Hates.
01:24:54Zusammen mit einer natürlicheishment einfach ein Bischotkatz hin Еises und
01:24:58für am Nagung der Ver Kinge und Model.
01:24:58� wieder dabei ein Kon Belerapeut auf c discouraged,
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