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  • vor 7 Stunden

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🎈
Spaß
Transkript
00:03Ist das eine schöne Aussicht, die kann ich gar nicht satt sehen.
00:05Schön, dass es einem bei uns so gut gefällt.
00:07Verstehst du jetzt, warum ich so gerne in Rosenheim bin?
00:10Ja, und vor allem freue ich mich, dass ich ja endlich mal wieder Urlaub mache, während du arbeitest.
00:17Apropos Arbeit. Einen wunderschönen guten Morgen, Frau Stocke.
00:21Guten Morgen, Herr Stadler. Sitzen Sie in der Sonne?
00:24Allerdings, und das Frühstück war jetzt gerade aufgedeckt.
00:26Ja, das tut mir leid, da müssen Sie Ihnen ein Semmerl für auf den Weg schmieren, es gab nämlich ein
00:30Laich.
00:31Zauber, wo muss ich hin?
00:33Und zwar auf das Anwesen vom Obst- und Gemüsehändler Bühler und das ist in der Waldstraße Nummer 1.
00:38Ein gewisser Sebastian Kemper ist dort tot aufgefunden worden.
00:41Gut, ich bin unterwegs, Stadler, Ende.
00:45Ich bin der Dienst ruft.
00:50Hoffentlich wird es dir nicht langweilig ohne mich.
00:52Ich lese jetzt erstmal in Ruhe die Zeitung.
00:54Ja, Bussi.
00:56Wiederschauen, Frau Hofer.
00:58Wiederschauen.
01:02Ja, Bussi.
01:03Servus.
01:05Also, kommen wir rein.
01:08Hm.
01:10Oh, mein Kollege.
01:11Moin.
01:12Wollte die verehrte Frau Gemahlin sie nicht gehen lassen?
01:14Doch, aber ich halte mich an Geschwindigkeitsbegrenzung.
01:17Im Gegensatz zu Herrn Mohr, der hat sich schon den kompletten Überblick verschafft.
01:22Frau May auch.
01:23Die war sowieso die Erste von allem.
01:25Wollen wir?
01:26Ja.
01:32Frau Hofer, gehen Sie die Landhausmodellin singen?
01:36Selbstverständlich.
01:37Ja, mal 20% auf die gesamte Winterkollektion.
01:40Ui, da kann man bestimmt das ein oder andere Schnäppchen machen.
01:42Ja, und mein Mann, der bräuchte jetzt dringend warme Hemden und Pullover.
01:45Und wenn ich mich nicht drum kümmere, dann fahren Sie aber am besten gleich heute Morgen hin.
01:48Und das mache ich nicht, dass es nichts mehr gibt.
01:52So, Gordon.
01:54Da kommen wir uns.
01:54Achso.
01:55Ja.
01:56Das geht, die Herren.
01:57Morgen.
01:58Morgen.
02:01Gemüsebühler, sagt Ihnen das irgendwas?
02:03Ja, sagt's einmal, Gemüsebühler.
02:05Die Firma Gemüsebühler.
02:08Bekannt bis weit über die Grenzen von Rosnäum hinaus, bis nach Groß-Carolinenfeld.
02:12Für Gemüse.
02:13Die bauen es selber an.
02:15Salat, gelbe Rüben, Blumenkohl, Blaukraut.
02:19Herr Mohr, das ist doch wurscht.
02:20Frische Brechbohnen.
02:21Gemüse über Gemüse.
02:22Ganz genau.
02:23Und weiter?
02:24Ja, der Senior-Chef, der Herbert, der ist vor acht Jahren gestorben und seitdem führt die alte Böhlerin, also die
02:31Frau Böhler Senior, die schwingt da rein in das Zepter.
02:36Die haben drei Kinder, also der Herbert Nimmer, die Dorothea, die hat drei Kinder.
02:39Sie nennt der Madl, die Lina Mathilde, die Sophie Margarete und das Nestjäckchen, die Charlotte. Die heißt aber nur Charlotte.
02:46Ja, Herr Mohr, können Sie uns schon ein bisschen was über das Opfer sagen? Also wie gesagt nur ein bisschen
02:50was.
02:50Ja, Herr Friedrich, es ist ja so. Unser Opfer ist der Herr Sebastian Kemper, 43 Jahre alt.
02:57Der ist aber erst vor einem Jahr in die Firma eingestiegen und zwar als Unterstützung in der Marketingabteilung.
03:02Und in der Marketingabteilung, da arbeitet auch die Sophie Margarete.
03:06Früher Böhler, heute...
03:08Kemper.
03:09Genau.
03:10Lassen Sie mich raten, der Kemper hat Sophie Bühlers Herz im Sturm erobert.
03:15Hallohi, schon drei Monate später, wenn sie dann verheiratet.
03:18Die Kinder haben sie keine, aber eine Wohnung. Schaut her, die Wohnung, die ist da drin, aber nicht unten, sondern
03:23oben.
03:24Also im ersten Stock, da bei der Geranne.
03:26Ja, Herr Mohr, lange Rede, kurzer Sinn, da finden wir die Frau Kemper.
03:29Ja, Frau Kemper. Gut.
03:32Das ist schrecklich. Die ist fertig mit der Welt, muss man sich festnehmen.
03:35Die hat ihren Mann gefunden, war ja tot.
03:37Aber die Lina Mathilde und die Charlotte, die sind bei ihr und die liebt sie.
03:42Gut.
03:43Und die Mutter, die Dorothea, die hat heute einen ganz wichtigen Termin gehabt, und zwar in Augsburg.
03:48Die öffentliche Präsentation von einer neuen Kemper.
03:52Aber sie weiß Bescheid und sie ist bereits im Anmarsch.
03:55War's das jetzt?
03:57Ja, wollt's ja nicht zum Tatort.
03:58Doch, also Tatort ist da hinten.
04:03Seppi!
04:22Grüß Gott.
04:24Grüß Gott.
04:25Kann ich Ihnen helfen?
04:26Ja, gern.
04:27Ich such für meinen Mann warme Pullover und die passenden Hemden dazu.
04:30Die Pullover haben wir da und die Hemden finden Sie da drüben.
04:34Die sind doch schön.
04:36Ja, und eine tolle Qualität haben wir.
04:38Füllen Sie die nochmal.
04:46Guten Morgen, Frau May.
04:49Ah, na, Herr Stadler.
04:50Morgen.
04:51Auch schon da?
04:52Ja, also, da war man heute eher etwas ausführlich unterwegs.
04:56Verstehe.
04:57Gemüse?
04:57Ja.
04:58Aber jetzt sind wir ja da.
05:00Was spricht der Tote?
05:02Herr Kemper wurde erschlagen.
05:04Stumpfer Gegenstand, keine Abwehrverletzungen.
05:06Ja, vermutlich überraschend.
05:08Die Tatwaffen haben wir bis jetzt nicht gefunden.
05:10Und Tatzeit?
05:11Also kann man sich da schon irgendwo drauf eingrenzen?
05:13Hm, gestern Abend zwischen 23 Uhr und Mitternacht.
05:16Na, das ist doch mein Anhaltspunkt.
05:18Ich hätte auch noch was, und zwar diesen Schlüsselbund, den hat der Herr Kemper in der Jackentasche gehabt.
05:23Also der Schlüssel, der schaut aus, das wäre von einem Bankschlussfach.
05:27Äh, ich habe mal, das soll ich die Spuse überprüfen.
05:29Danke.
05:29Sehr gut.
05:30Dann schreiten wir mal zur Befragung der Witwe und der Schwestern, würde ich sagen.
05:34Ah, die sind drüben in der Wohnung, Schatz, ja.
05:36Aber nicht in der unteren Wohnung, sondern oben drüber im ersten Stock, wo die...
05:39Geranien.
05:40Geranien.
05:41Danke, Frau May.
05:44Und da hätten wir jetzt die Hemden aus der Winterkollektion.
05:47Das sind ja schöne Farben.
05:50Also, das da wird doch jetzt perfekt zu dem Pullover passen.
05:53Ja.
05:54Äh, welche Kragenweite hat denn Ihr Mann?
05:56Das, wenn ihr jetzt wüsst, 47, glaube ich.
05:58Ja, das sollten Sie sich natürlich schon sicher sein, wegen der Passform.
06:02Wissen Sie was? Ich rufe ihn geschwind an.
06:04Genau das machen Sie.
06:07Grüß Gott.
06:07Grüß Gott.
06:10Telefon.
06:11Ja.
06:13Hilde, was ist neben mir?
06:14Anton, ich hab nur ganz kurze Frage.
06:16Hilde, wirklich, ich bin am Tatort.
06:17Und ich bin im Modehaus Linsinger.
06:19Wie, Modehaus Linsinger?
06:21Ja, die haben mal 20% auf die gesamte Winterkollektion.
06:24Und ich bräuch jetzt dringend eine Kragenweite.
06:26Winterkollektion? Wir haben Sachen.
06:28Bärli, die haben wirklich unglaubliche Angebote.
06:31Also.
06:31Ja, und wo soll jetzt ich so schnell meine Kragenweite mehr wissen?
06:34Ja, meinst nicht, der Herr Hansen kann kurz mal nachschauen?
06:36Die steht hinten im Hemdkragen.
06:38Nein, der Herr Hansen kann dir jetzt nicht nachschauen.
06:40Du, und außerdem, mir präsiert's Bussi.
06:42Viertel.
06:43So, hat jeder Frau den Linsinger entdeckt.
06:45Dann wird's nicht billig, sag ich Ihnen.
06:47Ja, im Gegenteil, die haben ja heute einen Rabatt.
06:50Oder fahrten wir.
06:55Mein Mann ist beruflich jetzt sehr beschäftigt, der hat überhaupt keine Zeit.
06:58Ja, bis auf Mittag kann ich Ihnen die Sachen schon zurücklegen.
07:02Wirklich?
07:02Bis dahin weiß er bestimmt die richtige Größe.
07:05Genau, und dann holen Sie es einfach alles miteinander an.
07:07Aber bevor ich jetzt gehe, wollt ihr nur nach die Strickjacken schauen.
07:10Ja?
07:13Gut, dann sagen Sie uns doch erst einmal Ihre Namen.
07:16Ich bin Lina Bühler, das ist meine Schwester Sophie Kemper.
07:19Unser aufrichtigste Beileid.
07:21Danke.
07:22Und das ist Charlotte.
07:23Danke, aber ich kann mich selbst vorstellen.
07:25Ich bin Charlotte Bühler.
07:27Sie finden doch heraus, wie mein Mann getötet hat, oder?
07:31Natürlich tun die Kommissare das.
07:33Das werden wir, aber dazu müssten wir Ihnen ein paar Fragen stellen.
07:36Schaffst du das?
07:39Ich würde vorschlagen, wir sprechen mit jeder von Ihnen einzeln nacheinander.
07:46Sie finden mich in meinem Büro?
07:48Gerne.
07:50Dann bin ich draußen im Garten.
07:51Gut.
07:56Die Spurensicherung müsste sich hier natürlich mal gründlich umsehen.
07:59Ich weiß zwar nicht, was Sie hier finden möchten, aber gehen wir vor die Tür?
08:03Gerne.
08:06Ich bin seit drei Jahren fürs Marketing verantwortlich.
08:10Davor war ich ein Jahr in den USA.
08:12Ihr Mann ist ja erst vor einem Jahr in den Betrieb gekommen.
08:15Um mich zu unterstützen, ja.
08:17Dann ist es aber nicht mehr lange bei einer rein geschäftlichen Beziehung geblieben.
08:22Meine Mutter war sehr glücklich, dass ich einen Mann gefunden hatte, der unternehmerisch denkt.
08:28Und Ihre Ehe?
08:30Die war sehr harmonisch.
08:33Ihre Schwestern sind auch im Unternehmen tätig?
08:37Lina, meine ältere Schwester, sie arbeitet fürs Controlling und Charlotte.
08:42Die reist lieber in der Welt herum.
08:44Die interessiert sich nicht sonderlich für den Betrieb.
08:48Gerade erst war sie ein Jahr in Italien.
08:51Frau Kemper, wo waren Sie gestern Abend gegen, sagen wir, 23 Uhr?
08:55Da habe ich geschlafen.
08:57Ich bin zeitig ins Bett zu gehen.
08:59Zehn.
09:00Ihr Mann?
09:02Der war mit einem Bekannten essen.
09:04Mit wem? Wo?
09:05Kann ich Ihnen nicht sagen.
09:06Er hat nur gesagt, er fährt in die Stadt.
09:09Und in der Nacht?
09:11Haben Sie ihn nicht vermisst?
09:12Ich habe einen festen Schlaf.
09:16Ich habe erst heute Morgen gemerkt, dass er nicht da war.
09:19Dann bin ich raus auf den Hof.
09:23Da lag er.
09:25Sagen Sie mir, hat Ihr Mann Streit, Probleme, Ehrgeil?
09:28Ich kann mir nicht erklären, wer das gemacht hat.
09:33Natürlich interessiere ich mich für unseren Betrieb.
09:36Ich war gerade ein Jahr lang in Italien und habe mich über den dortigen Obstanbau informiert.
09:40Jetzt sind Sie wieder da.
09:42Ja.
09:43Seit einem Monat.
09:45Dann werden Sie das Know-how, das Sie in Italien erworben haben, wahrscheinlich im Betrieb anwenden, nehme ich mir an.
09:52Möglicherweise.
09:54Vielleicht mache ich aber auch etwas ganz anderes.
09:56Mit Naturkosmetik oder Kunst.
09:59Kunst.
10:01Ähm, was anderes.
10:03Wie ist denn Ihr Verhältnis zu Ihren Schwestern und Ihrem Schwager?
10:08Der Sebastian.
10:10Wie soll ich das sagen?
10:12Der war halt mein Schwager.
10:15Und meine Schwestern, die...
10:17Ich bin einfach anders als die beiden.
10:20Für mich gibt es auch noch ein Leben neben unserem Hof.
10:22Das haben die noch nie verstanden.
10:24Frau Bühler, wo waren wir denn gestern, sagen wir mal, von 23 bis 24, oder?
10:28Ich war im Rocket.
10:30Das ist eine Disco in Rosenheim.
10:34Gibt's dafür Zeugen?
10:35So ziemlich alle, die da waren.
10:39Mein Urgroßvater hat das Unternehmen als kleinen Familienbetrieb gegründet.
10:43Inzwischen haben wir im Sommer bis zu 300 Mitarbeiter.
10:48Und Sie haben immer schon hier im Unternehmen gearbeitet?
10:51Ich habe den Betrieb nur zur Ausbildung verlassen.
10:54Seither stehe ich an der Seite meiner Mutter.
10:57Und Sie wollten hier nie weg?
10:59Das hat Sie nie in die Ferne gezogen?
11:01Aber ich hätte doch meine Mutter nicht alleine lassen können.
11:04Ihre Schwester, die Charlotte, war ja jetzt auch gerade in Italien und hat sich dort über Obstarbeit informiert.
11:09Das ist ja auch hilfreich für den Betrieb.
11:10Meine Schwester ist wegen einer Liebschaft nach Italien.
11:13Jetzt ist der Mann weg, das Geld ist aus.
11:15Deshalb ist sie zurück.
11:16Und mit dem Betrieb?
11:17Hat sie nichts am Hut?
11:18Sind Sie verheiratet, Frau Bühler?
11:20Nein.
11:21Ich lebe allein.
11:22Wie sind Sie mit Ihrem Schwager zurechtgekommen?
11:25Sehr gut.
11:27Und der Sebastian, der Sebastian war eine Bereicherung für die Familie und auch für den Betrieb natürlich.
11:37Und gestern Abend gegen 23 Uhr waren Sie wo?
11:41In meiner Wohnung.
11:43Ich habe Nachrichten geschaut und danach bin ich ins Bett.
11:46Es müsste so halb elf gewesen sein.
11:48Da haben Sie nichts gehört.
11:50Streit, der Krauch, Stimmen hinten im Hof.
11:53Nichts.
11:54Gar nichts.
12:00Sagen Sie mal, den Privatcomputer vom Kemper haben wir den auch eingebackelt?
12:04Ja, freilich.
12:05Gut.
12:06Tja, doch nicht so eine heile Familie, wie es auf den ersten Blick scheint.
12:10Die Lina Bühler hat uns ja gerade sehr deutlich gezeigt, was sie von ihrer jüngeren Schwester hat.
12:14Eine gescheiterte Liebschaft in Italien.
12:17Pläne, irgendwas mit Naturkosmetik zu machen oder mit Kunst.
12:20Ja, genau, Kunst.
12:21La Dolce Vita, das ist ein Posten von der Mama.
12:24Ich bin gespannt, ob da noch mehr kommt.
12:26Ach, im Moment, haben Sie die Frau Stockel schon geantwortet, wollte ich so rufen?
12:29Ja, dann fahren wir gleich zurück aufs Kommissariat.
12:32Kein Boxenstopp beim Metzger?
12:34Geh, da brauche ich doch schon.
12:37Stockel, ich bin's, der Michi.
12:38Grüß dich, Michi.
12:39So wie ich dich kenne, willst du mir jede Menge Arbeit aufhalzen.
12:42Ja, ein bisschen was halt, gell?
12:44Finanzen, Ehevertrag, Telefonliste vom Opfer.
12:47Ja, vollkommen richtig.
12:48Habe ich schon längst angefordert.
12:50Herr Stockel, du bist ja unsere Beste.
12:52Ich weiß.
12:53Ah, du Stockel, wenn's vielleicht später einen frischen Kaffee gabelt, wenn wir wieder daheim sind.
12:57Ja, der läuft auch durch.
12:58Bis später.
12:59Pfütti, servus.
13:00Servus, Stockel, pfütti.
13:01Ah, Seppe!
13:06Also, heik geht's zu.
13:09Kirpohosenheim, Apparat Stockel, grüß Gott.
13:11Grüß Gott, Frau Stockel, hier ist die Frau Stadler.
13:13Frau Stadler, wie kann ich Ihnen helfen?
13:15Ich wollte Sie nur kurz fragen, ob Sie vielleicht wissen, wann mein Mann vom Tatort wieder zurückkommt.
13:19Der hat Sie gerade auf den Weg gemacht, habe ich gehört.
13:21Ja, wunderbar.
13:22Da komme ich jetzt geschwind bei Ihnen vorbei.
13:24Oh, das klingt aber dringend.
13:26Ja, das ist es auch.
13:27Wissen Sie, ich bin nämlich gerade beim Landhaus Mude Linsinger.
13:30Die haben heute 20% Rabatt für die Winterkollektion.
13:34Was hat das jetzt mit Ihrem Mann zu tun?
13:36Jetzt bräuchte ich seine Kragenweite für die richtige Hemdgröße.
13:39Ja, das ist natürlich wichtig.
13:42Also, bis gleich, Frau Stadler.
13:43Bis gleich, Frau Stockel.
13:46Kragenweite.
13:47An so einem Häus wieder kriegen.
13:54Frau Lange, machen Sie dann einmal die Runde durchs Haus?
13:57Äh, ich bin hier noch nicht fertig.
14:01Ah, hallo, Frau Stadler.
14:02Grüß Gott.
14:02Ah, grüß Gott, Frau Stadler.
14:03Grüß Gott, Frau Grasecker.
14:05Wollen Sie zu Ihrem Mann?
14:06Mhm.
14:07Äh, die Kommissare sind doch noch am Tatort.
14:09Ich habe mit der Frau Stockel telefoniert.
14:11Ihr müsst jeden Moment zurück sein.
14:12Frau Grasecker, wissen Sie eigentlich, dass das Mudehaus Linsinger 20% Rabatt auf die Winterkollektion hat?
14:17Ich habe es gelesen, super ist das.
14:18Auf die Winterkollektion, jetzt?
14:21Ich war gerade da.
14:22Und?
14:23Braut es sich?
14:23Ja, auf alle Fälle.
14:24Weil meine Frauensbrei hat dringend ein neues Hemd und ein neues Pullover.
14:27Also eine Auswahl haben die.
14:29Und Angebote.
14:31Also, ich kümmere mich dann mal um die Post, ne?
14:36Haben Sie schon was gekauft?
14:37Zurücklegen lassen.
14:38Jetzt bräuchte ich nur dringend die Kragenweite von meinem Mann.
14:40Ja, das ist wichtig.
14:41Für die Passform.
14:42Eben.
14:43Jetzt gehe ich geschwind hoch und warte aufhören.
14:44Gut.
14:52Ja, das sollte man wirklich nicht verpassen.
15:01Du, Franz.
15:04Ja, ich bin ja schon da.
15:05Oh, da.
15:08Was denn?
15:08Das Auto von meiner Frau.
15:10Ja, ist doch schön.
15:11Hat sie es hier geparkt?
15:12Ist günstiger als im Parkhaus und zum Linsinger sind sie nur ein paar Minuten zu Fuß.
15:16Da befürchte ich ganz was anderes.
15:19Ach so.
15:20Und dann habe ich nur einen weinroten Strickpullover gefunden.
15:22Der steht ja bestimmt ganz wunderbar.
15:24Ja, mit einem karierten Hemd drunter.
15:26Der schaut wirklich ganz toll aus.
15:29Ah, die Kommissare.
15:30Schönen guten Morgen, Frau Stocke.
15:31Frau Stadler, sehen wir uns auch mal wieder.
15:33Ja, das freut mich ja, was ich zu sehen, Herr Antrim.
15:35Hilde.
15:36Ah, Anton.
15:37Du, ich mag dich gar nicht lang stören.
15:38Ja, ich bin schon mal drüben, ne?
15:40Ja, ich komme da gleich.
15:41Lassen Sie sich ruhig Zeit.
15:42Ich habe jetzt beim Linsinger schon ein paar Pullover in den Händen für dich rausgesucht.
15:45Ah, Bob.
15:46Oh, wieso gehe ich brauche?
15:47Du hast doch gesagt, ich soll günstig einkaufen.
15:49Und jetzt brauche ich wirklich unbedingt deine Kragenweite.
15:52Frau Stocke, ich darf doch kurz, oder?
15:54Bitte, bitte.
15:55So, Anton.
15:56Jetzt setz dich mal her.
15:57Komm.
16:04Ja, 47, wie es mir gedacht hat.
16:06Warst du das jetzt?
16:07Ja.
16:08Du darfst gerne weiter ermitteln, Bärli.
16:12So, fertig.
16:13Bussi.
16:16Wiederschauen, Frau Stockel.
16:17Wiederschauen, Frau Stadler.
16:19Die werden wir mir für sowas Zeit hätten.
16:21Ja, genau.
16:26Und, die Frau Gemahlin, die Kragenweite nachgesehen?
16:28Ja, hat sie.
16:29Dann sind wir ja mal gespannt, was die Schönes für Sie aussucht.
16:32Das scheint ja mittlerweile das gesamte Kommissariat zu beschäftigen.
16:35Wenn Sie ja nicht selber nicht einkaufen gehen, sondern Ihre Werte Gattin die Klamotten aussucht.
16:39Moment einmal, Sie sondiert lediglich vor, also die endgültige Auswahl, also die Endentscheidung, die treffe ich immer noch selber.
16:46Sonst, irgendwelche Fragen?
16:47Nein, nur Antworten.
16:49Das wäre die Anrufliste vom Opfer.
16:52Da hätte man die Bankauskunft.
16:55Und das wäre der Ehevertrag vom Herrn Kemper.
16:58Danke.
16:58Frau Stockel, der Kemper war gestern Abend mit irgendjemandem irgendwo beim Essen.
17:03Der Herr Kemper war gestern mit dem Rechtsanwalt Matthias Eckert im Seestüberl beim Essen.
17:09Wo haben Sie das rausgefunden?
17:11Laut Bankauskunft hat er um 22.30 Uhr mit EC-Karte bezahlt und dann habe ich gleich im Seestüberl angerufen.
17:17Okay.
17:18Könnten Sie bitte auch rausfinden, ob die Frau Charlotte Bühler gestern Abend zur Tatzeit in der Diskothek Rocket war?
17:23Wie schnell?
17:24Sehr schnell.
17:25Wie immer.
17:28Danke.
17:37Ah, Frau Stadler, haben Sie jetzt die Kragenweite von Ihrem Mann?
17:40Ja, aber jetzt muss ich mich wirklich beeilen, weil die Sachen sind ja nur bis Mittag zurückgelegt.
17:44Mei, mein Franz Brei hat auch dringend ein neues Hemd.
17:48Ja, dann gehen Sie halt mit.
17:50Und Sie?
17:51Das schaffe ich jetzt auch alleine.
17:54Haben Sie was dagegen?
17:55Im Gegenteil, aber jetzt sollte man wirklich gehen.
17:57Wir können auf der Stelle los.
18:10Mei, Franz war ja so einer, der dort am liebsten den ganzen Winter ein und denselben Pullover anzieht.
18:15Mei, Anton ist ganz genauso.
18:18Aber ab und zu was Neues, das muss schon sein.
18:23Hallo, Herr 80er.
18:24Grüße, Frau Hofer.
18:25Sagen Sie, ist das nicht die Frau Stadler?
18:27Mit der Frau Grasecker, die macht bestimmt Pause.
18:30Und?
18:30Geht gut?
18:31Muss.
18:33Ah, hallo, Herr 80er.
18:35Frau Hofer.
18:35Frau Langesang, die Frau Grasecker ist gerade gekommen?
18:39Äh, ja.
18:41Und wohin?
18:42Äh, die holt sich nur kurz was zu essen.
18:44Ah, was zum Ess.
18:47Ja.
18:4880er?
18:50Ah, Herr Schulze, unser neuer Sponsor.
18:53Ah.
18:54Ja.
18:54Ja, natürlich, gerne.
19:01Hallo, Frau Stottl.
19:03Hallo, Frau Hofer, wollen Sie einen Kaffee?
19:05Nein, nein, danke schön.
19:06Ich muss gleich nebenher zum Herrn 80er, er ist gerade noch am Telefon.
19:09Ach, da ist er ja, der Herr Stadler.
19:11Sagen Sie, haben Sie zufällig mitgekriegt, ob seine Frau heute schon beim Linsinger für ihn shoppen war?
19:15Ja, sie war, sie hat aber nichts eingekauft, sondern nur vorsondiert.
19:18Er hat ja keine Zeit.
19:19Aber die endgültige Entscheidung trifft natürlich der Herr Stadler selber.
19:24Von wegen.
19:25Na, dann kann ich mich heute Abend auf eine schöne Modenschau freuen.
19:28Curvy Models sind in.
19:29Ja.
19:34Und dann nehme ich noch den blauen Pullover und das rotkarrierte Hemd dazu sehr.
19:38Gerne.
19:41Jetzt haben Sie aber anständig eingekauft für Ihren Mann.
19:43Ja, wenn Sie schon mal so eine Gelegenheit bieten.
19:45Außerdem ist gut, immer eine Auswahl dabei zu haben.
19:48Wenn er von den vier Pullovern einnimmt, dann bin ich ja schon zufrieden.
19:51Und den Rest geben Sie wieder zurück.
19:53Ja.
19:54Ja, gehen wir zur Kasse.
19:56Ich muss dann einmal wieder.
19:58Ich glaube, ich bleibe noch ein bisschen.
20:00Dann weiterhin viel Erfolg.
20:02Dankeschön.
20:03Wiederschauen.
20:05Wiederschauen.
20:07Das sah aber ganz schön mau aus auf den Konten des Toten.
20:10Also Kredite nicht bedient.
20:12Mit Konten überzogen.
20:13Wiederschauen.
20:40Wiederschauen.
21:06Wiederschauen.
22:04Wiederschauen.
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25:36Senior endlich mal kennenlernen.
25:38Willst du das wünschen?
25:41Kann ich mich auf Sie verlassen, dass Sie das Saatgut
25:44noch diese Woche liefern?
25:48Gut. Auf Wiederhören.
25:52Entschuldigen Sie,
25:53Dorothea Bühler.
25:54Angenehm, Hauptkommissar Hansen von der Kripo Rosenheim,
25:57mein Kollege Herr Stadler.
25:58Grüß Gott.
25:59Kann ich Ihnen vielleicht einen Kaffee anbieten?
26:01Gerne, Liebes.
26:02Unterschreibst du das dann noch, bitte?
26:04Ich...
26:07Also, für das, dass Ihr Schwiegersohn
26:10heute in der Früh tot aufgefunden worden ist,
26:12sind Sie relativ geschäftig.
26:13Das mit dem Sebastian ist eine Tragödie.
26:16Es erweckt vielleicht den falschen Eindruck,
26:18dass wir weiterarbeiten, als wäre nichts geschehen.
26:21Aber es handelt sich um frische Ware,
26:23die ausgeliefert werden muss.
26:24Um Saatzeiten, die eingehalten werden müssen.
26:28Na gut.
26:28Aber wie war denn Ihr Verhältnis zu Ihrem Schwiegersohn,
26:31sagen Sie mal?
26:33Der Sebastian?
26:35Das war ein Glücksgriff.
26:37Für die Sophie, das Unternehmen, für...
26:40Nicht wahr, Lena?
26:41Der Sebastian hat so gut in unsere Familie gepasst.
26:44Ja, das sehe ich auch so.
26:45Danke, Liebes.
26:46Kann ich noch was für Sie tun?
26:48Ähm, danke.
26:52Mit den anderen beiden Schwestern
26:53hat sich der Kemper auch so gut verstanden?
26:56Pia, da gab's keine Leidprobleme.
26:58Frau Bühler, Hand aufs Herz,
26:59dass Ihr Schwiegersohn eventuell eine Affäre
27:04mit einer anderen Frau gehabt haben könnte.
27:08Ausgeschlossen.
27:09Ausgeschlossen.
27:10Der hat seine Sophie so geliebt.
27:20Was darf ich für Sie tun, meine Herren?
27:24In Ihrer Ehe war wirklich alles in Ordnung, sagen Sie?
27:28Ja, natürlich.
27:30Und, ähm, sagen Sie mal,
27:32dass Ihr Mann fremdgegangen sein könnte
27:34mit Ihrer Schwester, Charlotte?
27:38Es ist nicht wahr, oder?
27:40Davon haben Sie nichts gewusst.
27:42Nein.
27:43Nicht.
27:44Und dass es deswegen gestern Abend im Hof
27:46zum Streit gekommen sein könnte
27:47zwischen Ihrem Mann und Ihrer Schwester?
27:49Bitte?
27:57Davon hat sich der Franzi
27:58gleich den Rechner von Sebastian Kemper angeschaut.
28:01Da war eine sehr interessante E-Mail drin.
28:03An den Rechtsanwalt Matthias Eckert.
28:06Mit dem war er ja gestern am dem Seestüberl.
28:08Wieso, was steht denn da drin?
28:09An der Mino hat er sich ausgemacht.
28:11Mit der alten Bühlerin.
28:12Ach, das hat die Frau Bühler gar nicht erwähnt.
28:14Die Wien, wie gewiss.
28:15Wie gewiss?
28:16Ja.
28:16Nein, weiss ich nicht.
28:17Schade.
28:18Ich denke mal,
28:19ein Blick in die Geschäftsbücher
28:19wird sich lohnen.
28:23Ja, die Frage ist bloß,
28:25wer den Blick hineinwirft.
28:27Naja, ich kann ja mal unseren Andi fragen.
28:29So ganz dezent nach Feierabend.
28:31Fragen kostet ja bekanntlich nichts.
28:33Mit einem Drink muss ich ihn schon ködern.
28:35Ja, das können Sie ja dann als Spesen absetzen.
28:37Ja, damit ist Andi bestimmt voll unganz einverstanden.
28:40Oh.
28:42Frau Stockl,
28:43ich mache dann Feierabend, gell?
28:46Viel Spaß beim Entscheidungen-Treffen.
28:48Vielen Dank, den werde ich haben.
28:49Herr Kollege.
28:53Also da bin ich jetzt einmal gespannt.
28:55Die Frau Stadler hat eingekauft wie eine Wilde.
28:58Winterjacken, Winterhosen, Winterhemden, alles Mögliche.
29:01Mein Gott, wo haben Sie das wieder her?
29:02Das habe ich von der Frau Grasecker, die war dabei.
29:04Und jetzt darf er das alles heute Abend anprobieren.
29:07Bei den Temperaturen?
29:09Mein Frau Stadler, da haben Sie aber sauber zugeschlagen.
29:12Was war die Gelegenheit?
29:14Wissen Sie was?
29:14Ich schenke uns beiden jetzt erst einmal eine schöne kalte Weinschorle ein.
29:19So, Herr Lein.
29:20Guten Abend.
29:21Wie sehr habe ich mich auf diesen Feierabend gefreut.
29:24Und auf deine neuen Hemden und Pullover, gell?
29:26Mein Anton, ich habe so schöne Sachen fertig gefunden.
29:29Magst du mal schauen, was ihr alles einkauft?
29:31Ja, hielt die Kanten, wenn ich erst einmal...
29:33Okay, Herr Stadler, Ihre Frau kann es kaum erwarten, Ihnen die Einkäufe zu zeigen.
29:37Und ich auch.
29:38Sag einmal, du hast ja den halben Lohn aufgekauft.
29:40Nein, nur ein paar Hemden und ein paar Pullover.
29:42Komm, jetzt probiert es das einmal an, damit wir auch wissen, ob es passt.
29:50Gell?
29:51Berlin.
29:55Sehr zum Wohle.
29:57Danke.
29:57Hey.
29:59Andi, mein Freund, gerade habe ich an dich gedacht.
30:01Ist das jetzt ein gutes oder ein schlechtes Zeichen?
30:03Jo, machst du für Andi bitte ein Getränk-Saneral?
30:06Sehr gerne.
30:07Ein schlechtes also?
30:09Ja, und was will der Andi trinken?
30:12Der Andi hätte gerne einen Champagner.
30:14Eine gute Wahl, ich habe einen neuen Jahrgangsschampagner.
30:18Du hast doch einen Hintergedanken.
30:21Geht, das wenigst du ein ganzer Großzügiger.
30:23Ganz genau, sag mal, hast du momentan viel zu tun?
30:26Also doch, ja, ich sitze momentan an der Reisekostenabrechnung und die muss morgen Mittag in München sein.
30:32Dann hast du danach schon Zeit.
30:34Nein, danach muss ich das neue Abrechnungssystem auf meinem Rechner installieren.
30:38Und warum fragst du überhaupt?
30:41Wir bräuchten jemanden, der einen geschulten Blick in die Geschäftsunterlagen der Firma Gemüsebühler wirft.
30:46Das schaffe ich nicht.
30:47Ich bin momentan komplett dicht mit der Arbeit.
30:50Also bleibst beim Namen.
30:52Definitiv, ja.
30:53Sehr zum Wohle.
30:55Vielen Dank, Joe.
30:57Also, und vielen Dank für die Einladung.
31:03Da haben sie wirklich so schöne Sachen für ihren Mann einkauft.
31:07Und die Strickjack und das Hemd, das gebe ich morgen wieder zurück.
31:10Jetzt habe ich extra der Kragenweite nachgeschaut.
31:12Nee.
31:12Manchmal fallen die Größen trotzdem unterschiedlich aus.
31:15Halb so wild.
31:16Morgen gehen sie einfach zum Linsinger und nehmen das Hemd und die Strickjack eine Nummer größer.
31:20Schauen wir mal, ob es es noch gibt.
31:21Ganz bestimmt.
31:22Bei Berlin, ich freue mich schon so auf den Winter.
31:25Toll wäre es ausschauen.
31:45Morgen.
31:46Morgen.
31:47Morgen.
31:48Du Anton, magst du vielleicht die Strickjacken und das Hemd nochmal anziehen?
31:50Was?
31:52Dafür habe ich jetzt keine Zeit.
31:53Ich muss leider gleich los.
31:54Frühstücken muss ich nicht mit uns.
31:55Würde ich gern, aber...
31:56Dann gebe ich die Sachen aber beim Linsinger zurück, gell?
31:58Das machst du, Hilde.
32:00Bussi.
32:01Bussi.
32:02Bis später.
32:05Kaffee?
32:06Ja, wir.
32:15Herr Stadler.
32:16Morgen.
32:17Guten Morgen.
32:18Was machen Sie denn schon da?
32:20Meine Kollegen, wo es gut ist, tun Sie da.
32:22Schauen Sie her.
32:23Kaffee, Brötze, bitte.
32:26Schauen Sie, guten Morgen allerseits.
32:28Morgen.
32:28Guten Morgen, Herr Hansen.
32:29Schau uns, mit welchen Dingen uns unser Kollege überrascht.
32:32Oh, Sie frühstücken lieber hier als bei Frau Hofer?
32:35Was ist denn da los?
32:36Gibt es da für einen Grund?
32:37Nein.
32:38Haben Sie was gefunden bei den Einkäufen von Ihrer Frau?
32:41Ja.
32:42Ja.
32:42Begeisterung klingt anders.
32:43Ich habe einen Pullover nach dem anderen probiert.
32:46Und Strickjacke, Hemd, also Winterkollektion.
32:49Das ist bei dem weder.
32:50Gefällt Ihnen einer die Sache nicht?
32:53Eine Jacke und ein Hemd nehme ich nicht.
32:56Sie nicht oder Ihre Frau nicht?
32:59Ist was?
33:00Nö, schmeckt wie immer.
33:03Morgen.
33:04Morgen, Herr Mohr.
33:04Morgen.
33:05Guten Morgen.
33:06Die soll aber nicht zu mir.
33:07Guckst nicht ein bisschen reinschauen.
33:09Lauter schöne Geschäftsbücher von der Gemüsefamilie Bühler.
33:12Sie wollten am Lorenz fragen.
33:14Hören Sie mir auf.
33:15Einladen lassen hat er sich, aber abgesagt hat er mir trotzdem.
33:17Aus Zerspäßen nichts gewesen, was?
33:19Für sowas habe ich gerade überhaupt keine Zeit.
33:21Ja, äh, ja, äh, deren Sie es zu uns nun, hä?
33:25Ach, fein.
33:25Soll ich Ihnen ein bisschen was erzählen von meinem erfrischenden morgenslichen Ausgang?
33:29Gerne.
33:30Aha, ich nehme eine mit.
33:31Gerne.
34:00Es war ja so.
34:04Das ist ja, das ist ja alles auf, was ist das, Spanisch?
34:09Richtig, Hansen.
34:10Und deswegen habe ich auch schon einen Übersetzer beauftragt, und zwar den Herrn Edmundo González.
34:15Ganz ein lieber älterer Herr, 27 Jahre alt lebt er schon in Rosenheim.
34:19Ja.
34:19Ja, äh, und dann waren in dem Schließfach noch 40.000 Euro in Bar vom Herrn Kemper.
34:24Was?
34:25Überdinkt der ist blank?
34:26Ja.
34:27Ist das Geld auch in der KTU?
34:28Der Fonze schaut sich schon die Fingerabdrücke an.
34:31Danke, Herr Moor.
34:32Ja, Herr Stadler.
34:33Herr Halzen.
34:34Herr Moor.
34:35Also da stellt sich mir jetzt die Frage, warum der Kemper in seinem Schließfach Bilanzen und E-Mails von der
34:41Firma Bühler verwahrt.
34:42Und deswegen werden wir zwei Hübschen mal in den Unterlagen nachsehen, ob wir irgendwas über diese Bestellungen finden können.
34:47So, jetzt einen gescheiten Kaffee.
34:54Ein Puhlgeier.
34:55Hat den der Stadler gemacht?
34:57Das habe ich gehört, Herr Moor.
34:59Ja, michi.
34:59Michi, ich brühe gleich einen frischen auf, nimmst du dabei ein Brezen.
35:03Die hat nämlich der Herr Stadler spendiert.
35:05Gerne.
35:06Herr Stadler, großzügig.
35:08Ja.
35:10Ich würde eher sagen, Flucht vor seiner Frau.
35:15Hi, Buchhausenheim, Apparatstock.
35:17Gegrüß Gott.
35:19Sie nehmen mir jetzt das Hemd und die Strickjagd nicht zurück.
35:22Reduzierte Ware darf ich leider weder umtauschen noch zurücknehmen.
35:26Ja, das heißt, ich bleibe auf die Sachen sitzen.
35:28Vielleicht haben Sie ja jemanden, dem es die Sachen geben können.
35:32Das ist ja...
35:33Na, was mache ich denn jetzt?
35:35Es tut mir wirklich leid, aber es ist halt in der Anzeige gestanden.
35:39Und da auch.
35:43Ja, schön.
35:44Also, es sind in den Geschäftsbüchern nichts über irgendwelche Bestellungen in Spanien aufgeführt.
35:48Vielleicht ist das über Schwarzkonten abgewickelt worden.
35:51Wirklich?
35:53So, ich habe vorhin gerade mit dem Herrn Eckhardt telefoniert.
35:57Ah, dem Anwalt von dem Kemper.
35:59Und der hat mir die Vermögensauskunft der Firma Bühler geschickt.
36:03Zeig mal.
36:05Und?
36:07Das Vermögen und der Betrieb gehören der Mutter.
36:12Sollen nach ihrem Tod zu gleichen Teilen die drei Schwestern überschrieben werden.
36:16Aber der Herr Kemper hätte gestern zusammen mit der Frau Bühler Senior einen Termin gehabt.
36:22Und bei diesem Termin ging es um die Überschreibung des Betriebes.
36:26Ja, und auf wen?
36:28Auf seine Frau allein, auf die Sophie?
36:30Nein, dass es auf seinen Namen überschrieben wird.
36:33Der Kemper will sich den Lohn unter Nogel reißen.
36:36Das ist ja ein Ding.
36:43Mein Mann hätte einen Anwaltstermin mit meiner Mutter gehabt, damit sie ihm den Betrieb überschreibt.
36:48Das wussten Sie nicht?
36:50Nein.
36:51Aber dass Ihr Mann ein Schließwahr bei der Privatbank Meister und Meister hatte, das war Ihnen schon bekannt.
36:5740.000 Euro in Bahama gefunden und ein Computerstick mit Geschäftsunterlagen Ihres Betriebs.
37:03Ich kann mir das alles nicht erklären.
37:05Auch nicht, wo das Geld herstabt?
37:08Nein.
37:09Gut, vielen Dank, Frau Kemper. Das war es dann schon wieder.
37:12Danke.
37:13Eins noch. Wo ist Ihre Mutter jetzt?
37:16Auf dem Hof.
37:17Aha. Gut, danke.
37:18Gern.
37:20Bitteschön.
37:21Wiedersehen.
37:22Wiedersehen.
37:27Glauben Sie, dass Frau Kemper nichts gewusst hat?
37:29Weil wenn doch, hätte sie natürlich ein Motiv.
37:31Der Mann, der sich mit der Schwester betrügt, die die Familie zerstören will.
37:35Ja, der Mann nicht umbrach.
37:36Hm. Ich hätte mal einen ganz ähnlichen Fall in Hamburg.
37:39Der Edmundo González hat geschwind übersetzt und der Brunze hat noch geschwinder ausgewertet.
37:45Also, in den offiziellen Unterlagen haben wir nichts gefunden.
37:48Ja, das wundert mich jetzt nicht. Es gibt nämlich einen Grund, warum diese Bestellung quasi unter den Teppich gekehrt wurde.
37:56Aha.
37:58Düngemittel. In Deutschland verboten, weil äußerst effizient, aber schon ein bisschen giftig.
38:04Giftig? Und die sind auch eingesetzt worden?
38:05Ja, freilich.
38:07Ja, dann hat der Herr Kemper das rausgefunden und seine Frau Schwiegermutter in der Hand gehabt.
38:12Was ist denn mit dem Geld? Haben wir jetzt da schon Fingerabdrücke.
38:15So geschwind ist der Brunze jetzt auch wieder nett.
38:23Ah, Frau Stadler.
38:25Frau Grasecker.
38:26Und, wie ist die neue Garderobe bei Ihrem Mann angekommen?
38:29Das eine Hemd ist zu eng und die Strickjacken, die passen gar nicht.
38:32Und wissen Sie was? Jetzt war ich gerade beim Mutterhaus Linsinger.
38:35Und die nehmen wir die Bade nicht retour und umtauschen können wir es auch nicht.
38:39Vielleicht wäre es dann doch schlauer gewesen, wenn Ihr Mann zum Einkaufen mitkommt.
38:44Ja, und jetzt bleibe ich auf die Sachen sitzen und du hast so gar nicht, was ich damit machen soll.
38:50Na, kommen Sie mal her.
38:57Na, das könnte meinem Franz schon passen. Und gefallen, dass mir das Hemd und die Strickjacke eigentlich auch.
39:06Ja, wirklich? Also, Frau Grasecker, wissen Sie was, dann nehmen wir es das einfach mit nach Hause und probieren Sie
39:12es ja am anderen.
39:12So machen wir es.
39:18Grüß Gott, die Damen.
39:20Herr Achtziger.
39:21Herr Achtziger, es ist nicht das, wonach es ausschaut.
39:24Ja, wonach schaut es denn aus?
39:30Schönen Tag noch.
39:32Der kriegt noch einen völlig falschen Eindruck von mir.
39:34Oder genau den richtigen.
39:39Sie haben Düngemittel aus dem Ausland bezogen, die hier in Deutschland nicht zulässig sind? Schauen Sie mal.
39:46Ja, ich musste auf eine intensivere Düngung ausweichen, um unsere Verpflichtungen einzuhalten.
39:52Und Ihr Schwiegersohn hat das herausgefunden.
39:54Und hat die Beweise auf einem Computerstick in einem Bankschließfach verwahrt und Sie damit erpresst.
40:00Mama, sag jetzt nichts mehr.
40:04Ähm, was anderes.
40:06Sie hatten gestern mit Ihrem Schwiegersohn einen Termin bei dem Rechtsanwalt Eckart gehabt.
40:11Er wollte, dass Sie Ihren Betrieb auf seinen Namen überschreiben.
40:16Ja.
40:18Mein Schwiegersohn hat mich erpresst.
40:20Und Sie haben davon nichts gewusst?
40:21Nein.
40:23Ich hatte es von meinen Töchtern geheim gehalten.
40:26Verstehe.
40:28Bescheidene Frage.
40:32Wie kommen dann Ihre Fingerabdrücke auf das Geld, das wir im Schließfach von Herrn Kemper gefunden haben?
40:37Reiner Zufall.
40:38Meine Tochter wusste nichts davon.
40:41Hör auf, Mama.
40:42Es ist vorbei.
40:48Alles.
40:51Alles wollte der an sich reißen.
40:53Uns ruinieren.
40:56Und am Abend haben Sie ihn abgepasst?
41:00Ja.
41:02Nachdem er sich mit der Charlotte gestritten hat.
41:06Und die Sophie.
41:10Der hat auch noch die Sophie betrogen.
41:12Deswegen haben Sie ihn unterschlagen.
41:14Der sollte einfach aus unserer Familie verschwinden.
41:20Frau Bühler, Sie sind vorläufig festgenommen wegen des dringenden Tatverdachts,
41:23Ihren Schwager, Sebastian Kemper, umgebracht zu haben.
41:27Gabi?
41:39Und, wollen Sie sich den Nachmittag nicht freinehmen?
41:42Shoppern mit der Frau Gemahlin vielleicht?
41:44Nein, als erstes steht jetzt immer der Abschlussbericht an, ja?
41:46Ui, so diensteifrig kenne ich Sie ja gar nicht.
41:50Herr Hansel, ich habe jetzt den Eindruck, Sie haben ein völlig falsches Bild von mir.
41:54Okay.

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