- vor 4 Stunden
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00:27Die Sendung wurde vom NDR live untertitelt
00:30Die Sendung wurde vom NDR live untertitelt
01:00Die Sendung wurde vom NDR live untertitelt
01:26Die Sendung wurde vom NDR live untertitelt
02:08Die Sendung wurde vom NDR live untertitelt
02:21Die Sendung wurde vom NDR live untertitelt
02:50Die Sendung wurde vom NDR live untertitelt
03:25Die Sendung wurde vom NDR live untertitelt
03:55Die Sendung wurde vom NDR live untertitelt
03:58Die Sendung wurde vom NDR live untertitelt
04:15Die Sendung wurde vom NDR live untertitelt
04:24Die Sendung wurde vom NDR live untertitelt
04:45Hansen, Krippe Rosenheim, mein Kollege Herr Stadler
04:48Grüß Gott, was haben Sie mit Herrn Volk zu tun gehabt?
04:51Der Jens, also der Herr Volk ist, war seit fünf Jahren das Werbegesicht unseres Mineralwassers
04:57Heute sollten die Fotoaufnahmen für die neue Telenquerkampagne stattfinden
05:01Wo, ähm, hier oder am Sammerberg oder?
05:03Nein, am Waldsee, das ist unsere Gästli-Villa
05:06Wir ziehen es vor, unsere Gäste und Geschäftspartner
05:09in einem persönlichen Rahmen zu begrüßen
05:10Ja, und hier haben wir Herrn Volk tot in seinem Zimmer aufgefunden
05:14Ähm
05:15Ja
05:16Äh, ich darf vorgehen?
05:17Danke
05:18Ja, selbstverständlich
05:18Nach rechts, bitte
05:19Er ist tot
05:20Und das ist die Frau Wilke, die Managerin von Herrn Volk
05:24Ist gut
05:25Alles gut
05:29Sven
05:31Esther, was machst du denn hier?
05:33Sie kennen sich
05:34Ja, wir sind alte Bekannte aus Hamburg
05:36Wie wäre es, wenn Sie mit Herrn Volk schon mal, hm?
05:39Aha
05:40Ja, ja
05:41Danke
05:43Alte Bekannte
05:43So eine nette Umschreibung für Ex-Verlobte
05:46Ja, ich muss ja mein Privatleben vor meinen Kollegen nicht gleich ausbreiten
05:49Wie absurd, dass ich dir hier wieder begegne
05:51Wie geht's dir?
05:52Ja
05:53Wusstest du nicht, dass ich schon lange in Rosenheim arbeite?
05:56Ich hätte mich bestimmt gemeldet
05:59Bist du wieder in festen Händen?
06:02Nee
06:02Du?
06:03Hm
06:04Wolltest du nicht, was über Jens Volk wissen?
06:06Ja, ja
06:08Du warst also seine Managerin?
06:10Ja
06:10Dann hast du die Bank von deinem Vater nicht übernommen?
06:12Nein, offensichtlich nicht
06:13Obwohl ihm das sicherlich lieber gewesen wäre
06:15Also viele andere Dinge auch
06:17Nein, ich habe eine Agentur für Personen des öffentlichen Lebens
06:20Schauspieler, Politiker, Sportler
06:22Klingt interessant
06:23Dann wollen wir später drüber sprechen
06:25Ich will mal erstmal ein Bild vom Tatort machen
06:26Ja
06:27Ich stehe dir zur Verfügung, Herr Kommissar
06:31Kriminalhauptkommissar
06:31Mann, Geber
06:38Der Notarzt konnte keinen natürlichen Tod feststellen
06:40Und ich stimme mit ihm überein
06:42Hallo, Herr Hansen
06:43Hallo, Frau Doktor
06:44Alles deutet darauf hin, dass der Volk vergiftet wurde
06:47Und zwar, darf ich?
06:51Mit einer Praline
06:52Hm, das ist also der Erfolg
06:55Der berühmte Fernsehkoch vergiftet mit einer Praline
06:58Genau
07:00Hier sehen Sie die Einstichstelle
07:02Sehr wahrscheinlich hat der Täter das Gift mit einer Spritze injiziert
07:06Durch welches Gift ist er denn?
07:07Das lässt sich erst nach der toxologischen Untersuchung sagen
07:10Was haben wir denn für einen Todeszeitpunkt?
07:12Gestern Abend gegen 20 Uhr plus minus eine Stunde
07:17Also 19 bis 21
07:20Haben Sie eine Ahnung, warum der Tod den Bademantel trägt?
07:22Wie uns gesagt wurde, weil er kurz vorher im Wellnessbereich schwimmt
07:25Also die Kollegen sehen sich bereits dort um
07:28Können Sie bitte einmal kommen, es wäre ausgesprochen wichtig
07:31Entschuldigung
07:32Kein Problem
07:33Danke, Frau Doktor
07:33Gerne
07:35So, das ist das Ehepaar Brunner
07:39Er im Fotograf, sie eine Visagistin
07:41Die zwei haben heute Nacht hier übernachtet in der Gästevilla
07:44Und jetzt weigern Sie sich, bei der Befragung hier zu sein
07:48Was machen wir? Bitte
07:49Grüß Gott, Stadler, Grepo Rosenheim, mein Kollege, der Herr Hansen
07:53Sophie Brunner, mein Mann
07:55Mike Brunner
07:55Der Herr Kollege Mohr sagt uns gerade, dass Sie sich ein bisschen eilig haben mit der Abreise
08:00Der Tod vom Herrn Volk ist tragisch
08:02Aber wir möchten jetzt abreisen, wir haben damit nichts zu tun
08:05Sie sollten einen Volk fotografieren, ja?
08:07Wie jedes Jahr für die Teeling-Fail-Kampagne
08:09Seit 8 Uhr hat meine Frau und ich am See auf den Herrn Volk gewartet, damit sie ihn schminken kann
08:13Aber der Volk ist nicht aufgetaucht
08:15Wir dachten, der würde mal wieder Zicken machen
08:17Aber dann hat uns die Frau Wilke angerufen und gesagt, was passiert ist
08:20Wie standen Sie zum Herrn Volk?
08:21Man redet ja nicht schlecht über Tote, aber
08:24Die Zusammenarbeit war schon schwierig, wie der sich immer aufgeführt hat
08:27Als würde die ganze Welt nur um ihn kreisen
08:29Wieso haben Sie den Auftrag trotzdem angenommen?
08:32Der Herr Thelen zahlt gut
08:34Wir möchten jetzt gerne abreisen, wir haben morgen Fotoshooting in Mailand
08:37Mailand, schön, schön, schön
08:39Aber daraus wird erstmal Rosenheim
08:41Sie fahren jetzt mit dem Kollegen Mohr aufs Kommissariat
08:44Und da werden wir uns dann in aller Ausführlichkeit weiter unterhalten, ja?
08:49Wenn Sie bitte mitkommen möchten
08:51Dass wir die Gäste haben
08:52Ja, natürlich, wir müssen das gut kommunizieren
08:55Wunderbar, danke
08:56Und?
08:58Weiß man jetzt genaueres über die Todesumstände?
09:00Herr Volk ist vergiftet worden
09:02Wie kann das denn sein?
09:03Wir achten stets auf die Qualität des Essens, das wir unseren Gästen anbieten
09:06Nein, nein, wir gingen davon aus, dass die Pralinen in seinem Zimmer vergiftet waren
09:10Wie bitte?
09:11Genau, deswegen möchte man mit Ihnen beiden sprechen
09:13Und zwar getrennt
09:16Verstehe, aber ich muss zurück ins Hotel
09:17Ich habe in 30 Minuten eine wichtige Telefonkonferenz
09:20Achso, dann hast du nicht hier übernachtet
09:21Nein, nein, ich logiere im Alphotel
09:23Eine gewisse Distanz zu dem Mandanten ist gesünder
09:25Moment einmal, Sie können jetzt nicht in Ihr Hotelzimmer
09:28Das muss halt Spusi erst einmal kontrollieren
09:30Was glauben Sie denn da zu finden?
09:32Ja, wir überprüfen erst einmal das gesamte Umfeld
09:34Herr Stadler, wie wäre es, wenn Sie sich mit Herrn Thelen unterhalten
09:37Und ich kümmere mich um Frau Wilke
09:39Bitte
09:39Danke
09:43Setzen wir uns doch
09:46Ist das nicht alles ein bisschen übertrieben?
09:48Übertrieben?
09:49Nein, Esther, das ist ein Mordfall
09:50Und du hast eng mit dem Opfer zusammengearbeitet
09:52Ich habe den Volk nicht umgebracht
09:54Also das, das unterstellt dir auch niemand
09:56Sven, die Telefonkonferenz ist sehr wichtig
09:59Ich kann sie nicht verschieben, ich muss los
10:01Gut, dann machen wir es so
10:02Du gibst da drüben bei der Spurensicherung deine Fingerabdrücke ab
10:06Dann machst du deine Telefondings da
10:08Und danach kommst du bitte sofort aufs Kommissariat
10:10Das hier ist die Adresse
10:11Gut, dann gebe ich dir auch meine Karte
10:13Meine Telefone machst du wohl nicht mehr, oder?
10:17Bis nachher
10:22Wir bekommen von Frau Wilke immer eine VIP-Liste zu Gemälde
10:25Darin steht, was Herr Volk, der einen extra Wünschen hat
10:27Welche Getränke, welche Blumen auf dem Zimmer
10:30Und er wollte halt immer diese eine Sorte Pralinen
10:32Das war bekannt
10:33Und welche war das?
10:37Creme de Noir von der Firma Bohnen
10:39Man bekommt sie in gut sortierten Konditoreien
10:41Danke sehr
10:43Zum Beispiel beim Schüsseler in der Innenstadt
10:45Aha, und da haben Sie jemanden losgeschickt
10:47Um Sie besorgen zu lassen
10:49Wir dachten, wir machen Herrn Volk und dem Ehepaar Brunner eine Freude
10:52Wenn wir Ihnen welche aufs Zimmer stellen
10:54Was, die Brunners haben die gleich Pralinen aufs Zimmer gehabt
10:56Ja
10:57Und wann und von wem wurden die Pralinen genau besorgt
11:01Und auf die Zimmer verteilt?
11:04Gegen 16 Uhr ist der Herr Lenz zum Schüsseler gefahren
11:08Um sie zu besorgen
11:10Irgendwann nach 17 Uhr hat er sich auf die Zimmer gebracht
11:12Zu der Zeit saßen Herr Volk, Frau Wilke und das Ehepaar Brunner
11:16Mit mir bei einer Besprechung in meinem Büro
11:19Aha
11:19Und der Herr Lenz, arbeitet er bei Ihnen?
11:22Er hat die Firma Lenz Catering
11:24Ich engagiere ihn immer für den Service, wenn wir Gäste haben
11:27Er müsste noch im Hause sein
11:29Gut, dann befrage ich dich noch gleich mal
11:31Gut
11:32Äh, Herr Thelen, unter uns
11:36Wir waren die Verhältnisse zum Herrn Volk
11:40Ach, sehr gut
11:41Wir haben uns über die letzten Jahre angefreundet
11:44Und wie ging der Abend nach 17 Uhr weiter?
11:47Um 18 Uhr war die Besprechung zu Ende
11:49Gleich im Anschluss hatte ich noch eine Vorstandssitzung in meinem Büro
11:53Gegen 20.30 Uhr war ich zu Hause
11:55Das kann meine Frau bestätigen
11:57Gut, dann brauche ich noch den Namen der Sitzungsteilnehmer
12:00Und Ihre Fingerabdrücke bräuchte man dann auch noch
12:02Das ist jetzt reine Routine
12:03Naja, wenn Sie meinen, dass das nötig ist
12:05Ist nötig
12:06Äh, eine Frage habe ich noch
12:08Wer hat denn alle Zugang gehabt zum Zimmer vom Herrn Volkt?
12:12Wir haben im Haus nur zwei Generalschlüssel
12:13Den einen habe ich, den anderen hatte der Herr Lenz
12:19Gut, besten Dank, Herr Mohr Stadler, Ende
12:21Äh, Herr Hansen
12:23Herr Stadler
12:26Der Herr Mohr hat das Ehepaarbrunner gefragt
12:28Ob Sie denn die Pralinen in Ihrem Zimmer verspeist haben
12:32Und Sie haben die Pralinen bestens vertragen, stimmt's?
12:35Genau
12:35Der Herr Lenz von der Cateringfirma hat nämlich ausgesagt
12:37Dass er die Pralinen direkt aufs Zimmer gebracht hat
12:40Meinen Sie, der Lenz könnte die Pralinen vergiftet haben?
12:42Also besitze ich bei ihm kein Motiv
12:44Und wann hat er es auf die Zimmer gebracht?
12:46Zwischen 17 und 18 Uhr
12:49Stimmt
12:49Zu dieser Zeit waren die Brunners, die Wilke, der Volkt
12:53Mit dem Tellen in seinem Büro
12:55Ja, danach ist er Volkt aufs Zimmer
12:57Hat sich da umgezogen und ist dann runter zum Schwimmen
12:59Da gibt's mehrere Möglichkeiten
13:01Entweder der Täter hat den Herrn Volkt in seinem Zimmer aufgesucht
13:04Und die Pralinen dann heimlich ausgetauscht
13:06Oder zweite Möglichkeit
13:08Der Täter hat einen Schlüssel
13:09Und somit Zugang zu Herrn Volkt's Zimmer
13:11Oder dritte Möglichkeit
13:13Der Täter ist dem Herrn Volkt in den Wellnessbereich gefolgt
13:16Und hat dort den Schlüssel aus dem Bademantel genommen
13:19Und ihn später dann wieder zurückgenommen
13:21Oder so, ja
13:23By the way, hat die Befragung von der Wilke was ergeben?
13:27Ja, nee, sie macht die Aussage erst später
13:30Aha, Sie scheinen Ihren Bekannten ja sehr zu vertrauen
13:33Was ist eigentlich mit Herrn Volkt's Restaurant?
13:36Überprüfen das die Münchner Kollegen schon?
13:38Ja, also
13:39Nein
13:40Noch nicht
13:42Dann sollte man das vielleicht ins Rollen bringen
13:44Dann
13:55So, Frau Brunner
13:56Herr Brunner, wenn Sie hier bitte warten
13:58Die Herren Hauptkommissare sind gleich bei Ihnen
14:00Danke
14:01Ich seh nicht ein, den ganzen Tag hier zu verplempern
14:04Sophie, das lässt sich jetzt nicht ändern
14:05Und was ist mit Mailand?
14:07Das Shooting hab ich eben abgesagt
14:10Spinnst du?
14:12Und Sie wollen uns also wirklich verlassen, Frau Ortmann?
14:15Ja
14:16Herr Griesner und ich sind uns vertraglich einig geworden
14:18Herr Rhein
14:21Ach, ui, Herr Achtiger
14:24Entschuldigens die Störung
14:25Frau Hofer
14:26Es geht um die Pressekonferenz
14:28Ja, äh, gehen Sie bitte zu Frau Stockel, trinken Sie einen Kaffee, ich komme dann gleich
14:32Wird gemacht
14:36Ja, Bayreuth ist ja eine wirklich schöne Stadt, aber
14:41Ja, das stimmt
14:42Aber ich muss sagen, vor allem reizt mich einfach die Arbeit in einer Unternehmensberatung
14:45Naja, versteh schon
14:46Neue Herausforderungen, Tapetenwechsel
14:49Aber der ein oder andere Kollege, mich eingeschlossen
14:52Wird durchaus traurig sein
14:55Und ich denke dabei auch an Herrn Hansen
14:59Ich sag's ihm heute Abend
15:00Vor dem Konzerte
15:01Danke übrigens für die Karten
15:03Ach, Sie kommen beide, das ist aber schön
15:05Ja, dann bleibt mir nichts anderes übrig, als Ihnen schweren Herzens zu gratulieren
15:09Und Ihnen für Ihre Zukunft alles Gute zu wünschen
15:12Danke, aber noch bin ich ja hier
15:14So ist es
15:14Und ich werde jetzt versuchen, für Sie einen geeigneten Ersatz zu finden
15:19Was nicht einfach werden wird
15:28Also erfolgt, wurde höchstwahrscheinlich durch eine vergiftete Praline getötet
15:31Creme de Noir
15:34Ja, und?
15:35Ja, wussten Sie, dass das seine bevorzugte Pralinsorte war?
15:38Jeder wusste, dass er narrisch nach denen war
15:40Gestern Abend von 18 Uhr bis, sagen wir, 20 Uhr, 30
15:46Wo war man den Tor?
15:48Nach der Besprechung?
15:49Ja
15:49Da bin ich zum See gefahren, wo heute das Shooting stattfinden sollte
15:52Ich wollte mir noch mal alles ansehen
15:54Wann sind Sie da zurückgekommen?
15:55Das war zu halb acht gewesen sein
15:57In Sie, Frau Plona?
15:58Ja, ich war total fertig
15:59Ich war die ganze Zeit auf dem Zimmer in der Gästevilla und hab mich ausgeruht
16:03Also keiner von Ihnen beiden hat den Volkszimmer betreten oder hat mit ihm gesprochen
16:06Oder nach der Besprechung mit Herrn Thelen gesehen
16:08Nein
16:11Gegen 20 Uhr sind meine Frau und ich in die Stadt gefahren, um noch etwas zu trinken
16:15Ich habe hier eine Getränkequittung
16:20Entschuldigung, die Störung
16:23Folgendes, die Frau Dr. Eckstein möchte gern mit Ihnen sprechen, gleich
16:27Die Pralinen haben eine likörhaltige Füllung, was es dem Täter oder der Täterin leicht gemacht hat
16:32Sie mit Strichnien zu präparieren
16:34Strichnien findet man zum Beispiel im Rattengift
16:37Richtig, Herr Hansen
16:42Und hier sehen Sie die Einstichstelle
16:43Der Täter oder die Täterin hat das Gift mit einer Spritze in alle Pralinen injiziert
16:48Und deshalb ist der Herr Frick an Herzversorgung gestorben
16:53Ganz genau
16:55Hat denn die KTU irgendwelche Hinweise dafür gefunden, ob die Pralinen ausgetauscht worden sind
16:59Oder ob sie direkt im Zimmer präpariert wurden?
17:01Leider nein, aber vielleicht dürfte das von Interesse für Sie sein
17:06Herrn Brunners Fingerabdrücke wurden am Türgriff von Herrn Volkts Zimmer gefunden
17:10Und dieses Haar haben die Kollegen auf dem Bett des Toten gefunden, genauer gesagt auf dem Kopfkissen
17:16Und das stammt von Herrn Brunners Frau
17:20Mann, das dauert noch lange, bis der Herr 80er mit der Frau Ortmann durch ist
17:23Sie müssen eigentlich schon längst in der Akademie sein
17:25Nein, Frau Hofer, Sie wissen ja, wie das ist mit der Frau Ortmann
17:28Aber Sie könnten mir in der Zwischenzeit was über den Dirigenten erzählen
17:31Ich freue mich schon so auf das Konzert heute Abend
17:33Sie kommen auch?
17:35Mei, der Herr 80er, der war so freundlich und hat uns die Ehrenkarten vom Wirtschaftsausschuss überlassen
17:40Mei, der Mr. Bright, der lässt sich diesmal überhaupt nicht über das Programm aus
17:44Aber Berlioz, Rachmaninoff, Stravinsky
17:48Kann anstrengend werden
17:51Ja
17:51So, da bin ich, Frau Hofer
17:53Ja
17:54Ist unser Mr. Bright gut aus London angereist?
17:58Ja, und die gesamte Fachpresse auch
18:00Wir, die Hyänen lungern schon vor der Akademie rum
18:03Und warten auf die Pressekonferenz
18:06Die Pressekonferenz
18:07Herr 80er, haben Sie sich noch gar nichts überlegt?
18:10Meinen Sie nichts? Sie können sich...
18:11Ein paar Gedanken machen, was man den Damen und Herren von der Presse erzählt
18:15Sie können das so gut
18:16Und jetzt entschuldigen Sie mich bitte
18:18Ich habe noch ein paar dringende Telefonate zu führen
18:23Na super
18:25So, Herr Brunners Fingerabdrücke an der Tür
18:27Obwohl er behauptet hat, er wäre am See gewesen
18:30Dann die Haare seiner Frau im Bett des Opfers
18:32Ne, was willst du machen?
18:33Menschheit ist halt einfach mal verlangen, he?
18:35Ja
18:36Handfester Beziehungsstreit, wenn Sie mich fragen
18:38Sollen wir uns die beiden ab jetzt getrennt vornehmen?
18:40Ja, gern
18:41Und ich könnte mir auch gut vorstellen, dass die zwei ab jetzt dauerhaft bei uns wohnen
18:45Wäre praktisch
18:47Da schauen Sie mal
18:48Ihre Fingerabdrücke
18:52Da
18:53Am Türgriff
18:54Vom Volk zu einer Zimmertür
18:56Obwohl Sie gesagt haben, dass Sie nicht in diesem Zimmer waren
18:59War ich auch nicht
19:00Ach so
19:01Die Fingerabdrücke sind dahin geflogen
19:08Ich war am Zimmer, aber nicht drin
19:10So, und jetzt stelle ich mir eine ganz gewagte Theorie auf
19:13Im Zimmer war Ihre Frau
19:15Weil sie nämlich mit dem Volk ein Verhältnis gehabt hat
19:19Und Sie haben das rausgefunden
19:20Ja
19:22Bis nachher
19:22Wo wollen Sie denn hin?
19:25Ich mache Mittag
19:26Ach, Sie kommen eine Stunde später und darum gehen Sie eine Stunde früher
19:28Ja, ist ja nicht so viel zu tun, ne?
19:32Guten Tag
19:33Ich möchte zu Sven Hansen, bitte
19:34Frau Lange
19:35Hm?
19:36Wenn Sie die Dame bitte nach oben begleiten
19:38Ist ja nicht viel zu tun
19:40Danke, sehr nett
19:43Kommst bitte mit
19:46Frau Brunner, dieses Haar hier
19:48Das haben wir im Bett von Herrn Volk gefunden
19:51Das stammt von Ihnen
19:54Möchten Sie da was zu sagen?
19:58Elfi
19:59Klassik auf höchstem Niveau
20:01Nein, nix, Mozart
20:02Die hat mir einen Namen genannt
20:03Die konnte ich mir nicht einmal merken
20:05Ich sag's dir
20:06Lass mich bloß nicht im Stich heute Abend, gell?
20:09Ja, bis später
20:10Für die Servus
20:11Ja
20:13Frau Stocker, das ist die Frau
20:15Wilke
20:16Wilke
20:17Und Sie hat einen Termin mit Herrn Hansen
20:19Tschüss
20:20Ja, Frau Wilke
20:20Dann würde ich sagen
20:21Warten Sie einfach auf den Gang
20:22Der Herr Hansen ist in einer Vernehmung
20:25Wie lange wird denn das dauern?
20:26Das dauert so lange, wie es dauert
20:28Dann sagen Sie ihm doch bitte, dass er mich anrufen soll, wenn er noch Fragen hat
20:31Aber Sie können doch nicht einfach
20:32Das geht schon in Ordnung
20:36Ja, Seppe?
20:38Ich wollte zum Jens, also zum Herrn Volkt
20:40Weil ich ihm sagen wollte, dass es aus und vorbei ist
20:43Aber der Volkt hat sie mit seinem Scham um den Finger gewickelt
20:46Ja, wie so viele andere auch
20:48Der hatte doch in jeder Stadt ein anderes Gspusi
20:50Ach so
20:52Wie wäre es mit der Variante?
20:53Sie haben schon in München geplant, Herrn Volkt
20:56Die vergifteten Pralinen unterzujubeln
20:58Weil Sie wussten, dass Ihre Beziehung keine Zukunft hat
21:00Nein
21:00So ein Quatsch
21:02Nichts Quatsch, Frau Brunner
21:03Bis Sie entlastet sind, kann ich Sie leider nicht gehen lassen
21:08Ständig haben die beiden telefoniert
21:11Sich heimlich in München getroffen
21:14Als würde ich es nicht mitbekommen
21:17Und gestern Abend?
21:18Ich wollte eigentlich zum See
21:19Aber auf halbem Weg bin ich umgedreht
21:21Ich habe eine Tür vom Volk der Lausche
21:23Und da habe ich die beiden drin gehört
21:26Zagen Sie mal
21:29Wie sind denn bitte die vergifteten Pralinen in das Zimmer gekommen?
21:33Ich habe nichts mit dem Pralinen zu tun
21:35Und wenn Sie mir das gerade wieder anlügen?
21:37Ich habe den Volk nicht umgebracht
21:39Gut
21:40Wenn das so ist, dürfen Sie wieder gehen
21:42Aber bis das bewiesen ist, bleiben Sie jetzt erst einmal bei uns
21:51Mag ich jetzt einen Kaffee oder nicht?
21:55Das weiß ich nicht, Herr Stadler
21:57Ich weiß bloß, dass die KTU vorhin angerufen hat
22:00Und gesagt hat, dass das Laptop zum Abholen wäre
22:02Das wären die Bankauszüge vom Opfer
22:05Und Sie, Herr Hansen, sollen bitte eine Frau Wilke zurückrufen
22:09Aha
22:10Ja, die war da und ist wieder gegangen, weil sie nicht warten wollte
22:12Haben Sie die nicht extra eibestellt?
22:14Ja
22:15Die Frau Wilke hat gesagt, das gehe schon in Ordnung
22:19Das ist es, ich rufe Sie gleich mal an
22:21Sollte es nicht vielleicht besser ich übernehmen?
22:24Nein, nein, ich mache schon
22:29Das gibt es ja nicht, lasst Sie der Hansen von einer Zweigin auf der Nase umeinander tanzen
22:32Mei, der Herr Hansen wird bei hübschen Frauen schwach
22:35Nein, nein, das ist eine alte Bekannte aus Hamburg
22:37Eine alte Bekannte?
22:39Wissen Sie was, Frau Stocke?
22:42Ich gehe jetzt in die KTU
22:49Und ich gehe ins Internet
22:53Mal schauen
22:57Wilke?
22:57Ja, Sven hier nochmal
22:59Moin lieber Sven, da ist aber Glück
23:00Aha, bist du noch auf dem Kommissariat?
23:03Ich fahre gerade los
23:06Ach, der Champagnerfarbene Wagen
23:08Ja
23:09Esther, kommst du bitte wieder hoch, machst du eine Aussage?
23:12Magst du nicht runterkommen und wir fahren an See?
23:15Du hast bestimmt hier irgendwo dein Boot liegen
23:17Und dann segeln wir raus wie früher und ich erzähle dir alles
23:20Esther, bitte park einfach wieder ein und komm hoch, ja?
23:23Zu streng, Herr Kommissar
23:24Verzeihung, Herr Kriminalhauptkommissar
23:28Dann packe ich mal wieder ein
23:33Ja, klappt inzwischen ganz gut, die Sache mit dem Einparken, ne?
23:41Frau Stockel, können Sie mir bitte Kekse oder sowas bringen und Kaffee?
23:44Äh, für die Frau Wilke, nehm ich an
23:47Richtig gedacht
23:49So, Ehepa Brunner ist verarztet
23:54Wo ist der Arne?
23:55Der Herr Stadler ist in der KTU
23:57Wo ist mit ihm?
23:58Der Herr Hansen erwartet die Frau Wilke samt Kaffeekränzchen
24:03Aber sag einmal, Michi, fragst du dich nicht, warum der Hansen so ein Tamtam um diese Wilke macht?
24:08Nein
24:10Was ist jetzt für?
24:12Schlag für die Hamburger Society
24:15Hochzeit zwischen Räder reiß uns
24:16Wenn Hansen und Bankiert bruchte, ist der Wilke gepatzt, ne?
24:20Wenn du mich fragst, der Hansen ist befangen
24:22Nein, das ist zehn Jahre her
24:27Ah, Frau Wilke
24:32Ah, da bist du ja
24:34Ähm, setzen wir uns mal kurz
24:38So
24:38Das ist lieb, Frau Stockel
24:41Und wenn's noch was brauchen, Herr Hansen, gell?
24:43Melde ich mich sofort bei Ihnen
24:55Wie kann ich dir weiterhelfen?
24:58Ich müsste alles wissen, was dein Verhältnis zu Jens Folgt angeht
25:03Es war ein rein geschäftliches seit drei Jahren
25:06Habt ihr euch gut verstanden?
25:07Willst du die Wahrheit wissen?
25:08Jens Folgt hat mir die Zusammenarbeit aufgekündigt vor ein paar Tagen
25:12Er war nicht zufrieden mit dem Vertrag, den ich für ihn für die neueste Kampagne von Thelenquell ausgearbeitet hatte
25:17Trotzdem bist du extra angereist und er auch
25:20Für dieses Jahr müssen wir beide unsere Verträge erfüllen
25:22Außerdem hatte ich gehofft, ihn umzustimmen
25:24Und eine Klage abzuwenden
25:26Oh, was hätte dich in dem Fall erwartet?
25:29Jens Folgt kannte Gott und die Welt
25:32Er hätte versucht, mich zu diskreditieren
25:34Wahrscheinlich meinen Ruf zu ruinieren
25:36Also, Esther, dir ist schon klar, dass du damit ein sogenanntes Motiv hast?
25:40Das ist albern
25:42Ich werde doch nicht straffällig wegen eines größenwahnsinnigen Starkochs
25:45Oder sperrst du mich jetzt hinter Gitter?
25:47Mal sehen
25:49Ähm, warum wollte er denn andere Konditionen haben?
25:52Er war pleite und hat sich von Thelen mehr Geld erhofft
25:56Pleite war er? Echt?
25:58Ein erfolgreicher Koch mit Fernsehsendung, Werbevertrag und so
26:02Gut gehendem Restaurant
26:03Und diversen Frauengeschichten und einem völlig überzogenen Lebensstil
26:06Da kommt eins zu meinem
26:07Hätte er denn Chancen auf einen besseren Vertrag gehabt?
26:10Herr Thelen hat Herrn Folgt nebenher schon ausreichend unterstützt
26:14Er hat ihm Geld gegeben?
26:15Wie viel?
26:16Das weiß ich nicht, das geht mich auch nicht so an
26:18Äh, noch was Wichtiges
26:19Wann genau bist denn du gestern angeweist?
26:22Ich hab dir 13 Uhr Maschine aus Hamburg genommen
26:24Mir in München ein Auto gemietet
26:25Und bin dann ins Alphotel gefahren
26:27Check in halb fünf
26:30Und um 17 Uhr habt ihr diese Besprechung in der Gästevilla von Thelenquell gehabt?
26:34Genau
26:34Und danach bin ich zurück auf mein Zimmer
26:36Und hab den ganzen Abend über gearbeitet
26:38Gibt's dafür einen Zeugen?
26:42Willst du wissen, ob ich den Abend allein verbracht hab?
26:45Ich wusste ja nicht, dass du in der Nähe bist
26:54Der Laptop vom Volk erzählt uns ja ganz schöne Geschichten
26:59Und seine Kontoauszüge auch
27:01Der hat nix mehr
27:03Kein Schuss Pulver
27:04Plank
27:07Und da drüben sitzt die Dame, die uns alle Fragen beantworten kann
27:11Ob's jetzt an Hansen passt oder nicht
27:13Ganz d'accord
27:16Ich würde dich trotzdem bitten, dich zu unserer Verfügung zu halten
27:22Gehst du heute Abend mit mir essen?
27:25Tut mir leid
27:26Ich bin bereits verabredet
27:29Schade
27:31Begleitest du mich raus?
27:33Ja, wo wollen Sie denn so schnell hin, Frau Wilke?
27:37Wir waren...
27:37Fertig
27:38Ja
27:38Ja, aber ich noch nicht
27:40Aus der Korrespondenz vom Volk und Ihnen geht eindeutig hervor
27:44Dass der Herr Volk mit Ihnen nicht mehr zusammenarbeiten wollte
27:46Ja, genau, darüber haben wir schon gesprochen, Herr Stadler
27:49Ich...
27:49Ja, und mit den Finanzen vom Herrn Volk
27:51Schaut's auch nicht so rosig aus
27:53Hat der Herr Mohr rausgefunden?
27:54Ja, auch darüber weiß ich schon alles, Herr Stadler
27:56Ich bin gleich wieder bei Ihnen
27:57Den Moment einmal
27:59Gleich, gleich
28:06Sag mal, täusche ich mich?
28:07Da ist er jetzt sehr verärgert, dass ich gehe
28:09Kein Ding, das kläre ich gleich mit Ihnen
28:12Herr Hansen
28:13Oh, Frau Ortmann
28:14Das ist übrigens Frau Wilke
28:16Sie ist Zeugin in unserem aktuellen Mordfeuer
28:19Das ist Frau Ortmann, unsere Controllerin
28:20Hallo
28:23Unsere Reservierung fürs Times Square heute Abend geht übrigens in Ordnung
28:26Oh, das ist schön, freut mich
28:29Sven?
28:31Und du bist wirklich Single?
28:33Ja, bitte so
28:35Herr Stadler, der Herr Hansen ist doch ein Profi
28:38Der kennt sich mit sowas aus
28:40Halt's, Herr Mohr
28:41Der Herr Hansen ist befangen
28:42Demnach hätte er die Befragung nie überlassen müssen
28:45Er fragt, wenn man was Seppnissen braucht
28:47Ich bräuchte den Ordner mit den Einsatzkosten des letzten Quartals
28:50Ja?
28:52Den hab ich hier
28:54Also ich kann mir ja vorstellen, dass der Herr Hansen seine Ex-Verlobte sehr gut einschätzen kann
28:59Was?
28:59Die Wilke ist die Ex-Verlobte vom Hansen?
29:02Ja
29:03Woher wissen Sie denn das schon wieder?
29:04Mei, das hab ich recherchiert
29:06Also rein fallspezifisch
29:08Frau Ortmann, haben Sie die attraktive Dame draußen auf dem Flöckseck?
29:11Ja, das hab ich
29:12Wir wurden uns sogar vorgestellt
29:13Dann wissen Sie's also schon
29:15Stellen Sie sich vor, Frau Stockel, Sie sind nicht immer die Erste
29:19Kippo Rosenheim, Apparat Stockel, bis Gott
29:21Frau Hofer, ja?
29:23Den Herrn Achtziger erwischen Sie nicht?
29:24Moment, ich schau mal
29:25Ja, der ist auch belegt
29:27Ja, das nenne ich jetzt wirklich einen glücklichen Zufall
29:30Dass uns München gerade jetzt einen neuen Controller zur Verfügung stellen kann
29:35Ja, ja, und die Referenzen sind ja auch hervorragend vom Herrn Lorenz
29:38Ja, dann soll er sich doch bei mir melden, dass ich ihn persönlich kennenlernen kann
29:43Gut, vielen Dank
29:45Wiederhören
29:49Frau Hofer, was macht unser Mr. Bright?
29:54Ja, der Herr Hansen
29:56Haben Sie die Frau Wilke angemessen verabschiedet, ein bisschen hinterher gewunken?
30:01Herr Stadler, gibt's ein Problem?
30:03Nein, überhaupt nicht
30:04Gut, gut, weil Frau Wilke ist nämlich auch nicht die Täterin
30:07Aber Ihre Ex-Verlobte
30:08Ich kann mich schon denken, von wem Sie das haben
30:11Ja, wenn Sie mir solche wichtigen Informationen vorenthalten
30:14Also wichtige Informationen, das mit Esther und mir ist schon Ewigkeiten her
30:17Außerdem hat sie mir ein paar sehr interessante Neuigkeiten geliefert
30:20Aha, die da wären?
30:22Dass Herr Vogt pleite war, zum Beispiel
30:24Dass Herr Leopold Thelen ihm immer wieder Geld gegeben hat, zum Beispiel
30:27In welchem Umfang, zum Beispiel?
30:29Also das zum Beispiel wusste sie nicht
30:31Kann aber nicht wenig gewesen sein
30:33Es sei denn, der Herr Vogt hat noch andere Sponsoren gekommen
30:36Auf jeden Fall von seinem Konto hat er nicht gelebt
30:39Aha, im Gegenteil, das ist ein ständiges Minus gewesen
30:42Und die Einnahmen reichen ja gerade, um die laubenden Kosten zu decken
30:46Da fragt man sich doch, von was der Volk gelebt hat
30:49Und vor allen Dingen, wie er denn seinen neuen Geländewagen finanzieren wollte für 80.000 Euro
30:56Ah, 80?
30:57Ja, den er vor zwei Wochen bestellt hat
31:00Hat die Frau Wilke dazu was gesagt?
31:02Ähm, ne
31:03Sehen Sie, hätten Sie es doch noch nicht gehen lassen sollen?
31:06Das ist ja nicht ausgewandert
31:07Ich kann Sie wieder einbestellen
31:08Ja, ich schlage vor mir und unterhalten uns jetzt erst einmal mit den Tädeln
31:11Gut
31:12Wisst ihr, was ich vorschläge?
31:15Was?
31:16Heimgehen
31:17Feierabend
31:17Ja, gut, dann morgen
31:19Dann hat ja der Herr Hansen ein bisschen Zeit, seine Abendtermine zu koordinieren
31:23Frau Wilke spielt darin keine Rolle, falls Sie das beruhigt, Herr Stahler, okay?
31:27So, dann wünsche ich Ihnen einen schönen Feierabend und bis später, Herr Hansen
31:30Äh, Moment einmal, Frau Stockl
31:32Äh, die Münchner Kollegen haben dir jetzt das Restaurant vom Volk schon untersucht?
31:37Also auf meinem Schreibtisch ist noch nichts gelandet
31:40Und morgen leiten Sie bitte gleich mal in die Wege, dass die Konten von Leopold Thelen überprüft werden
31:44Ja, weil die Recherchen zu Frau Wilke und Herr Hansen haben Sie ja bereits abgeschlossen, ne?
31:49Auf diese Informationen bin ich rein zufällig gestoßen, Herr Hansen, gell?
31:53So, so
32:03Grüß dich, Joe
32:04Servus
32:05Frau Ortmann hat einen Tisch für uns reserviert
32:07Ja, den romantischen, vorne am Fenster
32:10Danke dir
32:13Esther, was für ein Zufall?
32:15Na, ich würde es eher Schicksal nennen
32:18Äh, bist du nicht eigentlich verabredet mit dieser Frau, ähm
32:21Frau Ortmann, ja
32:22Ja, genau
32:24Sollte sie dich versetzen und du weißt nicht, was du mit dem angebrochenen Abend anfangen sollst
32:28Du weißt, wo du mich findest
32:31Zimmer 247
32:38Das halte ich für eher unwahrscheinlich
32:40Oh, man weiß nie
32:43Tschüss
32:44Schönen Abend
32:48Also, du hast echt dein Talent, oder?
32:50Wieso hab ich Talent? Das ist eine Bekannter aus Hamburg und, äh
32:53Die Frau Ortmann hat euch gesehen
32:55Was? Als Esther mich gerade... war sie hier?
32:58Ich weiß nicht, was du mit der Dame hast oder hattest
33:00Die Frau Ortmann, jedenfalls hat das gründlich missverstanden und ist wieder gegangen
33:04Na toll, soll ich jetzt hinterherrennen, der am Karten für ein Konzert?
33:08Mailbox
33:09Du kennst doch die Frau Ortmann
33:11Wenn die mir auf dem Absatz gehört macht, dann wird's schwierig
33:16Ah, da könnt ihr gerade, ich schicke ihn runter, gell
33:24Vierti, servus
33:26Eik, Stockel, wo sollst du mich hier schicken?
33:28In die KTU
33:29Das sind die Sachen aus dem Restaurant-Self vom Volk
33:31Die Kollegen warten schon drauf
33:33Das sind 47.000 Euro
33:35Und ich hab's natürlich quittiert, dass ich's erhalten hab
33:37Wunderbar, Stockel
33:38Aber jetzt muss ich dich schon noch was fragen
33:40Äh, wie war's denn gestern im Konzert?
33:42Ganz wunderbar
33:43Der Mr. Bright hat Melodien aus Hollywood gespielt
33:46Keine Klassik, Laut und Fahrt
33:48Michi, das harte Niveau
33:49Das hätt sogar dir gefallen
33:50Na schon
33:51Guten Morgen
33:52Guten Morgen, Herr Hansen
33:54Schönen guten Morgen
33:55Schauen's, Herr Hansen, das hat die KTU schon gebracht
33:58Danke
33:58Hansen, Moment
34:00Okay, also keine Ergebnisse
34:02Aber die Überprüfung der Hotelzimmer der Brunners und Esterwilke
34:06Ach, Herr Hansen, ich hab Sie gestern vermisst
34:09Also Sie und die Frau Ortmann in der Musikakademie
34:12Wo waren's denn?
34:12Wir waren im Times Square
34:14Danach war uns nicht mehr nach Konzert
34:16Wollen Sie noch mehr heiße Infos?
34:18Herr Hansen, schauen's mal hier
34:19Was gibt's denn?
34:20Das haben wir im Restaurant-Self vom Herrn Volk gefunden
34:23Unter anderem 47.000 Euro in Bar
34:26Ja, ich hab mir gedacht, ich bring's mal zum Fondse in die KTU, gell?
34:30Na, trinken Sie mal Ihren Kaffee, Herr Mohr
34:31Ich übernehme die 47.000
34:33Ja, oder so?
34:34Danke, wiedersehen
34:35Wiederschauen
34:36Wiederschauen
34:38Essen waren's
34:39Ich hab was Bestes vorgehabt
34:45Guten Morgen, Frau Ortmann
34:47Guten Morgen, Herr Hansen
34:49Ähm, ich weiß, dass Sie gestern Abend im Times Square waren
34:52Und dass Sie da eine Situation gründlich missverstanden haben
34:55Die Dame, mit der ich mich da unterhalten hab
34:58Ist Ihre Ex-Verlobte
34:59Da wollte ich nicht stören
35:00Momentchen mal, woher wissen Sie denn das?
35:02Schönen Tag noch, Herr Hansen
35:05Guten Morgen
35:05Holzer
35:07Morgen
35:08Morgen, moin, moin, Herr Kollege
35:09Ähm, ich wollte gerade in die KTU
35:11Unter anderem sind 47.000 Euro in Bar gefunden worden
35:15Aha
35:17Da geh ich doch gleich mal mit
35:18Hm?
35:20Hm, dem Herrn Thelen sollten wir auch noch mal einen Besuch abstatten
35:23Äh, die Brunners, äh, und Ihre Ex-Verlobte hat doch die KTU mittlerweile
35:27Hat sie ja
35:28Es sind keinerlei Spuren gefunden worden, die darauf hindeuten, dass die Brunners irgendwas mit der Vergiftung zu tun haben
35:33Nicht
35:34Und Frau Wilke auch nicht
35:36Wollen wir?
35:38Gerne
35:40Hm
35:42Also wenn's dann mit Ihrer Lektüre fertig sein, könnten's mir ausnahmsweise hier helfen?
35:46Frau Grasiecker, ich muss auf dem Laufenden sein, was in der Welt passiert
35:49Also mir wär lieber, Sie wären auf dem Laufenden, was hier passiert, besser gesagt, nicht passiert
35:54Ja, ja, sicher, Frau Hofer, morgen
35:57Morgen
35:57Aber die Tatsache ist doch, dass dieser Kritiker nicht einmal Unrecht hat
36:01Gut gelaunt, schaut anders aus
36:02Hm, ich hab's Ihnen doch gesagt, grad wir an der Information müssen auf dem Laufenden sein, was in der Welt
36:07passiert
36:09Ach, das Konzert war Reinfall
36:11Uh, ja
36:13Also ich hab schon den Eindruck gehabt, dass das Programm ganz hervorragend angekommen ist
36:17Und das Orchester hat ja auch fantastisch gespielt
36:20Ich bitte Sie, Melodien aus Hollywood
36:23Da holen wir diesen großen Mr. Bright aus London nach Rosenheim
36:26Für nicht wenig Geld
36:28Und dann so ne Enttäuschung
36:30Wissen Sie was?
36:31Ich fahr jetzt erst einmal zu ihm ins Hotel und hör mir an, was er zu der Kritik sagt, ha?
36:35Ja gut, man muss das und ich
36:36Wir haben nicht den Vormittag mit ein paar unangenehmen Anrufen herumärgern dürfen
36:41Tja, mei
36:42Ja, mei
36:43Ah, noch ein Schritt in den ersten
36:46Morgen
36:46Alles gut
36:47Herr Bürgermeister
36:49Das Konzert gestern Abend
36:50Ja, da haben wir uns wohl alle was anderes drunter vorgestellt
36:58Herr Thelen, warum haben Sie uns denn verschwiegen, dass Sie den Herrn Volk finanziell unterstützt haben?
37:02Ich wollte es nicht in die große Glocke hängen
37:04Ach so
37:05Also in seinen Bankauskünften haben wir nichts davon gefunden
37:08Ich hab ihm das Geld in Bar gegeben
37:10Und um welche Summen handelt es sich da?
37:14Mal 1000, mal 500 Euro
37:17Ich konnte doch nicht zulassen, dass die finanzielle Situation von Herrn Fugt bekannt wird
37:20Wie hätte das für Thelenquell ausgesehen?
37:22Wir haben einen Ruf zu verlieren
37:24Seit wann ging das so?
37:26Von ein paar Monaten hat er mir gesagt, dass er nicht mehr weiter weiß
37:29Und wie er diesen Geländewagen finanzieren wollte, den er da vor zwei Wochen bestellt hat
37:34Davon weiß ich nichts
37:35Es könnte also gut möglich sein, dass der Herr Fugt mehrere Gönner hatte
37:39Herr Fugt kannte jede Menge Leute
37:42Aber darüber kann ich Ihnen keine Auskünfte geben
37:45Und wenn Sie mich jetzt entschuldigen
37:47Sie können sich vorstellen, dass die Presse nach dem Unglücks Schlange steht
37:57Ich hätte ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass der Mr. Bright so auf das Echo der Presse reagiert
38:03Ja, ich muss schon sagen, das zeugt von Größe
38:05Sie kümmern sich um alles Weitere
38:07Wie immer, Herr Achtziger
38:09Wunderbar, Frau Hofer
38:10Wiederschauen
38:12Ich kümmere mich
38:14Ach, grüß Gott
38:15Die Herren
38:16Sagen Sie, wo waren Sie und die Frau Ortmann eigentlich gestern Abend?
38:19Es hat sich anders ergeben, tut mir leid, wenn die Karten verfallen sind
38:23Dann haben Sie heute Abend eine zweite Gelegenheit
38:27Das Programm, das Mr. Bright's Orchester gestern gespult hat, ist nicht so wahnsinnig gut beim Fachpublikum angekommen
38:32Melodien aus Hollywood
38:34Ich fand's traumhaft
38:35Naja, auf jeden Fall gibt er deswegen heute Abend eine Zusatzvorstellung mit einem anspruchsvolleren Programm
38:41Kein Hollywood?
38:43Wagner, ausschließlich Tristan und Isolde, Rheingoldgötterdämmerung und so weiter
38:48Also, wenn Sie nochmal Karten haben wollen, ich lege Ihnen gerne welche zurück
38:51Vielleicht komme ich drauf zurück
38:52Gerne, Herr Hansen, das gleiche gilt natürlich auch für Sie, Herr Stadler, gell?
38:56Bitte?
38:57Ah, ja, das ist nur, äh, ich glaub, wir sollten uns jetzt langsam wieder um unseren Fall kümmern
39:02Ja, von mir aus gerne
39:03Ja, ich muss auch
39:04Servus
39:07Hallo, Frau Stockl, haben Sie in der Zwischenzeit was Interessantes für uns ausgefunden?
39:11Selbstverständlich, Herr Hansen
39:12Das wären die Kontoauszüge vom Thelen
39:14Aber was noch viel interessanter ist, die Firma Thelenquell hat heute Morgen auf ihrer Homepage ein neues Werbegesicht angekündigt
39:23Ah, du schon, Herr, für das kommende Jahr konnte der Skifahrer Josef Seidel als neues Werbegesicht für das Mineralwasser gewonnen
39:31werden
39:32Ach, das geht jetzt aber flugs
39:34Nein, nein, nein, nein, nein, Herr Hansen, ich hab nämlich mit dem Manager vom Seidel telefoniert
39:38Und der hat mir gesagt, dass das unter der Hand schon längst alles klar war
39:42Gute Arbeit, Frau Stockl
39:44Gell?
39:45Herr Thelen, die Kollegen von der KTU haben sich das Geld, das sie im Seif vom Herrn Volkzehn im Restaurant
39:51gefunden haben, noch mal genauer angeschaut
39:5247.000 in Bündeln
39:55Und sehen Sie mal, diese Fingerabdrücke hier, die wurden auf der Banderole jedes Bündels gefunden
39:59Oben, unten, überall
40:02Und diese Fingerabdrücke, die stammen von Ihnen
40:07Letzte Woche haben Sie 50.000 Euro von Ihrem Konto abgehoben
40:10Und zwei Wochen vorher 10.000
40:13So geht das immer weiter, fünf Monate lang
40:15Also in meinen Augen sind das keine kleinen Beträge
40:17Na, der Jens war halt in Not
40:19Und warum haben Sie sich dann bereits vor einigen Tagen dazu entschieden, ihn nicht mehr für Ihre Werbekampagne zu verpflichten,
40:26sondern den berühmten Skifahrer, den, ähm
40:28Josef Seidel
40:29Josef Seidel
40:30Geben Sie zu, Sie haben Ihren Volk nur deswegen anreisen lassen, damit Sie ihn aus dem Weg räumen können
40:34Endgültig
40:35Ach, das ist doch
40:37Ja, Thelen
40:39Die genaue Überprüfung Ihrer Privaträume läuft bereits
40:44Ausgenommen hat mich der Hund
40:47Weil wir vor einem halben Jahr Probleme mit den Schadstoffwerten in unserem Mineralwasser hatten
40:51Das ist zum Glück nicht öffentlich bekannt geworden ist
40:55Was habe ich dem Volk mal beim Bier erzählt?
40:58Ich Idiot
40:59Und dann hat sich der Herr Volk erpresst
41:01Ständig wollte er mehr
41:03Ich muss den doch loswerden
41:05Bevor er mich
41:06Und jetzt
41:07Herr Thelen, Sie sind vorläufig festgenommen, weil Sie in dringendem Tatverdacht stehen
41:11Jens Volk, der Moritz haben
41:12Herr Mor, bitte
41:14Sie, Herr Thelen, wenn Sie bitte
41:24Rechts
41:28Mittags, Pasi
41:31Gehen Sie doch schon mal vor
41:32Ich bin gleich nach
41:34Mahlzeit
41:35Mahlzeit
41:35Frau Ortmann
41:37Wie wäre es, wenn wir den gestrigen Abend einfach nachholen?
41:40Mr. Bright gibt noch mal ein Zusatzkonzert
41:42Und Frau Hofer hat Karten für uns
41:44Diesmal ohne Ex-Verlobte?
41:46Ich habe Ihnen nämlich etwas zu sagen
41:4818.30 Uhr, Times Square
41:51Gern