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  • vor 16 Stunden

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🎈
Spaß
Transkript
00:02Das ist mir jetzt echt unangenehm, Kerstin, aber du musst aus deinem Zimmer raus, weil
00:07deine Schwester braucht jetzt für eine Reservierung.
00:10Wie bitte?
00:12Ja, das hat sie mir gestern Abend noch gesagt.
00:15Ach, nur weil sie die Hotels jetzt geerbt hat, spielt sie sich auf, oder was?
00:18Alfred, die kann mich doch nicht einfach vor die Tür setzen.
00:21Morgen!
00:22Kerstin?
00:24Herr Wiesinger?
00:26Morgen, Herr Schauer, ich würde dann gerne Feierabend machen.
00:29Ja, aber natürlich.
00:30Wie war die Nachtschicht?
00:30Ja, nichts Besonderes passiert.
00:32Gut.
00:33Und meine Frau?
00:34Ja, die habe ich heute in der Früh noch gar nicht gesehen.
00:37Herr Wiesinger?
00:37Ach, die Tagesempfehlungen müssen nur in die Speiskarten nägeln.
00:40Okay, mache ich.
00:41Ja, viel gut.
00:43Wiederschauen, Herr Wiesinger.
00:47Die Antonia spinnt total.
00:49Jetzt bin ich ein paar Tage zu Besuch und sie will mich rausschmeißen, weil sie das Zimmer
00:52angeblich braucht.
00:53Ich bin in diesem Scheißhotel aufgewachsen.
00:56Jetzt regt sie nicht auf, ja?
00:57Es sind nur genug Zimmer frei.
00:58Das ist ja gleich mal nach.
01:02Er ist echt sowas von typisch.
01:04Die Kotzen.
01:07Herr Schauer!
01:26In Hamburg?
01:28Ja, ja, ja.
01:29Wunderschönen guten Morgen, Frau Stockel.
01:31Grüß dich, Stockel.
01:32Guten Morgen miteinander.
01:33Das war nett von dir.
01:35Das gibt es erst, wenn der Herr Stadler da ist.
01:37Aber wirklich, der müsste doch von seiner Kreuzfahrt zurück sein.
01:41Ja, und nach zwei Wochen Karibik freut er sich bestimmt über ein deftiges bayerisches Frühstück.
01:46Also, ich freue mich immer auf ein bayerisches Frühstück.
01:49Ich habe dich im Blick.
01:52Krippe Rosenheim, Apparat, Stockel, grüß Gott.
01:55Ja?
01:56Ja?
01:58Im Hotel Scheuer?
02:01Ja?
02:02Ja, bleiben Sie ganz ruhig.
02:04Fassen Sie nichts an.
02:05Wir kommen.
02:07So, meine Herren, es gab es eine Leiche.
02:08Und zwar, die Chefin vom Hotel Scheuer haben es da Schlang aufgefunden.
02:12Oh, nein, das war's doch mal mit dem zweiten Frühstück, Herr Moor.
02:15Das holen wir nach, wenn der Herr Stadler kommt.
02:17Und ich rufe jetzt gleich alle an.
02:18Mich je.
02:19Die werden doch trocken.
02:21Viel Fraß.
02:21Ja, wo ist dieses Hotel Scheuer überhaupt?
02:24Herr Hansen.
02:27Bitte.
02:30Die Farben.
02:32Und das da, das ist jetzt der Strand von Grenada.
02:38Ach, wunderschön.
02:39Ein Traum.
02:40Frau Hofer, ich sage Ihnen, die ganze Kreuzfahrt ein einziger Traum.
02:44Sie, das sieht man Ihnen auch ab.
02:45Sie schauen sowas von erholt aus.
02:47Gell?
02:47Ja.
02:48Und das da, das ist die Unterwasserwelt von der Karibik.
02:55Mei, was für schöne bunte Fische.
02:58Ui, aber haben Sie keine Angst gehabt?
03:00Höchstum gab es da auch Heuen, oder?
03:01Nein, Frau Hofer, aber doch nicht an der Küste.
03:05Ah, Entschuldigung.
03:08Wie ich die Anrufe von der Frau Stockl vermisst hab.
03:13Einen wunderschönen guten Morgen, Frau Stockl.
03:16Herr Stadler, seid schon wieder da in Rosenheim?
03:18Vor einer halben Stunde bin ich angekommen.
03:20Es gab halt nämlich ein Laich.
03:23Wo muss ich hin?
03:24Sie müssen ins Hotel Scheuer, und zwar ist es in der Akazienallee Nummer 1.
03:28Da haben Sie die Chefin, der Schlang, aufgefunden.
03:31Uh, ja gut, bin praktisch schon unterwegs.
03:34Vielen Dank, Stadler Ende.
03:37So leid, Sie mir tun, Frau Hofer.
03:38Aber das war's jetzt erst einmal vom Urlaubsbericht.
03:42Ich muss, der Tatort ruft.
03:43Dann wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Arbeitsalltag.
03:47Vielen Dank.
03:48Ah, bevor ich's vergiss, das ist für Sie.
03:53Für mich?
03:55Nein.
03:56Wie lieb.
03:58Vielen Dank.
04:02Ui, man kann das Meeresrauschen wirklich hören.
04:05Sie, ich könnte uns für heute Abend an Krustenbraten vorbereiten.
04:09Was meinen Sie?
04:10Das klingt jetzt wie Meeresrauschen in meinen Ohren.
04:13Ich erwarte Sie nach Feierabend hier.
04:15Oder?
04:16Hier.
04:17Sie glauben gar nicht, wie schnell ich heute ermitteln werde.
04:21Wiederschauen.
04:22Wiederschauen.
04:28Made in China.
04:37Die haben 50 Zimmer, 44 davon sind belegt.
04:41Was glauben Sie, was ich der Leute befragen darf?
04:43Und dann noch das ganze Personal im Backoffice, in der Küche.
04:47Ja, klingt nach viel.
04:48Dann nehmen Sie sich doch ein, zwei Kollegen zur Verstärkung mit, Herr Mohr.
04:51Habe ich schon lange gefordert, das wird nicht reichen.
04:54Schauen Sie mal, kommt meine Verstärkung.
04:56Wollen wir den Startler begrüßen?
04:59Morgen allerseits.
05:02Herr Urlauber, herzlich willkommen zurück.
05:04Ja, gut sehen Sie aus.
05:06Ja, gut sehen Sie aus.
05:06Ja, gut sehen Sie aus.
05:07Haben Sie abgenommen?
05:08Ich?
05:09Ja, da haben Sie und Ihre Frau sich erholt.
05:11Prächtig.
05:12Und ich muss mich noch mal bei Ihnen bedanken, Herr Hansen, dass Sie mich auf Ihrem Boot so seetauglich
05:17gemacht haben.
05:17Wenn es was genutzt hat.
05:19Auf alle Fälle.
05:20Also diese 14 Tage auf diesem Kreuzfahrtschiff.
05:22Unvergesslich.
05:23Meine Hilde hat es gleich so gut gefallen.
05:26Die möchte als nächstes die große Mittelmeerkreuzfahrt buchen.
05:30Vielleicht gewinnen Sie die auch noch bei einem Preisausschreiben.
05:32Ja, das wäre natürlich mein Geldbeutel am liebsten.
05:34Obwohl, ein Boot haben wir so gut wie überhaupt kein Geld gebraucht.
05:38War ja alles all inkel, also alles inklusive.
05:40Selbst die Cocktails.
05:42Der Ocean Explosion zum Beispiel.
05:44Pfüatigott hatte ich seinen Hammer.
05:45Ah.
05:47Apropos, haben wir schon was?
05:49Ja, ja, freilich.
05:50Unsere Leiche ist die Antonia Scheuer.
05:5338 Jahre jung.
05:55Sie war die Erbin und Eigentümerin von der Scheuer Hotelgruppe.
05:59Hotelgruppe gleich.
06:00Ja, freilich.
06:01Das ist hier das Hotel Scheuer.
06:03Dann ist es das Scheuer Deluxe im Brin am Chiemsee mit einem gigantischen Bändisbereich.
06:09Dann haben wir das Scheuer Splendid in Traunstein.
06:12Da kocht einer mit vier Hauben.
06:13Und dann haben wir noch das Le Scheuer in Bad Hölz.
06:17Danke, Herr Mohr.
06:18Gut, dass es nicht 20 Hotels sind.
06:20Weiter, Herr Mohr.
06:22Verheiratet war die Frau Scheuer mit Herrn Scheuer.
06:24Er ist ein geborener Hübner.
06:26Kinder haben es keine gehabt.
06:27Und jetzt ist er da irgendwo im Hotel.
06:29Und sie liegt tot im Restaurant.
06:31Ja gut, dann schauen wir mal her.
06:32Nein, eine Schwester hätte es auch noch gehabt.
06:34Das ist die Kerstin Scheuer.
06:36Die Kerstin war halt viele, viele Jahre in Amerika drüben
06:39und ist erst seit Kurzem wieder in Rosenheim.
06:41Und seit einer Woche ist sie hier im Hotel.
06:45Und sie ist fertig mit der Welt.
06:52Einen wunderschönen guten Morgen, Frau Dr. Eckstein.
06:56Guten Morgen, die Herren.
06:57Guten Morgen, Frau Doktor.
06:58Herr Stadler, sind Sie wohlbehalten aus dem Urlaub zurück?
07:01Allerdings, erholt und mit jeder Menge neue Eindrücke.
07:04Ja, und hoffentlich voller Elan- und Tatentag.
07:06So ist es.
07:07Tja, dann fangen wir am besten gleich an.
07:10Erschlagen mit einem stumpfen Gegenstand.
07:14Hier.
07:15Die Tatwaffe haben wir bisher nicht finden können.
07:18Und zur Tatzeit, kennen Sie schon was zur Tatzeit?
07:21Gestern Abend zwischen 23.30 Uhr und 0.30 Uhr.
07:26Und gibt es vielleicht irgendwelche Anzeichen von...
07:29Wenn Sie damit meinen, ob es Abwehrspuren gibt, es deutet nichts darauf hin.
07:33Können Sie mal kurz.
07:35Entschuldigung.
07:38Was gibt's denn?
07:39Sämtliche Getränke hier im Weinkühlschrank sind sorgfältig aufgefüllt.
07:42Bloß ein Sektflaschen fehlt.
07:44Champagner.
07:45Oder so.
07:46Naja, das kann eigentlich auch ein Zufall sein.
07:48Glaube ich nicht.
07:49Angeblich hat die Chefin darauf bestanden,
07:51dass als letztes immer die Kühlschränke korrekt und vollständig aufgefüllt werden.
07:54Also, das hat unser Hotelmitarbeiter gesagt.
07:57Das ist vielleicht doch die Tatwaffe.
07:58Kein Zufall.
07:59Gut, Franz.
08:01Schaut zu mir, was ich draußen hinten in der Heck gefunden habe.
08:05Mit Trompete.
08:06Krampf.
08:07Herzenstinder.
08:09Ja, das könnte die Tatwaffe sein.
08:11Blöd ist dran.
08:13Mit viel Glück finden wir DNA-Spuren oder Fingerabdrücke des Täters.
08:17Oder der Täterin.
08:18Danke, Frau Doktor.
08:20Ja, ich habe jetzt dann geredet mit dieser Dame von der Rezeption.
08:24Die hat die Tote also gefunden, ja.
08:27Und sie hat mir erzählt, sie hat um 9 Uhr zum Arbeiten begonnen
08:30und da hat sie die Tagesempfehlung in die Menükarte hineingesteckt.
08:35Hirsepuffer hätte es gegeben mit Erdbeerlauchkartin.
08:37Und dann hat sie halt ihre Schöpfchen gefunden und jetzt hat sie einen Schock.
08:40Gebt es einmal her.
08:43Im Wintergarten drin.
08:44Sie ist die Kerstin Scheuer.
08:48Das ist also die Schwester von der Antonia.
08:50Und er ist der Bernd Scheuer.
08:52Der Moor.
08:52Also der Mann.
08:53Nein.
08:54Er hat geborene...
08:55Das ist der geborene Hübner.
08:57Genau.
08:58Gut.
08:59Danke, Herr Moor.
08:59Ja, Freie.
09:00Wollen wir mal.
09:01Ja.
09:02So, 39, 40.
09:04Bis dann nicht.
09:05Nein.
09:08Guten Tag.
09:10Hauptkommissar Hansen, mein Kollege Stadler.
09:13Grüß Gott.
09:14Grüß Gott.
09:15Unser aufrichtiges Beileid.
09:17Ja.
09:18Danke.
09:19Das ist so furchtbar.
09:21Wer macht denn sowas?
09:23Wir würden Ihnen gerne ein paar Fragen stellen in aller Ruhe.
09:27Denken Sie, dass das möglich ist?
09:30Ja.
09:31Ja.
09:32Gute Idee.
09:33Herr Scheuer, würden Sie bitte meinen Kollegen Stadler mitkennen?
09:37Gibt mir da was, bitte.
09:38Danke.
09:40Ich verstehe das gar nicht.
09:42Die Antonia hat doch niemand was getan.
09:45Hat sie vielleicht Probleme gehabt oder streit mit jemandem?
09:50Nicht, dass ihr wisst.
09:52Sagen Sie mal, wie lange waren Sie verheiratet?
09:56Seit vier Jahren.
09:57Wir waren sehr glücklich.
09:59Bei der Hochzeit haben Sie dann den Namen Ihrer Gattin mit angenommen?
10:03Ja.
10:04Das war der Antonia wichtig, dass sie ein Mädchen anpeilt.
10:07Wegen der Hotels.
10:09Die haben ihren Eltern gehört.
10:13Und Sie sind dann praktisch in das Unternehmen mit eingestiegen?
10:17Ja.
10:18Ein Jahr vor unserer Hochzeit ist der Antonia, Vater, gestorben.
10:22Kurz nach seiner Frau.
10:24Die Antonia hat die Hotels übernommen.
10:26Sie hat sich um das Ganze Organisatorische gekümmert und für das Management und die Standhaltung zuständig.
10:32Gut, reden wir ein bisschen von gestern Abend.
10:34Wo war Ihre Frau da?
10:35Da, hier.
10:36Im Restaurant hat die Jahreshauptversammlung vom Rosenheimer Tennisklub stattgefunden.
10:41Da muss die Chefin schon da sein.
10:42Ja, klar.
10:44Und wo waren Sie?
10:46Ich war mit meiner Schwägerin, der Kerstin, in der Stadt beim Essen.
10:51Wann sind Sie aus der Stadt zurückgekommen?
10:53Ich hab nicht auf die Uhr gesehen, aber es war weit nach Mitternacht.
10:57Sind Sie Schwager gefahren?
10:59Nein, wir haben Taxi genommen.
11:01Wie heißt das Restaurant, wo Sie essen waren?
11:05Mühlengrund. Verdächtigen Sie mich etwa?
11:06Es gehört zu den ganz normalen Ermittlungsarbeiten, dass ich hier Alibi überprüfe.
11:12Also, nachdem Sie ins Hotel zurückgekommen sind, was war dann?
11:16Bin ich auf mein Zimmer gegangen und mein Schwager in seine und Antonias Wohnung.
11:20Wo befindet sich die Wohnung der beiden?
11:22Im Seitenflügel des Hotels.
11:24Meine Schwester ist in die Wohnung unserer Eltern gezogen, nachdem mein Vater gestorben ist.
11:28Und es war damals so, dass Ihre Schwester die Hotels übernommen hat.
11:32Was ist mit Ihnen?
11:33Ich wurde ausgezahlt und habe die letzten Jahre in Amerika gelebt.
11:37Sie haben da gelebt.
11:39Meine Ehe ist in die Brüche gegangen.
11:41Ich bin erst seit letzter Woche wieder in Rosenheim.
11:43Und momentan wohnen Sie hier?
11:46Übergangsweise?
11:48Zeigen Sie mal, wie war denn Ihr Verhältnis zu Ihrer Schwester so?
11:53Ich habe mich sehr gefreut, Sie nach so langer Zeit wiederzusehen.
11:56Obwohl sie bisher kaum Zeit für mich hatte, weil im Hotel ja so viel zu tun ist.
12:00Na, ihr habt meine Frau nicht mal gesehen, als sie gestern Nacht raumkämmer bin.
12:04Ich hab doch diesen im Büro.
12:06Ja, und Sie haben Ihre Frau die ganze Nacht nicht vermisst.
12:12Wir haben getrennte Schlafzimmer.
12:14Und heute in der Früh haben Sie sich nicht gewundert, wo Ihre Frau da ist?
12:17Nein, ich hab gedacht, ich bin schon in der Arbeit.
12:21Aber wenn einer was mitbekommen hat gestern Abend, dann unser Nachtportier.
12:25Der Alfred Wiesinger, der hat ja ab 21 Uhr Dienst.
12:29Und unser Chefentkäufer, der Herr Weber, der war auch länger da.
12:34Gut, danke.
12:36Ah, Frage, wie sind die beiden Herren im Haus?
12:39Der Herr Wiesinger schläft wahrscheinlich gerade.
12:41Deinen Herrn Weber habe ich heute nicht gesehen.
12:44Gut, danke.
12:45Ja, aber wie geht es denn jetzt weiter da?
12:46Ja, also solange die Spurensicherung Ihre Arbeit macht, auf niemand ins Restaurant und ins Büro Ihrer Frau auch nicht.
12:54Das heißt, der Rang ist tagsüber eh geschlossen.
12:55Und einen separaten Frühstücksraum haben wir ja auch.
12:59Ja, das war's dann fürs Erste, falls wir noch Fragen haben, Meldmann hat's, gell?
13:02Danke.
13:04So, Sie kommen genau richtig.
13:06Herr Mohr, das ist ganz Interessantes rausgefunden.
13:07Herr Mohr.
13:08Der Herr von Zimmer 27, der hat mir erzählt, dass heute Nacht in Zimmer 28, das ist gleich das Zimmer
13:14daneben,
13:15dass es da recht sinnvoll ist, dass es da recht sinnvoll ist, diese Tschakka-Tschakka.
13:18Also, Herr Mohr bei aller Liebe, aber trägt es zur Lösung des Falls bei?
13:22Unter Umständen ja, jetzt hören Sie doch mal zu.
13:24Dieses Zimmer 28 war heute in der Früh total benutzt.
13:29Aber nach Belegungsliste vom Hotel waren da keine Gäste einkortiert.
13:36Da wird uns der Nachbar-Tier, der Herr Wiesinger, weiterhelfen können.
13:40Ganz sicher.
13:41Der Herr Wiesinger, der Nachbar-Tier hat heute Nacht das Zimmer 28 an ein Pärchen vermietet.
13:49Und zwar ohne es zu verbuchen, ne?
13:51Herr Mohr, stellt Sie uns bitte sofort den Herrn Wiesinger aufs Kommissariat.
13:55Das wird nicht gehen, der schläft.
13:57Ja, das ist uns wurscht.
14:00Ach, und Herr Mohr, fragen Sie doch bitte mal im Restaurant Mühlengrund nach,
14:04ob der Herr Scheuer und seine Schwägerin gestern Abend da essen waren.
14:06Ja, sehr.
14:07Halt, noch was.
14:08Das Taxi-Unternehmen, mit dem die beiden dann wieder hergefahren sind,
14:11müsste auch ausfindig gemacht werden.
14:12Herr Hansen.
14:13Herr Mohr.
14:13Nee, das soll die Frau Stockl machen, die macht das so gut.
14:17Er wird sich freuen.
14:18Na, was sagen Sie jetzt?
14:19Ja, vermiete, der hat jetzt immer einfach unter der Hand.
14:23Bitte.
14:24Danke.
14:26Herr Hansen, jetzt mal was ganz was anderes, wenn wir schon da sind.
14:30Ein kleines zweites Frühstück.
14:32Gerne, aber das wäre schade, weil die Frau Stockl hat da was für Sie vorbereitet
14:35und freut sich schon auf Sie.
14:36Ehrlich, für mich?
14:37Ja, allerdings erwartet Sie natürlich einen ausführlichen Reisebericht von Ihnen.
14:40Ja, gern, da gibt es jede Menge...
14:42Entschuldigung.
14:43Was ist hier bitte los?
14:44Grüß Gott.
14:46Wer sind Sie?
14:47Roland Weber, Chefankäufer der Scheuer Hotelgruppe.
14:49Tag, Hansen Krippe Rosenheim, mein Kollege Herr Stadler.
14:52Ist irgendwas passiert?
14:56Ja, Herr Wanner vielleicht und Ecke gehen, das ist aber ungestörter.
15:00Schaffen Sie das denn rein hungertechnisch und so, meine ich?
15:02Grozu, Herr Hansen, grozu.
15:04Papfer.
15:05Entschuldigung.
15:06Herr Weber.
15:07Bitte.
15:15Ähm, sagen Sie mal, fangen Sie jeden Tag erst zu spät zum Arbeiten an?
15:20Nee, ich war schon geschäftlich in Bad Tölz.
15:23Mhm, dort hatte die Frau Scheuer noch ein weiteres Haus, ne?
15:26Richtig, bin der F&B-Manager für alle vier Hotels.
15:29Wer?
15:30Food & Beverage.
15:31Ich manage den Einkauf der Getränke und Speisen.
15:33Ach so.
15:34Ja, heute Morgen habe ich mit dem Restaurantleiter in Bad Tölz die neue Weinkarte besprochen,
15:38weil die Bestellung an den Winzer raus muss.
15:40Aha.
15:41Und sagen Sie mal, wie war denn Ihre Beziehung zu Ihrer Chefin so?
15:45Ich arbeite seit drei Jahren für Frau Scheuer, wir sind immer gut klargekommen.
15:48Auch wenn das nicht alle Mitarbeiter so unterschreiben würden.
15:51Aha.
15:51Warum denn nicht?
15:53Ja, Frau Scheuer war eine sehr gute Geschäftsfrau.
15:56Klar, bestimmt.
15:58Manchmal ungemütlich, damit konnte nicht jeder.
15:59Mhm.
16:01Mhm.
16:01Und gestern Abend waren Sie auch hier, richtig?
16:03Mhm.
16:05Ich habe den Termin in Bad Tölz vorbereitet.
16:08Gestern war ja hier auch noch in die Veranstaltung vom Rosenheimer Tennisclub.
16:13Genau, die Jahreshauptversammlung.
16:15Wie lange ging denn die?
16:17Wir haben um 10 die letzte Runde eingeläutet, gegen 11 Uhr nicht gestern gegangen.
16:21Waren noch weitere Mitarbeiter hier?
16:23Der Baki war in die Bedienung.
16:25Die haben aufgeräumt, sondern gegen halb 12 gegangen.
16:28Und die haben dann auch noch die, äh, Dings, die Weinkühlung aufgefüllt.
16:32Genau.
16:33Weil ich frage bloß, äh, es geht nämlich eine Flasche Sekt, also respektive Champagner ab.
16:38Das kann nicht sein. Ich habe das alles überprüft, das war alles aufgefüllt.
16:41Hat aber trotzdem gefehlt.
16:44Sagen Sie, gestern Abend, wann haben Sie da das Hotel verlassen?
16:48Viertel vor zwölf.
16:51Gibt's dafür Zeugen?
16:53Also Herr Wiesinger war gerade auf seinem Kontrollrund gegangen, als ich gegangen bin.
16:57Und Frau Scheuer?
16:59Die war in Ihrem Büro.
17:01Ja, ich wollte Sie nicht stören, weil sie den ganzen Abend so angespannt wirkte.
17:04Ah, wissen Sie warum?
17:06Soweit ich weiß, gab es irgendein Problem mit Ihrer Schwester.
17:18Oje, was haben Sie denn da Schönes?
17:20Ja, selbst an meinem Urlaub habe ich an meine Kollegen gedacht, also zumindest gelegentlich.
17:25Das wäre doch nicht nötig gewesen, Herr Kollege.
17:27Das weiß ich, Herr Hansen.
17:30Zimmer 216, zweiter Stock.
17:31Dankeschön.
17:33So, der Herr.
17:34Ja, der Herr Stachler.
17:35Grüß Gott, Frau Grasiker.
17:37Mal gut schauen Sie aus, so frisch und entspannend.
17:40Okay, die Kreuzfahrt, Erholung pur.
17:43Oh, das schon müssen los.
17:47Er schaut aus wie immer.
17:48Finden Sie wirklich, dass er so gut ausschaut?
17:50Ja, das finde ich.
17:52Ich finde, Herr Hansen sieht eh viel besser aus.
17:56Wenn Sie mir das Testament und den Ehevertrag von der Frau Scheuer schicken würden, ja?
18:01Ja, super, dann faxen Sie es.
18:03Ja, danke, wiederhören.
18:05Ja, Herr Stadler, schön, dass Sie wieder Wohlbehalten bei uns in Rosenheim sind.
18:09Das freut mich auch sehr, Frau Stuckel.
18:11Ich habe extra für Sie einen Obatzen und frische Brezen gekauft und dazu gibt es einen frisch aufgebrühten Kaffee.
18:16Nein, also, ich glaube, ich fahre jetzt öfter in Urlaub.
18:20Herr Stadler, wie ist es Ihnen denn ergangen in den letzten Wochen?
18:24Ja, also, Frau Stockel, ich denke, so ein Kreuzfahrt wäre auch was für Sie.
18:28Die ganzen Pools und Decks und das, wie der uns ist.
18:31Ach, hören Sie auf, ich bin schon ganz neidisch.
18:33Und dann haben Sie die Reise auch noch gewonnen.
18:35Apropos.
18:39Deinen Sie kurz?
18:40Aha.
18:44Das habe ich Ihnen mitgebracht.
18:48Ach, danke, eine Muschel.
18:53Können Sie das Meer schon rauschen, Herr?
18:55Ja, ich habe auch die Arbeit raus, ich muss im Restaurant Mühlengrund anrufen.
19:01Aha.
19:02Äh, aha.
19:04Ähm, ist das dann die Ocean Flavor, ja?
19:07Nein, das ist jetzt im Speziellen die Sea Flavor.
19:11Die Ocean Flavor war im Souvenirshop gerade ausverkauft.
19:15Äh, warten Sie mal.
19:16Ja.
19:16So.
19:17Hier.
19:17Danke.
19:19So.
19:22Schauen Sie, die wäre ja noch viel länger gewesen.
19:25Also, mindestens einen Zentimeter länger war die.
19:28Da war noch Wetter.
19:30Und da, wenn Sie schauen, da, also da war jetzt bei uns nichts gewesen und unsere Kabine
19:35ist genau da gewesen, mit Balkon.
19:38Da?
19:38Der Balkon ging nach innen raus?
19:40Ja, direkt auf dem Pool.
19:41Also, herrliche Hansen, herrlich.
19:43Also, wer hätte das gedacht, nachdem Sie die Reise fast nicht antreten wollten?
19:47Was haben Sie sich geziert, mein Gott?
19:49Nein, Beinungen sind da, dass man sich ändert.
19:51Kein Länderspruch.
19:52Ja, da schauen Sie her, da hinten zum Beispiel.
19:55Also, bei dem anderen wäre jetzt da das American Restaurant gewesen.
20:01Eine Speiskarte habe ich da gehabt, Herr Hansen.
20:03Stecks, Portionen, dass Sie Tischplatten durchbauen.
20:06Und, mein Hilde, wenn ich jetzt die beispielsweise an Ihren Lieblingspool gewollt,
20:11hat es praktisch nur auf Deck 15 laufen müssen,
20:14dann da hinter über den Tennisplatz drüber,
20:16an der Joggingstrecke entlang und zack, war sie schon da.
20:19Also, ich sehe schon, am Bad hat es Ihnen nichts gefehlt.
20:21Hallo, Herr Moor.
20:22Hallo.
20:23An absolut überhaupt nichts.
20:26Ah, kleine Frage, haben Sie sich da nicht verlaufen?
20:29Ja, war ja alles dreisprachig ausgeschildert.
20:33Ah, nein.
20:34Und als Servicepersonal geschult, international hilfsbereit.
20:38Ja, ist klar.
20:39Ah, der Dings war da von wegen Personal, der Wiesinger, der Tchaka-Tchaka.
20:43Ja, gut, dann werden wir unseren Herrn Nachtport hier mal befragen.
20:47So, die KTU hat sich gemeldet,
20:49für die erste Auswertung vom Computer von der Toten wäre jetzt da.
20:53Hm.
20:55Hm.
20:55Aha.
20:56Ähm.
20:57Soll ich gehen?
20:58Das wäre nicht, Herr Moor.
20:59Danke.
21:00Ja, und dann habe ich noch probiert,
21:02im Restaurant Mühlengrund anzurufen.
21:04Da geht aber noch keiner hin,
21:05weil die erst am Spätnachmittag aufmachen.
21:07Folglich weiß ich auch nicht,
21:08welches Taxiunternehmen die Scheuers kontaktiert haben.
21:11Ja, schade.
21:11Danke, Frau Stockel.
21:12Bitte.
21:12Schmeckt's, gell, Herr Stadler?
21:14Hm.
21:17Ich arbeite jetzt schon seit 30 Jahren für die Scheuers.
21:20Der Senior hat mich damals eingestellt.
21:22Und nach seinem Tod
21:23ist dann die Antonia Scheuer ihre Chefin geworden.
21:26Ja,
21:27aber seitdem war der andere Wind im Hotel.
21:31Der Strenger, hä?
21:32Ja.
21:34Die war eiskalt, die Antonia.
21:36Alles hat's gestrichen.
21:37Gehaltserhöhungen, Urlaubs-, Weihnachtsgeld, alles.
21:40Die Kerstin, die war da ganz anders.
21:43Mei, die war allweil nett und gut drauf.
21:45Und weil ihr Chefin so gnickert war...
21:50Geizig.
21:51Aha.
21:53Und weil eben ihre Chefin so...
21:56Geizig.
21:57Gnickert war,
21:58haben sie sich einen kleinen Nebenverdienst ausgedacht.
22:03Ja,
22:04unser Kollege, der Herr Mohr,
22:05hat das für uns rausgefunden.
22:08Wie lang ging denn das schon so?
22:11Ja,
22:12seit
22:12zwei Jahren.
22:14Aber nur ab und zu, gell?
22:16Aber nur ab und zu, hm?
22:18Gestern Abend sind die Frau Scheuer
22:20aber auf die Schliche gekommen, richtig?
22:22Ja,
22:24die Gäste, die haben spätobens
22:26noch an der Rezeption angerufen,
22:27weil
22:28keine Handtücher nicht auf dem Zimmer waren.
22:31Ja, und
22:32die Antonia, die war ja noch da
22:33und
22:34die ist ans Telefon gegangen.
22:36Da hat sie mich ja sauber zusammengeputzt
22:37und gesagt, dass ich mit Konsequenzen rechnen muss.
22:42Und Sie haben Ihren Dienst ganz einfach weitergemacht?
22:46Ja,
22:46Freilich, ich lasse dir das Haus nicht im Stich.
22:49Herr Wiesinger,
22:50gestern Abend zwischen, sagen wir mal,
22:52halb zwölf und halb eins, wo waren Sie denn da?
22:55Ja, auf meinem Kontrollgang.
22:57Da schaue ich nach, dass der Hintereingang zu ist
22:59und in der Küche, dass jeder Herd aus ist
23:02und auch die Lichter.
23:04Und in der Zeit ist der Empfang besetzt?
23:07Ja,
23:07ich stelle halt eine Schüttel an die Rezeption hin
23:09und da steht drauf,
23:11dass sich die Gäste ein bisschen gedulden müssen.
23:14Na ja,
23:14die kommen ja auf meinem Rundgang
23:16immer wieder vorbei an der Rezeption.
23:19Wie lange sind wir denn da unterwegs?
23:22Ja,
23:22eine gute halbe Stunde
23:23und am Schluss,
23:25da war ich dann noch in der Lobby.
23:28Da waren die Lichter schon aus,
23:29aber ich habe dann noch geschaut,
23:31dass auch die Fenster zu sind.
23:33Jetzt ist Maria und Josef.
23:35Da ist ja die Antonia vielleicht schon dagegen.
23:38Gut.
23:43Entschuldigung,
23:43die Störung,
23:44es gab halt neue Informationen.
23:45Ja,
23:46das mache ich.
23:47Bitte.
23:49Die KTO,
23:50also der Fonzie,
23:51hat die letzte E-Mail ausgedruckt,
23:54die die Frau Scheuer
23:55auf ihrem Computer geschrieben hat.
23:56Auf dem ist da.
23:57Das ist schon sehr interessant.
24:00Das ist ja wirklich interessant.
24:02Gehen wir rein.
24:03Nein,
24:03ich muss ja zurück zum Fonzie.
24:04Ja?
24:05Ja.
24:09In Hamburg,
24:10wenn ich's doch sage.
24:12Soderle.
24:14Also,
24:15Ihre Chefin
24:16hat gestern am späten Abend
24:18eine Mail an Ihren Anwalt geschrieben.
24:20Ich zitiere wörtlich.
24:22Moment.
24:22Und daher bitte ich
24:24um einen schnellstmöglichen Termin
24:27in einer Personalangelegenheit.
24:30Es geht um Betrug
24:31und eine mögliche Klage
24:34gegen einen meiner Mitarbeiter.
24:36Punkt.
24:38Dann wollt mich die Antonia
24:40tatsächlich verklagen.
24:42Ach komm,
24:42sie hat Ihnen gegenüber
24:43nichts davon erwähnt.
24:45Nein.
24:45Und wenn doch?
24:46Und wenn's diesbezüglich
24:48zum Streit gekommen ist,
24:49was dann?
24:49Na nein,
24:50du siehst's aber nicht.
24:52Schauen Sie doch lieber
24:53die Familie mal genau an.
24:55Die Schwestern,
24:55die haben allweil schon
24:56Schwierigkeiten miteinander gehabt.
24:58Und jetzt,
24:59wo die Kerstin
24:59auf Besuch ist,
25:01und mei,
25:02da sind die Streitereien
25:03gleich wieder losgegangen.
25:05Aha.
25:06Interessant.
25:07Ja, anscheinend
25:08hat die Kerstin
25:09finanzielle Probleme.
25:11Boah, wissen Sie denn das?
25:13Ja mei,
25:13das hab ich zufällig mitgekriegt.
25:16Laut dem Testament
25:18Ihres Vaters
25:18haben Sie ein
25:19ansehnliches Aktienpaket geerbt
25:21und Ihre Schwester
25:22hat dafür die Hotels gekriegt.
25:24Ja.
25:25Er hat das so gewollt.
25:27Und ich hatte auch
25:28überhaupt kein Interesse
25:29in die Hotellerie einzusteigen.
25:31Aha.
25:32Dann sind Sie rüber nach Amerika
25:34und haben in ein paar Jahren
25:35Ihr gesamtes Erbe durchgebracht.
25:39Ich bin einem falschen Mann geraten.
25:40Ihm hab ich meine Situation
25:41zu verdanken.
25:43Jetzt sind Sie pleite.
25:46Moment.
25:47Entschuldigung,
25:47habt Sie einen Moment?
25:48Herr Hansen.
25:51Und jetzt wollen Sie,
25:52dass Ihnen Ihre Schwester aushilft.
25:54Deswegen sind Sie aus Amerika
25:55zurückgekommen.
25:58Ich wollte einfach nur,
25:59dass Sie mir ein bisschen
25:59Geld leiht,
26:00Übergangsweise.
26:01Ich meine,
26:01Sie ist ja immerhin
26:02meine Schwester.
26:04Aber Sie ist still geblieben.
26:06Frau Scheuer,
26:07Sie sind ja gar nicht,
26:07wie Sie mir gesagt haben,
26:08erst weit nach Mitternacht
26:09ins Hotel zurückgekehrt,
26:11sondern um genau
26:1123.32 Uhr.
26:14Unsere liebe Frau Stockler,
26:15Ihre Fahrt
26:15bei dem Taxiunternehmen
26:17gecheckt.
26:19Ich hab Antonia
26:20nicht umgebracht.
26:21Aha.
26:22Also wir machen das jetzt so,
26:24wir schicken unsere KTU
26:25zu Ihrem Zimmer,
26:26ins Hotel,
26:27und wenn Sie da irgendwas finden,
26:28was Ihrer Aussage widerspricht,
26:29dann sieht das ganz schlecht
26:31für Sie aus.
26:31Den Ordner mit
26:32Getankt-Belägen brauchst du.
26:34Genau,
26:35der Herr Seid braucht
26:35die Kostenaufstellung
26:36in den Dienstfahrzeugen.
26:37Bitte.
26:38Danke.
26:39Michi, Herr Stadler,
26:40wie war Ihre Karinikreise?
26:41Super.
26:42Cool.
26:44Wo sind die schon wieder?
26:45Das sind viele schöne Sachen
26:47aus der KTU.
26:49Also Bilanzen
26:50und Vorbestellungen
26:51für die Restaurants,
26:52für alle vier Hotelle
26:53und Abrechnungen.
26:55Gut, dann noch
26:56erfolgreiche Ermittlungen.
26:57Warte mal,
26:58warte mal,
26:58warte mal,
26:58warte mal,
26:59Andy.
27:00Mein Freund,
27:00könntest du mir das
27:01vielleicht mal ansehen?
27:02Ich hab heute leider
27:03überhaupt keine Zeit.
27:04Abgemacht,
27:05bis morgen reicht uns auch.
27:06Nee,
27:07aber ich weiß ja gar nicht,
27:07ob ich morgen...
27:08Obstmängel aber
27:09zum Surfengänger.
27:10Ja, genau.
27:11Da kann ich dich beruhigen,
27:12ich wollte eigentlich
27:12morgen segeln gehen,
27:13aber da soll absolute
27:14Flaute herrschen.
27:15Als wenn du das weißt.
27:17Er weiß.
27:19Ja, okay,
27:19aber nicht sofort,
27:20ja?
27:22Besten Dank
27:22im Voraus.
27:23Danke dir.
27:24Das war's gut
27:24bei Herrn Stadler.
27:25Das hab ich nicht gehört.
27:31Ja, also unser
27:32erster Tag
27:32ist doch
27:33wie im Flug
27:33vergangen.
27:35Ach,
27:35Herr Stadler,
27:37wieder zurück aus dem Urlaub,
27:38wie war's?
27:39Grüß Gott,
27:39Herr Achtziger.
27:40Sehr schön
27:41und jetzt freuen wir uns
27:42auf unseren ersten
27:42Feierabend.
27:43Schön.
27:43Ja,
27:44ich serviere nämlich
27:44dem Herrn Stadler
27:45gleich ein Begrüßungsessen.
27:47Ja,
27:47ich hab noch einiges
27:48zu tun.
27:48Meine Herren,
27:49Frau Hofer,
27:50Wiedersehen.
27:50Ich dachte,
27:51Sie begleiten mich
27:51noch ins Times,
27:52können erzählen was.
27:53Ja,
27:53tut mir leid,
27:54Herr Hansen,
27:55aber gegen den
27:55Krustenbraten
27:56von der Frau Hofer
27:57kommt der Herr Kasper
27:57nicht ab.
27:58Aber auf dem Weg
27:59zum Auto
27:59erzähl ich Ihnen
28:00noch ein bisschen
28:00was aus der Karibik.
28:02Wenigstens etwas.
28:03Schönen Feierabend,
28:04Frau Hofer.
28:04Tito?
28:05Bis gleich.
28:06Ja.
28:11Stock ich.
28:13Ja?
28:16Frau Hofer,
28:17jetzt kann ich Ihnen
28:18überhaupt keinen Kaffee
28:18mehr anbieten.
28:19Das macht gar nichts.
28:20Ich erwarte sowieso
28:20gleich Herrn Stadler
28:21auf dem Hof zum Essen.
28:22Ich wollte eigentlich
28:23nur kurz Hallo sagen.
28:24Haben Sie die auch
28:25von ihm?
28:26Ja.
28:27Kleiner Gruß
28:27aus der Karibik.
28:28Äh,
28:29von wegen,
28:30da schauen Sie.
28:32Made in China.
28:34Danke.
28:35Ja.
28:35Und ich habe mir gedacht,
28:36der Stadler war am Strand
28:37Muscheln sammeln
28:38und hat dabei an uns gedacht.
28:39Pfiffkas.
28:40Der wird vor lauter Aktivitäten
28:41für sowas überhaupt
28:42keine Zeit gehabt haben.
28:43Aber der war,
28:44was der alles unternommen hat.
28:45Unglaublich.
28:45Tauchen war der sogar.
28:48Der Stadler war tauchen?
28:50Also ich hätte ja Angst
28:51vor Heiden.
28:51Frau Stockl,
28:52an der Küste gibt es doch keine.
28:54Das sagen Sie.
28:55Er sagt er.
28:56Achso.
28:57Ja, ehrlich,
28:59glauben Sie mir es,
29:00an Bord gab es
29:01eine schwebende Bad.
29:02Da bist du eingestiegen,
29:03hast du einen Cocktail gestellt
29:04und dann ist das Drum
29:05bis auf Deck 10
29:07aufgefahren,
29:07wie ein Raumschiff.
29:08Also das Leben an Bord
29:09war schon mal perfekt.
29:10Ja, absolut.
29:11Ja.
29:11Und die Inseln,
29:13haben Sie nicht
29:13auf Curaçao angelegt?
29:15Doch, in Dings,
29:16in Wilhelmstadt.
29:18Wilhelmstadt,
29:19da war ich vor ein paar Jahren.
29:20Tolles Segelgebiet.
29:21Und vom Schiff aus
29:22hat man da wunderbar
29:23in die Altstadt weigesehen.
29:24Sehr schön.
29:25Die haben sich doch
29:25bestimmt angesehen.
29:27Nein, da war doch
29:27überhaupt keine Zeit.
29:29Tilde war am Morgen
29:30bei ihrem Pilates-Kurs,
29:31danach hat sie sich
29:32bei der Kosmetikerin angemeldet
29:34und ich war ja am Nachmittag
29:36beim Pokerturnier im Casino
29:37und am nächsten Tag
29:38in der Früh
29:38ist da sowieso gleich
29:39wieder weitergegangen.
29:40Das heißt,
29:41Sie haben am Hafen
29:41keinen Fisch gegessen
29:42oder einen von diesen
29:43leckeren Fruchtsäften probiert,
29:44die ist dann jeder
29:45Straßenecke gegeben.
29:46Ja, aber warum denn,
29:47Herr Hansen?
29:48Wir hatten doch alles an Bord.
29:49Gut, auf welche Inseln
29:50haben Sie denn Ausflüge gemacht?
29:52Ja, auf keine.
29:53Das haben wir
29:54die anderen überlassen.
29:55Das heißt,
29:56Sie haben sich nichts angesehen?
29:57Doch, alles.
29:58In 3D und Dolby Surround.
30:00Zu jedem Landausflug
30:01gab es nämlich
30:02eine Multimedia-Show
30:03im Bordkino.
30:04Da waren wir ja noch
30:05viel näher dran
30:06als das Original.
30:073D?
30:08Ja.
30:09Und einen fränkischen Metzger
30:10haben die gehabt.
30:11Bratwürste zum Niedergehen.
30:13Ja gut,
30:14der Leberkaser hat nichts getaucht.
30:15Aber dafür war er halal.
30:20Ah, ha, ha, ha.
30:22Kräuterpitter wollen schon.
30:23Also nach diesem
30:24hervorragenden Abendessen
30:26sag ich nicht nein.
30:27Also Frau Hofer
30:28hätt's nicht bemöglich
30:29gehalten,
30:29aber selbst der Rum
30:30hat mir auf unserer
30:31Kreuzfahrt geschmeckt.
30:32Ja, dafür ist die Karibik bekannt.
30:35Haben Sie gewusst,
30:37die älteste Distillerie der Welt,
30:39die ist ja auf Barbados.
30:41Dazu gab's
30:42eine exklusive Verkostung.
30:45Prost.
30:50Was haben Sie denn sonst
30:51so alles erlebt?
30:52Diese Städtchen in der Karibik,
30:54die schauen auf den Bildern
30:55immer so was von entzückend aus.
30:57Alles so schön bunt
30:58und die Landschaft.
31:00Ja, und Wasserfälle
31:01haben die da, Frau Hofer,
31:02Wasserfälle,
31:03die sind direkt im Dschungel
31:05versteckt.
31:05Also kann man bahnen,
31:06wenn man mag.
31:07Also wie Partys.
31:08Jetzt warten Sie,
31:09sobald er da ist.
31:10Das ist jetzt beispielsweise
31:12der Lamina-Wasserfall
31:15von Puerto Rico.
31:17Die Ingenieure von der Ocean Flavor
31:20haben sich da Inspiration genommen,
31:23wie sie den Pool
31:24auf Deck 15 plant haben.
31:29Was willst du denn
31:30vom Stadler erwarten?
31:31Dass es jetzt noch
31:32globetrotter wird?
31:33Das nicht gerade, aber...
31:35Servus.
31:36Abend.
31:37Grüß dich.
31:38John, machst du mit
31:38einen Chardonnay
31:39und einen Times Square Salat?
31:41Kommt sofort.
31:42Moment, Moment, Moment.
31:44Hast du überhaupt schon
31:44einen Blick in die Bilanzen
31:45vom Hotel Scheuer geworfen?
31:47Nein, aber das
31:48hebe ich mir als besonderes
31:49Highlight für den Feierabend auf.
31:51Dann ist der Salat
31:52eher zum Mitnehmen, oder?
31:53Das gefällt mir.
31:54Ja, träumt weiter.
31:56Wo ist eigentlich
31:57dein Kollege?
31:58Der Herr Stadler.
32:00Ja, ich habe gedacht,
32:01der erzählt ein bisschen
32:01was von seiner Urlaubsreise.
32:03Ja, der hat gerade
32:04Erzählstunde
32:04über Frau Hofer.
32:05Über das spannende
32:06Leben an Bord.
32:07Na ja, ein bisschen was
32:08wird er schon erlebt haben
32:09bei der Reiseroute.
32:21Dann haben Sie sich also
32:22den Krustendingsbraten
32:24bei der Frau Hofer
32:25schmecken lassen, ne?
32:25Ein Gedicht, ja, Hans.
32:26Und wir sind noch
32:27beieinander gesessen
32:28und haben ein bisschen verzeiht.
32:29Von Ihrem aufregenden
32:30Leben an Bord, ne?
32:31Das weiß ich, Andi.
32:33Morgen, Andi.
32:34Morgen.
32:35Moin, moin, Andi.
32:36Sag mal, hast du schon
32:37was für uns?
32:39Äh, ja, genau deswegen
32:40bin ich da.
32:42Einen Moment dauert's noch,
32:43aber bisher ist die
32:44Buchhaltung tiptop.
32:45Na gut, dann warten wir noch.
32:47Aber mach dir ruhig
32:48erst mal einen Kaffee.
32:49Ja.
32:53Der Herr Stadler ist
32:54schon ein komischer Vogel.
32:56Warum?
32:57Naja, der fährt ja
32:58zwei Wochen an die
32:58schönsten Flecken der Erde
32:59und war nicht mal von Bord.
33:01Geh.
33:02Der Herr Stadler,
33:02der hat ganz viel erlebt.
33:04Der hat sogar solche
33:05Adventure-Tours mitgemacht.
33:06Naja, der Sven hat mir erzählt,
33:07dass er kein einziges
33:08so eine Adventure-Dings
33:10gemacht hat.
33:11Krass, Herr Schmidt.
33:12Bis später.
33:14Hey, Andi.
33:14Grüß, Andi.
33:15Moin, Stuhl.
33:16Lass du einen Kaffee?
33:18Selbstverständlich.
33:18Weißt du, was der
33:19gerade verzeiht hat?
33:19Der hat gesagt, der Stadler
33:20hätte kein einziges Mal
33:21das Schiff verlassen.
33:22Ah, schon ordentlich,
33:23glaube ich nicht.
33:24Das habe ich ihm auch gesagt.
33:27Fohren Sie?
33:28Ja.
33:29Ja.
33:31Mach ich.
33:31Für die Servus.
33:33Du sollst in die KTU kommen.
33:35Na, dann machen wir das.
33:37Ja.
33:40Grüß Gott.
33:41Grüß Gott.
33:42Bitteschön.
33:42Danke.
33:43Morgen, Weber.
33:44Ich wollte gerne
33:44die Kommissare Stadler
33:45und Hansen sprechen.
33:46Kleinen Moment, bitte.
33:53Ein Herr Weber wäre dort.
33:55Was?
33:56Wer?
33:56Ein Herr Weber.
33:58Ah.
33:58Herr Weber, bitte.
34:00Herr Weber.
34:01Danke.
34:03Morgen.
34:03Ja.
34:04Ich wollte nur meine
34:05Orten abholen.
34:06Sie hatten mir ja zugesagt,
34:06dass ich die zurückbekomme.
34:07Ja, die sind leider noch nicht freigegeben.
34:10Aber gut, dass Sie da sind.
34:11Wir hatten da nämlich eine Frage.
34:13Folgendes.
34:14Der Herr Scheuer und seine Schwägerin
34:16sind vorgestern Abend
34:17gegen halb zwölf
34:18ins Hotel zurückgekommen.
34:20Da waren Sie ja noch da, ne?
34:22Ja.
34:24Jetzt mal ehrlich.
34:26Sie haben die beiden
34:26wirklich nicht gesehen?
34:30Doch.
34:34Ich kam aus dem Lager zurück.
34:36Da stand Herr Scheuer
34:37mit seiner Frau im Restaurant.
34:39Die beiden haben gestritten.
34:41Aha.
34:42Worum ging es da?
34:43Frau Scheuer wusste,
34:44dass ihr Mann
34:44zu ihrer Schwester
34:45aufs Zimmer wollte.
34:46Von Scheidung war die Rede.
34:48Der Herr Scheuer
34:48hat eine Affäre
34:49mit seiner Schwägerin.
34:52Was ist dann passiert?
34:54Ich wollte mir das
34:54nicht länger anhören
34:55und bin durch den Hinterungsgang gegangen.
34:57Nach Hause gefahren.
34:59Warum haben Sie das
35:00nicht gleich erzählt?
35:03Wer schwärzt schon gerne
35:04seinen Chef an?
35:05Steuern seiner Vorfrau, Hofer.
35:07Und dann hat der Andi behauptet,
35:09dass der Stadler
35:09kein einziges Mal
35:11vom Schiff runtergegangen ist.
35:13Krampf.
35:14Der hat mir doch gestern
35:15noch den ganzen Abend
35:16von seiner Reise erzählt.
35:17Da muss der Lorenz
35:18was gründlich missverstanden haben.
35:21Wissen Sie was?
35:22Ich habe nachher
35:22eh einen Termin in der Stadt.
35:23Da komme ich einfach
35:24schnell auf einen Kaffee vorbei
35:25und dann schauen wir uns
35:26die Reiseroute
35:26nochmal in aller Ruhe an.
35:28Passt?
35:29Ja, das passt.
35:30Wiederschauen.
35:31Wiederschauen.
35:31Wiedersehen.
35:32Ah, schon will ich.
35:33Grüß Sie.
35:34Wunderbare Neuigkeiten.
35:35Der Fonser hat die Auswertung
35:36von der Untersuchung
35:37vom Zimmer
35:37von der Kerstin Scheuer.
35:39Bin du schön.
35:40Hm?
35:41Hm?
35:45Ja, ich war vor gestern Abend
35:47noch bei der Kerstin
35:48auf dem Zimmer.
35:49Ich habe sogar bei ihr geschlafen.
35:51Also hat es in ihrer Ehe
35:52doch nicht so rosig ausgeschaut.
35:54Mein Gott.
35:55Das hatte doch mit der Antonia
35:56nichts zu tun.
35:57Das ist einfach so passiert.
36:01Und warum haben Sie uns
36:02das nicht gleich gesagt?
36:03Weil mein Privatleben
36:05sich nichts angeht.
36:06Und für die Aufklärung
36:07des Mordes irrelevant ist?
36:09Darum sollten Sie sich
36:10lieber kümmern.
36:11Ach so.
36:12Ganz eine bescheidene Frage,
36:13wo Sie glauben sind,
36:14was ich jetzt gerade
36:15im Moment tue,
36:16Herr Scheuer.
36:17Frau Scheuer,
36:18war das seine Idee,
36:19uns zu verschweigen,
36:19dass er in der Nacht
36:20bei Ihnen war?
36:21Nein.
36:22Wir hätten es beide
36:23für das Beste
36:24Ihnen nichts davon zu erzählen.
36:27Um sich nicht
36:28verdächtig zu machen.
36:29Oder wie?
36:31Können Sie es nicht verstehen?
36:33Ich komme noch
36:34so lange Zeit hierher zurück,
36:35obwohl Antonia und ich
36:36total zerstritten waren.
36:37Bernd und ich,
36:38wir verstehen uns
36:40auf Annie besser,
36:40als es ihr lieb ist.
36:41Und am nächsten Morgen
36:42wird sie dann
36:43ermordet aufgefunden.
36:46Verstehen tue ich das schon.
36:47Aber Sie müssen auch verstehen,
36:48dass da für uns
36:49ein Zusammenhang bestehen könnte.
36:53Dem ist aber nicht so.
36:56Sagen Sie mal,
36:57nachdem Ihr Schwager
36:58mit auf Ihr Zimmer gekommen ist,
36:59ist er da
37:00die ganze Nacht geblieben.
37:02Ja.
37:03Ja?
37:04Wie kam dann
37:05die Champagnerflasche
37:06auf Ihr Zimmer,
37:07die in der Weinkühlung
37:07im Restaurant gefehlt hat?
37:10Jetzt geben Sie es
37:11doch zu,
37:12Herr Scheuer.
37:13Sie sind,
37:14nachdem Sie aus der Stadt
37:15zurück waren,
37:16noch ins Restaurant gegangen.
37:17Das ist doch eine Unterstellung.
37:20Herr Scheuer,
37:21es hat eine Flasche
37:22Champagner gefehlt
37:24und wir haben Ihre
37:25Fingerabdrücke am Griff
37:26von der Weinkühlung gefunden.
37:28Vielleicht weil ich da arbeite?
37:29Ich bin hier der Chef.
37:31Haben Sie das schon gehört?
37:33Was denn?
37:33Der Stadler hat angeblich
37:35während seiner Kreuzfahrt
37:36nicht ein einziges Mal
37:37das Schiff verlassen.
37:39Na und?
37:41Also wenn ich so
37:42ein Karibikkreuzfahrt
37:43gewinnert hat,
37:44ich darf jeden Ausflug
37:45mitmachen.
37:47Ja, vielleicht ist der Stadler
37:48einfach nicht so
37:49abenteuerlustig wie Sie.
37:51Sven, ich bin mit
37:52den Hotelordnern durch.
37:53Ich habe den Fall gelöst.
37:55Was?
37:55Ich habe gerade verstanden,
37:56du hast den Fall gelöst.
37:57Hä?
37:58Ja, und wenn ihr wissen wollt...
37:59Bitte?
38:00Sven.
38:00Herr Lorenz.
38:02Ja, wenn du wissen willst
38:03wie, dann müsst ihr herkommen.
38:04Aha.
38:05Wohin?
38:05In meinem Büro.
38:06Gut, dann bis gleich.
38:08Die gleichen hat es
38:09in Vielfalt gegeben.
38:11Obst.
38:12Wie ist das?
38:17Ich habe mal
38:18die Preise
38:18auf den Internetseiten
38:19der Winzer
38:20mit denen verglichen,
38:21die Herr Weber
38:21mit Frau Scheuer
38:22abgerechnet hat.
38:23Hier.
38:24Das ist ja
38:25mehr als das Doppelte.
38:28Dann war die Mail,
38:29die die Frau Scheuer
38:31an den Rechtsanwalt geschrieben hat,
38:33nicht wegen Wiesinger,
38:33sondern wegen Weber.
38:35Ja?
38:36Hast du ja tatsächlich
38:37was rausgefunden?
38:38Dass uns das für nichts
38:39für Gewohnheit wird, gell?
38:42Ja, ja.
38:43Da, schauen Sie.
38:44Ausflug zur ältesten
38:46Destillerie der Welt
38:47inklusive Verkostung.
38:49Von genau der
38:49hat der Stadler mir
38:50gestern erzählt.
38:51Und wie gut
38:51der rumgeschmeckt hat.
38:53Ja, ich weiß auch nicht,
38:54warum der Andi
38:54und der Hansen
38:55so etwas behaupten.
38:56Und von dem Wasserfall
38:57auf Puerto Rico,
38:58der war ja besonders begeistert,
38:59wie er mitten im Urwald
39:01mit seiner Frau
39:02schwimmen war.
39:03Aber Puerto Rico
39:04liegt überhaupt nicht
39:05auf der Route.
39:06Schauen Sie,
39:07das ist die Seite,
39:08wo alle Inseln
39:09aufgelistet sind,
39:10wo der Stadler angelegt hat,
39:11also beziehungsweise
39:11das Schiff.
39:13Tatsache,
39:14ist nicht drauf.
39:16Wenn uns der Stadler
39:17hat uns angeschmiert.
39:18Ja, die Frau Hofer.
39:20Ah, Herr Stadler,
39:21Herr Stadler,
39:22Sie,
39:22die Frau Stockl und ich
39:24haben gerade
39:24über Ihre Reise geredet.
39:26Sie haben mir doch erzählt,
39:27dass Sie an diesem tollen
39:29Wasserfall
39:29auf Puerto Rico waren.
39:31Ja, Herr Stadler,
39:32waren Sie doch an Land?
39:34Nein, nein,
39:34da haben Sie jetzt
39:35was falsch verstanden.
39:36Der Wasserfall
39:37auf Deck 15
39:39war so wie der
39:40auf Puerto Rico.
39:41Da haben wir ja
39:42gar nicht angelegt.
39:43Schauen Sie, Frau Hofer.
39:45Aber den Ausflug
39:46zu dieser Destillerie
39:48auf Barbados,
39:49den haben Sie doch gemacht,
39:50oder?
39:50Und zu den Traumstränden
39:51auf Grenada
39:52und zu den Fischen.
39:54Danke, Frau Hofer.
39:55Wir bringen keine
39:55zehn Pferdl ins Meer.
39:57Und außerdem,
39:58der Rum an Bord
39:59hat ja sowieso
39:59viel besser geschmeckt
40:00als wir dort.
40:01Das haben die
40:01vom Servicepersonal
40:03selbst gesagt.
40:04Das heißt,
40:05Sie waren kein einziges
40:06Mal von Bord?
40:07Nein, wenn die anderen
40:09auf Erlebnistour gegangen sind,
40:10glauben sie gar nicht,
40:11was das für eine
40:11himmlische Ruhe an Bord war.
40:13Dann wundert Sie mich nicht,
40:14dass die Muschel
40:15nicht original sind.
40:16Frau Stockel,
40:17wo kommt man denn da hin,
40:18wenn jeder Tourist
40:19da am Strand
40:20seine eigenen Muscheln
40:21zusammenklammert hat?
40:22Dann wären nämlich
40:23die karibischen Strände
40:24gar nicht mehr so karibisch.
40:25Richtig.
40:26Und außerdem wollte ich
40:27mit dem Zoll
40:28nicht in Konflikt kommen,
40:29von wegen Artenschutz
40:30und so weiter.
40:32Da haben Sie auch
40:32wieder recht.
40:34Auf die Herren!
40:35Auf arbeiten!
40:36Der Weber ist da!
40:39Ja, die hat der Herr Stadler
40:41mitgebracht.
40:45Da herrscht wirklich
40:46das Meerraschen.
40:47Ja, das Chinesische.
40:50Ja, Herr Weber,
40:51Sie haben ja den Wein
40:53beim Winzer
40:54äußerst günstig erworben.
40:56Und dann aber viel teurer
40:58mit der Scheuer Hotelgruppe
40:59verrechnet.
41:02Das Gehalt,
41:03das die Frau Scheuer
41:03mir gezahlt hat,
41:04davon konnte man doch
41:05nicht leben und nicht sterben.
41:06Oh.
41:08Und sich keinen so schicken
41:09Sportwagen leisten können,
41:10wie er entfährt.
41:12eine Runde Mitleid.
41:15Die Frau Scheuer
41:16ist Ihnen dahinter gekommen.
41:17Sie hat nämlich noch
41:18am selben Abend
41:19eine E-Mail
41:20an ihren Rechtsanwalt
41:21geschrieben.
41:23Es ging um
41:24fristlose Kündigung,
41:26Betrug,
41:28Klage
41:29gegen Sie.
41:32Nachdem jemand
41:32das Restaurant verlassen hat,
41:34hat sie es mir gesagt.
41:36Aber ich wollte Sie nicht umbringen,
41:38das war perfekt.
41:39Perfekt.
41:41Herr Weber,
41:42Sie sind vorläufig festgenommen,
41:43wegen des dringenden
41:44Tatverdachts
41:44Antonia Scheuer
41:45ermordet zu haben.
41:49Gummis.
42:04Und jetzt?
42:06Planen die Stadlers
42:07schon ihre Mittelmeerkreuzfahrt?
42:08Also mich persönlich
42:10wird ja mehr
42:10die Ostsee-Rundreise
42:12interessieren.
42:14Ostsee,
42:14Mittelmeerkreuzfahrt,
42:16Hauptsache das
42:16Bordprogramm stimmt.
42:18Da haben Sie wieder recht.
42:19Geht.

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