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  • vor 2 Tagen

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🎈
Spaß
Transkript
00:01Anna, muss denn heute alles schief gehen, glaubst du das?
00:09Hofer.
00:10Frau Hofer, Stockler am Apparat.
00:12Ich wollte vom 80er aus fragen, ob es dabei bleibt,
00:15dass Sie vor der Stadtratssitzung noch bei ihm im Büro vorbeischauen.
00:18Ja, ja, freilich. Normal wäre ich schon längst auf dem Weg.
00:21Aber zuerst ist mir die Malkmaschine kaputt gegangen,
00:23dann hat die Duschen gesprungen und gerade ist mir auch noch mal Taschen gerissen.
00:27Keine Ahnung, was da heute los ist.
00:28Das ist der rückläufige Merkur.
00:31Der wer?
00:32Ja, astrologisch gesehen, der rückläufige Merkur.
00:35Da passieren lauter so komische Sachen.
00:37Geh, Frau Stockl, wo haben Sie denn den Krampf her?
00:39Das steht in der Zeitung und dass man an diesen Tagen besonders vorsichtig sein soll.
00:43Sieh, solange ich nicht rückwärts laufe, der wird eigentlich nichts schief gehen, gell?
00:47Wiederhören.
00:48Wiederhören. Rückläufiger Merkur, so ein Schmarrn.
00:53Wenn Rainer denkt, dass er so mit mir umspringen kann, dann hat er sich echt geschnitten.
00:57Und das alles nur wegen seiner blöden Eifersucht.
00:59Aber diesmal ist es endgültig aus, ich schwör's.
01:02Jetzt hör doch mal auf so zu grummeln, so spät war es doch gestern auch nicht, als ich gekommen bin.
01:07Es soll Menschen geben, die nachts um halb eins schon im Bett liegen.
01:10Ich kann doch auch nicht dafür, dass die Züge zwischen München und Rosenheim so komische Abfahrtszeiten haben.
01:14Sophie, es hätte mich auch sehr gewundert, wenn du zufällig mal pünktlich gewesen wärst.
01:17Hallo? Ich mach grad eine schwer emotionale Krise durch, da kann ich doch nicht auch noch...
01:20Bitte steig einfach ein, sonst krieg ich nämlich die Krise.
01:31Ah, Frau Grasecker, haben Sie zufällig ein Einschreiben für den Herrn Achtziger dabei?
01:34Mir ist noch nix untergekommen.
01:38Was anderes, Frau Stock, haben Sie das schon mitgekriegt, dass bei dem Gering und der Frau May geschnackelt hat?
01:44Liebestechnisch.
01:45Geh, der Gering steht doch nicht auf eine kleine Rosenheimer Pathologin.
01:49Der will zum BKA, der hat Psychologie studiert.
01:52Also wenn zwischen denen zwei nix läuft, dann weiß ich wirklich nimmer.
01:55So oft, wie der bei derer drunten in der Pathologie ist.
01:58Der nimmt halt seine Ermittlungen sehr genau, pfeilermäßig eben.
02:01und miteinander rumgang, als jetzt gestern auf die Nacht.
02:05Die May und der Gering, wenn ich es einer sag,
02:09puh, werden die stinkt, wo die Liebe hinfällt.
02:18Ja, aber der Rainer provoziert mich halt auch immer so mit seiner Eifersucht.
02:21Und Vertrauen ist doch die Basis von jeder Beziehung, oder nicht?
02:23Ja? Möchtest du meinen brüderlichen Rat hören?
02:25Ja, Rainer weiß einfach nicht, was er an mir hat. Das meint, die Wandern nämlich auch.
02:29Wer ist Wandern?
02:30Es ist die, mit der ich Schmuck mache.
02:31Was ist denn aus Susanne und eurer Töpferei geworden?
02:33Das ist doch schon ewig her.
02:35Und außerdem ist Keramik sowas von out, damit kann man echt kein Geld mehr machen.
02:38Auf jeden Fall hat Wanda gesagt, dass...
02:39Ich dachte, euer Laden lief nicht schlecht.
02:42Schon, aber...
02:44Töpfern ist einfach nicht so mein Singen.
02:45Mit dem Schmuck kann ich meine Kreativität so richtig ausleben, verstehst du?
02:49Entschuldige, aber das kommt mir irgendwie bekannt vor.
02:51So, einen Cappuccino mit extra viel Schaum.
02:54Danke, bitte.
02:55Und ein Espresso.
02:57Danke.
02:58Darfst du es wissen, was denn?
02:59Äh, ja, ähm...
03:00Vielleicht ein romantisches Frühstück für zwei?
03:03Mit einem Schlückerl Prosecco?
03:05Danke, aber ich bin ja praktisch schon im Dienst.
03:06Mein Bruder hat's nicht so mit der Romantik.
03:09Ein Bruder?
03:10Äh, ja, darf ich vorstellen?
03:11Das ist meine Schwester Sophie Schachner.
03:13Ach, das ist ja eine schöne Überraschung.
03:15Ja, Überraschungen sind Sophies Spezialität.
03:25Das ist Arno.
03:30Was treibt denn der da so lang zerfix?
03:47Sie, entschuldigen's bitte.
03:49Mir pressiert's ein bisserl.
03:50Was meinen's denn, wie lang's nur brauchen, Titten?
03:53Hallo?
03:56Hallo?
03:56Ja, das ist eine Variante.
03:59Also...
03:59Ja?
04:02Stockl, ist es nicht ein wunderschöner Tag heute?
04:05Für dich scheint es ja ein besonders wunderschöner Tag zu sein.
04:08Ja, ich hab gestern so einen Lauf gehabt beim Schafkopf und deswegen gibt es heute eine Gewinnbeteiligung.
04:14Frische Butterbrezen vom Breininger.
04:17Wow!
04:17Ja?
04:19Morgen.
04:19Guten Morgen, Frau Dana, es gibt Butterbrezen vom Breininger.
04:23Ach, nein, danke, ich hab schon gefrühstückt.
04:26Ist der Herr Gehring noch nicht da?
04:27Der Herr Gehring wird wahrscheinlich in der Pathologie sein bei der Frau May, da liegt nämlich Liebe in der Luft.
04:32Sehr netter, der Herr Gehring.
04:34Ja, aber wundern dort mit ist schon, die hat ja nicht einmal einen Doktortitel.
04:37Hi, bei Hosenheim-Apparat Stockl, grüß Gott.
04:39Frau Stockl, eben.
04:40Frau Hofer, der Herr 80er wird gern wissen, wie lang die noch brauchen.
04:44Ja, das könnte jetzt noch eine Zeit dauern.
04:46An mir ist nämlich auf dem Weg ein Leich dazwischengekommen.
04:49Stellen Sie es Ihnen vor.
04:51Was, Sie haben ein Leich gefunden?
04:52Ja, tot ein Paketbote, furchtbar, in der Birkenwaldstraße.
04:56Alles klar, ich schicke die Kollegen vorbei.
04:58Mei, und geben Sie doch bitte am Herrn 80er Bescheid.
05:00Zu der Stadtratssitzung werde ich ein Saubertspeck kommen.
05:03Ein Kreis ist das heute.
05:04Ich hab's Ihnen gesagt, der rückläufige Mehrkur, aber machen Sie Ihnen keinen Kopf.
05:08Ich regle das alles.
05:09Wiederhören.
05:10Dankeschön.
05:11Mehrkur, Mehrkur.
05:13So, es gab eine Leiche, und zwar in der Birkenwaldstraße, und die Frau Hofer wagt schon.
05:17Tja, da wird es jetzt eine Butterbrezel drücken.
05:20Ähm, was ist denn mit dem Dienstwagen?
05:21Den Dienstwagen hat der Gehring gestern gehabt.
05:24Ich probier's gleich in der Pathologie.
05:28Geht keiner hin.
05:29Komisch.
05:31Wo sind die zwei?
05:32Mei, vielleicht machen die gerade zusammen ihren Doktortitel.
05:40Frau Stöckl, was hatten Sie denn, Frau?
05:43Frau Grasecker, eine Frage.
05:45Sind die Frau May und der Herr Gehring schon da, weil in der Pathologie sind sie nicht?
05:48Die sind bestimmt noch miteinander beim Frühstücken.
05:51Frisch verliebte halt.
05:52Am Anfang ist das ja alles so romantisch.
05:54Mei, ich weiß das nur so gut, wie ich das erste Mal mit mir...
05:56Frau Grasecker, ich hab zu tun.
05:58Wir haben eine Leiche, und ich hab keinen Sinn für Romantik momentan.
06:01Wiederhören.
06:04Mei, Frau Marie, jetzt stolpert man's ja nur über Leiche.
06:08Ah, Frau, ist es ja nicht.
06:09Frau Hofer, geht's Ihnen einigermaßen?
06:11Ja, passt schon.
06:13Ja, höchste Zeit, dass Sie endlich gekommen sind.
06:15Ja, bitte?
06:15Ja, dass in dieser Gegend jemand auf offener Straße erschossen wird.
06:18Entschuldigung, was machen Sie denn bitte hinter der Absperrung?
06:21Und woher wollen Sie wissen, dass wer erschossen worden ist, Herr...
06:23Baumgartner, Georg Baumgartner.
06:25Mir gehört das Haus gegenüber Nummer vier.
06:27Ich war im Arbeitszimmer, als ich den Schuss gehört hab.
06:29Aha, und wann war das bitte?
06:31Na, so gegen acht. Ich hab noch gedacht, das ist eine Fehlzündung.
06:33Ja, rechnet ja kein Mensch damit, das hier geschossen hat.
06:36Haben Sie zufällig das Opfer näher gekannt?
06:39Ja, flüchtig. Er war ja nicht nur Paketbote, sondern hat ja noch jeden Morgen die Zeitung gebracht.
06:43Also, an Ihrer Stelle würde ich mich mal mit der Frau Brunner unterhalten.
06:47Hier, Nummer zwei.
06:49Warum?
06:50Ja, der Paketbote war auffallend oft bei ihr.
06:54Vor allen Dingen dann, wenn Ihr Mann nicht zu Hause war.
06:56Ich weiß, das geht mich jetzt nichts an, aber...
06:59Gut, danke, Herr Baumgartner.
07:01Ja.
07:02Wir kommen eventuell später nochmal auf Sie zu.
07:04Aber bis dahin dürfen Sie gern wieder in Ihr Haus zurückgehen.
07:06Ja, kein Problem. Ich hab eh die Möbelpacker im Haus.
07:09Gut, Dankeschön, ja.
07:10Wiederschön.
07:10Herr Mohr.
07:11Ja, bitte.
07:12Äh, kann's sein, dass Ihnen bei Ihrer Befragung eine Frau Brunner unterkommen ist?
07:16Ja, freilich, die Frau Brunner, die hab ich heimgeschickt, zwecks Beruhigung.
07:20Gut, dann tun Sie mir einen Gefallen und hören Sie sich auch noch bei den anderen Anwohnern um, gell?
07:24Ja, du hast recht.
07:25Frau Danner, eine kleine Frage. Der Herr Gehring und die Frau May, können wir die halt...
07:30Herr Mohr, die haben anscheinend etwas Wichtigeres zu tun.
07:33Es wär aber schon schön, wenn's bald mal auftauchen täten. Zwecksermittlung.
07:37Und mit dem Schmuck werde ich jetzt so richtig durchstarten.
07:40Die Wanda meint nämlich, dass meine Ketten mit den Nieten absolut angesagt sind gerade.
07:44Du, ich muss jetzt wirklich los.
07:47Ähm, äh, wo ist mein Handy?
07:49Ach so, das hab ich mir vorhin ausgeliehen, bei meinem war der Akku leer.
07:52Warte, komm.
07:53Ach so, und für den Schmuck suchen wir gerade nach einem richtigen Laden.
07:56Und das wird der absolute Hammer, weil die Wanda hat's nämlich dekomäßig so richtig drauf.
08:00Da fällt mir ein, eigentlich könnte ich mich doch auch mal hier umgucken, oder?
08:04Sophie, das ist totaler Quatsch. Du kennst dich hier überhaupt nicht aus.
08:07Ich brauch jetzt mein Handy.
08:08Ach man, was ist denn dieses blöde Ding?
08:11So, da war die Rechnung.
08:12Danke.
08:13Sagen Sie, wissen Sie zufällig, wo man hier in Rosenheim einen Laden mieten kann?
08:17Der sollte so einigermaßen zentral gelegen sein, schick ausschauen, also auf jeden Fall modern.
08:21Also so spontan, leider nicht. Aber ich kenne einen guten Makler.
08:26Beim Rathaus in der Nähe ist das Immobilienbüro Käsmeier und die sind ziemlich bekannt.
08:30Ja super, danke schön.
08:35Ach man, da ist es ja.
08:42Ah, zwei verpasste Anrufe von Frau Storkel.
08:49Herr Gering, gut, dass Sie anrufen. Ich hätte schon ein paar Mal probiert bei Ihnen.
08:53Ja, es tut mir leid, ich hab's gerade erst gesehen.
08:55Seid's nur beim Frühstücken, gell?
08:57Sozusagen, was gibt's denn?
08:58Ähm, es gab mal der Laich, und zwar in der Birkenwaldstraße. An Paketboten hat's erwischt.
09:04Ja, alles klar, ich bin sofort da.
09:05Ah, Herr Gering, kannten Sie vielleicht noch der Frau May Bescheid geben?
09:10Weiß ich, aber...
09:11Vielen Dank.
09:12Wiederhören.
09:16Du, es gibt nur einen Mordfall. Bestell dir doch noch irgendwas. Ich melde mich später, ja?
09:20Ach so, kannst du mich dann noch in die Stadt mitnehmen und beim Immobilienbüro absetzen? Dann kann ich gleich mal
09:24die Lage checken.
09:25Gut, dass Sie in der Pension noch ein Zimmer für dich frei hatten. Anscheinend bleibst du mir doch noch ein
09:27bisschen erhalten, ne?
09:28Hm, cool, oder?
09:31Ciao.
09:32Tschüss.
09:33Servus.
09:34Danke, Frau Hofer. Wenn's dann nur noch Ihre Aussage bitte zu Protokoll geben könnten.
09:39Keine Probleme, wollt ihr nur beim Herrn Achtziger vorbeischauen. Für Gott.
09:42Für Gott.
09:43Für Gott, Frau Marie.
09:44Ach, der Herr Mohr.
09:46Liebe Frau Donner, die Nachbarn haben nichts gesehen, sie haben nichts gehört, aber unser Toter ist der Sebastian Lechner.
09:5433 Jahre alt ist er nur geworden. Er hat gewohnt in der Walterstraße 6 und gearbeitet für den Zustelldienst geflügelter
10:04Bote.
10:04Aha, Angehörige?
10:06Nein, schauen Sie, der war ja ganz allein. Er hat keine Frau gehabt, er hat keine Kinder gehabt, keine Verwandten.
10:11Aber ein Handy und einen Geldbeutel mit Inhalts.
10:16Aha. Da scheint ja noch alles drin zu sein. Also ein Raubmord war das jedenfalls nicht. Was ist denn mit
10:22dem Handy?
10:23Naja, also schauen Sie mal her. Die Bilder sind alle gelöscht worden, aber kurz vor seinem Ableben hat er noch
10:29eine allerletzte Sinnmüse bekommen.
10:32Wenn du denkst, dass ich das so hinnehme, dann hast du dich geschnitten, du Mistkerl.
10:37Oppala. Da hat aber jemand einen sauberen Zorn gehabt auf den Toten.
10:40Ja, und ich weiß ja schon, die Nummer gehört der Anita Kremser. Die Anita Kremser, das ist die Chefin vom
10:48Zustelldienst geflügelter Bote.
10:49Mit der Frau sollten wir uns jetzt gleich einmal unterhalten.
10:52Soll ich es aufs Kommissariat?
10:53Mhm.
10:54Ja.
10:55Entschuldigung.
10:55Ach, Herr Mohr, bei der Gelegenheit befragen Sie doch bitte schon auch noch die anderen Mitarbeiter von dem Zustelldienst.
11:01Ja, ist recht.
11:01Aber vorher fahren Sie bitte noch mit ein paar Kollegen in die Wohnung vom Opfer.
11:05Ja, ist recht. Warst du das dann?
11:07Ja, das war's.
11:09Rein.
11:12Was ist gut, Frau May?
11:14Haben Sie den Herrn Gehring gar nicht mitgebracht?
11:16Sollte ich?
11:17Ja, ist ja nur, was man redet, gell.
11:19Vergütt.
11:22May?
11:24Sandra, ich bin's. Du, wir haben noch einen Mordfall.
11:27Ein toter Paketbote in der Birkenwaldstraße.
11:30Was du nicht sagst.
11:31Ach, du wolltest schon Bescheid?
11:32Ja, ich bin sogar schon am Tatort. Die Kollegen von der Spurensicherung haben mich informiert.
11:36Und du wirst hier übrigens vermisst?
11:38Ja, ich bin sofort da. Ach, noch was. Der Artikel über Zytodiagnostik, von dem ich dir erzählt habe. Also, wenn
11:43du willst, kann ich dir den ausdrucken, falls es dich interessiert.
11:46Ja, jetzt interessiert mich erst mal das Opfer.
11:48Ja, ja, klar. Dann bis gleich.
11:52Ah, hallo. Sandra?
11:57Nur eine Kollegin.
12:01Du? Wander ist übrigens noch Single. Vielleicht solltet ihr euch mal kennenlernen.
12:05Wie cool wär das denn? Meine beste Freundin und mein großer Bruder, dann wär die Wander praktisch meine Schwägerin, oder?
12:10Darf ich vielleicht auch noch was dazu sagen, oder?
12:13Ach, die wird dir auf jeden Fall gefallen.
12:27Frau Dana, was hätten Sie denn gebraucht?
12:29Also, bei dem Opfer handelt es sich um den Sebastian Lechner.
12:3233 Paketbote beim Zustelldienst geflügelter Bote.
12:36Schauen Sie da mal was über den Hamm.
12:37Ja, das mache ich.
12:38Sagen Sie mal, haben Sie eigentlich irgendwas vom Herrn Gering gehört?
12:43Ach, sind er und die Frau May noch nicht da?
12:45Ja, Sie schon, aber er ist ja scheinbar verschollen.
12:48Ich dachte, die wollten zusammenkommen, wo sie doch gemeinsam gefrühstückt haben.
12:53Also, sollte der Herr Gering sich bei Ihnen rühren, dann sagen Sie ihm doch bitte einen schönen Gruß.
12:58Wir hätten hier einen Mordfall aufzuklären.
13:00Der wird sicher gleich da sein. Die beiden wollten halt Getratsche vermeiden.
13:04Ja, das ist ihm bis jetzt ja super gelungen.
13:06Ja, bitte hören.
13:08Tschüss.
13:14Den Schuss selber haben Sie also nicht gehört, Frau Brunner?
13:17Mein Mann und ich, wir waren im Wintergarten.
13:21Schrecklich.
13:22Ein Mord hier in unserer Straße.
13:25Da fühlt man sich doch seines Lebens nicht mehr sicher.
13:29Der verstorbene Herr Lechner, der soll ja recht oft bei Ihnen gewesen sein.
13:34Kannten Sie sich vielleicht ein bisschen näher?
13:37Ich bin verheiratet.
13:39Und das ist Ihr Mann?
13:41Ja.
13:42Es war lieber auf den ersten Blick.
13:45Darf ich?
13:45Bitte.
13:48Den Schwachsinn mit dem Lechner hat Ihnen bestimmt der Baumgartner von drüben erzählt.
13:53Dieser Erbschleicher.
13:54Den sollt Sie sich mal genauer anschauen.
13:56Wieso Erbschleicher?
13:57Der ist doch bloß auf das Geld seiner Tante scharf gewesen.
14:00Früher hat er sie nur besucht, wenn er mal wieder knapp bei Kasse war.
14:03Und nur einen Tag nach ihrem Tod hat er die ersten Bärtsachen aus dem Haus geschleppt.
14:07Ja gut, ähm, mit dem Mord an den Paketboten hat das jetzt eher weniger zu tun.
14:13Zumindest hat der Baumgartner Ärger mit dem Herr Lechner gehabt.
14:16Vor zwei Tagen haben die beiden gestritten.
14:18Und zwar heftig.
14:19Soweit ich das vom Fenster aufsehen konnte.
14:22Und worum es da gegangen ist, das haben sie nicht zufällig mitgekriegt.
14:25Keine Ahnung.
14:27Aber mich würde es nicht wundern, wenn der Baumgartner Dreck am Stecken hat.
14:31Ein ausgesprochen unmutter Mensch.
14:37Krippe Rosenheim, Apparat Stockel, grüß Gott.
14:39Ja, Pension Saubold.
14:41Na, der Herr Gehring ist aushäusig. Kann ich ihm was ausrichten?
14:46So, so, da haben wir mal zu Besuch. Aha.
14:49Sophie Schachner.
14:51Wie bitte?
14:53Na, die gehört nicht zu uns.
14:55Ja, danke. Bitte hören.
14:58Ja?
14:59Frau Stockel, hat sich die Frau Hofer bei Ihnen gemeldet?
15:02Die müsste eigentlich schon lange da sein.
15:04Ach, Herr Achtziger, das habe ich in der Aufregung ganz vergessen.
15:06Die Frau Hofer ist auf dem Weg hierher über eine Leiche gestöpfert.
15:10Na, das darf ja wohl nicht wahr sein.
15:13Ja, aber jetzt was anderes.
15:15Gerade hat die Pension Saubold angerufen, in der der Gehring untergebracht ist.
15:20Anscheinend hat er gestern Nacht da mit Besuch gehabt.
15:22Also von der Privatsphäre.
15:24Ihre Gäste halten die wohl nicht sehr viel.
15:26Die wollten nur wissen, ob die Zimmerrechnung der Dame auch auf uns geht.
15:31Selbstverständlich nicht.
15:32Ja, das habe ich Ihnen auch gesagt.
15:33Da wird die Frau Grasecker aber schauen, weil die hat nämlich dem Gehring eine Affäre mit der Mayer angedichtet.
15:39Bitte, Frau Stockel.
15:40Wenigstens wir sollten die Privatsphäre anderer achten.
15:47Das Opfer wurde mit einem gezielten Schuss aus einiger Entfernung getroffen.
15:51Vermutlich mit einem Jagdgewehr.
15:53Hammerer Kugel.
15:54Es gibt keine Austrittszone.
15:55Ich schätze mal, das Projektil befindet sich noch im Innern des Schiedels.
15:58Das schockt ja fast so aus, als ob der Täter ganz genau gewusst hätte, wann der Bote mit seinem Lieferwagen
16:02ums Eck kommt.
16:03Auf jeden Fall war er ein ausgezeichneter Schütze.
16:06Das Opfer war sofort tot.
16:09Haben Sie auch eine Ahnung, von wo geschossen worden ist?
16:11Ich würde auf das leerstehende Grundstück hier tippen.
16:14Vom Einschusswinkel her könnte das hinkommen.
16:17Und wie schaut es mit dem Todeszeitpunkt aus?
16:19Acht Uhr, ziemlich genau, würde ich sagen.
16:21So, den Tatort hätten wir.
16:23Ja, wir haben drüben da, neben dem Baum, ein paar Drohnenlösen gefunden.
16:28Schicke ich gleich rüber ins Labor.
16:29Also Fußspuren waren keine brauchbaren da, aber das hätten wir.
16:33Okay, da kriegen wir ja die DNA vom Täter quasi auf dem Silbertablett serviert.
16:37Oder es handelt sich um eine falsche Fährte, um vom wahren Mörder abzulegen.
16:41Da könnten Sie recht haben, schon ein bisschen Depp hat sein Taschentuch ausgerechnet am Tatort wegzuschmeißen.
16:46Schicken Sie das trotzdem ins Labor.
16:48Machen wir doch eh.
16:54Ach, der Herr Gering ist auch schon da.
16:57Gingen leider nicht schneller.
16:59Ich hoffe, Sie sind so lange ohne mich zu Recht gekommen.
17:02Leicht war es nicht.
17:04Und Sie sind sicher, dass es nicht die Frau May war, die beim Gering übernachtet hat?
17:08So viel Schachtner heißt es, haben die in der Pension gesagt.
17:11Aber vielleicht ist das eine gute Bekannte.
17:13Geh, Frau Kasek, das glaubst du selber nicht.
17:15Also ich hätte schwören können, dass da was läuft zwischen ihm und der Frau May.
17:19Wo die zwei doch so ein schönes Paar wären.
17:21Und ich habe Ihnen gleich gesagt, dass der Gering in einer ganz anderen Liga spielt.
17:30Ja, glauben Sie, dass diese Frau Brunner Ihnen die Wahrheit gesagt hat über Ihr Verhältnis zum Mordopfer?
17:35Schwer einzuschätzen.
17:37Aber nach der SMS zu gehen, ist der Paketbote doch wohl eher seiner Chefin auf die Füße treten.
17:43Na ja, stand denn in der SMS explizit, dann hast du dich geschnitten oder war das eine andere Formulierung?
17:47Ja, genau so wie ich es Ihnen gesagt habe. Und wenn es früher da gewesen wären, dann hätten Sie es
17:51auch selber lesen können.
17:52Ja, ich meine ja nur, weil für mich passt das irgendwie nicht zum Tathergang.
17:55Der Mord war eindeutig von langer Hand geplant.
17:58Die Nachricht hingegen klingt eher nach einem Spontangefühlsausbruch.
18:03Zuerst zu spät kommen und dann auch noch gescheit daherreden, das haben wir schon gern.
18:07Das finde ich gut, dass Sie Ihre Emotionen zeigen.
18:09Damit vermeidet man frühzeitig Spannungen zwischenmenschlich, auch am Arbeitsplatz.
18:13Ich bin dann auch durch hier. Sobald ich das Projektil bei der Obduktion gefunden habe, melde ich mich.
18:18Es würde mich allerdings schon sehr wundern, wenn es sich bei der Tatwaffe nicht um ein Jagdgewehr handeln würde.
18:23Lassen wir uns überraschen.
18:25Na gut, gehen wir zum Herrn Baumgartner und reden mit dem.
18:30Frau Stockel, was gibt's?
18:33Ah, da, schau her.
18:36Danke.
18:38Der Lechner war vorbestraft wegen mehrfachen Diebstahls.
18:41Aha.
18:42Ja, vielleicht hat ihn jetzt seine kriminelle Vergangenheit eingeholt.
18:45Mhm.
18:52Also ich hatte Herrn Lechner schon längere Zeit im Verdacht, dass er einige Sachen aus dem Haus meiner Tante mitgehen
18:57ließ, wenn er Pakete angeliefert hat.
18:58Und vor zwei Tagen habe ich ihn dann auf frischer Tat ertappt.
19:01Wie, der Herr Lechner hat bei Ihnen eingebrochen?
19:04Ja, durch die Haushaltsauflösung nach dem Tod meiner Tante stehen ja hier alle Türen offen.
19:09Und wieso haben Sie da nicht sofort Anzeige erstattet?
19:12Also bei dem Gegenstand, da handelt es sich ja mehr so um einen ideellen statt materiellen Wert.
19:17Also ich wollte auch kein großes Aufhebensum diese Sache machen.
19:21Ja, ist ein schönes Haus, das Sie da geerbt haben.
19:23Ähm, Ihre Tante war wohl sehr vermögend, oder?
19:27Haben diese unsäglichen Emporkömmlinge von nebenan mich etwa wieder als Erbschleicher bezeichnet, ja?
19:32Wie so denken Sie das?
19:32Sagen Sie mal, jagen Sie?
19:34Also damit habe ich nun überhaupt nichts am Hut.
19:36Also ich habe weder ein Gewehr noch einen Waffenschein.
19:40Können Sie gerne überprüfen.
19:41Und wo waren Sie heute Morgen, so um Rachte?
19:44Weil hier, im Arbeitszimmer, am Telefon.
19:46Es gibt doch einiges zu organisieren in so einem Todesfall.
19:49Und kann das auch wer bezeugen?
19:52Na, die Möbelpacker, die dürfen das mitbekommen haben.
19:55Also sehr hellhörig hier im Haus.
20:01Frau Stocker, grüß Gott.
20:02Frau Hofer, der rückläufige Merkur, der hat Sie ganz schön erwischt.
20:07Ach, ich sag's ja, nein, ich meine fast bei mir sind halt die Planeten im gestreckten Galopp rückwärts gelaufen.
20:12Sagen Sie der Herr Achtziger?
20:14Der Herr Achtziger ist gerade außer Haus.
20:16Wir sind aber jeden Moment gekommen.
20:17Wollen Sie da bei einem Kaffee?
20:18Äh, meine Zeugenaussage sollte ich eigentlich auch noch zu Protokoll geben.
20:22Die Kommissare und der Herr Mohr sind auch noch nicht da.
20:25Gut, dann gern.
20:27Frau Hofer, wissen Sie schon das Neueste?
20:31Nein.
20:31Ach, der Gering hat einen Gspusi.
20:33Ach, drum.
20:34Ich hab mich schon gewundert.
20:35Aha, warum?
20:37Ich hab ihn vorhin gerade zufällig gesehen, wie er seine Freundin abgesetzt hat, ein Richterfische.
20:41Ach, und die Grasäckerin hat gemeint, dass er was mit der Mai hat.
20:45Ich hab gleich gewusst, dass die nix für ihn ist.
20:49Nachdem die Möbelpacker bestätigt haben, dass der Herr Baumgartner nebenan am Telefon gewesen ist,
20:53scheint sein Alibi wohl wasserdicht zu sein.
20:55Ja und, was passt Ihnen daran nicht?
20:58Irgendwas irritiert mich an ihm, keine Ahnung.
21:00Es war mir alles ein bisschen zu glatt.
21:02Ach, geh.
21:02Wer bringt denn bitte einen Paketboten um, bloß weil der immer bisserl was geklaut hat?
21:07Aber das Motiv finde ich mir auch noch nicht im Klaren.
21:09Aber so vom Typ her, da würde der Herr Baumgartner dem Täterprofil entsprechen.
21:13Wenn es stimmt, dass die Frau Brunner was mit den Paketboten hatte, dann ist auch ihr Ehemann verdächtig.
21:20Herr Mohr, was gibt's?
21:21Frau Danner, bei der Leiche ist eingebrochen worden. Da hat einer was gesagt. Es war alles durchgewühlt.
21:27Haben Sie schon feststellen können, ob was fehlt?
21:29Naja, also bis auf den Laptop war eigentlich noch alles da. Sogar noch ein bisserl mehr.
21:34Wie meinest du das?
21:35Naja, es sind ein paar Sachen herumgelegen, die eindeutig nicht dem Lechner gehören.
21:41Ach, dann hat der nicht bloß beim Baumgartner was mitgehen lassen.
21:44Mhm, und das Beste kommt erst.
21:46In einem Schrank haben wir ein Geheimfach entdeckt. Und in diesem Geheimfach sind 50.000 Euro drin gewesen. In Scheinen.
21:54Ach, könnte es sein, dass der Täter nach dem Geld gesucht hat, wie er nach dem Mord in die Wohnung
21:59ist?
21:59Nein, das war ja umgekehrt. Zuerst war jemand in der Wohnung drin. Und zwar um 7 Uhr in der Früh,
22:08haben die Nachbarn gesagt.
22:09Also erst Einbruch, dann Mord.
22:12Ja, ganz genau. Und da habe ich noch etwas Schönes für Sie. Die Fotos auf dem Handy vom Toten haben
22:17wir wieder hergestellt.
22:18Die schicke ich jetzt gleich auf Ihr Tablett hinauf. Und dann fahre ich zum Zustelldienst geflügelter Bote und bringe die
22:24Chefin vom Lechner her.
22:25Ja, das machen Sie, Herr Mohr. Danke.
22:27Pfiat die Frau Danaer.
22:29So wie das ausschaut, hat der Lechner seine kriminelle Karriere noch weiter ausgebaut.
22:33Die Kollegen haben diebesgut und 50.000 Euro in der Wohnung gefunden.
22:38Hm, ziemlich große Summe für einen kleinen Kriminellen.
22:41Also entweder hat er irgendwas wirklich Wertvolles gestohlen oder er hat noch irgendeine andere illegale Geldquelle aufgetan.
22:47Ich habe da auch schon eine Idee. Da.
22:50Das ist die Frau Brunner mit einem Mann, der weder ihr Ehemann noch der Paketbote ist.
22:55Das heißt, der verstorbene Herr Lechner war nicht Ihr Liebhaber, sondern Ihr Erpresser.
23:00Ja, ein ganzer neues Geschäftsmodell.
23:04Ja, Frau Brunner, so wie es ausschaut, hat sie der Paketbote da wohl eiskalt erwischt.
23:11Keine Ahnung, wie er die Fotos geschossen hat.
23:15Miguel und ich, wir waren immer so vorsichtig.
23:18Miguel ist mein Fitnesstrainer, müssen Sie wissen.
23:20Mhm.
23:21Und der Herr Lechner hat Sie mit den Aufnahmen erpresst.
23:24Er hat gedroht, die Bilder meinem Mann zukommen zu lassen.
23:27Und Klaus ist doch so furchtbar eifersüchtig.
23:30Also habe ich gezahlt.
23:32Das war wahrscheinlich gar nicht so einfach, das viele Geld an Ihrem Mann vorbeizuschmuggeln.
23:37Kein Problem. Ich habe ja mein eigenes Konto.
23:39Ich habe bloß, dass der Herr Lechner den Hals hat nicht vollkriegen können und immer mehr Geld wollte.
23:4450.000, das ist schon eine gewaltige Summe.
23:4750.000? Das hätte mein Mann doch sofort gemerkt.
23:51Nein, ich habe dem Herr Lechner mal 500, mal 1000 Euro gegeben, wenn nicht.
23:57Was ist denn hier los, Mausi?
23:59Die Herrschaften sind von der Polizei wegen dem Mord an unseren Paketboten.
24:03Ach so.
24:05Bume, ich bin der Ehemann, die Kunststoffe und Fertigformen.
24:09Das kennen Sie vielleicht.
24:10Wir sind Marktführer in Oberbayern.
24:13Ja, das ist eine schlimme Geschichte mit dem Paketboten.
24:17Obwohl ich habe ja eigentlich nie wirklich was mit dem zu tun gehabt.
24:20Wenn der die Lieferung gebracht hat, dann war ich ja meistens schon in der Firma.
24:25Haben Sie eigentlich ein Gewehr im Haus, Herr Brunner?
24:28Ich, ein Gewehr?
24:29Ich gehe schon lange nicht mehr auf die Jagd.
24:31Das ist noch keine Antwort auf unsere Frage.
24:33Ach so, ja.
24:35Nein, das habe ich verkauft, das Gewehr.
24:38Stimmt's, Mausi?
24:39Ja.
24:40Obwohl ich jetzt gerade auch nicht verstehe, was das soll.
24:43Heute früh um 8 Uhr, wo waren Sie denn da?
24:46Sie glauben doch nicht im Ernst, dass ich, dass wir irgendwas mit dem Mord zu tun haben.
24:50Nein, nein, wie kommt ihr darauf?
24:51Na, so wie Sie sich jetzt gerade gefragt haben, habe ich gedacht, Sie hätten...
24:53Wir waren hier beim Frühstücken.
24:56Ja, stimmt, wir fahren beim Frühstücken.
25:00Na gut, dann hätten wir es auch schon.
25:02Wir bräuchten dann noch von jedem von Ihnen eine DNA-Probe.
25:05Am besten, Sie schauen nachher bei uns im Präsidium vorbei.
25:07Sieh, jetzt reicht's.
25:08Was erlauben Sie sich?
25:09Wir sind anständige Menschen, ja?
25:11Herr Brunner, vielen Dank.
25:12Wir wissen Ihre Mithilfe wirklich sehr zu scherzen.
25:14Ja, wir finden allein raus.
25:21Zucker, Brot und Peitsche.
25:23Tschüss, dann.
25:23Ciao.
25:25Jemand, der so vehement die Schuld von sich weiß, hat mit Sicherheit was zu verbergen.
25:28Ja, aber bei ihm und seinem Mausi ging's garantiert mehr ums Geld als um die Liebe.
25:32Ich meine, der Mann ist 30 Jahre älter als Sie.
25:35Die Frau Brunner hat wahrscheinlich einen Vaterkomplex.
25:39Übrigens häufig bei Töchtern alleinerziehender Mütter der Fall.
25:42Das heißt, sie sucht in ihrem Mann den Vaterersatz, um mit ihm dann alles nachzumachen.
25:45Was sie als Kind versäumt hat.
25:47Ach, der Ehemann ist also der Vater und der Fitnesstrainer der Freund.
25:50Worüber der Papa aber bestimmt nicht so begeistert gewesen sein dürfte, wenn er's rausgefunden hätte.
25:56Genau.
25:56Wobei der Papa davon ausgegangen ist, dass der Paketbote der Liebhaber war und nicht geahnt hat, dass es eigentlich der
26:02Fitnesstrainer war.
26:03Das heißt, wenn Brunner der Mörder ist, dann hat er den Falschen ermordet.
26:07Ja, ruhige Hand hätte er ja gehabt als ehemaliger Jäger.
26:09Aber vielleicht wollte sich die Frau Brunner auch einfach ihren Erpresser vom Hals schaffen.
26:14Oder der verstorbene Herr Lechner hat seine Erpressertätigkeit ausgeweitet.
26:18Ach, Sie glauben, die 50.000, sie sind von jemand ganz anderem.
26:21Naja, die Frau Brunner hat schon recht.
26:23Das fehlt in einer so großen Summe, das wär ihrem Mann mit Sicherheit aufgefallen.
26:26Ja, dann muss der Lechner ja einen richtig dicken Fisch an der Angel gehabt haben.
26:29Hm, und zwar jemanden, der ein großes Interesse daran hatte, sämtliche Beweise, die der Lechner gegen ihn oder sie in
26:35der Hand hatte, zu vernichten.
26:36Inklusive dem Paketboten selber.
26:38Deswegen auch der Einbruch in der Wohnung vor dem Mord.
26:41Ich bin mal gespannt, was die Chefin vom Toten dazu sagt.
26:46Kering?
26:47Du, ich hab voll den süßen Laden gefunden.
26:49Er ist total zentral gelegen, schon komplett eingerichtet und mega stylisch.
26:53Den musst du dir unbedingt angucken.
26:55Du, ich kann jetzt nicht. Wir sind hier mitten in einer Mordermittlung und während der Dienstzeit...
26:58Gut, dann manage ich das eben alleine.
27:01Der Vermieter will nämlich eine schnelle Entscheidung haben und Wanda hat heute auch keine Zeit.
27:05Warte mal.
27:06Fahren Sie doch schon mal vor, ich komm gleich nach.
27:08Lassen Sie sich nicht stören, Herr Kollege.
27:09Die wirklich wichtigen Dinge, die gehen natürlich vor.
27:12Vielen Dank.
27:13Sophie, hör mal.
27:15Nein, nein, nein, ist doch kein Problem.
27:16Der Makler bringt den Mietvertrag gleich mit und dann ist das Hochzug erledigt.
27:21Okay, ich bin gleich da.
27:25Ja, dann ist ja noch mal alles gut ausgegangen.
27:27Also, zumindest im Bezug auf unser neues Jugendförderungsprogramm.
27:31Direkt ein Wunder, dass ich es nur bis zur Abstimmung in die Stadtratssitzung geschafft habe,
27:35aber die Langsame, die fahre ich schon mal wieder auf dem Hof vorbeischauen.
27:38Natürlich machen Sie das Paar ins Heim und erholen Sie sich.
27:42Um das Protokoll kümmere ich mich dann.
27:44Ja, freilich.
27:45Und zur Entspannung gibt es jetzt erst einmal einen Haufen Stahlarbeit.
27:51Ganz ehrlich, als ob ich nicht selber mit dem Vermieter verhandeln könnte.
27:54Du sagst doch immer, ich soll mir Eigenverantwortung übernehmen.
27:56Sophie, der Typ wollte dich über den Tisch ziehen.
27:58Die Kaution war viel zu hoch.
28:00Abgesehen davon, dass das Ganze sowieso eine völlige Schnapsidee ist.
28:03Also, ich kann mir schon vorstellen, hier einen eigenen Laden zu übernehmen.
28:06Außerdem sieht Rainer dann mal, dass ich es ernst meine.
28:08Genau. Und du könntest deine kleine Schwester ruhig mal wie eine erwachsene und selbstständige Frau behandeln.
28:12Schon klar. Ich muss jetzt jedenfalls arbeiten. Was machst du?
28:15Ich will zurück in die Pension. Du nimmst mich doch mit, oder?
28:19Selbstständig und erwachsen.
28:20Hier.
28:22Ja?
28:23Frau Stoppe, gibt es was Neues?
28:25Frau Donner, also die Telefonliste ist noch nicht da.
28:28Ich weiß nicht, warum die so lange braucht, aber die Bankauskünfte habe ich.
28:32Nichts Auffälliges, aber als Paketbote hat der wenig verdient.
28:35Ja, deswegen hat er sich ja noch ein paar Nebenjobs zugelegt. Diebstahl und Erpressung.
28:40Wenn Sie mir bitte schön die Bankdaten von einer Doris Brunner raussuchen könnten, ob da 50.000 von Ihrem Konto
28:45abgegangen sind.
28:46Das mache ich.
28:47Wo haben Sie denn den Herrn Gering gelassen?
28:48Der hatte noch was Privates zu erledigen.
28:51Anscheinend haben er und die Frau May noch nicht alles beim Frühstück besprochen.
28:54Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein. Das ist ein Gerücht der Grasäckerin. In Wirklichkeit ist das nämlich so.
28:59Bitte, Frau Stockl, verschonen Sie mich.
29:01Ich wollte es nur gesagt haben. Übrigens, die Frau May hat angerufen. Obduktion hat nichts Neues ergeben. Todeszeitpunkt bleibt der
29:08gleiche.
29:09Und das Projektil, das Sie im Schädel gefunden haben, haben Sie ins Labor geschickt.
29:12Hat denn das Labor irgendwas gesagt wegen der DNA auf dem Taschentuch am Tatort?
29:16Im System haben Sie nichts gefunden.
29:18Gut, dann werde ich mir die Chefin vom Toten jetzt mal allein vorknüpfen.
29:22Ja, mei, der Herr Gering wird halt noch was für seine neue Freundin besorgen müssen.
29:26Scheint ja recht der Hübsche zu sein.
29:34Ah, da ist er ja, der Gering.
29:39Ja, die hat Temperament.
29:46Frau Kremser, haben Sie gewusst, dass der Herr Lechner wegen Diebstahls vorbestraft gewesen ist?
29:50Ja, freilich. Deswegen habe ich doch angestellt, unter anderem.
29:55Eine zweite Chance hat wohl jeder verdient, oder nicht?
29:57Schon, aber wie wir gehört haben, hat er auch noch eine Zusatzchance von Ihnen bekommen.
30:02Wie meinen Sie das?
30:03Sie und der Lechner sind zusammen gewesen.
30:06Das hat sich ja zu ergeben, irgendwie.
30:09Ja, und wie es ausschaut, hat Ihr verstorbener Freund seine Chance aber nicht wirklich genutzt.
30:14Wir haben Hinweise in seiner Wohnung gefunden, dass er seine Lieferkunden bestohlen hat.
30:19Davor weiß ich nichts.
30:21Und warum hat es dann in letzter Zeit so oft Krach zwischen Ihnen zwei?
30:25Wie das halt so ist, wenn man beruflich und privat verbandelt ist.
30:28Da gibt es schon einige Konfliktpunkte.
30:30In Ihrer SMS hört sich das aber schon so an, als ob es bei dem Streit zwischen Ihnen um mehr
30:36gegangen ist.
30:42Frau Danner hat bereits angefangen, Frau Kremser zu befragen, oder?
30:44Ja, hat sie.
30:46Aber, Herr Gehring, wollen Sie nicht erst einmal durchatmen?
30:48Scheint ja eine sehr temperamentvolle zu sein, Ihre Begleitung.
30:51Ich werde mich lieber gleich Frau Danner anschließen.
30:53Gut.
30:58Es ist total lieb, dass Sie mir ein Taxi gerufen haben.
31:00Ich kenne mich ja hier in Rosenheim noch nicht so gut aus.
31:02Sehr gerne, kein Problem.
31:04Aber sonst, kennen Sie und der Herr Gehring sich schon lange?
31:07Ja, eine halbe Ewigkeit sozusagen.
31:11Hat da von Ihnen jemand ein Taxi bestellt?
31:13Ja, ich weiß, ich komme schon.
31:15Danke nochmal.
31:17Das ist ja ganz nett, der eigentlich.
31:19Aber der Frau May hätte ich den Gehring auch vergönnt, muss ich sagen.
31:22Und warum haben Sie dem Lechner dann nicht einfach gekündigt?
31:26Unter Druck setzt heute mir der Sauhund.
31:28Wenn ich ihn rausschmeißen, dann würde er der Zentrale sagen, dass ich ihn zu der Diebstähle angestiftet habe.
31:33Sie haben sich Ihren Job als Filialleiterin sicher hart erarbeiten müssen.
31:36Das darf ans Glauben.
31:38Wissen Sie, als Frau ist es nicht so einfach...
31:40Ist das der Königsnadel vom Schützenverein?
31:43Ja, ich bin dieser Schützenkönigin geworden.
31:46Aha.
31:48Na gut, dann würden wir gerne mal einen Blick auf Ihr Gewehr werfen.
31:52Und eine DNA-Probe von Ihnen bräuchten wir auch noch.
31:55Ach, Sie meinen, ich hätte...
31:57Heute in der Früh so um Rauachte, wo waren Sie denn da?
32:01Ich bin vor der Arbeit nur auf einen Sprung zum Markt, am Ludwigsplatz.
32:05Und gibt es dafür Zeugen?
32:07Nein, vielleicht können Sie ja jemanden am Markt an mich erinnern.
32:10Gut, das werden wir überprüfen.
32:12Bis dahin bleiben Sie bitte erst einmal bei uns, Marietta.
32:16Bitte.
32:24Der Lechner hat seine Chefin ja sauber vorgeführt.
32:28Demütigung ist oft ein Grund, warum Frauen töten, ja.
32:30Aber in dem Fall...
32:32Ach, lassen Sie mich raten.
32:33Sie passt nicht in Ihr Täterprofil.
32:37Frau Danner, nicht, dass Sie glauben, ich möchte Ihre Arbeit sabotieren.
32:39Im Gegenteil.
32:41Ich schätze Ihre Art, Ermittlungen zu führen, wirklich sehr.
32:43Ja, positive Verstärkung, verstehe.
32:47Ja, nicht, dass denken ich, wer auf der Brennsuppen daher geschwommen.
32:50Rein psychologisch gesehen.
32:59Ach, ich hab die Telefonliste vom Toten und hab festgestellt,
33:04dass er gestern zweimal mit der gleichen Nummer telefoniert hat.
33:07Und zwar mit einem gewissen Herrn Brunner.
33:09Ach, hat er doch mehr mit dem Paketboten zu tun gehabt, als wie er uns erzählt hat.
33:13Womöglich hat er ja irgendwie Wind bekommen von der Erpressung seiner Frau.
33:17Also, das Alibi, wo Sie die zwei Brunners gegeben haben, das ist ja spannend.
33:20Das hat keiner von den Nachbarn bestätigen können.
33:22Aber das Gewehr von der Chefin vom Toten, das haben wir.
33:26Ja, aus dem ist kürzlich geschossen worden und der Fonze ist schon dran.
33:30Herr Mohr, können Sie bitte noch schnell überprüfen,
33:32ob irgendjemand heute Morgen Frau Anita Kremse auf dem Markt am Ludwigsplatz gesehen hat?
33:36Herr Gering, schnell geht heute nicht mehr.
33:39Warum?
33:40Weil der Markt schon um 14 Uhr zusperrt.
33:42Das müssen wir morgen machen.
33:43Ja, aber den Herrn Brunner bräuchte man noch zur Befragung.
33:46Frau Dana, heute noch.
33:48Gut, dann machen Sie das halt auch morgen früh.
33:51Machen wir Feierabend.
33:53Wiederschauen.
33:54Danke, Michi.
33:55Bitte stoppen.
34:04Frau Dana, das kenne ich.
34:05Bei mir haben Sie letztens die Straße aufgerissen.
34:08Punkt, sechs Uhr morgens bin ich vom Presslufthammer geweckt worden.
34:11Das geht an die Nerven.
34:12Ja, und vor allem auf die Ohren.
34:16Guten Morgen, Herr Gering.
34:17Ist wieder alles in Ordnung?
34:19Äh, schon, ja.
34:20Ja, meine Devise ist ja nie im Streit ins Bett gehen.
34:23Das ist das A und O einer jeden Beziehung.
34:26Übrigens ist die Bankauskunft von der Frau Brunner gekommen.
34:29Ich habe mir erlaubt, einen kleinen Blick drauf zu werfen.
34:31Habe festgestellt, dass ihr geldiger Ehemann ihr jeden Monat 10.000 Euro überwiesen hat.
34:35Als Taschengeld.
34:36Nur so zum Verpulvern.
34:38Das hätte ich auch gern.
34:40Aha.
34:42Also wie es ausschaut, hat die Frau Brunner die Wahrheit gesagt.
34:44Außer zweimal 1.000 Euro ist nichts abgegangen von ihrem Konto.
34:48Das heißt, unser krimineller Paketbote hatte definitiv noch ein zweites Erpressungsopfer.
34:53Guten Morgen.
34:54Guten Morgen.
34:55Ich war gut am Markt.
34:57Da gibt es frische Erdbeeren.
34:58Das ist ein Duft, sag ich euch.
35:00Stellt euch vor, kleine Schale, frisch geschnitten, einen Haufen Schlagsahne drauf und ganz ein bisschen Nudelminze.
35:06Gab es auch ein Alibi zu den Erdbeeren?
35:08Ja, freilich.
35:09Ich kenne ja zwei von den Stamplerinnen.
35:11Die Frau Bleiholler und die Frau Stank.
35:13Und die haben mir beide gesagt, dass die Kremserin zur Tatzeit bei Ihnen war.
35:18Ach, das war's jetzt wieder mit unserer Verdächtigen.
35:21Dann sorgen Sie doch bitte gleich dafür, dass sie aus der U-Haft entlassen wird.
35:24Ausreden.
35:25Ah, den Brunner habe ich mitgebracht.
35:27Der hat sie recht.
35:28Nicht aufgeregt, habe ich ihn hineingesetzt in den Vernehmungsraum zum Ausdampfen.
35:32Gut, dann warten wir, bis der Dampf sich verzogen hat.
35:34Und Sie klappern bitte mit der Parkkollegen nochmal die gesamte Route von unserem Paketboten ab.
35:39Irgendwann muss er noch erpresst haben.
35:41Ja, ist echt.
35:42Ah, übrigens, so eine DNA haben wir.
35:45Und zwar auf dem Taschentuch, was wir am Tatort gefunden haben.
35:48Und wisst ihr, wem dir gehört?
35:49Dem Herrn Brunner.
35:51Oha, dann hat es sich jetzt schon ausdampft.
35:54Ja, Rainer, das war eine richtig tolle Nacht.
35:56Nur danke nochmal für die Blumen.
35:57Nein, ich habe gar nicht gemerkt, dass du heute Morgen so früh nach München bist.
36:01Ja, ach, Mann, Rainer, ich habe dir das doch schon gesagt.
36:03Die Wander wollte hier einen Rosenheimladen aufmachen.
36:05Ich habe ihr gleich gesagt, dass das eine dumme Idee ist.
36:07Was?
36:08Ja, natürlich, ich bin schon auf dem Weg.
36:09Ja, klar, ich muss nur noch kurz dem Oliver Tschüss sagen.
36:12Holst du mich dann vom Bahnhof ab?
36:14Ja, ach, ich freue mich.
36:16Bis dann, Tschüss.
36:18Ich habe niemanden erschossen.
36:20Vorknöpfen wollte ich mir den lächeln, aber der hat meine Anrufe ja immer weggedrückt.
36:24Dann können Sie uns ja sicher erklären, wie das Taschentuch mit Ihrer DNA an den Tatort kommen ist.
36:31Nein, das kann ich mir nicht erklären.
36:33Und das sieht doch ein blinder, dass mir da irgendjemand was anhängen will, oder?
36:36Vielen Dank, Herr Brunner. Sie können gehen.
36:38Aber bitte halten Sie sich zu unserer Verfügung.
36:42Was jetzt, das ist alles?
36:44Mhm.
36:47Ja, dann...
36:48Ja, gut.
36:50Ich weiß nicht.
36:52Ihnen ist schon klar, dass der Mann ein Motiv, Erfahrung mit Waffen und kein Alibi hat.
36:57Ich denke, wir können Herrn Brunner als Täter ausschließen.
37:00Nur haben wir dann gar keine Verdächtigen mehr.
37:04Finden Sie es nicht auch erstaunlich, dass Herr Baumgartner seinem ungeliebten Nachbarn erzählt hat, dessen Ehefrau sei untreu?
37:09Na, ich staune eher darüber, wie Sie uns einen Verdächtigen nach dem anderen abschießen.
37:16Ja?
37:18Hallo.
37:19Ähm, ich würde gern den Herrn Gehring sprechen, bitte.
37:23Der Herr Gehring ist gerade in einer Vernehmung.
37:25Sie können aber gern bei mir warten.
37:27Ich habe gerade frischen Kaffee gemacht.
37:28Also eigentlich...
37:29Der müsste jeden Moment da sein.
37:31Okay.
37:31Okay. Gut.
37:38Haben Sie sich wieder versöhnt, gell?
37:40Äh, ja.
37:42Aber woher wissen Sie das?
37:43Ich sitze hier quasi an der Quelle.
37:45Mir entgeht nix.
37:46Ach so.
37:49Sophie!
37:50Hey.
37:51Ja, ich habe gedacht, ich gucke mal kurz vorbei, weil wir uns ja heute Morgen verpasst haben.
37:55Äh, ja, dann gehen wir noch kurz ins Büro.
37:57Mhm.
38:03Es geht doch nichts über eine schöne Versöhnung.
38:07Ja.
38:10Und dann stand er da mit dem Champagner und den Blumen und...
38:15Das ist ja so romantisch.
38:18Sophie, das wievielte Mal ist das jetzt, dass ihr euch trennt und wieder zusammenkommt?
38:22Aber das ist doch jetzt was völlig anderes.
38:24Echt jetzt.
38:25Guck mal.
38:26Rainer hat verstanden, dass das so nicht geht mit seiner Eifersucht.
38:28Wirklich.
38:31Hauptsache, du bist glücklich.
38:32Das bin ich.
38:34Total.
38:37Jetzt lasst uns heute das junge Glück nur ein paar Minuten.
38:44Ich geh doch mal, ne?
38:45Ja, mach's gut.
38:47Ach so, ähm, wegen dem Zimmer.
38:50Das übernehme ich.
38:51Ja, aber der Rainer hat ja dann auch noch bei mir übernachtet und dann haben wir noch zusammen gefrühstückt und
38:55so.
38:56Das geht alles auf meine Rechnung.
38:58Danke.
38:59Du bist ja besser.
39:03Mach's gut.
39:04Tschüss.
39:07Also, Entschuldigung, ich möchte mich ja nicht einmischen, aber irgendwo haben Nettigkeiten auch ihre Grenzen.
39:13Ja, meine kleine Schwester hat mich schon immer um den Finger wickeln können.
39:17Kleine Schwester?
39:19Im Dauer-on-end-offen-Modus mit ihrem Mann Rainer.
39:23Mei, das junge Glück, gell.
39:30Krippe, Rosenheimer, Pratsstockl, grüß Gott.
39:32Ja, Moment.
39:33Hallo, Rechtsanwaltskanzlei Wiedemann.
39:37Ja, stellen Sie's durch, Frau Stockl.
39:43Dana?
39:46Ja, Sebastian Lechner.
39:49Ach, das ist Ihr Mandant gewesen.
39:52Aha.
39:54Oh, könnten's die uns einmal mailen?
39:57Ja, das ist sehr nett.
39:59Vielen Dank.
40:00Ich Ihnen auch.
40:01Gut, wiederhören.
40:03Das war der Anwalt von unserem Paketboten.
40:06Der hat aus der Zeitung von dem Mord erfahren.
40:08Der Lechner hat einen USB-Stick mit Fotos bei ihm hinterlegt und die melde er uns jetzt gleich.
40:13Offensichtlich wollte der Herr Lechner sich damit absichern.
40:16Er hat Lebensversicherung sozusagen.
40:18Ja, das hat er sauber funktioniert.
40:28Oh, Herr Lechner hat Sie beim Mord an Ihrer Tante erwischt und Sie erpresst.
40:3650.000 haben Sie ihm gegeben und dann ist Ihnen die Sache zu riskant geworden, weswegen Sie den Paketboten aus
40:42dem Weg haben räumen müssen.
40:45Herr Baumgartner, Ihr Schweigen macht's nicht besser.
40:52Ich hatte mit dem Herr Lechner ein Abkommen.
40:54Der ist immer unverschämter geworden.
40:58Das Risiko wurde zu groß.
41:01Ja, drum sind Sie dann ins Nachbargrundstück eingedrungen, haben das Taschentuch vom Brunner deponiert und dann gewartet, bis der Herr
41:07Lechner mit seinem Lieferwagen vorbeikommt.
41:10Das Ganze war ein Kinderspiel.
41:13Die Möbelpacker haben gar nicht gemerkt, dass hier im Arbeitszimmer nur die Diktierfunktionen des Handys lieben.
41:19Herr Baumgartner, Sie sind vorläufig festgenommen.
41:21Wegen des dringenden Tatverdachts, Sebastian Lechner sowie ihre Tante Gertrud Baumgartner ermordet zu haben.
41:27Wolfram, führst du ihn bitte ab?
41:31Schade.
41:33Immer.
41:36Ja.
41:43Zwei Morde im Doppelpack.
41:45Alle Achtung.
41:48Plus freie Koste und Logis für einen Baumgartner.
41:51Schnäppchen sozusagen.

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