- vor 19 Stunden
Kategorie
🎈
SpaßTranskript
00:00Musik
00:01Musik
00:02Musik
00:12Musik
00:21Alles neu kommen?
00:23Ja, ja, danke. Danke.
00:27Halt!
00:31Musik
00:42Hast du ja geschlafen?
00:44Geht so.
00:45Haben dir die Mucken getratzt, ha?
00:47Ja, sonst stechen sie mit Marion.
00:50Was Neues an der Ehefront?
00:52Nein.
00:53Bockt's immer noch?
00:54Ja.
00:56Offen der Brüder, Fortbildung.
00:58Das Essen ist gut, dann ist alles gut.
01:01Ich muss auch mal eine Fortbildung.
01:04Einer muss bei euch den ersten Schritt machen.
01:06Ja, sie.
01:09Jetzt sei nicht so ungemütlich und hock dich her.
01:11Nein, ich muss weg.
01:14Haltl, Haltl, der ist auch nicht zum Helfer.
01:23Ganz ungewohnt.
01:25Was denn?
01:27Ja, so ruhig und leise.
01:30Alle pünktlich.
01:32Keine Telefonate.
01:34Ja.
01:35Gestern haben sie auch schon nicht telefoniert.
01:39Natürlich habe ich gestern telefoniert.
01:41Ja, dienstlich.
01:44Ja, dienstlich.
01:46Ich meine ja, mit ihrer Freundin, der Frau Roloff, herrscht eine Funkstille.
01:53Ist verreist oder mag es nicht mit Ihnen reden?
01:56Kaffee ist ganz gut heute.
01:57Tz, tz, tz.
02:00Wie schaut's denn bei dir aus?
02:03Wohnst du immer noch bei der Frau Hofer?
02:05Ja, immer noch.
02:07Auch Funkstille.
02:09Ich habe nicht gesagt, dass Funkstille herrscht.
02:11Dass ihr Männer euch immer so anstellen müsst.
02:13Man kann sie doch einmal verkrachen.
02:15Nur vertragen muss man sie heute wieder.
02:17Ich habe auch nicht gesagt, dass wir uns verkracht haben, um das mal klarzustellen.
02:20Uns macht hier wieder gleich sonst was, die Runde.
02:23Herr Lentz, was soll denn die Anspielung?
02:25Frau Stockler, es war keine Anspielung, sondern eine deutliche Aufforderung,
02:27keine Gerüchte in die Welt zu setzen.
02:31Ich wollte auch nur wissen, ob es Ihnen wirklich gut geht.
02:34Mir geht's hervorragend.
02:36Ausgezeichnet, spitzenmäßig Ihr Telefon klingelt.
02:41Die Krippehosen haben Apparatstoffe geschlossen.
02:45Da wir gerade mal beim Thema sind,
02:48wie läuft's denn so bei Ihnen und Marion?
02:52Äh, Funkstille.
02:53Ah.
02:55Und bei einer?
02:56Ja.
02:58Ein Wahnsinn, oder?
02:59Erst letzte Woche ist ein Bildhauer von seiner Handskulptur der Schlang geworden.
03:03Und jetzt ist schon wieder jemand der Schlang geworden.
03:04Eine Frau auf dem Friedhof von einem Grabstein.
03:07Wahnsinn, oder?
03:16Gut, Austritt im hinteren Schädelbereich, sieht nach Schädelfraktur aus.
03:21Leichenstaat ist aber nicht eingesetzt.
03:27Du, Michi, das ist der Ausweis vom Opfer.
03:29Ach ja.
03:30Warte ein bisschen.
03:34Grüß Gott, die Herren.
03:35Grüß dich.
03:36Warum sind Sie schon da?
03:38Weil ich hab Streife gehabt, dann hab ich den Funk gehört und hab sofort alles in die Wege geleitet.
03:42Respekt.
03:43Ja, Herr Knoll, das sind unsere beiden Herren Hauptkommissare.
03:47Der Herr Lind, der Herr Hartl, das ist der Herr Knoll, der Friedhofswärter.
03:51Die Tote heißt Luise Staudinger, wohnt auf den Rosenheim-Sternstraße 4.
03:57Und da hinten, wo's liegt, ist das Grab von der Mann.
03:59Und den Unfall haben Sie schon ausgeschlossen, oder wie?
04:02Noch nicht völlig, weil der Herr Knoll gesagt hat, dass das öfter vorkommt.
04:05Dass ein Stuhl vor einer Umfall.
04:07Laut Statistik der Gartenbau-Berufsgenossenschaft werden bundesweit jährlich 100 Friedhofswärter durch umfallende Steine verletzt.
04:14Und weitere 100 Personen kommen als Besucher zu schaden.
04:18Im Ernst?
04:19Und deswegen hat der Herr Knoll natürlich sofort einen Grabstein-Kipp-Tester angefordert.
04:23Einen was?
04:24Grabstein-Kipp-Tester.
04:26Damit werden die Grabsteine auf Halt getestet.
04:29Das Gerät übt von hinten Druck aus.
04:32Bewegt sich der Stein, bekommt er einen gelben Aufkleber verpasst.
04:35Wann ist das passiert?
04:38Mit der Körpertemperatur nach zu urteilen, vor ein bis zwei Stunden. Also noch nicht lange her.
04:42Zwischen 10 und 11, was ja.
04:45Und Todesursache ist definitiv der Stein.
04:48Es war der Stein.
04:49Ja, gut, dann kann's auch ein Unfall gewesen sein.
04:52Es war der Stor, aber einen Unfall kann man ausschließen.
04:56Kennen wir uns schon?
04:58Kommissar Linz.
04:59Ich weiß.
05:01Ja, bin ganz ohr.
05:03Schauen Sie sich mal die Befestigung genauer an.
05:05Wenn Sie mir sagen, reicht's mir schon.
05:10Das sind Riffelspuren.
05:11Und zwar frische.
05:13Von einem Stimmeisen oder einer Brechstange.
05:16Der Stall ist also langsam gelockert worden und der Täter hat ihm dann den Rest gegeben.
05:20Und das ist sicher?
05:22Ja, wenn Sie was nicht glauben.
05:25Auf dem Protokoll steht das Gleiche.
05:30Ich sehe aber nirgendwo Werkzeug.
05:31Das muss der Täter ja dann mitgenommen haben.
05:34Hätte ich genau so gemacht.
05:38Ja, nur was.
05:42Ein Schlüssel.
05:44Das Drogling.
05:45Auf der Vier.
05:46Also hier?
05:47Ja, auf der Vier.
05:49Also kann gut sein, dass sie den Schlüssel in der Hand hatte, als der Stein sie traf.
05:53Oder dass er dem Täter gehört hat.
05:55Nicht dem Täter gehört er nicht.
05:58Hier gehen Sie mal her.
06:06Was ist das für ein Fach für Grabutensilien?
06:11Ich kann ja Aufbruch spuren.
06:13Übrigens.
06:14Danke.
06:15Übrigens.
06:19Kripperhosen haben Apparat Stockel.
06:20Grüß Gott.
06:22Frau Roloff.
06:23Grüße Sie.
06:27Was ist denn mit der Frau?
06:28Ach so, das ist die Frau Erler.
06:30Die hat die Frau Staudinger gefunden und dann ist er mit dem Mo zusammengekracht.
06:34Was für ein Mo?
06:36Der Mo, den der Herr Knoll verfolgt hat.
06:39Warum?
06:39Das weiß ich nicht.
06:40Frage ihn halt.
06:42Herr Knoll.
06:43Also der Grabstein ist mit Absicht gelagert worden.
06:45So wie es aussieht, war es Mord.
06:47Fangen Sie mal, kennen Sie den Mann, den Sie verfolgt haben?
06:50Nein, den kenne ich nicht.
06:51Er ist öfters eben mit Spätzln.
06:53Am meisten der Nacht, wenn geschlossen ist, da machen die Party.
06:56Warum sind Sie hinter einem hergehend?
06:57Er wollte inzwischen die Finger kriegen.
06:59Schließlich ist der Friedhof nachts geschlossen und es ist verboten, um die Zeit da drum zu hängen.
07:04Er sieht mich, haut er ab.
07:07Beim Einbruch haben wir des Öfteren mit solchen Typen zu tun.
07:12Denen macht es Spaß, wenn sie nachts auf dem Friedhof umeinander hängen.
07:15Und ich könnte ein paar Kollegen darauf anspitzen, die kennen dich näher.
07:18Ja, ist gut, machen Sie das.
07:20Herr Knoll, haben Sie eine Ahnung, warum der Mann ausgerechnet vormittags hier war?
07:23Die alte Frau umbringen?
07:26Vielleicht auch bloß einen Player holen.
07:28Was für einen Player?
07:30Das Ding da habe ich gefunden, heute Morgen.
07:32Wer weiß, vielleicht hat er es gestern Nacht liegen lassen.
07:34Als er mit den anderen hier gefeiert hat.
07:37Genau, Herr Mohr, lassen Sie es in die KTU bringen, wegen der Fingerabdrücke.
07:39Und ja, vielleicht ist der Besitzer ja bekannt für uns.
07:42Und dann schauen Sie sich bitte die Wohnung der Toten an und befragen die Nachbarn, ja?
07:45Ja.
07:46Und hier hast du etwas vergessen?
07:48Nein.
07:49Schlüssel zu Ihrer Wohnung.
07:50Willst du einbrechen?
07:51Bedankt.
07:54Dann haben wir zurück zu der Frau.
07:56Was haben Sie denn jetzt da gesehen?
07:57Was haben Sie denn da beobachtet?
07:58Die Frau stieß mit ihm zusammen.
08:01Während weiter.
08:02Sie liegt da.
08:04Ich helfe hoch.
08:06Sie wollte sofort abhauen, schleunigst weg abseilen.
08:08Habe ich sie aufgehalten?
08:11Sie kam von Richtung dem Grab.
08:14Von der Toten, der Frau Staudinger.
08:17Du, Herr Kammer, Schlüsseltäti brauchen von der Frau Staudinger.
08:22Da hätte ich mehrere anzubieten.
08:25Nein, nur den von der Wohnung.
08:29Nein, nur den von der Wohnung.
08:32Schau hier aus wie eine Hälse, ja?
08:34Frau Erder?
08:35Ja.
08:37Hauptkommissar Lind, Gipo Rosenheim.
08:39Das ist mein Kollege, Herr Harpel.
08:41Grüß Gott.
08:42Sie haben die Frau Staudinger entdeckt?
08:45Mhm.
08:46Haben Sie sie gekannt?
08:48Ja, vom Kirchenchor.
08:50Seien Sie miteinander hergekommen?
08:52Nein, nein.
08:53Haben Sie sich gut gekannt?
08:55Nein.
08:57Wissen Sie, ob die Verwandte gehabt hat?
09:01Einen Sohn, glaube ich.
09:04Wie er heißt, weiß ich nicht.
09:06Der Friedhofswärter hatte irgendwie den Eindruck, dass Sie flüchten wollten.
09:11Ich hatte so ein Schrecken bekommen.
09:13Ich wollte nur noch weg.
09:15Ich nehme an, dass Sie ein Grab hier besuchen wollten.
09:18Mhm.
09:20Frau Bella, den Mo, mit dem Sie zusammenkommen, bitte.
09:23Haben Sie den gekannt?
09:25Nein.
09:26Und wen wollten Sie besuchen?
09:29Einen Verwandten.
09:30Wo liegt er?
09:32Hier.
09:32Äh, äh, da.
09:34Dann zeigen Sie uns doch, bitte.
09:40Ich, ich war wegen Frau Staudinger hier.
09:44Aha.
09:46Dann schlage ich vor, kommen Sie mit aufs Kommissariat.
09:48Dann können Sie alles ausführlich erzählen, bitte.
09:57Jetzt wird es ja interessant.
09:58Hier schaut, dass ich den Sohn von der Staudingerindeweilen auftreibe.
10:01Sehr gut.
10:02Übrigens, kennen Sie den da?
10:04Kammermaier, gewöhnungsbedürftig Niederbäuer.
10:06Aha.
10:07Wieder schauen.
10:10Und?
10:11Noch was gefunden?
10:13Hätte ich schon gesagt.
10:15Also, nix.
10:16Nein.
10:17Wo ist denn der Bauernkommissar?
10:19Was ist der Hofer so bei euch?
10:20Ja.
10:22So ein Leuchterseil.
10:23100 Prozent.
10:24Was?
10:25Quote.
10:26Aufklärung.
10:27Ja.
10:28Wo ist er, der Hofer?
10:30Fortbildung.
10:31Ich bin Vertreter.
10:32Ich weiß.
10:34Einbruch.
10:3570 Prozent.
10:37Bisschen.
10:38Ausgeschämter.
10:39Stockel.
10:41Der Hartl, ja, genau.
10:42Lärtst du von mir bitte eine Ermittlung anstellen?
10:44Und zwar besuchen den Sohn von einer Staudinger Luise.
10:50Nehmen Sie doch bitte Platz.
10:52Haben Sie jetzt eine schlechte Meinung von mir?
10:54Weil Sie gelogen haben?
10:56Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht.
11:00Entschuldigung, Herr Lindt.
11:01Grüß Gott.
11:02Ja.
11:03Der Sohn von der Leiche heißt Georg Staudinger, wohnt in der Vorstadt und der Hartl ist unterwegs.
11:08Gut, danke, Frau Stockel.
11:09Das ist übrigens Frau Erla.
11:10Grüß Gott.
11:11Grüß Gott.
11:12Gut, noch was.
11:13Die Frau Roloff hat mich angerufen.
11:16Hat sie sie auf dem Handy erreicht?
11:18Ach so, ja, ja, ja.
11:19Ja.
11:38Hallo?
11:40Ich muss Schluss machen.
11:44Herr Staudinger.
11:45Herr Hartl, grüß Gott, Hauptkommissar, Mordkommission Rosenheim.
11:51Herr Staudinger, ich muss Ihnen leider eine traurige Mitteilung machen.
11:56Ihre Mutter ist heute Morgen aufgefunden worden.
12:00Hat sie sich wieder was am Herz?
12:02Nein.
12:03Der Schlang ist worden.
12:04Erschlagen?
12:05Von einem Grabsteuer.
12:07Wie Grabsteuer?
12:08Und der Stein ist mit Absicht gelockert worden.
12:10Mein Beileid übrigens.
12:12Herr Staudinger, verraten Sie mir, ziehen Sie hier jetzt ein oder aus?
12:18Aus?
12:19Aus Eifersucht.
12:22Ja, mein Mann und ich singen im Kirchenchor.
12:26Und Frau Staudinger auch.
12:29Und, nun ja, Sie verstand sich gut mit ihm.
12:34Mein Mann ist normalerweise sehr zurückhaltend.
12:38Aber an Frau Staudinger hat er irgendwer in der Narren gefressen.
12:42Sie haben mehr vermutet.
12:43Warum nicht?
12:45Deshalb haben Sie sie beschattet.
12:48Beschattet ist zu viel gesagt.
12:50Ich bin ja ein paar Mal gefolgt.
12:52Und?
12:53Sie ging immer nur auf den Friedhof.
12:55Immer zur selben Zeit.
12:55Man konnte die Uhr danach stellen.
12:58Und heute sind Sie ihr auch gefolgt?
13:02Nein, ja.
13:03Ich war spät dran, also ging ich gleich zum Friedhof.
13:07Mein Mann ging nämlich heute auch sehr früh aus dem Haus.
13:11Das klingt alles sicher sehr lächerlich für Sie, Herr Kommissar, aber...
13:14Ich komme damit einfach nicht zurecht.
13:18Mein Mann geht einfach so fort und weigert sich mir zu sagen, wohin er geht.
13:24Was denken Sie, warum?
13:28Weil ich ihm ja doch nicht glaube, sagte er.
13:30Und er hat recht, ich habe ihm nicht geglaubt.
13:33Ich hätte ihn umbringen können.
13:37Ihn oder auch Sie?
13:41Wo wohnen Sie denn?
13:45Färbergasse 12.
13:48Gut, entschuldigen Sie mich kurz.
13:54Frau Stockel?
13:55Ja?
13:56Rufen Sie doch bitte mal Herrn Hartl an.
13:58Er möchte in die Färbergasse 12 fahren und Herrn Erler befragen.
14:01Und zwar zu seiner Frau.
14:03Was sie über Frau Staudinger gesagt hat, ob sie eifersüchtig war.
14:08Weil ihr Mann hätte vermutlich eine Affäre mit Frau Staudinger.
14:12Haben Sie das?
14:13Ja, ja, wird erledigt.
14:15Okay.
14:17Ja?
14:20Frau Ortmann.
14:21Tag.
14:22Können Sie Chinesisch?
14:24Wieso?
14:25Weil ich das nicht lesen kann.
14:28Das ist kein Chinesisch, das ist Japanisch.
14:31Ja, das hilft mir jetzt weiter.
14:33Zum Ausgleich was Deutsches.
14:34Die Monatsaufstellung für die Schreibpotenzialien.
14:37Und was steht da jetzt?
14:38Keine Ahnung, ich kann kein Japanisch.
14:41Aber dass das Japanisch ist, wissen Sie?
14:43Ja, steht da, Tokio.
14:46Und Chinesisch hätten es gekonnt.
14:48Nein.
15:17Hallo, die Damen.
15:18Das kann ich mir nicht vorstellen.
15:20Also ich finde Sie eher sehr fein und dezent.
15:23Fein und dezent.
15:24Dass Sie sich da mal nicht täuschen.
15:26Da fangen Sie am besten mal den Herrn Hansen.
15:28Nein, wie geht es denn dem überhaupt bei seiner Regatta?
15:30Gut.
15:31Er hält sich gut, ungefähr auf Platz 10.
15:34Aber Sie wissen ja, das kann sich ganz schnell ändern.
15:38Meine Mutter war regelmäßig am Grab von meinem Vater.
15:42Sie sind ja richtig über seinen Tod hinweggekommen.
15:45Wer erkennt meine Mutter und Brinklwein?
15:48Das frage ich mich auch.
15:50Herr Staudinger, wo waren Sie heute Vormittag zwischen 10 und 11?
15:53Ja, ich habe gepackt.
15:55Und ich war allein.
15:58Sie haben eine Werbefirma gehabt?
15:59Die habe ich immer noch.
16:00Ich verkleine mich nur.
16:01Ja, läuft nicht so gut.
16:03Dann, wie ist das vorerst?
16:06Aber ich möchte Sie bitten, sich zur Verfügung zu halten.
16:08Ich nehme sicher noch ein paar Fragen an Sie.
16:11Für Gott.
16:19Frau Stockl, ist der Kaffee etwa fertig?
16:22Nein, bloß zum Erlöffel, ja.
16:25Das mache ich.
16:26Aber haltet mich warm, gell?
16:27Bitte.
16:45Gut, dann, auf Wiedersehen, Frau Erler.
16:50Wiedersehen, Herr Lind.
16:52Verzeihen Sie mir die Lügerei.
16:54Ich bin Kommissar, kein Priester.
17:00Ist noch was?
17:01Ja, einmal als ich Frau Staudinger gefolgt bin, habe ich eine junge Frau gesehen.
17:07Sie hat Frau Staudinger fotografiert.
17:09Wo war das?
17:10Auf dem Friedhof.
17:14Können Sie die Frau beschreiben?
17:16Ja.
17:17Na dann.
17:18Na ja, jedenfalls hat der Ortmann letztens einen ganz schönen Hund reingebracht.
17:21Behauptet die doch glatt.
17:22Ich hätte...
17:23Ja, und dann hat die Elfi gesagt...
17:24Kennen Sie die Elfi?
17:25Äh, was?
17:26Die Elfi Huber, das ist eine ganz alte Freundin von mir.
17:29Na, kennen die nicht?
17:30Was hat denn jetzt Ihre Elfi gesagt?
17:31Ach, das ist gar nicht so wichtig.
17:33Viel interessanter ist ja die Geschichte zwischen dem Lind und seiner Flamme in Hamburg.
17:38Der Roloff.
17:39Ja, also mir erzählt er ja nicht so viel.
17:41Er hält sich da sehr bedeckt.
17:43Aber wenn ihr mich fragt, ist der gewaltig Rauch im Gebüsch.
17:45Und wo Rauch ist, ist bekanntlich auch Feuer, gell, Frau Ortmann?
17:48Wieso jetzt ich?
17:50Interessiert Sie das nicht?
17:51Nicht die Bohne.
17:52Na ja, jedenfalls ist da seit zwei Tagen Funkstille.
17:55Kein Telefonat, nichts, nada.
17:58Zwischen der Roloff und dem Herrn Lind.
17:59Ja, vor wem rede ich denn die ganze Zeit?
18:02Und nur weil die beiden gerade seit zwei Tagen nicht miteinander telefonieren, brennt es schon im Gebüsch?
18:06Jetzt lassen Sie mich halt einmal ausreden.
18:08Also, ich sitze am Schreibtisch, das Telefon klingelt, wer ist dran?
18:11Die Roloff.
18:13Mir hört es ja fast vom Hocker, was wollt ihr von mir?
18:15Äh, was wollt ihr von einer?
18:16Ja, mit dem Herrn Lind sprechen.
18:17Ich sage, der ist nicht da, probieren Sie es auf dem Handy.
18:18Sagt sie, ja, das mache ich.
18:20Tolle Nachricht, so viel Subtext.
18:22Das ist doch ganz klar.
18:24Sie versucht ihn anzurufen und er hebt nicht ab.
18:27Nein, Frau Ortmann, trete ich Ihnen eigentlich mit dieser Geschichte auf die Füße?
18:31Wieso?
18:32Na ja, Lind und Roloff ist Ihr großes Leidensthema.
18:38Frau Stockel, ich habe diesbezüglich inzwischen ein dickes Fell bekommen.
18:42Nein, es ist nicht mein Leidensthema.
18:45Es klappt, gell, Frau Hofer?
18:46Ich hole mich da raus.
18:48Jedenfalls ist das Ihre Chance.
18:49Wenn der Lind in Hamburg ist, sind Ihre Fälle davongeschwommen.
18:52Frau Stockel.
18:53Ja.
18:55Bestellen Sie bitte Herrn Breisig her, Frau Erla soll eine Phantomzeichnung machen.
18:59Ja.
19:01Mach ich.
19:05Helle?
19:07Ich möchte auf mein Angebot von letzter Woche zurückkommen und Sie für heute Abend einladen.
19:13Also zum Abendessen.
19:15Sie wissen schon sonst nichts, der Herr Hartl ist auch dabei, weil der ist auch so aloha.
19:20Ich weiß schon, klar.
19:22Gut, ich komme gern.
19:23See.
19:29War jetzt gescheit blöd, oder?
19:31Na.
19:42Passt.
19:49So.
19:50So.
19:51Doeber.
19:51So, die Staulinge.
20:02Tada.
20:02Na, na, na.
20:36Was machen Sie da?
20:39Aufräumen.
20:40Sind Sie sich da sicher?
20:42Schon.
20:44Wie sind Sie da hereingekommen?
20:47Mit dem Schlüssel.
20:50Ja, Irrtum vielleicht.
20:52Oder jemand hat sich einen blöden Scherz erlaubt.
20:55Moin Ernst.
20:56Könnte doch sein.
20:58Ach, Frau Stuckel.
21:00Bitte, sagen Sie mal.
21:02Wie geht es denn eigentlich dem Herrn Link mit seiner Frau Roloff?
21:06Man hat schon lange nichts mehr gehört.
21:07Der Franz Mie.
21:09Ja, natürlich. Wie denn sonst?
21:10Herr Achtziger, ich möchte nicht, dass die Gerüchteküche aufkocht.
21:13Ach, natürlich nicht.
21:18Ich glaube, es herrscht Funkstille.
21:21Tatsächlich?
21:22Ach, ist das jetzt gut oder schlecht für uns?
21:26Was fragen Sie denn da Mie?
21:28Ja, wie denn sonst? Sie sitzen ja quasi an der Quelle.
21:31Herr Achtziger, möchten Sie eventuell damit sagen, dass ich ratsche?
21:35Nein, um Gottes Willen, Frau Stockel.
21:36Kein Mensch würde das sagen.
21:39Sagen wir mal so, Ihnen liegt halt das Privatleben der anderen sehr am Herzen.
21:44Während Ihnen wichtig ist, dass die Leute einen Kopf frei haben.
21:47Für die Arbeit, ja.
21:48Schön.
21:49Dann werde ich Ihnen noch oft helfen können.
21:56So, Frau Jaerle, der Mund passt so?
21:58Ja.
21:58Okay.
21:59Dann kommen wir zu den Augen.
22:00Welche kommen denn dem am nächsten?
22:03Entschuldigung.
22:05Ja?
22:06Ja.
22:07Wenn die passen, ja.
22:08Augenblick, es ist ziemlich schlecht.
22:09Kennen wir nicht heute Abend?
22:11Helen, ich drück mich nicht, ich arbeite.
22:13Okay.
22:14Ja, ich weiß, du auch.
22:16Kleiner.
22:16Also, ich rufe dich heute Abend an, ja?
22:18Gut.
22:20Was machten Sie da?
22:22Ich lasse Frau Erlack gerade ein Phantombild zeichnen.
22:24Sie sagt, sie hätte eine Frau beobachtet, die Frau Staudinger gefolgt wäre und sie fotografiert hat.
22:29Fotografiert? Interessant.
22:31Zwischen 20 und 25 Jahren braune Haare.
22:33Vielleicht hilft es uns irgendwie weiter.
22:37So, Herr Preisig.
22:40So.
22:41Danke.
22:45So sieht sie aus, ja?
22:46Ja.
22:49Alles gut, Bernd.
22:50Alles gut, Frau Erlack.
22:52Einen Moment, bitte.
22:55Ich habe in der Wohnung von der Frau Staudinger eine Dame überrascht.
22:59Ja, was?
23:00Schnüffeln und aufräumen, das ist noch nicht ganz klar.
23:03Auf jeden Fall arbeitet sie für den Pflegedienst Angerer und sie sagt, sie hätte die Frau Staudinger betreut.
23:08Und heißen tut es Jutta Prösel.
23:12Na, so lustig.
23:13Ich habe sie auf jeden Fall mitgebracht, gell?
23:15Das ist gut.
23:15Ja.
23:16Könnten Sie die Person zur Fahndung rausgeben?
23:18Ja, sicher.
23:18Na gut.
23:22Herr Hauptkommissar wird sich gleich um sie kümmern, Herr Preisig.
23:28Frau Preisig?
23:30Hörst du mir mal auf?
23:33Kommen Sie mal mit.
23:35Kommen Sie mal mit.
23:37Kommen Sie mal mit.
23:40Ist noch was?
23:41Ich möchte gerne einen Fahndungserfolg melden.
23:47Das ist sie!
23:52So, Frau Prösel.
23:54Ihre Angaben scheinen zu stimmen.
23:56Sie arbeiten für den Pflegedienst Angerer und haben unter anderem auch Frau Staudinger betreut.
24:01Gehört es eigentlich auch zu ihren Aufgaben, ihre Klienten auszuspionieren und zu fotografieren?
24:07Wo sind die Fotos?
24:19Danke.
24:21Ich habe die Fotos im Auftrag von Herrn Staudinger gemacht.
24:25Wieso?
24:26Er hat sich Sorgen um seine Mutter gemacht.
24:32Das ist gut.
24:36Das heißt Thema Multimedia-Player.
24:38Kollegen von der KTU haben Fingerabdrücke gefunden und identifiziert bei einem gewissen Max Leutner.
24:43Den kennen wir schon.
24:43Hat er eine Jugendstrafe verböst wegen Einbruchs.
24:46Wohnhaft, Karammer, Gasse...
24:4756.
24:48Ich bin schon dort gewesen, war aber keiner da.
24:51Ich habe immer gedacht, wir könnten den Michael vielleicht auf den Friedhof schicken.
24:55Auf den Friedhof?
24:56Ja, super Idee. Mit dem Player.
24:59Weil, wenn der Leute schon einmal da war,
25:01da kommt er vielleicht wieder.
25:02Ja, probieren Sie es halt.
25:04Übrigens, diese Frau Brösel hat Frau Staudinger
25:06am Auftrag ihres Sohnes beschattet und fotografiert.
25:09Aha, wieso?
25:10Ja, das werden wir hoffentlich gleich erfahren.
25:12Viel Glück.
25:18Also,
25:20warum hat Herr Staudinger sich Sorgen um seine Mutter gemacht?
25:27Frau Staudinger hat sehr viel Schmuck gehabt.
25:29Sie hat ihn über die Jahre hinweg von ihrem Mann geschenkt bekommen.
25:33Immer wenn sie zum Grab ging,
25:35dann legte sie ein anderes Schmuckstück an, quasi, für ihren Mann.
25:39Erstmal noch kein Grund, sich Sorgen zu machen.
25:41Vor einem Monat ist sie beinahe Opfer von Trickdieben geworden.
25:44Unter dem Vorwand, die Heizung zu überprüfen,
25:46sind sie in ihre Wohnung gelangt.
25:49Ich kam zufällig dazu.
25:51Und konnten den Diebstahl verhindern?
25:53Ja.
25:55Seitdem hatte sie panische Angst, dass sich der Vorfall wiederholt.
25:57Sie hat den Schmuck in einem Grabstein deponiert.
26:00Sie vertraute, wenn man so will,
26:02den Schmuck ihrem Mann an.
26:04Schließlich waren es ja seine Geschenke.
26:07Und sie hat
26:08ihren ganzen Schmuck
26:10da in dem Grabstein gelagert.
26:13Ich denke schon.
26:15Wussten Sie oder Herr Staudinger
26:17von dem Versteck?
26:18Eben nicht,
26:19bis ich es fotografiert hatte.
26:22Herr Staudinger bekam zwar mit, dass sie den Schmuck weggebracht hatte,
26:25sie wollte ihm aber nicht sagen, wohin.
26:27Er hat sich Sorgen gemacht.
26:30Wo waren Sie heute Morgen?
26:31Zwischen zehn und elf.
26:32Bei Frau Randerer.
26:34Eine Frau, die ich pflege.
26:36Und die kann das bezogen?
26:37Das glaube ich nicht.
26:39Sie leidet unter Alzheimer.
26:44Sie war da bei einem Juwelier.
26:46Sollten Sie da wollen
26:47den Schmuck verkaufen?
26:49Keine Ahnung.
26:50Hat Herr Staudinger die Fotos auch?
26:52Ich habe sie ihm per E-Mail zugeschickt.
26:55Auf!
27:09Tausend.
27:09Ja, abgemacht.
27:11Du, deine Mutter ist tot.
27:14Wo warst denn du das?
27:15Ich bin auf dem Friedhof gewesen.
27:17Die Polizei war schon da.
27:22Hör auf, ich kann den Schmuck nicht hier lassen.
27:24Ja und?
27:24Ich gebe dir 500 extra
27:26und du nimmst den Schmuck.
27:27Spinnst du, wenn die den bei mir finden, Benidro?
27:29Bringst den Zug.
27:30Auf dem Friedhof,
27:31da wimmelt es von der Polizei.
27:32Die sind längst weg.
27:37500,
27:38der Zweitschlüssel fürs Grab,
27:40der Schmuck.
27:43Du kannst mich nicht hängen lassen.
28:11Und dann,
28:12du kannst die Schmuck.
28:13Du kannst dich nicht in der Schmuck.
28:13Du kannst dich nicht wenden,
28:16dirkommst den Schmuck.
28:19Du kannst dich nicht wenden,
28:21die Strasse-Chem dienen,
28:21der Schmuck.
28:23Du kannst dich in die Schmuck.
28:24Du kannst dich nach
28:45Herr Knoll, sagen Sie einmal, wird der Schuppen eigentlich abgeschlossen?
28:51Nein.
28:52Nie?
28:53Der Friedhof wird abgeschlossen, das reicht.
28:56Der Schuppen steht also da und da wird offen.
28:59Sag ich doch.
29:01Danke.
29:12So, kommen wir ins Präsidium.
29:14Ja.
29:15Du, Herr Kammermeier, können Sie die Arbeitsgeräte von dem Schuppen da hinten in die Karte umbringen?
29:21Selber hat man keine Hände.
29:23Selber hat man selber noch was zu tun.
29:26Sonst noch was?
29:27Ja, du, oben in der Kirche, das sind so 100 Gesangspürchen.
29:30Kannst du da mal schauen wegen die Fingerabdrücke?
29:34Ein Scherz.
29:36Und Herr Knoll, Sie zeigen mir jetzt bitte, wo Sie den Player gefunden haben.
29:40Gerne.
29:42Gerne.
29:43Ihr Wein zum Wohl.
29:45Dankeschön.
29:45Seid Sie einmal wieder da?
29:46Ja.
29:48Zum Wohl.
29:49Aber eigentlich rühren.
29:51Jedes Mal, wenn es ans Graub gegangen ist, dann hat es einen anderen Schmuck von dem Mund aufgelegt.
29:56Und warum hat er seine Mutter beschatten lassen?
29:58Damit sie keinen Blödsinn anstellt mit dem Schmuck?
30:00Vielleicht war er einfach scharf auf dem Schmuck.
30:02Und so eine Werbefirma läuft und ich kann dir mir Geldprobleme schon vorstellen.
30:05Wollt ihr was essen?
30:06Wir sind nachher noch zum Essen eingeladen.
30:08Ach so.
30:10Dann zwei helle?
30:11Ja, unbedingt.
30:12Alkoholfrei.
30:13Klar.
30:15Das heißt, er hat seine Mutter von dieser Pflegerin so lange beobachten lassen, bis er wusste, wo der Schmuck ist.
30:19Dann hat er sie umgebracht und es wie einen Unfall aussehen lassen.
30:22Kann sein.
30:23Ich weiß nicht.
30:25Außerdem hätte er fürchten müssen, dass wir eben über diese Frau Brösel auf die Schliche kommen.
30:28Vielleicht hat er das Risiko einem voll in den Kopf genommen.
30:31Beweis haben wir bis jetzt keine.
30:35Ah.
30:36Sehr schön.
30:37Bitte schön.
30:38Danke.
30:39Ja, danke.
30:43Komm, ich spiele.
30:55Ist das der Leutner?
30:59Ja!
31:06Sie brauchen noch mal Verstärkung.
31:19Polizei.
31:21Abhauen sinnlos.
31:22Wir wissen, wer sie sind und wo sie wohnen.
31:23Das braucht man so böte, die Rinderei, Herr Leutner.
31:28Na?
31:38Hab ich dir gesagt?
31:39Hab ich dir endlich.
31:41Und Sie auch, Herr Knull?
31:45Ich verstehe auch nicht, warum.
31:49Telefoniert er mit seiner Helen?
31:50Buchtelt er mit die Hände?
31:52Nein, das hat er mit nichts.
31:52Ja.
31:53Dann telefoniert er mit ihr.
31:54Da läuft es ja nicht mehr rund.
31:56Das weiß ich auch nicht mehr.
31:59Weißt du, worum es geht?
32:00Was weiß ich?
32:01Vielleicht wohl eher Familie und seine Karriere.
32:04Wie schaut es eigentlich mit dir und der Marion aus?
32:06Mit was?
32:07Kinder.
32:08Kinder?
32:09Wir bringen noch nicht einmal einen gescheiten Urlaub zusammen.
32:11Warum rufst du es nicht einfach an?
32:13Weil es nicht abhebt.
32:14Und wenn du dir eine SMS schreibst?
32:16Das nutzt doch einiges, wie eine SMS schreiben, wenn es nicht telefonieren mag.
32:19Hartl, so kennst du nie zu Kinder.
32:20Mit dem Telefon schon gleich gar nicht.
32:22Hallo, das hast du.
32:23Du hast behauptet, dass ich mich nicht entscheiden kann, aber das ist überhaupt nicht wahr.
32:26Nee, also ich habe jetzt keine Lust mehr.
32:28Ich lege auf.
32:29Ja?
32:32Ich habe dir doch gerade...
32:34Oh, Entschuldigung.
32:35Ja?
32:36Was gibt es, Herr Mo?
32:38Ach was.
32:40Aha.
32:41Das ist interessant.
32:42Ja, das haben Sie gut gemacht.
32:44Okay, ja, bis morgen.
32:45Der Herr Mo hat doch tatsächlich den Leutner festgenommen auf dem Friedhof.
32:48Der wollte gerade den Schmuck zurück zum Grab bringen.
32:50Angeblich im Auftrag von Staudinger.
32:52Den hat er auch gleich festgenommen.
32:53Geht der Staudinger?
32:54Dann ist er voll praktisch gelöst.
32:55Nicht so schnell, Herr Kollege.
32:57Wir nehmen uns die beiden morgen vor und dann...
32:58Dann können wir endlich essen.
33:00Um Gottes Willen, das ist ja nicht so viel.
33:02Ich bin ja nicht Korbinian.
33:03Der war gut.
33:04Nach all dem Ärger mit Ihrer Freundin brau uns was Gescheites zwischen die Kiemen.
33:08Ich habe auch einen Molzärger.
33:18So, jetzt bin ich aber gespannt.
33:27Jesus!
33:28Das gibt es doch überhaupt nicht!
33:31Guten Morgen, Frau Schocken.
33:32Guten Morgen, Herr Lind.
33:32Das sind 20 neue E-Mails und alle aus dem asiatischen Raum.
33:36Das kann doch kein Mensch lesen, schauen Sie.
33:39Sie müssen sich einen Übersetzer besorgen.
33:41Es gibt aber keinen in Rosenheim.
33:43Ja, dann leiten Sie es eben ans Landeskriminalamt weiter.
33:47Meinen Sie?
33:48Meinen Sie.
33:50Ja.
33:51Grüß dich, Stuckli.
33:52Grüß dich, Michi.
33:5220 neue E-Mails und alle asiatisch.
33:58Japanisch, koreanisch, chinesisch.
34:01Du musst das gut lernen, da hast du so viel Zeit.
34:04Geh.
34:06Guten Morgen, Herr Lind.
34:07Hallo, Herr Moin.
34:09Übrigens, gute Arbeit.
34:11Danke.
34:12Na ja, ich sag's Ihnen nur ungern, aber ein bisschen Glück war schon auch dabei.
34:16Wieso?
34:16Na ja, weil der Leutner ist ja nicht nur wegen dem Videoplayer gekommen, sondern vor allem
34:21wegen dem Schmuck.
34:22Und jetzt sitzt der Leutner im Vernehmungsraum und der andere, der Staudinger, sitzt schon
34:25am Gangtrast.
34:27Perfekt.
34:28Ja, ganz was Wichtiges.
34:29Der Geräteschuppen vom Friedhof wird nicht abgesperrt.
34:32Und da habe ich etwas entdeckt.
34:34Nämlich ein paar Stemmeisen.
34:37Stemmeisen?
34:39Was Sie meinen, dass der Täter sein Werkzeug von da haben könnte?
34:43Ergibt das Sinn?
34:44Und freilich ergibt das einen Sinn, weil die KTU hat nämlich auf einem von dem Stemmeisen
34:50Granitstab entdeckt.
34:51Und dieser Granitstab, der stand eindeutig von dem Grabstab, mit dem die Staudinger
34:54unterschlagen worden ist.
34:55Also vom Herrn Staudinger.
34:58Morgen.
34:59Grüß dich, Hartl.
35:00Morgen.
35:01Ich komme gerade vom Juwelier Preislinger.
35:03Frau Staudinger hat ein paar Schmuckstücke schätzen lassen wollen.
35:06Wollen Sie sich davon trennen?
35:07Schaut sie aus.
35:08Vielleicht wollte sie ihrem Sohn helfen, aber der hat sich dann gleich selber geholfen.
35:12Übrigens, Herr Mohr hat gestern die Werkzeuge von der Friedhofsverwaltung in die KTU bringen
35:15lassen.
35:16Warum jetzt das?
35:17Ja.
35:18Wir sind doch immer davon ausgegangen, dass der Täter sein Werkzeug wieder mitgenommen
35:21hat.
35:21Aber das muss gar nicht sein.
35:23Offenbar kann er es aus dem Geräteschuppen geholt und wieder dahin gebracht haben.
35:27Und auf einem von den Stemmeisen hat die KTU Granitstab entdeckt.
35:31Ob dieser Granitstab stammt eindeutig von dem Grabstein, mit dem die Staudinger erschlagen
35:35worden ist.
35:35Also vom Herrn Staudinger.
35:37Wow.
35:38Michi, gut.
35:40Holen Sie doch mal diesen Friedhofsverwalter her.
35:43Einen Knall.
35:44Wieso jetzt den?
35:45Holen Sie ihn einfach.
35:46Ja, aber...
35:47Bitte.
35:47Ja.
35:50Der Staudinger hat mir den Auftrag erteilt.
35:53Dann habe ich den Schmuck geholt.
35:55Aber mit dem Mord habe ich nichts zu tun.
35:58Und wann hat Herr Staudinger Sie engagiert?
36:01Vor drei Tagen.
36:03Vorgestern habe ich dann meinen Auftrag ausgeführt und den Schmuck geholt.
36:06Und gestern habe ich ihn an Staudinger dann übergeben.
36:09Was haben Sie denn gekriegt dafür?
36:101000 Euro.
36:12Wann war das?
36:13Gestern.
36:14Ich war in seinem Büro.
36:17Warum haben Sie dann gestern Abend den Schmuck wieder zurück auf den Friedhof gebracht?
36:22Er hat mir nochmal 500 Euro gegeben, dass ich den Schmuck zurückbringe.
36:25Er hat Angst gehabt, dass Sie das Zeigl bei ihm finden.
36:27Er hat gemeint, der Schmuck ist am Friedhof vielleicht sicher.
36:31Sie haben es doch selber nicht.
36:33Gut, und was wollten Sie gestern früh?
36:36Mein Bläher zurückholen, den habe ich am Friedhof vergessen.
36:39Und da habe ich die alte Frau Staudinger tot am Grab liegen sehen.
36:42Aber ich habe es nicht umgebracht.
36:44Das würde ich an Ihrer Stelle auch sagen.
36:47So, jetzt wäre da der Knoll.
36:49Sehr gut.
36:50Dann bringen Sie erst mal Herrn Staudinger rein und nehmen Herrn Leutner mit, bitte.
36:54Ah, Josef, kannst du bitte?
37:01So, Herr Staudinger, bitte.
37:04Herr Leutner, Sie setzen sich daher.
37:07Josef, bitte übernehmen.
37:09Leidzeit.
37:12Was ist mit den Asien-E-Mails?
37:14Ach so, die habe ich alle zum LKA nach München gemeldet und dort werden es übersetzt.
37:17Herr Staudinger, nehmen Sie bitte Platz.
37:23Herr Staudinger, dank der Frau Brösel haben Sie ja gewusst, wo Ihre Mutter den Schmuck versteckt gehabt hat.
37:30Mit einer Firma ist ein Bach runtergegangen.
37:32Und da könnte ja so eine schmucktechnische Finanzspritze ganz gut tun, haben Sie sich gedacht, gell?
37:38Ja, aber mit dem bisschen Schmuck kann man keine ganze Firma retten.
37:41Na, für die aktuellen Rechnungen hätte es gelungen.
37:44Und warum in drei Gottes Namen haben Sie den Schmuck mal selber gestohlen?
37:46Warum haben Sie denn den Herrn Leutner dafür engagiert?
37:49Der kennt sich da aus, der lungert da öfters rum.
37:53Außerdem habe ich eine Art Alibi gebraucht von meiner Mutter.
37:57Ich habe es öfters darum gebeten, mir Geld zu leihen und dafür den Schmuck zu versetzen.
38:01Was die Mutter aber nicht gemacht hat.
38:03Trauen Sie Herrn Leutner den Mut zu?
38:05Das ist ein Spinner, der gerne am Friedhof rummengt.
38:11Warten Sie bitte hier.
38:13Ja, danke. Ende.
38:17Kommt, da stand Frau Staudinger. 2000 Euro. Punkt.
38:20Oh.
38:22Dass der junge Staudinger auf den Erben spekuliert hat, das können wir schon mal ausschließen.
38:25Ach, sauber.
38:26Tja.
38:26Grüß Gott, ihr Herren.
38:28Grüß Gott.
38:29Und?
38:30Wie schaut es aus?
38:33Ja, also wir haben zwei Verdächtige und ein Problem.
38:39Ja, ich muss dann auch wieder gehen.
38:42Was für ein Problem?
38:44Das Problem, dass es unsere zwei Verdächtigen einfach rein logisch nicht gewesen sein können.
38:48Schauen Sie, wir haben den Sohn, den Staudinger.
38:51Ja, und den Leutner Max, den Friedhofsschrieg.
38:54Und wir wissen auch, dass der Staudinger den Leutner mit dem Schmuckdiebstahl beauftragt hat.
39:00Und auch, dass er den Diebstahl begangen hat und es lief alles nach Plan.
39:03Es gibt gar keinen Grund, warum einer der beiden den Mord begangen haben soll.
39:07Zumal am Tag danach.
39:09Und eine Affekt-Tat kann man eigentlich ausschließen, weil im Affekt der Grabter kann ein Grabstuhl aus und schmeißt ihn
39:14um.
39:15Außerdem war der Staudinger sehr darauf bedacht, ein Alibi zu haben von seiner Mutter.
39:19Deswegen hat er den Leutner ja engagiert.
39:21Also, dass der seine Mutter umbringen soll, das ergibt irgendwie keinen Sinn.
39:24Darf ich jetzt auch mal was sagen?
39:26Ja, natürlich. Was denn?
39:28Ich hätte nämlich die Antwort auf den Herrn Linz seine Ungereimtheiten.
39:32Aha.
39:33Das ist gerade vom LKA gekommen. Die haben alle E-Mails übersetzen lassen.
39:37Und die handeln von ein und demselben Thema.
39:40Von welchem Thema?
39:42Eiermordfall.
39:53Ach so.
39:56Also, der Rörder von Frau Staudinger.
39:59Das ist ein schlechter Scherz.
40:01In dem Raum wird nicht gescherzt.
40:02Sie sind zweifelsfrei der Mörder, Herr Knoll.
40:04Sie sind gesehen worden bei der Tat.
40:06Gesehen worden?
40:08Von wem?
40:09Nun, bisher sind es 32 Zeugen, die Sie gesehen haben.
40:14Und stündlich werden es mehr.
40:16Das ist schon ein Witz, oder?
40:18Nein, kein Witz.
40:20Nein.
40:21Das ist ein gesehen worden, und zwar real weit.
40:24Vor allem in Japan.
40:26Das ist nämlich zur Tatzeit sieben Uhr abends gewesen, also beste Primetime für Internet-User.
40:31Und die alle haben ihre Tat beobachtet, und zwar über die Webcam, die die Gegend vor dem Friedhof aufnimmt.
40:38Ihre Tat hat sich quasi vor allen Augen abgespielt.
40:43Sie blöd.
40:46Kollegen, es ist gelungen, dass Sie ein Bild vergrößern, und auf einmal schauen Sie direkt in die Kamera vom fremden
40:50Verkehrshund.
40:58Und?
40:59Gleich ist es soweit.
41:02Scheiß.
41:02Wir kennen sogar Ihr Motiv.
41:04Bei der Besuchung von Ihrer Wohnung und von Ihrem Büro ist Zahngold gefunden worden, was beim augenblicklichen Goldpreis recht viel
41:09wert ist.
41:10Herr Knolz, Sie haben die Toten beraubt.
41:12Und Frau Staudinger ist Ihnen irgendwie in die Quere gekommen.
41:15Nur würde uns interessieren, wie.
41:18Sie hat mich gesehen.
41:19Beim Juwelier.
41:22Wie ich Ihnen mein Gold verglücken wollte.
41:25Ich hab's in Ihren Augen gesehen.
41:27Sie hat es gleich gecheckt.
41:30Ich muss Sie was tun, schnell handeln, bevor Sie auspackt.
41:33Gut, Herr Knolz, danke, dass Sie auspackt haben.
41:36Sie seien jetzt festgenommen, wegen des dringenden Verdachts zur Verschleierung einer Straftat Frau Staudinger umgebracht zu haben.
41:46Tja.
41:50Fall gelöst.
41:52Durch mich.
41:54Stockel-San.
41:55Respekt.