- vor 2 Tagen
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SpaßTranskript
00:05Geh schau mal her. Passt das ja so?
00:07Ja, schön machst das. Aber leider muss jetzt schnell mal weg.
00:10Mir ist der Gelierzucker für die zweite Ladung ausgegangen.
00:12Also der nächste Topf mit der Marmelade steht schon bereit.
00:15Schützt die da auch noch dazu, schützt den Ofen ein
00:17und dann rührst du, wie wenn der Teufel hinter dir her war.
00:19Ich hab doch gemeint, dass ich jetzt fertig bin.
00:21Ich hab doch heut mal freien Tag.
00:22Eben. Und wenn ich nicht rechtzeitig zurück bin,
00:25schützt die Marmelade einfach in die Gläser rein, gell?
00:28Schrägt.
00:32Nicht vergessen. Rühren, rühren, rühren.
00:35Ja.
00:50Und wann geben Sie Ihr nächstes Seminar?
00:53Leider erst im Herbst.
00:55Aber wir können uns gerne ein bisschen früher sehen, Frau Ortmann.
00:58Wie wär's mit morgen? 20 Uhr bei Da Giuseppe?
01:03Sagen Sie, könnte ich mich mal ganz kurz auf Ihre Couch da legen?
01:07Jetzt schon?
01:08Ich würd einfach gern mal wissen, wie sich das anfühlt. Als Patient.
01:13Bitte gerne.
01:19So, so.
01:30So, und jetzt würde ich loslegen. So geht das doch, oder?
01:32Ganz genau, so geht das.
01:35Und was würde ich da jetzt so sagen?
01:37Na, Sie würden zum Beispiel sagen, dass Sie damals, als Sie an meinem Seminar sanfte Mitarbeiterlenkung teilgenommen haben,
01:45den Seminarleiter sehr sympathisch gefunden haben und dass Sie jetzt gar nicht so genau wissen, wie Sie ihm das am
01:52besten sagen.
01:54So was würde ich nie sagen.
01:56So was würde ich nie sagen.
01:58Was würden Sie denn sagen?
02:01Nur die Wahrheit, dass ich zu Ihrem Seminar verdonnert wurde und mich dort als Controllerin völlig fehl am Platz gefühlt
02:07habe.
02:08Wie ich meine Kosten besser senken kann, weiß ich immer noch nicht.
02:12Aber eins weiß ich jetzt, dass ich mit dem Mann, der das Seminar geleitet hat, durchaus auf meine Kosten kommen
02:18könnte.
02:20Also ja, morgen 20 Uhr bei Dad Giuseppe würde mir passen.
02:34Herr Dr. Schenkendorf.
03:03Hansen?
03:05Herr Hansen, Ortmann hier.
03:06Frau Ortmann, wie freudige Überraschung!
03:09Haben Sie heute nicht Ihren freien Tag?
03:10Haben Sie schon Entzugserscheinungen? Vermissen Sie Ihren Streitpartner?
03:13Herr Hansen, es ist ein Mordgeschehen. Psychotherapeutische Praxis Dr. Schenkendorf, Soxleet, Straße 58.
03:19Ah, und Sie sind jetzt da, ja? Wie heißt die Straße?
03:22Soxleet, S wie Stockel, O wie Ortmann, X wie Nix, H wie Hansen, L wie Läubel, E wie Eckstein, T
03:29wie Times Square, H wie Hofer. Bitte kommen Sie schnell, ich bin allein.
03:32Gut. Rühren Sie bitte nichts an, ich bin gleich da, ja?
03:39Frau Ortmann hat gerade einen Mord gemeldet. Psychotherapeutische Praxis Dr. Schenkendorf, Soxleet, Straße 58. Informieren Sie bitte Herrn Hartl, ja?
03:48Herr Wirerski?
03:49So. Herr Moor?
03:51Was macht jetzt die Ordnung beim Psychotherapeut?
03:54Warte.
03:58Ich bin mir jetzt richtig.
04:06Ich bin ganz klar.
04:10Ich bin ganz klar.
04:17Schöpfix, hm!
04:25Hartl?
04:26Stockl am Apparat. Servus, Hartl.
04:28Du, Hartl, es gab ein Leich, und zwar in der psychotherapeutischen Praxis Dr. Schenkendorf,
04:33in der Sox-Ledt-Straße 58, und der Hans ist schon unterwegs.
04:36Gut, sieh, fünfmal.
04:38Ich kann doch auch nix dafür, dass sich der Mörder nicht deinen freien Tag im Kalender angestrichen hat.
04:43Wie heißt die Straße?
04:45Sox-Ledt-Straße 58.
04:48Ja, ich bin gleich da.
04:51Ja, für die, servus.
05:08Der Täter muss von dort geschossen haben.
05:10Er ist wohl übers Griss gekommen und klar wieder abgekaut.
05:13Kann ich dann weitermachen, Heinz?
05:14Ja.
05:15Und der Herr Hofer ist immer noch in Aschaffenburg.
05:18Ja, und langsam habe ich das Gefühl, dass der Herr Hartl auch dort ist.
05:22Wieso?
05:23So lange, wie der bis hierher braucht.
05:33Das ist gut, meine Herren.
05:38Hier ist ein Mord passiert, und wir wollen ermitteln.
05:40Haben Sie was gesehen?
05:41Nein, ich habe nix gesehen.
05:42Mit drei Karten gespürt.
05:44Verstehen Sie?
05:45Verstehen Sie?
06:08Wir haben uns auf einer Fortbildung kennengelernt.
06:11Herr Dr. Schenkendorf war der Seminarleiter, danke.
06:14Bitte.
06:15Ähm, was war das für ein Seminar?
06:19Methoden der sanften Mitarbeiterführung.
06:22Hm.
06:23Ähm.
06:26Dann war Ihr Besuch hier also privater Natur?
06:30Ja.
06:30Keine Therapie.
06:32Nein.
06:34Sagen Sie, in welcher Beziehung stehen Sie zu Herrn Schenkendorf?
06:39Jetzt in keiner mehr.
06:42Könnten wir vielleicht...
06:43Natürlich.
06:47Was haben Sie denn von der Tat mitbekommen?
06:50Gar nichts.
06:51Ich habe erst gemerkt, dass etwas nicht stimmt, als Dr. Schenkendorf längere Zeit nicht mehr
06:55geantwortet hat.
06:57Mhm.
06:57Das verstehe ich nicht ganz.
06:59Das kriegt man doch mit, wenn das Gegenüber plötzlich tot ist.
07:02Wir saßen uns nicht gegenüber.
07:05Nicht.
07:06Sondern?
07:06Ich befand mich auf der Couch.
07:09Also doch, ähm, Therapie.
07:12Nein, keine Therapie.
07:13Ich wollte nur mal wissen, wie sich das anfühlt.
07:16Ja.
07:17Glauben Sie, was Sie wollen.
07:19Es war so.
07:20Gut, danke.
07:21Dann warten Sie bitte noch hier, bis Herr Hadl kommt.
07:22Vielleicht hat er noch Fragen, die Ihnen besser gefallen, Frau Ortmann.
07:31Herr Hans.
07:31Herr Mohr.
07:33Hochinteressant.
07:34Das Baugerüst ist vollkommen frei zugänglich.
07:37Das heißt, von der Straße aus kommst du ganz leicht hinauf.
07:40Grüß Gott, Frau Ortmann.
07:42Jetzt haben aber die Bauarbeiter gerade Mittagspause gemacht und Karten gespielt.
07:45Und keiner hat was gesehen.
07:47Wie so oft?
07:47Wir wohnen sonst noch im Haus.
07:49Da haben wir auch.
07:51Ja, also doch, doch, es ist schon was.
07:53Also gleich nebenan gibt es noch so eine psychologische, äh, also so eine Behandlungsstelle.
07:58Die gehört einem gewissen Frank Hollertau.
08:01Der ist aber nicht da gewesen.
08:02In einer Stunde macht die Praxis auf und da wissen wir mehr.
08:05Was mit den oberen Stockwerken.
08:07Das nö.
08:08Geisterhaus.
08:09Nein, da ist schon was.
08:10Da ist ja eine Wohnungsbegehung für Investoren.
08:13Herr Hansen, soll ich aufgehen?
08:15Ja.
08:18Keinen Ton, warum ich so spät da oben bin.
08:19Ich will nix hören.
08:21Gut.
08:22Er wurde mit diesem Pfeil vergiftet.
08:24Der Todeszeitpunkt ist 12.30 Uhr.
08:26Das deckt sich auch mit dem, was Frau Ortmann gesagt hat.
08:29Um was für ein Gift es sich handelt, kann ich Ihnen erst nach der Obduktion sagen.
08:32Danke.
08:33Entschuldigung, ähm, könnten Sie mal kurz kommen?
08:35Ja.
08:36Ihr Pfeil.
08:37Danke.
08:38Warum ist denn die Ortmann da?
08:40Die Frau Ortmann hat die Leiche gefunden.
08:42Ah, okay.
08:43Und wie hat das?
08:44Wahrscheinlich hat sie eine Sitzung.
08:46Hat sie nicht?
08:47Hat sie schon.
08:48Herr Polizeihauptmeister Mohr, die obere Etage wartet auf Sie.
08:52Ja, genau.
08:53Ja.
08:54Servus.
08:54Hat die Ortmann jetzt eine Sitzung gehabt?
08:57Dann erkläre ich Ihnen später.
08:58Hören wir uns erst mal an, was sie uns zu sagen hat.
09:03Komm her.
09:05Das ist Doris Leitner, die Sekretärin von Dr. Schenkendorf.
09:09Ich habe sie gerade gesagt.
09:10Danke, Kollegin.
09:12Da, Frau Leitner.
09:13Abt Kommissar Hansen, mein Kollege Herr Hartl.
09:15Grüß Sie.
09:16Dürfte ich fragen, wo Sie gerade herkommen?
09:18Ich war in der Mittagspause.
09:20Frau Leitner war gerade im Begriff zu gehen, als ich kam.
09:24Apropos, dürfte ich jetzt gehen oder brauchen Sie mich noch?
09:27Ja, Sie dürfen schon gehen.
09:29Wir wissen ja, wo Sie wohnen.
09:30Ja.
09:31Wiedersehen.
09:32Wiedersehen.
09:33Bitte Gott.
09:35Frau Ortmann, wäre es nicht besser, wenn Sie uns einen Kriminalpsychologen aufsuchen würden?
09:39Schließlich waren Sie Zeugin eines Mordes.
09:41Mein Bedarf an Psychologen ist für heute gedeckt.
09:44Ich gehe nach Hause.
09:45Das verstehe ich.
09:46Ähm, falls ich noch Fragen haben sollte, könnten wir uns vielleicht heute Abend im Times Square sehen.
09:51Rufen Sie mich an.
09:52Gut.
09:55Frau Leitner, sagen Sie mal, wo waren Sie denn in Ihrer Mittagspause?
09:58Zu Hause.
09:59Ich wohne nicht weit von hier.
10:01Aha.
10:01Gibt es da Erzeugung dafür?
10:04Nein.
10:05Ich lebe alleine mit meinen Kindern und die waren noch in der Schule.
10:07Seien Sie, hat der Schenkendorf mit einem seiner Patienten irgendwelche Probleme gehabt?
10:13Nicht.
10:14Gründen auf dem Klingelschulitzel, da steht außer der Praxis Schenkendorf bloß noch eine Praxis-Hollertau drauf.
10:19Was ist denn mit dem restlichen Haus?
10:21Ist das leer?
10:22Ja, den anderen Mietern wurde vom Hauseigentümer gekündigt.
10:25Einige wurden zwangsgeräumt.
10:27Und wer ist der Hauseigentümer?
10:30Herr Kranzstädter.
10:31Er ist auch der Chef der Baufirma Kranzstädter, die das Haus saniert.
10:35Und warum sind dann die Praxisräume von Herrn Schenkendorf und von Herrn Hollertau noch da?
10:41Das weiß ich nicht genau.
10:42Ich weiß aber, dass sich Herr Hollertau mit rechtlichen Mitteln gegen eine Räumung gewehrt hat.
10:46Und die einer Chef?
10:48Bitte?
10:49Der Herr Schenkendorf.
10:51Er hatte eine Abmachung mit Herrn Kranzstädter.
10:55Aber wie die ausgesehen hat, das weiß ich nicht.
11:10Klappst du es?
11:20Na, Servus.
11:24Hartl!
11:30Wo ist denn jetzt das Tuch?
11:36Hartl!
11:40Ach, keiner da?
11:42Die sind im Einsatz. Mord.
11:45Dann ist ja gut.
11:46Die Frau Ortmann hat den Mord gemeldet.
11:48Die Frau Ortmann?
11:49Ja, die ist halt beim Psychiater gewesen.
11:52Aha, und?
11:53Und jetzt ist er tot.
11:54Der Psychiater?
11:55Ja.
11:56Was macht denn die Frau Ortmann beim Psychiater?
12:06Halt, was machen Sie da?
12:09Ich brauche die Patientenliste, um alle Termine abzusagen.
12:12Frau Leitner, Sie klangen hier nix mehr an.
12:14Haben wir uns.
12:17Herr Hartl, Ihr Handy.
12:19Gehen Sie bitte hin.
12:20Halt!
12:30Herr Hartl, Herr Hartl, Herr Hartl, 80er hier.
12:32Klären Sie mich doch mal bitte schön auf, was es mit der Frau Ortmann und diesem Psychiater
12:36auf sich hat.
12:38Könnte man das später vielleicht?
12:40Nein, das können wir nicht.
12:42Also geht es der Frau Ortmann gut?
12:44Ja, die ist ja bloß anwesend gewesen, wie das Ganze passiert ist.
12:49Was anwesend?
12:51Ja, wo ist sie jetzt?
12:52Bitte?
12:53Wo sie jetzt ist?
12:54Ja, daheim.
12:56Bei sich.
12:58Also, wenn Sie und Herr Hansen wieder im Kommissariat sind, dann will ich Sie sofort in mein Büro sehen.
13:09Die Frau Hofer, ich habe ihr geholfen, einmachen, Erdbeermarmelade.
13:13Ja, hätten Sie einen Löffel benutzt.
13:16Wie war es, wenn Sie vielleicht ein bisschen hilfreich wären und mir sagen würden, wo es eine Reinigung hat hier
13:20in der Nähe?
13:21Für das Handy gleich eine Reinigung.
13:22Nein.
13:24Ich komme gerade vor oben.
13:25Weißt du, diese Investorenbesichtigung, das ist eine richtige Party, aber gleich gescheit, so mit Champagner und Pi und Pa und
13:31Po.
13:31Lauter geladene Gäste, ganz arme.
13:33Und wie ist es hier, wer das Kettering macht?
13:35Lassen Sie mich raten.
13:36Unser Joe.
13:37Ganz genau.
13:42Hey Joe, komm.
13:44Ich bin mir herzwein.
13:46Merci.
13:47Da.
13:47Nein, danke, Herr Kranstetter.
13:49Jetzt komm her, Langer.
13:50Letztes Glasl wirst du noch vertragen, oder?
13:52Prost.
13:55Tschüss.
13:55Tschüss.
13:57Micky.
13:57Ja.
13:58Sag mal, weißt du, Reinigung da noch nicht?
14:00Herr Freilie.
14:01Ja, wo?
14:02Gleich daneben.
14:03Neben was?
14:04Neben da.
14:05Danke mich.
14:06Meine Kollegen.
14:07Ja, servus.
14:09Darfst du noch schon ein Panier sein?
14:11Und hier werden alles noch fertig gemacht.
14:13Vielleicht sogar ein Graufwaser in den Betten.
14:15Er muss auch.
14:16Und hier geht's ins Badezimmer.
14:21Jetzt pass auf.
14:23Der da Linz steht.
14:24Das ist der Eberhard Kranzstetter.
14:26Der Inhaber von der Baufirma und der Besitzer von diesem Haus.
14:30Der andere ihm gegenüber, der heißt Benedikt Langer.
14:33Das ist der Bauingenieur, also der Hand Langer, sozusagen.
14:36Das ist unser John.
14:38Vorsicht.
14:39Und alle anderen sind alter Investoren.
14:42Gut, danke, Michael.
14:43Gerne.
14:44Wisst ihr, ich geh geschwind einmal runter und schau, was mit dem Holger da nichts gibt.
14:47Danke, Michael.
14:48Ja.
14:49Ich hab schon gehört von dem Schenkendag.
14:50Also, den kanntest du denn?
14:52Nein.
14:54Also, mit dem Kranzstetter, kennst du den?
14:55Ja, den schon.
14:57Hat der Hund.
14:58Entmietungsspezialist.
15:00Laut und deftig, aber durchaus zammenskräftig.
15:05Sag mal, die ganze Veranstaltung hier, seit wann gehen wir die?
15:08Seit um 10.
15:09Ist dir irgendwas aufgefallen?
15:11Zwischen 12.30 Uhr und 13 Uhr?
15:13Hm, nein.
15:15Ich wollte ja, dass ich nicht trinken kann.
15:16Ach, nein.
15:19Entschuldigung.
15:22Ha!
15:24Feiger Hund.
15:25Das ist dir.
15:46Was geht's?
15:48Entschuldigen Sie bitte die Störung.
15:49Polizei hat meinstermord, Kripper Rosenheim.
15:51Ich muss Sie bitten, dass Sie mit mir...
15:53Nur über meine Leiche.
15:54Ist nicht notwendig.
15:55Ich komm rein.
15:56Hup!
16:00Ganz schön, da grüß einen.
16:02Hartler, Kripper Rosenheim.
16:04Das ist mein Kollege, der Hauptkommissar Hansen.
16:07Ja, dumm ist auch das mit dem Schenkendorf, gell?
16:09Ja, aber massen für Sie.
16:12Der Tod von mein Schenkendorf ist doch ein Glücksfall für Sie.
16:16Ihr war doch neben dem Herrn Hollertau der einzig verbliebene Mieter.
16:20Jetzt ist er einer weniger.
16:22Das ist das, diese alte Leier.
16:29Spielen Sie an auf den Hetzartikel aus dem Rosenheimer Tagblatt.
16:32Von wegen brutale Entmietungsmethoden oder so.
16:36Ist doch alles erstunken und erlogen.
16:40Aber um diese Schmierfinken vom Rosenheimer Tagblatt kümmert sich mein Anwalt.
16:44Der Hollertau war der Einzige, der sich quergestellt hat und immer noch querstellt.
16:47Aber da kümmert sich auch mein Anwalt um.
16:49Prost.
16:50Prost.
16:50Was ist mit Dr. Schenkendorf?
16:52Den hab ich umgebracht, weil mir hat's pressiert.
16:56Komm, Langer, erklärst du ihn nicht.
16:58Herr Dr. Schenkendorf und Herr Hollertau wollten jeweils ihre eigenen Praxisräume erstehen.
17:03Dann aber machte Dr. Schenkendorf, Herrn Kranzstätter, ein neues Angebot.
17:07Er wollte zusätzlich zu seinen Praxisräumen auch die von Herrn Hollertau kaufen.
17:11Und er sagte, egal was Hollertau bieten würde, er würde immer noch 50.000 Euro drauflegen.
17:17Ein Angebot, das ich nicht ausschlagen konnte.
17:20Der Hollertau hat in die Röhre geschaut und war stinksauer auf mich.
17:23Seitdem war mit dem nicht mehr zum Reden.
17:25Also nach der Sachlage, meine Herren, da hätte ich doch eigentlich den Hollertau in meinen Zementmischer schmeißen müssen und nicht
17:30den schenken dürfen, oder?
17:33Apropos, wie ist denn der überhaupt?
17:35Das erfahren Sie auch aus dem Rosenheimer Tagblatt.
17:40So, wieder schauen.
17:41Ja, schauen Sie sich's noch einmal an, gell?
17:43Auf Wiedersehen.
17:45Herr Kranzstätter.
17:46Ja?
17:47Sagen Sie mal, wo Sie zwischen 12.30 Uhr und 13 Uhr waren?
17:50Ja, wo wäre ich schon gewesen sein?
17:52Hier, wo sonst?
17:57Herr Mohr, was gibt's?
17:58Herr Hansen, wo sind Sie denn? Ich bin doch im Haus.
18:00Ich bin doch auch noch im Haus.
18:02Ja, ich bin doch beim Nachbarn von Herrn Schenkendorf, beim Herrn Dings, beim Hollertau.
18:06Stellen Sie sich vor, der ist die ganze Zeit da, wie ist und hat nicht aufgemacht.
18:09Warum denn nicht?
18:11Er hat glaubt, dass wir ihn räumen, weil seine Räumungsfrist abgelaufen ist.
18:15Ein bisschen komisch ist ja schon, wie man denkt, dass ich ihn mitnehme aufs Kommissariat.
18:19Es kann aber noch einen Moment dauern, weil der Herr Hollertau möchte sie noch umziehen.
18:23Richtig gedacht, Herr Mohr. Wir sehen uns gleich dort, ja?
18:26Gut, Ende. Danke.
18:30Ich bin so weit.
18:32Herr Hollertau, sie haben eine super Waffensammlung, da Bumerang und Pfeil und Bogen.
18:37Und da, das schaut doch so aus, als wenn da eine Blasrohe gehängt wäre.
18:42Das sind alles Gegenstände von Aborigines. Die benutzen keine Blasrohe. Ich habe zwei Jahre unter ihnen gelebt.
18:48Aber was ist dann da gehängt?
18:50Ein Didgeridoo.
18:51Ach so. Was ist denn das?
18:55Ein australisches Musikinstrument.
18:59Da.
19:02Das ist wie ein Blasrohr.
19:04Was haben Sie denn dauernd mit Ihrem Blasrohr?
19:06Ihr Nachbar ist damit umgebracht worden.
19:14Ich habe Frau Ortmann angeboten, zum Kriminalpsychologen zu gehen. Das wollten sie natürlich nicht. Aber ich glaube, sie hat das
19:20ganz gut weggesteckt.
19:21Gut.
19:22Wie ist denn der Stand der Ermittlungen?
19:25Der Täter, der ist über ein Gerüst rein, das vor dem Haus steht. Es könnte im Prinzip jeder gewesen sein.
19:32Und dann gibt es noch eine Sekretärin, die hat aber kein Alibi. Und dann gibt es noch einen benachbarten Psychotherapeuten.
19:38Hollertau Frank heißt der. Der hat aber auch kein Alibi. Und der ist dem Herrn Mann verdächtig vorgekommen. Und den
19:43vernehmen wir jetzt gleich.
19:44Und warum verdächtig?
19:46An seiner Wand hängt eine kleine Waffensammlung. Nur eine Stelle war frei, mit vier Nägeln in der Wand.
19:52Die gut hätten ein Blasrohr halten können. Hollertau sagt aber, da hätte er ein Didgeridoo gehangen.
19:58Na ja, die Spuse will sich die Stelle noch ansehen.
20:01Zudem hat der Herr Hollertau den Herrn Mohr nicht reinlassen.
20:04Er sagt, weil er geglaubt hat, dass seine Wohnung geräumt werden soll von der Polizei.
20:08Und er hat kein Alibi, weil er, wie schon eben gesagt hat, dass er die ganze Zeit über in seiner...
20:15In seiner Praxis war ja. Was ist denn mit der Tatwaffe?
20:17Ja, haben wir noch keine Spur.
20:19Ja. Gut. War's das?
20:22Das war's schon.
20:23Na ja, Sie halten mich auf dem Laufenden.
20:25Das machen wir.
20:28Wiedersehen.
20:31Achtziger hier. Frau Altmann, wie geht's Ihnen?
20:35Gut, dann bin ich ja beruhigt.
20:38Ja?
20:40Stuck, ich brauch einen Platz.
20:42Aha.
20:43Ich muss mir so ein paar Ausdrucke durchschauen.
20:45So, und welche?
20:47Das ist so Briefverkehr und Patientenadressen aus dem Computer vom Raum. Schenk'n du.
20:51Michi, setz dich.
20:53Okay.
20:54Soll ich dir helfen?
20:56Ja, sag' ich mir, was ist denn heute los? Sonst schimpfst du immer gleich mit mir.
20:59Na ja, vielleicht steht da ja was über die Frau Altmann drinnen.
21:07Ich mein, da war doch auch Patientin.
21:09Vielleicht steht da drinnen, was die Leute haben.
21:13Womöglich ist ihr Ordnungswahn auf dem Weg gegangen.
21:18Was soll das?
21:19Alles gut, ich bin noch nicht so für das herumgestochen.
21:24Bitte.
21:27Von dem Ort hab ich nichts mitbekommen.
21:29Und aufgemacht hab ich nicht, wie gesagt, weil ich glaubte, dass die Polizei meine Wohnung räumen will.
21:33Und dann, dann hat mich ihr Polizist beim Meditieren erschreckt.
21:37Und wo haben Sie Ihr Blasrohr hingeräumt?
21:40Das war kein Blasrohr, sondern, sondern ein Didgeridoo.
21:44Aha.
21:44Ja.
21:45Und mir sollen Ihnen jetzt glauben, dass Sie Ihr Didgeridoo im Freien kriegen haben, der zufälligerweise gerade den Didgeridoo-Kurs
21:50macht.
21:50Es ist so.
21:52Sagen Sie, Herr Hollertau, haben Sie eigentlich Mitarbeiter?
21:55Nein.
21:57Kommen wir nochmal auf Ihr Verhältnis zu Dr. Schenkendorf zurück.
21:59Bis vor drei Jahren waren Sie noch Freunde und haben eine gemeinsame Praxis geleitet.
22:04Wir kamen aus der gleichen Schule und waren Vertreter der anthropologischen Therapie.
22:08Aber er hat sich davon abgewandt und sich der profitabelsten Form von Therapie verschrieben.
22:12Viele Stunden, wenig Resultate.
22:15Und so ist dann zum Zerwürfnis gekommen?
22:18Ja.
22:19Und daraufhin haben sich Ihre Wege bzw. Ihre Praxen getrennt?
22:24Schenkendorf ließ den gemeinsamen Durchgang zumauern.
22:27Hm.
22:28Sie sind also erbitterte Konkurrenten geworden.
22:31Moment.
22:32Konkurrenz ist die Wurzel aller Gewalt.
22:34Und Gewalt ist für mich keine Lösung, wenn Sie darauf anspielen.
22:38Also Sie meditieren Ihre Konkurrenz einfach so weg, oder wie?
22:41Herr Hollertau, Sie wollten doch die von Ihnen angemieteten Praxisräume,
22:47mit dem Herrn Kranzstädter abkaufen.
22:48Ja, und?
22:49Ja, und der Herr Schenkendorf hat mit seinen Praxisräumen das Gleiche vorgehabt.
22:53Mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass er Ihre Praxis gleich mit einkassieren wollte.
22:58Dann wären Sie ja sehr auf der Straße gestanden, hätten Sie eine neue Praxis suchen müssen,
23:01wahrscheinlich schlechtere Lage, und hätten einige Patienten an den Herrn Dr. Schenkendorf verloren.
23:05Ja, so aber sind Sie jetzt in der glücklichen Lage, gleich den ganzen Patientenstamm von Schenkendorf mitzuerben.
23:11Sie mussten nur auf das Baugerüst steigen, um mit einem kleinen Giftpfeil das Übel an der Wurzel zu packen.
23:15Aber das würde ich nie tun. Ich bin Pazifist.
23:18Karmann, Schicksal. Das Schicksal hat es so gebollt.
23:22Ja, Schicksal kommt von Schicken, glaube ich.
23:26Ja, dann auf Wiederschauen.
23:29Bitte.
23:49Stockel, du musst mir helfen. Ich habe der Marie Hofer helfen müssen, Einmacher, Erdbeeren, weißt?
23:54Und jetzt ist mir, schau, das passiert.
23:56Ja, das ist ein Tuch mit dem Wappen von Rosenheim. Das kriegen die Leute von der Stadt, die die 90
24:02erreicht haben.
24:03Also ein Schmarrn, das gehört der Marie Hofer.
24:06Für unsere Ehrenbürgerin Ernestine Guckenmoser zum 90. Geburtstag.
24:11Das muss die Frau Hofer, die ja im Stadtrat ist, wahrscheinlich der Ehrenbürgerin Guckenmoser für die Stadt überreichen.
24:17Und die Männer kriegen ja Krawatten in den Farben von Rosenheim.
24:20Ach so.
24:21Und alles ohne Karte. Super, Hartl.
24:24Oh, wei. Weißt, die waren nämlich schon in der Reinigung. Die haben gesagt, sie trauen sich da nicht hin.
24:29Die Frau Hofer wird im Fünfeck hüpfen.
24:32Ja, und was mache ich jetzt?
24:35Da kann man nichts machen.
24:37Echt?
24:39Ach, Schmarrn. Hartl, weißt, ich habe da meine Hausmütter.
24:42Du kriegst das Ganze morgen gewaschen und gebügelt zurück.
24:46Echt?
24:47Farbecht.
24:48Ja, Stockl, da freut mir ein Stein vom Herzen. Ich bin nicht gar eine Erdbeere.
24:54Ja.
24:56Ui, eine neue Spur.
24:58Nein, das tut nichts zur Sache.
25:01Erst das Handy, jetzt dieses Tuch. Mit was für einer Einmachtechnik arbeiten Sie eigentlich, Herr Kollege?
25:06Ich?
25:07Michi, gibt's was Neues?
25:09Ja, freilich. Bericht von Dr. Eckstein. Das Gift haben wir.
25:13Mal sehen.
25:17Kurare, südamerikanisches Pfeilgift.
25:20Ja, herrhein.
25:23Grüß Sie, Herr Achtziger. Sagen Sie, habe ich gestern da was liegen lassen?
25:26Nicht, dass ich wüsste, was denn?
25:28Ich suche verzweifeltes Jubiläumsgeschenk für die Frau Guckenmoser.
25:32Sie wissen schon, das Schultertuch, wie gestern bei ihr war, da habe ich es noch gehabt, das war sie sicher.
25:36Vielleicht hat sie ja die Putzfrau gefunden. Soll ich mal nachfragen?
25:39Mal bitte, schön tun Sie das. Ich brauche das morgen unbedingt. Sie wissen ja selber, die Tücher, die werden extra
25:45angefertigt mit dem Namen drin.
25:46Und der Bürgermeister reißt mir den Kopf ab, wenn ich mit Leere hinkomme.
25:49Auf diesen Kopf, liebe Frau Hofer, würde ich äußerst ungern verzichten.
25:53Jetzt gehen Sie, Herr Achtziger.
26:02Sag einmal, Herr Hartl, normalerweise bist du doch der Erste, der Feierabend macht. Kann das sein, dass das damit zu
26:07tun hat?
26:08Ja, weißt du, ich gehe einem Feind quasi ein bisschen aus dem Weg. Ich mag der Hoferin nicht direkt ins
26:12Gesicht lernen.
26:13Aha, und morgen schmuggelst du das hier unter?
26:15Ja.
26:16Und das ist doch nicht gelungen?
26:17Ja, nicht ins Gesicht.
26:19Wetter Logik.
26:22Schönen Feierabend.
26:23Ja, den Münscheter.
26:30Herr Hollertau, sein früherer Partner, der hat ihn als Blender beschrieben, der nur hinter dem Geld seiner Patienten her war.
26:38Könnte stimmen.
26:39Er hat Sie also, ja, fasziniert.
26:43Jedenfalls mehr als seine Seminare.
26:46Deshalb haben Sie ihn in der Praxis besucht, damit Sie ihn näher kennenlernen.
26:49Ja.
26:50Weil jetzt sind Sie ja nicht gekommen.
26:52Weil der einmal den falschen Pfeil abgeschossen hat.
26:55Ich glaube, ich gehe jetzt mal aus der Schusslinie.
26:58Ja.
27:02Ups, das Kommissariat.
27:03Sie entschuldigen.
27:06Herr Hartl, sind Sie noch fleißig?
27:10Ja, ja, Sie, Sie sind ja im Times Square.
27:13Ja, dann kommen Sie doch einfach vorbei.
27:15Ich sitze hier so einsam mit Frau Ortmann.
27:17Bis es da möchte ich nicht stören.
27:19Ich störe noch nicht, Kollege.
27:20Da schließe ich keine Verabredung hier, sondern eine Befragung.
27:23Geht alles aufs Spesen.
27:25Ach so.
27:26Ja, dann bin ich gleich da.
27:29Aufs Spesen?
27:30Ja.
27:31Klang doch überzeugend.
27:41Sag einmal, wohnt der da, Hartl?
27:44Hast du übernachtet?
27:46Nein, ich wollte bloß fort sein, bevor die Ruferin aufwacht.
27:49Guten Morgen übrigens.
27:50Sag mal, hat das hingekaut mit dem Tücherl?
27:52Äh, ja.
27:53Der Fleck ist draußen, die Farbe ist noch da.
27:55Die Frau gucken muss, er wird sich freuen.
27:57Ich habe es nur in die Asservatenkammer gehängt, weil es noch ein bisschen nass war.
27:59Stockel, du bist ein Schatz.
28:01Und genau das glaube ich nicht.
28:03Guten Morgen.
28:04Moin, moin, der Kollege.
28:05Guten Morgen.
28:05Was machen Sie denn schon hier?
28:07Ja, arbeiten, was denn sonst?
28:08Um die Uhrzeit.
28:09Ab heute.
28:11Morgen.
28:12Moin.
28:13Hartl, schau her.
28:14Das sind die Vermögensverhältnisse vom Schenkendorf.
28:17100.000 Euro hat er gehabt.
28:19Das lag aber nicht für eine Wohnung.
28:20So eine Wohnung kostet eine allein eine Million Euro.
28:23Aha.
28:23Irgendwelche Kreditverträge?
28:25Nein.
28:26Wir wollten dann an die Wohnung kommen.
28:29Gibt es denn Kaufverträge für die Wohnungen?
28:31Nein.
28:32Aber für die nächste Woche ist ein Dingsfest gesetzt worden.
28:35Ein Notartermin.
28:37Aha.
28:37Kein Geld da, keine Verträge und trotzdem ein Notartermin ist ja ein seltsamer Kauf.
28:41Absolut.
28:43Und da gibt es aber noch zwei Sachen.
28:44Danke.
28:45Ich habe doch in der Patientenliste vom Schenkendorf nachgeschaut.
28:49Und da gibt es einen Patienten, den wir bereits kennen.
28:52Den Benedikt Langer.
28:54Äh, den Handlanger vom Ganzstädter.
28:56Genau den.
28:57Haben wir schon hergestellt.
28:58Das ist immer interessant, Herr Polizeihauptmeister.
29:01Danke.
29:02Und das Zweite ist Folgendes.
29:03Die KTU hat die gelöschten Dateien aus dem Schenkendorf seinem Computer wieder sichtbar gemacht.
29:09Lauter Bewerbungsschreiben.
29:10Der hat eine neue Sekretärin gesucht.
29:14Aha.
29:14Ich wollte ja Frau Leitner etwa kündigen.
29:16Schaut ganz so aus.
29:18Aber das nutzt sie doch nichts, wenn sie deswegen umbringen.
29:20Wenn der Chef tot ist, dann steht sie auch auf der Straße.
29:23Eben nicht.
29:24Die KTU hat nämlich auch E-Mails gefunden von der Leitnerin zum Hollertau und umgekehrt.
29:30Holler?
29:30Tau, ganz genau.
29:32Und aus diesen E-Mails geht hervor, dass ich wieder bei ihm einsteigen wollte.
29:36Die ist ja früher die Sekretärin gewesen von beiden Herren.
29:41Hat er eher Antwort auch gegeben?
29:43Feilig.
29:44Postwendet.
29:45Also mit Handkuss würde er sie nehmen, vorausgesetzt, er kann die Praxis überhaupt halten.
29:49Zucker.
29:50Das klingt ja fast nach einer indirekten Andeutung zur finalen Entmietung.
29:56Also, die Leiterin bringt ihren Chef um, damit der Hollertau seine Praxis behalten kann.
30:01Als Dank dafür, darf sie bei ihrem Arbeiten.
30:03Wäre das schon draußen.
30:05Sag mal, wann sind ja die Dateien da gelöscht worden?
30:08Um 13.35 Uhr.
30:10Also knapp eine Stunde nach dem Mord.
30:16Du Stockel.
30:18Du Hartl.
30:20Dreckbär.
30:23Ja, du bestellst mir jetzt die Leitnerin ein.
30:25Die Frau Leitner, die kommt gleich.
30:27Hä?
30:28Wie, wie, wie das?
30:30Ja, die Nachtschicht, die hat einen Bericht geschickt.
30:33Und zwar hat die Frau Leitner auf dem Baugerüst vom Schenkendorf seiner Praxis eine Person gemeldet.
30:38Und da hat sich die Nachtschicht gedacht, vielleicht hat das was mit unserem Mord zu tun.
30:41Und sie hier ins Präsidium bestellt und einen Streifenwagen haben sie anopostiert.
30:45Wann war der Vorfall?
30:47Mitternacht steht da.
30:48Was macht die bitte um Mitternacht in der Praxis vom Schenkendorf?
30:51Steht da nicht.
30:52Ach so.
30:53Ja gut, dann fragen Sie sie doch und ich kümmere mich in der Zwischenzeit um den Herrn Langer.
30:58Machen wir's.
31:03Ich hatte einen Asthmaanfall und kein Spray mehr zu Hause.
31:06In der Praxis habe ich immer eins deponiert.
31:08Als ich die Praxis betrat und das Licht anmachte, sah ich einen Mann am Fenster.
31:11Aha.
31:12Und hat der Sie bemerkt?
31:14Ja.
31:15Ja, und?
31:17Er ist weggerannt.
31:19Aha.
31:20Aus welcher Richtung ist in der gekommen?
31:22Er kam von rechts.
31:24Also aus Richtung vom Therapieraum?
31:27Und können Sie es denen beschreiben?
31:31Hat er irgendwas bei sich gehabt?
31:34Ich glaube nicht, aber ich habe ihn ja auch nur schemenhaft gesehen.
31:39Aber ein Mann ist es schon gewesen.
31:41Ja.
31:43Und was haben Sie so gedacht, was der wollen hat?
31:46Keine Ahnung.
31:48Ja.
31:48Und was haben Sie eigentlich gestern am Computer noch wollen, wie ich nun mal rein bin?
31:54Ich verstehe nicht, das habe ich Ihnen doch gesagt.
31:56Ich wollte die Patientenliste aufrufen, um alle Termine abzusagen.
32:00So.
32:00Ja.
32:01Und wie geht es bei einer jetzt so weiter?
32:04Was?
32:05Ja, Ihre berufliche Zukunft.
32:07Wie schaut denn die aus?
32:10Keine Ahnung.
32:13Frau Leitner, Sie haben mich angelohnt.
32:15Der Herr Schenkendorf, der wollte Sie austauschen.
32:18Sie wollten bei Herrn Hollertau unterkommen.
32:20Voraussetzung dafür ist, dass der Herr Hollertau seine Praxis behält.
32:24Jetzt schauen Sie so, wie Herr Zeisel, wenn es blitzt.
32:26Unsere Kollegen von der KTU haben die gelöschten Dateien wieder sichtbar gemacht.
32:30Frau Leitner, Sie haben ein Motiv.
32:35Ich habe ihn nicht umgebracht.
32:37Sie haben sogar die Gelegenheit gehabt.
32:38Sie hätten ganz leicht aus Ihrem Fenster raus,
32:40auf ein Fenster weiter gehen können, den Mordbeginn
32:42und dann wieder zurück und in die Mittagspause gehen können.
32:45Ich habe ihn nicht umgebracht.
32:47Ich würde vorschlagen, jetzt gehen Sie mal ein paar Türen weiter
32:49und überlegen sich, ob Sie gestehen wollen.
32:52Ich nehme Sie hier mit den U-Haft.
32:54Ich nehme Sie hier mit den U-Haft.
33:04Ich habe Herrn Dr. Schenkendorf im Rahmen der Vorbesichtigung
33:08für die Sanierungsmaßnahmen kennengelernt.
33:12Er kam mir kompetent vor und ich beschloss, eine Therapie bei ihm zu machen.
33:15Ach so.
33:16Dürfte ich fragen, warum?
33:19Ich hatte eh Probleme.
33:21Aha.
33:22Wieso haben Sie uns nicht gleich gesagt,
33:23dass Sie bei Dr. Schenkendorf in Behandlung waren?
33:27Ich möchte nicht, dass Herr Kranzstetter davon erfährt.
33:29Der hält mich dann wieder für einen labilen Waschlappen.
33:34Ja?
33:36Frau Stockel, ich warte noch auf den Quartalsbericht.
33:38Ach, da ist er ja. Ist er fertig.
33:40Herr 80er, der ist leider noch nicht fertig.
33:42Ich brauche ihn aber dringend.
33:43Heute Nachmittag um vier.
33:45Also gut, das ist aber dann auch wirklich die absolute Deadline.
33:48Die Frau Ortmann war halt noch gar nicht auf dem Café bei mir.
33:51Die Frau Ortmann ist heute in München. Auf Fortbildung.
33:55Auf Fortbildung?
33:57Ja, Fortbildung.
34:02Gut, warten Sie bitte draußen, ja?
34:04Ah.
34:06Und?
34:06Sie hat gesagt, sie war dort, weil sie ihr Asthma-Spray braucht hat.
34:11Und die Mo am Fenster hat sie nicht erkannt.
34:12Sie kann sich auch nicht erklären, was die da wollen hat.
34:14Danke.
34:15Und ich habe sie in Urhaft genommen, weil ich glaube nämlich kein Wort.
34:18Aha.
34:18Und wenn sie jetzt doch recht hat,
34:20dann bitte Sie, Herr Kollege,
34:21was soll einer Mo am Mitternacht am Fenster wollen?
34:24Wer weiß, vielleicht wollte er eine Spur verwischen.
34:29Oder?
34:30Ich weiß, das klingt jetzt unwahrscheinlich,
34:32aber vielleicht wollte der Täter die Tatwaffe holen.
34:34Jetzt spinnen Sie aber schon ein bisschen.
34:36Ich meine, Spuse hat doch alles durchsucht.
34:38Und die sind gründlich, das dürfen Sie mir glauben.
34:41Aber soll bitte der Täter da die Tatwaffe so am Taterzug lassen?
34:44Also ein Grund würde mir schon einfallen.
34:46Aha, da bin ich aber gespannt.
34:47Vielleicht wollte sich der Täter ein wasserdichtes Alibi geben.
34:50Dafür muss der die Tatwaffe an Ort und Stelle verstecken,
34:52um an zwei Orten gleichzeitig sein zu können.
34:55Sie spielen auf die Musterwohnungsbesichtigung an.
34:58Genau.
34:59Die einzigen, die ein wasserdichtes Alibi haben,
35:01sind auch diejenigen,
35:02die auf dieser Wohnungsbesichtigungsparty waren.
35:05Mal angenommen,
35:05Sie wollen für kurze Zeit verschwinden
35:07und es soll nicht auffallen.
35:08Was bietet sich da an?
35:09Das Klo.
35:10Genau.
35:11Jetzt, was du das sagst.
35:12Das war eigentlich schon komisch.
35:14Ich hab doch da meine Champagnerflaschen in der Badrone gelagert.
35:21Und wo ich nachschub holen wollte,
35:24war die Badtür längere Zeit verschlossen.
35:26Das war Herr Kranzstetter.
35:28Einer der Investoren hatte eine Frage,
35:30die ich nicht beantworten konnte.
35:31Da hab ich Herrn Kranzstetter eine Zeit lang gesucht.
35:34Er kam dann aus dem Bad.
35:36Danke.
35:40Tja, sag mal, wie lange war denn das Bad blockiert?
35:43Nein, so acht bis zehn Minuten.
35:45Du hast recht doch locker,
35:46um durchs Fenster zu steigen,
35:48den Mond zu begehen
35:49und durchs Fenster wieder einzusteigen.
35:51Danke, Joe.
35:53Kannst du dich jetzt ausschlafen?
35:54Herr Langer,
35:57kann es sein,
35:58dass es vielleicht Unstimmigkeiten gegeben hat
36:00zwischen Herrn Schenkendorf und Herrn Kranzstetter?
36:03Vielleicht wegen dem Wohnungskauf?
36:05Nicht, dass ich wüsste.
36:07Wissen Sie, wie Herr Schenkendorf
36:08so viel Geld aufbringen wollte?
36:10Nein.
36:12Kann es sein,
36:13dass er gar kein Geld gebraucht hat?
36:16Dass er was gegen den Herrn Kranzstetter
36:18in der Hand gehabt hat?
36:19Da gibt es was, ja?
36:23Ja.
36:24Schon.
36:26Sie haben ja mitgekriegt,
36:27was für ein dominanter Mensch
36:29Herr Kranzstetter ist.
36:30Der verlangt alles von einem.
36:33Ich habe ihn öfters gesehen
36:34als meine Frau
36:35und dann...
36:36Reden Sie ruhig weiter.
36:38Ich habe dann
36:39Dr. Schenkendorf
36:41alles erzählt.
36:45Weil diese Belastung.
36:47Ich konnte nicht mehr schlafen.
36:48Ich brauchte jemanden,
36:50mit dem ich drüber reden konnte.
36:51Was haben Sie ihm denn erzählt?
36:53Kranzstetter Bau.
36:54Also, die Firma von Herrn Kranzstetter.
36:56Ist auch am Bau einer Autobahnbrücke beteiligt.
36:59Ein Großauftrag,
37:00der hart umkämpft war.
37:02Kranzstetter
37:03hatte mit seiner Kostenkalkulation
37:05und alle Konkurrenten unterboten.
37:06Das war Harakiri.
37:07Das konnte nicht gut gehen.
37:09Wie hat er dann seine Kosten
37:09dann wieder reingekriegt?
37:11Durch Pusch vielleicht?
37:14Ja.
37:17Ich stieß dann auf immer mehr
37:18Ungereimtheiten
37:19in seinen Abrechnungen.
37:22Baumaterialien,
37:22wie zum Beispiel
37:24Spezialbeton
37:24oder
37:25bestimmte Stahlträger
37:26standen zwar auf den Abrechnungen,
37:28aber er hat sie gar nicht verwendet.
37:30Was hat er gemacht damit?
37:31Ins Ausland verkauft.
37:33Hm.
37:34Dann konnte also
37:34der Bau der Brücke
37:35gar nicht den Sicherheitsbestimmungen entsprechen.
37:38Das ist nur eine Frage der Zeit,
37:39bis da was passiert.
37:41Es hat mich fertig gemacht.
37:43Auf der anderen Seite
37:43wollte ich meinen Job nicht verlieren.
37:45Es ist gut bezahlt.
37:48Diese Zerrissenheit,
37:48die haben Sie Dr. Schenkendorf
37:50Hagenau beschrieben.
37:52Er war der Einzige,
37:53mit dem ich reden konnte.
37:58Nix.
38:00Kein Blasrohr.
38:01Weit und breit.
38:03Und oben im Bad
38:04ist auch nix?
38:05Na, gar nix.
38:06Nix.
38:07Na, irgendwo muss er es ja
38:08versteckt haben.
38:09Haben wir ja alles schon gesichert.
38:13Schauen wir jetzt
38:13mit dem Ofen rein ins Gepäck.
38:16Heinze,
38:17gib mir mal die Pinzette, bitte.
38:20Geh.
38:29Die ist kein Blasrädel,
38:37Rohr im Rohr.
38:38Vom Moor.
38:41Aha.
38:47Hartl, schau.
38:50Dann halt nicht.
39:00Ja?
39:01Grüß Sie, meine Frau Stöckle.
39:03Grüß Sie, meine Frau Hofer.
39:04Wir haben wieder Jam Session.
39:06Ui, was haben Sie denn
39:07dieses Jahr gezaubert?
39:08Meuer stinknormale Erdbeermarmelade.
39:11Bitte schön.
39:12Danke schön.
39:12Und ich habe einen
39:13Zauberlehrling gehabt,
39:14aber der Badz hat aus meiner Küche
39:15eine Hexenküche gemacht.
39:16Kann man sich schon vorstellen,
39:17wer der Hartl, oder?
39:18Ja, genau.
39:18Die Hälfte von der Marmelade
39:19hat er nicht in die Gläser geschützt,
39:21sondern in die Küche.
39:22Mei, der ganze Badz.
39:23Wie sagst du,
39:24das war vielleicht der Tag gestern.
39:25Zuerst das ganze Chaos
39:26in der Küche
39:27und dann ist auch noch
39:28mein Jubiläumstuch verschwunden.
39:29Spurlos.
39:30Ich bin total verzweifelt.
39:31Ja, es gibt zu Doktor.
39:32Läuft es einfach nicht.
39:33Ah, da ist ja mein Zauberlehrling.
39:37Ja?
39:37Ich schau zu einem
39:38mit Quartalsbericht.
39:40Grüß Gott, Frau Hofer.
39:41Ha.
39:43Was ist denn das?
39:45Was ist denn das?
39:47Das ist ja mein Tuch.
39:48Das ist ja wunderbar,
39:49aber ich bin leider
39:50vorbein Eile.
39:50Wie gut?
39:51Ja.
39:52Grüß Sie auch.
39:53Ja, Mann.
39:54Blasruhe ist schon in der KTU.
39:56Gehen abgleich
39:56haben wir demnächst.
39:57Grüß Gott, Frau Marie.
39:58Hallo.
39:59Was ist denn jetzt
40:00mit dem Tüchel?
40:01Möchtet man vielleicht
40:01einmal wer aufklären?
40:03Ja, mich auch.
40:04Ja, ich muss jetzt
40:06zu dem Verhör.
40:07Weiß doch,
40:07vielleicht kannst du
40:08das Verhör von mir nachher.
40:10Stockel, du kannst es
40:10ihr vielleicht erklären.
40:11Ich muss vernehmen gehen.
40:15Gut, Frau Hofer.
40:16Das ist eine schöne Geschichte,
40:17aber die erzähle ich Ihnen
40:18bei einer schönen Tasse Kaffee
40:20und der Michi holt uns
40:22einen Butterzopf
40:22vom Bäcker Hobisberger.
40:23Der Michi holt gar nichts.
40:24Gut, dann gibt's auch
40:25Stinknormale Erdbeermarmelade.
40:26Stinknormale Erdbeermarmelade.
40:28Dann hol ich's.
40:29Also, Frau Hofer,
40:31der hat doch...
40:32Der Hartl.
40:33Ja, der Hartl hat doch
40:34Marmalade eingemacht
40:35und dann hat er
40:35seinen Händen-Ficker gemacht.
40:36Weil Herr Schenkendorf
40:37sie erpresst hat.
40:39Er wusste von ihrem
40:40Pfuschanbau
40:41und von ihrer
40:42kleinen Unterschlagung.
40:45Theoretisch
40:45habe ich vielleicht
40:46ein Motiv.
40:47Theoretisch
40:47hätte er
40:47durchs
40:48Badfenster
40:48steigen können
40:49und er hätte
40:49das Blasrohr
40:50und das Gerüst
40:51reinstecken können.
40:52Aber praktisch,
40:52meine Herren,
40:53praktisch hätte
40:54das auch jeder
40:54andere auch machen können.
40:56Sehen Sie,
40:56deswegen haben wir
40:57ganz praktisch
40:57unserer Pathologin
40:58Bescheid gesagt.
40:59Sie müsste gleich
41:00da sein.
41:01Und die wird
41:02einen dann ganz praktisch
41:03ein bisschen
41:03Speichel abnehmen.
41:05Wieso das?
41:06Weil wir
41:07mittels Gentest
41:08einen Speichel
41:08mit dem vom Blasrohr
41:09vergleichen werden.
41:10Wir haben die
41:10Tatwaffe nämlich gefunden.
41:13Nein,
41:13da mache ich nicht mit.
41:15Das wäre
41:15nur ein Aufschub.
41:17Wir können Sie
41:17auch zwingen.
41:21Okay,
41:22das Spiel ist gelaufen.
41:24Da mache ich jetzt
41:25überhaupt nicht
41:25lange umeinander.
41:26Ich war's und aus.
41:28Ja,
41:28da machen wir
41:29auch nicht lange umeinander.
41:29Sie sind vorläufig
41:30festgenommen
41:30wegen des dringenden
41:31Tatverdachts
41:32Herrn Lorenz
41:32schenken,
41:32der umgebracht zu haben.
41:34Ja,
41:34der Sauhund,
41:35der wollte mich erpressen.
41:35Der wollte die zwei
41:36Wohnungen quasi
41:36immer sonst für
41:37einen symbolischen Euro.
41:39Und da wollten Sie
41:40einen so schnell wie möglich
41:41aus der Welt schaffen.
41:42Und danach haben Sie
41:43ihr Blasrohr wieder
41:43in der Gerüststange
41:44deponiert
41:45und sind zur Party
41:45zurückgekehrt.
41:47Ja.
41:48Und in der Nacht
41:48wollten Sie
41:49ihr Blasrohr wiederholen.
41:51Bernd!
41:59Nun,
42:00der Brei hat jetzt
42:01auch was,
42:01was reinrutscht.
42:02Gehen wir vielleicht
42:02noch einen Rosenbrei?
42:04Machen wir.
42:05Und dann können wir
42:05ganz in Ruhe mal drüber reden,
42:06was es mit diesem Tuch
42:07von Frau Hofer
42:08auf sich gehabt hat.
42:10Herr Hansen,
42:11das Tuch
42:11wird nicht auch geschnitten.
42:12Ist wohl
42:12ein rotes Tuch
42:13für Sie.