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SpaßTranskript
00:00Weißt du, Lena, ich hab mir immer gewünscht, dass ich irgendwann einen Menschen treffe wie dich.
00:04Aber geglaubt hab ich daran nicht mehr.
00:06Mit wie vielen Frauen warst du eigentlich zusammen?
00:09Darauf willst du keine ehrliche Antwort.
00:12Über 20?
00:12Nein, natürlich. Also...
00:16Es waren schon einige, aber richtig zusammen. Nur mit einer.
00:20Es fühlt sich nicht richtig an, Gabi.
00:24Was?
00:25Ich liebe dich mehr als du mich.
00:27Das ist das grundsätzliche Problem zwischen uns.
00:30Ich fürchte, du hast recht. Ich weiß nicht, ob ich deine Wünsche erfüllen kann.
00:35Tut mir leid, Gabi.
00:37Herr von Ahrensberg, hören Sie mich?
00:39Aber, Herr Doktor, bei der OP ist doch alles gut gelaufen.
00:43Es gab keinerlei Komplikationen.
00:45Vater, geht es dir gut?
00:47Ist alles in Ordnung?
00:50Was ist mit meinen Augen?
00:51Wieso ist alles schwarz?
00:53Ich bin blind.
00:54Fällt dir was auf?
00:55Ich wusste doch, dass ich so ein Armband schon mal gesehen habe.
01:00Julia hat es an dem Abend getragen, als sie starb.
01:04Seitdem ist es spurlos verschwunden.
01:06Wie kann man nur so dämlich sein, dieses Armband aufzubewahren?
01:08Und dann auch noch zu verschenken?
01:10Das Armband ist das einzige in die Stasmus weg.
01:14Ich will endlich die Wahrheit wissen über dieses Armband.
01:17Wo hast du es her?
01:18Ich hab's von einem Vater.
01:20Toni behauptet, dass er das Armband von dir bekommen hat.
01:22Habt ihr was mit dem Tod von Julia von Ahrensberg zu tun?
01:31Das Armband ist das Armband.
01:36Bis zum nächsten Mal.
01:39Bis zum nächsten Mal.
02:07Lena, wie kommst du denn darauf, dass ich was mit dem Tod von Jürgen von Ahrensberg zu tun habe?
02:10Was soll ich denn glauben, wenn Toni sagt, dass er das Armband von dir hat?
02:13Das tut mir leid, aber Toni, ich weiß nicht, wie er draufkommt, dass er das Armband von mir hat.
02:20Warum behauptet er das?
02:21Ja, vielleicht, weil er nicht erzählen will, von wem er es tatsächlich hat.
02:28Ja, es kann doch sein, dass er es von jemandem gekauft hat, der es gestohlen hat und es nicht zugeben
02:32will, weil er dir das Armband zu Verloben geschenkt hat.
02:36Toni hat mir damals gesagt, dass er das Armband von seiner Mutter hat.
02:40Lena, ich habe mit der Sache nichts zu tun, wirklich.
02:47Gut, wenn du das sagst.
02:51Und sei auf, Toni nicht böse. Er wollte dich mit dem Armband nur glücklich machen.
02:57Ja.
03:00Mach's gut, Papa.
03:08Ich kann nichts sehen, aber ich, aber ich, ich, ich, ich habe doch die Augen auf. Wieso ist alles schwarz?
03:18Wieso macht denn niemand was?
03:20Um Gottes Willen, Raphael, ist bei der Operation irgendwas schiefgelaufen?
03:26Nein, Frau von Ahrensberg.
03:27Beim Eingriff wurden weder der Sehnerv noch die Augen in Mitleidenschaft gezogen.
03:31Und wie kommt es dann, dass mein Vater nichts sieht?
03:33Das kann doch gar nicht sein, Dr. Schmelting.
03:34Die Ursache könnte ein seelischer Schock sein.
03:39Hervorgerufen durch den Stress der Operationen oder persönliche Erlebnisse.
03:43Sie meinen, die Augen funktionieren, weil der Verstand blockiert den Sehnerv?
03:49So ungefähr.
03:51Und ich stehe in die Chancen, dass ich wieder sehen kann.
03:54Wir werden bei Ihnen weitere Untersuchungen machen.
03:57Falls keine organische Ursache vorliegt, kommen Sie in neurologische und psychologische Behandlung.
04:03Mehr kann ich leider im Moment auch nicht sagen.
04:06Kommen Sie, Schwester.
04:08Danke, Dr. Schmelting.
04:11Danke schön.
04:12Alles wird gut.
04:13Ich weiß nicht.
04:16Ich fühle mich so, so hilflos.
04:35Was soll ich glauben?
04:37Belügt mich mein Vater?
04:40Oder erzählt mir Toni wieder eine seiner vielen Geschichten?
04:45Aber wenn mein Vater...
04:47Wenn er schuld an ihrem Tod ist,
04:51wie soll ich das David sagen?
04:53Wie wird er reagieren?
04:54Und wie geht es mit uns weiter?
05:12Nach dem Tod von Davids Mutter hat Raphael sich sehr verändert.
05:17Er ist kühler, härter geworden, auch mir gegenüber.
05:20Und als ich ihn dann noch damit konfrontiert habe, dass Fritz ein leiblicher Vater ist...
05:26Das war sicher ein Schock.
05:27Aber er hat es längst gewusst.
05:30Ja.
05:31Er hat es sicher nicht immer, bitte, leicht gehabt.
05:36Sie aber auch nicht?
05:38Wissen Sie, nachdem ich Fritz wiedergefunden habe und wir jetzt Mann und Frau sind, bin ich glücklicher denn je.
05:45Da hat selbst Raphaels Ablehnung nicht unser Glück trüben können.
05:51Als mein Mann mich verlassen hat, da dachte ich auch, ich verkrafte das nicht.
05:56Ja, aber es war ein Neuanfang.
05:59Ja.
06:02Wissen Sie, an manchen Tagen, da wollte ich einfach nur wegrennen und alles hinschmeißen und...
06:09Und dann habe ich es doch geschafft.
06:11Sie sind eine bemerkenswerte Frau.
06:13Oh, danke.
06:15Ich bin wirklich viel stärker, als ich es jemals für möglich gehalten hätte.
06:18Und Sie, Sie sind das auch, Amelie.
06:21Naja.
06:23Manchmal gerate ich an meine Grenzen.
06:26Ja, das Gefühl kenne ich.
06:30Aber Sie sind nicht allein.
06:31Immerhin sind wir bald eine Familie und wir alle stehen hinter Ihnen.
06:36Ach, jetzt weiß ich, von wem Lena ihre Herzlichkeit und Färme hat.
06:42Je größer die Familie, desto besser.
06:47Ach.
06:59Raphael, was machst du da?
07:01Taschentücher, ich suche Taschentücher.
07:03Ja.
07:05Du solltest dich besser hinlegen, nicht, dass du noch fällst.
07:09Kann ich dir irgendwas bringen?
07:10Lass mich doch einfach alle in Ruhe.
07:14Ich weiß, es ist nicht leicht für dich.
07:17Linda, bitte.
07:18Ich brauche kein Mitleid, ich will das nicht.
07:21Ich bemitleide dich nicht, ich möchte dir nur helfen.
07:26Aber bitte.
07:28Linda.
07:29Linda.
07:31Entschuldige, es tut mir leid.
07:36Linda.
07:39Du kannst wirklich nichts dafür, dass ich blind bin.
07:43Darin ist allein Vanessa schuld.
07:54Hey, Conny.
07:56Hey.
07:57Ich wollte mich ganz schnell von dir verabschieden.
07:59Heute vermisse ich jetzt schon.
08:00Was macht man eigentlich auf so einem Filmfest?
08:03Ach Gott, man trifft Produzenten, Schauspieler, redet mit anderen Regisseuren.
08:06Das sind ganz interessante Leute, die man da trifft.
08:09Naja, hoffentlich nicht Scarlett Johansson, Julia Roberts oder Angelina Jolie.
08:13Hallo, die haben alle keine Chance gegen dich.
08:16Ich bin ja morgen auch wieder da.
08:18Ich freue mich schon.
08:19Und dann müssen wir unbedingt den Junggesellenabschied für David und Lena organisieren.
08:23Außerdem haben wir kein Hochzeitsgeschenk und, das Wichtigste, die Trauzeugenrede.
08:27Das sind ja wir.
08:28Ja, deswegen müssen wir sie auch schreiben.
08:31Du kannst ja auf der Fahrt schon mal drüber nachdenken.
08:33Mach ich.
08:34Tschüss, mein Herz.
08:38Lena, hi.
08:39Und tschüss, hab's eilig.
08:40Tschüss.
08:42Tschüss.
08:44Hey.
08:45Hey.
08:47Alles okay?
08:48Naja.
08:50Komm, ich mache uns erst mal zwei heiße Schokoladen mit Sahne.
08:52Hm?
08:54Ich hab mit meinem Vater gesprochen.
08:56Ich weiß nicht mehr, was ich glauben soll, komm.
09:06Bist du dir eigentlich wirklich sicher, dass Vanessas Kind von David ist?
09:09Ja.
09:11Lena meint, Vanessa lügt.
09:14Natürlich glaubt Lena das.
09:16Liebe macht ja bekanntlich.
09:19Sie will meinen Sohn heiraten.
09:26Ich bin fast wahnsinnig geworden, als ich erfahren habe, dass es von David ist.
09:36Liebst du Vanessa noch?
09:40Linda.
09:42Du bist die Frau, die ich liebe.
09:48Vanessa empfinde ich nur noch Hass.
09:51Liebe und Hass liegen manchmal nah beieinander.
09:56Sie hat mich die ganze Zeit nur ausgenutzt, belogen und betrogen.
10:00Du hast sie auch betrogen, Raphael.
10:03Mit mir.
10:05Und mich hast du mit ihr betrogen.
10:09Es tut mir leid.
10:12Linda.
10:16Linda, vergiss die Vergangenheit.
10:20Jetzt bist du alles für mich.
10:28Aufregung ist in Ihrem Zustand absolut verboten, Herr von Ahrensberg.
10:32Du willst mich nicht mehr.
10:34Jetzt, wo ich hilflos und auf andere angewiesen bin.
10:37Das ist es nicht.
10:39Versteh doch nach allem, was passiert ist.
10:42Du hast auf einen Menschen geschossen.
10:45Das heißt nicht, dass meine Gefühle für dich per sich weg sind.
10:53Du empfindest also noch etwas für mich?
10:59Trotzdem, ich kann nicht einfach so tun, als wäre nichts passiert.
11:03Wenn was ist, dann melde dich bitte.
11:06Die Klinge ist hier.
11:08Hier.
11:12Ich schaue später nochmal nach dir.
11:28Hat Toni gesagt, warum er das Armband im Schloss stehlen wollte?
11:32Natürlich nicht, weil er darauf keine Antwort hat.
11:36Trotzdem ist es merkwürdig, dass sich mein Vater schon damals für das Armband interessiert hat.
11:40Er wollte es sogar für mich aufbewahren.
11:42Damit es nicht wegkommt, weil es sehr wertvoll ist.
11:44Ich habe das Gefühl, dass mir mein Vater nicht die Wahrheit sagt.
11:47Ich glaube, Toni sagt ihm nicht die Wahrheit.
11:51Und wenn Sie beide gelogen haben?
11:55Ich habe Toni jahrelang vertraut und dann festzustellen, dass er mich all die Jahre belogen hat.
12:01Und mein Vater war mein Vorbild für mich.
12:03Gratlinig, integer.
12:06Du bist auf seine Affäre mit Gabi.
12:08Ja.
12:09Auch er hat uns jahrelang betrunken.
12:13Er hat uns die Beziehung verheimlicht.
12:17Keiner wusste was davon.
12:18Wer weiß, was er noch gemacht hat.
12:21Und Conny, ich weiß nicht mehr, was ich machen soll.
12:23Das ist auch schwierig.
12:28Ich muss mit David reden.
12:31Wie soll ich denn das machen?
12:33Soll ich ihm sagen, Toni und mein Vater, die haben vielleicht was mit dem Tod deiner Mutter zu tun.
12:40Naja, vielleicht aber doch auch nicht.
12:42Ich würde erst mit David reden an deiner Stelle, wenn ich was wirklich Konkretes weiß.
12:48Vertrauen ist das Wichtigste in einer Beziehung, Conny.
13:06Sie ist gerade eingeschlafen.
13:08Bin ich froh, dass sie wieder gesund ist.
13:16Ronja, diese augante Ziege.
13:18Bei jeder Gelegenheit zeigt sie mir, was für eine dumme, kleine Anfängerin ich bin.
13:22Ach, jetzt lass dich von dir nicht so unterkriegen.
13:23Du bist viel besser als sie.
13:26Ja, du hast recht.
13:27Ich nehme jetzt erstmal ein Entspannungsbad.
13:30Ich komme gleich nach, wenn ich Emma ins Bettchen gebracht habe.
13:33Lena's Kleid ist wunderschön, Pia.
13:35Mein Hochzeitskleid musst du auch schneiden.
13:37Dann versprich mir das.
13:38Hoch und heilig.
13:39Wenn du mir versprichst, dass du dir den richtigen aussuchst.
13:42Oh Mann, gibt es hier eigentlich noch ein anderes Thema als heiraten?
13:45Nein.
13:46Nicht bis nächste Woche.
13:48Ach, sie schläft schon.
13:49Gute Nacht, meine Süße.
13:52Ich bringe sie ins Bettchen.
13:59Ach.
14:02Was ist denn jetzt mit dir und Raphael?
14:04Es ist nicht leicht für ihn, plötzlich nichts mehr zu sehen.
14:08Und wie ist es für dich?
14:10Es ist total ungewohnt, ihn so hilflos zu erleben.
14:17Kann ich mir denken.
14:19Ausgerechnet er, der immer so dominant war.
14:22Seine Blindheit hat etwas in ihm bewirkt, Pia.
14:26Sogar mit seinem Sohn hat er sich versöhnt.
14:29Warum waren die beiden eigentlich zerstritten?
14:33Irgendeine Familienangelegenheit.
14:37Und du und er, ihr seid jetzt so richtig zusammen?
14:42Ach, Pia.
14:45Raphael hat mich schon so oft verlassen.
14:47Ich weiß nicht, ob ich ihm wirklich wieder vertrauen kann.
14:52Ist gut, wenn du vorsichtig bist.
14:56Hier ist die Mailbox von Tony Weiss.
14:58Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht oder versuchen Sie es später nochmal.
15:09Ja, danke, dass du kein Wasser nachgefüllt hast.
15:12Oh, sorry, ich war in Gedanken.
15:14Holst du mich nach Hause?
15:17Ich musste noch was erledigen.
15:23Dann kann einer von euch beiden das mal checken?
15:26Mehrere Betrugsfälle, ich will wissen, ob die irgendeinen Zusammenhang haben.
15:28Ich habe gerade ein bisschen Luft.
15:30Danke.
15:33Und sonst?
15:35Alles okay?
15:36Zwei Anrufe wegen Diebstahl, drei Sachbeschädigung.
15:40Alles wie immer.
15:49So unfassionig, was ist los?
15:52Ach, ich brauche erstmal Abstand.
15:56Abstand?
15:57Ich dachte, das wäre geklärt zwischen euch beiden.
16:00Das ist es ja auch.
16:01Ich habe einen klaren Schlussstrich gezogen.
16:04Was?
16:06Mir ist einfach klar geworden, dass Gabis Gefühle für mich nicht ausreichen.
16:10Glaubst du wirklich?
16:12Frank, ich habe wirklich alles versucht, das ist aussichtslos.
16:16Ich komme einfach nicht damit klar, nicht zu wissen, woran ich bin.
16:19Das ist besser, klare Verhältnisse zu schaffen.
16:21Ich hätte es dir gewünscht, Peter, wirklich.
16:25Tschüss.
16:26Tschüss.
16:26Tschau.
16:34Ach, Vanessa, wo waren Sie denn?
16:37Ich habe Sie vorhin überall gesucht.
16:40Ich hätte mich hingelegt.
16:41Wahrscheinlich habe ich deshalb Ihr Klopfen nicht gehört.
16:44Waren Sie bei Raphael in der Klinik?
16:46Ist die OP gut verlaufen?
16:47Raphael ist gerade aus der Narkose erwacht, aber es gab Komplikationen, Vanessa.
16:53Es sieht nichts mehr.
16:55Was?
16:56Er ist blind.
16:59Aber wie konnte das passieren?
17:00Es hieß doch, es sei ein ganz harmloser Eingriff.
17:02Ja, Dr. Schmelting sagt, es sei nichts Organisches.
17:06Seine Blindheit ist wohl durch einen Schock ausgelöst worden.
17:13Das ist ja schrecklich.
17:16Dass er nichts mehr sieht, hat psychische Ursachen.
17:20Deshalb bin ich überzeugt davon, dass er irgendwann wieder sehen wird, wenn wir ihm jetzt alle beistehen.
17:25Und vor allem braucht er jetzt Ihre Unterstützung, Vanessa.
17:29Deswegen wäre es sehr gut, wenn Sie so bald wie möglich ins Krankenhaus fahren würden.
17:33Das würde ich ja gerne, aber mir geht das nicht so gut.
17:35Ja, dann müssen Sie noch mal zu der Ärztin fahren.
17:38Nehmen Sie sich ein Taxi und bei der Rückfahrt können Sie bei Raphael vorbeischauen.
17:43Bitte, er braucht sie jetzt.
17:46Und Minnie braucht dringend ein Bart. Sie ist gerade durch alle Pfützen gehüpft.
17:50Wo ist sie denn?
17:51Schätze mal hinterm Sofa, wie immer, wenn sie das Wort Bart hört.
17:54Äh, ich kümmere mich.
18:02Ich kann nicht ins Krankenhaus fahren.
18:04Isabel, das überstehe ich nicht.
18:05Du musst Raphael besuchen, wenn du vor Amelie und Fritz sein Gesicht wahren willst.
18:10Minnie?
18:11Ich bin heilfroh, wenn ich ihn erstmal eine Weile nicht sehen muss.
18:15Da fahre ich laut sich freiwillig zu ihm.
18:16Du bist seine Verlufte und du bist die Mutter von Amelies und Fritz' Enkel.
18:21Du musst jetzt die liebevolle Gattin spielen.
18:23Sonst fliegst du aus diesem Schloss schneller, als dir lieb ist.
18:26Ich will ihr aber nicht weg.
18:28Ich will in Davids Nähe bleiben.
18:35Schwesterchen, tu dich bitte mit Toni zusammen.
18:38Er ist der Vater deines Kindes.
18:40Ihr mögt euch.
18:41Ich spüre das.
18:43Ich habe mich doch nicht ein ganzes Leben abgestrampelt, um am Ende bei einem Automechaniker zu landen.
18:47Mann!
18:48Lieber ein armer Automechaniker, der dich liebt, als ein reicher Adliger, der dich umbringt.
18:52Nein, Isabel.
18:54Mir steht das Wasser zwei bis zum Hals, aber so weit ist es nun auch wieder nicht.
19:00Wo willst du hin?
19:01Es geht dich gar nichts an.
19:06Mimi!
19:07Ja, wein!
19:09Ja, komm her.
19:10Ja, komm, komm her.
19:12Jetzt kommt sie so.
19:15Ja.
19:37Und er ist blind?
19:39Ja.
19:44Das hat aber nichts mit dem Sturz zu tun.
19:46Nein, sein Zustand hat psychische Ursachen.
19:51Naja, wenigstens bin ich nicht schuld.
19:52Ich auch nicht.
19:56Und außerdem, wenn du Raphael nicht aufgehalten hättest, dann wäre er längst mit meinem restlichen Geld in Rio.
20:02Was mache ich eigentlich, wenn Raphael ihn nicht anzeigt?
20:06Wenn er der Polizei vorlügt, dass ich ihn zu Boden gestoßen habe?
20:10Das wird er nicht.
20:12Was soll ihn davon abhalten?
20:13Ja, das...
20:15Keine Ahnung.
20:20Ich weiß, zu was dieser Mann fähig ist und zu was nicht.
20:24Na ja, diesmal hast du ihn ja unterschätzt.
20:28Solange Raphael blind ist und im Krankenhaus liegt, kann er mir gar nichts tun.
20:36Irgendwann wird er ja wieder aufs Schloss zurückkommen.
20:39Und dann?
20:41Ich weiß es nicht.
20:45Toni, halt mich bitte einfach nur fest.
21:04David?
21:06Hm?
21:08Ich habe vorhin mit meinem Vater geredet.
21:16Schläfst du?
21:17Nein, nein.
21:19Ich stelle mir gerade vor, wie es sich anfühlen muss, wenn man nichts mehr sieht.
21:25Ewiges Schwarz.
21:27Ich muss schrecklich sein.
21:32Ich glaube, für mich wäre es viel, viel schlimmer, wenn man gar nichts mehr hören könnte.
21:38Weil du Musiker bist, aber dein Vater...
21:40Ach, das ist doch ganz egal, ob blind oder taub.
21:43Sowas wünscht man niemandem.
21:45Sollen wir die Hochzeit verschieben?
21:47Nein.
21:49Nein, auf keinen Fall.
21:50Da freue ich mich schon mein ganzes Leben drauf.
21:53Ich mich auch.
21:57Meine Mutter hat das Hochzeitskleid fast fertig.
21:59Das ist ein Traum aus...
22:01Psst.
22:02Das darfst du mir doch gar nicht sagen.
22:04Ich wurde Hochzeit.
22:06Ich dachte, du darfst es nur nicht sehen.
22:09Nein, man darf es auch nicht wissen.
22:12Während er noch vier Tage.
22:14Noch vier Tage und dann sind wir endlich Mann und Frau.
22:18David, ich...
22:19Ich liebe dich.
22:22Und wie.
22:27Am liebsten würde ich dir jetzt schon den Ring auf den Finger stecken und mit dir einfach in den Sonnenuntergang
22:32reiten.
22:34Ich auch.
22:37Aber das können wir unserer Familie und unseren Freunden nicht antun.
22:40Ja, ich weiß.
22:42Außerdem wird unsere Hochzeit der schönste Tag in unserem Leben.
22:46Ja, das glaube ich auch.
22:49Und ich verspreche dir, dass jeder Tag, jede Stunde, jede Sekunde danach mindestens genauso schön sein wird.
23:14Amelie, wird das nicht ein bisschen viel?
23:16Solltest du nicht deine Krankenbesuche mit Vanessa teilen?
23:19Aber sie musste zum Arzt.
23:22Was denn jetzt noch?
23:23Ach bitte, Fritz.
23:24Sie fühlt sich einfach nicht gut.
23:27Schau mal.
23:27Ich möchte doch nur, dass du dich nicht übernimmst.
23:32Fritz.
23:34Meinst du, dass Raphael irgendwann wieder gesund wird?
23:38Ich hoffe es.
23:39Vor allem für dich.
23:40Aber Fritz, es geht nicht um mich.
23:42Es geht um unseren Sohn.
23:45Weißt du, so hilflos habe ich ihn noch nie erlebt.
23:48Er war doch immer ein selbstständiger Mann.
23:50Und jetzt?
23:52Raphael wird es nicht leicht fallen, auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein.
23:56Ja, deshalb müssen wir ganz normal mit ihm umgehen.
23:59Er darf sich gar nicht erst hilflos fühlen.
24:02Ich würde dir so gern helfen.
24:05Aber ich fürchte mal, Raphael legt keinen besonderen Wert auf meine Nähe.
24:10Naja, vielleicht ändert sich das ja jetzt.
24:12Hast du nicht auch gemerkt, dass er seit seinem Unfall so anders ist?
24:17Ja, das stimmt.
24:18Er ist nicht mehr so abweisend wie früher.
24:21Ja.
24:22Für seine Verhältnisse ist er schon beinahe versöhnlich.
24:26So eine Krankheit kann einen Menschen verändern.
24:30Ach, Fritz.
24:31Ich bin so froh, dass ich dich jetzt an meiner Seite habe.
24:39Danke.
24:39Bis gleich.
24:48Da sind ein paar spannende Geschichten dabei.
24:51Alles Krimis.
24:52Aber sowas magst du ja nicht, wa?
24:54Danke, Mutter.
24:55Das ist lieb von dir.
24:58Ich soll dich von Fritz herzlich grüßen.
25:01Er macht sich große Sorgen um dich.
25:04Soll ich dir eine CD einlegen?
25:06Nein, nein, lass.
25:07Ich versuche das nachher allein.
25:09Und sonst kann mir auch eine der Schwestern helfen.
25:13Na, Raphael, sei nicht traurig, dass Vanessa noch nicht hier war.
25:17Weißt du, es geht ihr nicht gut.
25:18Die Schwangerschaft macht ihr immer noch ganz schön zu schaffen.
25:22Aber wenn es ihr wieder besser geht, kommt sie dich besuchen.
25:25Ganz bestimmt.
25:27Ich verzeihe, Vanessa, fast alles.
25:30Wieso fast?
25:32Es gibt schon ein paar Dinge, die ich hier übel nehmen würde.
25:36Aber dazu gehört kein verpasster Krankenhausbesuch.
25:41Sag mal, Raphael, möchtest du nicht endlich mit Fritz deinen Frieden schließen?
25:47Er ist doch immerhin dein Vater.
25:50Solange ich ihn nicht sehen muss.
25:52Also bitte, mach nicht solche Witze, bitte.
25:56Mutter, ich habe im Moment ganz andere Probleme.
25:59Sie haben mich nochmal von Kopf bis Fuß untersucht und
26:03es gibt definitiv keine organische Ursache für meine Erblindung.
26:06Ja, aber das ist doch gut.
26:08Gut, dann kannst du vielleicht viel schneller sehen, als du denkst.
26:12Wann wirst du denn denn lassen?
26:13Keine Ahnung.
26:17Tut mir leid, dass ich dir so viel Kummer mache.
26:20Aber das macht doch nichts, Junge.
26:23Hauptsache, du wirst wieder gesund.
26:51Bitte nicht.
26:55Habt ihr was mit dem Tod von Julia von Ahrensberg zu tun?
27:23Noch Tee?
27:24Ja, danke.
27:30Ich habe gestern noch ein bisschen in deinen alten Fotos gestöbert.
27:36Das hier hat mich besonders berührt.
27:41Ach ja, da waren Raphael und Julia richtig glücklich.
27:48Ja.
27:49Seine Frau Julia muss eine beeindruckende Persönlichkeit gewesen sein.
27:54Schön und stolz.
27:57Und dann dieses warme Lächeln.
28:00Ja, ihr Tod war für uns alle eine Tragödie.
28:09Wieso ist der Täter eigentlich nie gefasst worden?
28:13Tja, da musst du die Polizei fragen.
28:17Gestern ist etwas Eigenartiges passiert.
28:21Lena hat genauso ein Armband.
28:24Es sieht jedenfalls so aus wie das von Julia.
28:28Welches Armband denn?
28:53Gabi hatte gestern einen Spätansatz.
28:55Soll ein schlimmer Unfall mit Todesfolge gewesen sein.
29:11Gabi?
29:14Es geht schon wieder.
29:16Der Unfall gestern Abend.
29:21Ein junger Mann wurde an der Ampel angefahren.
29:24Der Fahrer des Wagens beging Fahrerflucht.
29:27Der junge Mann starb noch am Unfallort.
29:30Immerhin im Arm.
29:32Er war erst 20.
29:35Oh Mann.
29:39Später stellte sich dann heraus, dass der Fahrer zwei Promille im Blut hatte.
29:43Ganz ehrlich, am liebsten hätte ich ihn einfach.
29:47Fahrerflucht ist wirklich das allerletzte.
29:50Jetzt bin ich auch noch erkältet.
29:55Frank, kannst du mich bitte nach Hause bringen und dich um Benjamin kümmern?
30:00Ja, klar.
30:01Warum ist er eigentlich nicht bei der Tagesmutter?
30:03Die ist genauso krank wie ich.
30:17Du kommst gerade richtig.
30:18Kannst du mir mal helfen?
30:27Warum hast du mir nicht erzählt, dass du das Armand meiner Mutter hast?
30:31Weil das noch gar nicht sicher ist.
30:34Ich war bei einem Juwelier.
30:36Es ist kein Undikat.
30:36Es kann mehrere davon geben.
30:37Trotzdem.
30:39Du weißt, dass ich schon seit langem versuche herauszufinden, was mit meiner Mutter passiert ist.
30:42Ich verfolge jeden noch so kleinen Hinweis, Lena.
30:45Ich wollte es dir sagen.
30:47Gestern Abend.
30:48Du warst zu besorgt wegen deinem Vater.
30:50Und dann haben wir über unsere Hochzeit gesprochen.
30:52Ich wollte diesen schönen Moment nicht kaputt machen.
30:57Woher hast du das Armband?
30:59Ich habe es von Toni zur Verlobung bekommen.
31:02Es ist ein Familienerbstück.
31:03Toni?
31:06Du hast das Armand von Toni?
31:08Ein Familienerbstück?
31:09Und das hast du ihm geglaubt?
31:14Lena, was hat Toni mit dem Tod meiner Mutter zu tun?
31:17Ich weiß es nicht.
31:19Ich hoffe nichts.
31:21Die Polizei ist dran an dem Fall.
31:23Mein Vater kümmert sich darum.
31:25Also wenn Toni...
31:27Lena.
31:29Dein Ex-Freund hat vielleicht das Leben meiner Mutter auf dem Gewissen.
31:31Es ist doch nur ein Verdacht.
31:33Wir müssen der Sache auf den Grund gehen.
31:36Am besten ich rede nochmal mit Toni.
31:38Nein, nein, nein, nein.
31:40Überlass das mir.
32:02Was ist denn los mit dir?
32:04Du bist in den letzten Tagen so anders.
32:06Ist nichts.
32:08Ich bin nur müde.
32:11Möchtest du was trinken?
32:12Nein, danke.
32:13Leg dich hin.
32:13Ich bring dir gleich deinen Tee.
32:16Danke.
32:29Nein, mein Kleiner.
32:40Ich bin kein schlechter Mensch.
32:49Ich habe einen Fehler gemacht.
32:54Schrecklichen Fehler.
32:59Ich würde das so gerne rückgängig machen, aber es geht nicht.
33:09Egal was kommt.
33:12Ich habe dich ganz toll lieb.
33:17Wir haben beide Fehler gemacht, Frank.
33:20Und du bist kein schlechter Vater, im Gegenteil.
33:25Danke.
33:27Wunderbar, das haben Sie sehr schön gemacht.
33:29Dankeschön.
33:30Könnten Sie bitte die Haube der Dame ausstellen?
33:32Ja, sofort.
33:33Gehen Sie schon mal zur Kasse.
33:34Ich bin gleich bei Ihnen.
33:37Geht gleich weiter.
33:48Sanof Lam, mein Name ist Jasmin Blum.
33:50Was kann ich für Sie tun?
33:52Kein Problem, wann passt es Ihnen denn?
33:54Gut, dann trage ich Donnerstag, 13 Uhr für Sie ein.
33:57Alles klar, bis Donnerstag.
33:58Tschüss.
34:00Jasmin, das läuft ja super.
34:02Danke, auch dafür, dass Sie mir die Chance gegeben haben.
34:05Naja, das hast du wirklich toll gemacht.
34:07Was riecht denn hier so?
34:17Sie haben vergessen, die Haube auszustellen.
34:19Ganz sicher nicht.
34:20Ich höre, ich habe es ausgestellt.
34:23Das tut mir sehr leid.
34:25Jasmin wird Ihnen den Schall auf jeden Fall ersetzen.
34:36Was willst du denn hier?
34:40Woher hast du das Armband, das du Lena zur Verlobung geschenkt hast?
34:43Was geht dich das denn an?
34:45Eine ganze Menge.
34:46Es gehörte meiner Mutter.
34:49Deiner Mutter?
34:50Ganz genau.
34:51Sie trug es an ihrem Todestag und danach war es einfach weg.
34:56Das heißt, derjenige, der jetzt im Besitz dieses Armbandes ist, hat irgendetwas mit dem Tod meiner Mutter zu tun.
35:01Hey, jetzt komm mal wieder runter.
35:03Das Armband muss ja nicht genau dasselbe gewesen sein.
35:06Die Dinger gibt es wie Sand am Meer.
35:08Nein, das war ein sehr seltenes Schmuckstück.
35:11Ich habe es gekauft.
35:13Dann zeig mir die Quittung.
35:14Quittung? Ich habe keine Quittung.
35:16Das war nicht gerade legal, weißt du?
35:18Natürlich.
35:21Glaubst du, ich kann mir sowas leisten?
35:22Ich habe mich umgehört, ob jemand sowas zu verticken hat.
35:26Heleware.
35:27Klar.
35:29Du kannst dir natürlich sowas leisten.
35:32Genau deshalb habe ich das auch gemacht.
35:34Ich wollte Lena beweisen, wie sehr ich sie liebe.
35:37Ihr was bieten.
35:38Das kannst du doch verstehen, oder?
35:40Von wem hast du das Armband gekauft?
35:43Ich weiß nicht mehr von so einem Typen.
35:45Er ist Tees.
35:46Mehr weiß ich auch nicht.
35:47Tees.
35:48Wie bist du an diesen Tees gekommen?
35:50Tipp von einem Bekannten.
35:51Tipp von einem Bekannten.
35:53Name, Adresse.
35:55Ein Bekannter von einem Bekannten.
35:56Du weißt doch, wie sowas geht.
35:57Wo hast du Tees getroffen?
36:00Ich weiß nicht mehr.
36:01In so einer Kneipe.
36:03Ich glaube, im Kapitski.
36:04Du glaubst es oder du weißt es?
36:06Hey.
36:07Ich konnte damals kaum noch klar denken.
36:10Ich wollte nur Lena beweisen, wie sehr ich sie liebe.
36:14Ich wollte nicht an dich verlieren.
36:16Das kannst du doch verstehen, oder?
36:21Okay.
36:23Gut.
36:33Ich hätte David gleich von dem Armband erzählen sollen.
36:36Aber ich wollte erst mehr rausfinden.
36:38Zumal ich es von Toni habe.
36:40Hast du ihn gefragt, woher er es hat?
36:42Er sagt, es wäre ein Familienerbstück.
36:45Und du meinst, Toni hat irgendetwas mit Julias Tod zu tun?
36:49Ich weiß gar nicht mehr, was ich glauben soll.
36:53Fakt ist, das Armband ist kein Undikat.
36:55Es gibt mehrere davon.
36:57Und das von Tonis Mutter muss nicht dasselbe sein wie von Davids Mutter.
37:01Jetzt mach dir mal keine Sorgen, Lena.
37:04David kann dir gar nicht lange böse sein.
37:06Es ist doch ganz klar, dass du erst mal wissen wolltest, was es mit diesem Armband auf sich hat.
37:13Und David ist sehr sensibel, wenn es um den Tod seiner Mutter geht.
37:17Du weißt doch, er ist nach Amerika gegangen, um erst mal alles zu vergessen.
37:21Aber das konnte er nicht.
37:23Wir haben nie aufgehört, darüber nachzudenken.
37:27Es war ein Schlag für David.
37:29Ein sehr schwerer Schlag.
37:31Die geliebte Mutter zu verlieren und nicht zu wissen, wer daran schuld ist,
37:36das lässt einem keine Ruhe.
37:39Ich hoffe, er kann mir verzeihen.
37:41Aber Lena, David weiß doch, dass du an seiner Seite stehst.
37:47Also, ich finde das Gedeck mit dem Goldrand, das ist äußerst elegant.
37:53Also, ich finde das andere ja moderner.
37:58Also, dann soll es das sein.
38:02Du, ich muss noch los.
38:04Kann ich dich damit alleine lassen?
38:05Aber natürlich, Isabelle räumt das alles auf.
38:09Danke.
38:13Dankeschön.
38:22Na, hast du schon Feierabend?
38:25Ich wurde nach Hause geschickt.
38:28Oh, warum das denn?
38:30Eine Kollegin im Salon kann mich nicht leiden.
38:32Ich habe den Infrarotschrauber zur Seite geschoben und ausgestellt.
38:35Und sie hat ihn absichtlich wieder angestellt.
38:38Ja, der schallt einer Kunde hinternehmen und ist dadurch angekuckelt.
38:43Vermutest du nur, dass sie es absichtlich getan hat, oder hast du es gesehen?
38:46Ich weiß, dass ich den Regler ausgestellt habe.
38:48Und sie war die Einzige, die danach noch an dem Gerät war.
38:51Versuch über den Dingen zu stehen und lass diese Ronja wissen, dass du sie durchschaut hast.
38:56Ja, und dann?
38:58Dann beweist du mit Fleiß und viel Engagement, was du wirklich drauf hast.
39:08Schau mal, Jasmin.
39:10Das gehört jetzt irgendwie auch zu deiner Ausbildung.
39:14Situationen durchzustehen, die nicht ganz fair sind und tapfer weiterzumachen.
39:20Ich weiß nicht, ob ich das kann.
39:21Oh.
39:22Natürlich kannst du das.
39:24Ganz bestimmt.
39:25Und du wirst sehen, wenn du das schaffst, dann...
39:28...dann ist alles andere viel, viel leichter.
39:31Hm?
39:32Ich versuch's.
39:39Ach, Vanessa.
39:41Was hat denn die Ärztin zu den Kopfschmerzen und dem Schwindel gesagt?
39:44Ich soll mich schonen.
39:46Deshalb möchte ich vorerst auch nicht zu Raphael ins Krankenhaus fahren.
39:49Vanessa, ganz ruhig.
39:51Denken Sie an das Baby.
39:53Ja, Sie haben recht.
39:55Das ist im Moment das Wichtigste.
39:56Ich habe natürlich mit Raphael telefoniert.
39:58Wissen Sie, was mich besonders traurig macht?
40:01Also, dass er erstmal nicht bei der Hochzeit seines Sohnes dabei sein kann.
40:04Aber warum soll er denn nicht dabei sein?
40:06Er ist zwar blind, aber er kann doch mitfeuern.
40:09Also, die Hochzeit, die wird auf keinen Fall verschoben.
40:12Die Kinder haben schon viel zu lange darauf gewartet.
40:27Jede Nacht habe ich dieses Bild vor mir.
40:30Wie sie plötzlich vor mir auftauchen mit weitaus gebreiteten Armen.
40:36Die Höhe dieses Quietschen von diesen Bremsen und diesen dumpfen Schlag.
40:45Es ist ein Albtraum, aus dem ich nicht erwachen kann, weil es Wirklichkeit ist.
40:53Und immer wieder stelle ich mir die Frage, warum, warum habe ich nicht angehalten, bin ausgestiegen und habe Ihnen geholfen?
41:08Warum habe ich nicht verhindert, dass Tony und ich anhalten?
41:20Und sie einfach nur zurücklassen?
41:24Papa!
41:27Was machst du denn hier?
41:30Ich...
41:31Warum weinst du?
41:34Ich...
41:35Ich halte das nicht mehr aus.
41:37Was ist denn los?
41:39Ich bin schuld am Tod von Julia von Ahrensberg.
41:57Ich habe sie überfahren.
42:06David, ich weiß, wer deine Mutter überfahren hat.
42:08Lena, ich bin froh, dass du mir das sagen willst, aber er wurde ja schon festgenommen.
42:12Wenn du dich stellst, dann wandern wir beide in den Knast.
42:15Und dann wirst du schon noch sehen, wie schnell es vorbei ist mit deinen guten Gefühlen.
42:17Mutig von dir herzukommen.
42:20Was willst du mir schon tun, gern wie du bist?
42:23Ich werde bald entlassen.
42:25Ja, aber leider nicht nach Hause, sondern in eine Spezialklinik für psychosomatische Erkrankungen.