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🎈
Spaß
Transkript
00:28Untertitelung. BR 2018
00:58Untertitelung. BR 2018
01:25Papa, gib gleich Frühstück.
01:35Papa, bist du wach?
01:39Frische Kieler.
02:10Langsam.
02:19Vorsichtig, langsam.
02:32Moin.
02:35Du bist gerade ganz schlecht, Silke. Vorsichtig, ach so. Vorsichtig. Wie seid man?
02:43Keine Ahnung, sein Auto ist auch nicht da und an sein Handy geht er nicht ran.
02:47Ja gut, vielleicht muss er irgendwas Dringendes erledigen.
02:49Mitten in der Nacht. Sein Bett war unbenutzt. Er hatte mir noch Bescheid gesagt oder eine Nachricht geschickt.
02:54Okay, das ist wirklich ein bisschen komisch. Ich komme so schnell ich kann, ja?
02:57Mhm, okay.
02:59Okay.
02:59Bis gleich.
03:00Dann.
03:01Dann.
03:11Dann.
03:16Dann.
03:25Dann.
03:50Moin, da hinten war eine Riesen-Baustelle.
03:54Ach, komisch. Da mussten wir heute Morgen alle durch.
03:57Ja, okay, ich hab verpennt.
03:58Frühstück geht auf mich.
03:59Frühstück fällt aus. Komm schon, da drüben.
04:02Die Kollegen sind fast fertig.
04:04Mann oder Frau?
04:09Frank Lose, 67. Top-Adresse, Geldadel?
04:14Alte Räderfamilie. Dritte Generation.
04:19Guck mal, die Schuhe.
04:20Tja, der Mann hat das Stil. Der Pullover echtes Kaschmir.
04:23Die alte Schule.
04:25Wer hat den gefunden?
04:27Ein Angler.
04:28Guten Morgen.
04:29Moin, Strahlemann.
04:31Ihr habt gehört, du bist schon durch?
04:33Bin ja auch schon lange genug hier.
04:34Ja, ist ja gut.
04:35Lass mal hören.
04:37Todeszeitpunkt schätze ich auf gestern Abend zwischen 8 und 11 Uhr.
04:40Der Mann wurde erschlagen mit einem stumpfen Gegenstand.
04:43Er hat Frakturen und eine große Platzwunde hier am Hinterkopf.
04:48Das heißt also, er war schon tot, als er ans Wasser geworfen wurde.
04:51Ja.
04:52Also wollte jemand die Leiche entsorgen.
04:54Raubmord?
04:55Ne, das glaube ich nicht.
04:56Es ist alles da.
04:57Portemonnaie mit allen Karten drin, das neueste Handy und 600 Euro Cash.
05:01Was ist denn dieses ganze schwarze Zeug da?
05:03Eine Art Öl.
05:05Vor allem an den Abschlussflächen.
05:06Handgelenke, Knie, linke Arm, linke Schulter.
05:09Na ja, er ist zu Boden gestört, als er mit dem Zeug kontaminiert war.
05:14Puh.
05:16Schweröl für Schiffsmotoren, oder?
05:18Kann ich noch nicht sagen.
05:20Ich meine...
05:22Hallo, Ida?
05:24Das brauchen wir auf jeden Fall genauer.
05:26Chemische Zusammensetzung, wozu wird das eingesetzt, etc. etc.
05:29Ja, schon klar.
05:31Verstanden, danke.
05:32Also unser Toter ist als vermisst gemeldet worden.
05:34Von seiner Tochter.
05:41Letztes Jahr ist unsere Mama gestorben und jetzt...
05:47...hab ich im Garten gefunden.
05:51Gehörte der Ehemvater?
05:55Wo genau haben Sie den gefunden?
05:57Auf dem Weg zur Garage.
06:02Da war doch nie was verloren.
06:28Ist das alles noch so, wie heute Morgen?
06:30Ja.
06:34Wohnen Sie auch hier?
06:36Seit drei Wochen.
06:37Ich hab meinen Master gemacht in den USA.
06:41Mein Vater wollte, dass ich zurückkam,
06:43meinen Bruder an der Firma unterstütze.
06:46Darf ich?
06:48Sicher.
06:49Er hat nichts mitgenommen.
06:51Und Sie haben gestern nicht mitbekommen,
06:53wie Ihr Vater abends das Haus verlassen hat?
06:58Ich war im Theater.
07:00Und Ihr Bruder?
07:02Er musste arbeiten im Büro.
07:04Wohnen Sie auch hier?
07:07Er hat eine eigene Wohnung in der Stadt.
07:11Und, äh...
07:12Wann waren Sie gestern an zu Hause?
07:14So, gegen halb zwölf.
07:17Wissen Sie an, was Ihr Vater hier gearbeitet hat?
07:21Nein.
07:24Das sind Frachtpapiere.
07:27Aber heute, dass ich Ihnen die ausdrucke.
07:39Finn, ich steig hier bei den Frachtpapieren einfach nicht durch.
07:41Das meiste ist auf Russisch.
07:48Oh, da braucht man Übersetzer hier.
07:51Portland, Komposit Zement,
07:53Hybrid-Polymerkleber,
07:55Fließbeton.
07:56Das sind wahren Eingangsrechnungen.
07:57Die Reederei kauft die Baustoffe hier in Deutschland ein
07:59und führt sie nach St. Petersburg aus.
08:01Und was sind das da für Listen?
08:02Das müssten aktuelle Lagerbestände sein.
08:05Das ist wirklich was für Erbsenzähler.
08:07Erbsenzählerei gehört auch dazu.
08:09Einfach dranbleiben, okay?
08:11Sieh mal, unser Toter, der hat ja echt Geschmack.
08:17War er damit unterwegs?
08:18Mhm.
08:19Ja, so ein Wagen fällt doch auf.
08:20Vor den Büros und Lagern der Reederei steht der Wagen nicht
08:22und auch nicht am Kai des Frachthafens.
08:24Das haben die Kollegen bereits überprüft.
08:26Und die Fahndung nach dem Wagen läuft.
08:29Und mit wem hat er gestern Abend telefoniert?
08:33Um 19.16 Uhr mit Jan Lohse.
08:36Jan Lohse?
08:37Das ist sein Sohn.
08:39Und war das der letzte Anruf?
08:41Nein, der war um 19.32 Uhr mit Mattes Dresen.
08:45Und das ist wer?
08:47Moment.
08:50Ah, das ist ein Mitarbeiter der Reederei.
08:54Arbeitet dort seit mehr als 30 Jahren.
08:56Als Kapitän.
08:58Okay.
09:11Ja, die Glanzzeiten der Reederei sind definitiv vorbei.
09:15Die Büros und Lager sind da hinten irgendwo.
09:17Zehn Minuten entfernt.
09:18Die haben nur noch einen Frachter?
09:20Ja.
09:21Und der tingelt zwischen Lübeck und St. Petersburg hin und her.
09:23Dieser alte Kahn.
09:24Ja, würde ich meinen.
09:26Hallo?
09:28Wenn ich ehrlich bin,
09:30in der letzten Woche habe ich noch nicht mehr.
09:33Und jetzt bin ich schon viel besser für dich zu sein.
09:37Правда?
09:38Das ist gut.
09:39Aber du weißt, die Lübeckungen sind schon fertig.
09:44Keine Wagen.
09:45Ich werde dir noch einen neuen.
09:46Ich versuche.
09:48Danke.
09:49Ich bin so viel zu dir.
09:51Und ich bin bei dir, Polin.
09:54Einen Moment.
09:56Mir parah, Polina.
09:57Ich werde dich kräftig abnehmen, okay?
10:01Kripo Lübeck, heiße wieder mein Name.
10:03Das ist mein Kollege Engelin.
10:04Moin.
10:05Tut mir leid.
10:06Meine kleine Schwester, sie ist krank.
10:09Mukavizidose.
10:10Oh, das tut mir leid.
10:11Es geht dir schon besser.
10:13Okay, und Sie sind?
10:13Anton Gromow.
10:15Sie kommen wegen meinem Seniorchef, nicht wahr?
10:17Wir haben es gerade erst erfahren.
10:19Das heißt, Sie arbeiten hier für die Rederei?
10:21Schon über zehn Jahre.
10:23Herr Lübeck war der Einzige, der mir eine Chance gegeben hat,
10:26damals, als ich aus Russland kam.
10:27Wir wollen zu Herrn Dresen, dem Kapitän.
10:30Mathis?
10:31Der ist unten.
10:32Kommen Sie, ich bringe Sie hin.
10:42So, vorsichtig.
10:46Wann haben Sie denn den alten Herrn Lübeck das letzte Mal gesehen?
10:50Freitag.
10:50Letzten Freitag.
10:51Seit der Sohn die Geschäfte führt, war der Senior kaum noch hier.
10:56Und gestern Abend?
10:58Zwischen 20 und 23 Uhr.
11:00Wo waren Sie da?
11:01Gestern war mein Geburtstag.
11:03Bin mit ein paar Kumpels um die Häuser gezogen,
11:05aber kurz nach zwölf war ich wieder hier.
11:06Holen Sie ja auch ein Schiff.
11:08Meistens.
11:09Es gibt vier Kajüten und zurzeit kaum Touristen,
11:11die nach St. Petersburg wollen.
11:12Also schlafe ich hier und pass auf das alte Schiff auf.
11:26Mathis?
11:28Hier sind zwei Herren von der Polizei.
11:31Moin, die Herren.
11:32Moin.
11:33Moin, Herr Dresen.
11:34Sie ahnen sich ja, warum wir hier sind.
11:36Ich weiß dazu nichts zu sagen.
11:39Außer,
11:41einfach weiter machen, hat sich ja nichts passiert.
11:44Also, ich muss wieder hoch, wenn's okay ist.
11:46Alles klar, kein Problem.
11:47Vielen Dank.
11:51Sie waren der Letzte, der mit Herrn Lohse gestern Abend telefoniert hat.
11:54Worum ging's in dem Gespräch?
11:56Er fragte nach dem Ölöck.
11:58Sie haben ja ein Ölproblem auf dem Schiff.
12:00Ah.
12:01Die alte Maschine hat ihre Zipper allein.
12:04Nächsten Morgen ist sie reif.
12:05Dann gibt's eine neue.
12:07War denn der alte Herr Lohse gestern hier, um nach dem Rechten zu sehen?
12:10Nee, nee, nee.
12:11Sein Stiefsohn soll sich doch kümmern.
12:13Stiefsohn?
12:15Die verstorbene Chefin hat den damals ex-jährigen Jan mit in die Ehe gebracht.
12:21Und nach ein paar Jahren ist dann das Nistig in Silke zur Welt gekommen.
12:27Demnach kennen Sie die Familie schon sehr lange.
12:29Ah, ja.
12:31Ich kenn alle Höhen und Tiefen.
12:34Ist nicht ganz einfach, das Geschäft.
12:36Aber der Junior, der macht einen guten Job.
12:39War der gestern Abend noch hier?
12:41Nee.
12:42Der war drüben, im Büro.
12:44Was war denn nach dem Telefonat?
12:46Da bin ich umgezogen und bin in die Heidi-Bar.
12:51Der Anton hatte doch gestern Geburtstag.
12:53Den Lappen da.
12:55Den würde ich gerne mitnehmen.
13:04Als ein Motiv, Ihren alten Chef umzubringen, sehe ich bei beiden erstmal nicht.
13:08Nee.
13:09Die hängen doch an ihren Jobs.
13:11Die machen das schon jahrelang.
13:14Wenn da nicht noch das hier wäre.
13:17Und wenn das nicht das gleiche Zeug ist, was wir in der Kleidung der Leiche gefunden haben.
13:22Kann sein.
13:23Das muss aber nicht.
13:24Wenn ich jetzt Sie unter die Motorhaube fassen würde, habe ich dasselbe Zeug an den Fingern.
13:27Das ist ja Quatsch, Lars.
13:28Wieso Quatsch?
13:29Weil du das gar nicht vergleichen kannst.
13:31Da unter der Haube.
13:32Das ist synthetisches Motoröl.
13:34Das hier ist übelstes Schweröl.
13:36Das hat eine ganz andere Viskosität.
13:37Das ist viel zähflüssiger.
13:39Ja, trotzdem.
13:40Da muss erst nochmal an das Labor ran.
13:42Bevor du das Schiff als dein Tatort kaperst.
13:47Gut, angenommen, du hast recht.
13:49Und der alte Räder war wirklich noch auf seinem Schiff.
13:51Was wollte er da?
13:53Es war spät.
13:54Er war zu Hause.
13:55Er hat da gearbeitet.
13:56Hat ein Glas Wein getrunken oder zwei.
13:58Und dann springt er plötzlich auf und fährt los.
14:00Verliert noch seinen Schal im Garten.
14:01Warum?
14:02Vielleicht finden wir die Antwort darauf in den Akten, über denen er gesessen hat.
14:15Also, die Reederei macht ihr Geld zum einen mit Speditionen.
14:18Sie verschifft Waren im Auftrag ihrer Kunden in die ganze Welt.
14:21Da konnten wir keine Auffälligkeiten feststellen.
14:23Zum anderen verkauft sie selbst Baumaterial nach St. Petersburg.
14:26Immer an den gleichen Großhändler.
14:28Und da wird's interessant.
14:29Wir haben die Eingangsrechnung für die Baustoffe mit den Ausgangsrechnungen an den Großhändler verglichen.
14:35Und sie kaufen immer genauso viel ein, wie sie weiterverkaufen.
14:38Ja und, das macht doch Sinn.
14:40Man kauft so viel ein, wie man weiterverkauft.
14:42Ja, aber laut Inventur füllt sich das Lager immer mehr mit Baumaterial.
14:46Obwohl laut Exportpapieren alles, was gekauft wurde, sofort nach St. Petersburg verschifft wird.
14:51Und was heißt das jetzt?
14:52Es wäre möglich, dass in der Ladung für St. Petersburg ein Teil der Baumaterialien durch andere Waren ersetzt wird.
14:58Und das überschüssige Baumaterial landet dann im Lager.
15:02Aber das wäre Schmuggel.
15:03Könnte sein.
15:03Wieso jetzt Schmuggel?
15:05Na ja, Mathe-Grundkurs.
15:08Wenn, sagen wir mal, 1.000 Sack Beton, die auf der Rechnung für den russischen Großhändler stehen.
15:12Und vor allem auf den Zollerklärungen.
15:13Circa, sagen wir mal, 200 zurück ins Lager wandern, dann.
15:16Ich verstehe.
15:17Dann werden also die 200 Säcke nach St. Petersburg durch irgendwas anderes ersetzt, damit das Ladegewicht von 1.000 Säcken
15:22wieder stimmt.
15:23Exakt.
15:24Aber hat unser Tote das auch gewusst?
15:26Auf jeden Fall.
15:27Er hat es sogar markiert.
15:32Sehr gut.
15:35Strahl, was gibt's?
15:37Er hat den gleichen Verdacht wie wir und will sich Gewissheit verschaffen.
15:40Er fährt raus zum Schiff und konfrontiert die Schmuggler.
15:43Es kommt zum Streit und der alte Räder landet in der Trafe.
15:47Genauso könnte es gewesen sein.
15:50Das Laborergebnis?
15:51Moment.
15:51Immer dasselbe Theater.
15:53Mach schon.
15:53Ich habe Holzspitter gefunden.
15:55An den Fingern der rechten Hand.
15:56Was ist mit dem Öl?
15:57Identisch.
15:58Am Lappen vom Schiff und in der Kleidung des Toten klebt exakt das gleiche schwere Schiffsöl.
16:02Also sprich vieles dafür, dass das Schiff unser Tatort ist.
16:05Danke, Strahlemann.
16:06Geht doch.
16:07Geht doch.
16:18Scheiße!
16:20Das Tuckert unser Tatort nach St. Petersburg und die Spuren lösen sich in Luft auf.
16:23Komm schon.
16:24Dein Gestrei bringt uns auch nicht weiter.
16:26Wir brauchen Amtshilfe.
16:27Die Küstenwache muss das Schiff stoppen und zurückbringen.
16:34Hier Asker.
16:35Asker.
16:36Küstenwache Trauermünde.
16:37Wir bitten unverzüglich um Zugang.
16:39Ober.
16:42Anton.
16:43Anton.
16:44Die Küstenwache.
16:46Sie kommen uns kontrollieren.
16:47Alles muss von Bord.
16:50Wieso kommst du überhaupt an Bord?
16:52Weichen tschüss.
17:01So.
17:07Was machst du da?
17:08Nichts.
17:09Mach weiter.
17:17Was ist das?
17:18Was soll das bitte sein, Mathis?
17:20Besser, du weißt es davon.
17:43Na, zufrieden?
17:44Na, sehr sogar.
17:46Wurde die Fracht schon kontrolliert?
17:48Ja, erstmal nichts Auffälliges, aber es war ja auch nur auf die Schnelle.
17:51Als du auspacken, wiegen, mit den Frachtpapieren vergleichen, das dauert.
17:55Aber tempomäßig hat Straßig selbst übertroffen.
17:58Was ist denn hier passiert?
18:00Wo sind meine Leute?
18:01Hören Sie, es tut uns leid, dass wir hier alles durcheinander bringen,
18:03aber es deutet alles darauf hin, dass ihr Vater hier auf dem Schiffungsleben gekommen ist.
18:08Hier?
18:13Wieso sollst du denn so spät nochmal an Bord gegangen sein?
18:15Naja, die Unterlagen, die er kurz vor seinem Tod studiert hat,
18:18die legen den Verdacht nahe, dass hier systematisch geschmuggelt wird.
18:22Bei Frachtladung nach St. Petersburg.
18:25Vermutlich kam er hierher, um die Sache selbst zu klären.
18:27Geschmuggelt?
18:28Hier bei uns in der Reederei?
18:30Wie?
18:30Wer denn?
18:31Das versuchen wir gerade rauszukriegen.
18:33Wenn ich irgendwie helfen kann.
18:35Wo waren Sie vorgestern Abend?
18:36Zwischen 20 und 23 Uhr.
18:39Hier?
18:40Im Büro?
18:41Ich modernisiere gerade alles.
18:43IT, nachhaltige Schiffstechnik.
18:45Nächsten Monat bekommen wir eine neue Maschine.
18:47Wer soll denn hier geschmuggelt haben?
18:49Anton?
18:50Mathis?
18:51Er war noch da.
18:52Also jemand im Büro.
18:55Ich war alleine.
18:58Ihr Vater hat Sie vorgestern Abend angerufen.
19:01Ja, wir haben täglich telefoniert.
19:03Und da hat er Ihnen nichts über seinen Verdacht auf Schmuggelei erzählt?
19:08Ehrlich gesagt haben wir nur über das Ölleck gesprochen, von der Maschine, die dringend erneuert werden muss.
19:12Der hätte mir doch was erzählt.
19:16Sind Sie sich wirklich sicher, dass er hier auf dem Schiff rumgekommen ist?
19:23Hier.
19:27Bingo.
19:28Die Spusi hat den Blutfleck entdeckt.
19:30Strahl ist schon mit dem DNA-Abgleich dran.
19:33Bald werden wir wissen, ob das Blut von unserem Toten stammt.
19:35Ja, die Reste von dem Öl sind auch da.
19:37Und hier.
19:38Die Kiste wurde aufgebrochen.
19:40Ich schätze mal mit dem Brecheisen.
19:43Ja, vermutlich das Opfer.
19:45Deshalb die Holzspitze an seiner Hand.
19:47Der wollte die Kisten durchsuchen, um sie zu kontrollieren.
19:50Der Täter wollte das verhindern und schlägt ihn von hinten nieder.
19:53Ja, genau so.
19:55Genau so, ja.
19:56Das kriegen wir raus.
19:57Das kriegen wir alles raus.
19:59So langsam fügt sich das Puzzle zusammen.
20:36Was suchen Sie denn genau?
20:38Ach, das wissen wir meistens selber nicht.
20:40Aber komischerweise finden wir dann trotzdem immer was.
20:43Schau mal hier.
20:46Was ist denn da drin?
20:48Ich...
20:48Mal sehen.
20:54Medikamente?
20:55Für Paulina.
20:56Meine Schwester, sie hat auch Mukoviszidose.
20:58Diese Krankheit, wo die Lunge so verklebt.
21:00Und die russischen Medikamente wirken bei ihr kaum.
21:02Aha, und dann bringen Sie ab und zu mal welche mit?
21:05Manchmal.
21:06Okay.
21:07Dann hoffe ich, dass es Ihrer Schwester bald besser geht.
21:09Und keine Sorge, die Schachtel kriegen Sie zurück.
21:12Danke.
21:13Danke.
21:14Käpt'n.
21:28Ah, der Bericht von Strahl ist da.
21:30Das Blut auf dem Schiff stammt eindeutig von unserem Toten.
21:33Okay, dann haben wir es jetzt schwarz auf weiß.
21:35Der Tote wurde auf dem Schiff ermordet.
21:37Ja, aber den Beweis, dass der Kapitän und dieser Anton geschmuggelt haben.
21:41Und dass Frank Lose deshalb sterben musste.
21:42Ja, genau, den haben wir immer noch nicht.
21:45Also, geschmuggelt hat das dieser Anton schon.
21:48Aber natürlich nicht in diesen riesigen Mengen.
21:49Wieso?
21:50Ja, dieses Medikament hier.
21:53Das darf er offiziell gar nicht in Russland einführen,
21:55weil es von den russischen Behörden gar nicht zugelassen ist.
21:58Ach, deswegen war der so nervös und hat den Seesack in den Spinn versteckt.
22:02Mullah Dogan, Kripo-Lübeck?
22:05Äh, ja klar, einen Moment.
22:06Ein Kollege von der Küstenbache.
22:11Kiesewetter, hallo.
22:13Ach, Kilian.
22:15Ja, das hat vielleicht mit unserem Fall zu tun.
22:20Was steht denn drauf?
22:23Ja, definitiv.
22:26Danke, Kilian.
22:28Die Info kam wohl von Spaziergängern.
22:30Die haben angerufen und das Strandgut gemeldet.
22:32Ja, Kromauf und der Kapitän müssen das Zeug verklappt haben,
22:35bevor die Küstenwache an Bord gekommen ist.
22:37Ja, die Kollegen sagen, es war schon dunkel.
22:38Deshalb haben sie die Aktion nicht bemerkt.
22:40Das ist doch aber bestimmt nur ein Bruchteil von dem,
22:42was die beiden geladen hatten.
22:43Äh, garantiert.
22:44Also von ein paar Schlachteln für die kranke Schwester
22:46kann ja auf jeden Fall nicht mehr die Rede sein.
22:47Nee, das ist schmuggelnd im großen Stil.
22:51Your Chef taucht an Bord auf, stellt unangenehme Fragen,
22:54durchsucht die Kisten.
22:56Sie haben Angst aufzufliegen.
22:58Also mussten sie was tun.
23:01Nochmal, ich war feiern.
23:03Können alle meine Kumpels bezeugen?
23:05Und Kapitän Dresen auch?
23:08Ihre Kumpel, die waren doch alle schon betrunken.
23:10Die haben gar nicht gemerkt, dass sie erst um 21 Uhr gekommen sind.
23:14Die Kumpels von Anton vielleicht.
23:17Die Kellnerin aber nicht.
23:20Wenn die sagt, ich war ab 8 Uhr da, dann war ich das auch.
23:27Es war doch klar, dass der Seniorchef sie in die Knast bringen wird,
23:30wenn er das Ausmaß der Schmuggelei entdeckt.
23:33Dann hätten sie sich nicht mehr um ihre kleine Schwester kümmern können.
23:37Haben sie ihn deswegen erschlagen?
23:39Ich hab niemanden erschlagen.
23:41Wie haben sie die Leiche weggeschafft?
23:43Einfach über Bord werfen wäre zu riskant.
23:46Haben sie ja los in seinem eigenen Wagen zur Trafe gefahren?
23:49Wo ist der Wagen jetzt?
23:51Provozieren Sie mich, so viel Sie wollen.
23:54Einen Mörder machen Sie trotzdem nicht aus mir.
23:57Was ist damit?
23:58Haben Sie damit etwa auch nichts zu tun?
24:00Sie haben ja keine Ahnung, wie die kranken Kinder drüben leiden.
24:04Meine Schwester ist nicht die Einzige, die diese Medikamente dringend braucht.
24:07Also haben Sie aus der Not der kranken Kinder ein lukratives Geschäftsmodell gemacht?
24:12Er hat alles mitverdient.
24:14Nur Sie beide?
24:15Oder war der Juniorchef auch eingeweiht?
24:18Es kann doch nicht sein, dass der Juniorchef von der ganzen Schmugelei nichts mitbekommen hat.
24:22Denken Sie, was Sie wollen.
24:27Das ist ja sehr ehrenwert, dass Sie Ihren Chef schützen wollen.
24:30Aber glauben Sie ernsthaft, er tut das Gleiche für Sie?
24:42Der Kapitän Mauert.
24:44Er beißt mir auf Granit.
24:46Und bei dir?
24:47Genau das Gleiche.
24:49Obwohl ich ihm abnehme, dass er sich wirklich um die kranken Kinder drüben kümmern wollte.
24:52Vielleicht hat die ganze Sache ja so angefangen.
24:55Andron Gromauf schwungelt zuerst Medikamente für seine kranke Schwester.
24:58Der Kapitän erwischt ihn dabei und dann wird eine größere Nummer draus.
25:02An der jemand tüchtig mitverdient.
25:03Und ich sag dir, der Juniorchef ist mit von der Partie.
25:06Es ist total unwahrscheinlich, dass die beiden das Ganze ohne sein Wissen durchgezogen haben.
25:09Stimmt schon.
25:10Sein Lager wird immer voller und voller und er kriegt davon nichts mit.
25:15Tomke, was wissen wir eigentlich über Jan Lose, dem Sohn vom alten Räder?
25:19Nichts, das besonders auffällig wäre.
25:21Er hat vor einem Jahr die Räderei seines Vaters übernommen.
25:24Die war zwischenzeitlich in finanziellen Schwierigkeiten, hatte Zahlungsprobleme.
25:27Aber der Junior scheint es in den Griff gekriegt zu haben.
25:30Und wie?
25:31Auf jeden Fall hat er das Geld aufgetrieben.
25:33Er hat sich sogar letztes Jahr eine Eigentumswohnung im Zentrum von Lübeck gekauft.
25:37Tomke, da musst du bitte nochmal tiefer graben.
25:39Ich meine, von wie viel Geld reden wir hier?
25:41Hat Kredite aufgenommen, Investoren mobilisiert.
25:44Sonst komme ich ja nicht weiter.
25:45Na klar.
25:49Ich muss dringend telefonieren.
25:51Tut mir leid, das geht im Moment leider nicht.
25:52Bitte, mit meiner kleinen Schwester in St. Petersburg.
25:55Sie ist krank.
25:56Ich hatte versprochen, sie zu besuchen, ihr Medikamente zu bringen.
25:59Aber jetzt...
26:00Das ist leider nicht meine Entscheidung.
26:01Ihr Handy.
26:03Zwei Minuten.
26:04Bitte.
26:05Sie stehen unter Mordverdacht.
26:06Ich kann da keine Ausnahme machen.
26:07Ich habe doch niemandem etwas getan.
26:09Ich wollte immer noch helfen.
26:11Die Medikamente, die gehen vielleicht auf mein Konto.
26:13Aber mit allem anderen, da habe ich doch gar nichts zu tun.
26:16Was meinen Sie mit allem anderen?
26:19Nichts.
26:31Wie viel schneller.
26:32Ich versuche.
26:34Okay.
26:35Bis zum nächsten Mal.
26:37Okay.
26:38Bye.
26:50Ich habe vom Papa geträumt.
26:58Mama war auch dabei.
27:00Wir haben dieses Schiff eingeweiht und diese blöde Shampoosflasche ist einfach nicht kaputt gegangen.
27:04Weißt du noch?
27:06Klar.
27:07Warum meine Schuld?
27:09Ich habe das Ding doch gekauft.
27:10Quatsch.
27:11Wo kommt das denn jetzt her?
27:12Natürlich.
27:13Papa hat es so gesehen.
27:14Aber egal, was ich gemacht habe.
27:15Es war immer verkehrt.
27:17Papa hat dich geliebt.
27:20Silke, hör auf.
27:21Wir wissen doch beide, wie es war.
27:22Geliebt hat er Mama und vor allem dich.
27:24Das ist nicht fair.
27:26Er hat dir die Firma übergeben.
27:28Ja.
27:28Weißt du, kurz vor der Pleite stand.
27:31Wie?
27:32Und jetzt, wo ich alles wieder gerade gebogen habe,
27:34holt er dich zurück, damit du übernimmst.
27:36Von übernehmen war nie die Rede.
27:38Das ist doch...
27:39Ist doch jetzt egal.
27:40Silke, komm, lass uns mit dir nicht streiten.
27:43Wir haben ganz andere Probleme.
27:46Wer war denn das am Telefon?
27:48Der Großhändler.
27:51Polizei hat das Schiff gestoppt.
27:52Es liegt wieder am Kai.
27:53Was ist denn das denn?
27:55Weil sie glauben, dass Papa auf dem Schiff ermordet worden ist.
28:11Dein Bruder und ich haben aber keine Geheimnisse voreinander.
28:15Trotzdem, bitte.
28:17Okay.
28:18Ich bin drüben, falls Sie mich nochmal reinholen wollen.
28:20Vielen Dank.
28:25Bitte.
28:29Schon mal gesehen?
28:31Was ist das?
28:32Ein Medikament.
28:34Gegen Mukoviszidose.
28:36Ist das nicht diese fiese Krankheit, die Antons Schwester hat?
28:38Allerdings.
28:39So wie viele andere Kinder und Erwachsene auch.
28:42Das Medikament soll sehr gut helfen, ist aber in Russland noch verboten.
28:46Vielen Politikern geht es eben um Macht und nicht um den Menschen.
28:50Ja, und dann gibt es solche, die an politischen Krisen gut verdienen.
28:54Anson Gromauf und Kapitän Dresen hatten davon jede Menge geladen.
28:58Deklariert als Nano-Zement.
29:00Leider kam ihn an die Küstenwache dazwischen und die beiden haben alles verklappt.
29:04Das ist ja unfassbar.
29:06Wir glauben, dass Ihr Vater deswegen sterben musste, weil er den Schmugglern auf die Schliche gekommen ist.
29:12Sie glauben, Anton und Kapitän Dresen...
29:15Das glaube ich nicht, auf gar keinen Fall.
29:18Die Unterlagen, die Ihr Vater vor seinem Tod durchgegangen ist, die gehen täglich durch Ihre Hände.
29:22Sie hätten die Unstimmigkeiten sehen müssen.
29:24Ja, aber die sind meistens auf Russisch.
29:26Ich habe Anton nicht.
29:27Ich habe dem da einfach voll vertraut.
29:29In Ihrem Lager stapelt sich immer mehr Baumaterial und Sie kriegen davon nichts mit?
29:33Ja, weil ich seit Wochen nicht mehr da war.
29:35Ich habe ganz anderen Kram um die Ohren.
29:37Ach, tatsächlich.
29:38Zum Beispiel?
29:39Zum Beispiel das kaputte Schiff.
29:41Das braucht dringend eine neue Maschine.
29:42Das muss ja auch irgendwie finanziert werden.
29:44Aber dann hätten Sie ein paar Extraeinnahmen doch ganz gut gebrauchen können.
29:47Ich bitte Sie natürlich nicht.
29:49Ihr Vater war ein erfahrener Reder.
29:51Ja, der hat sofort begriffen, was los ist, als er die Unterlagen durchgegangen ist.
29:54Er hätte Sie darüber informieren müssen.
29:56Ja, hat er aber nicht.
29:57Sie sind sein Sohn und der neue Chef der Reederei.
29:59Wieso teilt er seinen Verdacht nicht mit Ihnen?
30:01Woher soll ich das wissen?
30:03Ich denke, da gibt es nur zwei Möglichkeiten.
30:05Entweder Ihr Vater hat Ihnen nicht genug vertraut.
30:08Oder aber Sie lügen uns an, weil Sie in der Sache mit drin hängen.
30:12Das ist doch so ein Quatsch.
30:14Also bitte auf.
30:16Ich sag dir, der Typ steckt mit drin.
30:19Könnte sein.
30:21Aber hat er doch seinen Vater getötet?
30:23Stiefvater.
30:23Das ist ein großer Unterschied.
30:26Der Kapitän hat das doch schon angedeutet.
30:28Seine Tochter Silke, die war immer das Nesthäkchen der Familie.
30:31Der Junior hingegen, der hatte vermutlich immer das Gefühl, nie wirklich dazuzugehören.
30:35Egal, wie der sich anstrengt.
30:37Und wer sich als Opfer fühlt, der wird doch viel schneller zum Täter.
30:42Sagt wer?
30:44Professor Kiesewetter.
30:45Ach, der?
30:46Ja.
30:51Ich war nochmal in Sachen Jan Lohse unterwegs.
30:54Und? Fündig geworden?
30:55Die Eigentumswohnung, die er vor einem halben Jahr gekauft hat, wurde in Bar bezahlt.
30:59Und was ist mit den Finanzen der Reederei?
31:01Seit Jan Lohse die Reederei übernommen hat, wurde viel in Schiffstechnik und IT investiert.
31:05Naja, das hat er uns ja erzählt. Wie hat er diese Sachen finanziert?
31:08Mit mehreren kleinen Krediten und Eigenkapital.
31:11Aber wo kam das Eigenkapital her?
31:14Die Firma stand doch kurz vor der Pleite, als er sie übernommen hat.
31:16Das ist die große Frage.
31:18Vielleicht hat er es aus dem Privatvermögen der Familie genommen.
31:21Nee, da war nicht mehr viel zu holen.
31:22Das hatte der Vater in den letzten Jahren bereits in die Firma gesteckt.
31:26Aber wo kam das Geld für die Investitionen dann her?
31:28Alles, was ich bisher darüber rausfinden konnte, waren mehrere Bareinzahlungen.
31:32Im letzten halben Jahr über 200.000 Euro.
31:34Ich hab's dir gesagt, der Junior steckt bei der Schmuggelei mit drin.
31:37Der will seinem Vater beweisen, dass er was drauf hat.
31:39Dann will er sich als Retter der Reederei profilieren und das nötige Kleingeld dafür.
31:43Das generiert er aus der Schmuggelei.
31:44Und als sein Vater ihm auf die Schliche kommt, dann nimmt das Dreimal seinen Lauf.
31:49Die Kollegen vom Zoll haben die sichergestellte Ladung endlich gewogen.
31:52150 Kilogramm weniger als auf den Frachtpapieren angegeben.
31:55Moment, das heißt, Anton Gromhoff und der Kapitän haben 150 Kilogramm Medikamente verklappt?
32:01Aber das Ding hier wiegt gerade mal 40 Gramm.
32:04Um auf das Gewicht zu kommen, hätten die eine große Palette davon verladen müssen.
32:07Aber so eine riesige Beileidung hätten die doch niemals unbemerkt am Zoll vorbeischaffen können.
32:11Das sehe ich ganz genauso.
32:13Außerdem hat sich Anton Gromhoff in der Zelle verplappert.
32:15Er hat gesagt, die Medikamente gingen auf seine Kappe, alles andere aber nicht.
32:20Das heißt, die hatten noch andere Schmuggelware dabei?
32:22Mit den Medikamenten alleine kannst du niemals so große Summen einfahren.
32:25Ist dir jetzt mal egal. Auf jeden Fall liegt die Schmuggelware jetzt auf dem Grund des Meeres
32:28und da kommst du doch so leicht nicht wieder dran.
32:30Bist du dir sicher? Würdest du so teure Ware einfach ins Meer werfen?
32:33Also ich hätte die ja irgendwo auf dem Schiff versteckt.
32:36Wenn die Küstenwache an Bord kommt, dann checken die ja meistens nur die Ladung und ob die Papiere stimmen.
32:41Ein gutes Versteck. Das wäre auch eine Möglichkeit.
32:50Und da ist er wieder, der Geruch.
32:52Allerdings, ja.
32:56Mann, hier ist nichts.
32:59Wenn hier was wäre, hätten wir es am letzten Mal schon gefunden.
33:02Ja, aber da haben wir doch nur nach Blut- und Ölspuren gesucht.
33:05Komm, weiter.
33:12Boah, guck dir das an.
33:14Das ist noch richtige alte Technik vom Feinsten.
33:20Was ist denn?
33:21Dieser Gestank wieder.
33:23Jetzt habt ihr es nicht so.
33:24Ich sag dir, hier ist nichts.
33:26Das Zeug liegt längst auf dem Meeresgrund.
33:28Jetzt watz doch mal ab. Komm.
33:46Was ist das denn?
33:51Fress mal bitte.
33:52Ach, komm.
33:53Warte, warte.
33:54Oh, du bist schwer wie Blei.
34:04Nein, ich geh vor.
34:11Pass auf.
34:21Was haben wir denn da?
34:23Gewäch halt.
34:32Von wegen Meeresgrund.
34:40Sieht aus wie Hightech vom Feinsten.
34:45Boah, ist ganz schön schwer.
34:46Ja, bei solchem Zeug.
34:47Da kommen wir schnell ein paar hundert Kilo zusammen.
34:50Und wofür sind die Teile?
34:52Puh, vielleicht irgendwelche hochpräzisen Steuerelemente.
34:55Mehr muss uns die KT dazu sagen.
34:57Also damit kann man auf jeden Fall mehr Geld verdienen als mit den Medikamenten.
35:01Hundertprozentig.
35:01Vor allen Dingen, wenn diese Technik für die Russen noch militärisch nutzbar ist.
35:04Ein Schmuggel mit Kriegsgütern.
35:06Also wenn das welche sind.
35:07Wenn jemand damit auffliegt, dann geht er für Jahre ins Gefängnis.
35:11Tja, kein Wundern, dass im Täter jedes Mittelrecht war.
35:13Er muss in den alten Rädern vor der Aufdeckung stoppen.
35:16Ida, was gibt's?
35:18Wo genau?
35:21Okay, dann überprüfe auch die Überwachungskameras.
35:24Sie haben das Auto des Toten gefunden.
35:26In einem Parkhaus.
35:32Was machst du da?
35:35Ich krieg dieses verdammte Teil nicht auf. Weißt du, wo der Schlüssel ist?
35:38Papa hat doch gesagt, dass wir nur in einer absoluten Notlage da ran sein.
35:42Ja, Silke, ich weiß. Aber das hier ist eine absolute Notlage.
35:44Mir steht das Wasser bis zum Hals.
35:46Wieso? Was ist los?
35:48Anton und Matte schmuggeln tatsächlich im großen Stil.
35:50Medikamente, die in Russland nicht zugelassen sind.
35:52Hat das die Polizei gesagt?
35:54Ja. Und jetzt ruft der russische Großhändler die ganze Zeit bei mir an,
35:57weil er denkt, ich hänge da mit drin.
35:58Und als will er von mir das ganze Geld, was er den beiden für die Ware vorgestreckt hat.
36:02Wie viel?
36:04130.000.
36:05Was?
36:07Wir müssen sofort zur Polizei.
36:08Nee.
36:09Er sagt, er bringt uns um, wenn wir das machen.
36:11Wie bitte?
36:13Das war alles nicht wahr, Jan.
36:14Was erzählst du denn hier gerade?
36:16Kannst du mir bitte sofort sagen, was hier wirklich los ist?
36:20Oder hat der Großhändler recht?
36:23Und du hängst etwa in der Schmugeleien mit drin?
36:24Du bist doch nicht besser als Papa.
36:26Hier kannst du mich sowas nur fragen.
36:30Es tut mir leid.
36:32Das Ganze klingt einfach so, so absurd.
36:37Warum sollte ich denn dich annehmen?
36:39Der Typ ist von der russischen Mafia.
36:41Die sind eiskalt.
36:42Denen geht es nur ums Geld.
36:43Also sollen wir jetzt dafür zahlen, dass Anton und Matt es uns in der Gang haben, oder wie?
36:46Ja.
36:46Ich habe keine andere Wahl.
36:48Oder wollen wir den Rest unseres Lebens in Todesangst leben?
36:57Okay.
36:58Alles klar.
36:58Vielen Dank.
36:59Du hattest recht.
37:00Da waren elektronische Steuerungen in den Cases.
37:02Haben die Kollegen auch gesagt, für was?
37:03Unter Wasserdrohnen.
37:04Die kann man mit Orpidus bestücken.
37:06Das ist ja unglaublich.
37:07Wo kriegt man sowas überhaupt her?
37:08Naja, das ist scheinbar nicht schwer zu beschaffen, sagt die KT.
37:11Auch Filmteams und Meeresbiologen nutzen solche Sachen.
37:14Aber die Ausfuhr nach Russland ist trotzdem verboten.
37:16Definitiv.
37:18Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle hat dazu eine Liste rausgegeben.
37:24Drohnen fallen unter das Exportverbot nach Russland, weil sie für militärische Zwecke verwendet werden können.
37:29Also Medikamente für kranke Kinder sind das eine.
37:31Aber militärische Güter zu schmuggeln, da musst du schon ganz schön abgebrüht sein.
37:34Mehr Risiko, mehr Profit.
37:36So kam das Kleingeld für die Sanierung der Reederei schnell zusammen.
37:39Hallöchen.
37:40Was sagt die Überwachungskamera?
37:42Die Bilder sind schon in deinem Postfach.
37:44Jan Lohse hat den Wagen seines Vaters in der Mordnacht ins Parkhaus gefahren.
37:46Habe sie mal einer an.
37:480.20 Uhr.
37:50Dann hatte Jan Lohse genug Zeit, die Leiche seines Vaters nach der Tat in den Wagen zu packen
37:55und zur Travemündung zu fahren.
37:56Und Strahl hat den Wagen schon überprüft.
37:58Blut, Haare, Hautpartikel und sogar das Öl hat er gefunden.
38:01Das heißt also, unser Opfer wurde definitiv in diesem Wagen transportiert.
38:04100 Prozent.
38:05Dann ist Jan Lohse unser Mann.
38:06Los, komm.
38:07So, wenn?
38:08Äh, k-kagda?
38:10Baka.
38:12Bye.
38:18Was hat er gesagt?
38:20Der schickt jemanden noch heute.
38:22Muss gleich zum Flughafen nach Hamburg das Geld übergeben.
38:25Der Typ, spinnend.
38:26Wie soll denn das gehen?
38:27Was hier sind du 90.000?
38:30Ich muss los.
38:31Wo krieg ich denn jetzt noch den Rest her?
38:37Okay, warte.
38:38Okay.
38:40Okay.
39:08Das geht nicht.
39:09Sie ist von Mama.
39:11Nimm schon.
39:12Sie ist mehr als 40.000 Euro wert.
39:15Mama hätte das auch gewollt.
39:25Wir haben keine Wahl.
39:26Es geht ihr um unser Leben, oder nicht?
39:42Dein Auto ist da.
39:51Entschuldigung, Frau Lohse, wir müssen schon wieder stören.
39:53Ist Ihr Bruder da?
39:54Mein Bruder?
39:55Nein.
39:55Aber ich sag ihm, dass er sich bei ihm melden soll.
39:57Tut mir leid.
39:58Frau Lohse, es ist wichtig.
40:00Alles in Ordnung?
40:01Ja, es ist alles in Ordnung.
40:02Ich muss nur wieder dringend rein.
40:04Wovor haben Sie Angst, Frau Lohse?
40:05Hat Ihr Bruder Sie bedroht?
40:06Nein, nein, so ist es nicht.
40:08Herr Lohse, versuch's danach.
40:22Die Kommen ist wieder dringend.
40:27Nein, so ist nicht.
40:28Ich kann nicht.
40:29Die Kommen ist nicht.
40:29Das war's.
40:37Die Kommen ist.
40:55Okay, stopp! Endstation!
41:02Herabit.
41:07Michonne, a l'oise.
41:39Wo wollte Ihr Bruder mit dem ganzen Geld hin?
41:42Hat er es hier gebunkert?
41:46Frau Lose, es macht doch keinen Sinn, Ihren Bruder zu decken.
41:48Wieso denn decken?
41:50Das Geld stammt aus dem Safe meines Vaters.
41:52Jan wird erpresst.
41:53Von wem?
41:55Von der russischen Mafia.
41:58Die haben gedroht, uns umzubringen, wenn wir mit der Polizei reden.
42:00Ihr Bruder wurde gerade verhaftet.
42:02Es wäre also ratsam, wenn Sie mit uns kooperieren.
42:06Also, wer setzt Sie unter Druck?
42:10Der russische Großhändler.
42:12Er will von uns das Geld zurück, das er Anton und Kapitän Dresen vorgeschossen hat.
42:16Für die Medikamente.
42:18Frau Lose, Ihr Bruder hat Sie angelogen.
42:22Wieso?
42:23Wir haben mit den Kollegen in St. Petersburg telefoniert.
42:26Die haben den Großhändler und seine Leute schon länger auf dem Schirm.
42:29Das sind kleine Fische und nicht die Mafia.
42:32Vermutlich sind sie bereits verhaftet worden.
42:35Sie sagen also, mein Bruder wird nicht erpresst?
42:39Nein.
42:43War mein Bruder an der Schmuggelei beteiligt?
42:46Wir gehen fest davon aus, ja.
42:49Und mein Vater?
42:51Er war nah dran, das Ganze rauszukriegen.
42:56Aber dann...
42:58...mein Bruder.
43:07Sie haben hier den falschen Sitzen.
43:09Ach ja?
43:10Und wie erklären Sie sich dann dieses Foto hier?
43:12In dem Wagen Ihres Vaters, den Sie hier gerade zur Tatzeit einparken.
43:16Da war jede Menge Öl von dem Schiff.
43:17Da war Speichel und Blut.
43:19Blut von Ihrem Vater.
43:22Sie wollten doch mal Verantwortung übernehmen.
43:24Jetzt haben Sie die Chance dazu.
43:25Verantwortung für Ihre Taten.
43:28Kommen Sie schon.
43:29Die Beweise sind erdrückend.
43:33Was ist wirklich auf diesem Schiff passiert?
43:41Mein Vater hat mich angerufen.
43:46Er wollte nur mal aufs Schiff, weil er einen Verdacht hatte.
44:02Papa?
44:03Papa?
44:06Was ist denn so dringend?
44:13Kannst du mir bitte mal erklären, was das hier sein soll?
44:19Keine Ahnung.
44:21Ich weiß nicht, wie das hier reinkommt.
44:22Deine Leute schmuggeln auf deinem Schiff.
44:25Und du weißt nichts davon.
44:27Anton und Kapitän Dresen arbeiten doch schon ewig bei uns.
44:30Ich hab denen einfach vertraut.
44:32Mit Vertrauen kommt man als Chef nicht weiter.
44:35Kontrolle, Jan.
44:36Du musst alles unter Kontrolle haben.
44:40Mal sehen, was wir noch alles finden.
44:49Oder steckst du etwa damit drin?
44:51Was?
44:52Nee, natürlich nicht.
44:53Wenn ich rauskriegen sollte,
44:55dass du doch damit zu tun hast,
44:57dann zeig ich dich an.
44:58Egal, ob du mein Sohn bist oder nicht.
45:00So was würde ich nie machen, Papa.
45:15Autsch.
45:16Soll ich?
45:17Ist gut, Jan.
45:19Ich hab dir einfach zu viel zugemutet.
45:21Aber jetzt ist ja Silke wieder zurück.
45:23Und die kann dir vieles abnehmen.
45:25Und ich bin ja auch noch da.
45:28Was ist das denn?
45:31Das glaub ich ja nicht.
45:33Was ist das denn hier?
45:34Warte.
45:48Was ist meins?
45:57Was war das?
46:00Ihre Chance, jemanden um Verzeihung zu bitten.
46:07Jan.
46:09Jan.
46:11Jan, bist du das?
46:14Jetzt rede mit mir.
46:17Sag doch was.
46:18Senka.
46:20Ich bin's nicht.
46:25Es tut mir so leid.
46:29Ich glaub, Anton Gromov wusste wirklich nur von den Medikamenten.
46:32Und wollte einfach nur seiner Schwester
46:34und den kranken Kindern in Russland helfen.
46:36Aber der Kapitän?
46:37Ja, der hat dicht gehalten,
46:38weil Jan Lohse ihn davon überzeugt hat,
46:41dass er die Reederei nur so vor der Platte retten kann.
46:43So, Kinder, es ist Feierabend.
46:44Schluss mit Arbeit.
46:45Ja, wo ist das Bier?
46:47Tada.
46:48Kommt.
46:57Okay.
46:58Okay.
47:28Okay.
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