- vor 2 Tagen
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SpaßTranskript
00:08Musik
00:43Hallo?
00:49Hallo?
00:52Ich hätte schwören können.
01:00Und? Geht's einem Gurt, dem Herrn Bruder?
01:03Bestens. Danke der Nachfrage.
01:05Sagen Sie mal, Frau Hofer, was macht denn der eigentlich?
01:07Sie wissen schon, unser Programm für wirtschafts-kooperations-partnerschaftlichen Austausch.
01:12Ui.
01:13Zurzeit ist er in Tarragona.
01:15Tarragona.
01:17Spanien.
01:18Ah. Ui. Entschuldigung.
01:21Brandl.
01:23Aha. Ja.
01:25Ja.
01:26Ja. Das werde ich schon finden.
01:28Ja, bin schon unterwegs. Bis gleich.
01:30Ruf die Pflicht?
01:32Ja, dann.
01:33Mei, und vielen Dank nochmal, dass die Sachen von meinem Bruder vorbeimacht haben.
01:36Das war doch gar nichts.
01:37Sie, was macht jetzt eigentlich die Wohnungssuche?
01:41Ja. Mei.
01:43Haben Sie noch immer nichts gefunden?
01:44Ich habe noch nicht so richtig Zeit gehabt.
01:46Weil ich hätte da so eine Idee.
01:49Na ja?
01:50Ja. Aber wissen Sie was?
01:52Da sprechen wir noch einmal, wenn Sie ein bisschen mehr Zeit haben, gell?
01:54Freilich.
01:55Also dann.
01:57Ja.
02:14Das schaffe ich schon.
02:20Das schaffe ich schon.
02:27Das schaffe ich schon.
02:31Das schaffe ich schon.
02:31Das schaffe ich schon.
02:32Das schaffe ich schon.
02:32Das schaffe ich schon.
02:33Das schaffe ich schon.
02:34Das schaffe ich schon.
02:34Das schaffe ich schon.
02:34Das schaffe ich schon.
02:35Das schaffe ich schon.
02:35Das schaffe ich schon.
02:36Das schaffe ich schon.
02:36Das schaffe ich schon.
02:37Das schaffe ich schon.
02:37Das schaffe ich schon.
02:38Das schaffe ich schon.
02:40Das schaffe ich schon.
02:41Das schaffe ich schon.
02:42Das schaffe ich schon.
02:46Grüß Gott, Herr Moin.
02:46Grüß Gott, Herr Pernl.
02:48Und wer hat ihn gefunden?
02:50Ein Prüfträger, der Herr Pfistermeier.
02:52Da oben ist er in seinem Wagen.
02:54Sagen Sie mal, der Pfarrer hat ja keine Haushälterin gehabt.
02:58Eine Haushälterin?
02:59Das ist ein interessanter Aspekt.
03:01Gell?
03:02Ja.
03:03Hören Sie sich da doch mal ein bisschen um.
03:05Ja, mach ich.
03:06Du schaust her.
03:07Eieiei.
03:08Grüß Gott, Frau Doktor.
03:11Tag.
03:11Und, haben Sie schon was?
03:13Ein Schädel-Hirn-Trauma.
03:14Verursacht durch einen stumpfen Gegenstand.
03:18Ohne Gewehr bis nach der Obduktion.
03:20Ach ja, der Todeszeitpunkt war circa 22 Uhr.
03:24Ja.
03:26Ein Pfarrer, der Schlamm.
03:27Ein Mann Gottes.
03:28Er macht uns sowas.
03:31Guter Christ, willkommen.
03:32Herr Kollege.
03:34Ah, Herr Lind.
03:35Übrigens, in der Küche liegen 200 Euro offen rum.
03:37Deswegen, ich glaube nicht, dass es ein Raubüberfall war.
03:40Sonst da irgendwas?
03:41Ich meine, im Haus?
03:42Eine ganze Menge Umzugskartons, aber sonst nichts Auffälliges, nein.
03:46Was ist denn das da?
03:48Was denn?
03:50Da auch.
03:53Sieht aus wie Sand.
03:54Heller Sand.
03:55Können Sie das bitte mal einpacken?
03:56Ja, freilich, Frau Doktor.
03:57Wert gemacht.
04:00Herr Pfistermeier.
04:02Grüß Gott.
04:02Grüß Gott.
04:04Sie haben die Leicht gefunden?
04:05Ja.
04:07Für mich aufrichtig leid.
04:08Das war nicht meine Absicht.
04:10Im Kollegen Grandauer ist das ja auch schon öfter passiert.
04:12Ja.
04:13Jetzt verstehe ich ihn auch.
04:15Ja, er hat doch aufgehört.
04:17Beruf gewechselt.
04:18Wegen zu großer psychischer Belastung, hat er gesagt.
04:22Haben Sie doch was anderes gesehen?
04:24Irgendwas Auffälliges?
04:26Nein, ich bin doch noch nicht lange in Rosenheim.
04:28Aber als Springer, da kenne ich mich noch nicht so aus.
04:31Haben Sie was angefasst?
04:32Wie?
04:33Nein.
04:34Um Gottes Willen.
04:36Apropos.
04:37Am Sonntag, da habe ich ihm noch meine Sünden gebeicht.
04:40Und jetzt hat er alles Irgendische schon hinter sich.
04:44Das ist doch der Wahnsinn, oder?
04:46Und dann sagt die Ander zur Babsi, obwohl sie das unmögliche Kleid da angehabt hat.
04:50Du weißt schon, das mit dem Kragen im Bordeaux, diesen kreislichen Fetzen da.
04:55Hallo.
04:56Sie möchten Anzeige erstatten?
04:59Ja, haben Sie da auch einen Zeugen?
05:02Also, gnädiges Fräulein, ohne Zeuge können Sie auch keine Anzeige erstatten.
05:06Aha, ungefähr.
05:09Aha, tut mir leid.
05:11War gerade so eine übereifrige Kollegin da herinnen, wo man mit stehen geblieben.
05:15Ja, ich rufe dann zurück.
05:17Danke, Wiederhören.
05:18Gut, dass ihr da seid.
05:20Ihr sollt zum 80er kommen.
05:22Ja, 80er, die beiden Herren werden jetzt da.
05:25Ja, ich rieche es aus.
05:28Sofort.
05:28Guten Morgen.
05:29Grüß Gott.
05:30Wiederschauen.
05:34Nehmen wir es doch bitte Platz.
05:36Okay.
05:37Tja, ich habe vom aktuellen Fall erfahren.
05:40Ein katholischer Pfarrer.
05:42Schon wieder.
05:43Ja, nein.
05:44Und es war sicher mord.
05:47Eindeutig, er wurde erschlagen.
05:49Der auch.
05:50Scheißlich.
05:52Und das Ganze in meinem Zuständigkeitsbereich.
05:55Gibt es schon irgendwas Brauchbares?
05:57Ich komme ja gerade erst vom Tatort.
05:59Herr Rhein.
06:00Herr Rhein.
06:01Herr Achtziger, Sie wollten mit mir reden.
06:02Ja, aber haben Sie irgendwas Brauchbares?
06:05Ja, logisch.
06:06Drei Sachen.
06:06Erstens, die Haushälterin vom Herrn Pfarrer heißt Johanna Reger.
06:10Die wohnt aber woanders und wo das kriege ich noch raus.
06:12Und zweitens, der Herr Pfarrer hätte in einer Woche die Pfarrerei verlassen sollen.
06:17Ah.
06:17Sagt die Nachbarin.
06:19Stimmt, da waren noch Umzugskartons.
06:21Weiß die Dame auch warum?
06:24Nein.
06:26Der Bischof.
06:27Ja, der muss ohnehin informiert werden.
06:29Das mache dann gleich ich.
06:30Also, meine Herren.
06:36Wie bereits angenommen, ist er einem massiven Schädel-Hirntrauma erlegen.
06:40Zugefügt durch einen schweren, stumpfen Gegenstand.
06:44Die Tatwaffe hat leider keine Rückstände hinterlassen.
06:48Keine Holzsplitter oder sowas.
06:51Deshalb tippe ich auf ein härteres Material.
06:54Zum Beispiel eine Metallstange.
06:58Was haben Sie denn da schon, Frau Doktor?
07:01Das ist ja was, Fens.
07:02Haben Sie Schnappselung gesetzt?
07:04Ach, das ist der Mageninhalt.
07:06Ich lasse es gleich noch genauer analysieren.
07:08Mhm.
07:09Und der Pfarrer wohl die Pfarrei wechseln wollte?
07:12Vielleicht wollte er ja gar nicht.
07:18Meine Herren, jetzt haben wir das Problem, dass sich der Landesbischof Läubel zur Zeit in Rom auffällt.
07:24Ja, aber sein Sekretär wird uns doch Auskunft geben können, oder?
07:26Ja, aber nur teilweise.
07:28Was ich aber erfahren konnte, ist,
07:31Pfarrer Bertram hatte eine Schwäche für das schwache Geschlecht.
07:36Ja, nicht, was Sie jetzt denken.
07:38Nein, nein, er hatte sich verliebt mit allem Drum und Dran.
07:42Und das hat der Bischof rausgekriegt?
07:43Nein, der Pfarrer hat ja selbst sein Amt niedergelegt,
07:46in der Absicht zu heiraten und eine Familie zu gründen.
07:49Dann hat das vielleicht wem anders nicht gepasst.
07:54Wissen Sie, wer die Frau ist?
07:55Nein, da liegt eben der Hund begraben.
07:58Der Bischof hat sämtliche Papiere, die die Laisierung betreffen, mit nach Rom genommen.
08:02Die Laisierung?
08:04Wenn der Pfarrer, kein Pfarrer mehr ist.
08:07Protestant?
08:09Nicht mal das.
08:10Ui.
08:11Na gut, dann müssen wir eben selbst rauskriegen, warum der Mann lasiert wurde.
08:15Laisiert.
08:16Laisiert, Entschuldigung.
08:17Tun Sie das, meine Herren.
08:21Was ist jetzt mit der Haushälterin?
08:24Sie meinen, dass dies gewesen sein könnte.
08:26Oder sie weiß was.
08:31Herr Mohr, ich bräuchte die Adresse von der Haushälterin.
08:35Von der Frau Reger.
08:36Ja.
08:37Die haben wir.
08:37Und hören Sie sich doch bitte mal um, welche alleinstehenden Frauen im heiratsfähigen Alter
08:42sich in der Kirchgemeinde engagiert haben, ja?
08:44Im heiratsfähigen Alter?
08:47Der Herr Pfarrer wollte sich vermehlen.
08:50Schwaden, oder?
08:53So, Entschuldigung.
08:56Können Sie Platz sein?
08:58Okay.
09:01Wir schauen uns mal die Haushälterin an, was?
09:03Genau.
09:17Ja, bitte?
09:18Johanna Reger?
09:20Ja, was wollen Sie?
09:21Wir sind von der Kripo Rosenheim.
09:23Mein Name ist Lind, das ist mein Kollege, der Herr Brandl.
09:26Grüß Gott.
09:27Frau Reger, wir müssen Ihnen leider mitteilen, der Pfarrer Bertram ist nicht mehr am Leben.
09:35Er ist leider ermordet worden.
09:38Können wir reinkommen?
09:47Sie kannten den Herrn Pfarrer ja doch näher.
09:51Können Sie uns sagen, ob ihm jemand feindlich gesinnt war, aus welchem Grund auch immer?
09:55Er war ein guter Mensch.
09:57Durch und durch anständig.
09:59Sie wissen aber schon, dass er die Pfarrerei verlassen wollte.
10:03Und bestimmt auch warum.
10:06Er wollte heiraten.
10:08Ich habe sowas gehört, ja.
10:12Sie wissen aber nicht zufällig, wer die Zukunftige sein sollte.
10:15Das geht wohl nur den Herrn Pfarrer etwas an.
10:19Und Gott den Herrn.
10:22Und die Polizei.
10:25Wiederschauen.
10:26Ja, Wiedersehen.
10:28Ich habe das Gefühl, sie hat einen richtigen Krant auf dem Pfarrer gehabt.
10:36Krant?
10:37Gut.
10:38Ja, vielleicht war sie auch ein bisschen verliebt.
10:41Ja, und sehr katholisch.
10:43Dann noch die geplante Heirat vom katholischen Pfarrer.
10:47Genau.
10:48Jetzt, das Maria und Josef, da kommt was auf uns zu.
10:51Ja, ein Radfahrer.
10:53Na, ich meine den Fall.
10:54Ach so.
10:56Alles gut.
11:00Kommt es genau im richtigen Moment.
11:02Was ist denn das?
11:03Das habe ich gefunden.
11:04Wo?
11:06In einem Schrank in der Sakristei im Pfarrer seiner Küche.
11:08Aha.
11:09Was ist da drin?
11:10Das soll man gleich sehen.
11:11Den Schlüssel hat die Spuse gefunden.
11:12Bei meinem Pfarrer.
11:14Sieben Salabim.
11:15Michi, mach hin.
11:17Tschö.
11:18Sind wir drin.
11:19Na, doch, schau her.
11:21Ist das vielleicht der Auserwählte?
11:23Das ist ja die Pichlmeierin.
11:26Kennen Sie die?
11:27Ja, das ist die Tochter vom Josef Pichlmeier.
11:30Und wenn es so, denn in Geherin?
11:32Ja, die Verena halt.
11:33Ja, schön.
11:34Dann haben wir das erstmal geklärt, was da noch drin ist.
11:45Anonyme Briefe.
11:48Abra-kadabra.
11:49Danke.
11:51Du Lump, ein Priester ist ein Gottesmann und lebt nicht in der Sünde.
12:25Sacklzement.
12:26Leid.
12:33Kern?
12:34Ah, Herr Brantl.
12:37Nein, ich bin im Haus unterwegs.
12:40Den Bericht bekommen Sie doch gleich.
12:43Bis dann.
12:46Aber diese übereifrigen Kollegen, kannst kaum erwarten.
12:49Ja.
12:57Ah.
12:59Bin schon da.
13:01Hier ist mein Bericht.
13:03Besonders interessant ist die Analyse des Mageninhalts.
13:06Der Pfarrer Bertram hat ein sehr exotisches Mahl zu sich genommen.
13:10Mhm.
13:12Kaninchenfilet auf Orangenkouscous.
13:14Bei der Haushälterin kriegt man sowas bestimmt nicht.
13:18Das heißt, er war auswärts essen.
13:20Und wer auswärts isst, ist der seltener allein.
13:23Also die Frage lautet, mit wem war der Pfarrer essen?
13:25Und das heißt wiederum, wo gab es gestern Kaninchenfilet?
13:29Und das wiederum ist eine prima Aufgabe für Herrn Mohr.
13:32Ja.
13:33Entschuldigung.
13:34Danke, Frau Ratter.
13:35Gern.
13:36Brantl.
13:38Ja, Frau Hofer.
13:39Bitteschön.
13:40Bei Ihnen.
13:41Warum nicht?
13:42Ja.
13:43Bis dann.
13:45Die Frau Hofer, sie weiß was.
13:47Ach, wegen meiner Wohnung.
13:49Ich hab doch noch keine.
13:50Ach so, ja.
13:51Klar.
13:51Lassen Sie sich nicht aufhalten.
13:53Bis dann.
13:54Viel Glück.
14:11Ah.
14:12Verdammt's unterm Schakett, ha?
14:14In der Brothosen lassen Sie mich noch nicht damit.
14:18Schön, dass Sie gekommen sind.
14:20Ja.
14:21Was war das jetzt für eine Idee?
14:23Schauen Sie mal mit.
14:24Ja.
14:34Das hat Ihnen das gefallen?
14:38Für mich?
14:39Zum Wohnen?
14:40Ja.
14:40Ein kleines Bad ist auch dabei.
14:42Das war schon pfundig.
14:44Aber wissen Sie, als Kriminaler ist man nicht so opulent unterwegs.
14:49Äh, Sie meinen es diri-dari?
14:51Mhm.
14:52Da machen Sie einem mal keine Sorgen, Herr Brandl.
14:55Was haben Sie Ihnen denn so vorgestellt?
14:57Also, Sie kriegen die kleine Wohnung.
15:01Frische Betten.
15:03Frische Handtücher.
15:05Und ein Frühstück kriegen Sie freilich auch noch dazu.
15:07Und alles gratis.
15:10Aha.
15:11Dafür helfen Sie mir halt ein bisschen auf dem Hof.
15:14Also noch ab und zu, wenn es mal was zum Tag gibt.
15:16Ja, wissen Sie, Frau Hofer, das Landwirtschaftliche ist jetzt nicht so das, wo ich daheim bin.
15:21Okay.
15:24Äh.
15:25Ja, nein, nein, nein, das meine ich doch gar nicht.
15:28Nur wenn es einmal was Kleines zum Reparieren gibt oder so.
15:32Ah, bloß so ein bisschen umeinander hausmeistern.
15:35Genau.
15:36Ja, das könnte vielleicht gehen.
15:37Gell, also.
15:38Wann wollen Sie nachher einziehen?
15:41Ja, wenn Sie mich so fragen.
15:43Und, was macht der selige Monsignore?
15:45Was ist der Mörder schon eingesagt?
15:46Schön wie es, wenn es so schnell ginge.
15:48Daher haben wir die wildesten Geschichten.
15:50Ach ja, passt halt.
15:51Ja, dass er sein Leben wegen einer heimlichen Geliebten lassen hat müssen.
15:56Was du nicht sagst.
15:57Tja, ich habe dafür volles Verständnis.
16:00Frauen, Liebe, Leidenschaften.
16:04Warum soll der Kirchenmann weniger leiden als mir?
16:07Das ist ja gewissermaßen mein Fachgebiet.
16:09Die Kirche?
16:10Die heimliche Geliebte, Depp.
16:13Prost.
16:14Auf die Kraft der Liebe.
16:16Auf die Wahrheit.
16:19Grüß Gott, die Herren.
16:21Hallo.
16:21Hallo.
16:24Der Herr Brandl hat aber gute Lohne.
16:26Ja, das stimmt.
16:27Ich gebe heute einen aus.
16:29Echt?
16:30Ja.
16:30Das Bier geht auch auf mich und dann noch drei Whisky-Cola.
16:32Gern.
16:34Und was verschafft uns das Vergnügen?
16:36Ich freue mich einfach über meine neue Wohnung.
16:38Mit Alpenblick und Frühstück.
16:43Jetzt im Ernst?
16:44Mit Frühstück?
16:45Und Alpenblick, wenn ich es doch sage.
16:48Ja, beneidenswert.
16:50Und die gute Landluft dazu.
16:52Ja, und seine fesche Vermieterin?
16:58Schon?
17:00Einen wunderschönen guten Morgen, Herr Brandl.
17:03Haben Sie gerade geschlafen?
17:05Wirerleich, danke.
17:06Das ist gut.
17:08Kaffee?
17:09Kaffee, gern.
17:10Bitte.
17:11Danke.
17:11Da hat es frische Semmeln und Brezen.
17:15Respekt, Frau Hofer.
17:16Jetzt wollen wir Nachbarn sein.
17:19Ja, ich würde Ihnen ja so gerne noch ein bisschen Gesellschaft leisten, aber ich habe
17:22heute schon rechtzeitig einen Termin.
17:25Kulturausschuss.
17:26Ist doch kein Problem.
17:27Wenn Sie nachher einfach noch alles auf das Tablett geben und Sie dann in die Küche
17:30ständerten.
17:31In die Küche.
17:32Selbstverständlich.
17:33Dankeschön.
17:34Ja.
17:35Einen schönen Tag wünsche ich.
17:36Ebenfalls.
17:39Ach, das habe ich jetzt ganz vergessen.
17:41Herrschaftszeiten.
17:43Ähm, eine Bitte hätte ich noch.
17:45In der Scheune, da haben wir ein bisschen Brennholz.
17:48Das müsste an die Hauswand gestapelt werden.
17:50Könnten Sie das vielleicht für mich?
17:52Brennholz an die Hauswand.
17:53Ist schon passiert.
17:55Super.
17:56Servus.
17:57Servus.
18:23Ja, Brandl hier.
18:25Sieht schon, sagen Sie mal.
18:27Sie haben doch sicher einen Bekannten, der ein bisschen Zeit hat.
18:42Guten Morgen.
18:44Na, wie war die erste Nacht in der neuen Wohnung?
18:48Atemberaubend.
18:49Tatsächlich.
18:49Sie wirken fast ein bisschen abgespannt.
18:52Jetzt nimmer.
18:53Was gibt's nice?
18:55Ja, den Bericht der Spurensicherung.
18:57Nichts, was uns weiterbringt.
18:58Höchstens vielleicht dieser komische Sand, den wir beim Pfarrer gefunden haben.
19:01Sand vom Gebig.
19:02Nein, auch von keiner Baustelle.
19:04Dafür ist er laut Bericht viel zu fein.
19:06Eher von einem Kinderspielplatz oder sowas.
19:08Ist ja pfundig.
19:09Ja, der Herr Mohr war auch ganz fleißig.
19:12Er hat nämlich rausgefunden, dass die Eltern von der Verena Pichlmeier, also von der Verlobten
19:16des Pfarrers, seit einer Woche auf einer Kreuzfahrt in der Karibik sind.
19:20Sauber.
19:21Ja, leider mit der Tochter.
19:26Zwei Nachrichten.
19:27Eine gute und eine schlechte.
19:30Die schlechte?
19:31Ja, also wegen dem Kaninchenfilet mit Orangenblau, das hat es am Montag in keiner Gaststätte in
19:38ganz Rosenheim nicht gegeben.
19:40Was ist die gute?
19:41In Bad Aibling.
19:43Und so im Restaurant des Stromboli.
19:47Also wenn der Pfarrer dafür extra nach Bad Aibling gefahren ist, hätte er bestimmt
19:49eine Verabredung gehabt.
19:51Vielleicht kann uns ja die Bedienung weiterhelfen.
19:53Am besten Sie rufen dann mal an, fragen nach, ob sich jemand an den Pfarrer erinnern kann.
19:57Vielleicht haben wir ja Glück und er hat nicht alleine gespeist.
20:00Oh nein, Herr Lindt, das haben wir doch schon längst erledigt.
20:03Und?
20:04Die gute oder die schlechte?
20:06Herr Mohr.
20:06Also der Herr Pfarrer war tatsächlich dort und er hat auch nicht alleine, aber
20:10näheres Grimme erst in Kürze, da habe ich nämlich ein Date.
20:27Jetzt haben Sie mir was super weitergeholfen, Susi.
20:30Ich darf doch Susi sagen, oder?
20:32Wie bitte?
20:34Ja, gerne.
20:36Ist ja nur ein Katzensprung von Rosenheim nach Bad Aibling.
20:40Ja, Susi, Frau Susi, ich muss jetzt gleich Schluss machen, gell?
20:43Okay, äh, aber ich rufe noch mal an.
20:47Ja, gut, wieder, wieder schauen, bis.
20:51Zuerst die gute oder die schlechte?
20:52Nicht schon wieder, die schlechte.
20:54Ja, äh, also die Frau Susi vom Restaurant der Stromboli, die sagt, sie erinnert sich
20:58an den Herrn Pfarrer, aber den anderen Herrn sagt, sie kennt sie leider nicht.
21:03Und die gute?
21:04Der andere hat den Herrn Pfarrer zum Essen eingeladen und mit Kreditkarte bezahlt.
21:08Dann haben wir seine Mama.
21:09Ja.
21:10Jawohl.
21:12Herr Mohr.
21:14Christian Xaver Randlhuber.
21:16Der Randlhuber, das ist ja der Freund von der Verena Pichlmeier.
21:20Also war der Freund.
21:22Bist sicher?
21:23Ganz sicher.
21:25Da schau her.
21:26Na ja, äh, auf jeden Fall ist er der Inhaber vom Sportgeschäft von hießigem Golfklub.
21:30Pfarrer und Golfklub.
21:32Ich weiß jetzt, das ist so.
21:34Das werden wir hoffentlich bald wissen.
21:37Herr Randlhuber.
21:38Hubert.
21:40Verzeihung.
21:41Ja, bitte?
21:42Mein Name ist Lind Kripo Rosenheim.
21:44Das ist mein Kollege, der Herr Trantl.
21:46Grüß Gott.
21:47Ja, äh, haben Sie einen Moment Zeit?
21:50Sie haben doch den Pfarrer Bertram kürzlich zum Essen eingeladen, richtig?
21:54Kaninchenfilet in Bad Aibling.
21:56Und?
21:57Wir würden gern wissen, warum Sie mit dem Pfarrer beim Essen waren.
22:00Eine rein private Angelegenheit.
22:02Der Herr Pfarrer wollte sein Amt an den Nagel hängen und heiraten.
22:05Das haben Sie doch gewusst, oder?
22:06Ja, denn die Frau, die er heiraten wollte, die kennen Sie ja sehr gut.
22:10Ihre ehemalige Verlobte.
22:11Ja, was wollen Sie von mir?
22:13Sie wollen mit meinem Pfarrer essen.
22:15Wenig später war er tot.
22:18Ich hab davon gehört.
22:19Aber ich hab damit nichts zu tun.
22:22Aber Sie haben schon versucht, ihn von der Heirat abzubringen.
22:25Die Frau Pichlmeier ist doch eine Cholipatie.
22:28So was lässt man nicht einfach laffern.
22:29Ist das jetzt ein Verhör, oder was?
22:31Nein, nein, Gottes Willen.
22:32Aber vielleicht verraten Sie uns trotzdem, wo Sie vorgestern um 22 Uhr waren.
22:39Hier, in meinem Laden.
22:42Haben Sie da Zeugen?
22:43Ja, ein Bekannter von mir war hier.
22:46Thomas Hartinger.
22:48Thomas Hartinger.
22:51Aber nicht so völlig der Anwalt Hartinger, der für den Landtag kandidiert.
22:54Genau der.
22:55Oh, na dann.
22:56Dann war's das erstmal. Vielen Dank.
22:58Wiederschauen.
23:08Thomas, ich bin's.
23:10Du musst mir helfen.
23:14Er kommt sofort.
23:16Bitteschön.
23:17Danke.
23:17Bitte.
23:19Bitte.
23:27Ja.
23:31Brantl.
23:32Ah, Sie sind's, Frau Hofer.
23:35Nein, hab ich nicht vergessen.
23:38Freilie.
23:40Frau Hofer, ich bin grad beim Ermitteln.
23:43Ja, na, wird erledigt.
23:44Das machen wir, sobald es geht.
23:46Ja, wünsche ich Ihnen auch.
23:47Servus.
23:49Bis zum.
23:53Hast du denn Stress mit Frau Hofer?
23:56Ja, ja.
23:58Ist ja lange Geschichte.
24:01Grüß Gott, Hartinger.
24:04Sie sind also von der Kripo.
24:06Ja, mein Name ist Lind.
24:08Brantl.
24:11Was kann ich für Sie tun?
24:12Ja, eigentlich immer nur eine kurze Frage, wenn Sie uns bitte verraten würden, wo Sie vorgestern gegen 22 Uhr waren.
24:17Gerne.
24:18Verraten Sie mir auch warum?
24:19Wir überprüfen ein Alibi.
24:22Ach, natürlich.
24:23Warten Sie mal vorgestern...
24:26Ja, genau.
24:26Am frühen Abend war ich Golf spielen.
24:29Danach hab ich noch etwas getrunken mit meinem Golfpartner, Herrn Randlhuber.
24:33Bei ihm im Laden.
24:34Bis 22 Uhr.
24:36Ja, ja.
24:39Worum geht es eigentlich?
24:42Pfarrer Bertram.
24:44Ist ermordet worden.
24:45Oh je.
24:47Ja.
24:48Das war's eigentlich schon, Herr Hertinger.
24:51Wiederschauen.
24:51Wiederschauen.
24:53Wiederschauen.
25:03Die Sekretärin?
25:05Nervös.
25:06Sehr nervös.
25:07Von der Herrmann Ross?
25:09Hoffentlich bald.
25:15Folgendes.
25:16Der Randlhuber ist bis über beide Ohren verschuldet mit seinem Geschäft.
25:20Das ist ja her.
25:21Die Pichlmeierin kann ihm sanieren.
25:23Wann haben wir heiraten?
25:25Aber angeblich war er zur Tatzeit mit dem Anwalt Thomas Hartinger zusammen.
25:29Hartinger, Hartinger.
25:31Die moralische Erneuerung.
25:32Und genau dieser Hartinger hat das Alibi bestätigt.
25:35Stinkt aber.
25:36Klingt wie abgesprochen.
25:38Ja, mal schauen Sie doch mal zu dem Golfplatz.
25:40Machen Sie sich kundig, ob irgendjemand die beiden Herren gesehen hat.
25:43Ja, ist recht.
25:44Ja, und die beiden Herren möchten sich bitte bei der Frau Dr. Kern sehen lassen, gell?
25:48Dankeschön.
25:51Die Spurensicherung.
25:52Die Spurensicherung hat auf einem der anonymen Briefe
25:56einen winzigen Speichelfleck entdeckt.
25:59Den haben die natürlich gleich auf DNA untersucht.
26:02Und es ist nicht die vom Pfarrer.
26:06Dann wahrscheinlich die vom anonymen Autor.
26:08Ah, ah, kein Autor.
26:10Die Chromosome lügen nicht.
26:11Eine Autorin.
26:13Eine Frau.
26:15Es kommt noch viel besser.
26:17In Brief 17, da haben Sie dieses Haar entdeckt.
26:23Und es enthält die gleiche weibliche DNA.
26:25Es ist rot.
26:27Naturrot.
26:28Die Frau regelt.
26:29Da wird es aber Zeit für eine Befragung.
26:31Und die Wohnung.
26:33Die Sertmannsame Usher.
26:57Sie behandeln mich ja wie eine Kriminelle.
27:17Wenn Sie sich da bitte setzen.
27:23Also, Frau Rieger, passen Sie auf.
27:26Das hier sind anonyme Briefe an Pfarrer Bertram.
27:30In denen er unter Drohungen aufgefordert wird,
27:33die Beziehung zu dieser Hure abzubrechen.
27:37Womit wahrscheinlich die Frau Pichlmeier gemeint war.
27:40Die Spurensicherung hat an einem dieser Briefe
27:43das Haar einer rothaarigen Frau entdeckt.
27:48Na gut.
27:50Dann haben wir hier eben noch eine richterliche Verfügung,
27:53die uns erlaubt, einen Speichelabstrich von Ihnen zu nehmen
27:56zum Zweck einer DNA-Analyse.
27:58Das können Sie sich sparen.
28:01Ich habe Sie geschickt.
28:03Dieser Heuchler.
28:05Er hat ein Gelübde abgelegt.
28:07Vor Gott!
28:08Und dann kommt dieses Flättchen
28:11und schon gibt er sich ihr hin.
28:13Woher haben Sie das gewusst?
28:16Ich habe die beiden gehört.
28:19Er sprach mit einer Frau am Telefon.
28:21Sie tauschten heiße Liebesschwüre.
28:24Und woher wussten Sie, dass es Frau Pichlmeier war?
28:26Das war nicht schwer herauszufinden.
28:28Ich habe mir so ein Diktiergerät besorgt.
28:30Was?
28:31Das stand hinter dem Beichtstuhl,
28:33wenn schöne Weibsbilder zur Beichte kamen.
28:36Sie haben die Beichtgespräche aufgezeichnet.
28:38Und dabei habe ich sie erwischt.
28:41Diese kleine Hure.
28:42Ist Ihnen klar, dass das nicht nur verboten ist,
28:44sondern auch eine schwere Sünde?
28:46Gott kennt die Gründe.
28:48Dieses sündige Geturtel.
28:51Am geheiligten Ort der Beichte.
28:52Purcht Teufel!
28:54Frau Reger, haben Sie Pfarrer Bertram getötet?
28:57Nein!
28:58Wo waren Sie vorgestern gegen 22 Uhr?
29:01In der Marienkapelle.
29:02Beim allwöchentlichen Rosenkranz beten.
29:05Wir werden das überprüfen.
29:06So lange bleiben Sie in U-Haft.
29:07Bitte.
29:09Geh mal.
29:21Was meinen Sie?
29:23Na ja, sie ist schon ein rechte Zwiederwurzen.
29:27Zwiederwurzen?
29:28Unangenehme Person.
29:29Ja.
29:30Aber, na.
29:33Wenn, dann hätte sie doch die Pichelmeierin umgebracht.
29:36Ja?
29:38Entschuldigen Sie, aber in Radio Rosenheim ist gerade durchgegeben worden,
29:41dass die Haushälterin verhaftet worden ist.
29:43Was?
29:44Woher wissen die denn das?
29:46Ja, ich weiß nicht.
29:50Übrigens, die hat gerade angerufen.
29:56Was ist mit der los?
30:00Ach, schau an, unser Fondvogel.
30:04Ah, die Sekretärin vom Steueranwalt Hartinger.
30:07Wie wir richtig vorausgesagt haben.
30:10Die hat ein schlechtes Gewissen.
30:14Ja, hier ist Lind, Kripo Rosenheim.
30:16Sie haben gerade angerufen?
30:18Grüß Gott, ich muss mit Ihnen sprechen.
30:20Worum geht's?
30:22Im Radio haben Sie gerade gesagt, dass jemand verhaftet wurde.
30:25Ja, das stimmt.
30:27Ich muss Ihnen etwas sagen.
30:29Aber nicht am Telefon.
30:32Natürlich.
30:33Wo passt es Ihnen am besten?
30:34Hier im Büro.
30:35Morgen Vormittag, so gegen neun.
30:37Da bin ich allein.
30:38Gut, gegen neun.
30:39Alles klar.
30:40Bis morgen.
30:41Ja, bis dann.
30:42Wiederhören.
30:48Dann hat ab morgen der Randlupe kein Alibi mehr.
30:50Ja, sehr wahrscheinlich.
30:53Gut, wir könnten uns jetzt noch die Wohnung von Frau Reger ansehen.
30:56Ich denke, die Genehmigung müsste mittlerweile vorliegen.
30:58Das machen wir.
30:59Ich denke, die sind nicht bloß Schnappskläser und Bettwäsch.
31:22Sondern?
31:25Die Beichtgespräche.
31:28Schauen Sie mal, was ich gefunden habe.
31:30Ja.
31:33Da hat es drin.
31:40Ja.
31:41Also, möchten Sie einen Anwalt anrufen?
31:43Brauche ich nicht.
31:44Ich habe nichts getan.
31:46Da schauen Sie mal her.
31:47Das ist sehr wahrscheinlich die Mordwaffe.
31:49Die wurde in Ihrem Geräteschuppen gefunden.
31:52In Ihrem Garten.
31:53Ich habe dieses Ding noch nie zuvor gesehen.
31:55Das schwöre ich bei der heiligen Jungfrau Maria.
31:57Lassen Sie die Jungfrau Maria aus dem Spiel.
32:00Sie haben uns belogen.
32:01Das gemeinschaftliche Rosenkranzbeten ist nämlich diese Woche ausgefallen.
32:05Ich lüge nicht.
32:05Ich war wie jede Woche beim Rosenkranzbeten.
32:08Ach, wohl allein.
32:09Darach hatten Sie nicht gefragt.
32:18Irgendwie ging das alles zu glatt, finden Sie nicht?
32:21Wissen Sie, was mir wahnsinnig stinkt?
32:23Was denn?
32:24Das Titel ist von der Frau Lier vorher im Radio gesagt.
32:27Das hat der Täter gehört.
32:29Er hat dann die Tatwaffe bei jedem Gartenhaisel versteckt.
32:31Könnte sein, ja.
32:33Wer ist denn schon so dippert?
32:34Und lasst die Tatwaffe bei sich im Gartenhaisel umeinander flackern.
32:37Das war's dann.
32:40So, zum Hohle.
32:41Danke.
32:43Sie, schon, sagen Sie mal, was ist denn wegen der Sache?
32:46Welcher Sache?
32:47Wegen dem Job.
32:48Ach, das, das ist schon erledigt.
32:50Ehrlich?
32:50Ja, ich hab die Däniger Bummen aufgeschickt, als Paletti.
32:54Das ist gut, da sag ich danke.
32:56Immer wieder gern.
32:57Ich hab da noch den Unkostenbeitrag.
33:04Das ist ja 8er.
33:0780 Euro.
33:08Inklusiv Mehrwertsteuer.
33:10Seien Sie narrisch?
33:11Sie, das war schon viel Arbeit.
33:16Das gibt mich zwar nichts an, aber was für einen Job.
33:22Das ist aber das da mit drin.
33:23Die kurzen, Norman.
33:27Ich weiß zwar nicht, worum es geht, aber...
33:29Danke euch.
33:33Gangster.
33:40Ja.
33:41Guten Morgen!
33:43Morgen.
33:44Haben Sie gut geschlafen?
33:46Ja.
33:46Mei, ich bin Ihnen ja so dankbar.
33:48Das haben Sie ja so großartig gemacht mit dem Brennholz.
33:50Also, dass Sie das alles noch am Nachmittag geschafft haben.
33:53Wow.
33:54Passt schon.
33:55Na wirklich, also vielen Dank.
33:57Reden wir nicht mehr.
33:58Kaffee?
33:59Bitte.
34:03Aber jetzt muss ich Sie doch einmal was fragen.
34:05Verstehen Sie eigentlich was von Motorsägen?
34:10Motorsägen?
34:11Mhm.
34:13Mhm.
34:24Frau Vogel?
34:30Frau Vogel?
34:32Frau Vogel?
34:38Herr Lind?
34:39Ja.
34:41Ja.
34:44Ihre Kette?
34:51Ja, Herr Kollege, hier ist Lind.
34:52Ich brauche eine Mobilnummer in Rosenheim.
34:54Und zwar Frau Lilly Vogel.
34:56Und am besten gleich verbinden, wenn es geht, ja?
34:58Danke.
35:06Das ist nur die Mailbox dran.
35:08Schaut nicht gut aus.
35:09Ich würde sagen, wir fahren zu ihr nach Hause.
35:11Und wenn sie da nicht ist, dann geben wir eine Fahndung aus.
35:14Ja.
35:42Herr Lind?
35:43Ja?
35:44Mann, mir geht's.
35:47Diese Niederbayern.
35:55Fahre Vogel?
35:57Oh nein.
36:09Sehen Sie das hier?
36:11Perfekt arrangiert.
36:13Soll aus schon wie ein Unfall.
36:16Da.
36:17Das ist vom Heuskettel.
36:20Der Täter hat sie im Büro überfallen, dann hierhergeschleppt und einen tragischen Unfall
36:24draus gemacht.
36:25Scheiße.
36:27Haben Sie es?
36:28Ja.
36:55Na dann.
36:58Bei einem Toten gibt es keinen Rückfluss durch die Kapillaren.
37:03Das heißt, dass man sie noch lebend hierhergebracht hat.
37:05Wahrscheinlich war sie bewusstlos.
37:08Und erst hier wurde das Werk vollendet.
37:18Ich hätte gern gewusst, was uns Frau Vogel erzählen wollte.
37:22Dass der Hartinger gelungen hat mit seinem Rantelhuberalipid.
37:25Ja, das schon.
37:26Aber das hätte sie uns auch am Telefon sagen können.
37:28In einem Satz.
37:29Mein Chef hat gelogen.
37:30Fertig aus.
37:31Sie meinen, dass da mehr dahinter steckt?
37:34Ja.
37:35Das kriegen wir auch noch raus.
37:41Was hat der Lillivogel mit dem Pfarrer Bertram zu tun?
37:45Tja, das ist die Frage.
37:47Wo ist der Zusammenhang?
37:50Sehr fix.
37:52Hm?
37:54Ich hab nur eine...
37:57Sehr fix.
37:59Kurz, sehr fix.
38:00Das Heuskettel von der Lillivogel mit dem Kreuz dran.
38:04Lillivogel war eine brave Christin und eine fleißige Kirchgängerin.
38:08Die Beichte.
38:10Und er war ihr Beichtvater.
38:12Das heißt, er wusste alles über Sie.
38:14Jedes Geheimnis.
38:16Das ist es.
38:18Frau Vogel hat dem Pfarrer ein Geheimnis anvertraut.
38:21Er hatte aber Schweigepflicht.
38:25Aber bald wäre der Pfarrer ja kein Pfarrer mehr gewesen.
38:28Und heute hat jemand Angst gehabt, dass der Pfarrer ein Geheimnis lüftet.
38:33Hätte er was getan?
38:36Aber da konnte sich der Mörder ja nicht sicher sein.
38:41Wir haben doch diese aufgezeichneten Beichtgespräche von Frau Rieger.
38:55Ah!
38:55L.V.
38:58Lillivogel.
39:06Hoppla!
39:07Beinahe kurz.
39:11Was führt Sie zu uns?
39:13Eine traurige Nachricht.
39:15Ihre Sekretärin, Frau Vogel, ist tot.
39:18Um Gottes Willen.
39:21Ein tragischer Haushaltsunfall.
39:23Das ist ja furchtbar.
39:26Schuh, okay.
39:28Schlimm.
39:29Saublöd.
39:30Aber so war es gar nicht.
39:32Nein, in Wahrheit war es Mord.
39:34Aber wieso denn?
39:35Das müssten Sie eigentlich wissen.
39:38Na gut, dann fangen wir eben ganz vorne an.
39:43Für den Mord am Pfarrer Bertram haben Sie Herrn Randlhuber gern ein Alibi verschafft.
39:48Ja.
39:48Auf diese Weise haben Sie auch eins gehabt.
39:51Sie hatten nämlich Angst, dass der Pfarrer ein Geheimnis ausplaudern könnte, das er bei der Beichte erfahren hat.
39:55Von Ihrer Sekretärin, Lillivogel.
39:58Sie dachten, wenn der Pfarrer kein Pfarrer mehr ist, dann muss er das auch nicht mehr für sich behalten.
40:03Damit wäre Ihr makelloser Ruf dahin gewissen.
40:06Und Ihre Wahl in den Landtag.
40:08Also Sie haben doch keinen einzigen Beweis für diese Anschuldigung.
40:11Oh, ich glaube, da teilschen Sie einer jetzt.
40:14Ganz genau hinhören.
40:16Er hat gesagt, niemand darf von der Schwangerschaft erfahren.
40:20Sonst wird seine Familie und seine Karriere ruiniert.
40:23Das ist wild, ihn keiner mehr.
40:26Und deswegen wird er mich bedrängt, es abzutreiben.
40:31Das ist Frau Vogels Beichte.
40:32Und von der hat sie Ihnen auch erzählt.
40:34Damit hätte Pfarrer Bertram durchaus Ihren guten Ruf ruinieren können.
40:38Und es wäre vorbei gewesen mit Landtagswahlen oder moralischer Erneuerung.
40:44Thomas!
40:45Ach, ist doch alles Unsinn.
40:46Ach, alles Unsinn?
40:47Als Sie wegen des Alibis gelogen hatten, da wurde Frau Vogel nämlich klar, dass Sie ein Motiv hatten, Pfarrer Bertram
40:52umzubringen.
40:53Und deswegen wollte sie mit uns sprechen.
40:55Was Sie verhindert haben.
40:56Was tut man nicht alles für eine weiße Weste?
40:59Also Sie sind ja verrückt.
41:00Ich werde mich über Sie beschweren.
41:03Hey, lassen Sie den Ball da liegen.
41:04Den brauchen Sie nicht mehr.
41:06Moment einmal bitte.
41:08Darf ich mal?
41:12Weißer Sand.
41:14Der gleiche wie an der Sultane von unserem toten Pfarrer.
41:18Da, schau her.
41:19Das Labor wird sicher bestätigen, dass das der gleiche Sand ist wie der an der Leiche.
41:22Na und?
41:23Ich bin noch nicht der Einzige, der hier Golf spielt.
41:28Schönen Sprühzeug haben wir da.
41:30Schau uns her, Herr Lind.
41:33Also was soll das Theater?
41:35Das ist ein Tee zum Abschlag.
41:37Komischerweise hat das die gleiche Form wie der Abdruck auf Frau Vogels Schulter.
41:41Mhm.
41:42Fast ein bisschen wie er sagt, eigentlich.
41:44Ich bin mir sicher, dass wir in meinem Kofferraum vom Herrn Heitinger nachschauen,
41:47da finden wir auch so ein Teil.
41:50Wahrscheinlich hat er Sie in eine Decke gewickelt,
41:52damit Sie im Kofferraum keine Spuren hinterlässt.
41:55Sehr professionell.
41:56Ja, aber leider haben Sie dieses kleine Ding, dieses Tee, vergessen.
41:59Und der hat diesen Abdruck auf Frau Vogels Schulter hervorgerufen.
42:01Wollen wir uns Ihren Wagen ansehen?
42:03Thomas, die Lilly!
42:05Wie konntest du nur?
42:07Verdammt!
42:08Sie hat alles versaut mit Ihrer verdammten Beichterei.
42:10Im Augenblick haben Sie sich selber ein bisschen versaut.
42:13Herr Heitinger, Sie sind festgenommen wegen des Mordes an Pfarrer Bertram und Lilly Vogel.
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