- vor 2 Tagen
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SpaßTranskript
00:00Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten.
00:03Verkauft an die Bieter Nummer 336. Herzlichen Glückwunsch.
00:07So, das war die Katalog Nummer 65. Wir kommen zur Katalog Nummer 77.
00:13Ein Dolch aus der Renaissance. Vielen Dank.
00:16Datiert auf die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts.
00:19Das Anfangsgebot liegt bei 3.000 Euro.
00:233.000, höre ich mehr. 6.000, die 3.08.
00:266.000 zum Ersten, 7.000.
00:307.000 sind geboten. 7.000 ist der Herr ganz vorne in der Mitte.
00:337.000 zum Ersten, zum Zweiten und zum...
00:37Zehntausend. 10.000 sind geboten. 10.000 zum Ersten, zum Zweiten und...
00:4111.000. 11.000, die 1.05. 11.000 zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten.
00:47Verkauft an die Bieter Nummer 105. Herzlichen Glückwunsch.
00:52So, wir unterbrechen für eine kurze Pause. Vielen Dank.
00:57Erledigt. Hat alles exakt so geklappt, wie geplant.
01:02Ja, herzlichen Glückwunsch, Herr Dr. Clemens. Sehr schönes Stück.
01:06Darf ich mal?
01:06Ja, selbstverständlich.
01:08Ah, wunderbar.
01:10Wunderbar.
01:17Ist das...
01:18Ist das Blut?
01:20Nee, ich werde mich augenblicklich darum kümmern.
01:24Was ist passiert?
01:25Hinter dem Gemälde liegt jemand.
01:27Bitte.
01:34Oh Gott.
01:36Nein.
01:37Nein.
01:40Nein.
01:41Wo ist die Hilfe?
01:43Hilfe!
01:46Hilfe!
02:14Max, was machst du denn noch hier?
02:16Nee, natürlich vergessen.
02:18Ich kann dich zum Bahnhof fahren.
02:19Nee, lass mal, du. Der Zug, der hat sowieso Verspätung.
02:21Na, dann pass ja auf dich auf.
02:24Machst du dir Sorgen, oder was?
02:25Nein. Ich will mich nur nicht schon wieder nach einem neuen Kollegen umsehen müssen.
02:29Wolltst du schon schiefgehen? Das ist nur ein Treffen mit einem alten Informanten.
02:32Ein geheimes Treffen mit einem geheimen Informanten. Was soll da schon schiefgehen, ha?
02:36Ich hoffe mal nix. Wenn der Typ auspackt, dann zerschlagen wir vielleicht ein ganzes Syndikat.
02:40Na gut, dann. Viel Erfolg.
02:42Meld dich mal.
02:43Mach ich. Ciao.
02:46Klar?
02:49Höflich. Das Auktionshaus.
02:55Bei der Toten handelt es sich um eine 36-jährige Frau. Ihre Handtasche lag neben ihr.
03:00Geld, Schlüssel, alles da. Nur ihr Handy fehlt.
03:03Sag mal, ist für Schein die schon in Hamburg?
03:05Er ist gerade losgefahren. Ist ein großes Ding für ihn.
03:07Ja, ja, ich weiß. Ich drück ihm auch die Daumen, dass er endlich seinen Weißenpahl fängt.
03:12Hier, die ersten Blutspuren. Womöglich der Tatort.
03:15Hier kann ich jeder rein. Wir brauchen eine Liste mit allen, die den Eingangsgrot haben, ja?
03:19Klar besorge ich.
03:22War sie hier angestellt?
03:23Nein. Und an der Auktion teilnehmen wollte sie auch nicht.
03:26Zumindest hat sie sich nicht in die Bieterliste eingetragen.
03:30Wissen wir, ob sich jemand hier kennt?
03:32Noch nicht. Aber was wir haben, ist die mutmaßliche Tatwaffe.
03:37Ein antiker Dolch, der heute versteigert wurde.
03:42Ja, wie flüchtig sind Sie da in, aber?
03:45Das Auktionshaus trägt seit Generationen den Namen meiner Familie, aber es gibt inzwischen mehrere Geschäftsführer.
03:51Kannten Sie das Opfer?
03:55Laura, Finke, die beste Freundin meiner Frau.
04:01Wissen Sie, was Frau Finke hier wollte?
04:04Nein. Kann ich mir nicht erklären.
04:07Sie waren natürlich nicht verabredet.
04:10Warum sollten wir? Entschuldigung.
04:12Brauchen Sie Hilfe, Herr Höflich?
04:13Ich brauche mal einen Moment.
04:16Natürlich.
04:17Die Kollegen sind mit der Befragung durch. Keiner kann sich erinnern, Frau Finke hier gesehen zu haben.
04:21Ja, wir müssen herausfinden, was sie hier wollte.
04:24Sie trägt einen Ehering. Der Ehemann?
04:26Hm, den übernehme ich.
04:28Dann informiere ich mich über das Opfer.
04:32Sie war übrigens die beste Freundin seiner Frau.
04:34Okay.
04:35Bis dann.
04:43Ich weiß nicht, was soll ich denn sein?
05:02Das muss ein Missverständnis sein.
05:04Laura, sind Sie sicher?
05:09Meine Frau?
05:11Ich bin mir sicher, Herr Finke. Es tut mir sehr leid.
05:20Laura hat mit der Auktion überhaupt nichts am Hut. Was wollte Sie da?
05:23Vielleicht etwas Privates? Ich meine, Sie sind befreundet mit dem Auktionator.
05:27Simon?
05:29Nur weil unsere Frauen befreundet sind. Sie kennen das.
05:34Herr Finke, es muss einen Grund gegeben haben, warum ich...
05:36Ich hatte recht. Laura kann nicht tot sein. Sehen Sie.
05:39Ihr Handy bewegt sich.
05:41Sie können das Handy Ihrer Frau outen?
05:44Ah.
05:46Das sind die Personen, die den Code für die Tür haben.
05:49Genau.
05:49Okay. Danke.
05:53Ja, Bernd?
05:54Kerstin, Moment bitte, Herr Finke.
05:56Kerstin, das Handy von Frau Finke scheint sich zu bewegen.
05:59Wer immer damit unterwegs ist...
06:00Könnte der Täter sein.
06:01Genau. Ich melde mich gleich nochmal.
06:03Herr Finke, darfst du dich den Ding weiterleiten?
06:07Ja.
06:19Leonie? David?
06:22Also hier.
06:23We are on the track.
06:24Da gehen wir.
06:27Laura und Simon sind bestimmt nicht so eng, dass sie sich auf der Arbeit besuchen.
06:30Das wüsste ich.
06:32Klar, Sie hätten es ja jederzeit herausfinden können.
06:35Nein, die App benutze ich sonst nie.
06:37Laura und ich haben keine Geheimnisse voreinander.
06:39Ihre Frau wusste also, dass Sie Ihr Handy outen können?
06:43Sie wusste es nicht.
06:45Es ist verboten, sich um deine Frau zu sorgen.
06:47Die App, die habe ich nur installiert zur Sicherheit, für Notfälle.
06:51Was für Notfälle meinen Sie denn?
06:54Das Handy bewegt sich nicht mehr.
06:56Ich muss da jetzt hin.
06:57Herr Finke, wir fahren da zusammen hin.
07:00Kommen Sie.
07:06Simon!
07:08Ich bin zu Hause.
07:11Ist was passiert?
07:12Rebecca, komm.
07:14Setz dich.
07:18Simon, du machst mir Angst.
07:27Es geht um Laura.
07:30Sie ist tot.
07:34Was redest du denn da?
07:37Nein, das kann nicht sein.
07:39Ich habe doch heute Morgen noch mit ihr geschrieben.
07:41Aber was habt ihr denn geschrieben?
07:43Nur, wenn wir uns mal wieder treffen wollen.
07:46Was ist passiert?
07:48Ich weiß es nicht.
07:49Was hat denn Christian gesagt?
07:53Ja, woher willst du denn dann wissen, dass sie tot ist?
07:55Ihre Leiche ist im Lager vom Auktionshaus gefunden worden.
07:58Was?
07:59Aber wieso denn?
07:59Rebecca, bitte hör auf.
08:01Woher soll ich das wissen?
08:04Entschuldige.
08:05Entschuldige.
08:06Ich verstehe das nicht.
08:09Was macht sie denn bei dir auf der Arbeit?
08:23Tag, Herr Höflich.
08:25So schnell sieht man sich wieder.
08:27Gibt es hier Neuigkeiten?
08:29Es besteht der Verdacht, dass Sie im Besitz von Frau Finkes Handy sind.
08:33Ich?
08:33Nein.
08:34Wir konnten das Signal vom Handy bis hierher verfolgen.
08:38Das ist unmöglich.
08:39Es muss ein Fehler sein.
08:40Gut, um das zu prüfen, müssen wir uns bei Ihnen umsehen.
08:44Christian, mein Beileid.
08:45Wie lange läuft das schon?
08:46Ha?
08:47Hey.
08:47Hey, hey, hey, hey.
08:48Was?
08:48Wovon sprichst du denn?
08:49Rebecca, mach doch die Augen auf.
08:51Dein Mann, meine Frau.
08:52Ja, es stimmt nicht.
08:53Sie kannst vielleicht täuschen, ja?
08:54Oh, mich nicht.
08:55Ich nicht.
08:57Ja, komm.
09:00Was soll das hier?
09:01Wenn Sie uns gestatten, Ihren Wagen und Ihr Haus zu durchsuchen, dann lässt sich das sicher schnell aufklären.
09:06Dürfen Sie das denn ohne Genehmigung?
09:08Also wenn Sie darauf bestehen, sind wir in spätestens einer Stunde wieder hier mit einem Besuchungsbeschluss.
09:13Ist nicht nötig.
09:16Kommen Sie bitte rein.
09:28Kommen Sie bitte rein.
09:58Kennen Sie die?
10:01Ja, das ist meins.
10:03Das suche ich schon den ganzen Tag.
10:04Das muss mir im Auto aus der Tasche gefallen sein.
10:06Und das hier?
10:08Keine Ahnung, das kenne ich nicht.
10:16Das ist das Handy von Laura Finke.
10:19Stimmt das, was Christian sagt?
10:23Nein, Schatz.
10:24Er bildet sich was ein.
10:26Und warum ist Lauras Handy dann in deinem Auto?
10:40Herr Höflich, wir haben noch ein paar Fragen an Sie.
10:43Am besten Sie begleiten uns aufs Kommissariat.
10:46Kommen Sie.
11:05Meine Kollegin ist mit Ihrem Mann als Kommissar hat gefahren.
11:12Wie peinlich.
11:14Es tut mir so leid.
11:15Das muss Ihnen nicht leid tun.
11:17Ist Laura wirklich tot?
11:20Ja.
11:24Sie war Ihre beste Freundin?
11:31Wie stand der Mann eigentlich zu ihr?
11:36Ehrlich gesagt, kann ich Ihnen das gar nicht beantworten.
11:41Ich weiß es nicht.
11:43Nicht mehr.
11:46Und wenn ich Sie das gestern gefragt hätte?
11:53Dann hätte ich vermutlich gesagt, dass...
11:56Sie bleiben sich gut verstehen.
11:58Freundschaftlich.
12:00Entschuldigen Sie mich kurz.
12:26So, Herr Höflich ist noch beim Erkennungsdienst.
12:29Inzwischen haben wir Laura Finkes Handy entsperrt.
12:32Ah.
12:32Alles Nachrichten zwischen Simon Höflich und Laura Finke.
12:36Und?
12:37Sie haben sich regelmäßig heimlich verabredet.
12:40Ah.
12:41Das klingt ja ein bisschen nach einer Affäre, oder?
12:43Mhm.
12:44Und hier, die Nachrichten von heute Morgen.
12:47Er hat Sie ins Auktionshaus gelockt.
12:49Komm bitte schnell zu mir auf die Arbeit ins Lager.
12:53Wichtig, Code für die Tür 4361.
12:55Und darauf antwortet sie.
12:57Ich komme, aber du kannst es mir nicht mehr ausreden.
13:00Werte Rebecca alles sagen, wenn du es nicht tust.
13:03Mhm.
13:04Sie wollte ihrer Freundin die Wahrheit sagen.
13:06Kurz danach hat sie Rebecca höflich eine Nachricht geschickt,
13:09dass sie unbedingt reden müssen
13:11und dass sie die Lügen nicht mehr aushält.
13:13Mhm.
13:14Darauf antwortet sie.
13:15Klar, können wir machen.
13:16Ist alles in Ordnung bei dir.
13:18Sie fragt aber nicht, was wir lügen.
13:19Mhm.
13:20Darauf hat Frau Finke auch nicht mehr geantwortet.
13:24Wahrscheinlich hat sie da schon nicht mehr gelebt.
13:27Ja, und seine Ehe stand auf dem Spiel.
13:29Wenn das mal kein starkes Mordmotiv ist.
13:35Setzen Sie sich.
13:37Sie haben meine Fingerabdrücke und alles.
13:39Ich will jetzt gehen.
13:40Herr Höflich, Sie sind der Hauptverdächtige in einem Mordfall.
13:43Sie gehen erst mal nirgendwo hin.
13:45Ich bin was?
13:46Setzen Sie sich.
13:50Sie haben sich regelmäßig, heimlich mit Laura Finke verabredet.
13:56Und?
13:57Wir waren befreundet.
13:58Nur befreundet?
14:00Und warum haben Sie das dann vor Ihren Partnern verheimlicht?
14:04Hauptsächlich wegen Christian.
14:05Er ist ein extremer Kontrollfreak.
14:07Er vertraut seiner Frau nicht.
14:09Er traut niemand.
14:10Außer seinem Finanzberater.
14:13Für ihn zählt nur sein Kontostand.
14:15Geld vor Liebe.
14:16War das Frau Finkes Problem?
14:18Nein.
14:19Ja, vielleicht.
14:21Ich...
14:21Keine Ahnung.
14:23Herr Höflich, ich glaube schon, dass Sie eine Ahnung haben.
14:27Es gibt dutzende Nachrichten zwischen Ihnen,
14:29die keinen Zweifel daran lassen,
14:30dass Sie ein Verhältnis miteinander hatten.
14:34Ja.
14:36Ja.
14:37Aber ich habe Laura nicht umgebracht.
14:40Wie lange lief die Affäre schon?
14:44Seit circa einem Jahr.
14:46Zwischen Rebecca und mir ist die Luft einfach raus.
14:49Sie war die beste Freundin Ihrer Frau.
14:54Können Sie kontrollieren, in wen Sie sich verlieben?
14:56Ich habe mir das nicht ausgesucht.
14:58Es ist einfach so passiert.
15:00Warum haben Sie Sie heute Morgen ins Auktionshaus gelockt?
15:02Habe ich nicht.
15:05Und wie erklären Sie sich...
15:06Dann diese SMSe?
15:11Sie wollte Ihrer Frau alles beichten.
15:16Die SMS habe ich nicht bekommen.
15:18Ehrlich.
15:20Sehen Sie auf meinem Handy nach.
15:31War er es?
15:33Hat er gestanden?
15:36Nehmen Sie auch bitte Platz, Herr Finkel.
15:42Es tut mir leid, Herr Reuter.
15:43Es ist eigentlich nicht meine Art,
15:45so die Beherrschung zu verlieren,
15:46aber die Situation.
15:49Ich will einfach nur wissen,
15:50ob es stimmt,
15:52dass meine Frau
15:54mich betrogen hat.
15:56Ja, wenn ich Ihren Auftritt bei mir
15:58höflich gerade richtig deute,
16:00dann sind Sie ja wohl fest davon überzeugt.
16:03Ich habe einfach nur eins und eins zusammengezählt.
16:07Eigentlich kann ich mir das kaum vorstellen,
16:08wie...
16:11Wir waren glücklich.
16:12Wir...
16:13Wir haben uns immer alles erzählt.
16:16Was hat Ihnen denn Ihre Frau erzählt,
16:17was sie heute vorhatte?
16:20Ähm...
16:21Sie musste ihren Wagen in die Werkstatt bringen.
16:23Irgendwer ist hier reingefahren
16:24und einfach abgehauen.
16:26Ja, ja, ich habe ihr noch extra Taxigeld gegeben,
16:29weil sie direkt danach noch eine...
16:30ein Vorstellungsgespräch hatte.
16:32Wo sollte dieses Vorstellungsgespräch stattfinden?
16:36Kaufhaus, Grafenstraße, Schmuckabteilung.
16:39Bis vor kurzem
16:40hat Laura noch bei einem Juwelier gearbeitet,
16:42aber da hat sie gekündigt.
16:44Kam mit dem Chef nicht zurecht.
16:46Wann haben Sie Ihre Frau zuletzt gesehen?
16:48Heute früh.
16:50Nein, das war...
16:53Das war gestern Abend.
16:55Heute früh hat sie noch geschlafen,
16:58als ich zur Arbeit bin.
17:00Was haben Sie heute Morgen gemacht?
17:04Sie halten mich für verdächtig?
17:07Da drüben sitzt Ihr Mörder und Sie...
17:10Den müssen Sie verhaften, nicht mich.
17:13Ich verhafte Sie nicht, Herr Fink.
17:14Ich stelle Ihnen lediglich ein paar Routinefragen, okay?
17:18Gut.
17:19Ich habe gearbeitet. Was sonst?
17:21Was sonst?
17:21Ich hatte eine Wohnungsbesichtigung.
17:25Gut, dann mache ich bitte die Daten Ihrer Kunden.
17:30Hallo, Frau Dr. Adabande.
17:33Hallo.
17:33Können Sie mir schon mit Sicherheit sagen,
17:35ob da dort die Tatwaffe ist?
17:36Also Form und Tiefe der Stichwunde passen.
17:38Die DNA-Analyse wird zeigen,
17:40ob das Blut am Dolch von der Toten stammt.
17:41Dann wissen wir es zu 100%.
17:42Aber ich gehe fest davon aus.
17:46Was können Sie mir zum Opfer sagen?
17:48Todesursache, ein direkter Stich ins Herz.
17:50Das führte zu einer Herzbeuteltamponade.
17:53Hier.
17:55Heißt, es hat sich Luft und Flüssigkeit im Herzbeutel gesammelt,
17:58was in kürzester Zeit zum Tod führt.
18:00Sie war also sofort tot?
18:01Sehr schnell jedenfalls.
18:03Der Angreifer muss unmittelbar vor ihr gestanden haben,
18:05also wirklich sehr nah.
18:06Also war es jemand, dem Sie vertraut hat?
18:08Möglich, aber Sie könnte auch überrascht worden sein.
18:12Todeszeitpunkt?
18:13Heute circa zwischen 9 und 11 Uhr.
18:17Heute?
18:19Ah, vielen Dank für den Druckhof.
18:21Ihre Kollegin hat Ihnen gesagt, worum es geht?
18:25Richtig ein Bewerbungsgespräch in der Schmuckabteilung.
18:29Ach, da gibt es ja keine freie Stelle, ist ja mal kurz.
18:32Und der Name Finke, Laura Finke, sagt der Ihnen etwas?
18:36Verstehe, dann war das wohl ein Missverständnis.
18:38Ich danke Ihnen, Sie haben mir sehr geholfen.
18:40Bitte hören.
18:43Missverständlich.
18:44Ja?
18:50Hallo?
18:52Mann!
18:58Kriminalpolizei Wiesbaden?
19:00Ah, ja, genau.
19:02Ich habe schon mehrfach bei Ihnen versucht.
19:04Nein, nein, nein, keine Sorge, ich habe nur eine kurze Frage.
19:07Und zwar geht es um den Besichtigungstermin, den Sie heute mit dem Immobilienmakler Christian Finke hatten.
19:14Ah, okay, ja, danke, Sie haben uns sehr geholfen.
19:20Wiederhören.
19:22Hm.
19:31Ist gerade ein bisschen schlecht.
19:33Ist was dringendes?
19:34Ja, du hast angerufen.
19:36Ja, vor Stunden.
19:37Was ist denn da los bei dir?
19:38Arbeit, du Spaßvogel.
19:41Ey, was ist denn bei dir los?
19:43Nix, ich melde mich später.
19:57Ah, hallo, Kerstin.
19:58Bernd, Finke hat ein falsches Alibi angegeben.
20:01Ich habe gerade mit dem Paar telefoniert, mit dem er heute angeblich eine Besichtigung hatte.
20:06Aber der Termin war gestern.
20:07Aha.
20:09Ich spreche noch mal mit Ihnen.
20:10Was sagt die Kriminaltechnik?
20:12Es ist wohl eine der saubersten Tatwaffen, die Sie je gesehen haben.
20:16Bis auf das Blut des Opfers natürlich.
20:19Ansonsten finden Sie nur mikroskopisch kleine weiße Stofffasern.
20:26Na ja, die werden natürlich sehr sorgfältig mit ihren Antiquitäten umgehen.
20:29Ja, ich glaube nicht, dass Sie irgendwas ohne Handschuhe anfassen.
20:31Ja, genau, an diese weißen Stoffhandschuhe habe ich natürlich auch schon gedacht.
20:35Die tragen alle, die dort arbeiten.
20:38Aber solche Handschuhe kann sich jeder besorgen.
20:41Hast du was über den Unfall herausgefunden, von dem Christian Finke erzählt hat?
20:44Nein, seine Frau hat auf jeden Fall keine Anzeige wegen Fahrerflucht erstattet.
20:49Aber dafür wurde sie selbst angezeigt.
20:52Von ihrem ehemaligen Arbeitgeber.
20:55Juwelier Wolf.
20:56Wegen Diebstahls.
20:57Ach nee.
20:59Also er behauptet, seine Frau habe gekündigt.
21:03Ja, und dazu kommt, in dem Kaufhaus, in dem sie sich angeblich auf eine Stelle beworben hat,
21:06gibt es gar keine freie Stelle.
21:08Also da wird ganz schön gelogen.
21:10Ja, alle Angaben von Herrn Finke haben sich bisher als falsch herausgestellt.
21:15Die Frage ist also, wer gelogen hat, er oder seine tote Frau?
21:19Ja, oder beide.
21:20Oder beide.
21:21Bis später.
21:22Okay, bis später.
21:27Bis später.
21:37Sie haben sie also entlassen und angezeigt?
21:39Das musste ich.
21:41Sie hat mich bestohlen.
21:43Was genau hat sie denn gestohlen?
21:45Das lässt sich nicht so leicht sagen.
21:48Wissen Sie, Frau Finke hat exklusive Stücke gegen Fälschungen getauscht.
21:52Es hat also nie etwas gefehlt.
21:57Und Sie haben nicht gemerkt, dass Sie Plagiate in der Auslage haben?
22:02Schande über mein Haupt.
22:03Aber die Fälscher waren derart professionell.
22:07Es ist mein Rätsel, wie sie da rumgekommen ist.
22:09Die Originale sehe ich vermutlich nie wieder.
22:12Lassen Sie sich denn solche Stücke so einfach zu Geld machen?
22:14Nur auf dem Schwarzmarkt.
22:16Meine Frau eine Diebin.
22:18So was hatte sie nicht nötig.
22:20Wir fehlten es am Nichts.
22:22Na ja, der ehemalige Arbeitgeber ihrer Frau, Jubiläer Wolf, hat ihre Frau angezeigt und entlassen.
22:28Der lügt.
22:29Ich habe mir noch erzählt, dass Laura mit dem nicht klargekommen ist.
22:32Ja, sie haben mir auch erzählt, sie hätten heute Morgen einen Besichtigungstermin gehabt.
22:35Die Interessenten für diese Immobilie haben uns aber erzählt, dass dieser Termin schon gestern war.
22:40Ich habe so viel zu tun.
22:42Bekommt man schon mal durcheinander.
22:44Ja.
22:45Und eigentlich kommen Sie mir ganz gut organisiert vor, Herr Finke.
22:52Wo waren Sie denn nun, heute Morgen zwischen 9.11?
23:03Ich habe ein neues Objekt besichtigt, Fotos geschossen, Exposé erstellt, vor Ort und hier im Büro.
23:08Kann das jemand bezeugen?
23:10Das muss niemand bezeugen.
23:12Ich bitte Sie, Herr Reuter.
23:13Ich habe meine Frau über alles gelebt und Sie mich auch.
23:15Zwischen uns, Leif, lief es bestens.
23:19Was hat denn diese Affäre mit Simone höflich zu bedeuten?
23:23Vielleicht hat sie ein Abenteuer gebraucht, was weiß ich.
23:27Nach fast zehn Jahren Ehe.
23:28Natürlich schwebt man dann nicht mehr auf Wolke 7, aber...
23:31Aber sie wusste, was sie an mir hat.
23:34Sie können sich also nicht vorstellen, dass das auch mit echten Gefühlen zu tun haben könnte.
23:42Aus dem Alter sind wir raus.
23:45So einer wie Simon ist bestimmt nicht das, was meine Frau sich für ihre Zukunft vorgestellt hat.
23:50Laura war ein Luxusweib.
23:53Mann, also...
23:56Mann musste ihr schon was bieten.
23:58Und das habe ich.
24:01Simon garantiert nicht.
24:04Danke euch.
24:15Ja, hallo Kirstin.
24:17Bernd, sieh dir mal die Fotos an.
24:20Herr Pinkel?
24:23Was ist denn mit dem Auto Ihrer Frau passiert?
24:25Das habe ich Ihnen doch schon erzählt.
24:26Ja, kommen Sie, das sieht doch wieder auf.
24:28V-Unfall aus, das sieht doch aus wie eine mutwillige Beschädigung.
24:32Hat Ihre Frau feindelt?
24:35Feinde?
24:38Ich...
24:39Ich höre hier nur Beschuldigungen gegen mich, gegen meine Frau, als könnte sie...
24:43Als könnte sie was dafür.
24:46Ich...
24:48Wieso kenne ich meine Frau nicht mehr?
24:51Was für ein Leben hat sie geführt?
24:53Was?
24:54Was?
24:55Was?
24:56Was?
24:58Was?
25:04Was?
25:04Was?
25:04Was?
25:04Was?
25:04Was sagt denn die KTU zum Computer des Opfers?
25:07Sie sind noch dran.
25:09Aber Sie haben schon E-Mails von einer verschlüsselten Adresse gefunden.
25:13In denen ist von Ware die Rede.
25:14Da geht es um Geld und um Treffen zur Übergabe.
25:17Na, sie hat Schmuck auf den Schwarzrat verkauft.
25:20Wer weiß denn, wie sie da geraten ist?
25:22Lassen Sie sich die E-Mails zurückverfolgen?
25:23Bisher nicht.
25:25Aber sie stammen alle vom selben Absender.
25:28Deckname Icarus.
25:30Ich kenne da jemand bei den Vermögensdelikten.
25:33Lass mich da mal auf der Polizeischiene vorfühlen.
25:35Gut.
25:36Bis dann.
26:06Hey, klar.
26:07Siehst du müde aus.
26:09Samira.
26:11Schön, dich zu sehen.
26:13Du fährst noch?
26:14Ja, wir können gerne mal zusammen eine Runde drehen.
26:16So wie früher.
26:17Unbedingt.
26:18Aber erst mal kümmern wir uns um unseren gemeinsamen Freund Icarus.
26:21Ich bin da schon ewig dran.
26:22Eure Tute ist seit Monaten die erste heiße Spur.
26:25Okay.
26:26Eure Tute hatte also Kontakt mit Icarus.
26:29Einen berüchtigten Hehler.
26:30Mhm.
26:31Hier, Laura Finke, Rebecca Höflich.
26:34Die zwei hatten früher einen kleinen Schmuckladen, sind aber pleite gegangen.
26:38Sie betreiben den Laden jetzt online weiter.
26:41Rebecca Höflich stellt den Schmuck selbst her.
26:44Sie ist Goldschmädin und hat Design studiert.
26:46Sie wäre also dazu fähig, professionelle Fälschungen anzufertigen?
26:49Mhm.
26:50Wir haben Ihren Mann Simon Höflich in Gewahrsam genommen.
26:54Er ist der Hauptverdächtige und bleibt bisher die einzige Verbindung zwischen Opfer und Tatort.
26:59Also führen alle Spuren ins Haus Höflich.
27:02Zeit, um auf den Putz zu hauen.
27:07Danke.
27:12Mama, wo sollen wir uns denn sonst Geld leihen?
27:15Ja, weil wir jetzt einen guten Anwalt brauchen.
27:20Nein, so viel verdient Simon aber nicht.
27:23Was hat es jetzt damit zu tun?
27:26Mama, ich muss auflegen, ja?
27:29Ich melde mich später nochmal.
27:31Ja, ist gut.
27:35Guten Tag, Frau Höflich.
27:37Herr Reuter, Sie behandeln uns wie Verbrecher.
27:40Dabei steht doch noch gar nicht fest, dass mein Mann schuldig ist.
27:43Oder?
27:44Nein, da haben Sie recht.
27:46Frau Höflich, vielleicht können Sie uns ja helfen.
27:49Also zu den Vorwürfen, die Sie mir hier machen, sag ich gar nichts, wenn ich nicht muss.
27:53Ich würde mir gerne ein Bild von Ihrer Freundin Laura Winke machen.
27:57Vielleicht.
27:59Da fragen Sie ausgerechnet mich?
28:04Ich habe immer gedacht, Frauen, die betrogen werden, die sind, keine Ahnung, zu Blödes zu sehen oder die wollen es
28:11nicht sehen.
28:12Und jetzt gehöre ich selber dazu.
28:18Laura und Simon haben mich ein Jahr lang belogen und ich habe nichts davon gemerkt.
28:26Woher wissen Sie, wie lange das Verhältnis schon gedauert hat?
28:30Das ist schwer zu sagen.
28:34Es passt zu seinem Verhalten.
28:37Aber das kapiere ich jetzt erst.
28:39Im Nachhinein.
28:42Darf ich Sie fragen, ob Sie ein Kind erwarten?
28:47Dürfen Sie.
28:50Und nein.
28:51Ähm.
28:53Ich, äh, war schwanger, aber jetzt nicht mehr.
28:55Ah, ich verstehe.
28:56Das, das tut mir wirklich leid.
28:59Ja.
29:03Entschuldigen Sie mich.
29:04Ich, ich, äh, muss da dran gehen.
29:08Höflich.
29:22Samira, guck dir das an.
29:26Hey.
29:27Sieht so aus, als hätten wir unsere Fälscherin.
29:29Mhm.
29:30Das waren die Vorlagen.
29:32Ja.
29:35Auch.
29:36Ganz klar.
29:38Das sind die Stücke, die sie entwendet hat.
29:40Können Sie das beweisen?
29:41Ich bewahre die Echtheitszertifikat im Safe-Off.
29:44Und die konnte Frau Ficke nicht rankommen.
29:46Na, dann muss sie die auch gefälscht haben.
29:49Kommt drauf an, wenn sie die Stücke verkauft hat.
29:51Aber ich würde nichts ohne Zertifikat erwerben.
29:54Gut.
29:55Danke, Herr Wolf.
29:56Das war's erst mal.
29:57Wiedersehen.
30:00Bernd?
30:04Dafür werden Sie sich vor Gericht verantworten müssen.
30:09Ich weiß.
30:13Wir haben das Geld gebraucht.
30:15Dringend.
30:18Dieser Hauskredit frisst uns auf.
30:22Aber ich werde nicht lügen.
30:25Ich habe einen Fehler gemacht.
30:27Das weiß ich.
30:27Und ich werde dafür gerade stehen.
30:30Gut.
30:32Ich nehme an, dass das Gericht ihr Beständnis als Strafmeldamt bewerten wird.
30:39Ohne Laura wäre ich nicht auf so eine bescheuerte Idee gekommen.
30:46Als unser Schmuckladen pleite gegangen ist, haben wir es online versucht.
30:49Aber das lief überhaupt nicht.
30:55Dann hat Laura bei Juwelier Wolf angefangen.
30:58Da hatte sie dann die Idee.
30:59Die Idee war, den Juwelier zu bestehen.
31:03Ich habe die Stücke angefertigt.
31:05Laura hat sie auf der Arbeit gegen die Originale ausgetauscht und die dann verkauft.
31:09Sie hatte da irgendeinen Kontakt aus dem Darknet.
31:14Sagt Ihnen der Name Icarus etwas?
31:17Nee.
31:18Nie gehört.
31:20Ehrlich, ich hatte mit der Abwicklung nie was zu tun.
31:24Als der Juwelier die Diebstähle bemerkt hatte und ihre Freundin angezeigt hatte,
31:29da war doch ihre Quelle versiegt.
31:35Wir haben trotzdem weitergemacht.
31:38Was weitergemacht?
31:39Dass sie Fälschungen an den Hehler verkauft haben?
31:45Und das ist unbemerkt geblieben?
31:49Ja, bis jetzt schon.
31:55In der letzten SMS, die ich von Laura bekommen habe,
32:00da schreibt sie, sie hält diese Lügen nicht mehr aus.
32:03Ich hätte natürlich gedacht, dass es um die Fälschungen geht, aber...
32:08Nee, inzwischen glaube ich, es ging um die Sache mit Simon.
32:15Wo waren Sie gestern zwischen neun und elf?
32:20Ähm...
32:21Unterwegs.
32:21Ich habe Besorgung gemacht.
32:24Warten Sie, ich habe schon noch irgendwo einen Kassenzettel.
32:32Ja.
32:34Hier.
32:37Hm.
32:40Hier.
32:41Ich habe die Kontoauszüge der beiden Paare.
32:44Höflich und Finke.
32:46Interessant ist, dass Frau Finke ein zweites Konto hatte bei einer anderen Bank.
32:51Und dort hat sie regelmäßig größere Beträge eingezahlt in bar.
32:54Das Geld hast du im eleganten Schmuckverkauf.
32:58Wie das auf den ersten Blick aussieht, hatte sie das aber echt nicht nötig.
33:02Ihr Mann gehört zu den Top-Markern in Wiesbaden-Finke-Energien.
33:04Der macht überall Werbung.
33:06Der verdient locker genug für zwei.
33:08Im Gegensatz zum Ehepaar Höflich.
33:11Bei denen sieht das finanziell ziemlich schlecht aus.
33:14Ui.
33:15Minus, minus, minus.
33:16Übel.
33:17Kein Wunder, dass Rebecca sich ein bisschen was dazu verdienen wollte.
33:20Aber das Auktionshaus Höflich ist doch ein richtiger Nobelschuppen.
33:24Wo geht denn das ganze Geld hin?
33:25Abgesehen von einem ziemlich hohen Kredit für das Haus,
33:28gibt es regelmäßige Zahlungen an ein Kinderwunschzentrum.
33:32Steh.
33:33Tja, wie es aussieht, ist Icarus unser neuer Hauptverdächtiger.
33:38Es ist der gesamte E-Mail-Verkehr zwischen eurer Laura Finke und Icarus.
33:41Der Ton ist immer freundlich, das ändert sich allerdings in den aktuellsten Mails.
33:44Hier, glaubst du, ich lasse mich von einer wie dir verarschen?
33:46Deine Fälschungen sind gut, aber meine Kunden sind besser.
33:49Wenn ich mein Geld nicht wiedersehe, sieht dein Gesicht bald aus wie dein Auto.
33:52Boah, das ist mal eine Drohung.
33:54Und Laura Finke scheint das offenbar, keine Angst gemacht zu haben.
33:57Halt die Füße still, sonst geht ein anonymer Hinweis an die Polizei, wie sie dich finden.
34:02Statt zu parieren, erpresst sie ihn.
34:05Dass es Konsequenzen hat, ist klar.
34:08Na gut.
34:09Ja, ja, ich weiß.
34:10Ich kümmere mich.
34:11Ich bin in fünf Minuten im Büro, ja?
34:14Ja, dir auch.
34:16Mach's gut.
34:16Tschüss.
34:36Herr Becker.
34:39Christian.
34:40Siehe, wir müssen reden.
34:43Es tut mir so leid.
34:46Wie geht's dir denn?
34:49Wo, wo ist Simon?
34:52Der ist noch bei der Polizei, die halten ihn fest.
34:56Ich will nur eins wissen, Rebekah.
35:01War er es?
35:05Komm doch rein, oder?
35:08Ja.
35:14Yes.
35:15Die Falle hat so geschnappt.
35:17Was?
35:17Ich habe in Rebekah Höflichs Namen eine Mail an Icarus geschickt,
35:21um ihm angeboten, Laura Schulden zu begleichen
35:22und vorgegeben Originalschmuck zu haben, den ich verkaufen will.
35:25Icarus hat angebissen.
35:27Bist du wahnsinnig?
35:28Das kannst du doch nicht einfach machen, ohne das vorher mit uns abzusprechen.
35:32Das war vielleicht ein bisschen vorschnell,
35:34aber Icarus ist mir schon so oft in letzter Sekunde durch die Lappen gegangen.
35:37Naja, gut.
35:38Also, bis gleich.
35:39Bis gleich.
35:42Frau Abadi, es ist Ihnen hoffentlich bewusst,
35:44dass Sie mit Ihrem Vorschnell handeln.
35:46Sie haben unsere Mordermittlung möglicherweise gefährdet.
35:49Ja.
35:56Wie sieht der Plan aus?
35:58Wir stellen Icarus eine Falle
36:01und es wartet natürlich nicht nur Rebekah auf ihn,
36:03sondern mein ganzes Team.
36:05Das heißt, Rebekah Höflich soll den Lockvogel spielen?
36:13Das ist sehr riskant.
36:16Also, wenn wir die Spur in dieser Intensität verfolgen,
36:18dann können wir es jemandem höflich nicht länger ein Gewahrsam halten.
36:21Das ziehst du echt in Betracht?
36:23Aber es spricht alles für ihn als Täter.
36:26Nicht alles.
36:28Icarus hat Laura Finke gedroht.
36:31Aber dann muss Icarus
36:32einen Zugang zum Auktionshaus gehabt haben.
36:34Und er hätte wissen müssen,
36:36dass Laura Finke dort sein wird.
36:37Ja, und um das festzustellen,
36:39müssen wir rausfinden, wer Icarus ist.
36:43Ich habe Laura geliebt.
36:46Wir wollten zusammen ein neues Leben beginnen.
36:48Und wie sollte das aussehen?
36:51Dieses neue Leben.
36:54Laura hat gespart.
36:57Heimlich, sodass Christian nichts davon mitbekommt.
37:00Wir wollten warten,
37:01bis wir genug zusammen haben,
37:02und dann hätten wir die Scheidung eingereicht.
37:04Aber auch Frau Finke wollte nicht mehr warten.
37:06Sie hat Ihnen geschrieben,
37:07dass sie Ihrer Frau alles gestehen will.
37:10Ich verstehe auch nicht,
37:11warum sie es damit auf einmal so eilig hatte.
37:13Das hätten wir ja klären können.
37:15Deswegen hätte ich ihr doch niemals was angetan.
37:20Gut.
37:22Was heißt das?
37:24Dass sie gehen dürfen.
37:37Alles Gute.
37:44Alles Gute.
37:46Alles Gute, ja.
37:53Du bist frei?
37:54Ja.
37:57Dann verdächtigen sie dich nicht mehr?
37:59Keine Ahnung.
38:01Was wollte Christian hier?
38:06Wollte wissen,
38:07ob du Laura umgebracht hast.
38:11Und, was hast du ihm gesagt?
38:13Die Wahrheit.
38:16Dass ich es nicht weiß.
38:20Du denkst doch nicht,
38:20ich wäre dazu in der Lage,
38:22jemanden umzubringen.
38:23Ich hätte auch nicht gedacht,
38:24dass du dazu in der Lage bist,
38:25mich mit meiner besten Freundin zu betrügen.
38:28Du schläfst heute Nacht auf dem Sofa.
38:30Schatz, ist das wirklich nötig?
38:31War es nötig, mir das anzutun?
38:35Nach allem, was wir durchgemacht haben.
38:51Guten Abend, Herr Höflich.
38:54Abend.
38:55Die beiden Kommissarierinnen
38:57haben mich eben erst gehen lassen.
38:58Ich habe alles gesagt.
38:59Wirklich alles.
39:00Ich möchte auch nicht zu Ihnen, Herr Höflich.
39:02Ich würde gerne mit Ihrer Frau aussprechen.
39:03Ist sie da?
39:04Rebecca.
39:07Rebecca?
39:09Guten Abend.
39:11Guten Abend.
39:12Darf ich?
39:13Bitte.
39:14Sie haben ja eh schon alles gesehen.
39:22Für mich nicht.
39:24Vielen Dank.
39:26Es geht um den Schwarzmarktkontakt
39:28von Laura Finkel.
39:30Schwarzmarkt?
39:32Weiß ihr Mann noch nicht Bescheid?
39:36Nein.
39:37Worüber soll ich Bescheid wissen?
39:39Das erkläre ich dir später.
39:42Ja, um es kurz zu sagen,
39:43wir brauchen Ihre Hilfe,
39:44um den Heeler zu überführen.
39:50Und
39:51dieser Heeler,
39:54der könnte Laura
39:55als Mörder sein?
39:58Möglicherweise, ja.
40:00Dann wird sie alles tun,
40:01was sie wollen.
40:04Um meine Unschuld zu beweisen,
40:05natürlich machst du das.
40:08Können wir vielleicht irgendwo unter
40:09auf die Augen weiter rinden?
40:12Mhm.
40:13Danke.
40:18Okay.
40:20Und
40:20wenn sich herausstellt,
40:22dass dieser Icarus
40:23nichts mit dem Mord zu tun hat,
40:26bleibt dann mein Mann
40:27der Hauptverdächtige?
40:28Ja, also
40:29jedenfalls nach dem derzeitigen
40:31Stand der Ermittlungen.
40:34Verstehen Sie mich nicht falsch,
40:35Herr Reuter.
40:35Ich will natürlich kooperieren,
40:38damit der Mörder von Laura
40:39gefasst wird.
40:41Ja, Tom.
40:42Möglicherweise hat die
40:43Unschuld ihres Mannes
40:44zu beweisen.
40:46Aber den Lockvogelspielen,
40:48ist das nicht gefährlich?
40:51Ja.
41:36Sogret,
42:01Scheiße.
42:08Ganz ruhig.
42:10Tasche aufs Dach und Hände in den Nacken. Sofort.
42:20Hallo, Icarus.
42:24Schön, Sie endlich persönlich kennenzulernen.
42:30Guten Tag, Frau Krausen.
42:32Guten Tag, Herr Reuter.
42:34Woher kannten Sie eigentlich Laura Finke?
42:36Ich kenne keine Laura Finke.
42:38Und Rebekka Höflich?
42:40Sagt mir nichts.
42:43Na, Sie wollen Sie mit Rebekka Höflich...
42:45...damm reintreffen?
42:46Wer sagt das?
42:48Wir haben E-Mails, die das belegen.
42:51Dass ich da vielleicht jemanden getroffen habe oder auch nicht,
42:55ist reiner Zufall.
42:57Ah, verstehe.
42:59Ja, dann ist das hier wahrscheinlich auch reiner Zufall.
43:04Oder?
43:06Diese Liste stammt vom Auktionshaus Höflich.
43:09Ich bin Kunsthändlerin.
43:10Da verkehrt man in Auktionshäusern.
43:13Sie wurden während der Auktion telefonisch angewiesen?
43:18Ja.
43:20Es ist aber nichts Außergewöhnliches, Herr Reuter.
43:24Frau Krausen, wir haben uns mal Ihre Telefondaten angeschaut.
43:26Während der Auktion haben Sie überhaupt nicht telefoniert.
43:31Aber unmittelbar danach haben Sie Carsten Müllejanz angerufen,
43:34den ursprünglichen Eigentümer des Dolches, der versteigert wurde.
43:38Ich nehme an, Herr Müllejanz hatte Sie engagiert, um den Preis nach oben zu treiben?
43:43Ohne Anwalt sage ich nichts mehr.
43:46Wie schön war?
43:49Sie sind angeklagt, wenn Sie so oder so.
43:51Die Frage ist nur, ob die Anklage auf Fehlerei lautet oder auf Mord.
43:56Moment.
43:58Moment.
44:02Vielleicht haben Laura Finke und ich Geschäfte gemacht.
44:08Aber ich habe sie selbstverständlich nicht getötet.
44:12Laura Finke hat die ingefälschte Schmuckstücke untergeschoben.
44:17Die Fälschungen waren so gut, dass du ein ausgewiesener Expert in der Lage bist,
44:21die Unterschiede zu erkennen.
44:22Und jetzt nehmen wir doch mal an, dass Frau Finke Ihnen das Geld nicht zurückzahlen wollte,
44:27nachdem die Geschichte aufgeflogen war und sie erpressen wollte.
44:30Und nehmen wir doch mal weiter an, dass Sie Frau Finke daraufhin eine Botschaft geschickt haben.
44:36Und jetzt nehmen wir doch mal weiter an, dass ich etwas in dieser Art veranlasst habe,
44:42dann nur um Sie aufzuschrecken, damit sie zahlt.
44:46Weiter wäre ich niemals gegangen.
44:49Sie haben Frau Finke gedroht.
44:51Lässt sich das beweisen, Herr Reuter?
44:54Vielleicht bin ich gar nicht Icarus, sondern ein Kompagnon.
45:04Ja, Frau Krausen.
45:08Das erklären Sie mal alles dem Richter, ja?
45:15Übernimmst du Steffen?
45:16Mach ich.
45:17Kommen Sie bitte mit.
45:18Wie?
45:19Icarus.
45:21Klarname Ingrid Krausen.
45:23Kommt aus der Hehlereienummer nicht mehr raus.
45:25Die Kollegen stellen gerade ihre Wohnung auf den Kopf und haben schon Dutzende Hinweise auf die Bande gefunden,
45:30mit der sie auf internationaler Ebene agiert.
45:32Sehr gut.
45:32Jedenfalls danke für die Zusammenarbeit.
45:35Vielleicht war es ja nicht das letzte Mal.
45:37Hey, Samira.
45:38Pass auf dich auf.
45:40Ciao, klar.
45:41Herr Reuter?
45:42Es war mir eine Ehre.
45:43Frau Abadi, das Vergnügen war ganz meinerseits.
45:46Passen Sie auf sich auf.
45:48Ciao.
45:49Ciao.
45:52Tja, damit stehen wir wieder am Anfang.
45:55Na, nicht ganz, würde ich sagen.
45:58Na, ich meine, die Aussage von Icarus bestätigt doch, dass Laura Finke ihr Mann wirklich verlassen wollte
46:02und mit dem Geld ein neues Leben anfangen wollte.
46:05Also in dem Punkt hat Simon Höflich die Wahrheit gesagt.
46:08Na, Sie waren sich beide einig, ihre Partner bei zu verlassen.
46:12Aber wenn Frau Höflich es früher oder später sowieso erfahren hätte, warum dann Frau Finke umbringen?
46:20Zwei Möglichkeiten.
46:22Simon Höflich ist der Täter und hat sich dabei nicht sonderlich schlau angestellt.
46:26Oder ein anderer ist der Täter und hat sich dabei so schlau angestellt, dass wir Simon Höflich für den Täter
46:32halten.
46:33Ja, aber wer hat ein Motiv, ihm den Mord anzuhängen? Seine Frau hat ein Alibi.
46:41Ach ja, ich weiß nicht, ob du das gesehen hast.
46:43In der Garage im Haus Höflich sind Babysachen gelagert.
46:46Also, Babykleidung, Babynahrung, Spielsachen, ein Kinderbett, wirklich kistenweise.
46:53Ich habe den Eindruck, Frau Höflich hat Babysachen fast krankhaft gehortet.
46:58Und gestern habe ich sie zufällig dabei beobachtet, wie sie Babysachen in einen Spendencontainer für einen Kinderflugmarkt geworfen hat.
47:05Also, warum ausrechnet jetzt? Warum fängt sie ausrechnet jetzt an, diese Dinge zu entsorgen?
47:10Hm.
47:12Ist doch merkwürdig, ne?
47:13Ja.
47:15Entschuldige.
47:26Max?
47:26Ja, machst du Nachtschicht?
47:27Ja, der Fall lässt mir keine Ruhe. Und wie sieht es bei dir aus?
47:31Ja, geil sieht es aus. Der Typ hat vollumfänglich ausgepackt.
47:35Glückwunsch! Ich hänge hier noch zwischen tatverdächtigen Liebhabern und betrogenen Ehemännern.
47:40Also, ich kenne ja die Umstände nicht. Aber eins ist klar, die, die betrügen, das sind nicht unbedingt die, naja,
47:45die Täter.
47:46Heißt, die, die betrogen werden, sind genauso schuld?
47:49Ja. Also, manchmal kommt er drauf an. Ist denn ein branntes Kind, oder was?
47:56Max, ich muss jetzt hier weitermachen.
47:58Nee, nee, warte mal kurz, warte mal kurz.
48:07Nee, noch
48:08Nee, nee, nee,
48:08Nee,
48:13Nee, nee, nee, nee, nee,ziehen.
48:26Ey, ey, ey!
48:29Laura Finke kommt mit dem Taxi an.
48:32Der Fahrer konnte sich nicht erinnern, ob sie sich hier mit jemand getroffen hat.
48:35Also, hat ihr der Täter irgendwo hier aufgelauert oder er hat drinnen auf sie gewartet?
48:40Also laut Spurensicherung wurde sie hier erstochen.
48:47Das heißt, der Täter muss sie von hier bis zum Fundort geschafft haben.
48:52Ihre Leiche lag im Lager. Ihr Handy haben wir aber im Auto von Simon Höflich gefunden.
48:57Das Auto stand genau dort.
48:59Kurz vor ihrem Tod hat Laura Finke noch SMS-Nachrichten verschickt an Simon Höflich und dessen Ehefrau.
49:06Angeblich, weil sie die Affäre beenden wollte.
49:08Und wegen dieser SMS-Nachrichten hatten wir sehr schnell den nahezu perfekten Hauptverdächtigen.
49:15Wie ist das Handy? In Simon Höflichs Auto gekommen?
49:27Guten Tag, Herr Höflich. Ist Ihre Frau zu Hause?
49:31Diese einkaufen, die muss da aber gleich zurück sein.
49:33Gut. Vielleicht können Sie mir ja inzwischen weiterhelfen.
49:35Ich würde gern mal den Zweitschlüssel für Ihren Pkw sehen.
49:38Mein Zweitschlüssel?
49:39Ja.
49:42Danke.
49:44Hier müsste der eigentlich sein.
49:50Ah ja.
49:58Hat der Schlüssel immer in diesem Ordner aufgewacht?
50:01Ja. Ich habe den nicht mehr benutzt, seit ich den Baden gekauft habe.
50:14Frau Höflichs, sollte Ihr Mann wegen des Mordes an Laura Finke angeklagt werden,
50:18muss er mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe rechnen.
50:27Das perfekte Verbrechen gibt es nicht, es sei denn, ein anderer wird für die Tat verurteilt.
50:35Und genau das hatten Sie doch vor.
50:38Sie wollten diesen Mord Ihrem Mann anhängen.
50:42Was?
50:45Das war verrückt.
50:48Wie hätte ich das denn tun sollen?
50:50Ich war zu der Zeit einkaufen, am anderen Ende der Stadt.
50:53Ich bin Stammkundin in dem Laden.
50:55Fragen Sie danach.
50:56Das haben wir getan.
50:58Wir haben in diesem kleinen Laden ohne Videoüberwachung nachgefragt.
51:02Und der einzige Beweis dafür, dass Sie zur Tatzeit in diesem Laden waren,
51:07ist ein kleiner Kassenzettel auf handelsüblichem Thermopapier.
51:13Ja.
51:16Frau Höflich, Sie sind in der Lage, auf einem wirklich sehr hohen Niveau
51:21Echtheitszertifikate für Schmuckstücke zu fälschen.
51:24Da wird Ihnen doch so ein kleiner Kassenzettel keine Probleme bereiten, oder?
51:29Dafür gibt es keine Beweise.
51:31Da haben Sie recht.
51:34Sie haben eben an alles gedacht.
51:38Naja, an fast alles.
51:42Am Tatort haben Sie keine Spuren hinterlassen, keine Fingerabdrücke.
51:46Aber als Sie die beiden Handys im Auto Ihres Mannes deponieren mussten,
51:52da mussten Sie den Zweitschlüssel für das Fahrzeug benutzen.
51:57Natürlich hatte ich den Schlüssel irgendwann schon mal in der Hand.
52:00Ja, natürlich.
52:02Irgendwann.
52:04Aber wann?
52:11Diese Autoschlüssel, Frau Höflich, sind ja nicht nur Schlüssel,
52:14die sind ja mittlerweile sowas wie, ja, kleine Computer.
52:20Und wenn man diesen kleinen Computer ausließ, sagen Sie uns ganz genau, wann der Schlüssel das letzte Mal benutzt wurde.
52:29Aber das können Sie mir ja auch sagen.
52:35Nein, woher soll ich das wissen?
52:39Ich sage es Ihnen.
52:41Dieser Schlüssel wurde das letzte Mal genau zur Tatzeit benutzt.
52:46Von Ihnen.
52:50Bitte, Herr Reuter.
52:52Machen Sie sich doch nicht lächerlich.
52:54Das ist Unsinn.
52:56Das wissen wir beide.
52:57Was soll das hier alles?
53:00Schade.
53:02Schade.
53:04Ich hatte gehofft, dass ich dieses schmerzhafte Thema nicht noch einmal ansprechen muss.
53:10Aber es geht wohl nicht anders.
53:13Frau Höflich, Sie haben erzählt, dass Sie vor fünf Jahren eine Fehlgeburt hatten.
53:18Und in diesen letzten fünf Jahren haben Sie alles versucht, doch noch einmal schwanger zu werden.
53:24Es gab unzählige Besuche in einem Kinderwunschzentrum, es gab eine Hormonbehandlung
53:28und all diese Strapazen haben Sie auf sich genommen,
53:31obwohl Sie von Ihren Ärzten wussten, dass Ihre Chance, noch einmal schwanger zu werden, bei null liegt.
53:39Die Hoffnung stirbt zuletzt, oder?
53:48Was ist eigentlich mit Ihrem Mann?
53:51Weiß er, dass Sie nicht mehr schwanger werden können?
53:59Wenn wir ein Kind gehabt hätten,
54:04dann hätte Simon mich niemals betrogen.
54:11Dann wäre man glücklich gewesen.
54:42Ich verstehe, dass Sie verletzt sind, Frau Höflich.
54:48Sie verstehen gar nichts.
54:51Ich glaube doch, Ihr größter Wunsch war es, Kinder zu haben, meine Familie.
54:56Und dieser Wunsch ist nicht in Erfüllung gegangen.
55:02Und statt mich zu unterstützen,
55:05sucht sich dieses Arschloch einfach ein anderer.
55:10Und dann auch noch Ihre beste Freundin.
55:13Und das muss schlimm gewesen sein für Sie.
55:15Das war Verrat.
55:17Und Sie wollten eine Rache?
55:24Als ich dahinter gekommen bin,
55:27dass die beiden eine Affäre haben,
55:32da ist meine ganze Welt zusammengebrochen.
55:36Ich konnte es einfach nicht fassen.
55:42Die beiden Menschen,
55:44die ich am meisten geliebt habe auf der Welt,
55:50haben mir jeden Tag
55:52ins Gesicht gelogen.
55:57Können Sie sich vorstellen,
55:58wie sich das anfühlt?
56:02Sie haben die Tat bis ins kleinste Detail geplant.
56:05Sie haben falsche Spuren gelegt.
56:07Sie haben sogar in Kauf genommen,
56:08dass wir den illegalen Schmuckhandel entdecken.
56:11Ach, das war einkalkuliert.
56:15Was war es mir wert?
56:18Ich dachte,
56:19ich hätte an alles gedacht.
56:21Sie haben die SMS an Laura Finke geschickt
56:23und sie so in das Auktionshaus gelockt, richtig?
56:28Ich habe Simons Handy genommen
56:30und gewartet,
56:31bis sie zur Arbeit gefahren ist, ja.
56:34Dann habe ich die SMS an Laura verschickt.
56:41Ich weiß, wo Simon seine Passwörter
56:43aufbewahrt ist.
56:44War also gar kein Problem,
56:46da ungesehen ins Lager zu kommen.
56:49Und ich wusste,
56:50dass an dem Tag der Dolch versteigert wird.
56:55Ein Dolch
56:56mitten ins Herz.
57:00Das passt doch irgendwie.
57:10No.
57:19Das ging auch ganz schnell,
57:21wie automatisch.
57:25Ich wollte,
57:26dass Simon im Knast zugrunde geht.
57:32Ja, und Laura.
57:35Die beiden sollten büßen
57:37für das,
57:37was sie mir angetan haben.
57:42Sie haben es nicht anders verdient.
58:01Wann bitte hast du diesen Ersatzschlüssel auslesen lassen?
58:04Hab ich doch gar nicht.
58:06Ich dachte,
58:07vielleicht geht's doch ohne.
58:07Hat ja funktioniert.
58:12Das war's für heute.
58:38Untertitelung des ZDF, 2020
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