- vor 9 Stunden
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SpaßTranskript
00:00Musik
00:51Der Schutz eines Unschuldigen hat also immer Vorrang vor rechtswidriger Verfolgung.
00:56Auch eine DNA-Spur muss nicht zwingend ein eindeutiger Schuldbeweis sein.
01:02Ja?
01:05Aber einer von den eineigen Zwillingen muss der Täter gewesen sein.
01:10Was haben Sie getan?
01:12Ich habe beide angeklagt.
01:14Immerhin waren beide Brüder erwiesenermaßen Schwerstkriminelle.
01:20Und?
01:22Sie wurden beide freigesprochen.
01:26Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.
01:28Bitte vergessen Sie nicht, Ihre Hausarbeiten abzugeben.
01:30Danke sehr.
01:36Wofür ist das denn?
01:38Ich habe die Referendariatstelle bei der Staatsanwaltschaft.
01:40Oh, ich gratuliere.
01:41Danke.
01:42Da haben Sie doch sicher etwas nachgeholfen, oder?
01:44Ach, ich glaube, da überschätzen Sie ein bisschen meinen Einfluss.
01:51Das war ich.
02:24Was, der dich nicht erwischt.
02:34Was, der dich nicht erwischt.
03:03Frau Ransfeld, kommst du rein, Entschuldigung, kommst du rein.
03:20Entschuldigung, ich brach mir gerade ein paar Kanäle.
03:25Den, den hatte ich vorhin ganz vergessen, als Dank, für das Referendariat.
03:32Den hätten Sie doch auch im Büro geben können.
03:35Oh Gott, verstehen Sie das jetzt bitte nicht falsch, ich wollte mich wirklich nur bedanken.
03:41Ja, ja, alles, alles in Ordnung. Ich freue mich auch, vielen Dank.
03:49Ich wollte Sie außerdem noch was fragen.
03:51Ja?
03:53Ich habe da so ein Problem an der Uni.
03:58Wollen wir darüber reden? Möchten Sie etwas mitessen?
04:03Nein, nein, nein, schon gut. Ich glaube, es ist sowieso besser. Ich hole erst was, was ich Ihnen zeigen möchte.
04:11Gut. Kommen Sie am besten gleich morgen früh zu mir. Ich bin ab neun im Büro. Ja?
04:15Mach ich. Vielen Dank.
04:18Schönen Abend.
04:19Ihnen auch.
04:23Bis morgen.
04:24Ja, bis morgen.
04:25Herr Reuter?
04:27Ja?
04:33Danke.
04:35Für die Chance. Werden Sie sich hier nicht bereuen.
04:46Ja.
04:53Danke.
04:56Herr Reuter.
04:59Yeah.
05:08Wir sehen uns beim nächsten Mal.
05:38Untertitelung des ZDF, 2020
05:51ZDF, 2020
06:12ZDF, 2020
06:37Hallo
06:40Achteinsticher
06:43Was ist das für eine Perücke?
06:47Haben Sie sie gekannt?
06:51Wer hat sie gefunden?
06:53Eine Kommilitonin, Alice Korma
06:55Thomas spricht gerade mit ihr in der Küche
07:17Frau Korma?
07:22Was machen Sie hier?
07:25Ich möchte herausfinden, wer Klara das angetan hat.
07:30Und dazu brauche ich Ihre Hilfe.
07:33Können Sie mir ein paar Fragen beantworten?
07:38Klara hat mir gegenüber angedeutet, sie hätte Probleme an der Uni.
07:44Haben Sie davon irgendetwas mitbekommen?
07:46Wurde sie vielleicht bedroht?
07:48Nein.
07:50So etwas hat sie mir nie gesagt.
07:53Irgendetwas muss gewesen sein.
07:56War sie anders als sonst in letzter Zeit?
07:58War sie bedrückt oder aufgeregt?
08:01Im Gegenteil.
08:03Sie hat sich so gefreut wegen dem Referendarium.
08:08Deswegen bin ich heute Morgen extra vorbeigekommen.
08:10Ich wollte ihr Glück wünschen.
08:14Vielleicht hat es was mit dem Einbruch zu tun.
08:18Welcher Einbruch?
08:19Vor einigen Wochen war hier die Wohnungstür aufgebrochen.
08:23Hat sie das angezeigt?
08:24Nee, wollte sie nicht.
08:26Es war schließlich nichts gestohlen.
08:28Zumindest nichts Wertvolles.
08:31Aber weggekommen ist schon etwas.
08:35Danach konnte Klara ihre Haarwürste nicht mehr finden.
08:37Außerdem hat sie ein BH vermisst und ihr Parfum.
08:41Aber ob das alles wirklich geklaut worden ist, wusste sie auch nicht.
08:45Kommt ihr mal.
08:46Ich habe was im Arbeitszimmer.
08:49Entschuldigung.
08:54Das habe ich auf ihrem Laptop gefunden.
08:58Sexy Studentin Wiesbaden.
09:00Sie hat wohl als Prostituierte gearbeitet.
09:02Vielleicht hat sie ja gerade auf ihren Freier gewartet.
09:06Kommt ihr über den Rechner an die Kunden ran?
09:08Kann sein, dass die Verabredungen per Mail zustande gekommen sind.
09:12Unsere Spezialisten checken das.
09:14Glaub ich nicht.
09:15Was ist denn?
09:20Ich glaube einfach nicht, dass wir über Klara Rheinsfeld reden.
09:24Warum macht eine junge Frau wie sie so etwas?
09:28Was ist das mit den Eltern?
09:30Ihre Mutter arbeitet als Kassiererin in einem Supermarkt.
09:34Ich mache das.
09:50Meine Klara.
09:52Es tut mir sehr leid, Frau Rheinsfeld.
09:56Ich habe ihre Tochter sehr geschätzt.
10:02Wir hatten nur uns.
10:08Ich hätte ihr auch das Studium nicht bieten können.
10:11Sie hat sich ihr Studium also selbst finanziert.
10:15Mit Jobs.
10:17Als Kellnerin.
10:21Auf den Messen in Frankfurt und so.
10:25Wissen Sie, ob Ihre Tochter einen Freund hätte oder einen Partner?
10:29Oh nein, dafür hat sie sich nie so recht interessiert.
10:35Manchmal habe ich im Stillen gedacht.
10:39Sie ist vielleicht etwas zu schüchtern.
10:48Bitte.
10:55Was immer Klara getan hat.
10:59Ich muss es wissen.
11:04Ich habe beim Finanzamt nachgefragt und Klaras Konten gecheckt.
11:08Offiziell hat sie keine Jobs gehabt.
11:10Sie hat ein zweites, geheimes Leben gelebt.
11:13Da ist sie nicht die Einzige.
11:15Es ist keine Seltenheit mehr,
11:17dass junge Frauen als Prostituierte arbeiten,
11:18um ihr Studium zu finanzieren.
11:20Mehrere Zehntausend machen das schätzungsweise so.
11:23Laut Objektionsbericht wurde Klara mit derartiger Wucht erstochen,
11:26dass man von einem Gewaltextre sprechen kann.
11:31Dass sie gestern bei mir war und von ihrem Problem erzählt hat,
11:34wenn ich da ein bisschen mehr insistiert hätte,
11:37dann würde sie vielleicht noch leben.
11:39Wenn sie geahnt hätte, dass sie jemand umbringen will,
11:41dann hätte sie das doch gesagt, oder?
11:49Was ist mit den Nachbarn?
11:50Hat da niemand was bemerkt?
11:51Ja, eine Nachbarin.
11:53Sie hat im Tatzeitraum im Treppenhaus einen Mann getroffen.
11:56Der ist aus dem Haus gelaufen und hat sie dabei fast umgestoßen.
11:59Hier, das Phantombild.
12:03Solange die Kollegen noch Klaras Computer auswerten,
12:06können wir doch zur Uni fahren und das rumzeigen.
12:07Vielleicht kennt ihn jemand.
12:08Gute Idee, dann können wir gleich Klaras Professor fragen,
12:11der sie im Staatsexamen betreut hat.
12:13Ein gewisser Herr Dr. Hilgenberg.
12:17Dietmar Hilgenberg?
12:18Ja, kennst du den?
12:19Ja, nicht persönlich.
12:20Das war mal ein Top-Strafverteidiger.
12:22Wirklich eine Korrifäe.
12:23Viele Veröffentlichungen, Bücher geschrieben.
12:25Toll, wirklich toll.
12:27Also bei mir auf dem Nachtisch liegen die nicht?
12:28Bei mir auch nicht.
12:29Das wundert mich jetzt nicht so richtig.
12:32Ich rede mal mit Ihnen.
12:36Das freut mich aber, Herr Reuter.
12:38Ihr Seminar ist so beliebt,
12:39da wollte ich schon mal selber vorbeischauen.
12:41Danke.
12:42Ich freue mich auch, Herr Hilgenberg.
12:45Leider ist der Grund für meinen Besuch
12:46alles andere als erfreulich.
12:48Guten Tag.
12:49Darf ich mich kurz stören?
12:50Ich bin von der Kippe Wiesbaden.
12:51Guten Tag.
12:52Ich habe eine Frage.
12:52Kippe Wiesbaden.
12:54Da gesehen, Sie sind manchmal gesehen?
12:56Nein.
12:56Nie gesehen.
12:57Ganz sicher.
12:58Ganz sicher.
12:58Dankeschön.
13:04Ermordet?
13:06Na, unfassbar.
13:08Wer soll denn sowas tun?
13:10Klar, er war eine sehr gute Studentin,
13:12aber dabei immer so herzlich und fröhlich.
13:16Ja, ja, ich hätte absolut den gleichen Eindruck.
13:18Aber offensichtlich haben wir uns beide gehört,
13:21Herr Hilgenberg.
13:23Sie hat ein Doppelleben geführt.
13:25Sie hat als Prostituierte gearbeitet.
13:28Was, das ist nicht Ihr Ernst?
13:30Ja, leider doch.
13:33Haben Sie schon mal von ähnlichen Fällen hier an der Uni gehört?
13:36Also, ich habe natürlich davon gehört,
13:38dass es Studentinnen gibt,
13:38die so ihr Studium finanzieren,
13:40aber Clara Rheinsfeld.
13:48Entschuldigung, kennen Sie den zufällig?
13:50Nee.
13:52Frau Komme!
13:53Frau Komme!
13:55Hallo.
13:57Hallo.
13:59Wie geht's Ihnen denn?
13:59Es geht.
14:01Immer wieder sehe ich Clara,
14:03wie Sie da im Frühling.
14:05Frau Komme, ich habe eine kurze Frage.
14:06Kennen Sie den?
14:07Oder haben Sie den mal mit Clara gesehen?
14:10Nein.
14:12Das ist doch Timo.
14:13Welcher Timo?
14:15Oh Mann, Timo, den habe ich ganz vergessen.
14:18Der ist immer hinter Clara hergeschlichen.
14:19Hat sie regelrecht verfolgt.
14:21Das ist ein echt unheimlicher Typ.
14:24Dass ich daran nicht gedacht habe,
14:25das tut mir echt leid.
14:27Schwarz heißt er.
14:28Timo Schwarz, ja?
14:31Ich merke mich nachher nochmal.
14:33Danke.
14:35Sagt Ihnen der Name Timo Schwarz etwas?
14:37Oh ja.
14:38Einer unserer Ewig-Studenten.
14:40Es hat Beschwerden von Studentinnen gegeben,
14:42die sich von ihm belästigt gefühlt haben.
14:44Daraufhin hat er Hausverbot bekommen.
14:45Wir haben Anzeige erstattet.
14:48Wissen Sie,
14:49ob sich Clara Rheinsfeld auch beschwert hat?
14:51Nicht aus dem Stehgreif.
14:52Die Akte ist in der Studentenverwaltung,
14:55aber da ist jetzt keiner mehr.
14:57Schade.
14:58Wie wäre es damit?
14:59Ich besorge die Akte
15:01und Sie kommen heute Abend bei mir vorbei.
15:04Danke für das Angebot,
15:05aber ich möchte Ihnen nicht den Feierabend ruinieren.
15:07Unsinn.
15:08Wenn ich irgendwie helfen kann,
15:09Klaras Mörder zu überführen,
15:11ist das das Mindeste,
15:12was ich tun kann.
15:13Ihr, das ist meine Adresse.
15:16Danke.
15:17Letzte Sammlung.
15:19Ach, Geschenke von Studenten.
15:20Keine Ahnung, wer damit angefangen hat.
15:22Also dann, bis um acht?
15:24Um acht, gern.
15:25Bis dann.
15:25Danke.
15:26Gut, ich warte.
15:28Hallo.
15:29Hallo.
15:29Ich habe die Daten von Timo Schwarz.
15:3131, verurteilt wegen Stalking und schwerer Körperverletzung.
15:35Er hat sechs Monate auf Bewährung bekommen
15:37und war in psychiatrischer Behandlung.
15:39Also mit dem ist nicht zu Spaß noch.
15:40Ja, sehr gerne.
15:41Danke schön.
15:42Ich habe gerade mit dem Einwohnermeldeamt telefoniert.
15:44Timo Schwarz ist vor drei Wochen umgezogen.
15:46Er wohnt jetzt quasi in Sichtweite zu Klara.
15:48Er war zur Tatzeit in Ihrem Haus.
15:52Das reicht für einen Durchsuchungsbeschluss.
16:00Herr Schwarz, Polizei, sind Sie da?
16:22Oh mein Gott.
16:26Kommt mal.
16:30Oh.
16:35Oh je.
16:39Alice hat auch einen Einbruch erwähnt.
16:41Das könnten durchaus die Sachen sein,
16:42die dabei gestohlen wurden.
16:44Das ist ein Altar.
16:46Schwarz muss Klara vergöttert haben.
16:48Und dass sie anschafft,
16:49wird ihm dann sicher nicht gefallen haben.
16:51Ich halte es für möglich,
16:52dass seine Obsession in Hass umgeschlagen ist.
16:56Tödlichen Hass.
17:05Okay, dann behalten wir das Haus heute Nacht im Auge.
17:07Ah, eine Observierung.
17:09Was für eine romantische Abendgestaltung.
17:11Für meine Frau nur das Beste.
17:12Dann brauchen wir aber noch einen Babysitter für Benni.
17:14Ihr seid so süß.
17:18Danke, Spaß.
17:32Guten Abend, Sie müssen Herr Reuter sein.
17:34Richtig.
17:35Ich bin Charlotte Hildenberg.
17:37Na, Frau Hildenberg, ich freue mich.
17:39Dietmar ist in seinem Arbeitszimmer.
17:40Wollen Sie mir folgen?
17:41Ich wusste gar nicht,
17:42dass man so große Eichen noch umpflanzen kann.
17:44Ach, da stand eigentlich unser Ahorn.
17:46Der ist uns leider eingegangen.
17:48Ah, schade.
17:49Jetzt versuchen wir es mit einer Eiche.
17:51Viel Glück.
17:51Danke.
17:53Das sind alle Studentinnen,
17:55die von Timo Schwarz belästigt wurden, ja?
17:57Zumindest die, die es gemeldet haben.
18:01Na klar, Rheinsfeld ist nicht dabei.
18:04Hat mich auch gewundert.
18:05Aber bitte nehmen Sie doch Platz.
18:08Ich hatte Sie eigentlich so eingeschätzt,
18:09dass sich sowas nicht gefallen lässt.
18:12Ja.
18:13Kann ich davon eine Kopie haben?
18:15Die ist schon für Sie.
18:16Oh, danke.
18:18Herr Hildenberg, jagen Sie?
18:22Ja.
18:23Sie auch?
18:24Nein.
18:25Nein, nein.
18:25Ein Onkel von mir war Jäger.
18:27Ich glaube, er hatte das gleiche Gewehr.
18:29Ja, dann war Ihr Onkel ein sehr kluger Mann.
18:33Die Remington 700, das wäre jetzt mit das Beste, was es gibt.
18:36Aha.
18:47Es gibt Döner mit Cola.
18:49Mh, lecker.
18:50Was anderes konnte ich so schnell nicht auftreiben.
18:52Mhm.
18:52Guten Abend.
18:53Danke.
18:54Weißt du noch, bei unserer ersten Observierung,
18:56da hatten wir nur so ein Stück Kaugummi.
18:58Mhm.
18:59Das haben wir aber gerechtgeteilt.
19:05Oh, das sind ja schöne Arbeiten.
19:09Die sind von meiner Frau.
19:10Ach, wirklich?
19:11Ja.
19:13Sie benutzt als Material alles, was sie belastet.
19:16Was sie sozusagen aus dem System haben will.
19:20Schlechte Bücher, Post aus dem Finanzamt,
19:23mit Fotos von Menschen, die sie nicht mag.
19:27Genial.
19:28Dinge, die man loswerden will, die wären einfach zur Kunst.
19:31Na?
19:32Machst du dich wieder über meine Kunst lustig?
19:34Nein, nein.
19:36Kompliment, Frau Hilgenberg.
19:37Die Arbeiten gefallen mir sehr gut.
19:39Danke.
19:41Atene, die Göttin der Bankseite, ja?
19:43Richtig.
19:46Das ist Poseidon, der Gott des Meeres.
19:50Und das ist Medea, die Zauberin.
19:55Aber eigentlich bin ich gekommen, um Bescheid zu sagen.
19:57Das Essen ist fertig.
19:59Dann will ich dich nicht länger stören.
20:00Ich habe mich gefreut, Sie kennenzulernen.
20:01Vielen Dank, Frau Hilgenberg.
20:02Bleiben Sie doch.
20:03Es gibt Lamm-Karré mit Zitron-Thymian-Kruste.
20:07Mhm.
20:08Machen Sie uns die Freude.
20:09Charlotte ist nicht mehr eine tolle Künstlerin.
20:12Sie ist doch eine tolle Köche.
20:15Ja, dann nehme ich die Einladung gern an.
20:18Es riecht fantastisch.
20:20Na dann.
20:24Zu Tisch.
20:38Hey.
20:40Wach mal auf.
20:44Ist er das?
20:45Grüße könnte hinkommen.
20:46Ich erkenne sein Gesicht nicht.
20:47Finden wir so aus.
21:00Timo Schwan.
21:02Timo Schwan.
21:03Sie bleiben, Polizei!
21:20Herr Schwarz, kommen Sie raus!
21:46Herr Schwarz, kommen Sie raus!
21:50Gut gemacht.
21:52Gut gemacht.
21:52Gutes Team.
22:01Er will mit uns nicht über Klara reden.
22:04Er meint, wir hätten sie nicht gekannt.
22:10Aber der brudelt innerlich total.
22:13Ist voll aggressiv.
22:18Ich guck mal.
22:24Ich guck mal.
22:24Nehmen Sie ihm bitte die Handschellen ab.
22:26Ich guck mal, Herr Schwarz.
22:45Ich guck mal, Herr Schwarz.
22:46Ich guck mal, Herr Schwarz.
22:56Ich guck mal, Herr Schwarz.
23:03Ich guck mal, Herr Schwarz.
23:12Ich guck mal.
23:23Sie haben sie gemocht.
23:24Sie haben mich auch geliebt, wenn sie mit dem dieser Sache aufgehört hätte.
23:28Woher haben Sie gewusst, dass Klara als Prostituierter arbeitete?
23:32Waren Sie selber Kunde bei ihr?
23:35Ich hab sie gefragt.
23:39Und sie hätten nein gesagt.
23:44Oh.
23:45Damit hat sie ihnen sicher sehr wehgetan.
23:48Sind Sie wütend geworden?
23:51Nein.
23:53Damit hatte ich kein Problem.
23:56Das hat sie nur gemacht, weil ihr peinlich war, dass ich sie als Nutte gesehen hab.
24:00Sie haben Klara also weiter beobachtet und sind dann irgendwann in ihre Wohnung eingebrochen?
24:07Das hab ich nur zu ihrem Schutz gemacht.
24:09Wie meinen Sie das?
24:11Ich habe alle Männer fotografiert, mit denen sie zusammen war.
24:15Ich hatte das Böse immer im Blick.
24:18Nur gestern, da hab ich sie verloren.
24:22Dann hab ich sie überall gesucht.
24:24Und als ich dann zu ihrem Haus gekommen bin,
24:28steht da dieser Leichenwagen.
24:33Herr Schwarz, diese Fotos.
24:38Wo sind die jetzt?
24:40Die hab ich immer bei mir. Das ist doch völlig egal.
24:46Ich habe versagt.
24:51Ich hab sie immer bei mir. Was meint denn ihr damit?
25:05Über 200 Fotos.
25:23Der hat alles und jeden fotografiert.
25:26Besser zu viel als gar keinen.
25:29Außerdem können wir durch seine Zustimmung die Fotos jetzt juristisch nutzen.
25:34Kannst du mir mal die neuesten zeigen?
25:35Ja.
25:37Du bist auch dabei.
25:39Ja, hübsch.
25:40Wir haben in seiner Wohnung ein paar Messe sichergestellt und überprüfen gerade,
25:43ob wir DNA oder Blut von Klara finden.
25:45Also wenn das wahr, dann kriegen wir ihn auch.
25:46Und ich mach mich dran, Klaras Freya zu identifizieren.
25:51Kannst du mal ein bisschen zurückklicken?
25:54Weiter, weiter, weiter, weiter.
25:56Stopp.
26:12Danke.
26:14Herr Schwarz, Sie haben immer wieder Klaras Freundin Alice Chroma fotografiert.
26:22Warum?
26:25Sie haben gesagt, Sie hätten Klara schützen wollen.
26:30Und deshalb hatten Sie immer das Böse im Blick.
26:33Ist Alice Chroma auch böse?
26:39Ja, weil sie Klara zu dem gemacht hat, was sie war.
26:44Alice Chroma hat sich also auch prostituiert.
26:51Woher wissen Sie das?
26:54Sie sind bei ihr gewesen, nachdem Klara sie abgewiesen hat, nicht wahr?
27:01Ja.
27:06Glotzen Sie mich nicht so an.
27:08Ich höre Ihnen zu, Herr Schwarz, ich glotze Sie nicht an.
27:10Doch, Sie glotzen mich an.
27:12So vorwurfsvoll.
27:13Herr Schwarz, dabei haben Sie Klara doch auch nicht geholfen.
27:20Das stimmt.
27:24Ihr Schweine!
27:26Die Leute verziehen!
27:29Meine Klara!
27:30Ruhig!
27:31Ruhig!
27:32Ruhig!
27:32Ruhig!
27:33Ruhig!
27:33Ruhig!
27:42Ruhig!
27:43Ruhig!
27:46Er ist krank.
27:47Schwer krank!
27:49Alice Kromme wusste, dass Klara Reinsfeld als Prostituierte gearbeitet hat.
27:54Sie hat das wahrscheinlich nicht gesagt, weil sie es selber macht.
27:57Das war ja peinlich.
28:00Ich frage mich jetzt natürlich, was hat es uns noch verschwiegen?
28:03Ich bin's. Ich will das Geld. Jetzt. Sonst gehe ich heute noch zur Polizei.
28:10Ja, das kenne ich. Bis gleich.
28:57Thomas, ich bin's. Alice Krom ist gerade losgefahren. Ich scheint ziemlich eilig zu haben. Ich bleib dran, ja?
29:03Und ein bisschen Unterstützung wäre überhaupt nicht schlecht.
29:06Okay, ich bin schon auf dem Weg. Sag mir durch, wohin sie fährt. Aber keine Alleingänge, weißt du?
29:10Wir fahren die Hirtenstraße statt auswärts. Ich glaube, die will in Richtung Wald.
29:54Bahnholz, wo der Weg zur Himmelswiese anfängt. Kennst du das?
29:57Okay, ich bin in fünf Minuten da. Aber warte auf mich. Verstanden?
29:59Ja.
30:01Ja.
30:05Ja.
30:16Ja.
30:17Ey, ey.
30:18Oh, oh, oh, oh.
30:49Oh, oh, oh, oh.
31:24Wo bringen Sie Sie hin?
31:26Wir werden Sie in die Horst-Schmidt-Kliniken.
31:28Danke.
31:32Und?
31:33Habt ihr was gefunden?
31:35Nichts.
31:36Wie geht's hier?
31:37Sie hat wohl ziemlich viel Blut verloren.
31:39Du kannst hier doch nicht einfach hinterherlaufen.
31:41Alleine.
31:41Du hättest tot sein können.
31:44Mir ist doch nichts passiert.
31:47Was hat sie denn hier gemacht?
31:49Ich vermute, sie hat die ganze Zeit gewusst, wer Clara umgebracht hat.
31:52Aber anstatt es uns zu sagen, hat sie versucht, Kapital herauszuschlagen.
31:56Das heißt, sie hat den Mörder erpresst?
31:58Sie hat versucht, ihn zu erpressen.
31:59Mit dem Ergebnis, dass auf sie geschossen wurde.
32:02Gut, dann muss es aber Kontakt gegeben haben zwischen ihr und dem Täter.
32:05Ich check mal die Telefondaten.
32:06Ach ja, noch was.
32:08Unsere Spezialisten sagen, dass auf Clara Reinfelds Computer nichts ist.
32:12Es wurde auch nichts gelöscht.
32:13Das heißt, die Kommunikation mit ihren Freiern lief anonym über irgendwelche anderen Computer?
32:17Ja, wahrscheinlich.
32:19Guten Tag, Herr Reuter.
32:42Das heißt, die Kommunikation mit ihren Freiern.
32:51Das war's.
33:22Ja, Reuter. Ich muss doch mal in die Wohnung von Clara Rheinsfeld. Ja, jetzt sofort. Sollen Sie dafür, dass jemand
33:27da ist. Danke.
33:34Guten Abend, Reuter. Danke.
33:51Danke.
34:05Danke.
34:24Herr Reuter, guten Morgen. Was kann ich für Sie tun?
34:27Guten Morgen, Herr Hindenberg. Darf ich? Danke.
34:30Herr Hindenberg, Sie könnten mir erklären, warum Sie alle Klausuren von Clara Rheinsfeld durchgängig mit Bestnoten bewertet haben, obwohl das
34:39nicht eine einzige Arbeit rechtfertigt?
34:41Äh, Entschuldigung. Ich...
34:45Wofür reden Sie? Ich...
34:47Die Klausuren. Ich habe sie alle gelesen.
34:51Sind nicht schlecht, ja, ein paar sind auch ganz gut, aber Sie haben die üblichen Prämissenmängel, logische Fehlschlüsse.
34:57Das ist ja nichts Ungewöhnliches für eine studentische Arbeit. Ungewöhnliches nur, dass Sie nicht einen Fehler bemerkt haben.
35:04Nun, jeder übersieht mal was.
35:08Ja, ja, aber Herr Hindenberg, in der Menge und einer Kapazität wie Sie?
35:21Was unterstellen Sie mir gerade?
35:26Diese guten Noten haben Sie Clara nicht umsonst gegeben.
35:31Und Clara hatte kein Geld, da frage ich mich natürlich. Womit hat sie sie bezahlt?
35:37Verlassen Sie augenblicklich mein Büro.
35:39Ja, klar.
35:41Herr Hindenberg, ich vermute, Sie hatten ein sexuelles Verhältnis mit Clara.
35:45Und als Clara dieses Verhältnis, aus welchen Gründen auch immer, beenden wollte, musste sie sterben.
35:55Bitte.
35:59Herr Hindenberg, ich werde das beweisen.
36:02Verlassen Sie sich drauf.
36:12Okay, die Noten sind vielleicht ein Indiz für eine sexuelle Beziehung, aber wir können das doch nie und nimmer beweisen.
36:17Das weiß ich auch, Thomas.
36:19Vielleicht hat Timo Schwarz bei seinen Verfolgungen auch was beobachtet zwischen Hilgenberg und Clara.
36:24Ja, vielleicht.
36:25Aber er wird in letzter Zeit nicht aussagen können.
36:27Nach dem Zwischenfall hier ist er in die Psychiatrie gekommen und da ist er ruhig gestellt worden.
36:33Was ist das denn eigentlich?
36:35Das ist das Projektil, mit dem auf Alice Kromme geschossen wurde.
36:38Leider keine Fingerabdrücke.
36:40Es stammt aus einem Gewehr, Typ Remington.
37:09Es stammt aus einem Gewehr, Typ Remington.
37:13Welche Überraschung?
37:15Kümmert sich der Oberstaatsanwalt neulich persönlich um Einbrüche?
37:19Was ist denn passiert?
37:21Ein Einbruch.
37:22Offenbar ist nur ein Gegenstand gestohlen worden.
37:25Mein Jagdgewehr.
37:26Sie haben es neulich noch gesehen.
37:28Ah, Sie haben also geahnt, dass wir es beschlacken haben wollen.
37:32Ich habe keine Ahnung, wovon Sie reden, Herr Reuter.
37:35Komm, der kann es doch überall versteckt haben.
37:37Können wir uns kurz umsehen?
37:39Kommen Sie.
37:41Warte mal.
37:44Herr Hildenberg!
37:48Die kleine Eiche haben Sie wirklich wunderbar eingepflanzt.
37:52Toll!
37:54Ich lasse den Ruf an KTO-Team.
37:55Die sollen genau hier graben.
37:57Okay.
37:58Sie haben noch nichts dagegen, oder?
38:14Herr Reuter, was haben Sie eigentlich gegen Dietmar, dass Sie uns so verfolgen?
38:18Ich verfolge Ihren Mann nicht, Frau Hildenberg.
38:21Ich ermittle gegen ihn.
38:21Schau mal.
38:22Wir, hier, neben dem Fuß.
38:24Und wenn Sie die Wahrheit über ihn erfahren, werden Sie mich verstehen.
38:28Ich kenne die Wahrheit.
38:32Herr Reuter?
38:34Schauen Sie mal.
38:38Herr Hildenberg?
38:39Herr Reuter, Sie sind vorläufig festgenommen.
38:49Danke.
39:00Auf dem Kleid des Opfers wurden Spermaspuren gefunden.
39:08Die DNA-Analyse hat ergeben, dass die Spuren vom Angeklagten stammen.
39:13Herr Dr. Hildenberg hat zu seiner Studentin Klara Reinsfeld ein sexuelles Verhältnis unterhalten.
39:21Sex gegen gute Noten.
39:25Klara Reinsfeld wollte dieses Verhältnis beenden.
39:28Für den Ruf des Angeklagten hätte das Bekanntwerden der sexuellen Nötigung fatale Folgen gehabt.
39:34Darum hat er sich entschieden, Klara Reinsfeld zu töten.
39:40Womit der Angeklagte aber nicht rechnen konnte, war, dass Klara Reinsfeld mit ihrer Freundin Alice Kromme über die sexuelle Nötigung
39:48gesprochen hatte.
39:50Nach dem Mord war es für Alice Kromme also ein leichtes, sich zusammenzureimen, wer der Mörder ist.
39:56Diese Auflistung aller von Alice Krommes Handy geführten Telefonate beweist,
40:02dass Alice Kromme in den Tagen nach dem Mord dreimal mit Herrn Dr. Hildenberg telefoniert hat.
40:08Vermutlich wollte sie ihn erpressen.
40:11Jedenfalls sah sich Herr Dr. Hildenberg gezwungen, einen weiteren Menschen aus dem Weg zu räumen.
40:17Die Verletzungen von Alice Kromme sind so schwer, dass ihre Ärzte sie nach wie vor in einem künstlichen Koma halten
40:23müssen.
40:24Verursacht wurden diese Verletzungen von einer Kugel, die aus diesem Gewehr abgefeuert wurde.
40:31Ein Jagdgewehr der Marke Remington, registriert auf den Angeklagten Dr. Dietmar Hildenberg.
40:39Der Angeklagte hat versucht, dieses Gewehr verschwinden zu lassen.
40:42Er hat in seinem Haus einen Einbruch vorgetäuscht und das Gewehr im Garten vergraben.
40:48Aufgrund der hier vorgelegten Beweise beantragt die Staatsanwaltschaft die Verurteilung des Angeklagten
40:53wegen Mordes aus niederen Beweggründen gemäß §211 StGB
40:56sowie wegen Versuchtenmordes an Alice Kromme gemäß §23 Absatz 1 StGB zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe.
41:04Zu Protokoll genommen.
41:06Herr Dr. Hildenberg, möchten Sie sich immer noch selbst verteidigen?
41:11Ja, das, das möchte ich. Und ich möchte ein Geständnis ablegen.
41:25Es stimmt. Ich hatte eine sexuelle Beziehung zu Clara Rheinzelt.
41:32Diese Frau hat mich verführt und ich war nicht stark genug, dem zu widerstehen.
41:38Dafür möchte ich um Verzeihung bitten, vor allem meine liebe Frau.
41:45Aber ich habe Clara niemals dazu gezwungen oder ihrem Gegenzug gute Noten versprochen.
41:53Die Anschuldigungen des Staatsanwaltes, die dienen bloß einem einzigen Zweck.
41:57Herr Reuter will mich als Sündenbock benutzen.
42:00Was wollen Sie damit andeuten?
42:02Dass der Oberstaatsanwalt selbst eine sexuelle Beziehung zu Clara Rheinzelt hatte.
42:06Was er mir vorwirft, das hat in Wahrheit alles er getan.
42:10Bernd Reuter hat Clara Rheinzelt für sexuelle Handlungen ein Referendariat in der Staatsanwaltschaft besorgt.
42:16Und als sie sich von ihm trennen wollte, hat er sie umgebracht.
42:22Das ist wirklich infam.
42:25Also, dass Sie so weit unter die Gürtellinie gehen, Herr Hildenberg, das hätte ich nicht mal Ihnen zugetraut.
42:31Aber ich habe Beweise und Zeugen.
42:35Wenn Sie gestatten, Frau Rechterin, dann würde ich die gerne aufrufen.
42:38Bitte.
42:39Als erstes bitte, Herrn Joachim Schneider.
42:44Und wer soll das sein?
42:48Das ist mein Nachbar, Frau Vorsitzende.
42:53Mein Sohn und sein Freund spielen gerne Geheimagenten in der Nachbarschaft.
42:58Dabei haben sie auch meine Videokamera benutzt.
43:01Und bei diesem Spiel, da hat Ihr Sohn Herrn Reuter und diese Frau gefilmt.
43:08Ja.
43:29Tja, so sieht das also aus, wenn junge Frauen sich beim Herrn Staatsanwalt betanken müssen.
43:34Und jetzt würde ich gern Hauptkommissar Thomas Reuter als Zeugen aufrufen.
43:39Der Oberstaatsanwalt hat gesehen, wie Frau Kromme von zu Hause aufgebrochen ist.
43:44Er ist ihr gefolgt und hat mir dann über das Telefon mitgeteilt, wohin die Fahrt geht.
43:48Aha, man kann also sagen, er hat sie dorthin dirigiert.
43:51Ja, kann man.
43:53Das heißt, Oberstaatsanwalt Reuter war zuerst am Tatort.
43:56Und zwar vollkommen allein mit dem Opfer.
43:59Naja, allein war er nicht. Da war er noch der Schütze.
44:01Der Schütze? Sie meinen also noch eine dritte Person?
44:04Nein, ich meine Sie.
44:06Sie meinen mich? Haben Sie mich gesehen?
44:08Naja, ich...
44:09Haben Sie mich gesehen?
44:10Nein, ich habe Sie nicht gesehen.
44:11Woher wissen Sie dann, dass da überhaupt noch jemand war? Außer von Ihrem Vater.
44:15Weil ich den Schuss gehört habe. Und ich habe gesehen, wie Frau Kromme verletzt am Boden lag.
44:18Und der Oberstaatsanwalt hat mir dann gesagt, dass der Schütze geflohen ist. Und in welche Richtung?
44:22Also mit anderen Worten, Sie haben gar nichts gesehen.
44:24Herr Hildenberg, wir haben Ihr Gewehr, die Tatwaffe bei Ihnen im Garten gefunden.
44:27Vielen Dank, Herr Reuter. Im Moment habe ich keine weiteren Fragen mehr.
44:30Aber kommen wir zur Tatwaffe meinem Jagdgewehr.
44:33Sie wollen auch jetzt nicht hoffentlich behaupten, dass ich der Einbricher bin, oder?
44:37Ich habe hier das Aufnahmeprotokoll der Polizei.
44:40Hier steht, dass die Terrassentür von Ihnen entriegelt war.
44:43Sie waren bei mir zu Besuch, Herr Reuter.
44:45Sie wussten, wo die Waffe ist.
44:47Sie konnten problemlos die Terrassentür von Ihnen entriegeln und später wiederkommen und sich die Waffe holen.
44:53Auf dem Gewehr waren laut daktyloskopischen Gutachten nicht bloß meine Fingerabdrücke, sondern auch die von Oberstaatsanwalt Reuter.
45:01Ja, natürlich.
45:02Ich war bei Herrn Hildenberg zu Besuch und im Verlauf dieses Besuches hat mir Herr Hildenberg sein Jagdgewehr gezeigt und
45:09ich habe es auch angefasst.
45:10Was? Finden Sie die Ausrede nicht selber ein bisschen dünn?
45:14Ich denke, es ist klar geworden, wer hier der wahre Mörder ist.
45:18So, jetzt ist langsam gut.
45:20Der Angeklagte inszeniert hier ein wildes, absurdes Schmierentheater.
45:24Herr Oberstaatsanwalt.
45:25Sobald Alice Komme vernehmungsfähig ist, wird sie auch sagen, wer auf Sie geschossen hat.
45:29Der Angeklagte.
45:31Ich bitte Sie, wieder Platz zu nehmen.
45:34Frau Vorsitzende, ich schätze Sie sehr, als intelligente, hochkompetente Juristin.
45:39Aber so langsam frage ich mich wirklich...
45:40Herr Oberstaatsanwalt.
45:42Sie riskieren eine Dienstaufsichtsbeschwerde.
45:45Bitte nehmen Sie Platz.
45:54In Anbetracht der neuesten Erkenntnisse unterbreche ich die Verhandlung.
46:04Herr Reuter?
46:05Stellen Sie bitte durch.
46:11Reuter?
46:16Danke.
46:18Oh nein.
46:20Was ist?
46:24Alice Komme ist gestorben.
46:30Verdammte Füße!
46:32Okay, wie viel Zeit haben wir, bis der Richter über ein Ermittlungsverfahren gegen dich entscheidet?
46:3624 Stunden höchstens.
46:38Dann brauchen wir den ultimativen Beweis gegen Hilgenberg. Und das schnell.
46:41Gut, ultimative Beweis. Das wäre natürlich die Tatwaffe.
46:44Das Messer, mit dem Clara Rheinsfelder stochen wurde. Aber wir haben ja alles durchsucht.
46:48Über die Wahl der Waffe bin ich sowieso verblüfft. Jetzt tue ich ihn live erlebt habe.
46:53Was meinst du damit?
46:54Dass er für den Mord an Clara ein Messer ausgesucht hat.
46:58Und dann wie im Rausch auf seinen Opfer einsticht.
47:01Der direkte Kontakt dabei. Das passt einfach nicht zu so einem Kopfmenschen.
47:05Kirsten, wir brauchen keine Theorie. Wir brauchen jetzt einen Beweis.
47:12Das ist, wen Clara Rheinsfelder einen hatte.
47:15An dem Tag, als sie bei mir war, hat sie erwähnt, dass sie noch etwas holen wolle.
47:18Ich habe da keine große Bedeutung beigemessen. Das war wahrscheinlich ein Fehler.
47:22Wenn sie damit Hilgenberg gemeint hat, dann klingt das so, als hätte sie was gegen ihn in der Hand gehabt.
47:25Ja, aber was soll das sein? Wir haben ihre ganze Wohnung auf den Kopf gestellt.
47:30Vielleicht können uns ihre Mutter weiterhelfen.
47:37Nach dem Auftritt von Hilgenberg bei Gericht würde ich gut verstehen, wenn sie Zweifel hätten an dem, was ich ihnen
47:42gesagt habe.
47:43Keine Sekunde habe ich die Lügen geglaubt, die dieser Mann über sie verbreitet hat.
47:48Gut.
47:51Wie kann ich Ihnen helfen?
47:53Frau Rheinsfeld, mir geht immer wieder im Kopf rum, dass Clara, als sie bei mir war, gesagt hat, sie wolle
47:59etwas holen.
48:01Was kann das gewesen sein?
48:04Hat sie Ihnen irgendetwas gesagt? Hat sie etwas deponiert bei Ihnen? Wollte sie Ihnen etwas schicken?
48:09Nein.
48:10Tut mir leid.
48:12Wissen Sie, ich habe den Eindruck, dass Clara sich absolut sicher war, mit diesem Gegenstand etwas beweisen zu können.
48:24Mir fällt nichts ein.
48:28Schade.
48:29Aber es hätte zu Clara gepasst.
48:32Die hat sie nicht ausnützen lassen.
48:35Wenn jemand so etwas mit ihr gemacht hat, dann hat sie sich gewehrt.
48:40Das war schon damals bei Ihrem USA-Aufenthalt so.
48:43Dankeschön.
48:45Was war denn in den USA?
48:48Clara hat als Au-Pair in einer Familie gearbeitet.
48:52War ihre einzige Chance, nach Amerika zu kommen.
48:55Aber diese Leute waren furchtbar.
48:58Danke, dass Sie gekommen sind.
49:00Gerne.
49:00Was war mit den Leuten?
49:04Der Mann hat sie in ihrem Zimmer beim Umziehen gefilmt.
49:08Nein.
49:09Als so einer Nannycam.
49:11Was ist das?
49:12Das sind so kleine Kameras, mit denen manche Leute ihre Babysitte überwachen.
49:16Oh Gott.
49:18Clara hat die Kamera zufällig entdeckt.
49:21Und sie ist sofort zur Polizei gebracht.
49:23Ja, das hat sie richtig gemacht.
49:30Wissen Sie, wo die Kamera versteckt war?
49:32Nein.
49:34In einem Teddy.
49:49Wissen Sie, wo die Kamera zufällig ist.
49:54Wissen Sie, wo die Kamera zufällig ist.
49:56Wissen Sie, wo die Kamera zufällig ist.
50:24Hier hinter dem linken Auge ist eine kleine Kamera installiert.
50:42Das letzte Mal.
50:44Schluss ist, wenn ich keine Lust mehr auf dich habe.
50:46Hast du verstanden?
50:48Ich kann das einfach nicht mehr.
50:50Ich habe keinen Bock mehr auf Sie.
50:53Machst du mit deinem Freund noch ganz andere Sachen?
50:54Ja, aber damit ist jetzt Schluss.
50:55Und vor allem mit ihm.
50:58Wissen Sie was?
51:00Ich habe Ihrer Frau einen Brief geschrieben.
51:03Und ich werde Herrn Reuter um Hilfe bitten.
51:05Wieso?
51:05Wissen Sie, dass du mit dem Freund sorgst?
51:07Du bist dafür, dass es dein Studium niemals schaffst.
51:08Hast du das verstanden?
51:11Das wirst du bereuen.
51:17Wasch.
51:24Möchte der Angeklagte irgendetwas dazu sagen?
51:29Herr Dr. Hilgenberg?
51:57Herr Dr. Hilgenberg, ein bisschen lauter.
52:00Bitte.
52:05Hiermit gestehe ich, dass ich Clara Rheinsfeld erstochen habe.
52:10Außerdem habe ich auf Alice Krumme geschossen, nachdem sie versucht hat, mich zu erpressen.
52:14Ansonsten mache ich ab jetzt von meinem Schweigerecht Gebrauch.
52:19Wie Sie wollen.
52:21Bis zur morgigen Urteilsverkündung überstelle ich Sie wieder in Untersuchungshaft.
52:33Die Verhandlung ist unterbrochen.
52:42Hey, was gibt's so tripsinnig?
52:44Du hast doch gewonnen.
52:45Heute Abend feiern wir deine Rehabilitierung, aber du zahlst.
52:48Ja.
52:52Ich frage mich, warum ist er so schnell eingeknickt?
52:56Ein gewiefter Strafverteidiger wie er, der hätte kämpfen müssen.
53:01Das Video, das beweist doch nur, er hatte Sex mit Clara Rheinsfeld.
53:05Es beweist nicht, dass er sie umgebracht hat.
53:07Der Brief an seine Frau, davon wussten wir auch nicht.
53:11Und mir geht immer noch im Kopf rum, dass du gesagt hast, ein Messer und Hilgenberg, das passt nicht zusammen.
53:17Das stimmt ja auch.
53:19Im Fall von Clara Rheinsfeld geht er derart blutig vor, im Fall von Alice Krumme greift er ganz kühl zum
53:24Gewehr.
53:24Warum?
53:30Was für Gefühle verbindest du mit Erstechen?
53:34Hass, Rache, Eifersucht.
53:46Guten Tag, Frau Hilgenberg.
53:48Was wollen Sie denn noch?
53:49Wir würden uns gerne nochmal bei Ihnen umsehen.
53:53Darf ich?
54:03Frau Hilgenberg.
54:07Auf dem Video erwähnt Clara einen Brief, den sie an Sie geschrieben hat.
54:13Ich habe nie so einen Brief erhalten.
54:15Außerdem hat mein Mann die beiden Morde gestanden.
54:18Schon vergessen?
54:19Nein, nein, das habe ich nicht vergessen.
54:22Ich glaube nur, dass Ihr Mann das Geständnis für Sie abgelegt hat.
54:27Aus Schuldgefühl.
54:40Sie haben keinerlei Beweise.
54:44Das stimmt.
54:47Der einzige Beweis, mit dem man Sie überführen könnte, wäre das Tatwerkzeug, das Messer, mit dem Sie es getan haben.
54:52Aber wo ist es?
54:55Normalerweise wäre ich fest davon überzeugt, dass Sie dieses Messer genau wie den Brief schon längsam verschwinden lassen.
55:02Aber dann ist mir Ihr interessantes Konzept eingefallen.
55:06Dinge, die Sie stören, die Sie loswerden wollen, die Sie belasten, zur Kunst zu verarbeiten.
55:13Und dann habe ich mich an den Namen dieser Skulptur erinnert.
55:20Medea.
55:22Die Zauberin, wie Sie sagen.
55:26Aber in der Mythologie steht Medea noch für etwas anderes.
55:30Für die Rächerin.
55:32Für die betrogene Ehefrau.
55:35Nicht anfassen.
55:49Der Brief.
55:51Unterschrieben mit Clara Rheinsfeld.
55:55Die kleine Mutter hat es verdient.
56:01Frau Algenberg.
56:04Sie haben den gleichen widerlichen Hochmut wie Ihr Mann.
56:09Genau dieser Hochmut hat Sie überführt.
56:42So, und jetzt?
56:48Ja, Ihr habt doch irgendwas von einer Feier gehört.
56:52Stimmt, das habe ich vergessen.
56:53Aber du hast den Zusatz vergessen.
56:55Was?
56:56Du zahlst.
56:59Ach, das hat er euch noch wieder einiges.
57:02Teamwork!
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