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00:26Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:30Ich kotz gerade total an, dass diese ganzen Fake-Videos in meinem Gesicht kursieren und die Charité auch noch mit
00:35reingerissen wird.
00:36Und dann heißt es dann plötzlich, Charité und Valkozi machen irgendeine Werbung für komische Medikamente.
00:41Machen sie natürlich nicht, aber die Fake-Betrüger behaupten so etwas.
00:45Wie funktioniert das und wie kann man sich davor schützen?
00:48Mehr dazu gleich hier in der Sendung.
00:52Die Gärten der Welt in Berlin-Marzahn stehen in voller Blüte.
00:55So schön kann Frühling sein und genau das wurde am vergangenen Wochenende auch gefeiert beim Kirschbütenfest mit tausenden Besuchern in
01:02Marzahn.
01:03Doch dann, dann kam die Nacht zu Dienstag und mit ihr die Gewalt.
01:10Vorbereitung ist alles für die Männer, die am Dienstag mitten in der Nacht zu ihrem Beutezug starten.
01:17Klar ist für sie auch, wenn nötig setzen sie Gewalt ein.
01:21Ihr Weg führt sie durch Berlin bis nach Marzahn.
01:25Wahrscheinlich beobachten sie ihr Ziel länger, warten auf einen günstigen Moment, um ungestört zuschlagen zu können.
01:31Die Polizei Berlin ermittelt in dem Fall und erklärt dazu.
01:35Meine Kolleginnen und Kollegen der Direktion 3 sind in die Eisenacher Straße gerufen worden zu den Gärten der Welt.
01:42Dort soll nach bisherigem Kenntnisstand in einem Bürogebäude ein schwerer Raub stattgefunden haben.
01:48Vier maskierte Personen haben sich Zugang zu den Räumlichkeiten verschafft.
01:52Vier Männer brechen also in das Gebäude ein, in dem ein Tresor steht, mit sehr viel Bargeld.
01:59Sie treffen auf zwei Sicherheitsmitarbeiter, mit denen die Täter aber offenbar gerechnet haben. Und bedrohen sie.
02:06Mit einer Pistole und einem mitgebrachten Brecheisen unter anderem.
02:11Mit gezogener Waffe werden die Mitarbeiter wohl in Schach gehalten, werden aufgefordert, den Anweisungen auch garantiert zu folgen.
02:18Die Täter wissen offensichtlich von dem Tresor. Denn genau da wollen sie hin. Und?
02:25Sie sollen Geld gefordert haben. Die Mitarbeitenden sind dann der Forderung nachgekommen.
02:29Die vier verschwinden innerhalb von wenigen Minuten mit ihrer Beute.
02:34Verschwinden, so wie sie gekommen sind, mit einem Auto.
02:38Seitdem wird nach ihnen gefahndet.
02:42Sie tauchen im Osten Bediens auf, im Stadtteil Marzahn.
02:46Am 14. April, am Dienstag.
02:49Ihr Ziel ist die Parkanlage Gärten der Welt.
02:52Das Verwaltungsgebäude, das an der Eisenacher Straße liegt.
02:56Hier kommen sie an das Bargeld und verschwinden mit ihrer Beute offenbar in Richtung helle Mitte, die Eisenacher Straße entlang.
03:03Hat sie jemand auf ihrer Flucht vor 1.30 Uhr am Dienstag beobachtet?
03:10Die Parkanlage, die heute Gärten der Welt heißt, gibt es seit fast 40 Jahren.
03:15Sie ist 1987 eröffnet worden. Zu DDR-Zeiten als Gelände für eine Gartenschau.
03:22Von Anfang an war sie ein beliebter Ausflugsort für Berliner und Touristen. Bis heute ist das so.
03:31Berühmt ist die Anlage inzwischen unter anderem für das jährlich stattfindende Kirschblütenfest, das auf eine japanische Tradition zurückgeht.
03:40So wie am vergangenen Wochenende, wo Tausende in die Gärten der Welt kamen.
03:45Tausende von Euro wurden dabei auch eingenommen.
03:49Und genau auf diese Einnahmen hatten es die Täter offensichtlich abgesehen.
03:54Wie viel Geld mit den Männern verschwindet, dazu erklärt die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen bisher nur...
04:02Zur Höhe der Beute kann ich tatsächlich nichts sagen, mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen.
04:07Wer sind die Männer, die offenbar ganz gezielt die Gärten der Welt ansteuern, mitten in der Nacht zum Dienstag?
04:16Und einbrechen, um an die Einnahmen einer beliebten Veranstaltung zu kommen.
04:21Weiß jemand etwas zum Raubüberfall und hat sich noch nicht bei der Polizei gemeldet?
04:26Bisher gibt es für alle vier diese Täterbeschreibung.
04:31Sie waren alle dunkel angezogen und hatten eine Maske oder eine Sturmhaube mit Seeschlitz auf dem Kopf.
04:38Sie werden als schlank beschrieben und sollen zwischen 1,70 Meter und 1,80 Meter groß sein.
04:44Ihre Mithilfe ist gefragt.
04:46Wir sind natürlich der Bevölkerung sehr dankbar, wenn sie Hinweise geben können zum Tatablauf,
04:51wenn jemand verdächtige Beobachtungen gemacht hat im Bereich der Gärten der Welt in der Eisenacher Straße.
04:57Gut möglich, dass hier in der Eisenacher Straße Tage vor dem Raubüberfall jemandem etwas aufgefallen ist.
05:03Am Tatort, am Eingang zum Verwaltungsgebäude.
05:08Zum Beispiel Personen, die sich länger dort aufgehalten haben, um den Ort und Abläufe zu beobachten.
05:16Für Hinweise zum Überfall auf die Gärten der Welt nutzen Sie bitte die Internetwache der Berliner Polizei.
05:29Abgefackelte Autos vor Haftanstalten in Berlin und in Brandenburg.
05:33Wir haben mehrfach hier in der Sendung über diese ungewöhnliche Brandserie berichtet.
05:37Die Autos gehörten fast immer Gefängnismitarbeitern.
05:40Da lag die Vermutung nahe, dass diese Anstiege etwas mit ihrem Beruf zu tun haben.
05:44Die Spur der Täter führte ins Clan-Milieu.
05:47Jetzt ging in Berlin der Prozess gegen sie zu Ende.
05:51Hinter Sicherheitsglas stehen sie, die vier Angeklagten.
05:55Und sie tun alles dafür, dass sie niemand hinter ihrer silberfarbenen Sichtblende erkennen kann.
06:03Für die vier Berliner ging es in dem tagelangen Prozess um einen schweren Vorwurf, so das Gericht.
06:08Den Angeklagten wird vorgeworfen, für mehrere Brandstiftungen vor und in der Nähe von verschiedenen Justizvollzugsanstalten verantwortlich zu sein.
06:19Hier sind die Folgen dieser Brandstiftungen zu sehen.
06:22Bilder aus dem Jahr 2024 halten fest.
06:26Immer wieder muss damals die Feuerwehr vor Justizvollzugsanstalten anrücken.
06:30Denn immer wieder müssen Autos von JVA-Mitarbeitern gelöscht werden.
06:35Ermittlungen ergeben schnell, die Privatautos wurden angezündet.
06:40Und es geht damals um eine regelrechte Brandserie.
06:45Denn in Berlin wurden vor zwei Jahren Autos vor der JVA in Berlin-Moabit angezündet.
06:50Vor dem Gefängnis in Plötzensee.
06:52Genauso wie in Tegel und vor der Einrichtung in Hakenfelde.
06:57Brandstiftungen gab es auch vor der JVA-Heiderin.
07:00Der Verdacht der Ermittler damals, damit soll Druck ausgeübt werden.
07:06Auf der Suche nach Tätern wurden 2024 unter anderem diese Überwachungsvideos gesichert,
07:13die aus rechtlichen Gründen jetzt unkenntlich gemacht werden müssen.
07:17Zu dem Mann mal mit und mal ohne E-Roller wurde auch bei uns in der Sendung um Hinweise gebeten.
07:24Genauso wie zu diesem BMW, der auch kurz vor einer Brandstiftung fotografiert wurde.
07:30Es gab Hinweise. Und im Dezember 2024 dann Verhaftungen.
07:35Mehrere Männer wurden mit den Brandstiftungen in Verbindung gebracht.
07:39Entscheidend für den Prozess hier vor dem Berliner Landgericht sind vor allem technische Beweise.
07:45Durch die Auswertung von Funkzellen und Mobilfunkdaten ist die Staatsanwaltschaft hier zu dem Ergebnis gekommen,
07:54dass die Angeklagten für diese Taten verantwortlich sind.
07:58Vor Gericht stehen deshalb diese vier Berliner, die zwischen 23 und 28 Jahren alt sind.
08:05Sie alle gehören zum Kreis einer polizeibekannten Großfamilie im Clanmilieu.
08:10Zwei davon sind Brüder.
08:11Einer der Brüder ist laut Anklage der Auslöser für die Brandstiftungen.
08:16Es ist der 28-Jährige.
08:19Er befand sich 2024 hier bereits im Gefängnis, in der JVA Heidering.
08:26Von hier aus soll der Mann trotz seiner Haftstrafe wegen Drogenhandels
08:30Aufträge nach draußen erteilt haben, an Familienmitglieder und Freunde.
08:34Um Autos von JVA-Mitarbeitern anzuzünden.
08:37Zum Auslöser der Brandserie gibt es auch eine Erklärung.
08:43Einer der Angeklagten hat gestanden, dass er nach der Beschlagnahme eines Henrys
08:49durch einen Justizvollzugsbeamten einen seiner Mitangeklagten dazu angestiftet hat,
08:55das Fahrzeug dieses Vollzugsbeamten in Brand zu setzen.
08:59Nach dieser Brandstiftung im März 2024 wurden bis zum Sommer 2024 über 20 Fahrzeuge angezündet.
09:09Offenbar, um sich für Maßnahmen im Strafvollzug zu rechnen und wohl mit einkalkulierter Wirkung.
09:16Denn die Bilder der ausgebrannten privaten Autos sollten vermutlich Druck machen und abschrecken.
09:22Die Opfer, aber auch andere JVA-Mitarbeiter.
09:26Im Prozess ging es auch um die Opfer und die enormen Kosten für die Schäden.
09:31Um wenigstens einen Bruchteil auszugleichen, wurde vor Gericht ein sogenannter Deal ins Spiel gebracht.
09:37Das heißt, der Hauptangeklagte, der aus der JVA Heidering heraus die übrigen Angeklagten angestiftet haben soll,
09:46gegen ein Geständnis und die Zahlung von 50.000 Euro Wiedergutmachung,
09:51könnte es dazu kommen, dass er dann zwischen drei Jahren und drei Jahren und sechs Monaten Freiheitsstrafe bekommt.
09:58Und wir nennen das als Juristen Verständigung allgemein, umgangssprachlich wird häufig auch von einem Deal gesprochen.
10:07Ein Deal-Angebot, dem der 28-jährige Hauptangeklagte im Gericht mit einem Geständnis folgt.
10:14Er wird deshalb zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt.
10:19Sein Bruder zu zwei Jahren und sechs Monaten.
10:22Der Bekannte, der mehrmals Feuer gelegt hat, muss laut Urteil für sechs Jahre und drei Monate in Haft.
10:29Und der vierte Mann, der offenbar zumindest viel wusste, muss sich noch in einem anderen Verfahren verantworten.
10:35Erst dann wird über ein Strafmaß entschieden.
10:38Das heißt, die Männer könnten wohl in nächster Zeit wieder mit Haftanstalten und ihren Mitarbeitern zu tun haben.
10:47Ja, noch ist das Urteil nicht rechtskräftig, denn obwohl es einen Deal gab oder eine Verständigung,
10:52haben die Verteidiger des Hauptangeklagten und des Bruders Revisionen eingelegt.
10:56Jetzt wird sich der Bundesgerichtshof mit diesem Fall beschäftigen.
11:03In der Fahndung Kompakt heute sucht die Polizei Brandenburg nach einem Krankenhaustieb.
11:07Ein Mann, der aus einem Patientenzimmer eine Geldkarte gestohlen hat und damit kräftig eingekauft hat.
11:12Dabei entstanden auch Fahndungsbilder, die schauen wir uns gleich an.
11:16Doch zunächst ein Blick auf die Tatorte.
11:21Die liegen nordwestlich von Berlin in Hennigsdorf.
11:24Dort tauchte der Täter im vergangenen Jahr hier am Stadtrand im Krankenhaus auf, und zwar am 17. Oktober.
11:30Das war ein Freitag.
11:31Er betrat offenbar ein Patientenzimmer und griff dann zu.
11:36Danach ging es weiter zu einem Einkaufsmarkt ganz in der Nähe, zu Fuß etwa eine Viertelstunde.
11:41Und hier kauft er dann mit der gestohlenen Karte ein.
11:46Das ist der Verdächtige im Kassenbereich des Marktes.
11:50Hier verstaut er die Einkäufe in einem schwarzen Rucksack.
11:54Wem kommt dieser Mann bekannt vor?
11:56Er war dunkel angezogen, markant vielleicht der hell abgesetzte Innenkragen seiner Jacke.
12:02Auffällig aber ist vor allem seine Frisur.
12:05Auf dem Oberkopf kurzes, dunkles Haar und die Seiten dann nahezu glatt rasiert.
12:11Wer hat diesen Mann schon einmal gesehen?
12:13Wo könnte er sich derzeit aufhalten?
12:16Die Bilder entstanden im Herbst des vergangenen Jahres.
12:20Ihre Hinweise dazu.
12:21Bitte an die Polizeiinspektion Oberhavel unter Vorwahl Oranienburg, 03301 und an die 8510 oder an jede andere Polizeidienststelle.
12:35Im Bereich von Pflege und Gesundheit soll kräftig gespart werden, muss gespart werden, weil die Kosten explodieren.
12:41Wir finden ja, ein Bereich wird dabei oft vergessen.
12:44Und zwar all die Milliarden, die durch Betrug den Kassen und damit uns Beitragszahlern aus der Tasche gezogen werden.
12:50Insofern hat unser kurioser Fall heute auch eine durchaus ernste Komponente.
12:54Phantompflege oder abgerechnet wird zum Schluss.
13:00Sie sind von der flinken Truppe.
13:03Die fünf vom Pflegedienst.
13:05Jeden Tag schwärmen sie aus und bringen Sonne in so manches Seniorenherz.
13:10Doch kaum einer der Besuchten ahnt, dass die fünf eigentlich einen Arbeitsmarathon zurücklegen.
13:17Erst heißt es pflegen, quasi nach Stoppuhr.
13:19Und dann kommt noch der Bürokratieberg, der bei all den Verordnungen eher größer wird statt kleiner.
13:26Das kann den Fünfen schon mal den Spaß verderben.
13:29Damit er nicht ganz abhanden kommt, einigen sie sich eines schönen Tages auf eine Art Happiness-Kur.
13:38Mehr Geld ohne mehr zu tun.
13:41Sobald die fünf jetzt ausschwärmen, ist bei ihren Pflegetouren von nun ab immer auch die Phantomleistung dabei.
13:49Wer kann schon genau sagen, wann, wie oft oder wie lange sie bei dem einen oder anderen genau waren.
13:56Genau, sagen sich die fünf und rechnen ein Phantom nach dem anderen bei den Kassen ab.
14:02So ist das im ersten Jahr, im zweiten, im dritten und auch im vierten Jahr.
14:08Läuft es prächtig.
14:10Das finanzielle Polster der fünf wird quasi dicker und dicker.
14:14Bis zu jenem Tag, als dann doch mal jemand genauer hinschaut und die fünf wegen Betrugs anzeigt.
14:20Vor Gericht geben sie sich reumütig, räumen alles ein und legen dem Richter eine Rückzahlungsküttung vor.
14:27430.000 Euro steht da drauf.
14:29Wir haben das Phantom-Geld in echt schon zurückgegeben, erklären die fünf.
14:34Ist ja schön, erklärt der Richter.
14:36Ein Urteil gibt es trotzdem.
14:43Das heißt Bewährungsstrafen für alle.
14:45Es muss also niemand ins Gefängnis.
14:47Dennoch gab es eine Differenzierung.
14:49Unter den fünf Mitarbeitern waren vier Führungskräfte.
14:52Für sie gab es je zwei Jahre Haft auf Bewährung wegen Abrechnungsbetrugs.
14:55Die fünfte Angeklagte wurde wegen Beihilfe zu neun Monaten verurteilt.
15:02Jeden Tag werden in Deutschland eine Vielzahl von Smartphones gestuhlen.
15:06Oft ein Riesenverlust, auch weil viele ihr Leben mittlerweile übers Handy organisieren.
15:11Im nächsten Beitrag fahnden wir da Smartphone-Dieben, die direkt an der Quelle zugeschlagen haben, im Handygeschäft.
15:16Die Angestellten dort waren ohne Chance und die Täter zunächst sehr entspannt.
15:23Denn sie haben keine Angst, ihre Gesichter zu zeigen.
15:27Die drei Männer in den Kapuzen-Shirts, die offensichtlich zusammenarbeiten.
15:32Das Foto hält fest, wie der Tatort gecheckt wird.
15:36Und zwar hier, in Brandenburg an der Havel, in diesem Einkaufszentrum.
15:42Hier tauchen die drei an einem Montagnachmittag auf.
15:45Und haben ein Ziel, so die Polizei Brandenburg.
15:50Die drei auf den Fotos haben im Dezember 2023 ein Mobilfunkgeschäft beobachtet und dann auch betreten,
15:57das sich in der Brandenburger Innenstadt befindet.
16:00Sie werden mit einem schweren Diebstahl in Verbindung gebracht.
16:04Besonders interessant für das Trio sind dabei die neuesten Smartphones.
16:09Sie wissen, dass die Geräte am Tresen gesichert sind.
16:12Die drei wirken auf die Mitarbeiter im Shop aber zunächst erstmal wie ganz normale Kunden.
16:18Bis es plötzlich ganz schnell geht.
16:21Die Männer reißen die Handys von den Sicherungen und flüchten innerhalb von Sekunden aus dem Einkaufszentrum.
16:27Mit ihrer Beute. Smartphones im Wert von rund 5000 Euro.
16:31Die Polizei erklärt dazu weiter.
16:35Durch Zeugen weiß man, dass es einen vierten Mann gab, der den Diebstahl offenbar vor dem Geschäft absicherte.
16:41Dieser ist dann auch mit den drei anderen geflüchtet.
16:47Der Komplize vor der Tür und auch der sekundenschnelle Diebstahl sprechen dafür, dass die Männer ein eingespieltes Team sind.
16:54Die Polizei geht davon aus, dass sie auch anderswo schon Handys gestohlen haben.
17:00Denn nicht nur in Brandenburg an der Havel gibt es dazu Anzeigen.
17:04Sondern auch in Nuckenwalde, Ludwigsfelde, Frankfurt-Oder, Neuruppin, Wittenberge, Finsterwalde, Putsdam und auch mehrmals in Berlin.
17:15Das ist nur eine Auswahl der Tatorte. Ermittler gehen davon aus, dass mehrere Banden aktiv sind.
17:22Wie Täter dabei immer wieder vorgehen, zeigen diese Originalvideos von anderen Fällen.
17:27Die oft sehr jungen Täter stürmen dabei auch den Laden und verschwinden dann mit Technik, die mehrere tausend Euro wert
17:34ist.
17:36Das Trio, das in Brandenburg an der Havel zugegriffen hat, nahm sich anfangs Zeit.
17:41Die Gesichter und die Bekleidung sind deshalb gut zu erkennen.
17:46Ein Mann trug ein dunkles Basecap, eine dunkle Jacke und darunter einen weißen Pullover.
17:52Der zweite fällt mit seiner hellen Jacke auf und der schwarzen Weste darüber.
17:57Dieses Bild gibt es vom dritten Mann. Er war dunkel bekleidet.
18:04Dunkle Kleidung soll auch der vierte Komplize vor dem Geschäft getragen haben.
18:08Von ihm gibt es kein Bild, aber den Zeugenhinweis, dass er schwarzes Haar hat.
18:14Und mit diesen drei Männern gesehen wurde.
18:18Sehr wahrscheinlich sind sie weiter unterwegs auf Diebestour und sind vielleicht dabei schon anderswo aufgefallen oder gestoppt worden.
18:26Auch Hinweise dazu helfen hier weiter.
18:31Wer kennt die drei, die hier zu sehen sind und weiß, wo sie sich aufhalten?
18:36Irgendwo müssen sie wohnen.
18:38Wenn Sie dazu etwas wissen, informieren Sie bitte die Polizei Brandenburg unter dieser Telefonnummer.
18:50Was können wir noch glauben? Was ist noch wahr?
18:53Wenn wir in der Online-Welt unterwegs sind, offenbar immer weniger.
18:56Mit Hilfe von KI lassen sich inzwischen Bilder, Stimmen und Videos so gut manipulieren,
19:00dass sie echt aussehen, obwohl sie es nicht sind.
19:03Das wird auch von Betrügern sehr gern ausgenutzt.
19:05Und so wird zum Beispiel ein berühmter Neurochirurg von der Charité zum unfreiwilligen Werbebotschafter für angebliche Wundermedikamente.
19:15Es ist dieses Video, das aktuell in den sozialen Medien für Aufsehen sorgt.
19:21Hallo, bevor wir beginnen, möchte ich sagen, dass dies wirklich ein Meilenstein in der modernen Medizin ist.
19:25Und ich fühle mich geehrt, daran beteiligt zu sein.
19:27Ich bitte Sie wirklich, genau aufzupassen, was ich Ihnen gleich mitteilen werde.
19:30Denn ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie lange diese Sendung noch ausgestrahlt wird.
19:33Das Video zeigt den renommierten Charité-Professor Peter Vaikozzi, der ein Medikament anzupreisen scheint.
19:41Doch Vorsicht, dieses Video ist eine Fälschung.
19:47Das macht die Charité deutlich, auch auf ihrer Internetseite.
19:51Genauso wie der Medizin-Professor, der sich selbst gegen den Betrug in seinem Namen wehrt.
19:58Mich kotz gerade total an, dass diese ganzen Fake-Videos in meinem Gesicht kursieren.
20:02Und die Charité auch noch mit reingerissen wird.
20:05Und dann heißt es dann plötzlich, Charité und Vaikozzi machen irgendwie Werbung für komische Medikamente.
20:09Vermeindliche Medikamente, die angeblich gegen Vergesslichkeit und Alzheimer helfen sollen.
20:15Kriminelle haben dafür ein Herstellungsvideo produziert, das die Wirksamkeit demonstrieren soll und benutzen dafür Bilder des Charité-Arztes.
20:23Wenn Sie sich dieses Video ansehen, lernen Sie nicht nur ein Rezept auf Honigbasis kennen, das nachweislich zur Verjüngung Ihres
20:29Gehirns beiträgt,
20:30sondern Sie können auch die ständige Angst und den Stress hinter sich lassen, in Angst zu leben und die Dinge
20:33zu vergessen, die am wichtigsten sind.
20:35Um es noch einmal klar zu sagen, hier geht es um eine Fälschung, ein sogenannter Deepfake.
20:41Das Gesicht und der gute Ruf des Professors sowie der Charité werden dafür missbraucht.
20:47Entstanden ist der Clip am Computer.
20:49Online-Betrüger haben sich auf diese Abzocke sehr wahrscheinlich spezialisiert und setzen darauf, dass jemand auf das Video hereinfällt und
20:57Geld an sie überweist.
20:59Um das Ganze besser verstehen zu können, besucht Täter-Opfer-Polizei den IT-Experten Michael Prinzinger, der auch für das
21:07Landeskriminalamt Berlin arbeitet.
21:09Zunächst spielen wir dem Fachmann das gefälschte Video vor, bitten um seine Einschätzung.
21:15Definitiv gut gemacht und gefährlich. Also auf den ersten Blick sieht das sehr glaubwürdig aus.
21:21Es gibt schon ein paar Indizien, wo jetzt ich oder man erkennen kann, dass da was nicht stimmt.
21:29Zum Beispiel der Daumen, der ist auch in einer sehr unnatürlichen Stellung.
21:32Es gibt schon ein paar, man nennt es Artefakte, an denen man erkennen kann, dass es generiert ist. Aber im
21:38Großen ist das echt gut gemacht.
21:40Zu finden ist also nur ein kleiner Fehler, der auf den ersten Blick nur einem Experten auffallen dürfte.
21:47Wie einfach es inzwischen ist, mit KI-Software so einen Deepfake zu erzeugen, wollen wir testen.
21:55Ich könnte zum Beispiel ein frei von Ihnen im Netz zugängliches Foto nehmen und das animieren und zum Leben erwecken.
22:01Ist das kompliziert? Wie lange dauert sowas?
22:04Es ist super, super einfach und dauert auch Sekunden bis vielleicht eine Minute.
22:10Also, das Foto wird hochgeladen und mit einer für jeden frei verfügbaren App aus dem Netz bearbeitet.
22:17Das Ergebnis?
22:19Sehen Sie? So einfach kann ein Foto inzwischen zum Sprechen gebracht werden.
22:26Damit nicht genug, denn mit relativ einfachen KI-Mitteln lässt sich auch aus dem Täter-Opfer-Polizeireporter ein Medizin-Professor
22:34kreieren.
22:36Da gibt es auch frei zugängliche Videos.
22:41Zum Vergleich, das ist ein Video, das die Betrüger wahrscheinlich vom Charité-Professor benutzt haben.
22:46Und so sieht das mit KI bearbeitete Video mit unserem Reporter als Mediziner aus.
22:52Liebe Zuschauer, glauben Sie bitte nichts, was ich über vermeintliche Wundermittel sage.
22:58Es handelt sich dabei um einen Deepfake.
23:01Im aktuellen Deepfake-Betrug gibt es mehrere Opfer.
23:05Nicht nur die Charité und den Medizin-Professor.
23:08Wie viele Kunden das angebliche Wundermittel gekauft haben und wie viel Geld sie dabei verloren haben, ist unbekannt.
23:16Unklar ist auch, wer genau hinter der Abzocke steckt und wo die Kriminellen sitzen.
23:21Ob hier in der Region oder im Ausland.
23:25Fest steht jedoch, die Berliner Charité nimmt die Sache ernst und wehrt sich, auch auf ihrer Social-Media-Seite.
23:31Wir als Rechtsabteilung der Charité gehen konsequent gegen betrügerische Webseiten und Deepfakes im Netz vor.
23:37Wir identifizieren die Verantwortlichen, nehmen Social-Media-Plattformen in die Pflicht,
23:41erstatten Strafanzeigen und lassen betrügerische Websites sperren.
23:45Sie können dabei helfen.
23:47Falls Sie selbst Opfer vom Charité-Deepfake geworden sind, melden Sie sich bitte unbedingt bei der Polizei.
23:55Wer sind die Betrüger, die solche Videos erstellen und damit Geld machen wollen?
24:00Hinweise dazu können Sie auf der Internetwache der Polizei hinterlassen oder bei jeder Polizeidienststelle.
24:09Also was tun, wenn diese Deepfakes immer besser werden?
24:12Bleiben Sie skeptisch bei dubiosen Heil- oder Gewinnversprechen?
24:15Das hilft schon mal.
24:16Fragen Sie einfach selbst die KI oder eine normale Suchmaschine, was die von diesen Angeboten halten.
24:22Oder, und das ist der gute alte analoge Weg, reden Sie mit Menschen, zum Beispiel mit Ihrem Arzt oder mit
24:28Ihrer Ärztin.
24:30Das war's fast für heute. Es fehlt noch der Blick zurück auf die Fahndungsfälle an diesem Sonntag.
24:34Hier kommt unsere Zusammenfassung.
24:38Die vier kommen mitten in der Nacht, brechen im Berlin-Marzahn bei der Verwaltung der Gärten der Welt ein und
24:44bedrohen zwei Mitarbeiter.
24:46Sie fordern Geld und bekommen es schließlich auch.
24:49Wer weiß etwas über die maskierten Männer, die für den Raubüberfall verantwortlich sind?
24:54Gesucht werden auch Hinweise zu diesem Mann. Das Bild von ihm wurde in Hennigsdorf aufgenommen,
25:00kurz nachdem dort im Krankenhaus aus einem Patientenzimmer eine Geldkarte gestohlen worden war.
25:05Erkennt jemand den Mann?
25:08Und bei diesem Video geht es um Betrug.
25:10Hier wird für ein vermeintliches medizinisches Wundermittel geworben, doch die Bilder sind gefälscht, sind ein Deepfake.
25:17Wer steckt hinter diesem Betrug? Wer wurde noch Opfer dieser Masche?
25:23Also Ihre Hinweise sind jetzt gefragt per Telefon, per E-Mail oder über die Online-Wache der Polizei.
25:29Alle Fakten dazu, alle Kontakte und die gesamte Sendung finden Sie ebenfalls online und zwar auf unserer Täter-Opfer-Polizei
25:35-Verhandlungsseite.
25:37Danke fürs Zuschauen. Hier geht es weiter mit dem Wetter und den Nachrichten.
25:40Und wir sehen uns dann am nächsten Sonntag wieder mit neun Verhandlungsfällen, wie immer um 19 Uhr.
25:46Bis dahin alles Gute und achten Sie auf Ihr Handgepäck.
25:51Tschüss.
25:53Tschüss.
25:56Tschüss.
25:57Tschüss.
25:58Tschüss.
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