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KurzfilmeTranskript
00:00Musik
00:42Oh, gut. Entschuldigung. Darf ich mal klacken?
00:47Entschuldigung. Robert Kohlmer, ich hatte gerade den letzten Aufruf.
00:51Oh, entschuldigen Sie, Herr Spätrahm.
00:54Bitte den Mann ist geraten.
00:57Okay.
01:05Gern geschehen.
01:06Zeit oder Gelegenheit. Eins fehlt immer, wenn man einer schönen Frau begegnet.
01:10Meine Nummer steht im Telefonbuch.
01:15Und Ihr Name?
01:16Der steht daneben.
01:18Alles gut.
01:28Kommunalhauptkommissar Hofer ist unterwegs. Die sind wirklich echt?
01:32Ich bin Gerichtsmediziner und das sind Beweisstücke.
01:35Ich pack ja auch nicht ein paar Teile von meiner toten Oma in eine Plastetüte und schlepp die mit in
01:40den Urlaub.
01:40Ich hätte ja auch schwören können, dass ich alle Papiere und Unterlagen dabei habe.
01:53Kriminalhauptkommissar Johannes Hofer, LKA 41.
01:57Kennen Sie den Herrn?
02:00Wissen Sie, ich entscheide mich da immer erst von Fall zu Fall.
02:08Der Schiff hat eine schöne Überraschung für Sie.
02:10Treten Sie mal gleich rein in die Höhle des Löwen.
02:12Sie fragen gar nicht, warum ich schon wieder hier bin.
02:16Grünbeinchen. Das ist Seelengröße.
02:18Herr Professor, Sie wollen mich sprechen?
02:20Ja, in der Tat.
02:22Möchte Sie mit der neuen Kollegin bekannt machen, Frau Dr. Judith Sommer?
02:27Guten Tag, das ist sehr bedauerlich.
02:29Warum?
02:30Es gibt Frauen und es gibt Kolleginnen und Sie haben sich leider dafür entschieden, zuletzt darin zu gehören.
02:34Sie wären der Erste, dem diese Trennung gelingt.
02:37Jedenfalls werde ich mir die größte Mühe geben.
02:39Das ist eine Überraschung für Herrn Dr. Colmer.
02:42Geben Sie mir etwas Zeit, seinen Schreck zu überwinden.
02:44Es ist ein Männerjob. Ich kenne nur zwei Frauen, die ihn durchgestanden haben.
02:47Wobei ich nicht sicher bin, ob Sie am Ende noch Frauen waren.
02:49Colmer, bitte. In der Tat, ja?
02:51Ich bin nicht zimperlich, wenn Sie das meinen.
02:53Ich habe Medizin studiert und Chemie dazu und ich habe immer noch eine Aufgabe...
02:56Eine große Wissenschaftskarriere werden Sie hier nicht machen.
02:58Wir sind nur ein paar Leute und wir müssen ziemlich ran, nicht?
03:00Ja.
03:02Karriere hätte ich anderswo machen können.
03:04Vielleicht wäre es besser, Sie hätten das getan.
03:06Entschuldigen Sie mich bitte.
03:11Na, was sagen Sie?
03:14Na, kommen Sie schon.
03:16In meinem Ofen ist doch mal in Hamburg ein.
03:17Sagen Sie, dass ich den Flieger verpasst habe und es täte mir leid.
03:20Ah ja, ich schicke das Gute auf Peterpost.
03:22Ach, Sadist!
03:23Da ruft übrigens dauernd jemand für Sie an.
03:26Ausnahmsweise mal keine Frau.
03:28Ein Dr. Hans Nadolny hat seine Nummer hinterlassen.
03:31Klamm ziemlich dringend.
03:33Nadolny.
03:35Übrigens, was unsere junge Kollegin betrifft, ich gebe keine Wertung ab über Damen, die ich gerade erst kennengelernt habe.
03:40Ich habe mich zu oft geirrt.
03:41Ja klar, Hans Nadolny.
03:47Allerdings habe ich mich auch geirrt, wenn ich die Damen länger kannte.
03:51Grünbeinchen, ich sage Ihnen, im Grunde habe ich mich bei Damen immer geirrt.
03:54Hans Nadolny?
03:55Hier ist Robert Kolmer.
03:58Ja?
04:00Ja?
04:01Hm?
04:06Sofort?
04:07Ja, wo denn?
04:10Aha.
04:12Ja gut.
04:13Ja.
04:15Ja, bis gleich.
04:17Ciao.
04:24Ich muss noch mal außer Haus.
04:26Frau Grünwein?
04:28Ich bin schon weg.
04:29Sagen Sie doch bitte Fred Bescheid.
04:30Er möchte vor Dr. Sommer das Haus zeigen.
04:33Sofort, Herr Professor.
04:37Fred Schröder, Sektionsgehilfe.
04:39Fünf Jahre im Dienst an der Leiche.
04:41Sehr erfreut.
04:41Dr. Judith Sommer ebenfalls sehr erfreut.
04:44Tja, nun sind Sie ja die erste Frau.
04:46Bei uns, meine ich, hier unten.
04:49Naja, dann zeige ich Ihnen mal unser Schlachthaus.
04:58Wir haben zwei Kühlräume, zwei Sektionssäle, Ausstattungsstand, Ende der 60er, aber man kann arbeiten.
05:07Im Durchschnitt kommen wir auf zwei Leichen pro Nacht.
05:09Der Tod hat ja eine klare Vorliebe für die Nachtstunden und fürs Wochenende.
05:13Also, eigentlich wollte ich ja Musik studieren, aber dann sind meine Eltern gestorben und da, wenn Sie mal eine Frage
05:22zu einem musikalischen Problem haben, fragen Sie ruhig.
05:24Ich bin Fachmann, der Beste, den ich kenne.
05:36Na, wie geht's?
05:39Du, wenn du nur den heutigen Tag nimmst, ich hab einen Flieger verpasst, ich hab einen Korb bekommen von einer
05:43hübschen Frau, ich hab eine neue Kollegin vor die Nase bekommen, mir geht's blendend.
05:48Wie lange haben wir uns nicht gesehen, ne?
05:52Weißt du noch, komm, lass uns hinsetzen, ha?
05:57Wir müssen zwischen Chefarzt oder sowas, komm, leg die Totes aus dem Tisch.
06:01Mein Haus, mein Boot, mein Hund, meine Frau.
06:06Inge und ich sind geschieden, sie hat die Kinder gekriegt.
06:09Entschuldige.
06:09Ach was, es war eine Befreiung.
06:12Robert, vor sechs Wochen ist mir ein Patient ex gegangen, postoperativ, ohne evidente Todesursache, nach einem Routineangriff.
06:20Und vor zwei Tagen wieder einer.
06:23Genau wie der erste.
06:24Was auf seinem Bündchen?
06:26Nichts, danke, Herr.
06:28Doch, äh, ein Glas Wein.
06:31Rotwein, Weißwein?
06:32Trocken.
06:33Inno-Britz.
06:33Weißwein, klar.
06:35Brauchst du noch?
06:37Auf meiner Station ist die Hölle los.
06:39Gerede, Unterstellungen.
06:40Ich habe einen Oberarzt, der Ambitionen auf meinen Posten hat.
06:43Schwestern, die es immer schon wussten.
06:46Ich zittere, wenn ich den OP betrete.
06:48Ich bin unkonzentriert.
06:52Gestern habe ich bei einem Dickdarmkarzinom die Milz zuschnitten.
06:57Die braucht doch eh keiner.
07:00Die Kneipe.
07:02Wir haben damals mal die Hochzeit gefeiert.
07:03Wir wollten sie übernehmen.
07:04Was hätten wir tun sollen?
07:06Ich jedenfalls.
07:09Robert.
07:11Der letzte Tote ist noch im Kühlraum.
07:16Obduzierigen.
07:17Diskret.
07:18Ich muss wissen, ob ich, ob mir ein Kunstfehler unterlaufen ist.
07:21Ob ich mir überhaupt noch trauen kann.
07:22Ich, ich, ich kann nicht mehr.
07:25Ihr habt doch eine Pathologie in der Klinik.
07:26Kein Pathologe in einem Privatkrankenhaus
07:28will einem Kollegen einen Kunstfehler nachweisen.
07:31Ich brauche die Genehmigung von einem Staatsanwalt.
07:33Ich kann mir doch nicht selbst anzeigen.
07:35Was ist, wenn du schuld bist?
07:38Du würdest auf Knien vor mir liegen.
07:42Du verlangst etwas von mir, was ich nicht verantworten kann.
07:48Wenn ich mich selbst anzeige, schmeißen die mich aus.
07:53Vermutlich, ja.
07:55Pass auf.
07:57Seine Telefonnummer von einem Staatsanwalt.
08:00Dr.
08:00Harald Senger.
08:02Das ist ein Freund von mir.
08:04Du rufst ihn an.
08:05Und ich rufe ihn auch an.
08:06Ich will heiraten, Robert.
08:07Nächste Woche.
08:08Hans.
08:09Diese Frau, die ist mein Leben.
08:11Hilf mir.
08:12Hans, bitte.
08:13Verlang das nicht von mir.
08:15Verlang sowas nicht von einem Freund.
08:20Sie ist Pratikaten.
08:21Die Patientin heißt Kimmel.
08:23Herr Dr.
08:23Nadoldi hat ihr vorgestern Beipasse gelegt.
08:25Seitdem war sie ohne jede Auffälligkeit.
08:27In zwei Minuten gehen wir nochmal Adrenalin nach.
08:28Holen Sie die Oberschwester.
08:30Herr Dr.
08:30Schramm, Frau Lün ist momentan nicht hier auf Station.
08:32Was soll das heißen?
08:33Stellen Sie die Sedierung an.
08:35Beatmungsmuster, Volumenkontrolliert ändern.
08:36Na, wo ist sie?
08:37Sie ist kurz rüber auf die Gynäkologische.
08:39Sie ist schwanger.
08:41Was, Frau Lün ist schwanger?
08:43Herr, wie fehlt denn?
08:45Wir wissen es auch nur von einer Kollegin von drüben.
08:48Na prima, da können wir gleich eine neue Oberschwester einstellen.
08:51Atropien reicht nicht.
08:52Dem EKG nach auch kein Hinterbandinfarkt.
08:54Geben Sie nochmal Adrenalin.
08:55Puls ist schon 40.
08:56Verdammt, verdammt, was ist hier los?
08:58Der Druck hält nicht.
09:17Halten Sie den Hund zurück!
09:21Sie sind aber heute früh dran.
09:23Frau Karolewitsch, ich kann Hundehaare im Bett nicht ausstehen.
09:26Baby war nur im Bad.
09:27Ganz kurz.
09:29Ich habe Ihre Wäsche aufgehängt.
09:33Ich wünsche noch einen schönen Abend.
09:42Ich werde mir eine zweite Haushälterin besorgen.
09:44Die kann dann direkt der ersten wegmachen.
09:51Druck ist 60, kurz 16.
09:53Lieber Gott, schau es mal.
09:55Nochmal 2 Milligramm Adrenalin.
09:5750 Milligramm Bicarbonat.
09:59Wir kriegen Sie nicht mehr.
10:03Asystolie.
10:04Nochmal 10 Milligramm Adrenalin.
10:05KG zeigt nur Linie ohne Reaktion nach Supra.
10:07Kein Problem.
10:08Gott.
10:13Tante.
10:16Schluss.
10:18Schluss, wir schaffen es nicht.
10:20Wir haben auf.
10:24Schön, dass Sie auch endlich da sind, Frau Oberschwester.
10:29Leider zu spät.
10:30Oh Gott.
10:33Ich wusste ja nicht.
10:44Hans, bitte.
10:45Der dritte Patient, der mir nach einer OP verstirbt,
10:48das ist kein Zufall mehr, dass Sie versagen.
10:50Ora fühle ich nicht gebunden an mich.
10:52Da ist eine Tür.
10:52Geh einfach raus.
10:53Versage heiratet man nicht.
10:55Hans, was auch immer passiert,
10:56ich liebe dich.
10:57Wir werden sehen.
11:04Staatsanwalt Dr. Sänger.
11:06Guten Abend.
11:07Hier ist Dr. Hans Nadolny vom Städtischen Klinikum.
11:29Er hat's schon wieder versucht.
11:31Gift.
11:31Warte.
11:33Lassen Sie ihn verhaften.
11:34Wie oft habe ich Ihnen schon gesagt?
11:35Untersuchen Sie es wenigstens.
11:41Entschuldigung.
11:43Warum habe ich dir bloß gesagt,
11:45was ich für ein Beruf stehe?
12:04Kolmar.
12:07Ich komme sofort.
12:09Fotorianter Verlauf.
12:10Eine halbe Stunde, vielleicht nicht länger.
12:12Ein Infarkt weiß man in Sicherheit nicht.
12:13Die Bypässe haben gehalten.
12:15Kamponade?
12:15Auch keine.
12:16Das heißt, Dr. Nadolny's Eingriff ist mit größter Sicherheit
12:19nicht ursächlich für den Tod.
12:20Aber um das genau zu sagen,
12:21müsste er obduziert werden.
12:23Ich hätte Kollegen Nadolny vorgeschlagen,
12:25ihm die Sache abzunehmen.
12:26Er hat lange keinen Beipass mehr gelegt, aber...
12:27Herr Dr. Sauer,
12:29wir einigen uns auf Folgendes.
12:30Ein Kunstfehler liegt nicht vor einer Obduktion,
12:33ist also nicht nötig.
12:34Ich bitte Sie auch,
12:35das dem übrigen Personal mitzuteilen.
12:39Herr Dr. Scham, informieren Sie bitte die Hinterbliebenen.
12:47Ja, habe ich notiert.
12:49Danke.
12:50Und sofort!
12:58Wissen Sie, wie spät es ist, Herr Kollege?
13:00Nein?
13:0114 Uhr.
13:02Sie halten sich mal für nötig anzurufen.
13:04Wir hatten eine Vergewaltigung mit Todesfolge am Ostkreuz.
13:07Ich kriege seit 6 Uhr zwischen dem Branschen rum.
13:09Ach so.
13:11Naja.
13:12Wir haben da unten zwei Obduktionen.
13:14Kann doch Herr Dr. Sommer unwirklich allein...
13:16Ja.
13:17Ich bin ein bisschen Obduktionsprozess.
13:19Ja, bitte sehr.
13:22Ah, übermorgen früh, 11 Uhr, Hamburg.
13:24Die Handabtrennung ist neu angesetzt.
13:26Und der Chef bittet Sie diesmal,
13:28auf das Flugzeug zu verzichten.
13:30Ich gehe zu Fuß.
13:32Oder ich nehme ein Boot.
13:34Spree, Mittellandkanal, Elbe.
13:37Die Versicherung spendiert Ihnen ein Taxi.
13:40Ich meine, Sie hätten ja auch ruhig mal mit dem Zug fahren können.
13:42Oder wie wäre es, wenn Sie sich endlich mal ein eigenes Auto zulegen?
13:46Grünebeinchen.
13:46Hat Ihnen schon mal jemand gesagt, was für eine tolle Frau Sie sind?
13:48Oh.
13:49Ich mag Komplimente.
13:51Hatte schon ein paar Tage keine.
13:52Aber Sie hätten welche verliebt.
13:58Selbstanzeige.
13:59So was hat es bei uns noch nie gegeben.
14:01Wollen Sie die Klinik ruinieren?
14:03Wissen Sie, was los ist da draußen?
14:05Nein, nein, ich sage es Ihnen.
14:07Wir haben eine Gesundheitsreform, mein Lieber.
14:10Und was sich da draußen abspielt, ist Krieg.
14:12Krieg der Krankenhäuser.
14:13Krieg um jeden einzelnen Patienten.
14:15Krieg ums Überleben.
14:17Zwei Häuser mussten bereits schließen, bankrott, aus.
14:20Und da kommen Sie eine Selbstanzeige.
14:22Nicht mal ein stinkenden Verrunkel
14:24wird sich noch jemand von Ihnen aufschneiden lassen.
14:26Mann, Herr Dolny, das haben wir doch alle schon durchgemacht.
14:31Herrgott.
14:32Über viele unserer Kunstfehler wächst friedlich der Rasen.
14:36Das sind doch bloß die Nerven.
14:38Der erste Moment, das geht vorüber.
14:39Ich bitte Sie, ziehen Sie die Anzeige zurück.
14:44Die Leiche wird heute noch
14:45ans Institut für Rechtsmedizin überführt.
14:48Ja, das wollen wir erst mal sehen.
14:49Diese postmortalen Klugscheißer
14:51kriegen nicht mal einen toten Fisch von uns.
14:55Verbinden Sie mich mit dem Generalstaatsanwalt.
14:58Es ist Ihnen doch klar,
14:59dass ich das Kuratorium über Ihr Verhalten informieren muss.
15:06Leichenstarrer mäßig ausgeprägt,
15:09Leichenflecken,
15:10Brötlich, Levide,
15:11eben halts mäßig ausgeprägt,
15:13Ohren und Mund unverschlossen,
15:17Augenbindehäute ohne punktförmige Unterblutungen,
15:21Zeichen äußere Gewalteinschärkungen,
15:23keine.
15:26Kommen Sie, gehen wir noch nebenan.
15:28Im Gegensatz zu vielen meiner Kollegen
15:29habe ich tatsächlich Angst,
15:30dass dieser Knochenstaub
15:31AIDS überträgt oder Hepatitis B.
15:33Es gibt ja noch eine ganze Menge
15:34anderer Möglichkeiten,
15:35sich zu infizieren.
15:36Ich habe da mal...
15:36Wir haben darüber geschrieben, ich weiß.
15:38Warum nicht mal die Unterlagen?
15:43Elisabeth Kinn, die war in 46,
15:45das war das mal...
15:46Sie war Privatpatientin
15:47von Chefarztdoktor Nadolny,
15:49der ihr auch vor drei Tagen
15:49zwei Beipasse gelegt hat.
15:52Welche Besonderheiten in der Anamnese?
15:54Nichts.
15:55Das ist ja das Rätselhafte.
15:56Die ärztliche Direktion
15:57wollte die Leiche gar nicht erst freigeben.
16:00Staatsanwalt Dr. Sänger
16:00musste beim Generalstaatsanwalt
16:02vorstellig werden,
16:03aber das hat er Ihnen wahrscheinlich
16:03gar nicht erzählt.
16:04Doch, aber ich frage mich,
16:05warum er es Ihnen erzählt hat.
16:06Kommen Sie, wir können wieder.
16:12Wir haben eine Tote,
16:14die keinen Grund zum Sterben hatte.
16:15Ich habe die Toxikologie
16:17frühestens nächste Woche fertig.
16:18Und die Histologie auch.
16:22Robert Kollmer,
16:24Morduntersuchung,
16:25Berlin-Meyer.
16:27Wenn auf dem Grabe
16:28jedes Toten,
16:29dessen Todesursache
16:30falsch bestimmt wurde,
16:31eine Kerzerstunde
16:32würden unsere Brüte
16:33beleuchten wie Las Vegas.
16:34Verfehlt in hässlicher Bereichen.
16:36Haben Sie jetzt gleich was vor?
16:38Nein.
16:39Wunderbar.
16:40Kommen Sie.
16:42Wohin?
16:43Ins Labor.
16:44Das ist der dritte Patient,
16:45der Dr. N'Dolny
16:46weggestorben ist.
16:47In sechs Wochen.
16:49Für mich ein bisschen
16:50viel Tod
16:50in ein bisschen wenig Zeit.
16:52Das ist kurz nach fünf Uhr.
16:55Morgens.
16:56Kommen Sie mal nachher.
17:04Hören Sie?
17:05Hören Sie das?
17:06Die meisten,
17:07die auf diesem Tisch landen,
17:08wollen noch etwas sagen.
17:10Sie schreien den Namen
17:11ihrer Mörder heraus.
17:12In ihrer Sprache.
17:14Und Sie haben niemanden,
17:15der das übersetzen kann.
17:17Nur uns.
17:27Unser Patient hier
17:28war leidenschaftlicher
17:29Motorradfahrer.
17:30Er wollte mit dem Kopf
17:31durch die Friedhofsmauer.
17:33Friedhofsmauer?
17:34Ausgezeichneter Ortse,
17:34muss ich schon sagen.
17:35Ich war ja dafür,
17:36ihn gleich dazulassen,
17:37aber der Eid des Hippokrates
17:39hände ich als ständige Drohung
17:40über unsere Eid.
17:40Der Chef lässt bitten.
17:43Sag was.
17:46Es war kein Kunstfehler.
17:48Mit Sicherheit
17:48ein Beipass ist mustergültig.
17:50Hättest du mir das gesagt,
17:51ohne mich zu einer Selbstanzeige
17:52zu zwingen,
17:53würde ich jetzt vor Freude tanzen.
17:54Hör mal,
17:55ich weiß,
17:55du hast mir die letzte Tote
17:56in meiner Serie obduziert
17:57und es nicht, glaube ich,
17:58die anderen beiden
17:59nicht doch vermorst habe.
18:00Das ist doch,
18:00was du denkst.
18:01Und das ist,
18:02was die anderen jetzt denken.
18:04Ich weiß nicht,
18:05woran diese Frau gestorben ist.
18:06Ohne Vorzeichen.
18:07Im Verlauf einer halben Stunde.
18:09Trotz sofortiger medizinischer Hilfe.
18:12Hast du...
18:14Hast du hier Feinde?
18:16Ich?
18:17Feinde?
18:18Was glaubst du,
18:18was ein Chefarzt hat,
18:19der mit einer Selbstanzeige
18:20zum Staatsanwalt redet?
18:21Feinde in deinem Heim.
18:22Die streuen mir überall Blumen aus
18:24und der ärztliche Direktor
18:25höchstpersönlich
18:25wartet vom Chlor
18:26mit die Hose auf.
18:27Hans,
18:27ich habe zu jammern.
18:28Ich weiß,
18:29was du denkst.
18:29Vergiss es,
18:30das ist völlig absurd.
18:31Ich weiß,
18:32du hast schlechte Erfahrungen gemacht.
18:36Frau Lingen,
18:36bitte.
18:37Sofort.
18:39Ich muss jetzt rüber in den OP.
18:44Ich möchte dir jemanden vorstellen.
18:47Meine zukünftige Frau.
18:54Ora Lün,
18:56und das ist Robert.
18:58Hans hat schon viel von Ihnen erzählt.
19:03Sag's nochmal.
19:04Nur ihr allein.
19:06Vielleicht kommst du zu unserer Hochzeit.
19:08Wir würden uns freuen.
19:11Ja.
19:13Es war kein Kunstfehler.
19:16Ich hab's gewusst.
19:18Ihr Vertrauen ist jetzt sicher
19:20das Wichtigste,
19:20was er braucht.
19:21Ich hab ihm immer vertraut.
19:23Ich sage doch,
19:24der Mann ist ein Glückspilz.
19:33Haben Sie was rausgekriegt?
19:35Was?
19:35Ach so,
19:37ja,
19:37ähm,
19:38kein Gift.
19:40Ich hab's gesehen.
19:42Ein kleines Glasfleisch.
19:44Ein Zimmer,
19:44weiß ich,
19:45in der Tasche.
19:47Tut mir leid.
20:10Lass die Welt sich drehen,
20:11es geht vorbei.
20:13Zieh die Schuhe aus
20:14und ich mach das bitte für zwei.
20:21Hey,
20:22Süße.
20:44Irina?
20:44Ja, Robert hier,
20:45mach dir keine Sorgen,
20:45Systina.
20:48Nein,
20:48ich schwöre,
20:48ich habe das nicht gewusst.
20:51Irina,
20:51bitte,
20:52ich bin ge...
20:55Verdammt noch mal,
20:56kannst du nicht eimern?
20:58Irina!
20:59Rine!
21:01Hey.
21:03Deine Ex
21:03ist mal wieder
21:04völlig abgedreht,
21:05die jetzt nicht erlaubt,
21:06dass ich herkomme.
21:08Hör mal,
21:08sie ist deine Mutter.
21:13Ich bekomme gern Besuch.
21:16Besonders von schönen Frauen
21:19und besonders nachs.
21:23Na?
21:25Wie läuft's in der Schule?
21:27Was macht die Liebe?
21:30Du weißt doch,
21:31ich steh nur auf dich.
21:36Sie kommt hier ja nicht.
21:40Wir haben noch 20 Minuten,
21:43aber die gehören uns ganz allein.
21:46Hey!
21:48Nein!
21:49Hey!
21:52Fertig?
21:53Fertig, ja.
21:54Also los.
22:07Sie war den ganzen Abend hier
22:09und du hältst es nicht für nötig,
22:10mich sofort anzurufen.
22:12Ich habe Angst gehabt
22:13und ich glaube...
22:14Mama, ich...
22:14Es ist nach Mitternacht.
22:16Ich bin 16,
22:17ich kann nur noch...
22:17Warum machst du das?
22:18Irina, bitte, können wir das...
22:19Ich lasse mir das nicht länger bieten.
22:21Ich...
22:21Ich gehe zum Jugendamt.
22:23Gib deinem Vater
22:24den Schlüssel zurück.
22:26Sofort.
22:34Mein Vater hatte recht.
22:36Man kann sich nicht verlassen auf dich.
22:46Wenn der Beschuldigte,
22:47wie er behauptet,
22:48versehentlich mit seiner Hand
22:49in die Häckselmaschine gekommen wäre,
22:52dann sähe die Abtrennstelle
22:53ungefähr so aus.
22:55Ich habe Ihnen das mal
22:55zur Verdeutlichung mitgebracht.
22:58Drittens.
23:00Für die übrigen Verletzungen
23:01sind multiple,
23:02eher stumpf scharfe,
23:04quetschende Gewalteinwirkungen
23:05verantwortlich.
23:06Die Sehnenbefunde
23:08beweisen eindeutig,
23:09dass die Handamputation
23:11den Fingeramputation
23:12vorausgegangen sein muss.
23:13Schlussfolgerung 1.
23:15Die Hand wurde zuerst
23:16mit einem scharfen Instrument
23:18abgetrennt
23:18und dann in dieser Häckselmaschine
23:20wahrscheinlich geworfen.
23:22Schlussfolgerung 2.
23:23Wir haben es zweifelsfrei
23:24mit einer Selbstverstümmelung zu tun.
23:26Der Beklagte
23:27wählte die rechte Hand,
23:29da diese versicherungstechnisch
23:30wertvoller als die linke ist.
23:32Ich danke Ihnen
23:32für Ihre Aufmerksamkeit.
23:34Die Verhandlung
23:35ist für 20 Minuten unterbrochen.
23:47Herr Doktor,
23:53mein Mann ist Bauer
23:55mit ganzer Seele.
23:58Der Hof ist überschuldet.
24:01Wenn er ihn verliert,
24:03überlebt er das nicht.
24:06was ist da schon eine Hand?
24:09Verstehen Sie?
24:12Nein.
24:15Sie müssen es nicht verstehen.
24:26Das ist kein Kater mehr,
24:28das ist ja schon ein Puma.
24:30Dabei wollte ich mir nur
24:30das Gesicht dieser Beurin...
24:32aus dem Kopf spüren.
24:32Was machst du denn hier unten?
24:34Ich wollte mir nur das Gesicht
24:35dieser Beurin aus dem Kopf spüren.
24:38Wusstest du eigentlich,
24:39dass dein Nadolny
24:40einen ziemlichen Batzen
24:40Geld geerbt hat?
24:42Und zwar von der Patientin,
24:44die ihm zuletzt
24:44weggestorben ist,
24:45dieser Kindle?
24:46Und dass er Schulden hat?
24:49Vor Jahren hat er sich
24:50im Bauherrenmodell
24:51aufschwatzen lassen,
24:52dass sie nicht rentiert,
24:53die übliche Ärzte abzocke.
24:55Dann muss er für seine
24:56geschiedene Frau
24:57und zwei Kinder
24:57eine Menge Geld abdrücken.
24:58Also Nadolny hat eigentlich
24:59gar kein Geld zum Heiraten.
25:03Bist du schon mal
25:04auf die Idee gekommen,
25:05dass er dich nur als
25:07Alibi benutzt?
25:08Ich habe zwar noch Bodennebel,
25:10aber eins ist mir trotzdem klar.
25:12Er würde nie drei Leute umbringen
25:13wegen einer Erbschaft.
25:15Um die anderen beiden
25:16werde ich mich auch noch kümmern.
25:17Wer weiß,
25:17vielleicht hatten die auch
25:18was im Sparstrumpf.
25:20Übrigens, der Staatsanwalt
25:21hat die Exhumierung beantragt.
25:23Joe, ich kenne Nadolny
25:24seit fast 20 Jahren.
25:25Mann, deine Fahne
25:27flattert meilenweit im Wind.
25:30Ausgerechnet heute
25:31sitze ich im Wissenschaftsbeirat.
25:33Neben dem Rektor.
25:35Den lieben, langen Tag.
25:38Irgendjemand schürte
25:39ein ganz großes Feuer.
25:41Alles natürlich noch
25:42hinter den Kulissen.
25:43Mysteriöse Todesfälle
25:45im Klinikum und so weiter.
25:46Chefarzt unter Verdacht.
25:47Es kam auch schon
25:48ein Anruf von der Presse.
25:53Also, das Kuratorium hat getagt,
25:56ihretwegen.
25:58Normalität, Nadolny,
25:59Normalität.
26:01Nur so meistern Sie die Krise.
26:03Mann, Nadolny,
26:04jetzt heiraten Sie erst einmal,
26:05dann fahren Sie
26:06auf Hochzeitsreise
26:07und wenn Sie wiederkommen,
26:09ich meine...
26:10Ich weiß,
26:11wenn Sie mich jetzt rausschmeißen,
26:12stürzt sich die Presse
26:13auf den Fall.
26:14Keine Sorge,
26:15ich werde heiraten,
26:16für eine Zeit verschwinden,
26:18Flitterwochen.
26:19Sie können mich ja rausschmeißen,
26:21wenn ich wieder zurück bin.
26:26Ah, hallo, Ora.
26:27Komm rein.
26:29Hallo, Martin.
26:30Du, entschuldige,
26:30dass ich dich letztens
26:31angeschrien habe,
26:31aber du hast die Station verlassen,
26:33ohne uns Bescheid zu sagen.
26:35Und...
26:35Außerdem wusste ich nicht,
26:36dass du schwanger bist.
26:41Die Stimmung im Haus
26:42macht Hans kaputt.
26:44Die Schwestern tuscheln.
26:46Und Oberarzt Zauer
26:47nutzt ihr die Gelegenheit
26:48zu verkünden,
26:49dass er der bessere Chefarzt wird.
26:50Ach komm,
26:50übertreibst du da nicht ein bisschen.
26:51Ist doch noch gar nicht klar,
26:52ob die...
26:54Wir heiraten übermorgen.
26:56Und abends sitzen wir im Flieger.
26:59Hans muss hier weg.
27:00Er muss raus.
27:03Und wenn wir wieder zurück sind,
27:05dann muss dieser Albtraum vorbei sein.
27:08Bitte.
27:11Kannst du nicht mit dem Personal reden.
27:14Die Leute hören auf dich.
27:19Kann ich auf dich zählen.
27:27Das weißt du doch ganz genau,
27:28dass du auf mich zählen kannst.
27:34Vorsicht, Sie haben gleich.
27:36Vorsicht, hab ich gesagt.
27:37Mensch, welcher Hühner
27:38die paar hat Ihnen denn
27:38den Baggerschein verkauft.
27:40Halt, Schluss.
27:41Jetzt stellen Sie
27:41Eisenschwein doch mal ab.
27:43Sind Sie schwerhörig?
27:46Eiche, Herr Staatsanwalt,
27:47da können Sie den Elefanten
27:48auftanzen lassen.
27:49Der bricht uns nicht durch.
27:52Den können wir mit seinen rausholen.
27:54Quatsch, ist so viel.
27:55Die Leiche nicht mehr gewöhnt.
27:58Wie kriegt die einen Schock fürs Leben?
28:00War nicht billig, das Mann.
28:02Seid ein toller Toder.
28:04Die andere Leiche kriegen wir nicht mehr,
28:05aber eine Feuerbestattung.
28:07Weißen Adolny,
28:08dass wir exhumieren?
28:10Ich wollte ihn nicht beunruhigen.
28:12Er ist ein alter Freund.
28:14Das ist ja vermutlich
28:15bald einen alten Freund weniger.
28:17Ich ruf ihn an und sag's ihm.
28:23Ich muss mit dir sprechen.
28:25Hans.
28:27Komm.
28:27Hey, Meister,
28:28Ihr Kleinwagen versperrt uns hier raus.
28:29Wir wissen, was war doch in Ordnung, oder?
28:31Warum exhumiert ihr plötzlich noch?
28:33Und du informierst mich nicht mal.
28:35Bitte, bitte bereitest du alles vor?
28:37In Ordnung, Chef.
28:38Du hast Geld geerbt von einer Patientin,
28:40die verstorben ist,
28:40nachdem du sie operiert hast.
28:43Sind wir denn alle verrückt geworden?
28:47Ja, sie hat mir etwas hinterlassen.
28:49Was ich ganz weiß Gott auch brauchen.
28:51Deshalb bin ich doch kein Mörder.
28:55Du hilfst niemandem, was?
28:57Du traust keinen.
28:59Wie ein Bluthund klebst du auf der Spur
29:00auf dem er dich gesetzt hat.
29:03Pass auf, ich habe das alles schon mal erlebt.
29:07Verschwundene Krankenakten,
29:08gefälschte Totenscheine
29:09und Operationen,
29:11für die es nur einen einzigen Grund gab,
29:12nämlich das Geld,
29:13das dafür bezahlt wurde.
29:14Und Leute haben das getan,
29:16die mir nahestanden.
29:17Sehr nah.
29:18Und unter meinen Augen
29:19haben sie es getan.
29:20Und wenn du es ganz genau wissen willst,
29:22deshalb habe ich die Fronten gewechselt.
29:23Deshalb ist aus dem hoffnungsvollen
29:25Chirurgen Kolmar,
29:26der Gerichtsmediziner Kolmar geworden.
29:28Verstehst du das?
29:32Kannst du leicht wirklich nicht anders.
29:41Nichts!
29:43Lohnzern forcieren,
29:46lösen und
29:47zurückgehen,
29:48treffen
29:48und
29:49nachschlagen
29:50und
29:51miau!
29:52Wer hat denn das Papier
29:53vom Telefonieren?
29:54Tschüss!
29:55Bist du taub?
29:58Auf der Mordkommission.
30:01Hm?
30:04Ja, ich komme.
30:06Wolfgang!
30:07Dann kommen wir
30:08und dringend bescheid.
30:09Wir treffen uns im Klinikum.
30:10Die nächste Patientin
30:11nach Dolnitz ist dabei zu sterben.
30:14Ja, Gott noch mal.
30:15Er sollte da lieber
30:16gleich ein Beerdigungsinstitut aufmachen.
30:18Staatsanwaltschaft ist nicht.
30:19Die machen aber
30:19einen Betriebsausflug.
30:21Oberarzt Dr. Sauer.
30:22Der ärztliche Direktor
30:24dieser Professoriemeister
30:25hat dem Oberarzt Sauer
30:26bei seiner Einstellung
30:27versprochen,
30:27dass er sich
30:28für seine Professur einsetzt.
30:29Hat dann aber nicht
30:30den kleinen Finger krumm gemacht
30:31und Dr. Sauer wurde ziemlich sauer.
30:33Dann hat Nadolny Spitz gekriegt,
30:35dass Dr. Sauer
30:35seinen Operationsspiegel
30:37geschönt hat,
30:38um an die Stelle ranzukommen
30:39und dass er bestimmte Operationen
30:40überhaupt abkommt.
30:41Ich komme über die Treppe.
30:41Dass er bestimmte Operationen
30:42überhaupt nicht ausführen kann.
30:44Einmal musste er ihm
30:44sogar das Messer aus der Hand nehmen,
30:46weil er nicht Meister ausstellt.
30:47Das hat sich natürlich
30:48bei den Schwestern rumgesprochen
30:49und seitdem haben Sauer
30:50und Nadolny
30:50nicht gerade das zarteste Verhältnis.
30:53Dr. Sauer wiederum
30:54betreibt ein Archiv,
30:56wo er jede...
30:59wo er jede Schlamperei
31:01kleinlichst dokumentiert
31:02und er macht auch gar kein Hegel daraus,
31:03dass er Nadolny
31:04aus dem Sessel durchgibt.
31:05Joe, wenn diese Patientin
31:06auch noch stirbt,
31:07ich brauche ihre Leiche
31:08sofort im Institut.
31:09Sofort.
31:09Aber ich musste dir
31:10das einfach erzählen.
31:12Ach, komm.
31:30Dr. Sauer hat ihn informiert.
31:37Vor einer halben Stunde
31:38er müsste längst hier sein.
31:43Hier spricht Dr. Nadolny.
31:44Ich bin leider nicht zu Hause.
31:45Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht.
31:52Hier, Dr. Robert Kolmer.
31:53Bitte schicken Sie
31:54einen Krankenwagen
31:55in die Wagnerstraße 5.
32:03Hans!
32:05Hans, komm nach auf.
32:07Ich bin's.
32:08Robert!
32:23Digitoxidintoxikation.
32:24Holz Nuller, ich bin Arzt.
32:26Versuche, ihn zurückzuholen.
32:29Komm, sieh.
32:34Herzflemmern.
32:35Achtung, Difi.
32:36200 zum Ersten.
32:38Schuss!
32:39Nichts.
32:40Geben Sie mir.
32:41Ich versuch's.
32:42300.
32:43Er ist durchtrainiert.
32:45Achtung!
32:46Schuss!
32:48Nichts.
32:50Max, dem Um 360.
32:51Machen Sie Schluss.
32:52Sie verbrennen ihm nur die Haut.
32:53Los, Hans, jetzt komm zurück.
32:55Und Schuss!
33:02Sinusrhythmus.
33:04Verdammt noch mal,
33:04Sie haben's geschafft!
33:07Machen Sie weiter, meine Herren.
33:17Oha, hier, Robert.
33:19Halten Sie Digitoxid-Antikörper bereit.
33:21Wir sind ein paar Minuten da.
33:23Nein, nein, keine Sorge, er kommt durch.
33:25Was ist mit seiner Patientin?
33:28Tot.
33:29Ja.
33:30Ich hab verstanden.
33:33Das einer Dolly sich was antut,
33:35das war doch eine bloße Vermutung.
33:36Das konnten Sie doch gar nicht wissen.
33:37Er war fix und fertig und ich hab's gefühlt.
33:40Sie haben's gefühlt?
33:42Haben Sie sich schon mal gefragt,
33:43weshalb Sie so oft ein merkwürdiges Gefühl im Magen haben?
33:46Wenn Ihnen ein Mann in die Augen schaut?
33:49Wenn Sie sich erschrecken?
33:51Wir haben zwei Gehirner, Verehrte.
33:53Eins im Kopf und eins da unten.
33:55Der Kopf ist klug, aber der Bau ist kälter.
33:58Sie haben sie gebracht.
33:59Versuchen Sie mir auf Ihren Bauch zu hören.
34:03Mögen Sie überhaupt das Passwort?
34:04Ja.
34:06Wir kommen, wir kommen.
34:10Also dann?
34:11Das wird dann eine lange Nacht?
34:13Ich hatte eine Reifenpanne.
34:14Ich hab das Auto in die Werkstatt gebracht,
34:16und zwar in Hannover.
34:18Auf der Rückfahrt von Köln,
34:19wo ich ja mal abends zuvor
34:20einen Vortrag gehalten hab,
34:22vor 100 Leuten,
34:23von denen ich mindestens 50
34:25die Hand geschüttelt habe.
34:26Ja, schönen Tag noch.
34:28Danke, gleichfalls.
34:35Herr Staatsanwalt,
34:37Hoffer hier.
34:39Also, Hölzermann hat recht.
34:41Dr. Sauer ist unschuldig.
34:44Was heißt am Ende?
34:45Wir sind wieder am Anfang.
34:49Wollen Sie gar nicht obduzieren?
34:51Nein.
34:53Na toll.
34:54Und ich hab den Handwerkern abgesagt.
34:56Meine Wohnung ist nämlich
34:56immer noch ein Trümmerfeld.
34:59Wir haben bei den anderen
34:59keine Todesursache gefunden.
35:02Wir werden auch hier nichts finden.
35:04Jedenfalls nicht im makroskopischen Bereich.
35:07Das heißt, wir haben es mit einem Täter zu tun,
35:09der sehr raffiniert ist,
35:11einem der kleine Spuren hinterlässt.
35:13Der Stand der Dinge
35:14kann das für mich eigentlich nur ein Arzt sein.
35:16Oder eine Ärztin.
35:18Was?
35:18Es kann auch eine Frau gewesen sein.
35:21Ähm, allen Anschauen nach
35:22geht der Täter mit Gift vor.
35:24Und zwar mit welchem,
35:25das wir nicht kennen.
35:26Oder das wir zumindest
35:27nicht nachweisen können.
35:29Was noch wahrscheinlicher ist, ja.
35:31Äh, weiter.
35:32Im Fall Kimmel konnten wir
35:34erst ca. 18 Stunden
35:36nach Todeseintritt obduzieren,
35:37weil der ärztliche Direktor
35:38die gleiche nicht freigegeben hat.
35:40Der Frage,
35:41welches tödliche Gift
35:42baut sich im Körper Postmord
35:43im Innerhalb von 24 Stunden
35:44vollständig ab?
35:45Oder noch schneller?
35:46Nach 5 oder 6 Stunden?
35:47Es kann doch auch
35:48ein exotisches Gift gewesen sein,
35:50das wir mit unserem
35:50Standard-Drogenscreening
35:51gar nicht nachweisen können.
35:52Oder ein körpereigenes Mittel,
35:54das nur über- oder unterdosiert wurde.
35:55Wie zum Beispiel
35:56ein erhöhter Insulinspiegel
35:57bei Zuckerkranken.
35:58Tödlich und nach ein paar Stunden
35:59nicht mehr nachweisbar.
36:01Frau Kimmel war
36:01nicht zuckerkrank.
36:02Mhm.
36:09Aber diese junge Frau
36:10war zuckerkrank.
36:13Also los,
36:13Insulinspiegel.
36:14Fred, Urin,
36:15Herzblut,
36:15wen gut so viel
36:16du kriegen kannst.
36:17Kommen Sie,
36:17gehen wir ins Labor.
36:18Sie haben Ihren Handwerker
36:20bestimmt nicht umsonst abgestellt.
36:24Ich habe noch nie
36:25mein Herz so weggegeben
36:27wie an dich.
36:30Ganz ohne Vorbehalte.
36:33Ohne Hintergedanken.
36:38Hans.
36:41Hörst du mich?
36:45Hans.
36:48Wir werden ein Kind
36:49zusammen haben.
36:59Ich habe viel Zeit gebraucht.
37:03Aber jetzt.
37:07Jetzt will ich es.
37:12Kein überhörter Insulinspiegel.
37:14Verdammt nochmal.
37:17Was ist mit Barbituraten?
37:18Opiate?
37:20Vielleicht doch Exotengifte.
37:22Wenn ich das große
37:23Noxen-Programm durchlaufen lasse,
37:24dann sitzen wir in vier Wochen
37:25noch hier.
37:26Dann sitzen wir eben in vier Wochen
37:27noch hier.
37:27Da draußen läuft ein Mörder rum.
37:28Wir hatten keinen Grund
37:29zu hoffen, dass er aufhört
37:30zum Morden.
37:33Espresso?
37:35Mh.
37:36Mach ich.
37:40Noxen-Programm.
37:41pool.
38:08Wir müssen etwas übersehen haben.
38:14Bei der Kimmel gab es einen postmortal erhöhten Kahl im Spiegel.
38:18Stimmt.
38:21Habt ihr was?
38:23Nein.
38:24Aber ich?
38:26Dieser glänzende Dr. Schwang.
38:28Vor Jahren war er mit einer Dolis Braut liegert, unserer schönen Oberschwester Ora.
38:33Na, was sagst du dazu?
38:36Typische Ärztebiografie, ein Lebensweg, den Frauen leicht zu pflastern.
38:39Hallo, Johannes Hofer.
38:42Judith Sommer.
38:43Angenehm.
38:43Die beiden haben damals an einer Kölner Klinik gearbeitet.
38:46Schramm war verheiratet.
38:48Ora wollte, dass sie sich scheiden lässt.
38:50Aber er wollte sie nur als Geliebter nicht, als Ehefrau.
38:52Dabei war sie schwanger von ihm.
38:54Sie hat sich das Kind wegmachen lassen und ihm den Laufpass gegeben.
38:57Es ist eine alte Geschichte.
38:58Tja, ja.
39:00Und als ich Schramm dann doch noch scheiden ließ, ja, da war es zu spät.
39:04Jetzt wollte sie nicht mehr.
39:05Er hat sie damals Tag und Nacht verfolgt.
39:07Ora hielt es nicht aus, kündigte und verschwand über Nacht.
39:11Verstehe ich gut.
39:13Schramm ließ sich nach Wuppertal versetzen.
39:15Ora kam nach Berlin.
39:16Zwei Jahre später folgte er ihr hierher.
39:18Soll damals in Brandheise Liebe gewesen sein.
39:21Und längst noch nicht abgekühlt.
39:24Wuppertal, hast du Wuppertal gesagt, ne?
39:27Mhm.
39:27Moment mal, der war noch.
39:31Es gab vor Jahren diesen Fall dort.
39:35Der erhöhter Kaliumspiegel, die Kaliumanomalie.
39:40Eine Oberschwester, die 14 alte Leute totspritzte.
39:45Der Todesengel von Wuppertal.
39:47Frau Dr. Sommer, wie kann man Kalium nachweisen?
39:49Was könnte es sein?
40:08Welche Farbe?
40:10Umschlag von Gelb nach Rot bei extremer Überdosierung.
40:12Kalium führt zu Herzstillstand innerhalb von 30 Minuten.
40:15Nach vier bis sechs Stunden ist es im Körper nicht mehr nachweisbar.
40:18Das war das perfekte Verbrechen.
40:19Mhm.
40:19Und das Zeug steht in jeder Klinik massenweise rum.
40:22Du meinst also, dass der...
40:23Würden Sie aus Liebe einen Mord begehen?
40:25Ob ich was?
40:26Sie würden ganz bestimmt nicht.
40:28Dr. Schramm hat der Motiv, Mittel und Gelegenheit.
40:32Er hat die Patienten getötet, um Nadolny als Arzt unmöglich zu machen.
40:35In der Hoffnung, dass Ora Nadolny verlässt und zu Schramm zurückkehrt.
40:39Das hieß ja, dass Nadolny jetzt selbst in Gefahr ist.
40:46Rot.
40:48Das ist der Beweis.
40:52Das ist der Beweis.
40:55Das ist der Beweis.
40:57Das ist der Beweis.
40:57Oh, das ist ja auch.
41:15Ja.
41:17100.
41:1970.
41:24120, 60.
41:28Seitigung und 90.
41:32Ansonsten gut.
42:12Warte aber schon hier.
42:13Wo ist der doll nächste Mann?
42:15Ja.
42:17Weg mit euch!
42:19Ja.
42:19Ich will mit Ora sprechen und zwar sofort!
42:22Ich schlitz ihn auf!
42:23Bitte tu ihm nichts!
42:24Ich weiß, der ein Kind von dir wollte!
42:26Ich weiß, der dich heiraten wollte!
42:28Erinnerst du dich?
42:29Du wirst den Mann jetzt verlieren, den du liebst!
42:33Du wirst fühlen, wie das ist, wenn man allein gelassen wird!
42:36Meine Herzfrequenz!
42:37Locken Sie ihn vom Bett weg!
42:40Du warst es damals, der mich nicht wollte!
42:47War es nicht so?
42:54Alter!
42:56Du warst es, der sich nicht entscheiden konnte!
43:00War es nicht so?
43:03Oh!
43:04Oh!
43:08Oh!
43:10Oh!
43:10Oh!
43:12Oh!
43:13Oh!
43:15Oh!
43:16Oh!
43:16Oh!
43:20Oh!
43:21Oh!
43:21Oh!
43:21Oh!
43:22Oh!
43:24Oh!
43:25Oh!
43:26Oh!
43:28Oh!
43:30Oh!
43:32Oh!
43:33Oh!
43:34Oh!
43:34Oh!
43:34Oh!
43:35Oh!
43:38Oh!
43:40Oh!
43:43Oh!
44:16Möchtest du noch was machen?
44:19Möchtest du noch was machen?
44:48Möchtest du noch was machen?
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