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  • vor 3 Monaten

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Kurzfilme
Transkript
00:00:28Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:00:30Even if it's only for one night
00:01:11Oh, das ging ja flott
00:01:13So, aber Paul, es geht nicht, dass du mal so kurzfristig beim Tiosk einkaufen gehst
00:01:18Du letzten Drücker, weißt du?
00:01:19Das ist einfach zu teuer
00:01:20Ja
00:01:20Deswegen nimmst du dir heute bitte nach der Schule nichts vor
00:01:22Außer einkaufen, Wäsche waschen und dein Zimmer aufräumen
00:01:25Sonst noch was?
00:01:26Stress!
00:01:27Das Übliche
00:01:31Erzähl
00:01:33Hast du den Unbekannten wieder gesehen?
00:01:35Nein
00:01:36Warum hast du ihn nicht nach seinem Nachnamen gefragt?
00:01:39Henning heißt im Fieber
00:01:40Aber es gibt nur einen Henning, der so tanzt
00:01:42Mama, ich hab Fieber, kann ich heute zu Hause bleiben?
00:01:47Was?
00:01:49Nein, du hast keinen Fieber
00:01:51Aber Bauchschmerzen
00:01:54Ich glaube, du hast akute Mathe, aber Distritis
00:01:59Komm, jetzt kriegst du erst mal einen Schluck Milch
00:02:03Gleich zwei so schöne Frauen am frühen Morgen, hä?
00:02:06Hallo Felix
00:02:09Du blutest ja schon wieder
00:02:11Du solltest wirklich mal zum Arzt
00:02:12Es kommt davon, dass du deinen Aggregatzustand immer von fest auf flüssig veränderst, sobald du Frauen siehst
00:02:39Also, Bespiegel
00:02:40Also, wenn du willst, zeig ich Paul, dass ich nichts von dem Willen habe
00:02:48Ich hab dir schon tausendmal gesagt, dass Paul und ich nur gute Freunde sind
00:02:52Charlie, so wie du ihn anguckst?
00:02:55Was bildest du dir eigentlich ein?
00:02:57Dass ich mich dankbar nach jedem Brotkuhböcke, den du mir hinwirfst, oder was?
00:03:02Hey
00:03:05Na?
00:03:06Was ist denn hier los?
00:03:08Richtig
00:03:09Mir geht's wirklich nicht gut, Mama
00:03:12Mia
00:03:13Was ist denn das Schlimmste, was passieren kann?
00:03:15Dass du die Mathearbeit verhaust, ja und?
00:03:18Dann lernen wir eben mehr
00:03:24Ah, wohin des Weges?
00:03:28Erste Stunde fällt aus
00:03:29Felix, ich muss sowieso zu Dr. Wegener, um meine Hausbesuche zu besprechen
00:03:33Wie wär's, wenn du mitkommst?
00:03:35Gegen deines Nasenblutens?
00:03:36Frau Mond, mir geht's gut
00:03:37Hau rein
00:03:38Wirklich, mir geht's super
00:03:40Steig ins Auto bitte
00:03:41Frau Mond
00:03:41Felix, es geht schneller, wenn du einsteigst, sie gibt nicht nach
00:03:46Mama
00:03:47Ja, ich weiß
00:03:48Wir reden heute Abend und du setzt dich nicht so unter Druck
00:03:54Tschüss
00:03:54Tschüss
00:03:55Tschau
00:03:55Tschau
00:03:56Tschau
00:03:58Tschau
00:03:58Tschau
00:04:00Tschau
00:04:07Tschau
00:04:08Tschau
00:04:08Tschau
00:04:11Tschau
00:04:12Tschau
00:04:14Tschau
00:04:15Ja
00:04:15Ich würde noch gerne ein paar Untersuchungen im Krankenhaus veranlassen
00:04:22Ich kann deine Eltern leider nicht erreichen, die sind in irgendeiner Konferenz
00:04:26Ah, das sind sie schon seit siebzehn Jahren
00:04:28Ich brauch dringend eine Einverständniserklärung
00:04:31Einverständniserklärung? Für was denn?
00:04:34Dein Herz schlägt zu schnell
00:04:35Und auf deinen Schleimhäuten im Mund- und Drachenbereich hast du punktförmige Einplutungen
00:04:40Das kann alles ganz harmlos sein, aber ich möchte nur ausschließen, dass wir nichts übersehen, was man behandeln muss
00:04:47Felix, magst du draußen am Wagen auf mich warten?
00:04:50Ich bin gleich da
00:04:51Und Anita, wärst du so freundlich und könntest das nochmal bei den Magnas probieren?
00:04:55Du hast mir gar nichts zu sagen
00:04:57Morgen ist meine letzte Prüfung, dann bin ich Selbstversorgungsassistentin
00:05:02Möge die Bessere gewinnen
00:05:06Wirklich? Leukämie?
00:05:10Wirklicherweise
00:05:11Ich brauche auf jeden Fall die Knochenmark-Biopsie
00:05:13Ja, also ich hoffe, dass deine Eltern jeden Moment zurückrufen
00:05:16Fahren Sie da gleich hin
00:05:18Verschieben Sie Ihre Hausbesuche
00:05:20Ich rufe inzwischen im Krankenhaus an und mache der Druck, dass wir heute noch eine Punktion bekommen
00:05:24Okay, in Ordnung, ich melde mich dann, ne?
00:05:26Ja, bitte
00:05:28Unsere Zielgruppen-Analyse sagt aus, dass 53% der Befragten sich eine App wünschen, die alle ihre Daten sammelt
00:05:35Wenn ich meine Symptome eingehe, war wie Krebs
00:05:37Ja, gib mal Kopfschmerzen ein
00:05:39Dann hast du einen Gehirntot
00:05:41Tut mir leid, Frau Mundt, aber die Konferenz dauert noch
00:05:44Hatten Sie denn Herrn und Frau Leitner meine Nachricht ausgerichtet?
00:05:47Natürlich
00:05:48Aber vielleicht sagen Sie mir zuerst einmal, worum es genau geht
00:05:50Tut mir leid, aber für so einen Kotsch habe ich jetzt keine Zeit
00:05:52Frau Mundt, wer sind Sie?
00:05:54Dann kommt sie in den Muslauch
00:05:55Mobile, mobile, mobile
00:05:56Wer sind Sie?
00:05:58Vera Mundt
00:05:59Das Trink
00:06:01Was zerren Sie einfach unseren Sohn zum Arzt?
00:06:04Gegenfrage, was zerren Sie ihn nicht zum Arzt?
00:06:06Felix hat seit Wochen starkes Nasenblut
00:06:08Komm, lass uns das Meeting canceln und mit Felix...
00:06:10Canceln? Die sind extra aus Hamburg angereist
00:06:12Ja, dann fahre ich eben allein mit ihnen in die Klinik
00:06:14Ich kann deinen Bereich bei der Präsentation nicht abdecken
00:06:16Ist doch egal jetzt
00:06:17Es handelt sich doch zunächst einmal nur um die Knochenmarkpunktion, oder?
00:06:22Ist es okay für dich, wenn wir bei der Präsentation nicht dabei sind?
00:06:25Claudia, wir können ihn jetzt nicht allein lassen
00:06:27Lass stecken
00:06:29Ruft mir einfach ein Taxi und gut ist, okay
00:06:32Weißt du was? Ich begleite dich zu dem Eingriff
00:06:34Danke, danke Frau Mundt
00:06:35Wir holen dich auf jeden Fall ab, Digga, okay?
00:06:43Komm
00:06:59Was hab ich euch getan?
00:07:01Hast du den Rucksack gesehen?
00:07:03Ist der neu? Schick?
00:07:05Kann der auch fliegen?
00:07:07Na komm, bringen wir es hinter uns
00:07:08Lass mich in Ruhe!
00:07:13Vielleicht solltest du ihm zeigen, wie man fliegt's
00:07:14Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein
00:07:19Hey, was ist denn los? Was ist ihn los?
00:07:24Ist dir los?
00:07:26Mir ist mein Rucksack runtergefallen
00:07:36Erlebt
00:07:37Müssen Sie nicht eigentlich zu Ihren Haus besuchen?
00:07:39Ach, lass dies nur meine Sorge sein.
00:07:46Unser erstes Date hatte ich mir auch anders vorgestellt.
00:07:50Ist ja erschreckend, dass du dir überhaupt eins vorstellst.
00:07:53Wieso haben Sie eigentlich einen Freund?
00:07:55Also, was mit Pauls Vater?
00:07:58Wir haben uns getrennt, kurz nach Mia's Geburt.
00:08:02Wieso?
00:08:03Weil er nochmal neu anfangen wollte.
00:08:06Ich verstehe keinen Mann.
00:08:08Ja, das habe ich damals auch nicht.
00:08:10Er hat plötzlich entdeckt, dass familie nicht wirklich das ist, was er braucht.
00:08:16Er wollte frei sein, unabhängig.
00:08:20Er erinnert mich stark an meine Mutter.
00:08:32Komm gleich.
00:08:37Dr. Henning Maurer, also.
00:08:40Mhm.
00:08:42Wer?
00:08:43Mund.
00:08:44Versorgungsassistente bei Dr. Wegner.
00:08:46Wegner.
00:08:48Sie tanzen gut.
00:08:51Stech?
00:08:52Das ist Felix Leibner.
00:08:54Er wartet auf seine Funktion.
00:08:57Ah, dann wartest du auf mich.
00:08:59Bist du so weit?
00:09:00Wollen wir los?
00:09:01Ja?
00:09:02Dann stehen Sie wieder zu sehen.
00:09:10Möchtest du, dass ich mitkomme?
00:09:13Ja?
00:09:13Okay.
00:09:16Gut.
00:09:30Du wirst jetzt einen leichten Blick spüren.
00:09:39Okay.
00:09:41Das war's.
00:09:44Ist gleich vorbei.
00:09:49Danke.
00:09:51Willst du jetzt ganz kurz wehtun.
00:09:59Okay.
00:09:59Okay.
00:10:01Schon vorbei.
00:10:03Schon vorbei.
00:10:09Pi X ist gleich Null und Cosinus Z ist auch gleich Null.
00:10:13Nö.
00:10:13Danke.
00:10:14Ach, du bist mein Held.
00:10:16Ja?
00:10:17Ja.
00:10:17Und was ist Bruno dann?
00:10:21Bruno und ich, wir kennen uns schon so lange.
00:10:23Das ist nicht einfach.
00:10:26Doch, ist einfach.
00:10:28Bruno, wir kennen uns schon so lange.
00:10:29Luft raus.
00:10:30Fertig.
00:10:35Hallo?
00:10:36Paul?
00:10:37Ja?
00:10:37Paul, ich bin's.
00:10:38Dein Vater.
00:10:40Ich bin in Köln.
00:10:41Können wir uns sehen?
00:10:43Warum?
00:10:45Ich würde gerne mal mit dir reden.
00:10:47Wieso?
00:10:47Brauchst du eine Niere?
00:10:49Hast du in den nächsten Tagen Zeit?
00:10:51Nee, hab ich nicht.
00:10:52Und ruf mich bitte erst wieder am Geburtstag an.
00:10:54So einen Anruf außerhalb der Reihe.
00:10:54Der macht mich ganz nervös.
00:11:02Arschloch.
00:11:05Mein Erzeuger.
00:11:08Ruf der dich wirklich nur zum Geburtstag an?
00:11:10Nee, das war unfair.
00:11:12An Weihnachten meldet er sich auch noch mal.
00:11:16Und deine Eltern kommen sicher gleich, ja?
00:11:19Bestimmt.
00:11:20Willst du kurz sprechen?
00:11:21Komm, komm gleich wieder.
00:11:25Ich würde sie gerne zum Essen einladen.
00:11:27Oh.
00:11:29Ja, gern.
00:11:30Heute Abend.
00:11:32Das ist ein bisschen zu kurzfristig.
00:11:34Ich bin allein erzählen und ich muss meine Arme.
00:11:35Morgen Abend.
00:11:39Das könnte ich hinkriegen.
00:11:41Gut.
00:11:42Ich ruf an.
00:11:44Da hat sich die Scheibe sehr wenigstens für eingelohnt, ne?
00:11:51Und?
00:11:51Ja, Leitner hier.
00:11:53Ich kann Felix nicht erreichen.
00:11:54Ist alles gut gelaufen?
00:11:56Ja.
00:11:57Und, weiß man schon mehr?
00:11:58Nein, die Ergebnisse bekommen wir erst morgen früh.
00:12:01Wir werden uns ein bisschen verspäten.
00:12:04Oh.
00:12:05Wissen Sie, dann schlau ich vor, dass Sie Felix das hier abholen.
00:12:08Okay.
00:12:08Das nimmt so ein bisschen den Stress raus.
00:12:10Ich höre ganz so.
00:12:12Ich schlafe bei Paul, ja?
00:12:13Das nimmt noch mehr den Stress raus.
00:12:15Na, Felix?
00:12:17Gut.
00:12:17Und wir sehen uns dann morgen bei Dr. Segen in der Praxis, ja?
00:12:20Ja.
00:12:21Grüßen Sie ihn bitte von uns.
00:12:23Wiederhören.
00:12:26Er schläft bei Paul.
00:12:42Jetzt schauen wir mal ein Zöhrchen.
00:12:45Okay.
00:12:52Also, ich würde sagen, das ist ein lediglicher Drei-Tages-Infekt.
00:12:55Okay.
00:12:55Ja, das ist morgen rausgestanden.
00:12:58Hier, hier.
00:12:59Okay.
00:13:09So.
00:13:12Jetzt brennt es kurz.
00:13:40Oh.
00:13:42Ach, der Fuß ist nur verstaucht, Frau Böhl.
00:13:46Was heißt denn hier nur?
00:13:47Ich hätte mir den Hals brechen können.
00:13:49Kommt jeder zu, den Boden zu wachsen.
00:13:52Der Nutter hat es doch bloß gut gemeint.
00:13:53Ist ja klar, dass Sie sie verteidigen.
00:13:56Wo ist denn überhaupt wieder? Bei Ihnen?
00:13:58Auch eine 24-Stunden-Wilde hat man frei.
00:14:01Ja.
00:14:02Ich warte auf den Tag, wo ihr beide im Partnerlook auftaucht.
00:14:05Das Warten wird sich lohnen.
00:14:17Ich bin wieder zu Hause.
00:14:21Mia?
00:14:30Mia?
00:14:33Mäusel.
00:14:34Was ist denn los?
00:14:36Das ist schlecht.
00:14:37Ja, das sehe ich.
00:14:46Oh Gott, du zitterst ja.
00:14:48Pass mal auf.
00:14:50Wir fahren mal gleich zu Dr. Wegner, okay?
00:14:52Geht's?
00:14:55Hast du irgendwas Komisches gegessen?
00:14:59Vielleicht habe ich eine Magenkrippe.
00:15:01Die haben gerade viele in der Schule.
00:15:05Schreibst du mich krank?
00:15:06Es wird wirklich besser, wenn du ein paar Tage zu Hause bleibst.
00:15:10Hier.
00:15:12Wartest du draußen?
00:15:19Mia ist eine Einsatzschülerin.
00:15:20In letzter Zeit sacken ihre Zensuren ab.
00:15:23Ich denke, sie nimmt sich das vielleicht zu sehr zu Herzen.
00:15:26Der langsame Herzschlag, die trockenen Lippen,
00:15:29das ist nicht psychosomatisch.
00:15:31Das sind Symptome für eine Lebensmittelvergiftung.
00:15:34Ja, schon, aber...
00:15:36Wenn es geht wie eine Ente und es quakt wie eine Ente,
00:15:39dann ist es eine Ente.
00:15:40Es ist eine Lebensmittelvergiftung.
00:15:43Was machen Ihre Fortbildungskurse, Frau Krankenschwester?
00:15:48Läuft.
00:15:49Schönen Abend noch.
00:15:56Mia, geh schon mal nach oben.
00:15:58Ich sag dir gleich gute Nacht.
00:15:58Ja.
00:16:00Paul?
00:16:01Ja.
00:16:05Hallo, Felix.
00:16:09Paul?
00:16:10Sag mal, was ist denn das mit der Wäsche?
00:16:12Ich musste Rosalie mit den Mattheausaufgaben helfen.
00:16:15Na ja, wenigstens hast du eingekauft.
00:16:16Der Laden hatte schon zu.
00:16:19Du, Paul, ich muss mich auf dich verlassen können.
00:16:21Warum leisten wir uns nicht einfach eine Putze?
00:16:23Weil wir es so dick auch nicht haben.
00:16:25Dein Ex hat übrigens angerufen.
00:16:27Wie, dein Vater?
00:16:28Ja, das ist in Köln.
00:16:30Wollte vorbeikommen.
00:16:32Mit mir reden.
00:16:33Wieso?
00:16:34Weiß sie nicht.
00:16:35Aufgelegt.
00:16:42Na?
00:16:47Also, gute Risse.
00:16:48Ich lache schön.
00:17:06Vera, ich hätte ihn auch nicht von der Bettkante gestoßen.
00:17:17Ich hätte nie gedacht, dass der eines Tages einfach mal so geht.
00:17:30Und das Schlimme ist, er hat mein Vertrauen mitgenommen.
00:17:39Ab jetzt kann ich ihn auch nicht leidern.
00:18:04Wissen Sie schon, ob meine Ergebnisse gekommen sind?
00:18:07Dr. Wegener hat noch nicht angerufen.
00:18:10Mia, bist du mal so lieb und machst auf?
00:18:15Papa!
00:18:16Na, mein Schatz.
00:18:17Oh.
00:18:19Ich bin krank.
00:18:21Ach, herrje.
00:18:22Was hast du denn?
00:18:22Ein Magenvirus.
00:18:23Oh nein.
00:18:24Was machen wir denn da?
00:18:26Gehen wir erst mal reinkommen.
00:18:30Schaut, wer, wer hier ist.
00:18:32Hallo zusammen.
00:18:34Halt mich an, wenn du was weißt.
00:18:37Bevor ich hier im Strahl kotzen würde.
00:18:41Darf Papa auf mich aufpassen?
00:18:43Ach, Mia, Danuta hat sich heute extra den ganzen Tag freigenommen.
00:18:46Dann passen eben beide auf mich auf.
00:18:48Bitte, bitte, bitte.
00:18:50Von mir aus gerne.
00:18:52Ja.
00:18:53Ist doch okay für dich, oder?
00:18:59Komm, wir gehen spielen.
00:19:18Guten Morgen.
00:19:20Guten Morgen.
00:19:21Deine Eltern sind schon drinnen.
00:19:23Okay.
00:19:23Ich danke Ihnen fürs Fahren.
00:19:26Kein Thema.
00:19:26Wir sehen uns.
00:19:27Okay.
00:19:28Hallo.
00:19:29Komm, ich mal.
00:19:30Und?
00:19:32Der Befond schon da?
00:19:34Ja.
00:19:36Aplastische Anämie im fortgeschrittenen Stadium.
00:19:41Ich habe gestern Abend noch die Knochenmarkspenderdatei informiert.
00:19:46Ja.
00:19:47Gut.
00:19:49Bis später.
00:19:50Bis später.
00:19:53Bis später.
00:19:58Also Anämie, das ist doch Blutarmut, oder?
00:20:01Bei der aplastischen Anämie handelt es sich um eine störende Knochenmarkfunktion.
00:20:06Die Krankheit verhindert unter anderem auch die Thrombozytenbildung.
00:20:11Die Thrombozyten sind für die Blutstillung zuständig.
00:20:14Das heißt, eine kleine Verletzung kann lebensbedrohlich sein.
00:20:18Das gleiche ergibt auf einen Infekt, da auch die Leukozytenbildung gestört ist.
00:20:23Und was kann man dagegen tun?
00:20:25Durch eine Stammzellen- oder Knochenmarkspende ist die Krankheit heilbar.
00:20:30Normalerweise sind Geschwister die optimalen Spender.
00:20:33Aber soviel ich weiß, hat Felix keine Geschwister.
00:20:37Dann würde ich gerne bei Ihnen Blut abnehmen,
00:20:40da Sie als Eltern zumindest gemeinsame Gewebemerkmale haben mit Ihrem Sohn.
00:20:46Laut Docs im Netz sterbe ich, wenn kein passender Spender gefunden wird.
00:20:49Was?
00:21:04Endlich lerne ich Sie meinen Aktionen kennen.
00:21:07Ich habe schon so viel von Anita gehört.
00:21:10Ich befürchte, meine kleine Maus ist eifersüchtig auf Sie.
00:21:15Eifersüchtig?
00:21:16Wegen Dr. Wegner.
00:21:18Auch wenn sie es nicht zugibt, sie schmerzt für ihn.
00:21:21Ich werde hier nicht ins Gehege kommen.
00:21:23Ich sage das auch nur, Anita kann manchmal ein bisschen ziggig sein.
00:21:32Oh.
00:21:34Brotschneidemaschine.
00:21:35Bin abgerutscht.
00:21:37Also den Hautlapp muss ich entfernen.
00:21:39Entfernen?
00:21:40Ja, aber ich verspreche Ihnen, das tut nicht weh.
00:21:42Der ist ja schon abgestorben und die Nerven sind tot.
00:21:45Oh.
00:21:46Am besten Sie gucken woanders hin.
00:21:48Wer ist denn das?
00:21:51Das ist Maria.
00:21:53Und was macht Maria so?
00:21:57Maria hat einen neuen Freund.
00:22:00Ein Postbote aus Heimbach.
00:22:02Ihr neuer Freund trägt auch die Post bei dem Waldschrat aus.
00:22:07Was ist denn für ein Waldschrat?
00:22:09Der lebt seit vielen Jahren bei Heimbach im Wald in einer Hütte.
00:22:12Und heute Morgen hat er Post bekommen von der Stelle, wo alle gesammelt werden, die Knochenmark spenden wollen.
00:22:17Und Maria meint, vielleicht geht das ja um Felix.
00:22:22Das kann ich mir nicht vorstellen.
00:22:24Die Datei sucht nämlich international.
00:22:27Denn so ein Match ist wirklich sehr, sehr selten.
00:22:30Und dass da einer ausgerechnet aus der Nachbarschaft in Frage kommt.
00:22:33Ach so.
00:22:35Das wäre auch wirklich sehr komisch gewesen.
00:22:38Soweit ich weiß, kannten die sich nämlich.
00:22:40Wer?
00:22:41Der Waldschrat und die Mutter von Felix.
00:22:47Also, wenn der Mann tatsächlich in Frage kommt, dann geht alles seinen geregelten Gang.
00:22:52Das glaube ich eben nicht.
00:22:55Marias Freund hat erzählt, dass der den Brief einfach weggeworfen hat.
00:22:58Ungeöffnet.
00:23:02Felix hat doch die Blutgruppe Null.
00:23:04Wissen Sie, welche Blutgruppe seine Eltern haben?
00:23:07Nein, muss sie noch sein Moment.
00:23:11Die Mutter hat Null und der Vater AB.
00:23:15Womit Herr Leitner nicht der Vater von Felix sein kann.
00:23:18Richtig.
00:23:20Woher wussten Sie das?
00:23:23Oh.
00:23:39Wissen Sie, welche Blutgruppe seine Eltern haben?
00:24:24Ich bin Vera Mundt aus der Praxis von Dr. Wegner.
00:24:29Wir haben einen Patienten, der benötigt dringend eine Knochenmarkspende.
00:24:33Und ich habe zufällig erfahren, dass Sie kürzlich einen Brief von der Knochenmarkspenderdatei erhalten haben.
00:24:38Ich dachte, das wäre anonym.
00:24:40Ja, schon, aber Sie wurden beobachtet, wie Sie diesen Brief ungeöffnet weggeworfen haben.
00:24:44Ich wurde dabei beobachtet.
00:24:46Okay, das ist ja ein Ding.
00:24:48Können Sie mir vielleicht sagen, warum Sie den Brief nicht aufgemacht haben?
00:24:51Hm, also, ich habe mich irgendwann mal typisieren lassen, ja.
00:24:55Aber das ist eine Ewigkeit her.
00:24:57Und ich fühle mich im Moment nicht in der Lage, irgendwem irgendwas zu spenden.
00:25:00Ja, tschüss.
00:25:01Herr Clear, bitte.
00:25:05Ich würde wirklich gerne mit Ihnen darüber reden.
00:25:07Ich aber nicht.
00:25:10Gehen Sie bitte.
00:25:13Und wenn ich Ihnen sage, dass Sie damit vielleicht Ihrem Sohn das Leben retten könnten?
00:25:26Ist Ihnen klar, dass man mich wegen Ihrer Indiskretion in Grund und Boden klagen kann?
00:25:32Ja, wer soll denn klagen?
00:25:33Felix' Eltern?
00:25:34Die werden heilfroh sein, dass ihr Kind gerettet wird, dank meiner Indiskretion.
00:25:38Dank Ihrer Unfähigkeit, die richtigen Worte zu finden.
00:25:41Hätten Sie mich vorab informiert, hätte ich Herrn Clear davon überzeugt, zu spenden,
00:25:46ohne ihm zu sagen, dass er einen 17-jährigen Sohn hat, von dem er bis jetzt noch nichts wusste.
00:25:53Tun Sie sich bitte einen Gefallen und gehen Sie.
00:25:57Wortlos!
00:26:08Anita, schickst du bitte Herrn Clear her rein.
00:26:11Und danach, Frau Munds, Papiere?
00:26:13Herrn Clear, bitte.
00:26:14Die darf sich aber auch alles erlauben.
00:26:22Ist das denn sicher, dass der Junge mein Sohn ist?
00:26:24Dazu kann ich Ihnen ja leider keine Auskunft geben.
00:26:29Naja, vielleicht noch nicht, wir waren ja mal ein Paar vor.
00:26:3118 Jahren, 4 Monaten, 2 Wochen und ein paar Tage.
00:26:39Na gut, wie genau läuft dann so eine Knochenmarksspende ab?
00:26:43Zunächst einmal werde ich Sie durchchecken, ob Sie gesund sind.
00:26:46Haben Sie irgendwelche chronischen Erkrankungen?
00:26:48Nein.
00:26:51Haben Sie zur Zeit irgendeinen Infekt?
00:26:53Nein.
00:26:56Haben Sie eine Medikamenten-, Drogen- oder Alkoholabhängigkeit?
00:26:59Was hat das denn mit der Fähigkeit zu spenden zu tun?
00:27:02Bei dem Empfänger wird kurz vor der Spende das Immunsystem heruntergefahren.
00:27:07Wenn jetzt der Spender seine Zusage nicht einhält,
00:27:10kann das für den Empfänger tödlich sein.
00:27:14Wenn Sie damit einverstanden sind, würde ich Ihnen zuerst einmal Blut abnehmen
00:27:17und dann ein EKG machen.
00:27:19Ähm, ich glaube, das geht mir doch alles ein bisschen zu schnell.
00:27:23Ich muss das immer sacken lassen, ja.
00:27:24Ich melde mich bei Ihnen.
00:27:26Das ist nicht, Mama.
00:27:33Ich geh schon mal rein, okay?
00:27:38Ich lese Sie nachher weiter.
00:27:40Ja, Mama?
00:27:41Ach, hallo, Paul.
00:27:43Du sag mal, kannst du bitte dem Installateur auf die Füße treten?
00:27:45Der soll endlich vorbeikommen und ich kann ihn nicht erreichen.
00:27:47Ich wollte noch mit Felix los. Wir wollten noch zusammen...
00:27:49Ja, bis später.
00:27:56Ja, ich höre.
00:27:57Würden Sie bitte bei der Händige vorbeifahren?
00:27:59Also einfach aus der Praxis abgehauen, ohne dass ich ihn versuchen konnte.
00:28:03Ich befürchte...
00:28:03Dass Sie nicht fähig waren, die richtigen Worte zu finden?
00:28:06Ja, jedem seine fünf Minuten rum.
00:28:11Paul, können wir reden?
00:28:14Komm, setz dich.
00:28:21Ich will mich bei dir entschuldigen.
00:28:23Bei mir?
00:28:24Ja.
00:28:26Ich weiß, dass ich einen großen Fehler gemacht habe.
00:28:28Dass es mies war, euch hängen zu lassen.
00:28:30Besonders dich.
00:28:32Und da musstest du so lange drüber nachdenken?
00:28:36Als ich damals gegangen bin, ja.
00:28:38In dem Zustand...
00:28:40Paul, ich wäre dir kein guter Vater gewesen, glaub mir.
00:28:43Ich habe mich gefühlt wie...
00:28:44Wie in einem falschen Leben, verstehst du?
00:28:46Ach komm, willst du mich verarschen?
00:28:48Du hattest Verpflichtungen.
00:28:50Paul, ich weiß, ich...
00:28:51Du weißt?
00:28:52Du weißt überhaupt nichts.
00:28:55Ich war acht Jahre alt und da hast du mich alleingelassen mit einer Mutter, die nach außen hin funktionieren musste.
00:28:59Und abends, wenn sie gedacht hat, ich höre es nicht, hat sie sich in den Schlaf geheult.
00:29:02Was glaubst du und wie es mir damit ging?
00:29:08Ich habe Mia gebadet.
00:29:10Ich habe sie gefüttert und ich habe sie gewickelt.
00:29:12Ich weiß, was ihr erstes Wort war.
00:29:14Ich war bei ihren ersten Schritten dabei und bei ihrer Einschulung.
00:29:17Und du? Wo warst du, hä?
00:29:18Nachdenken.
00:29:19Ich kann die Vergangenheit nicht ändern.
00:29:22Nur die Zukunft.
00:29:25Hör zu, ich...
00:29:27Ich will mir jetzt eine größere Wohnung in Berlin nehmen.
00:29:29Und ich dachte...
00:29:30Wenn du auch wieder in Berlin leben willst...
00:29:37Du denkst nicht ernsthaft, ich ziehe bei dir ein, oder?
00:29:39Ich will einfach, dass du mir eine zweite Chance gibst.
00:29:42Ich kann auch ein Haus kaufen.
00:29:44Mit einer Einliegerwohnung.
00:29:45Nur für dich.
00:29:46Du hättest deine Freiheiten, könntest deine Freunde treffen, du...
00:29:52Ich will dir zeigen, dass ich ein guter Vater sein kann.
00:29:57Überleg's dir.
00:29:59Ich will dir.
00:30:02Ich will dir.
00:30:07Ich will dir.
00:30:10Das war's für heute.
00:30:43Ich würde gerne wissen, wie lange man braucht, um trocken zu werden.
00:30:46Wie lange trinken Sie schon?
00:30:49Ähm, 18 Jahre.
00:30:52Im Moment bin ich bei zwei Flaschen Rotwein am Tag und ein bis zwei Flaschen, damit ich einschlafen kann.
00:30:58Haben Sie schon mal versucht aufzuhören?
00:31:00Ja, aber da hat mir alles wehgetan.
00:31:02Sie dürfen auf keinen Fall alleine auf Erzug gehen.
00:31:04Das kann unter anderem zu schweren epileptischen Anfällen führen.
00:31:08Sie müssen in eine Klinik.
00:31:11Ja, ich hab aber keine Zeit, um mal in eine Klinik zu gehen.
00:31:15Herr Clear, hätten Sie einen Moment?
00:31:20Es ist romantisch hier.
00:31:22Aber auch ein bisschen einsam.
00:31:23Ja.
00:31:25Das war immer mein Plan.
00:31:26Das mit der Romantik oder das mit der Einsamkeit?
00:31:30Herr Clear und ich, weil wir uns getrennt haben, da war ich ja nicht mehr wirklich gesellschaftsfähig.
00:31:38Herr Clear, wir machen uns Sorgen, dass Sie aufgrund der Vergangenheit mit Frau Leitner vielleicht nicht mehr bereit sind zu
00:31:45spenden.
00:31:48Dann stimmt das, dass dieser Junge das, also, dass Felix mein Sohn ist.
00:31:53Alles, was ich dazu sagen kann, ist, sprechen Sie am besten mit Frau Leitner selbst.
00:31:58Was hat er eigentlich?
00:32:00Eine Form von Blutarmut.
00:32:02Und wenn ihm nicht so schnell wie möglich geholfen wird, dann...
00:32:04Ich mach das auf alle Fälle.
00:32:06Ich muss nur noch ein paar Dinge regeln, dann komm ich morgen früh in Ihre Praxis, versprochen.
00:32:12Tja.
00:32:14Kind.
00:32:16Mein größter Wunsch, hätte ja ein Kind gehabt.
00:32:23Woran ist Ihre Beziehung zu Frau Leitner eigentlich gescheitert?
00:32:27Wir haben damals diese Werbeagentur gegründet.
00:32:29Da war ich ein richtig gefragter Werbetext.
00:32:32Ja, aber die Arbeit hat mir keinen Spaß gemacht.
00:32:35Man hat zwar gut verdient, aber...
00:32:37Ja, und als wir dann genug Geld zusammen hatten, da wollte ich aufhören.
00:32:40Claudia aber nicht.
00:32:42Deswegen haben Sie sich getrennt?
00:32:45Ich wollte einfach Zeit haben.
00:32:47Zeit für Claudia, Zeit zum Schreiben, Zeit für ein Kind.
00:32:52Man hat sich auch Ihre große Liebe für meinen Freund Klaus entdeckt.
00:32:56Klaus Leitner war Ihr Freund?
00:32:58Mhm.
00:33:12Na los. Eins, zwei, drei.
00:33:17Gut.
00:33:18Auch, pass mal auf.
00:33:21Jetzt.
00:33:22Oh!
00:33:23Nicht ganz.
00:33:33Papa kann auch nicht mal Ratschlag.
00:33:36Tja, Loser.
00:33:38Mia, lauf schon mal rein und wasch dir die Hände.
00:33:40Wir essen gleich zu Abend.
00:33:41Wenn du willst, kann ich morgen auch auf Mia aufpassen.
00:33:44Ach, danke.
00:33:45Nicht nötig.
00:33:46Ich meine, sie sieht ja schon wieder ganz fit aus, ne?
00:33:48Kannst auch zur Schule gehen.
00:33:50Okay, komm.
00:33:51Dann bis bald.
00:33:58Und?
00:33:59Woher dieser plötzliche Familiensinn?
00:34:04Ich habe seit einem Jahr eine Freundin.
00:34:06Eva.
00:34:07Sie hat auch einen Sohn.
00:34:09In Pauls Alter.
00:34:10Wir haben jetzt einiges klar geworden.
00:34:12Da brauchst du tatsächlich eine neue Freundin, um zu begreifen, was dein plötzlicher Abgang
00:34:16für uns bedeutet hat.
00:34:18Vera, du hast allen Grund, sauer auf mich zu sein, ja, aber gib...
00:34:22Verschwinde.
00:34:23Verschwinde einfach.
00:34:24Vera, bitte hier.
00:34:27Denkst du an deinen Termin?
00:34:31Wir reden morgen, ja?
00:34:41Jo, auf dich.
00:34:42Auf mich.
00:34:45Wir haben recherchiert.
00:34:47Die Wahrscheinlichkeit, einen passenden Knochenmark-Spender zu finden, liegt bei 1 zu mehreren Millionen.
00:34:52Das ist der Wahnsinn.
00:34:54Das ist dein Glückstag und auch unser Glückstag.
00:34:58Weiß man eigentlich, wer der Spender ist?
00:35:00Das ist anonym.
00:35:04Wer schneidet an?
00:35:06Na komm, Ladies first.
00:35:22Jakob.
00:35:23Hallo, Claudia.
00:35:24Ich würde gerne mit euch reden.
00:35:28Jetzt nicht.
00:35:29Ich rufe dich später an.
00:35:31Hey, wer ist denn da?
00:35:33Ich bin der Knochenmark-Spender.
00:35:36Was?
00:35:37Sie sind also der eine aus einer Million, der zugepasst?
00:35:41Wie geil ist das denn?
00:35:43Hallo.
00:35:45Und wie, ihr kennt euch?
00:35:46Na komm, dann komm.
00:35:48Lass uns später telefonieren, ja?
00:35:49Nein.
00:35:50Wieso das denn?
00:35:51Er verhält mit uns.
00:35:53Dank ihm feiern wir meine Wiedergeburt.
00:35:56Claudia?
00:36:00Es wird Zeit, dass wir Felix...
00:36:04Nein.
00:36:07Nein.
00:36:10Claudia, wir müssen es ihm sagen.
00:36:12Es wird Zeit, dass er die Wahrheit erfährt.
00:36:16Was denn für eine Wahrheit?
00:36:28Also, der Klier, also Jakob, das ist dein leiblicher Vater.
00:36:46Ich bin der Paar.
00:36:47Ich bin der Paar.
00:37:11Ich habe extra den besten Tisch für dich reserviert.
00:37:13Danke.
00:37:14Da nicht für...
00:37:17Guten Abend.
00:37:19Guten Abend.
00:37:22Benni?
00:37:25Chris?
00:37:30Woher kennt ihr beiden euch?
00:37:32Wir beide kennen uns von einem Auslandseinsatz.
00:37:34Ärzte ohne Grenzen.
00:37:36Na ja.
00:37:37Ah, Sie sind also auch Arzt?
00:37:39Ja.
00:37:40Im Simmerather Krankenhaus.
00:37:42Ah.
00:37:44Und welche Fachrichtung?
00:37:46Internist.
00:37:47Ah.
00:37:49Kater?
00:37:51Ah.
00:37:53Ich nicht, danke.
00:37:54Ich hätte gerne einen Diesel.
00:37:55An was?
00:37:56Na, Bier mit Cola.
00:37:57Ah.
00:37:58Ich hätte gerne einen Weißwein, Riesling, trocken, wenig Säure.
00:38:01Von der A.
00:38:08Oh, ich liebe dieses...
00:38:10Du hast es nicht ganz so schlimm.
00:38:11Das ist eine Magenverstimmung.
00:38:13Hast du irgendwas Schlechtes gegessen?
00:38:14Toten Hund oder so?
00:38:18Können Sie mich nicht eine Woche krank schreiben?
00:38:22Ja, unbedingt.
00:38:25Aber jetzt?
00:38:27Ich schläf's nicht erst mal aus.
00:38:29Bis bald.
00:38:32Also auf mich machst du einen fetten Eindruck.
00:38:35Das heißt, du kannst morgen wieder zur Schule gehen.
00:38:37Aber?
00:38:37Kein aber.
00:38:40Ich lass das Nachtlicht an, aber jetzt brauchst du wirklich schlafen.
00:38:42Okay?
00:38:44Du musst dich auch holen.
00:38:46Ich lache schön.
00:38:54Das war ein spannendes erstes Date.
00:38:57Ja, tut mir leid.
00:38:59Muss ich Ihnen nicht leid tun.
00:39:01Diese zauberhafte kleine Tochter.
00:39:04Tolle Frau.
00:39:08Darf ich?
00:39:20Gute Nacht.
00:39:23Und vielen Dank nochmal.
00:39:46Und vielen Dank.
00:39:58Vogelbären?
00:40:01Du isst Vogelbären, damit du nicht zur Schule musst?
00:40:06Was ist denn passiert?
00:40:09Das machst du doch nicht aus Angst vor schlechten Noten.
00:40:14Mia, komm, rede mit Mia.
00:40:22Du, ich bleib hier sitzen.
00:40:24Sonno, bis du achtsam bist.
00:40:29Mäusele, red mit Mia.
00:40:47Wormund?
00:40:48Ist dringend.
00:40:50Möchtens nicht.
00:40:55Und was gedenken Sie jetzt zu tun?
00:40:57Ich werde mir die beiden vorknöpfen. Zumal das ja nicht das erste Mal war.
00:41:00Wie bitte?
00:41:02Letztes Jahr haben Sie ein Mädchen vor dem Bus geschubst.
00:41:04Ja, aber der Busfahrer hat super reagiert.
00:41:05Ach, super.
00:41:07Und damit sind die durchgekommen?
00:41:08Nein, ich habe die abgemahnt.
00:41:09War schon die zweite Abmahnung.
00:41:10Ja, aber bei der dritten fliegt man doch.
00:41:12In Deutschland fliegt man nicht so schnell.
00:41:13Immer Schulpflicht.
00:41:14Müssen wir eine Ersatzschule finden.
00:41:16Ich helfe Ihnen gerne bei der Suche.
00:41:18Ich rede jetzt erstmal mit den Eltern und dann sehen wir weiter.
00:41:21Herr Ortmann, es tut mir leid, aber das geht mir nicht weit genug.
00:41:23Ich kann doch nicht darauf hoffen, dass der Bus rechtzeitig vor meiner Tochter stoppt.
00:41:28Hallo?
00:41:28Ist doch Ihre Aufgabe als Rektor sich schützend vor die Kinder zu stellen.
00:41:31Wie ich meinen Job erledige, das überlassen Sie bitte mal mir.
00:42:14Ich würde es r Maya empfangen, denn es war wirklich schon mal mashed, die Kinder zu machen.
00:42:17Mich Bine, Winter.
00:42:42Wusstest du, dass es mich gibt?
00:42:46Ich wusste, dass deine Mutter ein Kind hat, ja, aber ich wüsste nicht, dass es von mir ist.
00:42:52Was?
00:42:58Hast du Kinder?
00:43:00Also, außer meiner Wenigkeit?
00:43:04Nicht, dass ich wüsste.
00:43:22Und du wohnst hier ganz allein? Also, mitten im Wald?
00:43:26Na ja, das ist schön hier. Und als deine Mutter und ich uns getrennt haben, da war eine schwierige Zeit
00:43:34für mich.
00:43:35Ich brauchte einen Ort, um zu verkriechen.
00:43:40Alles klar?
00:43:44Egal wohin du dich verkriechst, du nimmst dich immer mit.
00:43:50Und was machst du noch so? Außer dich zu verkriechen?
00:43:54Ich bin nicht sowas wie ein Autor, ich schreib Geschichten.
00:43:59Was für Geschichten?
00:44:00Fantasy.
00:44:02Cool.
00:44:03Weißt du, ich bin der absolute Fantasy-Fan.
00:44:07Ja.
00:44:08Aber, äh, Jakob Klirn?
00:44:11Der Name ist mir auf jeden Fall noch nicht untergekommen.
00:44:13Ich schreib ja auch in seinem Pseudonym Ronin.
00:44:17Ich sag mal, du bist Ronin?
00:44:19Ja, kennst du meine Geschichte?
00:44:20Ja, na klar.
00:44:23Du, du bist genial.
00:44:24Wirklich, also, du bist genial.
00:44:28Also, wirklich.
00:44:29Ich hol's mal, was zu trinken.
00:44:32Ja, okay.
00:44:34Bis auf eine Vitamin-B1-Mangel und leichter wird der Leberwerte, ist alles gut.
00:44:39Gut, dann kann ich spenden, ja?
00:44:40Ja, können Sie.
00:44:44Morgen zusammen.
00:44:44Morgen.
00:44:47Felix und Herr Leitner sind draußen.
00:44:49Sehr gut.
00:44:50Gut, ähm, wann soll ich, äh, spenden?
00:44:53Sie müssen zunächst mal ein paar Tage ein Wachstumshormon einnehmen,
00:44:57damit die Stammzellen aus dem Knochen in die Blutbahn gehen.
00:45:00Nebenwirkungen können sein, grippeähnliche Symptome.
00:45:03Aber dann die eigentliche Spende ist nur noch eine Blutabnahme.
00:45:07Gut, also in ein paar Tagen.
00:45:08Ja.
00:45:09Herr Klir, alles in Ordnung. Sie zittern.
00:45:13Meiner Väter nicht jeden Tag, dass mein 17-jährigen Sohn hat.
00:45:19Ja.
00:45:20Gut.
00:45:21Gut, das Rezept bekommen Sie draußen bei Frau Rabshal, also Anita.
00:45:25Äh, tschüss.
00:45:54Tschüss.
00:45:56Da passt es Ihnen nicht, dass ich mir für manche Patienten ein bisschen mehr Zeit nehme.
00:45:59Es passt mir nur nicht, wenn andere zu kurz kommen.
00:46:02Sicher.
00:46:05Felix, tut mir leid, wie du es gestern erfahren hast.
00:46:08Hast du deshalb immer so komisch?
00:46:11Wo meinst du denn das?
00:46:13Ja, das ist doch seltsam.
00:46:15Wie so ein Kumpel.
00:46:17Wieso sollte man nicht als Vater auch ein guter Kumpel sein?
00:46:21Wenn ich gern zu dir aufgeschaut hätte, mit einem Kumpel geht es nicht.
00:46:24Kumpel zügen sich nicht an.
00:46:26Wann habe ich dich denn belogen?
00:46:28Dass du mir nicht die Wahrheit gesagt hast?
00:46:34Warum habt ihr mir nicht gesagt, dass Jakob mein Vater ist, ne?
00:46:37Das wollten wir, aber...
00:46:41Wir wollten warten, bis du älter bist, damit du es verstehst.
00:46:46Und dann irgendwann.
00:46:47Wir haben den Zeitpunkt verpasst, Feli.
00:46:49Ja, offensichtlich habt ihr das.
00:46:51Hallo.
00:46:52Hi.
00:46:54Alles klar?
00:46:56Mhm.
00:46:56Und bei dir?
00:47:00Felix, wir müssen jetzt ins Krankenhaus.
00:47:02Du musst vorbereitet werden.
00:47:06Ich komm dich im Krankenhaus besuchen.
00:47:16Da ist hier die kleine Pätze.
00:47:18Ich glaub, dein Gehirn muss dringend besser durchblutet werden,
00:47:20damit du beim nächsten Mal richtig denken kannst.
00:47:22Mach!
00:47:23Bitte nicht!
00:47:23Bitte nicht!
00:47:24Nein, nein, bitte!
00:47:25Ich sag nichts mehr!
00:47:27Bitte!
00:47:28Nein!
00:47:29Nein!
00:47:29Bitte!
00:47:30Bitte!
00:47:32Bitte!
00:47:32Nein!
00:47:33Bitte!
00:47:34Nein!
00:47:34Hey!
00:47:36Bitte!
00:47:41War doch nur ein Spaß.
00:47:51Einen Tag Suspendierung.
00:47:53Ja, Paul kann froh sein, dass Alex nur eine leichte Gehirnerschütterung hat.
00:47:55Die Jungen haben meine Tochter mit dem Kopf voran übers Treppengeländer gehalten.
00:47:59Alex und Justus werden ja auch suspendiert.
00:48:01Und das soll eine Strafe sein.
00:48:03Wenn Sie nicht wollen, dass man sich in Ihren Job einmischt, dann machen Sie ihn gefälligst auch.
00:48:08Nachdem Sie mit Alex geredet haben, hatte der Junge ja alle Zeit der Welt sich an meiner Tochter zu rächen.
00:48:12Und bitteschön, wo waren Sie?
00:48:13Warum lassen Sie sowas überhaupt zu?
00:48:17Ich habe mich informiert.
00:48:18Es ist zwar nicht ganz einfach, aber auch nicht unmöglich, Schüler von der Schule zu verweisen.
00:48:24Ich werde die Schulbehörde informieren.
00:48:27Wenn Sie das tun, dann werden wir einen Lehrer verlieren.
00:48:30Wieso das?
00:48:31Wenn zwei Schüler die Schule verlassen, dann haben wir hier an der Schule zu wenig Schüler, beziehungsweise eine Planstelle zu
00:48:37viel.
00:48:38Frau Mund, ich versichere Ihnen, ich werde die Sache regeln.
00:48:42Wiedersehen.
00:49:19Wo willst du hin?
00:49:21Zu Rosalie.
00:49:22Vergiss es.
00:49:22Du bleibst heute hier, bis ich von der Arbeit nach Hause komme.
00:49:25Wir müssen reden.
00:49:26Worüber?
00:49:28Wenn ich mir nicht gerettet hätte.
00:49:29Wofür ich dir auch total dankbar bin.
00:49:31Aber es geht nicht, dass du Alex danach so massiv schlägst.
00:49:35Hatte er verdient.
00:49:36Hatte er verdient?
00:49:37Ja.
00:49:38Und was er verdient hat, das entscheidest du.
00:49:40Bist du jetzt der neue Hilfs-Sheriff oder wie?
00:49:41Also, da ist ab sofort Hausarrest.
00:49:45Hausarrest?
00:49:46Hast du ein Fifties-Fleisch?
00:49:52Nur zum besseren Verständnis.
00:49:55Als ich das erste Mal im OP assistiert habe, da bin ich schon beim kleinsten Tropfen Blut fast ohnmächtig geworden.
00:50:01Und mittlerweile können sie alle vier Gliedmassen gleichzeitig amportieren.
00:50:05Ich würde nicht mal mit der Wimper zucken.
00:50:07Weil ich mich dran gewöhnt habe.
00:50:09Verstehst du?
00:50:10Und genau so verhält es sich mit Gewalt.
00:50:13Und ich werde nicht dabei zusehen, wie sich mein Sohn an Gewalt gewöhnt.
00:50:18Okay?
00:50:19Und deswegen werden wir heute Abend sprechen.
00:50:24Der einzige, der mir in Zukunft noch was zu sagen hat, ist Papa.
00:50:29Ich ziehe nach Berlin. Zu ihm.
00:50:33Er schaut sich grad nach dem Haus und mit einer Einlegerwohnung für mich.
00:50:39Also.
00:51:03Michael, du, wir müssen dringend reden. Wann kannst du hier sein?
00:51:10Okay. Dann heute Abend.
00:51:12Mhm.
00:51:13Tschüss.
00:51:15Scheiße!
00:51:29Herr Klia.
00:51:30Grüß Sie.
00:51:32Herr Klia.
00:51:35Hallo.
00:51:38Alles in Ordnung?
00:51:41Sie haben so stark geschwitzt?
00:51:43Äh, ja.
00:51:44Ich habe Sport gemacht.
00:51:46Ah.
00:51:46Das können auch die Wirkungen der Wachstumshormone sein.
00:51:49Manche Menschen reagieren da sehr heftig drauf.
00:51:51Alles gut.
00:51:55Eigentlich wollte ich Ihnen ja nur ein glanzliches Berührungsmittel gegen das Zittern vorbeibringen.
00:51:59Aber ehrlich gesagt?
00:52:01Es wäre mir lieber, wenn Sie sich in Ihrem Zustand nochmal bei Dr. Wegen an der Praxis durchchecken lassen.
00:52:05Ah, das mache ich wieder morgen früh. Ich wollte ja noch ins Krankenhaus zu Felix.
00:52:09Das, das nennt sich. Danke.
00:52:15Gut. Wiedersehen.
00:52:15Ja.
00:52:30Hallo.
00:52:31Hallo.
00:52:36Sag mal, wie kommst du dazu, Paul anzubieten, bei dir zu wohnen, ohne mich vorzufragen?
00:52:40Paul ist jetzt alt genug, um selbst zu entscheiden, Vera.
00:52:43Weißt du, all die Jahre kümmerst du dich nicht und auf einmal fällt dir ein, dass du den Supernetz spielen
00:52:47kannst, oder was?
00:52:49Weißt du, du machst genau das, was du damals auch immer gemacht hast, nämlich gnadenlos dein Ding durchziehen.
00:52:52Mann, jetzt komm mal runter.
00:52:54Ich wollte ja mit dir reden, aber du hast doch nie Zeit.
00:52:57Ja, wie denn auch?
00:52:58Ich muss arbeiten.
00:52:59Ich erziehe zwei Kinder alleine.
00:53:01Das siehst du als Entlassung, wenn Paul bei mir wohnt.
00:53:04Ach, Michael, da merkt man mal, dass du nichts von Familie verstehst.
00:53:07Der Paul wird uns fehlen.
00:53:08Mir und seiner kleinen Schwester.
00:53:12Ich will dir nicht zu nahe treten, Vera, aber...
00:53:15Aber?
00:53:16Kann es sein, dass du Paula als Partnerersatz missbrauchst?
00:53:19Ich meine es nicht böse, Mann. Ich meine es nicht böse, Vera.
00:53:22Eva hat auch jahrelang mit ihrem Kind alleine gelebt und sie sagte auch...
00:53:26Stopp!
00:53:27Also, was seine Freundin sagt, das ist mir Schnuppe.
00:53:30Ja? Stickst dir auf den Kissen und stickst dir sonst wo hin.
00:53:39Du hast recht.
00:53:41Als du damals gegangen bist, hat Paul tatsächlich versucht, die Lücke zu schließen, die du gerissen hast.
00:53:45Der hat sich abends den Wecker gestellt, damit er mir morgens die Küche aufräumen konnte.
00:53:50Der ist manchmal nachts schneller an Mias Bettchen gewesen, als ich es sein konnte.
00:53:55Und das war der Punkt, an dem ich die Reißleine gezogen habe.
00:53:58An dem Punkt habe ich alles dafür eingesetzt, dass der Junge weiß, er ist das Kind und ich bin die
00:54:03Mutter, der muss sich keine Sorgen machen.
00:54:06Ja, aber Kinder spüren, wenn man ihnen was vormacht.
00:54:10Sag das auch deine Freundin.
00:54:12Mann, jetzt lass uns nicht streiten.
00:54:15Ich will doch nur mein Verhältnis zu Paul verbessern. Muss doch auch in deinem Sinne sein.
00:54:28Was für ein Arsch!
00:54:30Ja, wenn wir diesen Streit nicht gehabt hätten, der würde doch nie zu seinem Vater ziehen wollen.
00:54:35Weißt du, das macht er nur, um mir eins auszuwischen.
00:54:39Aber was hätte ich ihm machen sollen?
00:54:41Ich kann doch sein Verhalten nicht einfach so stehen lassen.
00:54:43Weißt du, der kann doch nicht einfach so zuschlagen. Wo soll das hinführen?
00:54:46Herrgott im Himmel, er schieß mich auf der Stelle.
00:54:52Euer Gejammer ist nicht zum Aushalten.
00:54:55Dieser ständige Affentanz um eure Kinder.
00:54:57Und was kommt dabei rum? Nichts.
00:55:00Waschlappen, kleine Hosenschützer, die sich zu wichtig nehmen.
00:55:03Weil ihr Mütter von heute keine Kinder mehr erzieht, sondern Prinzen.
00:55:07Paula, dein Jungfrau.
00:55:10Ja und? Haut er eben zurück. Wir haben uns früher auch geprügelt. Aus uns ist auch was geworden.
00:55:20Ach Vera, du hast so viel richtig gemacht als Mutter.
00:55:29So viel, dass mein Sohn jetzt lieber zu seinem Vater zieht.
00:55:33So viel, dass du darauf vertrauen kannst, dass am Ende alles gut wird.
00:55:38Weißt du, ich habe die Erfahrung gemacht, alles Schlechte, was man macht, kommt zurück.
00:55:43Aber auch alles Gute.
00:55:49Danke.
00:55:51Vorsichtig.
00:55:52Ja. Und du lass dich nicht jägern.
00:56:29War Jakob hier schon hier?
00:56:31Nein, wieso? Hätte er sollen?
00:56:33Ja, das hat er mir versprochen.
00:56:35Sein Gesamtzustand hat mir nicht gefallen.
00:56:38Seine Hände haben stark gezittert, er hat übermäßig transpiriert und außerdem hatte der sowas Somnambules.
00:56:43Dann fahren Sie mal bitte sofort zu ihm.
00:56:44Bei Felix wird das Immunsystem schon runtergefahren und da darf nichts mehr schief gehen.
00:56:49Ich verhälte mich.
00:56:49Ja, bitte.
00:57:01Herr Klier?
00:57:07Herr Klier?
00:57:17Hallo?
00:57:18Paul, sag mal, bist du bei Felix?
00:57:21Ja.
00:57:22Kannst du ihn mal fragen, ob Herr Klier heute schon bei ihm war?
00:57:28Felix?
00:57:30War dein Vater und war Herr Klier heute schon da?
00:57:34Nein.
00:57:36Der wird schon vor zwei Stunden kommen.
00:57:39Der sollte vor zwei Stunden da sein.
00:57:41Na, dann ist man hier gekommen.
00:57:42Ja.
00:57:42Danke.
00:58:02Herr Klier?
00:58:04Herr Klier?
00:58:07Herr Klier?
00:58:17Ach du Scheiße.
00:58:22Ja?
00:58:23Herr Klier war nicht zu Hause.
00:58:25Ich hab in seinem Computer nachgeschaut und als letztes hat er über Alkoholismus und Entzug recherchiert.
00:58:29Das mit dem Computer hab ich nicht gehört und ansonsten ach du Scheiße.
00:58:33Das kann denn passieren, wenn er allein ohne ärztliche Hilfe auf Entzug gegangen ist.
00:58:36Im schlimmsten Fall kann er einen epileptischen Anfall haben, der bis zum Tod führt.
00:58:40Und er ist schwach geworden und liegt ihren Berufssturz betrunken in der Ecke.
00:58:44In jedem Fall müssen wir ihn noch empfangen lassen.
00:58:46Gibt's ein Foto von ihm in seiner Hütte?
00:58:47Nein, aber ich denke, Felix wird eins haben.
00:58:49Gut.
00:59:04Felix, sag mal, hast du zufällig ein Foto von Jakob Klier dabei?
00:59:07Ja, klar.
00:59:08Wieso?
00:59:10Kannst du's mir auf mein Handy schicken?
00:59:12Ja, das mach ich.
00:59:14Also, wenn Sie mir sagen, wieso?
00:59:17Wir suchen ihn gerade.
00:59:19Könnte sein, dass er einen Unfall gehabt hat.
00:59:23Was?
00:59:28Super angekommen.
00:59:29Wie und wo wollt ihr ihn denn suchen?
00:59:31Dr. Wegener hat bereits die Polizei informiert.
00:59:33Schick mir das Foto.
00:59:34Ja, und du mir?
00:59:38Ja, ist angekommen.
00:59:41Und du, mach dir bitte keine Sorgen.
00:59:44Wir finden ihn auf jeden Fall.
00:59:46Was, wenn Sie ihn nicht finden?
00:59:47Ich meine, ja, mein komplettes Immunsystem klackgemacht ist.
00:59:50Das dann erholt sich das wieder?
01:00:01Das war's also.
01:00:06Hier, bei mir hat ihn jemand gesehen.
01:00:08Wo?
01:00:09Blumenthalstraße, 22 Uhr, gestern, am Kiosk.
01:00:10Bei mir hat ihn auch jemand gesehen.
01:00:1223 Uhr, Marschall Friedhof.
01:00:13Oh, ihr seid spitze.
01:00:14Gut.
01:00:16Gut.
01:00:28Gut.
01:00:31Gut.
01:00:45Schmessler.
01:00:51Vera Mund, wir brauchen dringend einen Krankenwagen.
01:00:54Hier oben am Friedhof, am Kielberg.
01:00:56Wir haben hier einen Bewusstlosen.
01:01:08Alles gut.
01:01:09Sein Zustand ist stabil und er ist bei Bewusstsein.
01:01:11Danke.
01:01:12Komm, die Gänze Felix.
01:01:13Hallo.
01:01:14Wenn du schon da bist, können wir vielleicht mal reden?
01:01:20Der Mann kann in diesem Zustand unmöglich Stammzellen spenden.
01:01:24Wieso?
01:01:25Ah, der Einnahmezyklus der Wachstumshormone wurde unterbrochen.
01:01:27B, das ist ein Alkoholiker.
01:01:29Wir können das Knochenmarktiere aus dem Beckenknochen ziehen.
01:01:31Eine Vollnarkose in dem Zustand ist eine viel zu große Belastung.
01:01:34Für wen?
01:01:34Für dich?
01:01:35Weil du Schiss hast?
01:01:36Weil du Angst hast, nach oben zitiert zu werden?
01:01:38Falls es eine Komplikation gibt?
01:01:41Du bist schon ein Arschloch.
01:01:44Weißt du, was du hier Komplikationen nennst?
01:01:47Bedeutet im Klartext seinen Tod und das weißt du ganz genau.
01:01:50Wenn Felix keine neuen Stammzellen bekommt, reicht die kleinste Infektion und er ist tot.
01:01:54Ich werde ganz sicher nicht ein Leben gegen ein Leben aufrechnen.
01:01:57Ist dir das klar?
01:01:58Und ich bin der behandelnde Arzt.
01:02:00Ich bin auch der behandelnde Arzt.
01:02:01So bis jetzt.
01:02:02Da drinnen ist ein Patient, der ist bei Bewusstsein und der kann über sich selber sprechen.
01:02:06Wie wär's, wenn ihr ihn fragt?
01:02:08Weil es ihr mit eurem Ego noch durch die Tür passt.
01:02:13Geh.
01:02:25Ich mach die Operation auf jeden Fall.
01:02:27Das ist eine Kurse, Risiko, ihr seht ihr wirklich bewusst.
01:02:30Ja.
01:02:30Habe ich verstanden, das nehme ich in Kauf.
01:02:54Hey.
01:02:56Hey.
01:02:56Was ist denn passiert?
01:03:03Ich hatte sowas wie einen Anfall.
01:03:05Also, äh, ich hab einen Kalten hinzuprobiert.
01:03:11Ich bin alkoholkrank.
01:03:12Warum hast du keinem gesagt, dass du ein Alkoholproblem hast?
01:03:16Der hättest Felix beinahe umgebracht.
01:03:18Ja, ich bin...
01:03:20Ich hatte einfach Angst, dass ich als Spender nicht mehr in Frage komme.
01:03:23Unverantwortlich.
01:03:24Das war unverantwortlich.
01:03:25Lass ihn doch in Ruhe!
01:03:27Hey, wenn ich das alles hier hinter mir hab, ich...
01:03:29Ich will zu Jakob ziehen.
01:03:30Was?
01:03:32Also, falls das okay ist.
01:03:35Ich hab so lange auf dich verzichten müssen.
01:03:50Ach, Dr. Maurer, ich hab da abschließend noch mal eine Frage.
01:03:56Was ist denn das eigentlich zwischen Ihnen und Dr. Wegener?
01:04:00Ach, jetzt sagen Sie nicht, dass es aufgefallen ist, dass wir beide uns nicht leiden können.
01:04:04Kann ich Ihnen sagen.
01:04:05Chris liebt es, in der Medizin Grenzen zu überschreiten.
01:04:08Die sind aber wichtig, weil sie schützen Patienten.
01:04:10Da sind wir beide nicht so ganz einer Meinung.
01:04:13Wie kommen Sie denn mit ihm klar?
01:04:16Naja, mal so, mal so.
01:04:17Warum wundert mich das jetzt nicht?
01:04:19Eine gute Krankenschwester können wir immer gebrauchen.
01:04:21Sie wollen mich ja nur abwerben, damit Sie ihm eins auswischen können.
01:04:27Ah, da gibt's noch einen anderen Grund.
01:04:31Und ich hätte die einfach gerne öfter in meiner Nähe.
01:04:38Ich bin jetzt mal ganz mutig.
01:05:06Hallo, Paul.
01:05:07Ich würde gerne mit dir reden.
01:05:09Wie über deinen Vater.
01:05:10Da gibt es nichts zu reden.
01:05:11Ach, komm, bitte.
01:05:13Sonst was?
01:05:14Hä?
01:05:15Hausriss?
01:05:16Hausriss?
01:05:34Hausriss?
01:05:35Hausriss?
01:05:41Musik
01:06:14Musik
01:06:51Jakob, komm jetzt in den OP.
01:07:15Musik
01:07:19Musik
01:07:20Musik
01:07:57Musik
01:08:26Musik
01:08:53Musik
01:08:53Musik
01:08:53Musik
01:08:56Musik
01:08:56Musik
01:08:56Musik
01:09:09Musik
01:09:09Musik
01:09:09Musik
01:09:26Ah.
01:09:44Let's go.
01:09:46Push her.
01:09:48Go.
01:10:03Alles gut.
01:10:46Gäschavte.
01:11:16Also bei Frau Janisch sollten Sie noch mal ein Kontroll-EKG machen, aber sonst wär's das.
01:11:22Abends. Mia ist draußen im Garten. Was los, okay? Paul, ein Moment noch.
01:11:28Bis morgen.
01:11:36Paul, bitte. Ich halte das Schweigen nicht mehr aus. Sag mir doch einfach, was los ist. Ich ertrag das nie
01:11:41mehr länger.
01:11:43Ich lass mich mit Berlin nicht ausreden von dir. Ja, aber ich dachte, dass du dich hier ganz wohl fühlst.
01:11:50Ich kann das einfach nicht mehr. Das ist mir zu viel. Ich möchte auch einfach...
01:11:54Einfach mal was?
01:11:5717 sein. Ich hab mit Papa geredet. Papa hat versprochen, dass er meinen Unterhalt nachzahlt.
01:12:06Dann kannst du dir ein Kindermädchen leisten für Mia und eine Putzfrau.
01:12:11Sag mal, du glaubst, dass ich dich bei uns haben möchte, weil ich dich als Kindermädchen brauche?
01:12:31Wann ziehst du nach Berlin?
01:12:33Zwei Wochen?
01:12:34Dann hast du ja noch genügend Zeit.
01:12:37Wofür?
01:12:38Wofür, darüber nachzudenken, was für ein Mensch du sein möchtest.
01:12:45Ja?
01:12:54Wie bei deinem Tag?
01:12:56Ja?
01:13:07Ja?
01:13:09Ja?
01:13:10Ja?
01:13:25Ich dachte, du kannst deinen Vater nicht ab.
01:13:29Naja.
01:13:32Vielleicht wäre er wirklich irgendwas gut machen.
01:13:36Oder du willst es dir leicht machen.
01:13:38Wie meinst du das?
01:13:40Die geht das Genüde deiner Mutter auf die Nerven, deswegen machst du die Biegel.
01:13:43Ach komm, du musst zu Hause nicht mal halb so viel anpacken wie ich, Prinzessin.
01:13:47Das macht sie mich an wegen so einem Kinderhaken.
01:13:49Ja, zu Recht.
01:13:51Auf wessen Seite stehst du eigentlich?
01:13:56Was wäre, wenn der Alexander Schleck nicht so gut weggesteckt hätte?
01:13:59Wenn er deswegen in Zukunft seinen Schnitzel püriert in der Schnabeltasse bekommen müsste?
01:14:03Ich will einfach nicht, dass du dir über so eine scheiße Gedanken machen musst.
01:14:06Also, offensichtlich auf deiner Seite.
01:14:25Ja, komm.
01:14:27Hallo.
01:14:29Danke.
01:14:35Felix wird heute Nachmittag entlassen.
01:14:37Ja, ich weiß, ich wollte ihn erheb machen.
01:14:43Es war ein Fehler von mir, ihm nicht zu sagen, dass du sein Vater bist.
01:14:49Auch dir gegenüber war es nicht fair.
01:14:55Nicht fair.
01:14:58Ich habe geschwiegen, weil...
01:15:03Weil ich nicht geglaubt habe, dass du ein guter Vater sein kannst.
01:15:07Und ehrlich gesagt, ich glaube es immer noch nicht.
01:15:15Okay, also...
01:15:17Ich mache eine ambulante Therapie.
01:15:19Und ich verspreche dir hiermit, dass ich nie wieder einen Tropfen Alkohol anrühre.
01:15:22Das meine ich nicht.
01:15:27Ich...
01:15:34Felix ist ein fröhlicher Junge, schon immer gewesen.
01:15:37Ob er nicht zu wenig Zeit für ihn gehabt hat.
01:15:40Dass er so fröhlich und unbekümmert ist, das ist auch mein Verdienst.
01:15:43Weil ich dafür gesorgt habe, dass er nie Existenzängste zu haben braucht.
01:15:52Klaus und ich, wir können ihm die Welt zu Füßen legen.
01:15:54Was kannst du ihm zu Füßen legen?
01:15:59Natürlich findet er das hier erstmal aufregend und romantisch.
01:16:02Aber irgendwann kommt der Alltag.
01:16:04Und dann?
01:16:05Du bist dein Vater, Jakob.
01:16:07Du musst für ihn mitdenken.
01:16:10Du musst für deinen Sohn mitentscheiden, was gut für ihn ist.
01:16:13Das hier?
01:16:17Zieh dich um, Jakob.
01:16:21Zieh dich an.
01:16:23Soll so Felix' Zukunft aussehen?
01:16:27Hallo zusammen.
01:16:30Herr Klier, ich wollte Sie ein letztes Mal untersuchen.
01:16:33Aber wenn ich wieder wiederkommen soll...
01:16:36Ich bin fertig.
01:16:39Wiedersehen.
01:16:42Herr Klier, Sie sollten Ihrem Sohn vertrauen.
01:16:45Felix hat das nicht aus einer Laune gesagt, dass er mit Ihnen leben will.
01:16:49Na gut, können wir das vielleicht doch später machen.
01:16:51Ich wollte mich noch kurz hinlegen.
01:16:53Entschuldigen.
01:16:53Klar.
01:16:55Frau Leitner, entschuldigen Sie, dass ich mich einmische.
01:16:58Aber wenn Sie glauben, dass Sie gerade im Interesse Ihres Sohnes gehandelt haben,
01:17:01das haben Sie nicht.
01:17:02Halten Sie sich darauf.
01:17:04Felix glaubt, dass er ihm nicht wichtig ist.
01:17:06Was?
01:17:07Natürlich ist er das.
01:17:09Dann beweisen Sie es ihm.
01:17:25Sehr aufgeregt?
01:17:26Naja, ein bisschen, ja.
01:17:27Ich schau mal mal.
01:17:28Da kommen Sie ja schon.
01:17:31Zwei Tickets für den Comic-Con in London.
01:17:36Wenn du magst, begleite ich dich.
01:17:37Ja, klar.
01:17:38Ey, danke.
01:17:41Kevin?
01:17:45Ich hab noch mal über alles nachgedacht.
01:17:46Es ist vielleicht doch keine so gute Idee, wenn du bei mir wohnst.
01:17:52Bist du was denn?
01:17:53Ich bin schon so lange alleine.
01:17:56Ich weiß gar nicht, ob ich damit klarkomme, dass jemand bei mir ist.
01:17:58Mir ist das zu viel.
01:18:05Zuhause wartet nach einer Überraschung für dich.
01:18:08Komm.
01:18:09Na los.
01:18:13Es tut mir so leid.
01:18:22Ich werde.
01:18:57Wie war Ihr Tag?
01:18:59Entschuldigung, ich hatte ganz vergessen, dass heute Ihr Ex-Mann Paul abgerufen hat.
01:19:11Chris?
01:19:14Ich mache jetzt Feierabend.
01:19:16Felix sitzt im Wartezimmer für das erste Kontrollcheck-up.
01:19:20Gut, danke.
01:19:26Frau Leitner, Sie hat Herrn Klier gesagt, dass er kein guter Vater sein kann.
01:19:32Herr Klier hat's geglaubt und Felix von Kopf gestoßen, damit er nicht zu ihm zieht.
01:19:37Woher wissen Sie das?
01:19:39Bei einem Hausbesuch habe ich das alles mitbekommen.
01:19:43Und deshalb darf ich Felix auch nicht die Wahrheit sagen, oder?
01:19:49Ich mache mir einen Kaffee.
01:19:51Kommen Sie mit?
01:19:58Natürlich unterliegen Sie der Schweigepflicht.
01:20:00Und natürlich dürfen Sie Felix nicht sagen, dass seine Mutter, Herrn Klier, moralisch unter Druck gesetzt hat und er deshalb
01:20:06gelogen hat.
01:20:07Und natürlich dürfen Sie Felix nicht sagen, dass sein Vater nichts lieber hätte, als dass er bei ihm einzieht.
01:20:14Also, ein falsches Wort zu Felix und Sie fliegen.
01:20:17Also, ein falsches Wort.
01:20:54Also, ein falsches Wort.
01:21:19Du reißt dich zusammen.
01:21:38Dein Vater noch nicht da?
01:21:41Hat noch in Köln zu tun.
01:21:46Du, Paul.
01:21:52Ich möchte nicht, dass wir so im Streit auseinander gehen.
01:21:58Ich möchte, dass du weißt, dass ich dich immer unterstützen werde.
01:22:02Immer.
01:22:04Und wenn du jetzt lieber zu deinem Vater nach Berlin gehst, dann ist das in Ordnung für mich.
01:22:21Hallo.
01:22:23Hallo.
01:22:26Hallo, Vera.
01:22:29Wo sind deine Sachen?
01:22:31Ich komm nicht mit.
01:22:33Wie?
01:22:35Ich hab viel nachgedacht.
01:22:38Ich bin nicht mehr sauer auf dich.
01:22:40Im Gegenteil.
01:22:42Du bist ab sofort ein Vorbild für mich.
01:22:47Der Gedanke an dich, der wird hoffentlich dafür sorgen, dass ich in Zukunft niemals eine Frau
01:22:50so hängen lassen werde, wie du es getan hast.
01:22:54Ich werd auch niemals ein Kind so im Stich lassen.
01:22:56Ich werd einfach gehen, weil...
01:22:58Weil irgendwas nicht passt.
01:23:02Und deshalb hab ich beschlossen, bei meiner Familie zu bleiben.
01:23:06Bei mir und Mama.
01:23:13Okay.
01:23:17Ich meld mich.
01:23:30Ich ess jetzt ein Brot.
01:23:33Willst du auch was?
01:23:41Ja!
01:23:42Ja!
01:23:43Ja!
01:23:44Ja!
01:23:45Ja!
01:23:46Vielen Dank.
01:23:47they're the same.
01:23:47waren sie mit unserer zeit.
01:23:48Oh!
01:23:53Nein!
01:23:54Ai das ich wieder buy dolls.
01:23:57Nein!
01:23:59Eliot, trainees im Vertunes!
01:24:00Ich werde sie wisst auf!
01:24:00Oh, nein!
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