- vor 2 Tagen
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KurzfilmeTranskript
00:00:08Musik
00:00:36Musik
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00:01:39Musik
00:02:12Hallo, Lea. Hallo, Sean. Schön, dass du gekommen bist.
00:02:22Du wohnst wie immer in der Finca.
00:02:24Danke, dass du mich zu deinem Geburtstag eingeladen hast.
00:02:28Wir sehen uns zum Aperitif. Ich habe noch ein paar dringende Telefonate zu erledigen.
00:02:34Du weißt ja, die Finanzen.
00:02:36Wenn ich dir helfen kann?
00:02:38Nein, nein. Danke. Das schaffen wir schon selber.
00:02:43Bis gleich.
00:03:06Musik
00:03:35Untertitelung des ZDF, 2020
00:04:05Untertitelung des ZDF, 2020
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00:04:37Untertitelung des ZDF, 2020
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00:04:47Untertitelung des ZDF, 2020
00:05:09Untertitelung des ZDF, 2020
00:05:09Bitte, wollen wir uns nicht zu Fiona setzen?
00:05:11Ja!
00:05:20Hallo, Fiona!
00:05:21Guten Tag!
00:05:26Zum Wohl!
00:05:34Der Wein muss mit dem Essen tanzen!
00:05:37Ich freue mich schon auf unser Dinner!
00:05:40Gratuliere, Enrico!
00:05:41Gegen den haben es unsere kalifornischen Winzer schwer!
00:05:45Lea, du siehst wunderschön aus, wie immer!
00:05:48Danke, liebe!
00:05:49Mami, ich geh zu den Pferden!
00:05:51Okay, aber sei vorsichtig, bitte, ja?
00:05:54Wir haben uns so sehr darauf gefreut, dass du kommst!
00:05:57Ist ja schon gut, Fiona!
00:06:01Und wo bleibt Riccarda?
00:06:03Meine Schwester ist nie pünktlich!
00:06:05Sie lebt nach ihren eigenen Regeln!
00:06:07Das ist gemein, Enrico!
00:06:08Sie ist Künstlerin!
00:06:10Das ist ja nicht zu übersehen!
00:06:13Sie hat viel Pech gehabt in ihrem Leben!
00:06:14Wartet immer noch auf den großen Durchbruch!
00:06:21Enrico!
00:06:23Na, hast du dir wieder den Mund über mich zerrissen?
00:06:27Wie geht's dir, Mutter?
00:06:29Fiona, du siehst ja totschick aus!
00:06:31Danke!
00:06:32Ich bin Sean Everett!
00:06:34Ich freue mich, Sie kennenzulernen!
00:06:36Ich freue mich auch!
00:06:37Wir hatten noch nicht das Vergnügen, aber ich habe schon viel von Ihnen gehört!
00:06:41Ich hoffe, nur Gutes!
00:06:42Natürlich!
00:06:45Sie sind Galerist und Kunstkritiker aus New York!
00:06:47Für einen Deutschen haben Sie dort eine riesen Karriere gemacht!
00:06:51Sie möchten ein Vorwort schreiben für ein Bildband über die Gemälde meines Großvaters!
00:06:56Und jetzt möchten Sie meine Mutter...
00:06:58Sean ist ein guter Freund!
00:06:59Er ist immer willkommen!
00:07:01Jetzt möchten Sie meine Mutter interviewen!
00:07:04Sie haben Psychologie und Kunstgeschichte studiert!
00:07:07Eine hochinteressante Mischung!
00:07:09Künstler sind häufig äußerst gefährdet!
00:07:12Da können psychologische Kenntnisse sehr helfen!
00:07:14Fühlst du dich nicht angesprochen?
00:07:17Sie ist nämlich Filmschauspielerin!
00:07:20Mami! Wo ist Daniel?
00:07:22Bestimmt bei den Pferden!
00:07:24Das ist mein Sohn Marc!
00:07:25Sein Vater ist Sänger!
00:07:27Victor Granada!
00:07:28Schon mal von ihm gehört?
00:07:29Nein!
00:07:30Ich auch nicht!
00:07:33Was machst du denn für ein Gesicht, Mutter?
00:07:35Wenn du dich jetzt selbst sehen könntest!
00:07:41Mein Gesicht, Liebes, spiegelt meine Gefühle wegen deines Benehmens und Aussehens wieder!
00:07:46Außerdem mag ich es nicht, wenn du Mutter mit diesem Unterton zu mir sagst!
00:07:51Entschuldige bitte!
00:07:52Aber mein Aussehen ist tabu!
00:07:54Das hast du mir versprochen!
00:07:55Meine Mutter billigt nicht, wie ich mich kleide!
00:07:58Obwohl ihr entgangen zu sein scheint, dass ich mittlerweile erwachsen bin!
00:08:01Immer wenn ich zu Besuch bin, verspricht sie mir, sich zurückzuhalten!
00:08:05Weil es sie, meiner Ansicht nach, einen feuchten Kehrrecht angeht!
00:08:09Ricarda!
00:08:12Ich dulde diese Ausdrucksweise nicht!
00:08:15Wir sehen uns im Atelier!
00:08:17Mir ist der Appetit vergangen!
00:08:23Machen Sie sich keine Sorgen, sie ist nie lange eingeschnappt!
00:08:27Du bist egoistisch, Ricarda!
00:08:29Das war schon immer dein Problem!
00:08:30Ich?
00:08:31Du nennst mich egoistisch!
00:08:32Der größte Egoist von uns allen!
00:08:34Mutig, Bruderherz!
00:08:37Tut mir leid, aber du weißt ja, wie das ist!
00:08:40Man betet seine Familie an!
00:08:41Obwohl sie einem in Wirklichkeit zum Hals heraushängen!
00:08:47Ich versuch mal, Lea zu beruhigen!
00:08:48Na lass mal, ich kümmere mich!
00:08:51Darf ich Sie was fragen?
00:08:52Bitte!
00:08:53Finden Sie das richtig, wie Sie hier zum Dinner erscheinen?
00:08:56Oder wollen Sie nur Ihre Mutter damit ärgern?
00:09:17Sie war schon lange nicht mehr hier!
00:09:20Sie war schon lange nicht mehr hier!
00:09:21Sie war schon lange nicht mehr hier!
00:09:34Seit einigen Tagen habe ich wieder diesen Albtraum!
00:09:48Und du spürst instinktiv, dass du hier im Atelier deines Vaters die Lösung findest!
00:09:55Deswegen komme ich immer wieder hierher!
00:10:00Und weil ich als Kind dieses Atelier nie betreten durfte!
00:10:05Aber einmal, da wollte ich doch wissen, warum!
00:10:53Nein, Glöckchen!
00:10:55Mami!
00:10:56Lea?
00:10:59Was machst du hier?
00:11:02Ich habe nach dir gesucht.
00:11:04Papi, ich dachte, du bist hier.
00:11:10Ich habe dir verboten, das Atelier zu betreten.
00:11:17Wahrscheinlich habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt.
00:11:20Ja, Papi, ich verstehe.
00:11:21Ich komme nie wieder hier rein, nie mehr. Das verspreche ich dir.
00:12:04Ich habe dich nicht selbst in der Tasche.
00:12:05Vergewöhnlich.
00:12:10Ich denke, ich glaube, wir müssen die Zwischenzeit nicht nicht mehr.
00:12:11Ich mache dich nicht mehr, nicht mehr.
00:12:19Ich habe dich nicht mehr als Bein auf dem Ofen.
00:12:20Ich habe dich nicht mehr als Bein.
00:12:21Musik
00:12:46Hat dein Vater dich mal skizziert?
00:12:48Nein, nur meine Mutter
00:12:52Aber keine ihrer Skizzen ist erhalten geblieben
00:12:55Könnte er damit gearbeitet haben?
00:12:58Nein, nein
00:12:59Das halte ich für unwahrscheinlich
00:13:01Obwohl sie mit ihm in Paris auf der Kunstakademie studiert hat
00:13:05Hielt er nicht viel von ihren künstlerischen Qualitäten
00:13:09Meine Mutter hatte oft Migräne
00:13:11Und schloss sich tagelang in ihren Räumen ein
00:13:16Mama, Mama, mach auf!
00:13:21Dann ist was Schreckliches passiert
00:13:29Ich wollte dich nicht aufwecken
00:13:34Du hast schon fest geschlafen
00:13:36Du brauchst deinen Schlaf, du hast noch immer hohes Fieber
00:13:38Habe ich nicht heute Geburtstag?
00:13:42Das war gestern
00:13:46Du bist jetzt acht Jahre alt
00:13:49Herzlichen Glückwunsch
00:13:51Wir feiern, wenn du wieder ganz gesund bist
00:13:54Wo ist Mami?
00:14:00Es tut mir leid, dass ich dir das sagen muss
00:14:03Es ging ihr sehr schlecht
00:14:06Ich musste sie in ein Krankenhaus einliefern lassen
00:14:11Ich fürchte
00:14:12Sie wird niemals zurückgekommen
00:14:32Wann hast du deine Mutter wiedergesehen?
00:14:36Erst nach Vaters Tod
00:14:38Er meinte, sie würde mich nicht mehr wiedererkennen
00:14:40Und das wäre ein Schock für mich
00:14:43Ich habe sie zu mir genommen
00:14:45Und Dorothea als Betreuerin für sie engagiert
00:14:50Sie redet wenig
00:14:52Und wirr
00:14:54Warum?
00:14:56Ich glaube, sie ist selektiv stumm
00:14:59Mit anderen Worten, sie kann zwar sprechen, aber
00:15:03Sie hat sich entschieden, es nicht zu tun
00:15:05Bekommt sie denn überhaupt etwas mit?
00:15:11Ich weiß es nicht
00:15:13Für ein Kind hattest du offenbar ein ziemlich distanziertes Verhältnis zu deiner Mutter
00:15:18Na ja, du weißt doch, wie grausam Kinder sind
00:15:21Ich dachte, das hätte etwas mit mir zu tun
00:15:23Dieses ständige Unwohlsein
00:15:26Und dass sie sich tagelang in ihren Räumen eingeschlossen hat
00:15:30Sie wollte mir aus dem Weg gehen
00:15:34Komm
00:15:35Wir gehen runter ans Meer
00:15:37Ach ja
00:15:38Mit nackten Füßen durchs Wasser
00:15:42Erwartest du auf mich? Ich komme gleich
00:16:15Mein Glöckchen
00:16:20Wenn ich nur wüsste, warum Vater so wütend war
00:16:36Kinder haben einen angeborenen Verdrängungsmechanismus, der immer dann einsetzt
00:16:40Wenn irgendetwas in ihrem Leben so schlimm ist, dass sie es nicht mehr ertragen können
00:16:44Da kommt bei mir allerhand zusammen
00:16:47Willst du wirklich herausfinden, was damals passiert ist?
00:16:50Ja
00:16:52War dein Vater auch krank?
00:16:54Wie kommst du denn darauf?
00:16:55Das würde sein seltsames Verhalten erklären
00:16:58Schon
00:16:59Ich habe noch nie mit jemandem über meine Eltern gesprochen
00:17:04Mit einem Freund
00:17:05Kann man über alles sprechen
00:17:08Du hörst mir nicht richtig zu
00:17:10Wenn ich sage, ich habe noch nie mit jemandem über meine Eltern gesprochen
00:17:14Da meine ich auch nie
00:17:17Ist das in Ordnung?
00:17:18Nein, Lea, das ist nicht in Ordnung
00:17:23Was ist los mit dir?
00:17:25Wovor hast du Angst?
00:17:26Ach, ich bin einfach schrecklich durcheinander
00:17:33Willst du die Wahrheit hören?
00:17:36Ja
00:17:36Was auch immer du mir über dich erzählst
00:17:38Es bleibt unter uns
00:17:39Und was ist, wenn ich sage, dass ich jemanden umgebracht habe?
00:17:44Hast du das?
00:17:45Nein, natürlich nicht
00:17:51Ich werde nicht weiter versuchen, dich zu berät, mir etwas zu sagen, was du nicht willst
00:17:58Es gibt so viel zu verlieren
00:18:01Und so wenig zu gewinnen
00:18:07Behalt dein Geheimnis nur für dich
00:18:10Willst du das wirklich?
00:18:14Nein
00:18:19Komm, ich zeig dir was
00:18:25Ja, lieber Morgen
00:18:27Ja, wie besprochen
00:18:30Ja, ich rufe sie zurück
00:18:34Lea
00:18:35Hallo
00:18:38Ihr hattet da einen schönen Tag, stimmt's?
00:18:40Ja
00:18:40Ja
00:18:41Einen wunderschönen Tag
00:18:43Das klingt gut
00:18:44Senor, den Telefon
00:18:47Ja, ich komme
00:18:48Entschuldigt du
00:18:52Du machst dir Sorgen um Enrico
00:18:54Tja
00:18:55Er ist wie ein kleiner Junge, der in einem Haufen Bauklötze sitzt und einen Stein auf den anderen setzt
00:19:02Ohne daran zu denken, dass der Turm umkippen wird, wenn er kein gutes Fundament hat
00:19:10Ich finde es richtig, dass Enrico die ungenutzten Räume dieses Gebäudes als Hotelzimmer umgebaut hat
00:19:18Es ist eine Tradition unserer Familie, alte Dinge zu erhalten, zum Beispiel den Stil und die Atmosphäre dieses alten spanischen
00:19:28Herrenhauses
00:19:30Der Blick ist bestimmt wunderbar, das kann ich mir gut vorstellen
00:19:32Ein Hotel mit Galerie
00:19:34Galerie? Nein
00:19:37Wellness
00:19:40Aber uns fehlt leider das Geld
00:19:53Ich will euch nicht lange stören
00:19:55Aber ich muss euch etwas sagen
00:19:58Vor allem dir, Lea, möchte ich etwas sagen
00:20:02Es geht um Großvaters Gemälde
00:20:04Mutter, ich weiß, was sie dir bedeuten
00:20:06Und es sind auch in jeder Hinsicht deine Bilder
00:20:09Aber glaubst du nicht, dass es eine Zeit ist, sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen?
00:20:14Es gibt viele Menschen, die sie gerne sehen würden
00:20:18Bisher hast du alle Angebote abgelehnt, deshalb habe ich mit Sean darüber gesprochen
00:20:22Er würde die Bilder gerne in seiner Galerie New York ausstellen
00:20:27Vielleicht auch das eine oder andere verkaufen
00:20:31Selbstverständlich nur in Absprache mit dir
00:20:32Dass er dafür gute Preise erzielen wird, brauche ich hier nicht zu betonen
00:20:40Ja, das war's eigentlich
00:20:42Ich wollte nur, dass du schon mal drüber nachdenkst, liebe Lea
00:20:45Über die Details können wir uns ja morgen unterhalten
00:20:50Viele glauben, ich hätte Walters Boudicca zu dem gemacht, was sie heute ist
00:20:54Aber in Wirklichkeit gebührt der Dank auch Enrico
00:20:59Im Augenblick ist er, und leider auch ich, in einer schwierigen Lage
00:21:04Er hat sich finanziell übernommen
00:21:06Im Winter ist uns 30% der Ernte verloren gegangen
00:21:11Und unsere Bank gibt uns keinen Kredit mehr
00:21:13Woher weiß sie das?
00:21:15Hast du ihr was gesagt?
00:21:17Nein
00:21:18Ich kenne einige Kunstsammler New York, die sehr gut dafür bezahlen würden
00:21:24Schon
00:21:25Diese forcierte Expansion, die Enrico seit Jahren betreibt
00:21:29Hat nur mit Profit und Rand nach Marktanteilen zu tun
00:21:33Mir ging es immer um den Bestand und die Tradition
00:21:38Wir leben seit drei Generationen hier
00:21:41Und ich will nicht die letzte in dieser Reihe sein
00:21:43Aber gerade der Verkauf der Bilder würde doch...
00:21:45Es geht auf gar keinen Fall
00:21:47Das Testament meines Vaters ist bindend
00:21:50Seine Gemälde dürfen Walters Boudicca nie verlassen
00:21:53Und ich bin nicht bereit, dagegen zu verstoßen
00:21:56Enrico, du hast eine erstaunliche Wandlung durchgemacht
00:22:01Offensichtlich bedeutet dir das Testament deines Großvaters nicht mehr viel
00:22:06Wahrscheinlich habe ich versäumt dir das richtige Verständnis dafür nahe zu bringen
00:22:12Es war ein wunderschöner Tag
00:22:14Und ich will ihn mir nicht verderben lassen
00:22:18Wir beide reden morgen unter vier Augen
00:22:21Ich habe noch was vor
00:22:23Ich wünsche euch eine gute Nacht
00:22:31Na wunderbar, jetzt wird es erstmal keine friedlichen Tage mehr geben
00:22:34Hättest du damit nicht warten können
00:23:01John
00:23:03John
00:23:06Lea
00:23:07Oh, ich bin nass bis auf die Haut
00:23:10Was ist passiert?
00:23:11Hast du was zum Anziehen?
00:23:13Nimm doch meinen Morgenmantel
00:23:15Wieso fährst du bei so einem Wetter mit deinem eigenen Wagen?
00:23:20Ich hatte noch was vor, wenn du nichts dagegen hast
00:23:23Nein
00:23:25Aber das alles wäre nicht passiert, wenn du mir Bescheid gegeben hättest
00:23:29Ich hätte dich ja gefahren
00:23:31Glaubst du, du hättest den Wagen nicht in den Graben gefahren?
00:23:35Vergiss es
00:23:36Ich möchte mich nicht mehr mit dir streiten
00:23:38Das ist auch besser so
00:23:43Ich habe schon den Abschleppdienst angerufen
00:23:45Die schicken jemand vorbei
00:23:48Na dann warten wir eben
00:23:57Gut so
00:24:02Ich glaube ich höre was
00:24:09Ah, das war wohl nichts
00:24:13Wenn die nicht bald kommen, muss ich die ganze Nacht hier rumsitzen
00:24:17Du bist herzlich bei mir willkommen
00:24:19Das ist nicht nötig
00:24:21Das würde ich für jeden anderen auch tun
00:24:23Ach so?
00:24:24Ja, so war das nicht gemeint
00:24:26Soll ich dich irgendwo hinbringen?
00:24:28Nein, nein
00:24:29Ich dachte, du wolltest...
00:24:31Spionierst du mir nach?
00:24:32Natürlich nicht
00:24:33Ich mache mir nur...
00:24:35Sorgen um mich?
00:24:36Ja
00:24:37Ha, um mich hat sich noch nie jemand Sorgen gemacht
00:24:44Der Abschleppwagen
00:24:46Schade
00:24:46Ich hoffte, es werde noch ein bisschen dauern
00:24:50Ich nicht
00:25:16Bis morgen
00:25:22Ich wünsche dir eine gute Nacht
00:25:23Gute Nacht
00:25:34Ich wünsche dir eine gute Nacht
00:25:39Gute Nacht
00:25:40Ja, das musst du akzeptieren
00:25:43Ja, das musst du akzeptieren
00:25:43Es tut mir leid
00:25:44Ich habe keine Zeit
00:25:45Ich muss mich hier um das Weingut kümmern
00:25:47Ja
00:25:47Ja, ich fand's auch schön
00:25:48Natürlich, Maria
00:25:51Nein, es geht nicht
00:25:52Beim besten Willen nicht
00:25:53Ja, wir melden uns dann wieder
00:26:11Wiederhören
00:26:12Nein, ich habe Wichtigeres zu tun
00:26:14Habe ich dich gestern richtig verstanden, dass du Leas Nein nicht akzeptierst?
00:26:17Und jetzt willst du Jeans Einfluss auf sie benutzen, um sie unter Druck zu setzen?
00:26:21Findest du nicht, dass du da ein bisschen zu weit gehst?
00:26:24Nein
00:26:25Sean ist ein guter Galerist
00:26:27Lea mag ihn, vielleicht hört sie auf ihn
00:26:29Lea redet zweimal davon, das Haus für die Öffentlichkeit zu öffnen, tut aber nichts dafür
00:26:35Kunstkenner sind ganz wild darauf, die Bilder zu sehen
00:26:37Vielleicht, weil sie sie nicht so oft zu sehen bekommen
00:26:41Kann sein
00:26:43Bitte versuch deinen Einfluss auf Lea geltend zu machen, es geht hier um eine wichtige geschäftliche Entscheidung
00:26:48Also auch um deine Zukunft und nicht um Gefühle
00:26:52Oh doch doch, es geht sehr wohl um Gefühle
00:26:54Und wenn du deinen Willen durchsetzt, dann wird sie dir das niemals verzeihen
00:26:59Ich weiß
00:27:01Aber das nehme ich in Kauf
00:27:04Danke Ricarda
00:27:07Deine Aufrichtigkeit hat mir schon immer gefallen
00:27:09In den wirklich wichtigen Dingen haben wir uns doch nie etwas vorgemacht
00:27:13Oder?
00:27:28Lea
00:27:34Enrico
00:27:35Enrico
00:27:36Enrico, ich weiß, dass jeder Preis, jede Medaille, die wir in den letzten Jahren gewonnen haben
00:27:41Das Resultat deiner innovativen, aber riskanten Betriebsführung war
00:27:46Ja, und es ist Zeit, dass du mir die Verantwortung für die gesamte Produktion überträgst
00:27:50Und mir endlich zeigst, dass du mir voll vertraust
00:27:52Es ist immer noch deine Bodega
00:27:54Aber du wirst eines Tages den ganzen Besitz übernehmen
00:27:58Aber noch ist der Zeitpunkt nicht gekommen
00:28:01Komm, ich will dir was zeigen
00:28:07Die neue Anlage zur Traubenverarbeitung ist da
00:28:10Die war auch teuer genug
00:28:12Findest du?
00:28:14Damit hast du unsere Kreditlinie bei der Bank weit überschritten
00:28:19Aber dafür können wir jetzt kostengünstiger produzieren
00:28:24Hier, das sind unsere neuen Edelstahlverminder
00:28:27Da macht der Wein seine erste Gärung durch, ich weiß
00:28:30So ist es, und das ist unsere neue pneumatische Presse
00:28:33Sie geht sehr schonend mit dem Trauben um
00:28:37Diese Tanks, wir haben sie erst letzte Woche installiert
00:28:40Sie haben Kühlmäntel
00:28:42Kühlmäntel?
00:28:43Ja, damit können wir die Gärung besser kontrollieren
00:28:46Es ist übrigens die erste Anlage dieser Art auf Mallorca
00:28:57Schön
00:29:08Ja, kontrollieren Sie das
00:29:09Das sind die neuen Holzfässer
00:29:11Sie sind aus unterschiedlichen Hölzern gefertigt
00:29:14Das ist ein weiterer Teil meiner Experimente
00:29:17Um meine Geschmacksverfeinerung zu erreichen
00:29:20Was für die Zukunft von Walters Bodega
00:29:22und den Beruf unserer Spitzenweine außerordentlich wichtig sein wird
00:29:26Ich weiß, das Holz küsst den Wein, es knutscht ihn nicht
00:29:33Lea, entschuldige, dass ich dich gestern so bedrängt habe
00:29:36Enrico, du verlangst doch nicht ernsthaft von mir, dass ich dem Verkauf der Gemälde zustimme
00:29:42Brauchst du mehr Zeit, um dich zu entscheiden?
00:29:44Nein, nein heißt nein
00:29:48Die Gemälde sind die Hinterlassenschaft meines Vaters
00:29:51Sie erinnern mich an ihn
00:29:54Findest du es sentimental, wenn ich sie bei mir behalten möchte?
00:29:57Ja
00:30:01Also wenn du mich nicht verstehen willst, brauchen wir gar nicht weiterreden
00:30:04Mutter, wir stehen kurz vor der Insolvenz
00:30:07Ja, ja, aber wir müssen eine Lösung finden
00:30:12So ein Gesicht hast du schon als Achtjähriger gemacht, wenn du etwas erreichen wolltest
00:30:17Du beißt dir auf die Unterlippe wie dein Großvater
00:30:20Ach, tut mir leid, mein Liebling
00:30:23Die Gemälde sind für mich wie Lebewesen
00:30:26Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie irgendwo in der Welt hängen, wo ich sie nicht jeden Tag sehen kann
00:30:32Erfüll mir wenigstens eine Bitte und überleg es dir nochmal
00:30:35Ha, das brauche ich nicht
00:30:38Ich habe mich entschieden
00:30:40Da bist du ja
00:30:42Aber was soll ich...
00:30:43Papi, gehst du mit mir das Puppenhaus angucken?
00:30:47Daniel, das geht jetzt nicht
00:30:49Bitte
00:30:50Dann musst du deine Großmutter fragen, es gehört ihr
00:30:54Dein Sohn hat offensichtlich dein forderndes Wesen geerbt
00:31:05Das ist die Mutter Puppe
00:31:07Das ist der Vater
00:31:09Und das ist das Kind
00:31:32Das ist ja gemalt
00:31:34Ja
00:31:36Und aus Papier
00:31:39Das war ein Geschenk meiner Mutter
00:31:41Daniel, wo bist du? Komm, wir fahren ans Meer
00:31:44Danke
00:31:58Danke
00:31:58Mami, Bemenge macht ein Feuer im Hof
00:32:00Ja, Liebes
00:32:03Was verbrennt er denn?
00:32:10Was geht's ihm?
00:32:12Ich mag kein Feuer
00:32:13Warum?
00:32:16Wenn du etwas verbrennst, ist es für immer verloren
00:32:20Ich weiß oft nicht, ob ich etwas behalten will oder nicht
00:32:23Und dann wache ich mitten in der Nacht auf und möchte es unbedingt wieder haben
00:32:28Ich bin so verzweifelt über
00:32:29Darf ich runtergehen?
00:32:32Ja, natürlich, Liebling
00:32:36Kommst du mit?
00:32:38Nein, ich habe Kopfschmerzen
00:32:40Ich muss mich wieder hinlegen
00:32:44Wahrscheinlich liegt ein Gewitter in der Luft
00:32:56Was für ein schönes Feuer
00:33:22Das ist ja Mamas Handschrift
00:33:25Licht
00:33:27Fenster
00:33:29Luft
00:33:32Also Herr Bernau, der Chefredakteur
00:33:35Der Münchner Illustrierten, der geht ganz aufgeregt in seinem Büro auf und ab
00:33:39Ja mei, wo kriegen wir jetzt ein aktuelles Titelbild her?
00:33:43Und seine Sekretärin, die Frau Körner, sagt
00:33:45Wir haben doch von der Neopress ein Foto von der neuen Meisterin im Brustschwimmern
00:33:50Ja, ist die hübsch?
00:33:52Naja, naja, fürs Schwimmern reicht's
00:33:57Was ist das ja?
00:34:05Es ist heute Nachmittag aus dem Feuer geflogen und ich habe es aufgefangen
00:34:10Darf ich es behalten? Es ist ja nur ein fetzen Papier
00:34:25Es war falsch von dir, etwas zu nehmen, was dir nicht gehört
00:34:29Ich werde versuchen, es dir zu klären, Lea
00:34:33Aber es geht ja jetzt wie Menschen, die, weil sie etwas nicht bekommen, es erst recht haben wollen
00:34:38Wie all den Galeristen, die möchten, dass ich meine Bilder bei ihnen ausstelle
00:34:43Weil ich ein großer Künstler bin, verstehst du?
00:34:47Aber...
00:34:47Ihnen sage ich immer ab
00:34:49Ach so, weil sie an das, was sie nicht bekommen, erst recht haben wollen?
00:34:52Ja
00:34:54Und dann reden sie noch viel mehr über meine Bilder
00:34:59Gelegentlich verkaufe ich ihnen eins, dass sie wissen, was ich ihnen vorenthalte
00:35:03Wenn ich einmal tot bin, Lea, trägst du die Verantwortung dafür, dass mein letzter Wille in Erfüllung geht
00:35:09Meine Bilder sollen für immer hier bleiben
00:35:14Ja
00:35:15Ja, Papi, das verspreche ich dir
00:35:26Ja, Papi!
00:35:27Ich bin mal auf dem Blanc, in der ich allgemeine
00:35:28Begeleidung
00:35:28Perfect, nicht?
00:35:33Ja
00:35:37Ich bin mal auf dem Blanc
00:35:38Ich bin mal auf dem Blanc
00:35:38Ich bin mal auf dem Blanc
00:35:39Wenn ich jetzt mal auf den Blanc
00:35:39Ich bin mal auf dem Blanc
00:36:15Untertitelung des ZDF, 2020
00:36:24Mama?
00:36:38My collection.
00:36:42Ja, my collection.
00:36:47Ich kann nicht mehr.
00:36:48Wenn dir weh geht, Entschuldige, Entschuldige, ja.
00:36:51Jetzt geh mir aus den Armen, du bist ja wahnsinnig.
00:36:54Lass mir hin, hör ich nicht auf, hör auf, hör auf, hör auf.
00:37:06Mama.
00:37:14Lea.
00:37:18Lea.
00:37:20Lea.
00:37:33Lea.
00:37:46Das war's.
00:38:06Gut, es war falsch von mir, dir den Verkauf der Bilder vorzuschlagen.
00:38:10Ich dachte, du hättest vielleicht deine Meinung geändert.
00:38:13Lea, ich wollte dir einen Gefallen tun.
00:38:14Erst spießt du den Psychotherapeuten und dann trampest du auf meinen Gefühlen herum.
00:38:20Entschuldige, ich hasse diese Hobby-Psychologen genauso wie die Leute, die Menschen an ihrem Bankkonto messen.
00:38:26Bei Enrico habe ich ein bisschen das Gefühl.
00:38:32Ich fühle mich im Moment einfach schrecklich.
00:38:35Wovor fürchtest du dich?
00:38:38Vor zu viel Nähe.
00:38:41Davor, dass ein Mann erkennt, wie es in mir ausschaut.
00:38:45Und was noch?
00:38:49Ich habe Angst, verlassen zu werden.
00:38:54War das auch so, als du mit deinem Mann zusammen warst?
00:38:56Nein.
00:38:59Damals spielten die Zeit und die Umstände eine gewisse Rolle.
00:39:04Das klingt aber nicht sehr romantisch.
00:39:07Also romantisch wurde es erst, als mir klar wurde, wie sehr ich ihn liebe.
00:39:16Also ich bin wie ein Esel.
00:39:19Man muss mich erst richtig treten, bevor ich reagiere.
00:39:29Das klingt aber nicht sehr, das klingt dann.
00:39:39Bis zum nächsten Mal.
00:39:39Ich habe mich nicht bei dir.
00:39:40Es geht aber nur mit.
00:40:21Untertitelung des ZDF, 2020
00:40:35Untertitelung des ZDF, 2020
00:41:10Untertitelung des ZDF, 2020
00:41:47Untertitelung des ZDF, 2020
00:41:48Schau mal, da ist Ricarda.
00:41:52Hallo, Ricarda.
00:42:30Fiona?
00:42:38Entschuldige bitte, ich habe weinen gehört da.
00:42:42Wollte ich nachsehen, was los ist.
00:42:45Danke.
00:42:47Ich weiß gar nicht, was mit mir los ist.
00:42:49Mir ist so schrecklich.
00:42:50Ich gehe spielen.
00:42:59War er das?
00:43:09Aber es hat ihm schrecklich leid getan.
00:43:11Er hat sich sofort entschuldigt.
00:43:14Rico hat halt ein feuriges Temperament.
00:43:19Hat er das bei Daniel auch schon mal versucht?
00:43:22Nein, nie.
00:43:24Er liebt ihn so sehr.
00:43:36Ja, ja, gut, du schaffst es.
00:43:42Ganz ruhig, ganz ruhig.
00:43:44Schön.
00:43:46Jetzt versuch's nochmal.
00:43:46Mami, ich kann schon schwimmen.
00:43:48Na toll.
00:43:49Na ja.
00:43:51Wir probieren's.
00:43:52Aber es dauert noch ein bisschen.
00:43:56Schön langsam.
00:43:57Ja.
00:43:58Schau mal, was ich gefunden habe.
00:43:59Deinen Gameboy hast du doch schon gesucht.
00:44:01Oh.
00:44:01Ja, danke.
00:44:05Ich muss dich mal sprechen.
00:44:06Ja.
00:44:09Ich war gerade bei Fiona im Badezimmer.
00:44:12Sie hat blaue Flecken an ihren Armen.
00:44:17Enrico verliert manchmal die Beherrschung.
00:44:19Aber ich hätte nie gedacht, dass er sich an seiner Frau vergreift.
00:44:25Ich könnte ja mal mit ihm reden.
00:44:27Ich bezweifle nur, dass er überhaupt auf mich hört.
00:44:31Wahrscheinlich streitet er alles ab.
00:44:33Fiona sollte sich das nicht gefallen lassen.
00:44:36Sprich du doch mal mit ihr.
00:44:39Wieso?
00:44:40Ich kenn sie doch kaum.
00:44:41Hm.
00:44:43Du hältst nicht viel von ihr, hm?
00:44:46Dir entgeht aber auch nichts.
00:44:48Ich hab versucht, mir das nicht anmerken zu lassen.
00:44:50Aber jetzt tut sie mir irgendwie leid.
00:44:52Tja.
00:44:54Man muss viel Durchsetzungsvermögen haben, um mit Männern wie Enrico fertig zu werden.
00:45:00Warum ist er eigentlich so aggressiv gegen mich?
00:45:03Na, das weißt du doch.
00:45:04Er kommt nach deinem Vater.
00:45:06Leider hat er auch seinen Charme geerbt.
00:45:08Wenn er etwas will, dann kann er einen um den Finger wickeln.
00:45:11Und mit dir macht er das schon seit Jahren.
00:45:13Tja?
00:45:14Meinst du?
00:45:37Tja?
00:45:38Tja?
00:45:40Tja?
00:45:45Tja?
00:45:51Tja?
00:45:55Tja?
00:45:57Tja?
00:46:05Tja?
00:46:06Tja?
00:46:08Tja?
00:46:10Tja?
00:46:12Tja?
00:46:16Tja?
00:46:18Tja?
00:46:18Tja?
00:46:29Tja?
00:46:32Tja?
00:46:36Tja?
00:46:37Tja?
00:46:37Daniel, was machst du da?
00:47:01Komm, geh wieder ins Bett
00:47:03Ich kann nicht schlafen
00:47:04Ricarda, hat er dich geweckt?
00:47:08Das tut mir leid
00:47:09Komm, Mensch, jetzt, wir gehen wieder ins Bett, ja?
00:47:11Entschuldige bitte
00:47:42Oh!
00:47:44Oh!
00:47:50Herein!
00:47:51Mama!
00:47:54Entschuldige, wenn ich dich störe, aber kannst du mal bitte ins Puppenzimmer kommen?
00:47:58Oh!
00:47:59Ich wollte eigentlich noch ein bisschen schlafen.
00:48:02Es ist wichtig, da gibt es etwas, was du unbedingt sehen musst.
00:48:08Ich komme gleich.
00:48:32Wer war das? Wer hat das getan?
00:48:36Daniel.
00:48:38Ah, das hätte schlimmer kommen können. Das kann man wieder festkleben.
00:48:42Mama, da steht was auf der Rückseite.
00:48:46Bitte lies es mir vor.
00:48:47Es ist schon bald.
00:48:50Versuchen vorbei.
00:48:53Nicht mehr weiter.
00:48:54Ja.
00:48:56Ja.
00:48:57Ja.
00:49:04Ja.
00:49:05Ja.
00:49:06Ja.
00:49:07Ja.
00:49:19Ja.
00:49:33Mama, geht's ihr gut?
00:49:35Ja, ist schon wieder vorbei.
00:49:39Mir war nur etwas schwindlig.
00:49:48Mama, ich finde das Dach auf dem Puppenhaus hast du wunderschön bemalt.
00:49:51Hast du spioniert? Das ist doch dein Geburtstagsgeschenk. Das sollte eine Überraschung sein.
00:49:57Aber was hast du auf das Papier?
00:49:59Das Dach habe ich auf Papier gemalt.
00:50:01Was für ein Papier?
00:50:02Mit roter Farbe. Das sollen die Dachziegel sein.
00:50:05Sie wirken absolut echt, Papi.
00:50:07Lea, lass uns bitte allein. Wir haben was zu besprechen.
00:50:13Marion.
00:50:14Wenn du mich noch einmal schlägst, erzähle ich es allen. Das schwöre ich dir.
00:50:18Was werden deine feinen Freunde dann von dem berühmten Erich Walter denken?
00:50:23Ob sie dann noch kommen und die Bilder bewundern?
00:50:28Ich habe lange genug im Dunkeln gelebt.
00:50:30Bald wird sich alles ändern.
00:50:33Ich warne dich. Ich bin es leid.
00:50:36Solltest du irgendwem was sagen, wird es dir leid tun.
00:50:38Dr. Salvatore wird bestätigen, dass meine Frau wahnsinnig geworden ist.
00:50:42Ein labiler Zustand ist dir allgemein bekannt.
00:50:45Dann landest du in einer Anstalt. Kapiert?
00:50:59No, I told you I have to stay here for a couple of weeks.
00:51:03John!
00:51:05John!
00:51:07Have you arranged a trip to New York?
00:51:08Okay, I'll call you back. Thank you.
00:51:10Entschuldige, ich muss dringend morgen zurück nach New York. Tut mir leid.
00:51:13Ach, ausgerechnet jetzt. Schade. Schau, das haben wir unter dem Dach des Puppenhauses gefunden.
00:51:22Es ist schon bald. Versuchen, er vorbei, nicht mehr weiter.
00:51:29Nicht mehr weiter? Das hat meine Mutter geschrieben, als ich acht war.
00:51:34Weißt du, was das bedeutet?
00:51:37Lass sie uns selbst fragen. Vielleicht, äh...
00:51:41Warum nicht? Versuchen wir es.
00:52:02Marion, erkennen Sie diesen Papierstreifen?
00:52:11Erich, ich wollte nicht, dass du davon erfährst.
00:52:20Was? Was sollte ich nicht erfahren?
00:52:24Von den blauen Flecken und das...
00:52:32Und das...
00:52:36Bitte...
00:52:38Ich...
00:52:54Ich...
00:52:56Bist du in Ordnung?
00:52:59Ja, ja, ja...
00:53:02Fahr mich irgendwo hin. Ich möchte jetzt niemand begegnen.
00:53:06Er...
00:53:07Das war's.
00:53:37Das war's.
00:54:07Das war's.
00:54:38Das ist schlimm.
00:54:39Nein, Lea.
00:54:41Deswegen hast du sie ja später zu dir genommen.
00:54:44Du hattest einiges wieder gut zu machen.
00:54:50Lea, ich verspreche dir, ich werde alles tun, um dir zu helfen.
00:54:57Danke schon.
00:55:03Wir können jetzt wieder heimfahren.
00:55:08Aber da muss doch mehr unter dem Papierdach sein.
00:55:12Könntest du es vielleicht für mich ablösen?
00:55:15Es wird schwierig sein, aber ich werde es versuchen, ja.
00:55:18Ja, komm.
00:55:32Das Schild kommt über die Tür.
00:55:35Hier, Ihre Freundin.
00:55:40Enrico hat alles im Griff.
00:55:42Wie viele kommen denn?
00:55:44Viele Groß- und Einzelhändler, gute Kunden, Freunde, ungefähr 100.
00:55:51So weit läuft alles nach Plan.
00:55:56Kommst du?
00:56:02Ich bin froh, dass nur du mich so gesehen hast und nicht meine Familie.
00:56:07Ist das schlimm?
00:56:08Nein, überhaupt nicht.
00:56:10Ich verstehe das sehr gut.
00:56:12Im Moment wüsste ich gar nicht, was ich machen sollte ohne dich.
00:56:17Ich danke dir für dein Vertrauen.
00:56:46Endlich begreife ich.
00:56:49Dass die Liebe zu meinem Vater, und ich habe ihn abgöttisch geliebt,
00:56:54mich blind gemacht hat für seine Gefühllosigkeit und Grausamkeit meiner Mutter gegenüber.
00:57:02Du hast es verdrängt, um dich zu schützen.
00:57:04Und jetzt kannst du es nicht mehr ertragen.
00:57:06Oh, schon.
00:57:09Hilf mir.
00:57:11Lea, du warst noch ein Kind.
00:57:15Aber es tut so weh.
00:57:19Ohne Schmerzen gibt es keine Heilung.
00:57:24Plötzlich ist mir,
00:57:27als öffnete sich eine Tür in einen dunklen Raum.
00:57:32Als ging ich mit einer Kerze in der Hand
00:57:34in diese dunkle Schmerze und fange an,
00:57:39Einzelheiten zu erkennen.
00:57:47Arme Mama.
00:57:51Sie ist so zerbrechlich.
00:57:54So hilflos.
00:58:10Dankeschön.
00:58:12Danke.
00:58:27Riccarda, brauchst du Hilfe?
00:58:28Kannst du mir mal die Blumen geben, bitte?
00:58:30Ja, klar.
00:58:33Kannst du mir kurz zuhören?
00:58:34Ja.
00:58:35Es geht noch mal um die Gemälde.
00:58:38Findest du nicht auch,
00:58:39dass Lea Shorns Angebot annehmen sollte?
00:58:42Eine Ausstellung in Shorns Galerie in New York,
00:58:44das wäre eine große Anerkennung für Großvater.
00:58:48Du unterstützt mich?
00:58:50Im Prinzip hätte ich nichts dagegen,
00:58:52mal über den Atlantik zu jetten.
00:58:56Na also.
00:58:57Enrico?
00:58:59Ja.
00:58:59Kannst du mal die Leiter festhalten?
00:59:07Es tut mir leid,
00:59:07aber ich respektiere Mamas Wunsch.
00:59:10Ich will,
00:59:10dass die Gemälde bleiben,
00:59:11wo sie sollt.
00:59:13Am liebsten würde ich dich jetzt...
00:59:15Was?
00:59:17Ach, nichts.
00:59:27Die Lichterkette muss da hinten.
00:59:29Mach nicht so ein Gesicht.
00:59:31Es ist halt gewohnt,
00:59:32dass sie ihm alle aus der Hand fressen.
00:59:34Ich hasse es,
00:59:35wenn er sich so aufhört.
00:59:36Ja,
00:59:37er kann sehr unangenehm werden.
00:59:40Aber du hast es doch toll gemacht.
00:59:41Du lässt dich wenigstens nicht von ihm rumschubsen.
00:59:43Ja, und das kannst du auch.
00:59:44Meinst du?
00:59:46Na?
00:59:47Redet ihr über mich?
00:59:49Kann ich mich beteiligen?
00:59:50Natürlich, Liebling.
00:59:51Wir würden uns sehr freuen,
00:59:52nicht wahr, Ricarda?
00:59:54Meine Frau ist ein bisschen doof.
00:59:56Warum habe ich dich nur geheiratet?
00:59:59Sag mal, spinnst du?
01:00:00Du kannst doch nicht so mit deiner Frau reden.
01:00:03Entschuldige dich sofort,
01:00:04wenn du nicht mein Bruder wärst,
01:00:05dann würde ich dich jetzt ohrfeigen.
01:00:07Das geht dich nichts an.
01:00:08Das geht mich sehr wohl was an.
01:00:09Du glaubst wohl,
01:00:10du kannst dir alles erlauben.
01:00:10Nicht alles,
01:00:11aber mehr als du,
01:00:12du dumme Gans.
01:00:15Arrogantes Arschloch.
01:00:16Komm, wir gehen zu den Pferden.
01:00:18Was ist mit dir los?
01:00:19Suchst du Streit?
01:00:21Geh zu Fiona und entschuldige dich.
01:00:23Sag ihr,
01:00:24dass es dir leid tut.
01:00:25Es geht dich nichts an,
01:00:25was ich zu meiner Frau sage.
01:00:26Du entschuldigst dich jetzt
01:00:27oder ich schreib noch mal zu.
01:00:28Diesmal fester.
01:00:30Ja, Entschuldigung.
01:01:00Untertitelung des ZDF,
01:01:01Hola! Hola, Señora Walter.
01:01:03Hola, Señora Walter.
01:01:19Man kann hören, was uns die Weinstöcke erzählen.
01:01:23Wirklich?
01:01:28Ja.
01:01:31Nicht jeder hat die Begabung, es zu hören wie du.
01:01:39John, ich habe eine so tiefe Vertrautheit mit dir.
01:01:43In deiner Nähe, da schwindet das Gefühl der Einsamkeit, das ich seit meiner Kindheit habe.
01:01:53Dort wohnt unser Kellermeister.
01:01:58Weißt du, wenn man Wein anbaut, ist man auf das Wetter angewiesen.
01:02:02Wenn ich aufstehe, schaue ich zuerst aus dem Fenster, nicht um zu sehen, was ich anziehen soll,
01:02:07sondern ob das Wetter für die Trauben gut ist.
01:02:16Wie hast du das Wein anbauen gelernt?
01:02:18Durch meinen Vater.
01:02:20Durch beobachten, zuhören, riechen, schmecken, tasten.
01:02:31Er hat mir die Freude daran vermittelt, wenn sich die Knospen, aus denen sich später die Trauben entwickeln, in der
01:02:39ersten Frühlingssonne öffnen.
01:02:41Aber auch die Verzweiflung darüber, wenn ein später Frosteinfall diese jungen Knospen erfrieren lässt.
01:02:50Lea?
01:02:51Ja?
01:02:52Wie willst du die Insolvenz abwenden?
01:02:58Ich liebe dieses Land.
01:03:01Wir haben schon Generationen vor mir Wein angebaut.
01:03:05Und ich möchte nicht, dass dieses Erbe verloren geht.
01:03:10Ich möchte noch mal auf mein Angebot zurückkommen.
01:03:13Wenn ich einige der Gemälde deines Vaters in New York zum Verkauf anbiete,
01:03:17dann könntest du mit dem Erlös das Wein gut retten.
01:03:22Ich danke dir.
01:03:26Es ist gut, dass wir darüber sprechen.
01:03:29Aber ich habe schon eine andere Idee.
01:03:31Ich kenne einen reichen Russen.
01:03:33Und der will ins Weingeschäft einsteigen.
01:03:38Hallo, Frau Walter.
01:03:40Das ist Stefan, unser Kellermeister.
01:03:42Er kommt aus der Pfalz.
01:03:44Er hat schon viele Preise gewonnen.
01:03:47Ein hochbegabter Junge.
01:03:50Und was ist das?
01:03:52Ein alter Brunnen.
01:03:54Da sind früher die Esel im Kreis gegangen.
01:03:57Und haben das Schöpfrad damit bewegt.
01:04:00Und wie wird heute bewässert?
01:04:02Wir haben heute eine vollautomatische Bewässerungsanlage.
01:04:11Komm, ich habe Durst. Wir gehen etwas trinken.
01:04:14Gerne.
01:04:18Die Kinder, die Kinder sind hier.
01:04:20Hä?
01:04:20Die ist und bleibt an der Tür.
01:04:22Na ja nicht.
01:04:23Glaubt ihr eigentlich, wer sie ist?
01:04:24Sie ist deine Schwester.
01:04:25Ja, sie ist meine Schwester.
01:04:26Sie soll ja ab und zu kurz zurückgehen zu ihrem,
01:04:28die Sänger.
01:04:30Das ist gemein.
01:04:31Mein Gott, du weißt, wenn sie überlassen wurde.
01:04:33Mal redet sie so, mal redet sie so.
01:04:35Nimmst du mal, ich geh hoch.
01:04:37Was?
01:04:37Wenn wir das Weingut verkaufen, dann hat sie auch kein Geld.
01:04:39Dann kann sich ihr Leben hinter den Nagel denken.
01:04:43Die Kinder.
01:04:44Die Kinder bin ich hier.
01:04:47Ich finde das unverschämt.
01:04:49Du bist taktlos, stillos.
01:04:52Ricarda, ist und bleibt eine blöde Zicke.
01:04:54Sie hat es nicht böse gemein.
01:04:56Sie hat vielleicht Nerven.
01:04:57Glaubt, sie kann sich in unsere Ehe einmischen.
01:04:59Und dich ja noch gegen mich aufzuhetzen.
01:05:02Tut mir leid, was ich gesagt habe.
01:05:03Ist schon gut.
01:05:06Ich geh runter, ich brauch was zu trinken.
01:05:23Wo willst du hin?
01:05:24Ich will weg.
01:05:29Es gibt gleich Essen.
01:05:36Ich komme.
01:05:41Wenn du wieder mal einen Ausflug machen willst, sag mir vorher Bescheid.
01:05:47Ja, näher.
01:05:50Ich mach mir Sorgen um euch.
01:06:00Danke.
01:06:16Frau Walter und Sohn.
01:06:18Ah, Frau Walter.
01:06:19Ich komme sofort.
01:06:20Ich bin in einer Sekunde bei.
01:06:21Bitte kommen Sie.
01:06:24Mir würde das Objekt messen.
01:06:26Und außerdem steht die Finanzierung.
01:06:28Befasst euch dann.
01:06:29Nehmen Sie noch Platz.
01:06:30Danke.
01:06:31Danke.
01:06:35Ich habe leider sehr wenig Zeit.
01:06:38Guten Tag.
01:06:41Guten Tag.
01:06:43Guten Tag.
01:06:44Guten Tag.
01:06:44Frau Walter, eine Option interessiert mich nicht.
01:06:47Ich möchte Warters Bodega kaufen.
01:06:51Mein Finanzberater hat mich überredet, noch einen dicken Bonus darauf zu legen.
01:06:55Wie viel?
01:06:56Fünf Prozent.
01:06:58Sie werden dann eine sehr wohlhabende Frau sein.
01:07:02Das kann ich meinem Vater nicht antun.
01:07:04Für Ihre Loyalität zu Ihrem Vater haben Sie mein volles Verständnis, aber...
01:07:08Ich habe ihm in die Hand versprochen, dass ich seine Bodega niemals verkaufen werde.
01:07:13Ich biete Ihnen eine Option auf die Hälfte der Weinernte für die nächsten 15 Jahre an.
01:07:19Frau Walter, tut mir leid.
01:07:21Sie und ich, wir beide wissen, dass Ihnen die Sache längst über den Kopf gewachsen ist.
01:07:25Wovon reden Sie? Letztes Jahr haben wir neue Rebsorten angebaut.
01:07:28Wir haben die besten Fässer, die modernste Apfel anbauen.
01:07:30Ja, und 30 Prozent der Ernte sind im Schnee erfroren.
01:07:33Die Setzlinge hatten keine Chance.
01:07:35Das konnte niemand voraussetzen.
01:07:36Deshalb bietet Ihnen meine Offerte eine legitime Chance,
01:07:38Ihr Unternehmen verantwortungsvoll in andere Hände zu legen.
01:07:43Solange Sie noch Boden unter den Füßen haben.
01:07:48Im Weingeschäft muss man viel Geld und Engagement einsetzen,
01:07:52um zu bescheidenen Reichtumen zu kommen.
01:07:56So haben wir es immer gehalten.
01:08:00Dass Walters Bodega seit drei Generationen besteht,
01:08:04heißt nicht, dass sie unverwundbar ist.
01:08:07Ein, zwei schlechte Jahre, ein falsches Marketing
01:08:09und schon geht alles dem Bach runter.
01:08:12Verkaufen Sie.
01:08:16Sie müssen sich nicht sofort entscheiden.
01:08:21Hat keinen Sinn.
01:08:25Ich danke Ihnen.
01:08:26Ich danke Ihnen für Ihr Angebot.
01:08:28Ich danke für Ihren Besuch.
01:08:30Ich kann warten.
01:08:33Begleiten Sie die Herrschaften hinaus.
01:08:52Mama, was machst du?
01:08:55Du bist hübsch.
01:08:56Nein, du bist hübsch.
01:08:57Ich bin doch nicht hübsch.
01:08:59Dann bist du eben nicht hübsch.
01:09:00Dann bist du eben ein großer Junge.
01:09:03Komm, ich habe Hunger.
01:09:04Ich muss nach dem Mittagessen wegfahren.
01:09:12Ich muss noch nach Palma zu einem Casting.
01:09:15Vielleicht klappt es ja.
01:09:17Ich bin am Nachmittag wieder da.
01:09:18Ihr werdet doch bestimmt mal eine Zeit lang ohne mich auskommen, oder?
01:09:21Nein, natürlich nicht.
01:09:23Ich muss auch weg.
01:09:24Ich muss nach Arta, zur Bank.
01:09:26Viel Erfolg.
01:09:27Ich komme mit.
01:09:29Nein, Marc, das geht nicht.
01:09:30Weil ich will mit.
01:09:32Nein.
01:09:32Ich will mit.
01:09:34Marc, das reicht.
01:09:34Geh auf dein Zimmer.
01:09:36Wie darf ich mitkommen?
01:09:37Du bist total gemein.
01:09:39Marc, auf dein Zimmer.
01:09:45Die Männer in unserer Familie sind ja solche Sturköpfe.
01:09:47Nicht wahr, Enrico?
01:09:49Weißt du, was sie meint?
01:09:51Nur zu gut.
01:09:56Ich bin nicht lange weg.
01:09:57Er wird schon von allein zurückkommen.
01:09:59Gut.
01:10:05Wie weit bist du mit dem Papierdach?
01:10:08Gib mir noch ein paar Stunden, ja?
01:10:33Nein.
01:10:34Nein, die Papierdach haben nicht erreicht.
01:10:36Du musst mit New York in Kontakt kommen und fragen sie warum.
01:10:39Ja, ich brauche die Papierdachse.
01:10:41Ich brauche sie zumindest in einer Woche.
01:10:44Okay?
01:10:45Marc?
01:10:46Also, sie organisiert.
01:10:48Marc!
01:10:51Marc, wo bist du?
01:10:54Okay, fine.
01:10:56Er ist wahrscheinlich runter zum Meer.
01:10:57Aber er kann doch nicht schwimmen.
01:11:00Kümmer du dich ums Puppenhaus, bitte.
01:11:03I'll get in touch with you, okay?
01:11:04Marc!
01:11:05Thank you.
01:11:06Lea, such mich!
01:11:09Marc!
01:11:12Marc!
01:11:17Marc!
01:11:23Marc!
01:11:26Marc!
01:11:31Pies!
01:11:33Hier bin ich!
01:11:37Marc!
01:11:39Marc!
01:11:41Oma, such mich!
01:11:49Marc!
01:11:55Hilfe!
01:11:59Marc!
01:12:03Marc!
01:12:08Marc!
01:12:12Marc!
01:12:14Marc!
01:12:15Marc!
01:12:32Marc!
01:12:46Marc!
01:12:50Marc!
01:12:52Marc!
01:12:53Alles gut.
01:12:54Es ist alles gut.
01:12:57Es ist alles gut.
01:12:59Ich hätte ihn nicht allein lassen dürfen.
01:13:02Nein, Ricarda, nein! Dich trefft keine Schuld.
01:13:07Es ist alles gut.
01:13:10Ach, Mama.
01:13:27John!
01:13:29Lea, ich bin gekommen, um mich zu verabschieden.
01:13:35Beantwortest du mir bitte eine Frage?
01:13:38Ja.
01:13:40Willst du für immer hier bleiben, auf Alters Bodega?
01:13:45Ich verstehe den Sinn der Frage nicht ganz.
01:13:49Damit hast du mir leider die Antwort gegeben, ich befürchtet habe.
01:13:54Die Aussicht, ohne dich nach New York zurückzufliegen,
01:13:58öffnete mir die Augen und machte mir klar, dass du mir sehr viel mehr bedeutest.
01:14:02Der Gedanke, dass wir uns vielleicht nie mehr wiedersehen,
01:14:06lässt mich seit gestern nicht mehr los.
01:14:16Ich brauche etwas Zeit, um darüber nachzudenken.
01:14:19Und du bist auch nicht der Typ, Mann, der eine übereilte Entscheidung trifft.
01:14:24Was machst du, wenn dir klar wird, dass es ein Fehler war?
01:14:27Was dann?
01:14:32John, kannst du mir erklären, was mit uns passiert ist?
01:14:36Wir kennen uns doch schon so lange.
01:14:38Es gibt Dinge, die kann man nicht erklären, die passieren einfach.
01:14:44Wenn ich auf mein Leben zurückblicke, dann sehe ich nur Rätselhaftes.
01:14:50Vielleicht ist jetzt die Zeit gekommen, um glücklich zu sein.
01:14:54Und du glaubst, das fällt mir einfach in den Schoß, ohne dass ich dafür kämpfen muss?
01:15:02Lea, komm mit mir nach New York. Hm?
01:15:11Mein Platz ist hier.
01:15:16Ich muss los.
01:15:17Ich habe noch ein Geschäftstreffen im Golfclub.
01:15:20Hier.
01:15:22Die Aufzeichnungen deiner Mutter.
01:15:24Ich konnte alles ablösen.
01:15:26Es war fast unleserlich.
01:15:27Aber lies selbst.
01:15:29Es ist unglaublich.
01:16:09Ich habe euch zusammengerufen und das kommen nur noch einmal im Golfclub.
01:16:12um euch über etwas zu informieren, was mich zutiefst erschüttert hat.
01:16:21Mama hat an meinem achten Geburtstag versucht, Selbstmord zu begehen.
01:16:29Daniel hat ihren Abschiedsbrief unter dem Dach des Puppenhauses gefunden
01:16:33und dadurch konnte ich mich endlich erinnern, was damals wirklich geschah.
01:16:52Papa!
01:16:54Papa!
01:17:01Leia!
01:17:04Leia!
01:17:06Papi!
01:17:09Leia!
01:17:10Leia!
01:17:11Leia!
01:17:21Es war nur ein Albtraum.
01:17:25Es war nur ein Albtraum.
01:17:28Nur ein Albtraum, bist du, oder?
01:17:31Ich liebte ihn und habe ihm geglaubt.
01:17:35Und damit konnte er den Selbstmordversuch von Mama vertuschen.
01:17:39Und ich hatte jahrelang diesen Albtraum und diese Schuldgefühle, weil ich Mama nicht retten konnte.
01:17:47Als es sie ins Krankenhaus einliefern ließ, hatte sie ein schweres Hirntrauma.
01:17:54Und alle Versuche, sie zu heilen, schlugen fehl.
01:18:00Ich könnte verzweifeln, Mama, wenn ich an dein Leben denke.
01:18:04Es war nicht erfüllt mit Liebe wie unseres.
01:18:10Aber das Allerschlimmste ist, dass er ihr auch noch das Beste genommen hat, was sie besaß.
01:18:18Ihre Kunst.
01:18:21Marion hat die Bilder gemalt, nicht er.
01:18:23Ich verstehe nicht.
01:18:24Erich konnte doch gut malen.
01:18:26Warum denn dieser Betrug?
01:18:27Aber Marion war viel besser und das hat er ihr nie verziehen.
01:18:30Deswegen sorgt er dafür, dass ihr Werk lebendig begraben blieb.
01:18:34Für immer.
01:18:35Auch nach seinem Tod.
01:18:37Das ist die traurigste Geschichte, die ich je gehört habe.
01:18:40Und ich verzeihe mir nicht, dass ich mich zu seinem Handlanger machen ließ.
01:18:47Ich werde das Werk meiner Mutter in Chans Galerie in New York ausstellen.
01:18:55Aber ich werde keines deiner Bilder vorläufig verkaufen.
01:19:01Was wird denn mit dem Weingut?
01:19:06Dazu kann ich dir später mehr sagen.
01:19:09Ich bin bald zurück.
01:19:13Großmutter, durch die Ausstellung in New York wirst du berühmt werden.
01:19:17Marion, deine Geschichte hätte man besser gar nicht erfinden können.
01:19:21Begnadete Malerin wird erst nach Jahrzehnten rehabilitiert, weil ihr Mann ihre Kunst gestohlen hat.
01:19:26Scharen von Frauen werden nach New York pilgern, um deine Bilder zu sehen.
01:19:29Und sie werden hierher kommen, in Walters Bodega, um dich zu sehen, um zu sehen, wie du lebst.
01:19:34Und sie werden unseren neuen Wein kaufen.
01:19:36Marion's Shiraz.
01:19:37Hör auf.
01:20:06Lea, ist was passiert?
01:20:08Nein, es ist nichts passiert.
01:20:10Ich bin gekommen, um dich zu einem Abschiedsdrink einzuladen.
01:20:14Lea.
01:20:16Solange ich niemanden vorweisen kann, der eine Bürgschaft übernimmt, gibt mir unsere Bank keinen Kredit mehr.
01:20:23Könntest du, äh, ich meine...
01:20:25Was ist mit dem Russen?
01:20:27Der wollte alles.
01:20:28Ähm, was möchtest du trinken?
01:20:30Cappuccino.
01:20:31Oiga, por favor, un café con leche y otra vez un agua con gas, si?
01:20:36Ja, und, ähm, warum, af einmal ich?
01:20:42Dein internationales Renommee ist sehr groß.
01:20:46Und du bist reich.
01:20:48Das stimmt doch.
01:20:50Oder?
01:20:52War das Enricos Idee oder deine?
01:20:55Was willst du hören?
01:20:57Na, die Wahrheit.
01:20:58Es war meine Idee.
01:21:00Ich verstehe.
01:21:01Also, wenn ich das richtig begreife, dann bist du eigentlich ja nur wegen der Bürgschaft hierhergekommen, nicht?
01:21:07Soll ich mich jetzt geehrt fühlen?
01:21:09Ist es denn so schlimm, wenn jemand eine hohe Meinung von dir hat?
01:21:12Nein, davon lebe ich.
01:21:14John, ich bin wirklich in großen Schwierigkeiten.
01:21:19Das glaube ich dir gerne.
01:21:20Es muss unerträglich für dich sein, wenn es nicht nach deinem Kopf geht.
01:21:24Du weißt doch, dass mir persönlich Geld nichts bedeutet.
01:21:27Woher soll ich das wissen?
01:21:28Weil ich hier bin.
01:21:34Was Enrico und Familie sind, fehlt.
01:21:36Hast du umso mehr.
01:21:38Du würdest, um Walters Bodega zu retten, dein letztes Hemd verkaufen.
01:21:42Aber ich tue nichts, was du an meiner Stelle nicht auch tun würdest.
01:21:46Dann sind wir also aus dem gleichen Holz geschnitzt.
01:21:49Ich könnte dir natürlich noch ein besseres Angebot machen.
01:21:53Willst du es wenigstens anhören?
01:21:55Warum nicht?
01:21:57Ich möchte dir 15 Prozent von Walters Bodega anbieten.
01:22:07Ohne deine Hilfe stehen wir auf der Straße.
01:22:11Und wenn ich dir einen Freund oder Financier besorge?
01:22:21Du lehnst mein Angebot ab?
01:22:23Unter diesen Bedingungen ja.
01:22:29Also, welche Bedingungen stellst du?
01:22:35Ich stelle keine.
01:22:38Ich will nur das, was ich immer wollte.
01:22:41Dich.
01:22:46Unter einer Bedingung.
01:22:48Und die wäre?
01:22:50Dass du mich heiratest.
01:22:53Du stellst aber wirklich knallharte Bedingungen.
01:22:56Ja oder nein?
01:23:02Wie wär's mit nächste Woche?
01:23:05Nächste Woche?
01:23:06Mhm.
01:23:08Klingt gut.
01:23:13Aber du wolltest doch weg?
01:23:17Du bist mir wichtiger.
01:23:24Du musst müde sein.
01:23:26Es war doch ein schwerer Tag für dich.
01:23:27Ich bin zwar ein bisschen erschöpft, aber ich bin glücklich.
01:23:34Es ist eine gute Idee, dass du die Gemälde meiner Mutter in New York ausstellen willst.
01:23:40Was hältst du von einer Doppellösung?
01:23:43Eine Galerie?
01:23:44Hier auf der Bodega?
01:23:46Wein und Kunst.
01:23:48Es findet bestimmt großes Interesse.
01:23:49Und die Ausstellung in New York.
01:23:52Eine gute Idee.
01:23:54Letztes Jahr war ich in Paris und sah mir die Stände am linken Seenufer an.
01:23:58Unter einem Haufen von wertlosen Zeug fand ich das, was sich in diesem Päckchen hier befindet.
01:24:13Und wer ist das?
01:24:15Ohne Brenne kannst du das nicht erkennen.
01:24:20Mein Vater.
01:24:22Ja, und hier?
01:24:24Die Frau?
01:24:28Meine Mutter.
01:24:30Sie ist wunderschön.
01:24:33Das Foto entstand, als sie in Paris waren.
01:24:38Damals waren die beiden noch glücklich.
01:24:40Wenn ich ihr so ins Gesicht sehe, dann kann ich mir schwer vorstellen, dass sie einmal wegen Schmerz und Verzweiflung
01:24:47versuchen wird, sich das Leben zu nehmen.
01:24:50Danke schon.
01:24:52Ich hatte nur traurige Erinnerungen an meine Mutter.
01:24:57Du hast mir eine andere Marion geschenkt.
01:25:00Und auch etwas Gutes von meinem Vater.
01:25:05Sie müssen sich einmal sehr geliebt haben, meinst du nicht?
01:25:09Ja.
01:25:17Danke.
01:25:18Danke.
01:25:20Danke.
01:25:21Danke.
01:25:24Danke.
01:25:24Danke.
01:25:26Danke.
01:25:27Danke.
01:25:28Danke.
01:25:29Danke.
01:25:29Danke.
01:25:31Danke.
01:25:32Danke.
01:25:32Danke.
01:25:32Danke.
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