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  • vor 2 Tagen
Der Zypern-Konflikt ist auch nach Jahrzehnten ungelöst. Jetzt bringen geopolitische Spannungen die Mittelmeerinsel zurück ins Rampenlicht der Weltöffentlichkeit. Steigen damit auch die Chancen für eine Wiedervereinigung?

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Transkript
00:01Das ist ein verlassener Flughafen auf Zypern.
00:05Er liegt an einem Niemandsland, das diese Mittelmeerinsel teilt.
00:09Ergebnis eines jahrzehntealten Konflikts zweier Volksgruppen.
00:14Wegen seiner geografischen Lage zwischen Europa und dem Nahen Osten
00:18ist das Land zurück im Rampenlicht der Weltöffentlichkeit.
00:21Noch immer ist der Zypern-Konflikt ein Streitpunkt zwischen der Türkei und der EU.
00:29Zugleich wird Zypern auch für Mächte des Nahen Ostens wichtiger.
00:33Doch welche Rolle spielen die alten Konfliktlinien in diesem Kampf um die Vorherrschaft?
00:42In Europa ist Zypern als Urlaubsziel bekannt.
00:49Für den Rest der Welt scheint die Insel einfach nur weit weg.
01:04Aber das ist es. Zypern liegt im Mittelmeer zwischen Europa und Afrika.
01:10Am östlichen Ende des Meeres, kurz vor Asien, eine Insel zwischen gleich drei Kontinenten.
01:18Mehr als 1,3 Millionen Menschen leben auf Zypern.
01:23Etwa zwei Drittel davon im Süden.
01:25Sie sind zumeist griechische Zyprioten, überwiegend christlich-orthodoxen Glaubens.
01:31Das übrige Drittel lebt im Norden.
01:33In der Regel sind es türkische Zyprioten oder türkische Übersiedler und überwiegend Muslime.
01:40Schauen wir uns an, wer in Zypern wo Kontrolle ausübt.
01:43Zunächst einmal in der Pufferzone, die die ganze Insel und die Hauptstadt Nicosia teilt.
01:50Die Pufferzone wird von den Vereinten Nationen verwaltet und von Friedenstruppen überwacht.
01:57Sie ist weitgehend menschenleer, wie auch das Gebiet am Flughafen.
02:04Griechische und türkische Zyprioten erzählen sehr unterschiedliche Versionen dessen, was hier schiefgelaufen ist.
02:11Immerhin haben sie den gleichen Namen dafür, Zypern-Konflikt.
02:16Der Süden der Insel, der von griechischen Zyprioten bewohnt wird, nennt sich Republik Zypern.
02:22Dessen Regierung ist international als einzig legitime der ganzen Insel anerkannt.
02:27Das spiegelt sich auch in der Nationalflagge wieder.
02:32De facto kontrolliert sie aber nicht den Nordteil der Insel.
02:35Denn dort haben die türkischen Zyprioten ihren eigenen Staat ausgerufen, die Türkische Republik Nordzypern, kurz auch nur Nordzypern genannt.
02:44Sie wird nur von der Türkei anerkannt.
02:49Und schließlich gibt es noch diese beiden Militärstützpunkte unter britischer Kontrolle, ein Erbe aus der kolonialen Vergangenheit Zyperns.
02:58Die Insel ist aber auch noch Teil eines regionalen Konflikts.
03:03Denn die griechischen Zyprioten werden von Griechenland unterstützt und die türkischen Zyprioten von der Türkei.
03:09Beide sind NATO-Mitglieder, liegen aber oft im Streit miteinander.
03:13Die Türkei hat, wie gesagt, als einziges Land weltweit die türkische Republik Nordzypern anerkannt.
03:21Die türkische Lira ist im Norden der Insel offizielle Währung und gesungen wird die türkische Nationalhymne.
03:30Vor allem aber hat die Türkei hier etwa 30.000 bis 40.000 Soldaten stationiert.
03:36Eine der größten Streitfragen im Rahmen des Zypern-Konflikts.
03:40Die türkischen Zyprioten sind strukturell von der Türkei abhängig. Daran gibt es keinen Zweifel.
03:46Wir verwenden die Begriffe Mutterland und Tochterland durchaus wörtlich.
03:51Das ist der Politologe Erol Kaimak.
03:56Die meisten türkischen Zyprioten akzeptieren diese Abhängigkeit,
04:00da die Türkei die Lebensfähigkeit, die Wirtschaft und die Sicherheit der türkischen Zyprioten garantiert
04:06und die griechischen Zyprioten ihnen feindlich gesinnt sind.
04:11Die griechischen Zyprioten stehen Griechenland nahe.
04:15Sie haben die gleiche Währung, den Euro und die gleiche Nationalhymne.
04:24Griechenland hat dort etwa 1.000 Soldaten stationiert.
04:28Die Menschen bewahren beide Identitäten.
04:30Sie bewahren eine griechische Identität, pflegen die Kultur und sprechen die Sprache.
04:36Das ist der griechisch-zypriotische Politologe Neophytos Loizides, ein Konfliktforscher.
04:42Aber die Menschen sehen sich auch sehr als zypriotisch. Diese Identitäten überschneiden sich.
04:48Ethnische und kulturelle Identitäten spielten in diesem Konflikt eine entscheidende Rolle.
04:54Dazu später mehr.
04:55Betrachten wir erst einmal die aktuelle strategische Lage.
04:59Die Republik Zypern ist Mitglied der Europäischen Union, die Türkei nicht.
05:03Die EU betrachtet ganz Zypern als Mitglied und erkennt Nordzypern nicht an.
05:09Die Türkei ist Mitglied der NATO, Zypern ist es nicht.
05:15Zypern würde das gerne ändern, doch die Türkei verhindert das.
05:20Die Türkei wiederum würde gern enger mit der EU zusammenarbeiten, doch das wird von der Republik Zypern blockiert.
05:27Wegen des Zypern-Konflikts dürfen die NATO und die EU keine Geheiminformationen austauschen.
05:33Die Koordinierung zwischen EU und NATO wird schwieriger und irgendwann könnte sich die Frage stellen, für wen wir uns entscheiden
05:39sollen.
05:41Diese strukturelle Blockade ist ein wachsendes Problem für Europa, zumal die USA inzwischen als zunehmend unzuverlässig gelten.
05:49Der Druck steigt, die Rolle Europas in der Sicherheitsarchitektur des Kontinents zu stärken.
05:55Doch wegen des Zypern-Konflikts kommen wir nicht voran.
06:00Und es gibt weitere Probleme.
06:02Der Gebietsstreit auf der Insel hat sich auf das Meer rund um die Insel ausgeweitet.
06:07Die Türkei beansprucht weitere Gebiete im Mittelmeer und folgt dabei einer Doktrin namens Blaue Heimat.
06:14Zypern liegt mittendrin.
06:16Diese Ansprüche haben an Bedeutung gewonnen, seitdem unter dem Meeresboden riesige Erdgasvorkommen entdeckt wurden.
06:25Gleichzeitig hat sich die Republik Zypern an Israel angenähert, für die Türkei ein Rivale.
06:31Israel und der Süden Zyperns kooperieren zusammen mit Griechenland bei Energieprojekten, darunter ein Unterseekabel, das die Stromnetze verbinden soll.
06:41Kooperation gibt es auch auf militärischer Ebene.
06:45Die Republik Zypern kauft Waffen von Israel. Es gibt gemeinsame Militärübungen.
06:51Zusammen mit Griechenland soll die militärische Kooperation noch weiter vertieft werden, zum Ärger der Türkei.
06:58Das wird als eine Bedrohung der Sicherheit wahrgenommen.
07:01Bei diesem Thema ist kein echter Unterschied sichtbar zwischen der Sichtweise Ankaras und der der türkischen Zyprioten.
07:10Das kann in die falsche Richtung gehen.
07:13Es könnte eine Situation mit immer neuen Eskalationen zwischen den Akteuren in der Region entstehen,
07:18die dann den Zypern-Konflikt als unlösbar erscheinen lassen.
07:23Durch die Teilung und durch seine Lage wird Zypern in einen regionalen Konflikt gezogen.
07:29Die bereits erwähnten britischen Armeebasen sind für die militärische Aufklärung sehr wichtig.
07:35Sie spielen in dieser komplexen Lage ebenfalls eine Rolle.
07:39Die Basis Akrotiri wurde während des Iran-Kriegs 2026 von einer Drohne getroffen,
07:45mutmaßlich eine der libanesischen Hisbollah-Miliz, einem Verbündeten Irans.
07:50Nach britischen Medienberichten traf sie einen Hangar für Spionageflugzeuge.
07:55Der Schaden war gering, die Wirkung aber groß.
07:58Die Kritik an den Stützpunkten wächst auf Zypern und es gibt Forderungen nach Abzug der Briten.
08:06Die Leute finden, dass diese Basen ein Relikt aus der Kolonialzeit sind,
08:10zugleich aber keine Garantie bieten für die Sicherheit der Zyprioten.
08:15Großbritannien beharrt darauf, dass es einen Vertrag über die Nutzung der Stützpunkte gibt.
08:20Der wurde in jener Vergangenheit vereinbart, in der auch der Zypern-Konflikt begann.
08:25Schauen wir uns das genauer an.
08:27Heute leben die türkischen Zyprioten im Norden und die griechischen Zyprioten im Süden Zyperns.
08:33Früher dagegen lebten sie über die ganze Insel verteilt, oft direkt nebeneinander.
08:38Warum änderte sich das?
08:41Drei Jahrhunderte lang war Zypern Teil des Osmanischen Reichs.
08:441878 aber wurde es ein britisches Protektorat.
08:49In den 1950er Jahren erstarkten nationalistische Bewegungen auf der Insel.
08:54Griechische Zyprioten forderten die Vereinigung mit Griechenland und bekämpften die Briten.
08:59Türkische Zyprioten lehnten eine Vereinigung ab.
09:02Angesichts der Spannung vereinbarten Großbritannien die Türkei und Griechenland die Unabhängigkeit Zyperns unter sehr spezifischen Bedingungen.
09:12Der Präsident musste ein griechischer Zypriot sein, sein Vize ein türkischer Zypriot.
09:17Die Sitze im Parlament wurden im Verhältnis 70 zu 30 aufgeteilt.
09:23Zypern durfte sich nicht mit einem anderen Land vereinigen, weder mit Griechenland noch mit der Türkei.
09:30Griechenland, die Türkei und Großbritannien wurden zu Garantiemächten.
09:34Mit dem Recht zur militärischen Intervention bei einer Gefahr für die Unabhängigkeit Zyperns.
09:40Großbritannien erhielt außerdem die zwei Militärstützpunkte.
09:43Hier ist Zyperns erster Präsident zu sehen, der griechisch-orthodoxe Erzbischof Makarios, wie er die Grenzen der Basen mit britischen
09:52Offizieren aushandelt.
09:54Die Republik Zypern wurde 1960 unabhängig, doch das System der Machtteilung war von Beginn an instabil.
10:04Diese Ehe wurde ganz offensichtlich nicht im Himmel geschlossen.
10:08Weder die türkisch-zyprische Seite und schon gar nicht die griechisch-zyprische Seite waren glücklich mit der Republik Zypern.
10:17Die Beziehungen zwischen den Volksgruppen verschlechtern sich noch. Immer wieder kommt es zu blutigen Unruhen.
10:37Zehntausende türkische Zyprioten flohen aus ihren Heimatorten.
10:41Es gab zunächst keine Friedenstruppen, um diese Vorfälle zu verhindern. Griechenland und die Türkei unterstützten Milizen auf beiden Seiten.
10:52Die ersten UN-Friedenstruppen kamen 1964 auf die Insel. Sie sind bis heute dort.
10:59Doch das System der Machtteilung kollabierte. Nach dem Rückzug der türkischen Zyprioten regierten die griechischen Zyprioten alleine.
11:08Hardliner forderten jedoch weiter die Vereinigung mit Griechenland, wo jetzt eine Militärjunta herrschte.
11:13Im Jahr 1974 unterstützte sie einen Putsch gegen die Regierung Makarios.
11:20Darauf marschierte die Türkei in Zypern ein.
11:22Sie berief sich dabei auf das Recht zu einer militärischen Intervention bei einer Gefahr für die Unabhängigkeit Zyperns, alles festgelegt
11:30im Vertrag von 1960.
11:32Die Armee besetzte den nördlichen Teil der Insel, der seither nicht mehr von der Republik Zypern kontrolliert wird.
11:39Von da an leben die beiden Volksgruppen vollkommen getrennt voneinander.
11:43Die türkischen Zyprioten betrachten die Invasion nach wie vor überwiegend als Befreiung.
11:49Für die griechischen Zyprioten ist es eine türkische Aggression und Besetzung.
11:54Hunderttausende Menschen mussten ihre Heimat verlassen.
11:57Griechische Zyprioten flohen aus dem Norden, türkische Zyprioten aus dem Süden.
12:031983 wurde die sogenannte Türkische Republik Nordzypern ausgerufen und zunehmend zum Ziel türkischer Übersiedler.
12:14Die Waffenstillstandslinie zu überqueren wurde schwierig.
12:19Ich wurde 1974 geboren, wenige Monate nach dem Krieg.
12:25Wir konnten die Einschusslöcher im Haus sehen, wir konnten sie in der Kirche sehen, aber wir hatten keinen Kontakt zur
12:30türkisch-zypriotischen Gemeinschaft, keinen einzigen.
12:35Erst Anfang der 2000er Jahre sah es eine Zeit lang so aus, als ob der Zypern-Konflikt gelöst werden könnte.
12:43Kontrollpunkte wurden eröffnet, die Menschen konnten erst mal seit langer Zeit die andere Seite besuchen.
12:49Die Vereinten Nationen erarbeiteten den Annan-Plan, benannt nach ihrem damaligen Generalsekretär Kofi Annan.
12:55Ziel war die Wiedervereinigung der Insel, als Föderation mit einem neuen System der Machtteilung.
13:02Der damals frisch gewählte türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan billigte ihn, denn er erhoffte sich dadurch Unterstützung für einen EU
13:10-Beitritt der Türkei.
13:11Die türkischen Zyprioten stimmten dann auch in einem Referendum für den Plan.
13:19Doch die griechischen Zyprioten sagten mit überwältigender Mehrheit Nein.
13:24Viele waren der Meinung, dass es zu viele Zugeständnisse gab, vor allem die dauerhafte Stationierung türkischer Soldaten auf der Insel.
13:31Dieses Nein ist für die türkischen Zyprioten immer noch ein schwerer Schlag.
13:39Die Generation, die für den Annan-Plan gestimmt hat, ist mittlerweile dies illusioniert.
13:45Ich glaube, wenn man erstmal so weit ist, fällt es einem schwer, noch einmal einen Sprung ins Ungewisse zu wagen.
13:57Auch andere diplomatische Initiativen schlugen fehl.
14:00Die Türkei setzt deshalb verstärkt auf eine Zwei-Staaten-Lösung.
14:05Sie hat ihre Investitionen in Nordzypern erhöht und ihren Einfluss dort ausgebaut.
14:12Im vergangenen Jahrzehnt gab es praktisch keinen Fortschritt.
14:16Doch jetzt könnte sich die Lage ändern.
14:19Die Zyprioten im Norden haben einen Befürworter der Wiedervereinigung zum Präsidenten gewählt.
14:25Die führenden Politiker beider Seiten haben sich bereits mehrfach getroffen.
14:29Die Vereinten Nationen unterstützen den Annäherungsprozess.
14:33Es gibt zwei Arten, damit umzugehen.
14:36Zum einen, wir waren schon oft kurz davor und haben es nicht geschafft, also ist es unmöglich.
14:42Oder ganz anders.
14:43Angesichts der Tatsache, dass wir schon so nah dran sind, dass es so wichtig ist und dass wir uns fast
14:48in allem einig sind,
14:49sollten wir diese Chance nicht verpassen.
14:53Laut Umfragen würde eine Mehrheit in beiden Volksgruppen eine Wiedervereinigung unterstützen oder zumindest tolerieren,
15:00doch nur sehr wenige erwarten einen schnellen Durchbruch.
15:03Ich wünsche mir, dass die zwei Teilen von Cyprus verbunden sind wieder verbunden, verbunden sind wieder verbunden.
15:10In all praktikalität, persönlich, ich weiß nicht wie möglich das ist.
15:15Weil die Türkei hat sich verabschiedet, sie verabschieden unsere Lande illegal.
15:21Es ist eine sehr komplizierte Situation für einen Türkei-Zyprieten,
15:24weil wir nicht einen Türkei-Zyprieten wollen, aber wenn wir eine Cyprus-Zyprache verabschieden,
15:31dann wird die Türkei-Zyprache verabschiedet.
15:36Die Menschen, die die Menschen, die die Menschen, die sie verabschieden,
15:38aber die Politikern, die zwei Kürze verabschieden.
15:45Und die anderen Kürze verabschieden das auch.
15:50Könnten diese äußeren Kräfte diesmal am gleichen Strang ziehen?
15:54Wohl eher nicht.
15:55Der Angriff auf den britischen Stützpunkt Akrotiri zeigt das sehr deutlich.
16:00Zur Unterstützung der Republik Zypern entsandte Griechenland F-16-Kampfjets.
16:05Andere EU-Mitglieder schickten Kriegsschiffe.
16:08Und die USA nutzen Zypern zunehmend als Logistik-Drehscheibe für ihr Militär.
16:13All das beunruhigt die Türkei.
16:21Betrachtet man das Ganze im Zusammenhang, sieht man,
16:24dass das westliche Bündnis sich zunehmend in Zypern engagiert.
16:27Das könnte die Türkei verärgern.
16:31Die Türkei entsandte ebenfalls F-16-Kampfjets und Luftabwehrsysteme nach Nordzypern.
16:38Gleichzeitig kommen die diplomatischen Bemühungen nicht voran.
16:41Aus EU-Sicht sind Fortschritte in Zypern die Bedingungen für bessere Beziehungen zur Türkei.
16:47Denkbar wäre eine Visa-Liberalisierung, falls es vorangeht beim Zypern-Konflikt und bei Sicherheitsfragen.
16:54Die Beziehungen der Türkei zur EU haben sich allerdings abgekühlt.
17:00Gleichzeitig verändert sich die Sicherheitslage in Europa und die Türkei mit ihrer großen Armee zieht sich im Vorteil.
17:09Vieles hängt davon ab, ob die Türkei in eine europäische Sicherheitsarchitektur einbezogen oder ob sie ausgeschlossen wird.
17:16Denn die Türkei ist kein Vasallenstaat der USA und der NATO mehr.
17:20Wir befinden uns in einer multipolaren Weltordnung.
17:23Das bedeutet, dass Mittelmächte wie die Türkei deutlich mehr Handlungsoptionen haben.
17:27Für die Türkei stellt sich die Frage, was habe ich von einer Lösung des Zypern-Konflikts?
17:34Der Türkei Zugeständnisse zu machen, dürfte der Republik Zypern schwerfallen, da hier viele die Türkei als Besatzungsmacht ansehen.
17:42Die Konflikte zwischen den Volksgruppen auf Zypern scheinen dagegen leichter zu überwinden zu sein.
17:48Richtig kompliziert wird der Zypern-Konflikt erst durch die Geopolitik in der Region.
17:53Das gegenwärtige Klima ist nicht gerade friedensfördernd. Es gab zuletzt keine erfolgreichen Friedensabkommen.
18:02Andererseits ist es vielleicht genau deshalb der richtige Zeitpunkt, etwas anzustreben, was den eigenen Interessen dient.
18:12Ich glaube nicht, dass wir den Konflikt noch lange einfrieren können. Das Status Quo ist alles andere als stabil.
18:18Man sieht, wie sich die Probleme häufen und eine Lösung ist dringlicher denn je.
18:26Weil Europa neu über seine Sicherheit nachdenken muss, steht eine Lösung des Zypern-Konflikts wieder ganz oben auf der Tagesordnung.
18:38Das ist eine Lösung des Zypern-Konflikts.
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