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Auf der Oranienburger Straße wird ein Passant überfahren. Der Fahrer des Wagens begeht Fahrerflucht. In Verdacht gerät der Politiker Thomas Zander, doch er hat ein Alibi. Zu Hause bemerkt Wolff, dass die Alkoholvorräte zur Neige gehen. Hat Verena ein Alkoholproblem? (Text: Premiere)
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00:05UNTERTITELUNG
00:51UNTERTITELUNG
00:58Na, wie war's?
01:01Oh, wie es so ist.
01:03Ja, hast du gewonnen?
01:04Wir spielen doch um nichts.
01:06Was heißt denn doch?
01:07Es geht um Pfennige.
01:07Wir spielen um die Ehre.
01:09Na eben, sag schon.
01:09Hast du gewonnen?
01:10Nein, diesmal habe ich verloren.
01:12Der Voss hat gewonnen.
01:14Gegen mich und gegen Grund.
01:16Das ist ein...
01:19Der Voss ist ein gerissener Bursche.
01:21Der hat einen Kontra gespielt,
01:23obwohl ich die ersten drei Buben in der Hand hatte.
01:26Er ist mit allen Wassern gewaschen.
01:28Herr Voss.
01:32Erwartest du jemanden?
01:34Um die Zeit?
01:46Du, zwei Polizisten wollen nicht sprechen.
01:49Jetzt? Und warum?
01:50Ja, ich weiß auch nicht irgendwas mit deinem Auto.
01:52Wir sollen reinkommen.
01:54Bitte.
02:01Hauptwachtmeister Bolle und Spieß.
02:03Guten Abend, Sander.
02:04Guten Abend.
02:05Darf ich fragen, wann Sie nach Hause gekommen sind?
02:08Vor ungefähr fünf Minuten.
02:10Mit Ihrem Wagen?
02:12Nein, mit der U-Bahn.
02:13Sie fahren den Wagen mit dem Kennzeichen BTT 555?
02:19Ja.
02:20Ein Mercedes 280?
02:22Ja.
02:23Können wir den Wagen sehen?
02:24Ja, wenn Sie mir sagen, zu welchem Zweck?
02:29Mit dem Wagen ist ein Unfall passiert.
02:32Wann?
02:33Um 11.10 Uhr.
02:34Genau vor 25 Minuten.
02:36Das muss ein Irrtum sein.
02:38Nein.
02:38Der Wagen steht in der Garage.
02:40Kommen Sie.
02:42Also, bitte.
02:47Das gibt's doch nicht.
02:51Was ist das da für ein Wagen?
02:52Das ist mein Auto.
02:54Was?
02:54Dann hast du den Mercedes gefahren.
02:55Ich?
02:56Du weißt ganz genau, dass ich das unmittelbar ausstehen kann.
02:58Hier steht gewöhnlich der Mercedes.
03:00Richtig.
03:01Ich bin um sieben mit dem Wagen aus dem Büro gekommen und habe mich hier auf seinen Platz gestellt.
03:07Gegen acht habe ich das Haus wieder verlassen und bin mit der U-Bahn zu Freunden gefahren.
03:11Vor ungefähr zehn Minuten bin ich mit der U-Bahn wieder nach Hause gekommen.
03:14Herr Zander, wir müssen Sie bitten, uns zum Zwecke der Blutentnahme ins Krankenhaus zu begleiten.
03:19Das ist doch völlig sinnlos.
03:21Ich bestreite doch gar nicht, dass ich getrunken habe.
03:23Ich habe heute Abend bei meinen Freunden getrunken.
03:25Ich habe jetzt, als ich nach Hause gekommen bin, wieder getrunken.
03:27Das haben Sie doch selber gesehen.
03:28Ich habe Sie sogar mit einem Glas in der Hand empfangen.
03:30Sie müssen zur Blutprobe kommen.
03:32Das ist Vorschrift.
03:34Also, wenn Sie das müssen, dann müssen Sie das.
03:37Ich bin eine halbe Stunde wieder zurück.
03:39Ruf doch den Voss an und sag ihm, er soll sofort herkommen.
03:42Ich fürchte, da bahnt sich was Größeres an.
03:46Es hat einen Unfall mit Zanders Wagen gegeben, gestern Nacht.
03:50Zander behauptet, nicht gefahren zu sein.
03:52Ich möchte, dass Sie klären, ob er die Wahrheit sagt.
03:55Doktor!
03:56Wolf, wenn Zander gefahren ist, dann ist seine politische Karriere beendet.
03:59Er hatte 1,8 Promille.
04:02Und wenn er nicht gefahren ist, dann müssen wir klären, ob es ein schlichter Autodiebstahl war
04:07oder ein gezieltes Komplott, um Zander zu diffamieren.
04:11Warum müssen wir?
04:13Warum wir?
04:14Er hat eben angerufen, er wird gleich hier sein.
04:16Wenn die Presse davon erfährt, und sie wird davon erfahren,
04:19dann wird man von der Polizei Auskunft darüber verlangen, was wirklich passiert ist.
04:24Mhm.
04:25Sie stehen ihm politisch nahe, hm?
04:29Ja?
04:30Ja, ich lasse bitten.
04:33Hier ist das Protokoll, das die Funkstreife gestern Nacht aufgenommen hat.
04:40Guten Morgen.
04:41Guten Morgen.
04:43Guten Morgen.
04:43Guten Morgen.
04:43Das ist Herr Wolfgang Voss, mein Stellvertreter und Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit.
04:48Das ist Herr Hauptkommissar Wolf, vom Dezernat für Delikte an Menschen.
04:54Entschuldigung.
04:57Fried?
04:58Ja.
05:00Danke.
05:01Und um ein solches handelt es sich ja wohl nun.
05:04Der Mann ist tot.
05:09Das tut mir leid.
05:13Was werden Sie jetzt tun, Herr Hauptkommissar?
05:18Ermitteln.
05:22Fragen stellen zunächst mal Ihnen.
05:23Also fragen Sie, bitte fragen Sie.
05:25Ja, ja.
05:32Wer hatte die Schlüssel zu Ihrer Garage und zu Ihrem Wagen?
05:37Ich.
05:37Nur ich.
05:39Das heißt, es gibt zwei Paar Schlüssel.
05:41Einen habe ich immer bei mir und der andere befindet sich in einer Schublade in meiner Wohnung.
05:45Ja, wir haben nachgesehen.
05:46Sie sind noch dort.
05:47Aber Ihre Gattin hatte Zugang zu den Schlüsseln.
05:49Ja, aber sie benutzt den Wagen nie.
05:52Seit ich ihn habe seit fast drei Jahren, ist sie nicht dein einziges Mal damit gefahren.
05:56Sie hat ihr eigenes Auto.
05:59Und andere Hausbewohner oder Familienangehörige gibt es nicht.
06:03Nein.
06:07Aber da ist noch etwas.
06:09Meine sämtlichen Schlüssel befinden sich immer in diesem Schlüsselbund.
06:12Haus, Garagen, Autoschlüssel.
06:14Und die sind mir vor ungefähr vier Monaten abhanden gekommen.
06:19Im Büro vielleicht oder in dem Restaurant, in dem ich an dem Tag zum Mittag gegessen habe.
06:24Und?
06:25Na, ich habe alle Schlösser des Hauses auswechseln lassen, aber die von der Garage nicht.
06:31Die Garagentür ist nicht aufgebrochen worden.
06:33Nein, nein.
06:35Wenn der Unfall ein Komplott zu Ihrer Diffamierung war, Herr Zander,
06:39und wie wir seine Fragen heraushören, schließt der Hauptkommissar Wolf das nicht aus.
06:42Er soll das nicht nur nicht ausschließen.
06:44Er kann davon ausgehen.
06:47Wenn wir denn davon ausgehen, haben Sie einen Verdacht?
06:50Haben Sie keinen.
06:53Unsere Partei wird gestützt auf die Persönlichkeit Ihres Kandidaten und Kreisvorsitzenden,
06:58die bevorstehenden Wahlen gewinnen, das sagt Ihre Umfrage.
07:01Wer könnte also ein Interesse daran haben,
07:03den quasi designierten Bezirksbürgermeister in den Dreck zu ziehen?
07:07Haben Sie außerdem politischen auch private Feinde?
07:10Ich habe politische Gegner, aber keine Feinde.
07:14Wie schön.
07:14Wir erwarten von Ihnen keine Ironie, Herr Hauptkommissar.
07:18Was wir von Ihnen erwarten, ist Folgendes.
07:20Sie beweisen zweifelsfrei, ohne Raum, für die Spur eines Zweifels, verstehen Sie?
07:26Dass Herr Zander zur Unfallzeit seinen Wagen nicht gefahren hat und nicht gefahren haben kann.
07:31Aber das reicht nicht.
07:33Sie finden heraus, wer den Wagen gestohlen hat.
07:36Wer den Unfall, den Mord, darum handelt es sich ja jetzt wohl, begangen hat.
07:41Wir erwarten Ergebnisse, eindeutige.
07:45Und das bald.
07:46Gestern.
08:00Französisch 50.
08:03Musik
08:31Wer von euch hat gestern Abendregister nach dem Unfall gesehen?
08:35Bulle?
08:35Ja, Bulle.
08:37Stimmt's, dass er tot ist?
08:38Ja, war nur morgen verstorben.
08:41Du drängst ja.
08:43Wollt ihr mir nicht helfen, den Fahrer zu finden und zu überführen?
08:46Wir haben den Bullen doch die Autonummer gesagt.
08:48BTT 555.
08:50Sicher eine Bonzen-Nummer.
08:52Habt ihr den Fahrer erkennen können?
08:54Er hat ihn hier vom Blumenpum auf die Schippe genommen.
08:56Dann hat er da gehalten.
08:57Von da konnte ich ihn nur noch von hinten sehen.
09:00Und dann ist er mit dem Affenzahn abgerauscht.
09:03Da wärst du nichts gehalten.
09:06Es war ein Mann.
09:08Ein Horn.
09:10Ein Mann.
09:11Haarfarbe?
09:13Kopfform, Kleidung?
09:16Nichts.
09:18Dunkel.
09:20Dunkelhaarig.
09:25Wir spielen jeden Donnerstag hier Skat, Sander Voss und ich.
09:28Und so von 8 bis 11, halb 12.
09:32Und manchmal, wenn uns der Rappel packt, wird es auch 2, 3.
09:35Jeden Donnerstag ohne Ausnahme?
09:37Jeden Donnerstag, wenn es dem Herrn Kreisvorsitzenden und seinem Vize in den Terminplan passt,
09:42haben wir viel zu tun, die beiden.
09:44Tja, aber gewöhnlich richten Sie sich so ein.
09:46Dreimal im Monat klappt es im Schnitt.
09:50Sind Sie ein Parteifreund?
09:52Mit Politik habe ich nichts am Hut.
09:54Ich bin Geschäftsmann.
09:55Immobilien, Erschließungen, Industrieprojektierung.
09:57Zum Trinken darf ich Ihnen wohl nichts anbitten, Herr Kommissar?
10:00Muss nicht sein.
10:03Muss nicht oder soll nicht?
10:06Wann kamen und wann gingen die beiden Herren gestern?
10:10Zander.
10:12Zander kam so gegen halb 9 und Voss ein bisschen später.
10:1720 vor 9.
10:18Wir haben gestern nicht lange gespielt, weil ich in allerhaltsfrüh einen Termin hatte.
10:22So gegen halb 11 war Schluss und 20 vor 11 sind die beiden dann gegangen.
10:29Gleichzeitig?
10:30Ja.
10:32Und wie kamen die beiden her?
10:33Ich meine, womit?
10:34Mit welchem Beförderungsmittel?
10:35Ich habe sie nicht gefragt, aber gewöhnlich kamen sie mit der U-Bahn oder mit dem Taxi.
10:39Zander mit der U-Bahn.
10:40Die Station ist da drüben.
10:42Aber womit er gestern gekommen ist, wissen Sie nicht?
10:45Nein.
10:47Als die beiden gingen, hat Herr Zander sich da ein Taxi gerufen?
10:50Nein.
10:51Herr Voss auch nicht?
10:52Nein.
10:54Warum sind die beiden nicht mit Ihrem Wagen gekommen?
10:57Nein, das liegt auf der Hand.
10:58Wir werden doch nicht trocken Skat spielen.
11:00Das gehört sich nicht.
11:01Wir haben ein paar getrunken.
11:03Ein Fabian, hin und wieder malen.
11:04Kaum.
11:05Spielen Sie Skat?
11:07Ja.
11:07Ja, wissen Sie doch, wie es geht.
11:11Verstehen Sie mich bitte nicht falsch.
11:12Wir haben hier einen ganz normalen Männerskat geklappt und ein paar Bier getrunken.
11:15Aber ich werde sehr ungemütlich, wenn ich höre oder lese, dass es hier eine Saufbautje in einer Spielhölle gab.
11:21Herr Grund, für die Darstellungen in der Boulevardpresse bin ich nicht verantwortlich.
11:24Das weiß ich doch, Herr Kommissar.
11:26Oder was, Hauptkommissar?
11:27Hauptkommissar.
11:28Das weiß ich doch.
11:30Eine hässliche Sache für Thomas bei seiner Position.
11:34Dieses bezahlte Schreiberpakt wartet doch nur darauf, ihm eins auszuwischen.
11:56Verena.
11:59Verena.
12:09Verena, ist was?
12:12Kopfschmerzen.
12:14Ich habe so eine Kopfschmerzen.
12:16Was hast du denn gemacht?
12:19Hausaufgaben.
12:20Doris und Susanne.
12:22Jetzt bin ich müde, ich will schlafen.
12:25Wäre es dir nicht besser, wenn du dich vorher ausziehst?
12:27Ja, mache ich.
12:30Kann ich dir irgendwie helfen?
12:32Soll ich dir eine Tablette bringen?
12:33Nein.
12:35Dann zieh dich aus, ja?
12:53Ich bin besonders schön, guten Morgen, Schmerz.
13:02Hier.
13:08Krähen wir?
13:10Willst du dir nichts frühstücken?
13:12Ach, kein Appetit.
13:14Was ist denn mit dir?
13:16Oder was war gestern Abend mit dir?
13:18Ich weiß nicht.
13:20Welche Virus oder sowas?
13:22Ich glaube, unsere gestrige vornehme Zurückhaltung war falsch.
13:27Ich meine Thomas Zanders Feinde betreffend.
13:31Es liegt auf der Hand, wer diese Intrige gegen ihn gesponnen hat.
13:35Sie trägt eine zu eindeutige, zu...
13:37zu radikale Handschrift.
13:41Darf ich?
13:43Bitte.
13:47Thomas Zander hat in den letzten Wochen seinen Kontrahenten Gottschall immer wieder angegriffen.
13:52Zuweilen unterhalb der Gürtellinie.
13:55Mit rhetorischen Mitteln, ich betone das.
13:57Aber zugegebenermaßen unterhalb der Gürtellinie.
14:02Jetzt kommt der Gegenschlag.
14:04Aber da Gottschall ihm sprachlich nicht Paroli bieten kann,
14:07kommt er mit brutalen, mit verbrecherischen, mörderischen Mitteln.
14:12Bezichtigen Sie den Abgeordneten Gottschall des Morders?
14:16Natürlich hat Gottschall den Wagen Zanders nicht selbst gestohlen und gefahren.
14:19Dafür hat er seine Leute.
14:21Er umgibt sich mit Bodyguards, mit einer sogenannten Sicherheitstruppe,
14:25die er aus Selbstverteidigungsschulen Karate, Taekwondo rekrutiert.
14:29Chef dieser Truppe ist ein gewisser Rudi Kern.
14:33Und den sollten Sie sich mal vorknüpfen.
14:35Kern? Wie Kernkraftwerk?
14:39Ja, richtig.
14:43Wo finde ich ihn?
14:44In seinem Hauptquartier.
14:46Bismarckstraße 33.
14:55Nettes Anwesen für den Volksvertreter.
14:57Es ist nicht sein Privatbesitz, es gehört der Partei.
15:00Noch netter.
15:05Ja, bitte?
15:06Savaski, Kriminalpolizei. Ich möchte an Gottschall sprechen.
15:08Erst im Moment nicht zu sprechen.
15:10Ich habe mich telefonisch angemeldet.
15:12Ich habe hier keine Anmeldung.
15:14Sie selbst haben mich mit ihm verbunden.
15:16Ich erkenne Ihre Stimme.
15:18Es tut mir leid, ich habe keinen Termin für Sie.
15:21Das können wir doch mit uns nicht machen. Sind wir Hampelmänner?
15:23Na, du hörst dich.
15:24Und jetzt?
15:26Wir werden ihn vorladen.
15:28Und erst wenn er da nicht kommt, wenn er dann unentschuldigt fernbleibt,
15:31erst dann können wir ihn vorführen lassen.
15:59Und erst wenn er dann kommt, wenn er dann kommt,
16:31und erst dann kommt, wenn er dann kommt,
16:32Die Waffen weg!
16:35Weg damit!
16:39Pistole weg!
16:41Der Hund!
16:42Weg's!
16:47Was haben Sie hier zu suchen?
16:49Kommissar Savaski, Kriminalpolizei.
16:52Das ist mein Kollege Buchwald.
16:54Und jetzt stecken Sie Ihre Waffe weg.
16:56Polizei oder nicht?
16:58Ihr habt hier nichts zu suchen.
16:59Wir haben einen Termin mit Herrn Gottschall.
17:02Das wüsste ich.
17:03Ihr seid hier ohne Erlaubnis eingedrungen.
17:06Man hat uns das Tor geöffnet.
17:08Wer?
17:08Wie soll ich das wissen?
17:10Es wird elektrisch geöffnet.
17:11Es wird vielleicht elektrisch entriegelt.
17:13Aber geöffnet habt Ihr es.
17:16Ohne Erlaubnis.
17:18Jetzt sei ich satt.
17:21Sie stecken jetzt super die Waffe weg und halten Ihren blöden Köder fest.
17:29Sie werden es nicht wagen, auf einen Polizisten zu schießen.
17:34Die Waffe weg!
17:47Sie sind festgenommen.
17:49Gehen wir rein?
17:51Sie sind Rudi Kahn.
17:53Erraten?
17:55Ich wollte sowieso mit Ihnen sprechen.
17:56Nicht mit Gottschall.
17:57Aha.
17:58Los, marsch!
18:01Ich frage Sie noch mal, wo Sie Donnerstagabend zwischen 10 und 12 waren.
18:05Ich sage Ihnen noch mal.
18:06Ich will meinen Anwalt sprechen, aber ohne Handschellen.
18:09Buchwald, nehmen Sie ihm die Handschellen ab.
18:15Können Sie die nehmen?
18:16Wählen Sie die neuen, dann haben Sie ihn ab.
18:24Ja, Umi, keinen guten Tag, Dr. Hand, bitte.
18:26Ja, ist nicht da.
18:27Ja, gehen Sie mit denen.
18:28Dr. Vollmer?
18:30Ich habe zwei Männer, wie sich später herausstellte, Polizisten, auf dem Gelände der Parteizentrale gestellt.
18:35Die haben meine beiden Hunde getötet, die ich dabei hatte, und mich verhaftet.
18:40Herr Polizeipräsident.
18:42Haftbefehl.
18:44Völlig unrechtmäßig hier.
18:47Ja, okay.
18:49Gut.
18:51Sie sind nicht verhaftet.
18:52Sie sind vorläufig festgenommen.
18:54Das können wir auch ohne Haftbefehl.
18:55Das werden wir ja sehen.
18:58Werden Sie nach dem Gespräch mit Ihrem Anwalt jetzt unsere Fragen beantworten?
19:02Er hat nicht nur davon abgeraten.
19:05Er hat es mir strikt verboten.
19:07Gut.
19:09Dann lasse ich Sie jetzt in Ihre Zelle bringen.
19:20Ja, hier, Wolf.
19:21Würden Sie bitte...
19:24Wenn Sie mein Telefon nochmal anfassen, wird es ja sehr eh.
19:31Ja, jetzt nochmal, Wolf.
19:54Ja, jetzt nochmal, Wolf.
20:12Das war auch.
20:17Ja, jetzt nochmal, Wolf.
20:25Ich...
20:26Das war auch.
20:29Das war es, was ich wollte. Ihr habt mich verhört und ich habe gemäß den Anweisungen meines Anwalts nichts gesagt.
20:35Daraufhin habt ihr mich zusammengeschlagen.
20:39Ich will sofort zu einem Arzt gebracht werden oder holt einen her.
20:42Ich will, dass meine Verletzungen im ärztlichen Protokoll festgehalten werden.
20:47Ja, na los. Wird's bald, oder was?
20:50Ja, das wird doch unsere Verletzungen feststellen.
20:52Na klar. Ich habe mich gewehrt und habe mich von mir verlangt, dass ich mich widerstandslos zusammenschlage.
20:59Das werden drei Aussagen gegen eine sein.
21:01Polizisten-Aussagen. Ist doch klar, dass ihr euch deckt.
21:06Dann wollt ihr eure Hundebacken abgeben, jetzt oder vor der Verhandlung.
21:09Rufen Sie einen, Herr Bruchwald. Er soll eine Tillernussspritze gegen Hundebisswunden mitbringen.
21:15Und nicht, dass ihr denkt, ihr hättet mich zusammengeschlagen und überwältigt.
21:18Mit drei Pfeifen wie euch werde ich jederzeit fertig. Ich lege sie nebeneinander und gehe ganz gemütlich raus.
21:23Und was wäre es gewesen? Widerstand, Hausfriedsbruch, Kappertwitzung, was wir sehen.
21:26Und was ist es so? Ich sag's dir. Gefangenenmisshandlung.
21:32Hä, hä, hä.
21:45Mit drei Pfeifen wie euch werde ich jederzeit fertig. Ich lege sie nebeneinander und gehe ganz gemütlich raus.
21:50Und was wäre es gewesen? Widerstand, Hausfriedsbruch, Kappertwitzung, was wir sehen.
21:54Und was ist es so?
21:58Gefangenenmisshandlung.
22:02Hattest du wieder eine Schlägerei?
22:04Ja.
22:06Mir geht's auch hart rein.
22:08Vorige Woche die Messe in Mainland, dazwischen Paris. Nächste Woche muss ich nach New York.
22:14Was hältst du davon, wenn du uns zur Entspannung einen Konjak spendierst?
22:17Ey, das ist ne gute Idee.
22:20Sag mal, könnte es sein, dass du wenig Zeit für Verena hast?
22:23Ja, könnte sein.
22:25Mir geht's genauso.
22:27Irgendwie habe ich ein schlechtes Gewissen.
22:30Vorgestern war sie bei mir und hat mich um Geld angehauen.
22:33Aber bitte mache deshalb keine Vorwürfe. Ich will nicht petzen.
22:38Verena war dabei so fachrig, so weggetreten.
22:41Ich hatte den Eindruck, dass sie mir gar nicht zuhört.
22:44Dann kicherte sie wieder blöd und grundlos.
22:47Also, irgendetwas ist mit dir los.
22:51Ellen, ich kann dir leider nicht zu trinken anbieten.
22:54Ich sammle hier offenbar leere Flaschen.
22:56Trinkst du etwa?
22:59Ja.
23:00Ich kann es nicht verwinden, dass wir uns getrennt haben.
23:03Wir sprachen über Verenas merkwürdiges Benehmen.
23:07Hast du eine Erklärung?
23:12Also, ich kann dir einen Schluck Rum oder ein Restaquavit anbieten.
23:18Oder einen Cocktail aus beidem.
23:22Sie sind in der очерie wäre es um 4,5 Bis dahin.
23:28Oder einen Restauf von einem Restaquavit anbieten.
23:28Start an Geb kämp evet zu meinem Restaubware.
23:49Der glaub ich.
23:52Ja, glaubst du, oder? Weißt du?
23:55Möglich, ja, aber...
23:57Aber sicher bin ich nicht.
24:14Morgen, Schade.
24:19Einsteigen, bitte.
24:25Zurück.
24:39Guten Abend, Sir.
24:41Guten Abend.
24:42Verzeih Sie, dass ich Sie einfach so anspreche, aber...
24:45Sind Sie letzten Donnerstagabend um dieselbe Zeit mit dieser U-Bahn gefahren?
24:50Ja? Warum fragen Sie?
24:52Würden Sie sich bitte mal diesen Mann dort drüben ansehen?
24:57Ja.
24:58Was ist mit ihm?
24:59Haben Sie ihn schon mal gesehen?
25:02Weiß ich nicht. Warum?
25:04Bitte versuchen Sie, sich zu erinnern.
25:06Haben Sie diesen Mann letzten Donnerstagabend in dieser U-Bahn gesehen?
25:13Kann sein. Ich achte nicht so auf die Leute.
25:17Es wäre aber wichtig für uns, für diesen Mann, wenn Sie sich daran erinnern könnten, ob Sie ihn letzten Donnerstagabend
25:22in dieser U-Bahn gesehen haben.
25:25Wieso wäre das wichtig für Sie?
25:28Wichtig ist, ob Sie sich an ihn erinnern oder nicht. Ob Sie ihn wiedererkennen.
25:33Warum?
25:34Es bringt nichts, wenn Sie hier Fragen stellen.
25:37Sie müssten bezeugen können, notfalls vor Gericht, notfalls unter Eid, dass Sie sich an diesen Mann erinnern.
25:42Dass dieser Mann letzten Donnerstagabend um 11 Uhr mit Ihnen in dieser U-Bahn gefahren ist.
25:49Ja. Ja, ja, ich erinnere mich an den Mann. Er ist mir schon auf dem Bahnsteig aufgefallen, beim Einsteigen.
25:58Dann waren wir im selben Wagen.
26:00Na ja, jetzt erinnere ich mich.
26:03Wo ist er ausgestiegen?
26:06Ich bin vor ihm ausgestiegen. Ich bin am Adenauerplatz ausgestiegen. Ich weiß nicht, woher er hingefahren ist.
26:15Gut, sehr gut.
26:15Nun, meine Herren, juristisch gesehen sieht die Sache nicht gerade rosig aus für Sie.
26:23Warum?
26:25Die Tonbandaufzeichnung, Wolf, auf die Sie so stolz sind, wird natürlich vor Gericht nicht zugelassen werden.
26:30Warum nicht?
26:31Stellen Sie sich doch bitte nicht dümmer, als Sie sind, Wolf.
26:34Sie haben die Pflicht, Ihren Gesprächspartner zu fragen, ob er damit einverstanden ist, dass Sie einen Tonband mitlaufen lassen.
26:39Und das haben Sie nicht gemacht? Also existiert diese Tonbandaufzeichnung praktisch nicht?
26:44Er war aber sehr verunsichert, als wir Sie ihm vorgespielt haben.
26:46Es ist doch uninteressant. Er ist kein Jurist. Aber er wird die besten Anwälte der Stadt zu seiner Verteidigung haben.
26:52Ich würde nicht einmal den Antrag stellen, diese Aufnahme vor Gericht vorlegen zu dürfen.
26:56Aber wieso nicht? Es ist doch eindeutig.
26:59Eindeutig ist der Befund des Arztes. Und der besagt, dass Sie ihn ganz schön zugerichtet haben.
27:03Und was ist mit meinem Auge?
27:07Ich glaube, das Auge des Gesetzes spielt in diesem Zusammenhang kaum eine Rolle.
27:13Aber der kann uns doch mit so einem miesen Trick nicht fertig machen.
27:17Hm?
27:19Oder etwa doch?
27:20Er könnte. Vielleicht. Aber das ist nicht wichtig.
27:25Seine Arbeitgeber, seine Parteifreunde werden kaum ein Interesse daran haben,
27:29dass es zu einem öffentlichen Prozess Bodyguard-Partei gegen Polizisten kommt.
27:33Und selbst wenn Sie diesen Prozess gewinnen würden, gäbe es da einen Gestank.
27:37Und dieser Gestank läge auf der Partei.
27:41Deshalb werden Sie keine Anzeige erstatten.
27:46Oh, Jeanette.
27:48Okay.
27:50Oh, Ja.
27:51Oh, weiß ich.
28:16Oh, HARRIS.
28:34Da ist er!
28:35Ja, da ist er!
28:37Da ist er!
28:38Da ist er!
28:42Meine Damen und Herren, bitte, so bringt das doch nichts.
28:44Können wir ein bisschen mehr Ruhe haben?
28:46Ja, dann können wir alle hören, was Herr Schröder uns zu sagen hat.
28:50Ja, danke.
28:53Ich bin Kellner im Ziller am Strausberger Platz.
28:58Wir arbeiten in drei Schichten.
29:00Die erste von morgens elf bis nachmittags fünf, die zweite von fünf bis abends um elf
29:05und die dritte wieder von elf bis morgens um fünf.
29:08Ich bin in dieser Woche auf der Abendschicht.
29:11Am Donnerstag, also, habe ich um elf, so kurz vor elf Schluss gemacht und bin mit der U-Bahn vom
29:18Strausberger Platz nach Hause gefahren.
29:20Also bis zum Adenauer Platz.
29:23Und da auf dem Bahnsteig, wo ich auf den Zug wartete, da ist mir dieser Mann aufgefallen.
29:30Woran?
29:31Ein wahr System ist ihm dieser Mann aufgefallen.
29:35Na ja, wenn man so wartet, dann guckt man sich eben die Leute an, die mit einem warten.
29:42Na, ich mach das jedenfalls.
29:46Seine Kleidung ist mir aufgefallen.
29:48Er war besser angezogen als die Leute, die sonst mit der Bahn fahren.
29:55Und er hat mir zugelächelt.
30:00Der Kühlergrill des Mercedes ist eingedrückt.
30:03Am Kühlergrill und auch an der Stoßstange Kleiderfetzen.
30:05Und zwar exakt die vom Anzug des Überfahrten, also zu tun.
30:10Der Wagen war auf dem Parkplatz in der Rudolstädter Straße.
30:20Hier.
30:21Richtig.
30:25Sander wohnt da.
30:28Von hier nach da geht eine U-Bahn-Linie.
30:32Stimmt.
30:35Wenn Sander hier den Unfall hatte, dann mit dem Wagen zum Parkplatz gefahren ist,
30:41wie lange könnte das gedauert haben?
30:44Nachts, wenn er die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht beachtet hat, fünf Minuten.
30:49Vom Parkplatz zur U-Bahn-Station?
30:51Zwei Minuten.
30:52Die U-Bahn-Fahrt?
30:54Vier Minuten.
30:55Von der U-Bahn-Station nach Hause?
30:57Knappe drei Minuten.
30:5914 Minuten, eine knappe Viertelstunde.
31:02Der Unfall war um?
31:04Elf Uhr fünf.
31:05Die Funkstreife war bei ihm um?
31:08Elf Uhr fünfunddreißig.
31:11Ja.
31:11Da war er gerade nach Hause gekommen.
31:14Nach seiner eigenen Aussage und der seiner Frau.
31:18Im Protokoll steht genau...
31:23Ich bin gerade nach Hause gekommen, hatte mir ein Whisky gemacht und ein paar Worte mit meiner Frau geredet.
31:29Das hat die Funkstreife an dem Abend aufgenommen.
31:36Das sieht alles nicht sehr gut für ihn aus.
31:38Wieso? Ich denke, er hat einen Zeugen in der U-Bahn, den gesehen hat.
31:41Ich meine jetzt nicht die U-Bahn, von der wir gerade geredet haben, sondern einen anderen.
31:45Der Zeuge, wahrscheinlich ein Parteifreund.
31:48Wenn den jemand wie Frieden die Mangel nimmt, ich glaube nicht, dass da viel von ihm übrig bleibt.
31:52Will Frieden Anklage erheben?
31:54Ich denke, er hat sie auf den Fall angesetzt, damit sie Entlastungsmaterial finden.
31:59Buchwald, Buchwald.
32:02Seien Sie froh, dass das niemand gehört hat.
32:05Dr. Fried hat mich gebeten, den Unfall in der Oranienburger Straße zu untersuchen, in den Zanders Wagen verwickelt ist.
32:11Er wird den Teufel tun, das Ergebnis dieser Untersuchung vorwegzunehmen oder auch nur anzudeuten, welches Ergebnis ihm genehm wäre.
32:18Ich dachte auch nur, weil Zander Frieds Freund ist.
32:21Der Staatsanwalt hat keinen Freund.
32:23Doch, Sie.
32:50Untertitelung des ZDF für funk, 2017
33:17Untertitelung des ZDF für funk, 2017
33:35Ist das Ihr Wagen?
33:37Nee.
33:42Das ist doch der Wagen von Zander, oder?
33:45Ja.
33:47Warum steht er hier?
33:49Und wer sind Sie?
33:51Sawatzky, Kriminalpolizei.
33:54Verstehe.
33:56Sie fragen Passanten, ob Sie den Wagen am Donnerstagabend hier gesehen haben.
33:59Richtig.
34:00Ich hoffe, Sie haben kein Glück.
34:01Warum hoffen Sie das?
34:03Weil Zander mein Freund ist. Und weil er an dem Abend bei mir da oben Skat gespielt hat.
34:07Sie haben den Wagen auch nicht gesehen. Vom Fenster aus vielleicht.
34:10Gute nicht aus dem Fenster, wenn ich Skat spiele. Und selbst wenn ich ihn gesehen hätte, würde ich es Ihnen
34:13nicht sagen, Herr...
34:14Sawatzky.
34:15Tja, da würde ich Ihnen viel misserfolgen.
34:24Entschuldigen Sie bitte. Darf ich Sie etwas fragen?
34:26Ja, warum nicht?
34:27Sie wohnen hier in dieser Gegend?
34:30Ja.
34:31Haben Sie diesen Wagen schon mal hier in der Straße gesehen?
34:35Ja.
34:36Ich glaube, ja.
34:38Hat der nicht eine Nummer, wie Sie die Bonzen haben?
34:40Immer dieselben Zahlen.
34:43Genau.
34:44Dreimal die Fünf- und Zwei-Täten.
34:46Den Wagen habe ich schon mal gesehen.
34:49Daran erinnere ich mich auch.
34:51Was soll denn das sein?
34:53Gesicht?
34:54Wann haben Sie den Wagen gesehen?
34:56Lassen Sie mich nachdenken.
34:58Ich arbeite in der Änderungsschneiderei in der Blumenstraße.
35:01Von da bin ich ziemlich spät nach Hause gegangen.
35:04Um neun war das oder halb zehn.
35:06Ja, und da habe ich den Wagen gesehen.
35:09Donnerstagabend war das.
35:10Hier vor dem Haus?
35:11Das war nicht hier.
35:12Das war in der Schönenhauser Allee, da hinten.
35:17Können wir da mal hinfahren?
35:18Ja.
35:20Was ist denn los mit dem Wagen?
35:21Ist der gestohlen?
35:23Sind Sie von der Polizei?
35:25Kommen Sie.
35:26Wir stellen Ihren Einkaufswagen in den Kofferraum.
35:29Und dann fahren wir dahin, wo Sie den Wagen gesehen haben.
35:33Können Sie sich als Polizist ausweisen?
35:35Sawatzky heiße ich.
35:36Kommissar Sawatzky.
35:37Sehen Sie?
35:38Na, steht's.
35:40Ich steig mir nicht einfach zum wildfremden Mann ins Auto, oder?
35:43Darf ich bitten?
35:59Da vorne auf dem Parkplatz rechts, da hat er gestanden.
36:03Vielleicht ein paar Meter weiter vor, vielleicht ein paar Meter weiter zurück.
36:07Aber hier hat er gestanden.
36:21Und da auf dem Fahrerraum ist das.
36:24Und da ist mir der Wagen aufgefallen.
36:36Ich danke Ihnen sehr. Und wenn Sie mir jetzt noch Ihre Personalien geben, fahre ich Sie auch nach Hause.
36:41Nach Hause? Ich bin doch hier zu Hause. Da, da drüben wohne ich doch.
36:47Mit einem falschen Zeugen wartete heute der Abgeordnete Thomas Zander auf.
36:52Der Mann sollte den Politiker vom Verdacht der Fahrerflucht reinwaschen, behauptete, Zander zur Tatzeit in der U-Bahn gesehen zu
37:00haben.
37:00Doch den Fragen der Journalisten hielt der Mann nicht stand.
37:03Sein überraschendes Geständnis, Zander hat seine Aussage gekauft.
37:09Weitere Meldungen aus dem Inland.
37:12Aus Angst um Ihre Arbeitsplätze gingen heute in Eisenhüttenstadt die Stahlwerke auf die Straße.
37:18Mit einem Fassel wollte sie das Forderungsverleih, das in der Brandenburgischen Stahlstadt tritt.
37:24Tja, so ist das, wenn man sich betränkt.
37:27Lass mich nicht sterben.
37:32Hauptsache, es hat geschmeckt.
37:35Oh mein Gott, mein Gott.
37:45Guten Morgen.
37:48Serena?
37:50Das Licht.
37:52Ich bin weh.
37:53Ja, du musst jetzt aufstehen.
37:56Kann ich.
37:58Ich bin krank.
37:59Nein, du bist nicht krank.
38:01Du warst gestern betrunken und hast jetzt einen Kater.
38:04Und jetzt wirst du dich kalt duschen und dann in die Schule gehen.
38:07Mein Kopf.
38:09Ja.
38:10Das Saufen ist einer der Sünden, denen die Strafe auf dem Fuß folgt.
38:14Komm her, trink das.
38:15Das wird dir helfen.
38:17Komm.
38:19Komm hoch.
38:20Komm.
38:22Komm.
38:28Du trinkst schon seit ein paar Tagen, hm?
38:31Ich trinke nie, nie wieder Alkohol.
38:35Warum hast du überhaupt Alkohol getrunken?
38:38Wann?
38:38Das war, weil ich den Haus auch gehabt habe.
38:41Doris und Susanne.
38:43Doris hat angefangen.
38:46Und dann haben wir mitgemacht.
38:49Hat gut geschmeckt.
38:50Hat gut geschmeckt.
38:55Nie, nie wieder.
38:57Na gut.
38:58Jetzt steckst du den Kopf unter die kalte Dusche.
39:00Komm.
39:06Herr Ryan.
39:08Morgen, Dr.
39:09Guten Morgen.
39:10Haben Sie schon gelesen?
39:12Das habe ich gestern Abend schon gehört.
39:14Tja, das war es wohl.
39:16Das Ende einer vielversprechenden Karriere.
39:18Tja, so kann man sich täuschen.
39:21Haben Sie sich getäuscht?
39:23Ja.
39:24Ich habe ihn für unschuldig gehalten.
39:27Er wirkte sehr glaubwürdig.
39:30Ein perfekter Schauspieler.
39:32Aber als Politiker muss man das wohl sagen.
39:35Ja.
39:38Morgen.
39:40Ich weiß was, was ihr nicht wisst.
39:43Doch, wir lesen auch Zeitung.
39:46Sie meinen diesen Zeugen?
39:48Ja.
39:48Na, blöd von ihm.
39:49Den dann zu schleppen.
39:51Und was haben Sie?
39:52Ich weiß, wo zu einem das Auto am Donnerstagabend gestanden hat.
39:55Na, vor Grundswohnung doch wohl.
39:57Eben nicht.
39:58Und wo dann?
39:58In dem Viertel, ja.
40:00Nicht weit von Grundswohnung weg.
40:02Das stimmt.
40:02Aber doch zwei Blocks weiter.
40:05Ich bin den Weg zu Fuß gegangen.
40:07Den Weg von dem Platz, wo das Auto geparkt war, bis zur Grundswohnung.
40:11Fünfeinhalb Minuten.
40:13Weshalb parkt jemand sein Auto fünfeinhalb Minuten von der Wohnung entfernt, wo er hin will?
40:19Parkplätze gibt es in der Gegend jede Menge.
40:21Warum hat er nicht vor Grunds Haustür geparkt?
40:24Weil er nicht wollte, dass man den Wagen da sieht.
40:27Und warum wollte er das nicht?
40:29Kannst du mir das mal sagen?
40:35Hm?
40:36Er konnte, als er den Wagen parkte, ja nicht wissen, dass ein paar Stunden später jemand damit überfahren werden würde.
40:43Warum sollte er den Wagen also verstecken?
40:45Das ist logisch, Schwarzky.
40:47Das stimmt.
40:48Aber jemand, der einen Unfall bauen wollte, der das vorhatte, um es nachherzahnd anzuhängen,
40:55hatte allen Grund, den Wagen zu verstecken.
40:57Der hatte allen Grund, ihn irgendwo zu parken, wo Zander ihn nicht sehen konnte.
41:01Mensch, Schwarzky.
41:03Und so einer musste den Wagen notwendigerweise in der Nähe von Grunds Wohnung parken.
41:08Damit er, wenn Zander die Wohnung Grund verlassen hatte, schnell zu dem Wagen laufen, sich reinsetzen und den Unfall fabrizieren
41:15konnte.
41:16Und das musste ja in der halben Stunde passieren, die Zander von der Wohnung Grund bis zu seinem Haus brauchte.
41:22Denn sonst konnte man Zander die Sache nicht anhängen.
41:25Du meinst, jemand, der den Schlüssel zum Wagen hatte?
41:29Ja.
41:30Der Wagen ist ebenso wenig aufgebrochen worden, wie das Garagentor.
41:36Jemand, der den Schlüssel hatte, hat gewartet, bis Zander sein Haus verlassen hat.
41:41Dann hat er den Wagen geklaut und ist mit dem Wagen in die Nähe von Grunds Wohnung gefahren.
41:46Jemand, der wusste, dass Zander an diesem Abend Skat spielte. Und wo?
41:52Und dann ist Zander gegen elf Uhr aufgebrochen, zusammen mit Voss.
41:56Zander ist zur U-Bahn gegangen.
41:57Der Unbekannte hat Zanders Wagen beobachtet, ist zu dessen Wagen gelaufen und hat den Unfall fabriziert.
42:05Glaubst du wirklich an einen Unbekannten?
42:08Am einfachsten wäre es für Voss oder Grund gewesen.
42:11Zander sind vor ein paar Wochen in seinem Büro all seine Schlüssel abhandengekommen, erinnern Sie sich?
42:20Wer geht in Zanders Büro ein und aus?
42:23Wer hatte jede Gelegenheit, in seine Manteltasche zu greifen und den Schlüssel zu nehmen?
42:28Wer ist, wenn Zander abdanken muss, sein designierter Nachfolger?
42:38Wenn Sie bitte hier warten möchten, Sie sind im Arbeitszimmer.
42:52Verschwinden Sie, raus hier!
42:54Ich will diesen Menschen nie wieder in meinem Leben sehen.
42:55Ertragen Sie Herrn Schröder noch ein paar Sekunden.
42:58Bitte.
42:59Herr Zander, als Sie zwei Tage nach dem Unfall dieselbe U-Bahn-Strecke zur selben Zeit,
43:04wie am Donnerstagabend abgefahren sind und nach einem Zeugen gesucht haben,
43:09waren Sie da allein?
43:10Nein, Herr Voss war bei mir. Warum?
43:13Wer hat Herrn Schröder angesprochen?
43:15Sie?
43:16Nein, Herr Voss.
43:17Wer ist auf die Idee gekommen, die Bahnfahrt zu machen und einen Zeugen zu suchen?
43:24Das war die Idee von Herrn Voss. Warum?
43:27Am Donnerstagabend nach dem Skatspiel, als Sie und Herr Voss die Wohnung von Herrn Grund bereits verlassen hatten.
43:32Wohin ist Herr Voss da gegangen?
43:34Weiß ich doch nicht.
43:35Du wolltest nur ein paar Schritte laufen.
43:36Luft schnappen, sich die Füße vertreten und dann irgendwo ein Taxi suchen.
43:39Warum denn?
43:41Herr Schröder, hat Sie jemand engagiert, damit Sie zunächst behaupten, Herrn Zander in der U-Bahn gesehen zu haben,
43:48damit Sie ihm ein Alibi geben und diese Aussage dann später vor Journalisten zu widerrufen?
43:53Ja.
43:54Hat er Ihnen Geld gegeben?
43:56Ja.
43:57Wie viel?
44:0010.000 Mark.
44:01Wer war dieser Mann?
44:05Ja.
44:15Du bist ein Schwein.
44:18Du bist ein hinterhältiges Schwein.