- vor 8 Stunden
Faber greift eines Nachts die völlig verwirrte Paula auf. Sie kann sich an nichts erinnern, weiß weder ihren Namen noch ihren Wohnort. Grund dafür ist offensichtlich eine Kopfverletzung, die sie sich zugezogen hat. Mit viel Geduld gelingt es Faber, Bruchstücke der Erinnerung aus Paula herauszuholen. Als kurz darauf ihr Freund Kurt erschlagen in der gemeinsamen Wohnung gefunden wird, gerät Paula unter Mordverdacht. Doch Fabers Theorie geht in eine andere Richtung: es muss noch eine dritte Person geben, die zur fraglichen Zeit in der Wohnung war. Faber kann schließlich Paulas Unschuld beweisen. Mit ihrer Hilfe versucht er nun, den dritten Mann aus der Reserve zu locken … (Text: einsfestival)
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TVTranskript
00:11Dr. Roman
00:14Herr Dr. Roman
00:16Ja, Herr Roman
00:17Kommen Sie sofort in mein Büro, ja?
00:20Muss das jetzt gleich sein, Dr. Schellmann?
00:22Das muss jetzt gleich sein
00:24Okay, einen Moment noch
00:25Keinen Moment, kommen Sie bitte sofort
00:38Ich bitte Sie, Schwund gibt es immer
00:40Das wissen Sie doch selbst
00:43Das meiste geht doch immer zum Schornstein raus
00:44Schwund, hm?
00:46370 Kilo nennen Sie Schwund
00:48Sie sind anscheinend sehr großzügig in diesen Dingen
00:51Wann fängt es denn bei Ihnen an
00:52Verdächtig zu werden bei einer Tonne?
00:55Ja, es ist natürlich etwas auffällig
00:56Aber deswegen gleich von einem Verdacht zu sprechen
00:59Herr Dr. Roman, halten Sie mich für blöde
01:01Das sieht doch ein Kind, was in der Liste fehlt
01:06Aber das sage ich Ihnen
01:08Wenn rauskommt, was hier passiert ist
01:12Und was Sie Schwund zu nennen belieben
01:14Und wenn dann die Leute von der Drogenfahndung hier auftauchen
01:16Und wir dastehen wie ein
01:17x-beliebiges Drogenlabor
01:20Und durch den Blätterwald rauschen
01:25Wissen Sie, was dann hier los ist?
01:28Natürlich, ich kann es mir vorstellen
01:29Einen Dreck können Sie sich vorstellen
01:32Das dürfen Sie mir glauben
01:32Einen Dreck können Sie
01:37Wenn Polizei hier auftaucht, dann
01:41Ist eine Katastrophe
01:44Es tut mir leid
01:46Es tut mir leid
01:46Wie bitte?
01:49Ja, man hat mich damals dazu gezwungen
01:52Ich befand mich in Geldschwierigkeiten
01:55Verstehen Sie, wenn man einmal auf so ein Karussell aufgesprungen ist
01:57Da kommt man sehr schwer wieder runter
01:59Dabei fing alles so klein an
02:00Was sind Sie nur für ein verdammter Idiot?
02:03Ich sagte ja schon mal, es tut mir leid
02:05Ach, hören Sie endlich auf, sich zu entschuldigen?
02:07Verstehen Sie, man hat mich damals wirklich unter Druck gesetzt
02:08Die Kerle wollten mich fertig machen
02:11Schade, dass die Versprechen nicht wahrgemacht haben
02:34Man wird nämlich nur befördert, wenn man Verbrechen aufklärt
02:37Nicht aber, wenn man angebliche Verbrechen entdeckt
02:40Das solltest du dem Otto mal klar machen
02:42Ja, das kapiert er nicht
02:44Weißt du, Otto glaubt, Entdecken ist der erste Schritt zur Aufklärung
02:47Ah, ja
02:48Achso, ihr meint Otto der Wichtigtuer, oder was?
02:50Nein, wie kommst du denn darauf?
02:52Guck mal, wir beide wissen doch selber, wie das ist
02:54Man fährt an den Waldrand, will sich ein bisschen ausruhen
02:57Von der Sonne bescheiden lassen
02:58Und bing, steht ein gestohlenes Auto
02:59Was heißt denn, ein gestohlenes Auto?
03:01Hast du schon mal einen Autodieb gesehen, der einen Schlüssel hatte
03:03Und dann auch noch das Fenster einschlägt?
03:05Das ist ein Gewaltverbrechen, ist das
03:07Es gibt von allem aber auch das Gegenteil
03:10Und es gibt auch, dass ich mal recht habe
03:12Aber auch davon gibt es das Gegenteil
03:14Ach ja, und die Brille hier auf dem Boden?
03:16Wo denn?
03:17Vorsicht, da
03:20Ja
03:23Wer ist denn der Halter?
03:27Entschuldige, ich hatte genügend damit zu tun, hier die Spuren zu sichern
03:29Und was sichert dein Kollege da?
03:32Eben
03:42Guck mal, Max
03:52Oder ruf die Spurensicherung
03:55Kühn, Fahndung, ich brauch ne Halterfeststellung
04:08Herr Schellhorn, Frau Rohmann ist hier und möchte Sie sprechen
04:15Ja, meine Wege, ich soll reinkommen
04:17Und kopieren Sie inzwischen die Buchungsunterlagen
04:21Ja, mach ich
04:27Guten Tag, Herr Schellhorn
04:31Ich würde Sie nicht stören, wenn es nicht wirklich wichtig wäre
04:35Frau Rohmann
04:36Sie wissen, wie sehr ich Sie schätze, immer ganz persönlich gesprochen
04:39Aber es hat überhaupt keinen Sinn, dass Sie sich in dieser Angelegenheit für einen Mann verwenden
04:43Er weiß selber, wie tief er da drin steckt
04:45Man soll ganz froh sein, dass ich nicht die Polizei hole
04:49Nein, nein, nein, nicht die Polizei
04:51Das hat schon immer zu einer Katastrophe geführt
04:53Ich weiß nicht, ob Sie mir drohen wollen, aber ganz egal, was Sie meinen
04:56Ihr Mann ist gefeuert
04:58Basta
05:00Wieso?
05:02Bitte?
05:03Ja, ich muss den Mann entlassen
05:04Warum sind Sie doch hier?
05:07Nein
05:08Vor einer halben Stunde lag das Ding hier in meinem Briefkasten
05:11Und was soll ich damit?
05:12Sie müssen mir helfen, Herr Schellhorn
05:15Darf ich?
05:30Ich werde gut behandelt
05:33Und ich habe auch zu essen und trinken
05:38Du
05:38Du fehlst mir, Doris
05:44Sag Schellhorn
05:46Dass alles in Ordnung geht
05:49Wenn die Million da ist
05:52Aber keine Polizei
05:57Hier
06:01Da vielleicht
06:02Oder da
06:08Morgen, sind Sie Herr Schellhorn?
06:09Mein Name ist Faber, Kriminalpolizei
06:11Kühn
06:11Herr Schellhorn, wir hätten ein paar Fragen an Sie
06:13Muss das ausgerechnet jetzt sein
06:15Ich habe Besuch, wie Sie sehen
06:16Ja, können wir Sie denn vielleicht alleine sprechen?
06:19Ja, keine Ahnung
06:21Also gut
06:22Einem Ihrer Angestellten ist möglicherweise etwas zugestoßen
06:26Dr. Roman
06:28Wie kommen Sie darauf?
06:29Wir haben seinen Wagen, also einen Firmenwagen gefunden
06:31Die Scheibe war eingeschlagen, der Schlüssel steckte noch und auch
06:34Und wo war das genau?
06:35Und wer sind Sie bitte?
06:37Das ist die Frau von Dr. Roman
06:38Sie wird Ihnen bestätigen können, dass Ihr Mann noch auf Dienstreise in Hongkong ist
06:45Haben Sie nicht gestern noch mit ihm telefoniert?
06:48Ja
06:49Ja, doch
06:51Ah, Sie sind ganz sicher
06:54Was soll diese Frage, Kai?
06:56Ich kenne doch die Stimme meines Mannes
06:59Ja, ich habe mit ihm telefoniert
07:01Der Wagen ist vielleicht vom Flughafen gestohlen worden
07:06Tja
07:07Ich habe ein Projektil in dem Fahrersitz gefunden
07:09Hier schauen Sie
07:12Schießereien zwischen Autodieben interessieren mich nicht besonders
07:15Wenn Herr Dr. Roman zurück ist, wird er sich bei Ihnen melden
07:20Wo genau lebt er in Hongkong und wann ist er geflogen?
07:23Das kann ich Ihnen beim besten Willen nicht sagen
07:25Ich bin jetzt seine Sekretärin
07:27Außerdem ist er wahrscheinlich schon wieder auf dem Rückflug
07:28Ich gehe davon aus, dass er morgen wieder hier sein wird
07:30Na, so viel Zeit wird ja wohl sein bei einem gewöhnlichen Autodiebstahl
07:35Ich, äh, ich glaube, ich habe meinen Notizboden im Auto vergessen
07:38Entschuldige bitte
07:38Ich bin gleich wieder da
07:40Ja
07:40Beeil dich
07:42Der lernt noch
07:46Guten Tag
07:47Guten Tag, mein Name ist Kühn
07:49Herr Schellhorn sagte mir, dass Sie mir einen Termin gemeinsam mit Dr. Roman geben könnten, wenn er aus Hongkong zurück
07:55ist
07:55Ja schon, aber das dauert etwas
07:56Das macht doch nichts
07:57So etwa in drei Wochen, ist das recht?
08:01In drei Wochen erst?
08:03Na ja, Herr Schellhorn und Dr. Roman reisen die erst in zehn Tagen nach Hongkong ab
08:07Ach so, dann ist Dr. Roman also noch hier?
08:11Also wenn er nicht krank oder gestorben ist, dann ist er hier
08:15Das ist sicher richtig, mit dem Schlimmsten zu rechnen, dann kann man nicht enttäuscht werden, aber in dem Fall
08:19Herr Schellhorn
08:21Herr Dr. Roman ist gar nicht in Hongkong
08:24Sie reisen dort gemeinsam mit ihm hin
08:26Und zwar erst in zehn Tagen, wie ich gerade erfahren habe
08:29Gehen Sie in Ihr Revier, machen Sie Ihre Arbeit, regeln Sie meinetwegen den Verkehr
08:33Ich danke Ihnen und auf Wiedersehen
08:34Was ist mit Dr. Roman?
08:35Warum lügen Sie uns an, hä?
08:39Kommen Sie rein
08:45Das ist kein Fall für Sie
08:48Dr. Roman ist in einer persönlichen Krise
08:51Er hat sich in ein Sanatorium zurückgezogen für zwei Wochen
08:54Und das geht niemandem etwas an, außer seine Frau und mich
08:57Herr Schellhorn, halten Sie uns eigentlich für blöd?
08:59Sie wissen, dass es einen Paragrafen gibt, der auch das Verschweigen von Verbrechen unter Strafe stellt
09:08Frau Roman, rufen Sie in dem Sanatorium einen Mann an, ich möchte mit ihm sprechen
09:15Sie nicht auch?
09:21Gibt es einen Grund, warum Sie mit Ihrem Mann nicht sprechen wollen?
09:25Nein
09:27Es könnte sein, dass er Ihre Hilfe braucht
09:29Sehen Sie, diese Brille haben wir an dem Auto gefunden
09:35Eben Sie ja mal
09:43Du
09:50Du fehlst mir, du weißt
09:52Du weißt
09:52Du weißt
09:53Du weißt
09:53Du weißt
09:54Du weißt
09:55Du weißt
09:58Du weißt
09:59Du weißt
10:00Du weißt
10:02Du weißt
10:04Du weißt
10:04Du weißt
10:05Du weißt
10:05Du weißt
10:07Du weißt
10:08Du weißt
10:09Du weißt
10:09Du weißt
10:09Du weißt
10:10Du weißt
10:11Du weißt
10:20Du weißt
10:42Herr Schellhorn, niemand hat Sie gebeten, hier zu sein.
10:44Also ersparen Sie uns Ihre Kommentare.
10:51Sie können ruhig gehen, wir kommen auch ohne Sie aus.
10:54Haben Ihre Techniker das Band schon ausgewertet?
10:56Ja, leider noch kein konkretes Ergebnis.
10:58Ja, habe ich mir gedacht.
11:00Das kann man auch von beamteten Technikern schon anders erachten.
11:03Das sind genau die, die in der freien Wirtschaft den Ort haben will.
11:05Ich wusste schon, warum ich nicht die Polizei entscheiden wollte.
11:07Ich weiß, dass die Polizei nicht sehr beliebt ist, aber Sie könnten trotzdem etwas höflicher sein.
11:12Solange Sie von meinen Steuern leben, werden Sie mir kaum den Mund verbieten.
11:40Übergabe morgen, Freitag, 15. Juli.
11:46Das Geld muss exakt 10 Uhr im Hotel Göttinger Hof vor dem Lieferanteneingang neben der Altwäsche deponiert werden.
12:00Eine Million in kleinen Scheinen.
12:06Helft mir bitte.
12:10Keine Polizei, sag Schellhorn, wenn ihr alles macht, wird alles beim Alten bleiben.
12:22Alles auf dem alten Gleis.
12:38Morgen werden im Hotel überall Leute in Trenchcodes rumlungern.
12:42Und wenn einer der Presse tatsächlich so dumm sein sollte und das Geld abholt, dann nehmen Sie ihn fest und
12:47haben Ihren Fahndungserfolg.
12:49Bestellen Sie die Rapporte der Regenbogenpresse auch gleich.
12:51Herr Schellhorn, verschonen Sie uns mit Ihren Vorurteilen.
12:53Kommen Sie mal bitte rausfahren.
13:01Ich kann das Geld nicht so schnell auftreiben.
13:03Wieso nicht?
13:04Normalerweise halten wir das solche Leute hin, bis die Scheine präpariert worden sind.
13:07Das wissen Sie doch genauso gut wie ich.
13:09Und so schnell ist das auch noch nie gegangen, so zack, zack, zack.
13:11Das kommt von unserem Klaktieren, von unserem Hinhalten.
13:14Da werden die Ganoven langsam clever und setzen so kurze Fristen.
13:17Ich weiß, dass das eine blöde Situation ist.
13:19Das ist eine blöde Situation, ja, das kann man so sagen.
13:21Herr Schellhorn, ich muss Sie bitten, dieses Haus zu verlassen.
13:23Das ist ein Tatort im Sinne polizeilicher Ermittlungen und da haben Sie nichts zu suchen.
13:26Und jetzt stellen Sie mir mal zu, ja?
13:28Wir holen die Kuh vom Eis.
13:30Und zwar gemeinsam.
13:31Hören Sie, Sie haben keine Forderungen hier zu stellen.
13:32Ich stelle keine Forderungen, im Gegenteil.
13:34Ich mache Ihnen ein Angebot.
13:36Also Sie können das Geld so schnell nicht beschaffen.
13:37Klar.
13:39Und mein Angebot ist, Sie bekommen die Millionen von mir.
13:44Ganz unbürokratisch.
13:45In kleinen Scheinen und prompt.
13:48Und Sie geben mir eher ein Wort, dass Sie nichts unternehmen, wenn das Geld geholt wird.
13:52Ja, wenn Sie Ihr Geld unbedingt loswerden wollen, bitte.
13:59Bitte noch mal.
14:01Fahren Sie zurück.
14:06Zum verdammt hundertsten Mal.
14:07Und wenn es zum tausendsten Mal ist.
14:09Ich höre mir das so lange an, bis ich weiß, was es ist.
14:15Was ist das für ein Geräusch da im Hintergrund?
14:19Das fragst du mich jetzt seit zwei Stunden.
14:23Ich kann genau sagen, was es ist.
14:25Es ist ein typisches, undefinierbares Geräusch.
14:27Aber das kann Donner sein oder es kann eine Waschmaschine sein, die im Keller rumpelt
14:31oder eine Hausfrau, die nachts um zwölf hier einen Küchentisch vor die Tür stellt,
14:35um den in Ihren Altenhaus zu sperren.
14:37Ach Quatsch.
14:38Sehen Sie doch mal genau hin.
14:39Ja.
14:41Der schaut immer auf seinen Text oder in Richtung Kamera.
14:46Und jetzt, jetzt, da, bei dem Satz, da guckt er zur Seite.
14:53Ja und?
14:54Passen Sie auf.
14:56Es ist schönes Wetter in dem Alten Park.
15:00Kapiert?
15:02So.
15:23Ist aber eine komische Art aufzupassen.
15:26Haben Sie was gefunden?
15:29Entschuldigung, ich konnte nicht schlafen und da habe ich...
15:34Na ja, ist ja Ihr Job.
15:36Wenn ich Schnüffler wäre, hätte ich auch geschnüffelt.
15:41Ich habe auch schon gesucht und nichts gefunden.
15:42Ich habe auch schon gesucht und nichts gefunden.
15:53Mein Kopf ist ganz leer.
15:58Sie werden morgen eingreifen, nicht?
16:03Ihr Chef kann sagen, was er will.
16:05Sobald jemand das Geld nimmt, greift ihr ihn euch.
16:09Alles andere ist Kitsch, richtig?
16:13Richtig.
16:14Aber haben Sie keine Angst?
16:16Ich habe keine Angst.
16:19Viktor hat seinen Schutzregel.
16:20Er ist wie ein Kind.
16:23Ihm kann gar nichts passieren.
16:29Nur manchmal...
16:32haben wir auch Kinderpech.
16:35Wir passen schon auf.
16:40Wissen Sie...
16:42Seitdem ich Viktor kenne, habe ich das Gefühl...
16:46dass ich auf ihn aufpassen muss.
16:48Verstehen Sie das?
16:50Ich glaube schon.
16:52Dann habe ich gemerkt...
16:54dass er wie ein Stehaufmännchen ist.
16:58Je weiter er unten liegt, desto schneller kommt er wieder hoch.
17:07Manchmal glaube ich, dass...
17:10dass das nicht gut gehen kann.
17:12Ich meine...
17:13zu oft die Dauer.
17:17Habt ihr Probleme?
17:23Viktor kennt dieses Wort gar nicht.
17:27Wir gehören der Bank.
17:28Das ist alles.
17:303.000 Mark im Monat alleine für die Zinsen.
17:36Aber das haben Sie ja sicherlich schon längst recherchiert.
17:39Tja, stimmt.
17:41Aber Sie sind ja fast aus dem Schneider.
17:43Ich meine, jemand hat dem letzten Jahr eine ganze Menge abbezahlt.
17:46Dieser Palazzo ist fast schuldenfrei.
17:49Was?
17:50Wirklich?
17:54Deswegen.
17:56Deswegen hat er sich so in die Arbeit gestürzt.
17:59Das ist ja fast Glück im Unglück.
18:06Ich...
18:10Entschuldigen Sie.
18:13Ich glaube, ich gehe bitte...
18:14besser zu Bett.
18:16Gute Nacht.
18:17Gute Nacht.
18:18Schlafen Sie gut.
18:21Gute Nacht.
18:23Gute Nacht.
18:31Gute Nacht.
18:49Also, sind Sie sicher, dass wir keinen Ausgang, kein Versteck vergessen haben?
18:52Absolut, wir haben alles im Griff. Ein gutes Hotel ist sicherer als jedes Gefängnis.
19:12Ich möchte gleich wissen, wie die sich das vorgestellt haben.
19:14Ach, sind Deppen. Erst holen Sie groß mit Video und so einem Schnickschnack.
19:19Und dann machen Sie nicht mal was mit Funkgeräten.
19:23Dann wollen Sie noch, dass das Geld bei der Wäsche abgestellt wird.
19:26Das sind Anfänger, das sage ich dir.
19:32So, jetzt müssen Sie es noch mal holen.
19:34Ich frage mich die ganze Zeit, warum eigentlich Dr. Roman?
19:38Warum wurde gerade er entführt? Weiß denn jemand, dass er Ihnen an so viel wert ist?
19:42Offensichtlich.
19:46Ich danke Ihnen.
19:48Das ist schon gut.
20:07Der soll erst nachmittags kommen. Achtung für alle.
20:19Der ist neu. Aber die wechseln bei der Firma Rauert.
20:22Die nehmen immer Studenten wegen der Sozialversicherung.
20:26Vormittags kommen die nicht.
20:51Nun nimm's doch schon.
21:00Nee.
21:02Fehlanzeige.
21:12Na also.
21:17Schnappt ihn euch!
21:19Ich hab's doch gewusst, dass ihr nicht zu trauen ist.
21:21Herr Scheller und ich leite hier die Aktion.
21:24Fahr mal jetzt!
21:25Jetzt!
21:29Wissen Sie, ich meint mir nichts aus, Geld.
21:31Aber das war so ein Reflex.
21:33Man wird ja auch so konditioniert von der Werbung und so.
21:36Tun Sie mir gefallen?
21:38Ja.
21:38Halten Sie die Schnauze.
21:40Okay.
21:41Klar.
21:41Natürlich kein Problem.
21:43Kein Problem.
21:43Natürlich kann ich mal ein Schnauze halten.
21:45Dann tun Sie's.
21:46Ich höre.
21:49Danke.
21:50Stimmt.
21:51Er ist auf der Passagierliste.
21:53Dann haben wir wohl den Falschen erwischt.
21:55Sag mir die's doch.
21:56Ich bin heute zurückgekommen aus Kenia und gleich wieder mal loken.
21:58Ist das nicht ein Wahnsinn?
22:01Was soll denn das heißen?
22:03Was sind denn das für Geheimzeichen, die der Faber da machen?
22:06Das sind keine Geheimzeichen, Herr Scheller.
22:07Und der Faber hat den Kopf geschüttelt.
22:09Heißt du das jetzt ja oder nein?
22:11Ja, das heißt, äh, nein.
22:15Ein Blinden.
22:16Ein Gelegenheit, Steve.
22:17Großartig.
22:18Hören Sie zu, Herr Schellhorn.
22:19Es gibt Regeln, an die wir uns halten müssen.
22:21Wir sind nicht im Wilden Westen.
22:22Ach, in der Tat, das sind wir nicht.
22:24Wir sind hier in einer deutschen Behörde und da gehören Sie auch hin.
22:28Und zum Glück kenne ich noch andere Staatsbedienstete, einiger Tal, höher als Sie.
22:33Kennen Sie den Staatssekretär Brodack?
22:34Herrn Dr. Brodack?
22:35Nein, den kenne ich nicht.
22:36Den kennen Sie nicht, aber den werden Sie kennenlernen.
22:38Das versprechen wir Ihnen.
22:38Das wird uns ein Vergnügen sein.
22:40Ja, Dr. Brodack wird uns gerade noch gefehlt.
22:41Dass Sie sich da bloß nicht täuschen.
22:43Das wird kein Spaziergang für Sie.
22:45Aber was gibt es denn, Otto?
22:46Entschuldigung, bei Ihnen im Auto da piept, Herr Schellhorn.
22:51Es war mir eine Freude, meine Herren.
22:53Eine wirkliche Freude.
22:55Was beruht auf Gegenseitigkeit.
22:57Ach, Leuchter.
23:04Ja, Herr Schellhorn?
23:06Hier, Roman.
23:07Herr Schellhorn?
23:09Nochmal, die Polizei in der Nähe und ich bin ein toter Mann.
23:12Die machen ernst.
23:14Dann packen die auch gegen Sie aus, wegen der Drogengeschichte.
23:18Können Sie, Dr. Roman, ich habe alles versucht.
23:21Heute um zwei unter der Autobahnbrücke.
23:23Ohne Bullen.
23:25Herr Schellhorn.
23:27Bitte.
23:29Dr. Roman.
23:38Hier, Fahrer.
23:45Sieben Güterbahnhöfe habe ich abgesucht, die ganze Nacht lang.
23:49Das hier, das ist das alte Gleis.
23:53Und das hier, das war sein Versteck.
23:57Komm.
23:59Anna, was sagst du jetzt?
24:03Warum hast denn niemand angefordert?
24:04Das war doch nur so eine vage Vermutung.
24:07Was weißt du?
24:08Ich weiß.
24:09Orden teilt man nicht gerne.
24:11Gute Arbeit, Max, nur ein bisschen spät.
24:13Ja, aber höchstens zwei Stunden zu spät.
24:16Das Blut ist noch nicht alt.
24:18Was für ein Blut?
24:19Das hier.
24:25Wollt der Waggon abgesperrt?
24:26Nee.
24:29Ehering, mit Gravur.
24:30Na, wenn das kein Indiz ist.
24:32Was meinst du denn jetzt damit?
24:34Ich meine, dass wir den ganzen Krämpchen hier finden sollten.
24:37Du warst nur etwa schneller, als sie sich das gedacht haben.
24:43Weißt du, Max, das sind keine Indizien, das sind Höhlenmalereien.
24:48Meinst du, die wollen den Preis hochtreiben, indem sie uns zeigen, dass sie ihn verletzt haben?
24:52Keine Ahnung.
24:54Geld hat keiner abgeholt.
24:55Heute soll doch keiner abholen.
24:56Diese ganze Geldübergabe war der reine Witz.
24:59Irgendjemand führt uns gewaltig an der Nase rum und weiß selber nicht, wohin.
25:01Ja.
25:02Wir aber auch nicht.
25:12Hallo.
25:12Servus.
25:13Jemand angerufen?
25:14Nein.
25:15Du, ich hab gekocht.
25:16Ist doch was übrig.
25:17Prima Schweinskopf.
25:18Wollt ihr was haben?
25:19Ach nee, danke, Müller.
25:20Wo ist sie?
25:21Draußen.
25:36Guten Tag.
25:37Guten Tag.
25:38Wie geht's?
25:38Alles in Ordnung?
25:39Ja.
25:41Was da haben wir gefunden?
25:46Das ist seiner.
25:48Ich habe den Ort entdeckt, wo man ihren Mann offensichtlich versteckt gehalten hatte.
25:52Und da haben wir Blutspuren gefunden und den Ring.
25:56Was heißt das?
25:57Ich verstehe das nicht.
25:58Das heißt, dass uns jemand eine Komödie vorspielt.
26:06Ist mein Mann tot?
26:08Aber nein, Doris.
26:10Jemand versucht uns weiszumachen, dass ihr Mann schon tot ist, damit wir die Suche aufgeben.
26:14Je mehr Sie die Sache verbocken, umso abenteuerlicher werden Ihre Theorien.
26:17Frau Roman, warum ist ausgerechnet Ihr Mann Opfer einer Entführung?
26:24Vor ein paar Jahren wurde der Sohn eines Lehrerkollegen entführt.
26:28Wahrscheinlich haben Sie das gemacht, weil der Junge die Lösung der Mathematikaufgabe schon im Voraus gewusst hat.
26:34Ja, ich verstehe Sie.
26:35Doris, ich verstehe Sie sehr gut, aber ich glaube, es wäre besser für uns alle, wenn wir uns bemühen, sachlich
26:39zu bleiben.
26:40Sachlich?
26:41Mhm.
26:42Sachlich.
26:42Ich bin sachlich.
26:44Ich bin schon seit Tagen sachlich.
26:46Und immer nur sachlich.
26:48Und Sie kommen hierher, erzählen mir was von Komödien und was von Leichen, ob Sie gefunden sind oder nicht.
26:54Sagen Sie, finden Sie das sachlich?
26:59Also gut.
27:01Weiter.
27:04Ihr Mann hat seit etwa einem Jahr Geld.
27:06Viel Geld.
27:07Er ist dabei, in großen Raten das Haus abzuzahlen.
27:09Wo kommt das Geld her?
27:11Baba!
27:12Ja?
27:13Da ist ein Mann an der Tür, den ich nicht kenne.
27:17Kommen Sie.
27:21Maxi?
27:26Wer ist der Mann? Kennen Sie ihn?
27:27Ein alter Schulfreund von Victor. Die beiden haben Sie vor einem Jahr wieder getroffen.
27:31Vor einem Jahr?
27:33Lassen Sie ihn rein.
27:44Hallo, ist Victor da?
27:45Nein.
27:47Tag.
27:49Wir warten auch auf ihn. Er muss jeden Moment zurückkommen.
27:52Und wer sind Sie?
27:54Doris Bruder.
27:55Ja, er ist mein Bruder.
27:58Also ich verstehe das nicht. Ich meine, wir machen Geschäfte und der verschwindet einfach.
28:01Heute ist Zahltag.
28:03Bitte, was für Geschäfte machen Sie mit Victor, wenn ich fragen darf?
28:06Nee, das dürfen Sie leider nicht. Das ist privat.
28:10Wo ist er denn eigentlich?
28:11Er...
28:12Ich glaube, ich darf doch.
28:14Kriminalpolizei.
28:21Max!
28:22Hendo!
28:25Hendo!
28:26Hendo!
28:55Untertitelung. BR 2018
29:24Ich danke Ihnen, Herr Schellhorn,
29:25dass Sie allein gekommen sind.
29:27Nein, Herr Dr. Rohmann, wie geht's Ihnen?
29:30Den Umständen entsprechend.
29:32Ist das Geld da drin?
29:34Ja, eine Million.
29:38Da hinten in dem Wald, da stehen die Entführer.
29:41Die sind schwer bewaffnet.
29:44Wenn ich jetzt nicht sofort mit dem Geldkoffer zu denen komme,
29:47dann werden die mich erschießen.
29:48Nein, ich danke Ihnen.
29:51Wenn ich diese blöde Drogengeschichte gewesen wäre,
29:54hätten Sie meinetwegen verrenken können.
29:56Herr Schellhorn!
29:58Endlich weiß ich, was ein Unternehmer von einem Arbeitnehmer unterscheidet.
30:01Er muss immer das letzte Wort haben.
30:04Aber diesmal, diesmal habe ich das letzte Wort.
30:08Da drüben, da gibt es keinen Entführer.
30:10Und wissen Sie, was das hier ist?
30:13Das ist meine Abfindung.
30:15Jetzt hat alles seine Ordnung, oder?
30:23Aber das ist doch völlig lächerlich.
30:25Warum soll ich denn den kleinen Victor entführen?
30:27Was haben Sie gesagt?
30:28Wie viel haben wir verleiht?
30:29Eine Million?
30:30Glauben Sie, dafür riskiere ich Kopf und Kragen?
30:32Das mache ich im Monat an Umsatz.
30:33Kann mir einer sagen,
30:34wieso seit Tagen nur noch Schwätzer hier hereinkommen?
30:36Wieso ist das in der Werbung?
30:37Da ist eine Menge Krülle.
30:39Schauen Sie doch in meine Bücher.
30:40Da steht überall nur Plus, Plus, Plus, Plus.
30:44Keine Schulden, nicht?
30:45Und für mein Haus, da kriege ich fünf Victors.
30:48Na gut, vielleicht sogar sechs.
30:50Und weggelaufen sind Sie nur, weil Sie sich erschrocken haben?
30:53Das ist so ein Reflex.
30:54Das ist doch völlig normal, wenn man plötzlich die Polizei vor der Nase hat.
30:58Zum Beispiel in der Werbung.
31:00Warum wird in der Werbung alles und jeder verwendet,
31:02vom Papst bis zum Kaminkehrer, nur nicht die Polizei?
31:05Weil alle Angst vor euch haben.
31:07Wenn ich in einem Spot ein Polizistenmargarina essen lasse,
31:11dann kann doch mein Kunde morgen seine ganze Schmiere ins Meer kippen.
31:14Das ist doch wahr, oder?
31:18Also es sieht doch so aus, als müssten wir bei Ihnen Hausdurchsuchen veranstalten.
31:22Dafür ist der Kollege Kühn zuständig, ne Max?
31:24Also Herr Kühn, dann sagen Sie doch mal Herrn Thome,
31:26wie wir sowas normalerweise machen.
31:28Also bitte.
31:29Ja, gerne.
31:32Also in Neubauwohnungen mit Linoleum und ohne Tapeten,
31:35da ist die Sache relativ einfach.
31:37Da wird alles auf den Kopf gestellt.
31:40Jedoch in Häusern mit Parkettfußböden und Tapeten,
31:43da gestaltet sich die Angelegenheit schon schwieriger.
31:46Weil das ganze Parkett muss nämlich raus.
31:50Darunter befinden sich oft so kleine Zwischenräume,
31:52in denen haben wir schon die dollsten Sachen gefunden.
31:54Ja, und dann die Sofas.
31:55Da näht man ja gerne was in die Polster ein.
31:58Weil das viel zu lange dauern würde, jede Naht einzeln aufzutrennen,
32:01nehmen wir einfach ein großes Messer
32:03und ritsch, ratsch, auf ist das Sofa.
32:06Okay, okay, okay, okay, ihr habt mich.
32:09Gut, ich gratuliere.
32:11Sowieso nur ganz wenig.
32:12Also Herr Thome, was ist das für ein Zeug?
32:15Oder sollen wir das erst analysieren?
32:17Cadillac.
32:18Cadillac, und was ist Cadillac?
32:20Eine Designer-Droge.
32:22Und diese Droge, die haben Sie von Dr. Roman?
32:26Na ja, ist doch nichts dabei.
32:27Man tut niemandem weh, macht alle fröhlich.
32:29Das ist sehr gefragt in der Branche.
32:31Außerdem war es immer sehr guter Stoff.
32:33Und Sie haben das Zeug verkauft?
32:35Ich bitte Sie doch nicht verkauft, ich bin doch kein Dealer.
32:37Ich habe es verschenkt.
32:38Meine Kunden, ein Mitarbeiter.
32:41Das motiviert manchmal besser als eine Gehaltserhöhung.
32:43Und wissen Sie, wo das Zeug hergestellt worden ist?
32:46In der Firma natürlich.
32:48Das hat sie mal von da mitgebracht.
32:50Glauben Sie, ich gebe meinen Partnern so ein Hausmachergebräu,
32:53wenn man anschließend vor Kopf schmerzt und aus dem Fenster springt?
32:56Ich habe es gewusst.
32:58General.
33:00Unser Freund General.
33:24Ich habe es gewusst.
33:54Ich hab's gewusst, Frau, aber der Kerl hat Dreck am Stecken.
33:56Das spürt man doch.
33:58Das arrogante Auftreten, diese Schnotterigkeit, da täusche ich mich nicht.
34:02Sie scheinen sich ja richtig darüber zu freuen.
34:04Ach, Quatsch.
34:04Quatsch?
34:06Also Freude ist nicht der richtige Ausdruck, aber dass ich nicht ganz falsch gelegen habe, das bereitet mir eine gewisse
34:11Befriedigung.
34:11Wenn Sie Schellhorn dann verhaften können, dann...
34:13Ach, das freut mich dann ganz besonders.
34:15Wo ist der Durchsuchungsbefehl?
34:16Brauchen wir nicht, Herr Schellhorn.
34:19Gefahr im Verzug.
34:20Ich hab eine Zeugenaussage, dass in Ihren Labors Rauschgift hergestellt worden ist.
34:24Ach, wenn Sie dieses lächerliche MDMA-Zeug meinen, ich weiß, dass es im Labor hergestellt worden ist.
34:28Jedenfalls ist das rein rechnerisch möglich, aber nur in der Abteilung von Dr. Rohmann.
34:33Mein Buchhalter hat mich nach der Entführung davon informiert, leider erst nachher.
34:37Sie hatten natürlich von all dem keine Ahnung.
34:39Allerdings, Herr Rick, Sie wissen nicht, worauf Sie sich hier einlassen.
34:43Das ist eine sehr komplizierte Materie.
34:46Ich will Ihnen nicht drohen.
34:46Natürlich wollen Sie nicht drohen, Sie drohen ja nie.
34:48Haben Sie schon Ihren Lobbyisten angerufen, diesen Dr. Brodack?
34:51Will Ihnen wohl nicht helfen? Traurig, was?
34:54Den sollten wir nicht vergessen.
34:56Das ist ja fabelhaft.
35:02Was ist, Herr Schellhorn?
35:05Machen Sie freiwillig auf oder dürfen wir ihn sprengen?
35:11Du, Alter.
35:14Es tut mir leid, wenn ich dir so viel Angst eingejagt habe, aber ich konnte dich nicht einweihen.
35:19Du kannst doch nicht lügen.
35:20Ja, das stimmt.
35:21Ich kann nicht lügen.
35:23Und ich will es auch nicht können.
35:26Wir werden jetzt sofort von hier wegfahren.
35:29Wir sind jetzt reiche Leute, Doris.
35:32Wir werden ein wunderschönes Leben führen.
35:34Bis du das nächste Mal verschwunden bist.
35:39Erstochen oder erschossen.
35:41Dann weine ich mir wieder die Augen aus.
35:44Dann stehst du plötzlich wieder in der Tür.
35:46Dolle?
35:47Jetzt habe ich zwei Millionen.
35:51Sag mal, wie stellst du dir das eigentlich vor mit deinem Leben?
35:53Doris, das war jetzt das eine Mal, dass du nicht wusstest, was los ist.
35:57Nein, das war schon immer so.
36:01Du bist wie ein leerer Eimer, in dem nur das drin ist, was andere reintun.
36:08Also, hör bitte auf, so zu dramatisieren, ja?
36:12Dramatisieren?
36:13Ja.
36:15Dein verrückter Plan fliegt nämlich gerade auf.
36:17Der eine von den Bullen glaubt schon nicht mal an die Geschichte.
36:21Das kann doch gar nicht sein.
36:22Ja.
36:24Na und?
36:26Mir wird schon was einfallen.
36:31Guck mal, auf welcher Seite stehst du eigentlich?
36:33Du bist wie ein Kind, Victor.
36:37Einfach nur ein Kind.
36:41Mir wird schon was einfallen.
36:44Und du wirst mir dabei helfen.
36:58Ah!
36:59Sag mal, du hast doch nicht geschlafen, ne?
37:01Nee, nee, nee, nee, nee.
37:02Alles in Ordnung?
37:02Du, nix los, alles klar.
37:04Ach, du hast die Morgenzeitung.
37:05Ich wirst dich ab.
37:05Ciao.
37:06Danke.
37:13Guten Morgen!
37:15Ach, guten Morgen.
37:16Was ist los? Sie wollten Bescheid sagen, wenn Sie das Haus verlassen.
37:19Irgendjemand muss am Telefon bleiben.
37:20Ja, das Telefon hier.
37:22Wollen Sie zum Einkaufen? Soll ich Sie begleiten?
37:25Nein, ich wollte eigentlich zu Ihnen.
37:27Ich habe etwas gefunden.
37:30Ich habe ihn Victors Unterlagen geführt.
37:32Er ist ein bisschen schlampig, selbst bei wichtigen Dokumenten.
37:35Es ist seine Schrift.
37:38Um einen Fall einer Gewalttat zu öffnen.
37:40Haben Sie es gelesen?
37:41Ja.
37:46Für den Fall, dass mir etwas zustößt, erkläre ich hiermit,
37:50dass ich mit Wissen und im Auftrag des Herrn Schellhorn in der Schellhorn AG
37:54die Designerdroge MDMA in relevanten Mengen hergestellt und verkauft habe.
37:59Diese Arbeit kann ich mit meinem Gewissen nicht mehr vereinbaren
38:02und stelle sie daher ein.
38:03Sollte mir etwas zustoßen, wird Herr Schellhorn das veranlasst haben.
38:08Viktor Rohmann.
38:10Das ist doch klasse. Das ist doch wie eine Lebensversicherung.
38:12Klingt eigentlich plausibel. Passt alles zusammen.
38:14Zu sehr, Max. Viel zu sehr.
38:17Was ich sage, in dieser Brief ist die reine Komödie.
38:19Also vielleicht habe ich mehr Sinn für Tragödien als für Komödien.
38:22Ja, hier ist Rick, Moment mal.
38:23Aber wir haben doch endlich so etwas wie ein Motiv in der Hand.
38:26Wir holen uns den Schellhorn her und lassen ihn so lange schmoren,
38:28bis er uns gesagt hat, was er mit dem Chemiker angestellt hat.
38:32Also doch Freude.
38:32Hm?
38:34Nix.
38:35Natürlich, Freude. Was denn sonst?
38:37Geben Sie mir mal bitte den Dienstabler der Staatsanwalt.
38:53Herr Schellhorn, Sie sind festgenommen, wegen des dringenden Verdachtes
38:58auf Anstiftung bei der Entführung Ihres Mitarbeiters, Dr. Rohmann.
39:05Eigentlich dachte ich, Sie kommen wegen was Sinnvollem, aber bitte, warum nicht?
39:10Na, kommen Sie doch näher, meine Herren.
39:11Haben Sie den Schatten doch sicher, dass ich mich vorher umziehe?
39:15Oder wollen Sie mich so durch die Straßen treiben?
39:17Ja, ich weiß, das würden Sie gerne.
39:18Wäre ja auch vielleicht ganz lustig.
39:19Ja, aber sehen Sie sich mal ein bisschen um hier.
39:20Das ist ja ganz hübsch hier.
39:22So würden Sie auch gerne nehmen, was?
39:24Quatschen Sie nicht, ziehen Sie sich bitte um.
39:25Aber doch keine Eile, Herr Rick.
39:28Genießen Sie doch Ihren Triumph.
39:29Herr Schellhorn, wo ist Dr. Rohmann?
39:31Ich mache Ihnen noch mal ein Angebot, Herr Rick.
39:33Ich sage Ihnen, wo Dr. Rohmann ist, und Sie sagen mir,
39:37was bei der Buchprüfung herauskam.
39:38Wir erwarten das Ergebnis erst heute Abend.
39:40Ach, so lange brauchen Sie erst heute Abend, Herr.
39:43Ja, und es reicht jetzt.
39:44Ja, das glaube ich, dass es Ihnen reicht.
39:47Aber wissen Sie, Herr Rick, als ich Sie sah aus Dich,
39:53das ist mein Schicksal.
39:55Ja, Mann.
40:00Früher oder später landet jeder in Ihrer Blechbaracke.
40:04Hören Sie doch auf, hier den Clown zum Spielen.
40:06Also, wo ist Dr. Rohmann?
40:07Sie sind aber sehr hart, der geht mit Ihren Fracken.
40:09Ja, Dr. Rohmann ist die Sonne im Putzen.
40:13Hören Sie auf mit Ihrem betrunkenen Gequatsche
40:15und ziehen Sie sich bitte um, Herr Schellhorn.
40:17Ja, dieser Rohmann, dieser Schlaumeier,
40:20hat sich selbst entführt und angemurkst.
40:23Ja, und wenn ich es mir recht überlege,
40:24dann hätte ich wohl mit ihm mitkommen sollen,
40:27mit ihm und mit meiner Million.
40:30Nein, nein, nein, seiner Million.
40:32Herr Schellhorn, wir werden Ihnen jetzt ein Beweistück vorlegen
40:34und alles, was Sie sagen, kann jetzt gegen Sie verwendet werden.
40:37Bitte sehr, Herr Kühn.
40:37Das haben Sie aber auch sehr genüsslich über Ihre Lippen gehen lassen.
40:41Zeigen Sie mir den Brief.
40:42Erschneiden Sie bei der Post.
40:43Ja, lesen Sie den Brief, lesen Sie ihn.
41:10Kennen Sie Kolumbus?
41:14Herr Schellhorn, hören Sie auf mit Ihren Geschichten.
41:17Kolumbus hat etwas Tolles gemacht.
41:21Er hat einen ganzen Kontinent entdeckt.
41:25Und dann nannte er die Ureinwohner Indianer.
41:31Er glaubte, er wäre in Indien, aber er war gar nicht.
41:35In Indien, er war in Amerika, der dunkle Opfer.
41:40Er wusste es noch nicht.
41:41Herr Schellhorn, ziehen Sie sich bitte um.
41:43Ja, ja, ja, ja, ja, ja.
41:44Nun, legen Sie sich nicht auf.
41:46Sie sind nämlich auch so ein Dummkopf.
41:50Aber heute Abend, gehen Sie mit, Herr Kühn.
41:52Da werden auch Sie etwas entdecken.
41:55Ja, heute Abend, da werden auch Sie etwas entdecken.
42:08Sie glauben natürlich an diese Selbstentführungsgeschichte.
42:11Es kommt Ihnen ziemlich nah, was ich vermute.
42:14Na, aber, was Ihnen der Recht hat.
42:20Schauen Sie sich mal dieses Haus an.
42:22Können Sie sich sowas leisten?
42:24Ich nicht.
42:24Bei mir reicht es gerade zu zwei guten Anzügen.
42:27Bei mir nicht mal...
42:27Herr Schellhorn, nicht!
42:47Jetzt weiß ich, was er gemeint hat.
42:48Mit Amerika und Kolumbus und mit dem ganzen blöden Gerede.
42:54Er kann auch ahnen, dass wir in einem Westen herstechen.
42:56Chemische Waffen.
42:58Na, das ist vielleicht ein Ding.
42:59Und?
43:00Gibt's was Neues?
43:02Wir haben den vorläufigen Bericht von der Staatsanwaltschaft bekommen.
43:05Über die beschlagnahmten Papiere bei Schellhorn.
43:07Und?
43:09Diese Rauschgiftgeschichte war überhaupt nur ein Klacks.
43:11Das hat Dr. Roman ganz alleine gemacht.
43:13Da war ein viel größeres Ding am Laufen.
43:15Wie?
43:16Noch größer als Drogen?
43:18Waffen, Herr Kühne.
43:19Chemische Waffen als Düngemittel deklariert.
43:21Geliefert in alle Spannungsgebiete der Welt.
43:23Das ist ein Millionengeschäft.
43:25Und illegaler ging's überhaupt nicht.
43:28Ja, und was ist mit der Entführung?
43:31Ja, da hab ich mich gehört.
43:32Herr Schellhorn hat mit der Entführungsgeschichte überhaupt nichts zu tun.
43:35Und deswegen hat er sich auch nicht umgebracht.
43:38Ja, haben die Entführer sich gemeldet?
43:41Und wen es nicht gibt, der kann sich nicht melden.
43:44Das verstehe ich.
43:47Hast du Bilder von der Leiche?
43:49Das willst du jetzt.
43:50Ich hab dich gefragt, ob du Bilder von der Leiche hast.
43:52Nein, der Kollege von der Erkennung.
43:56Ist gut.
43:57Wo willst du denn hin?
44:03Guten Abend.
44:04Guten Abend.
44:05Wie geht es Ihnen?
44:06Ja, in den Umständen.
44:07Wie geht es Ihnen entsprechend?
44:09Kann ich vielleicht auch in den Augenblick reinkommen?
44:10Ich wollte gerade ins Bett gehen.
44:12Ich möchte Ihnen was zeigen.
44:12Es dauert nicht lange.
44:15Danke.
44:18Bitte.
44:25Ja.
44:27Ja, Sie wollten mir etwas zeigen.
44:29Ja, ja.
44:29Haben Sie schon mal gesehen, wenn sich jemand erschossen hat?
44:32So sieht das aus.
44:36Schellhorn?
44:37Ja.
44:38Ja, das kann doch nicht so passen.
44:42Wahrscheinlich hat er keinen anderen Ausweg gewusst.
44:46Dann hat er ja tatsächlich was mit der Entführung.
44:48Dann stimmt es ja, was Victor in seinem Brief angedeutet hat.
44:53Nein, das stimmt nicht.
44:55Schellhorn hat sich nicht wegen der Entführung erschossen.
44:57Er hat in seinem Betrieb chemische Waffen hergestellt und hat sie an jeden verkauft, der sie haben wollte.
45:01Mit der Drogengeschichte hat er auch überhaupt nichts zu tun.
45:04Das geht ganz allein auf die Kapi ihres Mannes.
45:05Der hat nämlich ohne Wissen von Schellhorn diese Drogen hergestellt und auf eigene Rechnung verkauft.
45:12Aber es interessiert Sie sicher nicht.
45:13Sie wollen ja nicht wissen, woher das Geld kommt.
45:18Doris, Sie sind Lehrerin.
45:21Wahrscheinlich gibt es auch an Ihrer Schule Kinder, die mit diesem Zeug in Berührung kommen und langsam dabei draufgehen.
45:27Aber so ist das wohl.
45:28Die einen zahlen ihre Häuser ab und die anderen verrecken daran.
45:31Hören Sie auf mit Ihrem Zynismus.
45:33Dann hören Sie endlich auf mit dieser Lügerei.
45:35Ich habe die Schnauze langsam voll.
45:36Es steht mir bis hier oben.
45:38Wo ist Ihr Mann?
45:42Vor zwei Tagen, da haben Sie mir gesagt, Sie haben das Gefühl,
45:44dass Sie Ihren Mann dauernd beschützen müssten.
45:46Jetzt können Sie ihm helfen. Wo ist er?
45:48Und Sie haben mich gefragt, ob ich meinen Mann liebe.
45:49Muss ich ihn jetzt dafür hassen?
45:54Okay, wie Sie wollen.
45:56Ich lasse Sie allein in Ihrem wunderschönen Haus.
45:59Mit Ihren Lügen.
46:00Wachen Sie die Augen zu.
46:03Tun Sie, als wäre nichts geschehen.
46:04Leben Sie weiter, wie bisher.
46:05Ich wünsche Ihnen viel Glück dabei.
46:13Warten Sie.
46:14Warten Sie.
46:16Warten Sie.
46:29Musik
46:57Viktor, ich bin's
46:59Musik
47:04Herr Roman, Sie sind vollerlich festgenommen
47:07Musik
47:11Musik
47:12Musik
47:12Musik