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Felix soll für eine Werbekampagne kraftvolle, maskuline Typen vor die Linse holen. Seinem Auftraggeber gefällt keiner der vorgeschlagenen Männer, bis er zufällig ein Foto von Oscar sieht. Nun muss Felix seinen Freund überreden, Modell zu spielen. (Text: Premiere)
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00:09Nein, Unger, das sind doch immer dieselben langweiligen Gesichter, die Sie sonst auch immer haben. Zum Kotzen.
00:14Die Bengels habe ich schon eine Million Mal gesehen. Das ist doch ziemlich...
00:17Das sind seriöse Typen, die ich auch schon Millionen Mal verwendet habe.
00:19Sehen Sie mal, sehen Sie, was das ist?
00:20Ich kann's riechen, ja.
00:21Die Reklame, die wir für Mandar oder Kolon machen, muss etwas ganz Besonderes sein, verstehen Sie?
00:25Etwas von heute. Sagen wir ein Happening.
00:28Ein Happening?
00:28Wissen Sie, was das Wort Mandar bedeutet?
00:30Ähm, es ist, glaube ich, Spanisch, wenn ich mich nicht irre. Heißt Befehlen oder so?
00:33Na, genau so ist es. Ein Symbol der Männlichkeit.
00:36Und wenn das Odo-Kolon-Mandar einschlägt, will die Firma eine ganze Reihe von Erzeugnissen für Männer herausbringen.
00:41Seife, Sonnencreme, Haarbürsten, alles, was ein Kerl so braucht. Sogar für die Augen eine Tinktur.
00:45Es wird sogar ein Mandar Haarspray für Männer geben.
00:47Klingt ja alles sehr männlich.
00:48Was heißt klingt, ist es auch, aber der Laden will endlich mal ein neues Gesicht haben.
00:52Sehen Sie mal, ich renne mir die Hacken ab, um immer was Neues auf die Beine zu stellen.
00:55Da müssen Sie doch mitziehen, Menschenskind.
00:56Das muss schon was sein. Etwas, das innen ist. Etwas, das Sie überall und täglich greifen können. Einfach ein Knaller.
01:01Verstehen Sie das überhaupt?
01:02Ja, also, um ehrlich zu sein, ich hätte mich gerade mit Mühe und Not daran gewöhnt, die Flagge so englisch
01:07wie möglich zu lassen.
01:07Ach was, vergessen Sie den ganzen Quatsch. Das sind doch alles nur Klischees.
01:09Sie sind aber kein Klischee, ne?
01:10Komiker, wie?
01:11Junge, ich hab diesen Job als Geschäftsführer bekommen, weil ich eben außergewöhnlich denke...
01:15Mann, Sie müssen doch ein paar andere Gesichter haben. Ein Ponem von heute.
01:18Die drei, die ich heute gehabt habe, gefallen Ihnen ja nicht.
01:21Hey, was ist das hier?
01:22Nein, nein, nein, das sind keine Berufsmodelle, das sind Porträtarbeiten von mir. Familienkinder auf dem Feld hier und sowas.
01:27Sehen Sie, das meine ich. Das ist gestern. Haben Sie hier nicht was heutiges drin?
01:30Nein, nein, nein. Ich, äh, nicht doch. Ich, ähm, ich habe ein paar Allergien und da brauche ich das manchmal.
01:39Moment doch mal.
01:40Was bitte?
01:42Er ist ja heiß.
01:43Was ist heiß?
01:44Das ist Kapital.
01:44Was ist...
01:45Ein kapitales Gesicht hat er. Genau das, was ich suche.
01:48Das ist Oscar Madison, ein Freund von mir.
01:50Warum haben Sie mir die Bilder nicht gleich gezeigt?
01:51Ich habe sie noch nicht mal aus... Es sind Probeabzüge.
01:53Das Gesicht ist in, Junge. Kapital.
02:02Wie nennen Sie das? Kapital?
02:04In...
02:04Ich kenne Oscar 15 Jahre, aber damals war sein Gesicht auch nicht in.
02:09Ja, das ist er.
02:11Ach, da ist doch Bewegung drin.
02:12Mensch, ich weiß gar nicht, was ich vor Begeisterung zuerst tun soll.
02:15Hören Sie mal zu, Unge.
02:16Der ganze Pfiff an der Kampagne ist folgender.
02:17Jeder Mann muss das Gefühl haben, dass er jedes Mädchen kriegen kann, das er haben will, wenn er Mann da
02:21benutzt.
02:21Und der Typ hier vermittelt das.
02:22Er ist fabelhaft. Er ist, äh, äh, in...
02:25Er ist nicht nur in, er ist sogar in und out.
02:29Wissen Sie, Oscar ist kein Profimodell, das ist ein Sportjournalist.
02:31Die Portraitaufnahmen habe ich für seine Zeitung gemacht.
02:34Umso besser, wenn er kein Profi ist, Junge.
02:35Tatsächlich.
02:36Sehen Sie mal, die Leute sehen doch Reklame Menschen nur gern, wenn sie genauso dämlich aussehen wie sie selbst.
02:39Und das ist genau das, was ich suche. Der Kerl sieht aus wie jeder andere. Ein Dutzend Gesicht, das will
02:43ich haben.
02:43Nein, nein, das geht nicht. Wissen Sie, Oscar ist mein bester Freund, aber wenn es ums Arbeiten geht...
02:47Ist unser Werbeladen nicht Ihr größter Geldgeber?
02:50Soll das etwa eine Drohung sein?
02:51Was wollen Sie, wer droht?
02:52Ich habe das bloß erzählt, weil ich was heutiges haben will. Etwas, was inne ist. Würde mir leid tun, wenn
02:56die Aufnahmen anderer macht.
02:57Ich meine, Sie wollen doch weiter für uns arbeiten, nicht?
03:00Na, Oscar, wie geht's, mein Guter? Wo hast du denn die ganzen Aufwischtücher her?
03:03Das sind keine Aufwischtücher, das ist meine Unterwäsche.
03:06Ich hab mal die Probeabzüge mitgebracht.
03:08So, naja, da du die gemacht hast, hoffentlich erkennt man überhaupt was.
03:10Ich wüsste nicht, von wem ich bessere Fotos machen kann.
03:12Du hast gesagt, ich wär das mieseste Objekt, das dir je...
03:14Ich? Oh, Künstler sind manchmal etwas voreilig mit dem, was sie sagen.
03:17Sieh doch, sind doch sehr ordentlich.
03:18Ordentlich? Ich seh aus wie ein Hund mit Schlappohren, der schnüffelt was.
03:21Also, ich finde, das ist Mist. Gezeichnet sieht mein Ton eben viel besser aus.
03:24Als ich mir die Fotos angesehen habe, ist mir was eingefallen.
03:26Du hast ein fabelhaftes Gesicht. Du bist innen, du siehst heutig aus.
03:29Du hast was Dynamisches.
03:30Du hast zu viel Waschmittelwerbung im Fernsehen gesehen.
03:31Ich scherz, ich mein's ernst.
03:33Ich glaube, du könntest deine große Karriere als Fotomodell starten.
03:36Felix?
03:36Ja?
03:37Lass dich nie als Spion anwerben.
03:39Du bist ein ganz miserabler Lügner.
03:42Na ja, ich finde auch nicht gerade, dass du das attraktivste Gesicht der Welt hast.
03:46Aber Rudi Mandel findet das.
03:47Was? Was hat Rudi Mandel mit meinem Gesicht zu tun?
03:50Außerdem, wer ist Rudi Mandel überhaupt?
03:51Der Boss einer Werbeagentur, für die ich häufig arbeite.
03:53Er will dein Gesicht für eine Eau de Cologne-Anzeige benutzen.
03:56Er will was? Mein Gesicht will er benutzen?
03:58Ja!
03:58Er will einen ganz durchschnittlich aussehenden Menschen für eine Eau de Cologne-Reklame haben.
04:02Das ist innen.
04:02Nein, das ist Quatsch.
04:04Also, ich könnte mir vorstellen, dass du sehr viel Spaß daran hast.
04:08Speziell an dieser Sache hängt mein Herz.
04:09Hängt dein Herz, wohin du willst, aber lass mich dabei aus dem Schrank.
04:11Wir brauchen es doch kaum fertig, miteinander zu leben.
04:13Wir sollen denn da miteinander arbeiten?
04:15Wir werden uns nicht streiten, ich verspreche es dir.
04:16Meine Antwort ist, nein. Das sind Britschhandschuhe.
04:20Du würdest 30 Dollar die Stunde verdienen.
04:2230 Dollar? Ist das dein Ernst?
04:24Ach, das ist doch schon wieder in den Sand gesetzt.
04:25Meine Ex-Frau würde ein Dreiviertel davon einsteigen.
04:27Ich darf nichts dazu verdienen.
04:28Ich kann sowas nicht übernehmen, das macht mich lächerlich.
04:30Ich bin ja schließlich ein bekannter Sportjournalist.
04:32Den ganzen Tag lang würden drei bildschöne junge Mädchen um dich rum sein.
04:35Felix?
04:35Ja?
04:36Um welche Zeit soll ich morgen früh bei dir im Studio antreiben?
04:39Ja, sicher, Rudi.
04:40Ich schicke den Film gleich rüber, wenn ich ihn aufgenommen habe.
04:42Und ich nehme ihn sofort auf, wenn er hier ist.
04:45Das kann ich nicht.
04:47Ja, sicher, Rudi. Ich will ja auch gern in sein, aber ich kann nicht arbeiten, wenn ich kein Modell habe.
04:51Ach, in diesem Moment betritt gerade Mr. Entschuldi, ich bin eine Stunde zu spät den Raum.
04:56Tag, Felix.
04:57Wenn man eine Stunde zu spät kommt, dann sagt man nicht einfach Tag, Felix.
05:00Es heißt bitte entschuldige, lieber Felix.
05:02Es tut mir sehr leid, dass ich mich verspätet habe und ich werde es nie wieder tun, aber nicht einfach
05:05Tag, Felix.
05:05Ich bin aufgehalten worden. Wo sind die Puppen?
05:07Die Fotomodelle warten alle im Schminkraum auf dich.
05:09Die eine liest, die andere näht und die dritte macht ein Nickerchen.
05:12Dafür zahle ich denen 30 Dollar pro Stunde.
05:13Du hast ein Durchschnittsgesicht verlangt, aber ein Durchschnittsgesicht sitzt normalerweise auf einem Körper, der erstmal um einen freien Tag bitten
05:18muss und das ist bei mir gar nicht so einfach.
05:19Egal, der freie Tag hat vor einer Stunde begonnen.
05:21Mein Chefredakteur hat mir schon genug Schwierigkeiten gemacht. Jetzt fang du nicht auch noch an, mich anzumotzen.
05:25Wenn du schon jemanden um einen kleinen Gefallen bittest, dann schreien gefälligst dich so an.
05:29Du bist zu spät, entschuldige.
05:31Das hört man gern. So, und dann lass uns zu einem Mädchen gehen.
05:33Warte, warte, warte, was ist denn das hier? Was ist denn das?
05:35Was soll denn sein? Was soll denn das?
05:35Was soll ich sagen? Ich soll Schlips und Kragen anziehen.
05:37Was ist das für eine merkwürdige Jacke? Hast du die aus dem Müllkasten gezogen?
05:39So, die ist frisch gewendet. Ich soll euch einen Durchschnittsmenschen geben und die tragen gewendete Jacke.
05:42Nein, das ist sowas. Geht nicht. Geh in die Garderobe und zieh das an, was da liegt. Das habe ich
05:45für dich ausgesucht.
05:46Kann ich den Schlips anbehalten?
05:47Ja, gern. Aber nur, wenn du ihn unterm Hemd trägst. So, Mädels, kommt. Es geht los. Mr. Durchschnitt ist endlich
05:51eingetroffen.
05:52So, nun kommt, kommt, kommt, kommt.
05:53Ja.
05:55Du, Felix, mach mich doch mal mit den entzückenden Damen bekannt.
05:59Gern. Das ist Tracy Keenan in der holländischen Tracht.
06:03Tagchen. Ich bin Don Quichotte.
06:05Tagchen, Don.
06:07Die Kleine in dem Eskimo-Dings da, das ist Loretta Steele.
06:10Sollen wir uns die Nasen reiben, wenn wir uns begrüßen?
06:13Sie können es ja versuchen, wenn Sie sich unbedingt die Nase brechen wollen. Sie Schmalspur-Gigolo. Auf so eine Typen
06:17stehe ich gerade.
06:18Loretta hat wenig Sinn für Humor. Und das, das ist Gabriela.
06:22Gabriela. Und wie weiter?
06:23Einfach nur Gabriela.
06:24Ein so hübsches Mädel kann sich doch ohne weiter seinen Nachnamen leisten.
06:27Sehr komisch, aber wir haben jetzt keine Zeit, um darüber zu lachen. Also los jetzt an die Arbeit. Genug Zeit
06:30haben wir ja vertrödelt.
06:31Oss, Oss, Oss.
06:33Oskar, du ziehst dich nicht hier um, sondern in der dafür vorgesehenen Umkleidekampagne.
06:36Ich will, wenn man sehen, wie sowas aussieht, euch verdienen.
06:37Ich will nur mal eins etwas klarstellen. Zu Hause bin ich ein Komiker, da bin ich der spaßigste Mensch, aber
06:41hier wird gearbeitet.
06:41Da wird nicht rumgequatscht und keine Zeit verschwendet, sondern nur gearbeitet.
06:44Also wollen wir diese neue Erfahrung im Geiste verarbeiten und so gestärkt zum Wechsel der Garderobe schreiten.
06:52Komiker, der größte Spaßvoll zu Haus.
07:02Oskar!
07:06Oskar!
07:09Oskar, ich bin leicht reizbar. Meine Stirnhilde meldet sich nämlich schon wieder.
07:12Meine Augen fangen dann immer an zu tränen und dann sehe ich unscharf, das weißt du.
07:16Oh, Oskar!
07:17Ich komme ja schon!
07:18Bitte geschwind Aufstellung nehmen.
07:19Ja.
07:23Wo soll ich mich aufstellen?
07:24Ich habe es so geplant, dass du am besten dort in der Mitte figurierst, auf dem kleinen Schemel. Bitte mach
07:28das.
07:28Ja, das mache ich.
07:28Hi, ihr Süßen, geht's euch gut? So, jetzt setzen wir mich zu euch und dann werden wir fotografieren.
07:35Hey, Oskar!
07:36Ja, was ist?
07:37Verrätst du mir mal, warum du einen Bart trägst?
07:40Das ist ein Schnurrbart.
07:41Ja, echt Mandar. Typisch männlich, typisch spanisch und ich dachte...
07:47Felix, die Wahrheit ist, ich möchte nicht so übertrieben gern erkannt werden.
07:50Sieh mal, bei meinen Kumpels von der Zeitung mache ich mich sowieso lächerlich, dass ich als Modell arbeite und da
07:54wollte ich mich tarnen.
07:54Dann setz doch gleich eine Brille mit einer komischen langen Nase auf.
07:57Ja, ich konnte ja nicht wissen, ob du das nicht vielleicht komisch aufziehen willst. Dann habe ich mir vorsichtshalber diese
08:01Nase mitgebracht.
08:02Ich kann ihm auch eine Zahnlücke schminken, wenn du willst.
08:06Anstrengend, die zwei Stunden. Das muss doch für so ein zartes Geschöpf aus Holland sehr, sehr schlimm sein.
08:09Prima, prima aus Dänemark.
08:10Oh, ich bin eigentlich kein Modell, ich bin Schauspielerin. Das mache ich nur, um die Zeit tot zu schlagen, weil
08:14ich nicht stricken kann.
08:15Dann kommen Sie doch mal zu mir, ich kann Ihnen das Stricken beibringen.
08:17Ja, Don.
08:18Ja, Oskar.
08:20Sie sagten vorhin, Sie heißen Don.
08:21Das sollte doch nur ein kleiner Scherz sein, Don.
08:23Ich schaute mir den Windmühlenflügel, das ist ja auch egal. Pass mal auf, du kleiner Holzschuh.
08:26Wollen wir nicht nach nebenan gehen und einen kleinen Drink reingießen? Sie und ich, so ganz allein?
08:31Bei Ihnen herrscht Notstand, was? Was haben Sie als Soldat im Krieg angefangen oder waren Sie das nie?
08:34Sie kriegen von mir zu Weihnachten einen kleinen Waschbären.
08:37Einen Drink würde ich ja ganz gerne nehmen, aber ich glaube bestimmt, Mr. Unger wird uns nicht gehen lassen.
08:40Er hat es nicht gerne mit der Pause das Studio verlassen.
08:42Ach, der ist gar nicht so. Wissen Sie, ich bin nämlich ein guter Freund von Mr. Unger. Ich mache das
08:45schon. Ich rede mit ihm.
08:47Hey, Sie Intelligenzbestie, gehen Sie da nicht rein, der entwickelt gerade.
08:50Ach, gehen Sie doch Ihre lange Nase reiben am Walross.
08:54Ja, Kuckuck.
08:56Ist das der Film?
08:57Das war der Film, jetzt können wir ihn auf den Müll werfen. Du hast eben zwei Stunden Arbeit zunichte gemacht.
09:01Du Felix, das tut mir aber furchtbar leid, das konnte ich natürlich nicht wissen.
09:04Was kann ich nur tun, damit du jetzt nicht sauer bist?
09:06Setz doch mal deine Brille auf mit der langen Nase und dem Schnurrband.
09:08Du, ich bin wirklich ganz...
09:08Schließ die Tür, ja?
09:09Was soll ich denn nur machen?
09:10Du sollst die Tür schließen. Ob du das fertigbringst? Das ist genauso, als ob man sie aufmacht, nur rückwärts.
09:14Ah ja.
09:28Felix!
09:31Felix!
09:34Junge, sei doch mal vernünftig.
09:36Felix!
09:37Es tut mir wirklich leid, ich hab dir mal ein paar Stangen Paprika mitgebracht.
09:40Verschwinde, hab ich gesagt, du bist entlassen.
09:42Darum geht's doch gar nicht. Ich wollte mich entschuldigen, damit du nicht mehr sauer bist.
09:45Tu mir einen Gefallen und lass mich zufrieden.
09:47Ich wollte mich ja nur entschuldigen, weil ich den Film kaputt gemacht hab. Ich bin eben kein gelerntes Modell.
09:51Auch ein unbetarmter Idiot weiß, dass man eine Dunkelkammertür während des Entwicklens nicht öffnet.
09:55Ach, sei doch nicht so.
09:55So. Seit wann hast du einen Riegel an der Tür?
09:58Gleich als ich nach Hause kam, hab ich mir einen Riegel montieren lassen.
10:01Wie oft soll ich denn auch sagen, dass es mir leid tut?
10:03Du kannst ab sofort jederzeit damit aufhören.
10:05Das kannst du haben! Ich hab dir vorher gesagt, ich will diesen ganzen Quatsch nicht machen. Damit ist es erledigt.
10:12Das ist typisch. Du rennst weg und lässt mich einfach im Stich.
10:15Du hast mir einen Tag voller Schande bereitet, den ich so schnell nicht vergessen werde. Ich, ich werde ihn nie
10:18vergessen.
10:19Ich weiß noch, was du willst. Du willst ihn nur vom Bezahlen drücken.
10:22Genau darauf hab ich gewartet. Natürlich.
10:25Der Lohn eines Tages für das Unheil, das du mir bereitet hast.
10:28Damit bist du offiziell entlassen. Du wirst bemerken, dass ich keinerlei Abzüge von deiner Gage gemacht hab.
10:32Obwohl nicht die Spur von einem Jota von dem Film zu gebrochen gewesen ist.
10:35Dann werde ich dir mal zeigen, was ich mit deinem Scheck mache.
10:38Das war ein Bar-Scheck, wo der Herstellungswert allein drei Cents beträgt. Aber ich schreib dir einen neuen aus.
10:42Den zerreiß ich auch. Was sonst?
10:44So, so. Dann werde ich dir mal sagen, was du bist, du.
10:46Was denn?
10:46Du bist ein Clown, ein ganz instinktloser.
10:48So, das kannst du haben.
10:51Hier.
10:55Sie haben... Was haben Sie gemacht?
10:56Oscar Madison rausgeworfen. Alles umsonst. Ich würde nicht mal mehr mit ihm arbeiten, wenn er die Mona Lisa persönlich wär.
11:01Unger, ist Ihnen eigentlich klar, was Sie da gemacht haben?
11:03Ich habe die ersten Aufnahmen von Ihnen direkt ins Büro zum Eiten Whitehall geschickt.
11:07Whitehall ist der Generalmanager der Farco Enterprises.
11:09Zur Firma Farco gehört unter anderem auch die Mandar-Mans-Produktionsgruppe. Verstehen Sie das?
11:13Nein.
11:13Whitehall war ganz aus dem Häuschen, als er Ihren Madison gesehen hat.
11:16Er sagt, das ist das beste Image, das seine Firma jemals gesehen hat. Verstehen Sie das?
11:18Wollen Sie damit sagen, dass Oscar gut aussieht?
11:20Haben Sie Whitehall jemals gesehen? Der sieht auch nicht gerade wie ein Filmstar aus.
11:23Sehen Sie, ich habe genau gewusst, dass er auf das Gesicht anspringen würde. Deshalb habe ich ja schließlich auch den
11:27Job.
11:27Und aus diesem Grunde werden Sie Oscar Madison wieder hierher zitieren.
11:30Unmöglich. Wir reden kein Wort miteinander.
11:31Reden brauchen Sie ja auch nicht. Hauptsache, Sie machen Bilder von ihm. Fotos, meine ich.
11:34Wer war einer der größten Fotografen der Welt?
11:35Matthew Brady. Was hat er für schöne Bilder von General Grant geschossen?
11:38Man könnte meinen, er war an den Mann verliebt, aber er fiel, er vom Pferd beim Fotografieren so besoffen war.
11:41Ich reite nicht und beim Arbeiten trinke ich nicht.
11:43Unger, ich hoffe, Sie kapieren, was ich Ihnen jetzt sagen will.
11:47Sehen Sie mal hier, das ist eine Flasche, Mandat.
11:49Das ist im Augenblick das Einzige, was mich hier interessiert.
11:51Ich möchte, dass jeder Mensch in Amerika der Meinung ist, Mandat macht ihn stark und unwiderstehlich.
11:55Und ich schaffe es, verlassen Sie sich drauf. Aber Unger, dafür brauche ich Madison.
11:58Und Sie persönlich haften mir dafür, dass Madison wieder anfängt.
12:01Ihre persönlichen Dinge interessieren mich nicht. Entweder beschaffen Sie ihn oder Sie kriegen nie wieder einen Auftrag.
12:04Ich erlebe, dass Sie mir schon wieder drohen. Ich lasse mir aber nicht von einem grünen Jungen drohen.
12:10Ja, aber wer bedroht Sie denn?
12:11Unger, mein Junge. Ich mag Ihre Arbeit wirklich. Sie sind ein Künstler.
12:14Aber Sie lassen sich zu sehr von Sympathien und Antipathien beeinflussen.
12:17Also wenn Sie mir den Gefallen nicht tun wollen, dann tun Sie es doch wenigstens für Mandat.
12:22Ich weiß gar nicht, ob ich Oskar dazu kriege, wieder mit mir zu arbeiten.
12:25Ich werde mit ihm sprechen. Ich bin viel zu dynamisch. Mir wird man bestimmt nicht absagen.
12:28Nein, dann tue ich das lieber. Sie hebe ich mir auf für eine eventuelle Notsituation.
12:46Oskar? Bist du zu Haus?
12:50Zigarre. Natürlich ist er zu Haus.
12:57Oskar! Oskar!
12:58Tag, Oskar.
13:03Du redest wohl nicht mehr mit mir.
13:06Nun sei doch ehrlich. Findest du das nicht auch ein bisschen albern?
13:28Ich bitte dich herzlich, Oskar. Du musst mir jetzt mal unbedingt zuhören.
13:31Nein, du benimmst dich irgendwie, ich weiß nicht, wie man sagen soll, einfach kindisch.
13:34Du sollst mir zuhören jetzt.
13:35...herüber ins Cenkies-Stadion gekommen sind.
13:37An den Faullinien am Rande des Spielfeldes sehen wir die Trainer bei der Tüse, die ihren Spielern immer...
13:42Oskar, ich appelliere an dich aufgrund unserer langjährigen Freundschaft.
13:45Du musst mir zuhören.
13:46Du musst...
13:47Oskar, Oskar, Oskar, hör doch...
13:50Ich bitte dich darum, dass du wieder mit mir zusammenarbeitest.
13:54Ich glaube, ich hab wohl Zigaretten in den Ohren.
13:55Du hörst es vielleicht nur verstümmelt, weil der Fernseher an ist.
13:58Du hast im Ernst den Nerv, mich zu fragen, ob ich wieder mit dir zusammenarbeite,
14:01nachdem du mich in einer Form angeschrien hast, die nicht zu beschreiben ist?
14:04Du hast mich behandelt wie überhaupt keinem und das noch vor drei Mädchen, vor Fremdländischen sogar?
14:08Keine Importware, alles Lokalgrößen.
14:09Ganz egal aus welchem Lokal, du hast mich ignoriert und dann rausgeschmissen.
14:12Und jetzt willst du, dass ich wiederkomme?
14:13Es klingt zwar paradox, ich weiß, aber es ist mein Wunsch.
14:16Nicht paradox, Felix, es klingt affig und lächerlich.
14:19Alles lässt sich wieder einrenken, nicht wahr?
14:20Eins tun wir ja schon wieder, wir reden miteinander.
14:22Vor ein paar Sekunden haben wir das noch nicht getan.
14:24Alles lässt sich wieder einrenken, mein lieber Freund.
14:25Wir müssen nur die Kanäle für eine Kommunikation weiter offen halten.
14:28Sieh mich mal genau an, falls dir das möglich ist.
14:30Ich werde jetzt nämlich in mein Zimmer gehen und alle Konfirmationskanäle verschließen,
14:33damit ich dein dummes Gequatschen nicht mehr höre und mir die Ohren nicht versauere.
14:36Der Boss, der Firma Mandar, ist begeistert von deinen Aufnahmen.
14:40Er ist erst richtig verschossen in dein Gesicht, wie man so sagt.
14:43Das ist meine Ex-Kartin auch mal gewesen. Siehst du, wo das hinführt?
14:45Ganz im Ernst, Oscar.
14:47Mr. Whitehall ist der Meinung, dein Image ist das Beste, was die Firma je gehabt hat.
14:51Rudy konnte sich genauso für dein Gesicht begeistern.
14:53Du hast genau die Aussage im Gesicht, die man braucht.
14:55Image, Aussage. Ich habe ein Gesicht, aber ein gewöhnliches.
14:59Ich habe zwar eine schöne Seele, aber ein gewöhnliches Gesicht.
15:01Lincoln hatte auch ein gewöhnliches Gesicht.
15:03Und hatte trotzdem eine ungeheure Wirkung auf das Volk.
15:05Du bist ein Lincoln.
15:06Hör auf, mir mit deinem Lincoln auf die Nerven zu gehen.
15:08Warum sollte ich dir etwas von dem lieben Abraham erzählen, was nicht stimmt?
15:11Der hatte ein Gesicht und du hast auch eins. Genauso eins.
15:14Ja, aber mit so einem Ponem wurde man vor 87 Jahren auch schon erschossen.
15:18Oscar.
15:19Keine Zeit.
15:19Felix, hör auf, du bringst mein Innenleben durcheinander.
15:22Es ist heutzutage innen auszusehen wie jedermann.
15:25Sieh mal Humphrey Borgard.
15:26Die moderne Kinder sehen in ihnen ihren Helden. So bist du auch.
15:29Du bist Humphrey Borgard.
15:30Vergleich mich mit Richard Nixon, sonst bin ich sauer.
15:32Oscar, ich bitte dich jetzt zum allerletzten Mal.
15:34Na fein, dann brauche ich nicht mehr zu antworten.
15:40Mensch, der Junge hat doch eine Vollmeise.
15:42Aber am linken Humphrey Borgard.
16:00Wer hat die Erdbeeren gegessen sein?
16:05Das frage ich als Käpt'n der Kaine.
16:08Ja.
16:10Okay.
16:11Ja.
16:14Felix.
16:17Wenn du morgen früh möchtest, dass ich im Studio erscheine, brauchst du nur zu pfeifen.
16:23Ja.
16:25Ja.
16:26Vor 87 Jahren, da ist es ja völliger Quatsch.
16:34Seht euch den an, kommt sich vor wie Marc Spitz persönlich.
16:37Pssst, ihr Süßen müsst bitte ganz nett zu Oscar sein.
16:40Er ist für diesen Auftrag sehr wichtig.
16:41Okay.
16:42Wieso wichtig?
16:42Was ist an dem denn wichtig?
16:44Ich zahle euch 10 Dollar extra pro Stunde, wenn ihr nett zu ihm seid.
16:46Ah, klar.
16:48Mein Liebling, haben wir den Kopf?
16:50Wir haben ein bisschen Pause, ich muss Oscar erst einleuchten.
16:53Na, dann mach ich jetzt ganz schön einleuchten, so lange eigentlich.
16:55Ja, ich kann einen Schlag bei Frauen haben, da kommen sie ins Schleudern.
17:00Zieh dich aber bitte wieder um.
17:01Das muss mein Gesicht sein, diese Kommunikation, das hört sich aus.
17:02Ja, ich sage dir, du hast das gewisse Etwas.
17:04Ja, sowas hat man oder hat man nicht, das ist angeboren.
17:06Ja.
17:10Und wo steckt der Dussel jetzt?
17:12Dafür, dass wir mit diesem Idioten zusammenarbeiten, müssten wir die doppelte Gage kriegen.
17:15Ja, ganz richtig doppelt.
17:17Psst, also gut, Schwinn, ich zahle die doppelte Gage.
17:23Oscar, wärst du dann soweit?
17:24Ich möchte nämlich etwas hinter mich bringen, bevor dieser Whitehall da ist.
17:29Hey, Toro Torredo, wo ist der Stier?
17:31Piccardo, Torredo, Isidro, Granada, Caramba.
17:34Na, wie sieht's aus? Wie sehe ich aus, Felix, was?
17:37Ja, prima, ausgezeichnet, großartig.
17:39Peter, was ist denn?
17:40Du hast was auf der Backe, was ist das?
17:41Ja, was denn?
17:42Du hast einen Fleck direkt auf der Backe hier.
17:43Felix, das ist nicht nur einfach ein Fleck, das ist...
17:45Sowas ist ein Schönheitsfleck, der ist rangegleistert.
17:48Kennst du denn das nicht? Das halte ich für außergewöhnlich gut.
17:50Hältst du?
17:50Ich hab mal gelesen, dass Fotomodelle sowas benutzen, um auf ihr Gesicht aufmerksam zu machen.
17:54Weißt du, so gewinnen ja auch meine Augen mehr Geltung, ne?
17:57Gefällt dir nicht? Soll ich's lieber wieder abmachen?
17:58Aus dem Fenster und bring sowas nie wieder mit.
18:01Gute Modelle machen sowas heute gar nicht mehr.
18:03Nicht mehr?
18:03Außerdem hast du das gar nicht nötig.
18:05Du hast keinen Sinn.
18:07Verschlägt mir die Sprache, so felsig ist dein Gesicht.
18:09So felsig ist mein Gesicht, das ist richtig, ja.
18:11Das sieht ja aus so. Ab.
18:14Oh, Ton, sie sehen fantastisch aus.
18:17Hier wird gearbeitet.
18:18Keine Privatbemerkungen.
18:19Wo ist der Stier?
18:20Toro, Toro, ich meine Piscato, Picasso oder Barcasso.
18:24Hey, ja, das ist ausgezeichnet.
18:25Toro, le asasto.
18:26Was machst du denn da?
18:28Ich fühle einen Schatten auf meinem Interessant.
18:30Ja, der Schatten kommt von dem Ding, da bitte halt die Hände stellen.
18:32Ich kümmere mich schon an den Schatten.
18:33Ist es nicht auch in deinem Interesse, dass zwischen mir und dem Publikum ein Schatten ist?
18:36Das muss doch...
18:36Also gut, ich bring's in Ordnung, ich bin gleich wieder da.
18:38So, Moment.
18:39Au!
18:40Der Dussel hat mich verbrannt.
18:42Ich bitte um Entschuldigung.
18:43Macht euch nichts draus, Kinder.
18:44Geht einen Moment in die Garderobe und verschnauft.
18:45Ich leuchte neu ein und guck dir an, was du wieder angestellt hast.
18:47Ich muss darauf achten, dass mein Gesicht richtig ist.
18:49Glaubst du nur, dein Gesicht ist wichtig?
18:50Wichtiger als das von den armen kleinen Mädchen?
18:52Was?
18:52Du benimmst dich wie ein wildes, unerzogenes, kleines Kind.
18:54Was benimmst du mit mir?
18:55Hier bitte, Mr. Whitehall.
18:58Achtung, Leute!
18:59Das hier ist Mr. Whitehall.
19:01Was sehen die doch, Sie Hippie?
19:02Die haben ja schließlich Augen im Kopf.
19:04Mr. Whitehall?
19:06Herr Freut, Sie kennenzulassen.
19:07Das ist Mr. Felix Unger, der Fotograf.
19:08Wenn Sie Fotograf sind, warum fotografieren Sie denn nicht, was?
19:11Dafür bezahle ich Sie doch schließlich oder eher ich da, was?
19:13Ja, schon, aber wir machen gerade ein kleines Päuschen.
19:14Sie sind der Dings, der will es nämlich einen Gebrauch, was?
19:16Mir gefällt Ihr Gesicht ganz außerordentlich.
19:18Danke, ich werde mit dieses...
19:19Nur bilden Sie sich nicht zu viel ein.
19:19Ich habe gerade ein anderes Gesicht gesehen, war auch nicht schlecht.
19:22Der alte Whitehall ist nämlich...
19:23Herr Freut, Sie soll nicht vielleicht einen bestimmten Ausdruck geben.
19:25Das war doch Ihr Gesicht gefällt mir.
19:26Aber Ihren Mund finde ich nun wieder nicht so aufregend, wenn ich mir das recht betrachte.
19:29Ich könnte mir vorstellen, dass ich...
19:30Ich hätte schon gern jemand, der mir was erklärt.
19:31Denn alles, was ich von dem Hippie-Würstchen da erfahre, ist, das ist ihn und das ist heutig.
19:36Oscar!
19:36Seit einer Stunde versuche ich nun schon, diese Nahaufnahme zu schießen und...
19:40Jedes Mal, wenn ich so weit bin, drehst du das Gesicht von der Kamera weg.
19:43Warum tust du denn das, Oscar?
19:45Warum ich das tue? Ich bin ideenreich.
19:48Junge, du hast mir gesagt, ich bin ein Matador, der sich zum Todesstoß bereit macht.
19:50Da muss ich keine konservative Yoga-Übung machen, um zu verdenken.
19:53Denk doch mal an meine Stirnhöhle und setze in Szene, dass du in die Kamera guckst.
19:55Wenn ich an deine Stirnhöhle denke, dann geht das Erhaben aus meinem Gesicht heraus
19:58und ich habe das Gefühl, ich bin auf dem Schlachthof.
20:01Sind hier Enten im Raum? Ich höre immer zu Enten.
20:04Nein, Sir, das ist deine Stirnhöhle.
20:05Du hörst ja, was mit mir los ist.
20:07Ich trompete wie ein Wasserbüffel.
20:08Das heißt doch nichts Neues.
20:09Was heißt nichts Neues? Das ist der Schönheitsfleck in deinem Gesicht.
20:11Dieser alberne Schnurrbart, der Film, den du kaputt gemacht hast,
20:14das arme Mädchen, was du mit dem Scheinwerfer verbrannt hast.
20:16Die Stunde, die du immer zu spät kommst, dein Tag, Felix.
20:18Och, ich nihiliere.
20:19Das können Sie jetzt nicht tun. Endlich geschieht hier mal was.
20:21Wenn Sie mich noch einmal ansprechen, dann schmeiße ich Sie aus meinem Studio raus.
20:24Jetzt werde ich Ihnen mal was sagen.
20:25Sie sind ein widerlicher Pinsel und Ihr Parfum riecht wie ein Unterhemd aus dem Zweiten Weltkrieg.
20:28Und jetzt macht alle, dass ihr hier rauskommt. Ihr kotzt mich an.
20:31Oma, ich gratuliere. Endlich habe ich einen richtigen Mann getroffen.
20:34Nicht viele haben bisher gewagt, mir zu widersprechen.
20:36Dachte nicht, dass sie das Zeug dazu haben.
20:38Ich habe mir auch nicht gedacht.
20:39Ich achte Menschen, die Zivilcourage haben.
20:41Heißt das mit anderen Worten, dass ich machen kann, was ich will?
20:42Das nicht. Ich mag Menschen mit Zivilcourage, aber nicht als Angestellte.
20:46Das ist der Grund, warum ich so eine Qualle wie diesen Hippie Rudi eingestellt habe.
20:49Ich danke Ihnen, Sir.
20:50Einen Moment, Sie Zickenrad.
20:52Das ist mein Freund. Und wenn Sie dem was mieses sagen, dann mache ich aus Ihnen Stub und Küche.
20:55Ich bin ein reicher Mann. Und wer mir nicht passt, den schmeiße ich raus.
20:58Und so habe ich in dem Moment beschlossen, dass mir Ihr vulgäres Gesicht ein bisschen zu vulgär ist.
21:03Sie haben mich verstanden, ja oder wie?
21:04Ich sitze ja nicht auf den Ohren.
21:05Sehen Sie mal, es ist ja so. Alles, was Sie heute erlebt haben, ist meine Schuld gewesen.
21:08Mir ist die Modellhockerei ein bisschen in den Kopf gestiegen.
21:10Und das ist der Grund, warum der arme Felix durchdreht.
21:12Meister, wenn Sie einen rausschmeißen wollen, dann schmeißen Sie mich raus.
21:14Aber doch nicht Felix. Für den ist der Job wichtig.
21:16Toller Wetter, Mädels. Das finde ich klasse.
21:18Einen Mann, der so für seinen Freund eintritt, gibt es selten.
21:20Dann behalten wir beide unseren Job.
21:21Nein, ich sagte, ich mag Menschen, die zu ihren Freunden stehen.
21:24Das war alles. Aber eine Prima Donna wie Sie kann ich mir auch nicht leisten.
21:26Das ist nicht tragbar.
21:27Jawohl.
21:28So, Mädels, ich habe eine schöne Bar in meinem Wagen. Also macht euch fertig.
21:31Was hat er in dem Wagen?
21:32Der hat doch nur einen Volkswagen.
21:33Der hat doch nur einen Volkswagen.
21:34Der hat nur einen Dreilacken zum Wagen.
21:36Ihr zieht bitte erst die Kostüme aus.
21:37Ich werde sie kaufen.
21:38Der lässt sie nicht kaufen, die Pfeife.
21:48Felix.
21:49Oskar, sag jetzt bitte kein einziges Wort.
21:52Das heißt, du lehnst meine Entschuldigung ab?
21:54Nein, ich lehne sie nicht ab.
21:55Aber nur, solange ich sie mir nicht anhören muss.
22:03Weißt du was?
22:03Ich habe Tischkarten für heute Abend gemacht.
22:05Jetzt wissen unsere Freunde, wo sie sich hinzusetzen haben.
22:07Klasse.
22:08Was heißt klasse?
22:09Ich finde die Idee ausgezeichnet.
22:11Klasse.
22:11Es handelt sich nicht um ein Teekränzchen, sondern um eine Pokerone mit ausgefuchsten Jungs.
22:15Und diese Jungs sind sechs Kameraden, die seit Jahren versuchen, sich gegenseitig die Kohlen wegzunehmen.
22:20Ui, da kommt aber einer früh.
22:21Das ist Speed.
22:22Der kommt immer zu früh.
22:23Grüß dich, Speed.
22:24Nennen Sie sich Felix Unger?
22:25Ja.
22:26Ah, ja.
22:27Ach ja, danke schön.
22:29So, bitte.
22:30Ach, Sie haben mir aus für Sie eine Kopfschmerztablette gereicht.
22:33Oh, Entschuldigung.
22:35Was ist denn das?
22:36Von Mandar.
22:37Die Anzeigenkampagne.
22:38Vielleicht die Probedrocke.
22:39Sag mal, du glaubst, Sie haben die Bilder benutzt?
22:42Ja, Sie haben mein Layout benutzt, wie ich es mir vorstelle.
22:44Ja, was habe ich dir gesagt, mein Junge?
22:45Die konnten so etwas Gutes nicht einfach übergehen, ganz egal, wie ihre persönlichen Gefühle sind.
22:48Ein Millionen-Dollar-Gesicht wie meins finden die Mandar Fritz nicht alle Tage.
22:51Ja, hier.
22:53Ja.
22:55Denken Sie sich Ihr Gesicht an diese Stelle.
22:59Die Anzeigenkampagne.
23:02Ja.