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  • vor 1 Tag
Louise möchte unbedingt am Muttertag mit Judy und ihrer Mutter Tee trinken. Der Tag davor endet katastrophal, als Louise versehentlich von Judy mit einem Küchenmesser verletzt wird. Muttertag steht vor der Tür. Dieses Jahr will Judy unbedingt, dass ihre Tochter zum ersten Mal zu der traditionellen Teeparty mitkommt. Lauren hat aber im Gegensatz zu Bills Mutter Louise wenig Lust auf die Veranstaltung. Es kommt zum Streit, und im Getümmel schneidet Judy Bills Mutter versehentlich mit einem Küchenmesser in den Arm. Die Verletzung erfordert eine ärztliche Behandlung im Krankenhaus. Als sie entlassen wird, versucht Louise Judys schlechtes Gewissen auszunutzen, um doch noch auf die Party eingeladen zu werden … (Text: RTL II)

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Transkript
00:03Echt?
00:04Ja?
00:05Du musst mir mal kurz helfen.
00:08Du kannst doch nicht erst antworten und dann so tun, als ob du schläfst.
00:12Worum geht es denn?
00:14Ich wollte gerade...
00:16Dann erfährst du eben nichts von dem köstlichen Schinken.
00:19Was für Schinken?
00:20Eingefallen. Ich bin auf der Suche nach einem Geschenk zum Muttertag.
00:23Einen Schinken würde sie gerne haben.
00:25Ich meine es wirklich ernst. Letztes Jahr habe ich ihr nur ein paar Blumen geschenkt.
00:28Aber dieses Jahr soll es etwas Schöneres sein.
00:31Oh, du begibst dich da auf einen gefährlichen Geschenkepfad.
00:34Du solltest die Latte ein kleines Stück tiefer hängen, wäre mein Vorschlag.
00:38Ah, verstehe. Dann bekommt sie jedes Jahr ein Geschenk, das immer ein bisschen schöner ist.
00:42Nein, leg von Beginn an die Latte niedrig und lass sie dort.
00:45Tu es einfach so wie ich mit meiner Mom.
00:47Jedes Jahr erscheine ich vor ihrer Tür, frisch und fröhlich und schenke ihr was mit meinem Gesicht drauf.
00:52Ein Bill-T-Shirt, eine Bill-Kaffeetasse, einen Bilderrahmen.
00:56Wie einfallsreich. Ein Rahmen mit einem Bill.
00:59Und dieses Jahr schenke ich ihr eine billige Decke.
01:03Ein Wunder, dass du gut schlafen kannst.
01:05Ich schlafe auch auf einer billigen Decke.
01:08Wenn man zwei kauft, ist es noch billiger.
01:13Okay, Mom, wir sehen uns dann also am Samstag. Bis dann, ich hab dich lieb.
01:18Meine Mom freut sich ja schon so auf die Muttertagsfeier im Palmcourt.
01:22Ah, du machst doch diese Tee-Geschichte wie jedes Jahr.
01:25Nicht einfach Tee. Hi, Tee.
01:28Oh, hi, Tee. Ist doch nur bekifft zu ertragen.
01:34Und diesmal wird es noch schöner werden, denn wir nehmen Lauren zum ersten Mal mit.
01:38Lauren, kannst gar nicht erwarten.
01:41Es wird dir gefallen. Wir ziehen uns schick an. Da sind Blumen und Kerzen.
01:45Oh, toll. Wie eine noch langweiligere Version von Kirche.
01:49Das ist ein Initiationsritus. Meine Mutter nahm mich endlich als Frau war, als sie mich zum ersten Mal zum Heiti
01:55eingeladen hat.
01:56Oh, Heiti. Ich bin dabei.
02:01Schatz, das ist nur für Mädels.
02:02Oder du gehst an meiner Stelle in einem Kleid von mir.
02:06Am besten das, in dem ich dich erwischt habe.
02:08Das ist für eine Theaterrolle gewesen.
02:13Spiel lieber Football, mein Sohn.
02:18Billy, hier ist deine Mutter.
02:21Du musst schon aufmachen, Bill.
02:31Schön, dass du vorbeikommst, ohne vorher anzurufen.
02:35Ich wollte nur sagen, dass ich sehr gerne den Muttertag mit meinem Billy-Boy verbringen möchte,
02:39anstatt dass du mir wieder so ein dämliches Geschenk machst wie dieses.
02:43Aber was ist mit Johnny? Wozu bist du denn bitte mit ihm verheiratet?
02:46Also zunächst einmal bin ich nicht Johnnys Mutter.
02:50Obwohl, manchmal ruft er schon plötzlich.
02:52Oh, Mama.
02:56Oh, Mama.
02:59Und dann ist er auch noch nach St. Louis gefahren und besucht seine Mutter.
03:03Wieso fährst du nicht mit ihm?
03:05Oh, ich mag diese Frau irgendwie nicht.
03:07Sie kennt überhaupt keine Grenzen und ist so bestimmend in ihrer Art.
03:11Es ist mir ein Rätsel, wie er mit ihr klarkommt.
03:15Es ist unerträglich und es frisst jeden Tag ein Stückchen deiner Seele auf.
03:20Willst du nicht auch mal einen Tag deiner Mutter widmen?
03:23Ich hab dir auch schon mal einen ganzen Tag gewidmet mit Atmen, Pressen, Atmen, Pressen.
03:27Vielen Dank auch, aber du kannst aufhören. Ich bin mittlerweile draußen.
03:32Also ich weiß nicht.
03:35Es wäre doch schön, wenn wir uns zurecht machen und nett ausgehen würden.
03:39Ausgehen? Hey, weißt du, was toll ist?
03:42High-Tee im Palmcourt.
03:45Oh, wir beide gehen zum High-Tee?
03:49Nicht doch, aber weißt du, wer dorthin geht? Judy.
03:54Tatsächlich? Oh, das wäre ja wundervoll.
03:56Ich träume schon lange davon, mal zum High-Tee zu gehen.
04:00Ach, wie ich höre, hat das ja so viel Klasse.
04:02Da muss ich mein Antiblehmittel nehmen.
04:07Hey, Louise.
04:09Ach, Judy, ich möchte dir sagen, die Antwort ist ja.
04:14Ja, worauf? Was war die Frage?
04:16Billy hat mir verraten, dass wir am Muttertag zum High-Tee...
04:19Was?
04:20Aber du gehst doch sowieso hin. Das wird dich nicht umbringen, oder?
04:24Mich nicht, aber jemand anderen.
04:28Sieh mal, Louise, da wäre erst mal ich und Linda und Lauren und meine Mom.
04:34Und es ist auch nur ein winziger Vierertisch.
04:37Oh.
04:38Lauren will doch gar nicht mit. Nimm stattdessen lieber meine Mutter mit.
04:41Kurze Küchenkonferenz, bitte.
04:44Du lädst deine Mutter nicht bei mir ab, weil sie nämlich alles zerstört.
04:48So viel ich weiß, trinken da alte Ladies Tee und essen kleine Sandwiches.
04:52Was soll sie da bitte zerstören?
04:54Dieser Tee ist etwas ganz Besonderes für mich und Lauren ist zum ersten Mal dabei.
04:58Und ich möchte nicht, dass deine Mutter das Ganze ruiniert, weil sie rücksichtslos alles an sich reißt.
05:02Ach, Judy, meine Mom reißt doch gar nicht alles an sich.
05:05Judy, ich hab den Parncourt dran. Die können uns einen größeren Tisch geben.
05:10Du hast angerufen?
05:11Aber es wird nur um neun Uhr morgens gehen.
05:13Was aber großartig ist, denn dann fahren wir Mädels raus nach Joliet zu dem Haus, wo ich aufgewachsen bin.
05:20Okay, dann reservieren wir für...
05:22Wir rufen wieder an.
05:25Hör zu, Louise.
05:27Das haben meine Schwester und ich schon seit vielen Jahren mit unserer Mutter so gehalten,
05:32es ist...
05:32Schon so etwas wie eine Michaels-Familientradition.
05:49Tradition, verstehe.
05:50Dann will ich nicht in eure Tradition eindringen.
05:52Danke für dein Verständnis.
05:54Oh, keine Ursache. Ich bin dann die einzige Frau der Familie, die nicht eingeladen ist.
05:58Also dann nochmal. Vielen Dank für dein Verständnis.
06:08Mach vielleicht jemand auf.
06:11Zu beschäftigt.
06:12Zu zu.
06:13Zu faul.
06:15Hey, wir sind's.
06:17Mom.
06:18Oh, Schatz, lass dich ansehen. Du hast die Haare anders gleich fünf Jahre jünger.
06:23Meinst du, Mom?
06:25Mom?
06:26Mom.
06:29Ich hab mein Haar auch anders. Mein Pony ist weg.
06:31Hast du es nicht bemerkt, weil du nichts gesagt hast?
06:33Ich hab es bemerkt.
06:36Und, hattet ihr euch gestern Abend viel zu erzählen?
06:39Ja, es war wirklich sehr aufregend. Wir haben geredet und geredet.
06:43Ja, es war wundervoll. Nächstes Mal wohne ich hier.
06:47Wieso? Bei mir hast du ein eigenes Zimmer. Hier musst du auf Bills Sofa an seiner A-Stelle schlafen.
06:53Es ist eben alles so lebendig hier in diesem Haus.
06:55Was? Fühlst du dich also tot bei mir zu Hause?
06:58Nein, ich würde nicht sagen tot. Nur eben weniger lebendig.
07:04Bill, Mom ist gekommen.
07:06Beschäftigt.
07:06Meine Mom.
07:08Oh, hi, Helen.
07:10Wie war's bei Linda? Riecht es immer noch nach Katzen?
07:14Als würdest du im Katzenklo wohnen.
07:17Und? Willst du irgendwas trinken?
07:19Ich find's noch ein bisschen früh für einen Martini. Ich nehm einen Screwdriver.
07:26Oh, schön, Louise. Und sie hat diese Stimme mitgebracht.
07:31Oh, Helen.
07:33Louise.
07:39Und, was gibt's Neues?
07:41Ich hab geheiratet.
07:42Weiß ich doch. Herzchen Glückwunsch.
07:44Fang bloß nicht mit Asiatenwitzen an. Mein Mann ist nämlich Japaner.
07:47Aber wie käme ich dazu?
07:49Na hör mal, jeder macht doch welche.
07:51Aber nicht alle Asiaten sind schlechte Autofahrer.
07:54Naja, Johnny schon.
07:56Immer dieser Autofahrer. Wo bleibt denn mein Screwdriver?
07:59Grüß sie, Männer.
08:02Oh, Tina.
08:04Komm zu Nana.
08:05Komm zu Oma.
08:06Welche ist deine Lieblings-Oma?
08:07Komm, wen magst du lieber?
08:11Mami.
08:15Lauren.
08:17Hallo, Nana.
08:18Hallo, Oma.
08:20Na, Lauren, du musst ja aufgeregt sein. Dein erster Muttertag mit den Mädels.
08:25Ja.
08:26Weißt du, ich hätte da eine Überraschung für dich.
08:29Was für eine Überraschung?
08:30Du wirst dich daran erinnern, dass du sagtest, ich könne nicht mitkommen, weil euch eure Tradition so wichtig ist.
08:35Wisst ihr, jetzt fange ich mit meiner eigenen Tradition an.
08:40Großartig, wenn du jetzt auch deine eigene Tradition ins Leben rufst.
08:42Ganz genau. Ab sofort werde ich den Muttertag dazu nutzen, mit meiner Enkelin Kleider kaufen zu gehen.
08:48Oh, wirklich? Und zwar den ganzen Tag.
08:51Das hört sich toll an.
08:52So läuft das überhaupt nicht. Du wirst mit uns zum Heitee kommen, Lauren.
08:56Ja, du bist auch schon ganz aufgeregt.
08:58Wenn sie zum Tee geht, wie löst sie dann wohl diesen wunderbaren 100-Dollar-Geschenkgutschein ein?
09:04Oh mein Gott, eine bessere Tradition gibt es gar nicht.
09:07Es ist keine Tradition, weil es noch nie zuvor passiert ist.
09:10Lauren war auch noch nie mit euch zum Tee und das ist dann eine Tradition, ja?
09:14Wieso ist eure Tradition eine Tradition und meine Tradition keine Tradition?
09:17Bitte nicht mehr von Tradition reden.
09:19Kann ich vielleicht sagen, was ich selber machen möchte?
09:21Also, wenn Lauren wirklich gerne mit Mom gehen will...
09:25Dann gehen wir eben nächstes Jahr mit ihr.
09:27Nein! Es ist Muttertag!
09:28Mutter! Du verbringst ihn mit deiner Mutter und du verbringst ihn mit deiner Mutter und ich mit meiner Mutter und
09:33wir werden einen so tollen scheiß Muttertag haben!
09:41Ich gehe ihr hinterher. Ich weiß, wie ich sie beruhige.
09:46Hm, ein bisschen peinlich ist das schon.
09:49Wir fahren vielleicht lieber zu mir nach Hause.
09:51So peinlich auch nicht.
09:55Falls jemand seinen Schlüssel zur Hand hat, wir sollten mal kurz ins Krankenhaus.
09:58Wieso?
09:58Weil ich deine Mutter niedergestochen habe.
10:07Die Schwester meint, dass es meiner Mutter gut geht. Sie muss nur noch zusammengenäht werden.
10:11Gott, ich weiß gar nicht, was da passiert ist.
10:14So wie ich das sehe, hast du meine Mutter niedergestochen.
10:18Sie muss von hinten gekommen sein und ich habe sie nicht gesehen und dann habe ich mich mit dem Messer
10:22umgedreht.
10:23Und meine Mutter niedergestochen.
10:24Es war eindeutig ein Unfall. Es war nur der Arm. Ein bisschen geritzt.
10:28Also ehrlich, ich bin beeindruckt. Wir haben alle schon darüber nachgedacht, aber du hast wirklich...
10:35Oh, da ist sie ja wieder.
10:37Louise, es tut mir ja so leid.
10:41Du musst entschuldigen. Ich dachte, ich sehe da was Glänzendes in deiner Hand.
10:46Hallo, ich bin Dr. Gibbons.
10:47Das ist mein Sohn Bill und seine reizende Frau Judy, die mich fast erstochen hat.
10:52Wie fühlst du dich, Louise?
10:54Ziemlich gut. Für jemand, der gerade aus dem Koma erwacht ist.
10:58Du warst doch nicht im Koma. Du warst ein Sekündchen ohnmächtig.
11:02Ja, ich hatte vergessen, dass du medizinisch gebildet bist.
11:07Wollen Sie uns noch was sagen?
11:09Ja, zweimal täglich den Verband wechseln und die Schmerztabletten nehmen.
11:12Und hier die Broschüre.
11:15Gewalt in der Familie?
11:17Was soll ich damit? Es war, wie gesagt, ein Unfall.
11:20Okay, keine Aufregung.
11:22Einer von Ihnen sollte es lesen.
11:24Und Sie schonen den Arm ein paar Tage, hm?
11:28Ich habe keine Ahnung, wie ich allein klarkommen soll.
11:31Ich brauche Hilfe beim Kochen, beim Haare waschen.
11:35Und wie soll ich meine Stromfose hochziehen?
11:38Bitte, bitte.
11:39Hey, ich habe Sie nicht verletzt.
11:45Lauren, mach dich fertig zum Ausgehen.
11:47Bin ich doch.
11:48Hast du das Kleid nicht gesehen, das ich dir aufs Bett gelegt habe?
11:51Ja, ich habe mich drauf gesetzt, als ich die Hose anzog.
11:56Wieso kann ich nicht anziehen, was mir gefällt?
11:58Kannst du ja.
11:59Aber nicht zu diesem Anlass.
12:01Ich tue eigentlich ziemlich viel für dich und hatte gehofft, du würdest mir dafür mal einen Tag schenken.
12:07Immerhin ist ja, wie heißt das gleich noch, Muttertag.
12:11Wenn's dich freut, zie ich den Fett nebenan.
12:13Oder irgendein anderes Kleid.
12:15Ich komme gleich hoch und suche es aus.
12:20Hallo.
12:21Einen schönen Muttertag.
12:23Freut ihr euch auch auf den Palmkorn?
12:25So weit das möglich ist, denn ich lag die halbe Nacht wach, weil jemand im Schlaf ständig vor sich hin
12:30gebrabbelt hat.
12:32Hör mal, ich habe nicht geschlafen.
12:34Ich saß auf deiner Bettkante und habe von meinen Wünschen und Träumen erzählt.
12:37Ah, jetzt verstehe ich das.
12:43Viel Glück damit, mein Schatz.
12:48Apropos nicht geschlafen.
12:49Frag mich mal nach Louise.
12:51Ich koche für sie Essen, ich putze ihr Haus und wenn ich zu irgendwas Nein sage, zeigt sie nur auf
12:56ihren Armen.
12:57Garantiert wird sie mir das ständig wieder aufs Butterbrot schmieren.
13:00Vielen Dank fürs Herbringen, Betty.
13:02Ich wäre ja selbst gefahren, hätte man mich nicht verletzt.
13:07Oh, Judy, ich hätte hier etwas Wäsche für dich.
13:10Das sind meine Schlüpfer und sie müssen von Hand gewaschen werden.
13:13Ich würde es ja selbst machen, aber du weißt schon.
13:16Natürlich, ich mache das nachher.
13:18Hey, Mom, alles Gute zum Muttertag.
13:20Wieso bist du schon hier?
13:21Wir wollten doch nachher noch essen gehen.
13:23Oh, ich dachte, wir lassen das mit dem Essen.
13:25Ich wollte mal nicht zu voll sein für den High-Tee.
13:29Warte mal, Louise, wir waren uns doch einig, dass jeder seiner Tradition nachgeht.
13:33Oh, ich dachte, dass höfliche Leute einen einladen, wenn man so wie ich gerade eine Messerattacke überlebt hat.
13:42So Unrecht hat sie damit nicht.
13:43Los in die Küche!
13:46Ich wette, er kommt blutend wieder.
13:51Jetzt hörst du mir mal zu.
13:53Du wirst diese Frau zu jedem fürchterlichen, grauenhaften Ort schleifen, zu dem sie möchte, bis der Muttertag vorüber ist.
14:00Das schuldest du mir.
14:01Die Strumpfhose musste ich ihr hochziehen.
14:04Und schlimmer noch, ich musste sie ihr auch wieder ausziehen.
14:06Schon gut, ich hab verstanden.
14:08Versuch sie gut zu unterhalten und kauf ihr nicht irgendeinen billigen Scheiß, wo dein Gesicht drauf ist.
14:20Na, Lauren, macht es nicht Spaß, sich schick anzuziehen und wie eine Lady auszugehen?
14:25Oma, was trinkst du da? Ich dachte, hier gibt's nur Tee.
14:28Es ist Tee. Eistee. Long Island Eistee.
14:33Hey, ich hab immerhin auch Muttertag.
14:36Judy, ist dir vielleicht eine Laus über die Leber gelaufen?
14:39Wegen Louise.
14:41Sie macht mir Schuldgefühle, weil ich verhindert habe, dass sie mitkommt.
14:44Ich weiß nicht, wie die Frau das anstellt.
14:46Hör auf, dich über sie so aufzuregen.
14:48Sie ist ja nun mal nicht hier fertig.
14:50Oh, aber sie ist hier.
14:52Sie meckert und meckert und meckert.
14:55Das ist nichts zum Aushalten.
14:57Man möchte nur noch die Nylons um ihren Hals zuziehen.
15:03Super Location, was, Lauren?
15:06Ach ja, tun wir so, als war das gerade kein Nervenzusammenbruch.
15:10Weißt du was, Lauren?
15:12Ich lass mir von Louise nicht den Tag ruinieren.
15:15Und zwar streiche ich sie jetzt aus meinem Gedächtnis und feiere einen wunderbaren Muttertag.
15:19Das ist sehr gut, Judy.
15:22Meine Tochter trinkt dasselbe wie ich.
15:24Nehme ich auch noch einen.
15:30Langsam kriege ich auch gute Laune, Mädels.
15:32Ach, das freut mich, Kleines.
15:35Oh, oh, Herr Ober, machen Sie ein Foto von uns?
15:38Gern.
15:41Sind Sie alle Schwestern?
15:43Oh, lustig, echt.
15:46Sagen Sie alle Cheese.
15:48Oh, verdammt.
15:51Oder verdammt.
15:56Was willst du denn hier?
15:58Meine Mutter wollte zum Tee ins Drake-Hotel.
16:00Deine Mutter kommt hierher?
16:01Ja, sie ist unten auf der Toilette, aber was machst du denn hier?
16:03Wolltest du nicht zu diesem Palmcourt?
16:06Der Palmcourt ist im Drake-Hotel, du Dumpfbirner.
16:09Das darf doch nicht wahr sein.
16:11Sie akzeptiert einfach kein Nein, diese Frau.
16:13Wenn sie denkt, sie könnte hier so reinflattern und wir würden sie mit offenen Armen empfangen,
16:17dann hat sie sich aber...
16:19Sagt, dass sie das nicht war?
16:33Sie überlebt es.
16:35Die Schwester meint, dass sie wegen der Schmerztabletten für die Stichwunde beim Sturz sehr viel entspannter gewesen ist.
16:41Also war es gut, sie zuerst niederzustechen.
16:45Ich glaube es nicht, dass ich sie schon wieder verletzt habe.
16:49Das war doch ein Unfall, oder?
16:51Haltet ihr es für Absicht?
16:53Also es sieht schon langsam so aus, Mom.
16:56Ich war ja dabei, der Sturz war eindeutig ein Unfall.
17:00Allerdings, was die Messerattacke betrifft, kein Kommentar.
17:05Also sie macht mich noch wahnsinnig.
17:07Sie schubst einen herum, sie manipuliert, sie schlägt die Klauen in einen, bis sie endlich kriegt, was sie will.
17:13Das kenne ich doch.
17:15Was soll das heißen?
17:17Gar nichts.
17:18Ich soll wie Nana sein?
17:20Ja, denn du hast mich zu diesem High-Tee gezwungen.
17:24Lauren, heute ist Muttertag.
17:26Ja, ich wollte dir wie üblich das Frühstück machen, aber das hat dir ja wohl nicht mehr gereicht.
17:30Ich konnte nicht mehr anziehen, wozu ich Lust hatte.
17:31Du hast so lange genervt, bis ich gemacht habe, was du wolltest.
17:34Ich soll dich nerven? Immerhin habe ich dich geboren und das berechtigt mich wohl dazu.
17:42Genau wie meine Mutter. Ich bin verheiratet mit einer...
17:45Oh mein Gott.
17:48Lauren, sowas wird sich garantiert nie wiederholen.
17:52Ich will keine Mutter sein, die ihre arme Tochter zwingt, etwas mit ihr zu unternehmen.
17:56Ist okay, Mom, ich verzeih dir.
17:58Wirklich?
17:59Ja, denn ich will dich lieber nicht zu feinden.
18:02Das ist zu gefährlich.
18:09Luis, es tut mir ja so leid.
18:11Doktor, Sie kennen ja meinen Sohn Bill und seine reizende Frau, die mich erst niedergestochen und dann die Treppe runtergestoßen
18:17hat.
18:18Sie haben die Broschüre nicht gelesen, oder?
18:23Bill, könnt ihr zwei das Auto holen? Ich will allein mit deiner Mutter reden.
18:27Natürlich.
18:33So, also geht's mit mir zu Ende.
18:37Luis, bitte verzeih mir, ich habe dir niemals wehtun wollen.
18:41Ich glaube, mir ist inzwischen klar geworden, wieso ich dir gegenüber immer so gereizt bin.
18:46Es mag sein, weil ich einen kleinen Teil von mir in dir wiedererkenne.
18:49Einen kleinen Teil? Wir sind völlig gleich.
18:52Es ist nun mal so.
18:54Wir sind beide Mütter mit einem starken Hang zum Klammern.
18:58Und wir beide lieben unsere Kinder über alles.
19:02Und ich seh dich als meine Tochter an.
19:07Ich denke, ich wollte deshalb so gerne mit zum Tee kommen, weil ich eifersüchtig war, dass Helen dich ganz alleine
19:14für sich hat.
19:16Oh, Luis, das ist ja so rührend.
19:19Du, die nennen mich Mom.
19:20Sch, lieber jetzt nicht sprechen.
19:23Du bist noch schwach.
19:25Wir wollen dich erst mal sicher nach Hause bringen.
19:31Oh, oh, meine Tochter.
19:32Ich hüpfe sie auf.
19:33Jodie, Jodie, Jodie!
19:37Wenigstens sind wir schon im Krankenhaus.
19:43Darf es noch etwas sein?
19:44Oh, oh.
19:45Nein, danke. Ich warte auf meine Mutter.
19:47Sie ist vor einer Weile auf die Toilette gegangen.
19:50Ich hoffe, dass ihr nichts passiert ist.
19:51Ist sie das nicht da drüben?
19:57Ich bin so froh, euch kennengelernt zu haben auf den schönsten Muttertag seit langem.
20:02Mom, was machst du hier drüben?
20:05Oh, ähm, weißt du, an diesem Tisch ist einfach viel mehr Leben.
20:10Oh, ich kenne noch einen, einen einbeinigen Jockey.
20:13Ich bin so froh, ich bin so froh, ich bin so froh, ich bin so froh.

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