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Emperor Constantine changed the Roman world like no other ruler of antiquity. This documentary follows the stages of his life and shows how he combined power and splendour with the spread of a new religion: Christianity.
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00:00:04Kaiser Konstantin der Große. Wenige Männer sind so bedeutend wie er. Fundamental hat er Europa verändert.
00:00:14Prachtvolle Bauten künden noch heute von seiner Zeit und seiner Herrschaft.
00:00:18Vom Balkan über Italien, Frankreich, Deutschland bis in die heutige Türkei und nach Jerusalem spannt sich das Reich, das er
00:00:27regiert.
00:00:29Europa ist heute noch geprägt von diesem Kaiser. Mit Konstantinopel schuf er ein neues Rom und etablierte das Christentum im
00:00:39Römischen Reich.
00:00:40An den vielen Stationen seines außergewöhnlichen Lebens gehen Archäologen heute auf Spurensuche.
00:00:47Sie zeichnen die Ära eines Herrschers, der Macht und Pracht vereinte.
00:00:51Was sollte seine Untertanen beeindrucken? Und wie war die Welt, in der er aufwuchs?
00:01:17Konstantin stammt nicht aus einer vornehmen Familie der Hauptstadt Rom, wie viele aufgrund seines Namens denken könnten.
00:01:24Sondern geboren wurde er um das Jahr 280 im Nordosten des Römischen Reichs, in einer Provinz auf dem Gebiet des
00:01:32heutigen Serbiens.
00:01:34Sein Vater Konstantius Chlorus ist ein Offizier wie viele im Römischen Heer.
00:01:40Neissus, das heutige Nisch, ist einer der wichtigsten Stützpunkte auf dem Römischen Balkan.
00:01:47Etwa 1500 Kilometer Landweg von der Hauptstadt des Reichs entfernt.
00:01:55Archäologen haben hier die Mauern eines Landsitzes freigelegt.
00:01:59Säle und Wandelhallen für die Bedürfnisse eines herrschaftlichen Hofstaats.
00:02:08Diese Villa gehörte Konstantin dem Großen.
00:02:12Als Kaiser kehrte er in seine Geburtsstadt Neissus zurück und ließ, fernab von Rom, diesen luxuriösen Palast für sich und
00:02:21seine Familie errichten.
00:02:25Kunstvoll gearbeitete Mosaike schmückten Wände und Böden aller Räume der Villa Mediana.
00:02:38Hier haben Forscher Räume rekonstruiert, die im Gegensatz zu den einfachen Verhältnissen stehen, in denen Konstantin aufgewachsen ist.
00:02:52Nalazimo se, pored najznačajnije skulpture koja je pronađena na Medijaniji,
00:02:57radi se o skulpturi koja predstavlja boginju Dardaniju, Dardaniju, zaštitnicu Konstantinove dinastije.
00:03:04Sama skultura ima veoma važan značaj i za Medijanu i za naše razumevanje Medijane.
00:03:09Nalazimo se nalazila ulaznom delu i trebala i da poceti svakog koje prolazio, odnosno koje ulazio u samo vilu, da
00:03:17se nalazi u kući imperatora Konstantina Velikog,
00:03:23koji je potiče iz provincie Dardanije kao i njegova otac Konstantije Chlor.
00:03:28Samim time posteljanje me o skulpture na ulaznom delu ona zapravo štiti samo Guadara.
00:03:35Aus der Empfangshalle des Medijanerpalastes stammt auch das kunstvoll gefertigte Bronzegeländer.
00:03:41Es ist im griechischen Stil mit dem Gott Asklepios und der Mondgöttin Luna verziert.
00:03:48Forscher vermuten, dass Luna das Gesicht einer Frau der kaiserlichen Familie wiedergibt.
00:03:58Konstantin, der von Naisos aus über viele Stationen schließlich Rom erobern sollte,
00:04:03hat als Kaiser hier vermutlich nie gewohnt.
00:04:07Die Villa sollte trotzdem ein Zeichen seiner Präsenz in der römischen Provinz sein.
00:04:11I mi znamo iz istorijskih izvora, a također zahvaljujući brojnim arheološkim istraživanjima,
00:04:19da je ovaj grad bio i uređen i da su mnoge velike građevine bile podignute, ukrašene luksuzno,
00:04:28kao na primer Medijana na kojoj se danas nalazimo, upravo zahvaljujući Konstantinu Velikom.
00:04:35Präpostavljao se, da je oko 1000 m2 podnih mozaika ukrašavalo podove ovog objekta
00:04:41i da, a znamo, da je oko 70% očuvano.
00:04:45Jedan od najznačajnijih mozaika Medijane,
00:04:49mozaikoj predstavlja zapravo i brand i po kom je Medijana prepoznatljiva,
00:04:53jeste mozaik sa predstavom glave Meduze.
00:04:58Nichts hier erinnert mehr an die niedrige Herkunft von Konstantins Familie.
00:05:03Jahre zuvor musste sich sein Vater im Heer nach oben dienen.
00:05:12Das dritte Jahrhundert nach Christus war eine Zeit des Umbruchs für das Römische Reich.
00:05:16Die Welt, in die Konstantin hineingeboren wird, ist eine Welt, die sich gerade im Begriff ist zu verändern.
00:05:22Das Römische Reich steht unter Druck an den Grenzen.
00:05:26Konstantins Vater Konstantius, ein fähiger Militär, macht Karriere,
00:05:32führt Feldzüge bis nach Britannien.
00:05:37Konstantins Mutter dagegen stammte wohl aus Kleinasien.
00:05:44Wir wissen eigentlich sehr wenig über die Herkunft von Helena.
00:05:47Und was wir wissen, ist vor allem legendär.
00:05:50Sie soll aber als Prostituierte gearbeitet haben und so soll sie auch Konstantins Vater Konstantius kennengelernt haben.
00:05:59Es ist sogar möglich, dass sie als Sklavin geboren worden war.
00:06:02Einfach auch wegen des Berufs, denn der wurde oft von Sklavinnen ausgeübt.
00:06:06Aber auch, weil ihr Name ungewöhnlich ist.
00:06:10Denn sie trägt den Namen Flavia Julia Helena, der auch Konstantius' Name ist.
00:06:16Der Name Julius ist der Familienname und Braun nahm nicht den Namen ihres Mannes an in der römischen Zeit.
00:06:23Sondern Frauen, die diesen Namen trugen, waren entweder Verwandte oder Freigelassene dieser Männer.
00:06:28Das heißt, es kann auch gut sein, dass sie ursprünglich Konstantius Sklavin gewesen war.
00:06:34Bei Konstantins Geburt hat das Römische Reich etwa 50 Millionen Einwohner.
00:06:40Es umfasst große Teile Europas, Nordafrikas und den gesamten Nahen Osten.
00:06:47Seine Kaiser sind oft ehemalige Soldaten.
00:06:55Zwischen 235 und 284 streiten sich weit mehr als 50 Leute um die Herrschaft, Kaiser, Usurpatoren.
00:07:03Man kann die Trennlinie nicht immer scharf ziehen.
00:07:05Die wenigsten von diesen 50 Leuten sind eines natürlichen Todes gestorben.
00:07:10Erst mit einem Mann namens Diokletian, ein Militär, der sich aus einfachen Verhältnissen hochgedient hat,
00:07:15beginnt die Situation sich wieder zu beruhigen.
00:07:18Diokletian eröffnet hochgedienten Feldherren, Generälen, eine Karrieremöglichkeit,
00:07:22einen Weg zur Teilhabe an der Macht, der sie aber davon abhält, zu putschen und selbst Kaiser zu werden
00:07:27und damit einen neuen Bürgerkrieg hervorzubrechen.
00:07:31Am Markusdom in Venedig ist heute eine berühmte Figurengruppe zu sehen, die ein Künstler um das Jahr 300 schuf.
00:07:39Sie zeigt vier römische Kaiser, die zur gleichen Zeit regierten.
00:07:43Tetrarchen werden sie genannt.
00:07:47Zwei sogenannte Augusti teilen sich die Oberherrschaft und bestimmen jeweils einen Cäsar als Junior-Kaiser.
00:07:55Diese Cäsaren sind Kaiser, aber sie sind in der Prestige-Hierarchie und in der Hierarchie des Kollegiums etwas nach den
00:08:03Augusti anzusiedeln.
00:08:04Aber es sind Kaiser, sie dürfen Truppen befehligen, Münzen schlagen, Recht sprechen, die traditionell wichtigsten Kompetenzen eines römischen Kaisers.
00:08:12Diokletian, der mächtigste der vier, wählt sich den Mitkaiser Galerius.
00:08:18Der zweitmächtigste, Maximian, bestimmt einen fähigen Militär aus Nysos als seinen Cäsar.
00:08:25Konstantius, den Vater Konstantins.
00:08:28Jeder Tetrarch herrscht über einen Teil des Reichs.
00:08:33Konstantius regiert den Nordwesten des Reichs, wo er die Grenze in Britannien sichern muss.
00:08:38Diokletian regiert den Osten.
00:08:42Als Residenz wählt Diokletian Nicomedia an der Grenze zwischen Europa und Asien.
00:08:50Nicomedia ist heute eine türkische Industriestadt namens Izmit, 100 Kilometer östlich von Istanbul.
00:08:57In einem modernen Wohnviertel befindet sich hinter einem Bauzaun der ehemalige Palast von Diokletian.
00:09:05Die Kunsthistorikerin Tunashara Akhtürk untersucht die erst vor wenigen Jahren entdeckten Monumentalbauten.
00:09:13Schätzungen zufolge hatte der Palast ursprünglich eine Fläche von 60.000 Quadratmetern.
00:09:20Hier sind wir in Nicomedia, in der imperialen Halle des Emperor Diokletian.
00:09:27In 1999 gab es dieses große Erdbewerb in Izmit.
00:09:33Und der devastende Erdbewerb hat nicht nur auf die Lose von Tausende von Leben,
00:09:40sondern auch eine ähnliche Fähigkeit veröffentlicht,
00:09:42die die Inhabitanten der Stadt hundert Jahre vorhin befand.
00:09:48Und von unter den modernen Ruinen, wie hier,
00:09:53wurden die magnifischen Remnanten der Neokomedia eröffnet.
00:09:58Hier und nicht bei seinem Vater soll Konstantin aufgewachsen sein.
00:10:23Antiken Quellen zufolge war Konstantin nicht freiwillig in Nicomedia.
00:10:27Vermutlich hielt ihn Diokletian als Geisel, um dessen Vater von einem Putsch abzuhalten.
00:10:37Bei Hof erhielt Konstantin jedoch eine profunde politische und literarische Ausbildung.
00:10:43Die Macht der vier Kaiser in Balance zu halten, war eine der Säulen der Politik Diokletians.
00:10:55Die Archeologer haben die meisten der Reliefen und Skulpturen in das Museum gebracht.
00:11:00Und die architekturischen Elemente geblieben waren auf der Seite.
00:11:03Ich bekam die Chance, die in die Verbrauchung des Museums zu holen.
00:11:07Und ich sah ein Stück von diesen Reliefen mit all diesen Farben.
00:11:12Und ich dachte mir, oh mein Gott, wir müssen das studieren. Das sieht sehr, sehr wichtig.
00:11:17Jahrelang lagerten die Teile eines Frieses unbeachtet im Magazin des Museums, bis Tunashara Akhtürk sie untersuchte.
00:11:38In Nicomedia löst Diokletian die Verbrauchung des Museums, bis Tunashara Akhtürk sie untersuchte.
00:11:44Und es gibt auch mythologische Repräsentationen in der Grundlage von Nicomedia.
00:11:53In Nicomedia löst Diokletian im Jahr 303 mit einem Edikt die letzte schwere Christenverfolgung der Antike aus.
00:12:02Wer sich weigert, seinem Glauben abzuschwören, dem droht der Tod.
00:12:07Bischöfe wurden verhaftet und gefoltert.
00:12:11Eine im Palast gefundene Skulptur enthüllt, wie Diokletian die Tetrarchie verstand.
00:12:24Die Tetrarchie verstand man sich, die Tetrarchie verstand es in der Nähe.
00:12:24Diese Tetrarchie verstand man sich sehr, sehr unig.
00:12:26Wir sehen zwei Emperors, Diokletian auf der Seite und seine Co-Emperor Maximilian.
00:12:32Und sie reagieren zu uns und sie beendet.
00:12:35Symbolisch ist es auch die Ereinheit und die Ereinheit und die Ereinheit und die Ereinheit und die Zusammenarbeitung der zwei
00:12:42Co-Emperors.
00:12:45You see the two washed in their Imperial cloaks, which were once painted in Imperial purple.
00:12:52You see them as if they are red today, but we did scientific analysis, such as multispectral imaging, XRF imaging.
00:13:01And we were able to trace the remnants of blue combined with what you see, the red here.
00:13:08So when you mix red and blue, you have the purple, the Imperial purple.
00:13:13So brüderlich die beiden Kaiser hier dargestellt sind, so brüchig ist das Machtgefüge der Tetrarchie.
00:13:19Die zwei Augusti und ihre zwei Cäsaren unterstützen, aber belauern sich auch. In wechselnden Allianzen.
00:13:26Ende des dritten Jahrhunderts wird die Situation im Römischen Reich eine ganz andere von der Regierung her.
00:13:33Wir haben plötzlich nicht nur einen Kaiser, sondern wir haben insgesamt vier Kaiser, die im Römischen Reich regieren.
00:13:40Und das führt dazu, dass natürlich auch jeder dieser Kaiser eine entsprechende Residenz für sich bauen lassen will.
00:13:48Und am Ende des dritten Jahrhunderts wird das hier in Trier losgehen, dass die ersten Planungen kommen.
00:13:56Konstantius, Konstantins Vater, herrscht als Cäsar über den Nordwesten des Reichs.
00:14:01Seine Hauptstadt liegt westlich des Rheins in Trier an der Mosel.
00:14:07Strategisch gut gelegen bietet Trier zahlreiche Vorteile.
00:14:10Vor allem lag es nicht direkt an der oft umkämpften Grenze entlang des Rheins.
00:14:15Es war daher vor Plünderungen durch Germanen besser geschützt.
00:14:19Bereits Jahrzehnte zuvor hatte das römische Militär den Schutzwall des Limes aufgegeben und sich auf Positionen westlich des Rheins zurückgezogen.
00:14:31Trier liegt an wichtigen Handels- und Heerstraßen, wie etwa der Via Agrippa.
00:14:37Zur Zeit Kaiser Augustus gegründet, nimmt die Stadt einen rasanten Aufschwung.
00:14:49Im zweiten Jahrhundert wird die Porta Nigra erbaut. Das Stadttor besteht aus bis zu sechs Tonnen schweren Steinquadern.
00:14:58Doch so angespannt die Situation an den Grenzen des Reichs ist, im Inneren herrscht weitgehend Frieden.
00:15:06Um das Jahr 300 ist Trier mit geschätzten 50.000 Einwohnern die größte römische Siedlung nördlich der Alpen.
00:15:16Prächtige Grabmäler römischer Beamter und Unternehmer im Landesmuseum Trier künden von dieser kulturellen Blütezeit.
00:15:26Wir haben hier in Trier einen ganz reichen Schatz an Grabdenkmälern.
00:15:29Eines sehen Sie hier im Hintergrund, den Elternpaarpfeiler.
00:15:32Auf der Vorderseite dargestellt die Familie, das Grabherrn, der auf der rechten Seite zu sehen ist, zusammen mit seiner Frau
00:15:41und in diesem Fall mit einem Kind.
00:15:46Auf den Seiten dieser Grabdenkmäler finden sich Szenen des alltäglichen Lebens.
00:15:51Eine Szene, die im Frauengemach spielt. Wir haben die Herren des Hauses im Kreis ihrer Dienerinnen.
00:15:58Ja, eine Dienerin hält ihr einen Spiegel vor, sie wird frisiert durch die hinter ihr stehende Dienerin.
00:16:05Als Konstantins Vater Konstantius in Trier herrscht, haben Handel und Wirtschaft viele Einwohner reich gemacht.
00:16:12Nach wie vor verehren sie die heidnischen Götter.
00:16:29Auf den Grabmälern finden sich selten klassisch römische Namen.
00:16:34Es sind oft einheimische Familien aus Gallien und Germanien, die hier unter dem aus dem heutigen südlichen Serbien stammenden Konstantius
00:16:43römische Lebensart demonstrieren.
00:16:47Viele Grabreliefs lesen sich wie Bildcomics. Sie vermitteln ein lebendiges Bild von Märkten, Werkstätten und Handelskontoren.
00:16:57Überall herrscht geschäftiges Treiben. Die Gesichter sind individuell und lebensecht in den Stein gehauen.
00:17:10Händler prüfen mit ihren Kontobüchern den Warenverkehr und zählen die Münzen prall gefüllter Geldsäcke.
00:17:24Wein am Foren. Bereits für den Transport per Schiff, verpackt und gestapelt.
00:17:33Von den Römern eingeführt, war Wein ein Teil des täglichen Lebens und ein wichtiges Handelsgut.
00:17:41Entlang der Mosel werden Reben angebaut und kultiviert. Der gekelterte Wein auf dem Fluss verschifft.
00:17:52Das Neumagener Weinschiff zeigt eigentlich, was die Grabmaleinhaber reich gemacht hat, vermögend gemacht hat, nämlich den Handel mit Wein.
00:18:01Hier sehr schön mit den Fässern dargestellt, dieser Transport des Weines als dem Handelsgut der Region.
00:18:09Das Grabmal entstand etwa 60 Jahre vor Konstantins Geburt, als Trier bereits eine reiche Handelsstadt war.
00:18:19Auf der Mosel gelangten Händler und ihre Waren zur Nordsee und zum Mittelmeer.
00:18:25Über die Flüsse Saon und Rhone war Lyon, die römische Metropole Galliens, gut zu erreichen.
00:18:33Allerdings war die Mosel-Schifffahrt eine extrem harte Sache. Denn auch davon erzählen die Grabreliefs.
00:18:41Oft mussten die Lastkähne gegen die Strömung geschleppt werden.
00:18:45Am Ufer zogen Treidler die Boote an dicken Tauen flussaufwärts. Für besseren Halt trugen sie Schuhe mit Nagelsohlen.
00:18:56In diesem wohlhabenden Trier hat auch Konstantin gelebt, der sich inzwischen auf Feldzügen in den Diensten der anderen Kaiser Verdienste
00:19:04erworben hat.
00:19:06Konstantin hatte einen hohen Rückhalt beim römischen Militär.
00:19:09Und das lag daran, dass er einerseits ein sehr erfahrener Feldherr war und militärische Siege auch zu verzeichnen hatte.
00:19:19Und diese Erfahrung hatte er dadurch bekommen, dass er schon früh eingebunden war in Feldzüge und mit auf militärischen Kampagnen
00:19:27gewesen ist, in ganz unterschiedlichen Teilen des römischen Reiches.
00:19:31306 stirbt Kaiser Konstantius im Heerlager in York, auf einem Feldzug gegen britische Stämme.
00:19:38Sein Sohn Konstantin ist bei ihm.
00:19:41Nach dem Tod seines Vaters wurde Konstantin zum Kaiser ausgerufen in Britannien.
00:19:46Das entsprach nicht dem Weg, der von Diokletian vorgegeben war für diese Zeit.
00:19:51Konstantin musste sich also bemühen, Anerkennung zu finden bei den anderen Kaisern.
00:19:56Und das tat er unter anderem, das konnte er tun unter anderem, weil er Britannien und Gallien hinter sich wusste
00:20:01und weil er den Anschluss an das Kaiserhaus von Maximian suchte.
00:20:06Als Weg wählte er eine traditionelle Methode, nämlich die Ehepolitik.
00:20:11Er heiratete eine junge Frau namens Fauster, wahrscheinlich im Sommer 307 hier in Trier.
00:20:20Konstantin hatte immer den Machterhalt im Blick.
00:20:22Genauso wie sein Vater, der die Konkubine Helena verlassen hatte, um eine Kaisertochter zu heiraten,
00:20:29heiratete auch Konstantin eine Kaisertochter, Fauster, die Tochter des tetrarchen Maximian,
00:20:35und verließ dafür seine Konkubine, Minervina, die Mutter seines Sohns, Rismus.
00:20:40Fauster ist die Tochter des Kaisers, der sein Machtzentrum in Rom hat.
00:20:45Maximian erkennt mit der Heirat Konstantin als Cäsar an.
00:20:49Als kaiserlichen Herrscher über Gallien und Britannien.
00:21:01Wir wissen nicht genau, wie der Kaiserpalast in Trier zu diesem Zeitpunkt ausgesehen hat,
00:21:06aber wir wissen, dass diese Hochzeit natürlich mit angemessenem Prunk und Spektakel gefeiert worden ist,
00:21:12wie alle kaiserlichen Anlässe.
00:21:13Und wir wissen auch, dass Konstantin nach 307 die nächsten Jahre in Trier verbrachte
00:21:19und eben das Bauprogramm von seinem Vater weiterführte und Trier zu einer Hauptstadt des Römischen Reiches machte.
00:21:26Allerdings braucht er dafür Geld. Gutes Geld.
00:21:32Die Schatzkammer des Landesmuseums Trier bewahrt den weltweit größten Goldmünzenhort aus römischer Kaiserzeit.
00:21:4118,5 Kilogramm nahezu reines Gold.
00:21:51Aber nicht alle Münzen halten, was ihr Glanz verspricht.
00:21:57Im dritten Jahrhundert brauchten die römischen Kaiser Geld, vor allem um ihre Soldaten zu bezahlen, um die Grenzen zu schützen.
00:22:04Um Geld zu beschaffen, senken sie den Edelmetallgehalt ihrer Münzprägung, unter anderem auch in der Goldmünzprägung.
00:22:10Und das führte dann gegen Ende des dritten Jahrhunderts zu einer wirtschaftlichen Problematik, zu einer wirtschaftlichen Krise.
00:22:17Um seine Macht zu sichern, muss Konstantin neues Vertrauen in die Währung schaffen.
00:22:28Unter Konstantin dem Großen wurde eine große Münzreform durchgeführt.
00:22:33Eine neue Goldmünze wurde eingeführt, der sogenannte Aureus Solidus, der stabile, solide Aureus.
00:22:38Diese Goldmünze hatte einen Edelmetallwert von 4,5 Gramm reinem Gold und blieb dann auch für die nächsten tausend Jahre
00:22:46die Standardwährung im gesamten Mittelmeerraum.
00:22:49Diese neue, solide, konstantinische Währung spült frisches Geld in die Staatskasse, stabilisiert die Wirtschaft und Konstantins Macht.
00:22:59Mit seinen neuen Mitteln baut Konstantin die Residenz seines Vaters weiter aus.
00:23:03Seine monumentalen Bäder gehören zu den größten römischen Thermen nördlich der Alpen.
00:23:13Im Kaldarium der Kaiserthermen waren sowohl der Fußboden beheizt, als auch die Wände und die Becken.
00:23:19Also hier war einiges notwendig, um entsprechend Temperatur in den Raum zu bringen.
00:23:24Es ist der Ort in den Kaiserthermen, wo man auch sehr schön die Architektur noch nachvollziehen kann,
00:23:28weil sie eben bis in eine Höhe von 29, 30 Metern sehr gut erhalten ist.
00:23:33Um diesen Heißbadesaal auf die entsprechenden Temperaturen zu bringen, braucht es natürlich eine Vielzahl von Arbeitern,
00:23:41die unterirdisch nicht sichtbar für die Badegäste die Heizanlagen betrieben.
00:23:47Es sind riesige hohe Räume mit großen Metallkesseln, in denen dann Kaltwasser, Warmwasser gemischt wurde.
00:23:57An dieser Stelle sieht man sehr schön das römische Mauerwerk, die Technik, die die Römer verwendet haben.
00:24:03Eine der großen bautechnischen Revolutionen, auch im römischen Bauen, die Verwendung des Opus Semititium,
00:24:09also ein Guss- oder Setzmauerwerk, hier sehr schön zu sehen, weil sie auf der einen Seite die Schale haben,
00:24:16in die dann das eigentliche Kernmauerwerk gesetzt wurde.
00:24:20Dann hat man diese Mauer verputzt und darauf angebracht eine reiche Inkrustation, also eine Wandverkleidung aus Materialien,
00:24:29die aus dem Mittelmeerraum kamen.
00:24:31Und was man eben auch sehr schön erkennen kann, technisch, wie diese Marmorverkleidung oder diese Wandverkleidung angebracht war,
00:24:38nämlich mit kleinen Eisendübeln und Bleiverguss.
00:24:42Konstantin wollte seiner Hauptstadt seinen Stempel aufdrücken.
00:24:46Trier sollte mit den Residenzstädten der anderen Kaiser mithalten können.
00:24:51Und dazu gehört auch eine prachtvolle Audienzhalle.
00:24:54Heute die Konstantin-Basilika.
00:24:58Das gewaltige Bauwerk war repräsentativer Thronsaal, Symbol imperialer Macht.
00:25:03Doch einzig die Größe erinnert heute noch daran.
00:25:13Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges wurde die Basilika als ein völlig schmuckloser Raum wiederhergestellt.
00:25:20Deswegen fällt es den Besuchern heutzutage schwer, sich vorzustellen,
00:25:24dass dieser Raum in der Antike zu den prächtigsten und am reichsten Ausgestatteten seiner Art zählte.
00:25:39Dieser gewaltige Raum verfügte über eine Wand- und Bodenheizung.
00:25:43Die Wände waren mit Hohlsiegeln verkleidet, mit sogenannten Tubuli,
00:25:49von denen Befestigungen noch dieser Löcher erkennbar sind.
00:25:53Der Raucherzug ist ebenfalls im oberen Bereich zu sehen.
00:25:57Das ist das große Loch zwischen den beiden Fenstern.
00:26:01Die Wände der Basilika waren bis zur oberen Fensterreihe mit Marmorplatten verkleidet.
00:26:11Wie wurde die Basilika gebaut und aus welchen Teilen des Römischen Reiches kamen Steine und Marmor?
00:26:18Wilma Rupinier untersucht Reste von Kacheln und Mosaiken,
00:26:22die im Boden oder an den Wänden des Thronsaals gefunden wurden.
00:26:26Ihr Team fertigt hauchdünne Feinschnitte der Proben an.
00:26:31Von dieser bräuchte ich ein Stück.
00:26:34Also ich weiß nicht, am besten schneidest du hier so ein Eckchen ab.
00:26:37Okay? Ja, danke dir.
00:26:40Nach dem Dünnschliff werden die Platten poliert.
00:26:43An der glänzenden Oberfläche treten Farbe, Muster und Äderung deutlich hervor.
00:26:54Die Platten, wenn sie aus der Grabung kommen, liegen uns leider nicht immer in diesem schönen, frisch polierten Zustand vor,
00:27:01sondern als verschmutzte, mit Mörtel beschmierte Fragmente.
00:27:06Das erschwert mit der Bestimmung der Gesteinsorte und somit auch die Bestimmung ihrer Herkunft.
00:27:13Um die Herkunft von solchen Fragmenten zu untersuchen, benötige ich eine archäologische Probe.
00:27:19Besonders häufig unter den Funden aus der Basilika ist dieser grüne Naturstein, der Triradia Bas.
00:27:24Er stammt nicht wie früher angenommen aus Ägypten, sondern wurde am Nebenfluss der Mosel an der Ruwa abgebaut.
00:27:33Ein edles Baumaterial mit kurzem Transportweg.
00:27:38In Steinbrüchen entlang der Ruwa wurden Gesteinsbrocken aus den Felsen gestemmt und dann in Form gemeißelt oder gesägt.
00:27:52Der Diabas genannte Stein wird nicht nur zu Konstantins Baustelle in Trier transportiert.
00:27:59Lieferungen gehen bis ins ferne Rom.
00:28:05Das Römermuseum Meurin hat rekonstruiert, wie technisch hochentwickelt und effektiv in der Spätantike Wandverkleidungen hergestellt wurden.
00:28:19Das hier ist der Nachbau im Maßstab 1 zu 1 einer byzantinischen Steinsägemaschine,
00:28:26in der man sehr professionell große Mengen von Marmorplatten sägen konnte, aus dem anstehenden Stein heraus.
00:28:35Das Besondere daran ist, dass sie wassergetrieben ist.
00:28:39Das ist natürlich eine ausgesprochen effektive Energie, sodass hier wenige Personen eben die Arbeit von vielen machen konnten.
00:28:45Die hier gewonnenen Marmorplatten fanden gerade in konstantinischer Zeit eine weite Verbreitung innerhalb des Römischen Reiches.
00:28:53So gelangen sie zum Beispiel auch in Trier zum Bau eben der entsprechenden Denkmäler der Kaiserresidenz.
00:29:02Bei Koblenz liegt ein antikes Bergwerk, in dem Tuffstein abgebaut wurde.
00:29:08Kaiser Konstantin ließ auch dort Platten und Quader für seine Bauten herstellen.
00:29:15Der Tuffstein ist ein druckstabiler Stein, aber ausgesprochen leicht zu bearbeiten.
00:29:20Man braucht nur dieselben Werkzeuge wie bei der Holzverarbeitung oder Bearbeitung.
00:29:25Man hat mit einem Beil hier solche Keiltaschen eingeschlagen.
00:29:29In diese Keiltaschen hat man dann Eisenkeile gesetzt.
00:29:33Die werden dann angezogen und der Druck der Eisenkeile sorgt dafür, dass ein Riss durch den Stein geht und auch
00:29:40die Rückwand durchdringt.
00:29:42Und so fällt der Block dann raus.
00:29:46Unzählige Steinproben hat Wilma Roupigné in ihrem Forschungslabor analysiert.
00:29:51Jeder Stein verfügt über einen mineralischen Fingerabdruck, der verrät, woher er stammt.
00:30:00Die Tünnschliffe von den archäologischen Proben aus der Konstantin-Basilika ermöglichen es mir zu sagen,
00:30:07woher diese Gesteine kommen und in welchen Steinbrüchen sie abgebaut wurden.
00:30:14Neben dem Trierer Diabas finden sich Steine aus vielen Regionen des Reiches.
00:30:19Sie zeigen, wie gut Trier an die weitgespannten Handels- und Transportwege angebunden war.
00:30:28Die Pracht der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Konstantin-Basilika war lange nicht bekannt.
00:30:34Wilma Roupigné will den ursprünglichen Zustand rekonstruieren, mit alten Grabungsplänen und Zeitzeugen berichten.
00:30:44Diese Pläne, wie auch die originalen Überreste des Bodens, habe ich dann benutzt, um das Gesamtmuster des Bodens zu rekonstruieren.
00:30:54Zu Konstantins Zeiten war die Basilika Stor, die königliche Halle, ein strahlendes, farbenfrohes Fest für die Augen.
00:31:07Hier wollte Konstantin repräsentieren. Hier wollte der junge Herrscher seine Mitkaiser übertrumpfen.
00:31:27In Räumen wie der Aula Palatina oder der Basilika in Trier fand ein ausgefeiltes Empfangszeremoniell statt.
00:31:35Hier traf sich der Kaiser mit seinem Hof statt, mit Untergebenen, mit Beamten und Soldaten, teilweise auch mit ausgewählten Bürgern.
00:31:41Hier wurden die großen Empfänge zelebriert. Das ausgeklügelte Hofzeremoniell, was den römischen Kaisern immer schon in die Wiege gegeben war,
00:31:50war unter Konstantin noch etwas ausgefeilter, als es vorher der Fall war.
00:31:54Der Kaiser selbst war abgeschirmt von seinem Hof statt und teilweise von Vorhängen, die in den Blicken seiner Untergebenen entzogen
00:32:00haben.
00:32:00Wer sich dem Kaiser näherte, musste dies unter zeremoniellem Schweigen tun.
00:32:04Wer Geschenke von ihm empfing, wie zum Beispiel Fiebeln oder Ringe mit Inschriften, musste diese Geschenke aus verhüllten Händen empfangen.
00:32:13Man durfte nicht einfach so auf den Kaiser zugehen oder sich ihm nähern oder ihn gar ansprechen, sondern es war
00:32:18alles reguliert.
00:32:20Einige solcher Köstbarkeiten aus Konstantins Hand finden sich heute im Landesmuseum Trier.
00:32:27Ein goldener Ring, der dem Herrscher ewige Treue verspricht. Fiedem.
00:32:35Bei dieser Fiebel handelt es sich um ein kaiserliches Geschenk, das unter Konstantin dem Großen
00:32:40wahrscheinlich an einen wichtigen Höfling oder Soldaten oder Beamten gegeben worden ist.
00:32:46Die Inschrift Fiedem Constantino, also Treue für Konstantin, bringt noch einmal ins Gedächtnis,
00:32:51dass der Empfänger in einem besonderen Nahverhältnis zum Kaiser gestanden haben muss.
00:32:56Antiken Quellen zufolge ist Konstantin kein Christ, als er den Thron besteigt.
00:33:01Trier ist eine von römischen Kulten geprägte Stadt.
00:33:08Auch wenn seit dem dritten Jahrhundert nach Christus ein christlicher Bischof dort residiert.
00:33:14Unser Dom hat eine Geschichte von 1700 Jahren. Der Ursprung war ein älteres Gebäude.
00:33:22Es ist nicht ganz sicher, was das für ein Gebäude war.
00:33:29Es gibt die Idee, dass vielleicht im Auftrag Konstantins eine Memoria, wenn man das so will,
00:33:36für seine Mutter Helena, die ihm wichtig war, errichtet worden ist.
00:33:42Die Fensterlaibungen waren mit Goldmosaik, das in dieser Zeit nur in Ägypten gefertigt werden konnte, ausgestattet.
00:33:52Man findet kostbarste Steinausschmückungen, die aus dem Bereich des gesamten römischen Imperiums hier zusammengetragen wurden.
00:34:02Man hat auf diese Weise demonstriert, wer man ist.
00:34:04Immerhin war Trier Residenzstadt des römischen Imperators, des römischen Kaisers und das durch das gesamte vierte Jahrhundert hindurch.
00:34:15Wie die Konstantin-Basilika wurde auch der Dom im Zweiten Weltkrieg von Bomben getroffen.
00:34:22Beim Wiederaufbau entdeckten Archäologen antike Grundmauern.
00:34:26Ein Modell zeigt die Ausmaße des palastartigen Baus unter dem Dom aus Konstantins Zeit.
00:34:36Es waren dann Funde bei der Sicherung der Fundamente in den 60er, 70er Jahren des letzten Jahrhunderts,
00:34:44die dann ein Deckengemälde zum Vorschein brachten, das seinesgleichen sucht.
00:34:50Um 300 entstanden, die Mitglieder der kaiserlichen Familie abgebildet.
00:34:56Schon eine Einzigartigkeit, die sich in unserem Museum am Dom befindet.
00:35:02Restauratoren setzten die über 30.000 Gemäldefragmente in zehnjähriger Arbeit zusammen.
00:35:13Diese wunderbaren Malereien, es sind erste Stücke ja schon im 19. Jahrhundert aufgetaucht
00:35:20und auch dann nochmal Anfang des 20. Jahrhunderts bei Grabungen im Bereich der Mittelkrypta.
00:35:25Aber man hat damals nicht gewusst, um was es sich handelt.
00:35:28Dass da eben so ein fulminantes Deckenbild dahinter steckt,
00:35:33das ist dann erst zu Ende des Zweiten Weltkriegs bei den Grabungen im Dom entdeckt worden.
00:35:39Ein Frauenbildnis nimmt hier eine Sonderstellung ein.
00:35:43Wegen der aufwändigen Frisur der Dargestellten könnte es sich um die Ehefrau Konstantins handeln.
00:35:53Wofür Konstantins Frauen auch bekannt sind, ist die unglaubliche Pracht, mit der sie dargestellt werden.
00:35:59Das wissen wir von Münzen, von Fresken, von Statuen und anderen Medien.
00:36:04Sie tragen schwere, kostbare Stoffe, sehr viel Schmuck, zwei- oder dreireihige Perlenketten, Ohrringe und vor allem auch Haarbänder oder
00:36:14was man vielleicht sogar als Diademe interpretieren könnte.
00:36:19Maxima Fauster sollte in dem sich anbahnenden Machtkonflikt zwischen Ehemann und Vater noch eine entscheidende Rolle spielen.
00:36:28Fauster warnte ihren Ehemann Konstantin vor einem Mordkomplott ihres eigenen Vaters Maximian.
00:36:34Daraufhin benutzte Konstantin einen Anmuchen seiner eigenen Frau, den er in das gemeinsame Ehebett legte und der dort statt Konstantin
00:36:42ermordet wurde.
00:36:44Eine dramatische Geschichte, die schon der zeitgenössische Autor Laktanz überliefert.
00:36:49Wohl vor allem, um Maximian einen Heiden zu erniedrigen.
00:36:57Gesichert ist, im Kampf um die Macht zwingt Konstantin seinen Schwiegervater Maximian 310 zum Selbstmord.
00:37:11Die fein austarierte Machtbalance der Tetrarchie wird brüchig.
00:37:17Um gewappnet zu sein, stützt sich Konstantin nicht nur auf sein stehendes Heer. Auch Kriegsschiffe gehören zur Aufrüstung.
00:37:33In Mainz haben Archäologen und archäologisch versierte Handwerker Schiffe aus dieser Zeit rekonstruiert.
00:37:40Anhand von Wracks, die aus dem Rhein geborgen wurden.
00:37:44Auf ihnen fuhren die Römer Patrouille und transportierten Legionäre und Waffen.
00:37:49Auch Schiffe baut die Werkstatt des Museums für antike Schifffahrt neu.
00:37:57Die Museumsdirektorin hat die strategischen Schachzüge und Militärreformen Konstantins studiert.
00:38:05Von besonderer strategischer Bedeutung für Konstantin zur Grenzsicherung waren die Flussflotte und auch der Brückenbau.
00:38:13Beispielsweise in Köln-Deutz kann man das gut sehen, wo unter Konstantin eine Brücke entsteht, über den Rhein, die durch
00:38:21ein Kastell im Bereich von Köln-Deutz als Brückenkopf gesichert wird.
00:38:26Und diese Brücken ermöglichten schnelle Truppenbewegungen in das rechtsrheinische Gebiet und ermöglichten auch den Handel.
00:38:34Die Situation an den Reichsgrenzen, vor allen Dingen an der Rheingrenze im dritten und vierten Jahrhundert, war sehr unruhig.
00:38:42Gerade das dritte Jahrhundert war gekennzeichnet dadurch, dass es immer wieder Einfälle der Franken und der Alemannen ins linksrheinische Gebiet,
00:38:50also ins Reich, gegeben hat.
00:38:52Konstantin besiegt dann die Franken und lässt die beiden fränkischen Könige, die er gefangen genommen hat, im Amphitheater zur Belustigung
00:39:01hinrichten.
00:39:03Hart und skrupellos geht der Kaiser gegen seine Gegner vor. Das sollte auch sein Schwager bitter erfahren.
00:39:17Denn in Rom herrscht nach Maximilian jetzt sein Sohn Maxentius, der Bruder von Faustau.
00:39:24Ebenso wie Konstantin hat er sich von seinen Truppen zum Kaiser proklamieren lassen und seine Hauptstadt mit prachtvollen Bauwerken geschmückt.
00:39:37Jetzt steht eine Entscheidung an. 312 nach Christus zieht Konstantin mit einem Heer von 40.000 Soldaten gen Rom.
00:39:47In Malborgetto sammelt er seine Truppen.
00:39:57Zwei der bedeutendsten Fernstraßen des Imperiums, die Via Flaminia und die Via Velletana, kreuzen sich bei Malborgetto.
00:40:06Ein strategischer Knotenpunkt.
00:40:10Mitten in dieser sanften Landschaft steht heute ein unscheinbarer Ziegelsteinbau.
00:40:28Von dort sind es für die Legionen Konstantins nur noch 30 Kilometer Richtung Süden bis Rom, wo Maxentius mit einem
00:40:37mehr als doppelt so großen Heer wartet.
00:40:46Die Außenfassade des schlichten Baus weist eine Besonderheit auf. Einen offensichtlich später zugemauerten Torbogen.
00:40:57Zudem ragen aus dem Mauerwerk Reste einer Marmorfassade. Es könnte antik sein.
00:41:14Die Innenräume dagegen sind schmucklos.
00:41:28Das ist eine Holzrekonstruktion des Arco di Malborgetto in seiner mittelalterlichen Form.
00:41:35Das Gebäude ist erst seit dem Mittelalter belegt, seit dem 13. Jahrhundert.
00:41:40Damals war es eine Kirche und erst im 19. Jahrhundert hat man dann erkannt, dass es sich um einen Triumphbogen
00:41:47handelt.
00:41:54Wir sehen hier sehr schön das Gewölbe des Triumphbogens, das aus einer Mischung aus Ziegelwerk und Zement besteht.
00:42:03Dass es sich um einen konstantinischen Bau handelt oder aus der konstantinischen Zeit, das weiß man eigentlich erst seit dem
00:42:10Fund dieses Ziegelstempels hier oben, der den Bau ganz eindeutig in diese Zeit datiert.
00:42:19Es könnte sich um einen von Konstantin errichteten Gedenkbogen handeln, der an diesen letzten Aufmarschplatz vor der Schlacht erinnert.
00:42:29Vielleicht hat Konstantin in Malborgetto erfahren, dass Maxentius ihm entgegenmarschiert.
00:42:41Maxentius will seinen Schwager in offener Feldschlacht stellen.
00:42:46Deshalb sucht Maxentius vor den schützenden Toren Roms mit 100.000 Soldaten die Entscheidung. Bei der Milvischen Brücke.
00:43:03Die damalige Brücke lässt er einreißen, um Konstantin zu stoppen und am Ufer einzukesseln.
00:43:10Am 28. Oktober 312 treffen die Truppen der beiden Kaiser aufeinander.
00:43:17Dieser Tag sollte den Lauf der Geschichte verändern.
00:43:21Für Maxentius wird die Schlacht zum Desaster.
00:43:25Seine schlecht ausgebildeten Legionäre geraten in Panik, als die kampferprobten Legionäre Konstantins sie zum Tiber treiben.
00:43:37Konstantins Vorteil?
00:43:39Maxentius dachte, dass der 28. Oktober sein Glückstag sei, da er an diesem Tag zum Kaiser proklamiert worden war.
00:43:47Dafür verlässt er den Schutz der römischen Stadtmauern.
00:43:55Als die Nacht einbrach, waren an der Stelle, wo heute die Milvische Brücke steht, tausende von römischen Soldaten gestorben.
00:44:04Dies ist ein Ort, an dem sich wirklich Weltgeschichte abgespielt hat.
00:44:08Auch Maxentius ertrinkt im Tiber.
00:44:13Wenn Maxentius gewonnen hätte, dann hätte Konstantin wahrscheinlich nicht den Osten erobern können.
00:44:20Er hätte nicht Konstantinopel gegründet. Die Welt wäre heidnisch geblieben und die Geschichte wäre anders ausgegangen.
00:44:27Mit diesem Sieg wird Konstantin zum alleinigen Herrscher des Westens.
00:44:33Hat ihm vielleicht der Christengott geholfen?
00:44:37Denn eine bis heute erzählte Legende berichtet, dass ein leuchtendes Zeichen am Himmel für den Kaiser die entscheidende Botschaft gewesen
00:44:44sein soll.
00:44:45In diesem Zeichen wirst du siegen.
00:44:48In einer göttlichen Vision soll Konstantin vor der Schlacht das Kreuz Christi erschienen sein.
00:44:55So sein Biograf Bischof Eusebius.
00:45:02Um die mittäglichen Stunden der Sonne habe er mit eigenen Augen gesehen, dass am Himmel ein Zeichen aus Licht erschien
00:45:10und die Sonne überlagerte.
00:45:12Staunen habe ihn über das Schauspiel da ergriffen, ebenso wie das gesamte Heer.
00:45:18Doch das vermeintliche Wunder könnte ein Ringhalo gewesen sein. Ein gewöhnliches Wetterphänomen.
00:45:24Durch Brechung des Lichtes an Eiskristallen in den hohen Schichten der Atmosphäre entsteht ein spektakuläres Bild von Lichtkreisen und Nebensonnen,
00:45:34in dessen Zentrum die Sonne steht.
00:45:36Dabei kann auf oder über der Sonne ein kreuzartiges Lichtgebilde sichtbar werden.
00:45:43Wissenschaftler verorten die prophetische Himmelserscheinung zudem nach Frankreich.
00:45:48Ausgerechnet an einen heidnischen Wallfahrtsort, wo Konstantin drei Jahre zuvor war.
00:46:01Im Dorf Grand soll er im Jahr 309 auf der Rückreise von einem Feldzug in Südgallien Station gemacht haben.
00:46:10Hier in Andesina stand damals ein Heiligtum des Apoll, sowie ein heute noch erhaltenes Amphitheater.
00:46:22Laurent Guichard ist Spezialist für das römische Gallien.
00:46:37Sur le site de Grand, l'amphithéâtre est probablement le monument le plus spectaculaire que le visiteur pourra découvrir.
00:46:43Au milieu des champs qui entourent le village, on peut être surpris de trouver un monument d'une si grande
00:46:49taille.
00:46:50Une cinquantaine de mètres pour l'arène dans son grand axe mesure une cinquantaine de mètres de long.
00:46:56La capacité également, 15 à 20 000 spectateurs.
00:47:00Tout ceci range l'amphithéâtre de Grand parmi les plus grands de la Gaule.
00:47:06La présence de l'amphithéâtre a beaucoup fait pour la célébrité du site et a contribué à alimenter les théories,
00:47:13postulant la présence d'un sanctuaire d'Apollon dans la localité.
00:47:18Zum Apollo-Heiligtum von Andesina kamen viele Pilger, so auch Konstantin und seine Legionäre.
00:47:32Wie bedeutend das Dorf einst war, zeigt das größte je in Frankreich gefundene römische Bodenmosaique.
00:47:45This mosaics, of very large size,
00:47:47with impressive dimensions, a little more than 230 m2,
00:47:51has made a lot for the popularity of the site of the Grand
00:47:54at the end of the 19th century.
00:47:56This mosaics has in its center a emblem
00:47:58which could be a theater scene,
00:48:02which was brought to the Greek theater.
00:48:03This mosaics also has animals
00:48:08and which will be brought to the Uros, the panther, the tiger,
00:48:13which will be brought to the chase,
00:48:15which will be practiced in the Amphitheatre,
00:48:17so the chase, the famous huenationes of the antiquity.
00:48:22A source from the year 310 tells,
00:48:25that Konstantin in a gallician Apolloh-Heiligtum
00:48:29had a vision of the römischen Sonnengottes,
00:48:32which sprach him 30 glückliche Regierungsjahre.
00:48:37Möglich ist, dass christliche Chronisten die heidnische Weissagung
00:48:43später in eine christliche Ermutigung umgedeutet haben.
00:48:54Belegt ist, dass Konstantin befahl die traditionellen Adlerbanner
00:48:58seiner Armee durch das Kreuzsymbol zu ersetzen.
00:49:01Was bewegte ihn dazu?
00:49:04Wir werden es vermutlich niemals wissen.
00:49:07Vielleicht kämpften viele Christen auf seiner Seite?
00:49:11Experten sind sich jedenfalls nicht einig.
00:49:27Es ist allerdings der heidnische Senat in Rom,
00:49:31der Konstantin nach dem glorreichen Sieg an der Milvischen Brücke
00:49:34mit der Errichtung eines Ehrenbogens errt.
00:49:37Liberatori Urbis, dem Befreier der Stadt, heißt es da.
00:49:42Und über den Siegern steigt Sonnengott Sol empor.
00:49:47Das heidnische Bildprogramm huldigt
00:49:50dem glorreichen Feldherrn und seinen furchtlosen Kämpfern.
00:50:06Unterstützt von der Heidengöttin Viktoria.
00:50:11Christliche Symbole fehlen völlig.
00:50:13Und einen Verweis auf die Vision gibt es auch nicht.
00:50:17Es waren die traditionellen Götter Roms, die den Sieg gebracht hatten.
00:50:35Die Frage, ob Konstantin selbst ein Christ war, entzweit die Wissenschaft seit langer Zeit.
00:50:42Und es herrscht auch immer noch keine Einigkeit.
00:50:45Was er wirklich geglaubt haben mag, können wir im Einzelfall vielleicht gar nicht so richtig einschätzen.
00:50:50Was wir aber beobachten können, ist seine Politik, die er dem Christentum und anderen Religionen gegenüber verfolgte.
00:50:58Und obwohl wir nicht wissen, ob Konstantin selbst jemals eine Kirche betreten hat,
00:51:02gehen die großen Kirchen der Christenheit in Rom, Konstantinopel, Jerusalem, Bethlehem auf ihn zurück.
00:51:10Seinen Sieg jedenfalls nahm Konstantin zum Anlass, sich mit einem monumentalen Bau ein Denkmal zu setzen.
00:51:22Als erster römischer Kaiser allerdings entschied er sich für eine Kirche, als Geschenk für alle Christen.
00:51:31Zudem sicherte er ihnen 313 im Edikt von Mailand Religionsfreiheit zu.
00:51:40In Rom lässt er am Ort der heutigen Lateranbasilika ein Gotteshaus bauen.
00:51:46Nach dem Petersdom die wichtigste Kirche der Stadt.
00:51:51Jeder neu gewählte Papst zelebriert an dieser Stelle seine Antrittsmesse als Bischof von Rom.
00:51:59Den Haupteingang verschließt ein sieben Meter hohes Bronzeportal.
00:52:04Diese monumentale Tür schmückte einst den Sitz des römischen Senats am Forum Romanum.
00:52:10Wie genau die Laterankirche damals ausgesehen haben mag, versucht die Wissenschaft seit Jahren zu klären.
00:52:16Der Rom-Transformed Projekt hat fünf Jahre alt.
00:52:21Der Rom-Transformed Projekt hat fünf Jahre.
00:52:22Der Projekt wollte alles was möglich zu kennen,
00:52:27zwischen dieser Basilika von St. Giovanni und der Santa Croce in Jerusalem.
00:52:33Wir haben mit einem Schöner-Laser, mit Dronen,
00:52:38mit einem Schöner-Lasen, mit einem Schöner-Laser und sonstigen Financiern an zu sprechen.
00:52:54how the hill was changed in the centuries and how the topography was ancient to then understand the story.
00:53:02The dimensions of the Costantinian Church were not very different from the current.
00:53:08It was a church with a large central nav and two minor navets for each side, so as it is
00:53:17today.
00:53:17And some of the walls survived under medieval and modern clothes.
00:53:29The front hall is a monumental statue of Constantins.
00:53:34It's an image of his power.
00:53:37If the Christians only believe one God, there is only one king.
00:53:48In Schatten der Lateranbasilika ein historisches Kleinod, die Taufkapelle, zeitgleich mit der Basilika erbaut.
00:53:57Sie gilt als ältestes noch erhaltenes Baptisterium der Christenheit.
00:54:02Ursprünglich ein Rundbau, wurde sie im 5. Jahrhundert zum Achteck umgebaut.
00:54:08Symbolische Darstellung des achten Schöpfungstages, der Hoffnung auf den Tag der Auferstehung.
00:54:23Im Zentrum das große Taufbecken.
00:54:27Christlicher Legende nach wurde Konstantin selbst hier als Erwachsener getauft.
00:54:33Einen Beleg dafür gibt es freilich nicht.
00:54:37Die Seitenkapelle, gekrönt von den ältesten Mosaiken des Baptisteriums.
00:54:43In einem Halbkreis ist das Himmelsparadies dargestellt.
00:54:47Mit der heiligen Lanze als Symbol für göttliche Macht und als Legitimation weltlicher Herrschaft.
00:54:59Die Zeit der vier Kaiser ist vorbei. Konstantin will seine Familie als einzige kaiserliche Dynastie etablieren.
00:55:08Und er holt seine Mutter Helena nach Rom.
00:55:12Nach ihrer erzwungenen Trennung von Konstantius verschwindet Helena für 30 Jahre aus der Geschichte.
00:55:18Wir wissen einfach nicht, wo sie in dieser Zeit gewesen ist.
00:55:22Konstantin wusste aber wohl immer, wo seine Mutter war, denn er bringt sie zurück an den Kaiserhof.
00:55:27Das wissen wir, weil er anfängt ihr Porträt auf Münzen zu prägen.
00:55:32Dies hat ganz viel damit zu tun, welche Rollen Frauen an Konstantins Hof spielten.
00:55:38Zum einen brauchte er Frauen, um zu zeigen, dass seine Dynastie die wichtigste und dann natürlich auch später die einzige
00:55:46im Reich war.
00:55:46Außerdem brauchte er Frauen, um seine Präsenz, seine kaiserliche Präsenz zu streuen.
00:55:53Sie vertraten ihn dort, wo er nicht sein konnte. Und in all diesen Rollen erscheint Helena.
00:56:01Im antiken Rom des Konstantin werden Gartenanlagen durch aufwändige Wasserleitungen versorgt.
00:56:09Gleich neben einem Aquädukt residiert die Kaisermutter im Sessorium, einem damals gut 100 Jahre alten Palast.
00:56:20Dazu gehört ein Gebäude für ihr Hofpersonal.
00:56:31Wir sind in der Domus der Fontane.
00:56:36Das ist hier.
00:56:37Das ist hier.
00:56:39Das ist hier.
00:56:40Das ist hier.
00:56:44Das ist hier.
00:56:45Die Kindergarten, die Walken zuPNen, die Fräsen-Käseleitungen sind ein bisschen darin.
00:56:52Das ist hier ein paar Domen zu Fernsehen.
00:56:54Das ist hier.
00:56:54Das ist hier.
00:56:54Das ist hier.
00:56:55Das hier ist an die Gebäude.
00:56:57Dasственliche Geräte und die Strecke in die einzelnen Strecke in den Jensen.
00:56:58Das hier ist hier.
00:56:58Das ist auch auf den Làmattanen.
00:57:00Dünnenrk Shyen.
00:57:06Wann der vorige Server?
00:57:07Sie sind nicht stauscht.
00:57:08Das ist hier.
00:57:08Ich wünsche dir die Bibel-N innocente.
00:57:12Das hier hat sich auch wichtig,
00:57:12As the archaicologists dug the design of the archaic building,
00:57:16they dug up well-created rooms with beautiful painting.
00:57:22It was a large dome, because from what we know,
00:57:27it was over 2.400 square meters.
00:57:30It was a corridor, which is very interesting,
00:57:34with a little classic, in the second style of Pompeyian,
00:57:40with masks, which seem to be teatral,
00:57:45but of fantasy.
00:57:48But we have a pavimento of Constantinian,
00:57:54with these big tessere,
00:57:56a scacchiera in marble giallo antico,
00:58:00alternated to this marble grigio,
00:58:02very elegant,
00:58:04with these big tessere,
00:58:05which are not big because they were no longer able to make them small,
00:58:10but they have a taste, a mod.
00:58:14We are in what was interpreted as a tablinum,
00:58:18which is a place of representation
00:58:20where the owner of the house could receive his guests.
00:58:25And then,
00:58:31it was found in a fistula aquaria,
00:58:34that is a tube in piombo
00:58:36that brought the water corrent in home.
00:58:38In the world romans
00:58:40is possible to have the water corrent,
00:58:42just pay a manual
00:58:43to the curator aquarum,
00:58:46or to the magistrates,
00:58:48which regulates these types of services
00:58:50for the city.
00:58:51It was a huge domus,
00:58:55with internal quarters, private quarters,
00:58:58and so we can imagine,
00:59:00that it was assigned to the most important person
00:59:05of the court,
00:59:06to the one who managed the entire court,
00:59:08which in general was made by dozens and dozens of people.
00:59:14Fliesend water,
00:59:15a luxury that was seldom in Rome.
00:59:21In unmittelbarer Nähe von Hellenas Palast
00:59:25residierte ein weiterer Teil ihrer Familie,
00:59:28unter einem heute verlassenen Bürogebäude.
00:59:32Für wen der mysteriöse Bau errichtet wurde,
00:59:36lässt Forscher bis heute spekulieren.
00:59:45Escavando per le fondazioni
00:59:47è venuto in luce questo che ci circonda,
00:59:50quindi un grande corridoio monumentale.
00:59:55Fausta, moglie di Costantino,
00:59:57sappiamo che a un certo punto si trovò da queste parti
01:00:00e che visse anche qui,
01:00:02che aveva una proprietà qui.
01:00:03Non sappiamo se questo sia vero.
01:00:07Certo è che un corridoio così monumentale,
01:00:10con affreschi che sono megalografie,
01:00:13beh, non potevano essere realizzate ovunque.
01:00:17Quindi il proprietario di questa Domus,
01:00:20a cui appartiene il corridoio monumentale,
01:00:23minimo è un senatore,
01:00:24e se no è la moglie dell'imperatura.
01:00:29Allora, adesso siamo come i visitatori antichi
01:00:32e questo ambiente fosse imperiale
01:00:34e stiamo camminando verso le sedra, vero?
01:00:38Sì, stiamo camminando verso le sedra
01:00:40e abbiamo lo stesso andamento,
01:00:41la stessa direzione delle figure
01:00:44della megalografia.
01:00:45Quindi siamo come un corteo antico.
01:00:50Una volta 312
01:00:53angefertigte Kolossalstatue
01:00:55demonstriert Konstantins
01:00:57neuen Status
01:00:58als Kaiser Roms.
01:01:03Die Kugel symbolisiert die Herrschaft
01:01:06über die damals bekannte Welt.
01:01:09Gut 11 Meter hoch ist der Koloss.
01:01:14Intakt erhalten war nur der mächtige Schädel
01:01:17und einige Körperteile.
01:01:22Repräsentation war ebenso wichtig
01:01:25wie eine in harmonischer Eintracht vereinte Herrscherfamilie.
01:01:33In der Schatzkammer der Wissenschaftlichen Bibliothek
01:01:36in Trier lagert ein einzigartiges Porträt
01:01:40der kaiserlichen Familie.
01:01:42Der Adercameo.
01:01:48Der Schmuckstein aus Konstantins Zeit
01:01:51fand über 400 Jahre später
01:01:54am Hofe Karls des Großen
01:01:56Wiederverwendung als Deckelschmuck eines Evangelias.
01:02:02Von besonderer Relevanz ist dieser Stein in der Mitte
01:02:06ein spätrömischer Cameo,
01:02:09von dem wir mit guten Gründen annehmen können,
01:02:12dass er Kaiser Konstantin und seine Familie zeige.
01:02:15Zunächst die Kaiserin Mutter Helena mit Schleier,
01:02:18dann Konstantin selbst,
01:02:20mit Lorbeck-Ranz
01:02:21dann seinen jüngeren Sohn Konstantin II.
01:02:24seine Ehefrau Fausta
01:02:25und seinen erstgeborenen Sohn Crispus.
01:02:29Ein Bild der Harmonie.
01:02:32Aber innerhalb der Familie
01:02:34wüteten tödliche Intrigen um den Thron.
01:02:39Zu Beginn des Jahres 326 brach eine Katastrophe
01:02:42über den kaiserlichen Hof hinein,
01:02:44die das Reich in seine Grundfesten erschütterte.
01:02:47Im Mai 326 wurde Konstantins erstgeborener Sohn
01:02:52Crispus auf Befehl seines Vaters getötet.
01:02:55Die genauen Gründe bleiben unklar.
01:02:57Es blieb nicht der einzige Tote.
01:03:00Vermutlicher Schauplatz der nächsten Tat,
01:03:03eine römische Badanlage in der Nähe des Sessoriumpalastes,
01:03:06des Wohnsitzes der Kaisermutter Helena.
01:03:09Bei einem Feuer wurde das Bad zerstört.
01:03:12Helena ließ es wieder aufbauen,
01:03:14wie eine antike Inschrift belegt.
01:03:17Möglicherweise wurde hier Konstantins Frau Fausta
01:03:20im Jahr 326 getötet.
01:03:23Chronisten berichten, dass sie in einem Bad erstickt wurde.
01:03:27Die Forscherinnen gehen davon aus,
01:03:29dass Helenas Bad der Tatort war.
01:03:31Ich habe eine unglaubliche Idee,
01:03:34dass Helena ein Bad aus einem Anfall restauriert,
01:03:39während Fausta in einem Bad zu kalt.
01:03:43Das ist eine Sache.
01:03:45Wir sagen, dass sie eine Familie sind.
01:03:48Sie haben keine Geschichte.
01:03:49Die Baden sind nicht alle Benefische.
01:03:52Die Konstantinien und der Familie der Konstantinien.
01:03:56Das ist wahr.
01:03:58Auch das Motiv für Faustas Tod bleibt im Dunkeln.
01:04:01Sie soll mit ihrem Sohn Crispus
01:04:04eine inzestuöse Beziehung geführt haben.
01:04:07Andere Quellen bezichtigen Fausta einer Intrige,
01:04:10die zum Tod von Crispus führte.
01:04:11Zur Strafe dafür
01:04:13habe Konstantin seine eigene Ehefrau hinrichten lassen.
01:04:18Wie glaubwürdig sind solche Quellen?
01:04:20Wir wissen einfach nicht, was wir glauben sollen,
01:04:23was wir nicht glauben sollen.
01:04:25Wenn ich eine Meinung äußern müsste, würde ich sagen,
01:04:28dass Fausta wahrscheinlich schon eine Verschwörung angezettelt hatte
01:04:32gegen Crispus.
01:04:33Denn sie war sicherlich daran interessiert,
01:04:36ihre eigenen Söhne zu schützen
01:04:38und das Leben ihrer eigenen Söhne zu schützen.
01:04:40Weil Crispus aus einer anderen Linie stammte,
01:04:43der älteste Sohn war,
01:04:45der wahrscheinlich Konstantin beerben würde
01:04:47und sicherlich keinen Nebenkaiser haben wollte.
01:04:51Und insofern vielleicht schon den Plan hatte,
01:04:53diese drei kleinen Brüder, die ja noch Kinder waren zu dieser Zeit,
01:04:57aus dem Weg zu schaffen.
01:04:59An Konstantins Hof starben Menschen oft
01:05:03und das wollte sie sicher verhindern.
01:05:07Nach Faustas Tod ist jetzt Helena die starke Frau
01:05:11an der Seite ihres Sohnes Konstantin.
01:05:20Dessen Ziel, eine dauerhafte Dynastie zu gründen
01:05:24und das Reich neu zu ordnen.
01:05:28Vor allem will Konstantin der wachsenden wirtschaftlichen
01:05:31und religiösen Bedeutung des Ostens Rechnung tragen.
01:05:34Er gründet eine neue Residenzstadt
01:05:37an der Schnittstelle von Europa und Asien.
01:05:43Konstantin entschied sich für Byzantion,
01:05:45eine alte griechische Stadt, die er jetzt umbauen und umwidmen ließ.
01:05:49Sie sollte später als Konstantinopel
01:05:51oder auch als das neue oder zweite Rom bekannt werden.
01:05:55Und damit sich die Bevölkerung seiner neuen Hauptstadt
01:05:58wie in Rom fühlte,
01:05:59ließ er einen Teil der mehrfach im Jahr segelnden Getreideflotten
01:06:04nach Konstantinopel umlenken,
01:06:06um der Bevölkerung dort kostenloses Getreide zu schenken.
01:06:10In Konstantinopel lässt Konstantin im großen Stil bauen.
01:06:15Eine Paradestraße führt auf den Kaiserpalast zu.
01:06:18Vorbei am Konstantinforum, der Apostelkirche und der Rennbahn.
01:06:23Ein prunkvoller Rahmen für triumphale Veranstaltungen.
01:06:28Die erste Stadtmauer musste später weiter ins Umland verlegt werden,
01:06:34weil Konstantinopel rasant auf über 300.000 Einwohner wuchs.
01:06:42Büyük Konstantinus döneminde, Konstantinopelis'in imari sürecinde
01:06:46tabi kentin savunması da öne çıkan bir konuydu.
01:06:49and the Imperator, the Kusal Havariler Kilises'in in the back of the city of Haliç and Marmara Denizi
01:06:56of the north from the north to the north to the north to the north to the north.
01:07:03This building is in the day of our time, but in the 2 km of the north to the 5.
01:07:12Y.
01:07:122. Teodosius' döneminde inşası tamamlanan kara surları antik dönemden günümüze deyin korunmuş en önemli kent suru kalıntıları olarak
01:07:24bütün ihtişamıyla varlıklarını koruyorlar.
01:07:28Antik çağdan ya da orta çağdan günümüze ulaşmış en önemli, bugüne ulaşmış en önemli şehir savunma sistemlerinden biri kabul edilir
01:07:44Für die Versorgung der Hauptstadt mit Trinkwasser werden Aquädukte gebaut, die aus bis zu 60 km Entfernung Wasser in unterirdische
01:07:54Speicher leiten.
01:07:57Die größte der heute noch erhaltenen Zisternen ist die Cisterna Basilica, die im 6. Jahrhundert fertiggestellt wurde.
01:08:07Die gewaltige Anlage ist 138 Meter lang und 65 Meter breit.
01:08:18Für zwei Säulenbasen verwendeten die Architekten Medusenhäupter aus anderen Bauten.
01:08:29Die Zisterne speichert 80.000 Kubikmeter Wasser. Nur für den Kaiserpalast.
01:08:43Unter Konstantin wurde der Grundstein zu einem weiteren religiösen Bauwerk gelegt. Am selben Ort wie die spätere Hagia Sophia.
01:08:52Allerdings wurde Konstantins Kirche zerstört. Was wir heute sehen, stammt aus dem 6. Jahrhundert.
01:09:00Die Hagia Sophia gilt als eines der bedeutendsten Gebäude aller Zeiten.
01:09:09Nie zuvor wurde eine so große und hohe Kuppel gebaut. Mit ursprünglich 33 Meter Spannweite ruht sie auf nur vier
01:09:20Tragepunkten.
01:09:21Prächtige Mosaiken schmücken das Kirchen rund und vermitteln ein großartiges Bild spätantiker Pracht.
01:09:29Bis zu ihrer Umwidmung durch die türkischen Eroberer 1453 war sie die Hauptkirche des Byzantinischen Reichs und religiöser Mittelpunkt der
01:09:40orthodoxen Kirche.
01:09:42So prächtig seine Bauten sind, so ehrfurchteinflößend war auch Konstantins Hof zeremoniell.
01:09:50Bischof Eusebius von Caesarea beschrieb die Eröffnung eines Kirchenkonzils.
01:09:56Alle erhoben sich auf ein Zeichen hin, das den Einzug des Kaisers anzeigte.
01:10:01Er selbst schritt durch ihre Mitte wie ein himmlischer Engel Gottes und setzte sich auf einen goldenen Stuhl.
01:10:08Und deshalb sieht man ihn gleich rechts von der Gottesmutter verewigt. Von seinem Nachfolger Kaiser Justinian.
01:10:181000 Jahre lang sollte die Hagia Sophia die größte Kirche der Welt bleiben.
01:10:24Auch die Kirche der Heiligen Irene unmittelbar in der Nähe geht auf die Dynastie Konstantins zurück.
01:10:55Die türkischen Eroberer nutzten die Kirche zwischenzeitlich als Waffenlager.
01:11:00Heute ist sie Museum und Konzertsaal.
01:11:10Am höchsten Punkt der antiken Stadt ließ Konstantin für seine Einweihungsfeierlichkeiten einen runden Platz anlegen. Geschmückt von einer hohen Säule.
01:11:20.
01:11:22330 yılının 11 Mayıs'indaki gerçekleşen törenlerde bulunduğumuz alandaki Konstantinus Forumunda gerçekleşmişti.
01:11:32It was just in front of me, in the Büyük Konstantinus period of this forum.
01:11:39It was the most important story of Istanbul in Istanbul.
01:11:46It was about 34 meters high of this story of Porfir, and at the top of Büyük Konstantinus' Sol Invictus.
01:11:57One last reminiscent of the heidnian sun god.
01:12:14A chronist berichtet, that the Christians the image, that on the Porfir-Saule stand,
01:12:21wanted to make them through the Opfer and bring them to him as before a god.
01:12:27Konstantin, Kaiser und Gott.
01:12:48Eine im 5. Jahrhundert entstandene Elfenbeinschnitzerei zeigt, wie sich er und seine Nachfolger gern präsentierten.
01:12:56Auf einem prachtvoll geschmückten Wagen wird ein Reliquienschrein zu einer neu erbauten Kirche transportiert und von der Kaiserin empfangen.
01:13:05Geistliche singen Hymnen und schwingen Weihrauchampeln. Wie an Konstantinshof.
01:13:16Das höchste Privileg war es sicherlich, des Kaisers angesichtig werden zu dürfen und den kaiserlichen Purpur zu küssen.
01:13:22Dazu kniete man wahrscheinlich vor dem Kaiser nieder, führte einen Zipfel oder Saum des Staatsgewandes an seinen Mund und küßte
01:13:29es.
01:13:29Dieses sogenannte Adorationsrecht war ein hoch begehrtes und wertgeschätztes Privileg.
01:13:35Wir wissen, dass hochrangige Beamte, aber auch Soldaten und Offiziere teilweise aus großer Distanz an den Hof reisten, um genau
01:13:42dieses Privileg wahrnehmen zu dürfen.
01:13:45Begünstigt durch Religionsfreiheit und gefördert durch Konstantin breitet sich der christliche Glaube im Römischen Reich aus und verdrängt die anderen
01:13:54Religionen.
01:13:55Vor allem in den Küstenstädten des östlichen Mittelmeeres entstehen blühende Gemeinden.
01:14:00Im vierten Jahrhundert herrscht Aufbruchstimmung unter Christen. Überall im Reich gewinnt ihre Kirche neue Anhänger.
01:14:08Im Mainzer Leibniz-Zentrum für Archäologie werden Fundstücke aus der Spätantike akribisch restauriert.
01:14:16Die wegen ihrer Form sogenannte bronzene Zwiebelkopffibel ist vergoldet und hielt wahrscheinlich ein hochherrschaftliches Gewand zusammen.
01:14:28Das Christogramm schmückte die edle Gebissstange eines Pferdes. Das Jesuskreuz sollte Ross und Reiter schützen.
01:14:42Römische Tradition und christliche Religion kommen in dieser kostbaren Schale zusammen.
01:14:51Wir haben hier eine Terrasigilata-Schale, die ungefähr aus der zweiten Hälfte des vierten oder der ersten Hälfte des fünften
01:14:59Jahrhunderts datiert.
01:15:01Sie stammt von Töpfereien in Nordafrika, die in dieser Zeit sehr berühmt waren für ihre Sigilata-Gefäße, die sich über
01:15:09den ganzen Mittelmeerraum verbreitet haben.
01:15:11Zu sehen ist hier drauf eine christliche Darstellung aus dem Neuen Testament.
01:15:17Und zwar haben wir auf der linken Seite Jesus, der ein Wunder vollbringt.
01:15:24Es handelt sich hier höchstwahrscheinlich um die Heilung eines lahmen oder Gichtbrüchigen, denn in der Mitte ist die Figur dargestellt,
01:15:32die ihr Bett davon trägt.
01:15:34Bei Terrasigilata handelt es sich um eine ganz typisch römische Keramikform, die es schon seit dem ersten Jahrhundert vor Christus
01:15:43gibt und im römischen Reich immer sehr weit verbreitet war.
01:15:48Nun, ab dem vierten Jahrhundert wird diese Technik auch genutzt, um auf den Gefäßen Darstellungen mit christlichen Inhalten zu zeigen.
01:15:58Und auch das verbreitet sich dann sehr schnell im gesamten Mittelmeerraum.
01:16:02Das Christentum profitierte nicht nur vom Kaiser, sondern auch von seiner Mutter Helena, die Geschichtsschreibern zufolge 326 den Osten besucht.
01:16:12Als Helena zu ihrer Reise nach Jerusalem aufbrach, war sie über 80 Jahre alt.
01:16:18Ein wirklich hohes Alter für eine Frau in dieser Zeit, aber sicherlich auch für eine Frau, die eine solche Reise
01:16:24unternehmen sollte.
01:16:25Und sie hat da Strapazen auf sich nehmen müssen, sie war zwei Jahre unterwegs.
01:16:31Palästina ist damals ein Hotspot wachsender christlicher Gemeinden, die auch immer mehr politisches Gewicht gewinnen.
01:16:39Offiziell reist Helena in religiöser Mission.
01:16:44In Wirklichkeit war es aber eine diplomatische Mission, denn für Konstantin war der Osten noch terra incognita.
01:16:52Dort musste vor allem mit den Bischöfen gute Kommunikation aufgebaut werden und genau das machte Helena.
01:17:00Als Zeichen seiner Unterstützung lässt Konstantin eine Kirche auf dem Felsen Golgatha errichten. Dort, wo der Bibel nach Christus hingerichtet
01:17:10wurde.
01:17:11Und hier auf diesem Felsen soll Helena Splitter vom Kreuz Jesu gefunden haben.
01:17:20Das kann aber nicht stimmen, weil die Kirche ja schon gebaut worden war, auf dem Grund, wo die Kreuzreliquie gefunden
01:17:26wurde.
01:17:27Was aber passiert sein kann, meiner Meinung nach, war, dass etwas gefunden worden war, was für eine Kreuzreliquie gehalten wurde,
01:17:35kurz bevor Helena dort ankam und ihr dann ein Teil dieser Reliquie überreicht wurde als Geschenk für den Kaiser.
01:17:46Und dann schickte sie die Reliquie an ihren Sohn Konstantin, der sie der Legende nach in sein Diadem einfügte,
01:17:53in das Zaumzeug seines Pferdes, in seine Säule, seine Siegessäule in Konstantinopel und sie möglicherweise auch nach Rom schickte,
01:18:01damit sie dann in Santa Grote in der Kapelle untergebracht werden konnte.
01:18:07Jedenfalls wird um 330 ein großer, rechteckiger Saal von Hellenas Residenz in Rom in eine christliche Basilika umgewandelt.
01:18:16Die heutige Kirche Santa Croce.
01:18:24Als Konstantin die Kirche gegründet hat, hat er ja diese Halle des Severischen Palastes übernommen und in eine Kirche umgewandelt,
01:18:33indem er eine Absis angebaut hat und zwar im Osten. Das ist heutzutage üblich, Kirchen sind geostet.
01:18:41Damals war aber Santa Croce die erste Kirche in Rom, die einen Absis auf der Ostseite hatte.
01:18:52Heute ist die Kirche dreischiffig. Zur Zeit von Konstantin war sie aber nicht vertikal getrennt, sondern horizontal.
01:19:04Das heißt, es standen drei Wände, die das Schiff getrennt haben und die wurden vielleicht deswegen angelegt,
01:19:14um die kaiserliche Familie vom Klerus und die Klerus vom Volk zu trennen.
01:19:28Die Kapelle der Hellener, der eigentlich im konstantinischen Sinne der wichtigste Raum in diesem Gebäude ist,
01:19:37denn dies ist ein Raum aus dem frühen vierten Jahrhundert, der vielleicht Hellenas Privatkapelle war.
01:19:51Hier handelt es sich um einen Marmorsockel, auf dem eine Statue von Hellener stand.
01:19:57Hier haben wir die Inschrift und können lesen, dass die Statue Hellener gewidmet war.
01:20:02Und wir können an der Größe des Marmorsockels sehen, wie groß diese Statue gewesen sein muss.
01:20:10Es wird auch manchmal behauptet, dass die Statue hier drüben eine antike Statue war, die auch Hellener dargestellt haben soll.
01:20:20Ist aber wahrscheinlich eine umgearbeitete Statue einer römischen Göttin, wahrscheinlich Juno.
01:20:26Helena, eine Christin als Stadthalterin des Kaisers in der alten Hauptstadt des Römischen Reichs.
01:20:34Rom war für Konstantin wichtig. Das wird oft übersehen, weil er selber vielleicht nur dreimal hier war und Konstantin Rumpel
01:20:42gegründet hat.
01:20:43Aber Konstantin hat seine Familie strategisch eingesetzt, um dort zu sein, wo er nicht sein konnte, an Orten, die ihm
01:20:49wichtig waren.
01:20:50In Rom war das seine Mutter, Hellener, die, als sie gelebt hat, hier residiert hat und als sie gestorben ist,
01:20:57hat Konstantin sie hier begraben.
01:21:01Konstantins Mutter starb vermutlich 330.
01:21:04Gemäß der Tradition lässt er ihr ein Grab an einer der römischen Ausfallstraßen bauen.
01:21:10Das ist das Mausoleum der Hellener, das Konstantin ursprünglich für die gesamte kaiserliche Familie gebaut hat, an diesem Ort, der
01:21:19vier Kilometer außerhalb von Rom liegt.
01:21:23In der ehemaligen Residenz Konstantins ist Hellenas Wirken noch lebendig.
01:21:35Julia Hillner ist für einen außergewöhnlichen Anlass nach Trier gekommen. In der Domschatzkammer werden für sie Vitrinen geöffnet.
01:21:45Helena brachte kostbare Reliquien mit, der heilige Rock, Teile des Kreuzes und einen Kreuzesnagel.
01:21:53So ist sie dargestellt, in der einen Hand die Kreuzesnägel, im anderen Arm das Kreuz liegend.
01:22:00Eine wunderbare Tradition, die uns bis ins vierte Jahrhundert zurückblicken lässt.
01:22:08Im Dom hat die Statue der Heiligen einen Ehrenplatz.
01:22:20Der tausend Jahre alte Andreas-Tragaltar ist ein Meisterwerk der mittelalterlichen Goldschmiedekunst.
01:22:33Er ist benannt nach der wichtigsten in ihm verwahrten Reliquier, einer Sandale des Apostels Andreas.
01:22:41Symbolisiert durch einen goldenen Fuß als Deckelschmuck.
01:22:45In dem Reliquier sollen sich Glieder der zur Fesselung des heiligen Petrus benutzten Kette und die Barthaare des heiligen befinden.
01:22:55Helena soll sie dem Dom geschenkt haben.
01:22:59Mit im Altarkasten lag auch eine Trinkschale der heiligen Helena. So erzählt es die Legende.
01:23:08Nachweislich antiken Ursprungs ist der heilige Nagel, den Helena aus Golgatha mitgebracht, dem Bistum Trier überlassen haben soll.
01:23:20Für ihn ist extra eine Monstranz maßgefertigt worden.
01:23:25Zu besonderen Feierlichkeiten wird der eiserne Nagel aus seiner kostbaren Hülle genommen und in die Monstranz eingesetzt.
01:23:33An hohen Feiertagen steht sie auf dem Hochaltar, damit die Gläubigen sie verehren können.
01:23:50In einer Kapelle hinter dem Hochaltar ein weiteres Geschenk der Helena. Der heilige Rock.
01:23:57Frommer Legende nach soll es sich um das Gewand Jesu handeln.
01:24:05Verschlossen unter einem klimatisierten Glaszelt ruht die Reliquie in einem Holzbehälter.
01:24:12Nur bei den großen Heilig-Rock-Wallfahrten wird sie der Öffentlichkeit gezeigt.
01:24:19Zuletzt konnten Gläubige das Gewand 2012 sehen.
01:24:23Ob Kaiserin Helena den heiligen Rock wirklich nach Trier brachte, ist nicht belegt.
01:24:29Auch eine textilarchäologische Untersuchung konnte das Alter des Gewebes nicht zweifelsfrei bestimmen.
01:24:39Jedes Jahr am 18. August wird in Trier die gewaltige Helena-Glocke im Domturm geläutet.
01:24:46Dann wird der Schädel der Heiligen zur Verehrung ausgestellt.
01:24:59Die Reliquie der Mutter Konstantins wurde dem Bistum Trier im Spätmittelalter geschenkt.
01:25:07Freut euch, wir sind Gottes Gott.
01:25:12364 Tage im Jahr ist der Schädel in einem Schrein verborgen.
01:25:19Lass uns beten.
01:25:21Herr und Gott, König deiner Heiligen, sieh auf die Kirche von Trier und erwarme dich unserer und der heiligen und
01:25:31seligen Willen, die in unserem Land gelebt und gewirbt haben.
01:25:39Immer wieder kommen Anfragen, wo ganz viele Kapellen den Namen der heiligen Helena tragen, dass man immer wieder anklopft und
01:25:48um die Gabe einer Reliquie bittet.
01:25:51Wir sind da sehr zurückhaltend und wissen im Einzelfall da auch großzügig zu sein.
01:25:58Als römische Kaiserresidenz und Wirkungsort der heiligen Helena symbolisiert Trier den Übergang von der heidnischen Antike zur christlichen Ära.
01:26:11Ja und die Geschichte auch mit dem Geschehen um ihren Sohn, den wir nicht als Heiligen in unserem Verständnis begreifen
01:26:20können, der aber sehr wohl in der orthodoxen Kirche als Heiliger verehrt wird.
01:26:24Die hat sich in den Seelen und Köpfen der Trierer auch bewahrt bis heute.
01:26:36Am Ende seines Lebens kehrt Konstantin nach Nicomedia zurück. Das heutige Ismet.
01:26:43Hier, wo er seine Jugend am Hof Kaiser Diokletians verbrachte, stirbt er im Jahr 337.
01:26:53Erst auf dem Sterbebett habe er sich taufen lassen, so heißt es.
01:26:59Konstantin hatte wie jeder römische Kaiser Blut an den Händen. Er war wie jeder römische Kaiser ein Machtpolitiker, der auch
01:27:05brutal agieren konnte.
01:27:11Konstantin war ein Kaiser der Einheit und der Einigkeit.
01:27:14Er verfolgte die Politik des einen Reichs, regiert von der einen Familie, geschützt durch den einen Gott.
01:27:21Und nach den Krisen und Experimenten des dritten Jahrhunderts war das Visionär und dadurch hat er nochmal ein tausendjähriges Reich
01:27:29geschaffen.
01:27:33Konstantins Entscheidungen hatten weitreichende Konsequenzen und prägten nicht nur das römische Reich, sondern die europäische Geschichte.
01:27:40Die Legalisierung und anschließend die Förderung des Christentums machten es im Laufe des vierten Jahrhunderts zu der dominierenden Religion des
01:27:48römischen Reiches und waren Weichenstellen für die Entwicklung Europas.
01:27:54Indem er Konstantinopel gründete, hat er es ermöglicht, die Traditionen der Antike bis ins 15. Jahrhundert lebendig zu halten.
01:28:05Nach seinem Tod am 22. Mai 337 wird sein Leichnam in Konstantinopel in der Apostelkirche beerdigt.
01:28:16Die Kirche ist heute zerstört. Seine Grabstätte unaufindbar.
01:28:51Untertitelung des ZDF für funk, 2017
01:29:04Untertitelung des ZDF für funk, 2017
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