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KurzfilmeTranskript
00:00:03Musik
00:00:33Marta?
00:00:47Marta?
00:00:48Marta?
00:00:49Marta?
00:01:03Marta?
00:01:04Wo bist du?
00:01:05Marta?
00:01:22Marta?
00:01:28Achtung!
00:01:29Marta?
00:01:31Marta?
00:01:33Marta?
00:01:33Marta?
00:01:35Matta.
00:01:59Du hast so fest geschlafen.
00:02:02Ich wollte dich nicht wecken.
00:02:03Bis später, Florian.
00:02:10Ich bin bei Mutter Weibel von der Bienenalp.
00:02:14Ich wollte die im Rechten sehen und bin rechtzeitig wieder zurück.
00:02:18Marie.
00:02:19Das ist nicht dein Ernst, Schwesterherz. Das ist nicht dein Ernst.
00:02:26Ach, Fritzi.
00:02:28Das sieht so aus, als ob wir beide den Tag heute allein wuppen müssen.
00:02:32Ja.
00:02:34Weißt du was? Ich geh mal in den Dusch und du machst schon mal den Cappuccino.
00:02:40Gut, dann mache ich den Cappuccino.
00:02:41Ja.
00:02:44Ja.
00:02:45Ich bin schreck eingejagt.
00:02:47Ich habe schon gedacht, du bist tot.
00:02:50Tut mir leid.
00:02:52Aber in der letzten Zeit kippe ich immer wieder um.
00:02:57Einfach so.
00:02:59Warum bist du eigentlich da?
00:03:01Ja, du warst so lange nicht mehr auf dem Markt.
00:03:02Da wollte ich mal nach dir schauen.
00:03:04Gott sei Dank.
00:03:06Das alles will einfach nicht mehr so, wie ich will.
00:03:09Was soll ich denn machen?
00:03:13Bitte, sei so lieb und hol mir meine Propolisalbe aus dem Schlafzimmer.
00:03:19Siehste?
00:03:20In dem braunen Topf.
00:03:21Neben dem Bett.
00:03:39War's gut.
00:03:41Martha?
00:03:45Martha?
00:03:50Marta? Was ist denn mit dir? Marta?
00:04:06Ja, Marie Huber, es gibt einen Notfall auf der Bienenalp.
00:04:13Die Marta Weibel. Ja.
00:04:34Ah, da kommt Papa schon. Ja, ich weiß. Stand die ganze Zeit da oben, hat uns beobachtet. Statt mal mit
00:04:41uns zu reden, wollte alles so viel leichter machen.
00:04:45Da hast du sicher recht. Aber seit der Testamentseröffnung glaubt er, alle haben sich gegen ihn verbündet.
00:04:51Ja, es macht schon irgendwie Sinn. Erst erfährt er, dass du und nicht Sebastian sein Vater ist, dann bekommt Georg
00:04:57den gesamten Hof und er geht völlig leer aus.
00:04:59Na ja, nicht ganz. Da krieg ich die Hälfte ja ausbezahlt.
00:05:03Ja, Karl. Ausgezahlt. Das müsstest du ja nicht am besten wissen.
00:05:06Ja, ja, das tu ich ja. Aber trotzdem, wenn der Mechanik mal aufhört, uns alle als Feinde zu betrachten, kannst
00:05:14du ihm wenigstens sagen, dass ich jederzeit für ihn da bin und warte?
00:05:19Ich muss los. Mach's gut, Opa.
00:05:24Hallo.
00:05:30Kannst du bitte endlich mal einen Schritt auf Karl zu machen? Er ist dein Vater und er möchte einfach mit
00:05:34dir sprechen.
00:05:35Tja, das hätte er in den letzten 40 Jahren machen können. Wollt er nicht.
00:05:39Ja, ich weiß. Und trotzdem finde ich, sollte man mit Menschen sprechen, bevor man beschließt zu schweigen.
00:05:45Ja.
00:05:46Es kommt mal los.
00:06:02Das ist doch ein Vollidiot.
00:06:04Stell dir das mal andersrum vor. Florian, wir kämen in den Hof und du würdest deinen Anteil ausbezahlt bekommen.
00:06:12Bei Sebastian und dir war es doch ganz genauso.
00:06:14Ja, das macht es ja nicht richtiger.
00:06:16Außerdem hatten dein Vater und ich noch ein ganz anderes Problem. Deine Mutter.
00:06:23Was machst du hier eigentlich?
00:06:25Die Maklerin hat gemeint, ich soll die Küche separat verkaufen. Das würde den Gesamtpreis nicht mindern.
00:06:31Wie willst du den Hof überhaupt verkaufen, wenn Florian nicht einlenkt?
00:06:35Solange er sich gegen das Erbe stemmt, kommt er auch nicht an sein Geld.
00:06:39Aber irgendwann geht ihm die Luft aus.
00:06:42Dir dann aber auch. Ihr sitzt beide bald auf dem Trocknen. Lasst es nicht so weit kommen.
00:07:04Ah, es ist herrlich hier oben.
00:07:07Da leg mal ein bisschen Ruhe von dem ganzen Stress da unten.
00:07:11Ich gehe nicht zurück nach München. Ich will nicht mehr tanzen. Das weiß ich jetzt.
00:07:17Okay.
00:07:18Ich habe mich beim Bundesfreiwilligendienst gemeldet für die Flüchtlingshilfe.
00:07:22Du willst ins Flüchtlingslager?
00:07:24Ja, vielleicht. Aber das ist noch viel mehr.
00:07:28Hast du Karl dir ins Ohr gesetzt?
00:07:30Mir setzt keiner was ins Ohr. Ich bin langsam alt genug, mir meine Gedanken selber zu machen.
00:07:37Weißt du, Papa, das ist mein Leben. Ihr macht doch auch, was ihr wollt, Mama und du.
00:07:41Finde ich auch nicht immer so toll.
00:07:48Wann wird es losgehen?
00:07:51Erstmal muss ich nach Frankfurt zu so einem Vorbereitungslehrgang und dann geht es richtig schnell.
00:07:55Dann steht das also fest?
00:07:57Warum sollte ich hier bleiben? Kannst du mir einen Grund dafür nennen?
00:08:03Ich wohne seit Wochen mit meinem neuen Opa und meinem Onkel auf dem Hof.
00:08:06Mama wohnt im Dorf in irgendeiner Wohnung, du in irgendeiner abartigen Werkstatt.
00:08:10Und alle sprechen nur noch übereinander statt miteinander.
00:08:14Darin bin ich schuld.
00:08:19Ich glaube, du hast eine Menge auf die Fresse bekommen in der letzten Zeit.
00:08:24Aber du bist auch der Einzige, der diesen Zustand beenden kann.
00:08:27Ach, Mina.
00:08:29Georg wartet auf ein Zeichen. Mit Mama sprichst du auch nicht mehr.
00:08:33Sie versucht irgendwie wieder Boden unter die Füße zu bekommen.
00:08:35Ihr geht es richtig beschissen. Und wie soll das klappen ohne Geld?
00:08:39Mina, was soll ich denn machen? Ich habe auch kein Geld. Wie oft noch?
00:08:42Es stimmt doch so nicht. Du hast doch gerade eine Menge geerbt.
00:08:44Nur weil du zu stolz bist, dein Erbe anzuerkennen, muss Mama nicht darunter leiden.
00:08:49Du bist dir was schuldig.
00:08:54Du kannst die Prozept mitnehmen.
00:08:55Ich glaube nicht, dass du alt genug bist.
00:08:56Es gibt ...
00:09:02Mann.
00:09:09Milla?
00:09:16Milla.
00:09:19Vielleicht zieh als Rück auf den Hof.
00:09:22Ich meine, immerhin hat Sebastian mir das ausdrücklich in seinem Testament zugesagt.
00:09:28Lebenslanges Wohnrecht fürs Kuckuckziehen.
00:09:31Du, die Idee finde ich großartig, alles andere eher nervig.
00:09:57Solange das Erbe nicht entschieden ist, also wenn ihr Nochgatte nicht zustimmt, solange haben sie schlechte Karten.
00:10:05Ihr Nochgatte hat aktuell keinen Verdienst, somit gestaltet sich ein Trennungsunterhalt mehr als schwierig.
00:10:11Das Erbe ist eingefroren und selbst wenn nicht, ist so ein Erbe natürlich erstmal eine höchstpersönliche Angelegenheit.
00:10:18Was bedeutet das?
00:10:20Der Hof hat bis zu seinem Tod ihrem Schwiegervater gehört. Das bedeutet, dass Sie keine Ansprüche darauf anmelden können.
00:10:26Achso, und dass ich mein halbes Leben auf diesem Hof gearbeitet habe.
00:10:29Dass der mit Sicherheit nicht so dastehen würde, wie er heute dasteht ohne Milch.
00:10:34Ja, das ist dann einfach so.
00:10:35Ja, Ihr Gatte muss wahrscheinlich erst ran, wenn Sie geschieden sind. Vorher sind uns nahezu die Hände gebunden.
00:10:41Mein Geld reicht vielleicht noch so zwei, drei Monate. Dann kann ich meine Miete nicht mehr bezahlen.
00:10:46Ziehen Sie zurück in die eheliche Wohnung, Frau Leitner. Das kann Ihnen niemand verwehren. Ihre Tochter ist doch auch noch
00:10:51da.
00:10:52Vielen Dank.
00:10:52Geben Sie sich in die Miete.
00:10:53Vielen Dank.
00:10:54Dann haben Sie wenigstens nicht mehr die Miete am Hals.
00:11:20Ach, Marie, schön, dass du dich auch mal meldest. Und danke deiner Tochter geht es...
00:11:24Lisa, jetzt halt einfach mal den Mund. Martha geht es beschissen. Und ich fahre jetzt im Krankenwagen hinterher und kümmere
00:11:31mich um sie.
00:11:31Sag mal, hast du meinen Wagen genommen, Marie? Das geht nicht. Ich habe gleich einen super wichtigen Termin wegen Kendrich
00:11:36und da muss ich die aufmachen. Wie soll denn das funktionieren?
00:11:38Ich hole Fritzi nachher bei dir ab.
00:11:52So, Fritzi, dann zeige ich dir jetzt mal, wie man zu Fuß im Stall. Das kannst du dir auch schon
00:11:56mal merken. Das wird später nämlich auch kein Schulweg sein.
00:11:59So, Fritzi, dann zeige ich dir jetzt mal, wie man zu Fuß im Stall ist.
00:12:26Und? Wie geht's ja?
00:12:27Frau Huber, ich habe es Ihnen doch erklärt. Ich darf Ihnen keine Auskunft geben. Sie sind nicht verwandt mit Frau
00:12:31Weibel.
00:12:33Noch so viel. Sie schläft jetzt und das ist auf alle Fälle das Beste.
00:12:58Entschuldigung, Frau Doktor, ich weiß, Sie haben Ihre Vorschriften und das ist auch gut so.
00:13:01Aber ich bin nun mal die Einzige, die sich um Martha kümmert. Und ich muss deshalb wissen, was los ist.
00:13:07Was ich tun kann, wie ich helfen soll.
00:13:11Gut, komm, Sie rein.
00:13:18Frau Weibel wird sterben, schon bald.
00:13:23Ihre Schmerzen werden schlimmer werden, unerträglich.
00:13:27Aber wir können ihr helfen.
00:13:29Sie sollte es so leicht haben wie möglich. Das ist das Einzige, was Sie für sie tun können.
00:13:33Sie will aber nicht.
00:13:35Sprechen Sie mit ihr.
00:13:37Hat Sie Angehörige?
00:13:39Einen Sohn Leonard, aber ich habe keine Ahnung, wo der ist.
00:13:44Unter ärztlicher Aufsicht sollten wir Sie noch eine Weile stabil halten.
00:13:47Wenn Sie ihn finden, dann kann er ja seine Mutter nochmal sehen.
00:13:52Wenn Sie aber darauf besteht, auf den Hof zurückzukehren, dann können wir nichts mehr für Sie tun.
00:13:58Ja.
00:14:00Ich rede nochmal mit ihr.
00:14:03Danke.
00:14:20Wie gesagt, ich verstehe es glaube ich nicht.
00:14:23Kendrich ist ja nicht blöd, aber diese Klage hier, die ist sowas von unsinnig.
00:14:27Gut, dass du das so siehst. Ich verstehe es nämlich auch nicht.
00:14:30Er behauptet, du hättest für ihn das Mandat gegen den Kulturbahnhof übernommen
00:14:35und dann wärst du auf die Gegenseite gewechselt.
00:14:39Habe ich natürlich nicht.
00:14:40Also du hast keinen Vertrag bei Kendrich unterschrieben, richtig?
00:14:43Absolut richtig.
00:14:44Du hast auch kein Geld von ihm bekommen und du hast dich in dem sich hier anbahnenden Interessenkonflikt immer eindeutig
00:14:49positioniert.
00:14:50Richtig.
00:14:55Widersprechen wir dem Vorwurf des Parteienverrats und tragen zu den vom Kläger angeführten Punkten wie folgt vor.
00:15:01Erstens, meine Mandantin Lisa Huber befand sich in dem hier relevanten Zeitraum zu keiner Zeit in einem Vertragsverhältnis zur Kanzlei
00:15:09des Klägers.
00:15:10An solches muss aber grundsätzlich gegeben sein, um überhaupt von einem Parteienverrat zu sprechen.
00:15:16Zweitens, aus dem unter Punkt 1 Gesagten ergibt sich, dass meine Mandantin nicht davon ausgehen konnte, für die Kanzlei des
00:15:22Klägers zu arbeiten.
00:15:46So weit ist es also mit mir gekommen.
00:15:50Auf der einen Seite läuft was in mich rein und auf der anderen Seite läuft sie da raus.
00:16:00Ist ja gut.
00:16:02Ist gut.
00:16:03Ich habe keine Angst.
00:16:05Ich bin froh, dass du da bist.
00:16:11Ich habe mit der Frau Dr. Sattler gesprochen.
00:16:13Ja, ja, ja, ich weiß schon.
00:16:18Die Schmerzen werden unerträglich und die hier, die können was dagegen tun.
00:16:25Aber dann liege ich hier nur so rum und kriege nichts mehr mit.
00:16:30Warum soll ich das machen? Kannst du mir das sagen?
00:16:33Die Ärztin hat gesagt, du könntest so lange leben, bis der Leonhard da ist.
00:16:39Ihr könnt sich von hier verabschieden.
00:16:43Wer sagt, dass ich das will?
00:16:48Vielleicht will ich ja gar nicht, dass mein Bub mich so sieht.
00:16:51Mit allen Schläuchen und voll mit Morphium.
00:16:56Ich hätte mich gern vom Papa verabschiedet.
00:16:59Ja.
00:17:02Ja, ich weiß.
00:17:14Ich habe mein Leben lang oben auf meiner Alp gelebt und habe von niemandem was verlangt.
00:17:26Und jetzt, jetzt, wo es so entgeht, jetzt soll ich nicht mehr selber entscheiden können, wo und wie ich sterben
00:17:33will.
00:17:34Stell dir vor, Marie, die würden das mit dir machen.
00:17:45Komm, wir fahren nach Hause.
00:17:52Ja.
00:17:53Ja.
00:17:54Ja.
00:17:56Ach ja.
00:18:02Mila?
00:18:03Mila hat heute frei und die Bar ist noch geschlossen.
00:18:06Hi.
00:18:07Hi.
00:18:08Mila wollte was mit Flora in Unternehmen und da bin ich eingesprungen.
00:18:12Und was mit ihr hier?
00:18:13Lernst du sie gerade an?
00:18:14Hey.
00:18:19Willst du was trinken?
00:18:20Einen Kaffee?
00:18:21Ich habe schon gedacht, hier gibt es nichts.
00:18:23Ich nehme bitte einen Espresso.
00:18:26Kommt sofort.
00:18:28Ja.
00:18:30Hi.
00:18:36Okay, dass Florian und ich jetzt zusammen sind, das findest du eigenartig.
00:18:45Dass ich Florian damals deinen Liebesbrief nicht gegeben habe, das findest du?
00:18:51Ach Karin, inzwischen akzeptabel.
00:18:55Was wirklich?
00:18:56Ich habe immer gedacht, das verzeihst du mir.
00:19:07Naja, ich war damals 18 und ich dachte, ohne Florian geht die Welt unter.
00:19:12Aber als ich dann nach München gegangen bin, das habe ich schon genossen.
00:19:18Wahrscheinlich deswegen, weil er nicht dabei war.
00:19:21Ja, wahrscheinlich sogar.
00:19:26Gibt es denn eigentlich noch oder wieder?
00:19:32Ehrlich gesagt, ich kann dir das gar nicht genau sagen.
00:19:36Florian hat sich verändert.
00:19:41Er hat so düstere Phasen, ich kann es gar nicht genau einschätzen.
00:19:49Auf jeden Fall ist es schön, dass wir wieder miteinander reden.
00:19:52Das fühlt sich doch komisch an, aber total tot.
00:20:01Ich habe schon alles vorbereitet.
00:20:04Dann transferieren wir dein Konto von Berlin und alles, was dazugehört, hierher.
00:20:09Sehr gut.
00:20:10Zumal es sich ja mein staatliches Sümmchen hat.
00:20:13Ich habe mein Erbteil nie wirklich gebraucht und damals dachte ich, Gold ist eine sichere Sache.
00:20:18Und damit hattest du recht. Gold hat in den letzten Jahren wahnsinnig gut performt.
00:20:24Karl, ich freue mich, dass du jetzt hier bleibst. Wirklich.
00:20:29Sag, Martin, was, wenn ich kurzfristig Geld brauche?
00:20:33Mehr als das hier?
00:20:35Ich schätze mal das Doppelte.
00:20:37Wie ihr leiten, das waren immer Bauern. Vieh, Ländereien. Das können wir.
00:20:42Und dahin müssen wir wieder zurück.
00:21:12Ich will nicht mehr zwischen dir und Mama stehen.
00:21:15Verstehst du das?
00:21:16Klar.
00:21:20Jetzt fang bitte nicht wieder an zu streiten. Echt nicht.
00:21:25Versprochen wieder.
00:21:40Na?
00:21:41Na?
00:21:42Hältst du es nicht mehr aus ohne uns?
00:21:46Ein ganz schlimmes Halmweh.
00:21:49Dachte ich mir.
00:21:50Georg, ich komme zurück.
00:21:53Aha.
00:21:56Ein bisschen Ruhe verkaufen.
00:21:58Stimmt das?
00:22:01Vielleicht.
00:22:03Vielleicht gehe ich auch woanders hin.
00:22:06Als Koch.
00:22:07Gute Köche werden überall gesucht.
00:22:10Wünsche dir viel Glück.
00:22:12Mhm.
00:22:13Hey.
00:22:14Bin dann mal wieder weg, vor dass ihr noch ein Familientreffen ausartet.
00:22:17Ich habe hier eine junge Dame.
00:22:20Die möchte unbedingt zu ihrem Papa.
00:22:22Hallo, Fritzi.
00:22:24Es ist irgendwas mit Frau Weibel und Marie muss sie ins Krankenhaus bringen.
00:22:29Ja.
00:22:30Ja, ruf sie einfach an.
00:22:31Okay?
00:22:34Du?
00:22:36Flori, wie genau soll das weitergehen?
00:22:40Ich kann meine Miete nicht mehr bezahlen.
00:22:43Ich versuche mir was aufzubauen, aber mit leeren Händen.
00:22:45Findest du das fair?
00:22:47Ich verstehe dich ja, Karin.
00:22:49Mein Konto ist nur leider komplett leergefegt.
00:22:51Ja, du bist aber der Einzige, der was dagegen tun kann.
00:22:53Es scheint mir glaube ich, das gesamte Allgäu zu glauben.
00:22:56Ich denke die ganze Zeit an nichts anderes.
00:22:57Glaub mir.
00:22:58Ist doch nicht so leicht.
00:23:16Es dreht sich nur um sich selbst.
00:23:18Ja, und wenn er so weitermacht, dann...
00:23:20Ach, Mann.
00:23:27Warte kurz, ich muss Fritzi abholen.
00:23:29Ja.
00:23:42Ich weiß, du bist sauer, aber es ging nicht anders.
00:23:45Martha wartet im Auto und es geht ihr wirklich sehr schlecht.
00:23:47Sie wird sterben und ich will jetzt nur kurz Fritzi und dann...
00:23:50Lass uns bitte heute Abend reden.
00:23:52Die ist aber nicht mehr hier.
00:23:54Fritzi?
00:23:54Ja, die ist bei Georg.
00:23:56Wieso ist sie denn...
00:23:57Sag mal, geht's noch?
00:23:59Trinkt man hier vielleicht was zu trinken?
00:24:13Martha.
00:24:15Was darf es sein?
00:24:17Ein Bier, bitte.
00:24:18Aber ein dunkles, nicht so eine helle Brühe, hm?
00:24:21Kommt sofort.
00:24:25Wenn er tot ist, Martha ist aber noch ziemlich munter.
00:24:28Ja, sie hat Krebs im Endstadium.
00:24:30Die Ärztin wollte sie unbedingt in der Klinik behalten, aber Martha wollte partout nach Hause.
00:24:35Bier, sie?
00:24:36Ja, sie will keine Geräte, Schläuche und Medikamente.
00:24:40Sie will einfach in Ruhe sterben.
00:24:41Und da holst du sie einfach wieder aus dem Krankenhaus?
00:24:44Willst du jetzt entscheiden, was medizinisch das Beste für sie ist?
00:24:48Marie, wie willst du denn mit dieser Verantwortung klarkommen?
00:24:54Danke, Lisa.
00:24:55Danke für deine Hilfe.
00:24:56Und wer hilft mir?
00:24:58In der Bar, auf der Alb, mit Fritzi.
00:25:09So, lass es dir schmecken.
00:25:12Kannst dich drauf verlassen.
00:25:14Mach ich.
00:25:14Prost.
00:25:37Um meine Kuh mache ich mir keine Sorgen.
00:25:39Die findet dann zu Hause.
00:25:41Aber was passiert mit meinen Bienen, wenn ich weg bin?
00:25:45Das sind sowieso die Letzten.
00:25:47Voriges Jahr haben wir Milken gehabt.
00:25:49Die haben die ganzen anderen Völker vernichtet.
00:25:52Das ist ein Mistviecher.
00:25:54Wir werden schon was finden.
00:25:56Ja.
00:25:57Gar nicht so einfach.
00:26:03Das ist nur noch ein halbes Volk.
00:26:08Ah.
00:26:11Meine alte Königin, die ist auf und davon.
00:26:15Und sucht ein neues Zuhause.
00:26:19Und die Junge, wenn die nicht endlich heiratet.
00:26:25Die heiratet?
00:26:26Ja.
00:26:27Sie muss raus aus dem Stock.
00:26:29Zu ihrem Hochzeitsflug.
00:26:32Dort wird sie begattet.
00:26:33Und dann kommt sie zurück und kümmert sich um die Arbeitsbienen.
00:26:37Und deine Königin, die will nicht rauskommen.
00:26:41Sie muss raus.
00:26:46Muss begattet werden.
00:26:52Und zwar mehrfach.
00:26:54Gleich mehrfach.
00:26:59Diese Königinnen, die haben es faustdick hinter den Ohren.
00:27:07Marie.
00:27:09Schau doch mal nach innen.
00:27:13Ja, ich versuch's.
00:27:19Wenn's ruhig ist,
00:27:21dann ist die Königin noch im Stock.
00:27:44Ein paar Bienen dann schon da.
00:27:45Nur ein paar.
00:27:49Wenn die Königin unterwegs wäre,
00:27:52dann wäre der Teufel los.
00:27:54Dann wüsste das Volk,
00:27:57dass es jetzt losgeht.
00:27:58Was geht los?
00:28:00Das Leben.
00:28:03Lecker.
00:28:07Lecker.
00:28:09Mh, das ist lecker.
00:28:16Ja.
00:28:17Hallo, Georg.
00:28:18Ich bin's.
00:28:19Wir sind jetzt bei Marta auf dem Hof.
00:28:21Du kannst mir Fritzi vorbeibringen.
00:28:23Ja, kann ich.
00:28:24Du, sag mal,
00:28:25lass sie doch heute mal bei mir schlafen.
00:28:27Die liegt hier so schön und träumt.
00:28:30Es geht ihr doch gut.
00:28:32Warum soll ich sie dann wecken?
00:28:34Warum?
00:28:36Also, ich find das wirklich super,
00:28:37dass du dich halt um sie gekümmert hast.
00:28:39Aber jetzt kann sie wieder zu mir.
00:28:42Bringst du sie mir bitte.
00:28:43Jetzt.
00:28:44Marie.
00:28:46Unsere Tochter schläft jetzt
00:28:47und es geht ihr gut
00:28:47und wir hatten einen wunderschönen Tag zusammen.
00:28:50Und wenn du es nicht riskieren kannst,
00:28:51dass das Kind bei seinem Vater schläft,
00:28:54dann ruf doch die Polizei.
00:28:59Ja.
00:29:00Alles klar.
00:29:01Alles klar.
00:29:10Die Sache.
00:29:12Marie.
00:29:13Der Georg ist ihr Vater.
00:29:15Da kann die Kleine doch mal bei ihm schlafen.
00:29:17Aber.
00:29:18Nix aber.
00:29:19Er ist ihr Papa
00:29:20und sie hat das Recht, bei ihm zu sein.
00:29:24Du kannst ihn doch als Vater
00:29:26nicht an- und abstellen, wie du willst.
00:29:28Ja, aber das ist halt nicht einfach.
00:29:31Und außerdem hat sie noch nie woanders geschlafen.
00:29:35Ich weiß.
00:29:36Ich kenn das.
00:29:44Wie kann ich denn den Leonard erreichen?
00:29:48Der Pup.
00:29:49Der reist in der Weltgeschicht rum.
00:29:52Er restauriert doch Kirchen.
00:29:55Der hat für nix Zeit.
00:29:57Er wird schon wieder anrufen, irgendwann.
00:29:59Na, irgendwann ist zu spät, Martha.
00:30:02Ich muss ihm sagen, wie es dir geht.
00:30:03Und das weißt du.
00:30:04Er kommt nicht.
00:30:06Er war die ganzen letzten Jahre nicht da.
00:30:09Gib mir seine Telefonnummer.
00:30:10Ich ruf ihn an und du wirst sehen, er kommt.
00:30:12Das ist nicht nötig.
00:30:15Der Pup hat genug um die Ohren.
00:30:19Martha, ich helfe dir wirklich gerne.
00:30:21Aber ich finde, der Leonard hat ein Recht,
00:30:23darauf zu erfahren, wie es dir geht.
00:30:25Hm.
00:30:28In der obersten Schublade von der Kommode
00:30:30liegt ein Zettel, glaube ich.
00:30:33Ich will nicht schlafen.
00:30:34Es ist alles so anstrengend.
00:31:06Ich will nicht schlafen, wie es dir geht.
00:31:06Diese Hoffnummer ist nicht vergeben.
00:31:11Diese Hoffnummer ist nicht vergeben.
00:31:36Oben, das ist ja eine Überraschung.
00:31:38Ich hoffe, keine Böse.
00:31:39Ach Quatsch, ich habe noch nicht mit dir gerechnet.
00:31:42Willst du noch was trinken?
00:31:43Alles gut, ich möchte dich nicht von deinem Feierabend abhalten.
00:31:49Ich wollte dir was Persönliches sagen.
00:31:52Ich habe entschieden, zurück nach Hamburg zu ziehen.
00:31:55Wie jetzt? Und der Kulturbahnhof?
00:31:57Warum haben wir denn den gemeinsam gerettet, wenn du jetzt einfach so hinschmeißt?
00:32:01Könnte ich doch noch einen schöner Absagen?
00:32:03Ja.
00:32:19Weißt du, in den letzten Monaten hat sich in meinem Leben so viel verändert.
00:32:25Die Stadt hat mich hergebracht, um in Kuba was aufzubauen.
00:32:29Und kommen wir nicht da, wollen sie alles platt machen, ein Gewerbepaar...
00:32:32Ja, aber der Abriss von Kuba ist doch jetzt Geschichte.
00:32:36Ja.
00:32:38So wie wir?
00:32:40Sind wir Geschichte?
00:32:55Uwe, es tut mir leid.
00:33:05Was war mit dem denn? Besoffen?
00:33:11Traurig.
00:33:14Und wie war dein Tag?
00:33:15Ach, ich hatte eine Menge Besuch.
00:33:17Erst war Fritzi hier, dann kam Karin auf einen Kaffee und dann noch Marta und Marie auf ein Bier.
00:33:22Karin hat dich besucht?
00:33:23Ja, na, eigentlich wollte sie zu Mila, aber mit der warst du ja unterwegs.
00:33:26Und?
00:33:27Nicht so, und wir haben ein bisschen gequatscht. Sie kommt mit uns klar, das finde ich gut.
00:33:30Ja.
00:33:31Das hat sie.
00:33:39Florian, es geht dir nicht so gut.
00:33:42Also finanziell.
00:33:44Ich weiß.
00:33:46Ich will mich nicht bei euch einmischen, also schon gar nicht als Anwältin, aber nur so viel.
00:33:52So viel.
00:33:54Juristisch hat Karin schlechte Karten, egal wie Georg und du euch einigst.
00:33:59Sei nicht so hart zu ihr.
00:34:05Komm, lass mal euch beide mal allein.
00:34:07Wird's nicht teuer.
00:34:08Ja.
00:34:28Florian, ich muss heute mal allein bei mir schlafen. Ich brauche ein bisschen Ruhe nach dem Tag.
00:34:33Lisa, warte mal.
00:34:34Warum denn? Ich verstehe das nicht.
00:34:36Ich habe mich den ganzen Tag auf dich gefreut.
00:34:38Ich weiß, es geht mir doch genauso, aber ich brauche ein bisschen Zeit für mich und ich möchte, dass du
00:34:43das verstehst.
00:34:45Ach.
00:34:49Na, muss ich ja wohl.
00:34:51Bestimmt.
00:34:52Bist du.
00:35:00Bist du.
00:35:04Bist du.
00:35:15Musik
00:35:47Musik
00:36:17Musik
00:36:45Musik
00:37:17Was macht denn die Maschine hier? Ist Florian da?
00:37:20Ich schätze, sie hat hier geschlafen, aber gesehen habe ich ihn noch nicht.
00:37:23Oh, du hattest Damenbesuch heute Nacht?
00:37:25Ja.
00:37:27Wer kann, der kann.
00:37:28Wie kommt denn das? Ich dachte, bei dir und Marie läuft es gerade nicht so gut.
00:37:33Es geht um Martha Weibel. Sie wird wohl sterben und Marie kümmert sich um sie.
00:37:38Ich bin sehr plötzlich. Ich bin gestern eingesprungen.
00:37:41Na ja, Marie, schon speziell.
00:37:44Und trotzdem bewundere ich, wie die beiden Schwestern da oben immer wieder zusammenhalten.
00:37:49Komm, was wolle.
00:37:51Ja, zusammenhalten tun sie. Die Lisa und die Marie. Nicht so wie wir beide.
00:37:57Das ist es doch, was du eigentlich sagen willst, oder Karl?
00:37:59Genau darauf halte ich die Nase.
00:38:02Lorenz hat seinen beiden Töchtern eine vollkommen überschuldete Alb hinterlassen.
00:38:06Mehr hat er ja nicht.
00:38:08Aber die beiden jammern nicht rum den ganzen Tag, sondern sehen zu, wie sie klarkommen.
00:38:12Zusammen.
00:38:14Was weißt du denn, wie die beiden wirklich miteinander klarkommen?
00:38:17Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass da oben auf der Huberalp alles Friede, Freude, Eierkuchen ist.
00:38:20Geht hier nicht um Eierkuchen, Florian.
00:38:23Geht darum, dass man zusammenhält. Als Familie.
00:38:26Auch wenn man streitet. Wird dann sogar umso mehr.
00:38:33Apropos Familie und Zusammenhalten.
00:38:36Georg.
00:38:38Wenn du den Hof wirklich verkaufen willst, ich kauf dir deinen Anteil ab.
00:38:41Du willst den Hof kaufen?
00:38:43Wovon denn? Du hast doch kein Geld.
00:38:44Ja, will ich.
00:38:45Wenn du die Schnauze voll hast, dann übernehme ich ihn hier.
00:38:47Ja, desto besser ich kauf ihn, als irgendjemand Fremdes.
00:38:50Garantiert nicht.
00:38:52Ach so, warum denn nicht? Erzähl doch mal, Georg.
00:38:55Für wie blöd hältst du mich eigentlich?
00:38:57Du willst mich mürbe machen.
00:38:59Einfach abwarten, bis nichts mehr geht.
00:39:01Und wenn mir dann alles um die Ohren fliegt, willst du dir den ganzen Hof unter den Nagel reißen.
00:39:06Du bist ja der hinterfotzige Drecksau, das bist du.
00:39:10Was ist denn eigentlich daran hinterfotzig, Georg?
00:39:13Ich biete dir nur genau das an, was du mir seit der Testamentseröffnung als super fair unterjubeln willst.
00:39:18Ich biete dir an, dich auszuzahlen, genauso wie du mich auszahlen wolltest.
00:39:21Mit dem einzigen Unterschied, dass ich an dem Hof hänge, was man ja von dir nicht behaupten kann.
00:39:24Bitte?
00:39:25Zeig das nochmal.
00:39:26Zeig das nochmal.
00:39:27Stopp, ihr beiden, stopp!
00:39:30Ihr beiden kotzt mich sowas von an!
00:39:34Ihr jammert immer nur, wie schlecht es euch geht.
00:39:37Statt euch mal selber anzuschauen, schiebt ihr die Schuld immer auf den anderen.
00:39:41Ihr seid abbärmlich.
00:39:44Sebastian, habt euch ein Paket vererbt, das millionenwert ist.
00:39:48Und ihr streitet die ganze Zeit darüber, ob das fair ist, so wie es ist?
00:39:52Mann, ihr seid Brüder.
00:39:57Jetzt setzt euch zusammen und klärt das.
00:39:59Das hier ist nämlich eine riesige Chance.
00:40:02Eine riesige Chance für euch beide.
00:40:09Ach so, ja, und noch was.
00:40:14Was immer ihr entscheidet, vergesst nicht, ihr habt einen Untermieter.
00:40:18Denn das hier ist auch mein Elternhaus.
00:40:21Und ich haue nicht einfach ab.
00:40:23Aber ich werde auch nicht zuschauen, wie ihr beide hier alles ruiniert.
00:40:28Ich bleib jetzt hier.
00:40:54Ich bleib jetzt hier.
00:41:04Du hast mir einen Mordschrecken eingejagt.
00:41:07Warum sagst du mir nicht Bescheid?
00:41:09Das soll ich jedes Mal den Bürgermeister anrufen, wenn ich meine Kuh melken will.
00:41:21Du hast geschlafen.
00:41:24Außerdem schnarrigst du.
00:41:26Ja, ich weiß.
00:41:27Komm, lass mich das machen.
00:41:30Das aber entzündet.
00:41:32Die Milch muss raus, sonst wird es noch schlimmer.
00:41:39Das kriegen wir schon hin.
00:41:41Ja.
00:41:48Ach, es geht aber.
00:41:55So, dann kommen wir hier.
00:41:57So.
00:42:04Ich gehe zu den Bienen.
00:42:07Ein paar Meter schaffe ich schon.
00:42:19Na, was ist los mit euch?
00:42:22Habt ihr keine Lust mehr?
00:42:24Ihr müsst aber.
00:42:26Schickt eure Chefin raus.
00:42:31Matta, ich habe gestern versucht, den Leonhard zu erreichen.
00:42:34Ja, und?
00:42:35Was hat er gesagt?
00:42:36Ja, die Nummer stimmt nicht.
00:42:39Wann hast du ihn das letzte Mal gesprochen?
00:42:41Weiß nicht so genau.
00:42:42Vor ein paar Wochen.
00:42:43Und was hat er gesagt?
00:42:45Dass es ihm gut geht.
00:42:47Halt.
00:42:49Marie, wenn du ihn erreichst, sag ihm, er muss nicht kommen.
00:42:52Wenn er keine Zeit hat, muss er nicht.
00:43:03Na, da bist du ja wieder.
00:43:07Hast du die Mama schon vermisst?
00:43:09Na, gesagt hat sie jedenfalls nichts.
00:43:13Keine Sorge, frisch gewickelt.
00:43:16Ist ja bereits mein zweites Kind.
00:43:24Ich lasse euch in Ruhe streiten.
00:43:28Aber nicht zu laut.
00:43:29Ich muss nämlich ein bisschen schlafen.
00:43:36Danke, dass du dich um sie gekümmert hast.
00:43:39Ich bin der Vater.
00:43:41Ja, ich weiß.
00:43:43Ich war dabei als Physik.
00:43:48Du, sag mal, kannst du mir noch niebefallen tun?
00:43:52Ja, was denn?
00:43:53Kannst du mal nach der Kuh schauen?
00:43:55Ja, Euter ist entzündet.
00:43:56Und ich muss dringend mal was Frisches anziehen und duschen.
00:43:59Ich bin seit gestern hier.
00:44:00Ich soll nach der Kuh schauen?
00:44:03Ja.
00:44:04Du, nimm deine Tochter mit.
00:44:06Die kennt sich inzwischen aus.
00:44:10Und überhaupt, ihr hattet doch früher Kühe auf dem Hof.
00:44:12Das verlernt man nicht.
00:44:13Das ist wie Windeln wechseln.
00:44:21Gut, dass der Papa da ist.
00:44:35Das macht dann 16,50.
00:44:37Stimmt so.
00:44:38Dankeschön.
00:44:38Dann noch einen schönen Tag.
00:44:39Danke.
00:44:40Ebenso.
00:44:46Hallo.
00:44:47Kommst du auch mal wieder nach Hause?
00:44:49Was soll denn das jetzt heißen?
00:44:50Du weißt doch genau, wo ich war.
00:44:53Wieso kann ich Fritzi mit so meinen Terminen nehmen?
00:44:55Du aber nicht.
00:44:55Erklär mir das mal bitte.
00:44:57Martha liegt im Sterben.
00:44:59Soll ich sie da jetzt etwa alleine lassen?
00:45:01Ich werde mit Fritzi so lange auf die Bienenalp ziehen.
00:45:03Und unsere Alp, wer kümmert sich um die?
00:45:07Marie.
00:45:09Wir hatten einen Deal.
00:45:11Ein Jahr.
00:45:12Jede von uns macht das, was sie am besten kann, um das alles hier zu retten.
00:45:15Und im Moment sehe ich nur, dass ich alles alleine mache.
00:45:18Ich werde Martha begleiten.
00:45:20Und unser Deal, der ist mir gerade sowas von egal.
00:45:23Können wir bei euch eine Brotzeit bekommen?
00:45:31Tut mir leid, ist vorübergehend geschlossen.
00:45:33Ja, aber da waren doch gerade noch Gäste.
00:45:36Ja, eben ist eben.
00:45:37Und jetzt ist jetzt.
00:45:38Geht's na?
00:45:40Entschuldigung, das tut mir leid.
00:45:41Wir haben nur heute geschlossen.
00:45:42Das ist gerade alles aus.
00:45:44Passt die jetzt auch nicht.
00:45:53Komm, ist gerade richtig.
00:45:56Hast du Lust am Spaziergang?
00:45:58Ich muss hier weg.
00:46:00Sofort.
00:46:01Klar.
00:46:02Ist alles in Ordnung?
00:46:04Nee.
00:46:07Geht's der Fabian gut?
00:46:09Ja, besser.
00:46:10Jedenfalls hat sie sich ohne zu Mucken einschmieren lassen.
00:46:18Die Marie ist doch ein ganz patentes Mädel.
00:46:22Sie weiß genau, was sie liebt.
00:46:25Ja, so kann man's auch sagen.
00:46:27Ich find sie schwierig und störisch.
00:46:30Das nennt man Charakter.
00:46:31Den braucht man.
00:46:33Oder willst du jemanden, der zu allem Ja und Amen sagt?
00:46:38Naja, ab und zu mal ein Ja, das wär halt ganz schön.
00:46:42Tja.
00:46:44Wie Marie hat's doch nicht ganz so einfach.
00:46:49Das Leben ist manchmal ganz schön schwierig, wenn man allein ist.
00:46:54Ja, aber sie will ja allein sein.
00:46:56Warum zieht sie nicht zu mir auf den Hof?
00:46:58Wir hätten viel mehr Platz.
00:47:00Für die Fritzi wär's auch besser.
00:47:02Näher zum Kindergarten.
00:47:04Aber darum geht's doch gar nicht, Georg.
00:47:08Kindergarten, so ein Schmarrn.
00:47:12Um's Herz geht's.
00:47:15Und wo man daheim ist, weißt du, ganz genauso gut wie die Marie.
00:47:28Übrigens, warum soll die Marie die Huberalp verlassen und zu dir ziehen?
00:47:34Du willst doch deinen Hof auch nicht verlassen.
00:47:40Aber die Fritzi.
00:47:43Fritzi ist doch auch meine Tochter, oder?
00:47:46Mhm.
00:47:59Mata?
00:48:03Mata?
00:48:04Mata?
00:48:06Mata?
00:48:26Sie ist wieder ohnmächtig geworden.
00:48:27Also, es geht schon wieder, aber sie hat sich geweigert, mit ins Krankenhaus zu fahren.
00:48:31Klar hat sie das.
00:48:39Marie?
00:48:41Sag doch bitte diesen beiden netten, jungen Herren,
00:48:45dass sie mich erst erschießen müssen, bevor sie mich von hier wegkriegen.
00:48:49Sie hören ja.
00:48:50Genug Herrenbesuch für heute.
00:48:52Und ja, wir wissen, was wir tun.
00:48:54Frau Weibel hat Krebs im Endstadium und bleibt trotzdem hier.
00:48:58Alles klar.
00:49:00Ja.
00:49:03Respekt, Frau Weibel.
00:49:06Machen Sie es gut.
00:49:07Mache ich, kann sich drauf verlassen.
00:49:13Wie geht's dir?
00:49:15Beschissen.
00:49:19Marie.
00:49:22Der Leibner Georg, das ist ein Guter.
00:49:25Und er liebt dich von ganzem Herzen.
00:49:31Ja.
00:49:32Ich weiß aber nicht, ob ich das will.
00:49:34Es geht nicht immer darum, was du willst.
00:49:38Deine Fritzi braucht eine Familie.
00:49:41Gib ihm halt eine Chance.
00:49:42Wenigstens als Vater.
00:49:48Mir zulieb.
00:50:09Danke.
00:50:20Danke, dass du da bist.
00:50:22Jetzt für mich und für Fritzi.
00:50:25Obwohl ich manchmal...
00:50:26...so schwierig bin.
00:50:29Ja, das auch.
00:50:33Warum vertraust du mir nicht?
00:50:35Was ist da?
00:50:37Ja, aber ich vertraue dir irgendwie.
00:50:40Das ist nur einfach immer alles schwierig.
00:50:44Nichts ist mal leicht.
00:50:46Und warum das mit dem Sorgerecht?
00:50:49Das Sorgerecht kann ich doch gar nicht verweigern.
00:50:51Wenn du zum Anwalt gehst, dann hast du es im Handumdrehen.
00:50:53Kann ich doch gar nichts machen.
00:50:55Ich weiß, aber ich will das nicht.
00:50:57Nicht schon wie der Anwält, die die regeln, wann ich mein Kind sehen darf und wann nicht?
00:51:01Hatte ich alles schon, brauche ich nicht mehr.
00:51:08Wir gehören jetzt zusammen.
00:51:10Fritzi, du und ich.
00:51:14Ich weiß.
00:51:23Georg.
00:51:25Schaust du mal, wo Leonard ist?
00:51:27Der weiß noch gar nicht, wie es seiner Mutter geht.
00:51:29Und ich finde, der sollte sich wenigstens verabschieden können.
00:51:33Du weißt denn die Martha nicht, wo der steckt?
00:51:34Nein, nicht wirklich.
00:51:35Sie hat seine Telefonnummer, aber die ist falsch.
00:51:37Und ich habe jede Menge Briefe gefunden, aber die meisten davon ungeöffnet.
00:51:41Ich glaube, die beiden haben Streit.
00:51:42Aber sie sagt nichts dazu.
00:51:44Vielleicht findest du noch was heraus.
00:51:46Ein E-Mail oder seine Adresse.
00:51:49Der war doch bei der Karin in der Klasse.
00:51:51Ja.
00:51:52Die frage ich.
00:51:54Den finden wir schon.
00:51:55Aber es muss schnell gehen.
00:51:57Ciao.
00:52:01Ciao, Fritzi.
00:52:03Ciao, ciao.
00:52:06Ich habe Georg heute angeboten, ihn den Hof abzukaufen.
00:52:10Du hast was?
00:52:12Warum denn nicht?
00:52:13Er will ja nicht mehr.
00:52:15Ja, aber wir sollen das gehen.
00:52:16Du, den Hof, ohne Georg.
00:52:18Und woher willst du das Geld nehmen?
00:52:20Ich nehme eine Hypothek auf.
00:52:21Der Hof ist schuldenfrei.
00:52:23Willst schon klappen.
00:52:26Meinst du, eine Bank gibt dir einfach so einen Batzen Geld?
00:52:29Also du bräuchtest in dem Fall ein Konzept,
00:52:31wie du den Hof führen möchtest,
00:52:32ohne Georg am Herd und ohne Sebastians 2. Therapie.
00:52:36Ja, natürlich.
00:52:37Aber noch ist es ja nicht so weit.
00:52:38Er will ja nicht verkaufen.
00:52:40Und auch so hat Karl uns heute ziemlich unmissverständlich klargemacht,
00:52:42dass er nicht bereit ist, sein Wohnrecht aufzugeben.
00:52:45Das ist ja auch sein gutes Recht.
00:52:46Was?
00:52:48Lisa, ich verstehe dich manchmal wirklich nicht.
00:52:51Erst sagst du, ich soll meine Sachen ordnen,
00:52:53ich soll einen Schritt nach vorne machen.
00:52:54und dann mache ich das,
00:52:55dann ist es auch ja nicht richtig.
00:53:01Vögel?
00:53:02Ist auch nicht mal die Lösung, oder?
00:53:03Das kannst du doch so gut.
00:53:07Danke fürs Kommen, ja.
00:53:08Ja, ich melde mich.
00:53:09Danke.
00:53:27Das war doch der Josef Roth.
00:53:29Ja, wir kennen uns von früher.
00:53:32Hat mich besucht.
00:53:33Der ist Architekt.
00:53:35Ja und?
00:53:36Darf er mich deswegen nicht besuchen?
00:53:37Doch, doch.
00:53:39Ich finde es nur ein bisschen komisch.
00:53:42Plötzlich will der Florian mir den Hof abkaufen
00:53:44und kurz darauf führt sein Vater einen Architekten über die Anlage.
00:53:48Ja, siehst du wirklich Gespenster.
00:53:53Ja, hallo Karin.
00:54:04Gut, danke.
00:54:06Sag mal, der Leonard Weibel,
00:54:09der war doch in deiner Klasse, stimmt's?
00:54:16Marie?
00:54:17Hm?
00:54:18Wenn meine Bienen überleben,
00:54:21kümmerst du dich dann um sie?
00:54:22Aber ich habe doch gar keine Ahnung von Bienen.
00:54:24Das macht nichts.
00:54:25Das ist wie Kinderkrieg, das kann man.
00:54:39Wann hast du den Leonard das letzte Mal gesehen?
00:54:44Schon lang her, oder?
00:54:46Mhm.
00:54:48Hatte dir Streit?
00:54:50Ja, natürlich haben wir mal gestritten.
00:54:53Das ist doch ganz normal im Leben und so.
00:55:06Ich habe dem Leben immer was vorgemacht.
00:55:11Ich kann nicht lesen.
00:55:14Kann nicht schreiben.
00:55:16Ich habe es nie richtig gelernt.
00:55:18Ich war zu dumm dazu.
00:55:19Das hat der Ludwig auch immer gesagt.
00:55:21Dumm wie eine Bergziege.
00:55:23Ja, aber dann war dein Mann ein Depp.
00:55:25Na ja.
00:55:26Du bist nicht dumm, Martha.
00:55:31Ich habe mich einfach nicht getraut,
00:55:33dem Leonard das zu sagen.
00:55:37Der war so gescheit.
00:55:39Der war fleißig.
00:55:40Der hat Gymnasium gemacht.
00:55:43Dann hat er studiert.
00:55:44Der ist sogar Doktor.
00:55:51Und das hat nie jemand gemerkt?
00:55:55Weiß nicht.
00:55:56Das hat mir wenigstens keiner gesagt.
00:56:03Aber wie er klein war.
00:56:06Das war schön.
00:56:09Andere Mütter lesen ihren Kindern Gute-Nacht-Geschichten vor.
00:56:13Und ich habe immer Geschichten erfunden zu den Bildern in seinen Büchern.
00:56:19Er hat meine Geschichten geliebt.
00:56:22Das war was.
00:56:24Wie er klein war.
00:56:26Ja.
00:56:36Es wäre eigentlich schon schön, wenn du ihn findest.
00:56:42Ja, ich weiß, Martha.
00:56:45Ich verspreche dir, dass ich alles versuche.
00:56:49Gut.
00:56:58Ja, hallo, hier ist Karin Leitner.
00:57:00Ich rufe an wegen ihrer Kirche.
00:57:04Also, beziehungsweise wegen dem Mann, der vor zwei Jahren ihre Kirche restauriert hat.
00:57:09Ja, das habe ich gelesen in einem Artikel von der Luzerner Zeitung.
00:57:13Ja, ganz genau.
00:57:14Es geht um Leonard Weibel.
00:57:18Ja?
00:57:19Ich bräuchte dringend seine Telefonnummer.
00:57:25Die haben Sie.
00:57:26Oh, ist ja großartig.
00:57:28Ja, ja, ja, ich weiß, Datenschutz.
00:57:30Aber es wäre wirklich wichtig.
00:57:33Okay?
00:57:34Ja.
00:57:34Moment, Moment, Moment, Moment.
00:57:36Stift, stift, stift, okay.
00:57:39Bin soweit?
00:57:41Ja?
00:57:43Ja?
00:57:46Okay.
00:58:07Hi, Mo, was geht's?
00:58:09Hey, Lisa.
00:58:10Du, entschuldige.
00:58:11Du musst doch wissen, dass ein Handschlag juristisch wie ein Vertrag zu werten ist.
00:58:15Also, Majora studiert.
00:58:16Was meinst du damit, Moritz?
00:58:18Du und Kendrich, ihr habt eure Zusammenarbeit mit einem Handschlag gesiegelt.
00:58:21Oder nicht?
00:58:22Ja, kann sein.
00:58:24Ich weiß es echt nicht mehr.
00:58:25Aber selbst wenn, dann steht doch immer noch Aussage gegen Aussage.
00:58:28Wenn Kendrichs Sekretärin nicht alles gesehen hätte.
00:58:32Durch eine?
00:58:33Glaswand.
00:58:34Genau, Glaswand.
00:58:36Kannst du mal zu mir ins Büro kommen?
00:58:38Ja.
00:58:40Danke.
00:58:41Danke.
00:58:53Ganz ehrlich, ich hab ein bisschen Schiss, dass das Ding uns hier um die Ohren fliegt.
00:58:58Kendrichs Sekretärin führt glaubhaft aus, dass du nicht nur am fraglichen Tag in der Kanzlei warst,
00:59:02sie hat auch noch selber die Kuba-Unterlagen für diesen Termin vorbereitet.
00:59:06Und sie hat euren Handschlag gesehen.
00:59:08Und wenig später warst du sogar noch mal da.
00:59:10Und da geht's dann auch schon um gezielte Sachzusammenhänge.
00:59:13Vor allem um diese, diese, wie heißt es die noch?
00:59:15Rechtständig, Wiedermaus.
00:59:16Ja, Wiedermaus.
00:59:17Die brütet auf dem Gelände, deswegen haben wir die Artenschützer auf unserer Seite.
00:59:20Sehr schön und gut.
00:59:22Aber die Artenschützer, die helfen dir jetzt auch nicht weiter.
00:59:25Okay, Moritz.
00:59:27Was machen wir jetzt?
00:59:28Wir haben jetzt genau zwei Möglichkeiten.
00:59:30Wir können uns wehren, allerdings mit so schlechten Karten,
00:59:33dass wir wahrscheinlich sogar deine Zulassung als Anwältin aufs Spiel setzen.
00:59:36Mhm, interessant.
00:59:39Ich hab mit Kenrich telefoniert,
00:59:41weil er ist die Anklage fallen, wenn du dein Mandat niederlegst.
00:59:45Das kann ich nicht machen.
00:59:46Wir stehen so kurz vor einem Vergleich.
00:59:49Der Kuba- und Gewerbepaar könnten gemeinsam existieren.
00:59:52Alle vertrauen mir.
00:59:53Wenn ich das einfach so hinschmeiße...
00:59:54Ist schon klar.
00:59:56Kann der Kenrich den Kuba platt machen.
00:59:58Aber du kannst weiter als Anwältin arbeiten.
01:00:04Ja, das weiß ich noch.
01:00:07Oh Gott, das ist lange her.
01:00:10Leonard, warum ich dich eigentlich anrufe, ist nicht so ein schöner Hund.
01:00:14Es geht um deine Mutter.
01:00:17Ihr geht's nicht gut?
01:00:20Ja.
01:00:24Wann könntest du hier sein?
01:00:28Okay, gut.
01:00:29Ich hol die ab.
01:00:37Nicht gut?
01:00:38Ich will nicht drüber reden.
01:00:39Kann man bei dir schlafen?
01:00:41Also, vielleicht nicht in meinem E-Bett irgendwo anders.
01:00:43Das müssen wir nicht.
01:00:47Ich hab eine andere Idee.
01:00:48Komm mit.
01:01:18Ich hab eine andere Idee.
01:01:18Ich hab eine andere Idee.
01:01:26Oh Gott.
01:01:46Ich hab eine andere Idee.
01:02:03Oh, Gott.
01:02:30Lisa?
01:02:36Ist alles in Ordnung?
01:02:41Merkwürdig war, solange ich hier.
01:02:43Und ihr habt auch alles umgebaut.
01:02:45Ja.
01:02:47Ist das jetzt hier ein Gästezimmer?
01:02:53Kannst du dir vorstellen, vielleicht öfters hier zu schlafen?
01:02:56Also nicht gerade in dem Zimmer, aber...
01:03:00Vergiss es, Florian, ich ziehe nicht hierher.
01:03:02Warum denn nicht?
01:03:04Ich meine, wir beide, wir können uns hier was komplett Neues aufbauen.
01:03:07Ich meine es ernst.
01:03:08Ja, das kann schon sein.
01:03:10Aber mein Platz ist oben auf der Alp bei Marie.
01:03:14Ich sag nicht, dass das immer so bleiben wird, aber...
01:03:20Florian, ich hab das Gefühl, dass du dein Leben gerade zu sehr an mir festmachst.
01:03:24Und das funktioniert nicht.
01:03:31Stehe.
01:03:37Lassst du mich noch nach Hause?
01:03:43Klar.
01:04:00Und?
01:04:06Er kommt.
01:04:08Karin hat mit ihm telefoniert.
01:04:12Danke.
01:04:28Kann ich irgendwas tun?
01:04:33Bleib einfach bei mir.
01:04:35Ja.
01:04:44Ja.
01:04:46Ja.
01:04:46Ja.
01:05:23Vielen Dank.
01:05:51Georg, kannst du bitte kommen?
01:06:08Hey, Entschuldige, ich muss Lisa noch nach Hause bringen.
01:06:10Sorry.
01:06:11Ja, alles gut, ich bin ja noch da.
01:06:13Ja, hier, der ist für dich, damit man weiß, wo zu Hause ist oder die nächste Kneipe.
01:06:19Und so stolz auf dich, obwohl ich dich gern länger da gehabt hätte.
01:06:21Du musst jetzt los.
01:06:22Okay, okay.
01:06:23Tschüss.
01:06:24Tschüss.
01:06:28Ich hab euch lieb, beide.
01:06:30Wir dich auch.
01:06:31Tschüss.
01:06:45Du musstest Lisa noch nach Hause bringen?
01:06:48Was?
01:06:49Hast du vorhin gesagt?
01:06:52Ach so, Karin, sie hat dort nach bei mir geschlafen.
01:06:56Auf dem Hof?
01:06:57Ja.
01:06:59Ach, nicht was du denkst.
01:07:00In der Gästewohnung.
01:07:01Okay, wow.
01:07:03Findest du das nicht mit den Stilos?
01:07:06Mensch, Lori, ich gönne dir wirklich alles Glück dieser Welt.
01:07:10Aber wie schnell du bereit bist, die letzten 20 Jahre über Bord zu werfen, das tut echt
01:07:15weh.
01:07:39Ja, schön, dass du so schnell kommen konntest.
01:07:43Mutter schläft jetzt und wir waren nicht so nach allein sein.
01:07:48Und hat sie Schmerzen?
01:07:50Ja.
01:07:51Die freut sich sehr auf Leonhard.
01:07:53Aber ich hab Angst, dass er zu spät kommt.
01:07:55Der kommt sicher bald an.
01:07:57Das klappt, Marie, ganz bestimmt.
01:08:05Hallo.
01:08:07Nein, das darfst du nicht essen.
01:08:09Nein, nein, nein, nein, nein, nein.
01:08:10Das gibst du mir jetzt mal her.
01:08:12Komm mal her.
01:08:12Schau mal, wer da ist.
01:08:13Hallo, Fritzi.
01:08:14Schau mal.
01:08:16Hallo.
01:08:17Ich hab gehört, du willst verkaufen?
01:08:20Ja.
01:08:22Ja, aber das, das hier und der Hof, das ist doch deine Heimat.
01:08:28Eure Heimat, die der Leitners.
01:08:29Ich weiß, Marie, aber auf einmal ist alles anders.
01:08:36Da bist jetzt du, da ist die Fritzi.
01:08:43Und ich hab den Hof und keine Ahnung, wie es weitergehen soll.
01:08:50Der Sebastian mag seine Fehler gehabt haben.
01:08:52Aber er hat dem Leitnerhof irgendwie einen Sinn gegeben.
01:08:56Ja, dann musst du ihm einfach wieder einen Sinn geben.
01:09:00Mit Florian?
01:09:03Das sind doch deine Wurzeln, die kannst du doch nicht einfach verkaufen.
01:09:18Hey, Leonhard.
01:09:19Hey.
01:09:22Immerhin war der Zug pünktlich.
01:09:23Jetzt müssen wir uns allerdings beeilen.
01:09:25Ja, wenn sie früher angerufen hätte, wäre ich natürlich schon längst hier, aber...
01:09:29Jetzt bist du da, es ist das einzige, was das Geld.
01:09:32Ich steh da drüben.
01:09:55Oh, Lisa.
01:09:56Warte mal.
01:09:59Karl sei mir nicht böse, aber ich hab's ein bisschen eilig.
01:10:01Nur ganz kurz.
01:10:03Kannst du mal mit Florian reden?
01:10:04Ich mein, was die beiden da veranstalten, das schadet uns allen.
01:10:08Das führst du nicht.
01:10:09Ja, ich weiß.
01:10:10Florian hat heute Morgen mich gefragt, ob ich zusammen mit ihm den Hof führe.
01:10:14Also, ich hab nein gesagt.
01:10:17Kannst du es nochmal probieren?
01:10:18Ihnen klar machen, dass der Hof unsere Heimat ist?
01:10:20Seine und Georgs und auch meine?
01:10:23Wir schaffen das nur zusammen.
01:10:24So wie du und Marie.
01:10:27Ähm, ja.
01:10:28Ich rede nochmal mit ihm.
01:10:29Danke.
01:10:30Bis später.
01:10:47Hi.
01:10:49Wo ist sie?
01:10:51Sie ist drin.
01:11:03Bis später.
01:11:04Bis später.
01:11:05Bis später.
01:11:09Bis später.
01:11:10Bis später.
01:11:27Weinein.
01:11:29Bis später.
01:11:31Bis später.
01:11:36Bis später.
01:11:39Maust, wenn du weißt, dass es mir so schlecht geht.
01:11:43Ich weiß. Aber ich war viel zu lange nicht da. Tut mir leid.
01:11:48Aber jetzt bin ich da, ja? Jetzt bleibe ich bei dir.
01:11:51Ich freue mich.
01:12:09Mutter, die Königin ist losgeflogen.
01:13:07Untertitelung des ZDF, 2020
01:13:16Sie hat es geschafft.
01:13:26Also, ich könnte dich zwar manchmal den Berg untertreten.
01:13:29Aber das hast du gut gemacht.
01:13:37Ich fahre dann wieder.
01:13:40Telefonieren, ja?
01:13:41Ja.
01:13:42Schlaft alle gut.
01:13:43Du auch.
01:13:47Georg!
01:13:49Nein.
01:13:49Georg, warte doch mal.
01:13:50Ich nehme mich mal mit runter. Ich habe ein bisschen zu viel getrunken.
01:14:08Und? Wie war es?
01:14:16Genau, wie sie sich's vorgestellt hat.
01:14:18Mhm.
01:14:20So was.
01:14:25Lisa, es tut mir wirklich leid. Ich habe dir viel zugemutet in den letzten Tagen.
01:14:31Ja, das hast du.
01:14:34Aber ich will jetzt nicht mehr streiten.
01:14:37Schwesterherz.
01:14:54Guten Morgen.
01:14:56Guten Morgen.
01:14:57Morgen.
01:14:58Guten Morgen.
01:14:59Habe ich irgendwas verpasst?
01:15:02Warum?
01:15:03Na, das letzte Mal, dass ich euch gesehen habe, da wolltet ihr euch noch prübeln.
01:15:07Ja, und jetzt überlegen wir, wie es weitergeht.
01:15:09Oh.
01:15:10Ist ja gut.
01:15:12Ich habe dann nämlich einen Vorschlag.
01:15:15Komm mal mit.
01:15:19Der Hof hier, das war mal ein richtiger Bauernhof. Mit Vieh, mit Landwirtschaft, eine ehrliche Sache, ohne Schnickschnack.
01:15:27Und wenn ihr mich fragt, dann solltet ihr daran wieder anknüpfen.
01:15:32Verpachtet euer Land nicht, sondern bewirtschaftet es selbst. Das habt ihr doch mal gelernt.
01:15:36Macht das Hotel bodenständiger. Urlaub auf dem Bauernhof.
01:15:40Aber auf einem richtigen, auf einem echten, der noch lebt. Keine Kulisse.
01:15:46Und damit ihr merkt, dass ich das auch ernst meine.
01:15:53Hier ist mein Angebot.
01:15:55Ich übernehme die Kosten für den Umbau.
01:15:57Das kann vielleicht ein bisschen dauern, aber dann haben wir Platz für mindestens 60 Kühe.
01:16:04Gut. Dann hole ich schon mal die erste.
01:16:11Ja, das ist übrigens recht, Karl.
01:16:14Ja, der Georg und ich, wir haben uns letzte Nacht ausgesprochen.
01:16:18Wir packen das jetzt hier zusammen an.
01:16:23Aber...
01:16:24...
01:16:30...
01:16:31Oh!
01:17:06So. Und was machst du jetzt mit der Alp?
01:17:09Ja, ich würde sie erst mal renovieren. Aber in aller Ruhe. Und dann, ehrlich gesagt, keine Ahnung, vielleicht vermieten.
01:17:17Kann mir gerade aber eher schwer vorstellen, dass hier jemand Fremdes einzieht.
01:17:22Ich musste ihr schon als Kind versprechen, dass ihre Asche mal hier oben verstreut wird. Das war immer ihr größter
01:17:26Wunsch.
01:17:28Darf man das eigentlich? Ich dachte immer, dass...
01:17:30Ah, nee, nee, nee. Du darfst die Urne nur mit nach Hause nehmen, um dich zu verabschieden.
01:17:35Aber wenn's in deinem Umfeld, also die Urne...
01:17:38Naja. Naja, das passiert schneller als man denkt.
01:17:41Ja, ständig.
01:17:45Mach's gut.
01:18:00Mach's gut.
01:18:02Mach's gut.dev
01:18:38Vielen Dank.
01:19:04Vielen Dank.
01:19:46Vielen Dank.
01:19:50Dann kann es sich die Dame gleich gemütlich machen.
01:19:55Ein bisschen viel Platz für eine Kuchel, findest du nicht?
01:19:58Warte mal ab.
01:20:00Das ist der erste Anfang.
01:20:02Jetzt kommt Fabio.
01:20:09Herzlich willkommen.
01:20:31Ja, bitte?
01:20:33Leitner.
01:20:34Florian Leitner, wir hatten telefoniert.
01:20:36Es geht um das Test am Telefon.
01:20:37Ah ja, Sebastian Leitner.
01:20:38Genau.
01:20:39Komm so bitte rein.
01:20:40Danke, dass es so schnell geklappt hat.
01:20:42Ja.
01:20:52Georg.
01:20:59Mir ist in den letzten Tagen hier viel klar geworden.
01:21:02Ich würde mir wünschen, die Fritzi mit dir gemeinsam großzuziehen.
01:21:06Mit dir als Vater und vielleicht auch als Mann an meiner Seite.
01:21:13Aber du gehörst auf deinen Hof und ich gehöre auf meine Alpe.
01:21:16Und das ist auch gut so.
01:21:19Ich fände es schön, wenn wir das beides zu unserer gemeinsamen Heimat machen können.
01:21:23Für Fritzi und für uns.
01:21:26Könntest du dir das vorstellen?
01:21:30Ja.
01:21:33Ja.
01:21:36Ja.
01:21:37Ja.
01:21:50Ja.
01:21:54Ja.
01:21:55Ja.
01:21:59Das war's.
01:22:32Das ist gut, Mama.
01:22:35Das ist gut.
01:22:58So reich mir deine Hände und halte mich bis an mein selig Ende und ewig leben.
01:23:24Das ist gut.
01:24:04Ich wünsche dir noch einen schönen Tag.
01:24:18Und? Wie war die Beerdigung?
01:24:21Die war schön.
01:24:24Das ist gut.
01:24:28Ich bin schwanger.
01:24:37Lisa, nicht dein Ernst.
01:24:43Musst du mir denn alles nachmachen?
01:24:45Du bist ja genauso dämlich wie ich.
01:24:50Ich bin schwanger.
01:24:50Ich bin schwanger.
01:25:18Untertitelung des ZDF, 2020
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