- vor 2 Stunden
Mit Saros liefert das Studio Housemarque ein absolutes Meisterwerk ab. Im Test-Video mit Szenen von der PS5 Pro erklärt euch Michi, was den PS5-exklusiven Shooter so genial macht. Denn Saros bietet nicht nur perfektes Gameplay für Rougelite-Experten, sondern reicht auch allen Neulingen die Hand, die die düstere SciFi-Story erleben wollen.
Hinweis: Ein herzliches Dankeschön an die Band »Roxferry« , die uns erlaubt haben ihren Song "Do It Again" im Video zu verwenden.
00:00 - Intro: Keine Spoiler!
02:56 - Story: Wahnsinn auf Carcosa
06:16 - Roguelite-Elemente
07:57 - Optionaler Easy-Mode
11:01 - Shooter-Gameplay in Perfektion
14:21 - Perfekte Steuerung & Sound
15:03 - Leveln & Labern in der Basis
17:26 - Waffen, Perks & Builds
19:30 - Biome & Gegner
20:57 - Risiko & Belohnung
23:34 - Grafik & Performance
24:20 - Fazit: Ein Meisterwerk
Hinweis: Ein herzliches Dankeschön an die Band »Roxferry« , die uns erlaubt haben ihren Song "Do It Again" im Video zu verwenden.
00:00 - Intro: Keine Spoiler!
02:56 - Story: Wahnsinn auf Carcosa
06:16 - Roguelite-Elemente
07:57 - Optionaler Easy-Mode
11:01 - Shooter-Gameplay in Perfektion
14:21 - Perfekte Steuerung & Sound
15:03 - Leveln & Labern in der Basis
17:26 - Waffen, Perks & Builds
19:30 - Biome & Gegner
20:57 - Risiko & Belohnung
23:34 - Grafik & Performance
24:20 - Fazit: Ein Meisterwerk
Kategorie
🎮️
VideospieleTranskript
00:07Ich sag's einfach direkt, Saros ist eines der besten Spiele des Jahres, ein absolutes
00:13Aushängeschild für die PS5 und der bisher größte Banger, den Housemarque in über 30
00:18Jahren entwickelt hat. Saros ist Shooter-Gameplay in Perfektion, technisch brillant und mit sehr
00:24großer Wahrscheinlichkeit mein persönliches Game of the Year. Die düstere Sci-Fi-Story lässt mich
00:29nicht mehr los und auch wenn mich dieses sauschwere Roguelite mehrmals an den Rand des Wahnsinns
00:34getrieben hat, selten hat Sterben und Nochmal Probieren so hart viel Bock gemacht.
01:23In diesem Testvideo will ich euch nicht nur zeigen, wieso ich als großer Fan von Returnal hoffnungslos
01:29in Saros verliebt bin, sondern auch erklären, wieso das hier auch eine ausdrückliche Empfehlung
01:34für alle Roguelite-Neulinge ist. Denn Saros könnte für sein Genre das gleiche Kunststück
01:40gelingen, was damals Elden Ring mit Souls-Likes geschafft hat. Also eine spektakuläre Blockbuster-Produktion,
01:45die mit cleveren Ideen ein Spielkonzept, was bisher nur für abgebrühte Experten interessant
01:51war, plötzlich auch absoluten Neulingen zugänglich macht. Denn Saros ist zwar echt bockschwer,
01:57aber nur wenn ihr das wollt. Denn auch wer keinen Bock auf schwer hat, kann Saros mit unterschiedlichen
02:03cleveren Gameplay-Mechanismen so stark auf die eigenen Fähigkeiten anpassen, dass es sogar so
02:08eine Art Easy-Mode gibt, aber eben rein optional. Wie genau das funktioniert und welchen großen
02:15Hakens daran gibt, zeige ich euch dann später im Video. Das ist übrigens alles mein Gameplay von
02:20der PS5 Pro. Außer mir haben aber auch Heiko für GameStar und Kevin für GamePro am Test mitgewirkt.
02:27Bis zum Abspann habe ich rund 20 Stunden gespielt, man kann danach aber noch deutlich mehr Zeit in Saros
02:32verbringen. Zum Thema Spoiler. Für dieses Video zeige ich euch zwar viele verschiedene Waffen und
02:38Fähigkeiten, beschränke mich bei den Bossgegnern aber auf die ersten drei und spare mir auch die späteren
02:44Biome. Achja, auch bei der Story gebe ich euch nur einen kurzen Einstieg. Die ist nämlich so geil
02:49und wendungsreich, dass ihr das bitteschön selbst erlebt. Saros spielt auf dem fernen Planeten Carcosa.
03:05Hier vermutet der intergalaktische Konzern Zoltari die Existenz von Lucenite, einem Wundermaterial,
03:12das die Energieprobleme der Erde auf einen Schlag für Jahrtausende lösen könnte. Deshalb schicken
03:17die profitgeilen Turbokapitalisten die drei Expeditionen Echelon 1, 2 und 3 nach Carcosa,
03:24damit die den Planeten kartografieren, ne Kolonie errichten und, am wichtigsten, das ganze Lucenite
03:30ausgraben. Aber dann reißt jeglicher Kontakt ab, weshalb Zoltari euch als Rettungsmission Echelon 4
03:37hinterher schickt. Zu Beginn des Spiels ist aber auch dieser Einsatz schon so gut wie gescheitert,
04:01denn Carcosa steht praktisch dauerhaft unter einer Sonnenfinsternis und wer da zu lange hinschaut,
04:08wird wahnsinnig. Teile der Crew sind also irre, andere tot und von den übrigen Echelon-Siedlern fehlt
04:14jede Spur. Für Arjun Devrash, eure Spielfigur, klingt das aber nur wie ein typischer Montag.
04:20Als Zoltari-Vollstrecker ist der nämlich speziell für solche aussichtslosen Solo-Missionen
04:25ausgebildet und dank Hightech-Rüstung auch vorbereitet. Aber wie schlimm kann's schon werden?
04:31Immerhin hat sein Arbeitgeber Zoltari bei orbitalen Scans ja festgestellt, dass der Planet komplett
04:37unbewohnt, leblos und damit ungefährlich ist. Deshalb staunt auch Arjun nicht schlecht,
04:43als er auf Carcosa nicht nur hordenweise mordlustige Monster und Kampfroboter,
04:47sondern auch gigantische Stadtruinen vorfindet.
04:51Wissen wir schon etwas über diese Zivilisation? Was sie auch war. Jetzt ist sie ein Friedhof.
04:58Aber Zoltari sagte, wir wären hier allein. Konzentrier dich auf die Mission. Warte mal,
05:05seit wann? Seit dem letzten Sonnentod. Okay. Ja, ich erinnere mich an die Finsternis. Arjun wird vom
05:15Schauspieler Raoul Coley dargestellt und gesprochen. Es gibt aber auch eine sehr ordentliche deutsche
05:20Vertonung für die vielen Zwischensequenzen, Dialoge und Audiologs, mit denen Saros seine
05:25Geschichte erzählt. Die hat mich von Anfang an gepackt und die ganze Laufzeit über motiviert.
05:30Die wichtigsten Ereignisse erzählt Saros dabei in aufwändigen Cutscenes. Es lohnt sich aber auch sehr,
05:36fleißig Audio- und Textlogs zu finden und in der Ingame-Datenbank zu schmökern.
05:46Die Handlung ist dabei, vermutlich als Kontrast zur kunterbunten Bullet Hell übrigens sehr düster,
05:52aber damit auch umso interessanter. Und sie ist sehr eindeutig stark von einem Literaturklassiker
05:59inspiriert. Was es ist, könnte für einige schon ein Spoiler sein, deshalb sage ich es nicht hier,
06:04sondern schreib es in einen angepinnten Kommentar. Das dann nämlich parallel zum Spiel oder danach zu
06:09lesen, kann ich sehr empfehlen. Ihr seht es ja schon die ganze Zeit im Video, Saros ist ein flotter
06:32Third-Person-Shooter. Was genau am Shooter-Gameplay so großartig ist, zeige ich euch gleich, aber was man
06:37nur vom Zuschauen nicht sofort schnallt, ist, wie Saros eigentlich funktioniert. Im Kern ist es
06:42nämlich ein Roguelike mit zusätzlich permanent freischaltbaren Verbesserungen. Das bedeutet,
06:50dass ihr in Saros nicht einfach nur von Checkpoint zu Checkpoint flaniert, sondern euch jeder Tod
06:54wieder ganz an den Anfang der aktuellen Welt zurücksetzt, euch Waffen und Upgrades wegnimmt
06:59und alle Gegner zurückbringt. Das ist kein Weltuntergang und sogar Teil des Spielprinzips,
07:04regelmäßig zu sterben und es nochmal neu zu probieren. Damit das nicht zu langweilig wird,
07:09findet ihr jetzt aber nicht nur andere Waffen und Power-Ups, sondern auch die Levels sind komplett
07:13anders zusammengesetzt. Ihr könnt euch den Weg also nie einprägen, sondern müsst jedes Mal wieder
07:18Vorsicht walten lassen, weil auch die Gegner jetzt an anderer Stelle aufkreuzen. Um den Überblick zu
07:23behalten, solltet ihr deshalb immer mal wieder auf die Minimap oder die dreh- und zoombare 3D-Karte
07:27spicken. Die Struktur bleibt dabei aber immer fair. Blau markiert den Weg zum nächsten Hauptziel,
07:33weiß sind dagegen optionale Bonus-Räume und dieses rote Symbol hier bedeutet Bosskampf.
07:39Übrigens, zwar müsst ihr beim Sterben immer wieder am Eingang des aktuellen Bions starten,
07:43oft schaltet ihr bei Abkürzungen frei, müsst also nicht mehr den kompletten Level wiederholen,
07:47wenn ihr beim Boss drauf geht. Checkpoints direkt vor einem Bosskampf gibt's das ganze Spiel über nicht,
07:53knackt ihr dann den aktuellen Boss, geht's ins jeweils nächste Biom.
08:14An dieser einmal tot alles weg Idee scheiden sich aber eben die Geister. Denn für viele ist das eine
08:20viel zu überzogen harte Bestrafung und gerade wenn ihr nur selten zum Zocken kommt, werdet ihr
08:24vermutlich einen großen Bogen um Spiele machen, die eure Zeit nicht respektieren. Kann ich total
08:29verstehen, habe ich im eigenen Freundeskreis auch zur Genüge erlebt, denn da konnte ich wirklich
08:33niemanden dafür begeistern, die geniale Story von Returnal zu erleben und dafür halt regelmäßig
08:38anderthalb Stunden Progress zu verlieren. Umso glücklicher macht's mich deshalb, wie genial Saros
08:43diese Problematik angeht. Denn genau diese Angst, jederzeit alles verlieren zu können, ist ja auch
08:49das Salz in der Roguelike-Suppe und die will man für Genre-Puristen ja auch nicht verwässern. Die
08:54Lösung ist deshalb optionale Hilfestellungen. Zum Ersten ist beim Tod in Saros nämlich nicht
08:59alles weg. Erledigte Gegner lassen nämlich Loose the Night fallen und davon nehmt ihr beim Sterben
09:04einen ganzen Batzen mit. Damit könnt ihr euch jetzt in der sogenannten Panzerungsmatrix permanente Upgrades
09:10kaufen. Also mehr Lebenspunkte, mehr Schildenergie, ein extra Leben, neue Skills und vieles mehr. Ihr
09:17startet also garantiert stärker in den nächsten Run. Sich unbegrenzt durchsterben geht aber nicht,
09:23weil Saros den Talentbaum irgendwann abregelt und man erst weiterleveln kann,
09:27wenn man bestimmte Bossgegner besiegt hat. Reicht euch nicht? Dann könnt ihr euch über die
09:34sogenannten Modifikatoren einfach euren eigenen Schwierigkeitsgrad zusammendengeln. Hier wählt ihr
09:40nämlich aus einer ganzen Liste von Vor- und Nachteilen genau das Spielerlebnis aus,
09:44das zu euch passt. Ihr müsst nur darauf achten, dass das Ganze im Gleichgewicht bleibt,
09:49ihr also für jeden Vorteil einen gleichwertigen Nachteil auf die Waagschale packt. Wenn ihr also
09:54keine Shooter-Erfahrung, wenig Frustresistenz und nur Interesse an der Geschichte habt, könnt ihr euch
09:59hier effektiv nen Easy-Mode zusammenbauen, mit dem ihr fast unverwundbar durch jeden Bosskampf
10:04schlafwandeln könnt. Es gibt nur einen Haken. Diese Modifikatoren gibt es nämlich nicht von
10:11Anfang an, sondern erst nachdem ihr den zweiten Boss besiegt habt. Und schon am ersten Boss werden
10:17viele Neulinge erstmal chancenlos zerschellen, denn über den wird nur triumphieren, wer sich auf
10:22die Gameplay-Eigenheiten von Saros einlässt. Wie in vielen Souls-Likes ist das also der Torwächter,
10:28der euch nur durchlässt, wenn ihr bewiesen habt, dass ihr den Rest der Reise packen werdet. Ich weiß,
10:34ich weiß, ich hör schon eure Tastaturen klacken, was das für ne bescheuerte Idee ist, den Easy-Mode
10:38hinter den zweiten Boss zu sperren, aber ich kann verstehen, warum Housemarque das so gemacht hat.
10:44Denn diese Idee, zu scheitern, zu lernen, es nochmal zu probieren und so selbst immer besser zu werden,
10:50ist ein ganz großer Teil der Faszination von Saros, aber lasst mich das mal erklären.
11:09Saros ist genau wie die meisten Housemarque-Spiele wieder ein Bullet-Hell-Shooter. Das heißt,
11:13obwohl die ganze Inszenierung recht filmhaft daherkommt, spielt es sich wie ein ultraflüssiger
11:19Arcade-Shooter. Arjun rennt irre schnell, springt super weit, kann dashen, enter haken und vieles mehr.
11:25Aber das ist auch bitter nötig, denn jeder noch so kleine Gegner feuert dutzende bunte
11:30Projektile auf ihn ab. Ergo ist in fast jeder Ballerei der ganze Bildschirm voll mit Feindbeschuss.
11:36Zwar einigermaßen langsam fliegender Beschuss, aber sich da nen Weg durchzubahnen, ist die Hauptsache.
11:42Getroffen werden ist in Saros nämlich fatal. Heilung gibt's nur total wenig und dann wird
11:47auch das Adrenalinsystem wieder auf Null zurückgesetzt, das euch sonst fürs fehlerfreie Spielen immer mehr Boni
12:08beschert.
12:10Soweit, so Returnal. Saros bringt aber jetzt noch ne ganze Menge neuer Ideen dazu. Zum Beispiel dem
12:16Soltari-Schild, mit dem ihr blaue Geschosse aufsaugen und damit eure Energiewaffe aufladen könnt.
12:24Das klappt auch mit den gelben Geschossen und die Energiewaffe kriegt davon sogar noch mehr Wumms,
12:29eure Lebensleiste wird dann aber kürzer, bis ihr diese verderbte Energie wieder rausgeschossen habt.
12:34Oder der Konter, mit dem ihr rote Geschosse zurückschleudern könnt.
12:41Vorbildlich übrigens, wenn ihr Schwierigkeiten damit habt, eine dieser Farben gut zu erkennen,
12:46kann man im Optionsmenü jede einzelne davon umstellen. Aber ihr merkt's vielleicht schon,
12:51es gibt durchaus Gründe, wieso ein sonst so düsteres Sci-Fi-Spiel den Bildschirm mit
12:56bietschbunten Geschossen vollkleistert. Denn die sind natürlich so viel besser lesbar und wenn ihr
13:01anfangs noch aktiv nachdenken müsst, für welche Kugelfarbe ihr jetzt nochmal welche Aktion braucht,
13:06übernimmt diesen Task schon bald das Rückenmark. Und auch sonst gehen nach und nach mehr Aktionen wie
13:12das Overcharge-Nachlade-Minispiel oder Energietanken bei Trashmobs in Fleisch und Blut über und spätestens dann
13:19macht's Klick. Und ihr seht in dieser Situation hier keine bedrohliche Übermacht, sondern die Zutaten für eure
13:26ganz persönliche Schlachtplatte, die eure Reflexe jetzt zubereiten. Und das ist es, was ich vorher
13:32meinte. Ich hatte zig Situationen, in denen ich sicher war, jetzt geh ich drauf. Nur um dann meinen
13:37Reflexen dabei zuzuschauen, wie sie unfassbare Gegnerhorten einfach so wegflexen. Und diese Momente
13:45hätte ich wohl nie gehabt, wenn ich Saros von Anfang an im Easy-Mode gespielt hätte. Denn klar,
13:50ich levele Arjun, aber das Spiel levelt mich. Interessant dabei ist, dass präzises Zielen in
14:00Saros für die meisten Waffen gar nicht nötig ist. Es gibt nämlich für fast alle Knarren eine sehr
14:04großzügige Zielhilfe und sogar noch mehr. Die Repetierarmbrust hat sogar komplett zielsuchende
14:10Bolzen als Sekundärfeuer. Das Ansturmgewehr bietet dagegen nur manuelle Zielerfassung,
14:15hat dafür aber höhere Feuerrate und mehr Schaden. Mit dem DualSense Controller steuert
14:22sich das alles übrigens perfekt. Das Standard-Button-Layout ist bis zur letzten Taste
14:26durchdacht, jede Eingabe wird präzise übernommen, Arjun reagiert in Sekundenbruchteilen auf eure
14:31Befehle und das haptische Waffenfeedback ist die Kirsche auf der Torte. 10 out of 10, no Nodes.
14:40Dazu kommt beeindruckendes 3D-Audio, mit dem ihr auch Gegner außerhalb eures Sichtkegels genau
14:45orten könnt und das kommt schon auf herkömmlichen Stereo-Headsets gut, mit einer Surround-Anlage
14:50läuft es aber nochmal zur Höchstform auf. Wenn die KI Primary spricht, dann spürt ihr den Bass
14:55seiner Stimme als Vibrationen im Controller. So geil.
15:03Ja Moment, Primary sprechen, hä? Also abseits der ganzen Ballerei wird in Saros auch viel gequatscht. Die
15:10Überlebenden von Ashlawn 4 haben nämlich in einem mysteriösen Tempel der sogenannten Passage
15:15Zuflucht gefunden und hierhin kehrt ihr nach jedem Run immer wieder zurück. Ähnlich wie in
15:20Hades warten hier in der Basis die übrigen Besatzungsmitglieder, mit denen sich Arjun jetzt
15:24über seine Abenteuer unterhalten kann. Diese Dialoge sind ordentlich auf Deutsch und Englisch
15:28vertont, meistens aber nur solche statischen Gespräche ohne viel Animationstamtam.
15:46Trotzdem kommt dabei viel Atmosphäre auf, denn die Crew traut sich gegenseitig nicht über den Weg und
15:51so langsam macht sich bei allen der Wahnsinn breit. Ich fand's vor allem cool, wie viel Arjun dabei von
15:56sich selbst durchblicken lässt, denn auf mich wirkt er zwar ziemlich unsympathisch, aber auch brutal
16:02interessant. Denn schon sehr früh wird klar, Arjun hat eigene Gründe, warum er nach Carcosa gekommen ist
16:08und das sollte besser niemand wissen. Ein bisschen schade fand ich dabei, dass es dann doch nur eine
16:14überschaubare Anzahl dieser Dialoge gibt. Wer also immer und immer wieder beim gleichen Boss scheitert, wird
16:20eher früher als später nur noch schweigende Kameraden in der Basis treffen.
16:24Ganz ehrlich? Ich hasse diesen verfluchten Ort.
16:28Bei Primary dürft ihr dann euer verdientes Lucanite ausgeben, um dauerhafte Verbesserungen
16:33freizuschalten und per Teleporter direkt in die verschiedenen Biome zu springen. Ein Run in Saros
16:39dauert, also vom Levelanfang bis zum Bosskampfende, etwa 30 Minuten. Danach landet ihr aber während der
16:44Story-Kampagne auch beim Sieg über den Boss immer erstmal wieder in der Passage. Erst wenn ihr ein Biom schon
16:50beendet habt, könnt ihr von Anfang des Spiels bis zum aktuellen Biom durchlaufen. Also wenn ihr zum Beispiel
16:55bis ins fünfte Biom gespielt habt, könntet ihr auch einen super langen Run von Welt 1 bis Welt 5 an
17:02einem
17:02Stück machen, aber die Story zwingt euch sonst immer wieder zurück zur Basis und gibt euch dann ein frisches
17:07Loadout. Ist nicht weiter wild, denn über die Panzerungsmatrix steigert ihr auch eure Befähigungsstufe immer weiter und startet
17:13so schon mit höherem Grundwaffenlevel ins Gefecht. Aber wenn ihr nen Boss partout nicht schafft, ist es
17:19ein probates Mittel, ein oder zwei Biome Anlauf zu nehmen, um Arjun mit besseren Waffen und Artefakten
17:25auszustatten. Apropos Waffen. Davon gibt's in Saros ne ganze Menge. Genau wie in Returnal sind das aber
17:31nur grundlegende Schablonen, auf die in jedem Run zufällige Perks verteilt werden. Jedes Gewehr hat
17:37also einen Waffenlevel, mehrere zufällige Perks und einen besonderen Sekundärfeuermodus. Jede
17:43Waffengattung hat dabei ihr Spezialgebiet, die Schrotflinten sind super in engen Höhlen, Sturm und
17:49Smart-Gewehre sind Allrounder und für weitläufige Außenareale bietet sich die Armbrust an. Gerade die
17:55zielsuchenden Bolzen der Repetierarmbrust waren in der Testversion aber noch etwas zu mächtig,
17:59Housemarque will das per Patch noch abschwächen. Zusätzlich zur Primärwaffe tragt ihr immer auch
18:04noch eine Energiewaffe, die mit den vom Schild eingekirbiten blauen Kugeln betrieben wird.
18:10Das ist dann zum Beispiel eine Panzerfaust, ein Laserstrahl oder zielsuchende Alien-Mücken.
18:15Je höher übrigens der Waffenlevel, umso höher die Werte und die Anzahl der Perks, aber höher ist
18:21nicht automatisch besser. Die Faustregel ist nämlich, dass ihr eine Waffe, mit der ihr super
18:24zurechtkommt, nicht einfach nur deshalb tauschen solltet, weil die neue ein höheres Level hat.
18:29Vielleicht sind Typ, Schussfrequenz, Alt-Fire oder sonstige Faktoren nämlich total mies und passen
18:34nicht zu eurem Build. Denn ja, das gibt's in Saros auch. Arjun hat nämlich drei Charakterwerte,
18:40Resilienz, Gewalt und Antrieb, die seine Lebensenergie, Schildkapazität und Lucanite-Ausbeute
18:46bestimmen. Aber Waffenperks skalieren mit diesen drei Werten. Ihr solltet also immer darauf achten,
18:52welches kleine Symbol hier neben dem Perk steht, um das Maximum aus eurer Knarre rauszuholen. Das ist
18:58auch der Hauptgrund, warum ihr es in Kauf nehmen solltet, verderbte Artefakte aufzusammeln. Artefakte sind in
19:03Saros nämlich Power-Ups, die eure Stats verbessern und Bonusfähigkeiten verleihen. Verderbte Artefakte
19:09machen das auch, belasten euch aber auch zusätzlich mit teilweise drastischen Nachteilen. Zum Beispiel
19:14Fallschaden, Waffenfehlfunktionen, längerer Dash-Cooldown und und und. Es ist also sehr wichtig,
19:19diese Dinger nicht einfach blind einzusammeln, weil man sie innerhalb eines Runs auch nicht mehr
19:24ablegen kann. Aber manchmal ist es das Risiko wert, wenn die den Hauptstat eures Builds massiv nach
19:29vorne bringen. Welche Waffe ihr dann verwendet, hängt natürlich nicht nur von der eigenen
19:33Präferenz, sondern auch von Ort und Feind ab. Und bei beiden liefert Hausmark ordentlich ab. Ich hatte
19:39erst ein bisschen Sorge, weil mir ein paar Biome optisch etwas zu ähnlich wirkten. Gerade zum Schluss
19:45hin zieht Saros hier aber alle Register und liefert die gesamte Spielzeit über viel Abwechslung und das
19:50auch spielerisch. Auf das weitläufige Startgebiet folgen klaustrophobische Bergbautunnel, später geht's
19:56außerdem in finstere Sümpfe, zerbombte Städte und an die verregnete Küste. Weil ihr im Spielverlauf
20:00immer mehr Metroidvania-Fähigkeiten einsammelt, lohnt es sich auch, später nochmal in frühere
20:05Gebiete zurückzukehren, um dort in zuvor versperrte Bereiche vorzudringen. Man erkennt zwar schon bald
20:14die einzelnen Versatzstücke der Levels wieder, Hausmark hat sich aber redlich Mühe gegeben,
20:19für jeden Raum zig Varianten mit komplett anderen Fallen, Schaltern, Geheimgängen und Feinden zu entwickeln.
20:25Jedes Gebiet existiert dabei als normale und abgedrehte Sonnenfinsternis-Version und liefert
20:31dazu passende Gegnertypen. Zwar gibt's über 30 verschiedene Feindarten, Saros setzt die aber
20:36mit Bedacht ein, damit man Gegner schon von Weitem erkennt und die Angriffsmuster immer lesbar bleiben.
20:41Neben stationären Geschütztürmen gibt's viel Fluggetier, Nahkampfmonster, Teleportationsheimis,
20:48Bergbauroboter und vieles mehr und fast alles davon in verschiedenen Variationen mit anderen
20:53Angriffen, Schutzschilden oder Schwachpunkten. Was ich neben dem perfekten Shooter-Gameplay an
20:59Saros so sehr liebe, ist wie ernst es mich und meine Entscheidungen nimmt. Denn ständig stehe ich
21:04in Saros vor der Wahl. Volles Risiko oder lieber auf Nummer sicher. Es geht schon beim einfachen Loot los,
21:09dauernd muss ich mich entscheiden, welche von zwei Belohnungen ich einsacken will. Am deutlichsten merkt man
21:14das aber bei der Sonnenfinsternis. Die kann Arju nämlich an so einem Altar herbeiführen und das
21:20hat riesige Auswirkungen. Denn jetzt sind nicht nur alle Gegner gefährlicher geworden, auch der Level
21:25verändert sich komplett und man kann ganz neue Wege gehen. Und es gibt jetzt verderbte Waffen und
21:30Artefakte, die sind stärker als die normalen, haben aber auch ebenso krasse Nachteile. Das Coole daran
21:37ist, oft muss ich das mit der Sonnenfinsternis an einem bestimmten Punkt im Level machen, manchmal kann ich
21:43aber auch nur. Spiele ich normal weiter, sind die Gegner nicht so krass und ich komme vielleicht
21:47leichter durch den Level. Spiele ich dagegen mit Eclipse, verdiene ich für jeden erledigten Gegner
21:52extra viel Lucenite, steige dadurch im Befähigungslevel und bekomme stärkere Waffendrops. Außerdem stehen
21:58mir dann auch neue Wege zu Bonusräumen offen, die sonst verschlossen wären. Aber die Gegner schießen
22:04dann auch dauernd mit den gelben Projektilen, die meine Lebensleiste verkürzen, wenn ich nicht
22:09ausweiche. Vielleicht komme ich dann also mit krasserer Wumme, aber halbtot beim Endboss an.
22:15Und dann gibt's ja auch noch den Albtraumstrang. Das sind eigene Mini-Dungeons mitten im Level,
22:21wo extra starke und extra viele Gegner warten, euch aber mit einem Angebot locken,
22:26das man selten ablehnen kann. Wenn ihr DAS überlebt, bekommt ihr ein verbrauchtes Extra-Leben
22:32zurück. Und oft sind die Eingänge für die Stränge so weit hinten im Biom, dass die Chance hoch ist,
22:37dass ihr euer Zweitleben schon verblasen habt, aber eigentlich dringend für den Bosskampf ganz
22:41am Schluss braucht. Es kann aber auch sehr gut sein, dass ihr beim Versuch, das Leben zurückzuholen
22:46draufgeht und ihr wieder komplett von vorne anfangen müsst. Und so muss man ständig abwägen. Wie gut läuft
22:53der Run für mich? Brauche ich mehr Feuerkraft? Sollte ich lieber Leben sparen? Und wie passt das
22:57alles in meinen aktuellen Build? Die Krönung ist dann, wenn all das zusammenkommt. Meine durch stundenlange
23:05Übung gestellten Reflexe, mein Build, den ich mir mühsam über Drops und Panzerungsmatrix
23:09zusammengeschustert habe und meine Taktik, für die ich den gleichen Bosskampf jetzt schon zum
23:14inzwischen fünften Mal mache. Und wenn das dann aufgeht, hoffe ich jedes Mal, dass meine
23:20Nachbarn Kopfhörer mit Noise-Canceling haben. Technisch ist Saros ein absolutes Aushängeschild für die
23:39PlayStation 5 und das Musterbeispiel dafür, wie man den Exklusivtitel optimiert. Selbst auf der normalen PS5 läuft's
23:45die ganze Zeit in dynamischen 4K bei 60 FPS flüssig. Auf der PS5 Pro ist dabei die
23:50grundlegende Renderauflösung noch mal höher. Außerdem kommt das neue PSSR für gestochen
23:55scharfe Details zum Einsatz. Ich hatte in über 20 Stunden Spielzeit einen einzigen Ruckler,
24:01und zwar in einem Albtraumstrang mit Dutzenden Gegnern auf dem Bildschirm, als gerade fünf
24:06gleichzeitig in der Partikelorgie explodiert sind. Da kann man auch mal fünfe gerade sein lassen.
24:11Cutscenes laufen dagegen nur in 30 FPS und auch einen 120 FPS Modus für die PS5 Pro hat
24:18Hausmark aktuell nicht geplant.
24:20Die Sonne, oh die Sonne, sie ist in mir. Sie sieht mich, kennt mich. Bald werden sie uns holen und
24:37wir werden bluten und lächeln.
24:45Wer zu lange in die Sonne über Carcosa starrt, wird wahnsinnig. Und so ähnlich ging's mir auch mit Saros,
24:51denn ich hatte ja schon letzten Monat, nachdem ich drei Stunden in die Preview-Version gestarrt hatte,
24:56das Gefühl, dass das der absolute Wahnsinn wird. Aber stimmt das auch wirklich oder rede ich mir das nur
25:03ein? Ihr könnt euch also nicht vorstellen, wie erleichtert ich war, Heiko und Cabin dabei zuzuhören,
25:07wie sie begeistert von der Testversion von Saros schwärmen. Dass Saros bis auf weiteres PS5-Exklusiv ist,
25:14finde ich schade. Und dass die PS5 jetzt im sechsten Jahr noch mal teurer geworden ist,
25:19sogar eine richtige Sauerei. Das war alles nicht die Schuld von Saros. Denn das hier ist nicht nur
25:23irgendeine Arcade-Ballerei, sondern ein phänomenales Ausnahmespiel. Ein Singleplayer-Hammer, der eindrucksvoll
25:29zeigt, wieso ich Spiele liebe. Die perfekte Symbiose aus cleverem Storytelling, Blockbuster-Inszenierung und
25:36großartigem Gameplay, wo man die Liebe aus jedem einzelnen Partikel spürt. Kurz, ein Meisterwerk.
25:42Wenn euch Roguelike und Bullet Hell bisher zu schwer war, dann gebt euch einen Ruck und Saros eine Chance.
25:49Klar, könnte natürlich auch sein, dass Heiko, Kevin und ich jetzt alle drei verrückt geworden sind,
25:56aber der einzige Weg für euch das zu widerlegen wäre, auch Saros zu spielen und zu sterben und es noch
26:03mal
26:03zu probieren und zu sterben und es noch mal zu probieren und zu sterben.
26:31Wir sehen MCU
26:37Untertitelung des ZDF für funk, 2017
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